Lia Nr. 135

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Lisdorf aktuell Nr. 135

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Lia Nr. 135

  1. 1. Informationsschrift Nr. 135 Herausgeber für Lisdorfer Bürger Herbst 2010 CDU und JU Lisdorf Sanierungsarbeiten in der Lisdorfer Kirche angelaufen Seiten 6 und 7 Altes Schlachthofgelände Saarlouiser CDU mit neuem Vorstand Seiten 2 und 3 Seiten 4 und 5 Lisdorf-Open-Air Lisdorfer Notizen Seiten 8 und 9 Seiten 10, 12 - 14 Kinderland Saarlouis Wall-Partie 2010 Seite 15 Seite 11 Bürgeranhörung Lisdorfer Berg Seite 16
  2. 2. - 2 - Ehemaliges Schlachthofgelände wird Naherholungsgebiet Durch die Freilegung der historischen Festungsanlage am ehemaligen Schlachthof entsteht am Rande der Saarlouiser Innenstadt ein neues Naherholungsgebiet. Der Schwerpunkt der Anlage liegt im Bereich des ehemaligen Waffenplatzes. Geplantes Naherholungsgebiet nach einer Simulation der Landschaftsplaner Dutt und Kist. Durch eine feste Bodenplatte soll diese Fläche für verschiedene Events genutzt werden können. Dazu werden Stromanschlüsse und eine ausreichende Wasserversorgung installiert. Durch Farbkennung auf der Bodenplatte wird der „Alte Wallerfanger Weg“ dargestellt. Der Wassergraben wird zu bestimmten Zeiten mit Wasser aus der Saar aufgefüllt, zum Beispiel im Winter zum Schlittschuhlaufen usw. Die Restauration des Batardeaus steht im Vordergrund. Die Umrisse des ehemaligen Waffenmagazins können am Boden in Form von Intarsien sichtbar gemacht werden. Eine Verbindung in Form einer Brücke (Standort neben der ehemaligen Poternenbrücke) soll neben dem Batardeau geschaffen werden. Die Form des Glacis wird durch eine Rasenfläche angedeutet. Der Platz wird mit Sitzbänken bestückt, so dass Besucher die Anlage in Ruhe genießen können. Ein barrierefreier Zugang entsteht am „Halben Mond“ und führt zum Saaraltarm. Dort wird auch ein Anlegeplatz für kleine Boote eingerichtet. In der Nähe der Bastion V ist an eine Fährverbindung zur Vaubaninsel gedacht. Es werden Sitztreppen mit Blick auf den historischen Waffenplatz geplant. Für Touristen entstehen entlang der Vaubanstraße Bushaltestellen, die nur zum Ein- bzw. Aussteigen genutzt werden können. Die Stadt will die Anlage öffentlich zugängig machen. Sie wird eine wichtige Gelenkfunktion von der Innenstadt und der Bastion VI über die Vaubaninsel zum Stadtgarten übernehmen.
  3. 3. - 3 - Was ist im Einzelnen vorgesehen: Brückenkopf zum „Halben Mond“, also zur Vaubaninsel (wo der Steg über den Altarm zur Insel führt): Auf einer sanft geneigten Fläche führen behindertengerechte Zickzack- Wege auf die Brücke und auf den Uferpfad. An der Stelle könnte ein Bootsverleih Platz finden. Dieser Abschnitt könnte als erster umgesetzt werden (Kosten geschätzt: 1,4 Millionen Euro). Waffenplatz: Auf der großen Fläche im Inneren der Baustelle konnten sich die Stadtverteidiger von Mauern geschützt versammeln. Hier soll ein multifunktionaler Platz, auch für Veranstaltungen, entstehen. Die „Wallerfanger Poterne“, ein Schlupfloch aus der Festung über eine Grabenbrücke und einen schmalen Weg Richtung Wallerfangen, soll rekonstruiert und begehbar werden. Die Brückenpfeiler sind noch erhalten. Der zweite Abschnitt kostet geschätzt 1,98 Millionen Euro. Hauptgraben: Der Hauptgraben soll durch eine breite, rampenähnliche Fläche erschlossen werden. Sie soll auch zum Sitzen einladen. Im Rasenboden wird der alte, schmale Entwässerungsgraben rekonstruiert. Der Abschnitt soll etwa 1,5 Millionen Euro kosten. Das gesamte Ravelin V soll so das Naherholungsgebiet Stadtgarten um das „Alleinstellungsmerkmal“ von Saarlouis, den Einblick in die Festungsarchitektur, erweitern. Das Konzept will die Ruinen erhalten und einen Beitrag zum barrierefreien Tourismus leisten. Es verknüpft historische und moderne Stadt und bezieht eine Verbesserung des Rad- und Fußwegenetzes ein.
  4. 4. - 4 - Saarlouiser Christdemokraten mit neuem Vorstand Georg Jungmann einstimmig wiedergewählt Beim ihrem in zweijährlichem Rhythmus stattfindenden ordentlichen Stadt- delegiertentag wählten die Saarlouiser Christdemokraten im Evangelischen Gemeindezentrum Saarlouis-Steinrausch einen neuen Stadtverbandsvorstand. Georg Jungmann aus Lisdorf wurde einstimmig im Amt des Stadtverbands- vorsitzenden bestätigt. In ihren Rechenschaftsbe- richten blickten der Stadt- verbandsvorsitzende Georg Jungmann und der Fraktionsvorsitzende Tim Flasche auf die letzten beiden Jahre zurück. Die Wahlperiode war von zahlreichen Wahlkämpfen gekennzeichnet, die die Partei mit hohem Einsatz meisterte. Wenn auch einige Wahlergebnisse nicht den Erwartungen ent- sprachen, so lobten Jung- mann und Flasche doch das große Engagement der Parteifreunde aus den einzelnen Ortsverbänden. Es wurden einzelne Ergebnisse analysiert und festgestellt, dass die CDU sowohl in Bund und Land weiterhin in der Regierung vertreten als auch in der Stadt stärkste Partei geblieben sei. Man bestimme weiterhin maßgeblich die Geschicke der Stadt, da man eine Koalition mit Grünen und FDP eingegangen sei. Des Weiteren hätten die Saarlouiser Christdemokraten an Einfluss gewonnen, da ihr Stadtverbandsvorsitzender Georg Jungmann zum Staatssekretär im Innenministerium in die neue Landesregierung berufen worden sei. In der Aussprache gingen sie intensiv auf einzelne Projekte der Stadtpolitik ein. So sei der Industrie- und Gewerbepark Lisdorfer Berg eines der entscheidenden Projekte für die Zukunft der Stadt. Man habe dieses Projekt in der neuen Koalition mit Grünen und FDP durchsetzen können. Andererseits habe man auch einige Zugeständnisse machen müssen. Insgesamt bewerteten beide den ausgehandelten Koalitionsvertrag als gute Grundlage zur wirtschaftlichen und ökologischen Fortentwicklung der Stadt. In der Alltagsarbeit habe sich auch gezeigt, dass man mit allen Beteiligten partnerschaftlich und ergebnisorientiert zum Wohle der Stadt zusammenarbeite. In Grußworten dankten der CDU-Kreisvorsitzende und Dillinger Bürgermeister Franz-Josef Berg und der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion Thomas Schmitt der Saarlouiser CDU für ihren engagierten Wahlkampf und ihre intensive Mitarbeit auf Kreis- und Landesebene der Partei.
  5. 5. - 5 - Der neu gewählte CDU-Stadtverbandsvorstand. Zum neuen Vorstand des CDU-Stadtverbandes Saarlouis wurden gewählt: Vorsitzender Georg Jungmann (Lisdorf) Stellvertretende Vorsitzende Tim Flasche und Waltraud Zurecki Schatzmeister Bernd Lay (Lisdorf) Organisationsleiter Alfred Philippi (Lisdorf) Schriftführerin Karin Weiter Referent für ÖffentlichkeitsarbeitWolfgang Hawner Internetbeauftragter Michael Höhn Als Beisitzer wurden gewählt: Helmuth Bauer, Gabi Germann (Lisdorf), Frank Becker, Gabi Neu, Käthe Schmitt, Helga Russe, Arnold Sonntag (Lisdorf), Prof. Dr. Stefan Wedt, Klaus Hild (Lisdorf), Carlo Mees (Lisdorf), Helene Decker, Leo Thiel, Michael Stöbe und Karsten Quirin. Als Beisitzer mit besonderem Aufgabenbereich fungieren Bruno Lubjuhn, Frederic Becker (Lisdorf), Gerd Summa, Helga Tilk, Günther Ameln, Timo Groß, Gabriele Schmitt (Lisdorf), Dr. Hanno Thewes, Willi Folz und Mechthild Falk. Mit Bürgermeister Klaus Pecina (Beaumarais), Herbert Fontaine (Steinrausch), Helmuth Heinz (Kreistagsfraktion), Gerhard Mohr (Roden), Jürgen Schmitt (Fraulautern) und Klaus Hafner (Picard) wurden Funktionsträger und Ortsvorsitzende ebenfalls in den neuen Stadtverbandsvorstand gewählt. Dem neuen Stadtverbandsvorstand gehören neun Lisdorfer an, ein Zeichen für das beherzte Engagement und die gute Arbeit, die die Lisdorfer CDU und insbesondere deren Mandatsträger in den letzten Jahrzehnten geleistet haben. Zu bemerken bleibt noch, dass unser Ehrenvorsitzender Heiner Groß auf eine erneute Kandidatur verzichtete und somit nach fast 50 Jahren, beginnend mit seiner Zeit als Vorsitzender der JU Lisdorf, aus dem Vorstand der CDU Saarlouis ausgeschieden ist. Er wurde mit großem Dank und stehenden Ovationen verabschiedet.
  6. 6. - 6 - Innenrenovierung der Pfarrkirche Lisdorf Seit über zehn Jahren bemüht sich die Pfarrgemeinde Lisdorf um die Sanierung ihrer unter Denkmalschutz stehenden barocken Pfarrkirche „St. Crispinus und Crispinianus“. Nach der umfangreichen Renovierung des Kirchendaches wird nun eine substanzerhaltende Renovierung des Innenraumes durchgeführt. Da das Bistum Trier aufgrund der angespannten Finanzlage keinen finanziellen Zuschuss leistet, muss die Pfarrgemeinde den kalkulierten Kostenaufwand in Höhe von 330.000 Euro aus eigener Kraft aufbringen. Die Baumaßnahmen, vom Verwaltungsrat der Kirchengemeinde einstimmig beschlossen, werden im Zeitraum von September 2010 bis Januar 2011 durchgeführt. Wegen der Bauarbeiten werden Gottesdienste teilweise im Lisdorfer Pfarrsaal, in der Hans-Welsch-Halle und in der Saarlouiser Pfarrkirche St. Ludwig stattfinden. Bild: Putzschäden im Innenraum, festgehalten während einer Bestandsaufnahme im Januar 2010. Der Finanzierungsbedarf umfasst die Wärmedämmung des Dachraumes, die Erneuerung der Elektroinstallation, die Überarbeitung der Beleuchtungsanlage und die dringend notwendige Putzsanierung einschließlich Erneuerung des Innenanstrichs sowie das staubdichte Einpacken der Orgel, der Kanzel, der Altäre und der Kreuzwegstationen. Die nach 25 Jahren Betrieb anstehende Generalreinigung der Orgel wird im Anschluss an die Kirchensanierung durchgeführt und vom Förderverein „Klingende Kirche“ allein finanziert. Ein entsprechender Beschluss wurde bereits in der letzten Mitgliederversammlung im Frühjahr gefasst. Die im Jahre 1764 durch den Wadgasser Abt Michael Stein, einen gebürtigen Lisdorfer, erbaute Pfarrkirche gehört zu den schönsten barocken Baudenkmälern der Region. Mit bemerkenswert großem Engagement wurde dieses Gotteshaus durch opferbereite Gläubige errichtet, erweitert und immer wieder renoviert. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Barockkirche mit der im Jahre 1987 erbauten MAYER- Orgel weit über das Saarland hinaus zu einem Markenzeichen für anspruchsvolle Kirchenmusik und orgelmusikalische Leckerbissen entwickelt. Hochkarätige Kirchen- und Orgelkonzerte und Veranstaltungen, wie beispielsweise die in Lisdorf gegründete „Europäische Orgelakademie“ sowie der „Internationale Orgel-Kompositionswettbewerb Saarlouis-Lisdorf“, sind aus dem umfangreichen Veranstaltungskalender der Gemeinde nicht mehr wegzudenken. Insgesamt wurden in den zurückliegenden Jahren seit 1987 mehr als 145 verschiedene Veranstaltungen durchgeführt. Dank des unermüdlichen Engagements der Pfarrei Lisdorf und des Fördervereins „Klingende Kirche“ und der Unterstützung durch die städtischen und regionalen Kulturbehörden hat sich Lisdorf zu einem überregional bedeutenden Zentrum der Kirchenmusik in der gesamten Saar-Lor- Lux-Region entwickelt. Aufgrund der historischen Bedeutung der Kirche und der überregionalen Anerkennung des Konzertplatzes Lisdorf hat die Regierung des Saarlandes bereits im Sommer auf Antrag des Verwaltungsrates der Kirchengemeinde eine Förderung in Höhe von 130.000 Euro bewilligt, um die Generalrenovierung der Kirche in einem Zug und einem Guss zu ermöglichen. Durch diesen beachtlichen Zuschuss wird das jahrzehntelange kulturelle Engagement der Lisdorfer Bürger und ihrer Kirchengemeinde in hohem Maße gewürdigt und die Landesregierung leistet damit auch einen bedeutenden Beitrag zur Fortführung des Konzertlebens in Lisdorf. Zum Auftakt des siebten Lisdorfer Open-Air-Konzertes am 25. Juni überraschte Staatssekretär Georg Jungmann vom Ministerium für Inneres und Europaangelegenheiten das zahlreiche Lisdorfer Konzertpublikum mit dieser erfreulichen Nachricht und überreichte Pastor Ralf Hiebert den Bewilligungsbescheid der Landesregierung. Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm „Konjunkturpakt Saar – Landesprogramm“ (Bild nächste Seite).
  7. 7. - 7 - Bild: Staatssekretär Georg Jungmann übergibt den Bescheid der Landesregierung. Die Kirchengemeinde vertraut bei dieser Baumaßnahme selbstverständlich wieder auf die Loyalität und Spendenbereitschaft der Pfarrangehörigen. Im nächsten Jahr wird Lisdorf auf eine 1100 Jahre bestehende Ortsgeschichte zurückschauen können. Das renovierte Gotteshaus bietet dann im Rahmen der kirchenmusikalischen Veranstaltungen – wie dem Auftritt der Wiener Sängerknaben im Mai, der Aufführung der Marienvesper von Monteverdi im September oder den Konzerten der Saarlouiser Orgeltage – einen überaus würdigen und glanzvollen Rahmen. Inzwischen haben auch Lisdorfer Vereine selbst die Initiative zur Unterstützung des großen Vorhabens ergriffen. Der Orchesterverein Lisdorf unter Sandra Wilhelm, die Chorgemeinschaft unter Adolph Seidel und der Jugendchor unter Sabrina Germann unterstützten unter der Moderation von Erwin Faust mit einem Benefizkonzert am 11. September in der Hans-Welsch-Halle diese gute Sache. Das Lisdorfer Publikum ließ sich nicht zweimal bitten und die Halle war gut gefüllt. Das finanzielle Ergebnis stand bis zum Redaktionsschluss noch nicht fest.
  8. 8. - 8 - Open-Air-Konzert am 25. Juni 2010 in Lisdorf Zum nunmehr siebten Mal veranstalteten der Landkreis Saarlouis, die Kreismusik- schule, der Stadtverband der kulturellen Vereine und der Förderverein „Klingende Kirche“ auf dem Kirchplatz in Lisdorf ein Klassik-Open-Air-Konzert, und zum siebten Male wurde im Kulturleben unserer Kreisstadt ein Meilenstein gesetzt. Fast 1500 Gäste lauschten bis nach Mitternacht einem unterhaltsamen Angebot von hohem künstlerischem Niveau mit Darbietungen aus der Welt der klassischen Musik und der Moderne. Die Gesamtleitung lag ebenfalls zum siebten Mal bei Günter Donie, Musiklehrer am Robert-Schuman-Gymnasium Saarlouis. Die Veranstalter hatten wieder ein exzellentes Programm aus der klassischen Unterhaltungssparte zusammengestellt und mit neueren Stücken ergänzt. Etwa 200 Akteure brachten 25 Musikstücke, vorwiegend aus Oper, Operette und Musical, auf der mächtigen Bühne zu Gehör. Darunter waren Arien und Chöre von Verdi, Bizet, Grieg, Lortzing, Lehár und Bernstein, Filmmelodien aus „Superman“ und „Titanic“, Ohrwürmer von Michael Jackson und John Miles, um nur die bekanntesten zu nennen. Mitwirkende waren das Kreisjugendorchester und der Chor des RSG unter Günter Donie sowie der Rathauschor Saarlouis und der Männerchor 1864 Roden unter der Leitung von Walter Langenfeld. Als Solisten erlebten wir Henrike Jacob (Sopran), Sabine Schmitt (Mezzosopran), Marisa Klemp (Violine) und Gianna de Fazio (Gitarre), Vinzenz Haab (Bariton), Lisdorf-Debütant Jevgenij Taruntsov (Tenor) aus der Ukraine und Tobias Rößler, der seine Stimme schonen musste und deshalb das Publikum mit seiner Gruppe „Fourtissimo" mit einem „Summernight-Symphonie"-Arrangement überraschte. Wie in den Vorjahren war das Konzert ausverkauft. Die Veranstalter hätten auch doppelt so viele Eintrittskarten im Saarland und den benachbarten Regionen absetzen können; allein die Platzfläche war ausgereizt und das Freiluftkonzert stieß an seine räumlichen Grenzen. Der Abend wurde wie in den Vorjahren gekonnt von Heike Breitenmoser und Hans-Werner Strauß moderiert. Das Konzept der Veranstaltung mit Musikdarbietungen durch bekannte lokale Künstler kam auch dieses Mal beim Publikum gut an, vor allem Henrike Jacob schmetterte ihre Lieder in den Lisdorfer Abendhimmel und erntete dafür mehrmals stürmischen Applaus.
  9. 9. - 9 - Bild: Mit dem Titel „Libiamo“, dem bekannten Trinklied aus der Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi, ging es in die Pause. Die Besucher machten bei der warmen Witterung von den angebotenen Getränken und kleinen Stärkungen reichlich Gebrauch. Dieses Konzert bietet keine teuren Spitzenstars auf, sondern fördert Musiker und Sänger aus der Region, auch die musikalische Nachwuchsarbeit. Das „Klassik-Open-Air“ hat sich mittlerweile als ein Stück echter Lisdorfer Identität etabliert; nach den Worten von Oberbürgermeister Roland Henz ist es eine „Veranstaltung von Bürgern für Bürger“ und findet breiten Zuspruch in der Musikszene und beim Publikum weit über die Stadtgrenzen hinaus. Mitternacht in Lisdorf: Stimmungsvoller Abschluss eines großartigen Konzertes mit dem Song „Time to Say Goodbye“ von Sarah Brightman und Andrea Bocelli. 1500 begeisterte Zuhörer und fast 200 Akteure lassen einen festlichen kulturellen Abend ausklingen. Den Organisatoren, allen voran Manfred Boßmann und seinem Team von der „Klingenden Kirche“, der Stadt und dem Kreis Saarlouis, den helfenden Händen der Lisdorfer Mitbürger und Günter Donie als musikalischem Gesamtverantwortlichen war wieder eine kulturelle Glanzleistung gelungen. Dank großzügigem Sponsoring durch Lisdorfer und Saarlouiser Unternehmen sowie weiterer Unterstützung aus Stadt und Kreis konnten die finanziellen Auslagen in erträglichem Rahmen gehalten und die Eintrittskarten zu einem erschwinglichen Preis angeboten werden. Anderswo gibt es solche Veranstaltungen auch auf professioneller Basis, allerdings zu wesentlich höheren Eintrittsgeldern als in Lisdorf.
  10. 10. - 10 - Georg Jungmann erhielt den Tonton-Preis Den Tonton-Preis 2010 erhielt der aus Lisdorf stammende Innenstaatssekretär Georg Jungmann. Die nach dem Saarlouiser Erzlügner Michel Tonton be- nannte Auszeichnung wird jährlich an eine herausragende Persönlichkeit aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vergeben. Das Tonton-Komitee begründete seine Wahl unter anderem so: „Er verhält sich wie die Bauern in seinem Heimatort, die den Saarlouisern einst Grund und Boden verkauften, um sie heute – nach Pacht desselben – wiederum mit Gemüse zu versorgen. Seither ist wohl jedem Lisdorfer das Prinzip des nachhaltigen Wirtschaftens in die Wiege gelegt.“ Jungmann sei schon aufgrund seines erlernten Berufes als Zöllner ein Mann mit Grenzerfahrungen. So überwand er politische Grenzen sowohl als Vater der großen Koalition im Rat, was niemand für möglich gehalten hatte, als auch der Jamaika-Koalition in Saarlouis. Nun steht Georg Jungmann in einer Reihe mit Oskar Lafontaine, Heiko Maas, Peter Müller und Hubert Ulrich, um nur einige aus der Reihe der seit 1978 mit dem Tonton ausgezeichneten Persönlichkeiten zu nennen. In seiner Rede machte er dem verliehenen Preis alle Ehre. Er hielt die Rede in tiefstem Lisdorfer Platt und sprach von Tirrang, Kullang, Plafon, Pottschampa, Parable, Patmone, Dähsläta oder Temmelwahn, was die meisten der vielen Zuschauer kaum verstanden. Vor allem aber setzte er sich für eine Förderung der Saarlouiser Plattsprachen ein. So forderte er die Gründung eines Vereins zur Pflege der Saarlouiser Mundarten, was von den Tonton-Preisträgern früherer Jahre umgehend aufgegriffen wurde. Bereits zwei Tage nach der Preisverleihung wurde von den „Tontons“ ein „Komitee zur Verteidigung der Saarlouiser Mundarten“ gegründet. Erste Forderung war, die Saarlouiser Straßenschilder auch in Platt zu beschriften und die Mundart als Schulfach einzuführen. Fürwahr, Michel Tonton hätte seine Freude gehabt! Drei Lisdorfer in Gremien der Kirchlichen Sozialstation gewählt Ilse Zell aus dem Sauerdornweg ist neue Geschäftsführerin, Günter Fontaine ist neuer Verwaltungsratsvorsitzender des Vereins zur Förderung der ambulanten Krankenpflege Saarlouis-Saarwellingen. Die Mitgliederversammlung hat für einen vollständigen Wechsel des Verwaltungsrates gestimmt. In geheimer Wahl wurden in den Verwaltungsrat gewählt: Günter Fontaine, Peter Hafner, Rosi Wolf und Norbert Zell (Lisdorf). Die katholischen Kirchengemeinden werden vertreten durch Dr. Egbert Adolph, Saarwellingen, Klaus Hild (Lisdorf), die evangelischen Kirchengemeinden vertritt Pfarrer Jörg Beckers. Es sind also insgesamt drei Lisdorfer in verantwortliche Positionen des Vereins gewählt worden. Der Verein zur Förderung der ambulanten Krankenpflege hat zurzeit rund 4000 Mitglieder und ermöglicht seit mehr als 30 Jahren im Pflegefall die größtmögliche Unterstützung für häusliche Pflegefälle. Ilse Zell betonte nach ihrer Wahl: „Diese Unterstützung geschieht durch Kompetenz und Qualität in der Pflege, aber auch finanziell durch Reduzierung der anfallenden Kosten. Dank der soliden Arbeit des vorherigen Verwaltungsrates und der Geschäftsführung können die jetzigen Gremien ihre Aufgaben zuversichtlich angehen und auf eine ausgewogene Finanzpolitik zurückgreifen. Der Förderverein ist ein kompetenter Partner der Kirchlichen Sozialstation Saarlouis-Saarwellingen und des mit ihm eng verbundenen Vereins ‚Daheim leben mit Demenz’“, erklärte Ilse Zell weiter. Bild: Ilse Zell und Günter Fontaine haben Führungsaufgaben im Förderverein übernommen (Foto: Sozialstation).
  11. 11. - 11 - Wall-Partie 2010 Am 21. August führte die Stadt Saarlouis im Stadtgarten zum zweiten Male die große Wall-Partie durch. Hauptakteure waren die Saarlouiser Stadtteile, die in einer Art „Spiel ohne Grenzen“ im freigelegten Wallgraben gegeneinander wetteiferten. Der Stadtteil Lisdorf stellte unter der Leitung von Herbert Germann und Bernd Hawner eine Mannschaft von zehn Kämpfern und zusätzlichen Helfern und zog wie im Vorjahr unter dem Lisdorf-Label „Lisdorf – alles im grünen Bereich“ in grünen Trikots ins Feld. Kulinarisch gestärkt wurden sie von den Frauen der katholischen Frauengemeinschaft Lisdorf (kfd). Diese bereiteten unsere bekannte Vitamin- bombe zu, den Lisdorfer Salatteller, der sich bereits im Vorjahr als eine Art „Geheimwaffe“ bewährt und unser Team zu Höchstleistungen angespornt hatte. Auch in diesem Jahr bewies das Wundermittel seine vielfältigen Eigenschaften. Da die Wettbewerbe erst gegen 13 Uhr nach dem gemeinsamen Mittagessen begannen, konnte der Salatteller seine stärkende Wirkung voll entfalten. Das „Grüne Team“ aus Lisdorf, darunter auch unser Staatssekretär Georg Jungmann sowie Vertreter etlicher Vereine, zeigte sich auch bei der zweiten Auflage jederzeit auf der Höhe des Geschehens. Obwohl sich die anderen Stadtteile in diesem Jahr miteinander verschworen hatten, um den „Lisdorfer Kappeskeppen“ den Titel aus dem Vorjahr abzujagen, ließen sich unsere Akteure nicht ins Bockshorn jagen und punkteten in jedem Wettbewerb. Unsere Mannschaft erwies sich auch diesmal trotz starker Hitze am Nachmittag als konzentriert und konditionsstark und konterte die spielerischen Attacken der Gegner souverän. Wie im Vorjahr sammelte das Lisdorf-Team die meisten Punkte in Form von grünen Steinen. Die Mannschaften der anderen Stadtteile bliesen zum Angriff auf die Lisdorfer Bastion, konnten sie jedoch nicht schleifen. Am Ende belegten drei Mannschaften den ersten Platz. Lisdorf, das seinen Titel verteidigte, teilte sich den Sieg mit den punktgleichen Mannschaften aus Fraulautern und vom Steinrausch. Die Wall-Partie 2010 erlebte also drei Sieger und der Wanderpokal wird alle vier Monate weitergereicht von Fraulautern nach Lisdorf und dann zum Steinrausch. Dennoch steht eines wieder einmal fest: Die besten und fähigsten Saarlouiser wohnen weiterhin im sonnigen Saarlouiser Süden, im bald 1100-jährigen Stadtteil Nummer vier mit dem Namen Lisdorf! Herzlichen Glückwunsch den würdigen Vertretern unseres Stadtteiles!
  12. 12. - 12 - Erfolgreiche Tänzer aus Lisdorf Eliza Theobald hat mit neun Jahren bei der Tanzgruppe „L’èquipe“ in der Jugendliga angefangen, Jazztanz zu betreiben. Bereits mit zwölf Jahren tanzte sie mit der Tanzformation „Passo Mobile“ in der Oberliga und mit 14 in der Regionalliga. Mit 16 Jahren tanzte sie mit der Tanzformation „Performance“ in der 2. Bundes- liga und stieg im Jahr 2007 in die 1. Bundesliga auf. Mit 17 Jahren wurde sie in die Tanzformation „autres choses“ berufen und belegte auf Anhieb den 2. Platz in der ersten Bundesliga. Mit dieser Platzierung qualifizierte sich die Mannschaft für die Weltmeisterschaft im Jazztanz 2008 in Oslo. Dort belegte sie mit ihrer Mannschaft in der Kategorie „Jazz Dance“ den 8. und in der Kategorie „Modern Formations“ den 3. Platz. In der Saison 2009 wurde Eliza mit der Formation „autres choses“ mit siebenmal Höchstnote Deutscher Meister und qualifizierte sich für die Weltmeisterschaft in Niagara Falls in Canada. Dort belegte sie unter anderem in der „Modern Formations“ wieder den 3. Platz und im Duo Ballet den 4. Platz. Seit Anfang dieses Jahres tanzt Eliza nun solo. Und auch hier hat sie schon erste Erfolge erzielt. In der „Dance Competition Saarlouis“ hat sie in der Kategorie Solotanz den ersten Platz erreicht. Mit Julia-Tabea Steinmetz aus der Gatterstraße wohnt eine weitere deutsche Spitzentänzerin in Lisdorf. Sie wurde mit der Jugendformation „L’èquipe“ in diesem Jahr deutsche Meisterin und ist auf dem besten Wege, auch im Erwachsenen- bereich Meisterschaften zu erringen. Lisdorf aktuell wünscht beiden Tänzerinnen viel Erfolg auf ihrem weiteren sportlichen Weg. Erfolge für Lisdorfer Grundschüler Katharina Greis gewinnt Vorlesewettbewerb In der Saarlouiser Stadtbibliothek wurde der Regionalentscheid des Lesedino-Vorlesewettbewerbs ausgetragen. Der Wettbewerb bestand aus zwei Teilen. Zunächst durften die Grundschüler einen Text ihrer Wahl lesen, dann war die Pflichtlektüre dran, die für die jungen Leser eine Herausforderung darstellte. Jeder Lesevortrag ging über drei Minuten. Es geht nicht um das möglichst fehlerfreie Abspulen eines einstudierten Textes, die Vorleser müssen formale Lesetechniken beherrschen und mit ihrem Vortrag das Publikum „erreichen“. Dazu sind eine deutliche Aussprache, eine sinngemäße Betonung und ein angemessenes Lesetempo nötig. Am Ende konnte Katharina Greis aus Lisdorf die Jury mit ihrem Lesevortrag überzeugen und gewann den diesjährigen Lesewettbewerb. Silbermedaille bei der Mathematik-Olympiade 2010 Im Februar 2010 fand im Saarland der Landesentscheid zur Mathematik-Olympiade 2010 statt. In diesem Schuljahr nahm die Grundschule Lisdorf erstmalig an der Mathe-Olympiade teil. Sie belegte in Klassenstufe 4 auf Anhieb mit 4 Preisträgern landesweit den 2. Platz!. Die vier glücklichen Gewinner aus Lisdorf sind: Pia Anton, Anna-Lena Blasius, Katharina Greis und Tim Kaldun. Lisdorf aktuell gratuliert allen Gewinnern ganz herzlich!
  13. 13. - 13 - Lisdorfer Dr. Holger Groß errichtet Facharztzentrum in Saarlouis Der Lisdorfer Orthopäde Dr. Holger Groß müsste mit seinem Praxis-Standort im Ärztehaus am Theater am Ring in der Saarlouiser City mehr als zufrieden sein, zumal er sehr viele Patienten und eine der größten orthopädischen Einzelpraxen im Saarland hat. Die erforderlichen Operationen führt er in der St.-Elisabeth-Klinik in Saarlouis durch. Von Anfang an unzufrieden war er aber mit der Parkplatz-Situation im näheren Bereich seiner Praxis. Viele seiner geh- oder bewegungsbehinderten Patienten beklagen sich, dass sie in der Nähe keine Parkplätze vorfänden. Deshalb war er schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem neuen Praxis-Standort. Als von der Bundeszollverwaltung das bisherige Hauptzollamtsge- bäude in der Saarlouiser Pavillon- straße aufgegeben wurde, hat Holger Groß schnell zugegriffen. Mit einem Kollegen, dem Saarlouiser Kinderarzt Dr. Schahin Aliani, hat er die Projekt-Gesellschaft „Saarlouis Medical Center GmbH und Co. KG“ gegründet und nach Vorgesprächen mit der Stadt Saarlouis, der Ärztekammer und der Ärzte- und Apothekerbank das Gebäude mit ca. 5000 qm Fläche gekauft. Sie beabsichtigen, dort ein Fachärzte- zentrum für 12-15 Fachärzte der verschiedenen Fachrichtungen, eine Apotheke, ein Sanitätshaus und weitere medizinische Einrichtungen zu installieren. Laut Planung des Saarlouiser Architekturbüros Schmitt und Leinen ist vorgesehen, im 1. Bauabschnitt das vorhandene viergeschossige Bürogebäude in Arztpraxen umzuwandeln und nach Abriss des alten Zollabfertigungsgebäudes stattdessen weitere Räumlichkeiten für Arztpraxen zu schaffen. Das Zentrum soll zur gemeinsamen Nutzung durch die dortigen Ärzte mit den neuesten medizinischen Geräten ausgestattet werden, die sich der einzelne Arzt aus wirtschaftlichen Gründen nur schwerlich selbst allein anschaffen kann. Der große Vorteil des Standortes sind die zahlreichen Parkplätze, die direkt hinter dem Gebäude angelegt werden können. Nach der vom zuständigen Stadtratsausschuss abgesegneten Planung sind dort insgesamt 120 Parkplätze vorgesehen. Mit den seitlich am Gebäude vorhandenen Parkplätzen stehen dann etwa 140 Parkplätze zur Verfügung, so dass zukünftig alle Patienten in unmittelbarer Nähe der Eingänge parken können. Die Bauarbeiten am Gebäude, in dem zu Hauptzollamtszeiten eine ganze Reihe von Lisdorfer Zollbeamten gearbeitet hatten, haben bereits im März dieses Jahres begonnen, so dass die Fertigstellung des 1. Bauabschnittes und die Eröffnung des neuen Fachärztezentrums in Saarlouis im Januar 2011 erfolgen können. Das Hauptzollamtsgebäude wurde 1962/63 errichtet und ist seit der Verlegung des Hauptzollamtes nach Saarbrücken im Jahre 2005/06 außer Betrieb gesetzt worden. Holger Groß wurde 1970 als ältestes Kind der Eheleute Heiner und Marie-Luise Groß in Saarlouis geboren. Nach Besuch der Grundschule „Professor Ecker“ in Lisdorf und des Max-Planck- Gymnasiums in Saarlouis legte er 1990 sein Abitur ab. Danach studierte er an den Universitäten Heidelberg, Detroit und Mannheim Medizin und schloss mit dem Doktor der Medizin ab. Seine Facharztausbildung als chirurgischer Orthopäde absolvierte er in Mannheim, Bruchsal und Köln, seine Facharztprüfung legte er in Saarbrücken ab. Danach übernahm er von Dr. Rolf Lück dessen Praxis im Ärztehaus am Theater am Ring. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.
  14. 14. - 14 - Straße im Rosenthal saniert Über viele Jahre ärgerten sich viele Nutzer, vor allem die Lisdorfer Landwirte, über den schlechten Ausbauzustand der Rosenthalstraße ab dem Sportplatz bis zum Wegekreuz auf dem Lisdorfer Berg. Auf Antrag der Stadtratsfraktionen wurden in den Haushalt der Stadt im vergangenen Jahr die erforderlichen Mittel eingestellt. Im Frühjahr wurden nun der Straßenbelag erneuert, die Seitenbankette etwas ausgebessert und zusätzlich auch die Straßenverbindung zur Holzmühle ausgebaut. Damit ist ein langjähriges Ärgernis beseitigt, das von Lisdorfer Stadtverordneten und Landwirten seit Jahren immer wieder bei der Stadtverwaltung moniert worden war. Wenn auch die Sanierung etwas lange auf sich hat warten lassen, so überwiegt jetzt doch die Zufriedenheit über den erfolgten Ausbau. Neue Ampelanlage in der Provinzialstraße Durch die neue Ampelanlage in der Provinzialstraße in Höhe der Raiffeisenbank ist der Schulweg für die Kinder aus dem oberen Teil der Straße und dem Bereich Rosenthal und Flurweg deutlich sicherer geworden. Dazu ist der Gang zur Bank und zum Ladengeschäft nun auch für ältere Mitbürger ohne Gefahren möglich. Diese Ampelanlage wurde von uns seit Jahren gefordert, weil es immer wieder zu gefährlichen Situationen durch Vollbremsungen kam, wenn Fahrzeuge im Bereich des Landwehrkreuzes Fußgänger beim Überqueren der Provinzialstraße zu spät „entdeckten“. Obwohl die Ampelanlage mehrfach von den zuständigen Behörden abgelehnt wurde, blieb die Lisdorfer CDU beharrlich am Ball. Letztlich konnte das Argument des sicheren Schulwegs überzeugen, die Ampel wurde im Frühjahr genehmigt und sogleich von Kreis und Stadt errichtet.
  15. 15. - 15- KINDERLAND - Die neue Kindertageseinrichtung des Landkreises Saarlouis - Der Kreis baut derzeit auf dem Campus Nobel in Saarwellingen eine neue Kindertageseinrichtung. Sie soll die vorhandenen Betreuungseinrichtungen durch zusätzliche Angebote ergänzen. Die neue Kita des Kreises ist als Ganztagseinrichtung für Kinder von acht Wochen bis sechs Jahren konzipiert. Die Öffnungszeiten der Einrichtung orientieren sich an besonderen Betreuungsbedarfen, die von Eltern oder Arbeitgebern als Kooperationspartnern nachgewiesen werden müssen. Hierdurch können Eltern ihren Familienalltag sowie ihre beruflichen Planungen flexibler gestalten und besser miteinander verbinden, gerade wenn sie im Schichtdienst arbeiten. In der Kita werden fünf Gruppen mit insgesamt 90 Plätzen vorgehalten. Davon sind bis zu drei Gruppen für Kinder aus Saarwellingen vorgesehen. Am 20. Januar dieses Jahres gab unsere Landrätin Monika Bachmann auf dem Campus Nobel das Startzeichen zum Bau dieser kreisweiten Kindertagesstätte, die Ende des Jahres eröffnet werden soll. Sie ist davon überzeugt, dass mit den deutlich erweiterten Öffnungszeiten eine Versorgungslücke geschlossen werden kann und über den Angeboten der Kommunen hinaus eine qualifizierte Kindertagesbetreuung sichergestellt wird. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf ca. 2,4 Mio. Euro und wird durch Bundes-, Landes-, Kreis- und kommunale Mittel finanziert. „Ich hoffe“, so unser Lisdorfer Kreistagsmitglied Bernd Lay, „dass das Projekt sehr zügig abgewickelt wird, um schnellstmöglich Familien, die dieses Angebot nutzen wollen, den Druck aus ihren persönlichen Planungen zu nehmen.“ Impressum: Herausgeber: CDU-Ortsverband Lisdorf III. Gartenreihe 50 Tel. 40155 Fax 122464 JUNGE UNION Lisdorf Thirionstraße 22 Tel. 461119 Redaktion: Georg Jungmann, Klaus Hild, Frederic Becker, Heiner Groß, Bernd Lay, Andreas und Harald Weiler, Gabriele Schmitt, Gudrun Jungmann, Gabi Germann, Robert Schütz, Tim Flasche, Karl Schneider . Redaktionsschluss war am 25. September. Diese Zeitschrift wird durch ehrenamtliche Helfer verteilt, eine zeitgleiche Verteilung in Lisdorf ist deshalb nicht gewährleistet. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Verfassers wieder und nicht unbedingt die Meinung der CDU Lisdorf. Weitere Exemplare dieser Ausgabe liegen aus in der CDU-Kreisgeschäftsstelle, Saarstraße 4, und können dort kostenlos abgeholt werden.
  16. 16. Industrie- und Gewerbegebiet Lisdorfer Berg Rund 160 Bürger besuchten eine Bürgerinformation in der Hans-Welsch-Halle in Lisdorf. Stadtverwaltung, die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) und die beteiligten Ingenieurbüros informierten über den Bebauungsplan zur Entwicklung eines Industrie- und Gewerbeparks auf dem Lisdorfer Berg, der etwa Ende 2011 genehmigungsfertig sein soll. Es soll eine Teilfläche von rund 100 Hektar erschlossen werden, die links der B 269 neu (von der Saar her) auf dem Lisdorfer Berg liegt. In einem ersten Bauabschnitt soll das abfallende Gelände in vier Terrassen modelliert werden. Dazu müssen 1,7 Millionen Kubikmeter Erde verschoben werden. Die Modellierungsmaßnahme gleicht die Höhenunterschiede aus, die rund zehn bis 15 Meter betragen. In dem Gebiet soll ein gesunder Branchenmix von Industrie und Gewerbe entstehen, jedoch keine Fachmärkte. Für die Energieversorgung werden Möglichkeiten regenerativer Energie untersucht, vielleicht auch eine Nutzung der Gase der ehemaligen Mülldeponie auf dem Lisdorfer Berg oder des Grünschnitts der Kompostieranlage. Das Niederschlagswasser soll zu 75 Prozent vor Ort versickern oder verdunsten, stellte Planer Wolfgang Jakobs dar. Dazu gebe es drei große Rückhaltebecken. Am Ende des rund 1,5 Kilometer langen Überlaufs zur Saar fließe das Wasser offen über Kaskaden ab. Die Zu- und Abfahrten über die B 269 neu sowie A 620 entlasteten die angrenzenden Stadtteile, hieß es. Planer Guido Kohnen schätzte „maximal 0,4 dB Zunahme Lärm bei Nacht“, zu gering, um es zu bemerken; so seien „keine kritischen Belastungen in den Wohngebieten zu erwarten“. Ein neues Gutachten soll die klimatische Situation klären. Laut früheren Untersuchungen liefert der Lisdorfer Berg wichtige Frischluft für die Stadt. Diese Funktion sei jedoch schon beeinträchtigt durch den Damm der B 269 neu und die A 620, erklärte Umweltfachmann Guido Jost. Die öffentliche Hand ist bereits im Besitz von etwa 80 % der Flächen in diesem Gebiet. Die LEG sei weiter daran interessiert, möglichst viele Flächen zu erwerben. Um zusammenhängende Flächen zu erhalten, gebe es die gesetzliche Möglichkeit eines Umlegungsverfahrens, antwortete Heinz-Peter Klein von der LEG auf eine entsprechende Frage eines Lisdorfer Bürgers. „Zwischen Land und Stadt besteht Einigkeit über dieses Projekt. Denn der Lisdorfer Berg ist eines von sechs großen Projekten dieser Art im saarländischen Masterplan zur Schaffung von Industrieflächen. Es wird auch von vier Ratsfraktionen „mit überwältigender Mehrheit“ mitgetragen“, äußerte sich der städtische Beigeordnete Manfred Heyer zum Abschluss der Veranstaltung. Die nächste Bürgerinfo zum Industriegebiet Lisdorfer Berg war geplant für Donnerstag, 30. September in der Mehrzweckhalle Neuforweiler. Infos gibt es auch beim Stadtplaner Jürgen Baus, Telefon (06831) 443332.

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