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„ DER PAKT MIT    DEM PANDA“ Der WWF-Faktencheck
VORBEMERKUNG
Am 22. Juni 2011 sendete die ARD die Dokumentation  „ Der Pakt mit dem Panda“. In ihr wurden  schwere Vorwürfe  gegen den WWF und seine Arbeit erhoben,  die objektiv nicht der Wirklichkeit entsprechen .
Besonders erschüttert hat uns die  offensichtliche Zielsetzung  der Dokumentation,  ein verfälschtes Bild vom WWF zu zeichnen . Der Film geht weit über eine sachliche Kritik hinaus.  Am 22. Juni 2011 sendete die ARD die Dokumentation  „ Der Pakt mit dem Panda“. In ihr wurden  schwere Vorwürfe  gegen den WWF und seine Arbeit erhoben,  die objektiv nicht der Wirklichkeit entsprechen .
Unsere Fachleute haben  weltweit recherchiert , die Vorwürfe und Anschuldigungen  eingehend geprüft  und in einem Faktencheck alle wesentlichen Anschuldigungen des Films  sorgfältig aufbereitet . Der vollständige Faktencheck:  wwf.de/faktencheck
...machen Sie sich  selbst ein Bild . Für eine transparente Meinungsbildung, haben wir hier die wichtigsten Infos zusammen gestellt...
Der WWF akzeptiert, dass in einer vermeintlich als nachhaltig zertifizierten Plantage der Verbleib von nur 0,5% Naturwald (in diesem Fall 80 ha) ausreichen könnte.  VORWURF 1:
FAKT ist:
Die Gesamtgrösse der Plantage beträgt 13.790 ha.  Nach Angaben von Wilmar entsprechen 4.961 ha  (= 36 %) davon besonders schützenswertem Gebiet.  Die Plantage ist nicht als nachhaltig zertifiziert.
Violett = Grenze der vergebenen Konzession Grün = besonders schützenswert identifizierte Gebiete. Rot-braune Farbe = gerodete Flächen Typische Muster für Ölpalmplantagen sind hier noch nicht ausgeprägt, da es sich um neue Pflanzungen handelt.  Aufnahme der Plantage Rimba Harapan Sakti am 04. Juni 2011 vom Satelliten Landsat 7 ETM+
Der WWF missachtet die Rechte von indigenen Gruppen und ist an Zwangs-umsiedelungen beteiligt. VORWURF 2:
FAKT ist:
Der WWF lehnt   Zwangsumsiedlungen strikt ab.  Der WWF arbeitet mit indigenen Völkern und ihren Organisationen zusammen, nimmt Einfluss bei politischen Entscheidungen und dem Management von Naturschutzgebieten. Der WWF vermittelt zwischen lokalen Gemeinschaften und staatlichen Akteuren und verbessert so die lokalen Lebensbedingungen.
Mit Unterstützung des WWF werden in Papua grossflächige Palmöl-Plantagen auf dem traditionellen Land der indigenen Gruppen wie der Kanume angelegt. VORWURF 3:
FAKT ist:
Chief Kasimirus lebt mit seinem Volk im Wasur Nationalpark auf Papua. Die intakte Natur des Parks sichert auch die Lebensgrundlagen der dort lebenden Menschen. Der WWF setzt sich dafür ein, dass die Belange des Naturschutzes mit den Bedürfnissen der einheimischen Bevölkerung in Einklang gebracht werden, z.B. durch die Einrichtung von Zonen, in denen die Jagd erlaubt ist. Der WWF vertritt die Interessen von indigenen Gruppen
Wir waren vor Ort und haben Chief Kasimirus persönlich getroffen (2. Juli 2011):
Der WWF unterstützt Gentechnik. VORWURF 4:
FAKT ist:
Einzelne Länderorganisationen vertreten eine neutrale Postion zur Gentechnik, wenn der Anteil gentechnisch veränderter Pflanzen in der Landwirtschaft bereits sehr hoch ist, etwa in den USA oder Argentinien. Der WWF lehnt Gentechnik bis zum Nachweis ihrer Unbedenklichkeit ab! ©  CIAT International Center for Tropical Agriculture Der WWF Schweiz lehnt Gentechnik ab.
Der WWF kooperiert mit Konzernen wie Monsanto. VORWURF 5:
FAKT ist:
Es gibt keine Kooperation mit Monsanto. Der WWF verhandelt mit Monsanto und vielen anderen Interessengruppen am Runden Tisch. Der WWF kämpft für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Sojaanbau (RTRS). Der WWF Schweiz beobachtet die Mitgliedschaft von Monsanto am RTRS mit grosser Sorge.
Der WWF vergibt keine Nachhaltigkeitssiegel. Er erarbeitet mit seinen Partnern klare und strikte Kriterien als Grundlage für die Zertifizierungen verschiedener Initiativen (wie RTRS oder FSC).
Der WWF kooperiert mit zerstörerischen Palmölunternehmen wie Wilmar. VORWURF 6:
FAKT ist:
Erst der Diskurs  und die eigene Einsicht ermöglichen ein nachhaltiges Handeln. Der WWF diskutiert mit Wilmar. Deshalb schult der WWF Indonesien auf Basis eines MoU (Memorandum of Understanding) die Mitarbeiter von Palmölfirmen im Umgang mit HCV (High Conservation Value)-Gebieten. Der WWF hat zu keiner Zeit finanzielle Leistungen erhalten und unterhält derzeit kein MoU mit Wilmar.
Der WWF unterstützt schädlichen Ökotourismus. Dieser bringt zwar viel Geld für den Tigerschutz, stört aber die Tiger und zerstört die Wälder. VORWURF 7:
FAKT ist:
Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle der lokalen Bevölkerung und schärft zugleich deren Bewusstsein für die Notwendigkeit von Naturschutz.  Der WWF reglementiert den Tourismus und reinvestiert die Einnahmen für den Tigerschutz und den Erhalt der Naturschutzgebiete.
Denn: Nachhaltiger Tourismus sichert den Naturschutz.
DEN GESAMTEN FAKTENCHECK   FINDEN SIE UNTER: wwf.de/faktencheck

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Faktencheck WWF 2011

  • 1. „ DER PAKT MIT DEM PANDA“ Der WWF-Faktencheck
  • 3. Am 22. Juni 2011 sendete die ARD die Dokumentation „ Der Pakt mit dem Panda“. In ihr wurden schwere Vorwürfe gegen den WWF und seine Arbeit erhoben, die objektiv nicht der Wirklichkeit entsprechen .
  • 4. Besonders erschüttert hat uns die offensichtliche Zielsetzung der Dokumentation, ein verfälschtes Bild vom WWF zu zeichnen . Der Film geht weit über eine sachliche Kritik hinaus. Am 22. Juni 2011 sendete die ARD die Dokumentation „ Der Pakt mit dem Panda“. In ihr wurden schwere Vorwürfe gegen den WWF und seine Arbeit erhoben, die objektiv nicht der Wirklichkeit entsprechen .
  • 5. Unsere Fachleute haben weltweit recherchiert , die Vorwürfe und Anschuldigungen eingehend geprüft und in einem Faktencheck alle wesentlichen Anschuldigungen des Films sorgfältig aufbereitet . Der vollständige Faktencheck: wwf.de/faktencheck
  • 6. ...machen Sie sich selbst ein Bild . Für eine transparente Meinungsbildung, haben wir hier die wichtigsten Infos zusammen gestellt...
  • 7. Der WWF akzeptiert, dass in einer vermeintlich als nachhaltig zertifizierten Plantage der Verbleib von nur 0,5% Naturwald (in diesem Fall 80 ha) ausreichen könnte.  VORWURF 1:
  • 9. Die Gesamtgrösse der Plantage beträgt 13.790 ha. Nach Angaben von Wilmar entsprechen 4.961 ha (= 36 %) davon besonders schützenswertem Gebiet. Die Plantage ist nicht als nachhaltig zertifiziert.
  • 10. Violett = Grenze der vergebenen Konzession Grün = besonders schützenswert identifizierte Gebiete. Rot-braune Farbe = gerodete Flächen Typische Muster für Ölpalmplantagen sind hier noch nicht ausgeprägt, da es sich um neue Pflanzungen handelt. Aufnahme der Plantage Rimba Harapan Sakti am 04. Juni 2011 vom Satelliten Landsat 7 ETM+
  • 11. Der WWF missachtet die Rechte von indigenen Gruppen und ist an Zwangs-umsiedelungen beteiligt. VORWURF 2:
  • 13. Der WWF lehnt Zwangsumsiedlungen strikt ab. Der WWF arbeitet mit indigenen Völkern und ihren Organisationen zusammen, nimmt Einfluss bei politischen Entscheidungen und dem Management von Naturschutzgebieten. Der WWF vermittelt zwischen lokalen Gemeinschaften und staatlichen Akteuren und verbessert so die lokalen Lebensbedingungen.
  • 14. Mit Unterstützung des WWF werden in Papua grossflächige Palmöl-Plantagen auf dem traditionellen Land der indigenen Gruppen wie der Kanume angelegt. VORWURF 3:
  • 16. Chief Kasimirus lebt mit seinem Volk im Wasur Nationalpark auf Papua. Die intakte Natur des Parks sichert auch die Lebensgrundlagen der dort lebenden Menschen. Der WWF setzt sich dafür ein, dass die Belange des Naturschutzes mit den Bedürfnissen der einheimischen Bevölkerung in Einklang gebracht werden, z.B. durch die Einrichtung von Zonen, in denen die Jagd erlaubt ist. Der WWF vertritt die Interessen von indigenen Gruppen
  • 17. Wir waren vor Ort und haben Chief Kasimirus persönlich getroffen (2. Juli 2011):
  • 18. Der WWF unterstützt Gentechnik. VORWURF 4:
  • 20. Einzelne Länderorganisationen vertreten eine neutrale Postion zur Gentechnik, wenn der Anteil gentechnisch veränderter Pflanzen in der Landwirtschaft bereits sehr hoch ist, etwa in den USA oder Argentinien. Der WWF lehnt Gentechnik bis zum Nachweis ihrer Unbedenklichkeit ab! © CIAT International Center for Tropical Agriculture Der WWF Schweiz lehnt Gentechnik ab.
  • 21. Der WWF kooperiert mit Konzernen wie Monsanto. VORWURF 5:
  • 23. Es gibt keine Kooperation mit Monsanto. Der WWF verhandelt mit Monsanto und vielen anderen Interessengruppen am Runden Tisch. Der WWF kämpft für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Sojaanbau (RTRS). Der WWF Schweiz beobachtet die Mitgliedschaft von Monsanto am RTRS mit grosser Sorge.
  • 24. Der WWF vergibt keine Nachhaltigkeitssiegel. Er erarbeitet mit seinen Partnern klare und strikte Kriterien als Grundlage für die Zertifizierungen verschiedener Initiativen (wie RTRS oder FSC).
  • 25. Der WWF kooperiert mit zerstörerischen Palmölunternehmen wie Wilmar. VORWURF 6:
  • 27. Erst der Diskurs und die eigene Einsicht ermöglichen ein nachhaltiges Handeln. Der WWF diskutiert mit Wilmar. Deshalb schult der WWF Indonesien auf Basis eines MoU (Memorandum of Understanding) die Mitarbeiter von Palmölfirmen im Umgang mit HCV (High Conservation Value)-Gebieten. Der WWF hat zu keiner Zeit finanzielle Leistungen erhalten und unterhält derzeit kein MoU mit Wilmar.
  • 28. Der WWF unterstützt schädlichen Ökotourismus. Dieser bringt zwar viel Geld für den Tigerschutz, stört aber die Tiger und zerstört die Wälder. VORWURF 7:
  • 30. Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle der lokalen Bevölkerung und schärft zugleich deren Bewusstsein für die Notwendigkeit von Naturschutz. Der WWF reglementiert den Tourismus und reinvestiert die Einnahmen für den Tigerschutz und den Erhalt der Naturschutzgebiete.
  • 31. Denn: Nachhaltiger Tourismus sichert den Naturschutz.
  • 32. DEN GESAMTEN FAKTENCHECK FINDEN SIE UNTER: wwf.de/faktencheck