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Ausgabe 01|2014
06		Interview
		
Florian Amberg über Bewegt-	
		 bildeinsatz in der IK

Klartext IK Medieneinsatz
Thomas Hoch (juwi), Matthias Börner (Mainova) S. 2

07		Fachbeitrag
		 Schaub über Bewegt-	
Sonja
		 bilder in der IK
09		Fachbeitrag
		 Thomas Kreye über 	
Dr.
		 Enterprise 2.0-Systeme
11		Fachbeitrag
	
	 Heiner G. Koppermann über die 	
		 Nutzung der kollektiven Intelli-	
		genz

Interview

Relaunch der MAZ update

13		Fachbeitrag
		
Annabelle Atchison über die 	
		 neue Interne Kommunikation

Carolin Anselmann (Vodafone) S. 5

14		Nachgefragt	
		Stellenausschreibungen
15|16		 Schon vorgemerkt?
		
Social Media Praxistage
		 Tagung Interne Kommunikation	
	
18		 Schon gelesen?	
		
Buchtipps l Buchrezensionen

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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
Menschen gucken einfach gern Menschen. Das ist auch am Arbeitsplatz so. Sollte man das nicht nutzen – auch
oder gerade in der Internen Kommunikation? Sonja Schaub von der Hirschen Group (S.7) und Florian Amberg
von Thüga (S. 6) sind sich einig, Bewegtbilder wie Video, Podcast, Video-Newsletter oder Produktfilme werden
an Bedeutung zunehmen. Und das macht durchaus Sinn. Denn Filme sind nicht nur unterhaltsamer sondern auch
nachhaltiger. Die Botschaft setzt sich besser fest. Bewegtbild gehört in die Champions League, meint Amberg.
Neben Bewegtbild widmet sich die aktuelle Newsletterausgabe Themen wie Kollaborationssysteme im Intranet, Mitarbeitereinbindung und die Rolle der Internen Kommunikation. Dass es im Instrumenteneinsatz nicht nur
auf Masse ankommt, darüber diskutieren in unserer Rubrik Klartext IK Matthias Börner (Mainova) und Thomas
Hoch (juwi). Carolin Anselmann stellt darüber hinaus den Relaunch der Vodafone-Mitarbeiterzeitung update vor.
Nicht zuletzt möchte ich Ihnen unsere kommende Tagung Interne Kommunikation am 14./15. Mai in Düsseldorf ans Herz legen,
die sich mit Interner Kommunikation in Bewegung auseinandersetzt, und wünsche Ihnen wie immer viel Spaß beim Lesen!
Ihre Madlen Brückner
IK im Fokus 1/2014 // Klartext IK

masse ist nicht immer klasse
	

Interview mit Matthias Börner, Mainova, und Thomas Hoch, juwi, über ihren Medieneinsatz in der Internen Kommunikation

Wer die meisten Kanäle bedient, informiert am besten. Fast mutet der aktuelle
Trend in der Inter nen Kommunikation
wie ein Wettlauf um die meisten Instrumente an? Ist Masse gleich Qualität?
Thomas Hoch: Die Interne Kommunikation definiert sich häufig zu sehr über ihre Instrumente.
Nach dem Motto: Mein Intranet, meine Mitarbeiterzeitschrift, mein Vorstandsblog. Dabei ist
die Größe des Instrumentenkastens allenfalls
zweitrangig. Wichtig ist doch: Habe ich die
richtigen Instrumente für die Kommunikationsaufgaben, die ich zu erfüllen habe.
Natürlich macht es Sinn, immer wieder über
neue, bessere Instrumente nachzudenken.
Dabei sollte man aber nicht vergessen, auch
die existierenden Instrumente zu hinterfragen:
Hilft uns das noch oder haben wir es nur noch,
weil wir es schon immer haben?
Spätestens dann, wenn die Ressourcen
knapper werden, ist man gezwungen, seinen Instrumentenkasten auszumisten. Und
das ist nicht das Schlechteste. Um auf die
Ausgangsfrage zurück zu kommen: Masse
ist nicht immer gleich Klasse – im
Gegenteil. Die Konzentration auf das Wesentliche hilft in der Regel auch der Qualität.
Thomas Hoch, juwi AG
Thomas Hoch ist Abteilungsleiter Interne Kommunikation und Corporate Publishing bei
der juwi AG, einem der
führenden Spezialisten
für erneuerbare Energien. Zuvor war er bei der
Unternehmensgruppe
Freudenberg neun
Jahre in verschiedenen
Kommunikationsfunktionen aktiv und verantwortete viele Jahre die
Interne Kommunikation.
Der Diplom-Volkswirt
hat zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn unter
anderem als Redakteur
bei einem Onlinemagazin gearbeitet.

die Informationen selbst – über die Inhalte?
Matthias Börner: Dies ist ein wesentlicher
Punkt! Die Information ist die Grundlage
unseres Handelns. Die richtig übermittelte
Information erzeugt einen Mehrwert für die
Mitarbeiter und generiert damit einen Beitrag in der Wertschöpfungskette. Durch
Information entsteht Wissen, durch Wissen
Verständnis und durch Verständnis eine Meinung, welche idealerweise ein Handeln im
Sinne des Unternehmens auslöst. Die Art und
Geschwindigkeit der Informationsübermittlung
spielt in dieser „Wirkungskette“ natürlich eine
wesentliche Rolle. Aber am Anfang steht immer
die Information selbst – daher muss die Frage
nach der Kernbotschaft und Relevanz immer
vor allen anderen Fragen stehen.
Thomas Hoch: Die Medien sind in der Internen
Kommunikation Mittel zum Zweck. Und der
heißt zu allererst: Ich möchte Informationen
an den Mitarbeiter bringen. Natürlich geht es
auch um Vernetzung, um Wertevermittlung, um
Beteiligung. Aber das alles braucht Inhalte.
Das Aufspüren von Themen, das Setzen von
inhaltlichen Schwerpunkten, das Erzählen
von Geschichten – das sind Kernaufgaben der
Internen Kommunikation. In unserem Metier
gilt: Wir müssen ein Gefühl für die wesentlichen Themen im Unternehmen haben und
ein Gespür für die Geschichten entwickeln,
die zur Identität passen. Und nicht zu vergessen: Wir müssen sie auch erzählen können.
Das journalistische Handwerk ist für viele
Aufgaben in der Internen Kommunikation eine
Grundvoraussetzung.
Zudem müssen wir gut vernetzt sein, damit
wir überhaupt Interessantes, Wichtiges und
gerne auch Außergewöhnliches erfahren. Und
dann geht es darum, auszuwählen – die richtige Mischung zu finden. Trotz aller Trends zum
Social Intranet wird es immer auch einen Teil
geben, für den eine Redaktion unverzichtbar
ist.

Matthias Börner: Kommunikation funktioniert
noch sehr stark nach dem „Sender-Empfänger“ Prinzip. Die Tatsache, dass dem Sender
heute mehr Kanäle zur Verfügung stehen,
verleitet zum „Gießkannenprinzip“ – oder
anders gesprochen: Einer der vielen Kanäle,
die ich mit meinen Botschaften bediene, wird
schon von meiner Zielgruppe wahrgenommen.
Dabei haben wir als Kommunikatoren immer
noch die Rolle des „Orchesterdirigenten“ Nicht
.
die Anzahl an Instrumenten macht ein gutes
Orchester aus, sondern ihr Zusammenspiel.
Erst dann nimmt der Zuhörer einen harmonischen Klang wahr. Eine zielgenaue Ansprache
erreiche ich durch eine intelligente Verknüpfung
unterschiedlicher Kanäle, nicht durch die reine
Anzahl der Instrumente. Zu wissen, welche
Kanäle wie und wann am besten verknüpft Immer häufiger klagen Mitarbeiter über eine
oder einzeln bespielt werden, ist die eigentliche Flut an Informationen. Zeitgleich fühlen sie
Herausforderung.
sich in den wichtigen Belangen schlecht informiert. Wie erklären Sie sich dieses Paradox?
Auch die Digitalisierung der Medien wird als Matthias Börner: So paradox ist das nicht. War
Allheilmittel gesehen, je schneller ich meine es in früheren Zeiten schwierig, überhaupt
Informationen an den Mitarbeiter bringe, eine Information zu erhalten, ist es heute eben
desto besser. Aber wer spricht noch über schwierig, das Wichtige vom weniger Wichtigen

2
IK im Fokus 1/2014 // Klartext IK

zu trennen. Eine Konstante bleibt jedoch: Es
ist immer der gleiche Mitarbeiter, welcher nun
mehr denn je gefordert ist, in seinem Tagesgeschäft für sich relevante Informationen
herauszufiltern. Was ich eher als Herausforderung ansehe, ist die berechtigte Nachfrage
nach glaubwürdigen Informationen – was ja
beim Rezipienten die Fähigkeit voraussetzt, die
Hülle zu durchdringen und zum Kern vorzustoßen. Ich beobachte aber genau das Gegenteil:
Bei der Vielzahl an Kanälen und Informationen
ist eine Blockade der Wahrnehmung ein nachvollziehbarer Schutzmechanismus unseres
Körpers. Obwohl die Information vorliegt, wird
diese ignoriert oder schlichtweg nicht verstanden. Eine zukünftige Lösung dieses Problems
kann sein, die eigene Belegschaft in der
Ansprache stärker zu unterscheiden. Dieser
Unterschied ist deutlich spezifischer als die
klassische Einteilung: „Wer ist Führungskraft
und wer Mitarbeiter“? Die zunehmende Digitalisierung ermöglicht uns die gezielte Ansprache
von Anwendern, Beteiligten, Betroffenen – um
nur einige Attribute zu nennen – innerhalb
einer Belegschaft. Gleichzeitig erhält man eine
solide Grundlage für intelligentes Themenmanagement und ein besseres Aussteuern
der Kommunikationskanäle. Das Prinzip „Alle
bekommen alles“ wird in der Internen Kommunikation zukünftig nur schwer durchzuhalten
sein.

Matthias Börner, Mainova AG
Matthias Börner ist
seit 2010 Leiter Interne
Kommunikation & Markenführung und Stellv.
Leiter Konzernkommunikation bei der Mainova
AG. Zuvor war er als
Projektmanager Marketing-Kommunikation
bereits bei der Mainova
AG tätig, Seit 2013 ist
er zudem Dozent für
Energiemarketing und
/-vertrieb bei der
ConEnergy Akademie.

Wie lassen sich Ihrer Meinung nach
Strategien und Haltungen der Unternehmensführung am besten vermitteln?
Thomas Hoch: Am überzeugendsten und
authentischsten geht das über den persönlichen Auftritt. Das heißt: Dort wo es möglich ist,
sollte eine Unternehmensleitung die Chance
nutzen, live zu überzeugen. Wir haben regelmäßig Mitarbeitervollversammlungen, bei denen
der Vorstand einen Großteil der Belegschaft
persönlich informiert. Das Ganze wird live in die
Niederlassungen übertragen, so dass wir damit
gut 90 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland
erreichen. Für die Kollegen in den Auslandsniederlassungen gibt es anschließend eine
Videozusammenfassung mit den wichtigsten
Botschaften.
Natürlich ist so etwas in einem Unternehmen
mit einer großen Zentrale und verhältnismäßig wenigen Niederlassungen leichter zu
organisieren als in weit verzweigten Unternehmensgruppen. Aber auch in diesen Fällen
gibt es Mittel und Wege, um wesentliche Botschaften persönlich zu vermitteln: etwa durch
Roadshows oder die Einbindung der nächsten
Führungsebene. Ich halte auch Videobotschaften, den Vorstandsblog oder die E-Mail des
Vorstands an alle Mitarbeiter für geeignete
Instrumente – und nicht zu vergessen: die Mitarbeiterzeitschrift. Sie ist prädestiniert dafür,
Strategie und Hintergründe zu erklären.

Thomas Hoch: Mag sein, dass wir in manchen
Fällen zu viel kommunizieren. Entscheidender
aber ist: Es gelingt uns nicht immer, die wirklich wichtigen Informationen rechtzeitig und
verständlich an den Mitarbeiter zu bringen. Das
hat manchmal mit den Abstimmungsprozessen zu tun, die zu lange dauern. Viel wichtiger
erscheint mir aber ein anderer Aspekt: Nicht
immer gibt es die Klarheit, nach der die Mitarbeiter sich sehnen.
Gerade in Veränderungssituationen gibt es
nun mal Unsicherheiten. Das kann daran liegen, dass Informationen bis auf die höchste
Leitungsebene nur unvollständig vorliegen,
Entscheidungen noch ausstehen oder die Konsequenzen noch nicht bis ins Detail durchdacht
sind. Mitarbeiter spüren die Unsicherheit und
fühlen sich schlecht informiert.
Die Inter ne Kommunikation kann hier
Rückkopplungskanäle anbieten. Wirklich
entscheidend aber ist das Verhalten der Führungskräfte. Gerade dort, wo die Dinge im Fluss
sind, dürfen sie sich nicht verstecken. Es ist ihre
Aufgabe, auf Fragen einzugehen, die Situation
und auch den Prozess zu erklären. Sonst entsteht schnell ein kommunikatives Vakuum. Und
das wird dann ziemlich schnell vom Flurfunk
gefüllt.

Matthias Börner: Strategien und Haltungen
brauchen einen klaren Absender. Dieser ist
glaubwürdig und verfügt über die passende
Reputation. Hinzu kommt, mögliche Entscheidungen und Strategien in einen klaren Kontext
zu setzen. Was sind die Hintergründe? Warum
wird so gehandelt? Je klarer erläutert wird,
umso weniger Spielraum existiert für Gerüchte
und Interpretationen. Der dritte Punkt ist die
Ableitung einer klaren Konsequenz vielleicht
sogar in Verbindung mit einem Handlungsauftrag. Die wesentlichen Fragen lauten: „Was
bedeutet das für mich? Was kann ich tun?“
Bleiben sie offen, schaffen wir einen Nährboden
für Unbehagen und Verunsicherung, welche zu
fehlenden oder sogar falschen Handlungen
führen kann. Darüber hinaus haben wir gute
Erfahrungen damit gemacht, die Kommunikation solcher Themen klassisch von „oben nach
unten“ aber gleichzeitig von „unten nach oben“
aufzubauen. Eine mehrstufige Kommunikationsplanung in Verbindung mit Dialogangeboten
auf den unterschiedlichen Unternehmensebenen kann hier zu einem konstruktiven Dialog
im gesamten Unternehmen führen – auch bei
kritischen Themen.

3
IK im Fokus 1/2014 // Klartext IK

Wie treffen Sie Ihre Entscheidungen,
welches Medium zum Einsatz kommt?
Thomas Hoch: Anhand einiger einfacher Fragen. Wen will ich erreichen? Wie wichtig ist
die Information? Welchen Charakter hat das
Thema? Bei sehr wichtigen Themen erwarten
die Mitarbeiter zurecht, dass sie vom Vorstand
selbst informiert werden. Wenn es eine Chance
dazu gibt, dann geschieht das im Rahmen einer
Veranstaltung. Wir nutzen in solchen Fällen
aber auch häufig das Instrument der VorstandsE-Mail. Geht es um Identität, Hintergründe und
Strategie, nimmt die Mitarbeiterzeitschrift eine
wichtige Rolle ein. Und für die regelmäßige
Information der Mitarbeiter haben wir ein sehr
gut akzeptiertes Intranet, in dem wir täglich
aktuelle Meldungen veröffentlichen.
Matthias Börner: Auch für uns steht am
Anfang immer die Frage: Was wollen wir
kommunizieren? Wir definieren als erstes
die Kernbotschaften und leiten daraus ab, für
wen innerhalb der Belegschaft sie die höchste
Relevanz haben. Daraus ergibt sich dann,
welches Medium zum Einsatz kommt. Dabei
sind unsere Hauptinstrumente in der Internen Kommunikation noch die wesentlichen
Klassiker: Aktuell und kurzfristig – Intranet,
strategisch mit Hintergrundinformationen –
Mitarbeitermagazin. Aber wir haben auch eine
Reihe von Sonderinstrumenten, welche wir je
nach Thema, Zielgruppe und Relevanz nutzen.
Diese gehen von personalisierten Bereichen
im Intranet, über Sonderbeilagen, z.B. in
der monatlichen Gehaltsabrechnung, bis zu
personalisierten Briefen an Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern im Konzern. Dabei ist der
gedruckte Anteil in unseren Kommunikationskanälen noch sehr hoch – das hat auch seinen
Grund: Ca. 50 Prozent unserer 2.800 Mitarbeiter haben keinen regelmäßigen Zugang zu
einem PC-Arbeitsplatz. Dies müssen wir immer
berücksichtigen, denn wir wollen keine „Zwei-Klassen-Informationsgesellschaft“ schaffen. Wir
bedienen diese Kolleginnen und Kollegen deshalb regelmäßig mit einem gedruckten Newsletter.
Wie sieht die zukünftige interne Komm u n i k a t i o n s a r b e i t a u s ? Wa s s i n d
d i e H e r a u s fo rd e r u n g e n , vo r d e n e n
Sie in den nächsten Jahren stehen?
Matthias Börner: Unsere zukünftige Arbeit in
der Internen Kommunikation wird stärker davon
geprägt sein, die relevanten Informationen zielgruppenorientiert aufzubereiten. Im nächsten
Schritt müssen wir Kommunikatoren lernen,
dass auch unser Erfolg messbar ist. Denn auch
die Kommunikation kann ihren Wertschöpfungsbeitrag sichtbar machen. Ich glaube
allerdings auch, dass es da keine Muster gibt,
welche auf die unterschiedlichen Gegebenheiten, Anforderungen und Unternehmenskulturen

zugeschnitten sind. Planen, steuern und messen wird dabei weiter im Fokus stehen. Eine
weitere Aufgabe besteht darin neue Informationskanäle zu erschließen und aufzubauen. Ein
Beispiel: Jeder von uns kann heute Artikel im
Internet kommentieren, sich mit dem Verfasser
austauschen oder eigene Blogs betreiben. Der
klassische Empfänger wird so auch zum Sender von Informationen. Wir müssen nun prüfen,
wieviel Dialogelemente in der Internen Kommunikation möglich, nützlich und zielführend sind.
Thomas Hoch: Ich befürchte, dass die Veränderungsgeschwindigkeit nicht nachlässt, eher
im Gegenteil. Das gilt für den Energiesektor
im Besonderen, aber bestimmt auch für viele
andere Branchen. Wir müssen den Mitarbeitern nicht nur die Notwendigkeit dieser fast
permanenten Veränderungen vermitteln, wir
müssen auch dafür sorgen, dass Motivation
und Identifikation nicht verloren gehen. Das ist
natürlich nicht nur eine Herausforderung für
die Interne Kommunikation, es betrifft viele –
vom Vorstand über die Führungskräfte bis zur
Personalabteilung.
Ein anderes Thema: Es gilt Elemente aus dem
Bereich Social Media nutzbringend in unsere
Medien zu integrieren. Wenn dies gelingt, dann
stärkt dies die Bottom-Up-Kommunikation, die
Vernetzung und den Wissensaustausch. Wir
können mit unseren Instrumenten viel dazu beitragen, dass das im Unternehmen vorhandene
Wissen besser nutzbar gemacht wird. Das wäre
ein unmittelbarer Beitrag zum Unternehmenserfolg. Und das bringt mich zu einem weiteren
Punkt: Die wenigsten von uns sind geborene
Controller. Und trotzdem müssen wir in Zukunft
unseren Beitrag zur Wertschöpfung des Unternehmens deutlicher belegen.

4
IK im Fokus 1/2014 // Im Interview

die neue update erzählt
grössere geschichten
	

Chefredakteurin Carolin Anselmann über den Relaunch der Mitarbeiterzeitung von Vodafone Deutschland

Carolin Anselmann,
Vodafone
Carolin Anselmann
ist seit Anfang 2008

Sie haben kürzlich die Vodafone-Mitarbeiterzeitung update in einem neuen
D e s i g n ve rö ffe n t l i c h t . Wa r u m h a b e n
S i e s i c h z u m Re l a u n c h e n t s c h l o s s e n u n d wa s h a t s i c h ve r ä n d e r t ?
Die erste Ausgabe der update ist im April
2008 erschienen. Wir haben seit Bestehen
der update immer wieder Layout-Elemente
aufgefrischt. Aber nach mehreren Jahren ist
dann auch einmal eine größere Überarbeitung nötig. Wobei man die update immer noch
erkennt. Für das neue Layout haben wir uns
an unseren Marken-Richtlinien orientiert. Die
update ist moderner und luftiger geworden
durch die Verwendung größerer Fotos, teils
größere Spaltenbreiten mit Flattersatz und
neue, kürzere Elemente für schnelle Nachrichten wie eine „Zahlen, Daten-Fakten“-Spalte.
Die größte Veränderung aber ist der Wechsel
von einzelnen Seiten beziehungsweise Rubriken hin zu einer Doppelseiten-Struktur. Wir
wollen Unternehmensthemen mehr in Verbindung zueinander setzen, mit der update
Hintergründe erläutern und Zusammenhänge
deutlich machen. Bei den neuen Rubriken
haben wir uns an den großen Themen des
Unternehmens wie Netz und Kundenservice
orientiert. Wir haben gemerkt, dass das alte
Layout an seine Grenzen gestoßen ist im Hinblick darauf, größere Geschichten zu erzählen.
Das können wir jetzt. Aber wir müssen jetzt
schon im Vorfeld noch intensiver recherchieren,
um die vielfältigen Themen richtig einzuordnen.

Chefredakteurin der
monatlich erscheinenden Vodafone-Mitarbeiterzeitung update.
Seit Dezember 2006
im Unternehmen
war sie zunächst für
Intranet-Meldungen
und Veranstaltungen
zuständig. Zuvor war sie
als Intranet-Redakteurin
und Projekt-Managerin
On Demand Workplace
Migration bei der IBM
Deutschland GmbH
tätig.

In Zeiten sozialer Medien und
Echtzeitkommunikation gelten Mitarbeiterzeitschriften häufig als ineffizient und
überholt. Worin sehen Sie dennoch die
Daseinsberechtigung von Mitarbeiterzeitungen?
Sicher, auch bei uns werden in Zeiten von
papierlosem Büro und digitalem Wandel Sinn
und Zweck wie auch die Kosten des Printmediums diskutiert. Den Online-Lesegewohnheiten
kommen wir mit PDF im Intranet und App entgegen. Es bekommt auch nicht jeder Mitarbeiter
ein persönliches Exemplar, die Auflage richtet
sich nach der Nachfrage in den Zeitungsständern. Wir haben allerdings viele Kolleginnen
und Kollegen in Shops oder Call Centern, die
die update nicht während der Arbeit am PC
lesen können. Und wir verschicken die update
an die Kollegen in Elternzeit. Die Zeitung soll
mit nach Hause genommen werden! Sie ist für
uns eine sinnvolle Ergänzung zu den aktuellen

Meldungen im Intranet, um Hintergründe zu
komplexen Themen zu bieten. Und um Themen
aus Mitarbeitersicht zu zeigen, wie es in Porträts oder Reportagen möglich ist.
Welche Interaktions- oder Responsemöglichkeiten bietet Ihre Mitarbeiterzeitung, um die
Leser zu involvieren?
Wir bieten natürlich im Blatt unsere E-Mail-Adresse an. Hierüber bekommen wir größtenteils
Themenvorschläge. Beliebt ist unser monatliches Gewinnspiel. Auch stellen wir die
Zeitung ins Intranet, hier können die Mitarbeiter
kommentieren. Und wir haben eine App mit
Archiv-Funktion, Suche und Kontaktmöglichkeit. Wir bieten Kolleginnen und Kollegen mit
dem „update-Leserbeirat“ regelmäßig die
Möglichkeit, die Redaktion zu treffen und Feedback zu geben. Mit dem Leserbeirat touren wir
durch die Regionen, so dass jeder einmal die
Chance hat, dabei zu sein. Beim Leserbeirat
im vergangenen Jahr haben wir eine Eye-Tracking-Lese-Analyse gemacht. Dabei haben wir
wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die in die
Neugestaltung der update mit eingeflossen
sind – wie die Bedeutung großer Fotos.
update ist keine reine Mitarbeiterzeitung, sondern bietet auch Kunden und
Journalisten Einblicke in das Unternehmen. Was sind die primären Themen von
update und wer entscheidet darüber?
Wi r w ä h l e n d i e T h e m e n i n u n s e rer
Redaktionsrunde
in
enger
Abstimmung mit den Fachbereichen aus. Wir
achten dabei natürlich auf einen für alle Mitarbeiter interessanten Themenmix. Wichtig
sind aktuelle Unternehmensnachrichten und
Branchen-News. Schwerpunktthemen sind entsprechend unseres Unternehmensprogramms
die Themen Netz & Kundenservice. Immer hintergründig und mit Mitarbeitern im Fokus. Wir
zeigen auch, wie Vodafone-Mitarbeiter sich für
die Gesellschaft engagieren und dass Vodafone
ein familienfreundliches Unternehmen ist.
Wi e s c h ä t ze n S i e d i e Z u k u n ft
der
Mitarbeiterzeitung
ein?
Online-Formate gewinnen immer mehr an
Bedeutung. Diesen Wandel wollen wir auch mit
der update in Zukunft aktiv gestalten. Letztlich
ist aber die Mitarbeiterzeitung – egal ob als
Print-Version oder in digitaler Form – aus unserem Formate-Mix nicht wegzudenken.

5
IK im Fokus 1/2014 // Im Interview

Corporate TV ist kein Zauberstab, sondern ein Werkzeug
	

Interview mit Florian Amberg, Thüga über den Bewegtbildeinsatz in der Internen Kommunikation

Wo liegen Ihrer Meinung nach die Vorteile von
Corporate TV gegenüber anderen Instrumenten?
Corporate TV kann Emotionen wecken, Inhalte
verständlich machen und die Glaubwürdigkeit
der Kommunikation stärken. Im Corporate
Publishing Barometer nennt jeder zweite
Kommunikator die hohe Glaubwürdigkeit als
einen Vorteil von Bewegtbild. Das liegt sicher
auch am Produktionsprozess: Aussagen können höchstens herausgeschnitten oder neu
zusammengesetzt werden; Hinzufügen ist
unmöglich. Selbst bei aufwendiger Postproduktion haben Mitarbeiter mit Gestik und Mimik der
Protagonisten genug Material für den „Glaubwürdigkeitscheck“ der Kommunikation. Aber:
Bewegtbid kann auch trist, unverständlich und
unglaubwürdig sein, etwa wenn ein Erklärfilm
mit wirren Animationen arbeitet oder der Vorstand wie versteinert vom Teleprompter abliest.
Und auch ein kurzer Beitrag kann seine Längen
haben. Corporate TV ist also kein Zauberstab,
sondern ein Werkzeug. Es hat enormes Potenzial, muss aber richtig eingesetzt werden.

Florian Amberg, Thüga
Florian Amberg ist
Referent Unternehmenskommunikation
in der Thüga AG. Dort
begleitete er die Neuausrichtung der Internen
Kommunikation und die
Weiterentwicklung der
Kommunikationsmedien. Ab 2010 war er als
Senior Associate in der
UniCredit für die strategische Ausrichtung der
HR Kommunikation in
Deutschland verantwortlich. Florian Amberg ist
Lehrbeauftragter an der
Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in München
und Referent am Institut
Student & Arbeitsmarkt
der Ludwig-Maximilians-Universität.

für wichtig. Damit rangiert das Corporate TV auf
den hinteren Plätzen. Wie begründen Sie das?
Eine mögliche Wurzel für dieses Phänomen ist
die Semantik. Aus den Gesprächen mit Kommunikationskollegen habe ich den Eindruck,
dass einige „Corporate TV“ noch immer mit
aufwendig produzierten Bewegtbildformaten
verbinden, die sich nur Unternehmen mit großem Geldbeutel leisten können. Die Bedeutung
von gezielt eingesetzten, kurzen Videoclips
erkennen viele dieser Kollegen an, doch nur
wenige denken bei „Corporate TV“ an diese Art
der bewegten Bilder. Andere Kollegen haben
wohl schon zu viele steife, langweilige, unglaubwürdige Formate betrachten müssen und
haben das Instrument gedanklich abgehakt.
Beides schadet der Reputation von Corporate
TV. Und es verstellt den Blick darauf, dass gut
gemachte Bewegtbildformate häufig erstaunlich
günstig und eines der wirkungsvollsten Instrumente in der Internen Kommunikation sind.
Was halten Sie von der Integration von Corporate-TV-Elementen in das Intranet im
Gegensatz zu einem eigenen Bewegtbildkanal? Liegt hier die Zukunft des Corporate TV?
Die Zukunft jedes Instruments der Internen Kommunikation liegt dort, wo es die
Mitarbeiter wirksam erreicht. In der heutigen
Arbeitswelt wirken 20-minütige Sendungen in
einem eigenen Bewegtbildkanal wie Fossilien
der Internen Kommunikation. Welcher Mitarbeiter soll sich das anschauen? Stattdessen
sollten Kommunikatoren Bewegtbild in Intranetseiten gemeinsam mit Texten, Infografiken,
Fotostrecken und interaktiven Elementen
integrieren. Und eher ein 90 Sekunden kurzes
Video anbieten, das bei passenden Themen
mit Handkamera im YouTube-Stil gedreht wurde
und dessen Bilder auch ohne aufwendige
Postproduktion wirken. Eine solche Bewegtbildkommunikation ist ansprechender und fügt
sich besser in den eng getakteten Arbeitsalltag
der Mitarbeiter ein, in dem die Instrumente der
Internen Kommunikation im Wettbewerb mit
anderen Informationsquellen stehen. Deswegen liegt hier die Zukunft.

Könnte man sagen, Corporate TV ist nur
etwas für Unternehmen mit großen Budgets?
Dieses Vorurteil hält sich hartnäckig: Die
Bewegtbildstudie und das Corporate Publishing
Barometer haben gezeigt, dass für Kommunikatoren der finanzielle und personelle Aufwand
das größte Hindernis für den Einsatz von
Bewegtbild ist. Gute Bewegtbildkommunikation
ist aber auch mit kleinem Geldbeutel möglich.
Erstens kann eine Organisation ihr Intranet
oder Video-Plattformen nutzen, um Bewegtbild
zeit- und ortsunabhängig anzubieten. Zweitens
sind die Preise für Kameras, PC-Hardware und
Schnittsoftware stark gefallen. Und drittens
ermöglicht dessen Benutzerfreundlichkeit den
Kommunikatoren, eigenes Know-how aufzubauen und selbst gute Ergebnisse zu erzielen.
Natürlich lassen sich die mit Bordmitteln produzierten Bewegtbildinhalte nicht mit dem Niveau
eines Hochglanzmagazin aus dem Fernsehen
vergleich. Aber darum geht es auch nicht. Es
geht um ein passendes Format für die Organisation, ihre Mitarbeiter und das individuelle
Thema. Und das ist wiederum oft mit überschaubarem Budget realisierbar.
Denken Sie, dass aufgrund der höhere n B a n d b re i te u n d d e r s i n ke n d e n
Laut unseres aktuellen Trendmonitors sagen Produktionskosten Bewegtbild in der Internen
50% der Befragten, Corporate TV sei eher Kommunikation einen Aufschwung erleben wird?
unwichtig und 36,9% sogar ganz unwichtig. Ja. Beide Faktoren werden dazu führen, dass
Nur 0,7% halten es für sehr wichtig und 8,8% die Zahl von Bewegtbildformaten steigen wird.

6
IK im Fokus 1/2014 // Fachbeitrag

Unter ihnen werden auch gelungene Formate sein, die gängige Vorurteile gegenüber
bewegten Bildern widerlegen und zeigen, was
mit diesem Instrument möglich ist. Aber hohe
Bandbreiten und niedrige Kosten sind nicht
alleine ausschlaggebend. Ein weiterer Treiber sind die Mitarbeiter und Führungskräfte,
die verständliche, glaubwürdige, mitreißende

Kommunikationsimpulse einfordern. Auch diese
Erwartungshaltung spielt Bewegtbild in die Karten. Deswegen glaube ich an den Aufschwung
von Bewegtbild in der Internen Kommunikation. Es ist Zeit, dass sich Bewegtbild mit
Blick auf seine empfundene Bedeutung von
den Abstiegsrängen verabschiedet. Eigentlich
gehört es in die Champions League.

Weil´s bewegt: Menschen
gucken Menschen
In der Zukunft sind Bewegtbilder aus der Internen Kommunikation nicht mehr wegzudenken.
Sonja Schaub, Hirschen Group

Sonja Schaub ist seit
Mai 2011 Pressespre-

Wie wäre es, wenn Sie mich jetzt sehen und
auch hören könnten? Medienwissenschaftler
sind überzeugt, Sie würden sich auf jeden Fall
länger an meine Worte erinnern, wenn Sie
meine Stimme gehört und mich auch gesehen
anstatt lediglich „gelesen“ hätten. Vielleicht
wäre ein Videoclip anstelle dieses Artikels eine
gute Idee gewesen.

cherin der Hirschen
Group und verantwortet
die externe Kommunikation der Gruppe sowie
der zugehörigen Campaigning-Agenturen von
Zum goldenen Hirschen,
der Kreativ-Agentur
Freunde des Hauses,
der Multi-Channel Agentur ressourcenmangel,
der E-Commerce Agen-

Bewegtbilder – also audiovisuelle Angebotsformen wie Video, Podcast, Video-Newsletter oder
Produktfilme – werden in der Internen Kommunikation zunehmend eingesetzt. Denn immer
nur lesen, das kommt einem fast ein bisschen
fade und zeitintensiv vor. Ist es auch. Und deshalb schaffen kurze Clips manchmal das, was
schriftlichen Abhandlungen in Teilen weniger
gut gelingt: Sie fesseln die Aufmerksamkeit,
sie sind glaubwürdiger, sie bleiben eher im
Gedächtnis.

tur TraDeers ecommerce,
der Unternehmensberatung iDeers Consulting,
der 365 Sherpas – Corporate Affairs & Policy
Advice sowie dem
internationalen Agenturnetzwerk The golden
Dudes ebenso wie die
interne Kommunikation
für die Mitarbeiter an
den sechs deutschen
Standorten und dem in
Wien. Zuvor betreute sie
seit 2007 als Sprecherin
die Marken- und Produktkommunikation des
Telekommunikationsanbieters Alice/HanseNet.

YouTube verzeichnet unglaubliche Klickraten.
Rund vier Milliarden Videos werden hier täglich
angesehen. Der 2013 erschienenen renommierten ARD/ZDF-Onlinestudie zufolge hat die
Nutzung von Fernsehinhalten im Internet, ob
eingebunden in die Websites der Sender, über
Mediatheken abgespielt oder über Videoportale
wie YouTube abgerufen, deutlich zugenommen.
Mit 74 Prozent der Befragten nutzen drei Viertel
der Onliner mindestens gelegentlich Videos
im Netz. Bei den unter 30-jährigen waren es
sogar 88 Prozent. Die Gründe liegen klar auf
der Hand: Ein Klick und man wird kurz und
knapp informiert oder es dient dem privaten
Amusement.

Effizientes Informationsmanagement, Schnelligkeit, Effektivität sind gerade im Arbeitsalltag
gefragt. Dafür nutzen viele schon längst
mehrere Medien gleichzeitig, denn während
der Rechner eine Datei hochlädt, lässt sich
über das Tablet noch schnell eine Anfrage
erledigen. Die Tätigkeiten folgen in der multimedialen, digitalisierten Arbeitswelt keiner
stringenten Linie. Stattdessen werden oftmals
mehrere Projekte simultan und häppchenweise
abgearbeitet. Kurze Videos passen in dieses
Nutzungsverhalten bzw. Arbeitsverhalten sehr
gut hinein und werden infolgedessen auch in
der Internen Kommunikation immer beliebter.
Was für Bewegtbilder spricht
Die klassischen Obliegenheiten der Internen
Kommunikation wie Mitarbeitermotivation, Förderung der Identifikation mit dem Unternehmen
oder Erklärungen zu neuen Produkten vermittelt ein Film unterhaltsamer und verständlicher
und vor allem nachhaltiger. Denn auch hier gilt
die Faustformel: Von ausschließlich Gehörtem bleiben 20 Prozent im Gedächtnis, von
Gesehenem setzen sich rund 30 Prozent fest.
Werden allerdings beide Sinne, also Hören und
Sehen angesprochen, liegt die Erinnerungsquote mit 50 Prozent wesentlich höher.
Insbesondere für größere Unternehmen, in
denen der Chef nicht immer greifbar ist oder
womöglich noch nie persönlich vorstellig wurde,
können Botschaften via Bewegtbild Distanzen,
Berührungsängste abbauen und Sympathien
aufbauen. Voraussetzung: Die Kommunikation
ist persönlich und authentisch.

7
IK im Fokus 1/2014 // Fachbeitrag

Bewegtbild-Beiträge eignen sich nicht nur für
die „vertikale Kommunikation“ sondern auch
für die interne Vernetzung und dafür, neue
Kollegen vorzustellen. Wir haben bei der Hirschen Group besonders gute Erfahrungen mit
Mitarbeiter-Videos gemacht, die zu diesem
Zweck gedreht wurden und für alle Mitarbeiter
zugänglich sind. Neuen Kollegen erleichtert
dies den Einstieg. Vermittelt doch ein Video
eher Persönlichkeit als eine bloße, schriftliche
Information über das frische Teammitglied und
man fühlt sich dem neuen Kollegen gleich viel
näher. Es „bewegt“ mehr als eine schlichte
Mail. Diesen praktische Nutzen haben wir nicht
nur von Tür zu Tür im selben Haus festgestellt
sondern insbesondere, um weit verteilte Mitarbeiter in sechs deutschen Städten und noch
mehr Geschäftsstellen zu erreichen, miteinander bekannt zu machen und zu vernetzen. In
einer Zeit, in der die Aufmerksamkeitsspannen
immer kürzer werden, dringen lange Textpassagen kaum mehr durch. Der Point of Interest im
Gehirn der Mitarbeiter ist immer schwieriger zu
finden und wach zu kitzeln. Dass Videos eher
Interesse wecken, zeigt auch eine Analyse
unserer Internen Kommunikation. Hier sind die
Klickraten auf Clips überproportional höher im
Vergleich zu Texten.
Manchmal ist die gedankliche Einstiegshürde für die Implementierung von Videos im
Arbeitsalltag höher als notwendig. Denn in der
Praxis kann ein kurzer Filmbeitrag weniger
aufwendig sein als vermutet. Der technische
und personelle Aufwand richtet sich hier nicht
zuletzt nach den Anforderungen der Unternehmen. Vom professionellen Dreh einer
Dokumentation bis hin zu kurzen Videoclips,
aufgenommen mit einer Smartphone-Kamera
und geschnitten mit einem online verfügbaren Bearbeitungsprogramm ist die Bandbreite
riesig. Wichtig ist nur: Die Anmutung und die
Qualität des Endprodukts müssen ins Kommunikationskonzept, zur Botschaft und zum
Unternehmen passen. Vor allem ab dem Zeitpunkt, in dem dieses Kommunikationstool
ebenso in Fleisch und Blut übergegangen ist
wie das gute alte Rundschreiben, ist der Weg
frei für Bewegtbilder im erfolgreichen Kommunikationsmix eines Unternehmens.
Zukünftig werden große wie kleinere Unternehmen für die Interne Kommunikation noch mehr
bewegte Bilder einsetzen, um die Vernetzung
der Mitarbeiter und den Informationsaustausch
zu fördern. Alle Formen von bewegten audiovisuellen Kommunikationstools werden in der
Internen Kommunikation an Stellenwert gewinnen. Menschen gucken einfach gern Menschen.

8

Termine Frühjahr
2014
scm-Intensivkurs
Interne Kommunikation
Mit steigender Komplexität der Organisationsform und sich stetigverändernden Rahmen- und
Marktbedingungen nimmt der Bedarf an Kommunikation innerhalb einer Organisation zu. Die oft
stiefmütterlichbehandelte Interne Kommunikation
gewinnt unter diesem Druck stetig anBedeutung.
Sie ist maßgeblich am Erfolg einer Organisation
beteiligtund trägt Substanzielles zum Erreichen der
Unternehmensziele bei.
Doch wie lässt sich Interne Kommunikation erfolgreich gestalten, steuern und der Erfolg vor allem
messen?
Dieser Intensivkurs vermittelt, welchen Stellenwert
die Interne Kommunikation innerhalb der Organisation insbesondere der Unternehmenskommunikation einnimmt, wie sie als Erfolgs- und Kostenfaktor
wirkt, welche Faktoren die Mitarbeiterkommunikation beeinflussen, wie man sie unterstützt und
managt. Er liefert ein umfassendes Bild über die
operativen und strategischen Handlungsfelder und
gibt die notwendigen Instrumente für ein erfolgreiches Handeln.
Der Intensivkurs trägt zur weiteren Professionalisierung der InternenKommunikation bei und hilft den
Teilnehmern, sich den neuen und immerkomplexer
werdenden beruflichen Herausforderungen erfolgreich zustellen.

Interne Kommunikation im Überblick
3. – 5.04.2014, Düsseldorf | 890,00 EUR
Referenten: Lars Dörfel, Dr. Gerhard Vilsmeier,
Gastvortrag: Birgit Ziesche

Interne Kommunikationsinstrumente
22. – 24.05.2014, Düsseldorf | 890,00 EUR
Referenten: Dr. Gerhard Vilsmeier, Carsten Rossi,
Gastvortrag: Thorsten Cöhring

Schnittstellen und Erfolgskontrolle in der
Internen Kommunikation
12. – 14.06.2014, Düsseldorf | 890,00 EUR
Referenten: Stephan Rammelt, Ariana Fischer,
Ulrich E. Hinsen
Mehr unter: www.scmonline.de
IK im Fokus 1/2014 // Fachbeitrag

Social Networks vs. CMS vs.
DMS: Wer gewinnt den Showdown im Intranet?
	

Dr. Thomas Kreye, Just Software AG

Mit dem weltweiten Erfolg von Facebook & Co.
drängen personenzentrierte Collaboration-Lösungen unter dem Stichwort Enterprise 2.0 in
die Unternehmen. Diese übernehmen dann
– beispielweise im Rahmen von Social Intranets – häufig auch Funktionen, die traditionell
in die Domäne von Content Management Systemen (CMS) und teilweise auch Dokumenten
Management Systemen (DMS) fallen. Daher
stellt sich die Frage: Welches wird das führende
System der Zukunft sein, und welches System
wird in Zukunft für welche Zwecke benötigt?
Dieser Beitrag untersucht diese Fragen und gibt
einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

wesentlich häufiger als in der Freizeit (z.B. mit
Freunden oder Familie) auftritt, werden soziale
Netzwerke organisationsintern eine noch viel
tiefgreifendere und nachhaltigere Nutzung als
im Privaten erfahren.
Auch die Entwicklung der restlichen oben
genannten Systeme (z.B. DMS, CMS, CRM)
haben sich diesem allgemeinen Trend nicht
verschließen können: So ist es kein Wunder,
dass sich viele DMS wie z.B. SharePoint in
personenzentrierte Social Networking-Systeme
weiterentwickeln: Schließlich ist der zentrale
Akteur und die Wissensquelle zuerst der
Mensch und dann das Dokument.

Ausgangslage

Im Juni 2007 legte Dr.
Thomas Kreye gemeinsam mit Rolf SchmidtHoltz den Grundstein für

Derzeit setzen Unternehmen zur Kommunikation & Kollaboration im Intranet verschiedene
Systeme ein, die nicht selten parallel existieren:
CMS, DMS und neuerdings auch personenzentrierte Social Networking-Systeme. All diese
Systeme haben ihre Stärken und Schwächen,
so dass auch weiterhin von einer Koexistenz
auszugehen ist.

die Just Software AG.
Zuvor war er als Director
in der Konzernentwicklung der Bertelsmann
AG tätig. Dr. Thomas
Kreye hat Wirtschafts-

Auf der anderen Seite können Nutzer in all diesen Systemen z.B. kommunizieren, Dokumente
hinterlegen und Berechtigungen vergeben, so
dass es starke Überschneidungen gibt bzw.
geben muss.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass personen- bzw. kommunikationsorientierte Systeme
eine wesentlich bessere virtuelle Arbeitsergonomie als die anderen Systeme bieten:
Während beispielsweise das klassische DMS
mit einem menschenleeren Archivraum mit
Aktenordnern vergleichbar ist, kreieren Social-Networking-orientierte Systeme lebendige
Kommunikationsräume zur menschlichen
Interaktion: das virtuelle Büro für die virtuelle
Organisation der Zukunft. So wird das Arbeiten
in Zukunft interaktiver und kommunikativer,
was sich positiv auf die Motivation, den Wissenstransfer und schließlich auch auf die
Produktivität auswirkt.

wissenschaften an den
Universitäten Witten/
Herdecke, Eichstätt-Ingolstadt und der Darden
Business School studiert und anschließend
seine Promotion mit
höchster Auszeichnung

Damit trotzdem ein optimales und übergreifendes Wissensmanagement erreicht werden
kann und sich der Nutzer bestmöglich zurechtfindet, sind – ceteris paribus – die Anzahl der
verschiedenen Systeme zu minimieren und die
verbleibenden Lösungen optimal zu integrieren.
Daraus ergeben sich zwei wesentliche Fragen:

an der Universität St.
Gallen abgeschlossen.

Wenn Social-Networking-orientierte Systeme
die Kerninfrastruktur der organisationsinternen
Kommunikation und Kollaboration ausmachen
werden, welche Systeme sind dann zusätzlich
noch nötig und wie können diese angebunden
werden?

Welches System wird das führende System?

Seit 2006 ist er CFA
Charterholder.

Welche Systeme sind zusätzlich nötig?

Der Zukunftstrend der unternehmensinternen
Kommunikation & Kollaboration lässt sich
schon seit einiger Zeit im Internet ablesen,
wo Web-2.0-basierte Social Networks wie
Facebook insbesondere die asynchrone multilaterale Kommunikation revolutioniert haben.
Da genau diese Kommunikationsart aufgrund
der gruppenorientierten Struktur von Organisationen (z.B. Abteilungen, Teams, Projekte) dort

Kurz- bis mittelfristig werden DMS z.B. über
Suchintegration oder via Workstream an Social-Networking-basierte Systeme angebunden.
Langfristig werden beide Systeme in der Regel
ineinander aufgehen, denn ihre Berechtigungsstrukturen und Anwendungsfälle sind zu
nah verwandt, um zwei getrennte Systeme zu
rechtfertigen: Schließlich werden Dokumente
in einem kommunikativen Prozess von Menschen kreiert, ausgetauscht und besprochen.

9
IK im Fokus1/2014 // Fachbeitrag

Die Trennung von Dokument und Person
samt Kommunikation ist daher nicht sinnvoll
aufrechtzuerhalten.

Dr. Thomas Kreye
spricht auch auf der
Tagung Interne Kommunikation am 14./15. Mai
in Düsseldorf

Für organisationsinterne CMS gilt Ähnliches:
Die Publikation von Unternehmensinhalten im
Intranet rechtfertigt in aller Regel kein eigenes
Redaktionssystem, zumal sich Berechtigungen und Kommunikationsanforderungen (z.B.
Kommentare zu Artikeln) auch hier stark überschneiden. Die Pages und Notes von Facebook
zeigen darüber hinaus, wie man Content in
Social-Networking-Strukturen erfolgreich integrieren kann – und wie infolgedessen die häufig
parallel gepflegten Internetseiten und Blogs
regelrecht verwaisen.
DMS und CMS Lösungen werden im Intranet
also nur noch in Einzelfällen zur Anwendung
kommen, wenn sehr spezielle Anwendungsfälle
oder Anforderungen vorliegen, die ein entsprechendes, zusätzliches System rechtfertigen.
Fazit
Social-Networking-orientierte Systeme bilden
zukünftig den Kern von organisationsinternen
Kollaborations- und Kommunikationslösungen.
Aufgrund des hohen Überschneidungsgrades
mit DMS- und CMS-Systemen werden Letztere
in weiten Teilen von Social-Networking-Systemen abgelöst werden.
Für Social-Networking-orientierte Lösungen
bedeutet dies, dass sie die Anforderungen zur
Abbildung von organisationsinternen Anwendungsfällen im Bereich Dokumente und
Content bis zu einem gewissen Grad selber
abdecken können müssen. Wenn dieser Grad
überschritten ist, müssen sie die entsprechenden Schnittstellen zu spezialisierten Systemen
anbieten.
An eine Social Networking Software als virtuelle Infrastruktur der organisationsinternen
Zusammenarbeit sind also hohe Anforderungen
gestellt, die bisher nur wenige Anbieter erfüllen
können.

Instrumente und Techniken der
Internen Kommunikation – Band 2
Instrumente zielgerichtet einsetzen,
Dialoge erfolgreich managen
u.a. mit Beiträgen von:
• Daimler
• Deutsche Telekom
• E-Plus Gruppe
• Fraport
• Gruner & Jahr
• Infineon Technologies
• ING-DiBa
• Thüga
• T-Systems MMS
u.a. mit Beiträgen zu:
• Von der internen zur integrierten Kommunikation
• Strategisches Storytelling in der Internen Kommunikation 2.0
• Change Branding
• Großgruppenkonferenzen und ihr Potenzial für die
interne Kommunikation
• Employer Branding
• Rezepturen für effektive persönliche Kommunikation
in der Mitarbeiter- und Führungskommunikation
• Beteiligungsformate in der Internen Kommunikation
• Die Mitarbeiterzeitschrift
• Social Intranet
• Enterprise Social Networks als interne Kommunikationslösungen
• CIO-Blog
• Der Moderierte Chat
• Corporate TV
• Wikis
Das Buch wird als Softcover (29,90 Euro) sowie als
e-Book (19,99 Euro) im Dezember 2013 erscheinen.
Der Sammelband ist direkt über die scm oder im
Handel erhältlich.

ISBN: 978-3-940543-33-2
Weitere Fachbücher und Studien finden Sie auf
scmonline.de und in unserem e-Book-Shop.

10
IK im Fokus 1/2014 // Fachbeitrag

Nutzung der kollektiven Intelligenz als Katalysator und
Turbolader der internen
Kommunikation
An aktuellen Herausforderungen für die interne
Unternehmenskommunikation besteht kein
Mangel.
Hier nur eine kleine Auswahl der bekannten
und häufig wiederkehrenden Baustellen:
•	
•	
•	
Heiner G. Koppermann,
SwarmWorks Ltd.

•	

Heiner Koppermann

•	

ist Mitbegründer und
geschäftsführender
Gesellschafter der

•	

SwarmWorks Ltd. und
ChangeWorks GmbH
& Co. KG. Er unter-

•	

stützt zumeist große,
internationale Firmen
bei der Bewältigung
von Herausforderungen

•	

Unbekannte Unternehmensziele und
unklare Abteilungsziele verhinder n
Kräftebündelung.
Unklare Verantwortungsbereiche bremsen
Engagement.
Mangelnde Transparenz und unzureichende Kommunikation schüren
Unzufriedenheit.
Mitarbeiter sind viel stärker in den Prozess
der Markenbildung/-stärkung einzubinden.
Geringe Motivation und Loyalität verhindern eine schlagkräftige
Organisation.
Schlechte Stimmung, fehlender Spaß und Zusammenhalt
schaden der Kultur.
Geringe Veränderungsdynamik macht das rasche
Reagieren auf Marktveränderungen schwierig.
usw.

Gibt es also eventuell doch gravierende
Unterschiede in der Herangehensweise, die
zumindest teilweise erklären, warum manche
Unternehmen so erfolgreich in dem Meistern
der Herausforderungen sind? Wir glauben ja.
Die Erklärung liegt in der Art und Ausprägung
der vorherrschenden Menschenbilder und
Muster – sei es in der Führung, als auch in der
Kommunikation. Ein Hinweis in diese Richtung
liefern die – Jahr für Jahr – für Deutschland verheerenden Ergebnisse des Gallup Engagement
Index: Nur 15% (in 2012) der Arbeitnehmer/
innen ab 18 Jahren konstatieren in anonymen
Befragungen eine hohe eigene emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber und fast ein Viertel
verfügen nach eigener Aussage über keinerlei
solche Bindung.

u. a. in den Bereichen
strategische Neuausrichtung, Change Management, Leadership/
Führung, Führungsteam
Entwicklung. Im Laufe
seiner Karriere war der
diplomierte Physiker u.a.
als Unternehmensberater für McKinsey und
Wissenschaftler an der

Bei der Menge an Herausforderungen könnte man sich fragen,
wie all das denn zu bewerkstelligen sei?
Sind die Herausforderungen
überhaupt noch lösbar und sind
darunter eventuell nicht auch solche, die als
„konzeptbedingt“ und somit als Kollateralschaden heutiger Unternehmensformen einfach zu
erdulden und zu ertragen sind?
Wohl kaum, gibt es doch zahlreiche Beispiele
großer und auch sehr großer Unternehmen,
denen es – auch wiederholt – gelingt, diesen
Herausforderungen Herr zu werden und dabei
einen kometenartigen Aufstieg zu schaffen:
Facebook, Twitter, Google und viele mehr
sind nur einige Beispiele. Natürlich mag man
einwenden, dass deren Business-Modelle
sehr stark auf der Skalierbarkeit von Internetdiensten fußen und mit einer produzierenden
Industrie wie Automobilbau, Chemie und dergleichen kaum zu vergleichen sind. Dennoch
haben auch die genannten Firmen prinzipiell
dieselben Herausforderungen, ihre oft sehr
zahlreichen Mitarbeiter an einer Vision auszurichten oder zu Höchstleistungen anzuspornen.

Woran liegt es, dass in Ländern wie den USA
fast doppelt so hohe Anteile (28%) an stark
emotional gebundenen Arbeitnehmern und in
der Schweiz und Österreich immerhin 23% zu
finden sind?
Die genannte Gallup Studie liefert als einen
Hauptgrund für diese Misere „hausgemachte
Defizite in der Führungskultur“ die dazu führen,
,
dass aus anfangs motivierten Mitarbeitern Verweigerer werden, wenn über längere Zeit ihre
Grundbedürfnisse wie Feedback erhalten, nach
der Meinung gefragt werden, sich einbringen
können, ..., vernachlässigt werden.
Der größte Hebel für eine Veränderung liegt
offenbar in einer Anpassung der Führungskultur, die ebendiesen Grundbedürfnissen
Rechnung trägt.
Nun ist das Ändern der Führungskultur
jedoch kein leichtes Unterfangen, erfordert

11
IK im Fokus 1/2014// Fachbeitrag

Heiner G. Koppermann
spricht auf der Tagung
Interne Kommunikation
am 14./15. Mai in Düsseldorf und führt durch
das Speed Café.

es doch, dass gerade diejenigen Personen
(Führungskräfte), die laut Gallup Teil oder gar
Ursache des Problems sind, etwas bzw. ihr
eigenes Verhalten ändern, um einem möglichen Wandel den nötigen Raum zu geben.
Wahrscheinlich der zweitgrößte Hebel nach
dem Ändern der Führungskultur ist die Interne
Kommunikation, denn eine geeignete Interne
Kommunikation kann Defizite in der Führungskultur wett machen und einige der wichtigsten
Grundbedürfnisse der Mitarbeiter bedienen.
Hierzu gehört ohne Zweifel eine geeignete
Fo r m d e r
Einbindung
der Mitarbeiter in die
Geschehnisse des
Unternehmens, denn
nur
so
bekommen
Mitarbeiter
ein Gefühl
des „ich
gehöre
dazu“ brin,
gen sich
dann auch
stärker
ins Geschehen ein und werden integrativer
Bestandteil des Unternehmens.
In unserer Arbeit beobachten wir immer wieder die Effekte, die sich durch eine gewollte
und ernsthaft betriebene Einbindung der
Mitarbeiter erzielen lassen: Die Mitarbeiter
werden an der Bearbeitung aktueller Themen
des Unternehmens konstruktiv beteiligt, sie
tragen zur Lösung anstehender Probleme bei
und entscheiden diese mit. Die so entstehenden Lösungsansätze sind auch ihre („buy-in“)
und sie identifizieren sich mit den abgeleiteten Maßnahmen und zeigen deutlich erhöhte
Bereitschaft (Commitment), diese in Folge
auch umzusetzen. Dieser Zugewinn an Commitment ist beträchtlich und wird von unseren
Kunden als das wichtigste Ergebnis interaktiver,
die Mitarbeiter einbindender Veranstaltungen
gesehen.
Dieser Ansatz des „Einbinden statt nur Senden“
lässt sich auf nahezu alle Bereiche der Internen Kommunikation anwenden. Hier einige
Beispiele aus der laufenden Praxis:
•	

•	

E n t w i ck l u n g d e r U n te r n e h m e n s strategie oder Teilen davon unter
gleichzeitiger Einbindung mehrerer Ebenen
des Managements
Kommunikation einer Unternehmensstrategie unter interaktiver Einbindung der sonst
nur Betroffenen

•	
•	

•	
•	

Vorbereitung von Mitarbeitern auf ihre
Aufgabe als Brand Ambassadors oder
Employer Brand Champions
Anstoßen und laufende Umsetzungsbegleitung unternehmensweiter (auch
internationaler) Veränderungsprozesse
(Roadshow-Konzepte)
Kick-off und Begleitung anstehender Reorganisationen mit laufender Beteiligung der
„Reorganisierten“
uvm.

Es zeigt sich in all
diesen Fällen, dass
M i ta r b e i te r d a s
Angebot, gehör t
und eingebunden
zu werden, sehr
dankbar und vor
allem konstruktiv
annehmen und
hohe Bereitschaft
zeigen, dieses
Angebot mit gesteigerter Bereitschaft
zu belohnen. Mit
steigendem persönlichen Beitrag und
dem dann vermehrt
empfundenen Sinn
in der eigenen Tätigkeit wächst zwangsläufig
auch die eigene emotionale Bindung an das
Unternehmen.
Betsy Myers, die Wahlkampfchefin des Obama
Wahlkampfs 2008 in den USA, sagte uns einmal auf unsere Frage, wie sie und ihr Team
es denn geschafft hätten, eine der größten
Mobilisierungs- und Motivationskampagnen
der Geschichte (u.a. Rekordergebnis an Wahlkampfspenden) zu stemmen: „Menschen
wollen ein Mitspracherecht. Wenn man ihnen
dieses gewährt, sind sie bereit, einer guten
Sache zu folgen und sich einzubringen“
.
Wir sind fest davon überzeugt, dass es in
Unternehmen nicht anders ist.

IMPRESSUM
Herausgeberin: Madlen Brückner (V.i.s.d.P.)
Vertretungsberechtigter: Lars Dörfel
Redaktion: Theresa Schulz, Nicole Gatz
Steuernummer: 37/171/21334
scm/prismus communications GmbH
Weichselstraße 6 | 10247 Berlin
T: +49(0)30 47 98 97 89 | F: +49(0)30 47 98 98 00
E: info@scmonline.de | W: www.scmonline.de

12
IK im Fokus 1/2014 // Fachbeitrag

Die neue Interne Kommunikation – vom Schreiberling zum
Community Management
Mein Steckenpferd ist ja das Social Business.
Also ein Unternehmen, das versucht, seine
Geschäftsziele durch den Einsatz von Social-Media-Technologien besser zu erreichen.
Was ich im Gespräch mit Unternehmensvertretern jedoch immer wieder merke: Willig sind die
meisten, nur haben sie eine völlig falsche Vorstellung von den Anforderungen. Viele meinen,
dass sie mit dem Start einer Facebook-Seite
schon unglaublich „social“ unterwegs sind. Weit
gefehlt.

Annabelle Atchison hat
2008 ihren Bachelor in
Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München gemacht.
Von 2009-2010 war
sie PR Volontärin bei
Microsoft Deutschland
und hat dort den Aufbau
und die Betreuung der
Social-Media-Aktivitäten (Strategie, Struktur,
Umsetzung) für die PR
Abteilung übernommen. Von 2010-2013
war sie Social Media
Manager der Microsoft
Deutschland GmbH und
hat diese Kommunikationsdisziplin bereichsübergreifend in allen
Facetten geleitet. Seit
2013 ist sie Director bei
33 Digital, der neuen
Digitalsparte von Hotwire PR.

die unterschiedlichen Szenarien auf, bei denen
Social Media im internen (wie auch externen)
Einsatz unterstützen kann: Schneller und innovativer sein, bessere Zusammenarbeit über
alle Bereiche hinweg, größere Transparenz
und somit weniger Wissensschwund bei Ausscheiden eines Mitarbeiters. Und wenn man
eine Minute pausiert und sich fragt, wie man
selbst gerne am effektivsten und zudem noch
angenehm und menschlich arbeiten würde,
dann landet man bei den Social-BusinessTechnologien wie Yammer oder Convo. Das
große Problem bei all den Argumenten: 71%
der Mitarbeiter sind laut Gallup noch komplett
unengagiert. Damit Unternehmen nicht an
Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit verlieren, sollten sie das schnellstmöglich ändern
und ihre Mitarbeiter für Engagement innerhalb
des Unternehmens begeistern. Hier kommt nun
die Interne Kommunikation mit ihrer bisher nur
ansatzweise gelebten Kompetenz ins Spiel.

Das A und O für den erfolgreichen Einsatz von
Social-Media-Technologien, für die externe
als auch interne Kommunikation, ist die Kultur.
Nur dann kann man sinnvolle Social-Governance-Modelle aufstellen. Wenn die Kultur
nicht mit „social“ zusammenpasst, dann kann
man sich abmühen und plagen – es wird nicht
funktionieren. Und für mich gibt es eine Stelle
im Unternehmen, die die Kultur prägt und
durchaus auch verändern kann: Die Interne
Kommunikation (IK).
So wie die PR insgesamt mehr in die Rolle des
360°-Kommunikationsmanagements wachsen
Eine oft unterschätzte Kommunikationsdisziplin, muss, muss auch die Interne Kommunikation
wie ich finde. Denn schlussendlich ist es die hierfür weg vom reinen Schreiberling-Dasein
IK, die bestimmt, wie Mitarbeiter über wichtige und hin zum internen Community-Management.
Unternehmensthemen informiert werden, wie Wie genau das aussieht?
einfach oder schwierig der Informationsaustausch untereinander funktionieren kann und In einer idealen Welt haben die IK-Verwie das Management sich präsentiert. Und ant wor tlichen folgende fünf Aufgaben:
somit auch, wie wohl und loyal Mitarbeiter sich
gegenüber ihrem Arbeitgeber fühlen. Wenn wir 1.	 Evaluation und Implementierung einer
über die Zukunft der PR und die der Kommuniinter nen Community-Plattfor m. Das
kation im Unternehmen sprechen (was ich des
bedeutet auch die Abschaffung oder
Öfteren und gerne tue), ist für mich die Interne
zumindest die Minimierung des traditiKommunikation ganz klar das Herzstück.
onellen Intranets. Dieser Prozess kann
in Abstimmung mit der IT-Abteilung
Dass der Wandel vom Schreiberling zum Comstattfinden, muss aber unbedingt von
munity Manager in der Internen Kommunikation
Menschen mit kommunikativem Verständbald stattfinden muss und sich vor allem auch
nis geleitet und entschieden werden.
lohnt, zeigen verschiedene Studien. Constellation Research hat schon 2012 herausgefunden, 2.	 Identifizierung, Training und Motivation von
dass Mitarbeiter, die sich zum Beispiel intern in
internen Influencern aus den verschieForen engagieren oder Kollegen im Chat heldenen Geschäftsbereichen. Diese haben
fen, zu 37% eher bei ihrem Arbeitgeber bleiben
die Aufgabe, ihre Bereichsthemen regelals Mitarbeiter, die sich intern nicht engagieren.
mäßig selbst intern zu kommunizieren.
Gallup schlägt den Bogen und weist nach,
Sie übernehmen gleichzeitig die Rollen
dass engagierte Mitarbeiter wiederum gut für
„Eisbrecher“ Vorbild und interne Evange,
die Kundenbindung sind und Constellation
listen. Die Interne Kommunikation ist hier
Research schließt den Kreis wieder mit dem
Enabler, Sparringspartner und tritt den
Ergebnis, dass loyale und engagierte Kunden
Influencern auch manchmal in den Hindreimal so häufig Empfehlungen aussprechen.
tern, wenn sie ihren Job nicht gut machen.
Eine aktuelle Infographik von OpenText zeigt

13
IK im Fokus 1/2014 // Fachbeitrag

3.	 Kreation und Umsetzung von internen,
übergreifenden Kommunikationskampagnen und Change-Management-Projekten.
Durch den Einsatz von internen Social-Media-Technologien wird das Team der
Internen Kommunikation entlastet und kann
sich strategisch wichtigen Themen widmen.
4.	 Strategische Beratung und Training des
Top-Managements. Denn in einer Community – anders als in einer Hierarchie – darf
sich das Management nicht mehr nur auf
seine formellen Titel verlassen. Wenn man
sich nicht mehr hinter von der Internen
Kommunikation vorgeschriebenen E-Mails
und in fünf Schleifen abgestimmten Intranet-Interviews verstecken kann, kommt
es auf Kompetenz, Charakter und echte
Führungsstärke an. Und hier brauchen
viele Manager Nachhilfe. Außerdem muss
das Top-Management auf der internen
Kommunikationsplattform mit gutem Beispiel vorangehen. Deshalb sollte ein ganz
banales Social-Media-Training mit Schwerpunkt auf die Regeln der eigenen internen
Plattform Pflicht für jeden Manager sein.
5.	 Zu guter Letzt: Die Interne Kommunikation
sorgt dafür, dass alle für die Mitarbeiter
relevanten Informationen auf der internen
Plattform sinnvoll und leicht auffindbar zur
Verfügung stehen. Die IK muss die Informationen nicht mehr selbst recherchieren,
mühsam die Informationen in viel zu langen
Artikeln aufbereiten und dann mit einem
langsamen Content Management System
ins Intranet stellen, wo keiner sich die
Mühe macht, den Text wirklich zu lesen.
Die neue Interne Kommunikation managt
diesen Prozess. Sie ist Teil des zentralen
Unternehmens-Newsdesks. Sie sorgt
dafür, dass relevante Inhalte von den für
die Themen verantwortlichen Mitarbeitern
eingestellt werden. Aber auch, dass es eine
sinnvolle, zum Unternehmen passende und
allen bekannte Taxonomie gibt und das
Management seine Führungsaufgaben auf
der internen Plattform erfüllt.

Stellenausschreibungen
Manager Interne Kommunikation
m/w
KraussMaffei Technologies GmbH

Referent Interne Kommunikation
m/w
Boehringer Ingelheim GmbH

Referent Interne Kommunikation
m/w	
Media-Saturn-Holding GmbH

Manager Interne Kommunikation
m/w
Zalando Operations GmbH

Marketing-Referent – Schwerpunkt
interne Kommunikation m/w
ZAG Personal & Perspektiven – Interne Karriere

Berater Interne Kommunikation &
Change Communications m/w
cetacea Communications & Public Relations
GmbH

Referent Interne Kommunikation
m/w
Keolis Deutschland GmbH & Co. KG

Referent Interne Kommunikation
m/w
Berner SE

Wissenschaftlicher Redakteur Interne Kommunikation m/w
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
GmbH

Haben Sie vakante Stellen in den Bereichen
Interne Kommunikation, Führungskräftekommunikation und Change Communications.
Gern veröffentlichen wir auch Ihre Jobangebote. Schicken Sie uns Ihre Stellenausschreibung an info@scmonline.de
Mehr unter: www.interne-kommunikation.net

14
IK im Fokus 1/2014 // Schon vorgemerkt?

Tagung | 14./15. Mai 2014 l Düsseldorf

Interne Kommunikation

Veränderung – Führung – Kultur: Interne Kommunikation in Bewegung
Die Interne Kommunikation ist permanent in
Bewegung. Alles wird schneller. Immer mehr Informationen stehen binnen kürzester Zeit zur Verfügung,
Arbeitsabläufe und Kommunikationsflüsse werden
beschleunigt, Change-Prozesse folgen in immer
kürzeren Abständen aufeinander. Besondere Anforderungen werden in Veränderungsprozessen an die
Führungskräfte gestellt und die Führungskommunikation steht im Zentrum des Change-Managements.
Was aber macht die wirkungsvolle Führung und Führungskommunikation in Veränderungsprozessen aus
und was sind ihre Erfolgsfaktoren?
Führungskräfte sollen Orientierungsgeber und Motor
der Veränderung sein, Toleranz und Identifikation
schaffen, glaubwürdig sein, den Veränderungsprozess kommunikativ begleiten – eine Herausforderung
für viele Führungskräfte. Sie sind auf die Unterstützung und das Engagement zahlreicher Mitarbeiter
angewiesen, damit Veränderungsvorhaben erfolgreich verlaufen. In den verschiedenen Phasen dient
ihnen die Interne Kommunikation als Unterstützung
und Sparringspartner. Interne Kommunikatoren sind
in ihrer Rolle als strategische Kommunikationsmanager gefordert, in der sie als Berater, Coach,
Moderator und Journalist fungieren. Sie sind das
kommunikative Bindeglied zwischen den verschiedenen Stakeholdern im Unternehmen. Wie die
kommunikative Begleitung von Change-Prozessen
aussehen kann und welche Rolle die Interne Kommunikation und die internen Medien in der Veränderung
spielen, sind zentrale Themen der 13. Fachtagung
Interne Kommunikation.

Die Tagung will darüber hinaus relevante
Fragen für ein erfolgreiches internes Kommunikationsmanagement beantworten: Wie kann die Interne
Kommunikation einen wirksamen Zugang zu den
Stakeholdern herstellen und Unternehmensziele
erreichen? Wie müssen sich interne Kommunikatoren gegenüber der Führungsebene und Mitarbeitern
positionieren, um deren Anforderungen an die Interne
Kommunikation gerecht zu werden? Welche Medien
sind für welche Themen, Botschaften und Zielgruppen geeignet und wie sieht ein erfolgreicher
Medienmix aus? Dazu stellt sich die Frage, welche
Freiheiten die Mitarbeiter für die Kommunikation in
offenen Strukturen wie Blog oder Twitter bekommen?
Die Auftaktveranstaltung am Vorabend sowie
Impulsvorträge am Vormittag widmen sich dem
Themenschwer punkt „Veränderung – Führung – Kultur“ Daran knüpft auch das diesmal
.
digitale „Speed Café“ an. In Round Table Sessions
und Panels legt die Tagung am Nachmittag weitere
Schwerpunkte auf den Umgang interner Kommunikatoren mit Social Media und Social Intranet sowie
die Entwicklung und den zielgerichteten Einsatz inter ner Kommunikationsinstr umente.
Erweitern Sie Ihr erlerntes Wissen in einem unserer
vier Workshops am Folgetag (16. Mai)
•	
•	
•	
•	

W1: Den Change-Prozess erfolgreich treiben
W2: Interne Kommunikation im Schleudergang
W3: Intranet und Social Media in der Internen
Kommunikation
W4: Social Intranet mit SharePoint 2013 erfolgreich umsetzen

Referenten der Tagung Interne Kommunikation sind u.a.

Guido Heitmann

Sonja Horner

Stefan Kantzenbach

E-Plus Gruppe

ÖBB-Holding

Union Asset Management

Christina Neuffer
Karstadt Warenhaus
Veranstaltungsort:
Novotel Düsseldorf City West
Niederkasseler Lohweg 179
40547 Düsseldorf

Pit Hansing
Infineon

Elisabeth Pohl
Ford Deutschland

Johannes Winter
Condor Fluggesellschaft

Weitere Informationen auch unter www.interne-kommunikation.net

Preis 690 EUR zzgl. MwSt.

15
IK im Fokus 1/2014 // Schon vorgemerkt?

Praxistage | 25./26. März 2014 l Frankfurt

social media praxistage

Frühbuchrrabatt
bis zum
10. März sichern!

Fit für PR und Marketing im Social Web

Social Media bieten für PR und Marketing ein immenses Potential – dies gilt sowohl für B2C- als auch für
B2B-Unternehmen. Facebook, Xing und Twitter gehören für viele PR- und Marketingspezialisten bereits
zum Kommunikationsalltag. Die Entwicklung dieser
Kanäle sowie auch Google+ und Trendthemen wie
z.B. Pinterest sollten Social Media Manager stets
im Blick behalten. So können sie ihre potentiellen
Kunden, Geschäftspartner, Multiplikatoren und Meinungsführer mit der geeigneten Ansprache und den
passenden Maßnahmen im Social Web erreichen, wo
diese auch präsent sind.
Die Social Media Praxistage bieten interessante,
vielfältige Workshops für Mitarbeiter aus PR und
Marketing sowie verwandten Disziplinen, die bereits
Erfahrungen mit Social Media sammeln konnten und
ihr Wissen im intensiven Austausch vertiefen und
erweitern möchten.
Erfahrene Social Media-Profis arbeiten mit den Teilnehmern zwei Tage lang an ihren Top-Themen und
geben viele konkrete Tipps.
Bei den Social Media Praxistagen erhalten Sie Antworten auf Ihre Fragen rund um Kampagnen, die
neuen Wege der Pressearbeit, Rechtsgrundlagen
und Social Media Guidelines. Sie gewinnen Einblicke

in die Themen Suchmaschinenoptimierung, Monitoring und Trends im Bereich Mobile Marketing.
Keynotes von Referenten renommierter Unternehmen
eröffnen die beiden Workshop-Tage, bei denen auch
das reale Social Networking nicht zu kurz kommen
wird.
10 Themen – 10 Workshops – 2 Tage
•	 PR 2.0
•	 Kampagnen im Social Web
•	 Rechtsgrundlagen für Social Media
•	 Einsatz von Facebook und Google+
•	 SEO und Social Search
•	 Digitales Storytelling im Social Web
•	 Social Media Monitoring und Analyse
•	 Mobile Marketing und Mobile Apps
•	 Social Media Guidelines
•	 Community Management
„Eine sehr strukturierte und gut organisierte
Veranstaltung mit kompetenten, freundlichen
und offenen Referenten. Gerade das Interesse
und auch die Vorschläge der Teilnehmer an
meinen Teil unserer Unternehmensgruppe hat
mich sehr gefreut.“
PatrickSchwinke, E.R. Capital Holding

Referenten der Social Media Praxistage sind u.a.

Viola Backfisch

Andreas Blauig

Thimo Schwenzfeier

Christine Kinze

Sixt

Sirona

Messe Frankfurt

Die Firma

Veranstaltungsort:
NH Frankfurt City
Vilbeler Straße 2
60313 Frankfurt
Kathrin Faust

Daniel J. Hanke

Jan Eisenkrein

Fink & Fuchs PR

Klenk & Hoursch

Profilwerkstatt

Weitere Informationen auch unter www.scm-praxistage.de

Early-Bird-Preis bis 10.3.:
beide Tage 895 Euro zzgl.
MwSt.

16
IK im Fokus 1/2014 // Schon vorgemerkt?

weiterbildung
Interne Kommunikation im Schleudergang

Den Change-Prozess erfolgreich treiben

- 16. Mai 2014 in Düsseldorf
- Trainerin: Ulrike Führmann

- 16. Mai 2014 in Düsseldorf
- Trainer: Dr. Guido Wolf

Gelungene Interne Kommunikation schafft
einen Mehrwert für Unternehmen und
Organisationen – materiell und immateriell. Informierte Mitarbeiter denken mit, arbeiten motivierter und
tragen das Markenversprechen des Unternehmens positiv nach
außen. Reibungsverluste und Krankenstand nehmen nachweislich ab.

Ausgehend von den und immer wieder
Bezug nehmend auf die Praxiserfahrungen
und -anliegen der Teilnehmer setzt sich
der Workshop mit den kommunikativen Herausforderungen von
Veränderungsprozessen auseinander. Im Mittelpunkt stehen die
Themen:
•	

Es spricht in Unternehmen und Organisation also alles für eine
starke Interne Kommunikation, die strategisch und mit System
entwickelt werden sollte. Für diese Aufgaben und Anforderungen
braucht es professionelle IK-Manager. Um die nötigen Rahmenbedingungen, Einblicke in die Methodik und den wichtigen
Praxisbezug geht es in diesem Seminar.

•	
•	
•	
•	

Mit Veränderungen umgehen: warum Change-Projekte so
oft scheitern und was man dagegen tun kann
Change the Change: Stärken und Schwächen der internen
Kommunikation erkennen und nutzen
Führungskommunikation als Schlüssel: wie Sie Ihre Veränderungskommunikation orchestrieren
Betroffene beteiligen: Praxisbewährte Lösungswerkzeuge
zum Kommunikationsmanagement
Praxisübungen anhand von Fallstudien sowie (auf Wunsch)
mit Bezug auf konkrete Anliegen der Teilnehmer.

Social Intranet mit SharePoint 2013 erfolgreich Intranet und Social Media in der Internen
umsetzen
Kommunikation
- 16. Mai 2014 in Düsseldorf
- Trainer: Lutz Hirsch

- 16. Mai 2014 in Düsseldorf
- Trainer: Wendelin Auer

Das Intranet ist “sozialer” geworden. Es
wandelt sich zunehmend zu einer unternehmensweiten Plattform für Vernetzung,
Wissensaustausch und Zusammenarbeit. Das stellt aber auch
neue Herausforderungen an die Web-Anwendung. Eine häufig
genutzte Business-Plattform für die Zusammenarbeit im Unternehmen ist Microsoft SharePoint 2013.

Im Fokus des Seminars stehen Chancen
und Herausforderungen von Intranet
und Social Media in der Internen Kommunikation. Dazu werden die Grundlagen für eine erfolgreiche
Intranet-Arbeit mit dem Schwerpunkt „Social-Media-Initiativen“
dargestellt und anhand von Fallstudien bzw. Best Practices
diskutiert. Abschließend werden konkrete methodische Ansätze
für die Einführung von Social-Media-Angeboten im Intranet
vorgestellt.

Doch was ist anders als bei anderen Plattformen? Wo bietet
sich der Einsatz von SharePoint an? Und welche Funktionen
bietet mir diese Business-Plattform für das Intranet? In diesem
Workshop erfahren Sie, wie Sie SharePoint optimal für Ihr
Intranet nutzen und lernen von einem erfahrenen Experten die
typischen Phasen und Arbeitspakete des Projektes kennen.

Unser gesamtes Weiterbildungsprogramm finden Sie online unter www.scmonline.de

17
IK im Fokus 1/2014 // Schon gelesen?

LITERATURtipps
Auch MitarbeiterInnen sind Menschen.
Führungskommunikation in Österreichs Kommunen.

Storytelling.

Gute Storys fallen auf – auch in der PR.
Dabei ist es egal, ob es um die Kommunikation mit externen oder internen Stakeholdern geht. Geschichten zeigen,
wofür das Unternehmen steht, welchen
Nutzen es bietet, welche Visionen es
hat. Und sie sollen den Bezugsgruppen ein klares Bild vom Unternehmen
und seiner Zukunft geben, so dass
die sich daraufhin positiver gegenüber
dem Unternehmen verhalten: Mitarbeiter setzen sich stärker für ihr Unternehmen ein, wenn sie die Geschichte von
der gemeinsamen, erfolgreichen Zukunft verbindet; Geldgeber wollen sich
an dieser Erfolgsstory beteiligen und
davon profitieren; Journalisten berichten über jene Unternehmen häufiger,
die ihnen interessante Geschichten
zu bieten haben. Geschichten eignen
sich zudem hervorragend dazu, Fakten über ein Unternehmen interessant
und spannend zu verpacken. Und wie
man das macht, erfährt man vom internationalen Experten für Storytelling
in der Unternehmenskommunikation
Prof. Dr. Dieter Herbst. Der Autor zeigt
analytisch-kurzweilig, wie Geschichten
aufgebaut sind und wirken und wie
Unternehmen sie professionell erzählen können. Die dritte Auflage wurde
überarbeitet und um zwei neue Kapitel
von Storytelling-Experten aus den USA
(Barbara A. Karanian und Burghardt
Tenderich) erweitert und mit einem Zusatz zu Digitalem Storytelling ergänzt.

Interne Kommunikation spielt nicht nur
in Unternehmen sondern auch in den
Kommunen eine immer größere Rolle.
Den zukünftigen Herausforderungen
und die Schlüsselrolle der Führungskräfte in den Städten und Gemeinden
widmet Bürgermeister Herbert Thumpser gemeinsam mit seinem Sohn sowie der Ortschefin Sylvia Kögler als
Mitautorin den zweiten Teil des Buchs
„Auch MitarbeiterInnen sind Menschen“.
Zwei der Autoren schöpfen in ihren Erläuterungen aus einem Erfahrungsschatz
von über mehr als drei Jahrzehnten und
das merkt man.
Der vorliegende Band liefert Kommunikationsgrundlagen und Verbesserungsansätze für die Kommunikation von Führungskräften und wirft dabei auch einen
Blick auf den Umgang mit modernen
Kommunikationsmitteln.
Die Ausführungen basieren auch auf
Ergebnissen einer 2013 durchgeführten schriftlichen Befragung, in der die
Autoren der Frage nachgingen, wie
die Führungskräfte in österreichischen
Kommunen mit ihren Mitarbeitern kommunizieren. Herausgekommen ist ein
Leitfaden, der Aufgaben und Umsetzungsschritte für die Kommunikation von
Führungskräften mit ihren Mitarbeitern
beleuchtet.

Thumpser Herbert, Kögler Sylvia u.a. | Thucom, Traisen, 2013
160 Seiten | 24,90€ | ISBN 978-3-200-03162-3

Dieter Georg Herbst | 3., überarbeitete Auflage | UVK Konstanz, München, 2014 | 216 Seiten | 24,99€ | ISBN 978-3-86764-439-6

Instrumente und Techniken der Internen Kommunikation - Band 2
Lars Dörfel

Interne Kommunikation ist wichtig – hierin scheinen sich alle einig: Firmenleitung, Führungskräfte, Mitarbeitende und Interessenvertretungen. Jedoch zeigt der Blick in die Praxis die ernüchternde Realität: Mitarbeiter äußern schon seit vielen Jahren in
Befragungen und Gesprächen, dass sie nur wenig mit der gelebten Internen Kommunikation zufrieden sind: Sie fühlen sich von
Informationslawinen überrollt, doch gleichzeitig vermissen sie
jene Informationen, die sie sich wünschen und brauchen, um ihre
Arbeitstätigkeit so auszuführen, dass sie die Unternehmensziele
unterstützen und sie selbst zufrieden sind. Die Frage lautet, wie es
zu dieser Kluft zwischen der allenorten beteuerten Bedeutung der
Internen Kommunikation und der gelebten Wirklichkeit kommt?
Dieses Buch will dieser Frage nachgehen. Im ersten Teil des Buches steht vor allem die Sicht der Mitarbeitenden im Vordergrund:
Aus ihrer Perspektive beschreibt der Autor, warum die gelungene
Interne Kommunikation so wichtig für ihr Wohlbefinden ist, ihre
Leistung und sogar ihre Gesundheit. Er nennt Gründe, warum die
Interne Kommunikation aus ihrer Sicht oft nicht funktioniert, aber
auch, wie sie besser funktionieren und für alle Beteiligten befriedigend gelingen könnte. Der zweite Teil des Buches beleuchtet
die Sicht der Kommunikationsverantwortlichen und beschreibt,
wie sie die Interne Kommunikation systematisch und langfristig
gestalten können.
zum Autor:
Prof. Dr. Dieter Georg Herbst ist selbstständiger Kommunikationsberater für
namhafte Unternehmen im In- und Ausland. Er ist Professor für Allgemeine
Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Marketing und Kommunikation an der Fachhochschule für Ökonomie und Management in Berlin, leitet
seit 2009 den Masterstudiengang Leadership in Digitaler Kommunikation an
der Universität der Künste Berlin (UdK) und ist Gastprofessor der Lettischen
Kulturakademie Riga und Dozent an der Universität St. Gallen. Von ihm sind
diverse Bücher zum Thema Kommunikation erschienen.

Rede mit mir – von dieter Georg Herbst

scm-Bibliothek

R e d e
mitmiR

Rede mit mir – Interne
Kommunikation
Dieter Georg Herbst

Warum
inteRne KommuniKation
für mitarbeitende so wichtig
ist und wie sie funktionieren
könnte

Social Media in der Internen Kommunikation
Lars Dörfel/ Theresa
Schulz

von dieter Georg Herbst

›› hier bestellen ‹‹

Social Intranet 2012
scm/ Hirschtec

›› hier bestellen ‹‹

›› hier bestellen ‹‹

Studie „E 2.0 Watch“
scm/ Kuhn, Kamann & Kuhn

›› hier bestellen ‹‹

Ab sofort sind die E-Books der scm auch im eigenen Online-Shop erhältlich.

›› hier bestellen ‹‹

Trendmonitor Interne
Kommunikation 2013
scm/ DPRG

›› hier bestellen ‹‹

18
Anmeldung 	

IK im Fokus 1/2014

19

Fax: +49 (0)30 479 89 800

Social Media Praxistage 				

Post: scm, Weichselstr. 6, 10247 Berlin

	

www.scm-praxistage.de

Ja, ich nehme an den Social Media Praxistagen am 25. und/ oder 26. März 2014 teil und akzeptiere die Teilnahmebedingungen sowie die AGB* (Frühbucherrabatte siehe Webseite).
O		 995,00 Euro für die Teilnahme an den Social Media Praxistagen am 25./26. März 2014*.
O		 520,00 Euro für die Teilnahme am 25. März 2014 an den Social Media Praxistagen *.
O		 520,00 Euro für die Teilnahme am 26. März 2014 an den Social Media Praxistagen*

Tagung Interne Kommunikation					

www.interne-kommunikation.net

Ja, ich nehme an der Tagung Interne Kommunikation am 14./15. Mai 2014 teil und akzeptiere die Teilnahmebedingungen sowie die AGB*.
O		 690,00 Euro für die Teilnahme an der Tagung Interne Kommunikation am 14./15. Mai 2014.
O		 621,00 Euro für die Teilnahme an der Tagung Interne Kommunikation am 14./15. Mai 2014 für Mitglieder des BdP, DJV, FCP, GPRA, PRVA,
SPRG und Abonnenten des prmagazins
O		 552,00 Euro für die Teilnahme an der Tagung Interne Kommunikation am 14./15. Mai 2014 für Mitglieder der DPRG

Intensivkurs Interne Kommunikation
O	Ja, ich nehme teil an dem Intensivkurs „Interne Kommunikation”
oder an einem einzelnen Modul des Intensivkurses und akzeptiere
die Teilnahmebedingungen sowie die AGB*.
2.100,00 € pro Person für die Teilnahme am gesamten
Intensivkurs „Interne Kommunikation”.
O Termin: 3. April - 14. Juni 2014 | Düsseldorf
Die Module sind auch einzeln buchbar. Die Teilnahmegebühr für
ein Modul beträgt 890,00 € zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer. Bei
der Buchung von zwei Modulen beträgt die Gebühr 1.590,00 €.
Sie möchten sich für einzelne Module des Intensivkurses „Interne
Kommunikation“ anmelden? Wählen Sie bitte hier die gewünschten Module*:
1. Modul: Interne Kommunikation im Überblick: Grundlagen,
Strategien, Konzepte (Einzelpreis Euro 890,- €)
O 3. - 5. April 2014 | Düsseldorf
2. Modul: Interne Kommunikationsinstrumente
(Einzelpreis Euro 890,- €)
O 22. - 24. Mai 2014 | Düsseldorf
3. Modul: Schnittstellen und Erfolgskontrolle der IK
(Einzelpreis Euro 890,- €)
O 12. - 14. Juni 2014 | Düsseldorf

Seminare
Den Change-Prozess erfolgreich treiben
(Einzelpreis Euro 450,- €)
O 16. März 2014 | Düsseldorf
Intranet und Social Media in der Internen Kommunikation
(Einzelpreis Euro 450,- €)
O 16. März 2014 | Düsseldorf
Interne Kommunikation im Schleudergang
(Einzelpreis Euro 450,- €)
O 16. März 2014 | Düsseldorf
Social Intranet mit SharePoint 2013 erfolgreich umsetzen
(Einzelpreis Euro 450,- €)
O 16. März 2014 | Düsseldorf

scm – Bibliothek
Instrumente und Techniken der Internen Kommunikation | BAND 2
O 29.90 Euro			
O 19.99 Euro (E-Book)			

Anzahl: ................
Anzahl: ................

Trendmonitor Interne Kommunikation 2013
O 39.95 Euro			
O 35.99 Euro (E-Book)			

Anzahl: ................
Anzahl: ..............

Beyond 1/2013
O 2.95 Euro (Versand)			

Anzahl: ................

Social Media in der Internen Kommunikation
O 29.90 Euro			
Anzahl: ................
O 19.99 Euro (E-Book)			
Anzahl: ................
Social Intranet 2012
O 39.95 Euro			
O 19.99 Euro (E-Book)			

Anzahl: ................
Anzahl: ................

Studie „E 2.0 Watch“
O 39.95 Euro			
O 19.99 Euro (E-Book)			

Anzahl: ................
Anzahl: ................

Rede mit mir
O 24.90 Euro			
O 19.99 Euro (E-Book)			

Anzahl: ................
Anzahl: ................

Instrumente und Techniken der Internen Kommunikation | BAND 1
O 29.90 Euro			
Anzahl: ................
Interne Kommunikation - Die Kraft ensteht im Maschinenraum
O 26.90 Euro			
Anzahl: ................

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Name | Vorname
Firma | Institution

Funktion | Abteilung
Straße | Postfach

*Die AGB finden Sie unter www.scmonline.de/agb | Datenschutz-Hinweis: Sie können bei uns
der Verwendung Ihrer Daten widersprechen, wenn Sie in Zukunft keine Prospekte mehr erhalten
möchten. (§28 VI BDSG).
** Bei Anmeldung von mehr als zwei Personen eines Unternehmens erhalten Sie einen Nachlass von
10 Prozent auf Ihre Buchung. Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt.

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Interne Kommunikation im Fokus 2014/01

  • 1. Der kostenlose Newsletter zum Thema »Interne Kommunikation« unter: www.interne-kommunikation.net und www.scmonline.de Ausgabe 01|2014 06 Interview Florian Amberg über Bewegt- bildeinsatz in der IK Klartext IK Medieneinsatz Thomas Hoch (juwi), Matthias Börner (Mainova) S. 2 07 Fachbeitrag Schaub über Bewegt- Sonja bilder in der IK 09 Fachbeitrag Thomas Kreye über Dr. Enterprise 2.0-Systeme 11 Fachbeitrag Heiner G. Koppermann über die Nutzung der kollektiven Intelli- genz Interview Relaunch der MAZ update 13 Fachbeitrag Annabelle Atchison über die neue Interne Kommunikation Carolin Anselmann (Vodafone) S. 5 14 Nachgefragt Stellenausschreibungen 15|16 Schon vorgemerkt? Social Media Praxistage Tagung Interne Kommunikation 18 Schon gelesen? Buchtipps l Buchrezensionen Folgen Sie uns auch auf Twitter. Treten Sie unserer XING Gruppe bei. Sehr geehrte Leserinnen und Leser, Menschen gucken einfach gern Menschen. Das ist auch am Arbeitsplatz so. Sollte man das nicht nutzen – auch oder gerade in der Internen Kommunikation? Sonja Schaub von der Hirschen Group (S.7) und Florian Amberg von Thüga (S. 6) sind sich einig, Bewegtbilder wie Video, Podcast, Video-Newsletter oder Produktfilme werden an Bedeutung zunehmen. Und das macht durchaus Sinn. Denn Filme sind nicht nur unterhaltsamer sondern auch nachhaltiger. Die Botschaft setzt sich besser fest. Bewegtbild gehört in die Champions League, meint Amberg. Neben Bewegtbild widmet sich die aktuelle Newsletterausgabe Themen wie Kollaborationssysteme im Intranet, Mitarbeitereinbindung und die Rolle der Internen Kommunikation. Dass es im Instrumenteneinsatz nicht nur auf Masse ankommt, darüber diskutieren in unserer Rubrik Klartext IK Matthias Börner (Mainova) und Thomas Hoch (juwi). Carolin Anselmann stellt darüber hinaus den Relaunch der Vodafone-Mitarbeiterzeitung update vor. Nicht zuletzt möchte ich Ihnen unsere kommende Tagung Interne Kommunikation am 14./15. Mai in Düsseldorf ans Herz legen, die sich mit Interner Kommunikation in Bewegung auseinandersetzt, und wünsche Ihnen wie immer viel Spaß beim Lesen! Ihre Madlen Brückner
  • 2. IK im Fokus 1/2014 // Klartext IK masse ist nicht immer klasse Interview mit Matthias Börner, Mainova, und Thomas Hoch, juwi, über ihren Medieneinsatz in der Internen Kommunikation Wer die meisten Kanäle bedient, informiert am besten. Fast mutet der aktuelle Trend in der Inter nen Kommunikation wie ein Wettlauf um die meisten Instrumente an? Ist Masse gleich Qualität? Thomas Hoch: Die Interne Kommunikation definiert sich häufig zu sehr über ihre Instrumente. Nach dem Motto: Mein Intranet, meine Mitarbeiterzeitschrift, mein Vorstandsblog. Dabei ist die Größe des Instrumentenkastens allenfalls zweitrangig. Wichtig ist doch: Habe ich die richtigen Instrumente für die Kommunikationsaufgaben, die ich zu erfüllen habe. Natürlich macht es Sinn, immer wieder über neue, bessere Instrumente nachzudenken. Dabei sollte man aber nicht vergessen, auch die existierenden Instrumente zu hinterfragen: Hilft uns das noch oder haben wir es nur noch, weil wir es schon immer haben? Spätestens dann, wenn die Ressourcen knapper werden, ist man gezwungen, seinen Instrumentenkasten auszumisten. Und das ist nicht das Schlechteste. Um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen: Masse ist nicht immer gleich Klasse – im Gegenteil. Die Konzentration auf das Wesentliche hilft in der Regel auch der Qualität. Thomas Hoch, juwi AG Thomas Hoch ist Abteilungsleiter Interne Kommunikation und Corporate Publishing bei der juwi AG, einem der führenden Spezialisten für erneuerbare Energien. Zuvor war er bei der Unternehmensgruppe Freudenberg neun Jahre in verschiedenen Kommunikationsfunktionen aktiv und verantwortete viele Jahre die Interne Kommunikation. Der Diplom-Volkswirt hat zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn unter anderem als Redakteur bei einem Onlinemagazin gearbeitet. die Informationen selbst – über die Inhalte? Matthias Börner: Dies ist ein wesentlicher Punkt! Die Information ist die Grundlage unseres Handelns. Die richtig übermittelte Information erzeugt einen Mehrwert für die Mitarbeiter und generiert damit einen Beitrag in der Wertschöpfungskette. Durch Information entsteht Wissen, durch Wissen Verständnis und durch Verständnis eine Meinung, welche idealerweise ein Handeln im Sinne des Unternehmens auslöst. Die Art und Geschwindigkeit der Informationsübermittlung spielt in dieser „Wirkungskette“ natürlich eine wesentliche Rolle. Aber am Anfang steht immer die Information selbst – daher muss die Frage nach der Kernbotschaft und Relevanz immer vor allen anderen Fragen stehen. Thomas Hoch: Die Medien sind in der Internen Kommunikation Mittel zum Zweck. Und der heißt zu allererst: Ich möchte Informationen an den Mitarbeiter bringen. Natürlich geht es auch um Vernetzung, um Wertevermittlung, um Beteiligung. Aber das alles braucht Inhalte. Das Aufspüren von Themen, das Setzen von inhaltlichen Schwerpunkten, das Erzählen von Geschichten – das sind Kernaufgaben der Internen Kommunikation. In unserem Metier gilt: Wir müssen ein Gefühl für die wesentlichen Themen im Unternehmen haben und ein Gespür für die Geschichten entwickeln, die zur Identität passen. Und nicht zu vergessen: Wir müssen sie auch erzählen können. Das journalistische Handwerk ist für viele Aufgaben in der Internen Kommunikation eine Grundvoraussetzung. Zudem müssen wir gut vernetzt sein, damit wir überhaupt Interessantes, Wichtiges und gerne auch Außergewöhnliches erfahren. Und dann geht es darum, auszuwählen – die richtige Mischung zu finden. Trotz aller Trends zum Social Intranet wird es immer auch einen Teil geben, für den eine Redaktion unverzichtbar ist. Matthias Börner: Kommunikation funktioniert noch sehr stark nach dem „Sender-Empfänger“ Prinzip. Die Tatsache, dass dem Sender heute mehr Kanäle zur Verfügung stehen, verleitet zum „Gießkannenprinzip“ – oder anders gesprochen: Einer der vielen Kanäle, die ich mit meinen Botschaften bediene, wird schon von meiner Zielgruppe wahrgenommen. Dabei haben wir als Kommunikatoren immer noch die Rolle des „Orchesterdirigenten“ Nicht . die Anzahl an Instrumenten macht ein gutes Orchester aus, sondern ihr Zusammenspiel. Erst dann nimmt der Zuhörer einen harmonischen Klang wahr. Eine zielgenaue Ansprache erreiche ich durch eine intelligente Verknüpfung unterschiedlicher Kanäle, nicht durch die reine Anzahl der Instrumente. Zu wissen, welche Kanäle wie und wann am besten verknüpft Immer häufiger klagen Mitarbeiter über eine oder einzeln bespielt werden, ist die eigentliche Flut an Informationen. Zeitgleich fühlen sie Herausforderung. sich in den wichtigen Belangen schlecht informiert. Wie erklären Sie sich dieses Paradox? Auch die Digitalisierung der Medien wird als Matthias Börner: So paradox ist das nicht. War Allheilmittel gesehen, je schneller ich meine es in früheren Zeiten schwierig, überhaupt Informationen an den Mitarbeiter bringe, eine Information zu erhalten, ist es heute eben desto besser. Aber wer spricht noch über schwierig, das Wichtige vom weniger Wichtigen 2
  • 3. IK im Fokus 1/2014 // Klartext IK zu trennen. Eine Konstante bleibt jedoch: Es ist immer der gleiche Mitarbeiter, welcher nun mehr denn je gefordert ist, in seinem Tagesgeschäft für sich relevante Informationen herauszufiltern. Was ich eher als Herausforderung ansehe, ist die berechtigte Nachfrage nach glaubwürdigen Informationen – was ja beim Rezipienten die Fähigkeit voraussetzt, die Hülle zu durchdringen und zum Kern vorzustoßen. Ich beobachte aber genau das Gegenteil: Bei der Vielzahl an Kanälen und Informationen ist eine Blockade der Wahrnehmung ein nachvollziehbarer Schutzmechanismus unseres Körpers. Obwohl die Information vorliegt, wird diese ignoriert oder schlichtweg nicht verstanden. Eine zukünftige Lösung dieses Problems kann sein, die eigene Belegschaft in der Ansprache stärker zu unterscheiden. Dieser Unterschied ist deutlich spezifischer als die klassische Einteilung: „Wer ist Führungskraft und wer Mitarbeiter“? Die zunehmende Digitalisierung ermöglicht uns die gezielte Ansprache von Anwendern, Beteiligten, Betroffenen – um nur einige Attribute zu nennen – innerhalb einer Belegschaft. Gleichzeitig erhält man eine solide Grundlage für intelligentes Themenmanagement und ein besseres Aussteuern der Kommunikationskanäle. Das Prinzip „Alle bekommen alles“ wird in der Internen Kommunikation zukünftig nur schwer durchzuhalten sein. Matthias Börner, Mainova AG Matthias Börner ist seit 2010 Leiter Interne Kommunikation & Markenführung und Stellv. Leiter Konzernkommunikation bei der Mainova AG. Zuvor war er als Projektmanager Marketing-Kommunikation bereits bei der Mainova AG tätig, Seit 2013 ist er zudem Dozent für Energiemarketing und /-vertrieb bei der ConEnergy Akademie. Wie lassen sich Ihrer Meinung nach Strategien und Haltungen der Unternehmensführung am besten vermitteln? Thomas Hoch: Am überzeugendsten und authentischsten geht das über den persönlichen Auftritt. Das heißt: Dort wo es möglich ist, sollte eine Unternehmensleitung die Chance nutzen, live zu überzeugen. Wir haben regelmäßig Mitarbeitervollversammlungen, bei denen der Vorstand einen Großteil der Belegschaft persönlich informiert. Das Ganze wird live in die Niederlassungen übertragen, so dass wir damit gut 90 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland erreichen. Für die Kollegen in den Auslandsniederlassungen gibt es anschließend eine Videozusammenfassung mit den wichtigsten Botschaften. Natürlich ist so etwas in einem Unternehmen mit einer großen Zentrale und verhältnismäßig wenigen Niederlassungen leichter zu organisieren als in weit verzweigten Unternehmensgruppen. Aber auch in diesen Fällen gibt es Mittel und Wege, um wesentliche Botschaften persönlich zu vermitteln: etwa durch Roadshows oder die Einbindung der nächsten Führungsebene. Ich halte auch Videobotschaften, den Vorstandsblog oder die E-Mail des Vorstands an alle Mitarbeiter für geeignete Instrumente – und nicht zu vergessen: die Mitarbeiterzeitschrift. Sie ist prädestiniert dafür, Strategie und Hintergründe zu erklären. Thomas Hoch: Mag sein, dass wir in manchen Fällen zu viel kommunizieren. Entscheidender aber ist: Es gelingt uns nicht immer, die wirklich wichtigen Informationen rechtzeitig und verständlich an den Mitarbeiter zu bringen. Das hat manchmal mit den Abstimmungsprozessen zu tun, die zu lange dauern. Viel wichtiger erscheint mir aber ein anderer Aspekt: Nicht immer gibt es die Klarheit, nach der die Mitarbeiter sich sehnen. Gerade in Veränderungssituationen gibt es nun mal Unsicherheiten. Das kann daran liegen, dass Informationen bis auf die höchste Leitungsebene nur unvollständig vorliegen, Entscheidungen noch ausstehen oder die Konsequenzen noch nicht bis ins Detail durchdacht sind. Mitarbeiter spüren die Unsicherheit und fühlen sich schlecht informiert. Die Inter ne Kommunikation kann hier Rückkopplungskanäle anbieten. Wirklich entscheidend aber ist das Verhalten der Führungskräfte. Gerade dort, wo die Dinge im Fluss sind, dürfen sie sich nicht verstecken. Es ist ihre Aufgabe, auf Fragen einzugehen, die Situation und auch den Prozess zu erklären. Sonst entsteht schnell ein kommunikatives Vakuum. Und das wird dann ziemlich schnell vom Flurfunk gefüllt. Matthias Börner: Strategien und Haltungen brauchen einen klaren Absender. Dieser ist glaubwürdig und verfügt über die passende Reputation. Hinzu kommt, mögliche Entscheidungen und Strategien in einen klaren Kontext zu setzen. Was sind die Hintergründe? Warum wird so gehandelt? Je klarer erläutert wird, umso weniger Spielraum existiert für Gerüchte und Interpretationen. Der dritte Punkt ist die Ableitung einer klaren Konsequenz vielleicht sogar in Verbindung mit einem Handlungsauftrag. Die wesentlichen Fragen lauten: „Was bedeutet das für mich? Was kann ich tun?“ Bleiben sie offen, schaffen wir einen Nährboden für Unbehagen und Verunsicherung, welche zu fehlenden oder sogar falschen Handlungen führen kann. Darüber hinaus haben wir gute Erfahrungen damit gemacht, die Kommunikation solcher Themen klassisch von „oben nach unten“ aber gleichzeitig von „unten nach oben“ aufzubauen. Eine mehrstufige Kommunikationsplanung in Verbindung mit Dialogangeboten auf den unterschiedlichen Unternehmensebenen kann hier zu einem konstruktiven Dialog im gesamten Unternehmen führen – auch bei kritischen Themen. 3
  • 4. IK im Fokus 1/2014 // Klartext IK Wie treffen Sie Ihre Entscheidungen, welches Medium zum Einsatz kommt? Thomas Hoch: Anhand einiger einfacher Fragen. Wen will ich erreichen? Wie wichtig ist die Information? Welchen Charakter hat das Thema? Bei sehr wichtigen Themen erwarten die Mitarbeiter zurecht, dass sie vom Vorstand selbst informiert werden. Wenn es eine Chance dazu gibt, dann geschieht das im Rahmen einer Veranstaltung. Wir nutzen in solchen Fällen aber auch häufig das Instrument der VorstandsE-Mail. Geht es um Identität, Hintergründe und Strategie, nimmt die Mitarbeiterzeitschrift eine wichtige Rolle ein. Und für die regelmäßige Information der Mitarbeiter haben wir ein sehr gut akzeptiertes Intranet, in dem wir täglich aktuelle Meldungen veröffentlichen. Matthias Börner: Auch für uns steht am Anfang immer die Frage: Was wollen wir kommunizieren? Wir definieren als erstes die Kernbotschaften und leiten daraus ab, für wen innerhalb der Belegschaft sie die höchste Relevanz haben. Daraus ergibt sich dann, welches Medium zum Einsatz kommt. Dabei sind unsere Hauptinstrumente in der Internen Kommunikation noch die wesentlichen Klassiker: Aktuell und kurzfristig – Intranet, strategisch mit Hintergrundinformationen – Mitarbeitermagazin. Aber wir haben auch eine Reihe von Sonderinstrumenten, welche wir je nach Thema, Zielgruppe und Relevanz nutzen. Diese gehen von personalisierten Bereichen im Intranet, über Sonderbeilagen, z.B. in der monatlichen Gehaltsabrechnung, bis zu personalisierten Briefen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Konzern. Dabei ist der gedruckte Anteil in unseren Kommunikationskanälen noch sehr hoch – das hat auch seinen Grund: Ca. 50 Prozent unserer 2.800 Mitarbeiter haben keinen regelmäßigen Zugang zu einem PC-Arbeitsplatz. Dies müssen wir immer berücksichtigen, denn wir wollen keine „Zwei-Klassen-Informationsgesellschaft“ schaffen. Wir bedienen diese Kolleginnen und Kollegen deshalb regelmäßig mit einem gedruckten Newsletter. Wie sieht die zukünftige interne Komm u n i k a t i o n s a r b e i t a u s ? Wa s s i n d d i e H e r a u s fo rd e r u n g e n , vo r d e n e n Sie in den nächsten Jahren stehen? Matthias Börner: Unsere zukünftige Arbeit in der Internen Kommunikation wird stärker davon geprägt sein, die relevanten Informationen zielgruppenorientiert aufzubereiten. Im nächsten Schritt müssen wir Kommunikatoren lernen, dass auch unser Erfolg messbar ist. Denn auch die Kommunikation kann ihren Wertschöpfungsbeitrag sichtbar machen. Ich glaube allerdings auch, dass es da keine Muster gibt, welche auf die unterschiedlichen Gegebenheiten, Anforderungen und Unternehmenskulturen zugeschnitten sind. Planen, steuern und messen wird dabei weiter im Fokus stehen. Eine weitere Aufgabe besteht darin neue Informationskanäle zu erschließen und aufzubauen. Ein Beispiel: Jeder von uns kann heute Artikel im Internet kommentieren, sich mit dem Verfasser austauschen oder eigene Blogs betreiben. Der klassische Empfänger wird so auch zum Sender von Informationen. Wir müssen nun prüfen, wieviel Dialogelemente in der Internen Kommunikation möglich, nützlich und zielführend sind. Thomas Hoch: Ich befürchte, dass die Veränderungsgeschwindigkeit nicht nachlässt, eher im Gegenteil. Das gilt für den Energiesektor im Besonderen, aber bestimmt auch für viele andere Branchen. Wir müssen den Mitarbeitern nicht nur die Notwendigkeit dieser fast permanenten Veränderungen vermitteln, wir müssen auch dafür sorgen, dass Motivation und Identifikation nicht verloren gehen. Das ist natürlich nicht nur eine Herausforderung für die Interne Kommunikation, es betrifft viele – vom Vorstand über die Führungskräfte bis zur Personalabteilung. Ein anderes Thema: Es gilt Elemente aus dem Bereich Social Media nutzbringend in unsere Medien zu integrieren. Wenn dies gelingt, dann stärkt dies die Bottom-Up-Kommunikation, die Vernetzung und den Wissensaustausch. Wir können mit unseren Instrumenten viel dazu beitragen, dass das im Unternehmen vorhandene Wissen besser nutzbar gemacht wird. Das wäre ein unmittelbarer Beitrag zum Unternehmenserfolg. Und das bringt mich zu einem weiteren Punkt: Die wenigsten von uns sind geborene Controller. Und trotzdem müssen wir in Zukunft unseren Beitrag zur Wertschöpfung des Unternehmens deutlicher belegen. 4
  • 5. IK im Fokus 1/2014 // Im Interview die neue update erzählt grössere geschichten Chefredakteurin Carolin Anselmann über den Relaunch der Mitarbeiterzeitung von Vodafone Deutschland Carolin Anselmann, Vodafone Carolin Anselmann ist seit Anfang 2008 Sie haben kürzlich die Vodafone-Mitarbeiterzeitung update in einem neuen D e s i g n ve rö ffe n t l i c h t . Wa r u m h a b e n S i e s i c h z u m Re l a u n c h e n t s c h l o s s e n u n d wa s h a t s i c h ve r ä n d e r t ? Die erste Ausgabe der update ist im April 2008 erschienen. Wir haben seit Bestehen der update immer wieder Layout-Elemente aufgefrischt. Aber nach mehreren Jahren ist dann auch einmal eine größere Überarbeitung nötig. Wobei man die update immer noch erkennt. Für das neue Layout haben wir uns an unseren Marken-Richtlinien orientiert. Die update ist moderner und luftiger geworden durch die Verwendung größerer Fotos, teils größere Spaltenbreiten mit Flattersatz und neue, kürzere Elemente für schnelle Nachrichten wie eine „Zahlen, Daten-Fakten“-Spalte. Die größte Veränderung aber ist der Wechsel von einzelnen Seiten beziehungsweise Rubriken hin zu einer Doppelseiten-Struktur. Wir wollen Unternehmensthemen mehr in Verbindung zueinander setzen, mit der update Hintergründe erläutern und Zusammenhänge deutlich machen. Bei den neuen Rubriken haben wir uns an den großen Themen des Unternehmens wie Netz und Kundenservice orientiert. Wir haben gemerkt, dass das alte Layout an seine Grenzen gestoßen ist im Hinblick darauf, größere Geschichten zu erzählen. Das können wir jetzt. Aber wir müssen jetzt schon im Vorfeld noch intensiver recherchieren, um die vielfältigen Themen richtig einzuordnen. Chefredakteurin der monatlich erscheinenden Vodafone-Mitarbeiterzeitung update. Seit Dezember 2006 im Unternehmen war sie zunächst für Intranet-Meldungen und Veranstaltungen zuständig. Zuvor war sie als Intranet-Redakteurin und Projekt-Managerin On Demand Workplace Migration bei der IBM Deutschland GmbH tätig. In Zeiten sozialer Medien und Echtzeitkommunikation gelten Mitarbeiterzeitschriften häufig als ineffizient und überholt. Worin sehen Sie dennoch die Daseinsberechtigung von Mitarbeiterzeitungen? Sicher, auch bei uns werden in Zeiten von papierlosem Büro und digitalem Wandel Sinn und Zweck wie auch die Kosten des Printmediums diskutiert. Den Online-Lesegewohnheiten kommen wir mit PDF im Intranet und App entgegen. Es bekommt auch nicht jeder Mitarbeiter ein persönliches Exemplar, die Auflage richtet sich nach der Nachfrage in den Zeitungsständern. Wir haben allerdings viele Kolleginnen und Kollegen in Shops oder Call Centern, die die update nicht während der Arbeit am PC lesen können. Und wir verschicken die update an die Kollegen in Elternzeit. Die Zeitung soll mit nach Hause genommen werden! Sie ist für uns eine sinnvolle Ergänzung zu den aktuellen Meldungen im Intranet, um Hintergründe zu komplexen Themen zu bieten. Und um Themen aus Mitarbeitersicht zu zeigen, wie es in Porträts oder Reportagen möglich ist. Welche Interaktions- oder Responsemöglichkeiten bietet Ihre Mitarbeiterzeitung, um die Leser zu involvieren? Wir bieten natürlich im Blatt unsere E-Mail-Adresse an. Hierüber bekommen wir größtenteils Themenvorschläge. Beliebt ist unser monatliches Gewinnspiel. Auch stellen wir die Zeitung ins Intranet, hier können die Mitarbeiter kommentieren. Und wir haben eine App mit Archiv-Funktion, Suche und Kontaktmöglichkeit. Wir bieten Kolleginnen und Kollegen mit dem „update-Leserbeirat“ regelmäßig die Möglichkeit, die Redaktion zu treffen und Feedback zu geben. Mit dem Leserbeirat touren wir durch die Regionen, so dass jeder einmal die Chance hat, dabei zu sein. Beim Leserbeirat im vergangenen Jahr haben wir eine Eye-Tracking-Lese-Analyse gemacht. Dabei haben wir wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die in die Neugestaltung der update mit eingeflossen sind – wie die Bedeutung großer Fotos. update ist keine reine Mitarbeiterzeitung, sondern bietet auch Kunden und Journalisten Einblicke in das Unternehmen. Was sind die primären Themen von update und wer entscheidet darüber? Wi r w ä h l e n d i e T h e m e n i n u n s e rer Redaktionsrunde in enger Abstimmung mit den Fachbereichen aus. Wir achten dabei natürlich auf einen für alle Mitarbeiter interessanten Themenmix. Wichtig sind aktuelle Unternehmensnachrichten und Branchen-News. Schwerpunktthemen sind entsprechend unseres Unternehmensprogramms die Themen Netz & Kundenservice. Immer hintergründig und mit Mitarbeitern im Fokus. Wir zeigen auch, wie Vodafone-Mitarbeiter sich für die Gesellschaft engagieren und dass Vodafone ein familienfreundliches Unternehmen ist. Wi e s c h ä t ze n S i e d i e Z u k u n ft der Mitarbeiterzeitung ein? Online-Formate gewinnen immer mehr an Bedeutung. Diesen Wandel wollen wir auch mit der update in Zukunft aktiv gestalten. Letztlich ist aber die Mitarbeiterzeitung – egal ob als Print-Version oder in digitaler Form – aus unserem Formate-Mix nicht wegzudenken. 5
  • 6. IK im Fokus 1/2014 // Im Interview Corporate TV ist kein Zauberstab, sondern ein Werkzeug Interview mit Florian Amberg, Thüga über den Bewegtbildeinsatz in der Internen Kommunikation Wo liegen Ihrer Meinung nach die Vorteile von Corporate TV gegenüber anderen Instrumenten? Corporate TV kann Emotionen wecken, Inhalte verständlich machen und die Glaubwürdigkeit der Kommunikation stärken. Im Corporate Publishing Barometer nennt jeder zweite Kommunikator die hohe Glaubwürdigkeit als einen Vorteil von Bewegtbild. Das liegt sicher auch am Produktionsprozess: Aussagen können höchstens herausgeschnitten oder neu zusammengesetzt werden; Hinzufügen ist unmöglich. Selbst bei aufwendiger Postproduktion haben Mitarbeiter mit Gestik und Mimik der Protagonisten genug Material für den „Glaubwürdigkeitscheck“ der Kommunikation. Aber: Bewegtbid kann auch trist, unverständlich und unglaubwürdig sein, etwa wenn ein Erklärfilm mit wirren Animationen arbeitet oder der Vorstand wie versteinert vom Teleprompter abliest. Und auch ein kurzer Beitrag kann seine Längen haben. Corporate TV ist also kein Zauberstab, sondern ein Werkzeug. Es hat enormes Potenzial, muss aber richtig eingesetzt werden. Florian Amberg, Thüga Florian Amberg ist Referent Unternehmenskommunikation in der Thüga AG. Dort begleitete er die Neuausrichtung der Internen Kommunikation und die Weiterentwicklung der Kommunikationsmedien. Ab 2010 war er als Senior Associate in der UniCredit für die strategische Ausrichtung der HR Kommunikation in Deutschland verantwortlich. Florian Amberg ist Lehrbeauftragter an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in München und Referent am Institut Student & Arbeitsmarkt der Ludwig-Maximilians-Universität. für wichtig. Damit rangiert das Corporate TV auf den hinteren Plätzen. Wie begründen Sie das? Eine mögliche Wurzel für dieses Phänomen ist die Semantik. Aus den Gesprächen mit Kommunikationskollegen habe ich den Eindruck, dass einige „Corporate TV“ noch immer mit aufwendig produzierten Bewegtbildformaten verbinden, die sich nur Unternehmen mit großem Geldbeutel leisten können. Die Bedeutung von gezielt eingesetzten, kurzen Videoclips erkennen viele dieser Kollegen an, doch nur wenige denken bei „Corporate TV“ an diese Art der bewegten Bilder. Andere Kollegen haben wohl schon zu viele steife, langweilige, unglaubwürdige Formate betrachten müssen und haben das Instrument gedanklich abgehakt. Beides schadet der Reputation von Corporate TV. Und es verstellt den Blick darauf, dass gut gemachte Bewegtbildformate häufig erstaunlich günstig und eines der wirkungsvollsten Instrumente in der Internen Kommunikation sind. Was halten Sie von der Integration von Corporate-TV-Elementen in das Intranet im Gegensatz zu einem eigenen Bewegtbildkanal? Liegt hier die Zukunft des Corporate TV? Die Zukunft jedes Instruments der Internen Kommunikation liegt dort, wo es die Mitarbeiter wirksam erreicht. In der heutigen Arbeitswelt wirken 20-minütige Sendungen in einem eigenen Bewegtbildkanal wie Fossilien der Internen Kommunikation. Welcher Mitarbeiter soll sich das anschauen? Stattdessen sollten Kommunikatoren Bewegtbild in Intranetseiten gemeinsam mit Texten, Infografiken, Fotostrecken und interaktiven Elementen integrieren. Und eher ein 90 Sekunden kurzes Video anbieten, das bei passenden Themen mit Handkamera im YouTube-Stil gedreht wurde und dessen Bilder auch ohne aufwendige Postproduktion wirken. Eine solche Bewegtbildkommunikation ist ansprechender und fügt sich besser in den eng getakteten Arbeitsalltag der Mitarbeiter ein, in dem die Instrumente der Internen Kommunikation im Wettbewerb mit anderen Informationsquellen stehen. Deswegen liegt hier die Zukunft. Könnte man sagen, Corporate TV ist nur etwas für Unternehmen mit großen Budgets? Dieses Vorurteil hält sich hartnäckig: Die Bewegtbildstudie und das Corporate Publishing Barometer haben gezeigt, dass für Kommunikatoren der finanzielle und personelle Aufwand das größte Hindernis für den Einsatz von Bewegtbild ist. Gute Bewegtbildkommunikation ist aber auch mit kleinem Geldbeutel möglich. Erstens kann eine Organisation ihr Intranet oder Video-Plattformen nutzen, um Bewegtbild zeit- und ortsunabhängig anzubieten. Zweitens sind die Preise für Kameras, PC-Hardware und Schnittsoftware stark gefallen. Und drittens ermöglicht dessen Benutzerfreundlichkeit den Kommunikatoren, eigenes Know-how aufzubauen und selbst gute Ergebnisse zu erzielen. Natürlich lassen sich die mit Bordmitteln produzierten Bewegtbildinhalte nicht mit dem Niveau eines Hochglanzmagazin aus dem Fernsehen vergleich. Aber darum geht es auch nicht. Es geht um ein passendes Format für die Organisation, ihre Mitarbeiter und das individuelle Thema. Und das ist wiederum oft mit überschaubarem Budget realisierbar. Denken Sie, dass aufgrund der höhere n B a n d b re i te u n d d e r s i n ke n d e n Laut unseres aktuellen Trendmonitors sagen Produktionskosten Bewegtbild in der Internen 50% der Befragten, Corporate TV sei eher Kommunikation einen Aufschwung erleben wird? unwichtig und 36,9% sogar ganz unwichtig. Ja. Beide Faktoren werden dazu führen, dass Nur 0,7% halten es für sehr wichtig und 8,8% die Zahl von Bewegtbildformaten steigen wird. 6
  • 7. IK im Fokus 1/2014 // Fachbeitrag Unter ihnen werden auch gelungene Formate sein, die gängige Vorurteile gegenüber bewegten Bildern widerlegen und zeigen, was mit diesem Instrument möglich ist. Aber hohe Bandbreiten und niedrige Kosten sind nicht alleine ausschlaggebend. Ein weiterer Treiber sind die Mitarbeiter und Führungskräfte, die verständliche, glaubwürdige, mitreißende Kommunikationsimpulse einfordern. Auch diese Erwartungshaltung spielt Bewegtbild in die Karten. Deswegen glaube ich an den Aufschwung von Bewegtbild in der Internen Kommunikation. Es ist Zeit, dass sich Bewegtbild mit Blick auf seine empfundene Bedeutung von den Abstiegsrängen verabschiedet. Eigentlich gehört es in die Champions League. Weil´s bewegt: Menschen gucken Menschen In der Zukunft sind Bewegtbilder aus der Internen Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Sonja Schaub, Hirschen Group Sonja Schaub ist seit Mai 2011 Pressespre- Wie wäre es, wenn Sie mich jetzt sehen und auch hören könnten? Medienwissenschaftler sind überzeugt, Sie würden sich auf jeden Fall länger an meine Worte erinnern, wenn Sie meine Stimme gehört und mich auch gesehen anstatt lediglich „gelesen“ hätten. Vielleicht wäre ein Videoclip anstelle dieses Artikels eine gute Idee gewesen. cherin der Hirschen Group und verantwortet die externe Kommunikation der Gruppe sowie der zugehörigen Campaigning-Agenturen von Zum goldenen Hirschen, der Kreativ-Agentur Freunde des Hauses, der Multi-Channel Agentur ressourcenmangel, der E-Commerce Agen- Bewegtbilder – also audiovisuelle Angebotsformen wie Video, Podcast, Video-Newsletter oder Produktfilme – werden in der Internen Kommunikation zunehmend eingesetzt. Denn immer nur lesen, das kommt einem fast ein bisschen fade und zeitintensiv vor. Ist es auch. Und deshalb schaffen kurze Clips manchmal das, was schriftlichen Abhandlungen in Teilen weniger gut gelingt: Sie fesseln die Aufmerksamkeit, sie sind glaubwürdiger, sie bleiben eher im Gedächtnis. tur TraDeers ecommerce, der Unternehmensberatung iDeers Consulting, der 365 Sherpas – Corporate Affairs & Policy Advice sowie dem internationalen Agenturnetzwerk The golden Dudes ebenso wie die interne Kommunikation für die Mitarbeiter an den sechs deutschen Standorten und dem in Wien. Zuvor betreute sie seit 2007 als Sprecherin die Marken- und Produktkommunikation des Telekommunikationsanbieters Alice/HanseNet. YouTube verzeichnet unglaubliche Klickraten. Rund vier Milliarden Videos werden hier täglich angesehen. Der 2013 erschienenen renommierten ARD/ZDF-Onlinestudie zufolge hat die Nutzung von Fernsehinhalten im Internet, ob eingebunden in die Websites der Sender, über Mediatheken abgespielt oder über Videoportale wie YouTube abgerufen, deutlich zugenommen. Mit 74 Prozent der Befragten nutzen drei Viertel der Onliner mindestens gelegentlich Videos im Netz. Bei den unter 30-jährigen waren es sogar 88 Prozent. Die Gründe liegen klar auf der Hand: Ein Klick und man wird kurz und knapp informiert oder es dient dem privaten Amusement. Effizientes Informationsmanagement, Schnelligkeit, Effektivität sind gerade im Arbeitsalltag gefragt. Dafür nutzen viele schon längst mehrere Medien gleichzeitig, denn während der Rechner eine Datei hochlädt, lässt sich über das Tablet noch schnell eine Anfrage erledigen. Die Tätigkeiten folgen in der multimedialen, digitalisierten Arbeitswelt keiner stringenten Linie. Stattdessen werden oftmals mehrere Projekte simultan und häppchenweise abgearbeitet. Kurze Videos passen in dieses Nutzungsverhalten bzw. Arbeitsverhalten sehr gut hinein und werden infolgedessen auch in der Internen Kommunikation immer beliebter. Was für Bewegtbilder spricht Die klassischen Obliegenheiten der Internen Kommunikation wie Mitarbeitermotivation, Förderung der Identifikation mit dem Unternehmen oder Erklärungen zu neuen Produkten vermittelt ein Film unterhaltsamer und verständlicher und vor allem nachhaltiger. Denn auch hier gilt die Faustformel: Von ausschließlich Gehörtem bleiben 20 Prozent im Gedächtnis, von Gesehenem setzen sich rund 30 Prozent fest. Werden allerdings beide Sinne, also Hören und Sehen angesprochen, liegt die Erinnerungsquote mit 50 Prozent wesentlich höher. Insbesondere für größere Unternehmen, in denen der Chef nicht immer greifbar ist oder womöglich noch nie persönlich vorstellig wurde, können Botschaften via Bewegtbild Distanzen, Berührungsängste abbauen und Sympathien aufbauen. Voraussetzung: Die Kommunikation ist persönlich und authentisch. 7
  • 8. IK im Fokus 1/2014 // Fachbeitrag Bewegtbild-Beiträge eignen sich nicht nur für die „vertikale Kommunikation“ sondern auch für die interne Vernetzung und dafür, neue Kollegen vorzustellen. Wir haben bei der Hirschen Group besonders gute Erfahrungen mit Mitarbeiter-Videos gemacht, die zu diesem Zweck gedreht wurden und für alle Mitarbeiter zugänglich sind. Neuen Kollegen erleichtert dies den Einstieg. Vermittelt doch ein Video eher Persönlichkeit als eine bloße, schriftliche Information über das frische Teammitglied und man fühlt sich dem neuen Kollegen gleich viel näher. Es „bewegt“ mehr als eine schlichte Mail. Diesen praktische Nutzen haben wir nicht nur von Tür zu Tür im selben Haus festgestellt sondern insbesondere, um weit verteilte Mitarbeiter in sechs deutschen Städten und noch mehr Geschäftsstellen zu erreichen, miteinander bekannt zu machen und zu vernetzen. In einer Zeit, in der die Aufmerksamkeitsspannen immer kürzer werden, dringen lange Textpassagen kaum mehr durch. Der Point of Interest im Gehirn der Mitarbeiter ist immer schwieriger zu finden und wach zu kitzeln. Dass Videos eher Interesse wecken, zeigt auch eine Analyse unserer Internen Kommunikation. Hier sind die Klickraten auf Clips überproportional höher im Vergleich zu Texten. Manchmal ist die gedankliche Einstiegshürde für die Implementierung von Videos im Arbeitsalltag höher als notwendig. Denn in der Praxis kann ein kurzer Filmbeitrag weniger aufwendig sein als vermutet. Der technische und personelle Aufwand richtet sich hier nicht zuletzt nach den Anforderungen der Unternehmen. Vom professionellen Dreh einer Dokumentation bis hin zu kurzen Videoclips, aufgenommen mit einer Smartphone-Kamera und geschnitten mit einem online verfügbaren Bearbeitungsprogramm ist die Bandbreite riesig. Wichtig ist nur: Die Anmutung und die Qualität des Endprodukts müssen ins Kommunikationskonzept, zur Botschaft und zum Unternehmen passen. Vor allem ab dem Zeitpunkt, in dem dieses Kommunikationstool ebenso in Fleisch und Blut übergegangen ist wie das gute alte Rundschreiben, ist der Weg frei für Bewegtbilder im erfolgreichen Kommunikationsmix eines Unternehmens. Zukünftig werden große wie kleinere Unternehmen für die Interne Kommunikation noch mehr bewegte Bilder einsetzen, um die Vernetzung der Mitarbeiter und den Informationsaustausch zu fördern. Alle Formen von bewegten audiovisuellen Kommunikationstools werden in der Internen Kommunikation an Stellenwert gewinnen. Menschen gucken einfach gern Menschen. 8 Termine Frühjahr 2014 scm-Intensivkurs Interne Kommunikation Mit steigender Komplexität der Organisationsform und sich stetigverändernden Rahmen- und Marktbedingungen nimmt der Bedarf an Kommunikation innerhalb einer Organisation zu. Die oft stiefmütterlichbehandelte Interne Kommunikation gewinnt unter diesem Druck stetig anBedeutung. Sie ist maßgeblich am Erfolg einer Organisation beteiligtund trägt Substanzielles zum Erreichen der Unternehmensziele bei. Doch wie lässt sich Interne Kommunikation erfolgreich gestalten, steuern und der Erfolg vor allem messen? Dieser Intensivkurs vermittelt, welchen Stellenwert die Interne Kommunikation innerhalb der Organisation insbesondere der Unternehmenskommunikation einnimmt, wie sie als Erfolgs- und Kostenfaktor wirkt, welche Faktoren die Mitarbeiterkommunikation beeinflussen, wie man sie unterstützt und managt. Er liefert ein umfassendes Bild über die operativen und strategischen Handlungsfelder und gibt die notwendigen Instrumente für ein erfolgreiches Handeln. Der Intensivkurs trägt zur weiteren Professionalisierung der InternenKommunikation bei und hilft den Teilnehmern, sich den neuen und immerkomplexer werdenden beruflichen Herausforderungen erfolgreich zustellen. Interne Kommunikation im Überblick 3. – 5.04.2014, Düsseldorf | 890,00 EUR Referenten: Lars Dörfel, Dr. Gerhard Vilsmeier, Gastvortrag: Birgit Ziesche Interne Kommunikationsinstrumente 22. – 24.05.2014, Düsseldorf | 890,00 EUR Referenten: Dr. Gerhard Vilsmeier, Carsten Rossi, Gastvortrag: Thorsten Cöhring Schnittstellen und Erfolgskontrolle in der Internen Kommunikation 12. – 14.06.2014, Düsseldorf | 890,00 EUR Referenten: Stephan Rammelt, Ariana Fischer, Ulrich E. Hinsen Mehr unter: www.scmonline.de
  • 9. IK im Fokus 1/2014 // Fachbeitrag Social Networks vs. CMS vs. DMS: Wer gewinnt den Showdown im Intranet? Dr. Thomas Kreye, Just Software AG Mit dem weltweiten Erfolg von Facebook & Co. drängen personenzentrierte Collaboration-Lösungen unter dem Stichwort Enterprise 2.0 in die Unternehmen. Diese übernehmen dann – beispielweise im Rahmen von Social Intranets – häufig auch Funktionen, die traditionell in die Domäne von Content Management Systemen (CMS) und teilweise auch Dokumenten Management Systemen (DMS) fallen. Daher stellt sich die Frage: Welches wird das führende System der Zukunft sein, und welches System wird in Zukunft für welche Zwecke benötigt? Dieser Beitrag untersucht diese Fragen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen. wesentlich häufiger als in der Freizeit (z.B. mit Freunden oder Familie) auftritt, werden soziale Netzwerke organisationsintern eine noch viel tiefgreifendere und nachhaltigere Nutzung als im Privaten erfahren. Auch die Entwicklung der restlichen oben genannten Systeme (z.B. DMS, CMS, CRM) haben sich diesem allgemeinen Trend nicht verschließen können: So ist es kein Wunder, dass sich viele DMS wie z.B. SharePoint in personenzentrierte Social Networking-Systeme weiterentwickeln: Schließlich ist der zentrale Akteur und die Wissensquelle zuerst der Mensch und dann das Dokument. Ausgangslage Im Juni 2007 legte Dr. Thomas Kreye gemeinsam mit Rolf SchmidtHoltz den Grundstein für Derzeit setzen Unternehmen zur Kommunikation & Kollaboration im Intranet verschiedene Systeme ein, die nicht selten parallel existieren: CMS, DMS und neuerdings auch personenzentrierte Social Networking-Systeme. All diese Systeme haben ihre Stärken und Schwächen, so dass auch weiterhin von einer Koexistenz auszugehen ist. die Just Software AG. Zuvor war er als Director in der Konzernentwicklung der Bertelsmann AG tätig. Dr. Thomas Kreye hat Wirtschafts- Auf der anderen Seite können Nutzer in all diesen Systemen z.B. kommunizieren, Dokumente hinterlegen und Berechtigungen vergeben, so dass es starke Überschneidungen gibt bzw. geben muss. Darüber hinaus ist zu beachten, dass personen- bzw. kommunikationsorientierte Systeme eine wesentlich bessere virtuelle Arbeitsergonomie als die anderen Systeme bieten: Während beispielsweise das klassische DMS mit einem menschenleeren Archivraum mit Aktenordnern vergleichbar ist, kreieren Social-Networking-orientierte Systeme lebendige Kommunikationsräume zur menschlichen Interaktion: das virtuelle Büro für die virtuelle Organisation der Zukunft. So wird das Arbeiten in Zukunft interaktiver und kommunikativer, was sich positiv auf die Motivation, den Wissenstransfer und schließlich auch auf die Produktivität auswirkt. wissenschaften an den Universitäten Witten/ Herdecke, Eichstätt-Ingolstadt und der Darden Business School studiert und anschließend seine Promotion mit höchster Auszeichnung Damit trotzdem ein optimales und übergreifendes Wissensmanagement erreicht werden kann und sich der Nutzer bestmöglich zurechtfindet, sind – ceteris paribus – die Anzahl der verschiedenen Systeme zu minimieren und die verbleibenden Lösungen optimal zu integrieren. Daraus ergeben sich zwei wesentliche Fragen: an der Universität St. Gallen abgeschlossen. Wenn Social-Networking-orientierte Systeme die Kerninfrastruktur der organisationsinternen Kommunikation und Kollaboration ausmachen werden, welche Systeme sind dann zusätzlich noch nötig und wie können diese angebunden werden? Welches System wird das führende System? Seit 2006 ist er CFA Charterholder. Welche Systeme sind zusätzlich nötig? Der Zukunftstrend der unternehmensinternen Kommunikation & Kollaboration lässt sich schon seit einiger Zeit im Internet ablesen, wo Web-2.0-basierte Social Networks wie Facebook insbesondere die asynchrone multilaterale Kommunikation revolutioniert haben. Da genau diese Kommunikationsart aufgrund der gruppenorientierten Struktur von Organisationen (z.B. Abteilungen, Teams, Projekte) dort Kurz- bis mittelfristig werden DMS z.B. über Suchintegration oder via Workstream an Social-Networking-basierte Systeme angebunden. Langfristig werden beide Systeme in der Regel ineinander aufgehen, denn ihre Berechtigungsstrukturen und Anwendungsfälle sind zu nah verwandt, um zwei getrennte Systeme zu rechtfertigen: Schließlich werden Dokumente in einem kommunikativen Prozess von Menschen kreiert, ausgetauscht und besprochen. 9
  • 10. IK im Fokus1/2014 // Fachbeitrag Die Trennung von Dokument und Person samt Kommunikation ist daher nicht sinnvoll aufrechtzuerhalten. Dr. Thomas Kreye spricht auch auf der Tagung Interne Kommunikation am 14./15. Mai in Düsseldorf Für organisationsinterne CMS gilt Ähnliches: Die Publikation von Unternehmensinhalten im Intranet rechtfertigt in aller Regel kein eigenes Redaktionssystem, zumal sich Berechtigungen und Kommunikationsanforderungen (z.B. Kommentare zu Artikeln) auch hier stark überschneiden. Die Pages und Notes von Facebook zeigen darüber hinaus, wie man Content in Social-Networking-Strukturen erfolgreich integrieren kann – und wie infolgedessen die häufig parallel gepflegten Internetseiten und Blogs regelrecht verwaisen. DMS und CMS Lösungen werden im Intranet also nur noch in Einzelfällen zur Anwendung kommen, wenn sehr spezielle Anwendungsfälle oder Anforderungen vorliegen, die ein entsprechendes, zusätzliches System rechtfertigen. Fazit Social-Networking-orientierte Systeme bilden zukünftig den Kern von organisationsinternen Kollaborations- und Kommunikationslösungen. Aufgrund des hohen Überschneidungsgrades mit DMS- und CMS-Systemen werden Letztere in weiten Teilen von Social-Networking-Systemen abgelöst werden. Für Social-Networking-orientierte Lösungen bedeutet dies, dass sie die Anforderungen zur Abbildung von organisationsinternen Anwendungsfällen im Bereich Dokumente und Content bis zu einem gewissen Grad selber abdecken können müssen. Wenn dieser Grad überschritten ist, müssen sie die entsprechenden Schnittstellen zu spezialisierten Systemen anbieten. An eine Social Networking Software als virtuelle Infrastruktur der organisationsinternen Zusammenarbeit sind also hohe Anforderungen gestellt, die bisher nur wenige Anbieter erfüllen können. Instrumente und Techniken der Internen Kommunikation – Band 2 Instrumente zielgerichtet einsetzen, Dialoge erfolgreich managen u.a. mit Beiträgen von: • Daimler • Deutsche Telekom • E-Plus Gruppe • Fraport • Gruner & Jahr • Infineon Technologies • ING-DiBa • Thüga • T-Systems MMS u.a. mit Beiträgen zu: • Von der internen zur integrierten Kommunikation • Strategisches Storytelling in der Internen Kommunikation 2.0 • Change Branding • Großgruppenkonferenzen und ihr Potenzial für die interne Kommunikation • Employer Branding • Rezepturen für effektive persönliche Kommunikation in der Mitarbeiter- und Führungskommunikation • Beteiligungsformate in der Internen Kommunikation • Die Mitarbeiterzeitschrift • Social Intranet • Enterprise Social Networks als interne Kommunikationslösungen • CIO-Blog • Der Moderierte Chat • Corporate TV • Wikis Das Buch wird als Softcover (29,90 Euro) sowie als e-Book (19,99 Euro) im Dezember 2013 erscheinen. Der Sammelband ist direkt über die scm oder im Handel erhältlich. ISBN: 978-3-940543-33-2 Weitere Fachbücher und Studien finden Sie auf scmonline.de und in unserem e-Book-Shop. 10
  • 11. IK im Fokus 1/2014 // Fachbeitrag Nutzung der kollektiven Intelligenz als Katalysator und Turbolader der internen Kommunikation An aktuellen Herausforderungen für die interne Unternehmenskommunikation besteht kein Mangel. Hier nur eine kleine Auswahl der bekannten und häufig wiederkehrenden Baustellen: • • • Heiner G. Koppermann, SwarmWorks Ltd. • Heiner Koppermann • ist Mitbegründer und geschäftsführender Gesellschafter der • SwarmWorks Ltd. und ChangeWorks GmbH & Co. KG. Er unter- • stützt zumeist große, internationale Firmen bei der Bewältigung von Herausforderungen • Unbekannte Unternehmensziele und unklare Abteilungsziele verhinder n Kräftebündelung. Unklare Verantwortungsbereiche bremsen Engagement. Mangelnde Transparenz und unzureichende Kommunikation schüren Unzufriedenheit. Mitarbeiter sind viel stärker in den Prozess der Markenbildung/-stärkung einzubinden. Geringe Motivation und Loyalität verhindern eine schlagkräftige Organisation. Schlechte Stimmung, fehlender Spaß und Zusammenhalt schaden der Kultur. Geringe Veränderungsdynamik macht das rasche Reagieren auf Marktveränderungen schwierig. usw. Gibt es also eventuell doch gravierende Unterschiede in der Herangehensweise, die zumindest teilweise erklären, warum manche Unternehmen so erfolgreich in dem Meistern der Herausforderungen sind? Wir glauben ja. Die Erklärung liegt in der Art und Ausprägung der vorherrschenden Menschenbilder und Muster – sei es in der Führung, als auch in der Kommunikation. Ein Hinweis in diese Richtung liefern die – Jahr für Jahr – für Deutschland verheerenden Ergebnisse des Gallup Engagement Index: Nur 15% (in 2012) der Arbeitnehmer/ innen ab 18 Jahren konstatieren in anonymen Befragungen eine hohe eigene emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber und fast ein Viertel verfügen nach eigener Aussage über keinerlei solche Bindung. u. a. in den Bereichen strategische Neuausrichtung, Change Management, Leadership/ Führung, Führungsteam Entwicklung. Im Laufe seiner Karriere war der diplomierte Physiker u.a. als Unternehmensberater für McKinsey und Wissenschaftler an der Bei der Menge an Herausforderungen könnte man sich fragen, wie all das denn zu bewerkstelligen sei? Sind die Herausforderungen überhaupt noch lösbar und sind darunter eventuell nicht auch solche, die als „konzeptbedingt“ und somit als Kollateralschaden heutiger Unternehmensformen einfach zu erdulden und zu ertragen sind? Wohl kaum, gibt es doch zahlreiche Beispiele großer und auch sehr großer Unternehmen, denen es – auch wiederholt – gelingt, diesen Herausforderungen Herr zu werden und dabei einen kometenartigen Aufstieg zu schaffen: Facebook, Twitter, Google und viele mehr sind nur einige Beispiele. Natürlich mag man einwenden, dass deren Business-Modelle sehr stark auf der Skalierbarkeit von Internetdiensten fußen und mit einer produzierenden Industrie wie Automobilbau, Chemie und dergleichen kaum zu vergleichen sind. Dennoch haben auch die genannten Firmen prinzipiell dieselben Herausforderungen, ihre oft sehr zahlreichen Mitarbeiter an einer Vision auszurichten oder zu Höchstleistungen anzuspornen. Woran liegt es, dass in Ländern wie den USA fast doppelt so hohe Anteile (28%) an stark emotional gebundenen Arbeitnehmern und in der Schweiz und Österreich immerhin 23% zu finden sind? Die genannte Gallup Studie liefert als einen Hauptgrund für diese Misere „hausgemachte Defizite in der Führungskultur“ die dazu führen, , dass aus anfangs motivierten Mitarbeitern Verweigerer werden, wenn über längere Zeit ihre Grundbedürfnisse wie Feedback erhalten, nach der Meinung gefragt werden, sich einbringen können, ..., vernachlässigt werden. Der größte Hebel für eine Veränderung liegt offenbar in einer Anpassung der Führungskultur, die ebendiesen Grundbedürfnissen Rechnung trägt. Nun ist das Ändern der Führungskultur jedoch kein leichtes Unterfangen, erfordert 11
  • 12. IK im Fokus 1/2014// Fachbeitrag Heiner G. Koppermann spricht auf der Tagung Interne Kommunikation am 14./15. Mai in Düsseldorf und führt durch das Speed Café. es doch, dass gerade diejenigen Personen (Führungskräfte), die laut Gallup Teil oder gar Ursache des Problems sind, etwas bzw. ihr eigenes Verhalten ändern, um einem möglichen Wandel den nötigen Raum zu geben. Wahrscheinlich der zweitgrößte Hebel nach dem Ändern der Führungskultur ist die Interne Kommunikation, denn eine geeignete Interne Kommunikation kann Defizite in der Führungskultur wett machen und einige der wichtigsten Grundbedürfnisse der Mitarbeiter bedienen. Hierzu gehört ohne Zweifel eine geeignete Fo r m d e r Einbindung der Mitarbeiter in die Geschehnisse des Unternehmens, denn nur so bekommen Mitarbeiter ein Gefühl des „ich gehöre dazu“ brin, gen sich dann auch stärker ins Geschehen ein und werden integrativer Bestandteil des Unternehmens. In unserer Arbeit beobachten wir immer wieder die Effekte, die sich durch eine gewollte und ernsthaft betriebene Einbindung der Mitarbeiter erzielen lassen: Die Mitarbeiter werden an der Bearbeitung aktueller Themen des Unternehmens konstruktiv beteiligt, sie tragen zur Lösung anstehender Probleme bei und entscheiden diese mit. Die so entstehenden Lösungsansätze sind auch ihre („buy-in“) und sie identifizieren sich mit den abgeleiteten Maßnahmen und zeigen deutlich erhöhte Bereitschaft (Commitment), diese in Folge auch umzusetzen. Dieser Zugewinn an Commitment ist beträchtlich und wird von unseren Kunden als das wichtigste Ergebnis interaktiver, die Mitarbeiter einbindender Veranstaltungen gesehen. Dieser Ansatz des „Einbinden statt nur Senden“ lässt sich auf nahezu alle Bereiche der Internen Kommunikation anwenden. Hier einige Beispiele aus der laufenden Praxis: • • E n t w i ck l u n g d e r U n te r n e h m e n s strategie oder Teilen davon unter gleichzeitiger Einbindung mehrerer Ebenen des Managements Kommunikation einer Unternehmensstrategie unter interaktiver Einbindung der sonst nur Betroffenen • • • • Vorbereitung von Mitarbeitern auf ihre Aufgabe als Brand Ambassadors oder Employer Brand Champions Anstoßen und laufende Umsetzungsbegleitung unternehmensweiter (auch internationaler) Veränderungsprozesse (Roadshow-Konzepte) Kick-off und Begleitung anstehender Reorganisationen mit laufender Beteiligung der „Reorganisierten“ uvm. Es zeigt sich in all diesen Fällen, dass M i ta r b e i te r d a s Angebot, gehör t und eingebunden zu werden, sehr dankbar und vor allem konstruktiv annehmen und hohe Bereitschaft zeigen, dieses Angebot mit gesteigerter Bereitschaft zu belohnen. Mit steigendem persönlichen Beitrag und dem dann vermehrt empfundenen Sinn in der eigenen Tätigkeit wächst zwangsläufig auch die eigene emotionale Bindung an das Unternehmen. Betsy Myers, die Wahlkampfchefin des Obama Wahlkampfs 2008 in den USA, sagte uns einmal auf unsere Frage, wie sie und ihr Team es denn geschafft hätten, eine der größten Mobilisierungs- und Motivationskampagnen der Geschichte (u.a. Rekordergebnis an Wahlkampfspenden) zu stemmen: „Menschen wollen ein Mitspracherecht. Wenn man ihnen dieses gewährt, sind sie bereit, einer guten Sache zu folgen und sich einzubringen“ . Wir sind fest davon überzeugt, dass es in Unternehmen nicht anders ist. IMPRESSUM Herausgeberin: Madlen Brückner (V.i.s.d.P.) Vertretungsberechtigter: Lars Dörfel Redaktion: Theresa Schulz, Nicole Gatz Steuernummer: 37/171/21334 scm/prismus communications GmbH Weichselstraße 6 | 10247 Berlin T: +49(0)30 47 98 97 89 | F: +49(0)30 47 98 98 00 E: info@scmonline.de | W: www.scmonline.de 12
  • 13. IK im Fokus 1/2014 // Fachbeitrag Die neue Interne Kommunikation – vom Schreiberling zum Community Management Mein Steckenpferd ist ja das Social Business. Also ein Unternehmen, das versucht, seine Geschäftsziele durch den Einsatz von Social-Media-Technologien besser zu erreichen. Was ich im Gespräch mit Unternehmensvertretern jedoch immer wieder merke: Willig sind die meisten, nur haben sie eine völlig falsche Vorstellung von den Anforderungen. Viele meinen, dass sie mit dem Start einer Facebook-Seite schon unglaublich „social“ unterwegs sind. Weit gefehlt. Annabelle Atchison hat 2008 ihren Bachelor in Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München gemacht. Von 2009-2010 war sie PR Volontärin bei Microsoft Deutschland und hat dort den Aufbau und die Betreuung der Social-Media-Aktivitäten (Strategie, Struktur, Umsetzung) für die PR Abteilung übernommen. Von 2010-2013 war sie Social Media Manager der Microsoft Deutschland GmbH und hat diese Kommunikationsdisziplin bereichsübergreifend in allen Facetten geleitet. Seit 2013 ist sie Director bei 33 Digital, der neuen Digitalsparte von Hotwire PR. die unterschiedlichen Szenarien auf, bei denen Social Media im internen (wie auch externen) Einsatz unterstützen kann: Schneller und innovativer sein, bessere Zusammenarbeit über alle Bereiche hinweg, größere Transparenz und somit weniger Wissensschwund bei Ausscheiden eines Mitarbeiters. Und wenn man eine Minute pausiert und sich fragt, wie man selbst gerne am effektivsten und zudem noch angenehm und menschlich arbeiten würde, dann landet man bei den Social-BusinessTechnologien wie Yammer oder Convo. Das große Problem bei all den Argumenten: 71% der Mitarbeiter sind laut Gallup noch komplett unengagiert. Damit Unternehmen nicht an Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit verlieren, sollten sie das schnellstmöglich ändern und ihre Mitarbeiter für Engagement innerhalb des Unternehmens begeistern. Hier kommt nun die Interne Kommunikation mit ihrer bisher nur ansatzweise gelebten Kompetenz ins Spiel. Das A und O für den erfolgreichen Einsatz von Social-Media-Technologien, für die externe als auch interne Kommunikation, ist die Kultur. Nur dann kann man sinnvolle Social-Governance-Modelle aufstellen. Wenn die Kultur nicht mit „social“ zusammenpasst, dann kann man sich abmühen und plagen – es wird nicht funktionieren. Und für mich gibt es eine Stelle im Unternehmen, die die Kultur prägt und durchaus auch verändern kann: Die Interne Kommunikation (IK). So wie die PR insgesamt mehr in die Rolle des 360°-Kommunikationsmanagements wachsen Eine oft unterschätzte Kommunikationsdisziplin, muss, muss auch die Interne Kommunikation wie ich finde. Denn schlussendlich ist es die hierfür weg vom reinen Schreiberling-Dasein IK, die bestimmt, wie Mitarbeiter über wichtige und hin zum internen Community-Management. Unternehmensthemen informiert werden, wie Wie genau das aussieht? einfach oder schwierig der Informationsaustausch untereinander funktionieren kann und In einer idealen Welt haben die IK-Verwie das Management sich präsentiert. Und ant wor tlichen folgende fünf Aufgaben: somit auch, wie wohl und loyal Mitarbeiter sich gegenüber ihrem Arbeitgeber fühlen. Wenn wir 1. Evaluation und Implementierung einer über die Zukunft der PR und die der Kommuniinter nen Community-Plattfor m. Das kation im Unternehmen sprechen (was ich des bedeutet auch die Abschaffung oder Öfteren und gerne tue), ist für mich die Interne zumindest die Minimierung des traditiKommunikation ganz klar das Herzstück. onellen Intranets. Dieser Prozess kann in Abstimmung mit der IT-Abteilung Dass der Wandel vom Schreiberling zum Comstattfinden, muss aber unbedingt von munity Manager in der Internen Kommunikation Menschen mit kommunikativem Verständbald stattfinden muss und sich vor allem auch nis geleitet und entschieden werden. lohnt, zeigen verschiedene Studien. Constellation Research hat schon 2012 herausgefunden, 2. Identifizierung, Training und Motivation von dass Mitarbeiter, die sich zum Beispiel intern in internen Influencern aus den verschieForen engagieren oder Kollegen im Chat heldenen Geschäftsbereichen. Diese haben fen, zu 37% eher bei ihrem Arbeitgeber bleiben die Aufgabe, ihre Bereichsthemen regelals Mitarbeiter, die sich intern nicht engagieren. mäßig selbst intern zu kommunizieren. Gallup schlägt den Bogen und weist nach, Sie übernehmen gleichzeitig die Rollen dass engagierte Mitarbeiter wiederum gut für „Eisbrecher“ Vorbild und interne Evange, die Kundenbindung sind und Constellation listen. Die Interne Kommunikation ist hier Research schließt den Kreis wieder mit dem Enabler, Sparringspartner und tritt den Ergebnis, dass loyale und engagierte Kunden Influencern auch manchmal in den Hindreimal so häufig Empfehlungen aussprechen. tern, wenn sie ihren Job nicht gut machen. Eine aktuelle Infographik von OpenText zeigt 13
  • 14. IK im Fokus 1/2014 // Fachbeitrag 3. Kreation und Umsetzung von internen, übergreifenden Kommunikationskampagnen und Change-Management-Projekten. Durch den Einsatz von internen Social-Media-Technologien wird das Team der Internen Kommunikation entlastet und kann sich strategisch wichtigen Themen widmen. 4. Strategische Beratung und Training des Top-Managements. Denn in einer Community – anders als in einer Hierarchie – darf sich das Management nicht mehr nur auf seine formellen Titel verlassen. Wenn man sich nicht mehr hinter von der Internen Kommunikation vorgeschriebenen E-Mails und in fünf Schleifen abgestimmten Intranet-Interviews verstecken kann, kommt es auf Kompetenz, Charakter und echte Führungsstärke an. Und hier brauchen viele Manager Nachhilfe. Außerdem muss das Top-Management auf der internen Kommunikationsplattform mit gutem Beispiel vorangehen. Deshalb sollte ein ganz banales Social-Media-Training mit Schwerpunkt auf die Regeln der eigenen internen Plattform Pflicht für jeden Manager sein. 5. Zu guter Letzt: Die Interne Kommunikation sorgt dafür, dass alle für die Mitarbeiter relevanten Informationen auf der internen Plattform sinnvoll und leicht auffindbar zur Verfügung stehen. Die IK muss die Informationen nicht mehr selbst recherchieren, mühsam die Informationen in viel zu langen Artikeln aufbereiten und dann mit einem langsamen Content Management System ins Intranet stellen, wo keiner sich die Mühe macht, den Text wirklich zu lesen. Die neue Interne Kommunikation managt diesen Prozess. Sie ist Teil des zentralen Unternehmens-Newsdesks. Sie sorgt dafür, dass relevante Inhalte von den für die Themen verantwortlichen Mitarbeitern eingestellt werden. Aber auch, dass es eine sinnvolle, zum Unternehmen passende und allen bekannte Taxonomie gibt und das Management seine Führungsaufgaben auf der internen Plattform erfüllt. Stellenausschreibungen Manager Interne Kommunikation m/w KraussMaffei Technologies GmbH Referent Interne Kommunikation m/w Boehringer Ingelheim GmbH Referent Interne Kommunikation m/w Media-Saturn-Holding GmbH Manager Interne Kommunikation m/w Zalando Operations GmbH Marketing-Referent – Schwerpunkt interne Kommunikation m/w ZAG Personal & Perspektiven – Interne Karriere Berater Interne Kommunikation & Change Communications m/w cetacea Communications & Public Relations GmbH Referent Interne Kommunikation m/w Keolis Deutschland GmbH & Co. KG Referent Interne Kommunikation m/w Berner SE Wissenschaftlicher Redakteur Interne Kommunikation m/w Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH Haben Sie vakante Stellen in den Bereichen Interne Kommunikation, Führungskräftekommunikation und Change Communications. Gern veröffentlichen wir auch Ihre Jobangebote. Schicken Sie uns Ihre Stellenausschreibung an info@scmonline.de Mehr unter: www.interne-kommunikation.net 14
  • 15. IK im Fokus 1/2014 // Schon vorgemerkt? Tagung | 14./15. Mai 2014 l Düsseldorf Interne Kommunikation Veränderung – Führung – Kultur: Interne Kommunikation in Bewegung Die Interne Kommunikation ist permanent in Bewegung. Alles wird schneller. Immer mehr Informationen stehen binnen kürzester Zeit zur Verfügung, Arbeitsabläufe und Kommunikationsflüsse werden beschleunigt, Change-Prozesse folgen in immer kürzeren Abständen aufeinander. Besondere Anforderungen werden in Veränderungsprozessen an die Führungskräfte gestellt und die Führungskommunikation steht im Zentrum des Change-Managements. Was aber macht die wirkungsvolle Führung und Führungskommunikation in Veränderungsprozessen aus und was sind ihre Erfolgsfaktoren? Führungskräfte sollen Orientierungsgeber und Motor der Veränderung sein, Toleranz und Identifikation schaffen, glaubwürdig sein, den Veränderungsprozess kommunikativ begleiten – eine Herausforderung für viele Führungskräfte. Sie sind auf die Unterstützung und das Engagement zahlreicher Mitarbeiter angewiesen, damit Veränderungsvorhaben erfolgreich verlaufen. In den verschiedenen Phasen dient ihnen die Interne Kommunikation als Unterstützung und Sparringspartner. Interne Kommunikatoren sind in ihrer Rolle als strategische Kommunikationsmanager gefordert, in der sie als Berater, Coach, Moderator und Journalist fungieren. Sie sind das kommunikative Bindeglied zwischen den verschiedenen Stakeholdern im Unternehmen. Wie die kommunikative Begleitung von Change-Prozessen aussehen kann und welche Rolle die Interne Kommunikation und die internen Medien in der Veränderung spielen, sind zentrale Themen der 13. Fachtagung Interne Kommunikation. Die Tagung will darüber hinaus relevante Fragen für ein erfolgreiches internes Kommunikationsmanagement beantworten: Wie kann die Interne Kommunikation einen wirksamen Zugang zu den Stakeholdern herstellen und Unternehmensziele erreichen? Wie müssen sich interne Kommunikatoren gegenüber der Führungsebene und Mitarbeitern positionieren, um deren Anforderungen an die Interne Kommunikation gerecht zu werden? Welche Medien sind für welche Themen, Botschaften und Zielgruppen geeignet und wie sieht ein erfolgreicher Medienmix aus? Dazu stellt sich die Frage, welche Freiheiten die Mitarbeiter für die Kommunikation in offenen Strukturen wie Blog oder Twitter bekommen? Die Auftaktveranstaltung am Vorabend sowie Impulsvorträge am Vormittag widmen sich dem Themenschwer punkt „Veränderung – Führung – Kultur“ Daran knüpft auch das diesmal . digitale „Speed Café“ an. In Round Table Sessions und Panels legt die Tagung am Nachmittag weitere Schwerpunkte auf den Umgang interner Kommunikatoren mit Social Media und Social Intranet sowie die Entwicklung und den zielgerichteten Einsatz inter ner Kommunikationsinstr umente. Erweitern Sie Ihr erlerntes Wissen in einem unserer vier Workshops am Folgetag (16. Mai) • • • • W1: Den Change-Prozess erfolgreich treiben W2: Interne Kommunikation im Schleudergang W3: Intranet und Social Media in der Internen Kommunikation W4: Social Intranet mit SharePoint 2013 erfolgreich umsetzen Referenten der Tagung Interne Kommunikation sind u.a. Guido Heitmann Sonja Horner Stefan Kantzenbach E-Plus Gruppe ÖBB-Holding Union Asset Management Christina Neuffer Karstadt Warenhaus Veranstaltungsort: Novotel Düsseldorf City West Niederkasseler Lohweg 179 40547 Düsseldorf Pit Hansing Infineon Elisabeth Pohl Ford Deutschland Johannes Winter Condor Fluggesellschaft Weitere Informationen auch unter www.interne-kommunikation.net Preis 690 EUR zzgl. MwSt. 15
  • 16. IK im Fokus 1/2014 // Schon vorgemerkt? Praxistage | 25./26. März 2014 l Frankfurt social media praxistage Frühbuchrrabatt bis zum 10. März sichern! Fit für PR und Marketing im Social Web Social Media bieten für PR und Marketing ein immenses Potential – dies gilt sowohl für B2C- als auch für B2B-Unternehmen. Facebook, Xing und Twitter gehören für viele PR- und Marketingspezialisten bereits zum Kommunikationsalltag. Die Entwicklung dieser Kanäle sowie auch Google+ und Trendthemen wie z.B. Pinterest sollten Social Media Manager stets im Blick behalten. So können sie ihre potentiellen Kunden, Geschäftspartner, Multiplikatoren und Meinungsführer mit der geeigneten Ansprache und den passenden Maßnahmen im Social Web erreichen, wo diese auch präsent sind. Die Social Media Praxistage bieten interessante, vielfältige Workshops für Mitarbeiter aus PR und Marketing sowie verwandten Disziplinen, die bereits Erfahrungen mit Social Media sammeln konnten und ihr Wissen im intensiven Austausch vertiefen und erweitern möchten. Erfahrene Social Media-Profis arbeiten mit den Teilnehmern zwei Tage lang an ihren Top-Themen und geben viele konkrete Tipps. Bei den Social Media Praxistagen erhalten Sie Antworten auf Ihre Fragen rund um Kampagnen, die neuen Wege der Pressearbeit, Rechtsgrundlagen und Social Media Guidelines. Sie gewinnen Einblicke in die Themen Suchmaschinenoptimierung, Monitoring und Trends im Bereich Mobile Marketing. Keynotes von Referenten renommierter Unternehmen eröffnen die beiden Workshop-Tage, bei denen auch das reale Social Networking nicht zu kurz kommen wird. 10 Themen – 10 Workshops – 2 Tage • PR 2.0 • Kampagnen im Social Web • Rechtsgrundlagen für Social Media • Einsatz von Facebook und Google+ • SEO und Social Search • Digitales Storytelling im Social Web • Social Media Monitoring und Analyse • Mobile Marketing und Mobile Apps • Social Media Guidelines • Community Management „Eine sehr strukturierte und gut organisierte Veranstaltung mit kompetenten, freundlichen und offenen Referenten. Gerade das Interesse und auch die Vorschläge der Teilnehmer an meinen Teil unserer Unternehmensgruppe hat mich sehr gefreut.“ PatrickSchwinke, E.R. Capital Holding Referenten der Social Media Praxistage sind u.a. Viola Backfisch Andreas Blauig Thimo Schwenzfeier Christine Kinze Sixt Sirona Messe Frankfurt Die Firma Veranstaltungsort: NH Frankfurt City Vilbeler Straße 2 60313 Frankfurt Kathrin Faust Daniel J. Hanke Jan Eisenkrein Fink & Fuchs PR Klenk & Hoursch Profilwerkstatt Weitere Informationen auch unter www.scm-praxistage.de Early-Bird-Preis bis 10.3.: beide Tage 895 Euro zzgl. MwSt. 16
  • 17. IK im Fokus 1/2014 // Schon vorgemerkt? weiterbildung Interne Kommunikation im Schleudergang Den Change-Prozess erfolgreich treiben - 16. Mai 2014 in Düsseldorf - Trainerin: Ulrike Führmann - 16. Mai 2014 in Düsseldorf - Trainer: Dr. Guido Wolf Gelungene Interne Kommunikation schafft einen Mehrwert für Unternehmen und Organisationen – materiell und immateriell. Informierte Mitarbeiter denken mit, arbeiten motivierter und tragen das Markenversprechen des Unternehmens positiv nach außen. Reibungsverluste und Krankenstand nehmen nachweislich ab. Ausgehend von den und immer wieder Bezug nehmend auf die Praxiserfahrungen und -anliegen der Teilnehmer setzt sich der Workshop mit den kommunikativen Herausforderungen von Veränderungsprozessen auseinander. Im Mittelpunkt stehen die Themen: • Es spricht in Unternehmen und Organisation also alles für eine starke Interne Kommunikation, die strategisch und mit System entwickelt werden sollte. Für diese Aufgaben und Anforderungen braucht es professionelle IK-Manager. Um die nötigen Rahmenbedingungen, Einblicke in die Methodik und den wichtigen Praxisbezug geht es in diesem Seminar. • • • • Mit Veränderungen umgehen: warum Change-Projekte so oft scheitern und was man dagegen tun kann Change the Change: Stärken und Schwächen der internen Kommunikation erkennen und nutzen Führungskommunikation als Schlüssel: wie Sie Ihre Veränderungskommunikation orchestrieren Betroffene beteiligen: Praxisbewährte Lösungswerkzeuge zum Kommunikationsmanagement Praxisübungen anhand von Fallstudien sowie (auf Wunsch) mit Bezug auf konkrete Anliegen der Teilnehmer. Social Intranet mit SharePoint 2013 erfolgreich Intranet und Social Media in der Internen umsetzen Kommunikation - 16. Mai 2014 in Düsseldorf - Trainer: Lutz Hirsch - 16. Mai 2014 in Düsseldorf - Trainer: Wendelin Auer Das Intranet ist “sozialer” geworden. Es wandelt sich zunehmend zu einer unternehmensweiten Plattform für Vernetzung, Wissensaustausch und Zusammenarbeit. Das stellt aber auch neue Herausforderungen an die Web-Anwendung. Eine häufig genutzte Business-Plattform für die Zusammenarbeit im Unternehmen ist Microsoft SharePoint 2013. Im Fokus des Seminars stehen Chancen und Herausforderungen von Intranet und Social Media in der Internen Kommunikation. Dazu werden die Grundlagen für eine erfolgreiche Intranet-Arbeit mit dem Schwerpunkt „Social-Media-Initiativen“ dargestellt und anhand von Fallstudien bzw. Best Practices diskutiert. Abschließend werden konkrete methodische Ansätze für die Einführung von Social-Media-Angeboten im Intranet vorgestellt. Doch was ist anders als bei anderen Plattformen? Wo bietet sich der Einsatz von SharePoint an? Und welche Funktionen bietet mir diese Business-Plattform für das Intranet? In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie SharePoint optimal für Ihr Intranet nutzen und lernen von einem erfahrenen Experten die typischen Phasen und Arbeitspakete des Projektes kennen. Unser gesamtes Weiterbildungsprogramm finden Sie online unter www.scmonline.de 17
  • 18. IK im Fokus 1/2014 // Schon gelesen? LITERATURtipps Auch MitarbeiterInnen sind Menschen. Führungskommunikation in Österreichs Kommunen. Storytelling. Gute Storys fallen auf – auch in der PR. Dabei ist es egal, ob es um die Kommunikation mit externen oder internen Stakeholdern geht. Geschichten zeigen, wofür das Unternehmen steht, welchen Nutzen es bietet, welche Visionen es hat. Und sie sollen den Bezugsgruppen ein klares Bild vom Unternehmen und seiner Zukunft geben, so dass die sich daraufhin positiver gegenüber dem Unternehmen verhalten: Mitarbeiter setzen sich stärker für ihr Unternehmen ein, wenn sie die Geschichte von der gemeinsamen, erfolgreichen Zukunft verbindet; Geldgeber wollen sich an dieser Erfolgsstory beteiligen und davon profitieren; Journalisten berichten über jene Unternehmen häufiger, die ihnen interessante Geschichten zu bieten haben. Geschichten eignen sich zudem hervorragend dazu, Fakten über ein Unternehmen interessant und spannend zu verpacken. Und wie man das macht, erfährt man vom internationalen Experten für Storytelling in der Unternehmenskommunikation Prof. Dr. Dieter Herbst. Der Autor zeigt analytisch-kurzweilig, wie Geschichten aufgebaut sind und wirken und wie Unternehmen sie professionell erzählen können. Die dritte Auflage wurde überarbeitet und um zwei neue Kapitel von Storytelling-Experten aus den USA (Barbara A. Karanian und Burghardt Tenderich) erweitert und mit einem Zusatz zu Digitalem Storytelling ergänzt. Interne Kommunikation spielt nicht nur in Unternehmen sondern auch in den Kommunen eine immer größere Rolle. Den zukünftigen Herausforderungen und die Schlüsselrolle der Führungskräfte in den Städten und Gemeinden widmet Bürgermeister Herbert Thumpser gemeinsam mit seinem Sohn sowie der Ortschefin Sylvia Kögler als Mitautorin den zweiten Teil des Buchs „Auch MitarbeiterInnen sind Menschen“. Zwei der Autoren schöpfen in ihren Erläuterungen aus einem Erfahrungsschatz von über mehr als drei Jahrzehnten und das merkt man. Der vorliegende Band liefert Kommunikationsgrundlagen und Verbesserungsansätze für die Kommunikation von Führungskräften und wirft dabei auch einen Blick auf den Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln. Die Ausführungen basieren auch auf Ergebnissen einer 2013 durchgeführten schriftlichen Befragung, in der die Autoren der Frage nachgingen, wie die Führungskräfte in österreichischen Kommunen mit ihren Mitarbeitern kommunizieren. Herausgekommen ist ein Leitfaden, der Aufgaben und Umsetzungsschritte für die Kommunikation von Führungskräften mit ihren Mitarbeitern beleuchtet. Thumpser Herbert, Kögler Sylvia u.a. | Thucom, Traisen, 2013 160 Seiten | 24,90€ | ISBN 978-3-200-03162-3 Dieter Georg Herbst | 3., überarbeitete Auflage | UVK Konstanz, München, 2014 | 216 Seiten | 24,99€ | ISBN 978-3-86764-439-6 Instrumente und Techniken der Internen Kommunikation - Band 2 Lars Dörfel Interne Kommunikation ist wichtig – hierin scheinen sich alle einig: Firmenleitung, Führungskräfte, Mitarbeitende und Interessenvertretungen. Jedoch zeigt der Blick in die Praxis die ernüchternde Realität: Mitarbeiter äußern schon seit vielen Jahren in Befragungen und Gesprächen, dass sie nur wenig mit der gelebten Internen Kommunikation zufrieden sind: Sie fühlen sich von Informationslawinen überrollt, doch gleichzeitig vermissen sie jene Informationen, die sie sich wünschen und brauchen, um ihre Arbeitstätigkeit so auszuführen, dass sie die Unternehmensziele unterstützen und sie selbst zufrieden sind. Die Frage lautet, wie es zu dieser Kluft zwischen der allenorten beteuerten Bedeutung der Internen Kommunikation und der gelebten Wirklichkeit kommt? Dieses Buch will dieser Frage nachgehen. Im ersten Teil des Buches steht vor allem die Sicht der Mitarbeitenden im Vordergrund: Aus ihrer Perspektive beschreibt der Autor, warum die gelungene Interne Kommunikation so wichtig für ihr Wohlbefinden ist, ihre Leistung und sogar ihre Gesundheit. Er nennt Gründe, warum die Interne Kommunikation aus ihrer Sicht oft nicht funktioniert, aber auch, wie sie besser funktionieren und für alle Beteiligten befriedigend gelingen könnte. Der zweite Teil des Buches beleuchtet die Sicht der Kommunikationsverantwortlichen und beschreibt, wie sie die Interne Kommunikation systematisch und langfristig gestalten können. zum Autor: Prof. Dr. Dieter Georg Herbst ist selbstständiger Kommunikationsberater für namhafte Unternehmen im In- und Ausland. Er ist Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Marketing und Kommunikation an der Fachhochschule für Ökonomie und Management in Berlin, leitet seit 2009 den Masterstudiengang Leadership in Digitaler Kommunikation an der Universität der Künste Berlin (UdK) und ist Gastprofessor der Lettischen Kulturakademie Riga und Dozent an der Universität St. Gallen. Von ihm sind diverse Bücher zum Thema Kommunikation erschienen. Rede mit mir – von dieter Georg Herbst scm-Bibliothek R e d e mitmiR Rede mit mir – Interne Kommunikation Dieter Georg Herbst Warum inteRne KommuniKation für mitarbeitende so wichtig ist und wie sie funktionieren könnte Social Media in der Internen Kommunikation Lars Dörfel/ Theresa Schulz von dieter Georg Herbst ›› hier bestellen ‹‹ Social Intranet 2012 scm/ Hirschtec ›› hier bestellen ‹‹ ›› hier bestellen ‹‹ Studie „E 2.0 Watch“ scm/ Kuhn, Kamann & Kuhn ›› hier bestellen ‹‹ Ab sofort sind die E-Books der scm auch im eigenen Online-Shop erhältlich. ›› hier bestellen ‹‹ Trendmonitor Interne Kommunikation 2013 scm/ DPRG ›› hier bestellen ‹‹ 18
  • 19. Anmeldung IK im Fokus 1/2014 19 Fax: +49 (0)30 479 89 800 Social Media Praxistage Post: scm, Weichselstr. 6, 10247 Berlin www.scm-praxistage.de Ja, ich nehme an den Social Media Praxistagen am 25. und/ oder 26. März 2014 teil und akzeptiere die Teilnahmebedingungen sowie die AGB* (Frühbucherrabatte siehe Webseite). O 995,00 Euro für die Teilnahme an den Social Media Praxistagen am 25./26. März 2014*. O 520,00 Euro für die Teilnahme am 25. März 2014 an den Social Media Praxistagen *. O 520,00 Euro für die Teilnahme am 26. März 2014 an den Social Media Praxistagen* Tagung Interne Kommunikation www.interne-kommunikation.net Ja, ich nehme an der Tagung Interne Kommunikation am 14./15. Mai 2014 teil und akzeptiere die Teilnahmebedingungen sowie die AGB*. O 690,00 Euro für die Teilnahme an der Tagung Interne Kommunikation am 14./15. Mai 2014. O 621,00 Euro für die Teilnahme an der Tagung Interne Kommunikation am 14./15. Mai 2014 für Mitglieder des BdP, DJV, FCP, GPRA, PRVA, SPRG und Abonnenten des prmagazins O 552,00 Euro für die Teilnahme an der Tagung Interne Kommunikation am 14./15. Mai 2014 für Mitglieder der DPRG Intensivkurs Interne Kommunikation O Ja, ich nehme teil an dem Intensivkurs „Interne Kommunikation” oder an einem einzelnen Modul des Intensivkurses und akzeptiere die Teilnahmebedingungen sowie die AGB*. 2.100,00 € pro Person für die Teilnahme am gesamten Intensivkurs „Interne Kommunikation”. O Termin: 3. April - 14. Juni 2014 | Düsseldorf Die Module sind auch einzeln buchbar. Die Teilnahmegebühr für ein Modul beträgt 890,00 € zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer. Bei der Buchung von zwei Modulen beträgt die Gebühr 1.590,00 €. Sie möchten sich für einzelne Module des Intensivkurses „Interne Kommunikation“ anmelden? Wählen Sie bitte hier die gewünschten Module*: 1. Modul: Interne Kommunikation im Überblick: Grundlagen, Strategien, Konzepte (Einzelpreis Euro 890,- €) O 3. - 5. April 2014 | Düsseldorf 2. Modul: Interne Kommunikationsinstrumente (Einzelpreis Euro 890,- €) O 22. - 24. Mai 2014 | Düsseldorf 3. Modul: Schnittstellen und Erfolgskontrolle der IK (Einzelpreis Euro 890,- €) O 12. - 14. Juni 2014 | Düsseldorf Seminare Den Change-Prozess erfolgreich treiben (Einzelpreis Euro 450,- €) O 16. März 2014 | Düsseldorf Intranet und Social Media in der Internen Kommunikation (Einzelpreis Euro 450,- €) O 16. März 2014 | Düsseldorf Interne Kommunikation im Schleudergang (Einzelpreis Euro 450,- €) O 16. März 2014 | Düsseldorf Social Intranet mit SharePoint 2013 erfolgreich umsetzen (Einzelpreis Euro 450,- €) O 16. März 2014 | Düsseldorf scm – Bibliothek Instrumente und Techniken der Internen Kommunikation | BAND 2 O 29.90 Euro O 19.99 Euro (E-Book) Anzahl: ................ Anzahl: ................ Trendmonitor Interne Kommunikation 2013 O 39.95 Euro O 35.99 Euro (E-Book) Anzahl: ................ Anzahl: .............. Beyond 1/2013 O 2.95 Euro (Versand) Anzahl: ................ Social Media in der Internen Kommunikation O 29.90 Euro Anzahl: ................ O 19.99 Euro (E-Book) Anzahl: ................ Social Intranet 2012 O 39.95 Euro O 19.99 Euro (E-Book) Anzahl: ................ Anzahl: ................ Studie „E 2.0 Watch“ O 39.95 Euro O 19.99 Euro (E-Book) Anzahl: ................ Anzahl: ................ Rede mit mir O 24.90 Euro O 19.99 Euro (E-Book) Anzahl: ................ Anzahl: ................ Instrumente und Techniken der Internen Kommunikation | BAND 1 O 29.90 Euro Anzahl: ................ Interne Kommunikation - Die Kraft ensteht im Maschinenraum O 26.90 Euro Anzahl: ................ Ihre Daten Name | Vorname Firma | Institution Funktion | Abteilung Straße | Postfach *Die AGB finden Sie unter www.scmonline.de/agb | Datenschutz-Hinweis: Sie können bei uns der Verwendung Ihrer Daten widersprechen, wenn Sie in Zukunft keine Prospekte mehr erhalten möchten. (§28 VI BDSG). ** Bei Anmeldung von mehr als zwei Personen eines Unternehmens erhalten Sie einen Nachlass von 10 Prozent auf Ihre Buchung. Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt. PLZ | Ort E-Mail