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Informationsschrift Nr. 84 Herausgeber:
für Lisdorfer Bürger September 1996 CDU und JU Lisdorf
Ein Saarlouiser für Saarlouis
Hans - Joachim Fontaine
- 2 -
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger in
Lisdorf,
bei den jetzt anstehenden Oberbürgermeister-wahlen geht es um die
wohl wichtigste kommunale Entscheidung. Sie entscheiden nicht
nur darüber, wer im Rathaus der Verwaltung vor-steht, sondern
auch darüber, wer Ihr Ansprech-partner in den kommunalen
Angelegenheiten sein wird.
Dabei ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, auf die Bürger
zuzugehen und das Gespräch zu suchen. Sie konnten sich bei meinen
vielen Bürgertreffs davon überzeugen. Das werde ich auch als
gewählter Oberbürgermeister so halten. Regelmäßige Sprechstunden
in Lisdorf sollen auch Ihnen helfen, Ihre Probleme, Kritik und
Anregungen unmittelbar vorbringen zu können.
Mit neu eingerichteten Bürger-Service-Stationen will ich Ihnen manchen Weg ins Rathaus ersparen
und den unvermeidlichen Verwaltungsaufwand für Sie so gering wie möglich halten. Ich meine, es muss
endlich spürbar werden, dass eine gut geführte Behörde sich auch als Dienstleister für die Bürger
versteht. Das Vorbild eines bürgernahen Oberbürgermeisters kann alle Mitarbeiter nur positiv
beeinflussen.
Wir alle kennen die Vorzüge unserer Stadt und sind stolz darauf, denn ohne die vielen privaten
Initiativen und Investitionen wäre ein ansprechender Standard nicht zu erreichen und nicht zu halten.
Aber wenn wir Selbstzufriedenheit aufkommen ließen, könnten wir in der Konkurrenz der Städte und
Gemeinden nicht bestehen. Deshalb müssen wir hart an der Zukunft arbeiten.
Die Innenstadt soll ganz ohne Frage das Aushängeschild sein und muss entsprechend gefördert
werden. Dabei dürfen aber die anderen Stadtteile nicht vergessen werden. Hier wohnen und leben die
meisten Saarlouiser. Jeder Stadtteil hat sein eigenes, charakteristisches Gepräge. Das wollen wir
erhalten und weiterentwickeln. Neben Kindergarten, Schule und Kirche gehört aber auch dazu, dass die
Grundversorgung beim Einkaufen noch möglich ist, dass man sich in der Freizeit sportlich und kulturell
betätigen kann und dass auch noch die Möglichkeit zu Begegnung und Unterhaltung bleibt.
Wer einmal in Saarlouis heimisch geworden ist, möchte auch gerne hier bleiben, möglichst im
angestammten Stadtteil wohnen und sich ein Eigenheim bauen. Diese gute Tradition will ich weiter
fördern. Deshalb benötigen wir ausreichend Bauplätze in jedem Stadtteil.
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Wir haben im gesamten Stadtgebiet erhebliche Verkehrsprobleme, die wir nur lösen können, wenn die
längst fälligen Umgehungsstraßen endlich gebaut werden. Für mich haben B 51, Ostring und B 269
absoluten Vorrang. Mit dieser Entlastung kommen auch wieder mehr Lebensqualität und bessere
Umweltbedingungen in die Stadtteile.
Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, Behörden und nicht zuletzt die Bundeswehr stellen in
Saarlouis die Arbeitsplätze zur Verfügung. Ich halte es für eine besondere Pflicht eines engagierten
Oberbürgermeisters, hier aktiv an der Sicherung des Standortes Saarlouis zu arbeiten, um diese
Arbeitsplätze zu erhalten, zu sichern und zu vermehren. Überzogene Auflagen und bürokratische
Gängelung dürfen investitionswillige Unternehmen nicht abschrecken.
Umwelt und Wirtschaft dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Ich werde mich einsetzen für
den Erhalt des Stadtwaldes ebenso wie ich gegen das Sondermüll-Lager der SES in Fraulautern weiter
kämpfen werde. Ich halte es für angebracht, dass in den Stadtteilen in den Zentren Grünflächen zur
unmittelbaren Naherholung geschaffen werden. Kein Verständnis habe ich dafür, wenn aus
ideologischen Gründen der Stadtgarten vergammelt und die traditionellen Besucher abschreckt.
In Saarlouis sollen sich alle wohlfühlen, die Saarlouiserinnen und Saarlouiser, die ausländischen
Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie alle Gäste. Wir müssen aufeinander zugehen und uns immer
besser verstehen. Ich habe zusammen mit meiner Familie in den vergangenen Jahren dankbar erfahren
können, wie sehr die persönliche Hinwendung sich für alle Beteiligten positiv auswirkt.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, auch als gewählter Oberbürgermeister werde ich wie bisher
uneigennützig für Sie alle da sein. Mit vollem Engagement werde ich für Sie und unser Saarlouis
arbeiten. Mein partnerschaftlicher Umgang mit Ihnen wird sich nicht ändern. Ich bleibe auch in
Zukunft ein Saarlouiser für Saarlouis.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir am Wahlsonntag Ihr Vertrauen schenken. Ich werde Sie
nicht enttäuschen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Hans-Joachim Fontaine
Ein Saarlouiser für Saarlouis
Hans - Joachim Fontaine
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Hans - Joachim Fontaine
Ausbildung und Berufspraxis:
1949 - 1957 Kath. Volksschule Saarlouis-Fraulautern, Klosterschule
1957 - 1963 Staatliches Aufbaugymnasium Lebach
1963 Abitur
1963 - 1970 Studium der Politologie, Rechtswissenschaft und
Wirtschaftswissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien
Universität Berlin
1970 Examen als Diplom - Politologe
1971 - heute Angestellter der Regierung des Saarlandes
1971 - 1980 Referent für Politische Bildung
1980 - 1986 Leiter der Landeszentrale für Politische Bildung Saarland
Referatsleiter in der Staatskanzlei
1986 - heute Leiter des Staatlichen Büchereiamtes für das Saarland
Politische Tätigkeiten:
1971 - 1977 Stellv. Landesvorsitzender der Jungen Union Saar
1975- 1985 Mitglied des Landesvorstandes der CDU Saar
1979 - heute Mitglied des Stadtrates der Kreisstadt Saarlouis
1980 - heute Fraktionsvorsitzender der CDU
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Ausbau des Kirmesplatzes
Kürzlich war der Saarbrücker Zeitung zu entnehmen, dass nun auch die SPD Lisdorf für den
Ausbau des Kirmesplatzes in der Großstraße eintritt. Dies ist erfreulich, da nun dieses Problem
von CDU und SPD gemeinsam angegangen werden kann.
In den vergangenen 5 Jahren hat die SPD nämlich alle entsprechenden Anträge der CDU im Stadtrat
abgelehnt. Bei jeder Haushaltsberatung der letzten Jahre hat die CDU Mittel beantragt, um zunächst
wenigstens mit der Planung beginnen zu können. Dies wurde von der SPD zusammen mit OB Nospers
verhindert.
Bei einem kürzlich durchgeführten Bürgertreff hat sich der CDU Oberbürgermeister-kandidat Hans-
Joachim Fontaine zum wiederholten Male für einen Ausbau des Kirmesplatzes in Lisdorf ausgesprochen
und zugesagt, dass er im Falle seiner Wahl zum Oberbürgermeister, dem Stadtrat den Ausbau
vorschlagen werde.
Nun hat sich also auch die Lisdorfer SPD für den Ausbau ausgesprochen und ist damit der alten CDU-
Forderung beigetreten. Die CDU begrüßt dies ausdrücklich, dann damit sind nun gute Voraussetzungen
für einen baldigen Ausbau geschaffen.
Jetzt müssen nur noch im Rathaus die Wege geebnet werden, sprich, ein neuer OB muss her, der dem
Ausbau nicht mehr im Wege steht.
Am 22. September kann auch das mit der Wahl von Hans-Joachim Fontaine zum Oberbürgermeister
erreicht werden. Alle Lisdorfer Bürgerinnen und Bürger haben eine Stimme.
Packen wir's an!
Familienausflug der CDU - Lisdorf
An Maria Himmelfahrt veranstaltete die Lisdorfer CDU einen Familienausflug mit Fahrrädern. Etwa 20
Teilnehmer trafen sich am Feuerwehrhaus und radelten am Leinpfad der Saar entlang bis nach
Rehlingen.
Bei herrlichem Wetter wurde eine Zwischenstation am Clubhaus des Angelsportvereins Rehlingen
gemacht, wo man sich erfrischen und ausruhen konnte. Frisch gestärkt wurde dann die Rückfahrt
angetreten.
Der Ausklang wurde in der Altstadt, "beim Schwaggi", gefeiert. Dort nutzte man in lockerer Atmosphäre
die Gelegenheit mit dem OB-Kandidaten und Schirmherrn der Veranstaltung, Hans-Joachim Fontaine,
über aktuelle Probleme zu diskutieren.
Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig, dass dies eine gelungene Veranstaltung gewesen sei, die
nicht nur Spaß gebracht habe, sondern auch der Gesundheit förderlich war.
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Ein Dorf feiert seine Feuerwehr
Löschbezirk Lisdorf wurde 175 Jahre alt
Vom 23. bis 25. August 1996 wurde in Lisdorf groß gefeiert. Der Löschbezirk Lisdorf der
Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis wurde 175 Jahre alt. Zugleich konnte die Lisdorfer
Jugendfeuerwehr auf ein 30-jähriges Bestehen sowie der Löschbezirk auf 25-jährige
Freundschaft mit der Feuerwehr aus Lüsen /Südtirol zurückblicken.
Stolz begrüßte Löschbezirksführer Hans-Joachim Loris die sehr zahlreich angereisten Gäste
aus Lüsen/Südtirol, Reinstorf/Niedersachsen, Eisenhüttenstadt/ Brandenburg und
Sulzbachtal/Pfalz sowie zahlreiche Ehrengäste und die Lisdorfer Bevölkerung .
Eingeleitet wurden die Feierlichkeiten Freitag abends mit einem festlichen Kommers in der
neuen Hans-Welsch-Halle. Die Festansprache wurde vom Dienstherrn der Feuerwehr und
Schirmherrn der Veranstaltung OB Nospers gehalten. Glückwünsche wurden von weiteren
Ehrengästen aus Politik und Feuerwehr ausgesprochen. Stellvertretend für alle Lisdorfer
Vereine und Verbände gratulierte Werner Beck.
Krönender Abschluss des ersten Abends war ein Großer Zapfenstreich vor der Lisdorfer
Feuerwache. Die zahlreichen Besucher von nah und fern waren tief beeindruckt.
Der zweite Festtag begann mit einem Leistungsmarsch der Jugendfeuerwehren aus dem Kreis
Saarlouis sowie einer Gruppe der Partnerwehr Reinstorf, die auch als Sieger hervorging.
Im Rahmen eines Dorfgemeinschaftsabends feierte die Lisdorfer Bevölkerung mit "ihrer"
Feuerwehr. Der Abend wurde durch die Lisdorfer Vereine gestaltet, die auf diesem Wege
humorvoll der Feuerwehr gratulierten. Von vielen Gästen wurde die Zusammenarbeit der
Lisdorfer Dorfgemeinschaft gelobt, da die Vereine und Verbände über die gesamten Festtage
auch beim Ausschank behilflich waren.
Zum Gedenken an die verstorbenen Kameraden legte der Löschbezirk Lisdorf Sonntag
morgens am Ehrenmal auf dem Lisdorfer Friedhof einen Kranz nieder. Nachfolgend zelebrierte
Pastor Karl Detemple unter Mitwirkung des Kirchenchores Cäcilia ein Festhochamt. Zum
anschließenden Frühschoppen spielte die Stadtkapelle Saarlouis unter der Leitung von Rainer
Dietrich auf.
Den Höhepunkt erreichten die Feierlichkeiten mit dem Festumzug, an dem mehr als 1000
Feuerwehrleute teilnahmen. Besonders gefiel, dass die Lisdorfer Vereine sich am Festumzug
beteiligten. Zum Ausklang der Festtage traf man sich abends noch einmal in der Hans-Welsch-
Halle zum gemütlichen Beisammensein, bei dem die Band "Pflegeleicht" mit ihrer Sängerin
Sabine Becker wieder zum Tanz aufspielte .
Die große Beteiligung der Lisdorfer Bevölkerung und Vereine an den Feierlichkeiten beweist die
große Wertschätzung, die die Feuerwehr in Lisdorf genießt.
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Schein und Wirklichkeit
Kommentar von Bernd Lay
Im Rahmen ihrer hervorragend organisierten Feierlichkeiten
zum 175-jährigen Bestehen, veranstaltete die Lisdorfer
Feuerwehr u. a. einen Großen Zapfenstreich. Die zahlreichen
Gäste und die Lisdorfer Bevölkerung, die die Zeremonie
verfolgten, waren voll des Lobes.
Eines jedoch viel nicht nur mir auf. Der Chef der Saarlouiser
Feuerwehr und Schirmherr der Veranstaltung, OB Richard
Nospers, war auf der Ehrentribüne nicht zu sehen. Alle anderen
Ehrengäste waren anwesend.
Ansonsten, gerade in der OB-Wahlkampfzeit, immer um
publicityträchtige Auftritte bemüht, ist es sicherlich kein Zufall,
dass OB Nospers gerade bei dieser als militärisch diffamierten
Zeremonie fehlte, zumal er vor und nach dem Zapfenstreich auf
dem Festplatz gesehen wurde.
Ich persönlich empfand dies als Affront gegen die Lisdorfer Feuerwehr.
Es könnte aber auch Ausdruck jener Grundüberzeugung Nospers' sein, aus der heraus er bereits im
Jahre 1987 den damaligen "Tag der Deutschen Einheit" (17.6.) als "modernen Sedanstag" und die
deutsche Wiedervereinigung als "Schimäre" bezeichnete.
Sei es wie es ist, als oberster Repräsentant aller Saarlouiser Bürgerinnen und Bürger hat der OB, zumal
als Schirmherr, auch Verpflichtungen einzuhalten, die ihm persönlich nicht gefallen. Tut er dies nicht,
bestehen Zweifel an einer ausgewogenen Amtsausübung und somit an der Qualifikation des
Amtsinhabers.
Der Mitbewerber um das Amt des Oberbürgermeisters, Hans-Joachim Fontaine, war jedoch zugegen.
Übrigens: Meinen Leserbrief gleichen Inhalts veröffentlichte die Saarbrücker Zeitung nicht.
Saarbrücker Zeitung : "Unabhängig - Überparteilich ? "
Impressum:
Herausgeber: CDU-Ortsverband Lisdorf, III. Gartenreihe 50, Tel.40155
JUNGE UNION Lisdorf , Feldstraße 52, Tel.40444
Redaktion: Georg Jungmann, Gudrun Jungmann, Heiner Groß, Bernd Lay,
Robert Schütz, Michael Jenal, Robin Germann, Harald Weiler
Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Verfassers wieder und nicht unbedingt die
Meinung der CDU - Lisdorf. Weitere Exemplare dieser Ausgabe liegen in der CDU-Kreisgeschäftsstelle,
Saarstraße 4, aus und können dort kostenlos abgeholt werden.
- 8 -
Liebe Lisdorfer
Am 22. September 1996 ist die erste Direktwahl des Saarlouiser Oberbürgermeisters. Nicht mehr
der Stadtrat, sondern die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt haben erstmals die Möglichkeit,
ihren Oberbürgermeister selbst zu wählen. Wer jedoch geglaubt hat, damit würde der bei
früheren OB-Wahlen von der SPD veranstaltete Postenschacher aufhören, hat sich gewaltig
geirrt.
Die SPD, die seit nunmehr 30 Jahren den Verwaltungschef im Rathaus stellt, hatte für
Oberbürgermeisterwahlen nie eine absolute Mehrheit im Stadtrat. Um für die eigenen Kandidaten
Mehrheiten zu erhalten, waren jeweils Koalitionen oder Kooperationen erforderlich, die immer mit Posten
belohnt wurden und so erheblichen Kosten für die Steuerzahler unserer Stadt verursachten.
So war es 1966 als Dr. Henrich mit den Stimmen von SPD und SVP/CVP gewählt wurde. Der Preis, Willi
Jakob (SVP/CVP) wurde zum Bürgermeister gewählt.
Als 1976 Dr. Henrich mit Stimmen aus dem CDU-Lager wiedergewählt wurde, wurden zwei weitere
"Hauptamtliche" in die Verwaltungsspitze gewählt. Artur Schillo und Erich Pohl wurden Beigeordnete.
Auch als 1986 Richard Nospers mit den Stimmen von SPD, LISA und GRÜNEN gewählt wurde, wurde
die Verwaltungsspitze auf 5 Kräfte aufgebläht und für Heinz Blatter (GRÜNE) wurde neben den vier
hauptamtlichen noch ein ehrenamtlicher Beigeordnetenposten - mit über 1.000 DM Monatssalär -
geschaffen.
Im Vorfeld der jetzt anstehenden OB-Wahl konnte man denken, wenn der Verwaltungschef von den
Bürgern direkt gewählt wird, hat dieses Geschacher ein Ende. Doch weit gefehlt. Die SPD dachte wohl,
was über so viele Jahre gut ging, wird auch weiter klappen.
Um bei der jetzt anstehenden Wahl Richard Nospers eine Chance einzuräumen, wählten SPD und
GRÜNE Gabriel Mahren zum hauptamtlichen Beigeordneten. Damit haben SPD und Nospers, was sie
sonst nach den jeweiligen OB-Wahlen vollzogen, diesmal schon über ein Jahr vorher durchgezogen.
"Die dummen Wähler vergessen ja so schnell !"
Allein diese zusätzliche vierte hauptamtliche Stelle kostet die Saarlouiser Steuerzahler ca. 1,8 Millionen
DM. Sie wurde von Richard Nospers und der SPD für die Zusage der GRÜNEN erkauft, bei der
anstehenden Oberbürgermeisterwahl keinen eigenen Kandidaten aufzustellen und die Kandidatur von
Richard Nospers zu unterstützen. Die GRÜNEN warfen wegen dieses Deals selbst ihre eigenen
Wahlaussagen über Bord. Die SPD begründete die Wahl von Mahren damit, daß eine Partei mit mehr
als 10 % der Wählerstimmen in der Verwaltungsspitze vertreten sein müsse.
Bleibt abzuwarten, ob die Wählerinnen und Wähler, insbesondere die der GRÜNEN, dieses Spiel
am 22. September mitmachen werden.
Die CDU, die nach dieser Argumentation mit fast 40 % der Wählerstimmen erst recht in der
Verwaltungsspitze vertreten sein müsste, hat bei ihren Gesprächen über eine Zusammenarbeit mit den
GRÜNEN von vornherein abgelehnt, über Personalentscheidungen zu verhandeln. Deshalb ist letztlich
eine Zusammenarbeit mit den GRÜNEN gescheitert. Die CDU ist auch weiterhin für eine Reduzierung
der hauptamtlichen Posten an der Verwaltungsspitze.
Von den heute vier Hauptamtlichen in der Verwaltungsspitze gehören drei der SPD (Nospers, Diwo und
Fuß) und einer (Mahren) den GRÜNEN an.
Die Wählerinnen und Wähler haben mit ihrer Stimme für Hans Joachim Fontaine am 22.
September die Möglichkeit, hier eine Umgewichtung vorzunehmen.
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Damit wäre gleichzeitig auch der erste Schritt getan, diesen überdimensionalen Wasserkopf an der
Verwaltungsspitze zum Platzen zu bringen.
Nospers hält sich selbst wohl für den besten Kandidaten. Wenn man die Veröffentlichungen in den
"Nospers News" (Saarlouiser Woche) liest, gewinnt man den Eindruck, Saarlouis gäbe es erst seit
Nospers. Er hat die Leistungen seines Vorgängers Dr. Henrich, der im Gegensatz zu ihm ein
Oberbürgermeister aller Saarlouiser war, öfter herabgewürdigt. Nospers hat ihn bei den
Jubiläumsveranstaltungen des Bestehens der Städtepartnerschaften (25 Jahre mit St. Nazaire und 10
Jahre mit Eisenhüttenstadt), die dieser begründet hat, nicht einmal erwähnt. Und die SPD, die Dr.
Henrich in Saarlouis vieles zu verdanken hat, spricht davon, daß Nospers Mitte der 80er Jahre Saarlouis
aus dem Dornröschenschlaf erweckt habe.
Stellt sich nur die Frage, wo war die SPD während des Dornröschenschlafes?
Die "Leistungen Nospers", die bei der Kandidatenkür von der SPD besonders herausgestellt wurden,
liegen durchweg in der Entscheidungsbefugnis des Stadtrates. Von seinen Vorstellungen, denen der
Stadtrat die Zustimmung verweigerte und stoppte, wurde nichts verlautbart (Steele am
Verwaltungsgericht, Überdachung der Französischen Straße, Stadtbahn vom Bahnhof zum Kleinen
Markt).
Ferner wird propagiert, Innenstadt und Gewerbegebiete seien in der Fortentwicklung. Was hierunter
angesichts des 10-jährigen Stillstands bei der Schaffung von Gewerbegebieten zu verstehen ist, bleibt
rätselhaft. Auch muss die Frage gestattet sein, warum die übrigen Stadtteile unerwähnt bleiben. Die
Nutzung einiger "Filetgrundstücke" (Betriebshof, Kommunikationszentrum, Erweiterung Stadtgarten)
zeugt nicht von gutem Stadtmanagement. Der Lösung der aktuellen Probleme (Mängel in der
Kanalisation, Straßenzustand und Verkehrsprobleme) muss Vorrang vor hochtrabenden
Phantasievorstellungen wie "Saarlouis werde eine Stadt der Künste" eingeräumt werden.
Und wie steht es mit der von Nospers gewollten fairen und sachlichen Wahlauseinandersetzung? Seit
Erscheinen der "Nospers News" nutzt Nospers diese schamlos und auf Kosten der Steuerzahler (jährlich
mehr als 1/2 Million DM) ausschließlich zur eigenen Beweihräucherung. Bilder werden so gestellt,
aufgenommen oder zugeschnitten, daß ein CDU-Vertreter nicht zu sehen ist. Die Union und ihre Leute,
insbesondere ihr OB-Kandidat Hans-Joachim Fontaine, werden weder im Bild noch namentlich erwähnt.
Schlimmer noch, aus Presseverlautbarungen wird der Name des Schirmherrn Hans-Joachim Fontaine
einfach gestrichen. Dies wohl auf Anweisung von Nospers, der ohnehin sein Hauptaufgabenfeld als
Chefredakteur der Saarlouiser Woche zu sehen scheint.
Wenn man dann auch noch hört, daß einem Veranstalter städtische Räume versagt werden sollten, weil
Hans-Joachim Fontaine für ein Grußwort vorgesehen war, ist der Gipfel der Parteiigkeit und Peinlichkeit
überschritten. Dann noch von fairem Wahlkampf zu sprechen ist eine Farce.
Wir Saarlouiser wollen einen Oberbürgermeister, der sich als Oberbürgermeister aller
Bürgerinnen und Bürger versteht und nicht nur für einen bestimmten Kreis. Bürgernähe ist
gefragt. Diese praktiziert Hans-Joachim Fontaine seit Jahren. Wir brauchen endlich einen
Saarlouiser als Saarlouiser Oberbürgermeister. Einen, der auch unsere Mentalität versteht.
Ich bitte Sie, liebe Lisdorferinnen und Lisdorfer, machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch.
Wählen Sie Hans-Joachim Fontaine!
Ihr
Georg Jungmann
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Umweltverträglichkeitsprüfung für Straße über Lisdorfer Berg
Seit mehr als 20 Jahren ist bereits der Bau einer Querspange von der B 51 zwischen Ensdorf
und Bous über die Autobahn A 620 südlich von Lisdorf - Obstgarten und den Lisdorfer Berg
sowie am Linslerhof und Überherrn vorbei bis zur Autobahn Saarbrücken - Paris bei St. Avold
vorgesehen.
Diese Straße würde den Verkehr erheblich beschleunigen, vor allem aber für die Ortsbereiche -
auch für Lisdorf - eine dringende Verkehrsentlastung bringen.
Während die Franzosen das Teilstück von Creutzwald bis St. Avold fast fertiggestellt haben, hat
sich auf deutscher Seite bisher nichts Sichtbares ereignet. Deshalb demonstrierten unlängst auf
Initiative von CDU-Politikern aus Saarlouis und Über-herrn, u.a. OB-Kandidat Hans-Joachim
Fontaine, viele Bürger per Fahrrad von Überherrn bis zur Neue Welt für diese Maßnahme.
Da es sich um eine Bundesstraße handelt, ist der Bund für die Finanzierung zuständig, während
das Land die Planung und die Baumaßnahme durchführen muss. Der Landesregierung ist
wiederholt vorgeworfen worden, daß sie trotz angeblicher jahrelanger Planungsarbeiten immer
noch keinen verbindlichen Plan für diese Straßenbaumaßnahme vorweisen könne.
Nunmehr hat Minister Leonhardt, der im Saarland für den Straßenbau zuständig ist, die nach
dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erforderliche
Umweltverträglichkeitsstudie für die neue Straße endlich vorgelegt. Diese und die zugehörigen
Planunterlagen liegen vom 16.09 - 15.10.96 im Rathaus Saarlouis, Zimmer 214, während der
Dienststunden zur allgemeinen Einsichtnahme aus. Jeder kann sich bis zum 29.10.96 zu dem
Vorhaben äußern. Die Äußerungen sind schriftlich beim Ministerium für Umwelt, Energie und
Verkehr in Saarbrücken oder bei der Stadtverwaltung Saarlouis vorzubringen.
Mit der Auslegung der Unterlagen beginnt die UVP als Teil des Verfahrens, das der
Entscheidung über die Zulässigkeit des Vorhabens dient. Die UVP umfasst die Ermittlung,
Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen des Straßenbau-vorhabens auf Menschen,
Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft. Über die Zulässigkeit des
Vorhabens wird im nachfolgenden Planfeststellungsverfahren entschieden.
Mit der UVP - Einleitung ist endlich der erste formelle Schritt im Verfahren zur verbindlichen
Feststellung des Straßenbauplans gemacht, der unabdingbare Voraus-setzung für die
Bereitstellung der Gelder durch die Bundesregierung und den Bau der Straße ist.
Bis dahin wird es aber wohl noch einige Jahre dauern.
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Bereicherung der saarländischen Kulturlandschaft
Große internationale Resonanz beim 1. Orgel-Kompositionswettbewerb
im Rahmen der SAARLOUISER ORGELTAGE - Pfarrkirche Lisdorf
Nach etwa 1 1/2 Jahren der Vorbereitung sind die 1. Saarlouiser Orgeltage mit dem Orgel-
Kompositionswettbewerbe gestartet. Die Orgeltage gehen auf Initiative des Fördervereins "Klingende
Kirche" zurück. Die künstlerische Leitung hat Prof. Theo Brandmüller von der Musikhochschule
Saarbrücken. Beste Voraussetzungen für die erfolgreiche Durchführung des Wettbewerbes war eine
hochkarätige europäische Jury, die von der großen internationalen Resonanz beeindruckt war.
Ausgeschrieben waren Kompositionen für Orgel und ein weiteres Instrument. Nach Ablauf der
Wettbewerbsfrist lagen 99 Arbeiten aus 12 Ländern zur Beurteilung vor. Nach 5 Bewertungs-
durchgängen standen die Sieger fest:
Der 1. Preis, bestehend aus einem Geldbetrag von 5.000,- DM, einer Produktionsaufnahme durch den
Saarländischen Rundfunk und der Uraufführung im Preisträgerkonzert am 20. Oktober 1996, erhielt
Frank GERHARDT, Frankfurt/Main.
Der 2. Preis von 2.500,- DM ging an Prof. Rudolf JUNGWIRTH, Linz (Österreich).
Den 3. Preis, jeweils 1.000,- DM, belegten gemeinsam Steingrimur ROHLOFF, Köln und Kurt Dietmar
RICHTER, Berlin.
Die Juroren lobten einhellig die Qualität der abgegebenen Arbeiten. Das hohe Niveau erschwerte aber
gleichzeitig auch die Entscheidung.
Anspruchsvolle Konzerte
Die Bekanntgabe der Preisträger wurde von der Aufführung zweier anspruchsvoller Konzerte begleitet.
Am Vorabend der Jurytagung waren Prof. Armin Rosin, Posaune und der Ulmer Münster-Organist
Friedrich Fröschle Mitwirkende eines großen Kirchenkonzertes.
Zwei Tage später begeisterten Oleg Olovnikov, Cello und der Präsident der russischen Organistengilde
Oleg Jantchenko zusammen mit dem Kammerchor des Robert-Schuman-Gymnasiums und dem
Lisdorfer Kirchenchor die zahlreichen Besucher.
ORGEL - FESTIVAL vom 12. bis 20. Oktober
Im Rahmen der Orgeltage im Oktober werden sechs weitere Konzerte in der Lisdorfer Pfarrkirche
aufgeführt. Die einzelnen Konzertinhalte und Termine sind in einem ansprechenden Programmheft
beschrieben, welches breit gestreut verteilt wurde. Bei Bedarf können diese bei den
Vorstandsmitgliedern des Fördervereins "Klingende Kirche" noch angefordert werden.
Hochkarätige Künstler
Die Saarlouiser Orgeltage halten eine Fülle interessanter Veranstaltungen bereit. Das Spektrum der
Konzerte bewegt sich zwischen Tradition und Experiment, zwischen Bewährtem und Ungewohntem.
Aber immer wieder erwarten uns große Namen und meisterhaftes Musizieren.
Dazu gehört das Konzert für Violine und Orgel mit Prof. Christiane Edinger und Prof. Theo Brandmüller
sowie das Konzert für Orchester und Orgel mit dem Collegium Musicum der Universität Trier und Rainer
Oster, Orgel. Dirigent dieses traditionellen Konzertes ist Universitätsmusikdirektor Martin Folz.
Mit Spannung wird die erste Saarlouiser Orgelnacht erwartet. Auch das Orgelkonzert mit dem weltweit
bekannten österreichischen Organisten Dr. Daniel Schlee stellt ein weiteres Highlight des Festivals dar.
Uraufführung
Als musikalischer Höhepunkt und Abschluss der Orgeltage findet das Preisträgerkonzert statt, in dem
die Sieger-Komposition "et resurrexit II" für Schlagzeug und Orgel uraufgeführt wird. Als Interpreten
konnten Dirk Rothbrust, Schlagzeug und der Lisdorfer Andreas Arand, Organist der Kreuzbergkirche in
Bonn, verpflichtet werden.
Der Vorstand des Fördervereins hofft, daß Sie viel Freude an der breiten Palette der angebotenen
musikalischen Kostbarkeiten haben werden.
Festivalkarte schon jetzt erhältlich
Eintrittskarten zu den Konzerten gibt es jeweils an der Abendkasse für 15,- DM. Daneben ist eine
Festival-Karte für alle Konzerte zum Sonderpreis von DM 50,- erhältlich.
Mit dieser Karte kaufen Sie Kultur:
ORGEL-FESTIVAL-KARTE
(Übertragbare Einlasskarte für alle im Zeitraum vom 12. bis 20. Okt 1996 stattfindenden Konzerte )
zum attraktiven Sonderpreis von DM 50,-
erhalten Sie im Vorverkauf beim Kulturamt der Stadt Saarlouis - Stadtinfo -, bei der Kreissparkasse
Saarlouis-Lisdorf und beim Förderverein "Klingende Kirche"
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JUNGE UNION JUNGE UNION JUNGE UNION JUNGE UNION JUNGE JUNGE UNION JUNGE UNION
30 Jahre Jugendfeuerwehr in Lisdorf
Neben dem großen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Lisdorf feierte auch die Jugendwehr ihr 30-
jähriges Jubiläum. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 175-jährigen Bestehen der Feuerwehr Lisdorf
wurde von der Jugendwehr ein überregionaler Leistungsmarsch aus-gerichtet.
Insgesamt 22 Jugendwehrgruppen beteiligten sich an diesem Marsch: bei verschiedenen
feuerwehrtechnischen Übungen, angefangen vom einfachen Löschangriff bis hin zum Wett-paddeln auf
der Saar, mussten sie ihr Können unter Beweis stellen. Den ersten Platz bei diesem fair geführten
Wettkampf erreichten die jungen Feuerwehrleute aus Reinstorf, die den weiten Weg aus der Lüneburger
Heide nicht gescheut haben, um an diesem großen Fest teilzunehmen.
In letzter Zeit haben auch die jungen Lisdorfer Feuerwehrleute bei ähnlichen Wettkämpfen beachtliche
Erfolge erzielt. So belegten sie bei einem Leistungsmarsch der Feuerwache West einen 3. und bei dem
des Löschbezirk Altforweiler der freiwilligen Feuerwehr Überherrn einen 2. Platz. Diese Erfolge
unterstreichen die gute Jugendarbeit der Feuerwehr in Lisdorf, für die die beiden Jugendwarte Michael
Jenal und Alexander Blasius verantwortlich sind.
Insgesamt 8 Lisdorfer erhielten in diesem Jahr die Jugendleistungsspange der Feuerwehr, die die
höchste Auszeichnung innerhalb der Jugendwehr ist: Johannes Daub, Peter Gindorf, Christian
Destruelle, Florian Detzen, Manuel Huckert, Michael Wilz, Tobias Feld und Alexander Jenal. An dieser
Stelle einen herzlichen Glückwunsch an die Ausgezeichneten !
Zur Zeit sind 12 Jungen und 3 Mädchen in der Lisdorfer Jugendwehr engagiert. Lisdorfer Jugendliche,
die Interesse an der Feuerwehr haben, können sich bei Michael Jenal informieren.
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JUNGE UNION JUNGE UNION JUNGE UNION JUNGE UNION JUNGE UNION JUNGE UNION JUNGE UNION
Interview mit OB-Kandidat Hans-Joachim Fontaine
Fragen von Michael Altmeyer und Robin Germann
Lis.Aktuell: Hallo Hans-Joachim, Du bewirbst Dich am 22. September um das Amt des Oberbürger-
meisters in Saarlouis. Was hat Dich dazu bewogen, zu kandidieren?
Fontaine: Ich stelle mich der Wahl zum OB in unserer Stadt, weil ich als Saarlouiser seit Jahren
kommunalpolitische Verantwortung trage und ihre Probleme ebenso kenne wie die unserer
Stadtteile. Außerdem sollte wieder ein Saarlouiser unsere Stadt repräsentieren.
Lis.Aktuell: Als OB hat man eine große Verantwortung, glaubst Du, dem gewachsen zu sein?
Fontaine: Als langjähriger Fraktionsvorsitzender und Dipl. Politologe besitze ich sowohl von Ausbildung
als auch Erfahrung her die notwendigen Voraussetzungen. Zudem bin ich von meinem
beruflichen Werdegang her mit Behördenstrukturen bestens vertraut.
Lis.Aktuell: Mit Deinen Bürgertreffs und Hausbesuchen bist Du ja ständig in der Stadt unterwegs. Wird
man Dich nach der Wahl nur noch bei offiziellen Empfängen und Einweihungen sehen wie
OB Nospers?
Fontaine: Ich habe versprochen Bürgersprechstunden vor Ort durchzuführen und Bürgerservice-
stationen in den Stadtteilen einzurichten. Das werde ich selbstverständlich einhalten. Ich
werde wie bisher bei allen sich bietenden Gelegenheiten das Gespräch mit den Bürgern
führen. Nur wer Bürgernähe praktiziert, weiß wo der Schuh drückt.
Lis.Aktuell: Was sind Deine Ziele, die Du für Saarlouis umsetzen willst ?
Fontaine: Saarlouis muss die attraktive Stadt an der Saar sein; lebens- und liebenswert in den
Bereichen Wohnen, Arbeit, Einkaufen, Dienstleistungen, Freizeit.
Deshalb setze ich mich ein für:
- die Bereitstellung von Gewerbegebieten und Bauplätzen
- die Sicherung der Arbeitsplätze durch eine aktive kommunale Wirtschaftspolitik
- eine effektivere Verwaltung
- mehr Lebensqualität durch eine verbesserte Umwelt
- die gleichwertige Ausgestaltung der Stadtteile
Lis.Aktuell: Ja, aber was ist mit der Jugend ?
Fontaine: Allein schon durch meinen Sohn (23) und meine Tochter(18) weiß ich, wo die jungen Leute
der Schuh drückt. Dazu muss ich nicht für 1 Million DM einen hauptamtlichen Beigeordneten
einstellen.
Der Ausbau von Saarlouis zur Kultur- und Freizeitmetropole ist mein langfristiges Ziel. Was
meinen erfolgreichen CDU-Kollegen in St. Wendel gelungen ist, muss doch auch in
Saarlouis möglich sein. Ich werde mich für die regelmäßige Ausrichtung eines
überregionalen Open-Air-Konzertes einsetzen, sowie für den Bau einer Bühne im
Stadtgarten. Die Förderung von Jugend- und Vereinsarbeit sind für mich selbstverständlich
und kein Diskussionspunkt für Sparmaßnahmen. Auch für den Neu- und Ausbau von
Jugendräumen will ich mich einsetzen.
Die europäische Einigung ist für uns eine Herausforderung, die ich bereit bin anzunehmen.
z.B. könnte man durch ein deutsch-französisches Gymnasium in Saarlouis junge Leute auf
den europäischen Arbeitsmarkt vorbereiten.
Lis.Aktuell: Wir danken Dir für das Interview und hoffen, dass wir, wenn Du gewählt bist, wie bisher über
alle Probleme mit Dir reden können.
Fontaine: Natürlich und ich verspreche Euch, dass ich mit ganzem Einsatz für die Zukunft unserer
Stadt arbeiten werde. Und Ihr könnt sicher sein, dass ich auch als Oberbürgermeister Euer
Partner sein werde.
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Lisdorfer Notizen:
Lisdorfer Bauernladen:
Am 22. Juli eröffnete die Familie Welsch in der Provinzialstraße ihren "Lisdorfer Bauernladen". Es
werden Obst und Gemüse aus heimischer Produktion sowie Fleisch aus der eigenen Tierhaltung
verkauft. Die Produkte tragen das Prädikat "vom Saarlandwirt". Die Idee, einen eigenen Laden zu
eröffnen, kam Familie Welsch nach den großen Erfolgen der verschiedenen Bauernmärkte, die in den
letzten Monaten stattgefunden haben. Wir finden es hervorragend, wenn in Eigeninitiative
selbsterzeugte Produkte in einem geschmackvoll eingerichteten Laden vermarktet werden.
Die CDU Lisdorf wünscht der Familie Welsch viel Glück und geschäftlichen Erfolg mit ihrem
neuen Laden.
Bei der Einweihung, von links nach rechts: Georg Jungmann, Herbert Welsch, Petra Becker,
Emma Welsch, Christa Welsch, Heiner Groß
SV 1929
Unser Dorf spielt Fußball - Heizungsbau Calmes Sieger
Auch in diesem Jahr fand das Turnier "Unser Dorf spielt Fußball" großen Anklang bei allen
Teilnehmern. 14 Mannschaften traten gegeneinander an und lieferten dem Publikum spannende
Begegnungen. Schließlich gewannen die Kicker vom Heizungsbau Martin Calmes nach 7m - Schießen
gegen den favorisierten Titelverteidiger "Dynamo Rheuma“. Im kleinen Finale besiegte das Autohaus
Alois Schmitt den "FC Stuppi" ebenfalls durch 7m - Schießen.
Ein Einlagespiel zwischen den Traditionsmannschaften des SC Saargold und des SV 1929 SLS-Lisdorf
endete 3 : 3.
Neben den Spielen gab es auch viel Spaß bei Musik und Unterhaltung. Der neue 1. Vorsitzende
Andreas Diwo zog ein positives Resümee und stellte fest, dass trotz keineswegs idealer
Witterungsbedingungen die Resonanz vortrefflich war.
Stadtmeisterschaften
Die neuformierte Mannschaft des SV 1929 wurde bei den diesjährigen Stadtmeisterschaften
Vizemeister. Nachdem in den Vorspielen der FC Steinrausch und Stella-Sud ausgeschaltet wurden, traf
man im Finale auf den TUS Beaumarais. Nach ausgeglichenem Spiel trennte man sich nach 90 Minuten
0 : 0. Erst im anschließenden Elfmeterschießen unterlag die Mannschaft unglücklich mit 5 : 4. Nach
diesem Erfolg erscheint das Saisonziel - einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen - trotz des
Weggangs von 8 Spielern, durchaus erreichbar.
Wir gratulieren Unserm Lisdorfer Pastor Karl Detemple nachträglich zu 30 Jahren Priesteramt am
10.07.1996
- 15 -
Der richtige Klick zur CDU
In der CDU-Saar hat jetzt das "Surfzeitalter" begonnen. Der richtige Klick führt Computerfreaks direkt ins
Internet zum Informationsangebot der CDU. Das Angebot umfasst aktuelle Informationen und vielfältige
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Internet - Adresse: http://www.cdu-saar.org
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CDU Aktuell : Presseinformationen, Presseecho, bundesweite Veröffentlichungen
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Mittelstandsvereinigung, Seniorenunion und Frauenunion
CDU Archiv : Archiv mit Landtagswahlprogramm, ältere Presseinformationen, Reden
CDU Service : Informationen und Broschüren
CDU Mitgliederservice : "Link" zum Mitgliedsformular zum Ausfüllen
Sonntag, 22. September 1996
Oberbürgermeister - Direktwahl
Gehen Sie unbedingt zur Wahl; von 8 -18 Uhr haben Sie dazu Gelegenheit.
Bei Verlust der Wahlkarte können Sie nach Vorlage des Personalausweises
trotzdem wählen.
Die CDU hat einen Fahrdienst zum Wahllokal eingerichtet,
( 40155 oder 41694).
Bei plötzlicher Erkrankung kann Briefwahl bis Sonntag 12 Uhr beantragt werden im
Wahlamt im Rathaus, 3. OG .
Briefwahlscheine bis Sonntag,18 Uhr im Wahlamt im Rathaus abgeben.
Ein Saarlouiser für Saarlouis
Hans - Joachim Fontaine ⊗
Es ist Zeit für einen Wechsel in Saarlouis!
Packen wir's gemeinsam an!

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  • 1. Informationsschrift Nr. 84 Herausgeber: für Lisdorfer Bürger September 1996 CDU und JU Lisdorf Ein Saarlouiser für Saarlouis Hans - Joachim Fontaine
  • 2. - 2 - Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger in Lisdorf, bei den jetzt anstehenden Oberbürgermeister-wahlen geht es um die wohl wichtigste kommunale Entscheidung. Sie entscheiden nicht nur darüber, wer im Rathaus der Verwaltung vor-steht, sondern auch darüber, wer Ihr Ansprech-partner in den kommunalen Angelegenheiten sein wird. Dabei ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, auf die Bürger zuzugehen und das Gespräch zu suchen. Sie konnten sich bei meinen vielen Bürgertreffs davon überzeugen. Das werde ich auch als gewählter Oberbürgermeister so halten. Regelmäßige Sprechstunden in Lisdorf sollen auch Ihnen helfen, Ihre Probleme, Kritik und Anregungen unmittelbar vorbringen zu können. Mit neu eingerichteten Bürger-Service-Stationen will ich Ihnen manchen Weg ins Rathaus ersparen und den unvermeidlichen Verwaltungsaufwand für Sie so gering wie möglich halten. Ich meine, es muss endlich spürbar werden, dass eine gut geführte Behörde sich auch als Dienstleister für die Bürger versteht. Das Vorbild eines bürgernahen Oberbürgermeisters kann alle Mitarbeiter nur positiv beeinflussen. Wir alle kennen die Vorzüge unserer Stadt und sind stolz darauf, denn ohne die vielen privaten Initiativen und Investitionen wäre ein ansprechender Standard nicht zu erreichen und nicht zu halten. Aber wenn wir Selbstzufriedenheit aufkommen ließen, könnten wir in der Konkurrenz der Städte und Gemeinden nicht bestehen. Deshalb müssen wir hart an der Zukunft arbeiten. Die Innenstadt soll ganz ohne Frage das Aushängeschild sein und muss entsprechend gefördert werden. Dabei dürfen aber die anderen Stadtteile nicht vergessen werden. Hier wohnen und leben die meisten Saarlouiser. Jeder Stadtteil hat sein eigenes, charakteristisches Gepräge. Das wollen wir erhalten und weiterentwickeln. Neben Kindergarten, Schule und Kirche gehört aber auch dazu, dass die Grundversorgung beim Einkaufen noch möglich ist, dass man sich in der Freizeit sportlich und kulturell betätigen kann und dass auch noch die Möglichkeit zu Begegnung und Unterhaltung bleibt. Wer einmal in Saarlouis heimisch geworden ist, möchte auch gerne hier bleiben, möglichst im angestammten Stadtteil wohnen und sich ein Eigenheim bauen. Diese gute Tradition will ich weiter fördern. Deshalb benötigen wir ausreichend Bauplätze in jedem Stadtteil.
  • 3. - 3 - Wir haben im gesamten Stadtgebiet erhebliche Verkehrsprobleme, die wir nur lösen können, wenn die längst fälligen Umgehungsstraßen endlich gebaut werden. Für mich haben B 51, Ostring und B 269 absoluten Vorrang. Mit dieser Entlastung kommen auch wieder mehr Lebensqualität und bessere Umweltbedingungen in die Stadtteile. Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, Behörden und nicht zuletzt die Bundeswehr stellen in Saarlouis die Arbeitsplätze zur Verfügung. Ich halte es für eine besondere Pflicht eines engagierten Oberbürgermeisters, hier aktiv an der Sicherung des Standortes Saarlouis zu arbeiten, um diese Arbeitsplätze zu erhalten, zu sichern und zu vermehren. Überzogene Auflagen und bürokratische Gängelung dürfen investitionswillige Unternehmen nicht abschrecken. Umwelt und Wirtschaft dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Ich werde mich einsetzen für den Erhalt des Stadtwaldes ebenso wie ich gegen das Sondermüll-Lager der SES in Fraulautern weiter kämpfen werde. Ich halte es für angebracht, dass in den Stadtteilen in den Zentren Grünflächen zur unmittelbaren Naherholung geschaffen werden. Kein Verständnis habe ich dafür, wenn aus ideologischen Gründen der Stadtgarten vergammelt und die traditionellen Besucher abschreckt. In Saarlouis sollen sich alle wohlfühlen, die Saarlouiserinnen und Saarlouiser, die ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie alle Gäste. Wir müssen aufeinander zugehen und uns immer besser verstehen. Ich habe zusammen mit meiner Familie in den vergangenen Jahren dankbar erfahren können, wie sehr die persönliche Hinwendung sich für alle Beteiligten positiv auswirkt. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, auch als gewählter Oberbürgermeister werde ich wie bisher uneigennützig für Sie alle da sein. Mit vollem Engagement werde ich für Sie und unser Saarlouis arbeiten. Mein partnerschaftlicher Umgang mit Ihnen wird sich nicht ändern. Ich bleibe auch in Zukunft ein Saarlouiser für Saarlouis. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir am Wahlsonntag Ihr Vertrauen schenken. Ich werde Sie nicht enttäuschen. Mit freundlichen Grüßen Ihr Hans-Joachim Fontaine Ein Saarlouiser für Saarlouis Hans - Joachim Fontaine
  • 4. - 4 - Hans - Joachim Fontaine Ausbildung und Berufspraxis: 1949 - 1957 Kath. Volksschule Saarlouis-Fraulautern, Klosterschule 1957 - 1963 Staatliches Aufbaugymnasium Lebach 1963 Abitur 1963 - 1970 Studium der Politologie, Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin 1970 Examen als Diplom - Politologe 1971 - heute Angestellter der Regierung des Saarlandes 1971 - 1980 Referent für Politische Bildung 1980 - 1986 Leiter der Landeszentrale für Politische Bildung Saarland Referatsleiter in der Staatskanzlei 1986 - heute Leiter des Staatlichen Büchereiamtes für das Saarland Politische Tätigkeiten: 1971 - 1977 Stellv. Landesvorsitzender der Jungen Union Saar 1975- 1985 Mitglied des Landesvorstandes der CDU Saar 1979 - heute Mitglied des Stadtrates der Kreisstadt Saarlouis 1980 - heute Fraktionsvorsitzender der CDU
  • 5. - 5 - Ausbau des Kirmesplatzes Kürzlich war der Saarbrücker Zeitung zu entnehmen, dass nun auch die SPD Lisdorf für den Ausbau des Kirmesplatzes in der Großstraße eintritt. Dies ist erfreulich, da nun dieses Problem von CDU und SPD gemeinsam angegangen werden kann. In den vergangenen 5 Jahren hat die SPD nämlich alle entsprechenden Anträge der CDU im Stadtrat abgelehnt. Bei jeder Haushaltsberatung der letzten Jahre hat die CDU Mittel beantragt, um zunächst wenigstens mit der Planung beginnen zu können. Dies wurde von der SPD zusammen mit OB Nospers verhindert. Bei einem kürzlich durchgeführten Bürgertreff hat sich der CDU Oberbürgermeister-kandidat Hans- Joachim Fontaine zum wiederholten Male für einen Ausbau des Kirmesplatzes in Lisdorf ausgesprochen und zugesagt, dass er im Falle seiner Wahl zum Oberbürgermeister, dem Stadtrat den Ausbau vorschlagen werde. Nun hat sich also auch die Lisdorfer SPD für den Ausbau ausgesprochen und ist damit der alten CDU- Forderung beigetreten. Die CDU begrüßt dies ausdrücklich, dann damit sind nun gute Voraussetzungen für einen baldigen Ausbau geschaffen. Jetzt müssen nur noch im Rathaus die Wege geebnet werden, sprich, ein neuer OB muss her, der dem Ausbau nicht mehr im Wege steht. Am 22. September kann auch das mit der Wahl von Hans-Joachim Fontaine zum Oberbürgermeister erreicht werden. Alle Lisdorfer Bürgerinnen und Bürger haben eine Stimme. Packen wir's an! Familienausflug der CDU - Lisdorf An Maria Himmelfahrt veranstaltete die Lisdorfer CDU einen Familienausflug mit Fahrrädern. Etwa 20 Teilnehmer trafen sich am Feuerwehrhaus und radelten am Leinpfad der Saar entlang bis nach Rehlingen. Bei herrlichem Wetter wurde eine Zwischenstation am Clubhaus des Angelsportvereins Rehlingen gemacht, wo man sich erfrischen und ausruhen konnte. Frisch gestärkt wurde dann die Rückfahrt angetreten. Der Ausklang wurde in der Altstadt, "beim Schwaggi", gefeiert. Dort nutzte man in lockerer Atmosphäre die Gelegenheit mit dem OB-Kandidaten und Schirmherrn der Veranstaltung, Hans-Joachim Fontaine, über aktuelle Probleme zu diskutieren. Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig, dass dies eine gelungene Veranstaltung gewesen sei, die nicht nur Spaß gebracht habe, sondern auch der Gesundheit förderlich war.
  • 6. - 6- Ein Dorf feiert seine Feuerwehr Löschbezirk Lisdorf wurde 175 Jahre alt Vom 23. bis 25. August 1996 wurde in Lisdorf groß gefeiert. Der Löschbezirk Lisdorf der Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis wurde 175 Jahre alt. Zugleich konnte die Lisdorfer Jugendfeuerwehr auf ein 30-jähriges Bestehen sowie der Löschbezirk auf 25-jährige Freundschaft mit der Feuerwehr aus Lüsen /Südtirol zurückblicken. Stolz begrüßte Löschbezirksführer Hans-Joachim Loris die sehr zahlreich angereisten Gäste aus Lüsen/Südtirol, Reinstorf/Niedersachsen, Eisenhüttenstadt/ Brandenburg und Sulzbachtal/Pfalz sowie zahlreiche Ehrengäste und die Lisdorfer Bevölkerung . Eingeleitet wurden die Feierlichkeiten Freitag abends mit einem festlichen Kommers in der neuen Hans-Welsch-Halle. Die Festansprache wurde vom Dienstherrn der Feuerwehr und Schirmherrn der Veranstaltung OB Nospers gehalten. Glückwünsche wurden von weiteren Ehrengästen aus Politik und Feuerwehr ausgesprochen. Stellvertretend für alle Lisdorfer Vereine und Verbände gratulierte Werner Beck. Krönender Abschluss des ersten Abends war ein Großer Zapfenstreich vor der Lisdorfer Feuerwache. Die zahlreichen Besucher von nah und fern waren tief beeindruckt. Der zweite Festtag begann mit einem Leistungsmarsch der Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Saarlouis sowie einer Gruppe der Partnerwehr Reinstorf, die auch als Sieger hervorging. Im Rahmen eines Dorfgemeinschaftsabends feierte die Lisdorfer Bevölkerung mit "ihrer" Feuerwehr. Der Abend wurde durch die Lisdorfer Vereine gestaltet, die auf diesem Wege humorvoll der Feuerwehr gratulierten. Von vielen Gästen wurde die Zusammenarbeit der Lisdorfer Dorfgemeinschaft gelobt, da die Vereine und Verbände über die gesamten Festtage auch beim Ausschank behilflich waren. Zum Gedenken an die verstorbenen Kameraden legte der Löschbezirk Lisdorf Sonntag morgens am Ehrenmal auf dem Lisdorfer Friedhof einen Kranz nieder. Nachfolgend zelebrierte Pastor Karl Detemple unter Mitwirkung des Kirchenchores Cäcilia ein Festhochamt. Zum anschließenden Frühschoppen spielte die Stadtkapelle Saarlouis unter der Leitung von Rainer Dietrich auf. Den Höhepunkt erreichten die Feierlichkeiten mit dem Festumzug, an dem mehr als 1000 Feuerwehrleute teilnahmen. Besonders gefiel, dass die Lisdorfer Vereine sich am Festumzug beteiligten. Zum Ausklang der Festtage traf man sich abends noch einmal in der Hans-Welsch- Halle zum gemütlichen Beisammensein, bei dem die Band "Pflegeleicht" mit ihrer Sängerin Sabine Becker wieder zum Tanz aufspielte . Die große Beteiligung der Lisdorfer Bevölkerung und Vereine an den Feierlichkeiten beweist die große Wertschätzung, die die Feuerwehr in Lisdorf genießt.
  • 7. - 7 - Schein und Wirklichkeit Kommentar von Bernd Lay Im Rahmen ihrer hervorragend organisierten Feierlichkeiten zum 175-jährigen Bestehen, veranstaltete die Lisdorfer Feuerwehr u. a. einen Großen Zapfenstreich. Die zahlreichen Gäste und die Lisdorfer Bevölkerung, die die Zeremonie verfolgten, waren voll des Lobes. Eines jedoch viel nicht nur mir auf. Der Chef der Saarlouiser Feuerwehr und Schirmherr der Veranstaltung, OB Richard Nospers, war auf der Ehrentribüne nicht zu sehen. Alle anderen Ehrengäste waren anwesend. Ansonsten, gerade in der OB-Wahlkampfzeit, immer um publicityträchtige Auftritte bemüht, ist es sicherlich kein Zufall, dass OB Nospers gerade bei dieser als militärisch diffamierten Zeremonie fehlte, zumal er vor und nach dem Zapfenstreich auf dem Festplatz gesehen wurde. Ich persönlich empfand dies als Affront gegen die Lisdorfer Feuerwehr. Es könnte aber auch Ausdruck jener Grundüberzeugung Nospers' sein, aus der heraus er bereits im Jahre 1987 den damaligen "Tag der Deutschen Einheit" (17.6.) als "modernen Sedanstag" und die deutsche Wiedervereinigung als "Schimäre" bezeichnete. Sei es wie es ist, als oberster Repräsentant aller Saarlouiser Bürgerinnen und Bürger hat der OB, zumal als Schirmherr, auch Verpflichtungen einzuhalten, die ihm persönlich nicht gefallen. Tut er dies nicht, bestehen Zweifel an einer ausgewogenen Amtsausübung und somit an der Qualifikation des Amtsinhabers. Der Mitbewerber um das Amt des Oberbürgermeisters, Hans-Joachim Fontaine, war jedoch zugegen. Übrigens: Meinen Leserbrief gleichen Inhalts veröffentlichte die Saarbrücker Zeitung nicht. Saarbrücker Zeitung : "Unabhängig - Überparteilich ? " Impressum: Herausgeber: CDU-Ortsverband Lisdorf, III. Gartenreihe 50, Tel.40155 JUNGE UNION Lisdorf , Feldstraße 52, Tel.40444 Redaktion: Georg Jungmann, Gudrun Jungmann, Heiner Groß, Bernd Lay, Robert Schütz, Michael Jenal, Robin Germann, Harald Weiler Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Verfassers wieder und nicht unbedingt die Meinung der CDU - Lisdorf. Weitere Exemplare dieser Ausgabe liegen in der CDU-Kreisgeschäftsstelle, Saarstraße 4, aus und können dort kostenlos abgeholt werden.
  • 8. - 8 - Liebe Lisdorfer Am 22. September 1996 ist die erste Direktwahl des Saarlouiser Oberbürgermeisters. Nicht mehr der Stadtrat, sondern die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt haben erstmals die Möglichkeit, ihren Oberbürgermeister selbst zu wählen. Wer jedoch geglaubt hat, damit würde der bei früheren OB-Wahlen von der SPD veranstaltete Postenschacher aufhören, hat sich gewaltig geirrt. Die SPD, die seit nunmehr 30 Jahren den Verwaltungschef im Rathaus stellt, hatte für Oberbürgermeisterwahlen nie eine absolute Mehrheit im Stadtrat. Um für die eigenen Kandidaten Mehrheiten zu erhalten, waren jeweils Koalitionen oder Kooperationen erforderlich, die immer mit Posten belohnt wurden und so erheblichen Kosten für die Steuerzahler unserer Stadt verursachten. So war es 1966 als Dr. Henrich mit den Stimmen von SPD und SVP/CVP gewählt wurde. Der Preis, Willi Jakob (SVP/CVP) wurde zum Bürgermeister gewählt. Als 1976 Dr. Henrich mit Stimmen aus dem CDU-Lager wiedergewählt wurde, wurden zwei weitere "Hauptamtliche" in die Verwaltungsspitze gewählt. Artur Schillo und Erich Pohl wurden Beigeordnete. Auch als 1986 Richard Nospers mit den Stimmen von SPD, LISA und GRÜNEN gewählt wurde, wurde die Verwaltungsspitze auf 5 Kräfte aufgebläht und für Heinz Blatter (GRÜNE) wurde neben den vier hauptamtlichen noch ein ehrenamtlicher Beigeordnetenposten - mit über 1.000 DM Monatssalär - geschaffen. Im Vorfeld der jetzt anstehenden OB-Wahl konnte man denken, wenn der Verwaltungschef von den Bürgern direkt gewählt wird, hat dieses Geschacher ein Ende. Doch weit gefehlt. Die SPD dachte wohl, was über so viele Jahre gut ging, wird auch weiter klappen. Um bei der jetzt anstehenden Wahl Richard Nospers eine Chance einzuräumen, wählten SPD und GRÜNE Gabriel Mahren zum hauptamtlichen Beigeordneten. Damit haben SPD und Nospers, was sie sonst nach den jeweiligen OB-Wahlen vollzogen, diesmal schon über ein Jahr vorher durchgezogen. "Die dummen Wähler vergessen ja so schnell !" Allein diese zusätzliche vierte hauptamtliche Stelle kostet die Saarlouiser Steuerzahler ca. 1,8 Millionen DM. Sie wurde von Richard Nospers und der SPD für die Zusage der GRÜNEN erkauft, bei der anstehenden Oberbürgermeisterwahl keinen eigenen Kandidaten aufzustellen und die Kandidatur von Richard Nospers zu unterstützen. Die GRÜNEN warfen wegen dieses Deals selbst ihre eigenen Wahlaussagen über Bord. Die SPD begründete die Wahl von Mahren damit, daß eine Partei mit mehr als 10 % der Wählerstimmen in der Verwaltungsspitze vertreten sein müsse. Bleibt abzuwarten, ob die Wählerinnen und Wähler, insbesondere die der GRÜNEN, dieses Spiel am 22. September mitmachen werden. Die CDU, die nach dieser Argumentation mit fast 40 % der Wählerstimmen erst recht in der Verwaltungsspitze vertreten sein müsste, hat bei ihren Gesprächen über eine Zusammenarbeit mit den GRÜNEN von vornherein abgelehnt, über Personalentscheidungen zu verhandeln. Deshalb ist letztlich eine Zusammenarbeit mit den GRÜNEN gescheitert. Die CDU ist auch weiterhin für eine Reduzierung der hauptamtlichen Posten an der Verwaltungsspitze. Von den heute vier Hauptamtlichen in der Verwaltungsspitze gehören drei der SPD (Nospers, Diwo und Fuß) und einer (Mahren) den GRÜNEN an. Die Wählerinnen und Wähler haben mit ihrer Stimme für Hans Joachim Fontaine am 22. September die Möglichkeit, hier eine Umgewichtung vorzunehmen.
  • 9. - 9 - Damit wäre gleichzeitig auch der erste Schritt getan, diesen überdimensionalen Wasserkopf an der Verwaltungsspitze zum Platzen zu bringen. Nospers hält sich selbst wohl für den besten Kandidaten. Wenn man die Veröffentlichungen in den "Nospers News" (Saarlouiser Woche) liest, gewinnt man den Eindruck, Saarlouis gäbe es erst seit Nospers. Er hat die Leistungen seines Vorgängers Dr. Henrich, der im Gegensatz zu ihm ein Oberbürgermeister aller Saarlouiser war, öfter herabgewürdigt. Nospers hat ihn bei den Jubiläumsveranstaltungen des Bestehens der Städtepartnerschaften (25 Jahre mit St. Nazaire und 10 Jahre mit Eisenhüttenstadt), die dieser begründet hat, nicht einmal erwähnt. Und die SPD, die Dr. Henrich in Saarlouis vieles zu verdanken hat, spricht davon, daß Nospers Mitte der 80er Jahre Saarlouis aus dem Dornröschenschlaf erweckt habe. Stellt sich nur die Frage, wo war die SPD während des Dornröschenschlafes? Die "Leistungen Nospers", die bei der Kandidatenkür von der SPD besonders herausgestellt wurden, liegen durchweg in der Entscheidungsbefugnis des Stadtrates. Von seinen Vorstellungen, denen der Stadtrat die Zustimmung verweigerte und stoppte, wurde nichts verlautbart (Steele am Verwaltungsgericht, Überdachung der Französischen Straße, Stadtbahn vom Bahnhof zum Kleinen Markt). Ferner wird propagiert, Innenstadt und Gewerbegebiete seien in der Fortentwicklung. Was hierunter angesichts des 10-jährigen Stillstands bei der Schaffung von Gewerbegebieten zu verstehen ist, bleibt rätselhaft. Auch muss die Frage gestattet sein, warum die übrigen Stadtteile unerwähnt bleiben. Die Nutzung einiger "Filetgrundstücke" (Betriebshof, Kommunikationszentrum, Erweiterung Stadtgarten) zeugt nicht von gutem Stadtmanagement. Der Lösung der aktuellen Probleme (Mängel in der Kanalisation, Straßenzustand und Verkehrsprobleme) muss Vorrang vor hochtrabenden Phantasievorstellungen wie "Saarlouis werde eine Stadt der Künste" eingeräumt werden. Und wie steht es mit der von Nospers gewollten fairen und sachlichen Wahlauseinandersetzung? Seit Erscheinen der "Nospers News" nutzt Nospers diese schamlos und auf Kosten der Steuerzahler (jährlich mehr als 1/2 Million DM) ausschließlich zur eigenen Beweihräucherung. Bilder werden so gestellt, aufgenommen oder zugeschnitten, daß ein CDU-Vertreter nicht zu sehen ist. Die Union und ihre Leute, insbesondere ihr OB-Kandidat Hans-Joachim Fontaine, werden weder im Bild noch namentlich erwähnt. Schlimmer noch, aus Presseverlautbarungen wird der Name des Schirmherrn Hans-Joachim Fontaine einfach gestrichen. Dies wohl auf Anweisung von Nospers, der ohnehin sein Hauptaufgabenfeld als Chefredakteur der Saarlouiser Woche zu sehen scheint. Wenn man dann auch noch hört, daß einem Veranstalter städtische Räume versagt werden sollten, weil Hans-Joachim Fontaine für ein Grußwort vorgesehen war, ist der Gipfel der Parteiigkeit und Peinlichkeit überschritten. Dann noch von fairem Wahlkampf zu sprechen ist eine Farce. Wir Saarlouiser wollen einen Oberbürgermeister, der sich als Oberbürgermeister aller Bürgerinnen und Bürger versteht und nicht nur für einen bestimmten Kreis. Bürgernähe ist gefragt. Diese praktiziert Hans-Joachim Fontaine seit Jahren. Wir brauchen endlich einen Saarlouiser als Saarlouiser Oberbürgermeister. Einen, der auch unsere Mentalität versteht. Ich bitte Sie, liebe Lisdorferinnen und Lisdorfer, machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch. Wählen Sie Hans-Joachim Fontaine! Ihr Georg Jungmann
  • 10. - 10 - Umweltverträglichkeitsprüfung für Straße über Lisdorfer Berg Seit mehr als 20 Jahren ist bereits der Bau einer Querspange von der B 51 zwischen Ensdorf und Bous über die Autobahn A 620 südlich von Lisdorf - Obstgarten und den Lisdorfer Berg sowie am Linslerhof und Überherrn vorbei bis zur Autobahn Saarbrücken - Paris bei St. Avold vorgesehen. Diese Straße würde den Verkehr erheblich beschleunigen, vor allem aber für die Ortsbereiche - auch für Lisdorf - eine dringende Verkehrsentlastung bringen. Während die Franzosen das Teilstück von Creutzwald bis St. Avold fast fertiggestellt haben, hat sich auf deutscher Seite bisher nichts Sichtbares ereignet. Deshalb demonstrierten unlängst auf Initiative von CDU-Politikern aus Saarlouis und Über-herrn, u.a. OB-Kandidat Hans-Joachim Fontaine, viele Bürger per Fahrrad von Überherrn bis zur Neue Welt für diese Maßnahme. Da es sich um eine Bundesstraße handelt, ist der Bund für die Finanzierung zuständig, während das Land die Planung und die Baumaßnahme durchführen muss. Der Landesregierung ist wiederholt vorgeworfen worden, daß sie trotz angeblicher jahrelanger Planungsarbeiten immer noch keinen verbindlichen Plan für diese Straßenbaumaßnahme vorweisen könne. Nunmehr hat Minister Leonhardt, der im Saarland für den Straßenbau zuständig ist, die nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erforderliche Umweltverträglichkeitsstudie für die neue Straße endlich vorgelegt. Diese und die zugehörigen Planunterlagen liegen vom 16.09 - 15.10.96 im Rathaus Saarlouis, Zimmer 214, während der Dienststunden zur allgemeinen Einsichtnahme aus. Jeder kann sich bis zum 29.10.96 zu dem Vorhaben äußern. Die Äußerungen sind schriftlich beim Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr in Saarbrücken oder bei der Stadtverwaltung Saarlouis vorzubringen. Mit der Auslegung der Unterlagen beginnt die UVP als Teil des Verfahrens, das der Entscheidung über die Zulässigkeit des Vorhabens dient. Die UVP umfasst die Ermittlung, Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen des Straßenbau-vorhabens auf Menschen, Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft. Über die Zulässigkeit des Vorhabens wird im nachfolgenden Planfeststellungsverfahren entschieden. Mit der UVP - Einleitung ist endlich der erste formelle Schritt im Verfahren zur verbindlichen Feststellung des Straßenbauplans gemacht, der unabdingbare Voraus-setzung für die Bereitstellung der Gelder durch die Bundesregierung und den Bau der Straße ist. Bis dahin wird es aber wohl noch einige Jahre dauern.
  • 11. - 11 - Bereicherung der saarländischen Kulturlandschaft Große internationale Resonanz beim 1. Orgel-Kompositionswettbewerb im Rahmen der SAARLOUISER ORGELTAGE - Pfarrkirche Lisdorf Nach etwa 1 1/2 Jahren der Vorbereitung sind die 1. Saarlouiser Orgeltage mit dem Orgel- Kompositionswettbewerbe gestartet. Die Orgeltage gehen auf Initiative des Fördervereins "Klingende Kirche" zurück. Die künstlerische Leitung hat Prof. Theo Brandmüller von der Musikhochschule Saarbrücken. Beste Voraussetzungen für die erfolgreiche Durchführung des Wettbewerbes war eine hochkarätige europäische Jury, die von der großen internationalen Resonanz beeindruckt war. Ausgeschrieben waren Kompositionen für Orgel und ein weiteres Instrument. Nach Ablauf der Wettbewerbsfrist lagen 99 Arbeiten aus 12 Ländern zur Beurteilung vor. Nach 5 Bewertungs- durchgängen standen die Sieger fest: Der 1. Preis, bestehend aus einem Geldbetrag von 5.000,- DM, einer Produktionsaufnahme durch den Saarländischen Rundfunk und der Uraufführung im Preisträgerkonzert am 20. Oktober 1996, erhielt Frank GERHARDT, Frankfurt/Main. Der 2. Preis von 2.500,- DM ging an Prof. Rudolf JUNGWIRTH, Linz (Österreich). Den 3. Preis, jeweils 1.000,- DM, belegten gemeinsam Steingrimur ROHLOFF, Köln und Kurt Dietmar RICHTER, Berlin. Die Juroren lobten einhellig die Qualität der abgegebenen Arbeiten. Das hohe Niveau erschwerte aber gleichzeitig auch die Entscheidung. Anspruchsvolle Konzerte Die Bekanntgabe der Preisträger wurde von der Aufführung zweier anspruchsvoller Konzerte begleitet. Am Vorabend der Jurytagung waren Prof. Armin Rosin, Posaune und der Ulmer Münster-Organist Friedrich Fröschle Mitwirkende eines großen Kirchenkonzertes. Zwei Tage später begeisterten Oleg Olovnikov, Cello und der Präsident der russischen Organistengilde Oleg Jantchenko zusammen mit dem Kammerchor des Robert-Schuman-Gymnasiums und dem Lisdorfer Kirchenchor die zahlreichen Besucher. ORGEL - FESTIVAL vom 12. bis 20. Oktober Im Rahmen der Orgeltage im Oktober werden sechs weitere Konzerte in der Lisdorfer Pfarrkirche aufgeführt. Die einzelnen Konzertinhalte und Termine sind in einem ansprechenden Programmheft beschrieben, welches breit gestreut verteilt wurde. Bei Bedarf können diese bei den Vorstandsmitgliedern des Fördervereins "Klingende Kirche" noch angefordert werden. Hochkarätige Künstler Die Saarlouiser Orgeltage halten eine Fülle interessanter Veranstaltungen bereit. Das Spektrum der Konzerte bewegt sich zwischen Tradition und Experiment, zwischen Bewährtem und Ungewohntem. Aber immer wieder erwarten uns große Namen und meisterhaftes Musizieren. Dazu gehört das Konzert für Violine und Orgel mit Prof. Christiane Edinger und Prof. Theo Brandmüller sowie das Konzert für Orchester und Orgel mit dem Collegium Musicum der Universität Trier und Rainer Oster, Orgel. Dirigent dieses traditionellen Konzertes ist Universitätsmusikdirektor Martin Folz. Mit Spannung wird die erste Saarlouiser Orgelnacht erwartet. Auch das Orgelkonzert mit dem weltweit bekannten österreichischen Organisten Dr. Daniel Schlee stellt ein weiteres Highlight des Festivals dar. Uraufführung Als musikalischer Höhepunkt und Abschluss der Orgeltage findet das Preisträgerkonzert statt, in dem die Sieger-Komposition "et resurrexit II" für Schlagzeug und Orgel uraufgeführt wird. Als Interpreten konnten Dirk Rothbrust, Schlagzeug und der Lisdorfer Andreas Arand, Organist der Kreuzbergkirche in Bonn, verpflichtet werden. Der Vorstand des Fördervereins hofft, daß Sie viel Freude an der breiten Palette der angebotenen musikalischen Kostbarkeiten haben werden. Festivalkarte schon jetzt erhältlich Eintrittskarten zu den Konzerten gibt es jeweils an der Abendkasse für 15,- DM. Daneben ist eine Festival-Karte für alle Konzerte zum Sonderpreis von DM 50,- erhältlich. Mit dieser Karte kaufen Sie Kultur: ORGEL-FESTIVAL-KARTE (Übertragbare Einlasskarte für alle im Zeitraum vom 12. bis 20. Okt 1996 stattfindenden Konzerte ) zum attraktiven Sonderpreis von DM 50,- erhalten Sie im Vorverkauf beim Kulturamt der Stadt Saarlouis - Stadtinfo -, bei der Kreissparkasse Saarlouis-Lisdorf und beim Förderverein "Klingende Kirche"
  • 12. - 12 - JUNGE UNION JUNGE UNION JUNGE UNION JUNGE UNION JUNGE JUNGE UNION JUNGE UNION 30 Jahre Jugendfeuerwehr in Lisdorf Neben dem großen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Lisdorf feierte auch die Jugendwehr ihr 30- jähriges Jubiläum. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 175-jährigen Bestehen der Feuerwehr Lisdorf wurde von der Jugendwehr ein überregionaler Leistungsmarsch aus-gerichtet. Insgesamt 22 Jugendwehrgruppen beteiligten sich an diesem Marsch: bei verschiedenen feuerwehrtechnischen Übungen, angefangen vom einfachen Löschangriff bis hin zum Wett-paddeln auf der Saar, mussten sie ihr Können unter Beweis stellen. Den ersten Platz bei diesem fair geführten Wettkampf erreichten die jungen Feuerwehrleute aus Reinstorf, die den weiten Weg aus der Lüneburger Heide nicht gescheut haben, um an diesem großen Fest teilzunehmen. In letzter Zeit haben auch die jungen Lisdorfer Feuerwehrleute bei ähnlichen Wettkämpfen beachtliche Erfolge erzielt. So belegten sie bei einem Leistungsmarsch der Feuerwache West einen 3. und bei dem des Löschbezirk Altforweiler der freiwilligen Feuerwehr Überherrn einen 2. Platz. Diese Erfolge unterstreichen die gute Jugendarbeit der Feuerwehr in Lisdorf, für die die beiden Jugendwarte Michael Jenal und Alexander Blasius verantwortlich sind. Insgesamt 8 Lisdorfer erhielten in diesem Jahr die Jugendleistungsspange der Feuerwehr, die die höchste Auszeichnung innerhalb der Jugendwehr ist: Johannes Daub, Peter Gindorf, Christian Destruelle, Florian Detzen, Manuel Huckert, Michael Wilz, Tobias Feld und Alexander Jenal. An dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch an die Ausgezeichneten ! Zur Zeit sind 12 Jungen und 3 Mädchen in der Lisdorfer Jugendwehr engagiert. Lisdorfer Jugendliche, die Interesse an der Feuerwehr haben, können sich bei Michael Jenal informieren.
  • 13. - 13 - JUNGE UNION JUNGE UNION JUNGE UNION JUNGE UNION JUNGE UNION JUNGE UNION JUNGE UNION Interview mit OB-Kandidat Hans-Joachim Fontaine Fragen von Michael Altmeyer und Robin Germann Lis.Aktuell: Hallo Hans-Joachim, Du bewirbst Dich am 22. September um das Amt des Oberbürger- meisters in Saarlouis. Was hat Dich dazu bewogen, zu kandidieren? Fontaine: Ich stelle mich der Wahl zum OB in unserer Stadt, weil ich als Saarlouiser seit Jahren kommunalpolitische Verantwortung trage und ihre Probleme ebenso kenne wie die unserer Stadtteile. Außerdem sollte wieder ein Saarlouiser unsere Stadt repräsentieren. Lis.Aktuell: Als OB hat man eine große Verantwortung, glaubst Du, dem gewachsen zu sein? Fontaine: Als langjähriger Fraktionsvorsitzender und Dipl. Politologe besitze ich sowohl von Ausbildung als auch Erfahrung her die notwendigen Voraussetzungen. Zudem bin ich von meinem beruflichen Werdegang her mit Behördenstrukturen bestens vertraut. Lis.Aktuell: Mit Deinen Bürgertreffs und Hausbesuchen bist Du ja ständig in der Stadt unterwegs. Wird man Dich nach der Wahl nur noch bei offiziellen Empfängen und Einweihungen sehen wie OB Nospers? Fontaine: Ich habe versprochen Bürgersprechstunden vor Ort durchzuführen und Bürgerservice- stationen in den Stadtteilen einzurichten. Das werde ich selbstverständlich einhalten. Ich werde wie bisher bei allen sich bietenden Gelegenheiten das Gespräch mit den Bürgern führen. Nur wer Bürgernähe praktiziert, weiß wo der Schuh drückt. Lis.Aktuell: Was sind Deine Ziele, die Du für Saarlouis umsetzen willst ? Fontaine: Saarlouis muss die attraktive Stadt an der Saar sein; lebens- und liebenswert in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Einkaufen, Dienstleistungen, Freizeit. Deshalb setze ich mich ein für: - die Bereitstellung von Gewerbegebieten und Bauplätzen - die Sicherung der Arbeitsplätze durch eine aktive kommunale Wirtschaftspolitik - eine effektivere Verwaltung - mehr Lebensqualität durch eine verbesserte Umwelt - die gleichwertige Ausgestaltung der Stadtteile Lis.Aktuell: Ja, aber was ist mit der Jugend ? Fontaine: Allein schon durch meinen Sohn (23) und meine Tochter(18) weiß ich, wo die jungen Leute der Schuh drückt. Dazu muss ich nicht für 1 Million DM einen hauptamtlichen Beigeordneten einstellen. Der Ausbau von Saarlouis zur Kultur- und Freizeitmetropole ist mein langfristiges Ziel. Was meinen erfolgreichen CDU-Kollegen in St. Wendel gelungen ist, muss doch auch in Saarlouis möglich sein. Ich werde mich für die regelmäßige Ausrichtung eines überregionalen Open-Air-Konzertes einsetzen, sowie für den Bau einer Bühne im Stadtgarten. Die Förderung von Jugend- und Vereinsarbeit sind für mich selbstverständlich und kein Diskussionspunkt für Sparmaßnahmen. Auch für den Neu- und Ausbau von Jugendräumen will ich mich einsetzen. Die europäische Einigung ist für uns eine Herausforderung, die ich bereit bin anzunehmen. z.B. könnte man durch ein deutsch-französisches Gymnasium in Saarlouis junge Leute auf den europäischen Arbeitsmarkt vorbereiten. Lis.Aktuell: Wir danken Dir für das Interview und hoffen, dass wir, wenn Du gewählt bist, wie bisher über alle Probleme mit Dir reden können. Fontaine: Natürlich und ich verspreche Euch, dass ich mit ganzem Einsatz für die Zukunft unserer Stadt arbeiten werde. Und Ihr könnt sicher sein, dass ich auch als Oberbürgermeister Euer Partner sein werde.
  • 14. - 14 - Lisdorfer Notizen: Lisdorfer Bauernladen: Am 22. Juli eröffnete die Familie Welsch in der Provinzialstraße ihren "Lisdorfer Bauernladen". Es werden Obst und Gemüse aus heimischer Produktion sowie Fleisch aus der eigenen Tierhaltung verkauft. Die Produkte tragen das Prädikat "vom Saarlandwirt". Die Idee, einen eigenen Laden zu eröffnen, kam Familie Welsch nach den großen Erfolgen der verschiedenen Bauernmärkte, die in den letzten Monaten stattgefunden haben. Wir finden es hervorragend, wenn in Eigeninitiative selbsterzeugte Produkte in einem geschmackvoll eingerichteten Laden vermarktet werden. Die CDU Lisdorf wünscht der Familie Welsch viel Glück und geschäftlichen Erfolg mit ihrem neuen Laden. Bei der Einweihung, von links nach rechts: Georg Jungmann, Herbert Welsch, Petra Becker, Emma Welsch, Christa Welsch, Heiner Groß SV 1929 Unser Dorf spielt Fußball - Heizungsbau Calmes Sieger Auch in diesem Jahr fand das Turnier "Unser Dorf spielt Fußball" großen Anklang bei allen Teilnehmern. 14 Mannschaften traten gegeneinander an und lieferten dem Publikum spannende Begegnungen. Schließlich gewannen die Kicker vom Heizungsbau Martin Calmes nach 7m - Schießen gegen den favorisierten Titelverteidiger "Dynamo Rheuma“. Im kleinen Finale besiegte das Autohaus Alois Schmitt den "FC Stuppi" ebenfalls durch 7m - Schießen. Ein Einlagespiel zwischen den Traditionsmannschaften des SC Saargold und des SV 1929 SLS-Lisdorf endete 3 : 3. Neben den Spielen gab es auch viel Spaß bei Musik und Unterhaltung. Der neue 1. Vorsitzende Andreas Diwo zog ein positives Resümee und stellte fest, dass trotz keineswegs idealer Witterungsbedingungen die Resonanz vortrefflich war. Stadtmeisterschaften Die neuformierte Mannschaft des SV 1929 wurde bei den diesjährigen Stadtmeisterschaften Vizemeister. Nachdem in den Vorspielen der FC Steinrausch und Stella-Sud ausgeschaltet wurden, traf man im Finale auf den TUS Beaumarais. Nach ausgeglichenem Spiel trennte man sich nach 90 Minuten 0 : 0. Erst im anschließenden Elfmeterschießen unterlag die Mannschaft unglücklich mit 5 : 4. Nach diesem Erfolg erscheint das Saisonziel - einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen - trotz des Weggangs von 8 Spielern, durchaus erreichbar. Wir gratulieren Unserm Lisdorfer Pastor Karl Detemple nachträglich zu 30 Jahren Priesteramt am 10.07.1996
  • 15. - 15 - Der richtige Klick zur CDU In der CDU-Saar hat jetzt das "Surfzeitalter" begonnen. Der richtige Klick führt Computerfreaks direkt ins Internet zum Informationsangebot der CDU. Das Angebot umfasst aktuelle Informationen und vielfältige Serviceangebote an politisch interessierte Privatnutzer und Beschäftigte im Medienbereich. Internet - Adresse: http://www.cdu-saar.org Angeboten werden die Dienste: CDU Information, Service: täglich aktuelles Informations- und Serviceprogramm CDU Aktuell : Presseinformationen, Presseecho, bundesweite Veröffentlichungen CDU Direkt : Aktuelle Ausgaben des Informationsorgans "Fraktion direkt" CDU Persönlich : direkte "Links" zu persönlichen Seiten aller Abgeordneten, JU, CDA, Mittelstandsvereinigung, Seniorenunion und Frauenunion CDU Archiv : Archiv mit Landtagswahlprogramm, ältere Presseinformationen, Reden CDU Service : Informationen und Broschüren CDU Mitgliederservice : "Link" zum Mitgliedsformular zum Ausfüllen Sonntag, 22. September 1996 Oberbürgermeister - Direktwahl Gehen Sie unbedingt zur Wahl; von 8 -18 Uhr haben Sie dazu Gelegenheit. Bei Verlust der Wahlkarte können Sie nach Vorlage des Personalausweises trotzdem wählen. Die CDU hat einen Fahrdienst zum Wahllokal eingerichtet, ( 40155 oder 41694). Bei plötzlicher Erkrankung kann Briefwahl bis Sonntag 12 Uhr beantragt werden im Wahlamt im Rathaus, 3. OG . Briefwahlscheine bis Sonntag,18 Uhr im Wahlamt im Rathaus abgeben. Ein Saarlouiser für Saarlouis Hans - Joachim Fontaine ⊗ Es ist Zeit für einen Wechsel in Saarlouis! Packen wir's gemeinsam an!