Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.netBirg...
Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.netABST...
Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.netästh...
Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.neterre...
Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.netDafü...
Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.netBede...
Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.netfläc...
Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.netüber...
Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.netLITE...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Birgit Mandel Bio + Abstract

69 Aufrufe

Veröffentlicht am

0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
69
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
4
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Birgit Mandel Bio + Abstract

  1. 1. Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.netBirgit MANDEL, DeutschlandDie Brückenbauer:: Kulturvermittlung als Profession ::Vortrag inkl. Diskussion:: Donnerstag, 9. Mai, 16.00 UhrBIOGRAFIEBirgit Mandel ist Professorin fürKulturmanagement undKulturvermittlung an der Universität Hildesheim.Sie studierte Kulturpädagogik in den Schwerpunktfächern Theater, Literatur und BildendeKunst an der Universität Hildesheim. Als Mitarbeiterin im Studiengang Kulturwissenschaftenund ästhetische Praxis der Universität Hildesheim mit Schwerpunkt Kulturmanagementpromovierte sie 1995 mit einer Arbeit zum Thema „Wunschbilder werden wahrgemacht. Aneignung von Urlaubswelt durch Fotosouvenirs am Beispiel deutscherItalientouristen der 50er und 60er Jahre“. Sie übernahm Lehraufträge an der Universitätder Künste Berlin, der Universität Wien, der Hochschule der Künste Helsinki und Belgrad.Sie war in unterschiedlichen Praxisfeldern des Kulturmanagements tätig, unter anderem imMarketing für die Berliner Festspiele GmbH, den Berliner Kultursenat, die Bar jederVernunft Berlin und die bundesweite GmbH Wissenschaft im Dialog.Seit 2007 ist sie Professorin für Kulturmanagement und Kulturvermittlung am Institut fürKulturpolitik der Universität Hildesheim und Studiengangsbeauftragte für die StudiengängeKulturwissenschaften und ästhetische Praxis B.A. und Kulturvermittlung M.A. Birgit Mandelberät diverse Kultureinrichtungen in Deutschland zu Strategien der Kulturvermittlung,des Audience Development und des Kulturmarketings und führt Forschungsprojekte indiesen Bereichen durch.Sie ist Herausgeberin der Forschungs-Website kulturvermittlung-online.de.Im September 2012 wurde sie von der Mitgliederversammlung der KulturpolitischenGesellschaft e. V. (KuPoGe) als Beisitzerin in den Vorstand gewählt.
  2. 2. Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.netABSTRACTDer Vortrag gibt einen Überblick der verschiedenen Funktionen von Kulturvermittlung: vonder Kunstvermittlung über die Kulturpädagogik bis zum Kulturmarketing und zeigt daran dieBandbreite der Ziele von Kulturvermittlung auf: von der Vermittlung der Künste überKulturelle Bildung und Teilhabe bis zum Aufmerksamkeitsmanagement und AudienceDevelopment.Er skizziert die Entwicklung der „Profession“ Kulturvermittlung und zeigt zukünftigeHerausforderungen und damit verbundene Qualitätsansprüche an Kulturvermittlung alseiner gesellschaftlichen Schlüsselfunktion.PAPERFunktionen und Ziele von KulturvermittlungKulturvermittlung hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen als Funktion undProfession, die Kunst und Kultur über den Kultursektor hinaus in die verschiedenen Felderder Gesellschaft einbringt: in den Bildungssektor, den Sozialbereich, die Wirtschaft.Kulturvermittlung agiert zwischen künstlerischer Produktion und Rezeption, moderiertKommunikationsprozesse über und mit Kunst und animiert ästhetisches Gestalten auchaußerhalb des professionellen Kulturbetriebs.(Mandel 2008).Kulturvermittlung kann dabei verschiedene Funktionen und Ziele beinhalten:Kulturvermittlung als Kunstvermittlung im engeren Sinne sollte und soll den Zugang zuprofessionellen künstlerischen Produktionen ermöglichen, indem diese zum Beispiel durchmuseums- oder theaterpädagogische Angebote in ihren Inhalten und ihrer Ästhetikverständlich gemacht werden.Kulturvermittlung als Kulturpädagogik im weiteren Sinne impliziert darüber hinaus das Ziel,nicht nur die von Experten hervorgebrachten und definierten Kulturleistungen zugänglich zumachen, sondern regt Kinder, Jugendliche und auch erwachsene Laien dazu an, ihreindividuellen künstlerischen bzw. ästhetischen Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern,
  3. 3. Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.netästhetische Produktion als Mittel der Kommunikation zu nutzen und zugleich eigenePerspektiven auf die Welt zu entwickeln, eigene Ideen und Interessen zu thematisieren,ebenso wie daran zu wachsen und sich selbst als bedeutsam und wirksam zu erfahren. DieseProzesse lassen sich als kulturelle Bildung bezeichnen (Zacharias 2001).Kulturelle Bildung ist immer ein Selbstbildungsprozess, häufig angeregt durch professionelleKulturvermittler bzw. Kulturpädagogen. Kulturelle Bildungsprozesse beinhalten sowohlkognitive wie vor alle auch emotionale und soziale Dimensionen.Kulturpädagogik mit dem Ziel kultureller Bildung geht davon aus, dass durch die eigeneaktive und ästhetisch-gestalterische Auseinandersetzung mit den Künsten ebenso aber auchwie durch die Auseinandersetzung mit kulturellen Alltags-Phänomenen nachhaltigeBildungsprozesse angeregt werden können, wenn diese bewusst reflektiert werden(Reinwand 2008).Kulturelle Bildung ist zwar besonders nachhaltig, wenn sie in frühem Alter einsetzt, sie istjedoch prinzipiell für sämtliche Gruppen der Gesellschaft wünschenswert und vermittelbar.Kulturelle Bildung ist ein lebenslanger Lernprozess. „Jeder Mensch ist ein Künstler“,postulierte Joseph Beuys Ende der 60er Jahre und meinte damit, dass eine wirklichdemokratische Gesellschaft davon lebt, dass alle Menschen aktiv und kreativ an ihrerGestaltung teilhaben (Beuys 1972). Kulturelle Bildung ist das Kapital jeder und jedesEinzelnen, das wir für die Entwicklung einer solcher „Kulturgesellschaft“ benötigen (Mandel2008).Seit Ende der 80er Jahre entwickelten sich verstärkt Formen von Öffentlichkeitsarbeit undMarketing, die spezifisch auf die Belange von Kultur zugeschnitten sind und bei denen esdarum geht, die Kommunikation und die Rahmenbedingungen von Kulturangeboten undKulturrezeptionsprozessen so zu gestalten, dass sie für unterschiedliche Zielgruppenattraktiv werden. Diese lassen sich als indirekte Formen von Kulturvermittlung bezeichnen(Mandel 2008 und 2012).Im angloamerikanischen Raum wurde Mitte der 90er Jahre der Begriff des AudienceDevelopment eingeführt als Bezeichnung für die strategische Gewinnung neuen Publikumsfür Kultureinrichtungen (Arts Council England 2004). Auch Audience Development arbeitetmit dem Zusammenspiel unterschiedlicher Ansätze aus dem Kulturmarketing, der Kultur-PR,der Kunstvermittlung auf der Basis von Kulturnutzerforschung, um kulturelle Angebote fürunterschiedliche Zielgruppen zu gestalten, zu positionieren, zu kommunizieren, zu vertreibenund zu vermitteln. Dabei kann das Ziel darin bestehen, Besucherzahlen zu erhöhen, um dieökonomische Basis einer Einrichtung zu sichern, ebenso wie darin, ein anderes Publikum zu
  4. 4. Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.neterreichen, womit politische Zielsetzungen kultureller Partizipation und Chancengleichheitverfolgt werden können.Ziele von Kulturvermittlung können, den verschiedenen Funktionen entsprechend, darinbestehen: Zugänge zu Kunst vermitteln und damit die Rezeption von Kunst und Kulturermöglichen bzw. zu erleichtern Künstlerische Techniken und Kompetenzen vermitteln Kreatives Ausdrucksvermögen anregen Empowerment/Stärkung des Einzelnen fördern Schlüsselkompetenzen fördern wie Kreativität, Wahrnehmungsfähigkeit,Reflexionsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit Kommunikation, interkulturellen Austausch, Identität und Gemeinschaft stiften Aufmerksamkeit schaffen für Kunst und Kultur sowie Images von Kunst und KulturbeeinflussenKulturvermittlung kann also sowohl Marketingziele durch Aufmerksamkeitsmanagementund Steigerung von Besucher- und Einnahmezahlen verfolgen wie auch zur individuellenBereicherung des einzelnen Kulturnutzers beitragen sowie auch gemeinnützigegesellschaftspolitische Ziele verfolgen, die über den Kultursektor hinausreichen.Häufig sollen durch Kulturvermittlung verschiedene dieser Ziele parallel erreicht werden.Ein strategisches Zusammenwirken von indirekten und direkten Formen derKulturvermittlung erweist sich als besonders wirkungsvoll, wenn es darum geht, neue sozialeGruppen an Kunst und Kultur heranzuführen und nachhaltig zu binden (Mandel 2008).Voraussetzung für eine Kulturvermittlung, die sich nicht nur als Kunstübersetzung undWissensvermittlung, sondern als Unterstützung für subjektive Kulturaneignungsprozessebegreift, ist die kritische Reflexion des zugrunde liegenden Kulturbegriffs.
  5. 5. Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.netDafür ist es sinnvoll, einen normativen Kulturbegriff zu überwinden, der bestimmte, v.a.öffentlich geförderte sogenannte Hochkulturangebote als wertvoller begreift als andereFormen etwa von populärer Kultur und Breitenkultur.Damit wird der Blick geöffnet für ein breites Spektrum an relevanten Kulturformen, die inVermittlungsprozessen in Beziehung zueinander gebracht werden können, um die Kluftzwischen U und E, zwischen populär und elitär zu überbrücken und neue fruchtbare Bezügeherzustellen.Kulturvermittlung ist in einer Einwanderungsgesellschaft in besonderer Weise aufgefordert,unterschiedliche Kulturformen als gleichwertig zu begreifen, interkulturelle Prozesse zuanimieren und daraus entstehende neue transkulturelle Formen zu fördern, auch gegen dieVormachtstellung des kulturellen Erbes.Die Professionalisierung von KulturvermittlungWaren die außerschulischen Kulturvermittler noch in den 70er Jahren vorwiegendAutodidakten, so hat sich die Kulturvermittlung seitdem stark professionalisiert. Diekulturpolitische Gesellschaft Deutschland ermittelte in ihrer Studie zu Studium undArbeitsmarkt Kulturvermittlung (Kulturpolitische Gesellschaft 2012) die erstaunlich hoheAnzahl von 364 Studiengängen der Kulturvermittlung im weiteren Sinne. Viele davon wurdenerst in jüngerer Zeit im Zuge des Bologna-Prozesses gegründet, bei dem viele neue BA- undMA-Studiengängen entstanden sind, die Kultur und ihre Vermittlung in verschiedenstenfachlichen Kombinationen integrieren.Zur Etablierung vieler neuer Ausbildungsgänge im Bereich Kulturvermittlung dürfte auch dieNeubewertung von Kulturvermittlung seit einigen Jahren beigetragen haben als eine für denKultursektor und Bildungssektor unverzichtbare Funktion und die damit verbundeneErwartung eines entsprechend wachsenden Arbeitskräftebedarfs.Die Absolventinnen und Absolventen dieser vielen Studiengänge im Bereichaußerschulischer Kulturvermittlung haben ihrerseits zur Professionalisierung,Ausdifferenzierung und Erweiterung des Arbeitsfeldes Kulturvermittlung beigetragen, siehaben sich selbst neue Stellen geschaffen und neue Dienstleistungen in derKulturvermittlung entwickelt. So wuchs etwa die Anzahl der interdisziplinärenJugendkunstschulen in Deutschland von fünf in der 70er Jahren zu inzwischen über 400Institutionen.
  6. 6. Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.netBedeutungswandel der Kulturvermittlung in Kulturbetrieb und Kulturpolitik inDeutschlandNachdem Kulturvermittlung in Ländern wie Deutschland und Österreich lange Zeit zu denstark marginalisierten Bereichen des Kultursektors gehörte und in der Hierarchie derKultureinrichtungen weit unten angesiedelt war, hat sie in den letzten 5 bis 10 Jahren starkan Bedeutung gewonnen.Gründe für die Aufwertung der Kulturvermittlung liegen zum einen im demografischenWandel, durch den die traditionellen (bildungsbürgerlichen) Kulturnutzer, für die der Besuchhochkultureller Einrichtungen selbstverständlich und selbsterklärend ist, immer wenigerwerden, so dass Kultureinrichtungen gezwungen sind, sich um neue Nutzer jenseits dieserschrumpfenden Milieus zu bemühen.Ein weiterer Grund dürfte in der zunehmenden Internationalisierung des Kultursektorsbestehen, wodurch Konzepte und Protagonisten von Kulturvermittlung aus andereneuropäischen Ländern Eingang finden und Kulturpolitik beeinflussen. ProminentestesBeispiel dafür in Deutschland ist sicherlich die Einführung der ersten Education Abteilung inein renommiertes klassisches Orchester durch Sir Simon Rattle mit Beginn seiner Amtszeitals Dirigent der Berliner Philharmoniker.Auch die Probleme des Bildungssektors in Deutschland, hier vor allem dasAuseinandergehen der Bildungsschere, bedingen ein zunehmendes Interesse anKulturvermittlung als Voraussetzung für eine chancengleiche Kulturelle Bildung, die v.a.inForm von Angeboten im Nachmittagsbereich der sich zunehmend etablierendenGanztagsschulen vermittelt werden soll. Zunehmend werden also außerschulischeKulturvermittler in Kitas und Schulen eingesetzt, aber auch in immer mehr Betrieben undUnternehmen im Rahmen der Lehrlingsausbildung und Mitarbeiterschulung und -motivation.Zukünftige Herausforderung für KulturvermittlerDie größte Herausforderung für Kulturvermittlung im Zusammenspiel mit Kultur- undBildungspolitik wird es sein, freiwillige künstlerisch-kulturelle Angebote fest imBildungssektor zu verankern, das heißt Formate und Vermittler kultureller Bildung
  7. 7. Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.netflächendeckend in den Schulen zu etablieren als dem einzigen Ort, an dem man allenMitgliedern einer Gesellschaft einen chancengleichen Zugang ermöglichen kann.Denn aktuell ist die Nutzung kultureller Angebote weitgehend ein Privileg hochgebildeterMilieus, bei Erwachsenen ebenso wie bei Kindern und Jugendlichen (Zentrum fürKulturforschung 2012).Der Wirtschaftssektor adaptiert zunehmend ästhetische und kulturelle Elemente, indemKunst als Gestaltungs- und Imagefaktor für die Corporate Identity von Firmen genutzt wird.Kulturschaffende und Kulturvermittler sind immer häufiger in Wirtschaftsunternehmen tätigmit dem Ziel, dort Innovationen zu befördern, etwa indem sie künstlerische Workshops inder Ausbildung von Lehrlingen durchführen oder Unternehmenstheater einsetzen, umKonflikte in Teams zu analysieren. Auch im Tourismus werden künstlerische und kulturelleVermittlungsleistungen zunehmend nachgefragt, ebenso wie auf weiteren gesellschaftlichenFeldern wie dem Sozial- und Gesundheitssektor.Kulturvermittler als Protagonisten der von Richard Florida so genannten „creative class“agieren als Motor einer auf Veränderung durch Kreativität angewiesenen Gesellschaft.Damit laufen sie auf der einen Seite Gefahr instrumentalisiert zu werden für Zwecke jenseitskünstlerischer, kultureller und subjektbildender Anliegen. Andererseits und viel mehr liegtdarin aber auch die Chance, den Einflussbereich von Kunst und Kultur weit über den immernoch sehr elitären Kultursektor hinaus auszuweiten.Angesichts gesellschaftlicher Spaltungstendenzen, einer zunehmenden Abkehr vor allembildungsferner gesellschaftlicher Gruppen vom öffentlichen und kulturellen Leben, Problemeder Integration der stark wachsenden Migrantengruppen in Deutschland bzw. dieVeränderung der kulturellen Identität durch Migration stellt sich die Frage, wie mitkulturellen Unterschieden produktiv umgegangen und Kunst als integrative Kraft genutztwerden könnte.Dafür ist es notwendig, Kunst und Kultur aus der Nische der gehobenenFreizeitbeschäftigung herauszuholen und offensiv für die Kommunikation zwischenverschiedenen gesellschaftlichen Gruppen einzusetzen. Kunst und Kultur können einHandlungsfeld sein für den interkulturellen Dialog, sie können verschiedene Interessenverdeutlichen, Machtverhältnisse, Widersprüche, Konflikte symbolisch und spielerisch zurSprache bringen und verhandeln, sie können manchmal Sprach- und Mentalitätsgrenzen
  8. 8. Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.netüberwinden und haben im besten Falle hohe symbolische, emotionale undgemeinschaftsstiftende Kraft. Um dieses Potential von Kunst und Kultur zu nutzen, ist esjedoch notwendig, einen elitären, engen Kulturbegriff zu überwinden, auch traditionelle,klassische öffentliche Kulturangebote in ihren Inhalten, Formen, Formaten und Strukturen zuhinterfragen und zu verändern. Es ist erforderlich, Kunst und Kultur offensiv mit anderengesellschaftlichen Bereichen zu vernetzen und neue Formen und Formate vonKulturvermittlung zu entwickeln, die eine sehr viel größere Reichweite in den Alltag einervielfältigen Bevölkerung hinein entfalten.Kulturvermittler haben die wichtige Aufgabe, als Moderatoren und „Brückenbauer“ einervielfältigen Kulturgesellschaft zu wirken, die von den verschiedensten Bevölkerungsgruppenmitgestaltet wird und in der Kunst und Kultur ein für verschiedene Milieus relevanterBestandteil ihres alltäglichen Lebens sind.
  9. 9. Was heißt schon KulturVERMITTLUNG?social inclusion :: participation :: emotional intelligencewww.kulturvermittlung.netLITERATURArts Council England/Johnson, Gill: New Audiences for the Arts. The New AudiencesProgrammes 1998–2003, London 2004Kulturpolitische Gesellschaft/Blumenreich, Ulrike (Hg.): Studium, Arbeitsmarkt, Kultur. Essen2012Beuys, Joseph: Jeder Mensch ist ein Künstler, Gespräche auf der documenta 5/1972,aufgezeichnet von Clara Bodemann-Ritter, Frankfurt a.M. 1975Fuchs, Max: Kulturelle Bildung. Grundlagen, Praxis, Politik, München 2008Mandel, Birgit (Hg.): Audience Development, Kulturmanagement, Kulturelle Bildung.Konzeptionen und Handlungsfelder der Kulturvermittlung. München 2008Mandel, Birgit: PR für Kunst und Kultur. 4. Auflage, Bielefeld 2012Mandel, Birgit: Interkulturelles Audience Development. Zukunftsstrategien für öffentlichgeförderte Kulturinstitutionen. Bielefeld 2013Reinwand, Vanessa: Ohne Kunst wäre das Leben ärmer. Zur biografischen Bedeutung aktiverTheater-Erfahrung. München 2008Zacharias, Wolfgang: Kulturpädagogik. Kulturelle Jugendbildung. Eine Einführung. Opladen2001Zentrum für Kulturforschung/Keuchel, Susanne: 2. Jugendkulturbarometer, Bonn 2012Birgit Mandel ist Professorin für Kulturvermittlung und Kulturmanagement am Institut fürKulturpolitik der Universität Hildesheim. Sie leitet den MasterstudiengangKulturvermittlung.LINKShttp://kulturvermittlung-online.de/

×