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Wo sind sie?
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Wo sind sie?
● 98% der Tiere, welche in Deutschland zum
Verzehr gehalten werden leben in
Massentierhaltung:
→ 95,7 % der Rinder
→ 99,3 % der Schweine
→ 97,9 % des Geflügel
(Zahlen vom statistischem Bundesamt 2008)
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● 98% der Tiere, welche in Deutschland zum
Verzehr gehalten werden leben in
Massentierhaltung:
→ 95,7 % der Rinder
→ 99,3 % der Schweine
→ 97,9 % des Geflügel
(Zahlen vom statistischem Bundesamt 2008)
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● Diese Tiere werden vom Zeitpunkt ihrer Geburt an auf
engstem Raum gehalten
● Oft sehen sie beim Transport zur Schlachtung
erstmals die Sonne
● Die Haltungsbedingungen fügen den Tieren großes
Leid zu
→ sie können ihre Bedürfnisse nicht befriedigen
→ ihnen werden große physische und psychische
Schmerzen zugefügt
Seite 7
Geschichte
● Davor existierten nur kleine Bauernhöfe
→ Fleisch und tierische Produkte als Luxusgüter
● Anfänge in den 30er Jahren in den USA in der
Hühnerhaltung
● Ab Anfang der 50er auch in Deutschland
● Seit den 50er und 60er auch bei Schweinen und
Rindern
Seite 8
● Grundstein Entdeckung von Vitamin A und Vitamin D
→ man kann nun Tiere das ganze Jahr in
geschlossenen Räumen halten
● Impfstoffe und Antibiotika können Krankheiten
eindämmen
● Sulfonamid + Antibiotika im Futter zur
Wachstumsförderung
● Genetische Manipulation der Tiere und des Futters um
Produktion billiger zu machen
Geschichte
Seite 9
● Ziel der Unternehmen ist die Gewinnmaximierung
→ Produkt soll mit geringst möglichen Kosten in
möglichst hohen Mengen produziert werden
→ Tiere werden als Produktionsfaktoren wie Boden
oder Kapital betrachtet
● Tiere sind Lebewesen mit Gefühlen, Bedürfnissen
und Interessen
→ das Wohlergehen der Tiere wird dem Gewinn
untergeordnet
Geschichte
Seite 10Hühner
Seite 11
● Heute existieren durch Züchtung zwei verschiedene
Hühnerarten:
eine für Eier = „Legehennen“
eine für Fleisch = „Masthühner“
● Legehennen werden in ihrem Leben bis zu 300 Eier
legen → mehr als 10 mal so viel wie ihre Vorfahren
● Masthühner setzten unglaublich schnell Brustfleisch
an → ihnen wurde u.a. das Sättigungsgefühl
weggezüchtet
Hühner
Seite 12
● Diese Hühner kommen oft schon krank auf die Welt,
auf Grund ihrer Genetik ist Leiden vorprogrammiert
● sie sind in der Natur nicht überlebensfähig
● sie können nicht fliegen
● Masthühner können sich auf natürlichem Wege nicht
mehr fortpflanzen
Hühner
Seite 13
„Masthühner“
● Hühner werden ihr ganzes Leben zu Zehntausenden
in fensterlosen Hallen gehalten
→ ohne Beschäftigungsplätze, ohne
Ruhemöglichkeiten
● Hühner stehen ihr ganzes Leben auf ihren eigenen
Exkrementen
→ sie bekommen meist ihr Leben lang kein frischen
Einstreu
● Routinemäßiger Antibiotikaeinsatz um Krankheiten
einzudämmen
Seite 14
„Masthühner“
● Hühner werden ihr ganzes Leben zu Zehntausenden
in fensterlosen Hallen gehalten
→ ohne Beschäftigungsplätze, ohne
Ruhemöglichkeiten
● Hühner stehen ihr ganzes Leben auf ihren eigenen
Exkrementen
→ sie bekommen meist ihr Leben lang kein frischen
Einstreu
● Routinemäßiger Antibiotikaeinsatz um Krankheiten
einzudämmen
Seite 15
● Verhaltensstörungen wie Federpicken entstehen;
diese können bis zu Kannibalismus ausarten
● Deswegen wird nach der Geburt den Hühnern die
Hälfte ihres Schnabels entfernt, mit einer scharfen
Klinge, ohne Betäubung
● Schnabel als wichtigstes Tastorgan, hier laufen die
Nervenzellen zusammen
→ extrem schmerzhaft
● Wenn zu viel entfernt wird, bedeutet dies für das Huhn
den Tod, da es nicht mehr essen und trinken kann
„Masthühner“
Seite 16
● Natürliche Lebenserwartung von Hühnern: 10 Jahre
→ in der Massentierhaltung werden sie nach 5 bis 7
Wochen geschlachtet
„Masthühner“
Seite 17
● Genetische Manipulation + ihr Futter steckt voller
wachstumsfördernder Medikamente
→ Wachstumsgeschwindigkeit auf Menschen
übertragen: 2 Jahre alt, Gewicht von 158 Kilogramm
● Hühner leiden unter chronischen Gelenkschmerzen;
sie können sich kaum bewegen
● Muskel- und Fettwachstum deutlich schneller als
Skelett
→ Deformationen und Krankheiten
→ Knochenbrüche, aufgrund zu hohen Gewicht
„Masthühner“
Seite 18
● Viele haben Schwierigkeiten beim Gehen
● Die meisten leiden unter chronischen Schmerzen
● Weitere Krankheiten, unter denen die Hühner oft
leiden: Augenschäden, Lähmungen, bakterielle
Knocheninfektionen, Wirbelverschiebungen, innere
Blutungen, Anämie, Sehnenschäden, verkrümmte
Unterschenkel und Hälse und Erkrankungen der
Atemwege
„Masthühner“
Seite 19
„Masthühner“
● Licht wird in den Hallen so gesteuert, dass die höchste
Produktivität entsteht:
→ die ersten 7 Tage Licht dauerhaft an; Tiere essen
so mehr
→ danach pro Tag 4 Stunden Dunkelheit, damit die
Tiere gerade genug Schlaf kriegen um nicht zu
sterben
● Aufgrund dem Licht, der Überfüllung, dem dauerhaften
Stress werden die Hühner verrückt
Seite 20
„Masthühner“
● Je nach Betrieb überleben 5-15% der Tiere diese
Bedingungen nicht
→ bis zu 3% sterben an krankhaften Zuckungen
→ manchmal über 5% sterben an einem Leiden, bei
dem sich die Bauchhöhle mit Flüssigkeit füllt
● Die toten Hühner werden einfach bei den lebendigen
in der Halle liegen gelassen
Seite 21
„Masthühner“
Video Massentierhaltung
Seite 22
„Legehennen“
● Männliche Hühner können keine Eier legen, es lohnt
sich für die Industrie nicht sie zu mästen
→ Jungtiere werden nach der Geburt nach Geschlecht
sortiert („Küken sexen“)
● Männliche Küken werden zerschreddert, vergast
oder erstickt
Seite 23
„Legehennen“
Video Küken sexen
Seite 24
● Weibliche Küken werden abtransportiert, auf engstem
Raum in Batteriekäfigen gehalten oder in
Bodenkäfigen eingepfercht
→ kaum Bewegungsfreiheit
→ sie können ihrem instinktivem Verhalten wie
Scharren und Picken kaum bis gar nicht nachkommen
„Legehennen“
Seite 25
● Für die Bildung der Eierschalen wird viel Kalzium
benötigt
→ Kalzium fehlt den Knochen; diese werden morsch
und brechen häufig
● Bleibt ein Ei an der Gebärmutter kleben, kann es diese
mit herausziehen
→ andere Hühner picken danach
→ betroffene Henne verblutet oder stirbt an einer
Infektion
„Legehennen“
Seite 26
● Nach einem Jahr sinkt die Legeleistung der
Hennen
→ es ist profitabler neue Tiere anzuschaffen
→ Hennen landen auf dem Schlachthof
„Legehennen“
Seite 27
Schlachtung
● Hühner werden in Transportkisten gestopft
→ Erwartungshaltung an Arbeiter: in 3½ Minuten
über 100 Hühner
→ entsprechend brutal gehen die Arbeiter vor
(Hühnerknochen brechen unter ihren Händen)
● Ungefähr 30% der Hühner die im Schlachthaus
ankommen haben frische Knochenbrüche (wegen
Behandlung beim Transport + Frankensteingenetik)
Seite 28
● Kisten werden auf Lastwagen geladen
→ Transporte bei allen Witterungsbedingungen
→ Tiere erhalten weder Essen noch Trinken
● Zur Schlachtung hängen Arbeiter die Hühner kopfüber
an Metallschlangen an ein automatisches Förderband
→ auch hier erfolgen Knochenbrüche
→ Tiere koten hier oft vor Angst und vor Schmerzen
Schlachtung
Seite 29
Schlachtung
Seite 30
Schlachtung
Seite 31
Schlachtung
● Förderband zieht die Tiere über ein elektrisch
geladenes Wasserbad zur Betäubung
→ wenn Hühner zu klein sind, falsch aufgehängt
werden oder ihren Kopf anheben misslingt die
Betäubung
● Danach wird den Tieren die Kehle aufgeschnitten
● Produktionsgeschwindigkeit durchschnittliche 8.400
Tiere pro Stunde
→ pro Sekunde mehr als 2 Hühner
→ oft werden die wichtigsten Arterien nicht getroffen
Seite 32
Schlachtung
Seite 33
Schlachtung
● Weitere Arbeiter schneiden den noch lebendigen
Hühnern per Hand die Kehle durch
→ auch diese erwischen aufgrund des hohen Tempos
nicht alle
● Danach kommen Hühner ins Brühbad, welches ihre
Federn entfernt
→ viele immer noch lebendig, einige bei vollem
Bewusstsein
Seite 34
Schweine
Seite 35
„Zuchtsauen“
● Werden von der Industrie dafür benutzt, so viele
Ferkel wie möglich zu gebären
→ moderne Zuchtsau kann 9 Ferkel gebären, säugen
und großziehen
→ Zuchtzahl wird von der Industrie immer weiter
erhöht
● Sobald Ferkel entwöhnt sind, werden der Sau
Hormone gespritzt, damit sie so rasch wie möglich
wieder empfängnisbereit sind
● Nur drei Wochen später wird sie wieder befruchtet;
Befruchtung erfolgt alle 5 bis 6 Monate bis
Fortpflanzungsfähigkeit nachlässt (nach 5 oder 6
Schwangerschaften)
Seite 36
„Zuchtsauen“
● In den meisten Fällen verbringen Sauen die 16
Wochen Schwangerschaft in einem Kastenstand, der
so eng ist, dass sie sich nicht umdrehen kann
→ Knochendichte nimmt ab wegen
Bewegungsmangel
→ es gibt kein Einstreu, daher bekommt das Tier vom
Reiben am Käfig oft münzgroße, schwärzlich
schwärende wunde Stellen
● Langweile, Isolation + Unterdrückung des starken
Blutpflegetriebs erzeugen tief greifendes Leid
Seite 37
„Zuchtsauen“
Seite 38
„Zuchtsauen“
● Die Schweine stehen auf ihren eigenen Exkrementen,
die sie durch eine Bodenspalte treten müssen
→ sie mögen von Natur aus nicht am gleichen Ort
schlafen, an dem sie defäkieren
● Zum Abferkeln kommen die Sauen in noch engere
Käfige: das Abferkelgitter
→ man muss Schweine mit Eisenstangen prügeln,
damit sie dieses betreten
→ 7% der Zuchtsauen überleben diese Bedingungen
nicht
Seite 39
„Zuchtsauen“
Seite 40
„Zuchtsauen“
Seite 41
„Zuchtsauen“
● Viele Tiere werden in ihren Käfigen wahnsinnig; es
kommt zu Selbstverstümmelung +
Verhaltensstörungen bei denen immer wieder die
gleiche unsinnige Handlung wiederholt wird (bis zu
1000 Mal am Tag)
→ nagen an Gitterstäben
● Andere sitzen die ganze Zeit auf ihren Hinterfüßen
und lassen den Kopf hängen
→ Wissenschaftler nennen dies „Trauern“ oder
„erlernte Hilfslosigkeit“
Seite 42
„Zuchtsauen“
Seite 43
„Mastschweine“● Viele Ferkel schon deformiert geboren
→ übliche Geburtsfehler: Gaumenspalten,
Hermaphroditis, Schlupfwarzen, fehlender Anus,
Spreizstellung der Beine, Muskelzittern und
Leistenbrüche
● Ferkel haben ein natürliches Bedürfnis nach Wärme +
Nähe ihrer Mutter; wenn sie es schaffen durch die
Gitterstäbe zu kommen, kann es sein, dass sie
aufgrund der Enge zerdrückt werden
„Zuchtsauen“
Seite 44
● Innerhalb 48 Stunden nach der Geburt werden ihre
Schwänze abgeschnitten und ihre Zähne gekürzt
→ ohne Betäubung
→ unter den Bedingungen der Massentierhaltung ist
krankhaftes Schwanzbeißen die Norm; bis hin zu
Kannibalismus
● Umgebung der Ferkel meist warm und dunkel
gehalten
→ werden apathisch und leben ihr „soziales
Fehlverhalten“ nicht aus
„Zuchtsauen“
Seite 45
● ca. 10 Tage nach der Geburt werden den männlichen
Ferkel der Hoden aus dem Leib gerissen
→ ohne Betäubung
→ Grund: besserer Fleischgeschmack
● Zur Identifizierung manchmal münzgroße Stücke aus
den Ohren geschnitten
● Bis zur Entwöhnung sind bereits 9 bis 15% der Ferkel
verendet
„Zuchtsauen“
Seite 46
„Zuchtsauen“
Video Ferkelkastration
Seite 47
● Ohne Zwang hören Ferkel meist nach 15 Wochen auf
zu saugen
→ in Intensivhaltung werden sie nach 3 bis 4 Wochen
entwöhnt
● entwöhnte Ferkel kommen nun für die nächsten 6
Monate in eine Mastfabrik in engen Käfigen
→ wenn Tiere sich nicht bewegen können, verbrennen
sie weniger Kalorien, brauchen weniger Futter und
nehmen schneller Gewicht zu
„Zuchtsauen“
Seite 48
Schlachtung
● Feuchtwarme Atmosphäre + vom Stress geschwächte
Immunsysteme + giftige Gase des Kots und Urins
erzeugen Atemwegsprobleme und Lungenkrankheiten
→ Sterblichkeitsrate allein wegen dieser Krankheiten
bei 4-6%
● Wenn Schweine schlachtreif sind, werden sie auf
Sattelschlepper getrieben und zum Schlachthof
transportiert
→ so viele Schweine wie möglich in einen LKW, um
Geld zu sparen
→ drangvolle Enge, stundenlang kein Futter und
Wasser, kein Schutz vor extremen Temperaturen
Seite 49
● Manche Tiere überleben den Transport nicht, oder sind
nicht mehr in einem gehfähigen Zustand
● Nach dem Transport in Sammelboxen untergebracht →
Schweine werden mit Eisenstangen geschlagen, um sie
dort hinein und herauszubekommen
● Tiere müssen vor Schlachtung betäubt werden
Schlachtung
Seite 50
Schlachtung
Seite 51
Schlachtung
Seite 52
Schlachtung
● Aufhängen der betäubten Tiere an den Hinterbeinen
→ viele zappeln und wenden sich in den Ketten, da
Betäubung oft nicht funktioniert
● Beförderung zum „Stecher“, welcher die Kehle
aufschlitzt
● Dann werden die toten Schweine zur Betäubung in
kochend heißes Wasser getaucht
→ nach Angaben des BMELVs erreichen jedes Jahr
allerdings 500.000 Schweine in Deutschland den
Brühtank bei vollem Bewusstsein
Seite 53
Schlachtung
Seite 54
Schlachtung
Seite 55
● Arbeiter auf Schlachthöfen und in Massentierhaltung
sind hohem Stress + schlechten Arbeitsbedingungen
ausgesetzt und werden meist schlecht bezahlt
→ oft Einwanderer aus Osteuropa, welche gezwungen
sind solche Jobs anzunehmen
● Arbeiter sind dauernd mit Gewalt konfrontiert, bzw.
üben selbst Gewalt aus
→ dies führt zu Abstumpfung
→ sie lassen ihren Frust und ihre Gewalt an den
Tieren aus
→ Gewaltausbrüche + Sadismus gegenüber Tieren an
der Tagesordnung
Schlachtung
Seite 56
Milchkühe
● 72 % der Milchkühe leben in Engen Boxen mit
Spaltenböden
Seite 57
Milchkühe
●
Eine Kuh hat mit 700kg nur 4,5 m2
Seite 58
Milchkühe
● 1/3 der Milchkühe lebt in Anbindehaltung
Seite 59
Milchkühe
● Das Kalb wird der Mutter sofort weggenommen
Seite 60
Milchkühe
● Kühe werden auf ungesunde Höchstleistungen
gezüchtet und geben bis zu 50kg Milch am Tag,
obwohl 8kg für eine gesunde Kuh normal wären
Seite 61
● 29 Stunden voll Angst und Verzweiflung auf dem Weg
zum Schlachter
Milchkühe
Seite 62
Milchkühe
● 4 Millionen Rinder wurden 2011 allein in Deutschland
geschlachtet
Seite 63
● Nach der Tötung wird der Kopf des Tieres abgetrennt
Milchkühe
Seite 64
● Dann wird den Tieren die Haut vom Leib gezogen
Milchkühe
Seite 65
Video Schlachtung eines Rindes
Seite 66
● Das also steckt hinter tierischen Produkten:
Qual, Ausbeutung und Tod.
Seite 67
Impressum
Konzipiert und durchgeführt von:
Jonathan Steinhauser und Nadja Riesner
Tübingen für Tiere e. V.
c/o Infoladen
Schellingstrasse 6
72072 Tübingen
E-Mail: info@tuebingen-fuer-tiere.de
Web: www.tuebingen-fuer-tiere.de
Facebook: facebook.com/TuebingenFuerTiere
Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit
Seite 68
Quellen
Bilder: www.soylent-network.de
Tierschutz und industrielle Massentierhaltung im Bundestags-
Wahlprogramm 2013 Bündis 90 die Grünen
Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.
Bücher:
Pierschel, Marc (2012): Vegan! - Vegane Lebensweise für alle. Münster:
Compassion Media
Safran Foer, Jonathan (2010): Tiere Essen. Köln: Kiepenheuer & Witsch
Joy, Melanie (2013): Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe
anziehen. Münster: Compassion Media.
Zeitschrift:
Knowles, T.G. (1994): Handling and Transport of Spent Hens. World's
Poultry Science Journal 50
Links:
www.ausgemolken.net
www.merckvetmanual.com

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Massentierhaltung

  • 4. Seite 4 Wo sind sie? ● 98% der Tiere, welche in Deutschland zum Verzehr gehalten werden leben in Massentierhaltung: → 95,7 % der Rinder → 99,3 % der Schweine → 97,9 % des Geflügel (Zahlen vom statistischem Bundesamt 2008)
  • 5. Seite 5 ● 98% der Tiere, welche in Deutschland zum Verzehr gehalten werden leben in Massentierhaltung: → 95,7 % der Rinder → 99,3 % der Schweine → 97,9 % des Geflügel (Zahlen vom statistischem Bundesamt 2008)
  • 6. Seite 6 ● Diese Tiere werden vom Zeitpunkt ihrer Geburt an auf engstem Raum gehalten ● Oft sehen sie beim Transport zur Schlachtung erstmals die Sonne ● Die Haltungsbedingungen fügen den Tieren großes Leid zu → sie können ihre Bedürfnisse nicht befriedigen → ihnen werden große physische und psychische Schmerzen zugefügt
  • 7. Seite 7 Geschichte ● Davor existierten nur kleine Bauernhöfe → Fleisch und tierische Produkte als Luxusgüter ● Anfänge in den 30er Jahren in den USA in der Hühnerhaltung ● Ab Anfang der 50er auch in Deutschland ● Seit den 50er und 60er auch bei Schweinen und Rindern
  • 8. Seite 8 ● Grundstein Entdeckung von Vitamin A und Vitamin D → man kann nun Tiere das ganze Jahr in geschlossenen Räumen halten ● Impfstoffe und Antibiotika können Krankheiten eindämmen ● Sulfonamid + Antibiotika im Futter zur Wachstumsförderung ● Genetische Manipulation der Tiere und des Futters um Produktion billiger zu machen Geschichte
  • 9. Seite 9 ● Ziel der Unternehmen ist die Gewinnmaximierung → Produkt soll mit geringst möglichen Kosten in möglichst hohen Mengen produziert werden → Tiere werden als Produktionsfaktoren wie Boden oder Kapital betrachtet ● Tiere sind Lebewesen mit Gefühlen, Bedürfnissen und Interessen → das Wohlergehen der Tiere wird dem Gewinn untergeordnet Geschichte
  • 11. Seite 11 ● Heute existieren durch Züchtung zwei verschiedene Hühnerarten: eine für Eier = „Legehennen“ eine für Fleisch = „Masthühner“ ● Legehennen werden in ihrem Leben bis zu 300 Eier legen → mehr als 10 mal so viel wie ihre Vorfahren ● Masthühner setzten unglaublich schnell Brustfleisch an → ihnen wurde u.a. das Sättigungsgefühl weggezüchtet Hühner
  • 12. Seite 12 ● Diese Hühner kommen oft schon krank auf die Welt, auf Grund ihrer Genetik ist Leiden vorprogrammiert ● sie sind in der Natur nicht überlebensfähig ● sie können nicht fliegen ● Masthühner können sich auf natürlichem Wege nicht mehr fortpflanzen Hühner
  • 13. Seite 13 „Masthühner“ ● Hühner werden ihr ganzes Leben zu Zehntausenden in fensterlosen Hallen gehalten → ohne Beschäftigungsplätze, ohne Ruhemöglichkeiten ● Hühner stehen ihr ganzes Leben auf ihren eigenen Exkrementen → sie bekommen meist ihr Leben lang kein frischen Einstreu ● Routinemäßiger Antibiotikaeinsatz um Krankheiten einzudämmen
  • 14. Seite 14 „Masthühner“ ● Hühner werden ihr ganzes Leben zu Zehntausenden in fensterlosen Hallen gehalten → ohne Beschäftigungsplätze, ohne Ruhemöglichkeiten ● Hühner stehen ihr ganzes Leben auf ihren eigenen Exkrementen → sie bekommen meist ihr Leben lang kein frischen Einstreu ● Routinemäßiger Antibiotikaeinsatz um Krankheiten einzudämmen
  • 15. Seite 15 ● Verhaltensstörungen wie Federpicken entstehen; diese können bis zu Kannibalismus ausarten ● Deswegen wird nach der Geburt den Hühnern die Hälfte ihres Schnabels entfernt, mit einer scharfen Klinge, ohne Betäubung ● Schnabel als wichtigstes Tastorgan, hier laufen die Nervenzellen zusammen → extrem schmerzhaft ● Wenn zu viel entfernt wird, bedeutet dies für das Huhn den Tod, da es nicht mehr essen und trinken kann „Masthühner“
  • 16. Seite 16 ● Natürliche Lebenserwartung von Hühnern: 10 Jahre → in der Massentierhaltung werden sie nach 5 bis 7 Wochen geschlachtet „Masthühner“
  • 17. Seite 17 ● Genetische Manipulation + ihr Futter steckt voller wachstumsfördernder Medikamente → Wachstumsgeschwindigkeit auf Menschen übertragen: 2 Jahre alt, Gewicht von 158 Kilogramm ● Hühner leiden unter chronischen Gelenkschmerzen; sie können sich kaum bewegen ● Muskel- und Fettwachstum deutlich schneller als Skelett → Deformationen und Krankheiten → Knochenbrüche, aufgrund zu hohen Gewicht „Masthühner“
  • 18. Seite 18 ● Viele haben Schwierigkeiten beim Gehen ● Die meisten leiden unter chronischen Schmerzen ● Weitere Krankheiten, unter denen die Hühner oft leiden: Augenschäden, Lähmungen, bakterielle Knocheninfektionen, Wirbelverschiebungen, innere Blutungen, Anämie, Sehnenschäden, verkrümmte Unterschenkel und Hälse und Erkrankungen der Atemwege „Masthühner“
  • 19. Seite 19 „Masthühner“ ● Licht wird in den Hallen so gesteuert, dass die höchste Produktivität entsteht: → die ersten 7 Tage Licht dauerhaft an; Tiere essen so mehr → danach pro Tag 4 Stunden Dunkelheit, damit die Tiere gerade genug Schlaf kriegen um nicht zu sterben ● Aufgrund dem Licht, der Überfüllung, dem dauerhaften Stress werden die Hühner verrückt
  • 20. Seite 20 „Masthühner“ ● Je nach Betrieb überleben 5-15% der Tiere diese Bedingungen nicht → bis zu 3% sterben an krankhaften Zuckungen → manchmal über 5% sterben an einem Leiden, bei dem sich die Bauchhöhle mit Flüssigkeit füllt ● Die toten Hühner werden einfach bei den lebendigen in der Halle liegen gelassen
  • 22. Seite 22 „Legehennen“ ● Männliche Hühner können keine Eier legen, es lohnt sich für die Industrie nicht sie zu mästen → Jungtiere werden nach der Geburt nach Geschlecht sortiert („Küken sexen“) ● Männliche Küken werden zerschreddert, vergast oder erstickt
  • 24. Seite 24 ● Weibliche Küken werden abtransportiert, auf engstem Raum in Batteriekäfigen gehalten oder in Bodenkäfigen eingepfercht → kaum Bewegungsfreiheit → sie können ihrem instinktivem Verhalten wie Scharren und Picken kaum bis gar nicht nachkommen „Legehennen“
  • 25. Seite 25 ● Für die Bildung der Eierschalen wird viel Kalzium benötigt → Kalzium fehlt den Knochen; diese werden morsch und brechen häufig ● Bleibt ein Ei an der Gebärmutter kleben, kann es diese mit herausziehen → andere Hühner picken danach → betroffene Henne verblutet oder stirbt an einer Infektion „Legehennen“
  • 26. Seite 26 ● Nach einem Jahr sinkt die Legeleistung der Hennen → es ist profitabler neue Tiere anzuschaffen → Hennen landen auf dem Schlachthof „Legehennen“
  • 27. Seite 27 Schlachtung ● Hühner werden in Transportkisten gestopft → Erwartungshaltung an Arbeiter: in 3½ Minuten über 100 Hühner → entsprechend brutal gehen die Arbeiter vor (Hühnerknochen brechen unter ihren Händen) ● Ungefähr 30% der Hühner die im Schlachthaus ankommen haben frische Knochenbrüche (wegen Behandlung beim Transport + Frankensteingenetik)
  • 28. Seite 28 ● Kisten werden auf Lastwagen geladen → Transporte bei allen Witterungsbedingungen → Tiere erhalten weder Essen noch Trinken ● Zur Schlachtung hängen Arbeiter die Hühner kopfüber an Metallschlangen an ein automatisches Förderband → auch hier erfolgen Knochenbrüche → Tiere koten hier oft vor Angst und vor Schmerzen Schlachtung
  • 31. Seite 31 Schlachtung ● Förderband zieht die Tiere über ein elektrisch geladenes Wasserbad zur Betäubung → wenn Hühner zu klein sind, falsch aufgehängt werden oder ihren Kopf anheben misslingt die Betäubung ● Danach wird den Tieren die Kehle aufgeschnitten ● Produktionsgeschwindigkeit durchschnittliche 8.400 Tiere pro Stunde → pro Sekunde mehr als 2 Hühner → oft werden die wichtigsten Arterien nicht getroffen
  • 33. Seite 33 Schlachtung ● Weitere Arbeiter schneiden den noch lebendigen Hühnern per Hand die Kehle durch → auch diese erwischen aufgrund des hohen Tempos nicht alle ● Danach kommen Hühner ins Brühbad, welches ihre Federn entfernt → viele immer noch lebendig, einige bei vollem Bewusstsein
  • 35. Seite 35 „Zuchtsauen“ ● Werden von der Industrie dafür benutzt, so viele Ferkel wie möglich zu gebären → moderne Zuchtsau kann 9 Ferkel gebären, säugen und großziehen → Zuchtzahl wird von der Industrie immer weiter erhöht ● Sobald Ferkel entwöhnt sind, werden der Sau Hormone gespritzt, damit sie so rasch wie möglich wieder empfängnisbereit sind ● Nur drei Wochen später wird sie wieder befruchtet; Befruchtung erfolgt alle 5 bis 6 Monate bis Fortpflanzungsfähigkeit nachlässt (nach 5 oder 6 Schwangerschaften)
  • 36. Seite 36 „Zuchtsauen“ ● In den meisten Fällen verbringen Sauen die 16 Wochen Schwangerschaft in einem Kastenstand, der so eng ist, dass sie sich nicht umdrehen kann → Knochendichte nimmt ab wegen Bewegungsmangel → es gibt kein Einstreu, daher bekommt das Tier vom Reiben am Käfig oft münzgroße, schwärzlich schwärende wunde Stellen ● Langweile, Isolation + Unterdrückung des starken Blutpflegetriebs erzeugen tief greifendes Leid
  • 38. Seite 38 „Zuchtsauen“ ● Die Schweine stehen auf ihren eigenen Exkrementen, die sie durch eine Bodenspalte treten müssen → sie mögen von Natur aus nicht am gleichen Ort schlafen, an dem sie defäkieren ● Zum Abferkeln kommen die Sauen in noch engere Käfige: das Abferkelgitter → man muss Schweine mit Eisenstangen prügeln, damit sie dieses betreten → 7% der Zuchtsauen überleben diese Bedingungen nicht
  • 41. Seite 41 „Zuchtsauen“ ● Viele Tiere werden in ihren Käfigen wahnsinnig; es kommt zu Selbstverstümmelung + Verhaltensstörungen bei denen immer wieder die gleiche unsinnige Handlung wiederholt wird (bis zu 1000 Mal am Tag) → nagen an Gitterstäben ● Andere sitzen die ganze Zeit auf ihren Hinterfüßen und lassen den Kopf hängen → Wissenschaftler nennen dies „Trauern“ oder „erlernte Hilfslosigkeit“
  • 43. Seite 43 „Mastschweine“● Viele Ferkel schon deformiert geboren → übliche Geburtsfehler: Gaumenspalten, Hermaphroditis, Schlupfwarzen, fehlender Anus, Spreizstellung der Beine, Muskelzittern und Leistenbrüche ● Ferkel haben ein natürliches Bedürfnis nach Wärme + Nähe ihrer Mutter; wenn sie es schaffen durch die Gitterstäbe zu kommen, kann es sein, dass sie aufgrund der Enge zerdrückt werden „Zuchtsauen“
  • 44. Seite 44 ● Innerhalb 48 Stunden nach der Geburt werden ihre Schwänze abgeschnitten und ihre Zähne gekürzt → ohne Betäubung → unter den Bedingungen der Massentierhaltung ist krankhaftes Schwanzbeißen die Norm; bis hin zu Kannibalismus ● Umgebung der Ferkel meist warm und dunkel gehalten → werden apathisch und leben ihr „soziales Fehlverhalten“ nicht aus „Zuchtsauen“
  • 45. Seite 45 ● ca. 10 Tage nach der Geburt werden den männlichen Ferkel der Hoden aus dem Leib gerissen → ohne Betäubung → Grund: besserer Fleischgeschmack ● Zur Identifizierung manchmal münzgroße Stücke aus den Ohren geschnitten ● Bis zur Entwöhnung sind bereits 9 bis 15% der Ferkel verendet „Zuchtsauen“
  • 47. Seite 47 ● Ohne Zwang hören Ferkel meist nach 15 Wochen auf zu saugen → in Intensivhaltung werden sie nach 3 bis 4 Wochen entwöhnt ● entwöhnte Ferkel kommen nun für die nächsten 6 Monate in eine Mastfabrik in engen Käfigen → wenn Tiere sich nicht bewegen können, verbrennen sie weniger Kalorien, brauchen weniger Futter und nehmen schneller Gewicht zu „Zuchtsauen“
  • 48. Seite 48 Schlachtung ● Feuchtwarme Atmosphäre + vom Stress geschwächte Immunsysteme + giftige Gase des Kots und Urins erzeugen Atemwegsprobleme und Lungenkrankheiten → Sterblichkeitsrate allein wegen dieser Krankheiten bei 4-6% ● Wenn Schweine schlachtreif sind, werden sie auf Sattelschlepper getrieben und zum Schlachthof transportiert → so viele Schweine wie möglich in einen LKW, um Geld zu sparen → drangvolle Enge, stundenlang kein Futter und Wasser, kein Schutz vor extremen Temperaturen
  • 49. Seite 49 ● Manche Tiere überleben den Transport nicht, oder sind nicht mehr in einem gehfähigen Zustand ● Nach dem Transport in Sammelboxen untergebracht → Schweine werden mit Eisenstangen geschlagen, um sie dort hinein und herauszubekommen ● Tiere müssen vor Schlachtung betäubt werden Schlachtung
  • 52. Seite 52 Schlachtung ● Aufhängen der betäubten Tiere an den Hinterbeinen → viele zappeln und wenden sich in den Ketten, da Betäubung oft nicht funktioniert ● Beförderung zum „Stecher“, welcher die Kehle aufschlitzt ● Dann werden die toten Schweine zur Betäubung in kochend heißes Wasser getaucht → nach Angaben des BMELVs erreichen jedes Jahr allerdings 500.000 Schweine in Deutschland den Brühtank bei vollem Bewusstsein
  • 55. Seite 55 ● Arbeiter auf Schlachthöfen und in Massentierhaltung sind hohem Stress + schlechten Arbeitsbedingungen ausgesetzt und werden meist schlecht bezahlt → oft Einwanderer aus Osteuropa, welche gezwungen sind solche Jobs anzunehmen ● Arbeiter sind dauernd mit Gewalt konfrontiert, bzw. üben selbst Gewalt aus → dies führt zu Abstumpfung → sie lassen ihren Frust und ihre Gewalt an den Tieren aus → Gewaltausbrüche + Sadismus gegenüber Tieren an der Tagesordnung Schlachtung
  • 56. Seite 56 Milchkühe ● 72 % der Milchkühe leben in Engen Boxen mit Spaltenböden
  • 57. Seite 57 Milchkühe ● Eine Kuh hat mit 700kg nur 4,5 m2
  • 58. Seite 58 Milchkühe ● 1/3 der Milchkühe lebt in Anbindehaltung
  • 59. Seite 59 Milchkühe ● Das Kalb wird der Mutter sofort weggenommen
  • 60. Seite 60 Milchkühe ● Kühe werden auf ungesunde Höchstleistungen gezüchtet und geben bis zu 50kg Milch am Tag, obwohl 8kg für eine gesunde Kuh normal wären
  • 61. Seite 61 ● 29 Stunden voll Angst und Verzweiflung auf dem Weg zum Schlachter Milchkühe
  • 62. Seite 62 Milchkühe ● 4 Millionen Rinder wurden 2011 allein in Deutschland geschlachtet
  • 63. Seite 63 ● Nach der Tötung wird der Kopf des Tieres abgetrennt Milchkühe
  • 64. Seite 64 ● Dann wird den Tieren die Haut vom Leib gezogen Milchkühe
  • 66. Seite 66 ● Das also steckt hinter tierischen Produkten: Qual, Ausbeutung und Tod.
  • 67. Seite 67 Impressum Konzipiert und durchgeführt von: Jonathan Steinhauser und Nadja Riesner Tübingen für Tiere e. V. c/o Infoladen Schellingstrasse 6 72072 Tübingen E-Mail: info@tuebingen-fuer-tiere.de Web: www.tuebingen-fuer-tiere.de Facebook: facebook.com/TuebingenFuerTiere Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit
  • 68. Seite 68 Quellen Bilder: www.soylent-network.de Tierschutz und industrielle Massentierhaltung im Bundestags- Wahlprogramm 2013 Bündis 90 die Grünen Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. Bücher: Pierschel, Marc (2012): Vegan! - Vegane Lebensweise für alle. Münster: Compassion Media Safran Foer, Jonathan (2010): Tiere Essen. Köln: Kiepenheuer & Witsch Joy, Melanie (2013): Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen. Münster: Compassion Media. Zeitschrift: Knowles, T.G. (1994): Handling and Transport of Spent Hens. World's Poultry Science Journal 50 Links: www.ausgemolken.net www.merckvetmanual.com