SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
1 von 18
Downloaden Sie, um offline zu lesen
E-Commerce // Onlinemarketing // SEO // SEM // Development // Mobile // Technik // Usability // Recht // Tipps&Tools
#3312/2017 - 03/2018
www.estrategy-magazin.depowered by
fotolia.com/warmworld – alphaspirit © 123RF.com
MARKTPLÄTZE
Hot or not?
E-Commerce
Ein Blick in die Zukunft:
So kaufen wir im Jahre 2025 ein!
Strategie
SAP schraubt am Preis- und Lizenz-
modell – für manches Unternehmen
dürfte dies spannend werden
Content-Marketing
Harte Fragen zu Content Marketing
und die ehrlichen Antworten dazu
Projektmanagement
Eine Schnittstelle ist kein Feature:
Agile Requirements
E-Recht
Die DSGVO und ihre Auswirkungen auf
die entsprechende IT-Sicherheitsstrategie
ONLINE-
LESEPROBE
Learn.
Connect.
Inspire.
Influence.
21. März 2018 | ICM München
allinfluencer.de
Veranstalter
Wir möchten in unserem Leitartikel der vorliegenden Ausgabe einen
aktuellen Einstieg und Marktüberblick geben sowie die Vor- und
Nachteile und grundlegenden Modelle skizzieren.
Zudem haben wir uns intensiv mit den Shopping-Trends der Zukunft
sowie dem äußerst heißen Thema der sog. “indirekten Nutzung” von
SAP und den damit einhergehenden, möglichen Auswirkungen auf
Shopbetreiber auseinandergesetzt.
Darüberhinaus haben wir wieder weitere spannende Themen rund
um die Bereiche Projektmangement, Online-Marketing und E-Recht
für Sie zusammengestellt.
So beleuchten wir in einem Artikel mit dem Titel “Eine Schnittstelle
ist kein Feature” agiles Requirements Engineering, führen einige
spannende Interviews zu brandheißen E-Commerce-Themen und
werfen einen genaueren Blick auf den E-Commerce im B2B-
Umfeld.
Ergänzt wird das Ganze durch einen Überblicksartikel mit entspre-
chender Checkliste zur kommenden EU-Datenschutzgrundverord-
nung, die für nahezu jedes Unternehmen einige Überraschungen
und Aufgaben bereithalten wird und die nach wie vor nur von einem
gewissen Teil der deutschen Unternehmen Beachtung findet!
Natürlich gibt´s auch in der aktuellen Ausgabe wieder einiges an
Web- und Buchtipps für die anstehende Weihnachts- und Urlaubs-
zeit!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen erholsame Tage im Kreise Ihrer
Lieben, einen guten Rutsch ins kommende Jahr 2018 und viel Spaß
beim Lesen des eStrategy-Magazins!
Ihr Josef Willkommer
Chefredakteur
Die
Möglichkeiten
im Web
sind nahezu
grenzenlos.
Editorial
Online-Marktplätze –
Hot or not?
3
Das Thema Online-Marktplätze besteht bereits seit vielen Jahren, aktuell scheint das Ganze aber wieder ver-
stärkt in den Fokus von Händlern aber insbesondere auch Herstellern zu rücken. War die Online-Marktplatz-
Landschaft vor einigen Jahren noch recht übersichtlich, hat sich hier in den letzten Jahre einiges getan und
neben den in der breiten Masse bekannten Größen amazon und eBay sind inzwischen eine Vielzahl unter-
schiedlicher Plattformen mit verschiedenen Ausprägungen und Zielgruppen verfügbar – vom B2C Markt-
platz für Handgemachtes à la etsy.com bis zum globalen B2B-Marktplatz im Stile von alibaba oder amazon
business.
4
	NEWS
3	Editorial
6	 Surftipps & Blogs
8	Buchempfehlungen
	 LEITARTIKEL
10	 Online-Marktplätze –
	 Hot or not
	E-COMMERCE
22	 Mit einem Onlineshop
	 auf der Zielgeraden –
	 Tipps für einen erfolg-
	 reichen Webshop
27 	 Chatbots im E-Commerce
33	 Interview mit Lutz Hollmann-	
	 Raabe zur Zukunft des 		
	 stationären Handels
38	 So werden wir im Jahre
	 2025 einkaufen!
47 	 Interview mit Marcel Hossli 	
	 CEO Zimmerli of Switzerland
53 	 B2C E-Commerce gibt für 	
	 B2B den Takt vor
62	 Frontend-as-a-Service
67	 Ein Trojanisches Pferd 		
	 namens SAP?!
	 ONLINE-
	MARKETING
75	 Ihr AdWords Konto 	 	
	 winterfest machen:
	 In 6 Schritten zu mehr 		
	 Performance im Winter
83	 Content-Marketing:
	 Ehrliche Antworten
	 auf harte Fragen
88	 Real Time Marketing –  
	 Automatisierte Kunden-		
	 ansprache auf höchstem 	
	Niveau
Inhalt: 04/2017
10
Online-Marktplätze –
Hot or not?
Das Thema Online-Marktplätze be-
steht bereits seit vielen Jahren. Ak-
tuell scheint das Ganze aber wieder
verstärkt in den Fokus von Händ-
lern aber insbesondere auch immer
öfter von Herstellern zu rücken. Wir
werfen einen Blick auf die verschie-
denenAnsätze mit entsprechenden
Chancen aber auch Risiken.
fotolia.com/warmworld
alphaspirit©123RF.com
38
Ein Blick in die Zukunft –
So kaufen wir im Jahre
2025 ein!
Technologie und die Art und Weise,
wie wir sie nutzen, verändert unser
Kaufverhalten in atemberaubender
Geschwindigkeit. Wenn wir heute
acht Jahre in die Zukunft blicken,
können wir überhaupt nicht ab-
schätzen, wie bestimmteMärkte
und die involvierten Player hier aus-
sehen werden. Dennoch versuchen
wir einen Blick in die Glaskugel.
67
SAP schraubt am Preis- und
Lizenzmodell – es könnte
spannend werden!
Haben sie schon mal von “indirekter
Softwarenutzung” gehört? Das The-
ma kocht bereits seit einigen Jahren
immer wieder hoch und SAP scheint
im Zuge der zunehmenden Frag-
mentierung und Cloud-Nutzung da-
mit ernst zu machen - mit teil-weise
massiven Folgen für SAP Kunden.
Zapp2Photo/Shutterstock©fotomek/FotoliaQuelle:TechDivision
5
	 ONLINE-
	MARKETING
92	 Über 3000 Neukunden
	 in wenigen Wochen
97	 Das Kundendaten-		
	 management der Zukunft 	
	 basiert auf künstlicher 		
	Intelligenz
	 PROJEKT-
	MANAGEMENT
100	Nichts als die Wahrheit?!
104	Eine Schnittstelle ist kein 	
	 Feature: Agile Requirements
	 MOBILE
108	Mit Personalisierung das
	 mobile Kundenerlebnis 		
	verbessern
113	Mobile Nutzung vs.
	 Mobile Performance
	 RECHT
119	Die DSGVO und ihre
	 Auswirkungen auf Ihre
	 IT-Sicherheitsstrategie
125	Google Shopping auf der
	 Anklagebank – wie geht
	 es für Händler weiter?
130	Sind Chatbots haftbar? 		
	 Welche Rechte & Pflichten 	
	 haben Unternehmen beim
	 Einsatz von virtuellen 		
	Assistenten
MAGAZIN
134	Impressum
Inhalt: 04/2017
§
104
Eine Schnittstelle ist kein
Feature: Agile Requirements
Ein Requirement ist etwas, was
jemand braucht. Es ist ein gutes
Gedankenexperiment, ein Feature
unter dem Aspekt Wirkung zu be-
trachten. Wenn ein Feature im Wald
umfällt, und keiner hat es gesehen,
gehört oder benutzt, hat das Fea-
ture keine Wirkung. Also keinen
Wert. Also ist es auch kein Requi-
rement.
DenRise/Shutterstock
83
Harte Fragen zu Content-
Marketing und die ehrli-
chen Antworten dazu
Content-Marketing steckt nach
wie vor im Hinterkopf vieler Mar-
ketingspezialisten und -Strategen.
Für manchen Leser mag es auf der
To-Do-Liste sogar die höchste
Priorität besitzen. Doch wer auf
dem Gebiet selbst kein absoluter
Experte ist, findet selten ehrliche
Antworten auf die drängendsten
Fragen - bis jetzt....
adiruch©123RF.com
119
Die DSGVO und ihre
Auswirkungen auf ihre
IT-Sicherheitsstrategie
Die Datenschutz-Grundverordnung
ist eine neue EU-Regelung, die ab
Mai 2018 anzuwenden ist. Diese
europaweit geltende Verordnung
schafft Klarheit für Unternehmen,
die derzeit unterschiedliche lokale
Datenschutzgesetze in der gesam-
ten EU beachten müssen.
fotolia.com/MHJackMoreh®freerangestockQuelle:RSA
Todoist – Verwaltungstool zum
Aufgabenteilen
Mit diesem Tool können mit Leichtigkeit Auf-
gabenlisten erstellt und auch geteilt werden
– ob privat oder beruflich. Für eine effizien-
tere Arbeitsweise lassen sich hier Aufgaben
in kleinere Unteraufgaben aufteilen. Auch
komplexe Projekte können so mit Kollegen,
Familie oder Freunden gemeinsam geteilt und
bearbeitet werden. Durch die Erweiterungen
für über 10 Plattformen und entsprechen-
de Apps hat man stets überall Zugriff auf
die Listen. Das Synchronisieren der Daten
geschieht dabei in Echtzeit über alle Geräte und Plattformen hinweg. Natürlich lassen sich auch wiederkeh-
rende Termine einstellen. Die Basisversion des Tools ist kostenlos.
https://de.todoist.com/
Eval&go – Online-Meinungsumfragen in kurzer Zeit erstellen
Die Software bietet kostenlos Vorlagen für
Fragebögen, die individuell angepasst werden
können. Dabei gibt es eine größere Anzahl
verfügbarer Fragetypen. Je nach Belangen
lassen sich auch Bilder, Videos und Logos in
die Vorlagen einfügen. Veröffentlichen lässt
sich ein individualisierter Fragebogen fast
überall durch das Internet – ob via Blog, sozia-
le Netze oder schlicht per Mail. Das Sammeln
der Antworten geschieht dann in Echtzeit. Die
Ergebnisse der Umfrage lassen sich mit weni-
gen Klicks analysieren und in einen Bericht mit
fachkundigem Erscheinungsbild verwandeln. Bei Bedarf kann das Endresultat anschließend in verschiedens-
ten Formaten publiziert werden.
https://www.evalandgo.de/
News: Surftipps & Blogs
Surftipps & Blogs
6
Easelly – Infografiken mit
Leichtigkeit kreieren
Anhand von zahlreichen Vorlagen lassen sich
über die Software verschiedenste Infografi-
ken erstellen – ob Berichterstattung, Zeitleis-
ten oder Lebensläufe. Hat man sich für eine
bestimmte Vorlage entschieden, gelangt man
in ein Bearbeitungsprogramm. Hier kann der
Hintergrund individuell ausgetauscht werden.
Auch der Textinhalt kann abgeändert oder
die Textposition verschoben werden. Mit dem
Button „Präsentieren“ wird die Endversion der Infografik angezeigt, welche sich auch herunterladen lässt.
Die Grundversion ist kostenlos. In der kostenpflichtigen Profi-Version stehen noch unzählige Bilder zum Aus-
tausch zur Verfügung. Zudem lassen sich auch eigene Charts kreieren.
https://www.easel.ly
Protonmail Bridge – verschlüsselte
Mails für Einsteiger
Protonmail ist ein Tool aus der Schweiz, das
verschlüsselte E-Mails versendet. Bisher
konnte das Tool nur über die Weboberfläche
oder iOS- und Android-Apps verwendet wer-
den. Nun können Nutzer mit dem Mail-Dienst
verschlüsselte Nachrichten auch ganz einfach
über Desktop-Mail-Clients wie Apple Mail und
Outlook versenden. Protonmail Bridge muss
nur einmalig auf Ihrem Rechner installiert und
eingerichtet werden. Ihr Mail-Pogramm muss
somit nicht mehr angepasst werden und das
Tool erledigt im Hintergrund sämtliche Ver- und Entschlüsselungs-Prozesse lokal auf dem Rechner. Für die
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung baut das Programm über das ProtonMail-API eine Verbindung zum Mailserver
auf. Somit kann niemand außer Ihnen und dem Empfänger Ihre E-Mails lesen.
https://protonmail.com
News: Surftipps & Blogs
Surftipps & Blogs
7
News: Buchempfehlungen
Buchtipps aus der eStrategy-Redaktion
CRM für Onlineshops
Make Big Data Small – Erfolgreiches Customer Relationship Manage-
ment im E-Commerce
Betreibern von Onlineshops steht eine Flut von Kundendaten zur
Verfügung. Doch wie wird das Unmaß von Daten am besten genutzt,
um den Erfolg des Unternehmens und die Zufriedenheit der Kunden zu
steigern?
Die Autorin zeigt praxisnah auf, wie durch strukturierte Datenanalyse
peu à peu Kundengruppen und -bedürfnisse ermittelt werden. Auch
die daraus folgenden Schritte, wie z. B. konkrete Kampagnen, werden
besprochen. Abschließend geht die Autorin noch auf die Herausfor-
derungen des CRM-Alltags ein – von den größten Fehlern bis zu den
notwendigen Ressourcen. Wer CRM in seinem Unternehmen einführen
möchte, wird an diesem Buch nicht vorbei kommen.
Erfolg braucht ein Gesicht
Warum ohne Personal Branding nichts mehr geht.
Was entscheidet darüber, mit wem ein Kunde zusammenarbeitet? Wo
er hingeht? Es ist der Faktor Mensch. Sympathie oder Antipathie sind
ausschlaggebender als die harten Fakten wie Qualität etc.
Das Buch ist in Dialogform zwischen Marketingexperte Schulz und
Clienting-Strategie-Experte Geffroy geschrieben. Auf informative und
amüsante Weise gehen die Beiden der Frage nach, wie macht man
sich selbst zur Marke. Welche Haltung ist dafür gefragt, was wird
benötigt, welche Herausforderungen gibt es? Dabei schildern sie de-
tailliert die Wirksamkeit und die Mechanismen des Personal Branding.
Ergänzt wird die Lektüre online durch eine Videosequenz zur Entste-
hung des Buches.
Autor: Olga Walter, Auflage / Erscheinung: 1. Auflage 2016,
Umfang: 232 Seiten, Preis: 29,99 Euro,
Verlag: mitp, ISBN: 978-3958450332
Jetzt kaufen!
Autoren: Edgar K. Geffroy, Benjamin Schulz, Auflage / Erscheinung: März 2016
Umfang: 224 Seiten, Preis: 19,99 Euro, Verlag: Redline Verlag, ISBN: 978-3-86881-629-7
Jetzt kaufen!
8
News: Buchempfehlungen
Buchtipps aus der eStrategy-Redaktion
Google Analytics
Das umfassende Handbuch
Die Webanalyse ist ein wichtiges Element im digitalen Marketing. Denn
die Informationen über die Wege und Handlungen der Webseitenbesu-
cher sind Gold wert.
Die vorliegende Fachliteratur gibt einen Überblick über die Webanalyse
im Allgemeinen und speziell über Google Analytics. Hierbei werden alle
Funktionen von Analytics und ihre Anwendungsmöglichkeiten vorge-
stellt. Konkrete Beispiele helfen, rasch in die Materie einzusteigen, egal
ob Implementierung, Analyse, Optimierung, Tag Manager, AdSense
oder Search Konsole. Für jeden, der sein Onlinemarketing durchdacht
steuern und vervollkommnen möchte, ist das Buch ideal.
Das Pinguin-Prinzip
Wie Veränderung zum Erfolg führt
Der Eisberg schmilzt. Die Pinguinkolonie ist gefährdet. Doch will kei-
ner die schlechte Kunde hören – bis einige Pinguine die Dringlichkeit
erkennen, ein Team bilden und nach einem Ausweg suchen.
Havard Professor John Kotter schrieb den Bestseller Leading Change.
Hier stellte er 8 Schritte zur erfolgreichen Veränderung von Organisati-
onen vor. Wie diese 8 Schritte faktisch umgesetzt werden, wird in der
humorvollen Fabel „Das Pinguin Prinzip“ dargestellt. Es wird aufge-
zeigt, wie herausfordernde Umstände gemeistert werden und wie neue
Wege uns helfen können, unsere Ziele zu erreichen. Dabei vermittelt
die Fabel auch Erfolgsstrategien für das Berufs- und Alltagsleben.
Autor: Markus Vollmert, Heike Lück, Auflage / Erscheinung: 30. Oktober 2017,
Umfang: 841 Seiten, Preis: 49,90 Euro, Verlag: Rheinwerk, ISBN: 978-3-8362-5963-7
Jetzt kaufen!
Autor: John Kotter, Holger Rathgeber, Auflage / Erscheinung: Dezember 2017
Umfang: 160 Seiten, Preis: 16,99 Euro, Verlag: Droemer Knaur, ISBN: 978-3-426-27717-1
Jetzt kaufen!
9
Das Thema Online-Marktplätze besteht bereits seit vielen Jahren, aktuell scheint
das Ganze aber wieder verstärkt in den Fokus von Händlern, aber insbesondere auch
Herstellern zu rücken. War die Online-Marktplatz-Landschaft vor einigen Jahren
noch recht übersichtlich, hat sich hier in den letzten Jahre einiges getan und neben
den in der breiten Masse bekannten Größen amazon und eBay ist inzwischen eine
Vielzahl unterschiedlicher Plattformen mit verschiedenen Ausprägungen und Ziel-
gruppen verfügbar – vom B2C Marktplatz für Handgemachtes à la etsy.com bis zum
globalen B2B Marktplatz im Stile von alibaba oder amazon business.
Online-Marktplätze –
Hot or not?
Josef Willkommer, Chefredakteur eStrategy-Magazin
10
Leitartikel: Online-Marktplätze – Hot or not?
Quelle:TechDivision
11
Wir möchten mit diesem Artikel einen aktuellen
Einstieg sowie einen Marktüberblick geben und die
Vor- und Nachteile sowie grundlegende Modelle
skizzieren.
Zu Beginn sollten wir allerdings zum allgemeinen
Verständnis den Begriff eines Online-Marktplatzes
definieren. Nachfolgende Definition des IT-Portals
www.itwissen.de finde ich recht passend:
„Ein elektronischer/Online-Marktplatz ist eine
elektronische Einkaufsplattform im Inter-
net oder einem anderen Netzwerk, auf der
Hersteller, Dienstleister und Vertriebsunter-
nehmen Produkte und Dienste anbieten und
Interessenten und Kunden sich diese Produkte
und Dienste ansehen und erwerben können.“
Unterscheidungsmerkmale
von Online-Marktplätzen
Inzwischen gibt es unterschiedlichste Formen und
Ausprägungen von Online-Marktplätzen. Nachfol-
gend einige der grundlegenden Unterscheidungs-
merkmale von Marktplätzen, die sich jedoch noch
deutlich feingliedriger unterteilen lassen. Insofern
sollten die aufgeführten Unterscheidungsmerkmale
lediglich als erste Orientierung dienen.
Horizontale Marktplätze
Derartige Marktplätze sind nicht auf spezifische Wa-
ren- und Dienstleistungsangebote ausgerichtet, sie
stehen für Unternehmen aus den verschiedensten
Wirtschaftszweigen offen. Sie sind vergleichbar mit
den klassischen Kaufhäusern und bieten ein ge-
mischtes Waren- und Serviceangebot. Dieses kann
alle Bereiche des täglichen Lebens, des Urlaubs,
der Mobilität, Versicherungen, Instandhaltung und
Reparatur usw. umfassen. Werden die einzelnen
Angebotsbereiche zu groß, können diese in vertikale
Marktplätze ausgegliedert werden. Das bekannteste
Beispiel eines horizontalen Marktplatzes stellt ama-
zon dar.
Vertikale Marktplätze
Hier geht jeweils um ein branchenspezifisches An-
gebotssortiment, das sich auf bestimmte Branchen
und Waren konzentriert, vergleichbar mit Spezialge-
schäften. Bei vertikalen Marktplätzen kann es sich
um solche für elektronische Güter, für Güter der
Unterhaltungsindustrie, der Holzbearbeitung, um
Krankenhausbedarf und um vieles mehr handeln.
Ein vertikaler Marktplatz für Werkzeug ist beispiels-
weise Zorotools, der deutsche Ableger von Grainger
Inc. einem großen US-Händler für Werkzeuge und
Maschinen oder gastivo als erste Anlaufstelle für
Gastronomen.
Vertikale Marktplätze bieten E-Commerce, wobei
die Handelspartner über die gesamte Versorgungs-
kette hinweg miteinander kommunizieren. Solche
Marktplätze können mit E-Collaboration die Handels-
partner mit Statistiken, Produktlebenszyklen, Markt-
vorhersagen und anderen für die Kaufentscheidung
relevanten Informationen versorgen.
Geschlossener Marktplatz
Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich
hier um einen Markt mit begrenzter Teilnehmerzahl.
Im Extremfall ist dies nur ein Teilnehmer, nämlich der
Marktplatzbetreiber ansonsten ist ein klassisches
Beispiel für einen geschlossenen Marktplatz bei-
spielsweise ein Herstellerportal, an das z. B. nur au-
torisierte Händler und/oder Partner bzw. Lieferanten
angebunden werden. Ein Beispiel hierfür wäre …..
Offener Marktplatz
Bei einem offenen Marktplatz kann sich im Extremst-
fall jeder Interessierte anmelden und seine Produkte
und/oder Dienstleistungen dort einstellen und ver-
kaufen. Es gibt hier auch keine Begrenzung was die
Anzahl der Teilnehmer anbelangt und der Markt-
platzbetreiber kennt seine Partner ggf. auch nicht.
Amazon oder eBay kennt man ja bereits zur Genüge.
Daher möchte ich hier auf ein etwas exotischeres
Beispiel für einen offenen Marktplatz verweisen.
Unter www.jamesedition.com findet man den gemäß
Anbieterangaben größten Marktplatz für Luxusgü-
ter. Das Angebot dieses Portals umfasst mehr als
100.000 Luxusprodukte von Privatjets, Yachten,
exotischen Autos, exklusiven Uhren bis hin zu Lu-
xusvillen, die von mehr als 3.600 vertrauenswürdigen
Verkäufern (Privatpersonen und Händler) auf der
ganzen Welt eingestellt werden. Dabei verzeichnet
der Marktplatz monatlich mehr als 10 Mio. Page
Views bei gut 25.000 Unique Usern pro Tag.
Leitartikel: Online-Marktplätze – Hot or not?
Zielgruppe (B2C vs. B2B)
Während der überwiegende Teil der Marktplätze End-
kunden adressiert und sich damit im B2C-Umfeld
bewegt – hierzu zählen u. a. amazon, eBay, Zalan-
do, etsy – gibt es inzwischen auch immer häufiger
Marktplätze, die auf Geschäftskunden abzielen und
sich dabei im reinen B2B-Umfeld platzieren. Beispie-
le für B2B Marktplätze wären u. a. Alibaba, amazon
business, Mercateo oder Toolineo. Die Zielgruppe ist
hierbei ein übergeordnetes Kriterium, bei dem die zu-
vor genannten Unterscheidungsmerkmale zusätzlich
angewendet werden.
Transaktionsmodelle
Gerade in den Anfangsjahren hat eBay mit dem
gleichnamigen Marktplatz das dort zunächst aus-
schließlich als Auktion mögliche Transaktionsmodell
in den Köpfen verankert. Nach Registrierung kann
man hier auf die angebotenen Produkte und Dienst-
leistungen im Rahmen einer Auktion bieten, wobei
der Höchstbietende den Zuschlag erhält.
Neben dem Auktionsmodell gibt es darüber hinaus
Marktplätze im Stile von Börsen mit laufend aktua-
lisierten Konditionen, genauso wie Festpreis- bzw.
Katalog-Transaktionen, wie dies bei amazon oder
seit längerem auch bei eBay mit dem sog. Sofortkauf
der Fall ist. Eine Sonderstellung nehmen hier noch
Marktplätze ein, die lediglich als eine Art “Schwarzes
Brett” fungieren und für die Darstellung von Produk-
ten und/oder Dienstleistungen sowie ein erstes “Mat-
ching” zwischen Anbieter und Nachfrager sorgen.
Eine weitere Abwicklung erfolgt dann außerhalb der
etwaigen Plattform ggf. auch offline. Solche Modelle
sind beispielsweise bei extrem erklärungsbedürftigen
oder individuellen Produkten und Dienstleistungen
denkbar. Hier fallen normalerweise auch keine Ge-
bühren an.
Eines der bekanntesten Beispiele eines solchen
Marktplatzes ist am untersten Ende der Komplexi-
tätsskala beispielsweise eBay Kleinanzeigen.
Marktplätze wie Amazon
bieten Chancen aber auch
Risiken...
Gerade für Neueinsteiger ins Onlinebusiness stellen
Marktplätze eine durchaus interessante Möglichkeit
dar einen Onlinevertriebskanal ohne große Invest-
ments zu starten, über den neue Kunden erreicht
werden können. Es gibt kaum eine andere E-Com-
merce- Option, die es einem Händler so einfach
macht, Produkte online zu verkaufen, zu internatio-
nalisieren und die Abwicklung (insbesondere Fulfil-
ment) zu stemmen.
Dies ist zusammen mit der enormen Bekanntheit
und Reichweite sowie dem guten Ruf insbesonde-
re in Bezug auf Lieferzeiten und Service auch der
Grund, warum so viele Händler aber auch Hersteller
über Amazon bzw. auf Amazon verkaufen. Bei allen
Vorteilen und Chancen, bietet der Ansatz aber auch
einige Risiken, deren man sich von Beginn an be-
wusst sein sollte.
Eine der größten Gefahren – insbesondere für Her-
steller – besteht darin, dass auf der einen Seite die
Marktplatzbetreiber und hier allen voran Amazon, alle
relevanten Daten und Informationen, insbesondere
Verkaufszahlen und demnach die Attraktivität von
Produkten, auf dem Silbertablett serviert werden. Da
insbesondere Amazon nicht nur Händler, sondern
auch immer häufiger “Hersteller” mit entsprechenden
Eigenmarken ist, gibt es nicht nur ein Beispiel eines
Unternehmens, das ein erfolgreiches Business über
12
Leitartikel: Online-Marktplätze – Hot or not?
Abb.: Luxus Online-Marktplatz www.jamesedition.com
13
Amazon betrieben hat, bis Amazon plötzlich selbst
entsprechende Produkte platziert hat...
Auf der anderen Seite sind Marktplätze häufig auch
nach außen geöffnet, wodurch jederzeit neue Anbie-
ter in den Markt eintreten können. Wenn diese dann
noch Zugang zu entsprechende Produktionsstätten
bzw. günstigen Einkaufsmöglichkeiten haben, wird
die Konkurrenz mitunter recht schnelle ziemlich groß.
Hinzukommt, dass insbesondere auf Marktplätzen
der Preis eine große Rolle (fürs Ranking und damit
auch für die Verkäufe) spielt.
Dass dies inzwischen auch der eine oder andere
Händler erkannt hat, zeigt ein aktuelles Beispiel des
Lederwarenherstellers Gusti Leder, der anfangs fast
ausschließlich über Amazon seine Produkte ver-
trieben hat – und dies äußerst erfolgreich. In einem
aktuellen Interview mit der Internetworld1
kommen-
tiert Christian Pietsch, der Geschäftsführer von Gusti
Leder, dazu wie folgt: “Chinesische und indische
Händler drängten auf einmal auf den Markt, mit
Kampfpreisen und natürlich ohne Mehrwertsteuer
abzuführen. Unser US-Umsatz fiel in kürzester Zeit
von ursprünglich 200.000 Euro auf 20.000 Euro
runter. Und da wurde mir klar: Das kann dir jederzeit
in Europa auch passieren.” Dass solche Szenarien
nicht nur die asiatische Konkurrenz, sondern auch
durch amazon selbst hervorgerufen werden können,
habe ich bereits angeschnitten.
Gemäß einer Auswertung von 1010 data Market
Insights im letzten Jahr, die die Eigenmarken auf
Amazon über einen Zeitraum von einem Jahr ana-
lysiert hat, ist hier einiges im “Umbruch”. So haben
Batterien der Amazon Eigenmarke im letzten Jahr ein
Wachstum von 93% hingelegt und stehen mittlerwei-
le für 94% aller Batterieverkäufe auf amazon.com.
Windeln, die unter dem Amazon Elements Label
vertrieben werden, halten inzwischen einen Marktan-
teil von 16%, direkt hinter so bekannten Marken wie
Pampers mit einem jährlichen Wachstum von 266%!
Wer als Hersteller mit Amazon zusammenarbeitet
– inzwischen sind das ja durchaus ein paar Unter-
nehmen – sollte sich demnach natürlich auch immer
bewusst sein, mit wem man sich hier “ins Bett legt”.
Als größter Online-Marktplatz verfügt Amazon über
entsprechende Reichweite und kann für erhebliche
Umsätze sorgen. Eine langfristige Taktik, einzig auf
Amazon zu setzen, halten wir allerdings – auch nicht
ganz unbegründet – für durchaus riskant…
Gerade erst Anfang November geisterten wieder
Meldungen durch die Presse, dass Amazon angeb-
lich aufgrund technischer Probleme, scheinbar eine
größere Menge an Händlerkonten “eingefroren” hat,
was gerade für kleinere Händler sehr schnell exis-
tenzgefährdend werden kann.
Aber nicht nur bei kleinen Händlern bzw. Amazon-
Partnern besteht hier ein gewisses Risiko. Es ist in-
zwischen ja kein Geheimnis mehr, dass Amazon be-
sonders lukrative und volumenstarke Produkte über
kurz oder lang als Private Label Produkte aufnimmt.
Hierfür gibt es mit den sog. Amazon Essentials oder
Amazon Basics bereits eigene “Marken”.
Mit Amazon Find hat der Handelsriese mittlerweile
auch eine Fashion-Linie an den Start geschoben
und es geht “munter” weiter. So haben Analysen von
L2 jetzt herausgefunden, dass Amazon “heimlich
still und leise” eine eigene Activewear-Linie mit drei
unterschiedlichen Marken gelauncht hat.
Leitartikel: Online-Marktplätze – Hot or not?
1
https://www.internetworld.de/e-commerce/amazon/gusti-leder-amazon-emanzipiert-1437640.html
Abb.: Kategorieübersichtsseite von Amazon Basics
Ihre flexible Schaltzentrale für den
Omichannel-Handel von Morgen!
MOM –
Magento Order
Management
1 0 0 % F L E X I B I L I T Ä T
KOMPATIBEL
MIT ALLEN
GÄNGIGEN
E-COMMERCE
LÖSUNGEN
JETZT INFORMIEREN
Spinnereiinsel 3a
83059 Kolbermoor
Tel +49 8031 2210 55-0
www.techdivision.com
Drei neue Activewear-Marken – Goodsport, Re-
bel Canyon und Peak Velocity – wurden kürzlich in
Amazon´s “Holiday Gift Guide” beworben. Die drei
Marken wurden auch von James F. Struthers, ei-
nem Fachanwalt für Markenrecht, dessen Name mit
früheren Amazon-Markenanmeldungen insbesonde-
re im Private-Label-Umfeld in Verbindung gebracht
wird, eingetragen.
Die Expansion in diesem Segment ist für Kenner
keine Überraschung, da das Unternehmen bereits
Anfang des Jahres mit taiwanesischen Lieferanten
in Kontakt stand. Doch Details rund um die Private
Label-Initiativen waren bisher unbekannt.
Hier eine kurze Zusammen-
fassung der drei neuen
Marken
Goodsport
Günstige Performance-Bekleidung für Damen und
Herren, mit ähnlichen Sortimenten wie Champion
und andere preisgünstige Activewear-Marken. An
dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass Amazon
auch noch eine andere Bekleidungsmarke namens
„Goodthreads“ betreibt.
Peak Velocity
Premium Herren-Aktivbekleidung für die Konsumen-
ten, die Nike und Under Armour kaufen. Die Marken-
eintragung deutet darauf hin, dass die Marke auch
um Sporttaschen erweitert werden könnte.
Rebel Canyon
Streetwear/Damen- und Herrenbekleidung, die sich
ähnlich wie eine preisgünstigere Variante der Street-
wear-Klamotten von Nike und Lululemon anfühlt.
Von den drei neuen Marken scheint Goodsport das
größte Potential zu haben. Die Marke konkurriert auf
einem Preisniveau, das für die meistverkauften Ac-
tivewear-Produkte bei Amazon typisch ist, und wird
sich mit Champion um das preisgünstige Herrensor-
timent und die Longtail-Marken bei Damen-Leggings
konkurrieren.
Im Gegensatz dazu haben die noch trendigeren Pro-
dukte von Rebel Canyon und Peak Velocity vermut-
lich noch einen langen Weg vor sich, bevor sie mit
Under Armour und Nike konkurrieren können. Von
Peak Velocity werden aktuell lediglich 10 Produkte
angeboten und Preise im Bereich von $79 dürften
es nicht gerade leicht machen, gegen die starken
Marken von Nike und Lululemon anzutreten.
Amazon verfügt aufgrund der enormen Reichweite
und der damit einhergehenden Kunden- und Trans-
15
Leitartikel: Online-Marktplätze – Hot or not?
aktionsanzahl über Verkaufsdaten, die einzigartig
sind. Als Technologieunternehmen hat Amazon diese
Daten von Beginn an exzessiv genutzt und wird
dies auch zukünftig tun. Insofern sollte man sich als
Hersteller und Händler immer darüber im Klaren sein,
dass man durch Verkäufe auf der Plattform seine Da-
ten auf dem Silbertablett serviert und Amazon nicht
dafür bekannt ist, Ethik oder echte und langfristige
Partnerschaft zu leben. Insbesondere handelt es sich
um ein börsennotiertes US-Unternehmen, das mas-
siv Shareholder-getrieben agiert und sicherlich auch
zukünftig zusätzliche Umsatzmöglichkeiten dankend
mitnehmen wird…
Dass Amazon mit Eigenmarken nicht nur im Fashion-
umfeld und erst seit kurzem sehr aktiv ist, verdeut-
licht die Tatsache, dass Amazon inzwischen über
800 Marken eingetragen oder zur Eintragung beim
US Patent- und Markenamt angemeldet hat.
Die Technologie wird natürlich auch massive Aus-
wirkungen auf die Werbeindustrie haben, die hierfür
entsprechende Produkte und Lösungen anbieten
wird und Kunden zukünftig noch direkter und unmit-
telbarer entsprechende Signale “senden” kann.
Die nachfolgende Aufstellung, zeigt Ergebnisse einer
ersten Recherche durch uns. Einige davon sind allei-
ne durch den Zusatz “exklusiv für Prime Mitglieder”
erkennbar. Das Ganze erhebt dabei allerdings kei-
nen Anspruch auf Vollständigkeit und bei genauerer
Beobachtung vergeht kaum ein Monat, in dem nicht
neue Marken und Produktlinien gelauncht werden.
Lebensmittel
Name Bereich
Happy Belly Basics für die Küche
Mama Bear
Babynahrung und -
ergänzung
Wickedly Prime Snacks
Fashion
Name Bereich
Franklin & Freeman Schuhe für Männer
Franklin Tailored Anzüge für Männer
James & Erin
Casual Klamotten für
Frauen
Lark & Ro Mode für schlanke Frauen
North Eleven
Ponchos und Kimonos für
Frauen
Scout + Ro Kinderkleidung
Society New York
Business Outfits für
Frauen
Ella Moon Bohemian-Style Fashion
Mae Unterwäsche
Paris Sunday Kleider und Tops
Amazon Essentials Diverse Kleidung
Buttoned Down Männer-Hemden
Goodthreads
Freizeitmode für
Männer
Arabella
Unterwäsche, Nachtwä-
sche
Goodsport Performance Bekleidung
Peak Velocity Herren Aktivbekleidung
Rebel Canyon
Streetwear Damen und
Herrenbekleidung
Find
Fashion (Komplett-
sortiment)
The Fix Schuhe und Taschen
Coastal & Blue Bademode für Frauen
206 Collective Lederschuhe
16
Leitartikel: Online-Marktplätze – Hot or not?
Elektronik
Name Bereich
Amazon Echo
Lautsprecher mit Stimmer-
kennung (Alexa)
Amazon Kindle eBook Reader
Amazon Fire Tablets
Amazon Tap Ebenfalls Lautsprecher
Amazon Basics
Zubehör und Kleinteile
wie Ladekabel und Batte-
rien
Diverse
Name Bereich
Small Parts Kleinteile, Ersatzteile
Beauty Bar Kosmetik
Strathwood Möbel
Presto!
Biologische Reinigungs-
mittel und Seifen
Pinzon
Handtücher und Bett-
waren
Marktplatz ja oder nein?
Das Ziel ist entscheidend!
Wenn man sich als Hersteller oder Händler für den
Verkauf auf einem oder mehreren Marktplätzen ent-
scheidet, sollte man sich vorab intensiv Gedanken
über die damit verfolgten Ziele machen.
Schnelle Umsätze vs. Markenbildung
Eine der zentralen Überlegungen besteht in der
grundlegenden Strategie. Möchte man als Unterneh-
men möglichst schnell einen neuen Absatzkanal be-
spielen und auch möglichst zeitnah darüber Umsätze
generieren, ist ein Marktplatz-Ansatz über amazon &
co. möglicherweise der richtige Schritt.
Geht es jedoch darum, das Online-Business und
auch direkte Kundenbeziehungen nachhaltig aufzu-
bauen, sowie die eigene Marke auszubauen und zu
stärken, ist der Weg über Marktplätze – insbesonde-
re über amazon – mit hoher Wahrscheinlichkeit die
schlechtere Option aus nachfolgenden Gründen:
l	 Marktplätze helfen – abgesehen von wenigen 	
	 Ausnahmen bzw. Sonderfällen – in der Regel 	
	 nicht oder kaum beim Aufbau und der Stär-	
	 kung der eigenen Marke, da nur begrenzt 	
	 oder gar keine Brandingmöglichkeiten gebo-	
	 ten werden. Das eigene Produkt ist eines 	
	 unter vielen.
l	 Auf Marktplätzen ist der Preis meist noch ent-	
	 scheidender, weil dieser sehr häufig für etwai-	
	 ge Platzierungen sehr relevant ist.
l	 Häufig besteht über Marktplätze keine direkter 	
	 Zugriff auf den Kunden, da die Geschäftsbe-	
	 ziehung zwischen Kunde und Marktplatz zu-	
	 stande kommt. In diesem Fall bleiben natür-	
	 lich auch die Kundendaten beim Marktplatz.
Möchte man dagegen nicht das gesamte Sortiment,
sonder nur spezielle Produkte verkaufen, kann ein
Ansatz über Marktplätze durchaus eine interessante
Ergänzung zu bestehenden Vertriebswegen darstel-
len. Hat man es geschafft, eine echte Marke mit ent-
sprechender Nachfrage zu kreieren, sieht das Ganze
natürlich komplett anders aus.
So hatte sich adidas und zuletzt auch Nike mit
amazon “gebattled”, weil sie ihre Produkte nicht im
“Ramschladen” amazon anbieten wollten. Zu groß
sahen sie die Gefahr, dass darunter die Inszenierung
und damit die Begehrlichkeit der Produkte leidet. Ein
“no go” für echte Marken.
Da sich aber weder adidas noch Nike aufgrund der
enormen Bekanntheit und Reichweite von amazon
erlauben kann, diesen Kanal nicht zu beliefern und
amazon auf der anderen Seite auch die entsprechen-
den Produkte seinen Kunden offiziell anbieten muss,
gibt es inzwischen einen eigenen adidas-Marken-
Shop auf amazon und Nike wird hier sicherlich dem-
nächst nachziehen….
Im Übrigen gab es zum sogenannten selektiven Ver-
trieb, bei dem der Hersteller bestimmte Vertriebska-
17
Leitartikel: Online-Marktplätze – Hot or not?
Hier endet
die Leseprobe
der Ausgabe 04/2017
Jetzt vollständiges Magazin
kostenlos downloaden unter
www.estrategy-magazin.de!

Weitere ähnliche Inhalte

Was ist angesagt?

eStrategy Magazin Ausgabe 04/2014
eStrategy Magazin Ausgabe 04/2014eStrategy Magazin Ausgabe 04/2014
eStrategy Magazin Ausgabe 04/2014TechDivision GmbH
 
Plädoyer konsequente Digitale Transformation in der Old Economy.
Plädoyer konsequente Digitale Transformation in der Old Economy.Plädoyer konsequente Digitale Transformation in der Old Economy.
Plädoyer konsequente Digitale Transformation in der Old Economy.Patrick Comboeuf
 
SOLCOM Marktstudie: Ausblick auf den Projektmarkt 2018
SOLCOM Marktstudie: Ausblick auf den Projektmarkt 2018SOLCOM Marktstudie: Ausblick auf den Projektmarkt 2018
SOLCOM Marktstudie: Ausblick auf den Projektmarkt 2018SOLCOM GmbH
 
ECM Trends 2009-2010
ECM Trends 2009-2010ECM Trends 2009-2010
ECM Trends 2009-2010Guido Schmitz
 
Digitale Sichtbarkeit - Branchen-Snapshot-Analyse B2B-Dienstleister Mai 2019
Digitale Sichtbarkeit - Branchen-Snapshot-Analyse B2B-Dienstleister Mai 2019 Digitale Sichtbarkeit - Branchen-Snapshot-Analyse B2B-Dienstleister Mai 2019
Digitale Sichtbarkeit - Branchen-Snapshot-Analyse B2B-Dienstleister Mai 2019 Volker Davids
 
Medientage2010: Lokale Suche 3.0 telegate AG
Medientage2010: Lokale Suche 3.0 telegate AGMedientage2010: Lokale Suche 3.0 telegate AG
Medientage2010: Lokale Suche 3.0 telegate AGtelegate
 
Digitale Sichtbarkeit - Branchen-Snapshot-Analyse Versicherer Juli 2019
Digitale Sichtbarkeit - Branchen-Snapshot-Analyse Versicherer Juli 2019Digitale Sichtbarkeit - Branchen-Snapshot-Analyse Versicherer Juli 2019
Digitale Sichtbarkeit - Branchen-Snapshot-Analyse Versicherer Juli 2019Volker Davids
 
eStrategy-Ausgabe-01-2015-Leseprobe
eStrategy-Ausgabe-01-2015-LeseprobeeStrategy-Ausgabe-01-2015-Leseprobe
eStrategy-Ausgabe-01-2015-LeseprobeTechDivision GmbH
 
42 Antworten auf die dringenden Fragen einer immer schneller werdenden digita...
42 Antworten auf die dringenden Fragen einer immer schneller werdenden digita...42 Antworten auf die dringenden Fragen einer immer schneller werdenden digita...
42 Antworten auf die dringenden Fragen einer immer schneller werdenden digita...TANNER AG
 
JP│KOM News-Service 1/15: Megratrend Digitalisierung - Auf dem Weg zur "Kommu...
JP│KOM News-Service 1/15: Megratrend Digitalisierung - Auf dem Weg zur "Kommu...JP│KOM News-Service 1/15: Megratrend Digitalisierung - Auf dem Weg zur "Kommu...
JP│KOM News-Service 1/15: Megratrend Digitalisierung - Auf dem Weg zur "Kommu...JP KOM GmbH
 
Internetbasierte Plattformen: Ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Bed...
Internetbasierte Plattformen: Ihre wirtschaftliche und  gesellschaftliche Bed...Internetbasierte Plattformen: Ihre wirtschaftliche und  gesellschaftliche Bed...
Internetbasierte Plattformen: Ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Bed...René C.G. Arnold
 
Facebook ist tot. Eine Obduktion in sieben Akten. @ AllFacebook Marketing Con...
Facebook ist tot. Eine Obduktion in sieben Akten. @ AllFacebook Marketing Con...Facebook ist tot. Eine Obduktion in sieben Akten. @ AllFacebook Marketing Con...
Facebook ist tot. Eine Obduktion in sieben Akten. @ AllFacebook Marketing Con...AllFacebook.de
 
Megatrend Autonomous Economy
Megatrend Autonomous EconomyMegatrend Autonomous Economy
Megatrend Autonomous Economydiffferent
 
[DE] 2015 Datenbasiertes Content Marketing Searchmetrics - Webinale Berlin DE
[DE] 2015 Datenbasiertes Content Marketing Searchmetrics - Webinale Berlin DE[DE] 2015 Datenbasiertes Content Marketing Searchmetrics - Webinale Berlin DE
[DE] 2015 Datenbasiertes Content Marketing Searchmetrics - Webinale Berlin DESearchmetrics
 
eStrategy Magazin Ausgabe 03-2016-Leseprobe
eStrategy Magazin Ausgabe 03-2016-LeseprobeeStrategy Magazin Ausgabe 03-2016-Leseprobe
eStrategy Magazin Ausgabe 03-2016-LeseprobeTechDivision GmbH
 
Touch Mahal - Mobile Hype
Touch Mahal - Mobile HypeTouch Mahal - Mobile Hype
Touch Mahal - Mobile HypeBusinessVALUE24
 
Ausgabe 04/2019 des eStrategy-Magazins
Ausgabe 04/2019 des eStrategy-MagazinsAusgabe 04/2019 des eStrategy-Magazins
Ausgabe 04/2019 des eStrategy-MagazinsTechDivision GmbH
 
Responsive mobile shopping 06.2016
Responsive mobile shopping 06.2016Responsive mobile shopping 06.2016
Responsive mobile shopping 06.2016wantad
 
Call Center for Finance, Fachartikel, 1/2012
Call Center for Finance, Fachartikel, 1/2012Call Center for Finance, Fachartikel, 1/2012
Call Center for Finance, Fachartikel, 1/2012Anja Bonelli
 

Was ist angesagt? (20)

eStrategy Magazin Ausgabe 04/2014
eStrategy Magazin Ausgabe 04/2014eStrategy Magazin Ausgabe 04/2014
eStrategy Magazin Ausgabe 04/2014
 
Plädoyer konsequente Digitale Transformation in der Old Economy.
Plädoyer konsequente Digitale Transformation in der Old Economy.Plädoyer konsequente Digitale Transformation in der Old Economy.
Plädoyer konsequente Digitale Transformation in der Old Economy.
 
SOLCOM Marktstudie: Ausblick auf den Projektmarkt 2018
SOLCOM Marktstudie: Ausblick auf den Projektmarkt 2018SOLCOM Marktstudie: Ausblick auf den Projektmarkt 2018
SOLCOM Marktstudie: Ausblick auf den Projektmarkt 2018
 
ECM Trends 2009-2010
ECM Trends 2009-2010ECM Trends 2009-2010
ECM Trends 2009-2010
 
Digitale Sichtbarkeit - Branchen-Snapshot-Analyse B2B-Dienstleister Mai 2019
Digitale Sichtbarkeit - Branchen-Snapshot-Analyse B2B-Dienstleister Mai 2019 Digitale Sichtbarkeit - Branchen-Snapshot-Analyse B2B-Dienstleister Mai 2019
Digitale Sichtbarkeit - Branchen-Snapshot-Analyse B2B-Dienstleister Mai 2019
 
Medientage2010: Lokale Suche 3.0 telegate AG
Medientage2010: Lokale Suche 3.0 telegate AGMedientage2010: Lokale Suche 3.0 telegate AG
Medientage2010: Lokale Suche 3.0 telegate AG
 
Digitale Sichtbarkeit - Branchen-Snapshot-Analyse Versicherer Juli 2019
Digitale Sichtbarkeit - Branchen-Snapshot-Analyse Versicherer Juli 2019Digitale Sichtbarkeit - Branchen-Snapshot-Analyse Versicherer Juli 2019
Digitale Sichtbarkeit - Branchen-Snapshot-Analyse Versicherer Juli 2019
 
eStrategy-Ausgabe-01-2015-Leseprobe
eStrategy-Ausgabe-01-2015-LeseprobeeStrategy-Ausgabe-01-2015-Leseprobe
eStrategy-Ausgabe-01-2015-Leseprobe
 
42 Antworten auf die dringenden Fragen einer immer schneller werdenden digita...
42 Antworten auf die dringenden Fragen einer immer schneller werdenden digita...42 Antworten auf die dringenden Fragen einer immer schneller werdenden digita...
42 Antworten auf die dringenden Fragen einer immer schneller werdenden digita...
 
JP│KOM News-Service 1/15: Megratrend Digitalisierung - Auf dem Weg zur "Kommu...
JP│KOM News-Service 1/15: Megratrend Digitalisierung - Auf dem Weg zur "Kommu...JP│KOM News-Service 1/15: Megratrend Digitalisierung - Auf dem Weg zur "Kommu...
JP│KOM News-Service 1/15: Megratrend Digitalisierung - Auf dem Weg zur "Kommu...
 
Internetbasierte Plattformen: Ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Bed...
Internetbasierte Plattformen: Ihre wirtschaftliche und  gesellschaftliche Bed...Internetbasierte Plattformen: Ihre wirtschaftliche und  gesellschaftliche Bed...
Internetbasierte Plattformen: Ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Bed...
 
Facebook ist tot. Eine Obduktion in sieben Akten. @ AllFacebook Marketing Con...
Facebook ist tot. Eine Obduktion in sieben Akten. @ AllFacebook Marketing Con...Facebook ist tot. Eine Obduktion in sieben Akten. @ AllFacebook Marketing Con...
Facebook ist tot. Eine Obduktion in sieben Akten. @ AllFacebook Marketing Con...
 
Megatrend Autonomous Economy
Megatrend Autonomous EconomyMegatrend Autonomous Economy
Megatrend Autonomous Economy
 
[DE] 2015 Datenbasiertes Content Marketing Searchmetrics - Webinale Berlin DE
[DE] 2015 Datenbasiertes Content Marketing Searchmetrics - Webinale Berlin DE[DE] 2015 Datenbasiertes Content Marketing Searchmetrics - Webinale Berlin DE
[DE] 2015 Datenbasiertes Content Marketing Searchmetrics - Webinale Berlin DE
 
eStrategy Magazin Ausgabe 03-2016-Leseprobe
eStrategy Magazin Ausgabe 03-2016-LeseprobeeStrategy Magazin Ausgabe 03-2016-Leseprobe
eStrategy Magazin Ausgabe 03-2016-Leseprobe
 
NEXT Year (deutsch)
NEXT Year (deutsch)NEXT Year (deutsch)
NEXT Year (deutsch)
 
Touch Mahal - Mobile Hype
Touch Mahal - Mobile HypeTouch Mahal - Mobile Hype
Touch Mahal - Mobile Hype
 
Ausgabe 04/2019 des eStrategy-Magazins
Ausgabe 04/2019 des eStrategy-MagazinsAusgabe 04/2019 des eStrategy-Magazins
Ausgabe 04/2019 des eStrategy-Magazins
 
Responsive mobile shopping 06.2016
Responsive mobile shopping 06.2016Responsive mobile shopping 06.2016
Responsive mobile shopping 06.2016
 
Call Center for Finance, Fachartikel, 1/2012
Call Center for Finance, Fachartikel, 1/2012Call Center for Finance, Fachartikel, 1/2012
Call Center for Finance, Fachartikel, 1/2012
 

Ähnlich wie eStrategy-Magazin - Ausgabe 04/2017 (Leseprobe)

eStrategy Magazin Ausgabe 04 / 2013
eStrategy Magazin Ausgabe 04 / 2013eStrategy Magazin Ausgabe 04 / 2013
eStrategy Magazin Ausgabe 04 / 2013TechDivision GmbH
 
Next Generation SAP S4/HANA Cloud
Next Generation SAP S4/HANA CloudNext Generation SAP S4/HANA Cloud
Next Generation SAP S4/HANA CloudCompetence Books
 
Leseprobe eStrategy Magazin Ausgabe 02-2016
Leseprobe eStrategy Magazin Ausgabe 02-2016Leseprobe eStrategy Magazin Ausgabe 02-2016
Leseprobe eStrategy Magazin Ausgabe 02-2016TechDivision GmbH
 
Leseprobe eStrategy Magazin Ausgabe 01 / 2016
Leseprobe eStrategy Magazin Ausgabe 01 / 2016Leseprobe eStrategy Magazin Ausgabe 01 / 2016
Leseprobe eStrategy Magazin Ausgabe 01 / 2016TechDivision GmbH
 
eStrategy Magazin Ausgabe 01 / 2014
eStrategy Magazin Ausgabe 01 / 2014eStrategy Magazin Ausgabe 01 / 2014
eStrategy Magazin Ausgabe 01 / 2014TechDivision GmbH
 
eStrategy-Magazin - Ausgabe #2 2020
eStrategy-Magazin - Ausgabe #2 2020eStrategy-Magazin - Ausgabe #2 2020
eStrategy-Magazin - Ausgabe #2 2020TechDivision GmbH
 
Leseprobe e strategy-magazin-ausgabe-04-2015
Leseprobe e strategy-magazin-ausgabe-04-2015Leseprobe e strategy-magazin-ausgabe-04-2015
Leseprobe e strategy-magazin-ausgabe-04-2015TechDivision GmbH
 
Denkhandwerker No.3 - Das "Internet der Dinge" wird das Marketing brutal verä...
Denkhandwerker No.3 - Das "Internet der Dinge" wird das Marketing brutal verä...Denkhandwerker No.3 - Das "Internet der Dinge" wird das Marketing brutal verä...
Denkhandwerker No.3 - Das "Internet der Dinge" wird das Marketing brutal verä...Axel Oppermann
 
Denkhandwerker No.5 - (Digitales) Marketing: Schnittmenge aus Medien, Botscha...
Denkhandwerker No.5 - (Digitales) Marketing: Schnittmenge aus Medien, Botscha...Denkhandwerker No.5 - (Digitales) Marketing: Schnittmenge aus Medien, Botscha...
Denkhandwerker No.5 - (Digitales) Marketing: Schnittmenge aus Medien, Botscha...Axel Oppermann
 
Xing LearningZ: Digitale Geschäftsmodelle entwickeln
Xing LearningZ: Digitale Geschäftsmodelle entwickelnXing LearningZ: Digitale Geschäftsmodelle entwickeln
Xing LearningZ: Digitale Geschäftsmodelle entwickelnDigicomp Academy AG
 
eStrategy-Magazin Ausgabe 03/2013
eStrategy-Magazin Ausgabe 03/2013eStrategy-Magazin Ausgabe 03/2013
eStrategy-Magazin Ausgabe 03/2013TechDivision GmbH
 
DE - Module 4 - Data as a business model driver
DE - Module 4 - Data as a business model driverDE - Module 4 - Data as a business model driver
DE - Module 4 - Data as a business model drivercaniceconsulting
 
Rückblickend vorausschauen - think moto‘s subjektiver Trendzwischenbericht 20...
Rückblickend vorausschauen - think moto‘s subjektiver Trendzwischenbericht 20...Rückblickend vorausschauen - think moto‘s subjektiver Trendzwischenbericht 20...
Rückblickend vorausschauen - think moto‘s subjektiver Trendzwischenbericht 20...think moto GmbH
 
Trends, Trends, Trends - Eine Meta-Analyse der Digital Marketing Trends 2018
Trends, Trends, Trends - Eine Meta-Analyse der Digital Marketing Trends 2018Trends, Trends, Trends - Eine Meta-Analyse der Digital Marketing Trends 2018
Trends, Trends, Trends - Eine Meta-Analyse der Digital Marketing Trends 2018SOMEXCLOUD
 
Digital Marketing Trends 2021
Digital Marketing Trends 2021Digital Marketing Trends 2021
Digital Marketing Trends 2021Simon Flück
 
Die 10 Top Social Media Trends 2018
Die 10 Top Social Media Trends 2018Die 10 Top Social Media Trends 2018
Die 10 Top Social Media Trends 2018Daniel Koethe
 
Roger basler meetup_digitale-geschaeftsmodelle-entwickeln_handout
Roger basler meetup_digitale-geschaeftsmodelle-entwickeln_handoutRoger basler meetup_digitale-geschaeftsmodelle-entwickeln_handout
Roger basler meetup_digitale-geschaeftsmodelle-entwickeln_handoutDigicomp Academy AG
 

Ähnlich wie eStrategy-Magazin - Ausgabe 04/2017 (Leseprobe) (20)

eStrategy Magazin 02 / 2013
eStrategy Magazin 02 / 2013eStrategy Magazin 02 / 2013
eStrategy Magazin 02 / 2013
 
eStrategy Magazin Ausgabe 04 / 2013
eStrategy Magazin Ausgabe 04 / 2013eStrategy Magazin Ausgabe 04 / 2013
eStrategy Magazin Ausgabe 04 / 2013
 
Next Generation SAP S4/HANA Cloud
Next Generation SAP S4/HANA CloudNext Generation SAP S4/HANA Cloud
Next Generation SAP S4/HANA Cloud
 
Leseprobe eStrategy Magazin Ausgabe 02-2016
Leseprobe eStrategy Magazin Ausgabe 02-2016Leseprobe eStrategy Magazin Ausgabe 02-2016
Leseprobe eStrategy Magazin Ausgabe 02-2016
 
Leseprobe eStrategy Magazin Ausgabe 01 / 2016
Leseprobe eStrategy Magazin Ausgabe 01 / 2016Leseprobe eStrategy Magazin Ausgabe 01 / 2016
Leseprobe eStrategy Magazin Ausgabe 01 / 2016
 
eStrategy Magazin Ausgabe 01 / 2014
eStrategy Magazin Ausgabe 01 / 2014eStrategy Magazin Ausgabe 01 / 2014
eStrategy Magazin Ausgabe 01 / 2014
 
eStrategy-Magazin - Ausgabe #2 2020
eStrategy-Magazin - Ausgabe #2 2020eStrategy-Magazin - Ausgabe #2 2020
eStrategy-Magazin - Ausgabe #2 2020
 
Leseprobe e strategy-magazin-ausgabe-04-2015
Leseprobe e strategy-magazin-ausgabe-04-2015Leseprobe e strategy-magazin-ausgabe-04-2015
Leseprobe e strategy-magazin-ausgabe-04-2015
 
Denkhandwerker No.3 - Das "Internet der Dinge" wird das Marketing brutal verä...
Denkhandwerker No.3 - Das "Internet der Dinge" wird das Marketing brutal verä...Denkhandwerker No.3 - Das "Internet der Dinge" wird das Marketing brutal verä...
Denkhandwerker No.3 - Das "Internet der Dinge" wird das Marketing brutal verä...
 
Denkhandwerker No.5 - (Digitales) Marketing: Schnittmenge aus Medien, Botscha...
Denkhandwerker No.5 - (Digitales) Marketing: Schnittmenge aus Medien, Botscha...Denkhandwerker No.5 - (Digitales) Marketing: Schnittmenge aus Medien, Botscha...
Denkhandwerker No.5 - (Digitales) Marketing: Schnittmenge aus Medien, Botscha...
 
Xing LearningZ: Digitale Geschäftsmodelle entwickeln
Xing LearningZ: Digitale Geschäftsmodelle entwickelnXing LearningZ: Digitale Geschäftsmodelle entwickeln
Xing LearningZ: Digitale Geschäftsmodelle entwickeln
 
eStrategy-Magazin Ausgabe 03/2013
eStrategy-Magazin Ausgabe 03/2013eStrategy-Magazin Ausgabe 03/2013
eStrategy-Magazin Ausgabe 03/2013
 
Project No. 7 / MLM-Controller / eVisionInvest
Project No. 7 / MLM-Controller / eVisionInvestProject No. 7 / MLM-Controller / eVisionInvest
Project No. 7 / MLM-Controller / eVisionInvest
 
DE - Module 4 - Data as a business model driver
DE - Module 4 - Data as a business model driverDE - Module 4 - Data as a business model driver
DE - Module 4 - Data as a business model driver
 
BEKO News
BEKO NewsBEKO News
BEKO News
 
Rückblickend vorausschauen - think moto‘s subjektiver Trendzwischenbericht 20...
Rückblickend vorausschauen - think moto‘s subjektiver Trendzwischenbericht 20...Rückblickend vorausschauen - think moto‘s subjektiver Trendzwischenbericht 20...
Rückblickend vorausschauen - think moto‘s subjektiver Trendzwischenbericht 20...
 
Trends, Trends, Trends - Eine Meta-Analyse der Digital Marketing Trends 2018
Trends, Trends, Trends - Eine Meta-Analyse der Digital Marketing Trends 2018Trends, Trends, Trends - Eine Meta-Analyse der Digital Marketing Trends 2018
Trends, Trends, Trends - Eine Meta-Analyse der Digital Marketing Trends 2018
 
Digital Marketing Trends 2021
Digital Marketing Trends 2021Digital Marketing Trends 2021
Digital Marketing Trends 2021
 
Die 10 Top Social Media Trends 2018
Die 10 Top Social Media Trends 2018Die 10 Top Social Media Trends 2018
Die 10 Top Social Media Trends 2018
 
Roger basler meetup_digitale-geschaeftsmodelle-entwickeln_handout
Roger basler meetup_digitale-geschaeftsmodelle-entwickeln_handoutRoger basler meetup_digitale-geschaeftsmodelle-entwickeln_handout
Roger basler meetup_digitale-geschaeftsmodelle-entwickeln_handout
 

Mehr von TechDivision GmbH

eStrategy-Magazin - Sonderausgabe Digital Health
eStrategy-Magazin - Sonderausgabe Digital HealtheStrategy-Magazin - Sonderausgabe Digital Health
eStrategy-Magazin - Sonderausgabe Digital HealthTechDivision GmbH
 
eStrategy-Magazin - Ausgabe #2/2021
eStrategy-Magazin - Ausgabe #2/2021eStrategy-Magazin - Ausgabe #2/2021
eStrategy-Magazin - Ausgabe #2/2021TechDivision GmbH
 
Von Magento Commerce zu Adobe Commerce
Von Magento Commerce zu Adobe CommerceVon Magento Commerce zu Adobe Commerce
Von Magento Commerce zu Adobe CommerceTechDivision GmbH
 
Management im digitalen Zeitalter, Herausforderungen und Beispiele
Management im digitalen Zeitalter, Herausforderungen und BeispieleManagement im digitalen Zeitalter, Herausforderungen und Beispiele
Management im digitalen Zeitalter, Herausforderungen und BeispieleTechDivision GmbH
 
Der 8-Stunden-Mythos - Entlarvt vom Covid-19-Lockdown
Der 8-Stunden-Mythos - Entlarvt vom Covid-19-LockdownDer 8-Stunden-Mythos - Entlarvt vom Covid-19-Lockdown
Der 8-Stunden-Mythos - Entlarvt vom Covid-19-LockdownTechDivision GmbH
 
Warum ein traditioneller Ausschreibungsprozess (RFP) nicht mehr zeitgemäß ist.
Warum ein traditioneller Ausschreibungsprozess (RFP) nicht mehr zeitgemäß ist.Warum ein traditioneller Ausschreibungsprozess (RFP) nicht mehr zeitgemäß ist.
Warum ein traditioneller Ausschreibungsprozess (RFP) nicht mehr zeitgemäß ist.TechDivision GmbH
 
Alles Wichtige zu Scrum in 4 Minuten
Alles Wichtige zu Scrum in 4 MinutenAlles Wichtige zu Scrum in 4 Minuten
Alles Wichtige zu Scrum in 4 MinutenTechDivision GmbH
 
TechDivision Daten & Fakten 2019
TechDivision Daten & Fakten 2019TechDivision Daten & Fakten 2019
TechDivision Daten & Fakten 2019TechDivision GmbH
 
Meet Magento Germany 2019 - Agenda
Meet Magento Germany 2019 - AgendaMeet Magento Germany 2019 - Agenda
Meet Magento Germany 2019 - AgendaTechDivision GmbH
 
The Road of Migration - Hallhuber´s migration von Magento 1 to Magento 2
The Road of Migration - Hallhuber´s migration von Magento 1 to Magento 2The Road of Migration - Hallhuber´s migration von Magento 1 to Magento 2
The Road of Migration - Hallhuber´s migration von Magento 1 to Magento 2TechDivision GmbH
 
B2B eCommerce is far more than the existing selling over the Web
B2B eCommerce is far more than the existing selling over the WebB2B eCommerce is far more than the existing selling over the Web
B2B eCommerce is far more than the existing selling over the WebTechDivision GmbH
 
The real seamless commerce experience - Imagine Conference 2018
The real seamless commerce experience - Imagine Conference 2018The real seamless commerce experience - Imagine Conference 2018
The real seamless commerce experience - Imagine Conference 2018TechDivision GmbH
 
HALLHUBER shoprelaunch based on Magento 2
HALLHUBER shoprelaunch based on Magento 2HALLHUBER shoprelaunch based on Magento 2
HALLHUBER shoprelaunch based on Magento 2TechDivision GmbH
 
Magento 2 B2B Shop-Portal für die Julius Zorn GmbH
Magento 2 B2B Shop-Portal für die Julius Zorn GmbHMagento 2 B2B Shop-Portal für die Julius Zorn GmbH
Magento 2 B2B Shop-Portal für die Julius Zorn GmbHTechDivision GmbH
 
Magento Order Management (MOM)
Magento Order Management (MOM)Magento Order Management (MOM)
Magento Order Management (MOM)TechDivision GmbH
 
Neue Schritte zum Schutz der Privatsphäre - Die DSGVO und Magento
Neue Schritte zum Schutz der Privatsphäre - Die DSGVO und MagentoNeue Schritte zum Schutz der Privatsphäre - Die DSGVO und Magento
Neue Schritte zum Schutz der Privatsphäre - Die DSGVO und MagentoTechDivision GmbH
 
TechDivision Kennzahlen 2017
TechDivision Kennzahlen 2017TechDivision Kennzahlen 2017
TechDivision Kennzahlen 2017TechDivision GmbH
 
Magento Commerce Cloud Edition
Magento Commerce Cloud EditionMagento Commerce Cloud Edition
Magento Commerce Cloud EditionTechDivision GmbH
 
WHITEPAPER: AUS E-COMMERCE WIRD COMMERCE – OMNICHANNEL & CO.
WHITEPAPER: AUS E-COMMERCE WIRD COMMERCE – OMNICHANNEL & CO.WHITEPAPER: AUS E-COMMERCE WIRD COMMERCE – OMNICHANNEL & CO.
WHITEPAPER: AUS E-COMMERCE WIRD COMMERCE – OMNICHANNEL & CO.TechDivision GmbH
 
Kann man im Web wirklich alles (ver)kaufen? - Wir analysieren den Matratzen-H...
Kann man im Web wirklich alles (ver)kaufen? - Wir analysieren den Matratzen-H...Kann man im Web wirklich alles (ver)kaufen? - Wir analysieren den Matratzen-H...
Kann man im Web wirklich alles (ver)kaufen? - Wir analysieren den Matratzen-H...TechDivision GmbH
 

Mehr von TechDivision GmbH (20)

eStrategy-Magazin - Sonderausgabe Digital Health
eStrategy-Magazin - Sonderausgabe Digital HealtheStrategy-Magazin - Sonderausgabe Digital Health
eStrategy-Magazin - Sonderausgabe Digital Health
 
eStrategy-Magazin - Ausgabe #2/2021
eStrategy-Magazin - Ausgabe #2/2021eStrategy-Magazin - Ausgabe #2/2021
eStrategy-Magazin - Ausgabe #2/2021
 
Von Magento Commerce zu Adobe Commerce
Von Magento Commerce zu Adobe CommerceVon Magento Commerce zu Adobe Commerce
Von Magento Commerce zu Adobe Commerce
 
Management im digitalen Zeitalter, Herausforderungen und Beispiele
Management im digitalen Zeitalter, Herausforderungen und BeispieleManagement im digitalen Zeitalter, Herausforderungen und Beispiele
Management im digitalen Zeitalter, Herausforderungen und Beispiele
 
Der 8-Stunden-Mythos - Entlarvt vom Covid-19-Lockdown
Der 8-Stunden-Mythos - Entlarvt vom Covid-19-LockdownDer 8-Stunden-Mythos - Entlarvt vom Covid-19-Lockdown
Der 8-Stunden-Mythos - Entlarvt vom Covid-19-Lockdown
 
Warum ein traditioneller Ausschreibungsprozess (RFP) nicht mehr zeitgemäß ist.
Warum ein traditioneller Ausschreibungsprozess (RFP) nicht mehr zeitgemäß ist.Warum ein traditioneller Ausschreibungsprozess (RFP) nicht mehr zeitgemäß ist.
Warum ein traditioneller Ausschreibungsprozess (RFP) nicht mehr zeitgemäß ist.
 
Alles Wichtige zu Scrum in 4 Minuten
Alles Wichtige zu Scrum in 4 MinutenAlles Wichtige zu Scrum in 4 Minuten
Alles Wichtige zu Scrum in 4 Minuten
 
TechDivision Daten & Fakten 2019
TechDivision Daten & Fakten 2019TechDivision Daten & Fakten 2019
TechDivision Daten & Fakten 2019
 
Meet Magento Germany 2019 - Agenda
Meet Magento Germany 2019 - AgendaMeet Magento Germany 2019 - Agenda
Meet Magento Germany 2019 - Agenda
 
The Road of Migration - Hallhuber´s migration von Magento 1 to Magento 2
The Road of Migration - Hallhuber´s migration von Magento 1 to Magento 2The Road of Migration - Hallhuber´s migration von Magento 1 to Magento 2
The Road of Migration - Hallhuber´s migration von Magento 1 to Magento 2
 
B2B eCommerce is far more than the existing selling over the Web
B2B eCommerce is far more than the existing selling over the WebB2B eCommerce is far more than the existing selling over the Web
B2B eCommerce is far more than the existing selling over the Web
 
The real seamless commerce experience - Imagine Conference 2018
The real seamless commerce experience - Imagine Conference 2018The real seamless commerce experience - Imagine Conference 2018
The real seamless commerce experience - Imagine Conference 2018
 
HALLHUBER shoprelaunch based on Magento 2
HALLHUBER shoprelaunch based on Magento 2HALLHUBER shoprelaunch based on Magento 2
HALLHUBER shoprelaunch based on Magento 2
 
Magento 2 B2B Shop-Portal für die Julius Zorn GmbH
Magento 2 B2B Shop-Portal für die Julius Zorn GmbHMagento 2 B2B Shop-Portal für die Julius Zorn GmbH
Magento 2 B2B Shop-Portal für die Julius Zorn GmbH
 
Magento Order Management (MOM)
Magento Order Management (MOM)Magento Order Management (MOM)
Magento Order Management (MOM)
 
Neue Schritte zum Schutz der Privatsphäre - Die DSGVO und Magento
Neue Schritte zum Schutz der Privatsphäre - Die DSGVO und MagentoNeue Schritte zum Schutz der Privatsphäre - Die DSGVO und Magento
Neue Schritte zum Schutz der Privatsphäre - Die DSGVO und Magento
 
TechDivision Kennzahlen 2017
TechDivision Kennzahlen 2017TechDivision Kennzahlen 2017
TechDivision Kennzahlen 2017
 
Magento Commerce Cloud Edition
Magento Commerce Cloud EditionMagento Commerce Cloud Edition
Magento Commerce Cloud Edition
 
WHITEPAPER: AUS E-COMMERCE WIRD COMMERCE – OMNICHANNEL & CO.
WHITEPAPER: AUS E-COMMERCE WIRD COMMERCE – OMNICHANNEL & CO.WHITEPAPER: AUS E-COMMERCE WIRD COMMERCE – OMNICHANNEL & CO.
WHITEPAPER: AUS E-COMMERCE WIRD COMMERCE – OMNICHANNEL & CO.
 
Kann man im Web wirklich alles (ver)kaufen? - Wir analysieren den Matratzen-H...
Kann man im Web wirklich alles (ver)kaufen? - Wir analysieren den Matratzen-H...Kann man im Web wirklich alles (ver)kaufen? - Wir analysieren den Matratzen-H...
Kann man im Web wirklich alles (ver)kaufen? - Wir analysieren den Matratzen-H...
 

eStrategy-Magazin - Ausgabe 04/2017 (Leseprobe)

  • 1. E-Commerce // Onlinemarketing // SEO // SEM // Development // Mobile // Technik // Usability // Recht // Tipps&Tools #3312/2017 - 03/2018 www.estrategy-magazin.depowered by fotolia.com/warmworld – alphaspirit © 123RF.com MARKTPLÄTZE Hot or not? E-Commerce Ein Blick in die Zukunft: So kaufen wir im Jahre 2025 ein! Strategie SAP schraubt am Preis- und Lizenz- modell – für manches Unternehmen dürfte dies spannend werden Content-Marketing Harte Fragen zu Content Marketing und die ehrlichen Antworten dazu Projektmanagement Eine Schnittstelle ist kein Feature: Agile Requirements E-Recht Die DSGVO und ihre Auswirkungen auf die entsprechende IT-Sicherheitsstrategie ONLINE- LESEPROBE
  • 2. Learn. Connect. Inspire. Influence. 21. März 2018 | ICM München allinfluencer.de Veranstalter
  • 3. Wir möchten in unserem Leitartikel der vorliegenden Ausgabe einen aktuellen Einstieg und Marktüberblick geben sowie die Vor- und Nachteile und grundlegenden Modelle skizzieren. Zudem haben wir uns intensiv mit den Shopping-Trends der Zukunft sowie dem äußerst heißen Thema der sog. “indirekten Nutzung” von SAP und den damit einhergehenden, möglichen Auswirkungen auf Shopbetreiber auseinandergesetzt. Darüberhinaus haben wir wieder weitere spannende Themen rund um die Bereiche Projektmangement, Online-Marketing und E-Recht für Sie zusammengestellt. So beleuchten wir in einem Artikel mit dem Titel “Eine Schnittstelle ist kein Feature” agiles Requirements Engineering, führen einige spannende Interviews zu brandheißen E-Commerce-Themen und werfen einen genaueren Blick auf den E-Commerce im B2B- Umfeld. Ergänzt wird das Ganze durch einen Überblicksartikel mit entspre- chender Checkliste zur kommenden EU-Datenschutzgrundverord- nung, die für nahezu jedes Unternehmen einige Überraschungen und Aufgaben bereithalten wird und die nach wie vor nur von einem gewissen Teil der deutschen Unternehmen Beachtung findet! Natürlich gibt´s auch in der aktuellen Ausgabe wieder einiges an Web- und Buchtipps für die anstehende Weihnachts- und Urlaubs- zeit! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen erholsame Tage im Kreise Ihrer Lieben, einen guten Rutsch ins kommende Jahr 2018 und viel Spaß beim Lesen des eStrategy-Magazins! Ihr Josef Willkommer Chefredakteur Die Möglichkeiten im Web sind nahezu grenzenlos. Editorial Online-Marktplätze – Hot or not? 3 Das Thema Online-Marktplätze besteht bereits seit vielen Jahren, aktuell scheint das Ganze aber wieder ver- stärkt in den Fokus von Händlern aber insbesondere auch Herstellern zu rücken. War die Online-Marktplatz- Landschaft vor einigen Jahren noch recht übersichtlich, hat sich hier in den letzten Jahre einiges getan und neben den in der breiten Masse bekannten Größen amazon und eBay sind inzwischen eine Vielzahl unter- schiedlicher Plattformen mit verschiedenen Ausprägungen und Zielgruppen verfügbar – vom B2C Markt- platz für Handgemachtes à la etsy.com bis zum globalen B2B-Marktplatz im Stile von alibaba oder amazon business.
  • 4. 4 NEWS 3 Editorial 6 Surftipps & Blogs 8 Buchempfehlungen LEITARTIKEL 10 Online-Marktplätze – Hot or not E-COMMERCE 22 Mit einem Onlineshop auf der Zielgeraden – Tipps für einen erfolg- reichen Webshop 27 Chatbots im E-Commerce 33 Interview mit Lutz Hollmann- Raabe zur Zukunft des stationären Handels 38 So werden wir im Jahre 2025 einkaufen! 47 Interview mit Marcel Hossli CEO Zimmerli of Switzerland 53 B2C E-Commerce gibt für B2B den Takt vor 62 Frontend-as-a-Service 67 Ein Trojanisches Pferd namens SAP?! ONLINE- MARKETING 75 Ihr AdWords Konto winterfest machen: In 6 Schritten zu mehr Performance im Winter 83 Content-Marketing: Ehrliche Antworten auf harte Fragen 88 Real Time Marketing –   Automatisierte Kunden- ansprache auf höchstem Niveau Inhalt: 04/2017 10 Online-Marktplätze – Hot or not? Das Thema Online-Marktplätze be- steht bereits seit vielen Jahren. Ak- tuell scheint das Ganze aber wieder verstärkt in den Fokus von Händ- lern aber insbesondere auch immer öfter von Herstellern zu rücken. Wir werfen einen Blick auf die verschie- denenAnsätze mit entsprechenden Chancen aber auch Risiken. fotolia.com/warmworld alphaspirit©123RF.com 38 Ein Blick in die Zukunft – So kaufen wir im Jahre 2025 ein! Technologie und die Art und Weise, wie wir sie nutzen, verändert unser Kaufverhalten in atemberaubender Geschwindigkeit. Wenn wir heute acht Jahre in die Zukunft blicken, können wir überhaupt nicht ab- schätzen, wie bestimmteMärkte und die involvierten Player hier aus- sehen werden. Dennoch versuchen wir einen Blick in die Glaskugel. 67 SAP schraubt am Preis- und Lizenzmodell – es könnte spannend werden! Haben sie schon mal von “indirekter Softwarenutzung” gehört? Das The- ma kocht bereits seit einigen Jahren immer wieder hoch und SAP scheint im Zuge der zunehmenden Frag- mentierung und Cloud-Nutzung da- mit ernst zu machen - mit teil-weise massiven Folgen für SAP Kunden. Zapp2Photo/Shutterstock©fotomek/FotoliaQuelle:TechDivision
  • 5. 5 ONLINE- MARKETING 92 Über 3000 Neukunden in wenigen Wochen 97 Das Kundendaten- management der Zukunft basiert auf künstlicher Intelligenz PROJEKT- MANAGEMENT 100 Nichts als die Wahrheit?! 104 Eine Schnittstelle ist kein Feature: Agile Requirements MOBILE 108 Mit Personalisierung das mobile Kundenerlebnis verbessern 113 Mobile Nutzung vs. Mobile Performance RECHT 119 Die DSGVO und ihre Auswirkungen auf Ihre IT-Sicherheitsstrategie 125 Google Shopping auf der Anklagebank – wie geht es für Händler weiter? 130 Sind Chatbots haftbar? Welche Rechte & Pflichten haben Unternehmen beim Einsatz von virtuellen Assistenten MAGAZIN 134 Impressum Inhalt: 04/2017 § 104 Eine Schnittstelle ist kein Feature: Agile Requirements Ein Requirement ist etwas, was jemand braucht. Es ist ein gutes Gedankenexperiment, ein Feature unter dem Aspekt Wirkung zu be- trachten. Wenn ein Feature im Wald umfällt, und keiner hat es gesehen, gehört oder benutzt, hat das Fea- ture keine Wirkung. Also keinen Wert. Also ist es auch kein Requi- rement. DenRise/Shutterstock 83 Harte Fragen zu Content- Marketing und die ehrli- chen Antworten dazu Content-Marketing steckt nach wie vor im Hinterkopf vieler Mar- ketingspezialisten und -Strategen. Für manchen Leser mag es auf der To-Do-Liste sogar die höchste Priorität besitzen. Doch wer auf dem Gebiet selbst kein absoluter Experte ist, findet selten ehrliche Antworten auf die drängendsten Fragen - bis jetzt.... adiruch©123RF.com 119 Die DSGVO und ihre Auswirkungen auf ihre IT-Sicherheitsstrategie Die Datenschutz-Grundverordnung ist eine neue EU-Regelung, die ab Mai 2018 anzuwenden ist. Diese europaweit geltende Verordnung schafft Klarheit für Unternehmen, die derzeit unterschiedliche lokale Datenschutzgesetze in der gesam- ten EU beachten müssen. fotolia.com/MHJackMoreh®freerangestockQuelle:RSA
  • 6. Todoist – Verwaltungstool zum Aufgabenteilen Mit diesem Tool können mit Leichtigkeit Auf- gabenlisten erstellt und auch geteilt werden – ob privat oder beruflich. Für eine effizien- tere Arbeitsweise lassen sich hier Aufgaben in kleinere Unteraufgaben aufteilen. Auch komplexe Projekte können so mit Kollegen, Familie oder Freunden gemeinsam geteilt und bearbeitet werden. Durch die Erweiterungen für über 10 Plattformen und entsprechen- de Apps hat man stets überall Zugriff auf die Listen. Das Synchronisieren der Daten geschieht dabei in Echtzeit über alle Geräte und Plattformen hinweg. Natürlich lassen sich auch wiederkeh- rende Termine einstellen. Die Basisversion des Tools ist kostenlos. https://de.todoist.com/ Eval&go – Online-Meinungsumfragen in kurzer Zeit erstellen Die Software bietet kostenlos Vorlagen für Fragebögen, die individuell angepasst werden können. Dabei gibt es eine größere Anzahl verfügbarer Fragetypen. Je nach Belangen lassen sich auch Bilder, Videos und Logos in die Vorlagen einfügen. Veröffentlichen lässt sich ein individualisierter Fragebogen fast überall durch das Internet – ob via Blog, sozia- le Netze oder schlicht per Mail. Das Sammeln der Antworten geschieht dann in Echtzeit. Die Ergebnisse der Umfrage lassen sich mit weni- gen Klicks analysieren und in einen Bericht mit fachkundigem Erscheinungsbild verwandeln. Bei Bedarf kann das Endresultat anschließend in verschiedens- ten Formaten publiziert werden. https://www.evalandgo.de/ News: Surftipps & Blogs Surftipps & Blogs 6
  • 7. Easelly – Infografiken mit Leichtigkeit kreieren Anhand von zahlreichen Vorlagen lassen sich über die Software verschiedenste Infografi- ken erstellen – ob Berichterstattung, Zeitleis- ten oder Lebensläufe. Hat man sich für eine bestimmte Vorlage entschieden, gelangt man in ein Bearbeitungsprogramm. Hier kann der Hintergrund individuell ausgetauscht werden. Auch der Textinhalt kann abgeändert oder die Textposition verschoben werden. Mit dem Button „Präsentieren“ wird die Endversion der Infografik angezeigt, welche sich auch herunterladen lässt. Die Grundversion ist kostenlos. In der kostenpflichtigen Profi-Version stehen noch unzählige Bilder zum Aus- tausch zur Verfügung. Zudem lassen sich auch eigene Charts kreieren. https://www.easel.ly Protonmail Bridge – verschlüsselte Mails für Einsteiger Protonmail ist ein Tool aus der Schweiz, das verschlüsselte E-Mails versendet. Bisher konnte das Tool nur über die Weboberfläche oder iOS- und Android-Apps verwendet wer- den. Nun können Nutzer mit dem Mail-Dienst verschlüsselte Nachrichten auch ganz einfach über Desktop-Mail-Clients wie Apple Mail und Outlook versenden. Protonmail Bridge muss nur einmalig auf Ihrem Rechner installiert und eingerichtet werden. Ihr Mail-Pogramm muss somit nicht mehr angepasst werden und das Tool erledigt im Hintergrund sämtliche Ver- und Entschlüsselungs-Prozesse lokal auf dem Rechner. Für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung baut das Programm über das ProtonMail-API eine Verbindung zum Mailserver auf. Somit kann niemand außer Ihnen und dem Empfänger Ihre E-Mails lesen. https://protonmail.com News: Surftipps & Blogs Surftipps & Blogs 7
  • 8. News: Buchempfehlungen Buchtipps aus der eStrategy-Redaktion CRM für Onlineshops Make Big Data Small – Erfolgreiches Customer Relationship Manage- ment im E-Commerce Betreibern von Onlineshops steht eine Flut von Kundendaten zur Verfügung. Doch wie wird das Unmaß von Daten am besten genutzt, um den Erfolg des Unternehmens und die Zufriedenheit der Kunden zu steigern? Die Autorin zeigt praxisnah auf, wie durch strukturierte Datenanalyse peu à peu Kundengruppen und -bedürfnisse ermittelt werden. Auch die daraus folgenden Schritte, wie z. B. konkrete Kampagnen, werden besprochen. Abschließend geht die Autorin noch auf die Herausfor- derungen des CRM-Alltags ein – von den größten Fehlern bis zu den notwendigen Ressourcen. Wer CRM in seinem Unternehmen einführen möchte, wird an diesem Buch nicht vorbei kommen. Erfolg braucht ein Gesicht Warum ohne Personal Branding nichts mehr geht. Was entscheidet darüber, mit wem ein Kunde zusammenarbeitet? Wo er hingeht? Es ist der Faktor Mensch. Sympathie oder Antipathie sind ausschlaggebender als die harten Fakten wie Qualität etc. Das Buch ist in Dialogform zwischen Marketingexperte Schulz und Clienting-Strategie-Experte Geffroy geschrieben. Auf informative und amüsante Weise gehen die Beiden der Frage nach, wie macht man sich selbst zur Marke. Welche Haltung ist dafür gefragt, was wird benötigt, welche Herausforderungen gibt es? Dabei schildern sie de- tailliert die Wirksamkeit und die Mechanismen des Personal Branding. Ergänzt wird die Lektüre online durch eine Videosequenz zur Entste- hung des Buches. Autor: Olga Walter, Auflage / Erscheinung: 1. Auflage 2016, Umfang: 232 Seiten, Preis: 29,99 Euro, Verlag: mitp, ISBN: 978-3958450332 Jetzt kaufen! Autoren: Edgar K. Geffroy, Benjamin Schulz, Auflage / Erscheinung: März 2016 Umfang: 224 Seiten, Preis: 19,99 Euro, Verlag: Redline Verlag, ISBN: 978-3-86881-629-7 Jetzt kaufen! 8
  • 9. News: Buchempfehlungen Buchtipps aus der eStrategy-Redaktion Google Analytics Das umfassende Handbuch Die Webanalyse ist ein wichtiges Element im digitalen Marketing. Denn die Informationen über die Wege und Handlungen der Webseitenbesu- cher sind Gold wert. Die vorliegende Fachliteratur gibt einen Überblick über die Webanalyse im Allgemeinen und speziell über Google Analytics. Hierbei werden alle Funktionen von Analytics und ihre Anwendungsmöglichkeiten vorge- stellt. Konkrete Beispiele helfen, rasch in die Materie einzusteigen, egal ob Implementierung, Analyse, Optimierung, Tag Manager, AdSense oder Search Konsole. Für jeden, der sein Onlinemarketing durchdacht steuern und vervollkommnen möchte, ist das Buch ideal. Das Pinguin-Prinzip Wie Veränderung zum Erfolg führt Der Eisberg schmilzt. Die Pinguinkolonie ist gefährdet. Doch will kei- ner die schlechte Kunde hören – bis einige Pinguine die Dringlichkeit erkennen, ein Team bilden und nach einem Ausweg suchen. Havard Professor John Kotter schrieb den Bestseller Leading Change. Hier stellte er 8 Schritte zur erfolgreichen Veränderung von Organisati- onen vor. Wie diese 8 Schritte faktisch umgesetzt werden, wird in der humorvollen Fabel „Das Pinguin Prinzip“ dargestellt. Es wird aufge- zeigt, wie herausfordernde Umstände gemeistert werden und wie neue Wege uns helfen können, unsere Ziele zu erreichen. Dabei vermittelt die Fabel auch Erfolgsstrategien für das Berufs- und Alltagsleben. Autor: Markus Vollmert, Heike Lück, Auflage / Erscheinung: 30. Oktober 2017, Umfang: 841 Seiten, Preis: 49,90 Euro, Verlag: Rheinwerk, ISBN: 978-3-8362-5963-7 Jetzt kaufen! Autor: John Kotter, Holger Rathgeber, Auflage / Erscheinung: Dezember 2017 Umfang: 160 Seiten, Preis: 16,99 Euro, Verlag: Droemer Knaur, ISBN: 978-3-426-27717-1 Jetzt kaufen! 9
  • 10. Das Thema Online-Marktplätze besteht bereits seit vielen Jahren, aktuell scheint das Ganze aber wieder verstärkt in den Fokus von Händlern, aber insbesondere auch Herstellern zu rücken. War die Online-Marktplatz-Landschaft vor einigen Jahren noch recht übersichtlich, hat sich hier in den letzten Jahre einiges getan und neben den in der breiten Masse bekannten Größen amazon und eBay ist inzwischen eine Vielzahl unterschiedlicher Plattformen mit verschiedenen Ausprägungen und Ziel- gruppen verfügbar – vom B2C Marktplatz für Handgemachtes à la etsy.com bis zum globalen B2B Marktplatz im Stile von alibaba oder amazon business. Online-Marktplätze – Hot or not? Josef Willkommer, Chefredakteur eStrategy-Magazin 10 Leitartikel: Online-Marktplätze – Hot or not? Quelle:TechDivision
  • 11. 11 Wir möchten mit diesem Artikel einen aktuellen Einstieg sowie einen Marktüberblick geben und die Vor- und Nachteile sowie grundlegende Modelle skizzieren. Zu Beginn sollten wir allerdings zum allgemeinen Verständnis den Begriff eines Online-Marktplatzes definieren. Nachfolgende Definition des IT-Portals www.itwissen.de finde ich recht passend: „Ein elektronischer/Online-Marktplatz ist eine elektronische Einkaufsplattform im Inter- net oder einem anderen Netzwerk, auf der Hersteller, Dienstleister und Vertriebsunter- nehmen Produkte und Dienste anbieten und Interessenten und Kunden sich diese Produkte und Dienste ansehen und erwerben können.“ Unterscheidungsmerkmale von Online-Marktplätzen Inzwischen gibt es unterschiedlichste Formen und Ausprägungen von Online-Marktplätzen. Nachfol- gend einige der grundlegenden Unterscheidungs- merkmale von Marktplätzen, die sich jedoch noch deutlich feingliedriger unterteilen lassen. Insofern sollten die aufgeführten Unterscheidungsmerkmale lediglich als erste Orientierung dienen. Horizontale Marktplätze Derartige Marktplätze sind nicht auf spezifische Wa- ren- und Dienstleistungsangebote ausgerichtet, sie stehen für Unternehmen aus den verschiedensten Wirtschaftszweigen offen. Sie sind vergleichbar mit den klassischen Kaufhäusern und bieten ein ge- mischtes Waren- und Serviceangebot. Dieses kann alle Bereiche des täglichen Lebens, des Urlaubs, der Mobilität, Versicherungen, Instandhaltung und Reparatur usw. umfassen. Werden die einzelnen Angebotsbereiche zu groß, können diese in vertikale Marktplätze ausgegliedert werden. Das bekannteste Beispiel eines horizontalen Marktplatzes stellt ama- zon dar. Vertikale Marktplätze Hier geht jeweils um ein branchenspezifisches An- gebotssortiment, das sich auf bestimmte Branchen und Waren konzentriert, vergleichbar mit Spezialge- schäften. Bei vertikalen Marktplätzen kann es sich um solche für elektronische Güter, für Güter der Unterhaltungsindustrie, der Holzbearbeitung, um Krankenhausbedarf und um vieles mehr handeln. Ein vertikaler Marktplatz für Werkzeug ist beispiels- weise Zorotools, der deutsche Ableger von Grainger Inc. einem großen US-Händler für Werkzeuge und Maschinen oder gastivo als erste Anlaufstelle für Gastronomen. Vertikale Marktplätze bieten E-Commerce, wobei die Handelspartner über die gesamte Versorgungs- kette hinweg miteinander kommunizieren. Solche Marktplätze können mit E-Collaboration die Handels- partner mit Statistiken, Produktlebenszyklen, Markt- vorhersagen und anderen für die Kaufentscheidung relevanten Informationen versorgen. Geschlossener Marktplatz Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich hier um einen Markt mit begrenzter Teilnehmerzahl. Im Extremfall ist dies nur ein Teilnehmer, nämlich der Marktplatzbetreiber ansonsten ist ein klassisches Beispiel für einen geschlossenen Marktplatz bei- spielsweise ein Herstellerportal, an das z. B. nur au- torisierte Händler und/oder Partner bzw. Lieferanten angebunden werden. Ein Beispiel hierfür wäre ….. Offener Marktplatz Bei einem offenen Marktplatz kann sich im Extremst- fall jeder Interessierte anmelden und seine Produkte und/oder Dienstleistungen dort einstellen und ver- kaufen. Es gibt hier auch keine Begrenzung was die Anzahl der Teilnehmer anbelangt und der Markt- platzbetreiber kennt seine Partner ggf. auch nicht. Amazon oder eBay kennt man ja bereits zur Genüge. Daher möchte ich hier auf ein etwas exotischeres Beispiel für einen offenen Marktplatz verweisen. Unter www.jamesedition.com findet man den gemäß Anbieterangaben größten Marktplatz für Luxusgü- ter. Das Angebot dieses Portals umfasst mehr als 100.000 Luxusprodukte von Privatjets, Yachten, exotischen Autos, exklusiven Uhren bis hin zu Lu- xusvillen, die von mehr als 3.600 vertrauenswürdigen Verkäufern (Privatpersonen und Händler) auf der ganzen Welt eingestellt werden. Dabei verzeichnet der Marktplatz monatlich mehr als 10 Mio. Page Views bei gut 25.000 Unique Usern pro Tag. Leitartikel: Online-Marktplätze – Hot or not?
  • 12. Zielgruppe (B2C vs. B2B) Während der überwiegende Teil der Marktplätze End- kunden adressiert und sich damit im B2C-Umfeld bewegt – hierzu zählen u. a. amazon, eBay, Zalan- do, etsy – gibt es inzwischen auch immer häufiger Marktplätze, die auf Geschäftskunden abzielen und sich dabei im reinen B2B-Umfeld platzieren. Beispie- le für B2B Marktplätze wären u. a. Alibaba, amazon business, Mercateo oder Toolineo. Die Zielgruppe ist hierbei ein übergeordnetes Kriterium, bei dem die zu- vor genannten Unterscheidungsmerkmale zusätzlich angewendet werden. Transaktionsmodelle Gerade in den Anfangsjahren hat eBay mit dem gleichnamigen Marktplatz das dort zunächst aus- schließlich als Auktion mögliche Transaktionsmodell in den Köpfen verankert. Nach Registrierung kann man hier auf die angebotenen Produkte und Dienst- leistungen im Rahmen einer Auktion bieten, wobei der Höchstbietende den Zuschlag erhält. Neben dem Auktionsmodell gibt es darüber hinaus Marktplätze im Stile von Börsen mit laufend aktua- lisierten Konditionen, genauso wie Festpreis- bzw. Katalog-Transaktionen, wie dies bei amazon oder seit längerem auch bei eBay mit dem sog. Sofortkauf der Fall ist. Eine Sonderstellung nehmen hier noch Marktplätze ein, die lediglich als eine Art “Schwarzes Brett” fungieren und für die Darstellung von Produk- ten und/oder Dienstleistungen sowie ein erstes “Mat- ching” zwischen Anbieter und Nachfrager sorgen. Eine weitere Abwicklung erfolgt dann außerhalb der etwaigen Plattform ggf. auch offline. Solche Modelle sind beispielsweise bei extrem erklärungsbedürftigen oder individuellen Produkten und Dienstleistungen denkbar. Hier fallen normalerweise auch keine Ge- bühren an. Eines der bekanntesten Beispiele eines solchen Marktplatzes ist am untersten Ende der Komplexi- tätsskala beispielsweise eBay Kleinanzeigen. Marktplätze wie Amazon bieten Chancen aber auch Risiken... Gerade für Neueinsteiger ins Onlinebusiness stellen Marktplätze eine durchaus interessante Möglichkeit dar einen Onlinevertriebskanal ohne große Invest- ments zu starten, über den neue Kunden erreicht werden können. Es gibt kaum eine andere E-Com- merce- Option, die es einem Händler so einfach macht, Produkte online zu verkaufen, zu internatio- nalisieren und die Abwicklung (insbesondere Fulfil- ment) zu stemmen. Dies ist zusammen mit der enormen Bekanntheit und Reichweite sowie dem guten Ruf insbesonde- re in Bezug auf Lieferzeiten und Service auch der Grund, warum so viele Händler aber auch Hersteller über Amazon bzw. auf Amazon verkaufen. Bei allen Vorteilen und Chancen, bietet der Ansatz aber auch einige Risiken, deren man sich von Beginn an be- wusst sein sollte. Eine der größten Gefahren – insbesondere für Her- steller – besteht darin, dass auf der einen Seite die Marktplatzbetreiber und hier allen voran Amazon, alle relevanten Daten und Informationen, insbesondere Verkaufszahlen und demnach die Attraktivität von Produkten, auf dem Silbertablett serviert werden. Da insbesondere Amazon nicht nur Händler, sondern auch immer häufiger “Hersteller” mit entsprechenden Eigenmarken ist, gibt es nicht nur ein Beispiel eines Unternehmens, das ein erfolgreiches Business über 12 Leitartikel: Online-Marktplätze – Hot or not? Abb.: Luxus Online-Marktplatz www.jamesedition.com
  • 13. 13 Amazon betrieben hat, bis Amazon plötzlich selbst entsprechende Produkte platziert hat... Auf der anderen Seite sind Marktplätze häufig auch nach außen geöffnet, wodurch jederzeit neue Anbie- ter in den Markt eintreten können. Wenn diese dann noch Zugang zu entsprechende Produktionsstätten bzw. günstigen Einkaufsmöglichkeiten haben, wird die Konkurrenz mitunter recht schnelle ziemlich groß. Hinzukommt, dass insbesondere auf Marktplätzen der Preis eine große Rolle (fürs Ranking und damit auch für die Verkäufe) spielt. Dass dies inzwischen auch der eine oder andere Händler erkannt hat, zeigt ein aktuelles Beispiel des Lederwarenherstellers Gusti Leder, der anfangs fast ausschließlich über Amazon seine Produkte ver- trieben hat – und dies äußerst erfolgreich. In einem aktuellen Interview mit der Internetworld1 kommen- tiert Christian Pietsch, der Geschäftsführer von Gusti Leder, dazu wie folgt: “Chinesische und indische Händler drängten auf einmal auf den Markt, mit Kampfpreisen und natürlich ohne Mehrwertsteuer abzuführen. Unser US-Umsatz fiel in kürzester Zeit von ursprünglich 200.000 Euro auf 20.000 Euro runter. Und da wurde mir klar: Das kann dir jederzeit in Europa auch passieren.” Dass solche Szenarien nicht nur die asiatische Konkurrenz, sondern auch durch amazon selbst hervorgerufen werden können, habe ich bereits angeschnitten. Gemäß einer Auswertung von 1010 data Market Insights im letzten Jahr, die die Eigenmarken auf Amazon über einen Zeitraum von einem Jahr ana- lysiert hat, ist hier einiges im “Umbruch”. So haben Batterien der Amazon Eigenmarke im letzten Jahr ein Wachstum von 93% hingelegt und stehen mittlerwei- le für 94% aller Batterieverkäufe auf amazon.com. Windeln, die unter dem Amazon Elements Label vertrieben werden, halten inzwischen einen Marktan- teil von 16%, direkt hinter so bekannten Marken wie Pampers mit einem jährlichen Wachstum von 266%! Wer als Hersteller mit Amazon zusammenarbeitet – inzwischen sind das ja durchaus ein paar Unter- nehmen – sollte sich demnach natürlich auch immer bewusst sein, mit wem man sich hier “ins Bett legt”. Als größter Online-Marktplatz verfügt Amazon über entsprechende Reichweite und kann für erhebliche Umsätze sorgen. Eine langfristige Taktik, einzig auf Amazon zu setzen, halten wir allerdings – auch nicht ganz unbegründet – für durchaus riskant… Gerade erst Anfang November geisterten wieder Meldungen durch die Presse, dass Amazon angeb- lich aufgrund technischer Probleme, scheinbar eine größere Menge an Händlerkonten “eingefroren” hat, was gerade für kleinere Händler sehr schnell exis- tenzgefährdend werden kann. Aber nicht nur bei kleinen Händlern bzw. Amazon- Partnern besteht hier ein gewisses Risiko. Es ist in- zwischen ja kein Geheimnis mehr, dass Amazon be- sonders lukrative und volumenstarke Produkte über kurz oder lang als Private Label Produkte aufnimmt. Hierfür gibt es mit den sog. Amazon Essentials oder Amazon Basics bereits eigene “Marken”. Mit Amazon Find hat der Handelsriese mittlerweile auch eine Fashion-Linie an den Start geschoben und es geht “munter” weiter. So haben Analysen von L2 jetzt herausgefunden, dass Amazon “heimlich still und leise” eine eigene Activewear-Linie mit drei unterschiedlichen Marken gelauncht hat. Leitartikel: Online-Marktplätze – Hot or not? 1 https://www.internetworld.de/e-commerce/amazon/gusti-leder-amazon-emanzipiert-1437640.html Abb.: Kategorieübersichtsseite von Amazon Basics
  • 14. Ihre flexible Schaltzentrale für den Omichannel-Handel von Morgen! MOM – Magento Order Management 1 0 0 % F L E X I B I L I T Ä T KOMPATIBEL MIT ALLEN GÄNGIGEN E-COMMERCE LÖSUNGEN JETZT INFORMIEREN Spinnereiinsel 3a 83059 Kolbermoor Tel +49 8031 2210 55-0 www.techdivision.com
  • 15. Drei neue Activewear-Marken – Goodsport, Re- bel Canyon und Peak Velocity – wurden kürzlich in Amazon´s “Holiday Gift Guide” beworben. Die drei Marken wurden auch von James F. Struthers, ei- nem Fachanwalt für Markenrecht, dessen Name mit früheren Amazon-Markenanmeldungen insbesonde- re im Private-Label-Umfeld in Verbindung gebracht wird, eingetragen. Die Expansion in diesem Segment ist für Kenner keine Überraschung, da das Unternehmen bereits Anfang des Jahres mit taiwanesischen Lieferanten in Kontakt stand. Doch Details rund um die Private Label-Initiativen waren bisher unbekannt. Hier eine kurze Zusammen- fassung der drei neuen Marken Goodsport Günstige Performance-Bekleidung für Damen und Herren, mit ähnlichen Sortimenten wie Champion und andere preisgünstige Activewear-Marken. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass Amazon auch noch eine andere Bekleidungsmarke namens „Goodthreads“ betreibt. Peak Velocity Premium Herren-Aktivbekleidung für die Konsumen- ten, die Nike und Under Armour kaufen. Die Marken- eintragung deutet darauf hin, dass die Marke auch um Sporttaschen erweitert werden könnte. Rebel Canyon Streetwear/Damen- und Herrenbekleidung, die sich ähnlich wie eine preisgünstigere Variante der Street- wear-Klamotten von Nike und Lululemon anfühlt. Von den drei neuen Marken scheint Goodsport das größte Potential zu haben. Die Marke konkurriert auf einem Preisniveau, das für die meistverkauften Ac- tivewear-Produkte bei Amazon typisch ist, und wird sich mit Champion um das preisgünstige Herrensor- timent und die Longtail-Marken bei Damen-Leggings konkurrieren. Im Gegensatz dazu haben die noch trendigeren Pro- dukte von Rebel Canyon und Peak Velocity vermut- lich noch einen langen Weg vor sich, bevor sie mit Under Armour und Nike konkurrieren können. Von Peak Velocity werden aktuell lediglich 10 Produkte angeboten und Preise im Bereich von $79 dürften es nicht gerade leicht machen, gegen die starken Marken von Nike und Lululemon anzutreten. Amazon verfügt aufgrund der enormen Reichweite und der damit einhergehenden Kunden- und Trans- 15 Leitartikel: Online-Marktplätze – Hot or not?
  • 16. aktionsanzahl über Verkaufsdaten, die einzigartig sind. Als Technologieunternehmen hat Amazon diese Daten von Beginn an exzessiv genutzt und wird dies auch zukünftig tun. Insofern sollte man sich als Hersteller und Händler immer darüber im Klaren sein, dass man durch Verkäufe auf der Plattform seine Da- ten auf dem Silbertablett serviert und Amazon nicht dafür bekannt ist, Ethik oder echte und langfristige Partnerschaft zu leben. Insbesondere handelt es sich um ein börsennotiertes US-Unternehmen, das mas- siv Shareholder-getrieben agiert und sicherlich auch zukünftig zusätzliche Umsatzmöglichkeiten dankend mitnehmen wird… Dass Amazon mit Eigenmarken nicht nur im Fashion- umfeld und erst seit kurzem sehr aktiv ist, verdeut- licht die Tatsache, dass Amazon inzwischen über 800 Marken eingetragen oder zur Eintragung beim US Patent- und Markenamt angemeldet hat. Die Technologie wird natürlich auch massive Aus- wirkungen auf die Werbeindustrie haben, die hierfür entsprechende Produkte und Lösungen anbieten wird und Kunden zukünftig noch direkter und unmit- telbarer entsprechende Signale “senden” kann. Die nachfolgende Aufstellung, zeigt Ergebnisse einer ersten Recherche durch uns. Einige davon sind allei- ne durch den Zusatz “exklusiv für Prime Mitglieder” erkennbar. Das Ganze erhebt dabei allerdings kei- nen Anspruch auf Vollständigkeit und bei genauerer Beobachtung vergeht kaum ein Monat, in dem nicht neue Marken und Produktlinien gelauncht werden. Lebensmittel Name Bereich Happy Belly Basics für die Küche Mama Bear Babynahrung und - ergänzung Wickedly Prime Snacks Fashion Name Bereich Franklin & Freeman Schuhe für Männer Franklin Tailored Anzüge für Männer James & Erin Casual Klamotten für Frauen Lark & Ro Mode für schlanke Frauen North Eleven Ponchos und Kimonos für Frauen Scout + Ro Kinderkleidung Society New York Business Outfits für Frauen Ella Moon Bohemian-Style Fashion Mae Unterwäsche Paris Sunday Kleider und Tops Amazon Essentials Diverse Kleidung Buttoned Down Männer-Hemden Goodthreads Freizeitmode für Männer Arabella Unterwäsche, Nachtwä- sche Goodsport Performance Bekleidung Peak Velocity Herren Aktivbekleidung Rebel Canyon Streetwear Damen und Herrenbekleidung Find Fashion (Komplett- sortiment) The Fix Schuhe und Taschen Coastal & Blue Bademode für Frauen 206 Collective Lederschuhe 16 Leitartikel: Online-Marktplätze – Hot or not?
  • 17. Elektronik Name Bereich Amazon Echo Lautsprecher mit Stimmer- kennung (Alexa) Amazon Kindle eBook Reader Amazon Fire Tablets Amazon Tap Ebenfalls Lautsprecher Amazon Basics Zubehör und Kleinteile wie Ladekabel und Batte- rien Diverse Name Bereich Small Parts Kleinteile, Ersatzteile Beauty Bar Kosmetik Strathwood Möbel Presto! Biologische Reinigungs- mittel und Seifen Pinzon Handtücher und Bett- waren Marktplatz ja oder nein? Das Ziel ist entscheidend! Wenn man sich als Hersteller oder Händler für den Verkauf auf einem oder mehreren Marktplätzen ent- scheidet, sollte man sich vorab intensiv Gedanken über die damit verfolgten Ziele machen. Schnelle Umsätze vs. Markenbildung Eine der zentralen Überlegungen besteht in der grundlegenden Strategie. Möchte man als Unterneh- men möglichst schnell einen neuen Absatzkanal be- spielen und auch möglichst zeitnah darüber Umsätze generieren, ist ein Marktplatz-Ansatz über amazon & co. möglicherweise der richtige Schritt. Geht es jedoch darum, das Online-Business und auch direkte Kundenbeziehungen nachhaltig aufzu- bauen, sowie die eigene Marke auszubauen und zu stärken, ist der Weg über Marktplätze – insbesonde- re über amazon – mit hoher Wahrscheinlichkeit die schlechtere Option aus nachfolgenden Gründen: l Marktplätze helfen – abgesehen von wenigen Ausnahmen bzw. Sonderfällen – in der Regel nicht oder kaum beim Aufbau und der Stär- kung der eigenen Marke, da nur begrenzt oder gar keine Brandingmöglichkeiten gebo- ten werden. Das eigene Produkt ist eines unter vielen. l Auf Marktplätzen ist der Preis meist noch ent- scheidender, weil dieser sehr häufig für etwai- ge Platzierungen sehr relevant ist. l Häufig besteht über Marktplätze keine direkter Zugriff auf den Kunden, da die Geschäftsbe- ziehung zwischen Kunde und Marktplatz zu- stande kommt. In diesem Fall bleiben natür- lich auch die Kundendaten beim Marktplatz. Möchte man dagegen nicht das gesamte Sortiment, sonder nur spezielle Produkte verkaufen, kann ein Ansatz über Marktplätze durchaus eine interessante Ergänzung zu bestehenden Vertriebswegen darstel- len. Hat man es geschafft, eine echte Marke mit ent- sprechender Nachfrage zu kreieren, sieht das Ganze natürlich komplett anders aus. So hatte sich adidas und zuletzt auch Nike mit amazon “gebattled”, weil sie ihre Produkte nicht im “Ramschladen” amazon anbieten wollten. Zu groß sahen sie die Gefahr, dass darunter die Inszenierung und damit die Begehrlichkeit der Produkte leidet. Ein “no go” für echte Marken. Da sich aber weder adidas noch Nike aufgrund der enormen Bekanntheit und Reichweite von amazon erlauben kann, diesen Kanal nicht zu beliefern und amazon auf der anderen Seite auch die entsprechen- den Produkte seinen Kunden offiziell anbieten muss, gibt es inzwischen einen eigenen adidas-Marken- Shop auf amazon und Nike wird hier sicherlich dem- nächst nachziehen…. Im Übrigen gab es zum sogenannten selektiven Ver- trieb, bei dem der Hersteller bestimmte Vertriebska- 17 Leitartikel: Online-Marktplätze – Hot or not?
  • 18. Hier endet die Leseprobe der Ausgabe 04/2017 Jetzt vollständiges Magazin kostenlos downloaden unter www.estrategy-magazin.de!