In Friedrich Schillers Gedicht "Das verschleierte Bild zu Sais" begegnet ein wissbegieriger Jüngling einem Priester, der ihn über die Wahrheit aufklären soll, nur um ihm zu offenbaren, dass die Wahrheit durch einen Schleier verborgen ist. Trotz Warnung und der Aufforderung, den Schleier nur heben zu lassen, wenn es die Gottheit erlaubt, wird der Jüngling von seiner Neugier überwältigt und hebt den Schleier selbst, was zu seinem Unglück und einem frühen Tod führt. Der Vorfall dient als Mahnung über die Gefahren, die Wahrheit mit unvorbereitetem und unmoralischem Verhalten zu suchen.