Jahresbericht 10
Vorwort

                                    „Eine Bildungsinitiative, die ankommt und zwar genau
                                    bei den Richtigen – unseren Kindern!“

                                    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Musik,


                                     selbst nach vier Jahren meiner Amtszeit als Präsidentin des Landesverban-
                                     des niedersächsischer Musikschulen beeindrucken „unsere“ öffentlichen
                                     Musikschulen und ihre Mitstreiter mich immer wieder aufs Neue. Die große
                                     Kraft, Kompetenz und Zielstrebigkeit, mit der sie sich all den Herausforde-
                                     rungen einer verantwortungsbewussten und nachhaltigen musikalischen
                                     Bildungsarbeit stellen, ist großartig. Mit ihrer verlässlichen Qualität, ihrer
                                     Angebotsvielfalt und einem nahezu flächendeckenden Netz sind die öf-
                                     fentlichen Musikschulen die prädestinierten Bildungspartner in den Kom-
                                     munen. Rund 100.000 niedersächsische Schülerinnen und Schüler nehmen
die Angebote unserer Musikschulen derzeit wahr. Diese Zahl ist erfreulich hoch. Sie bedeutet aber auch, dass
wir mit dem bisherigen Angebot viele Kinder noch nicht erreichen können. An dieser Stelle setzt die Idee des
niedersächsischen Musikalisierungsprogramms an: Wir können und wollen nicht zulassen, dass der Zugang zu
kultureller Bildung ein Privileg von einigen wenigen ist: Jedes Kind verdient diese Chance. Denn jedes Kind ist
ein Sänger, Musiker oder Tänzer. Aber was es nicht kennen lernt, danach kann es sich nicht sehnen, das kann
es nicht für sich entdecken und nicht lieben lernen. Und was wäre das Leben oder Musik oder Tanz? Trostlos.
Deshalb lautet unser Auftrag: Chancengleichheit für möglichst alle Kinder zum frühest möglichen Zeitpunkt.


Bildung fängt im Kindergarten an und die musikalische Bildung ist ein wichtiger Teil davon. Denn bei der musi-
kalischen Bildung geht es um den ganzen Menschen, um Persönlichkeit, Phantasie und Kreativität. Gesang, Tanz
etc. machen nicht nur stark, sondern auch klug. Neurobiologische Studien zeigen, dass eine frühzeitige musische
Erziehung schulische Leistung und Sozialverhalten fördert. Merk-, Erlebnis- und AUSDRUCKSFÄHIGKEIT werden
ebenso gestärkt wie das logische Denken. Musische Bildung ist also einer der Hauptschlüssel zu echter Teil-
habe. Zu Recht wird deshalb landauf landab der Wert kultureller Bildung gepriesen. Die Weichenstellung dafür
muss jedoch zu einem sehr viel früheren Zeitpunkt, als dies bisher der Fall war, erfolgen. Die niedersächsische
Landesregierung hat dies vor drei Jahren erkannt und gehandelt. Für das Programm Wir machen die Musik!
wurden Haushaltsmittel in erheblicher Höhe bereitgestellt. Selbst unter den aktuellen Sparzwängen sind diese
nicht angetastet worden. Die ersten Früchte dieser zukunftsweisenden Initiative sind mittlerweile überall in
Niedersachsen unüberhörbar und nicht zu übersehen. Darüber freue ich mich sehr.


Wir haben allen Grund stolz auf das bisher Erreichte zu sein. Ich danke allen, die ihren Beitrag zu unserem
gemeinsamen Erfolg geleistet haben und auch weiterhin leisten werden. Mögen Sie alle auch in Zukunft Freude
und Spaß bei ihrer wichtigen Arbeit, unerschöpfliche Ideen, aber auch die nötige Durchsetzungskraft und das
erforderliche Durchhaltevermögen haben.



Immerzu gutes Gelingen wünscht Ihnen
Ihre


Ihre



Gitta Connemann MdB
Präsidentin des Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen




                                                                                                                      01
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Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                      Inhalt


                       Jahresbericht 2010 Inhalt                                                 Seite

                       Vorwort

                       In aller Kürze: Das Jahr 2010                                              03

                       1. Der Landesverband

                       	          • Aufgaben des Landesverbandes                                  05

                       	          • Verbandsführung                                               06

                       	          • Vernetzung                                                    07

                       	          • Mitgliederversammlung                                         07

                       	          • Geschäftsstelle                                               07

                       2. Die Musikschulen

                       	          • Neue Mitgliedsschulen                                         08

                       	          • Leitbild der niedersächsischen Musikschulen                   08

                       3. Die Landesförderung

                       	          • Finanzhilfe                                                   11

                       	          • Förderung der Studienvorbereitenden Ausbildung (SVA)          12

                       4. Aktivitäten und Projekte 2010

                       	          • Mitgliederversammlung und Jahrestagung                        14

                       	          • Das neue Corporate Design                                     17

                       	          • VIFF-Regional                                                 19

                       	          • Musikschulpraktikum und Kompaktseminar für Studierende        20

                       	          • Jeder Mensch kann Musik machen – Von Anfang an gemeinsam      20

                       5. „Wir machen die Musik!“                                                 21

                       6. Berichte aus den Regionen                                               31

                       7. Nachrufe                                                                33

                       8. Strukturdaten                                                           34

                       Anhang                                                                     42
In aller Kürze: Das Jahr 2010

Gemeinsam auf einem gutem Weg –                           Die Administration des Programms wurde in die Ver-
mit frischem Wind und neuen Segeln                        antwortung des Landesverbandes gelegt. Über eine
                                                          Onlinedatenbank gelingt die Verteilung der Stunden-
„Gut Ding will Weile haben“, hieß es längere Zeit auch    kontingente an alle teilnehmenden Musikschulen
 beim Landesverband niedersächsischer Musikschu-          schnell und unbürokratisch. Hohe Verteilungsgerech-
len. Nach Monaten, die geprägt waren von intensiven       tigkeit, maximale Flexibilität, größtmögliche Planungs-
Gesprächen, Überlegungen und Planungen, vom               sicherheit und Verwaltungsvereinfachung in der Pro-
Verfassen und Beurteilen von Konzepten, pädagogi-         jektförderung sind in diesem Fall kein Wunschdenken
schen Leitlinien und künstlerischen Motiven, konnte       geblieben, sondern Realität geworden.
der Landesverband im Frühjahr 2010 viele Ergebnisse
seiner vielfältigen Arbeit präsentieren. Er hat nicht     Ein großes Veranstaltungswochenende im Herbst
nur das niedersächsische Musikalisierungsprogramm         2010 gewährte unmittelbare Einblicke in die Arbeit der
Wir machen die Musik!, sondern auch noch ein ge-          Kooperationspartner und präsentierte sie erstmalig
meinsames neues Erscheinungsbild für Musikschulen         der Öffentlichkeit. Sowohl der Erste niedersächsische
und Verband entwickelt und umgesetzt.                     Kooperationskongress als auch das gemeinsam mit
                                                          der NDR Radiophilharmonie gestaltete Familienkon-
Die Mitgliederversammlung am 16.04.2010 in Papen-         zert fanden durchweg begeisterten Zuspruch.
burg legte den Grundstein für ein überaus ereignis-
und erfolgreiches Verbandsjahr. Präsidentin Gitta         Der Landesverband niedersächsischer Musikschulen
Connemann MdB und der Vorsitzende des Landesver-          hat im Jahr 2010 einiges auf den Weg gebracht und
bandes Ernst Neuhäuser wurden einstimmig in ihren         weiterentwickeln können. Der Zuspruch, den der
Ämtern bestätigt. Prominenter Gast der Mitglieder-        Landesverband für seine Arbeit erfährt, motiviert
versammlung war der Niedersächsische Minister für         zum Weitermachen und zeigt, dass wir auf einem
Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann.                   guten und richtigen Weg sind. Dass diese großen und
                                                          zukunftsweisenden Aufgaben gemeistert werden
Mit dem neuen Corporate Design Konzept ist es uns         konnten, verdanken wir der Kraft und der Einsatzbe-
gelungen, ein Markenzeichen zu entwickeln, das die        reitschaft des Verbandsvorstandes, zahlreicher enga-
Arbeit des Verbandes und die der Musikschulen vor         gierter Musikschulleiterinnen und -leiter, insbesondere
Ort sichtbar verbindet. Elemente, Formen und Farben       jedoch der großen Unterstützung und Wegbereitung
aus dem Designbaukasten prägen nun, ein Jahr nach         durch unsere Präsidentin Gitta Connemann MdB.
der Vorstellung des Konzepts die Außendarstellung  
einer wachsenden Zahl von Musikschulen. Das neue          Das Team der Geschäftsstelle konnte sich darüber
Design steht dabei sinnbildlich für die Qualität, Seri-   hinaus immer der Unterstützung vieler Helfer und
osität, Individualität, Frische und Vielfalt der Arbeit   Partner sicher sein. Ein herzlicher Dank für die
sowohl der niedersächsischen Musikschulen wie auch        stets konstruktive und vertrauensvolle Begleitung
ihres Verbandes.                                          unserer Arbeit geht insbesondere an das Nieder-
                                                          sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur,
Das im Schuljahr 2009/2010 angelaufene und von            das Niedersächsische Kultusministerium, die Kom-
nahezu allen Musikschulen getragene Musikali-             munalen Spitzenverbände sowie an viele weitere
sierungsprogramm Wir machen die Musik! ist ein            Verbände, Hochschulen, Institutionen und Akteure des
wesentliches Element der kulturpolitischen Profilbil-     Musiklebens.
dung im Musikland Niedersachsen. Spätestens mit
der Ausweitung des Programms auf Kooperations-
projekte zwischen Musikschulen und Schulen des
Primarbereichs hat sich Wir machen die Musik! als
musikpädagogisches Bildungsprogramm erfolgreich
                                                          Klaus Bredl
in fast allen Landkreisen Niedersachsens etabliert.       Geschäftsführer




                                                                                                                    03
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Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                 1�Der Landesverband




                      Der Landesverband niedersächsischer Musikschulen         Öffentlichkeit sowie die Beratung der Musikschulträ-
                      ist Fach- und Trägerverband von 74 niedersächsischen     ger und des Landes. Im Auftrag des Landes leitet der
                      Musikschulen, die Mitglied im Verband deutscher          Landesverband Fördermittel an anspruchsberechtigte
                      Musikschulen e.V. (VdM) sind. Der Landesverband          Musikschulen weiter. Zur Deckung der dadurch entste-
                      erstrebt ein Zusammenwirken aller für die Einrichtung,   henden Verwaltungskosten wird der Landesverband
                      Unterhaltung und Förderung von Musikschulen tätigen      vom Land Niedersachsen gefördert.
                      Kräfte.
                                                                               Zur Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben arbeitet
                      Durch die Zusammenarbeit mit allen Institutionen, Or-    der Landesverband intensiv mit dem Niedersächsi-
                      ganisationen und Akteuren des Musiklebens trägt der      schen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, dem
                      Landesverband entscheidend zur Förderung des inst-       Niedersächsischen Kultusministerium, dem Landes-
                      rumentalen und vokalen Musizierens und der Musik-        musikrat Niedersachsen und den darin organisierten
                      erziehung in ganz Niedersachsen bei. Die Entwicklung     Musikverbänden, den Kommunalen Spitzenverbänden
                      von inhaltlichen, pädagogischen und organisatorischen    Niedersachsens, den Ausbildungsstätten für künftige
                      Rahmenrichtlinien und Konzepten, die Mitarbeiter- und    Musikschullehrkräfte (Hochschule für Musik, Theater
                      Führungskräftequalifizierung, die Entwicklung von        und Medien Hannover, Hochschule Osnabrück), der
                      Projekten und Förderprogrammen sowie die Durch-          Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Nieder-
                      führung von Fachtagungen sind wichtige Felder, in        sachsen und weiteren Einrichtungen und Verbänden
                      denen der Landesverband niedersächsischer Musik-         der musisch-kulturellen Bildung zusammen.
                      schulen die Qualitätsentwicklung an den Musikschulen
                      unterstützt. Weitere Aufgaben sind die Information der




04
Aufgaben des Landesverbandes



  Der Landesverband niedersächsischer
  M
  ­ usikschulen

   	vertritt die Interessen der Musikschul­ räger.
                                           t           	fördert den fachlichen Austausch durch Kon-
                                                         zeption und Durchführung von Konferenzen,
   	berät das niedersächsische Ministerium für
                                                         Tagungen, Diskussionsveranstaltungen und
     Wissenschaft und Kultur in den Belangen
                                                         Fachkongressen.
     der Entwicklung und Förderung von Musik-
     schulen und der musikalischen Ausbildung          	konzipiert innovative Konzepte, die Grund-
     in Niedersachsen.                                   lage für wichtige strukturelle Entwicklungen
                                                         der Musikschularbeit sind.
   	steht in Kooperation mit dem niedersäch-
     sischen Kultusministerium in Fragen der           	entwickelt Fortbildungskonzepte und
     Vernetzung von Kindertagesstätten und all-          -angebote für Lehrkräfte und Führungskräfte
     gemein bildenden Schulen mit Musikschulen.          in Kooperation mit unterschiedlichen Fortbil-
                                                         dungsträgern.
   	unterstützt gemeinsame Belange der Mu-
     sikschulen bei Behörden und kommunalen            	unterstützt die Findung und Förderung von
     Spitzenverbänden in Niedersachsen.                  Kindern mit besonderen musikalischen Bega-
                                                         bungen.
   	fördert die Musikschulen im Auftrag des
     Landes auf der Grundlage landesweit               	arbeitet mit den Ausbildungsstätten für
     gültiger Qualitätsrichtlinien.                      Musikberufe zusammen und nimmt die Inte-
                                                         ressen der Musikschulen bei der Ausbildung
   	initiiert und unterstützt einrichtungs- und
                                                         künftiger Lehrkräfte wahr.
     verbandsübergreifende Projekte und Netz-
     werke der musisch-kulturellen Bildung.            	fördert den Kommunikations- und Informa-
                                                         tionsfluss sowie den Erfahrungsaustausch
   	informiert die Öffentlichkeit über die Zielset-
                                                         zu inhaltlichen und organisatorischen Fragen
     zung und die Entwicklung der Musikschular-
                                                         zwischen seinen Mitgliedsschulen.
     beit, um deren Bedeutung allgemein und die
     spezifisch niedersächsischen Qualitäten im        	repräsentiert die niedersächsischen Musik-
     Besonderen herauszustellen.                         schulen auf Bundesebene (VdM).

   	unterstützt die Qualitätssicherung der            	entsendet Fachberater in Ausschüsse und
     Musikschularbeit durch Entwicklung und              Gremien auf Landes- und Bundesebene.
     Sicherung landesweiter Standards.
                                                       	pflegt den Austausch mit dem Landeseltern-
   	pflegt den Austausch mit allen Einrichtungen        beirat der Musikschulen in Niedersachsen e. V.
     und Verbänden der kulturellen Bildung.




                                                                                                          05
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                      Verbandsführung

                      Präsidentin: Gitta Connemann MdB


                      Geschäftsführender Vorstand:
                      •	  rnst-Walter Neuhäuser, Direktor der Musikschule des Emslandes e.V. (Vorsitzender)
                         E
                      •	  ohannes Münter, stv. Leiter der Kreismusikschule Diepholz (stv. Vorsitzender)
                         J
                      •	  irko Herzberg, Leiter der Musikschule der Stadt Salzgitter (Beisitzer)
                         M
                      •	  igrid Neugebauer-Schettler, Leiterin der Musik- und Kunstschule Osnabrück (Beisitzerin)
                         S
                      •	  ichael Ränger, Leiter der Musikschule Seevetal e.V. (Beisitzer)
                         M


                      Ehrenvorsitzende:
                      •	  eter Weiß, ehem. Vorsitzender des Landesverbandes
                         P
                      •	  udolf Knop, ehem. Vorsitzender des Landesverbandes
                         R
                      •	  eert Latz, ehem. Vorsitzender des Landesverbandes
                         G


                      Erweiterter Vorstand:
                      Neben den Mitgliedern des Geschäftsführenden Vorstandes sind folgende Personen Mitglieder des
                      Erweiterten Vorstandes:
                      •	  afael Jung, Leiter der Kreismusikschule Leer (Sprecher der Musikschulregion Weser-Ems)
                         R
                      •	  abine Gottschalk, Leiterin der Musikschule für den Landkreis Göttingen
                         S
                         (Sprecherin der Musikschulregion Braunschweig)
                      •	  artina Zimmermann, Leiterin der Musikschule Hemmingen e.V.
                         M
                         (Sprecherin der Musikschulregion Hannover)
                      •	  hristoph Strieder, Leiter der Musikschule für Stadt und Landkreis Uelzen e.V.
                         C
                         (Sprecher der Musikschulregion Lüneburg)
                      •	  abriele Thiesen-Stampniok, Vorsitzende des Landeselternbeirates Niedersachsen e.V.
                         G
                      •	  ornelia Baumann, Leiterin des Fachbereichs Kultur und Schulen der Stadt Nordhorn
                         C
                         (vom Niedersächsischen Städtetag als beratendes Mitglied benannt)
                      •	  alter Theuerkauf, Landrat des Landkreises Aurich
                         W
                         (vom Niedersächsischen Landkreistag als beratendes Mitglied benannt)
                      •	  ermann Heldermann, Bürgermeister der Stadt Gehrden
                         H
                         (vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund als beratendes Mitglied benannt)


                      Rechnungsprüfer:
                      •	  irgit Wenzel, Vorsitzende der Musikschule Laatzen e. V.
                         B
                      •	  lrich Bernert, Leiter der Musikschule Laatzen e. V.
                         U




                          Der Landesverband niedersächsischer Musikschulen ist Mitglied
                            	   i
                                m Verband deutscher Musikschulen e.V. (VdM)
                            	   i
                                m Landesmusikrat Niedersaachsen e.V. (LMR)
                            	   i
                                n der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Niedersachsen e.V. (LKJ)
                            	   i
                                m Arbeitskreis der Kulturverbände in Niedersachsen (AKKU)
                            	   i
                                m Kommunalen Arbeitgeberverband Niedersachsen (KAV)




06
Vernetzung                                               Mitgliederversammlung

Vertreter des Landesverbandes niedersächsischer          Die einmal jährlich stattfindende Mitgliederversamm-
Musikschulen sind durch ihre Beteiligung in zahlrei-     lung ist das höchste Organ des Landesverbandes.
chen Ausschüssen, Arbeitsgruppen und Beiräten aktiv      Sie setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und
an der Entwicklung des niedersächsischen Musikle-        Vertretern der Musikschulträger. In Verbindung mit
bens beteiligt.                                          der Jahrestagung des Landesverbandes wird die
                                                         Mitgliederversammlung auf Einladung der jeweiligen
Vertretung im Präsidium und den Fachausschüssen          Musikschule an wechselnden Orten in Niedersachsen
des Landesmusikrates Niedersachsen:                      einberufen. Am 16. und 17. April 2010 tagte die Mit-
•	  räsidium:
   P                                                     gliederversammlung in der Historisch-Ökologischen
   Arndt Jubal Mehring, Musikschule Bad Pyrmont e.V.     Bildungsstätte Emsland in Papenburg. Eingeladen
•	  ontaktstellen Musik:
   K                                                     hatte die Musikschule des Emslandes e.V.
   Ernst Neuhäuser, Musikschule des Emslandes e.V.
•	  ugend Musiziert:
   J                                                     Bei der Mitgliederversammlung wurden Präsidentin
   Ulrich Bernert, Musikschule Laatzen e.V. (Vorsitz)    Gitta Connemann MdB und der Vorsitzende des Lan-
•	  ammermusik Förderkurse:
   K                                                     desverbandes Ernst Neuhäuser einstimmig in ihren
   Ulrich Bernert, Musikschule Laatzen e.V.              Ämtern bestätigt. Zum neuen stellvertretenden Vor-
•	  ockmusik:
   R                                                     sitzenden wurde Johannes Münter (Kreismusikschule
   Reinhard Lewitzki, Musikschule der Stadt Salzgitter   des Landkreises Diepholz) gewählt. Prominenter Gast
•	  horarbeit:
   C                                                     der Mitgliederversammlung war der Niedersächsische
   Heinz-Josef Bausen, Musikschule Zweckverband          Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann.
   Niedergrafschaft                                      Er informierte sich aus erster Hand über die vielfältige
•	  iedersächsischer Orchesterwettbewerb:
   N                                                     Bildungsarbeit der Musikschulen und stellte deren
   Klaus-Joachim Müller, Osterode                        große Bedeutung für den Erfolg der niedersächsi-
•	  iedersächsisches Jugendsinfonieorchester:
   N                                                     schen Musikalisierungsinitiative heraus.
   Horst Zell, Goslar
•	  aienmusik/Musik in der Freizeit:
   L                                                     Geschäftsstelle
   Ulrich Petersen, Musikschule der Hansestadt
   Lüneburg                                              Die Geschäftsstelle des Landesverbandes nieder-
                                                         sächsischer Musikschulen hat ihren Sitz im Haus des
Mitglied der vom Niedersächsischen Kultusminis-          Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes in
terium berufenen Kommission Hauptsache: Musik            der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover.
Niedersachsen ist Rafael Jung, Leiter der Kreismusik-    Der Landesverband bildet eine Bürogemeinschaft
schule Oldenburg gGmbH.                                  mit der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung
                                                         Niedersachsen e.V. (LKJ) und dem Landesverband der
Neben diesen institutionell eingerichteten Gremien       Kunstschulen Niedersachsen e.V.
pflegt der Landesverband im Interesse der nieder-
sächsischen Musikschulen den regelmäßigen und            Im Jahr 2010 beschäftigte der Landesverband folgen-
intensiven Austausch mit dem Ministerium für Wis-        de Personen in seiner Geschäftsstelle:
senschaft und Kultur, dem Niedersächsischen Kul-         •	  laus Bredl, Geschäftsführung
                                                             K
tusministerium, den Abgeordneten des niedersächsi-       •	  ylvia Stamm, zentrales Sekretariat
                                                             S
schen Landtags, den Vertretern von Organisationen        •	  atharina Rupprich, Projektassistenz
                                                             K
und Einrichtungen des Musiklebens, Kulturverbänden,          Wir machen die Musik! (Februar – Juli 2010)
Hochschulen, Akademien und Ausbildungsstätten            •	  areike Knobloch, Projektassistenz
                                                             M
für Musikberufe, Landesstiftungen, Seminar- und              Wir machen die Musik! (seit August 2010)
Konzertveranstaltern, Beratungsunternehmen sowie
Medien.


                                                                                                                    07
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                 2�Die Musikschulen

                       Musikschulen sind öffentlich geförderte, gemeinnüt-       Neue Mitgliedsschulen
                       zige Bildungseinrichtungen für Kinder, Jugendliche        Auf Beschluss des VdM-Bundesvorstandes vom
                       und Erwachsene. Sie vermitteln musikalische Grund-        17.09.2010 wurden folgende niedersächsische
                       bildung und fördern musikalische Talente. Sie leiten      Musikschulen neu in den Verband aufgenommen:
                       Menschen jeden Alters zum aktiven und gemein-             •	  usische Akademie im CJD Braunschweig
                                                                                     M
                       samen Singen und Musizieren an und verschaffen                (Vollmitglied)
                       so dauerhafte Lebensfreude mit Musik. Der Name            •	  usikschule Bederkesa e.V. (Qualifizierendes
                                                                                     M
                       Musikschule steht in Niedersachsen für gemeinwohl-            Aufnahmeverfahren – auf zwei Jahre befristet)
                       orientierte, kontinuierliche und qualitätvolle musika-    •	  usikschule Hollenstedt und Umgebung e.V.
                                                                                     M
                       lische Bildung. Gemeinsam stehen die öffentlichen             (Qualifizierendes Aufnahmeverfahren – auf
                       Musikschulen in Niedersachsen für die Qualität,               zwei Jahre befristet)
                       Flexibilität, Erreichbarkeit und Verlässlichkeit ihrer
                       vielfältigen Bildungsangebote.                            Leitbild der niedersächsischen
                                                                                 Musikschulen
                       Über ihren Landesverband sind die niedersächsischen       Verabschiedet von der Mitgliederversammlung
                       Musikschulen in eine bundesweit verzweigte professi-      im März 2007
                       onelle musikpädagogische Verbandsstruktur einge-
                       bunden. Dieses Netzwerk ermöglicht, dass sie vom          Grundhaltung und Ziele. Musik ist eines der ältesten
                       Know-how eines nahezu 1.000 Mitgliedseinrichtungen        Kulturgüter der Menschheit. Über alle Sprachgrenzen
                       zählenden Fachverbandes profitieren. Die Zielsetzun-      und sozialen Unterschiede hinweg ermöglicht sie ein
                       gen und qualitätsorientierten Richtlinien des Verban-     friedliches Miteinander von Menschen unabhängig
                       des und seiner Mitgliedseinrichtungen werden aus          von deren Herkunft. Musikalische Bildung fördert
                       dem VdM-Strukturplan, den VdM-Rahmenlehrplänen            die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen in
                       und weiteren Publikationen und Handreichungen des         besonderer Weise. Musizieren – ob allein oder in der
                       Verbandes ersichtlich.                                    Gemeinschaft – macht Spaß, fördert Wahrnehmungs-
                                                                                 fähigkeit, Selbstbewusstsein, soziale Kompetenz und
                       Im Landesverband niedersächsischer Musikschu-             Toleranz. Die Vermittlung und Pflege des Kulturgutes
                       len waren im Jahr 2010 74 öffentliche Musikschulen        Musik und der damit verbundenen Werte ist eine ver-
                       zusammengeschlossen. An diesen wurden 91.400              antwortungsvolle gesellschaftliche und pädagogische
                       Schülerinnen und Schüler in insgesamt 34.716 Jahres-      Aufgabe. Sie ist ein wertvoller Beitrag zum Gemein-
                       wochenstunden von 2.847 Lehrkräften unterrichtet.         wohl und zur Völkerverständigung. Wir Musikschulen
                                                                                 führen deshalb Menschen jeden Alters an die Musik
                       Träger von 29 Musikschulen sind die Kommunen und          heran und leiten sie zum aktiven und vor allem ge-
                       Landkreise, 39 Musikschulen befinden sich in der Trä-     meinsamen Musizieren an. Wir vermitteln musikali-
                       gerschaft eines eingetragenen Vereines, 6 Musikschu-      sche Grundbildung und fördern musikalische Talente.
                       len in einer anderen privatrechtlichen Trägerschaft. 28   Allen unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichen
                       Kreismusikschulen decken mit ihrem Angebot jeweils        wir lebenslange Freude an der Musik.
                       einen gesamten Landkreis ab. Die Finanzierung der
                       Einrichtungen (Gesamtetat: 68.478.330 Euro) erfolgte      Marktführer in musikalischer Bildung. Als öffentlich
                       im Wesentlichen durch Gebühreneinnahmen (51,45%)          geförderte Bildungseinrichtungen halten wir für jeden
                       sowie durch Mittel der Landkreise, Städte und Ge-         Menschen sinnstiftende musikalische Bildungs-,
                       meinden (41,44 %). Weitere Einnahmen erfolgten aus        Freizeit- und Förderungsangebote bereit. Mit ei-
                       Mitteln des Landes (1,72 %) sowie durch Spenden und       nem umfassenden Angebot leisten wir musikalische
                       sonstige Mittelzuflüsse (4 %).                            Breitenarbeit und Spitzenförderung zugleich. Wir sind
                                                                                 integraler Bestandteil des kommunalen und regiona-
                                                                                 len Kultur- und Bildungsangebotes und in unserem
                                                                                 Einzugs- und Wirkungsbereich Marktführer auf dem
                                                                                 Gebiet der Musikerziehung.


08
Bildung für alle. Wir bieten ein flexibles, individuell    Selbstverständlich: Bildung mit Qualität. Wir sind kom-
abgestimmtes Curriculum für Schüler in allen Alters-       munikationsbewusste und kundenorientierte Organi-
stufen und für jeden Anspruch – allein oder in der         sationen mit hoher Angebots- und Servicequalität. Zur
Gruppe und für Musik jeglicher Stilrichtung. Vielfältige   Umsetzung unseres Qualitätsanspruches arbeiten wir
Angebote für das gemeinsame Musizieren in Ensem-           mit modernen Managementsystemen und stellen uns
bles, Bands, Orchestern und Chören sowie ergänzende        regelmäßigen Qualitätsüberprüfungen durch Selbst-
Unterrichtsfächer komplettieren unser umfassendes          bewertung, Kennzahlenvergleiche und Befragungen
Angebot. Musikalische Seiteneinsteiger, Jugendliche,       von Schülern, Eltern, Mitarbeitern sowie potenziellen
Erwachsene, Senioren, Menschen mit Behinderung             Kunden. Dadurch gewährleisten wir den effizienten
und Angehörige sozialer Randgruppen sprechen wir           Einsatz von öffentlichen Mitteln und dokumentieren
mit spezifischen Angeboten an. Schülerinnen und            die Übereinstimmung unserer Arbeitsergebnisse mit
Schüler aus anderen Kulturen integrieren wir in unser      dem uns übertragenen Bildungsauftrag.
Unterrichtsangebot.


Professionell und verantwortungsbewusst. Unsere
Lehrkräfte haben hohe fachliche und soziale Kompe-
tenzen. Sie halten sich durch regelmäßige Weiterbil-
dung stets auf dem neuesten fachlichen Stand. Sie
verstehen sich als Repräsentanten des „Unterneh-
mens Musikschule“ und identifizieren sich intern und
in der Öffentlichkeit mit den Zielen unserer Einrich-
tung. Sie haben Raum für Eigenverantwortung, für
persönliche Gestaltungs- und Entfaltungsmöglichkei-
ten bei der Planung und Umsetzung ihres Unterrichts,
bei Veranstaltungen und bei der Entwicklung neuer
Angebote.
                                                           Gemeinschaft aktiver und kreativer Menschen. Wir
Verlässlich und kompetent. Wir verstehen uns als           bieten aktiven und kreativen Menschen einen Treff-
Kompetenzzentren in allen Fragen der musikalischen         punkt, an dem sie mit Spaß und Freude ihre vielfältigen
Aus-, Fort- und Weiterbildung. In dieser Funktion          musisch-kulturellen Interessen verwirklichen können.
nehmen wir vor Ort jede Vernetzungsmöglichkeit             Mit unserem Unterricht, aber auch mit ergänzenden
wahr. Vor allem sind wir verlässliche Bildungspartner      Angeboten wie etwa Veranstaltungen, Konzerten, Mu-
von Kindergärten, Schulen und Laienmusikvereinen.          sikfreizeiten stiften wir einzigartige Gemeinschaftser-
Mit gemeinsam entwickelten, pädagogisch wertvollen         lebnisse, die für den sozialen und auch den generati-
Bausteinen und Projekten sichern und ergänzen wir          onsübergreifenden Zusammenhalt von Bedeutung sind.
die Angebote unserer Kooperationspartner.
                                                           Öffentliche Musikschulen – einzigartig vielfältig. Wir
Ihren Preis wert. Durch Sicherstellung von Zuschüs-        halten das Allgemeingut musikalische Bildung für
sen der öffentlichen Hand und durch die Einwerbung         jedermann vor, bieten sozialen Mehrwert und einen ho-
privater Mittel gelingt es uns, unsere qualifizierten      hen Zusatznutzen für jeden Einzelnen und die Gesell-
musikalischen Bildungsangebote für jedermann               schaft. Kein anderer Anbieter leistet Musikerziehung
erschwinglich zu halten. Mit einem ausgewogenen            so hochwertig, umfassend und sozial integrativ wie
und transparenten Preissystem ermöglichen wir              wir. Gemeinsam stehen wir für die Qualität, Flexibilität,
allen interessierten Menschen unabhängig von deren         Erreichbarkeit und Verlässlichkeit unserer Bildungs-
finanzieller Leistungsfähigkeit, aktiv an unseren An-      angebote. Dabei ist jede Musikschule einzigartig, denn
geboten zu partizipieren.                                  sie wird von Menschen mit ihren ganz individuellen
                                                           Fähigkeiten und Stärken geprägt und gestaltet. Diese
                                                           Vielfalt ist unsere Stärke.


                                                                                                                       09
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                          Die niedersächsischen Musikschulen
                          sind Bildungspartner von …


                            	   A
                                 llgemein bildenden Schulen und                  	   E
                                                                                       inrichtungen der Kinder-, Jugend- und
                                Kindertageseinrichtungen                              Seniorenhilfe
                                Bläser- und Streicherklassen, Chorklas-               Angebote der Musikschulen in allgemein bil-
                                sen und Musik-AGs, Orchester, Rock- und               denden Einrichtungen, aber auch in Einrich-
                                Popprojekte und vieles mehr – mehr als                tungen der Kinder- und Jugendhilfe und Se-
                                1.000 Kooperationsprojekte verdeutlichen              niorenzentren fördern gezielt die Integration
                                die Vielfalt der Zusammenarbeit und die               von Menschen mit Behinderung, von Kindern
                                wachsende Nachfrage seitens der Schulen               und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
                                und der Eltern. Zahlreiche Angebote der               sowie von sozial benachteiligten Menschen.
                                Elementaren Musikerziehung unterstützen
                                                                                  	Hochschulen und Ausbildungsstätten
                                die frühkindliche Entwicklung und ergänzen
                                                                                    für Musikberufe
                                so das Bildungsangebot für Vorschulkinder.
                                                                                    Ohne Musikschulbesuch kein Hochschul-
                                Durch die musikpädagogische Qualifizierung
                                                                                    studium. In der Studienvorbereitenden
                                von Erzieherinnen sorgen Musikschulen
                                                                                    Ausbildung bereiten viele niedersächsische
                                dafür, dass Singen, Musizieren und Tan-
                                                                                    Musikschulen jährlich rd. 300 begabte
                                zen wieder ein natürlicher Bestandteil des
                                                                                    Schülerinnen und Schüler auf eine künstleri-
                                pädagogischen Angebots in Kitas wird. Das
                                                                                    sche oder pädagogische Berufslaufbahn vor.
                                niedersächsische Musikalisierungsprojekt
                                                                                    Ausgewählte Musikschulen sind regiona-
                                Wir machen die Musik! baut auf diesen Er-
                                                                                    le Standorte der Förderung musikalisch
                                fahrungen auf und stellt so die musikalische
                                                                                    besonders begabter Kinder und betreuen
                                Bildung für alle Kinder in Niedersachsen auf
                                                                                    Unterrichtspraktika in Kooperation mit der
                                eine solide und breite Basis.
                                                                                    Hochschule für Musik und Theater Hannover.
                            	   M
                                 usikvereinen, Chören und Orchestern
                                                                                  	   I
                                                                                       nstitutionen und Verbänden des
                                Die Zusammenarbeit mit allen in den Re-
                                                                                      Musik- und Kulturlebens
                                gionen aktiven Akteuren des Musiklebens,
                                                                                      Durch vernetzte Aktivitäten und Projekte mit
                                insbesondere die musikalische Aus- und
                                                                                      Kunstschulen, Volkshochschulen, Theatern,
                                Weiterbildung von Laienmusikern findet
                                                                                      Orchestern, Festivals, theaterpädagogi-
                                schwerpunktmäßig in den rund 30 „Kon-
                                                                                      schen Einrichtungen, den niedersächsischen
                                taktstellen Musik“ statt. Musikschulen sind
                                                                                      Landschaften, Stiftungen sowie Landes- und
                                überall dort, wo es aktive Kontaktstellen gibt,
                                                                                      Bundesakademien tragen die niedersäch-
                                die zentralen Anlaufstellen und Partner der
                                                                                      sischen Musikschulen zur Profilierung und
                                Laienmusik.
                                                                                      Entwicklung des kommunalen und regiona-
                                                                                      len Kulturlebens bei. So wird ein optimales
                                                                                      Angebot für Veranstalter, Kulturschaffende
                                                                                      und Nutzer von Kultureinrichtungen in den
                                                                                      Regionen Niedersachsens erreicht.




10
Die Landesförderung�3




Finanzhilfe                                              
                                                      •	 die Entwicklung und Durchführung qualifizierter
                                                         Unterrichtsangebote für die musikalische Breiten-
Das Land Niedersachsen stellte im Jahr 2010 insge-       und Spitzenförderung
samt 1.106.000 Euro als Finanzhilfe zur Förderung        
                                                      •	 die Gründung und Unterhaltung von Chören,
der Musikschulen und der Verbandsgeschäftsstelle         Orchestern, Bands und Ensembles
zur Verfügung. Die Mittelvergabe erfolgte auf der        
                                                      •	 die Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergärten,
Rechtsgrundlage des § 18 des Niedersächsischen           Musikvereinen und
Glücksspielgesetzes (NGlüSpG) in Verbindung mit der      
                                                      •	 anderen örtlichen Bildungsträgern und mit
„Verordnung über die Förderung von niedersächsi-         Trägern der Jugendarbeit
schen Musikschulen aus Glücksspielabgaben“.              
                                                      •	 die Durchführung studien- und berufsvorbereiten-
                                                         der musikalischer Ausbildungsgänge
Der Haushaltsgesetzgeber hat den Landesverband           
                                                      •	 die Durchführung musikalischer Wettbewerbe und
niedersächsischer Musikschulen ermächtigt, die nach      öffentlicher Konzertveranstaltungen
§ 14 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 gewährte Finanzhilfe zur        
                                                      •	 die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und
Förderung der musikalischen Bildung in anerkann-         Mitarbeiter von Musikschulen
ten niedersächsischen Musikschulen zu verwenden.         
                                                      •	 die Beschaffung, Pflege und Instandhaltung von
Förderungswürdige Aufgaben gemäß Absatz 1 Satz 2         Instrumenten und Unterrichtsmaterialien und
sind insbesondere:                                       die wissenschaftliche Begleitung der Bildungs-
                                                         maßnahmen




                                                                                                             11
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                      Einen Teil der Finanzhilfe kann der Landesverband        Alle für die Beantragung und Vergabe der Finanz-
                      niedersächsischer Musikschulen auch für eigene           hilfe relevanten Bestimmungen und Kriterien sind
                      Maßnahmen und zur Förderung der musikalischen            getrennt für jeden der Förderbereiche in den für das
                      Bildung verwenden. Ziel der Musikschulförderung          jeweilige Förderjahr gültigen „Fördergrundsätzen und
                      ist es, die Arbeit der anerkannten Musikschulen zu       Durchführungsvorschriften des Landesverbandes
                      sichern und sie in die Lage zu versetzen, ein flächen-   niedersächsischer Musikschulen“ verbindlich geregelt.
                      deckendes und qualitätvolles musikpädagogisches          Alle Antragsunterlagen stehen im Internet unter der
                      Angebot zu sozialverträglichen Bedingungen zu            Adresse www.musikschulen-niedersachsen.de zum
                      gewährleisten. Öffentliche gemeinnützige Musikschu-      Download zur Verfügung.
                      len können vom Landesverband niedersächsischer
                      Musikschulen e.V. anerkannt und gefördert werden,        Förderung der Studienvorbereitenden
                      wenn ihr Hauptzweck darin besteht, das Musizieren        Ausbildung
                      durch ein breit gefächertes und qualitätvolles Angebot
                      an Instrumental- und Vokalunterricht sowie durch         Einen besonderen Stellenwert in der Landesförderung
                      Ensembles und Chöre zu sozialverträglichen Bedin-        nimmt seit jeher die Studienvorbereitende Ausbildung
                      gungen zu fördern.                                       (SVA) an den niedersächsischen Musikschulen ein.
                                                                               Musikschulen, die für diesen Bereich eine Förderung
                      In der begleitenden „Verordnung über die Förderung       beantragen, müssen im Vorjahr der Antragstellung
                      von niedersächsischen Musikschulen aus Glücksspiel-      Aufnahme- und Zwischenprüfungen nach den jeweils
                      abgaben“ sind u.a. das Verfahren zur Anerkennung         gültigen Durchführungsvorschriften ordnungsgemäß
                      von Musikschulen sowie die Aufteilung der Finanzhil-     angemeldet und durchgeführt haben. Der Landes-
                      fe geregelt. Von der Finanzhilfe dürfen bis zu 120.000   verband arbeitet in der Sicherung von Qualitätsstan-
                      Euro zur Deckung des Verwaltungsaufwandes des            dards eng mit der Hochschule für Musik, Theater und
                      Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen           Medien Hannover und dem Institut für Musik an der
                      e.V. verwendet werden. Von der verbleibenden Fi-         Hochschule Osnabrück zusammen.
                      nanzhilfe werden mindestens 80 % für die Entwicklung
                      und Durchführung qualifizierter Unterrichtsangebote
                      für die musikalische Breiten- und Spitzenförderung
                      und mindestens 15 % für die Durchführung studi-
                      en- und berufsvorbereitender musikalischer Ausbil-
                      dungsgänge verwendet. Im Jahr 2010 hat der Lan-
                      desverband folgende schlüsselmäßige Verteilung der
                      Fördermittel vorgenommen: Mit 448.200 Euro (45 %)
                      wurden die Angebote der Musikschulen im Bereich
                      der Ensemble- und Ergänzungsfächer gefördert,
                      398.400 Euro (40 %) entfielen auf die Förderung von
                      Schülern der Elementar- und Primarstufe und 149.400
                      Euro (15%) auf die Förderung der Studienvorbereiten-
                      den Ausbildung. Der anteiligen Mittelzuweisung an        Die SVA ist eine Studien- und Berufs vorbereitende
                      die Träger niedersächsischer Musikschulen ging ein       Ausbildung, die an einer Musikschule angesiedelt ist.
                      aufwändiges Prüfungsverfahren der qualitativen und       Sie hat die Aufgabe, junge Menschen, die ein besonde-
                      quantitativen Voraussetzungen der Antrag stellen-        res Interesse und Potenzial erkennen lassen, auf ein
                      den Musikschulen und der von ihnen angemeldeten          mögliches künstlerisches bzw. pädagogisches Musik-
                      Schüler und Stundenzahlen voraus.                        studium oder auch auf eine in Erwägung gezogene,
                                                                               musikbezogene Berufsausbildung vorzubereiten.
                                                                               Insbesondere bei älteren Schülern sollte eine ent-
                                                                               sprechende Eignung und Zielgerichtetheit erkennbar




12
sein. In der SVA sollen individuelle Begabungen der
aufgenommenen Bewerberinnen und Bewerber so
gefördert werden, dass ihr musikalisches Potenzial       Eine öffentliche gemeinnützige Musikschule in ­ iedersachsen
                                                                                                         N
und ihre Leistungsfähigkeit in besonderer Weise zur      kann vom Landesverband niedersächsischer Musikschulen
Entfaltung gebracht werden und eine gezielte Ausein-     e.  V. als förder­ ngswürdig anerkannt werden, wenn:
                                                                          u
andersetzung mit einem musikbezogenen Berufsziel
ermöglicht wird. Lehrkräfte an Musikschulen und           	   1.	 ie einen kommunalen oder einen als gemeinnützig im Sinne
                                                                 s
begleitende Prüfer einer Musikhochschule tragen des-             der Abgabenordnung anerkannten privaten Träger hat und
halb eine große Verantwortung für den musikalischen              nicht mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird,
Werdegang der Bewerber bzw. Teilnehmer. Dabei soll-
                                                          	   2.	zum Unterricht
ten durch entsprechende Angebote der Musikschulen
                                                                 a) Elementare Musikerziehung, Musikalische Früherziehung
auch die unterschiedlichen existierenden Studien-
                                                                 und Musikalische Grundausbildung,
und Ausbildungsgänge und deren spezifischen Anfor-
derungsprofile in angemessener Weise berücksichtigt             b) die Unterweisung in mindestens fünf der sechs Katego-
werden. Vor der Bewerbung und im Laufe der SVA                  rien Instrumentalunterricht für Streichinstrumente, für Zupf-
sind regelmäßige konstruktive Beratungsgespräche                instrumente, für Blasinstrumente, für Schlaginstrumente, für
zwischen Lehrern, Schülern und Eltern ein wichtiger             Tasteninstrumente sowie Vokalunterricht,
Bestandteil der verantwortungsbewussten Begleitung
                                                                c) Ensemblefachunterricht, insbesondere für Orchester,
der jungen Menschen.
                                                                Band oder Chor, und

Im Jahr 2010 organisierte und betreute der Landes-              d) Ergänzungsfachunterricht, insbesondere Musiklehre oder
verband insgesamt 29 SVA-Prüfungstage, an denen                 Hörerziehung, gehört,
rund 300 Schülerinnen und Schüler von 26 Musik-
                                                          	   3.	Unterricht in einem Umfang von mindestens 50 Jahreswo-
schulen eine SVA-Aufnahme- oder -Zwischenprüfung
                                                                 chenstunden erteilt wird, wobei eine Jahreswochenstunde
ablegten.
                                                                 eine zugeteilte wöchentliche Unterrichtseinheit im Umfang
                                                                 von 45 Minuten ist, die ganzjährig mit Ausnahme der Ferien-
Noch im Jahr 2009 hatte eine vom Landesverband
                                                                 zeiten abgehalten wird,
eingesetzte Arbeitsgruppe, besetzt mit Prof. Christoph
Hempel (Hochschule für Musik, Theater und Medien          	   4.	sie von einer hauptamtlich tätigen Fachkraft mit musik-
Hannover), Nicola Bodenstein-Polito (Musikschule                 pädagogischer Hochschulausbildung oder mindestens fünf-
Isernhagen  Burgwedel), Dirk Kummer (Musikschu-                 jähriger musikpädagogischer Berufserfahrung geleitet wird,
le des Emslandes) und Dr. Hans Krauss (Städtische
                                                          	   5.	die Mehrzahl der an der Schule beschäftigten Lehrkräfte ein
Musikschule Braunschweig) sich mit notwendigen An-
                                                                 musikpädagogisches Studium absolviert hat oder über eine
passungen der Fördergrundsätze an sich verändernde
                                                                 gleichwertige musikpädagogische Qualifikation verfügt,
Rahmenbedingungen befasst und einen Änderungs-
katalog erarbeitet, der mittlerweile in die geltenden     	   6.	die Mehrzahl der Lehrkräfte aufgrund eines schriftlichen
Fördergrundsätze übernommen worden ist.                          Arbeitsvertrages beschäftigt ist und

                                                          	   7.	die Unterrichtsbedingungen, die Gebühren- oder Entgeltre-
                                                                 gelungen schriftlich festgelegt sind und die Gebühren- oder
                                                                 Entgeltgestaltung soziale Gesichtspunkte berücksichtigt.




                                                                                                                                13
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                 4� ktivitäten und Projekte 2010
                   A

                      Mitgliederversammlung und Jahrestagung                    Einen schöneren Ausblick konnte es für die diesjäh-
                                                                                rige Mitgliederversammlung und Jahrestagung des
                      Der niedersächsische Minister für Wissenschaft und        Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen an
                      Kultur, Lutz Stratmann, besuchte die diesjährige          einem so sonnigen Wochenende im April nicht geben.
                      Mitgliederversammlung des Landesverbandes nie-            Nicht der landschaftlich grandiose Ausblick, sondern
                      dersächsischer Musikschulen in Papenburg, bei der         vor allem der Ausblick auf die Themen der Tagung
                      sich alles um das vom Land Niedersachsen geförderte       lockte die Leiterinnen und Leiter der Musikschulen in
                      Musikalisierungsprogramm Wir machen die Musik!            Niedersachsen zahlreich nach Papenburg: Neben der
                      drehte. Ein neues Corporate Design für das Projekt, die   Neuwahl des Vorstandes stand die Vorstellung des
                      Musikschulen und ihren Landesverband mit viel Farbe       Projektes „Klasse! Wir singen 2011“ auf dem Pro-
                      und neuen Motiven sorgte für große Überraschung.          gramm und mit großer Spannung wurde die Präsen-
                                                                                tation des neuen Corporate Designs für die Musik-
                                                                                schulen in Niedersachsen und ihren Landesverband
                                                                                erwartet. Hauptthema der Tagung war jedoch vor
                                                                                allem das niedersachsenweite Musikalisierungspro-
                                                                                gramm Wir machen die Musik!.


                                                                                Die Verbandspräsidentin Gitta Connemann MdB und
                                                                                der Vorsitzende Ernst Neuhäuser wurden durch die
                                                                                Neuwahlen einstimmig in ihren Ämtern bestätigt und
                                                                                mit großem Beifall für ihren großartigen Einsatz in
                                                                                den letzten Jahren gelobt. Das Abstimmungsergebnis
                                                                                zeigte deutlich, wie zufrieden die rund 60 anwesenden
                                                                                Musikschulvertreter mit der vor 3 Jahren gestarteten
                                                                                strategischen Neuausrichtung des Landesverbandes
                                                                                sind. „Ich freue mich, unsere erfolgreiche Arbeit wei-
                                                                                terführen zu können. Denn jedes Kind hat die Chance
                                                                                verdient, die Welt der Musik zu erfahren“, so Gitta
                                                                                Connemann nach ihrer Wiederwahl im Tagungsraum
                                                                                der Bildungsstätte.

                      Der Tagungsraum in der historisch-ökologischen
                      Bildungsstätte Emsland                                    Dicke Holzbalken stützen diesen Raum und zusam-
                                                                                men mit dem teilweise natur belassenen Wandputz
                      Das noch schwache Sonnenlicht am Morgen und der           besticht der Versammlungsort durch seine boden-
                      aufsteigende Dunst des Sees lassen die Umgebung           ständige, aber dennoch moderne und offene Atmo-
                      mystisch, fast unwirklich erscheinen. Zwei Schwäne        sphäre. Unter der großen Balustrade am Vorstands-
                      ziehen langsam ihre Bahnen über den See und recken        tisch sitzt der neu gewählte Vorstand: neben Ernst
                      anmutig ihre langen Hälse nach oben. Bäume und            Neuhäuser, Direktor der Musikschule des Emslandes
                      grüne Wiesen umrahmen das verträumte Bild: In die-        e.V., sind dies Sigrid Neugebauer-Schettler,
                      ser Idylle liegt die Historisch- ökologische Bildungs-    Leiterin der Musik- und Kunstschule Osnabrück,
                      stätte Emsland in Papenburg und die riesige Glasfront     Johannes Münter, Stellvertretender Leiter der Kreis-
                      des Haupthauses lässt jeden Besucher auch innen           musikschule Diepholz, Mirko Herzberg, Leiter der
                      nicht vergessen, in welch wunderbarer Umgebung er         Musikschule der Stadt Salzgitter und Michael Ränger,
                      sich befindet.                                            Leiter der Musikschule Seevetal e.V.




14
Präsidentin Gitta Connemann MdB, Minister Lutz Stratmann   „Solo  Tutti“ vom Vituswerk
und Vorsitzender Ernst Neuhäuser                           unter der Leitung von Marlene Bucher



In dem vollbesetzten Saal werden Vorträge gehalten,        sogar Achtelgröße, spielten die Kinder der Musikklas-
Ideen ausgetauscht und es wird angeregt diskutiert.        se auch auf kleinen Fagottini und Klarinetten. Was
Auch hier geht es vor allem um das von der nieder-         das Musikalisierungsprogramm bewegen kann, zeigte
sächsischen Landesregierung geförderte Musikalisie-        besonders eindrucksvoll das ausschließlich mit Men-
rungsprogramm Wir machen die Musik!. Der Minister          schen mit Behinderung besetzte Ensemble „Solo und
für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, der das       Tutti“. Mit ihrem Motto „Wir sind immer gut drauf!“
Projekt von Beginn an begleitete, wollte sich persön-      riss das Musikensemble die Tagungsteilnehmer mit
lich über erste Ergebnisse und den Fortschritt der         und erntete begeisterten Applaus. Hans Walter vom
ersten Phase des Programms informieren.                    Niedersächsischen Kultusministerium gab mit seinem
                                                           Vortrag über die Singinitiative „Klasse! Wir singen
                                                           2011“ einen ebenso spannenden wie viel verspre-
In seiner Ansprache betonte der Minister erneut das        chenden Ausblick auf das anstehende Großprojekt.
hohe Landesinteresse an der frühmusikalischen För-         Schon jetzt sei abzusehen, dass weitaus mehr Kinder
derung. Er sprach den niedersächsischen Musikschu-         als zunächst angedacht bei den großen Liederfesten
len und der Verbandsspitze seinen großen Dank für die      mitwirken werden: 130.000 Kinder, 10 Liederfeste
engagierte und hoch qualifizierte Bildungsarbeit aus:      und gefüllte Hallen. Auf das Ergebnis von „Klasse wir
„Mit den öffentlichen Musikschulen kann das Land auf       singen! 2011“ darf man gespannt sein.
verlässliche und für den Erfolg der Musikalisierungs-
initiative unverzichtbare Bildungspartner bauen.“


Erste Früchte des Musikalisierungsprogramms
wurden den Tagungsteilnehmern durch Kinder einer
Musikklasse der Johannes-Gutenberg-Schule Meppen
in Kooperation mit der Musikschule des Emslandes
vorgestellt. Sie umrahmten mit ihrem begeisternden
Spiel die Rede des Ministers, der schmunzelnd von
seiner Geige spielenden Tochter erzählte und allen
Kindern dazu riet, immer schön fleißig weiter zu üben.
Welch großen Stellenwert die musikalische und
instrumentale Frühförderung für Kinder erreicht hat,
                                                           Der neu gewählte Vorstand, Minister Stratmann und
zeigte sich unter anderem in der Vielfalt der eigens       Orchesterklasse Meppen
für Kinder angefertigten Instrumente. Neben den
üblichen Streichinstrumenten in halber, viertel und




                                                                                                                   15
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                                                                                erfinden und ihm jedes Mal einen neuen Sinn geben.
                                                                                Für den einen heißt es also „Mehr Zauber mit Musik!“,
                                                                                für den anderen vielleicht „Mehr Zufriedenheit mit
                                                                                Musik!“ – hier ist wirklich alles möglich.


                                                                                Freitagabend: Der Reihe nach betreten die Spit-
                                                                                zenköche mit hoch erhobenen Holzkochlöffeln den
                                                                                Speisesaal und schon wandeln sie sich zu coolen
                                                                                Hard-Rockern in schwarzer Kluft mit grünen Gieß-
                                                                                kannen als Schlagwerk. Die Kinder einer Kitagruppe
                       Gießkannen-Perkussion aus dem Emsland                    unter der Leitung von Marlene Bucher machen die
                                                                                Pausen zwischen den einzelnen Gängen zum eigentli-
                      Ein schwungvoller Bogen durchzieht das Bild, er
                                                                                chen Hauptgang. „Mehr Power mit Musik!“ oder auch
                      erinnert entfernt an einen Notenschlüssel oder doch
                                                                                „Mehr Freude mit Musik!“ und noch so vieles mehr
                      an die Schnecke einer Geige? Viele bunte musikalische
                                                                                würde hier auf die kleinen musikalischen Verwand-
                      Motive ranken sich um den roten Bogen: Ein lila Kon-
                                                                                lungskünstler zutreffen.
                      zertflügel und eine Trompete, eine pinkfarbene Geige
                      und ein kleines Mädchen, das Flöte spielt. Bunt und
                                                                                Wie viel „Mehr“ das Musikalisierungsprogramm noch
                      vielfältig wie die Arbeit der öffentlichen Musikschulen
                                                                                für die Kinder in Niedersachsen erreichen kann, wird
                      in Niedersachsen, so sollte sich auch das neue Er-
                                                                                sich in den nächsten Jahren zeigen. Fest steht: „Je
                      scheinungsbild des Landesverbandes und der Musik-
                                                                                mehr Kinder mit Musik in Berührung kommen, desto
                      schulen präsentieren. Ein Erscheinungsbild, das jede
                                                                                besser!“, freut sich Gitta Connemann auf die künftige
                      Musikschule für sich individuell mit neuen Motiven
                                                                                Entwicklung.
                      und Farbklängen anreichern kann und das dennoch
                      nie die optische Verbindung zu seinem Dachverband         Katharina Rupprich
                      verliert. Der Bogen bleibt als verbindendes Element
                      immer erhalten und schafft eine Brücke zwischen dem       Das neue Corporate Design
                      Landesverband und den Musikschulen. Aufkleber mit
                      bunten Motiven, große Aufsteller mit Fotos und dem        Der Landesverband hat zusammen mit einer Leipziger
                      neuen Design, der Jahresbericht in komplett neuem         Gestaltungsagentur ein Corporate Design Konzept
                      Gewand. So vieles gibt es an diesem Nachmittag in         für Musikschulen und Landesverband entwickelt
                      Papenburg zu bestaunen. Mit viel Spannung wurde die       und dieses im Rahmen der Mitgliederversammlung
                      Präsentation des neuen Corporate Designs erwartet         vorgestellt. Ein nach dem Baukastenprinzip entwickel-
                      und die Resonanz auf den vorgestellten Designbau-         tes Konzept ermöglicht den Musikschulen die flexible
                      kasten der Firma KOCMOC.NET aus Leipzig war ganz          Umsetzung einer umfangreichen Farb- und Motiv-
                      und gar positiv.                                          welt für die künftige Gestaltung aller Medien für die
                                                                                Öffentlichkeitsarbeit. Die Motivwelt ist erweiterungs-
                      Genauso flexibel, wie das neue Design, ist auch der       fähig und eröffnet somit die Umsetzung immer neuer
                      neue Claim für die Musikschulen in Niedersachsen.         Gestaltungsideen. Die Musikschulen haben sogar die
                      Was ist das besondere am Musizieren? Worin genau          Möglichkeit, ein eigenes neues Logo für ihre Musik-
                      besteht der Mehrwert für jeden einzelnen Menschen?        schule – basierend auf dem neuen musikalischen
                      Nun, die Antworten hierauf können vielfältig sein und     Leitmotiv des Landesverbandes – zu kreieren.
                      keine Antwort ist hier falsch, jede kann Bestandteil
                      des neuen Claims werden: „Mehr…mit Musik!“ lautet         Das neue Designkonzept wurde überaus positiv
                      das Grundgerüst und gerade das fehlende Wort kann         aufgenommen. Umfrageergebnisse bestätigen, dass
                      den kurzen, einprägsamen Satz immer wieder neu            nahezu alle Musikschulen beabsichtigen, das




16
Designkonzept in ihre Kommunikationsmedien zu in-
tegrieren. Die mit der Konzeptentwicklung verfolgten
Marketingziele können somit erreicht werden: Eine
frische, fröhliche, bunte und moderne Bildsprache ver-
mittelt der Öffentlichkeit Inhalte und Vielfältigkeit der
Musikschularbeit. Die gemeinsame Nutzung unter-
streicht die Zusammengehörigkeit der Musikschulen
und transportiert übergreifend deren Qualitätsprofil.

                                                                                            um                          m
                                                                                   derassab
                                                                          Mehr
                                                                           Tsching
Aufgrund des großen Interesses seitens der Verbands-
mitglieder hat sich der Landesverband für einen
                                                                                         ik!
                                                                            mit Mus
innovativen und zukunftsweisenden Vertriebsweg
zur Verbreitung des Corporate Designs entschieden.
Eine mit finanzieller Unterstützung des Förderver-
eines Musikschulen in Niedersachsen entwickelte
multifunktionale Onlineplattform mit dem Namen
„ePrint“ ermöglicht den Zugriff auf alle Elemente
des Designbaukastens, auf Logos, Schriften und eine
große Auswahl professioneller Fotos. Der Hauptnutzen
für die Musikschulen liegt jedoch in den bereits fertig
gestalteten Vorlagen für Plakate, Flyer, Briefbögen,
Visitenkarten und der Möglichkeit zur Generierung
eines individuellen Musikschullogos. Die Vorlagen kön-


                                                                                                er
nen in nur wenigen Schritten von den Benutzern online
„personalisiert“, d.h. an den vorgesehenen Stellen mit
eigenen Texten, Bildern und Logos versehen werden.                        Mehr Za
                                                                                   ub
                                                                                    !
Das Ergebnis sind druckfähige pdf-Dateien, die ohne                       mit Musik
zusätzliche Bearbeitung durch einen professionel-
len Grafiker ausgedruckt oder aber an eine Druckerei
weitergeleitet werden können. Ein umfangreiches
                                                            Zwei von insgesamt zehn Postkartenmotiven im neuen Design
Handbuch und viele detaillierte Informationen und
Tipps setzen keinerlei grafische Vorkenntnisse voraus.


                                                            Die Plattform wird kontinuierlich mit neuen Design-
                                                            elementen, Fotos und weiteren Druckvorlagen unter-
                                                            schiedlicher Formate erweitert. Auch die Printmedien
                                                            des Landesverbandes können von den Musikschulen
                                                            heruntergeladen und zum Teil ebenfalls personalisiert
                                                            werden. Gegen Zahlung einer einmaligen Nutzungs-
                                                            gebühr erhalten die Musikschulen ihre persönlichen
                                                            Zugangsdaten und haben damit einen zeitlich unein-
                                                            geschränkten Zugriff auf das Angebot.


Startseite der „ePrint-Onlineplattform“




                                                                                                                            17
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                      Mehr Vielfalt mit Musik!                                 Selbstverständlich gibt es überdies einige Neuerun-
                                                                               gen, die es den Nutzern noch einfacher machen, sich
                      Das neue Erscheinungsbild wird vom neuen Claim des       über die Arbeit der Musikschulen in Niedersachsen
                      Landesverbandes komplettiert: Der Slogan „Mehr …         umfassend zu informieren. Alle Mitgliedsschulen sind
                      mit Musik!“ soll den Mehrwert, den die Musikschulen      mit ihren Kontaktdaten und den wichtigsten Infor-
                      mit ihren vielfältigen Angeboten jedem Einzelnen,        mationen über Leitbilder, Unterrichtsangebote und
                      aber auch der Gemeinschaft bieten können, transpor-      Projekte auf einer kostenlosen eigenen Unterseite –
                      tieren. Der Claim besteht aus einem festen und einem     einer sog. Microsite – vertreten. Auf Wunsch können
                      variablen Teil. Das Grundgerüst „Mehr … mit Musik!“      diese „Visitenkarten“ von den Musikschulen selbst
                      bleibt unverändert. Das fehlende Wort in der Mitte ist   gepflegt werden. Aktuelle Nachrichten und Infor-
                      variabel. Mit unterschiedlichen Schlüsselwörtern kann    mationen, Veranstaltungstips und Projekte können
                      der Claim auf diese Weise immer neue Bedeutung           von registrierten Musikschulen über einen eigenen
                      erlangen.                                                Zugang eingestellt werden und so zu einem wichtigen
                                                                               Teil eines übergreifenden Informationsangebotes des
                                                                               Landesverbandes werden. Mittels einer Verknüpfung
                                                                               mit einem online-Spendensystem haben interessierte
                          Mehr Freude mit Musik! … Mehr Erleben                Besucher der Internetseite die Möglichkeit, ausge-
                          mit Musik! … Mehr Zauber mit Musik!                  wählte Projekte der Musikschulen mit nur wenigen
                                                                               Klicks finanziell zu unterstützen.
                            	   o
                                 der auch: Mehr ...
                                Freunde | Glück | Leidenschaft | Strahl-       Über die praktische GoogleMaps-Suche kann sich der
                                kraft | Erfolg | Selbstbewusstsein |           Besucher der Internetseite alle Verbandsschulen so-
                                Selbstvertrauen | Einfühlungsvermögen          wie deren Kontaktdaten und regionale Zugehörigkeit
                                | Konzentration | Fantasie | Bewegung          anzeigen lassen. Die Suche nach einer Musikschule
                                | Sinnlichkeit | Sinn | Power | Kraft |        in der Nähe wird durch eine praktische Umkreissuche
                                Energie | Lebenslust | Gemeinschaft |          zusätzlich erleichtert. Über alle Konzerte, Festlich-
                                Erlebnisse | Gefühl | Frische | Bildung        keiten und Fortbildungen des Landesverbandes und
                                | Spaß | Persönlichkeit | Gesellschaft |       seiner Musikschulen informiert der neue übersicht-
                                Integration | Leistung | Gewinn | Integ-       liche Veranstaltungskalender. Anmeldungen zu
                                ration | Zufriedenheit | erleben | fühlen      Tagungen und Weiterbildungsveranstaltungen sind
                                | verstehen | verzaubern | gestalten |         für interessierte Teilnehmer/innen künftig bequem in
                                freuen | gewinnen …                            nur wenigen Schritten online möglich. Dieser Service
                                mit Musik!                                     steht auch registrierten Musikschulen für die Bewer-
                                                                               bung und Administration eigener Veranstaltungen zur
                                                                               Verfügung.


                      Internetseite                                            Über ein integriertes Newsletter-System informiert
                      www.musikschulen-niedersachsen.de                        der Landesverband regelmäßig über seine Arbeit und
                      in neuem Design                                          über wichtige Aktivitäten der Musikschulen. In Pla-
                                                                               nung ist auch eine Jobbörse, die Stellenangebote und
                      Auch die Internetseiten des Landesverbandes er-          Stellengesuche automatisiert abgleicht und potenziel-
                      strahlen seit Kurzem im neuen Design. Anlässlich         le Partner über das Internet zusammenführt.
                      der Neugestaltung des Erscheinungsbildes wurden
                      sowohl die Struktur, als auch die Inhalte der Seiten     Der Onlineauftritt des Landesverbandes wird kontinu-
                      überarbeitet und aktualisiert. Zu vielen Themen          ierlich ergänzt und erweitert. Musikschulen, die ihre
                      stehen ergänzende Informationen per Download zur         eigenen Internetseiten erneuern möchten, können
                      Verfügung.                                               ein weiteres Angebot des Landesverbandes nutzen.
                                                                               Zu finanziell attraktiven Konditionen können sie die


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Nutzungsrechte einer umfassenden und im neuen            durch erfahrene Pädagogen der Musikschulen best-
Corporate Design gestalteten Musterseite auf Basis       möglich zu fördern. Begleitend zum Instrumental-
des Content-Management-Systems Typo3 erwerben            unterricht, der auch musikschulextern erfolgen kann,
und diese dann individuell erweitern. Lediglich Texte    sollen insbesondere Kenntnisse in den Bereichen
und Bilder müssen von den Musikschulen selbst ein-       Gehörbildung, Musiktheorie und Rhythmik vermit-
gepflegt werden. Über den Landesverband angebote-        telt werden. Ergänzend finden Angebote für Singen,
ne Schulungsmaßnahmen ermöglichen interessierten         Ensemblespiel und Musik und Bewegung statt. Im
Musikschulen die Aneignung des hierfür erforderli-       Anschluss an das Förderprogramm „VIFF-Regional“
chen technischen Know-Hows.                              können die Kinder entweder in der Studienvorberei-
                                                         tenden Ausbildung an den niedersächsischen Mu-
„VIFF-Regional“ – Förderung musikalisch                  sikschulen (SVA) oder am IFF an der Hochschule für
besonders begabter Kinder in den                         Musik und Theater Hannover weiter gefördert werden.
Regionen Niedersachsens
                                                         Nach dem erfolgreichen „VIFF-Regional-Treffen“ des
in enger Zusammenarbeit mit dem „Institut zur Früh-      vergangenen Jahres veranstaltete die Hochschule
förderung musikalisch Hochbegabter an der Hoch-          für Musik, Medien und Theater am 18.04.2010 ein
schule für Musik, Theater und Medien Hannover (IFF)“     weiteres Treffen dieser Art, diesmal in der Landes-
wurde im Jahr 2007 ein Programm zur musikalischen        musikakademie in Wolfenbüttel. Auch in diesem Jahr
Frühförderung besonders begabter Kinder mit dem          nutzten zahlreiche Musikpädagogen, Eltern und ein
Namen „VIFF-Regional“ gestartet. Das Programm            interessiertes Fachpublikum die Möglichkeit, sich über
wird vom Niedersächsischen Kultusministerium im          das erfolgreiche Förderprogramm zu informieren und
Rahmen des Aktionsprogramms Hauptsache: Musik            in fachlichen Austausch zu gehen. Besonders auch die
Niedersachsen gefördert. Eingebunden sind die VdM-       Kinder selbst profitierten sichtlich davon, einmal mit
Musikschulen in Osnabrück, Braunschweig, Oldenburg       ihresgleichen aus verschiedenen Regionen Nieder-
und Lüneburg.                                            sachsens in Kontakt zu kommen und gemeinsam auf
                                                         der Bühne zu stehen.


                                                         Mit einer „VIFF-Regional-Fortbildung mit Konzert“ für
                                                         alle VIFF-Schülerinnen und -schüler Niedersachsens
                                                         wurde am 05.06.2010 dem immer wieder geäußerten
                                                         Bedarf nach weiteren gemeinsamen Veranstaltungen
                                                         der VIFF-Teilnehmer und verantwortlichen Lehrkräfte
                                                         Rechnung getragen. Die Veranstaltung fand unter
                                                         der Leitung von Prof. Martin Brauß und Prof. Bernd
                                                         Goetzke in der Hochschule für Musik, Theater und Me-
                                                         dien Hannover statt. Ziel war die Erarbeitung eines für
                                                         alle VIFF-Regional Standorte verbindlichen Curricu-
                                                         lums für die musikpädagogische Arbeit mit begabten
Da hohe Begabungen oder ausgeprägte musikalische         Kindern.
Talente schulisch nicht immer ausreichend gefördert
werden können, muss die schulische Begabungsför-         Dem Landesverband niedersächsischer Musikschulen
derung durch die Zusammenarbeit mit externen Bil-        obliegt die inhaltliche und organisatorische Koordina-
dungseinrichtungen wie Musikschulen, Hochschulen         tion der vier am Projekt beteiligten Musikschulen. Er
und Universitäten eine Ergänzung und Erweiterung         verwaltet die vom Niedersächsischen Kultusministe-
erfahren. Das seit 2007 kontinuierlich und erfolgreich   rium bereit gestellten Fördermittel. Weitere Infos im
weiterentwickelte Programm „VIFF-Regional“ hat           Internet auf www.iff.hmt-hannover.de
die Aufgabe, Kinder mit besonderem musikalischem
Potenzial anzusprechen und nahe an ihrem Wohnort


                                                                                                                   19
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                      Musikschulpraktikum und Kompakt-                           ohne Behinderung statt. Initiatorin der Veranstaltung
                      seminar für Studierende der Hochschule für                 war Christiane Joost-Plate, niedersächsische Fachspre-
                      Musik, Theater und Medien Hannover                         cherin für die musikpädagogische Arbeit mit Menschen
                                                                                 mit Behinderung.
                      Auf Basis der im Jahr 2004 zwischen dem Landesver-
                      band niedersächsischer Musikschulen und der Hoch-          Unter der fachkundigen Leitung von Robert Wagner
                      schule für Musik, Theater und Medien Hannover abge-        (Fürth) erarbeiteten die rund 30 Teilnehmerinnen und
                      schlossenen Kooperationsvereinbarung organisiert der       Teilnehmer neue Methoden für die musikpädagogi-
                      Landesverband jährlich ein dreiwöchiges Musikschul-        sche Arbeit mit integrativen Gruppen. Robert Wagner
                      praktikum für die Studierenden der Studienrichtung         arbeitet nach einem Konzept, bei dem eine selbst
                      Musikerziehung. Ziel des Praktikums ist es, den jungen     bestimmte Art und Weise der Beteiligung am gemein-
                      Nachwuchspädagogen frühzeitig und umfassend das            samen Musikmachen eines jeden Gruppenmitgliedes
                      Arbeitsfeld Musikschule zu erschließen. Von erfahre-       eine wichtige Rolle spielt. Das Erarbeiten einer Melodie,
                      nen Musikschullehrkräften betreut, erhalten sie z.B.       ausgehend von den Grundtönen der Begleitakkorde
                      Einblick in die aktuellen Anforderungen der Unterricht-    („Buchstabenbegleitung“) ermöglicht ein organisches
                      spraxis, in die pädagogische Arbeit mit Ensembles und      Aufbauen und wachsen lassen der persönlichen Mög-
                      Großgruppen und in die Organisation von Kooperati-         lichkeiten. Schritt für Schritt nehmen die Mitspieler das
                      onsprojekten. Dadurch nehmen sie wertvolle Hinweise        Werk in Besitz. „Wie „gemischt“ die Teilnehmerschar
                      und Orientierungshilfen für ihr späteres Berufsfeld mit.   eines Ensembles auch ist, es sollte jeder Teilnehmer in
                                                                                 jeder Stunde etwas mit nach Hause nehmen. Und zwar
                      Gemäß der Studienordnung absolvieren die Studie-           ein gutes Gefühl und einen greifbaren Lernfortschritt.
                      renden des 4. Semesters Musikerziehung ihr Un-             Je offener die Unterrichtsvorbereitung sein muss, um
                      terrichtspraktikum an einer VdM-Musikschule. Die           der Unterrichtssituation und der Individuallage der ein-
                      theoretischen Grundlagen – Informationen rund um           zelnen Ensemblemitglieder gerecht werden zu können,
                      die Musikschule, aktuelle Unterrichtsformen, sich          um so klarer müssen gleichzeitig die grundsätzlichen
                      verändernde Rahmenbedingungen der Arbeit als               Überlegungen den Unterricht betreffend sein.“
                      Musiklehrer/in u. v. m. – werden den Praktikantinnen       (Robert Wagner)
                      und Praktikanten zuvor in einem vom Landesverband
                      konzipierten und durchgeführten Kompaktseminar
                      durch erfahrene Leiterinnen und Leiter öffentlicher
                      und privater Musikschulen vermittelt. Gastgeberin             Ankündigung:
                      der von Ulrich Bernert geleiteten Tagesveranstaltung
                      im Juni 2010 war die Musikschule Laatzen e.V. Rund              	    as „Hannoversche Integrative Sound-
                                                                                          D
                      40 Studentinnen und Studenten der Hochschule für                    festival“ (HIS) geht am 7. - 9. Oktober
                      Musik, Theater und Medien Hannover nahmen an der                    2011 in die zweite Runde. Unter dem Mot-
                      Veranstaltung teil und wurden mit verschiedenen                     to „Begegnung“ sollen die Möglichkeiten
                      Fachvorträgen sowie mit instrumentenspezifischen                    integrativen Musizierens und Kooperie-
                      Unterrichtsdemonstrationen auf das Musikschulprak-                  rens aufgezeigt werden. So werden in der
                      tikum im Herbst vorbereitet.                                        niedersächsischen Landeshauptstadt rund
                                                                                          um die Uhr musikalische Beispiele ge-
                      „Jeder Mensch kann Musik machen –                                   zeigt, die auf Nachhaltigkeit angelegt sind
                      Von Anfang an gemeinsam“                                            (z.B. Schulkooperationen, Musikschule/
                                                                                          Förderschule), integratives Arbeiten pra-
                      Am 5. und 6. November 2010 fand in der Musikschule                  xisnah vorführen, den musikalisch-künst-
                      der Landeshauptstadt Hannover eine vom Landesver-                   lerischen Dialog anregen und Musik als
                      band geförderte und viel besuchte Fortbildungsveran-                Ausdruck von unverstellter Daseinsfreude
                      staltung für Musikschul- und Förderschullehrkräfte,                 und Können originär erleben lassen.
                      Musikstudierende und interessierte Menschen mit und


20
„Wir machen die Musik!“�5




    Das Musikalisierungsprogramm für                            Das Musikalisierungsprogramm Wir machen die
    alle Kinder in Niedersachsen                                Musik! wurde vom Niedersächsischen Ministerium
                                                                für Wissenschaft und Kultur und vom Landesverband
    „Musik ist ein wichtiger Bestandteil der Bildung. Wir       niedersächsischer Musikschulen konzipiert. Mit der
     werden deshalb mit den Landkreisen und den                 Umsetzung wurde im Schuljahr 2009/10 begonnen.
    Kommunen dafür Sorge tragen, dass alle Kinder in            Die bundesweit einzigartige Konzeption und Struktur
    Niedersachsen Zugang zu musikalischer Bildung               des Programms ermöglicht es vielen Kindern – unab-
    erhalten. Die Zusammenarbeit von Musikschulen mit           hängig von ihrer sozialen, ethnischen und regionalen
    Kindergärten und Schulen fördern wir, um möglichst          Herkunft – Erfahrungen im gemeinsamen Singen und
    früh alle Kinder in Niedersachsen zu erreichen.“            Musizieren zu machen. Wir machen die Musik! er-
    Aus der Regierungserklärung der CDU/FDP-Landesregierung
                                                                öffnet ihnen so bessere Entwicklungs- und Bildungs-
    (2008)                                                      chancen. Die Kinder erhalten in Kitas und Schulen
                                                                des Primarbereichs ein elementares musikalisches
                                                                Angebot. Bis zum Jahr 2016 sollen 80 % aller Kinder in
                                                                Kindertagesstätten und 30 % der Kinder in Grundschu-
                                                                len erreicht werden. Hierfür nutzt das Programm die
                                                                Kompetenz und Infrastruktur der kommunal geförder-
                                                                ten Musikschulen.




                                                                                                                         21
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                      So früh wie möglich und so flexibel                     Wir machen die Musik … von Anfang an!
                      wie nötig – die Inhalte des Programms                   Um Kinder so früh wie möglich mit musikalischen
                                                                              Angeboten zu erreichen, setzt das Programm bereits
                                                                              im Kindergartenalter an, um dann schrittweise in der
                                                                              allgemein bildenden Schule weitergeführt zu werden.
                           	    ir machen die Musik! – in der Kita
                               W
                                                                              Im Kindergarten sollen möglichst alle Kinder von den
                               Kinder sollen sowohl selbständig als
                                                                              Angeboten profitieren. In der Schule sollen möglichst
                               auch unter Anleitung die Musik für sich
                                                                              viele interessierte Kinder bereits vom ersten Schuljahr
                               entdecken. In einem Alter, das weitestge-
                                                                              an ein musikalisches Angebot erhalten.
                               hend durch Spielfreude, Unbefangenheit
                               beim Singen und Bewegen sowie Offenheit
                                                                              Wir machen die Musik … künstlerisch
                               gegenüber verschiedensten musikalischen
                                                                              und pädagogisch wertvoll!
                               Stilen charakterisiert ist, können musikali-
                                                                              Musikschulen haben durch die erfolgreiche Zusammen-
                               sche Erfahrungen phantasievoll und expe-
                                                                              arbeit mit Kindertageseinrichtungen und Schulen in den
                               rimentell gemacht werden. Die Elementare
                                                                              letzten Jahren große Kompetenz in der Durchführung
                               Musikpädagogik kann hier auf ein großes
                                                                              von Kooperationsprojekten erworben. Die musikali-
                               didaktisches und methodisches Repertoire
                                                                              schen Angebote sind eng mit den Bildungsplänen und
                               und eine Fülle an Materialien, Ideen und
                                                                              pädagogischen Konzepten der Kooperationspartner
                               Konzepten zurückgreifen.
                                                                              verzahnt. Die Umsetzung liegt grundsätzlich in der
                           	    ir machen die Musik! – in der Schule
                               W                                              Verantwortung qualifizierter Musikpädagogen.
                               Gemeinsames Singen und Musizieren
                               wirkt sich motivierend auf das Erlernen        Wir machen die Musik … Hand in Hand!
                               eines Instrumentes aus, stärkt die Klas-       Gemeinsam getroffene Absprachen stellen sicher, dass
                               sengemeinschaft und hat einen positi-          die individuellen Rahmenbedingungen und Wünsche
                               ven Einfluss auf das Sozialverhalten der       der Kooperationspartner berücksichtigt werden. Durch
                               Kinder. Geeignete Angebote finden sich         die enge Zusammenarbeit können alle Beteiligten ihre
                               in dem großen didaktisch-methodischen          didaktischen und methodischen Fähigkeiten erweitern.
                               Repertoire des instrumentalen und voka-        Erzieher/innen und Lehrkräfte arbeiten Hand in Hand
                               len Klassenmusizierens. Klassenorchester       mit den Musikschullehrkräften und ermöglichen so
                               – bestehend aus gleichen oder verschie-        einen Kompetenz- und Wissenstransfer.
                               denen Instrumenten aus nahezu jeder In-
                               strumentenkategorie – und Klassenchöre         Wir machen die Musik … individuell und flexibel!
                               ergänzen den schulischen Musikunterricht       In der Auswahl der musikalischen Angebote sind die
                               ideal und bilden die Basis für das Erler-      Kooperationspartner grundsätzlich frei. Alle Angebote
                               nen eines Instrumentes und die aktive          sollen sich an den Bedingungen vor Ort orientieren.
                               Beschäftigung mit Musik.                       Wichtige inhaltliche und organisatorische Anforderun-
                                                                              gen sind in qualitätsorientierten Leitlinien definiert, die
                                                                              für die beteiligten Partner verbindlich sind.


                                                                              Wir machen die Musik … für eine
                                                                              musikalische Zukunft!
                                                                              Gemeinsames Singen und Musizieren kann durch die
                                                                              gemeinsame musikpädagogische Arbeit dauerhaft in
                                                                              den Alltag von Kitas und Schulen integriert werden und
                                                                              alle kindlichen Lern- und Entwicklungsprozesse nach-
                                                                              haltig unterstützen. Musik wird so für alle Beteiligten
                                                                              zu einem ganz selbstverständlichen und vertrauten
                                Titelmotive des Kita- und Schulflyers
                                                                              Bestandteil des Alltags.


22
Das Finanzierungskonzept                                  „Wir machen die Musik!“
                                                          bewegt das ganze Land
Wir machen die Musik! wird vom Niedersächsischen
Ministerium für Wissenschaft und Kultur mit einem         „Musikschulen müssen mit ihren Angeboten auf die
wachsenden Budget ausgestattet. Jede im Programm          zunehmende ganztägige Beschulung und Betreuung
unterrichtete Jahreswochenstunde wird mit bis zu          von Kindern und Jugendlichen sowie auf den demo-
800 Euro gefördert. Die erforderliche Kofinanzierung      grafischen Wandel reagieren. Gleichzeitig sind sie
erfolgt durch Zuschüsse der Kommunen, Elternbeiträ-       aufgefordert, auf sich verändernde gesellschaftliche,
ge, Spenden und Beiträge von Sponsoren, Stiftungen        wirtschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen
und Fördervereinen sowie durch Eigenmittel der            zu reagieren. Dies verlangt, dass die Musikschulen
Kooperationspartner. Im Schuljahr 2009/10 stellte         im Rahmen von kommunalen Bildungslandschaften
das Land Fördermittel in Höhe von 500.000 Euro zur        die Partnerschaft und Zusammenarbeit mit anderen
Verfügung. Aufgrund der großen Nachfrage wurde            Kultur- und Bildungseinrichtungen insbesondere mit
dieser Betrag im Schuljahr 2010/11 um rund 200 % auf      Kindertageseinrichtungen und allgemein bildenden
1,55 Mio. Euro aufgestockt.                               Schulen suchen.“

                                                          Aus: „Die Musikschule – Leitlinien und Hinweise“,
Die Abwicklung erfolgt mittels eines vereinfachten
                                                          verabschiedet von der Bundesarbeitsgemeinschaft der
Antrags- und Zuwendungsverfahrens: Musikschulen           Kommunalen Spitzenverbände (2010)
in ganz Niedersachsen erhalten auf Basis der zur
Verfügung stehenden Landesmittel ein individuelles
finanzielles Angebot, das sich nach der Zahl der in
ihrem Einzugsgebiet lebenden Kinder bemisst. Nicht
in Anspruch genommene Mittel werden anderen
Musikschulen, die in der Lage sind, mehr Projekte
durchzuführen, in einer zweiten Verteilungsrunde zur
Verfügung gestellt. Das über eine Internetplattform
gesteuerte Verfahren gewährleistet hohe Verteilungs-
gerechtigkeit bei gleichzeitiger maximaler Flexibilität
sowie größtmöglicher Planungssicherheit und Ver-
waltungsvereinfachung.
                                                          Petra Jacobsen mit ihrer Chorklasse
                                                          aus Hannover-Langenhagen
Die Projektadministration wurde dem Landesverband
niedersächsischer Musikschulen vom Niedersäch-            Aktives Singen und Musizieren – gemeinsam mit
sischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur           Freunden, in der Familie, in der Kita, Schule oder im
übertragen. Der Verband steht somit den Musikschu-        Verein ist ein großer Gewinn für das gesellschaftli-
len, Musikschulträgern und Kooperationspartnern als       che Zusammenleben. Immer mehr niedersächsische
Ansprechpartner für alle inhaltlichen und organisato-     Kommunen erkennen diesen Wert und nutzen die
rischen Fragen zur Verfügung. Zu den Aufgaben des         vielfältigen Chancen, die ihnen das Bildungsprogramm
Verbandes gehören insbesondere die Überprüfung            Wir machen die Musik! bietet. Gemeinsam mit dem
der Fördervoraussetzungen, die Weiterleitung der          Land machen sie sich im Interesse vieler Kitas und
Fördermittel, die Kontrolle der Mittelverwendung, die     Schulen sowie vieler Eltern und Kinder stark für
Qualitätsentwicklung und Evaluation des Programms,        die musikalische Bildung und setzen dabei auf ein
die Konzeption und Durchführung von Weiterbil-            trag- und ausbaufähiges, zukunftsweisendes Modell.
dungsangeboten sowie das Programmmarketing.               Bis jetzt nehmen landesweit 67 Musikschulen, 432
                                                          Kitas und 361 Grundschulen am Programm teil. Rund
                                                          24.000 Kinder in nahezu allen Landkreisen Nieder-
                                                          sachsens werden aktuell mit qualitativ hochwertigen
                                                          musikalischen Angeboten erreicht.


                                                                                                                  23
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                      Das Schuljahr 2010/11 –
                      ein musikalischer Rückblick

                        Die Projektdaten in der Übersicht                            Schuljahr 2009/2010          Schuljahr 2010/2011

                        teilnehmende Musikschulen                                                           59                           67

                        vertraglich vereinbarte Jahreswochenstunden                                        430                       1.689

                        davon in Kitas                                                                     430                          792

                        davon in Schulen                                                                     0                          897

                        Anzahl erreichter Kinder                                                       9.200                        23.200

                        davon in Kitas                                                                 9.200                        13.598

                        davon in Schulen                                                                     0                       9.602

                        Anzahl der Kooperationspartner                                                     317                          793

                        davon Kitas                                                                        317                          432

                        davon Schulen                                                                       0                           361

                        Gesamtkosten der Kooperationsprojekte                                    1.084.315 €                   3.675.375 €

                        Deckung durch Landesmittel                                            500.000 € (46%)             1.550.000 €  (42%)

                        Deckung durch Eigenmittel der Kooperationspartner                     213.929,€ (20%)             1.060.690 € (29%)

                        Deckung durch Elternbeiträge                                          227.851 € (21%)               762.696 € (21%)

                        Deckung durch Drittmittel                                             130.657 € (12%)                309.972 € (8%)



                                                                                                        „Wir können und wollen nicht
                                           „Wir haben das Credo des
                                                                                                       zulassen, dass der Zugang zu
                                           Programms „Wir machen die
                                                                                                       kultureller Bildung, zu Musik,
                                           Musik!“ wörtlich genommen.
                                                                                                       ein Privileg von einigen wenigen
                                           Musikalische Bildung für alle
                                                                                                       ist. Jedes Kind verdient diese
                                           Kinder ist zentraler Bestandteil
                                                                                                       Chance. Denn jedes Kind ist ein
                                           der Kulturpolitik des Landes
                                                                                                       Sänger, Musiker oder Tänzer.
                                           Niedersachsen und seit einem
                                                                                                       Aber was es nicht kennen lernt,
                                           Jahr nicht nur Ziel, sondern Re-
                                                                                 danach kann es sich nicht sehnen. Und was wäre
                      alität im Musikland Niedersachsen. Deshalb wird die
                                                                                 das Leben ohne Musik oder Tanz? Trostlos! Musische
                      Fördersumme stufenweise aufgestockt. Neben der
                                                                                 Bildung ist einer der Hauptschlüssel zu echter
                      Freude am gemeinsamen Musizieren werden vor al-
                                                                                 Teilhabe. Deshalb lautet unser Auftrag: Chancen-
                      lem wichtige Schlüsselkompetenzen wie Konzentrati-
                                                                                 gleichheit für möglichst alle Kinder zum frühest
                      on und Leistungsfähigkeit sowie Ausdauer gefördert.
                                                                                 möglichen Zeitpunkt.“
                      Die Integration kindgerechter und qualitativ hochwer-
                      tiger Angebote in den Kindergartenalltag unterstützt       Gitta Connemann MdB, Präsidentin des Landesverbandes
                      die frühzeitige Sensibilisierung und Begeisterung für      niedersächsischer Musikschulen (2010)

                      Musik ergänzend zum Schulunterricht.“
                                                                                 Zum Auftakt des zweiten Förderjahres lud das
                      Prof. Dr. Johanna Wanka, Niedersächsische Ministerin für   Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und
                      Wissenschaft und Kultur (2010)                             Kultur am 23. August 2010 zu einer gut besuchten
                                                                                 Pressekonferenz in die Albert-Schweitzer-Schule in
                                                                                 Hannover-Linden ein. Auf dem Pressepodium saßen
                                                                                 die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und


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Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, die Präsidentin des     Einführung in Strategien und Methoden des Fundrai-
Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen,          sings fand großes Interesse. Großzügig unterstützt
Gitta Connemann MdB sowie die Leiterin der Mu-           wurde die Veranstaltung vom Sparkassenverband
sikschule der Landeshauptstadt Hannover, Verena          Niedersachen und vom Niedersächsischen Institut für
Tschira und Beatrix Albrecht, die Leiterin der Albert-   frühkindliche Bildung und Entwicklung (NIfBE).
Schweitzer-Schule.
                                                         Die Besucher begrüßten den Kongress mehrheitlich
Allen Beteiligten zogen ein überaus positives Fazit      als hochwillkommenes Forum für kollegiale Gesprä-
aus den Erfolgen des ersten Förderjahres 2009/10         che, Diskussion und interdisziplinären Austausch.
und gaben einen viel versprechenden Ausblick auf die     Auf ihrer Wunschliste ganz oben steht daher:
künftige Entwicklung des Programms gegeben. Zwei         „Mehr davon!“
musikalische Beiträge einer Instrumentalgruppe der
Albert-Schweitzer-Schule und einer Gruppe der Kita
„Die Fösse-Butjer“, ebenfalls aus Hannover, unter-
strichen eindrucksvoll, wie viel Spaß es macht und
wie gut es klingen kann, gemeinsam zu musizieren.
NDR-Fernsehen berichtete tagesaktuell über die
Pressekonferenz (siehe auch: Presseinformation und
Zeitungsberichte im Anhang).

Erster niedersächsischer
Kooperationskongress
                                                         Kinder aus ganz Niedersachsen präsentierten ihr Können
Wie es funktionieren und klingen kann, wenn Fagot-
tini und Kindercelli gemeinsam spielen oder Kin-         Hier ein paar O-Töne der
der spielerisch Rhythmus und Melodie in Einklang         Kongressteilnehmer/innen:
bringen, wurde am letzten Septemberwochenende
                                                         Musiklehrerin an einer Grundschule:
in Hannover eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Wir machen die Musik! – in der niedersächsischen         „Das Programm ist klasse. Das muss sein! Die Kinder
Landeshauptstadt wurde das Motto zum Programm:           brauchen es, das Land braucht es. Ich hoffe, dass das
Am Samstag, den 25. September besuchten und              Programm eine große Wirkung erzielt und es wirklich
gestalteten rund 300 Fachkräfte aus Musikschulen,        jedes Kind in Niedersachsen erreichen kann.“
Schulen, Kitas, Hoch- und Fachschulen, Ministerien
                                                         Projektleiterin Musikvermittlung:
und Kommunen den ersten niedersächsischen
Kooperationskongress.                                    „Ich finde das Programm ganz toll. Wer kein musika-
                                                         lisches Elternhaus hat, bekommt hier die Chance im
In zahlreichen Vorträgen informierten sich die Teil-     Kindergarten oder in der Schule Erfahrungen mit Musik
nehmer über erfolgreiche musikpädagogische Koope-        zu machen. Erfahrungen, die dann hoffentlich auch
rationsmodelle und aktuelle Forschungsschwerpunk-        dazu führen, dass Musik im Leben dieser Kinder und
te des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche     Jugendlichen eine Rolle spielen wird.“
Bildung und Entwicklung (NIfBE). Anhand konkreter
                                                         Studentin Schulmusik:
Beispiele wurden neue Wege der Zusammenarbeit
zwischen Musikschulen und Kitas aufgezeigt. Wie          „Ich sehe die Aufgaben, die auf mich zukommen
die Arbeit mit musizierenden Grundschulklassen           werden auf jeden Fall als Chance und als Herausforde-
aussehen kann, wurde in Praxisdemonstrationen            rung. Man kann wirklich nicht genug Werbung für das
von Orchester-, Chor-, Streicher- und Gitarrenklas-      Programm machen.“
sen aus ganz Niedersachsen anschaulich dargestellt
und anschließend in Workshops diskutiert. Auch die


                                                                                                                  25
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                                                                               Mitwirkende:
                      Familienkonzert mit der NDR
                      Radiophilharmonie
                                                                               •	  lechbläserensemble „Prima Vista Brass“ | 	
                                                                                  B
                                                                                  Musikschule Hemmingen e.V.
                      Wir machen die Musik! vermittelt vielen Kindern ers-
                                                                               •	  inderchor | Kita „Die Arche“ Altwarmbüchen |
                                                                                  K
                      te Musikerlebnisse und legt so bei vielen Familien den
                                                                                  Musikschule Isernhagen  Burgwedel e.V.
                      Grundstein für ein besonderes Interesse an Musik.
                                                                               •	 nstrumentalgruppe | Grundschulen Bad Pyrmont,
                                                                                  I
                      Dies fand die NDR Radiophilharmonie so überzeu-
                                                                                  Aerzen, Emmerthal | Musikschule Bad
                      gend, dass sie sich bereit erklärte, gemeinsam mit den
                                                                                  Pyrmont e.V.
                      Schülerinnen und Schülern aus Musikschulen ein ganz
                                                                               •	  inderchor „Hemminger Spatzen“ |
                                                                                  K
                      besonderes Konzert zu veranstalten. Einzige Voraus-
                                                                                  Musikschule Hemmingen e.V.
                      setzung: alle mitwirkenden Kinder sollten an Koopera-
                                                                               •	  ulius Obst | Cellist | Musikschule Laatzen e.V.
                                                                                  J
                      tionsprojekten mit Kitas und Schulen teilnehmen.
                                                                               •	  rchesterklasse | Johannes-Gutenberg-Schule
                                                                                  O
                                                                                  Meppen | Musikschule des Emslandes e.V.
                                                                               •	  läserklasse | Carl-Friedrich-Gauß-Schule
                                                                                  B
                                                                                  Hemmingen | Musikschule Hemmingen e.V.
                                                                               •	  infonisches Blasorchester „LaWinds“ |
                                                                                  S
                                                                                  Albert-Einstein-Schule Laatzen | Musikschule
                                                                                  Laatzen e.V.

                                                                               Fortbildung „Fit für Kita  Schule“

                                                                               Der Erfolg des 1. Niedersächsischen Kooperations-
                                                                               kongresses im September 2010 hat gezeigt, dass ein
                      Großes Finale im großen Sendesaal des NDR
                                                                               großer Bedarf in der Qualifizierung von Musikschul-
                      Am Sonntag, den 26. September gestalteten über 250       lehrkräften besteht. Kooperationen mit Kitas und
                      Kinder aus Kitas und Schulen gemeinsam mit den           allgemein bildenden Schulen werden immer mehr
                      Mitgliedern der NDR Radiophilharmonie ein – wie es       das Tätigkeitsfeld von Musikpädagogen bestimmen.
                      die Hannoversche Allgemeine Zeitung ausdrückte –         Um diesen Herausforderungen zu begegnen hat
                      „gigantisches Kinderkonzert“.                            Landesverband niedersächsischer Musikschulen
                                                                               unter Federführung von Sigrid Neugebauer-Schettler
                      Das begeisterte Publikum im vollbesetzten Großen         (Musik- und Kunstschule Osnabrück), Sabine Kleinau-
                      Sendesaal des Landesfunkhauses in Hannover hono-         Michaelis (Musikschule der Landeshauptstadt
                      rierte mit anhaltendem Applaus und stehenden Ovati-      Hannover) und Johannes Münter (Kreismusikschule
                      onen die Leistungen und nicht zuletzt den unbändigen     des Landkreises Diepholz) ein modular aufgebautes
                      Charme der kleinen und großen Musiker. Das vielfäl-      Qualifizierungskonzept für die Bereiche EMP (Kita)
                      tige Konzertprogramm spannte einen musikalischen         und Klassenmusizieren (Schule) entwickelt.
                      Bogen von der singenden Kindergruppe einer Kita über
                      Grundschulorchester, Streicher- und Bläserklassen bis    „Fit für Kita  Schule“ versteht sich als ein berufs-
                      hin zum groß besetzten sinfonischen Blasorchester.       begleitendes modulares Fortbildungsangebot für
                      Eigens für diesen Anlass komponierte Arndt Jubal         Musikschullehrkräfte, die ihre pädagogische Tätig-
                      Mehring, Leiter der Musikschule Bad Pyrmont eine         keit ausweiten wollen, um in Kooperationsprojekten
                      „Mini-Sinfonia“. Die Kinder wurden von den Radiophil-    zwischen Kindertagesstätten und allgemein bilden-
                      harmonikern unter der Leitung von Dirk Erdelkamp         den Schulen arbeiten zu können. Ihre bereits vor-
                      einfühlsam begleitet. Stilsicher und humorvoll führte    handenen didaktisch-methodischen Kompetenzen
                      Martina Gilica, Radiomoderatorin des NDR 1, durch        können durch diese Zusatzqualifikation vertieft und
                      den Nachmittag. Ein DVD-Mitschnitt des Konzerts ist      an neue Unterrichtsformen (EMP in der Kita, Klas-
                      beim Landesverband auf Nachfrage erhältlich.             senmusizieren mit Streich-, Holzblas-, Perkussions-,


26
Tasten- und Zupfinstrumenten) angepasst werden.
Insbesondere sollen Instrumentallehrkräfte an neue
Unterrichtsformen und -felder herangeführt werden.
Der Landesverband ist sehr erfreut, den Teilnehmerin-
nen und Teilnehmern ein bedarfsorientiertes Fortbil-
dungspaket mit erstklassigen Dozenten – und dank
der Projektförderung durch das Land Niedersachsen
zu äußerst moderaten Konditionen – präsentieren zu
können. Mehr als 100 Musikschullehrkräfte nutzen
mit ihrer Teilnahme an der Fortbildungsmaßnahme
dieses Qualifizierungsangebot des Landesverbandes.
Die Veranstaltungen finden von Märzbis Oktober          Ausblick 2012 – Das Erste
2011 in Hannover, Osnabrück sowie weiteren Orten in     Niedersächsische Kooperationsfestival
Niedersachsen statt.
                                                        Die in den Kooperationsprojekten wöchentlich statt-
„Wir machen die Musik!“ … auch online                   findende musikalische Arbeit findet normalerweise
                                                        in der Kitagruppe und im Klassenzimmer, d.h. meist
Seit September 2010 hat das Programm einen eigenen      hinter verschlossenen Türen statt. Das soll sich im
Internetauftritt. Auf www.wirmachendiemusik.de          Mai 2012 ändern: Ein landesweites Festival mit dem
können sich die Besucher/innen umfassend über das       Titel „Wir machen die Musik in …!“ soll Kindern überall
Programm informieren.                                   dort, wo die intensive Zusammenarbeit zwischen
                                                        Musikschule, Kita oder Schule gepflegt wird, eine
Aktuelle Projektdaten, Pressestimmen und Fotos          musikalische Bühne geben. Die Kooperationsprojekte
dokumentieren den Projektverlauf und machen             sollen in einem noch zu definierenden Zeitfenster
die Leser/innen auf Veranstaltungen und Fortbil-        (ca. 1-2 Wochen) für die breite Öffentlichkeit sichtbar,
dungsangebote im Bereich der Elementaren Mu-            hörbar und erlebbar werden.
sikpädagogik, des Klassenmusizierens und anderer
programmrelevanter Themen aufmerksam. In Planung        Landesweit sollen Kinder die musikalische Welt, so
ist auch die Vorstellung unterschiedlicher Koopera-     wie sie sie täglich erleben und erobern, einem Publi-
tionsprojekte, um einen umfassenden Einblick in die     kum in ihrer Stadt oder Gemeinde präsentieren. Jede
individuelle Arbeit der musikalischen Bildungspartner   Musikschule wird gebeten, gemeinsam mit ihren Ko-
vor Ort zu gewähren.                                    operationspartnern einen aktiven Festivalbeitrag zu
Im Servicebereich können das Logo des Programms         leisten: Kinderkonzerte in der Schulaula, Musikthea-
und weiteres Informationsmaterial heruntergeladen       terdarbietungen in der Kita, gemeinsames Singen und
werden.                                                 Musizieren mit anderen, musikalische Umzüge durch
                                                        die Innenstadt, die Mitwirkung an einem Kulturpro-
                                                        jekt der Stadt bzw. der Region, ein Konzert mit einem
                                                        örtlich ansässigen Orchester … und vieles mehr.


                                                        Alle Aktivitäten werden in einem zentralen Veran-
                                                        staltungskalender erfasst und niedersachsenweit
                                                        publiziert. Darüber hinaus unterstützen der Landes-
                                                        verband niedersächsischer Musikschulen und Musi-
                                                        kland Niedersachsen die örtlichen Veranstaltungen
                                                        finanziell, organisatorisch und mit einer begleitenden
                                                        Öffentlichkeitsarbeit.

Die Startseite von www.wirmachendiemusik.de



                                                                                                                   27
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                      „Wir machen die Musik!“ – Föderzeitraum 2010/2011

                      Anzahl und Verteilung der Kinder
                      auf Landkreise und kreisfreie Städte in Niedersachsen             Kinder in Kitas     Kinder in Schulen


                                                    0     500      1000   1500   2000          2500       3000         3500
                              Region Hannover
                                   Emsland (LK)
                              Osnabrück (Stadt)
                             Hildesheim (Stadt)
                              Oldenburg (Stadt)
                          Hameln-Pyrmont (LK)
                                   Diepholz (LK)
                                      Stade (LK)
                                  Osterode (LK)
                                  Lüneburg (LK)
                                  Göttingen (LK)
                                   Harburg (LK)
                                     Vechta (LK)
                                      Peine (LK)
                         Soltau Fallinbostel (LK)
                              Wolfenbüttel (LK)
                                  Cuxhaven (LK)
                                    Gifhorn (LK)
                                       Leer (LK)
                                  Osterholz (LK)
                                     Goslar (LK)
                               Schaumburg (LK)
                               Göttingen (Stadt)
                          Braunschweig (Stadt)
                       Wittmund-Friesland (LK)
                                     Verden (LK)
                                  Nienburg (LK)
                       Lüchow-Dannenberg (LK)
                                 Helmstedt (LK)
                              Wolfsburg (Stadt)
                                Ammerland (LK)
                                     Uelzen (LK)
                                     Aurich (LK)
                                       Celle (LK)
                             Wesermarsch (LK)
                                 Osnabrück (LK)
                                  Emden (Stadt)
                               Holzminden (LK)
                       Grafschaft Bentheim (LK)
                           Delmenhorst (Stadt)
                         Wilhelmshaven (Stadt)
                               Nordhorn (Stadt)
                                 Rotenburg (LK)
                                 Oldenburg (LK)
                               Salzgitter (Stadt)
                                  Northeim (LK)
                               Cloppenburg (LK)



28
„Wir machen die Musik!“ – Föderzeitraum 2010/2011
Anzahl und Verteilung der Kooperationspartner
auf Landkreise und kreisfreie Städte in Niedersachsen                             Kitas      Schulen


                              0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 85 90 95 100 105 110
        Region Hannover
            Emsland (LK)
          Hildesheim (LK)
                Stade (LK)
            Lüneburg (LK)
   Hameln-Pyrmont (LK)
       Osnabrück (Stadt)
             Diepholz (LK)
          Osnabrück (LK)
           Göttingen (LK)
              Vechta (LK)
            Osterode (LK)
                 Celle (LK)
 Soltau-Fallingbostel (LK)
           Cuxhaven (LK)
              Uelzen (LK)
        Wolfsburg (Stadt)
                Peine (LK)
       Wesermarsch (LK)
             Harburg (LK)
           Osterholz (LK)
         Ammerland (LK)
          Rotenburg (LK)
              Gifhorn (LK)
            Nienburg (LK)
        Schaumburg (LK)
 Wittmund-Friesland (LK)
        Wolfenbüttel (LK)
    Braunschweig (Stadt
               Goslar (LK)
               Aurich (LK)
        Oldenburg (Stadt)
           Emden (Stadt)
              Verden (LK)
          Helmstedt (LK)
        Göttingen (Stadt)
     Delmenhorst (Stadt)
Grafschaft Bentheim (LK)
                 Leer (LK)
Lüchow-Dannenberg (LK)
         Salzgitter (Stadt)
         Holzminden (LK)
   Wilhelmshaven (Stadt)
           Oldenburg (LK)
         Nordhorn (Stadt)
            Northeim (LK)
        Cloppenburg (LK)



                                                                                                       29
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                      „Wir machen die Musik!“ – Föderzeitraum 2010/2011

                      Anzahl und Verteilung der Projektstunden                                  Stundenangebot nach Verteilungsschlüssel
                      auf Landkreise und kreisfreie Städte in Niedersachsen                     Tatsächlich umgesetzte Projektstunden


                                                     0   20   40   60   80   100   120   140   160   180     200     220     240    260

                               Region Hannover
                                   Emsland (LK)
                                       Stade (LK)
                                 Osnabrück (LK)
                                     Vechta (LK)
                              Osnabrück (Stadt)
                                 Hildesheim (LK)
                           Braunschweig (Stadt)
                                    Diepholz (LK)
                          Hameln-Pyrmont (LK)
                                   Lüneburg (LK)
                                        Celle (LK)
                                     Emden (LK)
                                  Göttingen (LK)
                                    Harburg (LK)
                               Göttingen (Stadt)
                               Wolfsburg (Stadt)
                        Soltau-Fallingbostel (LK)
                                     Uelzen (LK)
                               Schaumburg (LK)
                                      Aurich (LK)
                               Oldenburg (Stadt)
                                Ammerland (LK)
                                 Rotenburg (LK)
                                       Peine (LK)
                                   Osterode (LK)
                               Wolfenbüttel (LK)
                                  Cuxhaven (LK)
                                  Osterholz (LK)
                                     Gifhorn (LK)
                                   Nienburg (LK)
                              Wesermarsch (LK)
                                 Helmstedt (LK)
                                      Goslar (LK)
                       Wittmund-Friesland (LK)
                                     Verden (LK)
                         Wilhelmshaven (Stadt)
                                Holzminden (LK)
                                        Leer (LK)
                       Lüchow-Dannenberg (LK)
                            Delmenhorst (Stadt)
                       Grafschaft Bentheim (LK)
                                Salzgitter (Stadt)
                                  Oldenburg (LK)
                                Nordhorn (Stadt)
                                   Northeim (LK)
                               Cloppenburg (LK)



30
Berichte aus den Regionen�6

    Region Weser-Ems                                        zu bearbeiten. Weiterhin wurde über den Bedarf an
                                                            Fortbildungsangeboten gesprochen und das Fortbil-
    Regionalsprecher: Rafael Jung,                          dungsprogramm des LVDM für das Musikalisierungs-
    Musikschule des Landkreises Oldenburg                   projekt vorgestellt. In Planung genommen wurde eine
    S
     tellvertretender Regionalsprecher:                    Klausurtagung der Region.
    Peter Sieve, Musikschule Lohne
                                                            Besondere Ereignisse in der Region waren im Jahre
    Die Region Weser-Ems hat 20 Mitgliedsschulen. Mit       2010 das 30jährige Bestehen Musikschule Niedergraf-
    dabei ist die Musikschule des Landkreises Diepholz,     schaft sowie der Fortgang des Leiters der Musikschu-
    die aufgrund der räumlichen und inhaltlichen Bezie-     le Nordhorn, Thomas Prager. Die Position der Schul-
    hungen an der Regionalarbeit in Weser-Ems teilnimmt.    leitung wurde durch den bisherigen stellvertretenden
                                                            Schulleiter Hilmar Sundermann neu besetz.
    Ständiges Thema bei den Regionalkonferenzen war
                                                            Rafael Jung, Regionalsprecher Weser-Ems
    u.a. das Musikalisierungsprojekt und die Ausgestal-
    tung in den einzelnen Schulen im abgelaufenen Jahr.
    Zu beklagen war die eher geringe Beteiligung der        Region Hannover
    Musikschulen bei den Regionalkonferenzen.
                                                            Regionalsprecher: Martina Zimmermann,
    Die Konferenz am 26.02. in Vechta stand im Zeichen      Musikschule Hemmingen e.V.
    der Neuwahl der Regionalsprecher. Als neuer Regio-      Stellvertretender Regionalsprecher: Eberhard Ladewig,
    nalsprecher wurde Rafael Jung von der Musikschule       Musikschule Ostkreis Hannover e.V.
    des Landkreises Oldenburg gewählt, als Stellvertreter
    Peter Sieve von der Musikschule Lohne. Die bishe-       Der Region Hannover gehören 22 Mitgliedsmusik-
    rige Regionalsprecherin Ellen Broy kandidierte nicht    schulen an. Die Regionalkonferenzen 2010 fanden am
    erneut.                                                 19.02. in Garbsen und am 10.09. in Wedemark statt
    Im Rahmen der Konferenz am 04.06. in Neuenkirchen-      und wurden jeweils gut besucht.
    Vörden wurde eine Themensammlung erstellt, deren
    Punkte nach und nach diskutiert und abgearbeitet        Das Schwerpunktthema der Konferenzen war das
    werden sollen.                                          Musikalisierungsprogramm „Wir machen die Musik“.
    So ging es bei der Konferenz am 19.11. in Uelsen um     Bei insgesamt positivem Start des Programms in der
    die zunehmende Vereinnahmung der Schüler durch          Region Hannover wurde in beiden Konferenzen die
    die allgemein bildenden Schulen am Nachmittag und       Problematik der Restfinanzi erung und des Findens
    die daraus folgenden Probleme für die Musikschule.      von Kooperationspartnern sowohl in Kitas als auch
    Nach der Diskussion wurde der Landesverbandsvor-        in Schulen diskutiert. Ein weiteres Thema war (durch
    stand gebeten, das Themenfeld weiter und vertiefend     unsere Nähe zum Veranstaltungsort) die Vorberei-
                                                            tung des Kooperationskongresses und vor allem des
                                                            Konzertes mit der NDR Radiophilharmonie am 25. und
                                                            26.09.2010.


                                                            Schwerpunktthema für 2011: Zukunft des „normalen“
                                                            Instrumentalunterrichts unter Berücksichtigung der
                                                            sich verändernden Rahmenbedingungen (Abitur nach
                                                            12 Jahren, Ganztagsschulen usw.)
                                                            Die Musikschulen Hemmingen und Laatzen begingen
                                                            in 2010 ihr 30jähriges Bestehen.

                                                            Martina Zimmermann, Regionalsprecherin




                                                                                                                    31
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                      Region Braunschweig                                      und Musikschul-Verwaltungen nicht selten an ihre
                                                                               Belastungsgrenzen. Die zahlreichen Kooperationen
                      Regionalsprecherin: Sabine Gottschalk,                   haben zusätzliche, z.T. große Konzertveranstaltungen
                      Musikschule für den Landkreis Göttingen                  mit sich gebracht. Die Veranstaltungskultur ist an
                                                                               allen Musikschulen sehr ausgeprägt und erfolgreich.
                      In der Region Braunschweig befinden sich 10 Mit-
                                                                               Sabine Gottschalk, Regionalsprecherin
                      gliedsmusikschulen. Die Regionalkonferenzen 2010
                      fanden am 12. Februar in Peine, am 04. Juni in Göttin-
                      gen und am 17. September in Goslar statt.                Region Lüneburg

                      Neben den Berichten aus den einzelnen Musikschu-         Regionalsprecher: Christoph Strieder,
                      len bestimmten der Informationsaustausch über            Musikschule für Kreis und Stadt Uelzen
                      organisatorische Fragen zum Musikalisierungs-
                      programm, sowie die Diskussion der Zukunft des           In der Region Lüneburg befinden sich 18 Mitgliedsmu-
                      Einzelunterrichts an Musikschulen und Maßnahmen          sikschulen. In 2010 wurden zwei Regionalkonferenzen
                      zur Stärkung des Grundbereichs außerhalb des Musi-       abgehalten. Es wurden schwerpunktmäßig folgende
                      kalisierungsprogramms die Themen der Regionalkon-        Themen und Fragestellungen erörtert:
                      ferenzen.
                                                                               •	  eilnahme bei den Regionalwettbewerben „Jugend
                                                                                  T
                      Im Berichtsjahr feierten die Kreismusikschule Peine         musiziert“
                      und die Musikschule für den Landkreis Göttingen ihr      •	  ustausch über Berichte einzelner Musikschulen
                                                                                  A
                      30 jähriges Jubiläum.                                       zu Strukturveränderungen, Finanzen und Neue-
                                                                                  rungen
                      Die Musikschule Peine organisierte die landesweite       •	  ir machen die Musik!: Berichte über erste Er-
                                                                                  W
                      Aktion „Klasse! Wir singen 2011“, an der insgesamt          gebnisse im Musikalisierungsprogramm, Qualifi-
                      135.000 Schülerinnen und Schüler Klassen mit-               zierungsmaßnahmen für Lehrkräfte, Finanzierung
                      wirken werden.Das Programm zur Frühförderung                und Qualitätsmerkmale
                      musikalisch Hochbegabter „VIFF Regional“ wurde in        •	  rster nieders. Kooperationskongress: Vorberei-
                                                                                  E
                      Braunschweig neu aufgestellt. Die Schüler erhalten          tung, Teilnahme, Inhalte
                      regelmäßige Zusatzangebote in den Fächern Mu-            •	  msetzung des neuen Designkonzeptes: erste
                                                                                  U
                      siktheorie und Rhythmik. In Kooperation mit der an          Erfahrungen mit dem Einsatz des neuen Logos
                      die Kreismusikschule angegliederte „Kontaktstelle
                      Musik“ in Gifhorn feierte das Landesjugendorchester      Die Region Lüneburg musste von dem allseits hoch
                      Niedersachsen sein 30-jähriges Jubiläum mit einer        geschätzten Schulleiterkollegen Peter Knoch, Lei-
                      Aufführung der „Carmina Burana“ in einer Fassung         ter der Musikschule „An der Oste e.V.“ (Hemmor),
                      für 2 Klaviere und Schlagwerk. In der Musikschule        Abschied nehmen. Er verstarb völlig unerwartet. Alle
                      Peine wurden im Rahmen der „Kontaktstelle Musik“         Kollegen der Region Lüneburg werden ihm ein ehren-
                      D2-Kurse durchgeführt, sowie ein Fortbildungs-           des Andenken bewahren.
                      seminar für Erzieherinnen angeboten.
                                                                               Christoph Strieder, Regionalsprecher
                                                                               Ellen Broy, Regionalsprecherin
                      Die Schülerzahlen erhöhten sich in den Musikschulen
                      der Region Braunschweig teilweise signifikant durch
                      Unterrichtsstunden, die in Kitas und Grundschulen im
                      Rahmen des Musikalisierungsprojektes „Wir machen
                      die Musik“ erteilt wurden. Dies führt Schulleitungen




32
Nachrufe�7

Klaus Melchers 			                                           Peter Knoch				
                                                             	
                                Von 1978 bis 2006                                      1999 übernahm Peter Knoch
                                leitete Klaus Melchers                                 die Leitung der Musikschule
                                die Musikschule der                                    an der Oste e.V. in Hem-
                                Stadt Oldenburg. In                                    moor. Er war ein ideenrei-
                                den 28 Jahren seiner                                   cher Macher, ein Pragma-
                                Schulleitertätigkeit                                   tiker und jemand, auf den
                                war er Initiator, Pionier,                             man sich verlassen konnte.
                                Trendsetter, Gestalter,                                Mit viel Energie und Spaß
                                Impuls- und Ideenge-                                   an der Arbeit machte er im
                                ber. Er baute die                                      Bereich der musikalischen
Oldenburger Musikschule zu einer Institution mit             Bildung und Vernetzung in Hemmoor und Umgebung
hohen künstlerischen und pädagogischen Maßstä-               einiges möglich. Er setzte sich für die musikalische
ben aus. Dazu gehörten in den 1980er Jahren der              Grundausbildung an Schulen ein, initiierte Bläser- und
Aufbau einer bundesweit beispielhaften Jazz- und             Streicherklassen an weiterführenden Schulen und
Popularmusikabteilung, das seinerzeit viel beachtete         versorgte Grundschulkinder verlässlich mit Akkor-
„Oldenburger Modell“. Parallel dazu richtete er ein          deonunterricht. Er errichtete eine Kontaktstelle Musik
klassisches Jugendorchester nach dem Vorbild des             und schuf so einen zentralen Anlaufplatz für Jung und
Bundesjugendorchesters an der Oldenburger Musik-             Alt in der Musikszene vor Ort. Auch im Rahmen des
schule ein und  setzte sich für die Verbesserung der         Projektes Wir machen die Musik!, der landesweiten
Qualität musikalischer Kinder- und Jungendbildung ein.       Musikalisierungsinitiative, erkannte Peter Knoch die
                                                             Gunst der Stunde und zeigte von Anfang an großes
Im Landesverband niedersächsischer Musikschu-                Interesse an der Umsetzung des Programms in Hem-
len wirkte Klaus Melchers stets als kompetenter,             moor. Dank seiner Pionierarbeit bekommen mittler-
innovativer und zuverlässiger Schulleiterkollege und         weile hunderte Kinder an 15 Kitas und Schulen vor Ort
Austauschpartner mit.                                        verlässliche musikalische Angebote.


Klaus Melchers starb am 19. Januar 2010 nach                 Mit Peter Knoch verlor der Landesverband einen
langer und schwerer Krankheit einen Tag vor seinem           engagierten Mitstreiter und Motor in der Musik-
66. Geburtstag. Der Landesverband niedersächsischer          schulregion Lüneburg. Stets war er bei Kollegen und
Musikschulen wird ihm immer ein ehrenvolles                  im Verband als versierter Schulleiter, Fachmann und
Andenken bewahren.                                           Freund willkommen.


                                                             Peter Knoch starb völlig unerwartet am 9. Oktober
                                                             2010. Der Landesverband niedersächsischer
                                                             Musikschulen vermisst ihn und wird seiner immer in
                                                             dankbarer und wertschätzender Weise gedenken.




                                                                                                                      33
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                 8� trukturdaten der Musikschulen
                   S
                      Quelle: VdM-Berichtsbogen, Stichtag: 01.01.2010



                                                                                      Differenz                     Differenz
                        Relationen und Kennzahlen                       2010                          2009                          2008
                                                                                       Vorjahr                       Vorjahr

                        Schüler | JWS                                           2,6        0,00 %             2,6        0,38 %            2,59

                        Belegungen | JWS                                        3,2        0,00 %             3,2        1,88 %            3,14

                        Belegungen Instr.-/Vok.-fächer | JWS                    3,2       18,75 %             2,6       13,46 %            2,25

                        Kosten | Schüler                                   749 €          -1,47 %        760 €           3,16 %        736 €

                        Kosten | JWS                                     1.973 €           0,51 %      1.963 €           2,85 %      1.907 €

                        Pädagogische Personalkosten | JWS                1.606 €           4,23 %      1.538 €           1,69 %      1.512 €

                        Kosten | Belegung                                  611 €           0,49 %        608 €           0,00 %        608 €

                        Kommunale Zuschüsse | Schüler                      310 €          -3,87 %        322 €           5,28 %        305 €

                        Kommunale Zuschüsse | JWS                          817 €          -1,96 %        833 €           5,28 %        789 €

                        Landesmittel | Schüler                                 13 €        0,00 %            13 €        7,69 %            12 €

                        Landesmittel | JWS                                     34 €        2,94 %            33 €        9,09 %            30 €




                                                                                      Differenz                     Differenz
                        Grunddaten                                      2010                          2009                          2008
                                                                                       Vorjahr                       Vorjahr

                        Anzahl der Musikschulen                                 72                            72                            72

                        Anzahl der Lehrkräfte                              2.847           4,00 %        2.733           1,76 %        2.685

                        Anzahl der Schüler                                91.398           3,83 %       87.900          -0,19 %       88.065

                        Schülerbelegungen                                112.004           1,97 %      109.792           2,82 %      106.695

                        Jahreswochenstunden                               34.716           2,03 %       34.013           0,03 %       34.004

                        Kommunale Trägerschaft                                  32                0           32                0           29

                        Vereinsträgerschaft (e.V.)                              37                0           37                0           37

                        Andere Trägerschaft                                      3                0            3                0            6

                        Anzahl Kreismusikschulen                                28                0           28                0           28




34
Finanzierung der Musikschulen im Jahr 2009   2008                  Prozent

 Gesamtetat                                    68.478.330                     100 %

 Einnahmen

 Gebühren                                     35.231.875 €                 51,45 %

 Landesmittel                                  1.179.409 €                    1,72 %

 Kommunale Zuschüsse                          28.375.238 €                 41,44 %

 Sonst. öffentl. Mittel                         728.073 €                     1,06 %

 Sonstige Erlöse                               2.014.762 €                    2,94 %

 Ausgaben

 Pädagogisches Personal                       55.755.050 €                 81,42 %

 Verwaltungspersonal                           4.989.423 €                    7,29 %

 Sachkosten                                    7.071.606 €                 10,33 %




Finanzierung der Musikschulen im Jahr 2009


                                                                 Gebühren 51,45 %


                                                             Sonstige Erlöse 2,94 %
                                                  Sonstige öffentliche Mittel 1,06 %



                                                    Kommunale Zuschüsse 41,44 %



                                                               Landesmittel 1,72 %




                                                                                        35
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                      Fächerbelegung und Jahreswochenstunden


                        Fächerbelegung und Jahreswochenstunden           Belegungen              Jahreswochenstunden

                        Gesamt                                             112.004                      34.716

                        Grundfächer                                    24.663         22,02 %       2.724          7,85 %

                        Instrumental-/Vokalfächer                      66.304         59,20 %      29.285        84,36 %

                        Ensemblefächer                                 15.182         13,55 %       1.952          5,62 %

                        Ergänzungsfächer                                5.855          5,23 %         755          2,17 %




                      Fächerbelegung




                                                                                                  Ensemblefächer 13,55 %



                                                                                                 Ergänzungsfächer 5,23 %



                                                                                                      Grundfächer 22,02 %



                                                                                        Instrumental-/Vokalfächer 59,20 %




                      Jahreswochenstunden




                                                                                                   Ensemblefächer 5,62 %

                                                                                                 Ergänzungsfächer 2,17 %

                                                                                                       Grundfächer 7,85 %




                                                                                        Instrumental-/Vokalfächer 84,36 %




36
Jahresunterrichtsgebühren


                                       in €
  Min 41
  Max 472                                                                    Angebote für Kinder unter 4 Jahren
    Ø 289

  Min 208
  Max 416                                                                            Musikalische Früherziehung
    Ø 294

  Min 192
  Max 536                                                                          Musikalische Grundausbildung
    Ø 305

  Min 48
  Max 342                                                                                            Singklassen
    Ø 159

  Min 428
      1.032                                                                              Einzelunterricht (30 min)
    Ø 735

  Min 600
  Max 1.548                                                                              Einzelunterricht (45 min)
    Ø 982

  Min 400
  Max 744                                                                          2er Gruppenunterricht (45 min)
    Ø 564

  Min 286
  Max 552
                                                                                   3er Gruppenunterricht (45 min)
    Ø 437

  Min 243
  Max 552                                                                          4er Gruppenunterricht (45 min)
    Ø 397
  Min 194
  Max 462                                                                      4er Gruppenunterricht (45 min)
    Ø 339

      46
  Max 1.068                                                                             Kombiunterricht (45 min)
    Ø 572

  Min 36
  Max 368                                                       Ensemble- und Ergänzungsfächer mit Hauptfach
    Ø 123

  Min 13
  Max 912                                                      Ensemble- und Ergänzungsfächer ohne Hauptfach
    Ø 184




                                                                                                                      37
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                      Altersverteilung der Schüler


                        Altersverteilung der Schüler                    Schüler           Prozent

                        Gesamt                                               91.398               100 %

                        Bis 5 Jahre                                          16.679             18,25 %

                        6-9 Jahre                                            27.183             29,74 %

                        10-14 Jahre                                          28.766             31,47 %

                        15-18 Jahre                                          10.043             10,99 %

                        19-25 Jahre                                           1.945               2,13 %

                        26-60 Jahre                                           5.145               5,63 %

                        über 60 Jahre                                         1.617               1,77 %

                        weiblich                                             51.923             56,81 %

                        männlich                                             39.475             43,19 %




                                                                                     10-14 Jahre 31,47 %

                                                                                     15-18 Jahre 10,99 %



                                                                                      19-25 Jahre 2,13 %

                                                                                      26-60 Jahre 5,63 %

                                                                                     über 60 Jahre1,77 %


                                                                                       6-9 Jahre 29,74 %

                                                                                      Bis 5 Jahre 18,25 %




38
Belegung und Jahreswochenstunden in Instrumental-/Vokalfächern


 Belegung und Jahreswochenstunden             Schüler-                               Jahreswochen-
                                                                Prozent                                    Prozent
 in Instrumental-/Vokalfächern               belegungen                                 stunden

 Streichinstrumente                                 6.359                9,75 %               3.992             13,68 %

 Zupfinstrumente                                   10.293               15,78 %               4.673             16,01 %

 Blechblasinstrumente                               2.910                4,46 %               1.525               5,22 %

 Holzblasinstrumente                               12.815               19,65 %               6.041             20,70 %

 Schlaginstrumente                                  4.122                6,32 %               2.116               7,25 %

 Tasteninstrumente                                 13.506               20,71 %               8.105             27,77 %

 Sonstige Instrumente                                 834                1,28 %                167                0,57 %

 Vokalangebote                                      2.398                3,68 %                834                2,86 %

 Orientierungsangebote | Klassenmusizieren         12.690               19,46 %               2.304               7,90 %




Schülerbelegung


Orientierungsangebote | Klassenmusizieren                                                     Streichinstrumente 9,75 %




Vokalangebote 1,28 %                                                                           Zupfinstrumente 15,78 %
Sonstige Instrumente 1,28 %

                                                                                             Blechblasinstrumente 4,46 %



Tasteninstrumente 20,71 %                                                                   Holzblasinstrumente 19,65 %

Schlaginstrumente 6,32 %




Jahreswochenstunden



Orientierungsangebote | Klassenmusizieren                                                     Streichinstrumente 9,75 %
Vokalangebote 1,28 %
Sonstige Instrumente 1,28 %                                                                    Zupfinstrumente 15,78 %


                                                                                            Blechblasinstrumente 4,46 %

Tasteninstrumente 20,71 %



Schlaginstrumente 6,32 %                                                                    Holzblasinstrumente 19,65 %




                                                                                                                            39
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                      Kooperation mit Schulen


                        Kooperationen zwischen     Grund-                Haupt-           Förder-        Real-             Gym-           Gesamt-
                                                                                                                                                           Summen
                        Musikschulen und           schulen               schulen          schulen        schulen           nasien         schulen

                        Anzahl Einrichtungen              415                      46               29             60               189               29        768

                        Anzahl Schüler                   5529                  435              208            566                   0           1217          7955




                                                                                                                       Grundschulen 62,99 %

                                                                                                                        Hauptschulen 6,39 %

                                                                                                                        Förderschulen 3,67 %


                                                                                                                          Realschulen 8,16 %


                                                                                                                         Gymnasien 14,29 %


                                                                                                                       Gesamtschulen 3,13 %




                      Kooperation mit anderen Partnern


                        Kooperationen zwischen                                                Kirchen­         Musik­                Sonstigen
                                                   Kindergärten           Chören                                                                           Summen
                        Musikschulen und                                                      gemeinden        vereinen              Partnern

                        Anzahl Einrichtungen                  393                       104               98                 117                 90             802

                        Anzahl Schüler                       6972                       382              567                 808                650            9379




                                                                                                                          Kindergärten 33 %

                                                                                                                             Chören 18,18 %


                                                                                                                   Kirchengemeinden 9 %




                                                                                                                   Musikvereinen 20,45 %


                                                                                                              Sonstigen Partnern 6,36 %




40
Angaben zu den Lehrkräften


 Angaben zu den Lehrkräften                        2010         Anzahl Veranstaltungen         Teilnehmer      Besucher

 Gesamtzahl                                          2.847      5.980                              105.859         677.433

 Angestellte mit Vergütung nach TVöD                 1.401

 Angestellte mit anderer Vergütung                        859

 Weitere Mitarbeiter                                      587

 Vollbeschäftigt                                          201

 Teilzeitbeschäftigt  15 h                               852

 Teilzeitbeschäftigt  15 h                          1.794

 Weiblich                                            1.481

 Männlich                                            1.366




Beschäftigungsverhältnisse der Lehrkräfte




                                                                               Angestellte mit Vergütung nach TVöD 49,21 %



                                                                                  Angestellte mit anderer Vergütung 30,17 %



                                                                                                Weitere Mitarbeiter 20,62 %




Beschäftigungsumfang der Lehrkräfte


                                                                                                      Vollbeschäftigt 7,06 %




                                                                                           Teizeitbeschäftigt  15 h 29,93 %




                                                                                           Teizeitbeschäftigt  15 h 63,01 %




                                                                                                                                41
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                      Anhang

                      1	 Pressemitteilung des MWK vom 23.08.2010 zum Start des
                      	 Musikalisierungsprogramms Wir machen die Musik! in die zweite Runde


                      2	 Berichterstattung zum Musikalisierungsprogramm Wir machen die Musik!
                      	 •	 Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 24.08.2010 und 25.09.2010
                      	 •	 Zeitschrift: „das Orchester“ – Ausgabe 2010/12


                      3	Drucksache 16/2813 des Niedersächsischen Landtags:
                         Unterrichtung zum Beschluss des Landtages vom 17.02.2010:
                         „Musikland Niedersachsen stärken – Musikalische Bildung fördern“


                      4 	 Wir machen die Musik!
                      	 Informationsflyer für die Kooperationspartner in Kita und Schule


                      5 	 Adressen der Musikschulen




42
1




                                                     Niedersächsisches Ministerium
                                                     für Wissenschaft und Kultur




23.08.2010                     Niedersächsisches
                               Musikalisierungsprogramm
Nr. 56/10
                               „Wir machen die Musik!“ geht mit
                               zusätzlichen 1 Millionen Euro in die
                               zweite Runde
                             HANNOVER. Frühkindliche Bildung ist ein zentraler Bestandteil
                             der Kulturpolitik des Landes Niedersachsen. Deshalb ist das
                             Niedersächsische Musikalisierungsprogramm langfristig bis 2016
                             angelegt und wird stufenweise aufgestockt: „Wir haben das
                             Credo des Programms Wir machen die Musik! wörtlich
                             genommen. Musikalische Bildung für alle ist seit einem Jahr nicht
                             nur Ziel, sondern Realität im Musikland Niedersachsen. Deshalb
                             haben wir die Fördersumme auf insgesamt 1,5 Mio. Euro erhöht.
                             In jedem Jahr wird ein neuer Jahrgang von Schülern in das
                             Musikalisierungsprogramm integriert,“ betont die
                             Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Prof. Dr.
                             Johanna Wanka.

                             Die bereits im vergangenen Jahr geschlossenen Kooperationen
                             zwischen Musikschulen und Kindertageseinrichtungen im
                             Musikland Niedersachsen werden seit Beginn dieses Schuljahres




  Kontakt:
  Rüdiger Fischer
   (0511) 120-2604
    (0172) 7779413



  Unsere Internetseite: www.mwk.niedersachsen.de   E-Mail: Ruediger.Fischer@mwk.niedersachsen.de

  Fax Pressestelle: (0511) 120-2601                Postanschrift: Leibnizufer 9, 30169 Hannover




                                                                                                       43
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




                 -2-                                                                  -3-

durch Angebote in Grundschulen erweitert. Teilnehmende Kinder         Die Gegenfinanzierung geschieht in Eigenverantwortung der
bekommen so auch nach ihrem Übergang in die Schule die                Musikschulen über Sponsoren, Spenden, Eigenmittel oder
Möglichkeit, weiterhin Bildungsangebote von „Wir machen die           kommunale Zuwendungen. Erfahrungen aus dem vergangenen
Musik!“ in Anspruch nehmen zu können. Langfristig soll auf diese      Schuljahr zeigen, dass die Strahlkraft des flächendeckend
Weise das Ziel einer flächendeckenden Musikalisierung im              angelegten Programms positive Wirkungen auf die
Musikland Niedersachsen erreicht werden.                              Gegenfinanzierung der Landesmittel hat.

Unabhängig der sozialen Herkunft werden jetzt die Drei- bis           Langfristiges Ziel des bis 2016 angelegten Förderprogramms ist
Fünfjährigen in Kindertageseinrichtungen und ab diesem                es, 80 Prozent der Kinder in Kindertagesstätten und 30 bis 40
Schuljahr zusätzlich auch die sechsjährigen Kinder in der             Prozent der Kinder in Grundschulen für „Wir machen die Musik!“
Grundschule auf professionelle Weise an Musik herangeführt.           zu gewinnen. Ab diesem Schuljahr werden auch Musikschulen
Neben der Freude am gemeinsamen Musizieren werden vor                 privater Trägerschaft in das Musikalisierungsprogramm integriert.
allem wichtige Schlüsselkompetenzen wie Konzentration und             „Die privaten Musikschulen in Niedersachsen leisten so ihren
Leistungsfähigkeit sowie Ausdauer gefördert. Die Integration          Beitrag zur flächendeckenden Musikalisierung Niedersachsens
kindgerechter und qualitativ hochwertiger Angebote in den             und bringen ihre langjährige Erfahrung musikalischer
Kindergartenalltag unterstützt die frühzeitige Sensibilisierung und   Früherziehung aus Kooperationen mit Bildungsträgern, wie
Begeisterung für Musik ergänzend zum Schulunterricht. Dabei           Schule und Kindergarten ein“, erklärt Eric Ridder, Vorstand des
wird nicht nur Wert auf eine elementare Instrumentalausbildung        Landesverbands privater Musikschulen.
der Kinder gelegt, sondern auch auf den Umgang mit der
eigenen Stimme. Hier unterscheidet sich die Initiative „Wir           Als Beispiel einer erfolgreichen Kooperation von Grundschule,
machen die Musik!“ grundlegend von Projekten anderer                  Kindertagesstätte und Musikschule gilt das heute vorgestellte
Bundesländer, wie „Jedem Kind ein Instrument“ in Nordrhein-           Pilotprojekt an der Albert-Schweitzer-Schule Hannover und der
Westfalen. Damit ist das Niedersächsische                             Musikschule der Landeshauptstadt Hannover. „Wir erreichen mit
Musikalisierungsprogramm bundesweit einzigartig, wie Gitta            dem Programm insbesondere sozial benachteiligte Kinder, die
Connemann, MdB und Präsidentin des Landesverbandes                    ohne das Förderprogramm nie Musik- oder Instrumentalunterricht
niedersächsischer Musikschulen e.V. erklärt. „Unsere                  bekommen hätten,“ so die Leiterin der Albert-Schweitzer-Schule,
Musikschulen bringen musikalische Bildung dorthin, wo sie am          Beatrix Albrecht. Kofinanziert werden die musikalischen
stärksten nachgefragt und am dringendsten gebraucht wird - in         Bildungsangebote unter anderem durch die Stadt Hannover und
die Kindergärten und Schulen. Viele tausend Kinder im                 durch die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung. Derzeit werden hier
Musikland Niedersachsen erhalten damit eine einmalige Chance.         90 Kurse mit rund 1.000 Kindern durchgeführt.
Ihnen wird die Welt des Gesangs, der Musik und des Tanzes
eröffnet. Dafür stehen die öffentlichen Musikschulen
Niedersachsens. Sie haben sich über viele Jahre als
kompetenter und erfahrener Bildungspartner von Kitas, Schulen
und des Landes Niedersachsen bewährt.“

Im Laufe des vergangenen Schuljahrs haben sich 65
Musikschulen an der Initiative beteiligt, deren Lehrkräfte
insgesamt 430 Jahreswochenstunden angeboten haben. Das
Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur
unterstützt die Musikschulen mit 50 Prozent ihrer
Personalkosten. Im vergangenen Jahr wurden hierfür 500.000
Euro zur Verfügung gestellt. Im laufenden Schuljahr 2010/2011
steigen die Fördermittel auf eine Gesamtsumme von rund 1,5
Millionen. Euro.




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                                                    Unterrichtung



                    Der Präsident                                                 Hannover, den 07.09.2010
          des Niedersächsischen Landtages
               – Landtagsverwaltung –



          Musikland Niedersachsen stärken - Musikalische Bildung fördern
          Beschluss des Landtages vom 17.02.2010 - Drs. 16/2236


          Das Musikland Niedersachsen hat in den vergangenen Jahren bereits Profil durch die Einrichtung
          und Entwicklung des jährlich verliehenen Praetorius-Musikpreises und die Errichtung der Landes-
          musikakademie in Wolfenbüttel gewonnen. Die Förderung musikalischer Bildung durch das Land
          umfasst gegenwärtig vor allem den schulischen Musikunterricht, eine Mitfinanzierung der Musik-
          schulen, einen Zuschuss an den Landesmusikrat für Bildungsarbeit, die Förderung und Weiterent-
          wicklung des sehr erfolgreichen Aktionsprogramms „Hauptsache: Musik“ sowie sonstige Mittel zum
          Beispiel der Erwachsenenbildung und der Soziokultur. Der Landesmusikrat Niedersachsen koordi-
          niert vielfältige musikalische Bildungsaufgaben mit personeller und fachlicher Kompetenz.
          Unser Ziel muss weiterhin bleiben, durchgehenden Musikunterricht an den Schulen zu gewährleis-
          ten, um den Schülerinnen und Schülern ein fachlich qualifiziertes musikalisches Bildungsangebot
          ohne erhebliche eigene Kostenbeteiligung zu ermöglichen. Dafür sind ausgebildete Musiklehrer in
          ausreichender Zahl an den allgemein bildenden Schulen notwendig.
          Der Landtag bittet die Landesregierung,
          –   das Fach Musik in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern stärker zu verankern und
              dabei den Aspekt des kinderstimmengerechten Singens besonders zu berücksichtigen,
          –   das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Erziehung in zunehmendem Maß in
              die musikalische Aus- und Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern einzubinden,
          –   Maßnahmen zu ergreifen, um größeres Interesse für musikpädagogische Berufe zu wecken
              und die Zahl der Studierenden mit dem Ziel Lehramt in Musik zu erhöhen,
          –   durch die Einstellung von Ein-Fach-Lehrern für das Fach Musik die Zahl der fachlich Lehrbefä-
              higten zu erhöhen und so die Unterrichtsversorgung im Mangelfach Musik zu verbessern und
              zu prüfen, ob die Lehramtslaufbahnen im Mangelfach Musik für Ein-Fach-Lehrkräfte mit einem
              Hauptfach und einem Zweitfach (sogenannte Kleine Fakultas) geöffnet werden kann,
          –   Vorschläge zu erarbeiten, wie das schulische Bildungsangebot durch verstärkte Kooperation mit
              außerschulischen musikalischen Bildungseinrichtungen ergänzt werden kann, und dabei Kon-
              zepte gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden, dem Landesmusikrat und dem Lan-
              desverband der niedersächsischen Musikschulen zu erarbeiten.


          Antwort der Landesregierung vom 06.09.2010
          Zum ersten Spiegelstrich:
          Das MK hat die Forderung, das Fach Musik in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erzieher stär-
          ker zu verankern, bereits in den Rahmenrichtlinien für die Erzieherausbildung aufgegriffen und um-
          gesetzt. Der Unterricht an allen berufsbildenden Schulen ist in den letzten Jahren dahingehend wei-
          terentwickelt worden, dass berufsbezogene Inhalte in „Lernfeldern“ unterrichtet werden. Auch Mu-
          sik wird in der Erzieherausbildung deshalb bewusst nicht als Fach geführt, sondern ist in den Lern-


                                                                                                                    1
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                                   feldern integriert, um den Schulen vielfältige Möglichkeiten zu bieten, musikalische Aspekte in ver-
                                   schiedensten Zusammenhängen aufzugreifen und auf dem neuesten didaktisch-methodischen
                                   Stand auszugestalten. Der Musikaspekt soll so zusätzlich mit vielen anderen Ausbildungsinhalten
                                   wie der Sprachförderung, der Bewegungserziehung oder der Begabungsförderung sinnvoll ver-
                                   knüpft werden.
                                   Musik ist in der Berufsfachschule -Sozialassistentin/Sozialassistent-, Schwerpunkt Sozialpädago-
                                   gik, und in der Fachschule -Sozialpädagogik- sowohl im Lernfeldtitel als auch in den inhaltlichen
                                   Lernfeldvorgaben durchgängig verankert. Ein bedeutendes Lernfeld lautet beispielsweise „Musisch-
                                   kreative Prozesse gestalten und Medien pädagogisch anwenden“. Es umfasst den Musikaspekt in
                                   Verbindung mit Bewegung und Spiel, wobei audiovisuelle Medien und Kommunikationstechnolo-
                                   gien eine unterstützende Rolle einnehmen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten ein medienpä-
                                   dagogisches Grundwissen, um mit zunehmender Methodenkompetenz musisch-kreative Prozesse
                                   für Kinder und Jugendliche gestalten zu können. Das Singen kann dabei gerade durch die aktiv
                                   handelnde Rolle eine wichtige Komponente beim Kompetenzerwerb in der frühkindlichen Bildung
                                   einnehmen. Die Schülerinnen und Schüler erkunden, wie facettenreich die Musik mit anderen Be-
                                   reichen wie Bewegung, Kunst und Spiel verknüpft werden kann, und erlernen einen ganzheitlichen
                                   ausgewogenen Betrachtungsansatz. Diese in der Berufsfachschule vermittelten musisch-kreativen
                                   Kompetenzen werden in der Fachschule weiterentwickelt und gezielt angewendet. Die Lerninhalte
                                   sollen die zukünftigen Erzieherinnen und Erzieher befähigen, die musische Kreativität gezielt in ih-
                                   rer späteren Berufstätigkeit ein- bzw. umsetzen zu können. Sie erlernen Methoden ausgewählter
                                   Handlungsmedien, zum Beispiel aus dem Bereich Musik/Tanz/Rhythmik.
                                   Zur Unterstützung der Umsetzung dieses Konzeptes sind im Auftrag des MK bereits im Jahr 2006
                                   die Unterrichtsmaterialien „Neue Lernsituationen mit Musik“ für alle Lernfelder von der Berufsfach-
                                   schule bis zur Fachschule -Sozialpädagogik- erstellt und allen Ausbildungsschulen sowie den Stu-
                                   dienseminaren in Fortbildungen vorgestellt worden. Die Bedeutung der Musik ist heute allen an der
                                   Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern Beteiligten bewusst und gehört als fächerübergreifen-
                                   de Querschnittsaufgabe zum Ausbildungskonzept jeder Fachschule.
                                   Als erstes Bundesland engagiert sich Niedersachsen seit dem Jahr 2009 für die Verbesserung des
                                   kindlichen Singens in der Weise, dass es in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Chorverband al-
                                   len Ausbildungsschulen ein vom Land finanziertes Qualifizierungsangebot anbietet. Mit dem „Felix-
                                   Zertifikat“ wird ein in sich geschlossenes Ausbildungskonzept angeboten, das in Theorie und Praxis
                                   die Inhalte kindgerechten Singens vermittelt. Es basiert auf den Kriterien des Deutschen Chorver-
                                   bandes, wie sie für das „Felix-Gütesiegel“ der Kindertagesstätten entwickelt worden sind:
                                   –   Grundlagen der Stimmphysiologie,
                                   –   Entwicklung des kindlichen Singens,
                                   –   psychophysische Aspekte des Singens,
                                   –   Stimmbildung für Kinder und Erwachsene,
                                   –   Lieddidaktik und Methodik,
                                   –   Kriterien der Liedauswahl,
                                   –   Aufbau eines Liedrepertoires,
                                   –   Anlässe des Singens.
                                   Fast alle Fachschulen -Sozialpädagogik- und Berufsfachschulen -Sozialassistentin/Sozialassistent-,
                                   Schwerpunkt Sozialpädagogik, haben bis heute für diese Ausbildungsinhalte verantwortliche An-
                                   sprechpartnerinnen und Ansprechpartner benannt und qualifiziert, die die aktuell anschließende
                                   schulinterne Weiterqualifizierung aller weiteren an der Erzieherausbildung beteiligten Lehrkräfte ih-
                                   rer Schulen koordinieren.
                                   Zum zweiten Spiegelstrich:
                                   Die Richtlinie des Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) über die Gewährung
                                   von Zuwendungen zur Förderung von Forschungs- und Transferprojekten der frühkindlichen Bil-
                                   dung und Entwicklung setzt der Zusammenarbeit mit den Ausbildungsschulen Grenzen. Auch wenn
                                   den Fachschulen hier noch nicht die Möglichkeit eröffnet wird, eigenständig Transferprojekte zu ini-



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          tiieren und Mittel zu beantragen, bringen sich die Fachschulen im Ausbildungsbereich bereits heute
          als Kooperationspartner der Hochschulen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung in die vom
          nifbe geförderten Projekte ein. Nach Vorliegen der dort gewonnenen Erkenntnisse zur frühkindli-
          chen musikalischen Förderung und Bildung wird geprüft, wie diese in der Ausbildung sowie in der
          Fort- und Weiterbildung der Erzieherinnen und Erzieher Berücksichtigung finden können. Zudem ist
          eine Arbeitsgruppe des nifbe und der zuständigen Fachministerien (unter Beteiligung des Landes-
          musikrates und des Landesverbandes der Musikschulen) mit dem Ziel des Austausches über aktu-
          elle Projekte, der Vernetzung landesweiter Aktivitäten und der Ausrichtung weiterer Arbeitsschwer-
          punkte eingerichtet worden.
          Eine der geplanten Maßnahmen zur Etablierung von Kernkompetenzen im Bereich der musikali-
          schen Bildung ist der durch MWK finanzierte Kooperationskongress „Wir machen die Musik!“ am
          25.09.2010. Der Kongress wendet sich an Lehrkräfte und Leiterinnen und Leiter von Musikschulen,
          Erzieherinnen und Erzieher und Leitungspersonal von Kindertagesstätten sowie an Lehrkräfte all-
          gemeinbildender Schulen. Es werden erfolgreich praktizierte Ansätze in Kooperationsprojekten in
          Kindertagesstätten und Schulen vermittelt. Des Weiteren sind in den Kongress die Forschungspro-
          jekte im Bereich musikalischer Bildung des nifbe eingebunden. Das MWK stellt im Schuljahr
          2010/2011 für das Förderprogramm „Wir machen die Musik“ 1,55 Mio. Euro zur Verfügung.
          Zum dritten Spiegelstrich:
          Mit dem landesweiten Mentorenprogramm, das bereits im vierten Jahr vom MK gemeinsam mit
          dem Landesmusikrat angeboten wird, werden Jugendliche über 15 Jahre, die Freude an der Musik
          und deren Vermittlung haben, angesprochen. Ziel dieses Programms ist es, musikpädagogische
          Begabungen zu finden und zu fördern und Interesse an musikpädagogischen Berufen zu wecken.
          Im Schuljahr 2010/2011 werden Kurse in Wolfenbüttel, Osnabrück und Stade angeboten, zu denen
          insgesamt 120 Jugendliche erwartet werden. Insgesamt haben bisher über 400 junge Menschen
          dieses besondere Angebot wahrgenommen. Sie konnten erste musikpädagogische Erfahrungen
          sammeln und den Beruf einer Musiklehrerin oder eines Musiklehrers als gleichermaßen künstle-
          risch wie pädagogisch interessant und attraktiv erfahren. Das Mentorenprogramm wird ausgebaut.
          Eine wissenschaftliche Untersuchung der Hochschule für Musik und Theater hat bestätigt, dass die
          Mentorenausbildung Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise für musikpädagogische Berufe
          interessiert und motiviert.
          Weiterhin werden gemeinsam mit der Agentur für Arbeit landesweit Informationstage für musikpä-
          dagogische Berufe vorbereitet. Diese sollen in Hannover mit der Hochschule für Musik und Theater
          und in Hildesheim, Osnabrück, Oldenburg und Braunschweig mit den dortigen Universitäten durch-
          geführt werden.
          Zum vierten Spiegelstrich:
          Niedersachen bemüht sich seit 2001 mit verschiedenen Maßnahmen um die Gewinnung von Lehr-
          kräften. Dabei geht es nicht nur um einen quantitativen Ersatzbedarf, sondern insbesondere um ei-
          ne qualitative Versorgung der Schulen mit fachlich befähigten Lehrkräften auch in ländlichen Regi-
          onen Niedersachsens.
          Zu diesem fachspezifischen Bedarf gehört das Unterrichtsfach Musik. Seit Schuljahresbeginn Au-
          gust 2001 bis August 2010 wurden deshalb insgesamt 67 Ein-Fach-Lehrkräfte mit dem Fach Musik
          in ein Beschäftigungsverhältnis als Angestellte eingestellt. Diese Ein-Fach-Lehrkräfte weisen in der
          Regel Hochschulabschlüsse mit einem Diplom oder Magister in Musikwissenschaft, Musikpädago-
          gik oder Instrumentalmusik nach.
          Unabhängig davon, dass diese Lehrkräfte Musik nicht als Unterrichtsfach studiert haben, ist der
          Einsatz mit voller Stundenzahl in nur einem Fach nur in größeren Systemen wie Gymnasien oder
          Gesamtschulen möglich. Andernfalls ist die Beschäftigung z. B. an Grundschulen nur mit wenigen
          Stunden möglich.
          Niedersachsen hat bisher in der Lehramtsausbildung nicht vorgesehen, dass das Fach Musik mit
          einem weiteren Fach studiert werden kann, das lediglich die Lehrbefähigung für die Sekundarstufe I
          umfasst (Kleine Fakultas) und damit eine entsprechende Laufbahnbefähigung ermöglicht. Dieser
          Weg soll nunmehr beschritten werden. Deshalb ist im MK mit der Konzeptentwicklung eines sol-


                                                                                                                    3
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Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




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                             chen Studienmodells begonnen worden. Zurzeit wird geprüft, welche Rahmenbedingungen ge-
                             schaffen werden müssten, um eine entsprechende neue Struktur rechtlich zu verankern. Für die
                             Konzeptentwicklung ist vorgesehen und auf Arbeitsebene zwischen MWK und MK abgestimmt, ei-
                             ne Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern beider Ministerien und der zu beteiligenden
                             Hochschulen einzurichten.
                             Zum fünften Spiegelstrich:
                             Zum Schuljahr 2000/2001 wurde im MK eine Stelle zum Aufbau und zur Weiterentwicklung des Ak-
                             tionsprogramms „Hauptsache : Musik“ eingerichtet. Ziel ist es, gemeinsam mit dem Landesmusikrat
                             sowie den ihm angeschlossenen Verbänden Kooperationsprogramme zu initiieren und damit Ver-
                             netzungen niedersächsischer Musikschaffender und Musikinstitutionen mit Schulen und Kinderta-
                             gesstätten zu fördern.
                             So wurden tragfähige Kontakte aufgebaut und gemeinsam mit dem Verband der niedersächsischen
                             Musikschulen, den Universitäten und der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, Opern-
                             häusern, Orchestern sowie Rundfunk und Fernsehen, den Laienmusikverbänden und niedersäch-
                             sischen Chorverbänden, Theatern, Kirchen, Vereinen und Kulturbüros landesweit Projekte und
                             Programme entwickelt. Mit dem Ziel dauerhafter Zusammenarbeit und nachhaltiger Partnerschaften
                             zwischen Schulen, Kindertagesstätten und außerschulischen Musikanbietern wurden wirkungsvolle
                             Impulse sowohl in Bezug auf die Innenwirkung, d. h. in der Profilierung und Qualitätsentwicklung
                             niedersächsischer Schulen und Kindertagesstätten, als auch in Bezug auf die Außenwirkung, d. h.
                             in der Öffnung der Schulen und Kindertagesstätten gegenüber der niedersächsischen Musikkultur
                             erreicht.
                             Beispielhaft seien der Klassenmusizierunterricht, wie er in Niedersachsen in den Bläser-, Chor-
                             oder Streicherklassen in Kooperation mit den Musikschulen, der Laien- oder Kirchenmusik realisiert
                             wird, genannt. Die Singförderung vom Kindergarten an (Felix-Kindergarten oder das Kinderchorfes-
                             tival „Kleine Leute - Bunte Lieder“) wurden mit den niedersächsischen Chorverbänden und dem
                             Musikschulverband fest institutionalisiert. Die für 2011 geplante landesweite Großveranstaltung
                             „Klasse! Wir singen“ ist eine Kooperation mit den Kommunen, der Kirchenmusik und den Musik-
                             schulen.
                             Im Bereich der Begabungsförderung wurde ein Frühstudiengang an der Hochschule für Musik und
                             Theater Hannover im Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter eingerichtet, der seit
                             drei Jahren durch regionale Angebote an den Musikschulen in Osnabrück, Oldenburg, Braun-
                             schweig und Lüneburg ergänzt wird.
                             Entwicklung der Haushaltsmittel für das Aktionsprogramm „Hauptsache : Musik“
                             Haushaltsjahr Haushaltsmittel Drittmittel/Sponsoren Gesamtvolumen
                                               Euro                 Euro              Euro
                             2002 bis 2006     keine              500 000         ca. 500 000
                                 2007         120 000              63 000         ca. 183 000
                                 2008         200 000             184 000         ca. 384 000
                                 2009         235 000             183 000         ca. 410 000
                                 2010         250 000             360 000         ca. 610 000


                             Das Aktionsprogramm „Hauptsache : Musik“ wird durch weitere Kooperationsprojekte mit Musik-
                             schulen wie das zum zweiten Spiegelstreich angesprochene, durch MWK finanzierte Niedersächsi-
                             sche Musikalisierungsprogramm „Wir machen die Musik“, ergänzt. Dieses Programm wurde im
                             Rahmen einer interministeriellen Arbeitsgruppe von MWK und MK gemeinsam mit den kommuna-
                             len Spitzenverbänden und Vertreterinnen und Vertretern des Verbandes deutscher Musikschulen in
                             der Steuerungsgruppe des Musikalisierungsprogramms entwickelt.
                             Im Schuljahr 2009/2010 hat das MWK insgesamt 500 000 Euro zur Förderung von Kooperationen
                             von Musikschulen und Kindertagesstätten zur Verfügung gestellt. Für das Schuljahr 2010/2011 sind
                             für das Musikalisierungsprogramm 1,55 Mio. Euro für die 3- bis 6-jährigen Kinder vorgesehen, die
                             kofinanziert werden müssen. Der gleiche Mittelansatz ist für die Musikalisierung der 3- bis 7-jäh-
                             rigen Kinder in Schuljahr 2011/2012 vorgesehen. In den Folgejahren 2012 und 2013 ist jeweils ein


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Niedersächsischer Landtag – 16. Wahlperiode                                                              Drucksache 16/2813




          Aufwuchs in Höhe von 200 000 Euro für die dann neu zu integrierenden Jahrgänge 3-jähriger Kin-
          der in die Mipla eingestellt:
         Niedersächsischer Landtag – 16. Wahlperiode                                                      Drucksache 16/2813
            Haushaltsjahr 2011     1 550 000 Euro       für die dann 3- bis 7-jährigen Kinder
            Haushaltsjahr 2012     1 750 000 Euro       für die dann 3- bis 8-jährigen Kinder
            Haushaltsjahr 2013     1 950 000 Euro       für die dann 3- bis 9-jährigen Kinder


                   Aufwuchs in Höhe von 200 000 Euro für die dann neu zu integrierenden Jahrgänge 3-jähriger Kin-
          Die Entscheidung des Haushaltsgesetzgebers über weitere jährliche Aufwüchse für 2014 bis 2016
                    der in die Mipla eingestellt:
          bleibt abzuwarten. Für die Förderung des Kooperationsprojektes „Wir machen die Musik“ stehen
          Mittel aus dem Haushalt des MWK sowieEuro Kindertagesstätten- 7-jährigen Kinder
                      Haushaltsjahr 2011      1 550 000 der  für die dann 3- bis bzw. Musikschulträger und ande-
          rer Drittmittelgeber zur Verfügung. Für eine Förderung von Kooperationsangeboten der Musikschu-
                      Haushaltsjahr 2012      1 750 000 Euro für die dann 3- bis 8-jährigen Kinder
          len mit Grundschulen, die im Schuljahr 2010/2011 beginnen, können weiterhin die Budgets für pä-
          dagogische Mitarbeiterinnen und950 000 Euro sowie die dann 3- bis 9-jährigen Kinder
                      Haushaltsjahr 2013      1 Mitarbeiter  für gegebenenfalls für Ganztagsangebote genutzt
          werden.
          Derzeit wird Entscheidung des Haushaltsgesetzgebers Musik und Musikpädagogischefür 2014 bis 2016
                   Die geprüft, inwieweit die Kontaktstellen über weitere jährliche Aufwüchse Werkstätten zu
          Regionalen Kompetenzzentrendie Förderung des Kooperationsprojektes „Wir werden könnten. Potenzi-
                   bleibt abzuwarten. Für für musikalische Bildung weiterentwickelt machen die Musik“ stehen
          al besitzen die Kontaktstellen des MWK sowie der Kindertagesstätten- bzw. nicht nur im Zusammen-
                   Mittel aus dem Haushalt und Musikpädagogischen Werkstätten Musikschulträger und ande-
          schluss der Drittmittelgeber zur Verfügung. Für eine Förderung von Kooperationsangeboten der Musikschu-
                   rer regionalen Musikpartner vor Ort, sondern auch mit Blick auf die Qualitätsentwicklung
          sämtlicher landesweiten Programme im Bereich musikalischer Bildung weiterhin die Budgets für pä-
                   len mit Grundschulen, die im Schuljahr 2010/2011 beginnen, können (z. B. Musikalisierungspro-
                   dagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie gegebenenfalls für Ganztagsangebote genutzt
          gramm an Kindertagesstätten und Grundschulen, „Hauptsache : Musik“ etc.).
                   werden.
                   Derzeit wird geprüft, inwieweit die Kontaktstellen Musik und Musikpädagogische Werkstätten zu
                   Regionalen Kompetenzzentren für musikalische Bildung weiterentwickelt werden könnten. Potenzi-
                   al besitzen die Kontaktstellen und Musikpädagogischen Werkstätten nicht nur im Zusammen-
                   schluss der regionalen Musikpartner vor Ort, sondern auch mit Blick auf die Qualitätsentwicklung
                   sämtlicher landesweiten Programme im Bereich musikalischer Bildung (z. B. Musikalisierungspro-
                   gramm an Kindertagesstätten und Grundschulen, „Hauptsache : Musik“ etc.).




          (Ausgegeben am 13.09.2010)                                                                                           5


                   (Ausgegeben am 13.09.2010)                                                                             5
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Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




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                          Mehr Erleben mit Musik
                          „Für den Bereich der Musik bringt das Kind seine eigene
                          musikalische Grundausstattung mit: seine Stimme als
                          eigenes Instrument und seinen Herzschlag als Grundrhyth­
                          mus. Über Sprechgesang, Sing­ und rhythmische Spiele und                                       WIr MAcHEn
                          Lieder erschließt sich das Kind die Musik.                                                     dIE MUSIK!
                          Es erfährt sich und seine soziale wie materielle Umwelt
                          aber auch im Kontext von Sprache, Tempo, Klang, Körper              Das Programm Wir machen die Musik! fördert seit dem
                          und Bewegung. Musik hat eine wichtige Bedeutung für                 Schuljahr 2009/10 die Zusammenarbeit von Musikschulen und
                          das Zusammenleben in der Gruppe. Hier ist auch Raum                 anderen öffentlichen Bildungseinrichtungen. Es leistet damit
                          dafür, Lieder aus anderen Kulturkreisen kennen zu lernen.           einen Beitrag zur Entwicklung der kommunalen Bildungsland­
                          Durch Musikmachen oder Singen kann Gemeinsamkeit zum                schaft.
                          Ausdruck gebracht und können besondere Rituale im Tages­            Finanziert werden die Projekte durch das Land Niedersachsen
                          oder Wochenlauf unterstrichen werden. Kein Tag in der               und die örtlichen Bildungspartner.
                          Tageseinrichtung sollte vergehen, ohne dass Musik in der            Den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen für alle
                          einen oder anderen Weise selber gemacht wird.“                      Angebote bilden abgestimmte Förderleitlinien. Träger des
                                                                                              Programms ist der Landesverband niedersächsischer Musik­
                          Aus dem „Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elemen­
                                                                                              schulen im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für
                          tarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder“
                                                                                              Wissenschaft und Kultur.




                                                                                                                                                                   r
                                                                                                                                                                Wiachen die
                                                                                              Für Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an Ihre
                                                                                              örtliche Musikschule oder an den Landesverband niedersäch­
                                                                                              sischer Musikschulen.


                                                                                                                                                                 m
                                                                                                                                                                Musik!
                                                                                                Landesverband niedersächsischer Musikschulen e. V.
                                                                                                Arnswaldtstraße 28 | 30159 Hannover
                                                                                                Telefon: + 49.511.159 19 | Telefax: + 49.511.159 01

                                                                                                Mail: info@musikschulen­niedersachsen.de
                                                                                                www.musikschulen­niedersachsen.de
                                                                                                www.wirmachendiemusik.de

                                                                                                Präsidentin: Gitta Connemann MdB



                                                                                                                                                                Das Musikalisierungsprogramm für
                                                                                                                                                                alle Kinder in Niedersachsen
                                                                                                     Landesverband
                                                                                                     niedersächsischer
                                                                                                     Musikschulen                                               www.wirmachendiemusik.de




                                                                                                Musik ist Zukunft                                               Wie es klingen kann
                                                                                                Ziele des Förderprogramms                                       Das musikalische Angebot
                                                                                                                                                                Die musikalischen Angebote basieren auf etablierten Me­
                                                                                                Der Landesverband niedersächsischer Musikschulen hat in
                                                                                                                                                                thoden und Materialien der Elementaren Musikpädagogik.
                                                                                                enger Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Ministe­
                                                                                                                                                                Sie folgen einem offenen Konzept. Ziele und Inhalte des
                                                                                                rium für Wissenschaft und Kultur, dem Niedersächsischen
                                                                                                                                                                Angebots werden individuell auf die Bedürfnisse der Kita
                                                                                                Kultusministerium sowie den Kommunalen Spitzenverbänden
                                                                                                                                                                und der Kinder abgestimmt.
                                                                                                Niedersachsens das Musikalisierungsprogramm Wir machen
                                                                                                die Musik! konzipiert.
                                                                                                Das Programm will möglichst vielen Kindern verbesserte Ent­       In einem Alter, das durch Spielfreude, Unbefangenheit
                                                                                                wicklungs­ und Bildungschancen eröffnen. Sie sollen in allen      beim Singen und Bewegen sowie Offenheit gegenüber
                                                                                                Phasen ihrer Entwicklung von 0 bis 10 Jahren ein elementares      verschiedensten musikalischen Stilen charakterisiert
                                                                                                und altersgerechtes musikalisches Angebot erhalten. Mit dem       ist, können musikalische Erfahrungen phantasievoll
                                                                                                Förderprogramm sollen landesweit 80 % aller Kinder im Kinder­     und experimentell gemacht werden.

                          Musik ist Bildung                                                     gartenalter erreicht werden.

                                                                                                                                                                Die Durchführung der musikalischen Angebote erfolgt
                          Die meisten Kinder im Vorschulalter kommen heute vor allem                                                                            grundsätzlich in enger Zusammenarbeit zwischen musik­

                                                                                                Musik Hand in Hand
                          passiv mit Musik in Berührung. Musik ist überall: im Radio,                                                                           pädagogischen Fachkräften und Erzieherinnen. Auf diese
                          Fernsehen, Computer und im Supermarkt. Sie wird jedoch                                                                                Weise erhalten Erzieherinnen fortlaufend Anregungen für
                          selten selbst gemacht, denn es gibt nur wenige Familien, in           Gemeinsam den Ton angeben                                       die Erweiterung des eigenen pädagogischen Repertoires
                          denen noch gesungen oder musiziert wird. Dabei unterstützt                                                                            und können so dazu beitragen, dass Musik zu einem festen
                          aktives Singen und Musizieren die kognitive Entwicklung von                                                                           Bestandteil im Kitaalltag wird.
                                                                                                Die musikalische Bildung ist Auftrag von Kindertageseinrich­
                          Kindern. Über Singen, Rhythmus und Bewegung können zum
                                                                                                tungen und Musikschulen gleichermaßen. Im Rahmen von
                          Beispiel Fähigkeiten gefördert werden, die zum Erlernen einer
                                                                                                Wir machen die Musik! arbeiten beide Einrichtungen zusam­
                          Sprache notwendig sind. Musik ermöglicht eine ganzheitliche
                                                                                                men, um das gemeinsame Singen, Spielen und Tanzen von
                          Förderung, die Emotionalität, Kreativität, Motorik, kognitives
                                                                                                Kindern im Elementarbereich zu fördern.
                          und soziales Lernen umfasst. Aus diesem Grund sollten mög­
                          lichst alle Kinder in niedersächsischen Kindertageseinrichtun­
                          gen ein elementares musikalisches Angebot und damit einen               Basis ist eine Verzahnung von pädagogischen Ansätzen
                          Zugang zur Musik erhalten.                                              aus Musikschulen und Kindertageseinrichtungen zur
                                                                                                  elementaren Bildung und Erziehung von Kindern.
                          „Musik ist ein wichtiger Bestandteil der Bildung. Wir werden
                                                                                                  So werden auch die vielfältigen Bildungsangebote der
                          deshalb mit den Landkreisen und den Kommunen dafür Sorge
                                                                                                  Kita, wie etwa die Bewegungs- und Sprachförderung oder
                          tragen, dass alle Kinder in Niedersachsen Zugang zu musika­
                                                                                                  die Integration von Kindern mit besonderem Förderbe-
                          lischer Bildung erhalten. Die Zusammenarbeit von Musikschu­
                                                                                                  darf, unterstützt.
                          len mit Kindergärten und Schulen fördern wir, um möglichst
                          früh alle Kinder in Niedersachsen zu erreichen.“

                          Aus der Regierungserklärung der niedersächsischen CDU/FDP­Landes­     Mit dem wöchentlich stattfindenden, individuell angepassten
                          regierung 2008                                                        Angebot sollen alle Kinder einer Kita angesprochen werden.

                                                                                                                                                                                                             Fotos: Janko Woltersmann




52
schule


Wie es klingen kann
Das musikalische Angebot

Folgende Angebote von öffentlichen Musikschulen an
allgemein bildenden Schulen werden im Rahmen von
Wir machen die Musik! gefördert:                                                                WIr MacheN
                                                                                                dIe MusIK!

  INstruMeNtaLe OrIeNtIeruNgsaNgebOte                               Das Programm Wir machen die Musik! fördert seit dem
                                                                    Schuljahr 2009/10 die Zusammenarbeit von Musikschulen
  • Kennenlernen aller Instrumente
                                                                    und anderen öffentlichen Bildungseinrichtungen. Es leistet
  • Ausprobieren durch Anfassen, Hineinblasen,
                                                                    damit einen Beitrag zur Entwicklung der kommunalen Bil-
    Anstreichen u.s.w.
                                                                    dungslandschaft.
  • Erkennen von Interessen und Lieblingsinstrumenten
                                                                    Finanziert werden die Projekte durch das Land Niedersachsen
    der Kinder
                                                                    und die örtlichen Bildungspartner.
                                                                    Den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen für alle
  MusIzIeraNgebOte MIt gLeIcheN uNd
                                                                    Angebote bilden abgestimmte Förderleitlinien. Träger des
  geMIschteN INstruMeNteN
                                                                    Programms ist der Landesverband niedersächsischer Musik-
  die Klasse als Orchester                                          schulen im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für
  • Elementarer Musikunterricht verbunden mit dem                   Wissenschaft und Kultur.
    Erlernen und Spielen eines Instruments in der Gruppe
  • Große Auswahl an möglichen Instrumenten (Streich-,
    Blas-, Tasten-, Zupf- oder Perkussionsinstrumente)              Für Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an Ihre




                                                                                                                                       r
                                                                                                                                    Wiachen die
  • Einbezug von Instrumenten aus anderen Kultur-                   örtliche Musikschule oder an den Landesverband niedersäch-
    kreisen, Rock- und Popmusik                                     sischer Musikschulen.

  VOKaLe aNgebOte
                                                                      Landesverband niedersächsischer Musikschulen e. V.
                                                                                                                                     m
                                                                                                                                    Musik!
  der gesang im Mittelpunkt
                                                                      Arnswaldtstraße 28 | 30159 Hannover
  • Sing- und Chorklassen als besondere Form des
                                                                      Telefon: + 49.511.159 19 | Telefax: + 49.511.159 01
    Klassenmusizierens
  • Stimmbildung und gemeinsames Singen stehen                        Mail: info@musikschulen-niedersachsen.de
    mehrmals in der Woche auf dem Stundenplan                         www.musikschulen-niedersachsen.de
                                                                      www.wirmachendiemusik.de

                                                                      Präsidentin: Gitta Connemann MdB

Bei allen Angeboten sind musikalische Vorkenntnisse der
Kinder nicht erforderlich. Die Angebote der Musikschulen                                                                             Das Musikalisierungsprogramm für
werden individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse der
allgemein bildenden Schulen abgestimmt.
                                                                                                                                     alle Kinder in Niedersachsen
                                                                          Landesverband
                                                                          Niedersächsischer
                                                                          Musikschulen                                               www.wirmachendiemusik.de




 Musik ist bildung                                                                                                                  Musik hand in hand
                                                                                                                                    Gemeinsam den Ton angeben
 „Kreativität und Leistungsvermögen steigen bei Kindern aus
 musikbetonten Grundschulen signifikant. Verstärkte Musik-
                                                                                                                                    Wir machen die Musik! vereint die Kräfte allgemein bilden-
 erziehung hilft vor allem Schülern mit Konzentrationsdefiziten
                                                                                                                                    der Schulen und Musikschulen durch gezielte Zusammen-
 und beugt sozialen Ausgrenzungen vor. Erweiterte Musiker-
                                                                                                                                    arbeit. Mit der Zielsetzung des gemeinsamen Singens und
 ziehung ist eine soziale Chance in der Prophylaxe von Gewalt
                                                                                                                                    Musizierens wird der schulische Musikunterricht durch
 und Aggression unter Kindern und Jugendlichen in unserer
                                                                                                                                    Angebote der Musikschulen ergänzt.
 Gesellschaft.“

 Aus den Ergebnissen der Langzeitstudie an Berliner Grundschulen,
 der sog. „Bastian-Studie“ 2000

                                                                     Musik ist zukunft
 Gemeinsames Singen und Musizieren in der Schule macht
 nicht nur Spaß, sondern stärkt die Klassengemeinschaft und
                                                                     Ziele des Förderprogramms
 wirkt sich positiv auf Leistungsfähigkeit und Lernverhalten
 von Schülerinnen und Schülern aus. Dies belegen unabhängige         Der Landesverband niedersächsischer Musikschulen hat
 wissenschaftliche Studien und langjährige Erfahrungen in der        in enger Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen
 Praxis. Musik ist somit ein elementarer Bestandteil des Kon-        Ministerium für Wissenschaft und Kultur, dem Niedersäch-
 zeptes schulischer Bildung und Erziehung. Musik ermöglicht          sischen Kultusministerium sowie den Kommunalen Spitzen-
 eine ganzheitliche Förderung, die Emotionalität, Kreativität,       verbänden Niedersachsens das Musikalisierungsprogramm
 Motorik, kognitives und soziales Lernen umfasst. Aus diesem         Wir machen die Musik! konzipiert.                                Alle Kinder einer Grundschule, die ein besonderes
 Grund sollten möglichst viele Kinder in der Grundschule ein                                                                          Interesse am Singen und Musizieren zeigen, oder
 Angebot zum gemeinsamen Singen und Musizieren erhalten.                                                                              musikalisch gefördert werden sollen, erhalten so die
                                                                       Das Programm will möglichst vielen Kindern verbesserte         Möglichkeit, ein zusätzliches musikalisches Wahlange-
                                                                       Entwicklungs- und Bildungschancen eröffnen. Sie sollen         bot wahrzunehmen.
                                                                       in allen Phasen ihrer Entwicklung von 0 bis 10 Jahren ein
                                                                       wöchentliches und altersgerechtes musikalisches Ange-
                                                                       bot erhalten. Mit dem Förderprogramm sollen landesweit       Die musikalischen Angebote sind mit dem Kerncurriculum
                                                                       30 % aller Grundschulkinder erreicht werden.                 der allgemein bildenden Schule verzahnt und nach Möglich-
                                                                                                                                    keit in die Stundentafel integriert. Der Unterricht findet im
                                                                                                                                    Klassenverband oder auch im Rahmen schulischer Arbeits-
                                                                     „Musik ist ein wichtiger Bestandteil der Bildung. Wir werden
                                                                                                                                    gemeinschaften statt.
                                                                     deshalb mit den Landkreisen und den Kommunen dafür Sorge
                                                                     tragen, dass alle Kinder in Niedersachsen Zugang zu musika-
                                                                     lischer Bildung erhalten. Die Zusammenarbeit von Musikschu-
                                                                     len mit Kindergärten und Schulen fördern wir, um möglichst
                                                                     früh alle Kinder in Niedersachsen zu erreichen.“

                                                                     Aus der Regierungserklärung der CDU/FDP-Landesregierung 2008




 Fotos: Kris Finn




                                                                                                                                                                                                     53
Landesverband Niedersächsischer Musikschulen �Jahresbericht 2010




               Musikschulen in Niedersachsen

                 Musikschule                                           Straße                         PLZ     Ort               Telefon

                 Gerhard-Most-Musikschule Alfeld e.V.                  Ständehausstraße 1             31061   Alfeld/Leine      (05181) 7048711  

                 Musikschule Landkreis Aurich gGmbH                    An der Stiftsmühle 10          26603   Aurich            (04941) 959706  

                 Jugendmusikschule Bad Münder e.V.                     Lange Straße 51                31848   Bad Münder        (05042) 81701   

                 Musikschule Bad Pyrmont e.V.                          Humboldtstraße 30              31812   Bad Pyrmont       (05281) 949688  

                 Musikschule Bad Zwischenahm e.V.                      Humboldtstr. 1d                26149   Bad Zwischenahn   (04403) 59631   

                 Musikschule Bederkesa e.V.                            Friedhofsweg 1                 27624   Bad Bederkesa     (04745) 5055

                 Gemeinsame Musikschule Beverstedt-Hagen               Wesermünder Straße 6           27616   Beverstedt        (04747) 18134

                 Musikschule Wesermarsch e.V.                          Breite Str. 51                 26919   Brake             (04401) 695257  

                 Städtische Musikschule Braunschweig                   Augusttorwall 5                38100   Braunschweig      (0531 ) 4704960

                 Musische Akademie im CJD Braunschweig                 Neustadtring 9                 38114   Braunschweig      (0531) 12312110

                 Musikschule für die Stadt Buchholz                    Dependahl 8                    21244   Buchholz          (04186) 8314    

                 Musikschule Schaumburger Märchensänger e.V.           Goergstraße 7                  31675   Bückeburg         (05722) 3548    

                 Musikschule Ostkreis Hannover e.V.                    Schulstr. 11                   31303   Burgdorf          (05136) 2027    

                 Kreismusikschule Celle                                Kanonenstr. 4                  29221   Celle             (05141) 9162100

                 Musikschule des Landkreises Cloppenburg e.V.          Bült 6                         49661   Cloppenburg       (04471) 99990   

                 Musikschule der Stadt Delmenhorst                     Schulstr. 19                   27747   Delmenhorst       (04221) 14113   

                 CJD Musikschule Elze                                  Dr.-Martin-Freytag -Str.1      31008   Elze              (05068) 466117  

                 Musikschule Emden e.V.                                Brückstraße 92                 26725   Emden             (04921) 588495  

                 Musikschule der Stadt Garbsen                         Rathausplatz 1                 30823   Garbsen           (05131) 707260

                 Calenberger Musikschule e.V.                          Lange Feldstraße 10            30989   Gehrden           (05108) 927150  

                 Bildungszentrum des Landkreises Gifhorn Musikschule   Freiherr-vom-Stein-Straße 24   38518   Gifhorn           (05371) 82445

                 Kreismusikschule Goslar e.V.                          Marktstraße 43                 38642   Goslar            (05321) 40540   

                 Musikschule für den Landkreis Göttingen               Reinhäuser Landstraße 4        37083   Göttingen         (0551 ) 525500  

                 JMS der Stadt Hameln                                  Waterloostr. 10                31785   Hameln            (05151) 2021285

                 Musikschule der Landeshauptstadt Hannover             Maschstraße 22-24              30169   Hannover          (0511) 16844137

                 Musikschule Samtgemeinde Hanstedt e.V.                Buchholzer Str.1               21271   Hanstedt          (04184) 888844  

                 Kreismusikschule Helmstedt e.V.                       Elzweg 4                       38350   Helmstedt         (05351) 40074   

                 Musikschule Hemmingen e.V.                            Hohe Bünte 2                   30966   Hemmingen         (05114) 28685   

                 Musikschule an der Oste e.V.                          Lamstedter Str.1a              21745   Hemmoor           (04771) 3214    

                 Musikschule Hildesheim e.V.                           Waterloostraße 24 A            31135   Hildesheim        (05121) 2067790

                 Musikschule Holzminden e.V.                           Moltkestr. 5                   37603   Holzminden        (05531) 4711    

                 Musikschule Isernhagen  Burgwedel e.V.               Hauptstr. 68                   30916   Isernhagen        (05139) 4088    

                 Musikschule Laatzen e.V.                              Mergenthalerstr. 3 a           30880   Laatzen           (0511) 2208245

                 Musikschule Langen                                    Ziegeleistr. 16                27607   Langen            (04743) 6099    

                 Musikschule der Stadt Langenhagen                     Walsroder Str. 91 b            30851   Langenhagen       (0511) 771612  

                 Kreismusikschule Leer                                 Am Schloßpark 1                26789   Leer              (0491) 73740   

                 Musikschule Lohne e.V.                                Josefstr. 22                   49393   Lohne             (04442) 921600  



54
Musikschule                                          Straße                       PLZ     Ort                Telefon

Loxstedter Musikschule                               Am Wedenberg 10              27612   Loxstedt           (04744) 4853    

Musikschule Lüchow-Dannenberg gGmbH                  Johannisstr. 15              29439   Lüchow             (05841) 979791  

Musikschule der Hansestadt Lüneburg                  An der Münze 7               21335   Lüneburg           (04131) 309391  

Musikschule des Emslandes e.V.                       Kleiststraße 7               49716   Meppen             (05931) 98060   

Musikschule Hollenstedt und Umgebung e.V.            Ruhmannshof 2                21647   Moisburg           (04165) 6189

Musikschule Neuenkirchen-Vörden e.V.                 Bahnhofstraße 22             49434   Neuenk.-Vörden     (05493) 5599    

Musikschule Neustadt e.V.                            Lindenstraße 13              31535   Neustadt           (05032) 894910  

Musikschule Nienburg/W. e.V.                         Leinstr.48 A                 31582   Nienburg           (05021) 4008    

Musikschule Nordhorn                                 Lingener Str. 3              48531   Nordhorn           (05921) 878336  

Musikschule der Stadt Oldenburg                      Wilhelmstr. 18               26121   Oldenburg          (0441) 2352735

Kreismusikschule Osnabrück e.V.                      Am Schölerberg 5             49082   Osnabrück          (0541) 501204  

Musik- und Kunstschule der Stadt Osnabrück           Caprivistraße 1              49076   Osnabrück          (0541) 3234149

Kreismusikschule Osterholz e.V.                      Lindenstr. 55                27711   Osterh.-Scharmb.   (04791) 5099    

Kreismusikschule d. Landkreises Osterode a.H.        Herzberger Str. 5            37520   Osterode a.H.      (05522) 920723  

Kreismusikschule Peine                               Stederdorfer Straße 8/9      31224   Peine              (05171) 4013244

Kreisjugendmusikschule Schaumburg                    Klosterstr. 21a              31737   Rinteln            (05751) 42014   

Kreismusikschule Rotenburg                           Freudenthalstraße 1a         27356   Rotenburg          (04261) 9833333

Musikschule der Stadt Salzgitter                     Wehrstraße 27                38226   Salzgitter         (05341) 8393709

Musikschule der Gemeinde Schiffdorf                  Ostdeutsche Str. 3           27619   Schiffdorf         (04706) 319     

Musikschule Seelze                                   Bgm.-Röber-Platz 1           30926   Seelze             (0511) 40049822

Musikschule Seevetal e.V.                            Bgm.-Heitmann-Straße 34 a    21217   Seevetal           (040) 70102249

Heidekreis-Musikschule                               Winsener Straße 32           29614   Soltau             (05191) 71728   

Musikschule Springe/Haus der Musik am Deister e.V.   Hinter der Burg 3            31832   Springe            (05041) 4869    

Kreisjugendmusikschule Stade e.V.                    Kehdinger Mühren 1           21682   Stade              (04141) 3814    

Kreismusikschule des Landkreis Diepholz              Amtshof 3                    28857   Syke               (04242) 9764143

Musikschule Niedergrafschaft                         Höcklenkamper Str. 26        49843   Uelsen             (05942) 575     

Musikschule für Kreis und Stadt Uelzen               Am Alten Kreishaus 1         29525   Uelzen             (0581) 43040   

Musikschule des Landkreises Vechta e.V.              Willohstraße 19              49377   Vechta             (04441) 858090  

Musikschule des Landkreises Verden                   Artilleriestraße 8           27283   Verden (Aller)     (04231) 15363   

Musikschule Wedemark e.V.                            Ortsriede 12                 30900   Wedemark           (05130) 2180    

Musikschule Ammerland e.V.                           Lange Straße 15              26655   Westerstede        (04488) 565200  

Kreismusikschule Oldenburg gGmbH                     Burgstraße 17                27793   Wildeshausen       (04431) 7085281

Musikschule Wilhelmshaven gGmbH                      Zedeliusstr. 1               26384   Wilhelmshaven      (04421) 60980   

Musikschule Winsen/Luhe und Umgebung e.V.            St.- Barbara - Weg - Weg 7   21423   Winsen             (04171) 62777   

VHS u. Musikschule Friesland-Wittmund gGmbH          Finkenburgstr. 9             26409   Wittmund           (04462) 863331  

Bildungszentrum Landkreis Wolfenbüttel Musikschule   Harzstraße 2/3               38300   Wolfenbüttel       (05331) 84140   

Musikschule der Stadt Wolfsburg                      Goethestraße 10a             38440   Wolfsburg          (05361) 29720   



                                                                                                                                55
Impressum

Landesverband niedersächsischer Musikschulen e. V.

Arnswaldtstraße 28
30159 Hannover

Telefon:	    + 49 . 511.159 19
Telefax:	    + 49 . 511.159 01
E-Mail: 	    info@musikschulen-niedersachsen.de
Internet:	   www.musikschulen-niedersachsen.de
	            www.wirmachendiemusik.de

Verantwortlich: 	 laus Bredl (Geschäftsführer)
                K

Bildnachweis: 	
Titel: Kris Finn | Innenteil: Kris Finn, Nico Herzog

Gestaltung: 	 ocmoc.net
            K
Layout | Satz: Sonja Leben

Druck: Interdruck Berger + Herrmann GmbH
www.musikschulen-niedersachsen.de
                                                               www.wirmachendiemusik.de




Der Landesverband niedersächsischer Musikschulen wird vom
Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.

Jahresbericht 2010 klein

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    Vorwort „Eine Bildungsinitiative, die ankommt und zwar genau bei den Richtigen – unseren Kindern!“ Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Musik, selbst nach vier Jahren meiner Amtszeit als Präsidentin des Landesverban- des niedersächsischer Musikschulen beeindrucken „unsere“ öffentlichen Musikschulen und ihre Mitstreiter mich immer wieder aufs Neue. Die große Kraft, Kompetenz und Zielstrebigkeit, mit der sie sich all den Herausforde- rungen einer verantwortungsbewussten und nachhaltigen musikalischen Bildungsarbeit stellen, ist großartig. Mit ihrer verlässlichen Qualität, ihrer Angebotsvielfalt und einem nahezu flächendeckenden Netz sind die öf- fentlichen Musikschulen die prädestinierten Bildungspartner in den Kom- munen. Rund 100.000 niedersächsische Schülerinnen und Schüler nehmen die Angebote unserer Musikschulen derzeit wahr. Diese Zahl ist erfreulich hoch. Sie bedeutet aber auch, dass wir mit dem bisherigen Angebot viele Kinder noch nicht erreichen können. An dieser Stelle setzt die Idee des niedersächsischen Musikalisierungsprogramms an: Wir können und wollen nicht zulassen, dass der Zugang zu kultureller Bildung ein Privileg von einigen wenigen ist: Jedes Kind verdient diese Chance. Denn jedes Kind ist ein Sänger, Musiker oder Tänzer. Aber was es nicht kennen lernt, danach kann es sich nicht sehnen, das kann es nicht für sich entdecken und nicht lieben lernen. Und was wäre das Leben oder Musik oder Tanz? Trostlos. Deshalb lautet unser Auftrag: Chancengleichheit für möglichst alle Kinder zum frühest möglichen Zeitpunkt. Bildung fängt im Kindergarten an und die musikalische Bildung ist ein wichtiger Teil davon. Denn bei der musi- kalischen Bildung geht es um den ganzen Menschen, um Persönlichkeit, Phantasie und Kreativität. Gesang, Tanz etc. machen nicht nur stark, sondern auch klug. Neurobiologische Studien zeigen, dass eine frühzeitige musische Erziehung schulische Leistung und Sozialverhalten fördert. Merk-, Erlebnis- und AUSDRUCKSFÄHIGKEIT werden ebenso gestärkt wie das logische Denken. Musische Bildung ist also einer der Hauptschlüssel zu echter Teil- habe. Zu Recht wird deshalb landauf landab der Wert kultureller Bildung gepriesen. Die Weichenstellung dafür muss jedoch zu einem sehr viel früheren Zeitpunkt, als dies bisher der Fall war, erfolgen. Die niedersächsische Landesregierung hat dies vor drei Jahren erkannt und gehandelt. Für das Programm Wir machen die Musik! wurden Haushaltsmittel in erheblicher Höhe bereitgestellt. Selbst unter den aktuellen Sparzwängen sind diese nicht angetastet worden. Die ersten Früchte dieser zukunftsweisenden Initiative sind mittlerweile überall in Niedersachsen unüberhörbar und nicht zu übersehen. Darüber freue ich mich sehr. Wir haben allen Grund stolz auf das bisher Erreichte zu sein. Ich danke allen, die ihren Beitrag zu unserem gemeinsamen Erfolg geleistet haben und auch weiterhin leisten werden. Mögen Sie alle auch in Zukunft Freude und Spaß bei ihrer wichtigen Arbeit, unerschöpfliche Ideen, aber auch die nötige Durchsetzungskraft und das erforderliche Durchhaltevermögen haben. Immerzu gutes Gelingen wünscht Ihnen Ihre Ihre Gitta Connemann MdB Präsidentin des Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen 01 1
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 Inhalt Jahresbericht 2010 Inhalt Seite Vorwort In aller Kürze: Das Jahr 2010 03 1. Der Landesverband • Aufgaben des Landesverbandes 05 • Verbandsführung 06 • Vernetzung 07 • Mitgliederversammlung 07 • Geschäftsstelle 07 2. Die Musikschulen • Neue Mitgliedsschulen 08 • Leitbild der niedersächsischen Musikschulen 08 3. Die Landesförderung • Finanzhilfe 11 • Förderung der Studienvorbereitenden Ausbildung (SVA) 12 4. Aktivitäten und Projekte 2010 • Mitgliederversammlung und Jahrestagung 14 • Das neue Corporate Design 17 • VIFF-Regional 19 • Musikschulpraktikum und Kompaktseminar für Studierende 20 • Jeder Mensch kann Musik machen – Von Anfang an gemeinsam 20 5. „Wir machen die Musik!“ 21 6. Berichte aus den Regionen 31 7. Nachrufe 33 8. Strukturdaten 34 Anhang 42
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    In aller Kürze:Das Jahr 2010 Gemeinsam auf einem gutem Weg – Die Administration des Programms wurde in die Ver- mit frischem Wind und neuen Segeln antwortung des Landesverbandes gelegt. Über eine Onlinedatenbank gelingt die Verteilung der Stunden- „Gut Ding will Weile haben“, hieß es längere Zeit auch kontingente an alle teilnehmenden Musikschulen beim Landesverband niedersächsischer Musikschu- schnell und unbürokratisch. Hohe Verteilungsgerech- len. Nach Monaten, die geprägt waren von intensiven tigkeit, maximale Flexibilität, größtmögliche Planungs- Gesprächen, Überlegungen und Planungen, vom sicherheit und Verwaltungsvereinfachung in der Pro- Verfassen und Beurteilen von Konzepten, pädagogi- jektförderung sind in diesem Fall kein Wunschdenken schen Leitlinien und künstlerischen Motiven, konnte geblieben, sondern Realität geworden. der Landesverband im Frühjahr 2010 viele Ergebnisse seiner vielfältigen Arbeit präsentieren. Er hat nicht Ein großes Veranstaltungswochenende im Herbst nur das niedersächsische Musikalisierungsprogramm 2010 gewährte unmittelbare Einblicke in die Arbeit der Wir machen die Musik!, sondern auch noch ein ge- Kooperationspartner und präsentierte sie erstmalig meinsames neues Erscheinungsbild für Musikschulen der Öffentlichkeit. Sowohl der Erste niedersächsische und Verband entwickelt und umgesetzt. Kooperationskongress als auch das gemeinsam mit der NDR Radiophilharmonie gestaltete Familienkon- Die Mitgliederversammlung am 16.04.2010 in Papen- zert fanden durchweg begeisterten Zuspruch. burg legte den Grundstein für ein überaus ereignis- und erfolgreiches Verbandsjahr. Präsidentin Gitta Der Landesverband niedersächsischer Musikschulen Connemann MdB und der Vorsitzende des Landesver- hat im Jahr 2010 einiges auf den Weg gebracht und bandes Ernst Neuhäuser wurden einstimmig in ihren weiterentwickeln können. Der Zuspruch, den der Ämtern bestätigt. Prominenter Gast der Mitglieder- Landesverband für seine Arbeit erfährt, motiviert versammlung war der Niedersächsische Minister für zum Weitermachen und zeigt, dass wir auf einem Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann. guten und richtigen Weg sind. Dass diese großen und zukunftsweisenden Aufgaben gemeistert werden Mit dem neuen Corporate Design Konzept ist es uns konnten, verdanken wir der Kraft und der Einsatzbe- gelungen, ein Markenzeichen zu entwickeln, das die reitschaft des Verbandsvorstandes, zahlreicher enga- Arbeit des Verbandes und die der Musikschulen vor gierter Musikschulleiterinnen und -leiter, insbesondere Ort sichtbar verbindet. Elemente, Formen und Farben jedoch der großen Unterstützung und Wegbereitung aus dem Designbaukasten prägen nun, ein Jahr nach durch unsere Präsidentin Gitta Connemann MdB. der Vorstellung des Konzepts die Außendarstellung einer wachsenden Zahl von Musikschulen. Das neue Das Team der Geschäftsstelle konnte sich darüber Design steht dabei sinnbildlich für die Qualität, Seri- hinaus immer der Unterstützung vieler Helfer und osität, Individualität, Frische und Vielfalt der Arbeit Partner sicher sein. Ein herzlicher Dank für die sowohl der niedersächsischen Musikschulen wie auch stets konstruktive und vertrauensvolle Begleitung ihres Verbandes. unserer Arbeit geht insbesondere an das Nieder- sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Das im Schuljahr 2009/2010 angelaufene und von das Niedersächsische Kultusministerium, die Kom- nahezu allen Musikschulen getragene Musikali- munalen Spitzenverbände sowie an viele weitere sierungsprogramm Wir machen die Musik! ist ein Verbände, Hochschulen, Institutionen und Akteure des wesentliches Element der kulturpolitischen Profilbil- Musiklebens. dung im Musikland Niedersachsen. Spätestens mit der Ausweitung des Programms auf Kooperations- projekte zwischen Musikschulen und Schulen des Primarbereichs hat sich Wir machen die Musik! als musikpädagogisches Bildungsprogramm erfolgreich Klaus Bredl in fast allen Landkreisen Niedersachsens etabliert. Geschäftsführer 03 3
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 1�Der Landesverband Der Landesverband niedersächsischer Musikschulen Öffentlichkeit sowie die Beratung der Musikschulträ- ist Fach- und Trägerverband von 74 niedersächsischen ger und des Landes. Im Auftrag des Landes leitet der Musikschulen, die Mitglied im Verband deutscher Landesverband Fördermittel an anspruchsberechtigte Musikschulen e.V. (VdM) sind. Der Landesverband Musikschulen weiter. Zur Deckung der dadurch entste- erstrebt ein Zusammenwirken aller für die Einrichtung, henden Verwaltungskosten wird der Landesverband Unterhaltung und Förderung von Musikschulen tätigen vom Land Niedersachsen gefördert. Kräfte. Zur Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben arbeitet Durch die Zusammenarbeit mit allen Institutionen, Or- der Landesverband intensiv mit dem Niedersächsi- ganisationen und Akteuren des Musiklebens trägt der schen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, dem Landesverband entscheidend zur Förderung des inst- Niedersächsischen Kultusministerium, dem Landes- rumentalen und vokalen Musizierens und der Musik- musikrat Niedersachsen und den darin organisierten erziehung in ganz Niedersachsen bei. Die Entwicklung Musikverbänden, den Kommunalen Spitzenverbänden von inhaltlichen, pädagogischen und organisatorischen Niedersachsens, den Ausbildungsstätten für künftige Rahmenrichtlinien und Konzepten, die Mitarbeiter- und Musikschullehrkräfte (Hochschule für Musik, Theater Führungskräftequalifizierung, die Entwicklung von und Medien Hannover, Hochschule Osnabrück), der Projekten und Förderprogrammen sowie die Durch- Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Nieder- führung von Fachtagungen sind wichtige Felder, in sachsen und weiteren Einrichtungen und Verbänden denen der Landesverband niedersächsischer Musik- der musisch-kulturellen Bildung zusammen. schulen die Qualitätsentwicklung an den Musikschulen unterstützt. Weitere Aufgaben sind die Information der 04
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    Aufgaben des Landesverbandes Der Landesverband niedersächsischer M ­ usikschulen vertritt die Interessen der Musikschul­ räger. t fördert den fachlichen Austausch durch Kon- zeption und Durchführung von Konferenzen, berät das niedersächsische Ministerium für Tagungen, Diskussionsveranstaltungen und Wissenschaft und Kultur in den Belangen Fachkongressen. der Entwicklung und Förderung von Musik- schulen und der musikalischen Ausbildung konzipiert innovative Konzepte, die Grund- in Niedersachsen. lage für wichtige strukturelle Entwicklungen der Musikschularbeit sind. steht in Kooperation mit dem niedersäch- sischen Kultusministerium in Fragen der entwickelt Fortbildungskonzepte und Vernetzung von Kindertagesstätten und all- -angebote für Lehrkräfte und Führungskräfte gemein bildenden Schulen mit Musikschulen. in Kooperation mit unterschiedlichen Fortbil- dungsträgern. unterstützt gemeinsame Belange der Mu- sikschulen bei Behörden und kommunalen unterstützt die Findung und Förderung von Spitzenverbänden in Niedersachsen. Kindern mit besonderen musikalischen Bega- bungen. fördert die Musikschulen im Auftrag des Landes auf der Grundlage landesweit arbeitet mit den Ausbildungsstätten für gültiger Qualitätsrichtlinien. Musikberufe zusammen und nimmt die Inte- ressen der Musikschulen bei der Ausbildung initiiert und unterstützt einrichtungs- und künftiger Lehrkräfte wahr. verbandsübergreifende Projekte und Netz- werke der musisch-kulturellen Bildung. fördert den Kommunikations- und Informa- tionsfluss sowie den Erfahrungsaustausch informiert die Öffentlichkeit über die Zielset- zu inhaltlichen und organisatorischen Fragen zung und die Entwicklung der Musikschular- zwischen seinen Mitgliedsschulen. beit, um deren Bedeutung allgemein und die spezifisch niedersächsischen Qualitäten im repräsentiert die niedersächsischen Musik- Besonderen herauszustellen. schulen auf Bundesebene (VdM). unterstützt die Qualitätssicherung der entsendet Fachberater in Ausschüsse und Musikschularbeit durch Entwicklung und Gremien auf Landes- und Bundesebene. Sicherung landesweiter Standards. pflegt den Austausch mit dem Landeseltern- pflegt den Austausch mit allen Einrichtungen beirat der Musikschulen in Niedersachsen e. V. und Verbänden der kulturellen Bildung. 05
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 Verbandsführung Präsidentin: Gitta Connemann MdB Geschäftsführender Vorstand: • rnst-Walter Neuhäuser, Direktor der Musikschule des Emslandes e.V. (Vorsitzender) E • ohannes Münter, stv. Leiter der Kreismusikschule Diepholz (stv. Vorsitzender) J • irko Herzberg, Leiter der Musikschule der Stadt Salzgitter (Beisitzer) M • igrid Neugebauer-Schettler, Leiterin der Musik- und Kunstschule Osnabrück (Beisitzerin) S • ichael Ränger, Leiter der Musikschule Seevetal e.V. (Beisitzer) M Ehrenvorsitzende: • eter Weiß, ehem. Vorsitzender des Landesverbandes P • udolf Knop, ehem. Vorsitzender des Landesverbandes R • eert Latz, ehem. Vorsitzender des Landesverbandes G Erweiterter Vorstand: Neben den Mitgliedern des Geschäftsführenden Vorstandes sind folgende Personen Mitglieder des Erweiterten Vorstandes: • afael Jung, Leiter der Kreismusikschule Leer (Sprecher der Musikschulregion Weser-Ems) R • abine Gottschalk, Leiterin der Musikschule für den Landkreis Göttingen S (Sprecherin der Musikschulregion Braunschweig) • artina Zimmermann, Leiterin der Musikschule Hemmingen e.V. M (Sprecherin der Musikschulregion Hannover) • hristoph Strieder, Leiter der Musikschule für Stadt und Landkreis Uelzen e.V. C (Sprecher der Musikschulregion Lüneburg) • abriele Thiesen-Stampniok, Vorsitzende des Landeselternbeirates Niedersachsen e.V. G • ornelia Baumann, Leiterin des Fachbereichs Kultur und Schulen der Stadt Nordhorn C (vom Niedersächsischen Städtetag als beratendes Mitglied benannt) • alter Theuerkauf, Landrat des Landkreises Aurich W (vom Niedersächsischen Landkreistag als beratendes Mitglied benannt) • ermann Heldermann, Bürgermeister der Stadt Gehrden H (vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund als beratendes Mitglied benannt) Rechnungsprüfer: • irgit Wenzel, Vorsitzende der Musikschule Laatzen e. V. B • lrich Bernert, Leiter der Musikschule Laatzen e. V. U Der Landesverband niedersächsischer Musikschulen ist Mitglied i m Verband deutscher Musikschulen e.V. (VdM) i m Landesmusikrat Niedersaachsen e.V. (LMR) i n der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Niedersachsen e.V. (LKJ) i m Arbeitskreis der Kulturverbände in Niedersachsen (AKKU) i m Kommunalen Arbeitgeberverband Niedersachsen (KAV) 06
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    Vernetzung Mitgliederversammlung Vertreter des Landesverbandes niedersächsischer Die einmal jährlich stattfindende Mitgliederversamm- Musikschulen sind durch ihre Beteiligung in zahlrei- lung ist das höchste Organ des Landesverbandes. chen Ausschüssen, Arbeitsgruppen und Beiräten aktiv Sie setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und an der Entwicklung des niedersächsischen Musikle- Vertretern der Musikschulträger. In Verbindung mit bens beteiligt. der Jahrestagung des Landesverbandes wird die Mitgliederversammlung auf Einladung der jeweiligen Vertretung im Präsidium und den Fachausschüssen Musikschule an wechselnden Orten in Niedersachsen des Landesmusikrates Niedersachsen: einberufen. Am 16. und 17. April 2010 tagte die Mit- • räsidium: P gliederversammlung in der Historisch-Ökologischen Arndt Jubal Mehring, Musikschule Bad Pyrmont e.V. Bildungsstätte Emsland in Papenburg. Eingeladen • ontaktstellen Musik: K hatte die Musikschule des Emslandes e.V. Ernst Neuhäuser, Musikschule des Emslandes e.V. • ugend Musiziert: J Bei der Mitgliederversammlung wurden Präsidentin Ulrich Bernert, Musikschule Laatzen e.V. (Vorsitz) Gitta Connemann MdB und der Vorsitzende des Lan- • ammermusik Förderkurse: K desverbandes Ernst Neuhäuser einstimmig in ihren Ulrich Bernert, Musikschule Laatzen e.V. Ämtern bestätigt. Zum neuen stellvertretenden Vor- • ockmusik: R sitzenden wurde Johannes Münter (Kreismusikschule Reinhard Lewitzki, Musikschule der Stadt Salzgitter des Landkreises Diepholz) gewählt. Prominenter Gast • horarbeit: C der Mitgliederversammlung war der Niedersächsische Heinz-Josef Bausen, Musikschule Zweckverband Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann. Niedergrafschaft Er informierte sich aus erster Hand über die vielfältige • iedersächsischer Orchesterwettbewerb: N Bildungsarbeit der Musikschulen und stellte deren Klaus-Joachim Müller, Osterode große Bedeutung für den Erfolg der niedersächsi- • iedersächsisches Jugendsinfonieorchester: N schen Musikalisierungsinitiative heraus. Horst Zell, Goslar • aienmusik/Musik in der Freizeit: L Geschäftsstelle Ulrich Petersen, Musikschule der Hansestadt Lüneburg Die Geschäftsstelle des Landesverbandes nieder- sächsischer Musikschulen hat ihren Sitz im Haus des Mitglied der vom Niedersächsischen Kultusminis- Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes in terium berufenen Kommission Hauptsache: Musik der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. Niedersachsen ist Rafael Jung, Leiter der Kreismusik- Der Landesverband bildet eine Bürogemeinschaft schule Oldenburg gGmbH. mit der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Niedersachsen e.V. (LKJ) und dem Landesverband der Neben diesen institutionell eingerichteten Gremien Kunstschulen Niedersachsen e.V. pflegt der Landesverband im Interesse der nieder- sächsischen Musikschulen den regelmäßigen und Im Jahr 2010 beschäftigte der Landesverband folgen- intensiven Austausch mit dem Ministerium für Wis- de Personen in seiner Geschäftsstelle: senschaft und Kultur, dem Niedersächsischen Kul- • laus Bredl, Geschäftsführung K tusministerium, den Abgeordneten des niedersächsi- • ylvia Stamm, zentrales Sekretariat S schen Landtags, den Vertretern von Organisationen • atharina Rupprich, Projektassistenz K und Einrichtungen des Musiklebens, Kulturverbänden, Wir machen die Musik! (Februar – Juli 2010) Hochschulen, Akademien und Ausbildungsstätten • areike Knobloch, Projektassistenz M für Musikberufe, Landesstiftungen, Seminar- und Wir machen die Musik! (seit August 2010) Konzertveranstaltern, Beratungsunternehmen sowie Medien. 07
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 2�Die Musikschulen Musikschulen sind öffentlich geförderte, gemeinnüt- Neue Mitgliedsschulen zige Bildungseinrichtungen für Kinder, Jugendliche Auf Beschluss des VdM-Bundesvorstandes vom und Erwachsene. Sie vermitteln musikalische Grund- 17.09.2010 wurden folgende niedersächsische bildung und fördern musikalische Talente. Sie leiten Musikschulen neu in den Verband aufgenommen: Menschen jeden Alters zum aktiven und gemein- • usische Akademie im CJD Braunschweig M samen Singen und Musizieren an und verschaffen (Vollmitglied) so dauerhafte Lebensfreude mit Musik. Der Name • usikschule Bederkesa e.V. (Qualifizierendes M Musikschule steht in Niedersachsen für gemeinwohl- Aufnahmeverfahren – auf zwei Jahre befristet) orientierte, kontinuierliche und qualitätvolle musika- • usikschule Hollenstedt und Umgebung e.V. M lische Bildung. Gemeinsam stehen die öffentlichen (Qualifizierendes Aufnahmeverfahren – auf Musikschulen in Niedersachsen für die Qualität, zwei Jahre befristet) Flexibilität, Erreichbarkeit und Verlässlichkeit ihrer vielfältigen Bildungsangebote. Leitbild der niedersächsischen Musikschulen Über ihren Landesverband sind die niedersächsischen Verabschiedet von der Mitgliederversammlung Musikschulen in eine bundesweit verzweigte professi- im März 2007 onelle musikpädagogische Verbandsstruktur einge- bunden. Dieses Netzwerk ermöglicht, dass sie vom Grundhaltung und Ziele. Musik ist eines der ältesten Know-how eines nahezu 1.000 Mitgliedseinrichtungen Kulturgüter der Menschheit. Über alle Sprachgrenzen zählenden Fachverbandes profitieren. Die Zielsetzun- und sozialen Unterschiede hinweg ermöglicht sie ein gen und qualitätsorientierten Richtlinien des Verban- friedliches Miteinander von Menschen unabhängig des und seiner Mitgliedseinrichtungen werden aus von deren Herkunft. Musikalische Bildung fördert dem VdM-Strukturplan, den VdM-Rahmenlehrplänen die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen in und weiteren Publikationen und Handreichungen des besonderer Weise. Musizieren – ob allein oder in der Verbandes ersichtlich. Gemeinschaft – macht Spaß, fördert Wahrnehmungs- fähigkeit, Selbstbewusstsein, soziale Kompetenz und Im Landesverband niedersächsischer Musikschu- Toleranz. Die Vermittlung und Pflege des Kulturgutes len waren im Jahr 2010 74 öffentliche Musikschulen Musik und der damit verbundenen Werte ist eine ver- zusammengeschlossen. An diesen wurden 91.400 antwortungsvolle gesellschaftliche und pädagogische Schülerinnen und Schüler in insgesamt 34.716 Jahres- Aufgabe. Sie ist ein wertvoller Beitrag zum Gemein- wochenstunden von 2.847 Lehrkräften unterrichtet. wohl und zur Völkerverständigung. Wir Musikschulen führen deshalb Menschen jeden Alters an die Musik Träger von 29 Musikschulen sind die Kommunen und heran und leiten sie zum aktiven und vor allem ge- Landkreise, 39 Musikschulen befinden sich in der Trä- meinsamen Musizieren an. Wir vermitteln musikali- gerschaft eines eingetragenen Vereines, 6 Musikschu- sche Grundbildung und fördern musikalische Talente. len in einer anderen privatrechtlichen Trägerschaft. 28 Allen unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichen Kreismusikschulen decken mit ihrem Angebot jeweils wir lebenslange Freude an der Musik. einen gesamten Landkreis ab. Die Finanzierung der Einrichtungen (Gesamtetat: 68.478.330 Euro) erfolgte Marktführer in musikalischer Bildung. Als öffentlich im Wesentlichen durch Gebühreneinnahmen (51,45%) geförderte Bildungseinrichtungen halten wir für jeden sowie durch Mittel der Landkreise, Städte und Ge- Menschen sinnstiftende musikalische Bildungs-, meinden (41,44 %). Weitere Einnahmen erfolgten aus Freizeit- und Förderungsangebote bereit. Mit ei- Mitteln des Landes (1,72 %) sowie durch Spenden und nem umfassenden Angebot leisten wir musikalische sonstige Mittelzuflüsse (4 %). Breitenarbeit und Spitzenförderung zugleich. Wir sind integraler Bestandteil des kommunalen und regiona- len Kultur- und Bildungsangebotes und in unserem Einzugs- und Wirkungsbereich Marktführer auf dem Gebiet der Musikerziehung. 08
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    Bildung für alle.Wir bieten ein flexibles, individuell Selbstverständlich: Bildung mit Qualität. Wir sind kom- abgestimmtes Curriculum für Schüler in allen Alters- munikationsbewusste und kundenorientierte Organi- stufen und für jeden Anspruch – allein oder in der sationen mit hoher Angebots- und Servicequalität. Zur Gruppe und für Musik jeglicher Stilrichtung. Vielfältige Umsetzung unseres Qualitätsanspruches arbeiten wir Angebote für das gemeinsame Musizieren in Ensem- mit modernen Managementsystemen und stellen uns bles, Bands, Orchestern und Chören sowie ergänzende regelmäßigen Qualitätsüberprüfungen durch Selbst- Unterrichtsfächer komplettieren unser umfassendes bewertung, Kennzahlenvergleiche und Befragungen Angebot. Musikalische Seiteneinsteiger, Jugendliche, von Schülern, Eltern, Mitarbeitern sowie potenziellen Erwachsene, Senioren, Menschen mit Behinderung Kunden. Dadurch gewährleisten wir den effizienten und Angehörige sozialer Randgruppen sprechen wir Einsatz von öffentlichen Mitteln und dokumentieren mit spezifischen Angeboten an. Schülerinnen und die Übereinstimmung unserer Arbeitsergebnisse mit Schüler aus anderen Kulturen integrieren wir in unser dem uns übertragenen Bildungsauftrag. Unterrichtsangebot. Professionell und verantwortungsbewusst. Unsere Lehrkräfte haben hohe fachliche und soziale Kompe- tenzen. Sie halten sich durch regelmäßige Weiterbil- dung stets auf dem neuesten fachlichen Stand. Sie verstehen sich als Repräsentanten des „Unterneh- mens Musikschule“ und identifizieren sich intern und in der Öffentlichkeit mit den Zielen unserer Einrich- tung. Sie haben Raum für Eigenverantwortung, für persönliche Gestaltungs- und Entfaltungsmöglichkei- ten bei der Planung und Umsetzung ihres Unterrichts, bei Veranstaltungen und bei der Entwicklung neuer Angebote. Gemeinschaft aktiver und kreativer Menschen. Wir Verlässlich und kompetent. Wir verstehen uns als bieten aktiven und kreativen Menschen einen Treff- Kompetenzzentren in allen Fragen der musikalischen punkt, an dem sie mit Spaß und Freude ihre vielfältigen Aus-, Fort- und Weiterbildung. In dieser Funktion musisch-kulturellen Interessen verwirklichen können. nehmen wir vor Ort jede Vernetzungsmöglichkeit Mit unserem Unterricht, aber auch mit ergänzenden wahr. Vor allem sind wir verlässliche Bildungspartner Angeboten wie etwa Veranstaltungen, Konzerten, Mu- von Kindergärten, Schulen und Laienmusikvereinen. sikfreizeiten stiften wir einzigartige Gemeinschaftser- Mit gemeinsam entwickelten, pädagogisch wertvollen lebnisse, die für den sozialen und auch den generati- Bausteinen und Projekten sichern und ergänzen wir onsübergreifenden Zusammenhalt von Bedeutung sind. die Angebote unserer Kooperationspartner. Öffentliche Musikschulen – einzigartig vielfältig. Wir Ihren Preis wert. Durch Sicherstellung von Zuschüs- halten das Allgemeingut musikalische Bildung für sen der öffentlichen Hand und durch die Einwerbung jedermann vor, bieten sozialen Mehrwert und einen ho- privater Mittel gelingt es uns, unsere qualifizierten hen Zusatznutzen für jeden Einzelnen und die Gesell- musikalischen Bildungsangebote für jedermann schaft. Kein anderer Anbieter leistet Musikerziehung erschwinglich zu halten. Mit einem ausgewogenen so hochwertig, umfassend und sozial integrativ wie und transparenten Preissystem ermöglichen wir wir. Gemeinsam stehen wir für die Qualität, Flexibilität, allen interessierten Menschen unabhängig von deren Erreichbarkeit und Verlässlichkeit unserer Bildungs- finanzieller Leistungsfähigkeit, aktiv an unseren An- angebote. Dabei ist jede Musikschule einzigartig, denn geboten zu partizipieren. sie wird von Menschen mit ihren ganz individuellen Fähigkeiten und Stärken geprägt und gestaltet. Diese Vielfalt ist unsere Stärke. 09
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 Die niedersächsischen Musikschulen sind Bildungspartner von … A llgemein bildenden Schulen und E inrichtungen der Kinder-, Jugend- und Kindertageseinrichtungen Seniorenhilfe Bläser- und Streicherklassen, Chorklas- Angebote der Musikschulen in allgemein bil- sen und Musik-AGs, Orchester, Rock- und denden Einrichtungen, aber auch in Einrich- Popprojekte und vieles mehr – mehr als tungen der Kinder- und Jugendhilfe und Se- 1.000 Kooperationsprojekte verdeutlichen niorenzentren fördern gezielt die Integration die Vielfalt der Zusammenarbeit und die von Menschen mit Behinderung, von Kindern wachsende Nachfrage seitens der Schulen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und der Eltern. Zahlreiche Angebote der sowie von sozial benachteiligten Menschen. Elementaren Musikerziehung unterstützen Hochschulen und Ausbildungsstätten die frühkindliche Entwicklung und ergänzen für Musikberufe so das Bildungsangebot für Vorschulkinder. Ohne Musikschulbesuch kein Hochschul- Durch die musikpädagogische Qualifizierung studium. In der Studienvorbereitenden von Erzieherinnen sorgen Musikschulen Ausbildung bereiten viele niedersächsische dafür, dass Singen, Musizieren und Tan- Musikschulen jährlich rd. 300 begabte zen wieder ein natürlicher Bestandteil des Schülerinnen und Schüler auf eine künstleri- pädagogischen Angebots in Kitas wird. Das sche oder pädagogische Berufslaufbahn vor. niedersächsische Musikalisierungsprojekt Ausgewählte Musikschulen sind regiona- Wir machen die Musik! baut auf diesen Er- le Standorte der Förderung musikalisch fahrungen auf und stellt so die musikalische besonders begabter Kinder und betreuen Bildung für alle Kinder in Niedersachsen auf Unterrichtspraktika in Kooperation mit der eine solide und breite Basis. Hochschule für Musik und Theater Hannover. M usikvereinen, Chören und Orchestern I nstitutionen und Verbänden des Die Zusammenarbeit mit allen in den Re- Musik- und Kulturlebens gionen aktiven Akteuren des Musiklebens, Durch vernetzte Aktivitäten und Projekte mit insbesondere die musikalische Aus- und Kunstschulen, Volkshochschulen, Theatern, Weiterbildung von Laienmusikern findet Orchestern, Festivals, theaterpädagogi- schwerpunktmäßig in den rund 30 „Kon- schen Einrichtungen, den niedersächsischen taktstellen Musik“ statt. Musikschulen sind Landschaften, Stiftungen sowie Landes- und überall dort, wo es aktive Kontaktstellen gibt, Bundesakademien tragen die niedersäch- die zentralen Anlaufstellen und Partner der sischen Musikschulen zur Profilierung und Laienmusik. Entwicklung des kommunalen und regiona- len Kulturlebens bei. So wird ein optimales Angebot für Veranstalter, Kulturschaffende und Nutzer von Kultureinrichtungen in den Regionen Niedersachsens erreicht. 10
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    Die Landesförderung�3 Finanzhilfe • die Entwicklung und Durchführung qualifizierter Unterrichtsangebote für die musikalische Breiten- Das Land Niedersachsen stellte im Jahr 2010 insge- und Spitzenförderung samt 1.106.000 Euro als Finanzhilfe zur Förderung • die Gründung und Unterhaltung von Chören, der Musikschulen und der Verbandsgeschäftsstelle Orchestern, Bands und Ensembles zur Verfügung. Die Mittelvergabe erfolgte auf der • die Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergärten, Rechtsgrundlage des § 18 des Niedersächsischen Musikvereinen und Glücksspielgesetzes (NGlüSpG) in Verbindung mit der • anderen örtlichen Bildungsträgern und mit „Verordnung über die Förderung von niedersächsi- Trägern der Jugendarbeit schen Musikschulen aus Glücksspielabgaben“. • die Durchführung studien- und berufsvorbereiten- der musikalischer Ausbildungsgänge Der Haushaltsgesetzgeber hat den Landesverband • die Durchführung musikalischer Wettbewerbe und niedersächsischer Musikschulen ermächtigt, die nach öffentlicher Konzertveranstaltungen § 14 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 gewährte Finanzhilfe zur • die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Förderung der musikalischen Bildung in anerkann- Mitarbeiter von Musikschulen ten niedersächsischen Musikschulen zu verwenden. • die Beschaffung, Pflege und Instandhaltung von Förderungswürdige Aufgaben gemäß Absatz 1 Satz 2 Instrumenten und Unterrichtsmaterialien und sind insbesondere: die wissenschaftliche Begleitung der Bildungs- maßnahmen 11
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 Einen Teil der Finanzhilfe kann der Landesverband Alle für die Beantragung und Vergabe der Finanz- niedersächsischer Musikschulen auch für eigene hilfe relevanten Bestimmungen und Kriterien sind Maßnahmen und zur Förderung der musikalischen getrennt für jeden der Förderbereiche in den für das Bildung verwenden. Ziel der Musikschulförderung jeweilige Förderjahr gültigen „Fördergrundsätzen und ist es, die Arbeit der anerkannten Musikschulen zu Durchführungsvorschriften des Landesverbandes sichern und sie in die Lage zu versetzen, ein flächen- niedersächsischer Musikschulen“ verbindlich geregelt. deckendes und qualitätvolles musikpädagogisches Alle Antragsunterlagen stehen im Internet unter der Angebot zu sozialverträglichen Bedingungen zu Adresse www.musikschulen-niedersachsen.de zum gewährleisten. Öffentliche gemeinnützige Musikschu- Download zur Verfügung. len können vom Landesverband niedersächsischer Musikschulen e.V. anerkannt und gefördert werden, Förderung der Studienvorbereitenden wenn ihr Hauptzweck darin besteht, das Musizieren Ausbildung durch ein breit gefächertes und qualitätvolles Angebot an Instrumental- und Vokalunterricht sowie durch Einen besonderen Stellenwert in der Landesförderung Ensembles und Chöre zu sozialverträglichen Bedin- nimmt seit jeher die Studienvorbereitende Ausbildung gungen zu fördern. (SVA) an den niedersächsischen Musikschulen ein. Musikschulen, die für diesen Bereich eine Förderung In der begleitenden „Verordnung über die Förderung beantragen, müssen im Vorjahr der Antragstellung von niedersächsischen Musikschulen aus Glücksspiel- Aufnahme- und Zwischenprüfungen nach den jeweils abgaben“ sind u.a. das Verfahren zur Anerkennung gültigen Durchführungsvorschriften ordnungsgemäß von Musikschulen sowie die Aufteilung der Finanzhil- angemeldet und durchgeführt haben. Der Landes- fe geregelt. Von der Finanzhilfe dürfen bis zu 120.000 verband arbeitet in der Sicherung von Qualitätsstan- Euro zur Deckung des Verwaltungsaufwandes des dards eng mit der Hochschule für Musik, Theater und Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen Medien Hannover und dem Institut für Musik an der e.V. verwendet werden. Von der verbleibenden Fi- Hochschule Osnabrück zusammen. nanzhilfe werden mindestens 80 % für die Entwicklung und Durchführung qualifizierter Unterrichtsangebote für die musikalische Breiten- und Spitzenförderung und mindestens 15 % für die Durchführung studi- en- und berufsvorbereitender musikalischer Ausbil- dungsgänge verwendet. Im Jahr 2010 hat der Lan- desverband folgende schlüsselmäßige Verteilung der Fördermittel vorgenommen: Mit 448.200 Euro (45 %) wurden die Angebote der Musikschulen im Bereich der Ensemble- und Ergänzungsfächer gefördert, 398.400 Euro (40 %) entfielen auf die Förderung von Schülern der Elementar- und Primarstufe und 149.400 Euro (15%) auf die Förderung der Studienvorbereiten- den Ausbildung. Der anteiligen Mittelzuweisung an Die SVA ist eine Studien- und Berufs vorbereitende die Träger niedersächsischer Musikschulen ging ein Ausbildung, die an einer Musikschule angesiedelt ist. aufwändiges Prüfungsverfahren der qualitativen und Sie hat die Aufgabe, junge Menschen, die ein besonde- quantitativen Voraussetzungen der Antrag stellen- res Interesse und Potenzial erkennen lassen, auf ein den Musikschulen und der von ihnen angemeldeten mögliches künstlerisches bzw. pädagogisches Musik- Schüler und Stundenzahlen voraus. studium oder auch auf eine in Erwägung gezogene, musikbezogene Berufsausbildung vorzubereiten. Insbesondere bei älteren Schülern sollte eine ent- sprechende Eignung und Zielgerichtetheit erkennbar 12
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    sein. In derSVA sollen individuelle Begabungen der aufgenommenen Bewerberinnen und Bewerber so gefördert werden, dass ihr musikalisches Potenzial Eine öffentliche gemeinnützige Musikschule in ­ iedersachsen N und ihre Leistungsfähigkeit in besonderer Weise zur kann vom Landesverband niedersächsischer Musikschulen Entfaltung gebracht werden und eine gezielte Ausein- e.  V. als förder­ ngswürdig anerkannt werden, wenn: u andersetzung mit einem musikbezogenen Berufsziel ermöglicht wird. Lehrkräfte an Musikschulen und 1. ie einen kommunalen oder einen als gemeinnützig im Sinne s begleitende Prüfer einer Musikhochschule tragen des- der Abgabenordnung anerkannten privaten Träger hat und halb eine große Verantwortung für den musikalischen nicht mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird, Werdegang der Bewerber bzw. Teilnehmer. Dabei soll- 2. zum Unterricht ten durch entsprechende Angebote der Musikschulen a) Elementare Musikerziehung, Musikalische Früherziehung auch die unterschiedlichen existierenden Studien- und Musikalische Grundausbildung, und Ausbildungsgänge und deren spezifischen Anfor- derungsprofile in angemessener Weise berücksichtigt b) die Unterweisung in mindestens fünf der sechs Katego- werden. Vor der Bewerbung und im Laufe der SVA rien Instrumentalunterricht für Streichinstrumente, für Zupf- sind regelmäßige konstruktive Beratungsgespräche instrumente, für Blasinstrumente, für Schlaginstrumente, für zwischen Lehrern, Schülern und Eltern ein wichtiger Tasteninstrumente sowie Vokalunterricht, Bestandteil der verantwortungsbewussten Begleitung c) Ensemblefachunterricht, insbesondere für Orchester, der jungen Menschen. Band oder Chor, und Im Jahr 2010 organisierte und betreute der Landes- d) Ergänzungsfachunterricht, insbesondere Musiklehre oder verband insgesamt 29 SVA-Prüfungstage, an denen Hörerziehung, gehört, rund 300 Schülerinnen und Schüler von 26 Musik- 3. Unterricht in einem Umfang von mindestens 50 Jahreswo- schulen eine SVA-Aufnahme- oder -Zwischenprüfung chenstunden erteilt wird, wobei eine Jahreswochenstunde ablegten. eine zugeteilte wöchentliche Unterrichtseinheit im Umfang von 45 Minuten ist, die ganzjährig mit Ausnahme der Ferien- Noch im Jahr 2009 hatte eine vom Landesverband zeiten abgehalten wird, eingesetzte Arbeitsgruppe, besetzt mit Prof. Christoph Hempel (Hochschule für Musik, Theater und Medien 4. sie von einer hauptamtlich tätigen Fachkraft mit musik- Hannover), Nicola Bodenstein-Polito (Musikschule pädagogischer Hochschulausbildung oder mindestens fünf- Isernhagen Burgwedel), Dirk Kummer (Musikschu- jähriger musikpädagogischer Berufserfahrung geleitet wird, le des Emslandes) und Dr. Hans Krauss (Städtische 5. die Mehrzahl der an der Schule beschäftigten Lehrkräfte ein Musikschule Braunschweig) sich mit notwendigen An- musikpädagogisches Studium absolviert hat oder über eine passungen der Fördergrundsätze an sich verändernde gleichwertige musikpädagogische Qualifikation verfügt, Rahmenbedingungen befasst und einen Änderungs- katalog erarbeitet, der mittlerweile in die geltenden 6. die Mehrzahl der Lehrkräfte aufgrund eines schriftlichen Fördergrundsätze übernommen worden ist. Arbeitsvertrages beschäftigt ist und 7. die Unterrichtsbedingungen, die Gebühren- oder Entgeltre- gelungen schriftlich festgelegt sind und die Gebühren- oder Entgeltgestaltung soziale Gesichtspunkte berücksichtigt. 13
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 4� ktivitäten und Projekte 2010 A Mitgliederversammlung und Jahrestagung Einen schöneren Ausblick konnte es für die diesjäh- rige Mitgliederversammlung und Jahrestagung des Der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen an Kultur, Lutz Stratmann, besuchte die diesjährige einem so sonnigen Wochenende im April nicht geben. Mitgliederversammlung des Landesverbandes nie- Nicht der landschaftlich grandiose Ausblick, sondern dersächsischer Musikschulen in Papenburg, bei der vor allem der Ausblick auf die Themen der Tagung sich alles um das vom Land Niedersachsen geförderte lockte die Leiterinnen und Leiter der Musikschulen in Musikalisierungsprogramm Wir machen die Musik! Niedersachsen zahlreich nach Papenburg: Neben der drehte. Ein neues Corporate Design für das Projekt, die Neuwahl des Vorstandes stand die Vorstellung des Musikschulen und ihren Landesverband mit viel Farbe Projektes „Klasse! Wir singen 2011“ auf dem Pro- und neuen Motiven sorgte für große Überraschung. gramm und mit großer Spannung wurde die Präsen- tation des neuen Corporate Designs für die Musik- schulen in Niedersachsen und ihren Landesverband erwartet. Hauptthema der Tagung war jedoch vor allem das niedersachsenweite Musikalisierungspro- gramm Wir machen die Musik!. Die Verbandspräsidentin Gitta Connemann MdB und der Vorsitzende Ernst Neuhäuser wurden durch die Neuwahlen einstimmig in ihren Ämtern bestätigt und mit großem Beifall für ihren großartigen Einsatz in den letzten Jahren gelobt. Das Abstimmungsergebnis zeigte deutlich, wie zufrieden die rund 60 anwesenden Musikschulvertreter mit der vor 3 Jahren gestarteten strategischen Neuausrichtung des Landesverbandes sind. „Ich freue mich, unsere erfolgreiche Arbeit wei- terführen zu können. Denn jedes Kind hat die Chance verdient, die Welt der Musik zu erfahren“, so Gitta Connemann nach ihrer Wiederwahl im Tagungsraum der Bildungsstätte. Der Tagungsraum in der historisch-ökologischen Bildungsstätte Emsland Dicke Holzbalken stützen diesen Raum und zusam- men mit dem teilweise natur belassenen Wandputz Das noch schwache Sonnenlicht am Morgen und der besticht der Versammlungsort durch seine boden- aufsteigende Dunst des Sees lassen die Umgebung ständige, aber dennoch moderne und offene Atmo- mystisch, fast unwirklich erscheinen. Zwei Schwäne sphäre. Unter der großen Balustrade am Vorstands- ziehen langsam ihre Bahnen über den See und recken tisch sitzt der neu gewählte Vorstand: neben Ernst anmutig ihre langen Hälse nach oben. Bäume und Neuhäuser, Direktor der Musikschule des Emslandes grüne Wiesen umrahmen das verträumte Bild: In die- e.V., sind dies Sigrid Neugebauer-Schettler, ser Idylle liegt die Historisch- ökologische Bildungs- Leiterin der Musik- und Kunstschule Osnabrück, stätte Emsland in Papenburg und die riesige Glasfront Johannes Münter, Stellvertretender Leiter der Kreis- des Haupthauses lässt jeden Besucher auch innen musikschule Diepholz, Mirko Herzberg, Leiter der nicht vergessen, in welch wunderbarer Umgebung er Musikschule der Stadt Salzgitter und Michael Ränger, sich befindet. Leiter der Musikschule Seevetal e.V. 14
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    Präsidentin Gitta ConnemannMdB, Minister Lutz Stratmann „Solo Tutti“ vom Vituswerk und Vorsitzender Ernst Neuhäuser unter der Leitung von Marlene Bucher In dem vollbesetzten Saal werden Vorträge gehalten, sogar Achtelgröße, spielten die Kinder der Musikklas- Ideen ausgetauscht und es wird angeregt diskutiert. se auch auf kleinen Fagottini und Klarinetten. Was Auch hier geht es vor allem um das von der nieder- das Musikalisierungsprogramm bewegen kann, zeigte sächsischen Landesregierung geförderte Musikalisie- besonders eindrucksvoll das ausschließlich mit Men- rungsprogramm Wir machen die Musik!. Der Minister schen mit Behinderung besetzte Ensemble „Solo und für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, der das Tutti“. Mit ihrem Motto „Wir sind immer gut drauf!“ Projekt von Beginn an begleitete, wollte sich persön- riss das Musikensemble die Tagungsteilnehmer mit lich über erste Ergebnisse und den Fortschritt der und erntete begeisterten Applaus. Hans Walter vom ersten Phase des Programms informieren. Niedersächsischen Kultusministerium gab mit seinem Vortrag über die Singinitiative „Klasse! Wir singen 2011“ einen ebenso spannenden wie viel verspre- In seiner Ansprache betonte der Minister erneut das chenden Ausblick auf das anstehende Großprojekt. hohe Landesinteresse an der frühmusikalischen För- Schon jetzt sei abzusehen, dass weitaus mehr Kinder derung. Er sprach den niedersächsischen Musikschu- als zunächst angedacht bei den großen Liederfesten len und der Verbandsspitze seinen großen Dank für die mitwirken werden: 130.000 Kinder, 10 Liederfeste engagierte und hoch qualifizierte Bildungsarbeit aus: und gefüllte Hallen. Auf das Ergebnis von „Klasse wir „Mit den öffentlichen Musikschulen kann das Land auf singen! 2011“ darf man gespannt sein. verlässliche und für den Erfolg der Musikalisierungs- initiative unverzichtbare Bildungspartner bauen.“ Erste Früchte des Musikalisierungsprogramms wurden den Tagungsteilnehmern durch Kinder einer Musikklasse der Johannes-Gutenberg-Schule Meppen in Kooperation mit der Musikschule des Emslandes vorgestellt. Sie umrahmten mit ihrem begeisternden Spiel die Rede des Ministers, der schmunzelnd von seiner Geige spielenden Tochter erzählte und allen Kindern dazu riet, immer schön fleißig weiter zu üben. Welch großen Stellenwert die musikalische und instrumentale Frühförderung für Kinder erreicht hat, Der neu gewählte Vorstand, Minister Stratmann und zeigte sich unter anderem in der Vielfalt der eigens Orchesterklasse Meppen für Kinder angefertigten Instrumente. Neben den üblichen Streichinstrumenten in halber, viertel und 15
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 erfinden und ihm jedes Mal einen neuen Sinn geben. Für den einen heißt es also „Mehr Zauber mit Musik!“, für den anderen vielleicht „Mehr Zufriedenheit mit Musik!“ – hier ist wirklich alles möglich. Freitagabend: Der Reihe nach betreten die Spit- zenköche mit hoch erhobenen Holzkochlöffeln den Speisesaal und schon wandeln sie sich zu coolen Hard-Rockern in schwarzer Kluft mit grünen Gieß- kannen als Schlagwerk. Die Kinder einer Kitagruppe Gießkannen-Perkussion aus dem Emsland unter der Leitung von Marlene Bucher machen die Pausen zwischen den einzelnen Gängen zum eigentli- Ein schwungvoller Bogen durchzieht das Bild, er chen Hauptgang. „Mehr Power mit Musik!“ oder auch erinnert entfernt an einen Notenschlüssel oder doch „Mehr Freude mit Musik!“ und noch so vieles mehr an die Schnecke einer Geige? Viele bunte musikalische würde hier auf die kleinen musikalischen Verwand- Motive ranken sich um den roten Bogen: Ein lila Kon- lungskünstler zutreffen. zertflügel und eine Trompete, eine pinkfarbene Geige und ein kleines Mädchen, das Flöte spielt. Bunt und Wie viel „Mehr“ das Musikalisierungsprogramm noch vielfältig wie die Arbeit der öffentlichen Musikschulen für die Kinder in Niedersachsen erreichen kann, wird in Niedersachsen, so sollte sich auch das neue Er- sich in den nächsten Jahren zeigen. Fest steht: „Je scheinungsbild des Landesverbandes und der Musik- mehr Kinder mit Musik in Berührung kommen, desto schulen präsentieren. Ein Erscheinungsbild, das jede besser!“, freut sich Gitta Connemann auf die künftige Musikschule für sich individuell mit neuen Motiven Entwicklung. und Farbklängen anreichern kann und das dennoch nie die optische Verbindung zu seinem Dachverband Katharina Rupprich verliert. Der Bogen bleibt als verbindendes Element immer erhalten und schafft eine Brücke zwischen dem Das neue Corporate Design Landesverband und den Musikschulen. Aufkleber mit bunten Motiven, große Aufsteller mit Fotos und dem Der Landesverband hat zusammen mit einer Leipziger neuen Design, der Jahresbericht in komplett neuem Gestaltungsagentur ein Corporate Design Konzept Gewand. So vieles gibt es an diesem Nachmittag in für Musikschulen und Landesverband entwickelt Papenburg zu bestaunen. Mit viel Spannung wurde die und dieses im Rahmen der Mitgliederversammlung Präsentation des neuen Corporate Designs erwartet vorgestellt. Ein nach dem Baukastenprinzip entwickel- und die Resonanz auf den vorgestellten Designbau- tes Konzept ermöglicht den Musikschulen die flexible kasten der Firma KOCMOC.NET aus Leipzig war ganz Umsetzung einer umfangreichen Farb- und Motiv- und gar positiv. welt für die künftige Gestaltung aller Medien für die Öffentlichkeitsarbeit. Die Motivwelt ist erweiterungs- Genauso flexibel, wie das neue Design, ist auch der fähig und eröffnet somit die Umsetzung immer neuer neue Claim für die Musikschulen in Niedersachsen. Gestaltungsideen. Die Musikschulen haben sogar die Was ist das besondere am Musizieren? Worin genau Möglichkeit, ein eigenes neues Logo für ihre Musik- besteht der Mehrwert für jeden einzelnen Menschen? schule – basierend auf dem neuen musikalischen Nun, die Antworten hierauf können vielfältig sein und Leitmotiv des Landesverbandes – zu kreieren. keine Antwort ist hier falsch, jede kann Bestandteil des neuen Claims werden: „Mehr…mit Musik!“ lautet Das neue Designkonzept wurde überaus positiv das Grundgerüst und gerade das fehlende Wort kann aufgenommen. Umfrageergebnisse bestätigen, dass den kurzen, einprägsamen Satz immer wieder neu nahezu alle Musikschulen beabsichtigen, das 16
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    Designkonzept in ihreKommunikationsmedien zu in- tegrieren. Die mit der Konzeptentwicklung verfolgten Marketingziele können somit erreicht werden: Eine frische, fröhliche, bunte und moderne Bildsprache ver- mittelt der Öffentlichkeit Inhalte und Vielfältigkeit der Musikschularbeit. Die gemeinsame Nutzung unter- streicht die Zusammengehörigkeit der Musikschulen und transportiert übergreifend deren Qualitätsprofil. um m derassab Mehr Tsching Aufgrund des großen Interesses seitens der Verbands- mitglieder hat sich der Landesverband für einen ik! mit Mus innovativen und zukunftsweisenden Vertriebsweg zur Verbreitung des Corporate Designs entschieden. Eine mit finanzieller Unterstützung des Förderver- eines Musikschulen in Niedersachsen entwickelte multifunktionale Onlineplattform mit dem Namen „ePrint“ ermöglicht den Zugriff auf alle Elemente des Designbaukastens, auf Logos, Schriften und eine große Auswahl professioneller Fotos. Der Hauptnutzen für die Musikschulen liegt jedoch in den bereits fertig gestalteten Vorlagen für Plakate, Flyer, Briefbögen, Visitenkarten und der Möglichkeit zur Generierung eines individuellen Musikschullogos. Die Vorlagen kön- er nen in nur wenigen Schritten von den Benutzern online „personalisiert“, d.h. an den vorgesehenen Stellen mit eigenen Texten, Bildern und Logos versehen werden. Mehr Za ub ! Das Ergebnis sind druckfähige pdf-Dateien, die ohne mit Musik zusätzliche Bearbeitung durch einen professionel- len Grafiker ausgedruckt oder aber an eine Druckerei weitergeleitet werden können. Ein umfangreiches Zwei von insgesamt zehn Postkartenmotiven im neuen Design Handbuch und viele detaillierte Informationen und Tipps setzen keinerlei grafische Vorkenntnisse voraus. Die Plattform wird kontinuierlich mit neuen Design- elementen, Fotos und weiteren Druckvorlagen unter- schiedlicher Formate erweitert. Auch die Printmedien des Landesverbandes können von den Musikschulen heruntergeladen und zum Teil ebenfalls personalisiert werden. Gegen Zahlung einer einmaligen Nutzungs- gebühr erhalten die Musikschulen ihre persönlichen Zugangsdaten und haben damit einen zeitlich unein- geschränkten Zugriff auf das Angebot. Startseite der „ePrint-Onlineplattform“ 17
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 Mehr Vielfalt mit Musik! Selbstverständlich gibt es überdies einige Neuerun- gen, die es den Nutzern noch einfacher machen, sich Das neue Erscheinungsbild wird vom neuen Claim des über die Arbeit der Musikschulen in Niedersachsen Landesverbandes komplettiert: Der Slogan „Mehr … umfassend zu informieren. Alle Mitgliedsschulen sind mit Musik!“ soll den Mehrwert, den die Musikschulen mit ihren Kontaktdaten und den wichtigsten Infor- mit ihren vielfältigen Angeboten jedem Einzelnen, mationen über Leitbilder, Unterrichtsangebote und aber auch der Gemeinschaft bieten können, transpor- Projekte auf einer kostenlosen eigenen Unterseite – tieren. Der Claim besteht aus einem festen und einem einer sog. Microsite – vertreten. Auf Wunsch können variablen Teil. Das Grundgerüst „Mehr … mit Musik!“ diese „Visitenkarten“ von den Musikschulen selbst bleibt unverändert. Das fehlende Wort in der Mitte ist gepflegt werden. Aktuelle Nachrichten und Infor- variabel. Mit unterschiedlichen Schlüsselwörtern kann mationen, Veranstaltungstips und Projekte können der Claim auf diese Weise immer neue Bedeutung von registrierten Musikschulen über einen eigenen erlangen. Zugang eingestellt werden und so zu einem wichtigen Teil eines übergreifenden Informationsangebotes des Landesverbandes werden. Mittels einer Verknüpfung mit einem online-Spendensystem haben interessierte Mehr Freude mit Musik! … Mehr Erleben Besucher der Internetseite die Möglichkeit, ausge- mit Musik! … Mehr Zauber mit Musik! wählte Projekte der Musikschulen mit nur wenigen Klicks finanziell zu unterstützen. o der auch: Mehr ... Freunde | Glück | Leidenschaft | Strahl- Über die praktische GoogleMaps-Suche kann sich der kraft | Erfolg | Selbstbewusstsein | Besucher der Internetseite alle Verbandsschulen so- Selbstvertrauen | Einfühlungsvermögen wie deren Kontaktdaten und regionale Zugehörigkeit | Konzentration | Fantasie | Bewegung anzeigen lassen. Die Suche nach einer Musikschule | Sinnlichkeit | Sinn | Power | Kraft | in der Nähe wird durch eine praktische Umkreissuche Energie | Lebenslust | Gemeinschaft | zusätzlich erleichtert. Über alle Konzerte, Festlich- Erlebnisse | Gefühl | Frische | Bildung keiten und Fortbildungen des Landesverbandes und | Spaß | Persönlichkeit | Gesellschaft | seiner Musikschulen informiert der neue übersicht- Integration | Leistung | Gewinn | Integ- liche Veranstaltungskalender. Anmeldungen zu ration | Zufriedenheit | erleben | fühlen Tagungen und Weiterbildungsveranstaltungen sind | verstehen | verzaubern | gestalten | für interessierte Teilnehmer/innen künftig bequem in freuen | gewinnen … nur wenigen Schritten online möglich. Dieser Service mit Musik! steht auch registrierten Musikschulen für die Bewer- bung und Administration eigener Veranstaltungen zur Verfügung. Internetseite Über ein integriertes Newsletter-System informiert www.musikschulen-niedersachsen.de der Landesverband regelmäßig über seine Arbeit und in neuem Design über wichtige Aktivitäten der Musikschulen. In Pla- nung ist auch eine Jobbörse, die Stellenangebote und Auch die Internetseiten des Landesverbandes er- Stellengesuche automatisiert abgleicht und potenziel- strahlen seit Kurzem im neuen Design. Anlässlich le Partner über das Internet zusammenführt. der Neugestaltung des Erscheinungsbildes wurden sowohl die Struktur, als auch die Inhalte der Seiten Der Onlineauftritt des Landesverbandes wird kontinu- überarbeitet und aktualisiert. Zu vielen Themen ierlich ergänzt und erweitert. Musikschulen, die ihre stehen ergänzende Informationen per Download zur eigenen Internetseiten erneuern möchten, können Verfügung. ein weiteres Angebot des Landesverbandes nutzen. Zu finanziell attraktiven Konditionen können sie die 18
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    Nutzungsrechte einer umfassendenund im neuen durch erfahrene Pädagogen der Musikschulen best- Corporate Design gestalteten Musterseite auf Basis möglich zu fördern. Begleitend zum Instrumental- des Content-Management-Systems Typo3 erwerben unterricht, der auch musikschulextern erfolgen kann, und diese dann individuell erweitern. Lediglich Texte sollen insbesondere Kenntnisse in den Bereichen und Bilder müssen von den Musikschulen selbst ein- Gehörbildung, Musiktheorie und Rhythmik vermit- gepflegt werden. Über den Landesverband angebote- telt werden. Ergänzend finden Angebote für Singen, ne Schulungsmaßnahmen ermöglichen interessierten Ensemblespiel und Musik und Bewegung statt. Im Musikschulen die Aneignung des hierfür erforderli- Anschluss an das Förderprogramm „VIFF-Regional“ chen technischen Know-Hows. können die Kinder entweder in der Studienvorberei- tenden Ausbildung an den niedersächsischen Mu- „VIFF-Regional“ – Förderung musikalisch sikschulen (SVA) oder am IFF an der Hochschule für besonders begabter Kinder in den Musik und Theater Hannover weiter gefördert werden. Regionen Niedersachsens Nach dem erfolgreichen „VIFF-Regional-Treffen“ des in enger Zusammenarbeit mit dem „Institut zur Früh- vergangenen Jahres veranstaltete die Hochschule förderung musikalisch Hochbegabter an der Hoch- für Musik, Medien und Theater am 18.04.2010 ein schule für Musik, Theater und Medien Hannover (IFF)“ weiteres Treffen dieser Art, diesmal in der Landes- wurde im Jahr 2007 ein Programm zur musikalischen musikakademie in Wolfenbüttel. Auch in diesem Jahr Frühförderung besonders begabter Kinder mit dem nutzten zahlreiche Musikpädagogen, Eltern und ein Namen „VIFF-Regional“ gestartet. Das Programm interessiertes Fachpublikum die Möglichkeit, sich über wird vom Niedersächsischen Kultusministerium im das erfolgreiche Förderprogramm zu informieren und Rahmen des Aktionsprogramms Hauptsache: Musik in fachlichen Austausch zu gehen. Besonders auch die Niedersachsen gefördert. Eingebunden sind die VdM- Kinder selbst profitierten sichtlich davon, einmal mit Musikschulen in Osnabrück, Braunschweig, Oldenburg ihresgleichen aus verschiedenen Regionen Nieder- und Lüneburg. sachsens in Kontakt zu kommen und gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Mit einer „VIFF-Regional-Fortbildung mit Konzert“ für alle VIFF-Schülerinnen und -schüler Niedersachsens wurde am 05.06.2010 dem immer wieder geäußerten Bedarf nach weiteren gemeinsamen Veranstaltungen der VIFF-Teilnehmer und verantwortlichen Lehrkräfte Rechnung getragen. Die Veranstaltung fand unter der Leitung von Prof. Martin Brauß und Prof. Bernd Goetzke in der Hochschule für Musik, Theater und Me- dien Hannover statt. Ziel war die Erarbeitung eines für alle VIFF-Regional Standorte verbindlichen Curricu- lums für die musikpädagogische Arbeit mit begabten Da hohe Begabungen oder ausgeprägte musikalische Kindern. Talente schulisch nicht immer ausreichend gefördert werden können, muss die schulische Begabungsför- Dem Landesverband niedersächsischer Musikschulen derung durch die Zusammenarbeit mit externen Bil- obliegt die inhaltliche und organisatorische Koordina- dungseinrichtungen wie Musikschulen, Hochschulen tion der vier am Projekt beteiligten Musikschulen. Er und Universitäten eine Ergänzung und Erweiterung verwaltet die vom Niedersächsischen Kultusministe- erfahren. Das seit 2007 kontinuierlich und erfolgreich rium bereit gestellten Fördermittel. Weitere Infos im weiterentwickelte Programm „VIFF-Regional“ hat Internet auf www.iff.hmt-hannover.de die Aufgabe, Kinder mit besonderem musikalischem Potenzial anzusprechen und nahe an ihrem Wohnort 19
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 Musikschulpraktikum und Kompakt- ohne Behinderung statt. Initiatorin der Veranstaltung seminar für Studierende der Hochschule für war Christiane Joost-Plate, niedersächsische Fachspre- Musik, Theater und Medien Hannover cherin für die musikpädagogische Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Auf Basis der im Jahr 2004 zwischen dem Landesver- band niedersächsischer Musikschulen und der Hoch- Unter der fachkundigen Leitung von Robert Wagner schule für Musik, Theater und Medien Hannover abge- (Fürth) erarbeiteten die rund 30 Teilnehmerinnen und schlossenen Kooperationsvereinbarung organisiert der Teilnehmer neue Methoden für die musikpädagogi- Landesverband jährlich ein dreiwöchiges Musikschul- sche Arbeit mit integrativen Gruppen. Robert Wagner praktikum für die Studierenden der Studienrichtung arbeitet nach einem Konzept, bei dem eine selbst Musikerziehung. Ziel des Praktikums ist es, den jungen bestimmte Art und Weise der Beteiligung am gemein- Nachwuchspädagogen frühzeitig und umfassend das samen Musikmachen eines jeden Gruppenmitgliedes Arbeitsfeld Musikschule zu erschließen. Von erfahre- eine wichtige Rolle spielt. Das Erarbeiten einer Melodie, nen Musikschullehrkräften betreut, erhalten sie z.B. ausgehend von den Grundtönen der Begleitakkorde Einblick in die aktuellen Anforderungen der Unterricht- („Buchstabenbegleitung“) ermöglicht ein organisches spraxis, in die pädagogische Arbeit mit Ensembles und Aufbauen und wachsen lassen der persönlichen Mög- Großgruppen und in die Organisation von Kooperati- lichkeiten. Schritt für Schritt nehmen die Mitspieler das onsprojekten. Dadurch nehmen sie wertvolle Hinweise Werk in Besitz. „Wie „gemischt“ die Teilnehmerschar und Orientierungshilfen für ihr späteres Berufsfeld mit. eines Ensembles auch ist, es sollte jeder Teilnehmer in jeder Stunde etwas mit nach Hause nehmen. Und zwar Gemäß der Studienordnung absolvieren die Studie- ein gutes Gefühl und einen greifbaren Lernfortschritt. renden des 4. Semesters Musikerziehung ihr Un- Je offener die Unterrichtsvorbereitung sein muss, um terrichtspraktikum an einer VdM-Musikschule. Die der Unterrichtssituation und der Individuallage der ein- theoretischen Grundlagen – Informationen rund um zelnen Ensemblemitglieder gerecht werden zu können, die Musikschule, aktuelle Unterrichtsformen, sich um so klarer müssen gleichzeitig die grundsätzlichen verändernde Rahmenbedingungen der Arbeit als Überlegungen den Unterricht betreffend sein.“ Musiklehrer/in u. v. m. – werden den Praktikantinnen (Robert Wagner) und Praktikanten zuvor in einem vom Landesverband konzipierten und durchgeführten Kompaktseminar durch erfahrene Leiterinnen und Leiter öffentlicher und privater Musikschulen vermittelt. Gastgeberin Ankündigung: der von Ulrich Bernert geleiteten Tagesveranstaltung im Juni 2010 war die Musikschule Laatzen e.V. Rund as „Hannoversche Integrative Sound- D 40 Studentinnen und Studenten der Hochschule für festival“ (HIS) geht am 7. - 9. Oktober Musik, Theater und Medien Hannover nahmen an der 2011 in die zweite Runde. Unter dem Mot- Veranstaltung teil und wurden mit verschiedenen to „Begegnung“ sollen die Möglichkeiten Fachvorträgen sowie mit instrumentenspezifischen integrativen Musizierens und Kooperie- Unterrichtsdemonstrationen auf das Musikschulprak- rens aufgezeigt werden. So werden in der tikum im Herbst vorbereitet. niedersächsischen Landeshauptstadt rund um die Uhr musikalische Beispiele ge- „Jeder Mensch kann Musik machen – zeigt, die auf Nachhaltigkeit angelegt sind Von Anfang an gemeinsam“ (z.B. Schulkooperationen, Musikschule/ Förderschule), integratives Arbeiten pra- Am 5. und 6. November 2010 fand in der Musikschule xisnah vorführen, den musikalisch-künst- der Landeshauptstadt Hannover eine vom Landesver- lerischen Dialog anregen und Musik als band geförderte und viel besuchte Fortbildungsveran- Ausdruck von unverstellter Daseinsfreude staltung für Musikschul- und Förderschullehrkräfte, und Können originär erleben lassen. Musikstudierende und interessierte Menschen mit und 20
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    „Wir machen dieMusik!“�5 Das Musikalisierungsprogramm für Das Musikalisierungsprogramm Wir machen die alle Kinder in Niedersachsen Musik! wurde vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und vom Landesverband „Musik ist ein wichtiger Bestandteil der Bildung. Wir niedersächsischer Musikschulen konzipiert. Mit der werden deshalb mit den Landkreisen und den Umsetzung wurde im Schuljahr 2009/10 begonnen. Kommunen dafür Sorge tragen, dass alle Kinder in Die bundesweit einzigartige Konzeption und Struktur Niedersachsen Zugang zu musikalischer Bildung des Programms ermöglicht es vielen Kindern – unab- erhalten. Die Zusammenarbeit von Musikschulen mit hängig von ihrer sozialen, ethnischen und regionalen Kindergärten und Schulen fördern wir, um möglichst Herkunft – Erfahrungen im gemeinsamen Singen und früh alle Kinder in Niedersachsen zu erreichen.“ Musizieren zu machen. Wir machen die Musik! er- Aus der Regierungserklärung der CDU/FDP-Landesregierung öffnet ihnen so bessere Entwicklungs- und Bildungs- (2008) chancen. Die Kinder erhalten in Kitas und Schulen des Primarbereichs ein elementares musikalisches Angebot. Bis zum Jahr 2016 sollen 80 % aller Kinder in Kindertagesstätten und 30 % der Kinder in Grundschu- len erreicht werden. Hierfür nutzt das Programm die Kompetenz und Infrastruktur der kommunal geförder- ten Musikschulen. 21
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 So früh wie möglich und so flexibel Wir machen die Musik … von Anfang an! wie nötig – die Inhalte des Programms Um Kinder so früh wie möglich mit musikalischen Angeboten zu erreichen, setzt das Programm bereits im Kindergartenalter an, um dann schrittweise in der allgemein bildenden Schule weitergeführt zu werden. ir machen die Musik! – in der Kita W Im Kindergarten sollen möglichst alle Kinder von den Kinder sollen sowohl selbständig als Angeboten profitieren. In der Schule sollen möglichst auch unter Anleitung die Musik für sich viele interessierte Kinder bereits vom ersten Schuljahr entdecken. In einem Alter, das weitestge- an ein musikalisches Angebot erhalten. hend durch Spielfreude, Unbefangenheit beim Singen und Bewegen sowie Offenheit Wir machen die Musik … künstlerisch gegenüber verschiedensten musikalischen und pädagogisch wertvoll! Stilen charakterisiert ist, können musikali- Musikschulen haben durch die erfolgreiche Zusammen- sche Erfahrungen phantasievoll und expe- arbeit mit Kindertageseinrichtungen und Schulen in den rimentell gemacht werden. Die Elementare letzten Jahren große Kompetenz in der Durchführung Musikpädagogik kann hier auf ein großes von Kooperationsprojekten erworben. Die musikali- didaktisches und methodisches Repertoire schen Angebote sind eng mit den Bildungsplänen und und eine Fülle an Materialien, Ideen und pädagogischen Konzepten der Kooperationspartner Konzepten zurückgreifen. verzahnt. Die Umsetzung liegt grundsätzlich in der ir machen die Musik! – in der Schule W Verantwortung qualifizierter Musikpädagogen. Gemeinsames Singen und Musizieren wirkt sich motivierend auf das Erlernen Wir machen die Musik … Hand in Hand! eines Instrumentes aus, stärkt die Klas- Gemeinsam getroffene Absprachen stellen sicher, dass sengemeinschaft und hat einen positi- die individuellen Rahmenbedingungen und Wünsche ven Einfluss auf das Sozialverhalten der der Kooperationspartner berücksichtigt werden. Durch Kinder. Geeignete Angebote finden sich die enge Zusammenarbeit können alle Beteiligten ihre in dem großen didaktisch-methodischen didaktischen und methodischen Fähigkeiten erweitern. Repertoire des instrumentalen und voka- Erzieher/innen und Lehrkräfte arbeiten Hand in Hand len Klassenmusizierens. Klassenorchester mit den Musikschullehrkräften und ermöglichen so – bestehend aus gleichen oder verschie- einen Kompetenz- und Wissenstransfer. denen Instrumenten aus nahezu jeder In- strumentenkategorie – und Klassenchöre Wir machen die Musik … individuell und flexibel! ergänzen den schulischen Musikunterricht In der Auswahl der musikalischen Angebote sind die ideal und bilden die Basis für das Erler- Kooperationspartner grundsätzlich frei. Alle Angebote nen eines Instrumentes und die aktive sollen sich an den Bedingungen vor Ort orientieren. Beschäftigung mit Musik. Wichtige inhaltliche und organisatorische Anforderun- gen sind in qualitätsorientierten Leitlinien definiert, die für die beteiligten Partner verbindlich sind. Wir machen die Musik … für eine musikalische Zukunft! Gemeinsames Singen und Musizieren kann durch die gemeinsame musikpädagogische Arbeit dauerhaft in den Alltag von Kitas und Schulen integriert werden und alle kindlichen Lern- und Entwicklungsprozesse nach- haltig unterstützen. Musik wird so für alle Beteiligten zu einem ganz selbstverständlichen und vertrauten Titelmotive des Kita- und Schulflyers Bestandteil des Alltags. 22
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    Das Finanzierungskonzept „Wir machen die Musik!“ bewegt das ganze Land Wir machen die Musik! wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur mit einem „Musikschulen müssen mit ihren Angeboten auf die wachsenden Budget ausgestattet. Jede im Programm zunehmende ganztägige Beschulung und Betreuung unterrichtete Jahreswochenstunde wird mit bis zu von Kindern und Jugendlichen sowie auf den demo- 800 Euro gefördert. Die erforderliche Kofinanzierung grafischen Wandel reagieren. Gleichzeitig sind sie erfolgt durch Zuschüsse der Kommunen, Elternbeiträ- aufgefordert, auf sich verändernde gesellschaftliche, ge, Spenden und Beiträge von Sponsoren, Stiftungen wirtschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen und Fördervereinen sowie durch Eigenmittel der zu reagieren. Dies verlangt, dass die Musikschulen Kooperationspartner. Im Schuljahr 2009/10 stellte im Rahmen von kommunalen Bildungslandschaften das Land Fördermittel in Höhe von 500.000 Euro zur die Partnerschaft und Zusammenarbeit mit anderen Verfügung. Aufgrund der großen Nachfrage wurde Kultur- und Bildungseinrichtungen insbesondere mit dieser Betrag im Schuljahr 2010/11 um rund 200 % auf Kindertageseinrichtungen und allgemein bildenden 1,55 Mio. Euro aufgestockt. Schulen suchen.“ Aus: „Die Musikschule – Leitlinien und Hinweise“, Die Abwicklung erfolgt mittels eines vereinfachten verabschiedet von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Antrags- und Zuwendungsverfahrens: Musikschulen Kommunalen Spitzenverbände (2010) in ganz Niedersachsen erhalten auf Basis der zur Verfügung stehenden Landesmittel ein individuelles finanzielles Angebot, das sich nach der Zahl der in ihrem Einzugsgebiet lebenden Kinder bemisst. Nicht in Anspruch genommene Mittel werden anderen Musikschulen, die in der Lage sind, mehr Projekte durchzuführen, in einer zweiten Verteilungsrunde zur Verfügung gestellt. Das über eine Internetplattform gesteuerte Verfahren gewährleistet hohe Verteilungs- gerechtigkeit bei gleichzeitiger maximaler Flexibilität sowie größtmöglicher Planungssicherheit und Ver- waltungsvereinfachung. Petra Jacobsen mit ihrer Chorklasse aus Hannover-Langenhagen Die Projektadministration wurde dem Landesverband niedersächsischer Musikschulen vom Niedersäch- Aktives Singen und Musizieren – gemeinsam mit sischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur Freunden, in der Familie, in der Kita, Schule oder im übertragen. Der Verband steht somit den Musikschu- Verein ist ein großer Gewinn für das gesellschaftli- len, Musikschulträgern und Kooperationspartnern als che Zusammenleben. Immer mehr niedersächsische Ansprechpartner für alle inhaltlichen und organisato- Kommunen erkennen diesen Wert und nutzen die rischen Fragen zur Verfügung. Zu den Aufgaben des vielfältigen Chancen, die ihnen das Bildungsprogramm Verbandes gehören insbesondere die Überprüfung Wir machen die Musik! bietet. Gemeinsam mit dem der Fördervoraussetzungen, die Weiterleitung der Land machen sie sich im Interesse vieler Kitas und Fördermittel, die Kontrolle der Mittelverwendung, die Schulen sowie vieler Eltern und Kinder stark für Qualitätsentwicklung und Evaluation des Programms, die musikalische Bildung und setzen dabei auf ein die Konzeption und Durchführung von Weiterbil- trag- und ausbaufähiges, zukunftsweisendes Modell. dungsangeboten sowie das Programmmarketing. Bis jetzt nehmen landesweit 67 Musikschulen, 432 Kitas und 361 Grundschulen am Programm teil. Rund 24.000 Kinder in nahezu allen Landkreisen Nieder- sachsens werden aktuell mit qualitativ hochwertigen musikalischen Angeboten erreicht. 23
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 Das Schuljahr 2010/11 – ein musikalischer Rückblick Die Projektdaten in der Übersicht Schuljahr 2009/2010 Schuljahr 2010/2011 teilnehmende Musikschulen 59 67 vertraglich vereinbarte Jahreswochenstunden 430 1.689 davon in Kitas 430 792 davon in Schulen 0 897 Anzahl erreichter Kinder 9.200 23.200 davon in Kitas 9.200 13.598 davon in Schulen 0 9.602 Anzahl der Kooperationspartner 317 793 davon Kitas 317 432 davon Schulen 0 361 Gesamtkosten der Kooperationsprojekte 1.084.315 € 3.675.375 € Deckung durch Landesmittel 500.000 € (46%) 1.550.000 € (42%) Deckung durch Eigenmittel der Kooperationspartner 213.929,€ (20%) 1.060.690 € (29%) Deckung durch Elternbeiträge 227.851 € (21%) 762.696 € (21%) Deckung durch Drittmittel 130.657 € (12%) 309.972 € (8%) „Wir können und wollen nicht „Wir haben das Credo des zulassen, dass der Zugang zu Programms „Wir machen die kultureller Bildung, zu Musik, Musik!“ wörtlich genommen. ein Privileg von einigen wenigen Musikalische Bildung für alle ist. Jedes Kind verdient diese Kinder ist zentraler Bestandteil Chance. Denn jedes Kind ist ein der Kulturpolitik des Landes Sänger, Musiker oder Tänzer. Niedersachsen und seit einem Aber was es nicht kennen lernt, Jahr nicht nur Ziel, sondern Re- danach kann es sich nicht sehnen. Und was wäre alität im Musikland Niedersachsen. Deshalb wird die das Leben ohne Musik oder Tanz? Trostlos! Musische Fördersumme stufenweise aufgestockt. Neben der Bildung ist einer der Hauptschlüssel zu echter Freude am gemeinsamen Musizieren werden vor al- Teilhabe. Deshalb lautet unser Auftrag: Chancen- lem wichtige Schlüsselkompetenzen wie Konzentrati- gleichheit für möglichst alle Kinder zum frühest on und Leistungsfähigkeit sowie Ausdauer gefördert. möglichen Zeitpunkt.“ Die Integration kindgerechter und qualitativ hochwer- tiger Angebote in den Kindergartenalltag unterstützt Gitta Connemann MdB, Präsidentin des Landesverbandes die frühzeitige Sensibilisierung und Begeisterung für niedersächsischer Musikschulen (2010) Musik ergänzend zum Schulunterricht.“ Zum Auftakt des zweiten Förderjahres lud das Prof. Dr. Johanna Wanka, Niedersächsische Ministerin für Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Wissenschaft und Kultur (2010) Kultur am 23. August 2010 zu einer gut besuchten Pressekonferenz in die Albert-Schweitzer-Schule in Hannover-Linden ein. Auf dem Pressepodium saßen die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und 24
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    Kultur, Prof. Dr.Johanna Wanka, die Präsidentin des Einführung in Strategien und Methoden des Fundrai- Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen, sings fand großes Interesse. Großzügig unterstützt Gitta Connemann MdB sowie die Leiterin der Mu- wurde die Veranstaltung vom Sparkassenverband sikschule der Landeshauptstadt Hannover, Verena Niedersachen und vom Niedersächsischen Institut für Tschira und Beatrix Albrecht, die Leiterin der Albert- frühkindliche Bildung und Entwicklung (NIfBE). Schweitzer-Schule. Die Besucher begrüßten den Kongress mehrheitlich Allen Beteiligten zogen ein überaus positives Fazit als hochwillkommenes Forum für kollegiale Gesprä- aus den Erfolgen des ersten Förderjahres 2009/10 che, Diskussion und interdisziplinären Austausch. und gaben einen viel versprechenden Ausblick auf die Auf ihrer Wunschliste ganz oben steht daher: künftige Entwicklung des Programms gegeben. Zwei „Mehr davon!“ musikalische Beiträge einer Instrumentalgruppe der Albert-Schweitzer-Schule und einer Gruppe der Kita „Die Fösse-Butjer“, ebenfalls aus Hannover, unter- strichen eindrucksvoll, wie viel Spaß es macht und wie gut es klingen kann, gemeinsam zu musizieren. NDR-Fernsehen berichtete tagesaktuell über die Pressekonferenz (siehe auch: Presseinformation und Zeitungsberichte im Anhang). Erster niedersächsischer Kooperationskongress Kinder aus ganz Niedersachsen präsentierten ihr Können Wie es funktionieren und klingen kann, wenn Fagot- tini und Kindercelli gemeinsam spielen oder Kin- Hier ein paar O-Töne der der spielerisch Rhythmus und Melodie in Einklang Kongressteilnehmer/innen: bringen, wurde am letzten Septemberwochenende Musiklehrerin an einer Grundschule: in Hannover eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Wir machen die Musik! – in der niedersächsischen „Das Programm ist klasse. Das muss sein! Die Kinder Landeshauptstadt wurde das Motto zum Programm: brauchen es, das Land braucht es. Ich hoffe, dass das Am Samstag, den 25. September besuchten und Programm eine große Wirkung erzielt und es wirklich gestalteten rund 300 Fachkräfte aus Musikschulen, jedes Kind in Niedersachsen erreichen kann.“ Schulen, Kitas, Hoch- und Fachschulen, Ministerien Projektleiterin Musikvermittlung: und Kommunen den ersten niedersächsischen Kooperationskongress. „Ich finde das Programm ganz toll. Wer kein musika- lisches Elternhaus hat, bekommt hier die Chance im In zahlreichen Vorträgen informierten sich die Teil- Kindergarten oder in der Schule Erfahrungen mit Musik nehmer über erfolgreiche musikpädagogische Koope- zu machen. Erfahrungen, die dann hoffentlich auch rationsmodelle und aktuelle Forschungsschwerpunk- dazu führen, dass Musik im Leben dieser Kinder und te des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Jugendlichen eine Rolle spielen wird.“ Bildung und Entwicklung (NIfBE). Anhand konkreter Studentin Schulmusik: Beispiele wurden neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Musikschulen und Kitas aufgezeigt. Wie „Ich sehe die Aufgaben, die auf mich zukommen die Arbeit mit musizierenden Grundschulklassen werden auf jeden Fall als Chance und als Herausforde- aussehen kann, wurde in Praxisdemonstrationen rung. Man kann wirklich nicht genug Werbung für das von Orchester-, Chor-, Streicher- und Gitarrenklas- Programm machen.“ sen aus ganz Niedersachsen anschaulich dargestellt und anschließend in Workshops diskutiert. Auch die 25
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 Mitwirkende: Familienkonzert mit der NDR Radiophilharmonie • lechbläserensemble „Prima Vista Brass“ | B Musikschule Hemmingen e.V. Wir machen die Musik! vermittelt vielen Kindern ers- • inderchor | Kita „Die Arche“ Altwarmbüchen | K te Musikerlebnisse und legt so bei vielen Familien den Musikschule Isernhagen Burgwedel e.V. Grundstein für ein besonderes Interesse an Musik. • nstrumentalgruppe | Grundschulen Bad Pyrmont, I Dies fand die NDR Radiophilharmonie so überzeu- Aerzen, Emmerthal | Musikschule Bad gend, dass sie sich bereit erklärte, gemeinsam mit den Pyrmont e.V. Schülerinnen und Schülern aus Musikschulen ein ganz • inderchor „Hemminger Spatzen“ | K besonderes Konzert zu veranstalten. Einzige Voraus- Musikschule Hemmingen e.V. setzung: alle mitwirkenden Kinder sollten an Koopera- • ulius Obst | Cellist | Musikschule Laatzen e.V. J tionsprojekten mit Kitas und Schulen teilnehmen. • rchesterklasse | Johannes-Gutenberg-Schule O Meppen | Musikschule des Emslandes e.V. • läserklasse | Carl-Friedrich-Gauß-Schule B Hemmingen | Musikschule Hemmingen e.V. • infonisches Blasorchester „LaWinds“ | S Albert-Einstein-Schule Laatzen | Musikschule Laatzen e.V. Fortbildung „Fit für Kita Schule“ Der Erfolg des 1. Niedersächsischen Kooperations- kongresses im September 2010 hat gezeigt, dass ein Großes Finale im großen Sendesaal des NDR großer Bedarf in der Qualifizierung von Musikschul- Am Sonntag, den 26. September gestalteten über 250 lehrkräften besteht. Kooperationen mit Kitas und Kinder aus Kitas und Schulen gemeinsam mit den allgemein bildenden Schulen werden immer mehr Mitgliedern der NDR Radiophilharmonie ein – wie es das Tätigkeitsfeld von Musikpädagogen bestimmen. die Hannoversche Allgemeine Zeitung ausdrückte – Um diesen Herausforderungen zu begegnen hat „gigantisches Kinderkonzert“. Landesverband niedersächsischer Musikschulen unter Federführung von Sigrid Neugebauer-Schettler Das begeisterte Publikum im vollbesetzten Großen (Musik- und Kunstschule Osnabrück), Sabine Kleinau- Sendesaal des Landesfunkhauses in Hannover hono- Michaelis (Musikschule der Landeshauptstadt rierte mit anhaltendem Applaus und stehenden Ovati- Hannover) und Johannes Münter (Kreismusikschule onen die Leistungen und nicht zuletzt den unbändigen des Landkreises Diepholz) ein modular aufgebautes Charme der kleinen und großen Musiker. Das vielfäl- Qualifizierungskonzept für die Bereiche EMP (Kita) tige Konzertprogramm spannte einen musikalischen und Klassenmusizieren (Schule) entwickelt. Bogen von der singenden Kindergruppe einer Kita über Grundschulorchester, Streicher- und Bläserklassen bis „Fit für Kita Schule“ versteht sich als ein berufs- hin zum groß besetzten sinfonischen Blasorchester. begleitendes modulares Fortbildungsangebot für Eigens für diesen Anlass komponierte Arndt Jubal Musikschullehrkräfte, die ihre pädagogische Tätig- Mehring, Leiter der Musikschule Bad Pyrmont eine keit ausweiten wollen, um in Kooperationsprojekten „Mini-Sinfonia“. Die Kinder wurden von den Radiophil- zwischen Kindertagesstätten und allgemein bilden- harmonikern unter der Leitung von Dirk Erdelkamp den Schulen arbeiten zu können. Ihre bereits vor- einfühlsam begleitet. Stilsicher und humorvoll führte handenen didaktisch-methodischen Kompetenzen Martina Gilica, Radiomoderatorin des NDR 1, durch können durch diese Zusatzqualifikation vertieft und den Nachmittag. Ein DVD-Mitschnitt des Konzerts ist an neue Unterrichtsformen (EMP in der Kita, Klas- beim Landesverband auf Nachfrage erhältlich. senmusizieren mit Streich-, Holzblas-, Perkussions-, 26
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    Tasten- und Zupfinstrumenten)angepasst werden. Insbesondere sollen Instrumentallehrkräfte an neue Unterrichtsformen und -felder herangeführt werden. Der Landesverband ist sehr erfreut, den Teilnehmerin- nen und Teilnehmern ein bedarfsorientiertes Fortbil- dungspaket mit erstklassigen Dozenten – und dank der Projektförderung durch das Land Niedersachsen zu äußerst moderaten Konditionen – präsentieren zu können. Mehr als 100 Musikschullehrkräfte nutzen mit ihrer Teilnahme an der Fortbildungsmaßnahme dieses Qualifizierungsangebot des Landesverbandes. Die Veranstaltungen finden von Märzbis Oktober Ausblick 2012 – Das Erste 2011 in Hannover, Osnabrück sowie weiteren Orten in Niedersächsische Kooperationsfestival Niedersachsen statt. Die in den Kooperationsprojekten wöchentlich statt- „Wir machen die Musik!“ … auch online findende musikalische Arbeit findet normalerweise in der Kitagruppe und im Klassenzimmer, d.h. meist Seit September 2010 hat das Programm einen eigenen hinter verschlossenen Türen statt. Das soll sich im Internetauftritt. Auf www.wirmachendiemusik.de Mai 2012 ändern: Ein landesweites Festival mit dem können sich die Besucher/innen umfassend über das Titel „Wir machen die Musik in …!“ soll Kindern überall Programm informieren. dort, wo die intensive Zusammenarbeit zwischen Musikschule, Kita oder Schule gepflegt wird, eine Aktuelle Projektdaten, Pressestimmen und Fotos musikalische Bühne geben. Die Kooperationsprojekte dokumentieren den Projektverlauf und machen sollen in einem noch zu definierenden Zeitfenster die Leser/innen auf Veranstaltungen und Fortbil- (ca. 1-2 Wochen) für die breite Öffentlichkeit sichtbar, dungsangebote im Bereich der Elementaren Mu- hörbar und erlebbar werden. sikpädagogik, des Klassenmusizierens und anderer programmrelevanter Themen aufmerksam. In Planung Landesweit sollen Kinder die musikalische Welt, so ist auch die Vorstellung unterschiedlicher Koopera- wie sie sie täglich erleben und erobern, einem Publi- tionsprojekte, um einen umfassenden Einblick in die kum in ihrer Stadt oder Gemeinde präsentieren. Jede individuelle Arbeit der musikalischen Bildungspartner Musikschule wird gebeten, gemeinsam mit ihren Ko- vor Ort zu gewähren. operationspartnern einen aktiven Festivalbeitrag zu Im Servicebereich können das Logo des Programms leisten: Kinderkonzerte in der Schulaula, Musikthea- und weiteres Informationsmaterial heruntergeladen terdarbietungen in der Kita, gemeinsames Singen und werden. Musizieren mit anderen, musikalische Umzüge durch die Innenstadt, die Mitwirkung an einem Kulturpro- jekt der Stadt bzw. der Region, ein Konzert mit einem örtlich ansässigen Orchester … und vieles mehr. Alle Aktivitäten werden in einem zentralen Veran- staltungskalender erfasst und niedersachsenweit publiziert. Darüber hinaus unterstützen der Landes- verband niedersächsischer Musikschulen und Musi- kland Niedersachsen die örtlichen Veranstaltungen finanziell, organisatorisch und mit einer begleitenden Öffentlichkeitsarbeit. Die Startseite von www.wirmachendiemusik.de 27
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 „Wir machen die Musik!“ – Föderzeitraum 2010/2011 Anzahl und Verteilung der Kinder auf Landkreise und kreisfreie Städte in Niedersachsen Kinder in Kitas Kinder in Schulen 0 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500 Region Hannover Emsland (LK) Osnabrück (Stadt) Hildesheim (Stadt) Oldenburg (Stadt) Hameln-Pyrmont (LK) Diepholz (LK) Stade (LK) Osterode (LK) Lüneburg (LK) Göttingen (LK) Harburg (LK) Vechta (LK) Peine (LK) Soltau Fallinbostel (LK) Wolfenbüttel (LK) Cuxhaven (LK) Gifhorn (LK) Leer (LK) Osterholz (LK) Goslar (LK) Schaumburg (LK) Göttingen (Stadt) Braunschweig (Stadt) Wittmund-Friesland (LK) Verden (LK) Nienburg (LK) Lüchow-Dannenberg (LK) Helmstedt (LK) Wolfsburg (Stadt) Ammerland (LK) Uelzen (LK) Aurich (LK) Celle (LK) Wesermarsch (LK) Osnabrück (LK) Emden (Stadt) Holzminden (LK) Grafschaft Bentheim (LK) Delmenhorst (Stadt) Wilhelmshaven (Stadt) Nordhorn (Stadt) Rotenburg (LK) Oldenburg (LK) Salzgitter (Stadt) Northeim (LK) Cloppenburg (LK) 28
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    „Wir machen dieMusik!“ – Föderzeitraum 2010/2011 Anzahl und Verteilung der Kooperationspartner auf Landkreise und kreisfreie Städte in Niedersachsen Kitas Schulen 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 85 90 95 100 105 110 Region Hannover Emsland (LK) Hildesheim (LK) Stade (LK) Lüneburg (LK) Hameln-Pyrmont (LK) Osnabrück (Stadt) Diepholz (LK) Osnabrück (LK) Göttingen (LK) Vechta (LK) Osterode (LK) Celle (LK) Soltau-Fallingbostel (LK) Cuxhaven (LK) Uelzen (LK) Wolfsburg (Stadt) Peine (LK) Wesermarsch (LK) Harburg (LK) Osterholz (LK) Ammerland (LK) Rotenburg (LK) Gifhorn (LK) Nienburg (LK) Schaumburg (LK) Wittmund-Friesland (LK) Wolfenbüttel (LK) Braunschweig (Stadt Goslar (LK) Aurich (LK) Oldenburg (Stadt) Emden (Stadt) Verden (LK) Helmstedt (LK) Göttingen (Stadt) Delmenhorst (Stadt) Grafschaft Bentheim (LK) Leer (LK) Lüchow-Dannenberg (LK) Salzgitter (Stadt) Holzminden (LK) Wilhelmshaven (Stadt) Oldenburg (LK) Nordhorn (Stadt) Northeim (LK) Cloppenburg (LK) 29
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 „Wir machen die Musik!“ – Föderzeitraum 2010/2011 Anzahl und Verteilung der Projektstunden Stundenangebot nach Verteilungsschlüssel auf Landkreise und kreisfreie Städte in Niedersachsen Tatsächlich umgesetzte Projektstunden 0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 220 240 260 Region Hannover Emsland (LK) Stade (LK) Osnabrück (LK) Vechta (LK) Osnabrück (Stadt) Hildesheim (LK) Braunschweig (Stadt) Diepholz (LK) Hameln-Pyrmont (LK) Lüneburg (LK) Celle (LK) Emden (LK) Göttingen (LK) Harburg (LK) Göttingen (Stadt) Wolfsburg (Stadt) Soltau-Fallingbostel (LK) Uelzen (LK) Schaumburg (LK) Aurich (LK) Oldenburg (Stadt) Ammerland (LK) Rotenburg (LK) Peine (LK) Osterode (LK) Wolfenbüttel (LK) Cuxhaven (LK) Osterholz (LK) Gifhorn (LK) Nienburg (LK) Wesermarsch (LK) Helmstedt (LK) Goslar (LK) Wittmund-Friesland (LK) Verden (LK) Wilhelmshaven (Stadt) Holzminden (LK) Leer (LK) Lüchow-Dannenberg (LK) Delmenhorst (Stadt) Grafschaft Bentheim (LK) Salzgitter (Stadt) Oldenburg (LK) Nordhorn (Stadt) Northeim (LK) Cloppenburg (LK) 30
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    Berichte aus denRegionen�6 Region Weser-Ems zu bearbeiten. Weiterhin wurde über den Bedarf an Fortbildungsangeboten gesprochen und das Fortbil- Regionalsprecher: Rafael Jung, dungsprogramm des LVDM für das Musikalisierungs- Musikschule des Landkreises Oldenburg projekt vorgestellt. In Planung genommen wurde eine S tellvertretender Regionalsprecher: Klausurtagung der Region. Peter Sieve, Musikschule Lohne Besondere Ereignisse in der Region waren im Jahre Die Region Weser-Ems hat 20 Mitgliedsschulen. Mit 2010 das 30jährige Bestehen Musikschule Niedergraf- dabei ist die Musikschule des Landkreises Diepholz, schaft sowie der Fortgang des Leiters der Musikschu- die aufgrund der räumlichen und inhaltlichen Bezie- le Nordhorn, Thomas Prager. Die Position der Schul- hungen an der Regionalarbeit in Weser-Ems teilnimmt. leitung wurde durch den bisherigen stellvertretenden Schulleiter Hilmar Sundermann neu besetz. Ständiges Thema bei den Regionalkonferenzen war Rafael Jung, Regionalsprecher Weser-Ems u.a. das Musikalisierungsprojekt und die Ausgestal- tung in den einzelnen Schulen im abgelaufenen Jahr. Zu beklagen war die eher geringe Beteiligung der Region Hannover Musikschulen bei den Regionalkonferenzen. Regionalsprecher: Martina Zimmermann, Die Konferenz am 26.02. in Vechta stand im Zeichen Musikschule Hemmingen e.V. der Neuwahl der Regionalsprecher. Als neuer Regio- Stellvertretender Regionalsprecher: Eberhard Ladewig, nalsprecher wurde Rafael Jung von der Musikschule Musikschule Ostkreis Hannover e.V. des Landkreises Oldenburg gewählt, als Stellvertreter Peter Sieve von der Musikschule Lohne. Die bishe- Der Region Hannover gehören 22 Mitgliedsmusik- rige Regionalsprecherin Ellen Broy kandidierte nicht schulen an. Die Regionalkonferenzen 2010 fanden am erneut. 19.02. in Garbsen und am 10.09. in Wedemark statt Im Rahmen der Konferenz am 04.06. in Neuenkirchen- und wurden jeweils gut besucht. Vörden wurde eine Themensammlung erstellt, deren Punkte nach und nach diskutiert und abgearbeitet Das Schwerpunktthema der Konferenzen war das werden sollen. Musikalisierungsprogramm „Wir machen die Musik“. So ging es bei der Konferenz am 19.11. in Uelsen um Bei insgesamt positivem Start des Programms in der die zunehmende Vereinnahmung der Schüler durch Region Hannover wurde in beiden Konferenzen die die allgemein bildenden Schulen am Nachmittag und Problematik der Restfinanzi erung und des Findens die daraus folgenden Probleme für die Musikschule. von Kooperationspartnern sowohl in Kitas als auch Nach der Diskussion wurde der Landesverbandsvor- in Schulen diskutiert. Ein weiteres Thema war (durch stand gebeten, das Themenfeld weiter und vertiefend unsere Nähe zum Veranstaltungsort) die Vorberei- tung des Kooperationskongresses und vor allem des Konzertes mit der NDR Radiophilharmonie am 25. und 26.09.2010. Schwerpunktthema für 2011: Zukunft des „normalen“ Instrumentalunterrichts unter Berücksichtigung der sich verändernden Rahmenbedingungen (Abitur nach 12 Jahren, Ganztagsschulen usw.) Die Musikschulen Hemmingen und Laatzen begingen in 2010 ihr 30jähriges Bestehen. Martina Zimmermann, Regionalsprecherin 31
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 Region Braunschweig und Musikschul-Verwaltungen nicht selten an ihre Belastungsgrenzen. Die zahlreichen Kooperationen Regionalsprecherin: Sabine Gottschalk, haben zusätzliche, z.T. große Konzertveranstaltungen Musikschule für den Landkreis Göttingen mit sich gebracht. Die Veranstaltungskultur ist an allen Musikschulen sehr ausgeprägt und erfolgreich. In der Region Braunschweig befinden sich 10 Mit- Sabine Gottschalk, Regionalsprecherin gliedsmusikschulen. Die Regionalkonferenzen 2010 fanden am 12. Februar in Peine, am 04. Juni in Göttin- gen und am 17. September in Goslar statt. Region Lüneburg Neben den Berichten aus den einzelnen Musikschu- Regionalsprecher: Christoph Strieder, len bestimmten der Informationsaustausch über Musikschule für Kreis und Stadt Uelzen organisatorische Fragen zum Musikalisierungs- programm, sowie die Diskussion der Zukunft des In der Region Lüneburg befinden sich 18 Mitgliedsmu- Einzelunterrichts an Musikschulen und Maßnahmen sikschulen. In 2010 wurden zwei Regionalkonferenzen zur Stärkung des Grundbereichs außerhalb des Musi- abgehalten. Es wurden schwerpunktmäßig folgende kalisierungsprogramms die Themen der Regionalkon- Themen und Fragestellungen erörtert: ferenzen. • eilnahme bei den Regionalwettbewerben „Jugend T Im Berichtsjahr feierten die Kreismusikschule Peine musiziert“ und die Musikschule für den Landkreis Göttingen ihr • ustausch über Berichte einzelner Musikschulen A 30 jähriges Jubiläum. zu Strukturveränderungen, Finanzen und Neue- rungen Die Musikschule Peine organisierte die landesweite • ir machen die Musik!: Berichte über erste Er- W Aktion „Klasse! Wir singen 2011“, an der insgesamt gebnisse im Musikalisierungsprogramm, Qualifi- 135.000 Schülerinnen und Schüler Klassen mit- zierungsmaßnahmen für Lehrkräfte, Finanzierung wirken werden.Das Programm zur Frühförderung und Qualitätsmerkmale musikalisch Hochbegabter „VIFF Regional“ wurde in • rster nieders. Kooperationskongress: Vorberei- E Braunschweig neu aufgestellt. Die Schüler erhalten tung, Teilnahme, Inhalte regelmäßige Zusatzangebote in den Fächern Mu- • msetzung des neuen Designkonzeptes: erste U siktheorie und Rhythmik. In Kooperation mit der an Erfahrungen mit dem Einsatz des neuen Logos die Kreismusikschule angegliederte „Kontaktstelle Musik“ in Gifhorn feierte das Landesjugendorchester Die Region Lüneburg musste von dem allseits hoch Niedersachsen sein 30-jähriges Jubiläum mit einer geschätzten Schulleiterkollegen Peter Knoch, Lei- Aufführung der „Carmina Burana“ in einer Fassung ter der Musikschule „An der Oste e.V.“ (Hemmor), für 2 Klaviere und Schlagwerk. In der Musikschule Abschied nehmen. Er verstarb völlig unerwartet. Alle Peine wurden im Rahmen der „Kontaktstelle Musik“ Kollegen der Region Lüneburg werden ihm ein ehren- D2-Kurse durchgeführt, sowie ein Fortbildungs- des Andenken bewahren. seminar für Erzieherinnen angeboten. Christoph Strieder, Regionalsprecher Ellen Broy, Regionalsprecherin Die Schülerzahlen erhöhten sich in den Musikschulen der Region Braunschweig teilweise signifikant durch Unterrichtsstunden, die in Kitas und Grundschulen im Rahmen des Musikalisierungsprojektes „Wir machen die Musik“ erteilt wurden. Dies führt Schulleitungen 32
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    Nachrufe�7 Klaus Melchers Peter Knoch Von 1978 bis 2006 1999 übernahm Peter Knoch leitete Klaus Melchers die Leitung der Musikschule die Musikschule der an der Oste e.V. in Hem- Stadt Oldenburg. In moor. Er war ein ideenrei- den 28 Jahren seiner cher Macher, ein Pragma- Schulleitertätigkeit tiker und jemand, auf den war er Initiator, Pionier, man sich verlassen konnte. Trendsetter, Gestalter, Mit viel Energie und Spaß Impuls- und Ideenge- an der Arbeit machte er im ber. Er baute die Bereich der musikalischen Oldenburger Musikschule zu einer Institution mit Bildung und Vernetzung in Hemmoor und Umgebung hohen künstlerischen und pädagogischen Maßstä- einiges möglich. Er setzte sich für die musikalische ben aus. Dazu gehörten in den 1980er Jahren der Grundausbildung an Schulen ein, initiierte Bläser- und Aufbau einer bundesweit beispielhaften Jazz- und Streicherklassen an weiterführenden Schulen und Popularmusikabteilung, das seinerzeit viel beachtete versorgte Grundschulkinder verlässlich mit Akkor- „Oldenburger Modell“. Parallel dazu richtete er ein deonunterricht. Er errichtete eine Kontaktstelle Musik klassisches Jugendorchester nach dem Vorbild des und schuf so einen zentralen Anlaufplatz für Jung und Bundesjugendorchesters an der Oldenburger Musik- Alt in der Musikszene vor Ort. Auch im Rahmen des schule ein und setzte sich für die Verbesserung der Projektes Wir machen die Musik!, der landesweiten Qualität musikalischer Kinder- und Jungendbildung ein. Musikalisierungsinitiative, erkannte Peter Knoch die Gunst der Stunde und zeigte von Anfang an großes Im Landesverband niedersächsischer Musikschu- Interesse an der Umsetzung des Programms in Hem- len wirkte Klaus Melchers stets als kompetenter, moor. Dank seiner Pionierarbeit bekommen mittler- innovativer und zuverlässiger Schulleiterkollege und weile hunderte Kinder an 15 Kitas und Schulen vor Ort Austauschpartner mit. verlässliche musikalische Angebote. Klaus Melchers starb am 19. Januar 2010 nach Mit Peter Knoch verlor der Landesverband einen langer und schwerer Krankheit einen Tag vor seinem engagierten Mitstreiter und Motor in der Musik- 66. Geburtstag. Der Landesverband niedersächsischer schulregion Lüneburg. Stets war er bei Kollegen und Musikschulen wird ihm immer ein ehrenvolles im Verband als versierter Schulleiter, Fachmann und Andenken bewahren. Freund willkommen. Peter Knoch starb völlig unerwartet am 9. Oktober 2010. Der Landesverband niedersächsischer Musikschulen vermisst ihn und wird seiner immer in dankbarer und wertschätzender Weise gedenken. 33
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 8� trukturdaten der Musikschulen S Quelle: VdM-Berichtsbogen, Stichtag: 01.01.2010 Differenz Differenz Relationen und Kennzahlen 2010 2009 2008 Vorjahr Vorjahr Schüler | JWS 2,6 0,00 % 2,6 0,38 % 2,59 Belegungen | JWS 3,2 0,00 % 3,2 1,88 % 3,14 Belegungen Instr.-/Vok.-fächer | JWS 3,2 18,75 % 2,6 13,46 % 2,25 Kosten | Schüler 749 € -1,47 % 760 € 3,16 % 736 € Kosten | JWS 1.973 € 0,51 % 1.963 € 2,85 % 1.907 € Pädagogische Personalkosten | JWS 1.606 € 4,23 % 1.538 € 1,69 % 1.512 € Kosten | Belegung 611 € 0,49 % 608 € 0,00 % 608 € Kommunale Zuschüsse | Schüler 310 € -3,87 % 322 € 5,28 % 305 € Kommunale Zuschüsse | JWS 817 € -1,96 % 833 € 5,28 % 789 € Landesmittel | Schüler 13 € 0,00 % 13 € 7,69 % 12 € Landesmittel | JWS 34 € 2,94 % 33 € 9,09 % 30 € Differenz Differenz Grunddaten 2010 2009 2008 Vorjahr Vorjahr Anzahl der Musikschulen 72 72 72 Anzahl der Lehrkräfte 2.847 4,00 % 2.733 1,76 % 2.685 Anzahl der Schüler 91.398 3,83 % 87.900 -0,19 % 88.065 Schülerbelegungen 112.004 1,97 % 109.792 2,82 % 106.695 Jahreswochenstunden 34.716 2,03 % 34.013 0,03 % 34.004 Kommunale Trägerschaft 32 0 32 0 29 Vereinsträgerschaft (e.V.) 37 0 37 0 37 Andere Trägerschaft 3 0 3 0 6 Anzahl Kreismusikschulen 28 0 28 0 28 34
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    Finanzierung der Musikschulenim Jahr 2009 2008 Prozent Gesamtetat 68.478.330 100 % Einnahmen Gebühren 35.231.875 € 51,45 % Landesmittel 1.179.409 € 1,72 % Kommunale Zuschüsse 28.375.238 € 41,44 % Sonst. öffentl. Mittel 728.073 € 1,06 % Sonstige Erlöse 2.014.762 € 2,94 % Ausgaben Pädagogisches Personal 55.755.050 € 81,42 % Verwaltungspersonal 4.989.423 € 7,29 % Sachkosten 7.071.606 € 10,33 % Finanzierung der Musikschulen im Jahr 2009 Gebühren 51,45 % Sonstige Erlöse 2,94 % Sonstige öffentliche Mittel 1,06 % Kommunale Zuschüsse 41,44 % Landesmittel 1,72 % 35
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 Fächerbelegung und Jahreswochenstunden Fächerbelegung und Jahreswochenstunden Belegungen Jahreswochenstunden Gesamt 112.004 34.716 Grundfächer 24.663 22,02 % 2.724 7,85 % Instrumental-/Vokalfächer 66.304 59,20 % 29.285 84,36 % Ensemblefächer 15.182 13,55 % 1.952 5,62 % Ergänzungsfächer 5.855 5,23 % 755 2,17 % Fächerbelegung Ensemblefächer 13,55 % Ergänzungsfächer 5,23 % Grundfächer 22,02 % Instrumental-/Vokalfächer 59,20 % Jahreswochenstunden Ensemblefächer 5,62 % Ergänzungsfächer 2,17 % Grundfächer 7,85 % Instrumental-/Vokalfächer 84,36 % 36
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    Jahresunterrichtsgebühren in € Min 41 Max 472 Angebote für Kinder unter 4 Jahren Ø 289 Min 208 Max 416 Musikalische Früherziehung Ø 294 Min 192 Max 536 Musikalische Grundausbildung Ø 305 Min 48 Max 342 Singklassen Ø 159 Min 428 1.032 Einzelunterricht (30 min) Ø 735 Min 600 Max 1.548 Einzelunterricht (45 min) Ø 982 Min 400 Max 744 2er Gruppenunterricht (45 min) Ø 564 Min 286 Max 552 3er Gruppenunterricht (45 min) Ø 437 Min 243 Max 552 4er Gruppenunterricht (45 min) Ø 397 Min 194 Max 462 4er Gruppenunterricht (45 min) Ø 339 46 Max 1.068 Kombiunterricht (45 min) Ø 572 Min 36 Max 368 Ensemble- und Ergänzungsfächer mit Hauptfach Ø 123 Min 13 Max 912 Ensemble- und Ergänzungsfächer ohne Hauptfach Ø 184 37
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 Altersverteilung der Schüler Altersverteilung der Schüler Schüler Prozent Gesamt 91.398 100 % Bis 5 Jahre 16.679 18,25 % 6-9 Jahre 27.183 29,74 % 10-14 Jahre 28.766 31,47 % 15-18 Jahre 10.043 10,99 % 19-25 Jahre 1.945 2,13 % 26-60 Jahre 5.145 5,63 % über 60 Jahre 1.617 1,77 % weiblich 51.923 56,81 % männlich 39.475 43,19 % 10-14 Jahre 31,47 % 15-18 Jahre 10,99 % 19-25 Jahre 2,13 % 26-60 Jahre 5,63 % über 60 Jahre1,77 % 6-9 Jahre 29,74 % Bis 5 Jahre 18,25 % 38
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    Belegung und Jahreswochenstundenin Instrumental-/Vokalfächern Belegung und Jahreswochenstunden Schüler- Jahreswochen- Prozent Prozent in Instrumental-/Vokalfächern belegungen stunden Streichinstrumente 6.359 9,75 % 3.992 13,68 % Zupfinstrumente 10.293 15,78 % 4.673 16,01 % Blechblasinstrumente 2.910 4,46 % 1.525 5,22 % Holzblasinstrumente 12.815 19,65 % 6.041 20,70 % Schlaginstrumente 4.122 6,32 % 2.116 7,25 % Tasteninstrumente 13.506 20,71 % 8.105 27,77 % Sonstige Instrumente 834 1,28 % 167 0,57 % Vokalangebote 2.398 3,68 % 834 2,86 % Orientierungsangebote | Klassenmusizieren 12.690 19,46 % 2.304 7,90 % Schülerbelegung Orientierungsangebote | Klassenmusizieren Streichinstrumente 9,75 % Vokalangebote 1,28 % Zupfinstrumente 15,78 % Sonstige Instrumente 1,28 % Blechblasinstrumente 4,46 % Tasteninstrumente 20,71 % Holzblasinstrumente 19,65 % Schlaginstrumente 6,32 % Jahreswochenstunden Orientierungsangebote | Klassenmusizieren Streichinstrumente 9,75 % Vokalangebote 1,28 % Sonstige Instrumente 1,28 % Zupfinstrumente 15,78 % Blechblasinstrumente 4,46 % Tasteninstrumente 20,71 % Schlaginstrumente 6,32 % Holzblasinstrumente 19,65 % 39
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 Kooperation mit Schulen Kooperationen zwischen Grund- Haupt- Förder- Real- Gym- Gesamt- Summen Musikschulen und schulen schulen schulen schulen nasien schulen Anzahl Einrichtungen 415 46 29 60 189 29 768 Anzahl Schüler 5529 435 208 566 0 1217 7955 Grundschulen 62,99 % Hauptschulen 6,39 % Förderschulen 3,67 % Realschulen 8,16 % Gymnasien 14,29 % Gesamtschulen 3,13 % Kooperation mit anderen Partnern Kooperationen zwischen Kirchen­ Musik­ Sonstigen Kindergärten Chören Summen Musikschulen und gemeinden vereinen Partnern Anzahl Einrichtungen 393 104 98 117 90 802 Anzahl Schüler 6972 382 567 808 650 9379 Kindergärten 33 % Chören 18,18 % Kirchengemeinden 9 % Musikvereinen 20,45 % Sonstigen Partnern 6,36 % 40
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    Angaben zu denLehrkräften Angaben zu den Lehrkräften 2010 Anzahl Veranstaltungen Teilnehmer Besucher Gesamtzahl 2.847 5.980 105.859 677.433 Angestellte mit Vergütung nach TVöD 1.401 Angestellte mit anderer Vergütung 859 Weitere Mitarbeiter 587 Vollbeschäftigt 201 Teilzeitbeschäftigt 15 h 852 Teilzeitbeschäftigt 15 h 1.794 Weiblich 1.481 Männlich 1.366 Beschäftigungsverhältnisse der Lehrkräfte Angestellte mit Vergütung nach TVöD 49,21 % Angestellte mit anderer Vergütung 30,17 % Weitere Mitarbeiter 20,62 % Beschäftigungsumfang der Lehrkräfte Vollbeschäftigt 7,06 % Teizeitbeschäftigt 15 h 29,93 % Teizeitbeschäftigt 15 h 63,01 % 41
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 Anhang 1 Pressemitteilung des MWK vom 23.08.2010 zum Start des Musikalisierungsprogramms Wir machen die Musik! in die zweite Runde 2 Berichterstattung zum Musikalisierungsprogramm Wir machen die Musik! • Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 24.08.2010 und 25.09.2010 • Zeitschrift: „das Orchester“ – Ausgabe 2010/12 3 Drucksache 16/2813 des Niedersächsischen Landtags: Unterrichtung zum Beschluss des Landtages vom 17.02.2010: „Musikland Niedersachsen stärken – Musikalische Bildung fördern“ 4 Wir machen die Musik! Informationsflyer für die Kooperationspartner in Kita und Schule 5 Adressen der Musikschulen 42
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    1 Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur 23.08.2010 Niedersächsisches Musikalisierungsprogramm Nr. 56/10 „Wir machen die Musik!“ geht mit zusätzlichen 1 Millionen Euro in die zweite Runde HANNOVER. Frühkindliche Bildung ist ein zentraler Bestandteil der Kulturpolitik des Landes Niedersachsen. Deshalb ist das Niedersächsische Musikalisierungsprogramm langfristig bis 2016 angelegt und wird stufenweise aufgestockt: „Wir haben das Credo des Programms Wir machen die Musik! wörtlich genommen. Musikalische Bildung für alle ist seit einem Jahr nicht nur Ziel, sondern Realität im Musikland Niedersachsen. Deshalb haben wir die Fördersumme auf insgesamt 1,5 Mio. Euro erhöht. In jedem Jahr wird ein neuer Jahrgang von Schülern in das Musikalisierungsprogramm integriert,“ betont die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Prof. Dr. Johanna Wanka. Die bereits im vergangenen Jahr geschlossenen Kooperationen zwischen Musikschulen und Kindertageseinrichtungen im Musikland Niedersachsen werden seit Beginn dieses Schuljahres Kontakt: Rüdiger Fischer  (0511) 120-2604 (0172) 7779413 Unsere Internetseite: www.mwk.niedersachsen.de E-Mail: Ruediger.Fischer@mwk.niedersachsen.de Fax Pressestelle: (0511) 120-2601 Postanschrift: Leibnizufer 9, 30169 Hannover 43
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 -2- -3- durch Angebote in Grundschulen erweitert. Teilnehmende Kinder Die Gegenfinanzierung geschieht in Eigenverantwortung der bekommen so auch nach ihrem Übergang in die Schule die Musikschulen über Sponsoren, Spenden, Eigenmittel oder Möglichkeit, weiterhin Bildungsangebote von „Wir machen die kommunale Zuwendungen. Erfahrungen aus dem vergangenen Musik!“ in Anspruch nehmen zu können. Langfristig soll auf diese Schuljahr zeigen, dass die Strahlkraft des flächendeckend Weise das Ziel einer flächendeckenden Musikalisierung im angelegten Programms positive Wirkungen auf die Musikland Niedersachsen erreicht werden. Gegenfinanzierung der Landesmittel hat. Unabhängig der sozialen Herkunft werden jetzt die Drei- bis Langfristiges Ziel des bis 2016 angelegten Förderprogramms ist Fünfjährigen in Kindertageseinrichtungen und ab diesem es, 80 Prozent der Kinder in Kindertagesstätten und 30 bis 40 Schuljahr zusätzlich auch die sechsjährigen Kinder in der Prozent der Kinder in Grundschulen für „Wir machen die Musik!“ Grundschule auf professionelle Weise an Musik herangeführt. zu gewinnen. Ab diesem Schuljahr werden auch Musikschulen Neben der Freude am gemeinsamen Musizieren werden vor privater Trägerschaft in das Musikalisierungsprogramm integriert. allem wichtige Schlüsselkompetenzen wie Konzentration und „Die privaten Musikschulen in Niedersachsen leisten so ihren Leistungsfähigkeit sowie Ausdauer gefördert. Die Integration Beitrag zur flächendeckenden Musikalisierung Niedersachsens kindgerechter und qualitativ hochwertiger Angebote in den und bringen ihre langjährige Erfahrung musikalischer Kindergartenalltag unterstützt die frühzeitige Sensibilisierung und Früherziehung aus Kooperationen mit Bildungsträgern, wie Begeisterung für Musik ergänzend zum Schulunterricht. Dabei Schule und Kindergarten ein“, erklärt Eric Ridder, Vorstand des wird nicht nur Wert auf eine elementare Instrumentalausbildung Landesverbands privater Musikschulen. der Kinder gelegt, sondern auch auf den Umgang mit der eigenen Stimme. Hier unterscheidet sich die Initiative „Wir Als Beispiel einer erfolgreichen Kooperation von Grundschule, machen die Musik!“ grundlegend von Projekten anderer Kindertagesstätte und Musikschule gilt das heute vorgestellte Bundesländer, wie „Jedem Kind ein Instrument“ in Nordrhein- Pilotprojekt an der Albert-Schweitzer-Schule Hannover und der Westfalen. Damit ist das Niedersächsische Musikschule der Landeshauptstadt Hannover. „Wir erreichen mit Musikalisierungsprogramm bundesweit einzigartig, wie Gitta dem Programm insbesondere sozial benachteiligte Kinder, die Connemann, MdB und Präsidentin des Landesverbandes ohne das Förderprogramm nie Musik- oder Instrumentalunterricht niedersächsischer Musikschulen e.V. erklärt. „Unsere bekommen hätten,“ so die Leiterin der Albert-Schweitzer-Schule, Musikschulen bringen musikalische Bildung dorthin, wo sie am Beatrix Albrecht. Kofinanziert werden die musikalischen stärksten nachgefragt und am dringendsten gebraucht wird - in Bildungsangebote unter anderem durch die Stadt Hannover und die Kindergärten und Schulen. Viele tausend Kinder im durch die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung. Derzeit werden hier Musikland Niedersachsen erhalten damit eine einmalige Chance. 90 Kurse mit rund 1.000 Kindern durchgeführt. Ihnen wird die Welt des Gesangs, der Musik und des Tanzes eröffnet. Dafür stehen die öffentlichen Musikschulen Niedersachsens. Sie haben sich über viele Jahre als kompetenter und erfahrener Bildungspartner von Kitas, Schulen und des Landes Niedersachsen bewährt.“ Im Laufe des vergangenen Schuljahrs haben sich 65 Musikschulen an der Initiative beteiligt, deren Lehrkräfte insgesamt 430 Jahreswochenstunden angeboten haben. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt die Musikschulen mit 50 Prozent ihrer Personalkosten. Im vergangenen Jahr wurden hierfür 500.000 Euro zur Verfügung gestellt. Im laufenden Schuljahr 2010/2011 steigen die Fördermittel auf eine Gesamtsumme von rund 1,5 Millionen. Euro. 44
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       2 45
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    3 Niedersächsischer Landtag –16. Wahlperiode Drucksache 16/2813 Unterrichtung Der Präsident Hannover, den 07.09.2010 des Niedersächsischen Landtages – Landtagsverwaltung – Musikland Niedersachsen stärken - Musikalische Bildung fördern Beschluss des Landtages vom 17.02.2010 - Drs. 16/2236 Das Musikland Niedersachsen hat in den vergangenen Jahren bereits Profil durch die Einrichtung und Entwicklung des jährlich verliehenen Praetorius-Musikpreises und die Errichtung der Landes- musikakademie in Wolfenbüttel gewonnen. Die Förderung musikalischer Bildung durch das Land umfasst gegenwärtig vor allem den schulischen Musikunterricht, eine Mitfinanzierung der Musik- schulen, einen Zuschuss an den Landesmusikrat für Bildungsarbeit, die Förderung und Weiterent- wicklung des sehr erfolgreichen Aktionsprogramms „Hauptsache: Musik“ sowie sonstige Mittel zum Beispiel der Erwachsenenbildung und der Soziokultur. Der Landesmusikrat Niedersachsen koordi- niert vielfältige musikalische Bildungsaufgaben mit personeller und fachlicher Kompetenz. Unser Ziel muss weiterhin bleiben, durchgehenden Musikunterricht an den Schulen zu gewährleis- ten, um den Schülerinnen und Schülern ein fachlich qualifiziertes musikalisches Bildungsangebot ohne erhebliche eigene Kostenbeteiligung zu ermöglichen. Dafür sind ausgebildete Musiklehrer in ausreichender Zahl an den allgemein bildenden Schulen notwendig. Der Landtag bittet die Landesregierung, – das Fach Musik in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern stärker zu verankern und dabei den Aspekt des kinderstimmengerechten Singens besonders zu berücksichtigen, – das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Erziehung in zunehmendem Maß in die musikalische Aus- und Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern einzubinden, – Maßnahmen zu ergreifen, um größeres Interesse für musikpädagogische Berufe zu wecken und die Zahl der Studierenden mit dem Ziel Lehramt in Musik zu erhöhen, – durch die Einstellung von Ein-Fach-Lehrern für das Fach Musik die Zahl der fachlich Lehrbefä- higten zu erhöhen und so die Unterrichtsversorgung im Mangelfach Musik zu verbessern und zu prüfen, ob die Lehramtslaufbahnen im Mangelfach Musik für Ein-Fach-Lehrkräfte mit einem Hauptfach und einem Zweitfach (sogenannte Kleine Fakultas) geöffnet werden kann, – Vorschläge zu erarbeiten, wie das schulische Bildungsangebot durch verstärkte Kooperation mit außerschulischen musikalischen Bildungseinrichtungen ergänzt werden kann, und dabei Kon- zepte gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden, dem Landesmusikrat und dem Lan- desverband der niedersächsischen Musikschulen zu erarbeiten. Antwort der Landesregierung vom 06.09.2010 Zum ersten Spiegelstrich: Das MK hat die Forderung, das Fach Musik in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erzieher stär- ker zu verankern, bereits in den Rahmenrichtlinien für die Erzieherausbildung aufgegriffen und um- gesetzt. Der Unterricht an allen berufsbildenden Schulen ist in den letzten Jahren dahingehend wei- terentwickelt worden, dass berufsbezogene Inhalte in „Lernfeldern“ unterrichtet werden. Auch Mu- sik wird in der Erzieherausbildung deshalb bewusst nicht als Fach geführt, sondern ist in den Lern- 1 47
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 Niedersächsischer Landtag – 16. Wahlperiode Drucksache 16/2813 feldern integriert, um den Schulen vielfältige Möglichkeiten zu bieten, musikalische Aspekte in ver- schiedensten Zusammenhängen aufzugreifen und auf dem neuesten didaktisch-methodischen Stand auszugestalten. Der Musikaspekt soll so zusätzlich mit vielen anderen Ausbildungsinhalten wie der Sprachförderung, der Bewegungserziehung oder der Begabungsförderung sinnvoll ver- knüpft werden. Musik ist in der Berufsfachschule -Sozialassistentin/Sozialassistent-, Schwerpunkt Sozialpädago- gik, und in der Fachschule -Sozialpädagogik- sowohl im Lernfeldtitel als auch in den inhaltlichen Lernfeldvorgaben durchgängig verankert. Ein bedeutendes Lernfeld lautet beispielsweise „Musisch- kreative Prozesse gestalten und Medien pädagogisch anwenden“. Es umfasst den Musikaspekt in Verbindung mit Bewegung und Spiel, wobei audiovisuelle Medien und Kommunikationstechnolo- gien eine unterstützende Rolle einnehmen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten ein medienpä- dagogisches Grundwissen, um mit zunehmender Methodenkompetenz musisch-kreative Prozesse für Kinder und Jugendliche gestalten zu können. Das Singen kann dabei gerade durch die aktiv handelnde Rolle eine wichtige Komponente beim Kompetenzerwerb in der frühkindlichen Bildung einnehmen. Die Schülerinnen und Schüler erkunden, wie facettenreich die Musik mit anderen Be- reichen wie Bewegung, Kunst und Spiel verknüpft werden kann, und erlernen einen ganzheitlichen ausgewogenen Betrachtungsansatz. Diese in der Berufsfachschule vermittelten musisch-kreativen Kompetenzen werden in der Fachschule weiterentwickelt und gezielt angewendet. Die Lerninhalte sollen die zukünftigen Erzieherinnen und Erzieher befähigen, die musische Kreativität gezielt in ih- rer späteren Berufstätigkeit ein- bzw. umsetzen zu können. Sie erlernen Methoden ausgewählter Handlungsmedien, zum Beispiel aus dem Bereich Musik/Tanz/Rhythmik. Zur Unterstützung der Umsetzung dieses Konzeptes sind im Auftrag des MK bereits im Jahr 2006 die Unterrichtsmaterialien „Neue Lernsituationen mit Musik“ für alle Lernfelder von der Berufsfach- schule bis zur Fachschule -Sozialpädagogik- erstellt und allen Ausbildungsschulen sowie den Stu- dienseminaren in Fortbildungen vorgestellt worden. Die Bedeutung der Musik ist heute allen an der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern Beteiligten bewusst und gehört als fächerübergreifen- de Querschnittsaufgabe zum Ausbildungskonzept jeder Fachschule. Als erstes Bundesland engagiert sich Niedersachsen seit dem Jahr 2009 für die Verbesserung des kindlichen Singens in der Weise, dass es in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Chorverband al- len Ausbildungsschulen ein vom Land finanziertes Qualifizierungsangebot anbietet. Mit dem „Felix- Zertifikat“ wird ein in sich geschlossenes Ausbildungskonzept angeboten, das in Theorie und Praxis die Inhalte kindgerechten Singens vermittelt. Es basiert auf den Kriterien des Deutschen Chorver- bandes, wie sie für das „Felix-Gütesiegel“ der Kindertagesstätten entwickelt worden sind: – Grundlagen der Stimmphysiologie, – Entwicklung des kindlichen Singens, – psychophysische Aspekte des Singens, – Stimmbildung für Kinder und Erwachsene, – Lieddidaktik und Methodik, – Kriterien der Liedauswahl, – Aufbau eines Liedrepertoires, – Anlässe des Singens. Fast alle Fachschulen -Sozialpädagogik- und Berufsfachschulen -Sozialassistentin/Sozialassistent-, Schwerpunkt Sozialpädagogik, haben bis heute für diese Ausbildungsinhalte verantwortliche An- sprechpartnerinnen und Ansprechpartner benannt und qualifiziert, die die aktuell anschließende schulinterne Weiterqualifizierung aller weiteren an der Erzieherausbildung beteiligten Lehrkräfte ih- rer Schulen koordinieren. Zum zweiten Spiegelstrich: Die Richtlinie des Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Forschungs- und Transferprojekten der frühkindlichen Bil- dung und Entwicklung setzt der Zusammenarbeit mit den Ausbildungsschulen Grenzen. Auch wenn den Fachschulen hier noch nicht die Möglichkeit eröffnet wird, eigenständig Transferprojekte zu ini- 2 48
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    Niedersächsischer Landtag –16. Wahlperiode Drucksache 16/2813 tiieren und Mittel zu beantragen, bringen sich die Fachschulen im Ausbildungsbereich bereits heute als Kooperationspartner der Hochschulen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung in die vom nifbe geförderten Projekte ein. Nach Vorliegen der dort gewonnenen Erkenntnisse zur frühkindli- chen musikalischen Förderung und Bildung wird geprüft, wie diese in der Ausbildung sowie in der Fort- und Weiterbildung der Erzieherinnen und Erzieher Berücksichtigung finden können. Zudem ist eine Arbeitsgruppe des nifbe und der zuständigen Fachministerien (unter Beteiligung des Landes- musikrates und des Landesverbandes der Musikschulen) mit dem Ziel des Austausches über aktu- elle Projekte, der Vernetzung landesweiter Aktivitäten und der Ausrichtung weiterer Arbeitsschwer- punkte eingerichtet worden. Eine der geplanten Maßnahmen zur Etablierung von Kernkompetenzen im Bereich der musikali- schen Bildung ist der durch MWK finanzierte Kooperationskongress „Wir machen die Musik!“ am 25.09.2010. Der Kongress wendet sich an Lehrkräfte und Leiterinnen und Leiter von Musikschulen, Erzieherinnen und Erzieher und Leitungspersonal von Kindertagesstätten sowie an Lehrkräfte all- gemeinbildender Schulen. Es werden erfolgreich praktizierte Ansätze in Kooperationsprojekten in Kindertagesstätten und Schulen vermittelt. Des Weiteren sind in den Kongress die Forschungspro- jekte im Bereich musikalischer Bildung des nifbe eingebunden. Das MWK stellt im Schuljahr 2010/2011 für das Förderprogramm „Wir machen die Musik“ 1,55 Mio. Euro zur Verfügung. Zum dritten Spiegelstrich: Mit dem landesweiten Mentorenprogramm, das bereits im vierten Jahr vom MK gemeinsam mit dem Landesmusikrat angeboten wird, werden Jugendliche über 15 Jahre, die Freude an der Musik und deren Vermittlung haben, angesprochen. Ziel dieses Programms ist es, musikpädagogische Begabungen zu finden und zu fördern und Interesse an musikpädagogischen Berufen zu wecken. Im Schuljahr 2010/2011 werden Kurse in Wolfenbüttel, Osnabrück und Stade angeboten, zu denen insgesamt 120 Jugendliche erwartet werden. Insgesamt haben bisher über 400 junge Menschen dieses besondere Angebot wahrgenommen. Sie konnten erste musikpädagogische Erfahrungen sammeln und den Beruf einer Musiklehrerin oder eines Musiklehrers als gleichermaßen künstle- risch wie pädagogisch interessant und attraktiv erfahren. Das Mentorenprogramm wird ausgebaut. Eine wissenschaftliche Untersuchung der Hochschule für Musik und Theater hat bestätigt, dass die Mentorenausbildung Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise für musikpädagogische Berufe interessiert und motiviert. Weiterhin werden gemeinsam mit der Agentur für Arbeit landesweit Informationstage für musikpä- dagogische Berufe vorbereitet. Diese sollen in Hannover mit der Hochschule für Musik und Theater und in Hildesheim, Osnabrück, Oldenburg und Braunschweig mit den dortigen Universitäten durch- geführt werden. Zum vierten Spiegelstrich: Niedersachen bemüht sich seit 2001 mit verschiedenen Maßnahmen um die Gewinnung von Lehr- kräften. Dabei geht es nicht nur um einen quantitativen Ersatzbedarf, sondern insbesondere um ei- ne qualitative Versorgung der Schulen mit fachlich befähigten Lehrkräften auch in ländlichen Regi- onen Niedersachsens. Zu diesem fachspezifischen Bedarf gehört das Unterrichtsfach Musik. Seit Schuljahresbeginn Au- gust 2001 bis August 2010 wurden deshalb insgesamt 67 Ein-Fach-Lehrkräfte mit dem Fach Musik in ein Beschäftigungsverhältnis als Angestellte eingestellt. Diese Ein-Fach-Lehrkräfte weisen in der Regel Hochschulabschlüsse mit einem Diplom oder Magister in Musikwissenschaft, Musikpädago- gik oder Instrumentalmusik nach. Unabhängig davon, dass diese Lehrkräfte Musik nicht als Unterrichtsfach studiert haben, ist der Einsatz mit voller Stundenzahl in nur einem Fach nur in größeren Systemen wie Gymnasien oder Gesamtschulen möglich. Andernfalls ist die Beschäftigung z. B. an Grundschulen nur mit wenigen Stunden möglich. Niedersachsen hat bisher in der Lehramtsausbildung nicht vorgesehen, dass das Fach Musik mit einem weiteren Fach studiert werden kann, das lediglich die Lehrbefähigung für die Sekundarstufe I umfasst (Kleine Fakultas) und damit eine entsprechende Laufbahnbefähigung ermöglicht. Dieser Weg soll nunmehr beschritten werden. Deshalb ist im MK mit der Konzeptentwicklung eines sol- 3 49
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 Niedersächsischer Landtag – 16. Wahlperiode Drucksache 16/2813 chen Studienmodells begonnen worden. Zurzeit wird geprüft, welche Rahmenbedingungen ge- schaffen werden müssten, um eine entsprechende neue Struktur rechtlich zu verankern. Für die Konzeptentwicklung ist vorgesehen und auf Arbeitsebene zwischen MWK und MK abgestimmt, ei- ne Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern beider Ministerien und der zu beteiligenden Hochschulen einzurichten. Zum fünften Spiegelstrich: Zum Schuljahr 2000/2001 wurde im MK eine Stelle zum Aufbau und zur Weiterentwicklung des Ak- tionsprogramms „Hauptsache : Musik“ eingerichtet. Ziel ist es, gemeinsam mit dem Landesmusikrat sowie den ihm angeschlossenen Verbänden Kooperationsprogramme zu initiieren und damit Ver- netzungen niedersächsischer Musikschaffender und Musikinstitutionen mit Schulen und Kinderta- gesstätten zu fördern. So wurden tragfähige Kontakte aufgebaut und gemeinsam mit dem Verband der niedersächsischen Musikschulen, den Universitäten und der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, Opern- häusern, Orchestern sowie Rundfunk und Fernsehen, den Laienmusikverbänden und niedersäch- sischen Chorverbänden, Theatern, Kirchen, Vereinen und Kulturbüros landesweit Projekte und Programme entwickelt. Mit dem Ziel dauerhafter Zusammenarbeit und nachhaltiger Partnerschaften zwischen Schulen, Kindertagesstätten und außerschulischen Musikanbietern wurden wirkungsvolle Impulse sowohl in Bezug auf die Innenwirkung, d. h. in der Profilierung und Qualitätsentwicklung niedersächsischer Schulen und Kindertagesstätten, als auch in Bezug auf die Außenwirkung, d. h. in der Öffnung der Schulen und Kindertagesstätten gegenüber der niedersächsischen Musikkultur erreicht. Beispielhaft seien der Klassenmusizierunterricht, wie er in Niedersachsen in den Bläser-, Chor- oder Streicherklassen in Kooperation mit den Musikschulen, der Laien- oder Kirchenmusik realisiert wird, genannt. Die Singförderung vom Kindergarten an (Felix-Kindergarten oder das Kinderchorfes- tival „Kleine Leute - Bunte Lieder“) wurden mit den niedersächsischen Chorverbänden und dem Musikschulverband fest institutionalisiert. Die für 2011 geplante landesweite Großveranstaltung „Klasse! Wir singen“ ist eine Kooperation mit den Kommunen, der Kirchenmusik und den Musik- schulen. Im Bereich der Begabungsförderung wurde ein Frühstudiengang an der Hochschule für Musik und Theater Hannover im Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter eingerichtet, der seit drei Jahren durch regionale Angebote an den Musikschulen in Osnabrück, Oldenburg, Braun- schweig und Lüneburg ergänzt wird. Entwicklung der Haushaltsmittel für das Aktionsprogramm „Hauptsache : Musik“ Haushaltsjahr Haushaltsmittel Drittmittel/Sponsoren Gesamtvolumen Euro Euro Euro 2002 bis 2006 keine 500 000 ca. 500 000 2007 120 000 63 000 ca. 183 000 2008 200 000 184 000 ca. 384 000 2009 235 000 183 000 ca. 410 000 2010 250 000 360 000 ca. 610 000 Das Aktionsprogramm „Hauptsache : Musik“ wird durch weitere Kooperationsprojekte mit Musik- schulen wie das zum zweiten Spiegelstreich angesprochene, durch MWK finanzierte Niedersächsi- sche Musikalisierungsprogramm „Wir machen die Musik“, ergänzt. Dieses Programm wurde im Rahmen einer interministeriellen Arbeitsgruppe von MWK und MK gemeinsam mit den kommuna- len Spitzenverbänden und Vertreterinnen und Vertretern des Verbandes deutscher Musikschulen in der Steuerungsgruppe des Musikalisierungsprogramms entwickelt. Im Schuljahr 2009/2010 hat das MWK insgesamt 500 000 Euro zur Förderung von Kooperationen von Musikschulen und Kindertagesstätten zur Verfügung gestellt. Für das Schuljahr 2010/2011 sind für das Musikalisierungsprogramm 1,55 Mio. Euro für die 3- bis 6-jährigen Kinder vorgesehen, die kofinanziert werden müssen. Der gleiche Mittelansatz ist für die Musikalisierung der 3- bis 7-jäh- rigen Kinder in Schuljahr 2011/2012 vorgesehen. In den Folgejahren 2012 und 2013 ist jeweils ein 4 50
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    Niedersächsischer Landtag –16. Wahlperiode Drucksache 16/2813 Aufwuchs in Höhe von 200 000 Euro für die dann neu zu integrierenden Jahrgänge 3-jähriger Kin- der in die Mipla eingestellt: Niedersächsischer Landtag – 16. Wahlperiode Drucksache 16/2813 Haushaltsjahr 2011 1 550 000 Euro für die dann 3- bis 7-jährigen Kinder Haushaltsjahr 2012 1 750 000 Euro für die dann 3- bis 8-jährigen Kinder Haushaltsjahr 2013 1 950 000 Euro für die dann 3- bis 9-jährigen Kinder Aufwuchs in Höhe von 200 000 Euro für die dann neu zu integrierenden Jahrgänge 3-jähriger Kin- Die Entscheidung des Haushaltsgesetzgebers über weitere jährliche Aufwüchse für 2014 bis 2016 der in die Mipla eingestellt: bleibt abzuwarten. Für die Förderung des Kooperationsprojektes „Wir machen die Musik“ stehen Mittel aus dem Haushalt des MWK sowieEuro Kindertagesstätten- 7-jährigen Kinder Haushaltsjahr 2011 1 550 000 der für die dann 3- bis bzw. Musikschulträger und ande- rer Drittmittelgeber zur Verfügung. Für eine Förderung von Kooperationsangeboten der Musikschu- Haushaltsjahr 2012 1 750 000 Euro für die dann 3- bis 8-jährigen Kinder len mit Grundschulen, die im Schuljahr 2010/2011 beginnen, können weiterhin die Budgets für pä- dagogische Mitarbeiterinnen und950 000 Euro sowie die dann 3- bis 9-jährigen Kinder Haushaltsjahr 2013 1 Mitarbeiter für gegebenenfalls für Ganztagsangebote genutzt werden. Derzeit wird Entscheidung des Haushaltsgesetzgebers Musik und Musikpädagogischefür 2014 bis 2016 Die geprüft, inwieweit die Kontaktstellen über weitere jährliche Aufwüchse Werkstätten zu Regionalen Kompetenzzentrendie Förderung des Kooperationsprojektes „Wir werden könnten. Potenzi- bleibt abzuwarten. Für für musikalische Bildung weiterentwickelt machen die Musik“ stehen al besitzen die Kontaktstellen des MWK sowie der Kindertagesstätten- bzw. nicht nur im Zusammen- Mittel aus dem Haushalt und Musikpädagogischen Werkstätten Musikschulträger und ande- schluss der Drittmittelgeber zur Verfügung. Für eine Förderung von Kooperationsangeboten der Musikschu- rer regionalen Musikpartner vor Ort, sondern auch mit Blick auf die Qualitätsentwicklung sämtlicher landesweiten Programme im Bereich musikalischer Bildung weiterhin die Budgets für pä- len mit Grundschulen, die im Schuljahr 2010/2011 beginnen, können (z. B. Musikalisierungspro- dagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie gegebenenfalls für Ganztagsangebote genutzt gramm an Kindertagesstätten und Grundschulen, „Hauptsache : Musik“ etc.). werden. Derzeit wird geprüft, inwieweit die Kontaktstellen Musik und Musikpädagogische Werkstätten zu Regionalen Kompetenzzentren für musikalische Bildung weiterentwickelt werden könnten. Potenzi- al besitzen die Kontaktstellen und Musikpädagogischen Werkstätten nicht nur im Zusammen- schluss der regionalen Musikpartner vor Ort, sondern auch mit Blick auf die Qualitätsentwicklung sämtlicher landesweiten Programme im Bereich musikalischer Bildung (z. B. Musikalisierungspro- gramm an Kindertagesstätten und Grundschulen, „Hauptsache : Musik“ etc.). (Ausgegeben am 13.09.2010) 5 (Ausgegeben am 13.09.2010) 5 51
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 4 Kita Mehr Erleben mit Musik „Für den Bereich der Musik bringt das Kind seine eigene musikalische Grundausstattung mit: seine Stimme als eigenes Instrument und seinen Herzschlag als Grundrhyth­ mus. Über Sprechgesang, Sing­ und rhythmische Spiele und WIr MAcHEn Lieder erschließt sich das Kind die Musik. dIE MUSIK! Es erfährt sich und seine soziale wie materielle Umwelt aber auch im Kontext von Sprache, Tempo, Klang, Körper Das Programm Wir machen die Musik! fördert seit dem und Bewegung. Musik hat eine wichtige Bedeutung für Schuljahr 2009/10 die Zusammenarbeit von Musikschulen und das Zusammenleben in der Gruppe. Hier ist auch Raum anderen öffentlichen Bildungseinrichtungen. Es leistet damit dafür, Lieder aus anderen Kulturkreisen kennen zu lernen. einen Beitrag zur Entwicklung der kommunalen Bildungsland­ Durch Musikmachen oder Singen kann Gemeinsamkeit zum schaft. Ausdruck gebracht und können besondere Rituale im Tages­ Finanziert werden die Projekte durch das Land Niedersachsen oder Wochenlauf unterstrichen werden. Kein Tag in der und die örtlichen Bildungspartner. Tageseinrichtung sollte vergehen, ohne dass Musik in der Den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen für alle einen oder anderen Weise selber gemacht wird.“ Angebote bilden abgestimmte Förderleitlinien. Träger des Programms ist der Landesverband niedersächsischer Musik­ Aus dem „Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elemen­ schulen im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für tarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder“ Wissenschaft und Kultur. r Wiachen die Für Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an Ihre örtliche Musikschule oder an den Landesverband niedersäch­ sischer Musikschulen. m Musik! Landesverband niedersächsischer Musikschulen e. V. Arnswaldtstraße 28 | 30159 Hannover Telefon: + 49.511.159 19 | Telefax: + 49.511.159 01 Mail: info@musikschulen­niedersachsen.de www.musikschulen­niedersachsen.de www.wirmachendiemusik.de Präsidentin: Gitta Connemann MdB Das Musikalisierungsprogramm für alle Kinder in Niedersachsen Landesverband niedersächsischer Musikschulen www.wirmachendiemusik.de Musik ist Zukunft Wie es klingen kann Ziele des Förderprogramms Das musikalische Angebot Die musikalischen Angebote basieren auf etablierten Me­ Der Landesverband niedersächsischer Musikschulen hat in thoden und Materialien der Elementaren Musikpädagogik. enger Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Ministe­ Sie folgen einem offenen Konzept. Ziele und Inhalte des rium für Wissenschaft und Kultur, dem Niedersächsischen Angebots werden individuell auf die Bedürfnisse der Kita Kultusministerium sowie den Kommunalen Spitzenverbänden und der Kinder abgestimmt. Niedersachsens das Musikalisierungsprogramm Wir machen die Musik! konzipiert. Das Programm will möglichst vielen Kindern verbesserte Ent­ In einem Alter, das durch Spielfreude, Unbefangenheit wicklungs­ und Bildungschancen eröffnen. Sie sollen in allen beim Singen und Bewegen sowie Offenheit gegenüber Phasen ihrer Entwicklung von 0 bis 10 Jahren ein elementares verschiedensten musikalischen Stilen charakterisiert und altersgerechtes musikalisches Angebot erhalten. Mit dem ist, können musikalische Erfahrungen phantasievoll Förderprogramm sollen landesweit 80 % aller Kinder im Kinder­ und experimentell gemacht werden. Musik ist Bildung gartenalter erreicht werden. Die Durchführung der musikalischen Angebote erfolgt Die meisten Kinder im Vorschulalter kommen heute vor allem grundsätzlich in enger Zusammenarbeit zwischen musik­ Musik Hand in Hand passiv mit Musik in Berührung. Musik ist überall: im Radio, pädagogischen Fachkräften und Erzieherinnen. Auf diese Fernsehen, Computer und im Supermarkt. Sie wird jedoch Weise erhalten Erzieherinnen fortlaufend Anregungen für selten selbst gemacht, denn es gibt nur wenige Familien, in Gemeinsam den Ton angeben die Erweiterung des eigenen pädagogischen Repertoires denen noch gesungen oder musiziert wird. Dabei unterstützt und können so dazu beitragen, dass Musik zu einem festen aktives Singen und Musizieren die kognitive Entwicklung von Bestandteil im Kitaalltag wird. Die musikalische Bildung ist Auftrag von Kindertageseinrich­ Kindern. Über Singen, Rhythmus und Bewegung können zum tungen und Musikschulen gleichermaßen. Im Rahmen von Beispiel Fähigkeiten gefördert werden, die zum Erlernen einer Wir machen die Musik! arbeiten beide Einrichtungen zusam­ Sprache notwendig sind. Musik ermöglicht eine ganzheitliche men, um das gemeinsame Singen, Spielen und Tanzen von Förderung, die Emotionalität, Kreativität, Motorik, kognitives Kindern im Elementarbereich zu fördern. und soziales Lernen umfasst. Aus diesem Grund sollten mög­ lichst alle Kinder in niedersächsischen Kindertageseinrichtun­ gen ein elementares musikalisches Angebot und damit einen Basis ist eine Verzahnung von pädagogischen Ansätzen Zugang zur Musik erhalten. aus Musikschulen und Kindertageseinrichtungen zur elementaren Bildung und Erziehung von Kindern. „Musik ist ein wichtiger Bestandteil der Bildung. Wir werden So werden auch die vielfältigen Bildungsangebote der deshalb mit den Landkreisen und den Kommunen dafür Sorge Kita, wie etwa die Bewegungs- und Sprachförderung oder tragen, dass alle Kinder in Niedersachsen Zugang zu musika­ die Integration von Kindern mit besonderem Förderbe- lischer Bildung erhalten. Die Zusammenarbeit von Musikschu­ darf, unterstützt. len mit Kindergärten und Schulen fördern wir, um möglichst früh alle Kinder in Niedersachsen zu erreichen.“ Aus der Regierungserklärung der niedersächsischen CDU/FDP­Landes­ Mit dem wöchentlich stattfindenden, individuell angepassten regierung 2008 Angebot sollen alle Kinder einer Kita angesprochen werden. Fotos: Janko Woltersmann 52
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    schule Wie es klingenkann Das musikalische Angebot Folgende Angebote von öffentlichen Musikschulen an allgemein bildenden Schulen werden im Rahmen von Wir machen die Musik! gefördert: WIr MacheN dIe MusIK! INstruMeNtaLe OrIeNtIeruNgsaNgebOte Das Programm Wir machen die Musik! fördert seit dem Schuljahr 2009/10 die Zusammenarbeit von Musikschulen • Kennenlernen aller Instrumente und anderen öffentlichen Bildungseinrichtungen. Es leistet • Ausprobieren durch Anfassen, Hineinblasen, damit einen Beitrag zur Entwicklung der kommunalen Bil- Anstreichen u.s.w. dungslandschaft. • Erkennen von Interessen und Lieblingsinstrumenten Finanziert werden die Projekte durch das Land Niedersachsen der Kinder und die örtlichen Bildungspartner. Den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen für alle MusIzIeraNgebOte MIt gLeIcheN uNd Angebote bilden abgestimmte Förderleitlinien. Träger des geMIschteN INstruMeNteN Programms ist der Landesverband niedersächsischer Musik- die Klasse als Orchester schulen im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für • Elementarer Musikunterricht verbunden mit dem Wissenschaft und Kultur. Erlernen und Spielen eines Instruments in der Gruppe • Große Auswahl an möglichen Instrumenten (Streich-, Blas-, Tasten-, Zupf- oder Perkussionsinstrumente) Für Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an Ihre r Wiachen die • Einbezug von Instrumenten aus anderen Kultur- örtliche Musikschule oder an den Landesverband niedersäch- kreisen, Rock- und Popmusik sischer Musikschulen. VOKaLe aNgebOte Landesverband niedersächsischer Musikschulen e. V. m Musik! der gesang im Mittelpunkt Arnswaldtstraße 28 | 30159 Hannover • Sing- und Chorklassen als besondere Form des Telefon: + 49.511.159 19 | Telefax: + 49.511.159 01 Klassenmusizierens • Stimmbildung und gemeinsames Singen stehen Mail: info@musikschulen-niedersachsen.de mehrmals in der Woche auf dem Stundenplan www.musikschulen-niedersachsen.de www.wirmachendiemusik.de Präsidentin: Gitta Connemann MdB Bei allen Angeboten sind musikalische Vorkenntnisse der Kinder nicht erforderlich. Die Angebote der Musikschulen Das Musikalisierungsprogramm für werden individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse der allgemein bildenden Schulen abgestimmt. alle Kinder in Niedersachsen Landesverband Niedersächsischer Musikschulen www.wirmachendiemusik.de Musik ist bildung Musik hand in hand Gemeinsam den Ton angeben „Kreativität und Leistungsvermögen steigen bei Kindern aus musikbetonten Grundschulen signifikant. Verstärkte Musik- Wir machen die Musik! vereint die Kräfte allgemein bilden- erziehung hilft vor allem Schülern mit Konzentrationsdefiziten der Schulen und Musikschulen durch gezielte Zusammen- und beugt sozialen Ausgrenzungen vor. Erweiterte Musiker- arbeit. Mit der Zielsetzung des gemeinsamen Singens und ziehung ist eine soziale Chance in der Prophylaxe von Gewalt Musizierens wird der schulische Musikunterricht durch und Aggression unter Kindern und Jugendlichen in unserer Angebote der Musikschulen ergänzt. Gesellschaft.“ Aus den Ergebnissen der Langzeitstudie an Berliner Grundschulen, der sog. „Bastian-Studie“ 2000 Musik ist zukunft Gemeinsames Singen und Musizieren in der Schule macht nicht nur Spaß, sondern stärkt die Klassengemeinschaft und Ziele des Förderprogramms wirkt sich positiv auf Leistungsfähigkeit und Lernverhalten von Schülerinnen und Schülern aus. Dies belegen unabhängige Der Landesverband niedersächsischer Musikschulen hat wissenschaftliche Studien und langjährige Erfahrungen in der in enger Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Praxis. Musik ist somit ein elementarer Bestandteil des Kon- Ministerium für Wissenschaft und Kultur, dem Niedersäch- zeptes schulischer Bildung und Erziehung. Musik ermöglicht sischen Kultusministerium sowie den Kommunalen Spitzen- eine ganzheitliche Förderung, die Emotionalität, Kreativität, verbänden Niedersachsens das Musikalisierungsprogramm Motorik, kognitives und soziales Lernen umfasst. Aus diesem Wir machen die Musik! konzipiert. Alle Kinder einer Grundschule, die ein besonderes Grund sollten möglichst viele Kinder in der Grundschule ein Interesse am Singen und Musizieren zeigen, oder Angebot zum gemeinsamen Singen und Musizieren erhalten. musikalisch gefördert werden sollen, erhalten so die Das Programm will möglichst vielen Kindern verbesserte Möglichkeit, ein zusätzliches musikalisches Wahlange- Entwicklungs- und Bildungschancen eröffnen. Sie sollen bot wahrzunehmen. in allen Phasen ihrer Entwicklung von 0 bis 10 Jahren ein wöchentliches und altersgerechtes musikalisches Ange- bot erhalten. Mit dem Förderprogramm sollen landesweit Die musikalischen Angebote sind mit dem Kerncurriculum 30 % aller Grundschulkinder erreicht werden. der allgemein bildenden Schule verzahnt und nach Möglich- keit in die Stundentafel integriert. Der Unterricht findet im Klassenverband oder auch im Rahmen schulischer Arbeits- „Musik ist ein wichtiger Bestandteil der Bildung. Wir werden gemeinschaften statt. deshalb mit den Landkreisen und den Kommunen dafür Sorge tragen, dass alle Kinder in Niedersachsen Zugang zu musika- lischer Bildung erhalten. Die Zusammenarbeit von Musikschu- len mit Kindergärten und Schulen fördern wir, um möglichst früh alle Kinder in Niedersachsen zu erreichen.“ Aus der Regierungserklärung der CDU/FDP-Landesregierung 2008 Fotos: Kris Finn 53
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    Landesverband Niedersächsischer Musikschulen�Jahresbericht 2010 Musikschulen in Niedersachsen Musikschule Straße PLZ Ort Telefon Gerhard-Most-Musikschule Alfeld e.V. Ständehausstraße 1 31061 Alfeld/Leine (05181) 7048711 Musikschule Landkreis Aurich gGmbH An der Stiftsmühle 10 26603 Aurich (04941) 959706 Jugendmusikschule Bad Münder e.V. Lange Straße 51 31848 Bad Münder (05042) 81701 Musikschule Bad Pyrmont e.V. Humboldtstraße 30 31812 Bad Pyrmont (05281) 949688 Musikschule Bad Zwischenahm e.V. Humboldtstr. 1d 26149 Bad Zwischenahn (04403) 59631 Musikschule Bederkesa e.V. Friedhofsweg 1 27624 Bad Bederkesa (04745) 5055 Gemeinsame Musikschule Beverstedt-Hagen Wesermünder Straße 6 27616 Beverstedt (04747) 18134 Musikschule Wesermarsch e.V. Breite Str. 51 26919 Brake (04401) 695257 Städtische Musikschule Braunschweig Augusttorwall 5 38100 Braunschweig (0531 ) 4704960 Musische Akademie im CJD Braunschweig Neustadtring 9 38114 Braunschweig (0531) 12312110 Musikschule für die Stadt Buchholz Dependahl 8 21244 Buchholz (04186) 8314 Musikschule Schaumburger Märchensänger e.V. Goergstraße 7 31675 Bückeburg (05722) 3548 Musikschule Ostkreis Hannover e.V. Schulstr. 11 31303 Burgdorf (05136) 2027 Kreismusikschule Celle Kanonenstr. 4 29221 Celle (05141) 9162100 Musikschule des Landkreises Cloppenburg e.V. Bült 6 49661 Cloppenburg (04471) 99990 Musikschule der Stadt Delmenhorst Schulstr. 19 27747 Delmenhorst (04221) 14113 CJD Musikschule Elze Dr.-Martin-Freytag -Str.1 31008 Elze (05068) 466117 Musikschule Emden e.V. Brückstraße 92 26725 Emden (04921) 588495 Musikschule der Stadt Garbsen Rathausplatz 1 30823 Garbsen (05131) 707260 Calenberger Musikschule e.V. Lange Feldstraße 10 30989 Gehrden (05108) 927150 Bildungszentrum des Landkreises Gifhorn Musikschule Freiherr-vom-Stein-Straße 24 38518 Gifhorn (05371) 82445 Kreismusikschule Goslar e.V. Marktstraße 43 38642 Goslar (05321) 40540 Musikschule für den Landkreis Göttingen Reinhäuser Landstraße 4 37083 Göttingen (0551 ) 525500 JMS der Stadt Hameln Waterloostr. 10 31785 Hameln (05151) 2021285 Musikschule der Landeshauptstadt Hannover Maschstraße 22-24 30169 Hannover (0511) 16844137 Musikschule Samtgemeinde Hanstedt e.V. Buchholzer Str.1 21271 Hanstedt (04184) 888844 Kreismusikschule Helmstedt e.V. Elzweg 4 38350 Helmstedt (05351) 40074 Musikschule Hemmingen e.V. Hohe Bünte 2 30966 Hemmingen (05114) 28685 Musikschule an der Oste e.V. Lamstedter Str.1a 21745 Hemmoor (04771) 3214 Musikschule Hildesheim e.V. Waterloostraße 24 A 31135 Hildesheim (05121) 2067790 Musikschule Holzminden e.V. Moltkestr. 5 37603 Holzminden (05531) 4711 Musikschule Isernhagen Burgwedel e.V. Hauptstr. 68 30916 Isernhagen (05139) 4088 Musikschule Laatzen e.V. Mergenthalerstr. 3 a 30880 Laatzen (0511) 2208245 Musikschule Langen Ziegeleistr. 16 27607 Langen (04743) 6099 Musikschule der Stadt Langenhagen Walsroder Str. 91 b 30851 Langenhagen (0511) 771612 Kreismusikschule Leer Am Schloßpark 1 26789 Leer (0491) 73740 Musikschule Lohne e.V. Josefstr. 22 49393 Lohne (04442) 921600 54
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    Musikschule Straße PLZ Ort Telefon Loxstedter Musikschule Am Wedenberg 10 27612 Loxstedt (04744) 4853 Musikschule Lüchow-Dannenberg gGmbH Johannisstr. 15 29439 Lüchow (05841) 979791 Musikschule der Hansestadt Lüneburg An der Münze 7 21335 Lüneburg (04131) 309391 Musikschule des Emslandes e.V. Kleiststraße 7 49716 Meppen (05931) 98060 Musikschule Hollenstedt und Umgebung e.V. Ruhmannshof 2 21647 Moisburg (04165) 6189 Musikschule Neuenkirchen-Vörden e.V. Bahnhofstraße 22 49434 Neuenk.-Vörden (05493) 5599 Musikschule Neustadt e.V. Lindenstraße 13 31535 Neustadt (05032) 894910 Musikschule Nienburg/W. e.V. Leinstr.48 A 31582 Nienburg (05021) 4008 Musikschule Nordhorn Lingener Str. 3 48531 Nordhorn (05921) 878336 Musikschule der Stadt Oldenburg Wilhelmstr. 18 26121 Oldenburg (0441) 2352735 Kreismusikschule Osnabrück e.V. Am Schölerberg 5 49082 Osnabrück (0541) 501204 Musik- und Kunstschule der Stadt Osnabrück Caprivistraße 1 49076 Osnabrück (0541) 3234149 Kreismusikschule Osterholz e.V. Lindenstr. 55 27711 Osterh.-Scharmb. (04791) 5099 Kreismusikschule d. Landkreises Osterode a.H. Herzberger Str. 5 37520 Osterode a.H. (05522) 920723 Kreismusikschule Peine Stederdorfer Straße 8/9 31224 Peine (05171) 4013244 Kreisjugendmusikschule Schaumburg Klosterstr. 21a 31737 Rinteln (05751) 42014 Kreismusikschule Rotenburg Freudenthalstraße 1a 27356 Rotenburg (04261) 9833333 Musikschule der Stadt Salzgitter Wehrstraße 27 38226 Salzgitter (05341) 8393709 Musikschule der Gemeinde Schiffdorf Ostdeutsche Str. 3 27619 Schiffdorf (04706) 319 Musikschule Seelze Bgm.-Röber-Platz 1 30926 Seelze (0511) 40049822 Musikschule Seevetal e.V. Bgm.-Heitmann-Straße 34 a 21217 Seevetal (040) 70102249 Heidekreis-Musikschule Winsener Straße 32 29614 Soltau (05191) 71728 Musikschule Springe/Haus der Musik am Deister e.V. Hinter der Burg 3 31832 Springe (05041) 4869 Kreisjugendmusikschule Stade e.V. Kehdinger Mühren 1 21682 Stade (04141) 3814 Kreismusikschule des Landkreis Diepholz Amtshof 3 28857 Syke (04242) 9764143 Musikschule Niedergrafschaft Höcklenkamper Str. 26 49843 Uelsen (05942) 575 Musikschule für Kreis und Stadt Uelzen Am Alten Kreishaus 1 29525 Uelzen (0581) 43040 Musikschule des Landkreises Vechta e.V. Willohstraße 19 49377 Vechta (04441) 858090 Musikschule des Landkreises Verden Artilleriestraße 8 27283 Verden (Aller) (04231) 15363 Musikschule Wedemark e.V. Ortsriede 12 30900 Wedemark (05130) 2180 Musikschule Ammerland e.V. Lange Straße 15 26655 Westerstede (04488) 565200 Kreismusikschule Oldenburg gGmbH Burgstraße 17 27793 Wildeshausen (04431) 7085281 Musikschule Wilhelmshaven gGmbH Zedeliusstr. 1 26384 Wilhelmshaven (04421) 60980 Musikschule Winsen/Luhe und Umgebung e.V. St.- Barbara - Weg - Weg 7 21423 Winsen (04171) 62777 VHS u. Musikschule Friesland-Wittmund gGmbH Finkenburgstr. 9 26409 Wittmund (04462) 863331 Bildungszentrum Landkreis Wolfenbüttel Musikschule Harzstraße 2/3 38300 Wolfenbüttel (05331) 84140 Musikschule der Stadt Wolfsburg Goethestraße 10a 38440 Wolfsburg (05361) 29720 55
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    Impressum Landesverband niedersächsischer Musikschulene. V. Arnswaldtstraße 28 30159 Hannover Telefon: + 49 . 511.159 19 Telefax: + 49 . 511.159 01 E-Mail: info@musikschulen-niedersachsen.de Internet: www.musikschulen-niedersachsen.de www.wirmachendiemusik.de Verantwortlich: laus Bredl (Geschäftsführer) K Bildnachweis: Titel: Kris Finn | Innenteil: Kris Finn, Nico Herzog Gestaltung: ocmoc.net K Layout | Satz: Sonja Leben Druck: Interdruck Berger + Herrmann GmbH
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    www.musikschulen-niedersachsen.de www.wirmachendiemusik.de Der Landesverband niedersächsischer Musikschulen wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.