BÖRSENBAROMETER                                                                                                           ...
4   WIKU                                                   Titelgeschichte                                            Mitt...
Mittwoch, 12. September 2012                                Titelgeschichte                                               ...
6   WIKU                                                    Titelgeschichte                                            Mit...
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Tourismusfaktor Mountainbiken

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Ab in den Sueden: Viele Mountainbiker schaetzen das gute Wetter und die vielen Tourenmoeglichkeiten in Suedtirol. Die Bergradfahrer sind zu einem
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Tourismusfaktor Mountainbiken

  1. 1. BÖRSENBAROMETER MAILANDWIRTSCHAFTSKURIER – 15.222 15.128 15.780 16.110 16.092WÖCHENTLICHE BEILAGE FÜRGEWERBE, SOZIALES,LANDWIRTSCHAFT UND RECHT Mittwoch, 12. September 2012 – Jahrgang 130 – seit 1882 – Nr. 33 DI MI DO FR MO 4.09. 5.09. 6.09. 7.09. 8.09. SEITE 3 SEITE 14 SEITEN 24 -25KONSUM RECHT AUTO & MOTORNeue Strategien Regeln für stille VW Golf, die siebteder TV-Sender Beteiligung WiedergeburtTourismusfaktorMountainbikeEiner ungewöhnlichen Urlauber-Zielgruppe auf der SpurǠSeiten 4 bis 6RAUCHbau AG I-39010 Nals Vilpianer Straße 30 Tel.+39 0471 678 899 Fax +39Fax +39 0471 678 128 www.rauchbau.com RAUCHbau AG I-39010 Nals Vilpianer Straße 30 Tel. +39 0471 678 899 0471 678 128 www.rauchbau.com Holzpellets lose und in Säcken M2=EURO Jetzt noch günstig für den Winter einlagern! Tel. 0474 / 376119IMMOBILIEN IMMOBILIEN RECYCLING ABBRUCH- TIEFBAU-, AUSHUB- UND KONTAINER- WERT - STEIGERUNG ARBEITEN PLANIERUNGSARBEITEN DIENST oder 0473 / 490102 Bruneck/Stegen • Sand in Taufers • Lana
  2. 2. 4 WIKU Titelgeschichte Mittwoch, 12. September 2012Ab in den Süden: Viele Mountainbiker schätzen das gute Wetter und die vielen Tourenmöglichkeiten in Südtirol. Die Bergradfahrer sind zu einemwichtigen Tourismusfaktor geworden. ShutterstockKleine Szene, große WirkungTOURISMUS: Mountainbiker sind wichtige Zielgruppe – Wer profitiert und wie Konflikte gelöst werden kaum auf ein anderes heimi- Unterkunft erst an hinterer StelleS ie sind eine kleine, verwe- gene, aber für manche Be-herbergungsbetriebe, Hütten sches Tourismusgebiet übertra- gen lässt. Dennoch kann getrost bei den Auswahlkriterien steht. „Der MTB-Tourist schaut zuerst behauptet werden, dass die auf das Wetter, dann auf dieund Freizeitanbieter wichtige Mountainbiker mittlerweile in Bike-Möglichkeiten und erstZielgruppe: die Mountainbi- ganz Südtirol zu einer ernstzu- zum Schluss auf das Dachker. Der „WIKU“ hat die Spu- nehmenden Gästeschicht her- überm Kopf.“ren der Bergradler in Südti- angewachsen sind. Man trifft sie Der Hotelier lernte und han-rols Tourismus verfolgt. auf Almen und in Schutzhütten, delte. Er ließ sich zum Bike-Gui- auf Bauernhöfen und in Stadt- de ausbilden und gründete zu-Vor zwölf Jahren besaß Martin hotels, auf Camping-Plätzen „Wer als Hotelier nicht sammen mit anderen BetriebenPirhofer ein Fahrrad. Dieses be- und in Fünf-Sterne-Häusern. Es unterschiedlichster Kategoriennutzte er hin und wieder zum sind fürwahr nicht nur „spinne- selbst Feuer und Flamme in der näheren Umgebung denEinkaufen im Dorf. Heute besitzt te“ Studenten, die im Gebirge für diesen Sport ist, der Beherbergungsverbund „Bikeder Latscher Hotelier ein Moun- den Kick suchen und dabei Kopf kann mit den Ansprüchen Eldorado“ Mit strengen Kriteri- .tainbike, und aus den Dorfrun- und Kragen riskieren. Da sind en sollten die mitunter ausgefal- der Mountainbiker nichtden sind knackige Bergradtou- betuchte Unternehmer ebenso lenen Ansprüche der neuenren geworden. Zusammen mit dabei wie Hausfrauen, Beamte mithalten.“ Kundschaft garantiert werden.seinen Gästen erkundet Pirhofer und Rentner. Martin Pirhofer Danach, erzählt Pirhofer, wa-– inzwischen geprüfter Bike- Lockerer Charakter, ein hohes ren es neben der AnstrengungGuide – oft mehrmals in der Wo- Maß an technischem Verständ- der Mitstreiter vor allem Glückche die Bikeregion Latsch Mar- nis, anspruchsvoll bei Informa- hatte er den Versuch gestartet, und zufällige Kontakte, die dentell, die es innerhalb von weni- tionen und großzügig beim Geld für sein Hotel neue Zielgruppen Ort Latsch und seine Hotels ingen Jahren in die Riege der be- ausgeben – so charakterisieren zu gewinnen. „Ich warb auf un- die wichtigsten deutschen Sze-kanntesten Mountainbike-Des- die vom „WIKU“ befragten Tou- serer Homepage für Mountain- ne-Medien „Mountainbike“ undtinationen im Alpenraum ristiker den typischen Moun- biker, ohne mir klar darüber zu „Bike“ brachten. Die Bekannt-geschafft hat. In Pirhofers Hotel tainbike-Gast. Meistens kommt sein, was auf mich zukommt.“ heit wuchs und mit ihr noch ein-stellen die Mountainbiker mitt- er mit dem eigenen Bergrad, Schnell lernte Pirhofer, dass Ber- mal das Engagement der Touris-lerweile rund 30 Prozent der dem neuesten GPS-Gerät und grad-Touristen mehr wollen als mustreibenden.Gäste. Und das, obwohl das schon vielen Internet-Informa- eine Garage für ihr Bike und ein Inzwischen wird Latsch aufHaus mit vier Sternen und ei- tionen im Gepäck. Kurzum: Wer paar fetzige Trails – die es in der der Bekanntheitsliste in alpinennem „S“ nicht gerade zur Billig- dem Mountainbiker etwas bie- Umgebung zuhauf gibt. „Wer als Mountainbike-Szene ganz obenkategorie gehört. ten will, der muss etwas drauf Hotelier nicht selbst Feuer und genannt. Es war fünfmal Austra- Geschätzte 80.000 Biker- haben in Sachen Technik, Orts- Flamme für diesen Sport ist, der gungsort eines der wichtigstenNächtigungen dürften die Ge- kunde und Sportlichkeit. kann mit den Ansprüchen der internationalen MTB-Festivalsmeinden Latsch und Martell am Hotelier Martin Pirhofer weiß Mountainbiker nicht mithalten.“ und schickt sich nun an, mit ei-Ende dieser Saison zählen. Eine das aus eigener Erfahrung. Da- Außerdem wurde ihm bewusst, nem neuartigen Beschilde-stolze Zahl, die sich derzeit wohl mals, Ende der neunziger Jahre, dass bei dieser Zielgruppe die rungskonzept (siehe Seite 6) zu
  3. 3. Mittwoch, 12. September 2012 Titelgeschichte WIKU 5einem Vorbild im gesamten Al- also die Nebensaison. Kurtpenraum zu werden. Resch ist, wie Martin Pirhofer, Pirhofers Hotel ist inzwischen überzeugt, dass für die Moun-Mitglied der BikeHotels Südtirol, tainbiker weniger die Unterkunfteiner Vereinigung, die schon als eher das „Drumherum“ von1995 gegründet, dann vorüber- Bedeutung ist. Dazu gehört das –gehend stillgelegt wurde und zweifellos vorteilhafte – Wetternun seit 2001 wieder aktiv ist. 29 in Südtirol. Dazu gehört aberHotels und sieben Bike-Schulen auch die Nähe einer Bike-Schu-gehören der Gruppe mittlerwei- le, das breite Kursangebot für al-le an. Sie spricht neben Moun- „Als wir mit den Angeboten le Schwierigkeitsstufen und – intainbikern vor allem sogenannte einem eher kleinen Ort wieGenussradler, Rennradfahrer begonnen haben, kamen Steinegg – auch die Zusammen-und seit kurzem sogar die E-Bi- das ganze Jahr über so viele arbeit mit den Nachbarorten.ker an. Mountainbiker wie heute „Wir laden immer wieder be- Kurt Resch, Hotelier in Stein- kannte Bike-Guides ein, die Kur- an einem einzigen Tag.“egg, war einer der Gründer der se leiten, und das kommt beiVereinigung. Er gehört zu den den Gästen sehr gut an“ erklärt ,Pionieren im Südtiroler Bike- Kurt Resch der Hotelier.Tourismus. Für die Gäste seines So wie in anderen „Szenen“Hauses sind den Sommer über gibt es auch beim Mountainbi-drei Bike-Guides unterwegs. Er tion – die es heute zweifellos ist – ken immer wieder neue Trends.selber führt ebenfalls zahlreiche durchzusetzen. „Als wir begon- Zurzeit ist zum Beispiel dasTouren. „Wer mit den Moun- nen haben, kamen das ganze Freeriden groß im Kommen –tainbikern wirklich wirtschaft- Jahr über so viele Mountainbiker kaum bergauf, aber knackig denlich arbeiten will, der muss auch wie heute an einem einzigen Berg hinunter. Kurt Resch bietetselber begeistert sein“ stimmt , Tag“ erinnert sich Resch. Ohne , deshalb eigene Freeride-KurseResch seinem Vinschger Kolle- die Bergradler hätte der Hotelier an. „Das erfordert entsprechen-gen Martin Pirhofer zu. heute ein Problem: „Unser Haus de Vorbereitung, das Organisie- Mountainbiker sind in der Regel Auch in Steinegg war harte Ar- ist im Frühling bis Juni fast aus- ren von Bergfahrten mit Bus Technik-Freaks. Das müssen auchbeit und Geduld notwendig, um schließlich mit Rad-Gästen ge- oder Bahn, und beim Material, die Hoteliers berücksichtigen.sich als Mountainbike-Destina- füllt.“ Damit rettet der Hotelier (Fortsetzung auf Seite 6) Kurt Resch„Biker merkt fehlende Kompetenz“INTERVIEW: Wolfgang Töchterle über BikeHotels, den Charakter der Mountainbiker und die Aufgaben der SMGW IKU“: Herr Töchterle, Sie betreuen die VereinigungBikeHotels Südtirol und sind in- eines Bike-Hotels Ihrer Ansicht nach aus? Töchterle: Unsere Erfahrung hat in Form von Shuttle-Services. Oder im Angebotsbereich. So könnte man gezielte Fahrtech-nerhalb der SMG Ansprechpart- gezeigt, dass den Erfolg eines nik-Trainings anbieten, die esner zum Thema Biketourismus. Hotels der Hotelier selber garan- sonst nirgends gibt – zum Bei-Wie gut arbeiten diese Hotels? tiert. Dort, wo der Hotelier selbst spiel Style-Camps für „schönes“Wolfgang Töchterle: Ein gutes mit den Gästen Biketouren un- Fahren, oder Langstrecken-Bike-Hotel arbeitet – auf das ge- ternimmt, sich im Internet auf Camps als Rennvorbereitung.samte Jahr berechnet – mit bis zu entsprechenden Foren und in Produktentwicklung kann auch30 Prozent Radfahrern, zum Teil sozialen Netzwerken bewegt in der Zusammenarbeit mit Her-sogar mehr. Diese Zielgruppe und die Kommunikation somit Wolfgang Töchterle SMG stellern erfolgen, zum Beispielkonzentriert sich vorwiegend aufrecht erhält, dort fühlen sich ein Sicherheitskurs in Kooperati-auf den Frühling und den die Mountainbiker wohl. Jene on mit einem Helmproduzen-Herbst, sodass man damit aus- Hotels, deren Führung sich nicht dass die Mitarbeiter Insider-Wis- ten, um nur ein Beispiel zu nen-lastungsschwache Zeiten durch- hineinkniet, die schwimmen gut sen haben, um mit den Fachbe- nen.aus sehr gut beleben kann. mit, werden aber nie zu den Top- griffen und den Fragen der Betrieben gehören. Wobei wir al- Mountainbiker richtig umgehen „WIKU“: Neben den Urlaubern„WIKU“: Wie viele BikeHotels lerdings auch ein Mitgliedshotel zu können. gibt es unter den Mountainbi-gehören der Gruppe an? haben, in dem die Chefin zwar kern auch die sogenannten „Al-Töchterle: Derzeit sind es 29 Ho- selbst nicht Rad fährt, aber sich „WIKU“: Welche Aufgaben pencrosser“, die auf ihrer Fahrttels, die nächstes Jahr voraus- immer am Laufenden hält – und übernimmt die SMG für die Bi- in den Süden vielleicht nur ein-sichtlich auf 32 anwachsen wer- dadurch auch erfolgreich ist. keHotels in Südtirol? mal in Südtirol übernachten.den. Dazu kommen sieben Bike- Töchterle: Wir sind für bestimm- Wie wichtig ist diese Gruppe?Schulen. Diese haben wir des- „WIKU“: Wie würden Sie die te Verwaltungsaufgaben, vor al- Töchterle: Die „Alpencrosser“halb mit im Boot, weil der Biker Zielgruppe der Mountainbiker lem aber für das Marketing und übernachten auf Hütten, aberein vollständiges Programm charakterisieren? die Produktentwicklung zustän- auch in anderen Beherber-sucht. Die Unterkunft allein Töchterle: Biker sind Menschen, dig. gungsbetrieben unterschied-reicht nicht. Er braucht Struktu- die – statistisch gesehen – tech- lichster Kategorie. Ich denkeren, in denen er Fahrtechnikkur- nologisch sehr interessiert sind, „WIKU“: Welche „Produkte“ schon, dass sie wertvolle Gästese belegen, Touren buchen, Kar- die ihr Rad immer tip-top halten, werden entwickelt? sind, die – wenn sie gut aufge-ten kaufen und GPS-Touren die vorab meist Infos über ihren Töchterle: Bei den BikeHotels nommen werden – Südtirol alsuploaden kann. Diese Dienst- Urlaubsort einholen und auch stecken wir im Unterschied zu Bike-Land schätzen lernen – undleistungen ergänzen den Service im Hotel sofort merken, wenn den Familienhotels noch in den dann auch wieder kommen, umim Bike-Hotel. die Kompetenz beim Chef oder Anfängen. Eckpfeiler einer Pro- hier Urlaub zu machen. den Mitarbeitern fehlt. Deshalb duktentwicklung könnten im lo-„WIKU“: Was macht den Erfolg ist es in den Hotels auch wichtig, gistischen Bereich liegen, etwa INTERVIEW: EDITH RUNER
  4. 4. 6 WIKU Titelgeschichte Mittwoch, 12. September 2012den Rädern und den Ersatztei-len, muss man auch am Ballbleiben.“ Auch wenn die Mountain-bike-Szene ordentlich Leben inso manchen Südtiroler Touris-musort bringt, wird sie immereine kleine Zielgruppe bleiben.Das bestätigt Wolfgang Töchter-le, der in der Südtirol MarketingGesellschaft (SMG) den Bike-tourismus betreut. Studien besa-gen demnach, dass die Zahl derGenussradler – darunter vor al-lem jene der E-Biker – in dennächsten Jahren weiter extremwachsen wird, jene der Moun-tainbiker jedoch nur noch ganzlangsam. Klein und verwegen – so wirdsie also bleiben, die Mountain-bike-Szene in Südtirols Touris-mus. Für manche Touristikerwohl auch unverzichtbar. Ob Tagestouren oder Alpencross – die Mountainbiker gelten als „gute Gäste“ auf Alm- und Schutzhütten. EDITH RUNER Shutterstock Tausende radeln über die Alpen „Fair on trails“ in Latsch BESCHILDERUNG: Keine Konflikte mehr zwischen Wanderern und Bikern T ourismusfaktor Mountain- bike – in diesem Zusam- menhang darf eine Zielgrup- M ountainbiker sind nicht nur gern gesehene Gäste, son- nutzt werden, für Bergradler freigegeben werden. pe nicht vergessen werden: dern werden sehr oft auch we- „Was die Wanderwege anbe- die „Alpencrosser“ Geschätz- . gen ihres Verhaltens heftig kriti- langt, sind bis auf den bereits für te 60.000 Menschen sollen es siert. Von der Zerstörung von Radfahrer gesperrten Latschan- sein, die jedes Jahr – vor- Wegen ist die Rede, von der Ge- der Waalweg, sogenannte nehmlich im Juli oder August fährdung der Wanderer, von Mischwege entstanden. Dort – über die Alpen radeln. Ten- machtlosen Grundbesitzern, die dürfen sich Wanderer und Rad- denz steigend. Transalp oder im Falle eines Unfalles dafür ver- fahrer bewegen, wobei jedoch Alpencross nennt sich diese antwortlich gemacht werden beide voneinander wissen. Zu- schweißtreibende Form des könnten. Kurzum: Der Touris- dem weiß der Mountainbiker: Urlaubs. Findige Unterneh- musfaktor Mountainbike birgt Wanderer haben Vorfahrt.“ mer haben daraus längst ein auch Konfliktpotenzial. Unter dem Motto „Fair on Riesengeschäft gemacht und In den vergangenen Jahren trail“ wurde ein Beschilderungs- organisieren die Alpenüber- wurde viel gestritten, diskutiert konzept ausgearbeitet. Vor kur- querungen samt Gepäck- und experimentiert. Gelöst wor- zem hat man mit der Beschilde- transport und Unterkunft. den ist das Problem nicht. Nun rung der Wege begonnen, und aber scheint Bewegung ins Spiel die entsprechende Orientie- Bis zu 1000 Euro blättern die zu kommen. Die Ferienregion rungskarte wird derzeit erstellt. Kunden hin, um von Gar- Latsch-Martell hat in Zusam- „Das System baut auf dem Kon- misch zum Gardasee oder menarbeit mit dem Land, der sens aller Akteure auf, und ich über ähnliche Routen zu Europäischen Akademie (Eurac) gehe davon aus, dass es sich in strampeln. Je nach Komfort- und der Uni Innsbruck ein Leit- der Praxis bewähren wird“ sagt , status übernachten sie in Pen- system für Mountainbiker ent- Landesrat Berger. „Grundsätz- sionen, Bauernhöfen, Hotels wickelt, das laut Tourismuslan- lich wäre es dann denkbar, das oder auch auf Schutzhütten. desrat Hans Berger „Vorzeige- System landesweit umzusetzen.“ Einige Südtiroler Schutzhüt- charakter“ hat. Entstanden ist Vorzeigecharakter: Mit dieser Be- Die Haftungsfrage war in den ten profitieren sehr davon. das Projekt aus einer Notwen- schilderung geht die Ferienregion vergangenen Jahren übrigens Beispiel Sesvennahütte: Sie digkeit heraus, wie der Hotelier Latsch-Martell einen neuen Weg. immer wieder Reizthema zwi- liegt auf einer für Mountain- Martin Pirhofer erklärt. „Wande- schen Bauern und Tourismust- biker ausgewiesenen Strecke TV Latsch rer und Mountainbiker – das ist reibenden. Vor kurzem ist hierzu und dient als Unterkunft nicht immer eine einfache Kom- auch landesweit ein Rahmenab- ebenso wie als Etappen-Stütz- bination, vor allem, wenn beide gesamten Wege von den Grund- kommen unterzeichnet worden. punkt. „Im Hochsommer ver- wenig voneinander wissen.“ eigentümern übernommen, hat Demnach sollen – wie in Latsch köstigen wir bis zu 40 Prozent In Latsch sei es gelungen, eine sie versichert und die ordentli- – die Tourismusorganisationen Mountainbiker“ sagt Hütten- , Zusammenkunft zwischen Ver- che Instandhaltung übernom- als Wegbetreiber die zivil- und wirt Andreas Pobitzer. Bis zu tretern von Gemeinde, Forstver- men“ erklärt Martin Pirhofer. , verwaltungsrechtliche Haftung 35 Prozent würden die Über- waltung, Alpenverein, Jäger- Dann sei in Übereinkunft mit übernehmen. Über die Versi- nachtungen in dieser Zeit schaft, privaten Grundeigentü- den Grundbesitzern vereinbart cherung des Landesverbandes ausmachen. „Es sind in der mern, Tourismusverein und den worden, welche Wege von der Tourismusorganisationen Regel gute Gäste, die auch Fraktionen zu organisieren. Das Mountainbikern nicht genutzt (LTS) sind die Grundeigentümer konsumieren“ freut sich Po- , Ergebnis war erstaunlich gut. werden dürfen, und welche We- zudem haftpficht- und rechts- bitzer. (er) W „Der Tourismusverein hat die ge, die von Wanderern nicht ge- schutzversichert. (er) W

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