Umweltbewussteinkaufen
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EinleitungUmweltbewusst einkaufenAndrea ist eine lebenslustige Frau, Mutter und berufstätig. Sie will sich das Leben nicht...
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Da der Platz- und Pflegeaufwand bei der ökologischen Viehhaltung deutlich größer ist, wirdman hier mit höheren Preisen für...
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Ähnlich verhält es sich mit dem Standard, kistenweise Mineralwasser im PKW zu transportie-ren (nachdem die Flaschen und Ki...
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Auch wer in den eigenen vier Wänden auf ökologische Produkte achtet, kann relativ leicht nochmehr für die Umwelt tun. Denn...
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Nicht nur was wir kaufen, sondern auch wie wir shoppen, hat Einfluss auf unsere Umwelt. Esliegt auf der Hand, dass weite u...
Mit etwas Planung und Aufmerksamkeit lassen sich diese völlig überflüssigen ökologischenZusatzbelastungen deutlich verring...
In vielen Haushalten sammeln sich gelesene Bücher, die irgendwann seufzend dem Altpa-pier zugeführt werden. Findige Bücher...
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HerausgeberWhaleShark Media Germany GmbHFriedrichstraße 21010969 BerlinUmweltbewussteinkaufenBildnachweisDeckblatt:Superma...
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In diesem kostenlosen E-Book von http://www.Deals.com können Sie nachlesen, worauf Sie bei einem naturbewussten Einkauf achten sollten.

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  1. 1. Umweltbewussteinkaufen
  2. 2. 1234567Einleitung:Umweltbewusst einkaufenGesund und ökologisch:Der bewusste Lebensmittel-KaufBio-Lebensmittel: Ein Wort und viele Bedeutungen?Obst und Gemüse: Mit drei Kriterien im grünen BereichFleisch, Wurst und andere tierische Produkte: Weniger ist ganz sicher mehrFisch: Schutz für ein gesundes LebensmittelGetränke: Die übersehene ÖkofalleExperten-Interview mit Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des ÖKO-TEST-MagazinMode und Lifestyle:Trends für ein gutes GewissenNachhaltiger Kleidungskauf: Langlebig & Fair statt Ex & HoppÖko-Kosmetik: Gut für Mensch und TierExperten-Interview mit Dieter Overath, Geschäftsführer Fairtrade DeutschlandHaus und Familie:Gesund Wohnen, die Umwelt schonenMöbel und Innenraumfarben: Ohne Raubbau und GiftPutzen und Waschen: Saubere Wohnung, vergiftete Umwelt?Arbeit und Freizeit:Umweltbewusstes Office, clevere MobilitätPapier und Co: Umweltfreundliche BüroartikelMobilität: Gemeinsam handeln, gemeinsam sparenVertriebswege und Entsorgung:Organisation des umweltbewussten EinkaufsAlles Müll oder was? Von Verpackungswahn bis WegwerfmentalitätWiederverwertung und Tausch: Die Entdeckung der HaltbarkeitDie neuen Möglichkeiten des E-Commerce: Chancen und RisikenExperten-Interview mit Katharina Istel und Benjamin Bongardt, NABU BundesverbandWenn Du es eilig hast, mach langsam:Ökologie des Seelenlebens2.12.22.32.42.52.63.13.23.34.14.25.15.26.16.26.36.4InhaltsverzeichnisUmweltbewusst einkaufen233568911141416171919212323252727282931331
  3. 3. EinleitungUmweltbewusst einkaufenAndrea ist eine lebenslustige Frau, Mutter und berufstätig. Sie will sich das Leben nicht vonnegativen Nachrichten vermiesen lassen. Nun wurde sie aber durch einen Film über unserengefährdeten Planeten wachgerüttelt. Die bedrohliche Erderwärmung und die Verknappunglebensnotwendiger Ressourcen gehen Andrea nicht mehr aus dem Kopf. Sie möchte in Zu-kunft ihren Teil zur Erhaltung der Lebensbedingungen beitragen – und beim Einkauf umweltbe-wusster werden. Aber geht das überhaupt, wenn man einen engen Zeitplan hat und auch mitdem Geld haushalten muss?Andrea hört sich im Bekanntenkreis um. Peter lacht Sie aus. „Bio ist doch alles Schwindel“, sagter. Ihre Freundin Beate hat versucht, ihren Einkauf umweltbewusst zu gestalten, aber es wurdeihr zu stressig. Jetzt legt sie wieder in den Einkaufskorb, was ihr ins Auge fällt. Sie ist jedochunzufrieden mit diesem „JoJo-Effekt“. Und dann ist da noch Marion, die aufs Land gezogen ist,ihr Gemüse selbst züchtet und nur noch Leitungswasser trinkt. Aber Marion ist so furchtbarmoralisch geworden. Ein bisschen ratlos ist Andrea schon, von Ihrem Vorhaben, nachhaltigereinzukaufen, will sie sich aber nicht abbringen lassen. Wo kann sie sich informieren und ihrerVerantwortung gerecht werden?Unsere Broschüre soll helfen, Andrea und allen Lesern und Leserinnen einen guten Überblicküber umweltbewusstes Einkaufen zu geben. Bei unseren Tipps denken wir auch an Ihr Zeitbud-get und Ihren Geldbeutel. Helfen Sie mit, unsere Erde zu bewahren!1Umweltbewusst einkaufen2
  4. 4. Bio-Lebensmittel: Ein Wort und viele Bedeutungen?Die meisten Menschen haben schon hin und wieder nach einemLebensmittel gegriffen, das als Bio-Ware deklariert war. Gerade„Mischkäufer“ – Konsumenten also, die biologisch angebaute Le-bensmittel an sich für wertvoll halten, aber beim Einkauf nicht ge-zielt nach ihnen suchen – beschäftigen sich dabei nicht immer ge-nau mit den jeweiligen Deklarationen. Sie nehmen ein Bio-Siegelals gutes Zeichen, lassen sich aber auch verunsichern durch Mel-dungen, dass Herstellerangaben irreführend sein können. Tatsäch-lich sind Angaben wie „naturnah“, „kontrollierter Anbau“ oder „Bio-Qualität“ nicht geschütztund können von Herstellern auch rein marketing-orientiert verwendet werden.Seit 2010 ist das EU-Bio-Siegel ein Garant dafür, dass festgelegte Mindeststandards bei An-bau und Produktion von Lebensmitteln eingehalten werden. Produkte, die das EU-Bio-Siegeltragen dürfen, müssen zu mindestens 95% Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbauenthalten. Der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen ist absolut verboten, chemischeund synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel sind weitgehend untersagt. Mindestvor-schriften zur artgerechten Tierhaltung müssen strikt beachtet werden. Jeder Lebensmittelpro-duzent in der Herstellungskette muss mindestens einmal jährlich von staatlich anerkanntenunabhängigen Kontrollstellen überprüft werden. Neben dem abgebildeten Siegel muss jedesLebensmittel, das nach EU-Richtlinie „Bio“ heißen darf, einen Kontrollcode aufweisen, der inden ersten Buchstaben das Herkunftsland und in einer Ziffernfolge die jeweilige Prüfstelle ver-rät. (Beispiel: DE-ÖKO-011). Die großen Supermarktketten verwenden mittlerweile alle Bio-Ei-genmarken, die mit der EU-Richtlinie konform gehen. Neben ihrem eigenen Bio-Markenzeichenmüssen sie aber auch das offizielle Biosiegel sowie den Prüfstellen-Code aufweisen.Gesund und ökologisch:Der bewusste Lebensmittel-Kauf22.1Umweltbewusst einkaufen 3
  5. 5. Gesund und ökologisch:Der bewusste Lebensmittel-KaufDa in Deutschland bereits seit 2001 staatlich kontrolliert ein nati-onales Bio-Siegel vergeben wurde, das die EU-Standards zugrundelegt, kann man sich hierzulande auch auf dieses sechseckige Zei-chen beim Einkauf verlassen.EineganzeReihevonAnbauverbändenbiologischerLandwirtschaftund Öko-Zertifizierer vergibt eigene Siegel, deren Anforderungenüber den EU-weiten Mindeststandards liegen. Der Demeter-Ver-band ging bereits 1932 aus der anthroposophischen Bewegunghervor.Bioland ist heute der größte Anbauverband von Biobauern. Na-turland zertifiziert vor allem fair gehandelte Produkte und Fisch.Alle Siegel stehen für 100 % Inhalt aus kontrolliert biologischemAnbau.Mittlerweile gibt es über 100 verschiedene Bio-Siegel, die teil-weise von kleinen regionalen Zusammenschlüssen ausgearbeitetund vergeben werden. Meist können Verbraucher bei regionalenHändlern über die jeweilige Vereinigung und ihre Bio-Qualitäts-standards informieren.Neben ökologischen Gesichtspunkten unterliegt unser Konsumver-halten auch einer Verantwortung für soziale Bedingungen. FairerHandel – zertifziert durch das Fair Trade-Zeichen – sichert Men-schen in Entwicklungsländern Bedingungen für einen angemes-senen Lohn und verbietet Kinder- und Zwangsarbeit. Wichtige FairTrade-Produkte sind Kaffee, Tee, Schokolade und Reis, aber auchKleidung. Fair Trade bedeutet nicht automatisch kontrolliert biolo-gischenAnbauundumgekehrtstammennichtalleBio-Lebensmittelautomatisch aus fairem Handel. Die beiden Gesichtspunkte werden aber immer mehr im Sinneeiner ganzheitlichen Ethik zusammengedacht. Auch der Schutz des Trinkwassers ist in den FairTrade-Richtlinienverankertundmittlerweilesindca.2/3allerProduzentenökologischzertifiziert.2Umweltbewusst einkaufen4
  6. 6. Obst und Gemüse: Mit drei Kriterien im grünen BereichWer häufig Gemüse auf den Speiseplan setzt und hin und wieder auch einen vegetarischen Tageinlegt, lebt nicht nur gesund, sondern grundsätzlich umweltbewusster als diejenigen, die vielFleisch verzehren. Denn der Ressourceneinsatz für die Viehzucht ist um ein Vielfaches höher alsfür den Anbau von Obst und Gemüse.Aber auch das Gemüseangebot, das wirheuteinreichsortiertenSupermärktenderWohlstandsnationen finden, verursachthäufig einen widersinnigen Energieauf-wand. Wenn im Winter Spargel aus Peru indenRegalenundaufdenTellernlandenundganzjährigGewächshaus-GurkenzumStan-dard gehören, geht dem ein enormer Ein-satz von Treibstoff und Heizenergie voraus.Der umweltbewusste Konsument achtet deswegen beim Kauf von Obst und Gemüse auf dreiKriterien. Im besten Fall ist das Gemüse biologisch angebaut, stammt aus der Region und hatgerade seine natürliche Erntezeit. Sicherlich wird man ungern auf Mandarinen auf dem Ad-ventsteller verzichten und sich auch hin und wieder den Genuss einer leckeren Ananas gönnenwollen, auch wenn diese Früchte in unseren Breitengeraden nie Saison haben.Als Empfehlung gilt aber, dass mindestens eines der Kriterien:bio, saisonal und regionalerfüllt sein sollte. Im Sommer ist das regionale Angebot auch hierzulande so reichlich, dasses ein Leichtes ist, weitgehend saisonale und regionale Produkte zu kaufen!Leider wissen viele Großstadtbewohner oft gar nicht mehr genau, wann welche Pflanzen beiuns gedeihen. Oft findet man Produkte, die aus heimischer Produktion stammen, aber weit jen-seits der natürlichen Sä- und Erntezeiten im Gewächshaus angebaut wurden – mit enormemEnergieaufwand. Im Internet finden Sie Saisontabellen für Obst und Gemüse. Trauen Sie sichruhig, auch direkt beim Kauf nachzufragen. Das wird Ihrem Händler zeigen, worauf die Kund-schaft achtet und Ihre Entscheidung erleichtern.Gesund und ökologisch:Der bewusste Lebensmittel-Kauf22.2Umweltbewusst einkaufen 5
  7. 7. Bio, regional, saisonal – das sind die Vorteile:Ökologische Bewirtschaftung schont Boden, Gewässer und wildlebende TiereBio-Gemüse ist nitratärmer und enthält deutlich weniger PestizideTreibstoffintensive „Flugreisen“ für Obst und Gemüse werden vermiedenDeutlich weniger Energieaufwand für Gewächshäuser und LagerungFrisches Gemüse, gerade geerntet, schmeckt einfach besser!Sie (und Ihre Kinder!) lernen den Rhythmus der Natur wieder kennenAuch der Geldbeutel freut sich: denn lange Transportwege schlagen sich imPreis und in der Qualität niederFleisch, Wurst und andere tierische Produkte:Weniger ist ganz sicher mehrUnsere Umwelt wird geschont, wenn wirFleisch wieder als Delikatesse verzehren,also nicht unbedingt täglich, dafür abervon guter Qualität aus artgerechter Tier-haltung. Artgerechte Tierhaltung bedeutetvor allem, dass Nutztiere ausreichend Platzhaben für Rückzug und Auslauf, dass sie ge-trennteBereichefürFütterung,FäkalienundRuhezeitenfindenunddassdasFutterweit-gehend angepasst wird an die Nahrung, diedie Tiere unter natürlichen Bedingungen vorfinden. Daraus folgt, dass das Leben der Tiere nichtvon vorneherein eine rein auf Verwertung ausgerichtete Qual ist Das Fleisch von Tieren, die Aus-lauf finden und artgerecht gefüttert werden, schmeckt außerdem in aller Regel deutlich besser.Gesund und ökologisch:Der bewusste Lebensmittel-Kauf22.3Umweltbewusst einkaufen6
  8. 8. Da der Platz- und Pflegeaufwand bei der ökologischen Viehhaltung deutlich größer ist, wirdman hier mit höheren Preisen für ein Steak oder ein Hühnchen rechnen müssen. Unterm Strichist das kein Problem, wenn man den Fleischkonsum reduziert. Da die ökologischen Kosten fürFutteranbau und die Klimaschädigung durch Wiederkäuer den Fleischverzehr zur großen Um-weltbelastung machen, ist das ohnehin sinnvoll. Der ökologisch bewusste Genießer freut sichhin und wieder auf ein lecker zubereitetes Gericht mit Bio-Fleisch und lernt dazwischen dieFreuden der Gemüseküche kennen!Literatur zum bewussten Fleischverzehr:Jonathan Safran Foer: Tiere essen. Fischer Taschenbuch.Der Bestseller, der vor Augen führt, welches Leiden unbedachter Fleischkonsum verursacht.Marsili Cronberg: Wie ich verlernte, Tiere zu essen: mit dem Comic „Happy without meat“ vonLinguini. Echo-Verlag.Auch wenn man nicht gleich Veganer wird, kann man an diesem Buch lehrreichen Spaß finden.Karen Duve: Anständig essen. Ein Selbstversuch. Goldmann Verlag.Sehr ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema Verantwortung und Fleischkonsum voneiner tollen Autorin.Massentierhaltung bedeutet Qual statt Qualität. Manchmal vergessen wir, dass auch der Ver-zehr tierischer Produkte wie Eier, Milch, Käse und Butter auf sehr fragwürdigen Lebensbedin-gungen der Tiere beruhen kann. Auch bei diesen Produkten verhalten wir uns verantwortungs-bewusst, wenn wir auf Angaben zur Herkunft achten. Beim Kauf von Eiern sollte unbedingtdarauf geachtet werden, dass die Hühner nicht nur am Boden gehalten werden, sondern auchfrei laufen können. Gerade hier geht es eigentlich nur um ein paar Cent und ein bisschen Auf-merksamkeit beim Einkauf.Damit sie beim Kauf loser Eier auf dem Markt oder selbst bei fertig verpackten Eiern im Dis-counter ganz sicher gehen können, muss heute jedes Ei einen Stempel tragen, dessen erste Zif-fer über die Haltungsart informiert. Das Motto sollte lauten: „Niemals eine 3, besser keine 2!“.Gesund und ökologisch:Der bewusste Lebensmittel-Kauf2Umweltbewusst einkaufen0=Biohaltung 1=Freilandhaltung 2=Bodenhaltung 3=Käfighaltung7
  9. 9. PDFFisch: Schutz für ein gesundes LebensmittelDer Verzehr von Fisch ist gesund, stärkt Hirn und Nerven und liefert besonders wertvolles Ei-weiß. In aller Munde sind die Omega-3-Fettsäuren, die besonders durch fettreiche Seefischegeliefert werden und sogar Demenz vorbeugen sollen. Außerdem sind Fische wertvolle Jod-Lieferanten, darüber freut sich die Schilddrüse.Leider sind jedoch 80 % aller Fischarten überfischt. Anders als beim heimischen Wild, das rela-tiv geschützt durch Schonzeiten und forstliche Aufsicht nur nach strengen Regeln gejagt wer-den darf, verläuft der Fischfang auf dem Globus unkontrolliert: Viele Arten stehen regelrechtvor dem Aussterben und die Meeresökologie wird durch Überfischung empfindlich gestört.Gerade wer Fisch liebt und auch die gesundheitlichen Vorzüge zu schätzen weiß, sollte daraufachten, dieses wertvolle Nahrungsmittel zu schützen.Das ist nicht ganz leicht, denn laut Green-peace ist derzeit lediglich der Verzehr vonForelle und Karpfen noch ökologisch wirk-lich unbedenklich. Seehecht und Seelachs,langeZeitüberreichgehandelt,sindmittler-weile ausgesprochen bedroht. Der verant-wortungsbewusste Fischkauf ist nicht ganzeinfach. Bei vielen Arten ist die Vertretbar-keitabhängigvonFanggebietund-methode.Aus diesem Grund stellt beispielsweise Greenpeace unter:http://www.greenpeace-stuttgart.de/themen/meere/Fischfuehrer.pdfeinen Einkaufsratgeber zur Verfügung.Ähnlich wie bei Fleisch ist auch beim Kauf von Fisch die wirklich biologische Variante teurer.Wer aber Fisch aus Bio-Aquakultur kauft – mittlerweile auch verschiedentlich in Supermärktenerhältlich – geht relativ sicher, nicht nur etwas für die eigene Gesundheit und den kulinarischenGenuss zu tun, sondern auch den Fischbestand zu schützen. Insbesondere bei Schrimps undGarnelen, bei Lachs, Kabeljau, Pangasius und Tilapia sind Bio-Aquakultur-Angebote zu finden.2.4Umweltbewusst einkaufen8Gesund und ökologisch:Der bewusste Lebensmittel-Kauf2
  10. 10. Getränke: Die übersehene ÖkofalleBeim Kauf von Getränken wurde die Auf-merksamkeit der Verbraucher in denletzten Jahren vor allem auf die Verpa-ckung gelenkt. Durchaus zu Recht! EineMehrwegflasche aus Glas ersetzt in ihrerLebensdauer ca. 50 Einwegflaschen, Pro-duktions- und Energiekosten werden alsodeutlich gesenkt. PET-Flaschen aus Kunst-stoff sind manchmal praktischer, da leich-ter zu tragen. Jede PET-Mehrwegflascheersetzt in ihrer durchschnittlichen Lebensdauer immer noch 25 Einwegflaschen – allerdingswird bei der Produktion des Kunststoffs die endliche Ressource Erdöl verbraucht, während dieHerstellung von Glas aus Kalk, Soda, Sand und Altglas ökologisch weitgehend unbedenklichist. Wer gute Gründe hat, ausnahmsweise zur Einwegverpackung zu greifen, sollte einen Ge-tränkekarton wählen. Die vergleichsweise umweltfreundliche Papierverpackung schadet demGeschmack nicht und zuhause kann man das Getränk präsentierbar umfüllen.Tabu sind: Alle Einwegverpackungen aus Aluminium und Plastik!Die Aufmerksamkeit auf die ökologisch bedeutsame Verpackungsfrage hat allerdings den Blicketwas abgelenkt von der ökologischen Bewertung des Inhalts. In unseren Breitengraden liebenwir seit den ersten Nachkriegs-Wohlstandsjahren Orangensaft und meinen, nur so kämen wirzu den nötigen Vitaminen. In der jüngeren Vergangenheit sind weitere exotische Früchte inSaftform im Angebot und werden geschätzt. Aber die Saftproduktion aus Orange, Mango, Ana-nas und Co verursacht natürlich die gleichen ökologischen Folgekosten, wie wenn das frischverzehrte Obst oder Gemüse aus anderen Kontinenten geliefert wird. Bei einer ausgewogenenErnährung mit reichen saisonalen Obst- und Gemüsebestandteilen ist der Vitaminhaushalt auchohne exotische Säfte gesichert; wer Fruchtsäfte mag, kann auf einen biologisch gekelterten Ap-felsaft aus der Region zurückgreifen.Gesund und ökologisch:Der bewusste Lebensmittel-Kauf22.59Umweltbewusst einkaufen
  11. 11. Ähnlich verhält es sich mit dem Standard, kistenweise Mineralwasser im PKW zu transportie-ren (nachdem die Flaschen und Kisten zuvor in den Getränkemarkt gefahren wurden!). In denmeisten Regionen Deutschlands ist mittlerweile das Trinkwasser gesundheitlich unbedenklich,wer es sprudelnd mag, kann mit einem Sodagerät Kosten, Transportwege und Schlepperei ver-meiden. Bei sinnvoller Ernährung ist der Mineralienbedarf in unseren Breitengraden ohnehingedeckt, bei tatsächlichem Mineralienmangel ist die individuelle Abklärung und Ernährungser-gänzungvielzweckmäßigeralseinLotteriespielmitweitgehendüberflüssigem„Mineralwasser“.Dass der bei uns genossene Wein nicht aus Chile oder Neuseeland kommen sollte – währendman sich im Restaurant in Sidney um eine Pfälzer Spätlese schart – versteht sich nach dem bis-her gesagten fast von selbst. Echte Kenner und Genießer wollen vielleicht auch einmal etwasAußergewöhnliches probieren, dass aber der Kochwein viele Tausend Kilometer zurückgelegthat, ist wirklich nicht nötig. Winzer aus der Region bringen sogar den Wein, verbinden auf ihrerLieferfahrt zahlreiche Kunden – und nehmen geleerte Flaschen wieder mit.Merkzettel beim Getränkekauf:Glas ist die ökologisch unbedenklichste Verpackung für GetränkeMehrweg ist immer besser als Einweg. In Zahlen sogar 50mal besser!Einweggetränke höchstens im KartonRegionale Inhaltsstoffe & regionale Produzenten sichern die Öko-BilanzGesund und ökologisch:Der bewusste Lebensmittel-Kauf2Umweltbewusst einkaufen10
  12. 12. Gesund und ökologisch:Der bewusste Lebensmittel-Kauf211Umweltbewusst einkaufenExperten-InterviewJürgen StellpflugChefredakteur des ÖKO-TEST-Magazinswww.oekotest.deLaut einer aktuellen Umfrage des Bundesverbraucherministeriums wollen zwei Drittel derDeutschen regionale Lebensmittel kaufen. Welche Rolle spielt Regionalität in Hinblick aufUmwelt und Ökologie?Studie haben ermittelt, dass für ein Pfundschälchen Erdbeeren bei der Erzeugung und den Trans-port ins Lebensmittelgeschäft mehrere Tausend Transportkilometer entstehen. Regionale Pro-dukte haben nicht so lange Transportwege ins Geschäft, was natürlich weitaus umweltfreund-licher ist. Es ist allerdings wenig ökologisch, wenn die Stadtbevölkerung mit ihren Vans und SUVszu Bio-Höfen am Stadtrand fährt, denn hier wird eine Tonne Blech für 10 bis 20 Kilo Nahrungbewegt. Am sinnvollsten ist es, wenn man in Geschäften ums Eck regionales Sortiment einkauft,das können Supermärkte, aber ebenso kleine Dorf- oder Nachbarschaftsläden sein.Gibt es beim Kauf von Gemüse weitere Kriterien, auf die umweltbewusste Verbraucher ach-ten sollten?Saisongemüse ist immer zu empfehlen. Bauern ernten es erst, wenn es auch wirklich reif ist.Es enthält mehr Vitamine und Aroma als Treibhaus- oder Importware. Kurze Lagerzeiten undTransportwege zum Verbraucher garantieren hohe Nährstoffgehalte. Saisongemüse gibt esauch im Winter, der Speiseplan der Natur ist vielfältiger, als viele denken. Außerdem empfiehltÖKO-TEST Bio-Gemüse. Unser aktueller Salat-Test zeigt, dass bei konventionellen Produkten diePestizid- und Nitratbelastung teilweise sehr hoch ist, bei Bio-Produkten ist das nicht der Fall.2.6
  13. 13. Gesund und ökologisch:Der bewusste Lebensmittel-Kauf2Tierische Produkte stehen immer wieder in der Kritik. Welches sind die häufigsten Gefähr-dungen und wie können Verbraucher sich schützen?Es wird zwar immer wieder Dioxin in Eiern gefunden, doch hier handelt es sich um vereinzelteschwarze Schafe, die belastetes Tierfutter verkaufen. Schlimm ist aber vor allem, dass Tiere mitAntibiotika und Medikamenten aufzogen werden. ÖKO-TEST hat letztens Putenfleisch getestet.Hier hat sich gezeigt, dass fast alle Puten zumeist mehrfach mit Antibiotika behandelt wurden.TeilweisewarendieAntibiotika-AngabenzudemzukurzfüreineeffektiveKrankheitsbehandlung.Dadurch entsteht die Gefahr, dass ein Teil der vorhandenen Krankheitskeime überlebt und sichresistente Keime entwickeln, gegen die im Ernstfall auch beim Menschen keine Mittel mehr hel-fen. Tatsächlich waren die meisten gefundenen Keime resistent gegen Penicillin, Tetracylin undandere Antibiotika. In einer Probe fand sich ein MRSA-Keim, der gegen fast alle Antibiotikaresistent ist, in einer anderen Probe Salmonellen, die noch auf alle Medikamente ansprachen.Schlimm sind auch die Lebensbedingungen der Tiere. Sie werden nicht nur auf engstem Raumzusammengepfercht, sondern auch brutal verstümmelt. Den Puten werden die Schnäbel ge-kürzt, was ihnen lebenslang Schmerzen bereitet.Was kennzeichnet eine artgerechte Haltung und wie ist diese beim Kauf erkennbar?ÖKO-TEST rät zu Bio-Fleisch. Das kostet zwar deutlich mehr, man unterstützt mit dem Kauf aberdie artgerechtere Tierhandlung. Teuer ist Bio vor allem aufgrund der zwei- bis dreifach höherenFutterkosten, der längeren Mastdauer, der kleineren Bestände und des höheren Flächenbedarfsfür Freiland und Ställe. Bio-Fleisch ist entweder mit dem staatlichen Bio-Siegel oder mit dem Sie-gel ökologischer Anbauverbände wie Bioland, Demeter und Naturland gekennzeichnet. Die An-forderungen der ökologischen Anbauverbände sind noch strenger als die Grundanforderungen,die das staatliche Bio-Siegel hat.Sollte man aus ökologischer Sicht überhaupt noch Fleisch und Milchprodukte verzehren?Es muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, ob er ganz oder teilweise auf Fleisch ver-zichten kann. Aber die ökologische Bilanz vegetarischer Ernährung spricht für sich, während dieKlimabilanz der Viehzucht düster aussieht. Denn für diese werden Flächen abgeholzt, die für denFuttermittelanbau gebraucht werden.Umweltbewusst einkaufen12
  14. 14. Gesund und ökologisch:Der bewusste Lebensmittel-Kauf213Umweltbewusst einkaufenAus Gülleseen und Dungbergen wird klimaschädliches Lachgas frei. Und Wiederkäuer wie dieRinder setzen bei der Aufspaltung und Verdauung des Futters Methan frei, das die Atmosphärestark aufheizt. Für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch entstehen 13.000 g Kohlendioxid,bei den Kartoffeln liegt dieser Wert bei 240 g. Außerdem werden 15.500 Liter Wasser für dieProduktion von einem Kilo Rindfleisch verbraucht, bei einem Kilo Äpfel nur 700 Liter.Ihr Tipp:Wie können Einkaufsroutinen in Hinblick auf Umwelt und Ökologie verändert werden?Man sollte auch mal mit dem Fahrrad einkaufen fahren und vor allem regionale Produkte kau-fen. Auch lohnt es sich, neue Kochrezepte auszuprobieren, in der saisonale Produkte zum Einsatzkommen. Wichtig ist, nicht zu große Mengen einzukaufen, sondern lieber öfters zum Super-markt oder Ladengeschäft zu gehen und sich vorher genau aufzuschreiben, was man benötigt.Dann sind die Lebensmittel nicht nur frischer, man muss auch weniger Verdorbenes wegwerfen.Und die Stofftasche sollte man nicht vergessen.
  15. 15. Öko-Kleidung und Naturkosmetik klingt in vielen Ohren nach wie vor nach altbackenem Outfitfür Landkommunen. Dabei sind umweltverträgliche Produktionsweisen mit modernen Design-ideen längst bestens kombinierbar. Die ökologischen und sozialen Folgekosten der konventio-nellen Herstellung von Mode und Kosmetik werden häufig unterschätzt.Nachhaltiger Kleidungskauf: Langlebig & Fair statt Ex & HoppHartnäckig hält sich die Vorstellung, dass Kleidung aus Baumwolle die beste Wahl ist. Das at-mungsaktive Material lässt sich bei hohen Temperaturen waschen und gilt als „Naturstoff“schlechthin und damit synthetischen Textilien als weit überlegen. Baumwolle wird jedochmeist in riesigen Monokulturen angebaut und überdurchschnittlich stark mit Pestiziden be-handelt. In manchen Ländern werden bis zu 50 Prozent der Agrarflächen für den monokultu-rellen Baumwollanbau genutzt. Die Folge sind Bodenerosion, starke Wasserbelastung durchPflanzenschutzmittel sowie fehlende Ackerflächen für die Versorgung mit Nahrungsmitteln.Die starke toxische Behandlung der Baumwollpflanzen ist verstärkt für Hautreizungen und All-ergien verantwortlich.Bio-Baumwolle und Hanf sind die umweltfreundlichen Alternativen. Die Hanfpflanze ist sehrwiderstandsfähig und gedeiht auch bei schwierigen Witterungsbedingungen ohne chemische„Unterstützung“. Auch Biobaumwolle wird ohne Pestizide und andere Agrargifte angebaut. DieKennzeichnung ökologisch unbedenklicher Textilien ist derzeit noch etwas verwirrend.Mode und Lifestyle:Trends für ein gutes Gewissen33.1Umweltbewusst einkaufen14
  16. 16. Folgende Gütesiegel gelten jedoch als zuverlässig:GOTS (Global Organic Textile Standard)Textiles Vertrauen nach Öko-Tex Standard 100 (plus)IVN zertifiziert NATURTEXTIL und NATURTEXTIL BESTEU Ecolabel für Textilien (früher: Europäisches Umweltzeichen)Die genannten Gütesiegel garantieren die Einhaltung von ökologischen Richtlinien bei Anbauund Weiterverarbeitung. Wer sicher gehen will, dass zumindest der Anbau der Naturmateri-alien ökologisch vertretbar ist, muss auf die Angabe „kontrolliert biologischer Anbau (kbA)“achten. Alle anderen Bezeichnungen wie Bio-Anbau etc. sind nicht geschützt!Ein weiteres Drama der globalen Textilproduktion sind die oft sehr schlechten Arbeitsbedin-gungen in weniger entwickelten Ländern. Das Fair Trade-Siegel garantiert nicht nur gerechtereBedingungen für Produzenten, sondern schließt auch besonders umweltschädliche Methodenaus. Im Bereich Textilien findet es bisher nur bei Baumwollwaren Verwendung.Absehbar können Bio-Baumwolle und Hanf jedoch nur einen Bruchteil des weltweiten Textilbe-darfs decken. Greenpeace stellt fest, dass sich die Öko-Bilanz von Kunstfasern durch Anstren-gungen der Industrie teilweise deutlich verbessert hat. Allerdings bleibt der Konsument hierbeim Kauf weitgehend uninformiert. Für alle Textilien gilt deswegen die strikte Empfehlung, auflanglebige Qualität beim Kauf zu achten anstatt häufig Billigangebote zu kaufen. Insbesonderebei Outdoorkleidung, die in der Regel aus synthetischen Materialien hergestellt wird, solltedies beachtet werden. Auch die Weitergabe von nicht mehr benötigter Kleidung an Second-Hand-Läden oder soziale Sammelstellen unterstützt wesentlich die Öko-Bilanz.Mode und Lifestyle:Trends für ein gutes Gewissen315Umweltbewusst einkaufen
  17. 17. Öko-Kosmetik: Gut für Mensch und TierCa. 5 Milliarden Kosmetikartikel werden alleine inEuropa jährlich verkauft. Die Situation ist häufigparadox, denn mit Kosmetikprodukten wollen wirunseren Körper pflegen und schützen, auch vorschädlichen Umwelteinflüssen. Gleichzeitig sindKosmetika häufig echte Chemiecocktails und kön-nen Substanzen enthalten, die Allergien erst auslö-sen oder sogar krebserregend sind.Die Industrie bezeichnet viele Produkte mittlerwei-le als Naturkosmetika. Dies ist aber kein geschützterBegriff und darf schon verwendet werden, wenndas Produkt einen einzigen natürlichen Inhaltsstoffhat. Auch über die Gewinnung der Rohstoffe sagtdie Bezeichnung Naturkosmetik nichts aus.Echte Öko-Kosmetik sollte folgende Eigenschaften haben:ausschließlich oder überwiegend natürliche Inhaltsstoffeumweltschonende Gewinnung der Rohstoffekeine Bestandteile aus toten Tieren(tierische Produkte wie Honig oder Milch sind erlaubt)Verwendung ausschließlich nachwachsender Rohstoffe(kein Erdöl)Frei von chemischen Duft-, Farb- und KonservierungszusätzenAuch der Begriff Öko-Kosmetik kann frei – und damit leider auch irreführend – verwendet wer-den. Hilfreich ist das Gütesiegel des BDIH, das neben den genannten ökologischen Aspektenauch die sozial-ethischen Bedingungen der Produktion bewertet.Mode und Lifestyle:Trends für ein gutes Gewissen33.2Umweltbewusst einkaufen16
  18. 18. Experten-InterviewDieter OverathGeschäftsführer Fairtrade Deutschlandwww.fairtrade-deutschland.deWas genau steht hinter „Fairtrade“?Bei Fairtrade stehen im Mittelpunkt die Menschen im Süden, daher werden gezielt Kleinbauernund Arbeiter in den Entwicklungsländern gefördert und ihre Position auf dem Weltmarkt ver-bessert. Ziel ist es, Konsum verantwortlich zu gestalten und so die Armut im Süden abzubauen.Fairtrade steht für ethisches Handeln, Nachhaltigkeit und Transparenz – und baut so eine Brü-cke zwischen Produzenten und Verbrauchern.Umweltbewusst einkaufen bedeutet auch, regionale Anbieter zu bevorzugen. Geht das auchbei Fairtrade-Produkten?Alleine regional einzukaufen ist per se noch nicht umweltbewusst. Ebenfalls entscheidend sindauch die Jahreszeit und die Anbauweise. Fairtrade-Waren werden nachhaltig und ressourcen-schonend angebaut, daher sind sie sehr umweltverträglich. Trotzdem werden sie in Zeiten desKlimawandels kritisch hinterfragt. Dabei spielen bei Nahrungsmitteln die Produktion und Ver-arbeitung eine wichtigere Rolle für den Klima-Fußabdruck, als die Herkunft. Da warmes Klimaund viel Handarbeit die Emissionen im Anbau stark verringern, schneiden selbst importierteWaren häufig aus einer Klimaschutz-Perspektive besser ab. Rohzucker aus Fairtrade-Produktionin Paraguay verursacht inklusive Transport rund 40 Prozent weniger Treibhausgas-Emissionenals Zucker aus Schweizer Zuckerrüben. Rosen aus Afrika verursachen inklusive Transport deutlichweniger Emissionen als Rosen aus holländischen Treibhäusern.3.3Mode und Lifestyle:Trends für ein gutes Gewissen317Umweltbewusst einkaufen
  19. 19. Ist Kinderarbeit bei Produkten mit dem Fairtrade-Siegel ausgeschlossen?Keine Person und kein Zertifizierungssystem kann eine hundertprozentige Gewähr dafür leisten,dass ein Produkt frei von ausbeuterischer Kinderarbeit ist. Fairtrade versichert jedoch, dass im-mer dann, wenn es Verstöße gegen die Regeln zur Verhinderung von ausbeuterische Kinderar-beit entdeckt, es sofort Maßnahmen ergreift um die betroffenen Kinder zu schützen, die betrof-fenen Farmen hindert ins Fairtrade-System zu gelangen und die Gemeinden vor Ort unterstütztdas Problem zu bewältigen. Weitere Informationen zu Fairtrade und dem Thema „Kinderarbeit“finden Sie auch auf unserer Website.Heißt Fairtrade auch, dass Mode ökologisch, also frei von Giftstoffen ist?Umweltstandards bilden einen wichtigen Teil von Fairtrade, trotzdem ist Fairtrade kein Öko-Siegel. Das Fairtrade-Siegel ist in erster Linie ein Sozialsiegel. Dennoch wird mit den Umwelt-kriterien in den Fairtrade-Standards das Ziel verfolgt, sämtliche landwirtschaftlichen Produkteressourcenschonend und umweltverträglich anzubauen. Zum Beispiel durch die Erhaltung derBodenfruchtbarkeit, das Verbot der Verwendung von genetisch veränderten Organismen so-wie die Reduzierung des Einsatzes von Agrochemikalien im konventionellen Anbau. Fairtradearbeitet daran, die Produzenten dort abzuholen, wo sie in ihrer Entwicklung gerade stehen. Zuhohe Bio-Standards als Eingangs-Voraussetzung in das Fairtrade-System würden aber geradedie ärmsten Produzentengruppen ausgrenzen. Sobald sie jedoch im System sind, fördert Fairtra-de die Umstellung auf Bio-Produktion.Mode und Lifestyle:Trends für ein gutes Gewissen3Umweltbewusst einkaufen18
  20. 20. Wer unter Atemproblemen oder Augenreizungen, unter Schlafstörungen oder Kopfschmerzenleidet, hat oft erhebliche Mühen, die krankmachenden Ursachen festzustellen. Wohngifte kön-nen ein Grund für diese Beeinträchtigungen sein. Da wir ihnen permanent ausgesetzt sind,wird dieser Faktor häufig übersehen. Deswegen gehören auch Möbel, Farben, Dekoration undPutzmittel auf den ökologischen Prüfstand! Das Holzfäller-Image von naturbelassenen Möbelngehört der Vergangenheit an. Der Öko-Möbelmarkt konnte in der jüngeren Vergangenheitwichtige Designer-Preise gewinnen.Möbel und Innenraumfarben: Ohne Raubbau und GiftDer häufigste Schadstoff, der mit Möbeln in unsere Wohnungen Einzug hält, ist Formaldehyd,das bei der Herstellung von Spanplatten verwendet wird. Aber auch eine ganze Reihe andererNervengifte und krebserregender Stoffe werden als Weichmacher, Lösungsmittel und Flamm-schutz in der Möbelproduktion eingesetzt. Auch Polster, Matratzen und Vorhangstoffe könnenwahre Chemieschleudern sein, die die Gesundheit beeinträchtigen.Haus und Familie:Gesund Wohnen, die Umwelt schonen44.119Umweltbewusst einkaufen
  21. 21. Ein wichtiges Indiz sind Ausdünstungen, die über einen längeren Zeitraum von neuen Möbelnausgehen. Am Anfang ist das natürlich normal, da flüchtige organische Verbindungen, die un-bedenklich sind, entweichen. Bleibt ein irritierender Geruch, sollte man der Sache aber nachge-hen. Wer nachweisen kann, dass der Schadstoffgehalt gekaufter Möbel gesetzliche Richtwerteüberschreitet, hat ein Rückgaberecht.Besser ist es jedoch, bereits beim Kauf auf Nummer sicher zu ge-hen. Vorsicht: Auch hier sind Bezeichnungen wie Naturholzmöbelnicht geschützt! Der Naturstoff selbst kann gesundheitsschädlichbehandelt sein.Sichere Gütesiegel wie der Blaue Engel oder Das Goldene M hel-fen weiter. Das ÖkoControl-Siegel des Europäischen Verbandesökologischer Einrichtungshäuser garantiert außerdem die aus-schließliche Verwendung nachwachsender Rohstoffe sowie natür-licher Öle und Wachse sowie den Verzicht auf Tropenhölzer undPestizide. Auch wer seine Möbel aufbereiten und verschönernwill, sollte darauf achten, schadstoffarme Produkte zu verwenden.Öle und Wachse gelten als ökologisch unbedenklich, Lacke undLasuren sollten auf Wasserbasis hergestellt und mit dem BlauenEngel ausgezeichnet sein.Die nächste Renovierung kommt bestimmt – auch dabei kann sichdas Wohnumfeld ökologisch verbessern. Konventionelle Dispersi-onsfarben beispielsweise enthalten eine ganze Reihe von Zusatz-stoffen, die gesundheitlich bedenklich sind. Der stechende Geruchbeim Öffnen des Farbeimers zeugt von solchen Lösungs- und Kon-servierungsmitteln. Naturfarben zum Wandanstrich kommen mitunbedenklichen Ersatzstoffen aus. Diese gesunde Innenraumfarbeist teurer, aber schließlich soll der Anstrich ja für ein paar Jahre eingesundheitlich unbedenkliches Umfeld bieten.Haus und Familie:Gesund Wohnen, die Umwelt schonen4Umweltbewusst einkaufen20
  22. 22. 5 Tipps zur umweltbewussten InneneinrichtungVorsicht bei Importmöbeln und Billigmöbeln aus Discountern. Diese sind in der Re-gel besonders belastet. In vielen Ländern sind wesentlich mehr Zusatzstoffe beimMöbelbau erlaubt als in Deutschland.Fragen Sie nach Gütesiegeln und vertrauen Sie nicht alleine auf wohlklingende Be-zeichnungen!Lieber weniger und hochwertige Möbelstücke – die Schadstoffmenge in den eige-nen vier Wänden summiert sich mit jedem weiteren Möbelstück. Es gibt keine Mö-bel ganz ohne Schadstoffe.Bereiten Sie Ihre besten Stücke mit umweltverträglichen Ölen und Wachsen auf– das erspart auch den Neukauf.Denken Sie auch an die ökologische Qualität Ihrer Wandanstriche, Bodenbeläge undDekorationen. Bei Fragen berät das Institut für angewandte Umweltforschung e.V.kostenfrei zum Thema Innenraum-Schadstoffe.Putzen und Waschen: Saubere Wohnung, vergiftete Umwelt?Haushalt und Textilien sollen heute nicht nur sauber, sondern rein sein. Die möglichst bakte-rienfreie Wohnung gilt als gesundheitsförderliche Umgebung. Putz- und Wachmittel belastenjedoch das Abwasser in nicht unerheblichem Maße. Zum Glück ist das Verbraucherbewusstseinstark gewachsen und so gibt es Standardprodukte wie Textilwaschmittel, Geschirrspülmittelund Allzweckreiniger mittlerweile mit biologisch abbaubaren Inhaltsstoffen, in der Regel aufSeifenbasis, in allen Supermärkten zu kaufen. Auch beim Kauf dieser Produkte ist der BlaueUmweltengel Wegweiser Nr. 1. Hersteller, die in Selbstzertifikaten „Bio-Qualität“ und Ähn-liches ausweisen, beziehen sich in der Regel auf den zweifellos wichtigen Indikator der Herstel-lung aus nachwachsenden Rohstoffen. Der umweltverträgliche Abbau der Reinigungsmittel istdamit aber noch nicht gegeben.Auch Reiniger, die den Blauen Umweltengel tragen dürfen, belasten die Umwelt, wenn auchweniger als andere. Der Einsatz sollte deshalb in jedem Fall so sparsam wie möglich erfolgen.Haus und Familie:Gesund Wohnen, die Umwelt schonen44.221Umweltbewusst einkaufen
  23. 23. Viele Verbraucher greifen ergänzend zu Putzmitteln mit antibakteriellen Zusätzen. Die er-wünschte Keimfreiheit ist jedoch keineswegs nur positiv. Vielmehr geht man davon aus, dassdie fortgesetzte Bekämpfung von Erregern diese mehr und mehr resistent werden lässt, dieEntstehung gefährlicherer und widerstandsfähiger Artgenossen ist die Folge. Kläranlagen be-nötigen sogar ein gewisses Maß an natürlichen Bakterien, um effektiv arbeiten zu können. DieAnreicherung der Abwässer mit Desinfektionsmittel ist dafür kontraproduktiv! Gesunde Men-schen vertragen den natürlichen Rest an Bakterien nach einer Reinigung gut. Das Allergieauf-kommen gerade bei Kleinkindern wird eher auf ein Zuviel als auf ein Zuwenig an Desinfektionzurückgeführt: Das Immunsystem kann sich in klinischer Reinheit nicht normal entwickeln!Bei starken Verschmutzungen kommen in den meisten Haushalten neben umweltverträglichenProdukten auch hin und wieder aggressive Spezialreiniger wie Backofenspray und Scheuermit-tel zum Einsatz. Umweltbewusste Nachfahren können jedoch von der Trickkiste ihrer Großmüt-ter und Urgroßmütter lernen.Folgende umweltschonende „Hausmittel“ sind in Supermärkten, Dro-gerien und Apotheken erhältlich und schonen auch das Budget:Natron: Perfekter Allzweckreiniger, der Oberflächen nicht zerkratzt. Geruchsbindendund schadstoffarm, da auch zum Verzehr (Backpulver) geeignet. Bekämpft Schimmel-bildung! Einfach im Verhältnis 4 zu 1 Natronpulver mit Wasser zu einer Paste verrühren.Borax: Natürliches Mineral für Problembereiche in Bad und Toilette. Mit Essig vermi-scht gegen Schimmel, mit Zitronensaft auch effektiv gegen hartnäckigen Urinstein.Gegebenenfalls über Nacht einwirken lassen. Nicht schlucken!Essig: Wundermittel gegen Kalk, guter Toilettenreiniger. Einfach 2 Teile Essig, 1 TeilWasser und einige Tropfen Eukalyptusöl vermischen und in eine Sprühflasche füllen.Waschsoda: Effektiv auch gegen hartnäckige Verschmutzungen. Bestens geeignet fürden Fettfilm auf Dunstabzugshauben sowie für stark verkrustetes Kochgeschirr undBackbleche. Achtung! Wirkt als Lauge, deswegen besser Handschuhe anziehen. Nichteinatmen oder schlucken!Bei starken Verschmutzungen kommen besser wirkungsvolle Schwämme und Bürsten zumEinsatz als aggressive Chemie!Haus und Familie:Gesund Wohnen, die Umwelt schonen4Umweltbewusst einkaufen22
  24. 24. Auch wer in den eigenen vier Wänden auf ökologische Produkte achtet, kann relativ leicht nochmehr für die Umwelt tun. Denn auch in Büro und Freizeit gibt es umweltfreundliche Alterna-tiven zu vielen fragwürdigen Gewohnheiten.Papier und Co: Umweltfreundliche BüroartikelDie Papierindustrie steht weltweit an fünfter Stelle im industriellen Energieverbrauch. Die Her-stellungeinerTonneFrischfaserpapierbenötigtebensovielEnergiewiedieHerstellungderselbenMenge Stahl. Die konventionelle Papierproduktion verbraucht nicht nachwachsende Fossilienund ist für gigantische Abholzungen verantwortlich. Ganze Eukalyptusplantagen werden für diePapierproduktion zerstört. Diese Zusammenhänge werden in aller Regel unterschätzt. Der Pa-pierverbrauch in Deutschland stagniert auf hohem Niveau, während er weltweit weiter steigt.Arbeit und Freizeit:Umweltbewusstes Office, clevere Mobilität55.123Umweltbewusst einkaufen
  25. 25. Um Wälder vor Abholzung und Wasser vor Verunreinigungzu schützen, sollteregelhaft Recycling-Papier genutzt werden. Der Blaue Umweltengel oder das pa-pierspezifische Kennzeichen ÖKOPAplus kennzeichnen Papier aus 100% Altpapier, dasohne Chlor gebleicht und schadstoffreduziert ist. Die Qualität von Recyclingpapier istmittlerweile enorm gestiegen. Es lässt sich für so gut wie alle Geschäftsbedarfe ein-setzen.Papierverschwendung eingedämmt werden. Der etwas höhere Preis für umwelt-freundliches Papier lässt sich durch ohnehin notwendige Maßnahmen zur Papierer-sparnis eindämmen: Duplexdrucker und –kopierer ermöglichen den zweiseitigenDruck. Außer beispielsweise bei repräsentativen Geschäftsbriefen lässt sich so derPapierverbrauch routinemäßig fast halbieren.der Grundsatz gelten: Think bevor you print. Auch wenn die Utopie des durch EDV-Einsatz papierfreien Büros beschworen wurde, ist manchmal fast das Gegenteil zuverzeichnen. Wenn jede E-Mail oder zigfach Korrekturexemplare eines einzigen Textesausgedruckt werden, steigt der Papierverbrauch und die Papiertonne quillt über. Ver-antwortliche Vorgesetzte sollten deshalb sich und ihre Mitarbeiter anhalten, zu prü-fen, wann überhaupt ein Ausdruck oder eine Kopie wirklich nötig ist.Neben dem umweltbewussten Umgang mit Papier gilt es im Büro vor allem, stromsparendeGeräte einzusetzen – und auch dies natürlich nur, wenn sie wirklich benutzt werden! Nebendem Blauen Engel signiert das Zeichen Energy Star Geräte wie PCs, Notebooks, Drucker undScanner, die einen günstigen Energieverbrauch gewährleisten. Das schont auf Dauer die Unter-nehmensbilanz und die Umwelt! Bei elektrischen Kleingeräten von Briefwaage bis Taschenrech-ner können Sie in aller Regel auf solarbetriebene Modelle zurückgreifen. CDs sind Sondermüll,verwenden Sie daher möglichst wiederbeschreibbare CDs oder gleich langlebige Festplattenzum Speichern von Daten. Klebstoffe auf Wasserbasis ohne umweltbelastende Lösungsmittelund wiederauffüllbare Stifte sind weitere umweltgerechte Helfer im bewussten Büroalltag.Arbeit und Freizeit:Umweltbewusstes Office, clevere Mobilität5Umweltbewusst einkaufen24
  26. 26. Mobilität: Gemeinsam handeln, gemeinsam sparenOb auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder zum Wochenendausflug: Das eigene Auto istnach wie vor der Deutschen liebstes Kind. Trotz hoher Anschaffungs- und Wartungskosten undständig steigender Treibstoffpreise verfügen viele Haushalte sogar über zwei PKWs, die häufigvon nur einer Person gefahren werden. Herstellung, Entsorgung und Betrieb dieses fortgesetz-ten Individualverkehrs verursachen bekanntermaßen eine hohe Umweltbelastung. Der Anteilder Luftverunreinigung durch den Straßenverkehr liegt sowohl bei Kohlenmonoxid als auch beiStickstoffoxiden bei nahezu 40%, das besonders klimaschädigende CO2 wird zu ca. 17 % durchKraftwagenindieUmweltabgegeben.DerFlächenverbrauchprobefördertePersonistbeimIndi-vidualverkehr circa 20-mal so hoch wie bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs.Arbeit und Freizeit:Umweltbewusstes Office, clevere Mobilität55.225Umweltbewusst einkaufen
  27. 27. Wer nicht ohne weiteres auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad umsteigen kann,sollte über Fahrgemeinschaften zur Arbeit und beim Transport von Kindern nachdenken. DieAbsprache mit Kollegen und anderen Eltern spart nicht nur Kosten und verringert die Umwelt-belastung, sondern kann auch angenehme neue Formen der Geselligkeit befördern. Wer sichvon anderen Personen nicht abhängig machen will oder kann, findet in Städten eine interes-sante Alternative mit Car Sharing. Gerade wer oft eher kürzere Strecken fährt, spart mit diesemAngebot richtig Geld.Car Sharing bietet folgende Vorteile:Wer nicht pausenlos das Auto braucht, kommt wesentlich günstiger weg. Die An-bieter halten plausible Rechenmodelle vor, mit denen die realen Kosten von An-schaffung über Winterreifen bis Treibstoffverbrauch für das eigene Auto ermittelnwerden können. Car Sharing ist meist günstiger!In größeren Städten gibt es mittlerweile dichte Netze mit Abholstationen. GebuchtwirdeinfachimInternetodertelefonisch.AuchUmbuchungengestaltensichbequem.Sie bezahlen für Ihr Auto nur, wenn Sie es wirklich brauchen.Tanken, Wartung, Ölwechsel und Austausch älterer Autos übernimmt der Anbieter.Sie fahren nur noch!Die lästige Parkplatzsuche entfällt oft, denn viele Unternehmen bieten einen Stell-platz in Tiefgaragen oder auf Sammelparkplätzen bei Abgabe! In jedem Fall aberentfällt die Parkgebühr, auch wenn man selbst einen Parkplatz suchen muss.Last but not least entlastet Car Sharing die Umwelt. Der Ressourceneinsatz zur Her-stellung eines Fahrzeugs verteilt sich auf viele Fahrer. Car Sharing-Nutzer überlegenhäufig auch genauer, ob sie für ihr Vorhaben wirklich ein Auto benötigen, da jedeFahrt einzeln abgerechnet wird.Arbeit und Freizeit:Umweltbewusstes Office, clevere Mobilität5Umweltbewusst einkaufen26
  28. 28. Nicht nur was wir kaufen, sondern auch wie wir shoppen, hat Einfluss auf unsere Umwelt. Esliegt auf der Hand, dass weite und unkoordinierte Shopping-Touren mit dem PKW ökologischbedenklich sind. Wer planlos einkauft, wirft mehr weg. Neue Einkaufsroutinen sind erlernbar,bringen befriedigende Ergebnisse und schonen nicht zuletzt das Portemonnaie.Alles Müll oder was? Von Verpackungswahn bis WegwerfmentalitätHin und wieder geht ein Aufschrei durch die Presse. Trotz globaler Hungerproblematik undUmweltbelastung durch Produktion und Transport landen in Deutschland etwa 11 MillionenTonnen Lebensmittel jährlich in der Mülltonne. Gut 60% davon entstammen privaten Haus-halten. Besonders unbekümmert wird Obst und Gemüse weggeworfen, häufig schon bei klei-nen Druckstellen oder weil das Gesundheitsbewusstsein im Supermarkt größer war als dieanschließenden Essgewohnheiten. Hinzu kommen oft aufwändige Umverpackungen, denn beiso manchem Artikel ist „mehr drum rum als drin“. Verbraucher fühlen sich oft genötigt, ne-ben dem eigentlichen Produkt noch umfangreichen Werbemüll, der als Verpackung getarnt ist,nach Hause zu schleppen.Vertriebswege und Entsorgung:Organisation des umweltbewussten Einkaufs66.127Umweltbewusst einkaufen
  29. 29. Mit etwas Planung und Aufmerksamkeit lassen sich diese völlig überflüssigen ökologischenZusatzbelastungen deutlich verringern.5 Tipps für ein umweltgerechtes Shopping-Verhalten:Wenn Sie hin und wieder billig im Discounter auf der grünen Wiese einkaufen wol-len, sollten Sie sorgfältig Großeinkäufe planen. Haltbare Lebensmittel lassen sichauf Vorrat kaufen. Ein durchdachter Einkaufszettel schont den Geldbeutel undmacht Spontaneinkäufe überflüssig.Frische Ware, falls möglich, lieber fußläufig kaufen – und nur so viel, wie wirklichgebraucht wird. Selbst wenn das ein paar Cent teurer ist, sparen Sie doch Benzinund werfen weniger weg.Kleine Makelerscheinungen bei Obst und Gemüse lassen sich oft wegschneiden.Sparsame Haushalte verstehen sich auf Resteverwertung.Meiden Sie falls möglich Artikel mit unverhältnismäßig großen Verpackungen. Dasgilt natürlich auch für zugekaufte Plastiktüten. Ein schöner Einkaufskorb, waschbareStofftaschen oder ein praktischer Rucksack gehören zur Einkaufstour einfach dazu!Supermärkte sind heute verpflichtet, überflüssige Umverpackungen zu entsorgen.Machen Sie von diesem Recht so ausführlich Gebrauch, wie es geht. Es ist auch einSignal in Richtung Händler und Industrie – und Sie müssen weniger tragen!Wiederverwertung und Tausch: Die Entdeckung der HaltbarkeitWas Sie selbst nicht mehr brauchen, kann anderen nützen. Was andere aussortieren, kann einbesonders günstiges Schnäppchen für Sie sein. Wer bei eBay stöbert oder die Kleidung der ver-gangenen Saison an Secondhandläden gibt, tut sich, anderen und der Umwelt etwas Gutes. Invielen Städten gibt es mittlerweile Oxfam-Läden, die gebrauchte Kleidung sowie Alltagsgegen-stände wiederverkaufen; der Erlös kommt Entwicklungshilfeprojekten zugute. Vielleicht findenSie ja selbst sogar ein schönes Stück für wenig Geld, wenn Sie Ihre ausrangierten Sachen dortabgeben! Auch in ländlichen Gebieten nehmen Sozialkaufhäuser und Kirchengemeinden nochtragbare Kleidung für Bedürftige an.Vertriebswege und Entsorgung:Organisation des umweltbewussten Einkaufs66.2Umweltbewusst einkaufen28
  30. 30. In vielen Haushalten sammeln sich gelesene Bücher, die irgendwann seufzend dem Altpa-pier zugeführt werden. Findige Bücher- (und Umwelt-)freunde haben die Idee der OffenenBücherschränke kreiert, die sich mittlerweile deutschlandweit finden lassen. Hier kann jederBücher einstellen und mit nach Hause nehmen. Die kostenlosen 24h-Leihbüchereien funkti-onieren hervorragend, entlasten die Müllhalden und das Budget. Wer den intelligenten Aus-tausch mit anderen Lesern sucht und gratis Wunschbücher lesen will, meldet sich bei book-crossing.de an, einem weltweiten Forum, in dem anonym und kostenfrei Bücher auf dieReise geschickt werden. Das ist ökonomisch und ökologisch clever und macht dazu noch Spaß.Die neuen Möglichkeiten des E-Commerce: Chancen und RisikenDas Internet hat völlig neue Wege des Handels eröffnet: gegenüber dem Versandhandelfrüherer Zeiten gibt es jetzt eine Unmenge an Möglichkeiten, Güter von Zuhause aus zu bestel-len und direkt liefern zu lassen. Die ökologischen Folgen des E-Commerce werden mittlerweileim Ansatz erforscht, viele Fragen sind aber noch offen. In dem komplexen Bedingungsgefüge,das durch E-Commerce entstanden ist, muss die eigene Kaufentscheidung immer auch einerindividuellen Abwägung unterzogen werden. Der gesunde Menschenverstand vermag die wis-senschaftlichen Ergebnisse durchaus zu ergänzen.Ob ein Onlinekauf positive, neutrale oder schädliche ökologische Folgen hat, hängt von derAlternative des konventionellen Kaufs ab. Gegenüber einer Fahrt mit dem eigenen PKW – vorallem, wenn diese einige Kilometer beansprucht – ist der Sammelvertrieb in aller Regel ökolo-gisch deutlich günstiger. Bei Alternativeinkäufen mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Öko-Bilanz etwa gleich. Wer jedoch die Möglichkeit hat, Benötigtes zu Fuß oder mit dem Fahrradeinzukaufen, belastet die Umwelt mit Sicherheit am wenigsten.Direktvermarkter der ökologischen Landwirtschaft haben sich in vielen Regionen zu Liefer-diensten zusammengeschlossen. Gemüsekisten-Abos ersparen aufwändige Individualfahrtenzu Hofläden. Die Transporte sind bei regionalen Produkten überschaubar und die Liefergemein-schaften planen ihre Logistik möglichst effektiv. Die Konsumenten können sicher sein, dass ihrObst keine weite Flugreise in den Discounter absolviert hat. Wer sich schadstofffreie Lebens-mittel von regionalen Anbietern ins Haus bringen lässt, unterstützt die Bio-Anbauer ganz we-sentlich. Je nach Wohnort und Mobilität können auch Windel-Abos der jungen Familie nichtnur Zeit sparen, sondern die Umwelt entlasten.Vertriebswege und Entsorgung:Organisation des umweltbewussten Einkaufs66.329Umweltbewusst einkaufen
  31. 31. Die neuen Möglichkeiten, die durch Online-Shops bereit gestellt werden, können also durchausökologische Entlastung bringen. Gerade wenn spezielle Artikel benötigt werden, die wohnort-nah nicht zu erwerben sind, bietet es sich an, auf die Angebote des E-Commerce zurück zugreifen. Ob Büromaterialien, Hobbybedarf oder seltene Gewürze für die Gourmetküche – umnur einige Beispiele zu nennen: Wenn Sie mit anderen die Lieferwege teilen, wird die Umweltdeutlich weniger belastet, als wenn jeder mit dem eigenen PKW lange Touren ins Spezialge-schäft unternimmt. Im Online-Shop sehen Sie, was lieferbar ist, und vermeiden so eventuellfrustrierende und sinnlose Fahrten.Zusätzlich lässt sich das Einkaufen im Internet noch durch zweiMaximen ökologisch sinnvoll gestalten:Planen Sie ein wenig voraus. Wenn Sie absehbaren Bedarf gleich mit bestellen, ver-ursacht das weniger Verkehrsbelastung als kontinuierliche Einzelbestellungen. VieleAnbieter erlassen Ihnen ab einer bestimmten Bestellmenge auch die Versandkosten.Zwar haben Sie gegenüber dem Versandhandel ein gesetzliches Recht zur kosten-freien Rückgabe. Davon dürfen Sie natürlich, wenn notwendig, auch Gebrauch ma-chen. Manche Nutzer lassen sich jedoch heute verleiten, probeweise ganze Waren-sammlungen von der Video-Kamera bis Dutzende Paar Winterstiefel schicken zulassen, wohlwissend, dieses nur mal ausprobieren zu wollen. Wer unbekümmertdie LKWs rollen lässt und die Ware dann regelhaft retour schickt, mutet der Umwelteiniges zu.Vertriebswege und Entsorgung:Organisation des umweltbewussten Einkaufs6Umweltbewusst einkaufen30
  32. 32. Experten-InterviewKatharina Istel & Benjamin BongardtNABU Bundesverbandwww.nabu.deWelche Verpackungen sind besonders umweltfreundlich?Am besten sind Mehrwegsysteme, wie sie vor allem bei Getränkeflaschen aber auch Gemüse-kisten schon etabliert sind. Mehrwegflaschen aus Plastik können bis zu 25 Mal und aus Glassogar bis zu 50 Mal wieder befüllt werden, bevor sie recycelt werden. Mehrweg bedeutet weni-ger Abfall und einen drei bis fünf Mal geringeren Energieverbrauch. Leider kann die Hälfte derKunden in Deutschland Einweg- und Mehrwegflaschen nicht richtig unterscheiden. EinfachsteFaustregel: Bei 25 Cent Pfand handelt es sich um Einweg.Stichwort Mülltrennung und Müllentsorgung:Worauf sollte hier geachtet werden und was gehört auf keinen Fall in den Müll?Grundsätzlich ist die Trennung von Verpackungen, Papier, Glas, Bioabfälle und Restmüll im Haus-halt sehr wichtig. Entgegen mancher Gerüchte werden nicht alle Abfälle eh wieder zusammen-geschmissen. Das Recycling klappt immer besser, wenn die Abfälle so sortenrein wie möglichgesammelt werden. Nicht in den Hausmüll gehören aber Abfälle, die giftige Stoffe enthalten wieLacke und Lösemittel, Elektrogeräte, Energiesparlampen oder Batterien. Diese können kostenlosauf dem Wertstoffhof abgegeben werden oder in Läden, die Sammelsysteme vorhalten.6.4Vertriebswege und Entsorgung:Organisation des umweltbewussten Einkaufs631Umweltbewusst einkaufen
  33. 33. Vertriebswege und Entsorgung:Organisation des umweltbewussten Einkaufs6Wie sollten Elektrogeräte (Bügeleisen, Fön, Drucker etc.) entsorgt werden? Können alle Ge-räte bei jedem Elektrohandel zurückgegeben werden?Elektrogeräte dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden. Das ist gesetzlich verboten,denn die Geräte enthalten schädliche Giftstoffe, die nicht einfach in der Müllverbrennungsanla-ge verbrannt werden dürfen, und aber auch wichtige Metalle und Edelmetalle, die wiederauf-bereitet werden können. Eine fachgerechte Entsorgung ist dafür Voraussetzung. Wertstoffhöfemüssen die Geräte kostenlos zurücknehmen. Leider ist der Handel bisher nicht verpflichtet, Alt-geräte zurücknehmen. Eine Anfrage im örtlichen Elektrofachgeschäft lohnt aber immer, da vieleGeschäfte die Kleingeräte dennoch kostenlos zurücknehmen. Elektrogroßgeräte wie Kühlschrän-ke oder Waschmaschinen werden häufig auch von sozialwirtschaftlichen Betrieben wieder auf-gearbeitet bzw. Teile zur Reparatur genutzt.Ihre Top-10 zur Abfallvermeidung?Bewusst einkaufen und Konsumentscheidungen treffen. Weniger ist schließlich mehr fürdie Umwelt.Mehrweg statt Einweg bevorzugen - ob bei Getränkeflaschen, dem Einkaufsbeutel, demPausenbrot oder beim Picknickgeschirr.Produkte mit wenig Verpackung oder große Nachfüllpackungen vorziehen, am bestenmit wenig Plastik - auch so genanntes Bioplastik sollte vermieden werden.Lebensmittel geplant einkaufen, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden, und daran den-ken: das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum!Geräte oder Kleidung länger nutzen oder weitergeben, reparieren und flicken kann auchSpaß machen.Langlebige Produkte kaufen, die auch reparabel sind und bei denen man zum Beispielden Akku auswechseln kann.Gebraucht kaufen statt immer nur Neuware bevorzugen.Geräte teilen oder mieten ist oftmals eine gute Alternative, zum Beispiel beim Werkzeug.Hersteller müssen die Produktqualität verbessern und Gewährleistungspflichten verlän-gern: Massenproduktion geht heutzutage oft mit Einbußen bei der Produktqualität einher,Geräte scheinen immer schneller kaputt zu gehen. Verlängerte Gewährleistungspflichtenkönnten diesen Trend eindämmen.Papier sparen! Recyclingpapier mit dem Blauen Engel bevorzugen.Umweltbewusst einkaufen32••••••••••
  34. 34. Sie erinnern sich noch an Andrea? Vielleicht haben Sie sich ein bisschen mit Ihr identifiziert.Wir hoffen, Ihnen einen guten Überblick gegeben zu haben, wie Sie umweltbewusstes Ein-kaufen und Konsumieren in Ihren Alltag integrieren können. Andrea hat gemerkt, dass IhreAchtsamkeit für nachhaltige Produkte sie auch dazu gebracht hat, mit sich selbst bewussterumzugehen.Sie hat einen Yoga-Kurs belegt und beschäftigt sich mit Meditationstechniken. Eine Kurzreise ineine Wellness-Pension im nahegelegenen Mittelgebirge – statt des zunächst geplanten Städte-trips mit dem Flugzeug – hat ihr echte Erholung beschert. Andrea ist immer noch lebenslustigund beruflich aktiv. Wenn sie so manchen Burnout-gefährdeten Kollegen sieht, weiß sie aberviel stärker als noch vor einiger Zeit, dass sie sich von der Arbeit nicht krank machen lassen will.Vielleicht machen Sie es in Zukunft auch ein bisschen wie Andrea? Wer die eigene Seele ab undan einal verwöhnt, kann auf die Versuchungen von Fast Food und Statussymbolen eher verzich-ten und lebt ganzheitlich gesünder!Wenn Du es eilig hast, mach langsam:Ökologie des Seelenlebens733Umweltbewusst einkaufen
  35. 35. HerausgeberWhaleShark Media Germany GmbHFriedrichstraße 21010969 BerlinUmweltbewussteinkaufenBildnachweisDeckblatt:Supermarket: Choice © stokkete #44398582 / de.fotolia.comSeite 3:Happy young woman with vegetables © T.Tulic #39757947 / de.fotolia.comSeite 5:Wicker basket and grocery © monticellllo #42511997 / de.fotolia.comSeite 6:Tomaten, Wurst © photocrew #44303710 / de.fotolia.comSeite 8:Mackerel fish on ice © Alexander Raths #38825312 / de.fotolia.comSeite 9:Altglas © seen #32335629 / de.fotolia.comSeite 14:Kleiderständer © Kaarsten #48103615 / de.fotolia.comSeite 16:Erfrischende Naturkosmetik © Floydine #40876161 / de.fotolia.comSeite 19:Wohnzimmer © Dron #36401226 / de.fotolia.comSeite 23:Archive © Lucian Milasan #35354453 / de.fotolia.comSeite 25:Happy family and a family car © Kurhan #38740401 / de.fotolia.comSeite 27:Woman checking food labelling © Art Allianz #48223032 / de.fotolia.comSeite 33:YinYang #14 © RalfenByte #37082174 / de.fotolia.com

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