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Wolfgang Ruge
                                                  Masterstudiengang Medienbildung, 11. Fachsemester | Matrikelnummer: 175611
                                                                   mail@wolfgang-ruge.name | http://www.wolfgang-ruge.name




                                                       Verteidigung der Masterarbeit:
                                                       „Audiovisuelle Artikulationen des
                                                       Verhältnisses zwischen Mensch und
                                                       Technik am Beispiel der Darstellung
                                                       des Roboters im Science-Fiction Film“
http://www.flickr.com/photos/st3f4n/3493855156/
Gliederung
• Fragestellung und Forschungskontext
• Methodik
• Muster und Genealogie
• Theoretische Anschlüsse
Fragestellung und Forschungskontext
Wie wird das Verhältnis zwischen Mensch und
     Roboter im SF-Film thematisiert?
                                http://www.flickr.com/photos/charles_chan/544022867/
Forschungskontext:
Das Verhältnis zwischen Mensch und Technik




                                  http://www.flickr.com/photos/missturner/2483332624/
Definition: Technik
             „Techniken sind versachlichte      Erwartungen,
             eben Gesellschaft im Medium physischer Dinge und
             deren Aktivitäten“ (Rammert 2008, 292)


„Techniken sind künstlich erzeugte und in der einen oder anderen
Weise festgelegte Wirkungszusammenhänge,
die genutzt werden können, um hinreichend zuverlässig und
wiederholbar bestimmte erwünschte Effekte hervorzubringen“
(Schulz-Schaeffer 2008, 445)

                                            http://www.flickr.com/photos/oemebamo/113792780/
Bildungstheoretische
                                                   Relevanz
                                                   1.   Technik ist wesentlicher Bestandteil der Selbst-
                                                        und Weltreferenzen vermittelnden Gesellschaft
                                                        und bestimmt so die vom Individuum
                                                        notwendigen Reflexionsleistungen mit.
                                                   2.   Technik berührt das bildungsrelevante
                                                        Verhältnis von Bestimmtheit und
                                                        Unbestimmtheit und betrifft alle
                                                        Orientierungsdimensionen.
                                                   3.   Technik ist Bestanteil des handelnden
                                                        Selbst.
http://www.flickr.com/photos/computix/263318323/
SCIENCE FICTION ALS FORSCHUNGSFELD

(1) Technizistische Ästhetik führt zu
    „Aktualisierungszwang“ => SF-Film = Epizentrum
    filmischer Artikulation von Technik
(2) Dem Modus ist die Reflexion über das Verhältnis
   Mensch-Technik immanent.
   Nova der SF =Eckpunkte einer tentativen Suchbewegung nach einer
   alternativen und gegebenenfalls besseren Realität.


                                                      http://www.flickr.com/photos/toptechwriter/1198811772/
WARUM ROBOTER?
(1) Aktualität
   Der Einsatz von Robotertechnologie wird in vielen
   alltäglichen Bereichen (z.B. Altenpflege) thematisiert

(2) Roboter sind „menschennah“
   sowohl als Parallelschöpfung als auch als
   Interaktionspartner

(3) Schnelle Entwicklung
    viele Veränderungen in kurzer Zeit zu erwarten

                                        http://www.flickr.com/photos/donsolo/3950364004/
Methodik
Methodentriangulation



 Einzelfallanalyse:      Sampling,
Neoformalistische      Musterbildung:
  Filmanalyse         Grounded Theory
Kodieren nach
                                                      1. Offenes Kodieren
Strauss                                                  Benennung von Konzepten
                                                         Herausarbeiten von Kategorien


                                                      2. Axiales Kodieren
                                                         Herausarbeiten von Achsenkategorien
                                                         und deren Beziehungen


                                                      3. Selektives Kodieren
                                                         Finden der Kernkategorie
                                                         Aufstellen einer Theorie
http://www.flickr.com/photos/thewildrover/91686146/
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                                                      1. Offenes Kodieren
Strauss                                                  Benennung von Konzepten
                                                         Herausarbeiten von Kategorien


                                                      2. Axiales Kodieren
                                                         Herausarbeiten von Achsenkategorien
Musterbildung nach dem                                   und deren Beziehungen

Prinzip der minimalen und
maximalen Kontrastierung                              3. Selektives Kodieren
                                                         Finden der Kernkategorie
                                                         Aufstellen einer Theorie
http://www.flickr.com/photos/thewildrover/91686146/
Forschungsdesign



       (1) Filmauswahl durch theoretisches Sampling
       (2) Offenes Codieren
                        - Angelehnt an Grounded Theory
                        - Unterstützt durch das Inventar der neoformalistischen Filmanalyse
       (3) Musterbildung
                         - Anordnung zu einer Genealogie der Roboterdarstellung

http://www.flickr.com/photos/jonasholmstrom/239121185/
Muster und Genealogie
Das Kategoriensystem
Das Kategoriensystem
Genealogie der
Roboterdarstellung
Dienende Einzelstücke
Unterlegene Kopien sensationeller Alltäglichkeit
Sozial eingebundene Lerne kindlichen Bewusstseins
Gefährliche Einzelgänger
Begehren entwickelnde Massenproduktionen
Bedrohliche Massen
Theoretische Anschlüsse
Genelogie als …




Fortführung des     visuelle Artikulation   Ausdruck von
 romantischen        der Träume der KI-     Technikangst.
  Diskurses um          Optimisten,
Rationalität und
 Emotionalität,
Fortführung des romantischen Diskurses




 Genealogien scheiden sich in den typisch
 romantischen Kategorien „visuelle
 Ähnlichkeit“ und „Emotionalität“           http://www.flickr.com/photos/ittybittiesforyou/54900905
                                            http://www.flickr.com/photos/ittybittiesforyou/514674572
visuelle Artikulation der Träume der KI-Optimisten




 Kurzweil: Technische Entwicklung mit
 evolutionärer Eigenlogik => KI wird
 Menschheit überholen


 Zlatev: Soziale Einbettung von Robotern
 ist konstitutiv für Bewusstseinsentwicklung
Ausdruck von Technikangst




Joy: Menschheit wird Begegnung mit der
überlegenen Spezies „Roboter“ nicht überleben.




http://www.flickr.com/photos/stuant63/2255781557/
http://www.flickr.com/photos/gi/304120801/
Bedrohliche Massen              Unterlegene Kopien         Sozial eingebundene                Begehren entwickelnde                  Gefährliche         Bedrohliche Massen
                                                     sensationeller Alltäglichkeit    Lerner kindlichen                 Massenproduktionen                   Einzelgänger
                                                                                        Bewusstseins
    Typische Zeit             1950 – 1970er                       1970er                      1980er                             Ab 1999                          1980er                    Ab 1999
                          In Variationen bis heute


                                                                                            Menschenähnlichkeit
     Bewusstsein             Kein Bewusstsein                  Unterlegen                    Kindlich                          Gleichwertig                     Unterlegen                Gleichwertig

    Lernfähigkeit                  Nein                            Nein                         Ja                                  Ja                             Nein                        Ja

    Willensstatus          Der Programmierung             Der Programmierung         Freier individueller Wille          Freier individueller Wille         Der Programmierung         Kollektivintelligenz
                             unterworfen                     unterworfen                                                                                      unterworfen
 Visuelle Ähnlichkeit       Keine , anatomisch              Emotional ähnlich           Emotional-ähnlich,                  ununterscheidbar                    Anatomisch             Keine, anatomisch
                                ähnlich                                               ununterscheidbar                                                 (Ununterscheidbarkeit wird         ähnlich
                                                                                                                                                              demaskiert)
    Emotionalität                  Keine                          Keine                     Vorhanden                           Vorhanden                          Keine                     Keine

                                                                                             Interaktionsqualität
    Anerkennung             Keine Anerkennung              Keine Anerkennung         Emotionale Zuwendung            Emotionale Zuwendung, soziale          Keine Anerkennung          Keine Anerkennung
                                                                                                                  Wertschätzung, (kognitive Achtung)

  Dienend Funktion                   Ja                             Ja                  Wird überwunden                  Wird überwunden, nein                     Nein                       Nein

Intimitätsgrad sozialer       Keine sozialen                  Instrumentelle          Freundschaft, Familie,              Freundschaft, Familie,               Keine sozialen            Keine sozialen
  Beziehungen                Beziehungen                      Sexualität              Liebesbeziehung                    Liebesbeziehungen                   Beziehungen                Beziehungen
                                                                                            Rahmenbedingungen
   Friedensstatus          Friedliche Koexistenz          Friedliche Koexistenz       Friedliche Koexistenz                Friedliche Koexistenz                   Krieg                      Krieg

    Alltäglichkeit               Sensation                    Sensationelle                 Sensation                            Ubiquitär                       Sensation                 Ubiquitär
                                                            Alltäglichkeit
   Produktionsm.           Einzelstück/ Prototyp               Manufaktur             Einzelstück / Prototyp           Industrielle Massenfertigung        Einzelstück / Prototyp         Industrielle
                                                                                                                                                                                      Massenfertigung
Zitierte Quellen
• Rammert, Werner (2008): Technik und Innovation. In:
  Maurer, Andrea (Hg.) (2008): Handbuch der
  Wirtschaftssoziologie. Wiesbaden: VS Verlag für
  Sozialwissenschaften, S. 291–319.
• Schulz-Schaeffer, Ingo (2008): Technik. In: Baur,
  Nina/Korte, Hermann/Löw, Martina/Schroer, Markus (Hg.)
  (2008): Handbuch Soziologie. 1. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag
  für Sozialwissenschaften / GWV Fachverlage GmbH
  Wiesbaden, S. 445–463.

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Verteidigung Masterarbeit

  • 1. Wolfgang Ruge Masterstudiengang Medienbildung, 11. Fachsemester | Matrikelnummer: 175611 mail@wolfgang-ruge.name | http://www.wolfgang-ruge.name Verteidigung der Masterarbeit: „Audiovisuelle Artikulationen des Verhältnisses zwischen Mensch und Technik am Beispiel der Darstellung des Roboters im Science-Fiction Film“ http://www.flickr.com/photos/st3f4n/3493855156/
  • 2. Gliederung • Fragestellung und Forschungskontext • Methodik • Muster und Genealogie • Theoretische Anschlüsse
  • 4. Wie wird das Verhältnis zwischen Mensch und Roboter im SF-Film thematisiert? http://www.flickr.com/photos/charles_chan/544022867/
  • 5. Forschungskontext: Das Verhältnis zwischen Mensch und Technik http://www.flickr.com/photos/missturner/2483332624/
  • 6. Definition: Technik „Techniken sind versachlichte Erwartungen, eben Gesellschaft im Medium physischer Dinge und deren Aktivitäten“ (Rammert 2008, 292) „Techniken sind künstlich erzeugte und in der einen oder anderen Weise festgelegte Wirkungszusammenhänge, die genutzt werden können, um hinreichend zuverlässig und wiederholbar bestimmte erwünschte Effekte hervorzubringen“ (Schulz-Schaeffer 2008, 445) http://www.flickr.com/photos/oemebamo/113792780/
  • 7. Bildungstheoretische Relevanz 1. Technik ist wesentlicher Bestandteil der Selbst- und Weltreferenzen vermittelnden Gesellschaft und bestimmt so die vom Individuum notwendigen Reflexionsleistungen mit. 2. Technik berührt das bildungsrelevante Verhältnis von Bestimmtheit und Unbestimmtheit und betrifft alle Orientierungsdimensionen. 3. Technik ist Bestanteil des handelnden Selbst. http://www.flickr.com/photos/computix/263318323/
  • 8. SCIENCE FICTION ALS FORSCHUNGSFELD (1) Technizistische Ästhetik führt zu „Aktualisierungszwang“ => SF-Film = Epizentrum filmischer Artikulation von Technik (2) Dem Modus ist die Reflexion über das Verhältnis Mensch-Technik immanent. Nova der SF =Eckpunkte einer tentativen Suchbewegung nach einer alternativen und gegebenenfalls besseren Realität. http://www.flickr.com/photos/toptechwriter/1198811772/
  • 9. WARUM ROBOTER? (1) Aktualität Der Einsatz von Robotertechnologie wird in vielen alltäglichen Bereichen (z.B. Altenpflege) thematisiert (2) Roboter sind „menschennah“ sowohl als Parallelschöpfung als auch als Interaktionspartner (3) Schnelle Entwicklung viele Veränderungen in kurzer Zeit zu erwarten http://www.flickr.com/photos/donsolo/3950364004/
  • 11. Methodentriangulation Einzelfallanalyse: Sampling, Neoformalistische Musterbildung: Filmanalyse Grounded Theory
  • 12. Kodieren nach 1. Offenes Kodieren Strauss Benennung von Konzepten Herausarbeiten von Kategorien 2. Axiales Kodieren Herausarbeiten von Achsenkategorien und deren Beziehungen 3. Selektives Kodieren Finden der Kernkategorie Aufstellen einer Theorie http://www.flickr.com/photos/thewildrover/91686146/
  • 13. Kodieren nach 1. Offenes Kodieren Strauss Benennung von Konzepten Herausarbeiten von Kategorien 2. Axiales Kodieren Herausarbeiten von Achsenkategorien Musterbildung nach dem und deren Beziehungen Prinzip der minimalen und maximalen Kontrastierung 3. Selektives Kodieren Finden der Kernkategorie Aufstellen einer Theorie http://www.flickr.com/photos/thewildrover/91686146/
  • 14. Forschungsdesign (1) Filmauswahl durch theoretisches Sampling (2) Offenes Codieren - Angelehnt an Grounded Theory - Unterstützt durch das Inventar der neoformalistischen Filmanalyse (3) Musterbildung - Anordnung zu einer Genealogie der Roboterdarstellung http://www.flickr.com/photos/jonasholmstrom/239121185/
  • 21. Sozial eingebundene Lerne kindlichen Bewusstseins
  • 26. Genelogie als … Fortführung des visuelle Artikulation Ausdruck von romantischen der Träume der KI- Technikangst. Diskurses um Optimisten, Rationalität und Emotionalität,
  • 27. Fortführung des romantischen Diskurses Genealogien scheiden sich in den typisch romantischen Kategorien „visuelle Ähnlichkeit“ und „Emotionalität“ http://www.flickr.com/photos/ittybittiesforyou/54900905 http://www.flickr.com/photos/ittybittiesforyou/514674572
  • 28. visuelle Artikulation der Träume der KI-Optimisten Kurzweil: Technische Entwicklung mit evolutionärer Eigenlogik => KI wird Menschheit überholen Zlatev: Soziale Einbettung von Robotern ist konstitutiv für Bewusstseinsentwicklung
  • 29. Ausdruck von Technikangst Joy: Menschheit wird Begegnung mit der überlegenen Spezies „Roboter“ nicht überleben. http://www.flickr.com/photos/stuant63/2255781557/
  • 31. Bedrohliche Massen Unterlegene Kopien Sozial eingebundene Begehren entwickelnde Gefährliche Bedrohliche Massen sensationeller Alltäglichkeit Lerner kindlichen Massenproduktionen Einzelgänger Bewusstseins Typische Zeit 1950 – 1970er 1970er 1980er Ab 1999 1980er Ab 1999 In Variationen bis heute Menschenähnlichkeit Bewusstsein Kein Bewusstsein Unterlegen Kindlich Gleichwertig Unterlegen Gleichwertig Lernfähigkeit Nein Nein Ja Ja Nein Ja Willensstatus Der Programmierung Der Programmierung Freier individueller Wille Freier individueller Wille Der Programmierung Kollektivintelligenz unterworfen unterworfen unterworfen Visuelle Ähnlichkeit Keine , anatomisch Emotional ähnlich Emotional-ähnlich, ununterscheidbar Anatomisch Keine, anatomisch ähnlich ununterscheidbar (Ununterscheidbarkeit wird ähnlich demaskiert) Emotionalität Keine Keine Vorhanden Vorhanden Keine Keine Interaktionsqualität Anerkennung Keine Anerkennung Keine Anerkennung Emotionale Zuwendung Emotionale Zuwendung, soziale Keine Anerkennung Keine Anerkennung Wertschätzung, (kognitive Achtung) Dienend Funktion Ja Ja Wird überwunden Wird überwunden, nein Nein Nein Intimitätsgrad sozialer Keine sozialen Instrumentelle Freundschaft, Familie, Freundschaft, Familie, Keine sozialen Keine sozialen Beziehungen Beziehungen Sexualität Liebesbeziehung Liebesbeziehungen Beziehungen Beziehungen Rahmenbedingungen Friedensstatus Friedliche Koexistenz Friedliche Koexistenz Friedliche Koexistenz Friedliche Koexistenz Krieg Krieg Alltäglichkeit Sensation Sensationelle Sensation Ubiquitär Sensation Ubiquitär Alltäglichkeit Produktionsm. Einzelstück/ Prototyp Manufaktur Einzelstück / Prototyp Industrielle Massenfertigung Einzelstück / Prototyp Industrielle Massenfertigung
  • 32. Zitierte Quellen • Rammert, Werner (2008): Technik und Innovation. In: Maurer, Andrea (Hg.) (2008): Handbuch der Wirtschaftssoziologie. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 291–319. • Schulz-Schaeffer, Ingo (2008): Technik. In: Baur, Nina/Korte, Hermann/Löw, Martina/Schroer, Markus (Hg.) (2008): Handbuch Soziologie. 1. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften / GWV Fachverlage GmbH Wiesbaden, S. 445–463.