SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
1 von 48
Erfolg im Street Food? Und jetzt?
Modul 4 Finanzen – am Ende zählt doch das Geld…
Street Food Opportunities for Regions wird
im Rahmen des Erasmus+ Programms der
Europäischen Union gefördert.
Kosten der Geschäftsentwicklung
ausgehend vom Ist-Zustand
Finanzmittel einzuwerben
erfordert ein sorgfältiges
Vorgehen:
• Wieviel Finanzmittel werden
benötigt?
• Wann werden die Mittel
benötigt und für welche
Dauer?
• Welche Sicherheiten können
hinterlegt werden?
• Ist man offen für
Geschäftsbeteiligungen?
Grundausstattungskosten
• Mieten oder Erwerbskosten für Gewerberäume oder
weiteren Verkaufs-/Produktionseinheiten
• Honorare für rechtliche Beratung oder auch
Unternehmensberatung
• Einrichtungskosten
• Cateringausstattung, Kassensysteme
• Mobiliar (Tische, Stühle,…)
• Lizenz- oder Franchisegebühren (falls ein solches Modell
genutzt wird)
• sonstige Kosten sollten eingeplant werden (mind. 10%
der Gesamtkosten als Reserve)
Fortsetzung…
Wachstum und weitere Entwicklung
• Finanzierungsquellen können
intern und extern sein
Betriebskapital
Laufende Geschäftskosten:
• Vorräte
• Gehälter für Angestellte
• Entnahmen für Geschäftsinhaber
• Versicherungen
• Schulungen für Angestellte
• Werbung / Marketing
• Mitgliedschaften in
Kammer/Verbänden
• Transport
• Telekommunikation
• Buchhaltung/Steuerberatung
Finanzierungsquellen
• Private Finanzierung
• Bankdarlehen
• Schuldbriefe
• Hypothek
• Ratenkauf
• Leasing
• Kauf / Mieten
• Förderung aus
öffentlichen Mitteln
• Venture Capital
• Business angels
• Crowd funding
• Freunde und Familie
Interne Quelle Externe Quellen
Interne Quellen zur Finanzierung befinden sich innerhalb des
Geschäfts
Externe Quellen befinden sich außerhalb des Geschäfts –
können eine Kurz- oder Langfristfinanzierung bieten
Dazu gehört besonders die Reinvestition von Gewinnen zur
Expansionsfinanzierung.
Eine weitere Option stellt der Verkauf von Betriebseigentum,
dass nicht weiter benötigt wird, dar.
Externe Kurzfristfinanzierung kann sein:
 Überziehungskredit bei der Bank
 Lieferung vor Zahlungstermin
 Finanzierung durch Factoring – Rechnungen werden an
Banken weitergerreicht – so erhält man direkte Liquidität
anstatt bis zu 28 Tage auf die Kundenzahlung warten zu
müssen.
Als AG können weitere Anteile verkauft werden. Externe Langfristfinanzierung kann sein:
 Einbringen privaten Kapitals (bspw. aus privaten
Ersparnissen)
 Leasing
 Bankdarlehen, Hypothek, Anmietung…
Beispiele für externe Finanzierung
Privates Kapital
PRO’s CON’s
 Gewinne fließen ausnahmslos zurück
und man behält die volle Kontrolle.
• Ohne Rücklagen kann es gefährlich
werden, wenn das Geschäft mal nicht so
gut läuft
 Keine Zinszahlungsverpflichtungen  Wenn man sich privat verschuldet (z.B.
Aufnahme einer Hypothek für das
Eigenheim), sind Geschäft und
Privatleben eng miteinander verbunden
 Es untermauert das Eigeninteresse,
auch gegenüber potentiellen Investoren
oder Geldgebern
• Oft ist privates Kapital aus eigener
Tasche nicht ausreichend und schränkt
mittelfristig mehr ein, als das es hilft
Bankdarlehen
PRO’s CON’s
 In der Regel wird ein konkreter
Rückzahlungsplan vereinbart – das gibt
Planungssicherheit
• Banken sind gerade bei jungen
Unternehmen zögerlich mit der
Kreditvergabe und vergeben grundsätzlich
weniger Geschäftsdarlehen als noch vor
Jahren
 Man vergibt keine Anteile am Unternehmen • Zinsverpflichtungen können immens sein
 In vielen Fällen muss man noch privates
Kapital beisteuern
 Meist werden Sicherheiten verlangt. Bürgt
man bspw. mit seinem Eigenheim, trägt man
auch privat das Geschäftsrisiko
Öffentliche Fördermittel
PRO’s CON’s
• Die Mittel müssen in der Regel nicht
zurückgezahlt werden
• Die Beantragung ist meist arbeitsintensiv
• Man behält die volle Kontrolle über
sein Geschäft
• In der Regel handelt es sich um kleinere
Finanzierungszuschüsse
PRO’s CON’s
In den meisten Crowd Funding Modellen hält man 100%
der Unternehmensanteile sowie der geistigen
Eigentumsrechte
Investition von Zeit und Ressourcen, um eine attraktive
Projektseite im Netz aufzubauen oder auch ein Werbevideo
zu erstellen
Über Social Media Kanäle der Unterstützer kann man
Werbe- und Marketingmaßnahmen durchführen und so
neue Kunden gewinnen
Auf Zuwendungen müssen in der Regel Steuern gezahlt
werden
Man erhält bereits früh im Innovationsprozess Feedback Durch Offenlegung der Geschäftsidee steigt das Risiko, dass
sie geklaut/kopiert wird
Unterstützer und Befürworter können weitere Türen
öffnen, bspw. zu Business angels oder Venture Capitalists
bei zukünftigen Investitionen
Zeitaufwand bei der Vermarktung
Risiko schlechter Publicity bei Nicht-Gelingen
Crowd Funding
Vor der Finanzierung zu klären…
Als Geschäftsinhaber ist man damit vertraut, dass die Selbstständigkeit immer mit Risiko verbunden
ist. Bei der Expansion gilt das umso mehr. Verschuldung durch Kredite erhöhen das Risiko.
Man sollte folgende Fragen beantworten können:
• Warum benötigt man das Geld?
• Wofür soll es genau genutzt werden?
• Welchen Anteil ist man bereit, privat beizusteuern?
• Wieviel Kapital muss geliehen werden?
• Wie und in welcher Zeitdauer sollen die Rückzahlungen
geleistet werden?
• Welche Sicherheiten bringt man mit ein?
Buchhaltung – Do-it-yourself
Als Geschäftsinhaber kann man je nach Geschäftsgröße die
Buchhaltung selbstständig abarbeiten – gerade am Anfang
der Unternehmensexistenz, insbesondere um die
finanziellen Aspekte genau zu durchschauen.
Bei weiterem Wachstum ist es unverzichtbar genaue
Kenntnisse über betriebliche Kennzahlen zu haben. Ab einer
gewissen Unternehmensgröße macht es allerdings Sinn sich
Unterstützung in diesem Bereich zu holen.
Buchhaltung – Do-it-yourself
Fünf einfache Tipps, um die Finanzen zu organisieren:
1. Nutzung einer geeigneten Buchhaltungssoftware –
bspw. QuickBooks oder Xero, beides Systeme für
Personen, die sich nicht professionell mit
Buchhaltungsprozessen beschäftigen und auskennen;
sehr benutzerfreundlich und anerkannt
2. Man sollte alle Transaktionen eingeben und abgleichen
– alles was über die Bank- und Kreditkartenkonten
läuft muss mit rein. Einmal monatlich sollte man einen
Abschluss ziehen
3. Private Ausgaben sollten strikt getrennt von den
Geschäftskonten gehalten werden – hierfür auf jeden
Fall separate Bank- und Kreditkartenkonten anlegen.
Buchhaltung - Fortsetzung
4. Bei Buchhaltung geht es immer auch um Sorgfalt
– von daher ist es besser nichts zu machen, als
nur die Hälfte – wenn man bspw. nur vereinzelt
Rechnungen einträgt. Wenn man von Beginn an
keinen Plan hat, was man machen muss, sollte
man sich direkt um professionelle Unterstützung
bemühen – das ist mit Sicherheit günstiger, als
am Ende das Chaos bekämpfen und bezahlen zu
müssen.
5. Dokumentenablage entwickeln und nutzen – das
ist das Gegenteil einer Kiste mit unsortierten
Rechnungen und Aufträgen. Ein alphabetisches
oder chronologisches System schafft Ordnung.
Sobald man feststellt, dass man mehr Zeit mit
administrativer Arbeit verbringt, als strategisch das
Geschäft weiter aus- und aufzubauen, sollte man sich
personelle Unterstützung für Prozesse wie
Buchhaltung holen!
Den passenden Buchhalter finden
Dabei kann man sich an folgende Auswahlfragen orientieren:
• Ist es ein “richtiger” Buchhalter?
• Hat er/sie eine entsprechende
Ausbildung/Qualifikation?
• Wie sieht es mit Berufserfahrung in
vergleichbaren Unternehmen aus?
• Verfügt die Person über eine
Haftplichtversicherung?
• Will man, dass die Person im Büro
mitarbeitet oder von extern?
• Weiteres?
Weitere Auswahlkriterien:
• Nutzt der/die potentielle Buchhalter/in die gleiche
Software, oder können Sie hinsichtlich einer passenden
Softwarelösung beraten?
• Ist er/sie proaktiv und eine Unterstützung, wenn nötig?
• Kann man ein Vertrauensverhältnis aufbauen?
• Außerdem sollte ein Buchhalter ansprechbar von allen
Mitarbeitenden im Unternehmen sein
• Zusammenarbeit mit dem Steuerberater (falls Du einen
hast)?
• Wie so oft, gibt es auch bei der Suche nach
einem/einer Buchhalter/in große
Qualitätsunterschiede. Mit den richtigen Fragen beim
Auswahlgespräch hat man jedoch gute
Voraussetzungen, den/die passende/n zu finden.
Den passenden Steuerberater finden
Ein guter Steuerberater kann gerade für kleinere Unternehmen goldwert sein. Durch sein Expertenwissen spart
man Zeit und Geld. Ein schlechter Steuerberater kann allerdings auch zu höheren Kosten führen. Deswegen
spielt hier der Auswahlprozess eine vordergründige Rolle. Folgende Fragen helfen bei der Auswahl:
• Warum sollte ich Sie auswählen?
• Kann ich mehr aus meinen
finanziellen Möglichkeiten
herausholen?
• Passen wir zusammen?
• Funktioniert die
Zusammenarbeit?
Warum
sollte ich Sie
auswählen?
Clive Lewis, Geschäftsführer
des Institute of Chartered
Accountants in England and
Wales (ICAEW) betont die
Bedeutung eines passenden
Steuerberaters: “Wendet
man sich an die falsche
Person, kann es sein, dass
man wichtige Bereiche
vernachlässigt – und das
kann teuer sein.”
Charlotte Chung, Senior policy
Beraterin bei ACCA, erklärt,
dass im Einstellungsprozess
geprüft werden muss, wie ein
Steuerberater einen
finanziellen Mehrwert zum
Betrieb beitragen kann
Man sollte sich ruhig Zeit nehmen und
mindestens drei Kandidaten
interviewen, bevor man eine finale
Entscheidung trifft.
Verlange auch
Qualifikationsnachweise
und checke, ob sie in
der
Steuerberaterkammer
registriert sind
Lewis empfiehlt, sich
auch an Empfehlungen
zu orientieren und auch
eine zweite Meinung
mit einzuholen
Vor dem Auswahlgespräch
sollte man sich konkrete
Auswahlfragen zurechtlegen
Kann ich mehr aus
meinen finanziellen
Möglichkeiten
machen?
James Richardson arbeitet als
Berater im Start-up Bereich.
Seiner Erfahrung nach,
denken die meisten
Neuunternehmer, dass
Steuerberater sich um
Jahresabschlüsse und
Steuerfragen kümmern – das
ist allerdings nur ein Auszug
aus dem Portfolio eines
guten Steuerberaters.
Ein guter Steuerberater hilft bei der
Beantragung von Fördermitteln und kennt die
neuesten Steuertricks. Außerdem haben sie
Verständnis über betriebswirtschaftliche
Abläufe – bspw. können sie einschätzen, über
welche Wege man Projekte finanzieren kann.
Eine wichtige Frage bei der
Auswahl ist: “Warum sollte ich Sie
einstellen und bezahlen? Was
habe ich davon?”. Die Kosten für
einen Steuerberater sollten also
durch den Mehrwert der für den
Betrieb entsteht übertroffen
werden.
Dementsprechend muss man auch nicht lange
herumreden, sondern sollte relativ schnell auf das
Gehalt bzw. den Stundensatz zu sprechen kommen,
um zu kalkulieren, was eine Einstellung kosten
würde. Außerdem sollte man im vorhinein
vereinbaren, wie die Arbeitszeit vergütet wird
(jährhlich, monatlich, stündlich).
Passen wir
zusammen?
Der richtige Steuerberater
versteht die Bedafe kleiner
Unternehmen.
“Inhaber kleinerer Betriebe wissen
oft nicht, was sie benötigen. Von
daher ist es so wichtig mit
erfahrenen Steuerberatern
zusammen zu arbeiten.” (Lewis)
Die Kontaktmöglichkeiten und -häufigkeiten sollten
geklärt sein. Wie korrespondiert man miteinander?
Persönlich, per Mail oder per Telefon? Wie oft spricht
man sich ab? Kann man auch kurzfristig
Fragen/Anliegen mitteilen? Wie sieht es dann mit den
Kosten aus?
Bei größeren Steuerberatungskanzleien kann
es sein, dass man nach einem Erstgespräch
einen Sachbearbeiter zugeteilt bekommt –
hier sollte man von Beginn auf ein
persönliches Kennen lernen dringen und sich
von der Kompetenz selbst überzeugen.
Funktioniert die
Zusammenarbeit?
Hat man sich für eine
Person/Kanzlei entschieden, sollte
man die Leistung regelmäßig auf
den Prüfstand stellen. Nach Chung
sollte man im besten Fall
monatliche Meetings vereinbaren,
auf denen man die
Geschäftsentwicklung bespricht.
Liegen die Meinungen nahe
beieinander, ist das ein gutes
Zeichen. Redet der Berater einem
nur nach der Nase, ist das eher ein
schlechtes Zeichen. Man sollte
konstruktiven Input erwarten.
Die Leistung zeigt sich auch dadurch, ob der
Steuerberater die richtigen Fragen an Dich stellt
und das regelmäßig. Ein guter Steuerberater sollte
sich nach Lewis “mindestens alle 3 Monate nach
dem Geschäft erkundigen”.
Richardson betont, dass
eine gesunde
Arbeitsbeziehung aus
kontinuierlicher
Kommunikation und
Informationsteilung besteht
– dies bildet die Grundlage
für Vertrauen. Am meisten
Unterstützung kann man
erwarten, wenn man im
Dialog bleibt.
• Klick auf den Link und
schau Dir weitere Tipps zur
Auswahl eines
Steuerexperten an:
https://www.youtube.com/
watch?v=kQfc_PRFrAQ
Ergebnismessung
Sobald das Geschäft einmal läuft, sollte man sich
nicht zurücklehnen. Um sich stets
weiterzuentwickeln gilt es,
betriebswirtschaftliche Prozesse und Abläufe
regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen. Dazu
gehört auch die eigene Marktposition zu
beurteilen und weitere Schritte zu deren
Festigung zu planen.
Grundsätzlich gilt: Dem zugrunde liegenden
Business Plan sollte man ein regemäßiges
Update unterziehen.
Ergebnismessung (2)
• Bewertung der Kernaktivitäten und -prozesse
• Bewertung der Effektivität der Betriebsabläufe
• Überprüfung der Finanzsituation
• Wettbewerbsanalyse
• Kunden- und Marktbeobachtungsanalysen
• Anpassung der strategischen Betriebsziele
• Strategische Analyse durch das SWOT-Modell
Eine regelmäßige Ergebnismessung ist vor allem
für Kleinunternehmer eine echte Hilfe, die:
• unsicher, über den Erfolg des Betriebs sind
• unsicher sind, ob sie die tatsächlichen Marktpotenziale
ausschöpfen
• ihren ursprünglichen Business Plan überarbeiten
möchten
• feststellen, dass sich das Geschäft in eine ungewünschte
/ ungeplante Richtung entwickelt
• feststellen, dass das Geschäft nur unzureichend auf
Nachfrage- und Marktveränderungen reagiert
• der Überzeugung sind, dass man das Geschäft auf ein
neues Level heben kann.
Die Richtung vorgeben
Eine klare Geschäftsstrategie gibt die Richtung vor.
Man sollte folgende Fragen für sich beantworten:
• Wo soll es hingehen? Dies erfordert eine klare
Analyse der Ist-Situation sowie einer Vorstellung
von der Zukunft in den kommenden drei bis fünf
Jahren – und wie man dies erreichen möchte.
• Auf welchen Märkten ist man aktiv – aktuell und
in der Zukunft? Wie verändern sich die Märkte
und welche Voraussetzungen benötigt der
Betrieb, um wettbewerbsfähig zu sein?
• Wie verschafft man sich Marktvorteile gegenüber
Wettbewerbern?
Fortsetzung…
• Welche Ressourcen werden benötigt?
Fähigkeiten, Finanzen, Beziehungen und
technische Kompetenzen spielen eine
Rolle im Wettbewerb – haben sich die
Anforderungen im Laufe der
Geschäftstätigkeit geändert?
• In welchem Geschäftsumfeld bewegt
man sich? Haben externe Faktoren
Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit?
• Wie misst man seinen Erfolg? Auch
Erfolgsindikatoren können sich mit
zunehmender Geschäftsreife ändern.
Bewertung der Kernaktivitäten und -prozesse
Zentrale Fragen zu Deinen Produkten und Services
• Wie gut decken Deine Produkte und Dienstleistungen die
Kundenbedarfe? Eine Kundenbedarfsbefragung kann in
diesem Zusammenhang wichtige Hinweise zur
Beantwortung geben (siehe weiter unten).
• Welche Produkte und Dienstleistungen sind erfolgreich?
Welche laufen nicht so gut? Hier sollte man
herausbekommen, welche Produkte und Dienstleistungen
hohe Verkaufszahlen und gleichzeitig hohe
Gewinnspannen vorweisen.
Fortsetzung…
• Was sind die Gründe für den geringen Erfolg
bestimmter Produkte und Dienstleistungen? Hier
sollte man sich die Bereiche Preissetzung,
Marketing sowie Verkaufs- und Kundendienst,
Design und Verpackung anschauen. Auch kleine
Effizienzsteigerungen schaffen
“Bewegungsfreiheit” für größere Verbesserungen.
• Schaust Du Dir die Kostenseite regelmäßig genug
an? Direkte Kosten sowie Verwaltungskosten und
Vermögenswerte sollte man immer im Blick haben
und auf den Prüfstand stellen. Gibt es Raum für
Optimierungen, bspw. alternative
Materialien/Zutaten oder bessere Liefer- und
Vertragsbedingungen mit Zulieferern?
Bewertung der Effektivität der Betriebsabläufe
• Viele unerfahrene Geschäftstreibende arbeiten
eher reaktiv und auf kurze Sicht. Dies erlaubt
gewisse Flexibilität, kostet aber meist mehr und
nimmt auch mehr Zeit in Anspruch.
• Die optimale Strategie ist es, sich entlang eine
zurechtgelegten Gesamtstrategie zu orientieren
und wichtige Geschäftsentscheidungen auf dieser
Grundlage zu treffen, auch kurzfristig.
• Gibt es irgendwelche internen Faktoren, die sich
auf das Geschäft auswirken?
Stelle alle Aspekte Deines Geschäfts auf den Prüfstand
• Geschäftsräume
• Anlagen und Einrichtungen
• Informationstechnologie
• Mitarbeiter und Fähigkeiten
• Managementstrukturen
Geschäftsräume
• Gibt es langfristige
Vertragsverpflichtungen?
• Was sind Vorteile und Nachteile der
aktuellen Geschäftsräume?
• Gibt es ausreichend Platz für
weiteres Wachstum, oder die
Flexibilität Flächen abzugeben?
• Bei der Suche nach neuen
Geschäftsräumen sollte man
langfristige Kosteneinsparungen
anpeilen und grundsätzlich
Arbeitsabläufe effektiver planen
können.
Anlagen und Einrichtungen
 Wie modern und technisch up-to-date sind
die Betriebsanlagen?
 Welche Kapazitäten können mit den
aktuellen Betriebsmitteln erreicht werden,
können diese perspektivisch erhöht
werden?
 Wie können
Erweiterungen/Optimierungen finanziert
werden?
 Wie ist man im Vergleich zur Konkurrenz
ausgestattet?
Informationstechnologie
• Welche Managementsoftware benutzt
Du?
• Können Veränderungen im Geschäft bzw.
Expansionspläne mit abgebildet werden?
• Welchen Effekt hat dies auf die Qualität
Deiner Produkte und Dienstleistungen?
• Nutzt Du technische Arbeitsmittel
effizient? Bspw. um flexibler arbeiten zu
können durch Netzwerke und mobile
Geräte?
Mitarbeiter und Fähigkeiten
• Hast Du die richtigen Angestellten, um Deine
Ziele zu erreichen?
• Wissen Deine Angestellten, was konkret von
Ihnen erwartet wird?
• Hast Du einen Trainings- und Entwicklungsplan
für Deine Mitarbeiter?
• Entlohnst Du gut genug (im Vgl. zur
Konkurrenz)?
• Gibt es bei Dir eine hohe Personalfluktuation?
Sind Deine Mitarbeiter motiviert und zufrieden?
https://www.youtube.com/watch?v=_nQcNP6L3C
4
Managementstrukturen
 Hast Du das richtige
Managementteam im Einsatz mit
Blick auf Wachstum?
 Sind die Bereiche Human
Resources, Vertrieb und IT
professionell abgedeckt?
 Benötigt Dein Team spezifisches
Training oder eine Auffrischung?
Überprüfung der Finanzsituation
Dabei sollte man auf die folgenden Punkte achten:
• Cash flow – das ist die Bilanz der gesamten Geldströme,
einschließlich Abgängen und Zugängen. Man sollte sicherstellen,
dass Prognosen regelmäßig angepasst werden.
• Betriebsmittel – haben sich Anforderungen geändert? Wenn ja,
sollte man genau wissen, warum. Wie sieht es in vergleichbaren
Betrieben aus? Wenn nötig, sollte man früh die notwendigen
Planungsschritte einleiten, um Kapital für weitere Betriebsmittel
zu akquierieren.
• Kostenstruktur - sollte regelmäßig überprüft werden. Der
Verkaufspreis sollte die Kosten wiederspiegeln – Deine Kunden
sollten allerdings nicht für ineffiziente Geschäftsabläufe zahlen.
• Finanzierung durch Verschuldung – welche Kreditbedingungen
existieren? Gibt es alternative, billigere Finanzierungsformen?
Wettbewerbsanalyse
Was man über seine Konkurrenz wissen muss
• Wer ist es?
• Wieviele sind es?
• Was bieten sie an?
• Wie sieht die Preisstruktur aus?
• Welche und wie viele Kunden kaufen bei der
Konkurrenz?
• Was sind Vorteile und Nachteile der Konkurrenz im
Vergleich zum eigenen Geschäft/Angebot?
• Wie reagiert die Konkurrenz auf Newcomer im
Markt und auf Preisveränderungen?
Eine SWOT-Analyse ist in diesem Zusammenhang eine gute
Methode (Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und
Risiken). Ziel sollte dabei sein, die eigene Marktposition
bewerten zu können.
Wie man mehr über seine Konkurrenz herausfindet:
• Was sagt sie über sich selbst: Vertriebsdokumente,
Werbung, Presseinfos, gemeinsame Lieferanten,
Messen, Webseiten, Vor-Ort-Besuche, evtl. auch
Finanzberichte.
• Was andere über sie sagen: Deine Mitarbeiter, Kunden,
Bewertungsseiten online/offline, Presse,
Branchenreports, Marktforschung
• Wenn es nicht genügend Informationen gibt, kann es
sich auch lohnen einen kleineren
Marktforschungsauftrag zu vergeben
Aufgabe: Klick auf den Link und arbeite
heraus, was die Kernelemente einer
professionellen Wettbewerbsanalyse
sind:
http://www.sswm.info/sites/default/files
/reference_attachments/SAASNET%20NO
%20YEAR%20Competitive%20Analysis_0.
pdf
Kunden- und Marktbeobachtungsanalysen
Am Anfang Deiner Existenzgründung hast Du
möglicherweise einen Business Plan
einschließlich eines Marketing Plans erstellt.
Damit beschreibt man Zielmarkt und
Zielkunden (geographisch, Sozialstruktur,
Entwicklung,…).
Man muss stets Informationen über den
Kundenstamm sammeln, um optimal auf sich
verändernde Bedarfe reagieren zu können.
Dementsprechend sollte man den
grundlegenden Business Plan regelmäßig
weiterschreiben und insbeosndere im
Marketingkapitel herausarbeiten, wie man
seine Kunden erreichen will. Dafür ist es
fundamental, zu wissen, was die Kunden
überhaupt wollen.
Fortsetzung…
Prüfung der Markt- und Geschäftsausrichtung:
• Gibt es Veränderungen im Zielmarkt?
• Aktuelle Produkt- und Serviceentwicklungen; Trends?
• Veränderte Nachfrage bzw. Kundenbedarfe, -wünsche?
• Externe Faktoren: Allgemeine Wirtschaftslage,
Importbedingungen, Neue Technologien…
• …
Eine Kundenbefragung zur eigenen Performance kann wichtige
Hinweise für Verbesserungen in verschiedensten Bereichen
(Produkte, Dienstleistungen, Mitarbeiter, Geschäftsabläufe…)
geben.
Anpassung der strategischen Betriebsziele
Um erfolgreich zu bleiben, sollte man in regelmäßigen
Abständen drei strategische Fragen beantworten:
• An welchem Punkt steht das Geschäft aktuell?
• Wo soll es hin?
• Wie kommt es dahin?
Viele haben eine Vorstellung davon, wohin sie wollen,
schaffen es allerdings nicht, sich einen passenden Weg dafür
zurechtzulegen.
Am Ende jeder Überprüfung der Geschäftsausrichtung ist es
mindestens genauso wichtig einen enstprechenden Plan zu
erstellen, wie es weitergehen soll (einschließlich zeitlicher
Dimension). Auch dieser Arbeitsplan muss regelmäßig
evaluiert werden – vor allem in Zeiten enormer
wirtschaftlicher Dynamik in der Geschäftswelt von heute.
Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
• Ein einfacher Planungszyklus erlaubt es, notwendige
Veränderungen an Betriebsroutinen umzusetzen. Eine
gute Planung fördert zudem Antizipation und erleichtert
die Anpassung an Veränderungen
Expertise von außen
• Es gibt Punkte im Zuge der Betriebsentwicklung an
denen es günstiger und effektiver sein kann, Aufträge
(insbesondere zur Evaluation des Betriebserfolgs) nach
außen zu vergeben, als diese Fähigkeiten amateurhaft
selbst zu entwickeln
Strategische Analyse durch das SWOT-Modell
Es gibt eine ganze Anzahl an verschiedenen Geschäftsmodellanalysen mit dem Ziel strategische
Entscheidungen treffen zu können.
Die SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken) ist eines der praktikabelsten Modelle. Dabei
analysiert man alle vier Bereiche und entwickelt auf dieser Grundlage eine Zukunftsstrategie.
Fortsetzung…
Chancen und Risiken als äußere, wechselseitige Faktoren
Chancen können immer auch Risiken sein – bspw. können
neue Markttrends durch Wettbewerber dominiert werden
und die eigene Position effektiv schwächen.
Gleichermaßen kann man Risiken auch als Chancen
wahrnehmen – z.B., wenn ein starker Konkurrent für ein
schnelles Marktwachstum sowie neue Kundennachfrage
sorgt.
Eine SWOT-Analyse kann als Grundlage zur
Strategieentwicklung genutzt werden und kann zudem in
den Business Plan mit einfließen und so auch zur
potentiellen Einwerbung von Finanzmitteln dienen.
Crowd funding nutzen
Für ein Crowd funding Projekt ist ein klarer Abriss der Idee entscheidend. In kurzen, prägnanten Punkten muss
man potentielle Geldgeber überzeugen – quasi wie ein schriftlicher “Elevator Pitch”.
Man kann also nicht auf jede mögliche Frage und jedes Detail eingehen, stattdessen geht es vielmehr darum,
Personen für das Projekt zu begeistern. Was ist die Idee? Wen spricht man damit an? Und warum wird es ein
Erfolg?
Dies sollte man für einen Crowdfunding-Projektvorschlag ausarbeiten:
• Erste visuelle Eindrücke
• Crowdfunding Projektpage
• Klare, prägnante und
persönliche Ansprache
• Persönliches Video
• Definition der
Gegenleistungen
• Pitch Bewerbungsaktivitäten
• Angestrebte Summe
• Definition eines erreichbaren
Ziels
• Realistische Finanzbewertung
• Business plan
• Exit Strategie
• Pitch promotion plan
Einen Business Plan erstellen
3 Wege:
1. In Auftrag geben -> extern erstellen lassen
2. Selbstständig mit Standardprogrammen, wie Microsoft® Word und
Excel erstellen
3. Selbstständig mit einer speziellen Software erstellen
Gründe für die Nutzung einer professionellen Business Plan Software:
• Zeitersparnis
• Vorgegebene Struktur und Layout
• Viele hunderte Vorlagen und Beispiele
• In der Regel gibt es eine Support-Stelle
• Hinweise zu weiterführenden Informationen, etc.
• Professionalität erhöht die Chancen
Beispiel Business Plan: Java Culture
Hier findest Du einen gelungenen beispielhaften Business Plan, an dem man
sich orientieren kann (auf Englisch):
http://www.bplans.com/coffee_shop_business_plan/executive_summ
ary_fc.php

Weitere ähnliche Inhalte

Ähnlich wie Sfofr module 4 powerpoint german

Ähnlich wie Sfofr module 4 powerpoint german (20)

WISE Introduction DE
WISE Introduction DE WISE Introduction DE
WISE Introduction DE
 
Sfofr module 3 powerpoint german
Sfofr module 3 powerpoint germanSfofr module 3 powerpoint german
Sfofr module 3 powerpoint german
 
Erfolg Ausgabe 6 - 8 2021
Erfolg Ausgabe 6 - 8 2021Erfolg Ausgabe 6 - 8 2021
Erfolg Ausgabe 6 - 8 2021
 
Franchise
FranchiseFranchise
Franchise
 
Warum Vertrauen und Ehrlichkeit so wichtig sind in einer Geschäftsbeziehung
Warum Vertrauen und Ehrlichkeit so wichtig sind in einer GeschäftsbeziehungWarum Vertrauen und Ehrlichkeit so wichtig sind in einer Geschäftsbeziehung
Warum Vertrauen und Ehrlichkeit so wichtig sind in einer Geschäftsbeziehung
 
Das Geschäftsmodell von Immocation
Das Geschäftsmodell von ImmocationDas Geschäftsmodell von Immocation
Das Geschäftsmodell von Immocation
 
Ist Network Marketing ein großer Beschiss?
Ist Network Marketing ein großer Beschiss?Ist Network Marketing ein großer Beschiss?
Ist Network Marketing ein großer Beschiss?
 
Mit Weitsicht und Expertise: Strategie-Komitees für KMUs
Mit Weitsicht und Expertise: Strategie-Komitees für KMUsMit Weitsicht und Expertise: Strategie-Komitees für KMUs
Mit Weitsicht und Expertise: Strategie-Komitees für KMUs
 
Wie externe Mitarbeiter Ihr Unternehmen bereichern können
Wie externe Mitarbeiter Ihr Unternehmen bereichern könnenWie externe Mitarbeiter Ihr Unternehmen bereichern können
Wie externe Mitarbeiter Ihr Unternehmen bereichern können
 
Customer Development Manifest (Deutsch)
Customer Development  Manifest (Deutsch)Customer Development  Manifest (Deutsch)
Customer Development Manifest (Deutsch)
 
Kapitel 8 Raising Venture Capital Michael Altendorf FH Salzburg SS2010
Kapitel 8 Raising Venture Capital Michael Altendorf FH Salzburg SS2010Kapitel 8 Raising Venture Capital Michael Altendorf FH Salzburg SS2010
Kapitel 8 Raising Venture Capital Michael Altendorf FH Salzburg SS2010
 
Businessplan: Durchstarten statt Notlanden
Businessplan: Durchstarten statt NotlandenBusinessplan: Durchstarten statt Notlanden
Businessplan: Durchstarten statt Notlanden
 
Vertrauensarbeitszeit implementieren - Ist Ihr Unternehmen reif genug?
Vertrauensarbeitszeit implementieren - Ist Ihr Unternehmen reif genug?Vertrauensarbeitszeit implementieren - Ist Ihr Unternehmen reif genug?
Vertrauensarbeitszeit implementieren - Ist Ihr Unternehmen reif genug?
 
Honorarberatung
HonorarberatungHonorarberatung
Honorarberatung
 
Sfofr module 5 powerpoint german
Sfofr module 5 powerpoint germanSfofr module 5 powerpoint german
Sfofr module 5 powerpoint german
 
4. self employment de (final)
4. self employment de (final)4. self employment de (final)
4. self employment de (final)
 
Fundraising-Management-Center 9-2014
Fundraising-Management-Center 9-2014Fundraising-Management-Center 9-2014
Fundraising-Management-Center 9-2014
 
sinnvoll-sparen-fuer-kinder-und-jugendliche
sinnvoll-sparen-fuer-kinder-und-jugendlichesinnvoll-sparen-fuer-kinder-und-jugendliche
sinnvoll-sparen-fuer-kinder-und-jugendliche
 
Nachfolgemanagement.pptx
Nachfolgemanagement.pptxNachfolgemanagement.pptx
Nachfolgemanagement.pptx
 
Leitfaden für die Existenzgründung
Leitfaden für die ExistenzgründungLeitfaden für die Existenzgründung
Leitfaden für die Existenzgründung
 

Mehr von streetfood

Mehr von streetfood (14)

Sfofr module 6 powerpoint german
Sfofr module 6 powerpoint germanSfofr module 6 powerpoint german
Sfofr module 6 powerpoint german
 
Sfofr module 2 powerpoint german
Sfofr module 2 powerpoint germanSfofr module 2 powerpoint german
Sfofr module 2 powerpoint german
 
Sfofr module 1 powerpoint german
Sfofr module 1 powerpoint germanSfofr module 1 powerpoint german
Sfofr module 1 powerpoint german
 
Sfofr module 4 online nl
Sfofr module 4 online   nlSfofr module 4 online   nl
Sfofr module 4 online nl
 
Sfofr module 6 online nl
Sfofr module 6 online   nlSfofr module 6 online   nl
Sfofr module 6 online nl
 
Sfofr module 5 online nl
Sfofr module 5 online   nlSfofr module 5 online   nl
Sfofr module 5 online nl
 
Sfofr module 3 online nl
Sfofr module 3 online   nlSfofr module 3 online   nl
Sfofr module 3 online nl
 
Sfofr module 2 online nl
Sfofr module 2 online   nlSfofr module 2 online   nl
Sfofr module 2 online nl
 
Sfofr module 1 online nl
Sfofr module 1 online   nlSfofr module 1 online   nl
Sfofr module 1 online nl
 
Sfofr module 6 online
Sfofr module 6 onlineSfofr module 6 online
Sfofr module 6 online
 
Sfofr module 5 online
Sfofr module 5 onlineSfofr module 5 online
Sfofr module 5 online
 
Sfofr module 3 online
Sfofr module 3 onlineSfofr module 3 online
Sfofr module 3 online
 
Sfofr module 2 online
Sfofr module 2 onlineSfofr module 2 online
Sfofr module 2 online
 
Sfofr module 1 online
Sfofr module 1 onlineSfofr module 1 online
Sfofr module 1 online
 

Sfofr module 4 powerpoint german

  • 1. Erfolg im Street Food? Und jetzt? Modul 4 Finanzen – am Ende zählt doch das Geld… Street Food Opportunities for Regions wird im Rahmen des Erasmus+ Programms der Europäischen Union gefördert.
  • 2. Kosten der Geschäftsentwicklung ausgehend vom Ist-Zustand Finanzmittel einzuwerben erfordert ein sorgfältiges Vorgehen: • Wieviel Finanzmittel werden benötigt? • Wann werden die Mittel benötigt und für welche Dauer? • Welche Sicherheiten können hinterlegt werden? • Ist man offen für Geschäftsbeteiligungen?
  • 3. Grundausstattungskosten • Mieten oder Erwerbskosten für Gewerberäume oder weiteren Verkaufs-/Produktionseinheiten • Honorare für rechtliche Beratung oder auch Unternehmensberatung • Einrichtungskosten • Cateringausstattung, Kassensysteme • Mobiliar (Tische, Stühle,…) • Lizenz- oder Franchisegebühren (falls ein solches Modell genutzt wird) • sonstige Kosten sollten eingeplant werden (mind. 10% der Gesamtkosten als Reserve)
  • 4. Fortsetzung… Wachstum und weitere Entwicklung • Finanzierungsquellen können intern und extern sein Betriebskapital Laufende Geschäftskosten: • Vorräte • Gehälter für Angestellte • Entnahmen für Geschäftsinhaber • Versicherungen • Schulungen für Angestellte • Werbung / Marketing • Mitgliedschaften in Kammer/Verbänden • Transport • Telekommunikation • Buchhaltung/Steuerberatung
  • 5. Finanzierungsquellen • Private Finanzierung • Bankdarlehen • Schuldbriefe • Hypothek • Ratenkauf • Leasing • Kauf / Mieten • Förderung aus öffentlichen Mitteln • Venture Capital • Business angels • Crowd funding • Freunde und Familie
  • 6. Interne Quelle Externe Quellen Interne Quellen zur Finanzierung befinden sich innerhalb des Geschäfts Externe Quellen befinden sich außerhalb des Geschäfts – können eine Kurz- oder Langfristfinanzierung bieten Dazu gehört besonders die Reinvestition von Gewinnen zur Expansionsfinanzierung. Eine weitere Option stellt der Verkauf von Betriebseigentum, dass nicht weiter benötigt wird, dar. Externe Kurzfristfinanzierung kann sein:  Überziehungskredit bei der Bank  Lieferung vor Zahlungstermin  Finanzierung durch Factoring – Rechnungen werden an Banken weitergerreicht – so erhält man direkte Liquidität anstatt bis zu 28 Tage auf die Kundenzahlung warten zu müssen. Als AG können weitere Anteile verkauft werden. Externe Langfristfinanzierung kann sein:  Einbringen privaten Kapitals (bspw. aus privaten Ersparnissen)  Leasing  Bankdarlehen, Hypothek, Anmietung…
  • 7. Beispiele für externe Finanzierung Privates Kapital PRO’s CON’s  Gewinne fließen ausnahmslos zurück und man behält die volle Kontrolle. • Ohne Rücklagen kann es gefährlich werden, wenn das Geschäft mal nicht so gut läuft  Keine Zinszahlungsverpflichtungen  Wenn man sich privat verschuldet (z.B. Aufnahme einer Hypothek für das Eigenheim), sind Geschäft und Privatleben eng miteinander verbunden  Es untermauert das Eigeninteresse, auch gegenüber potentiellen Investoren oder Geldgebern • Oft ist privates Kapital aus eigener Tasche nicht ausreichend und schränkt mittelfristig mehr ein, als das es hilft
  • 8. Bankdarlehen PRO’s CON’s  In der Regel wird ein konkreter Rückzahlungsplan vereinbart – das gibt Planungssicherheit • Banken sind gerade bei jungen Unternehmen zögerlich mit der Kreditvergabe und vergeben grundsätzlich weniger Geschäftsdarlehen als noch vor Jahren  Man vergibt keine Anteile am Unternehmen • Zinsverpflichtungen können immens sein  In vielen Fällen muss man noch privates Kapital beisteuern  Meist werden Sicherheiten verlangt. Bürgt man bspw. mit seinem Eigenheim, trägt man auch privat das Geschäftsrisiko
  • 9. Öffentliche Fördermittel PRO’s CON’s • Die Mittel müssen in der Regel nicht zurückgezahlt werden • Die Beantragung ist meist arbeitsintensiv • Man behält die volle Kontrolle über sein Geschäft • In der Regel handelt es sich um kleinere Finanzierungszuschüsse
  • 10. PRO’s CON’s In den meisten Crowd Funding Modellen hält man 100% der Unternehmensanteile sowie der geistigen Eigentumsrechte Investition von Zeit und Ressourcen, um eine attraktive Projektseite im Netz aufzubauen oder auch ein Werbevideo zu erstellen Über Social Media Kanäle der Unterstützer kann man Werbe- und Marketingmaßnahmen durchführen und so neue Kunden gewinnen Auf Zuwendungen müssen in der Regel Steuern gezahlt werden Man erhält bereits früh im Innovationsprozess Feedback Durch Offenlegung der Geschäftsidee steigt das Risiko, dass sie geklaut/kopiert wird Unterstützer und Befürworter können weitere Türen öffnen, bspw. zu Business angels oder Venture Capitalists bei zukünftigen Investitionen Zeitaufwand bei der Vermarktung Risiko schlechter Publicity bei Nicht-Gelingen Crowd Funding
  • 11. Vor der Finanzierung zu klären… Als Geschäftsinhaber ist man damit vertraut, dass die Selbstständigkeit immer mit Risiko verbunden ist. Bei der Expansion gilt das umso mehr. Verschuldung durch Kredite erhöhen das Risiko. Man sollte folgende Fragen beantworten können: • Warum benötigt man das Geld? • Wofür soll es genau genutzt werden? • Welchen Anteil ist man bereit, privat beizusteuern? • Wieviel Kapital muss geliehen werden? • Wie und in welcher Zeitdauer sollen die Rückzahlungen geleistet werden? • Welche Sicherheiten bringt man mit ein?
  • 12. Buchhaltung – Do-it-yourself Als Geschäftsinhaber kann man je nach Geschäftsgröße die Buchhaltung selbstständig abarbeiten – gerade am Anfang der Unternehmensexistenz, insbesondere um die finanziellen Aspekte genau zu durchschauen. Bei weiterem Wachstum ist es unverzichtbar genaue Kenntnisse über betriebliche Kennzahlen zu haben. Ab einer gewissen Unternehmensgröße macht es allerdings Sinn sich Unterstützung in diesem Bereich zu holen.
  • 13. Buchhaltung – Do-it-yourself Fünf einfache Tipps, um die Finanzen zu organisieren: 1. Nutzung einer geeigneten Buchhaltungssoftware – bspw. QuickBooks oder Xero, beides Systeme für Personen, die sich nicht professionell mit Buchhaltungsprozessen beschäftigen und auskennen; sehr benutzerfreundlich und anerkannt 2. Man sollte alle Transaktionen eingeben und abgleichen – alles was über die Bank- und Kreditkartenkonten läuft muss mit rein. Einmal monatlich sollte man einen Abschluss ziehen 3. Private Ausgaben sollten strikt getrennt von den Geschäftskonten gehalten werden – hierfür auf jeden Fall separate Bank- und Kreditkartenkonten anlegen.
  • 14. Buchhaltung - Fortsetzung 4. Bei Buchhaltung geht es immer auch um Sorgfalt – von daher ist es besser nichts zu machen, als nur die Hälfte – wenn man bspw. nur vereinzelt Rechnungen einträgt. Wenn man von Beginn an keinen Plan hat, was man machen muss, sollte man sich direkt um professionelle Unterstützung bemühen – das ist mit Sicherheit günstiger, als am Ende das Chaos bekämpfen und bezahlen zu müssen. 5. Dokumentenablage entwickeln und nutzen – das ist das Gegenteil einer Kiste mit unsortierten Rechnungen und Aufträgen. Ein alphabetisches oder chronologisches System schafft Ordnung. Sobald man feststellt, dass man mehr Zeit mit administrativer Arbeit verbringt, als strategisch das Geschäft weiter aus- und aufzubauen, sollte man sich personelle Unterstützung für Prozesse wie Buchhaltung holen!
  • 15. Den passenden Buchhalter finden Dabei kann man sich an folgende Auswahlfragen orientieren: • Ist es ein “richtiger” Buchhalter? • Hat er/sie eine entsprechende Ausbildung/Qualifikation? • Wie sieht es mit Berufserfahrung in vergleichbaren Unternehmen aus? • Verfügt die Person über eine Haftplichtversicherung? • Will man, dass die Person im Büro mitarbeitet oder von extern? • Weiteres?
  • 16. Weitere Auswahlkriterien: • Nutzt der/die potentielle Buchhalter/in die gleiche Software, oder können Sie hinsichtlich einer passenden Softwarelösung beraten? • Ist er/sie proaktiv und eine Unterstützung, wenn nötig? • Kann man ein Vertrauensverhältnis aufbauen? • Außerdem sollte ein Buchhalter ansprechbar von allen Mitarbeitenden im Unternehmen sein • Zusammenarbeit mit dem Steuerberater (falls Du einen hast)? • Wie so oft, gibt es auch bei der Suche nach einem/einer Buchhalter/in große Qualitätsunterschiede. Mit den richtigen Fragen beim Auswahlgespräch hat man jedoch gute Voraussetzungen, den/die passende/n zu finden.
  • 17. Den passenden Steuerberater finden Ein guter Steuerberater kann gerade für kleinere Unternehmen goldwert sein. Durch sein Expertenwissen spart man Zeit und Geld. Ein schlechter Steuerberater kann allerdings auch zu höheren Kosten führen. Deswegen spielt hier der Auswahlprozess eine vordergründige Rolle. Folgende Fragen helfen bei der Auswahl: • Warum sollte ich Sie auswählen? • Kann ich mehr aus meinen finanziellen Möglichkeiten herausholen? • Passen wir zusammen? • Funktioniert die Zusammenarbeit?
  • 18. Warum sollte ich Sie auswählen? Clive Lewis, Geschäftsführer des Institute of Chartered Accountants in England and Wales (ICAEW) betont die Bedeutung eines passenden Steuerberaters: “Wendet man sich an die falsche Person, kann es sein, dass man wichtige Bereiche vernachlässigt – und das kann teuer sein.” Charlotte Chung, Senior policy Beraterin bei ACCA, erklärt, dass im Einstellungsprozess geprüft werden muss, wie ein Steuerberater einen finanziellen Mehrwert zum Betrieb beitragen kann Man sollte sich ruhig Zeit nehmen und mindestens drei Kandidaten interviewen, bevor man eine finale Entscheidung trifft. Verlange auch Qualifikationsnachweise und checke, ob sie in der Steuerberaterkammer registriert sind Lewis empfiehlt, sich auch an Empfehlungen zu orientieren und auch eine zweite Meinung mit einzuholen Vor dem Auswahlgespräch sollte man sich konkrete Auswahlfragen zurechtlegen
  • 19. Kann ich mehr aus meinen finanziellen Möglichkeiten machen? James Richardson arbeitet als Berater im Start-up Bereich. Seiner Erfahrung nach, denken die meisten Neuunternehmer, dass Steuerberater sich um Jahresabschlüsse und Steuerfragen kümmern – das ist allerdings nur ein Auszug aus dem Portfolio eines guten Steuerberaters. Ein guter Steuerberater hilft bei der Beantragung von Fördermitteln und kennt die neuesten Steuertricks. Außerdem haben sie Verständnis über betriebswirtschaftliche Abläufe – bspw. können sie einschätzen, über welche Wege man Projekte finanzieren kann. Eine wichtige Frage bei der Auswahl ist: “Warum sollte ich Sie einstellen und bezahlen? Was habe ich davon?”. Die Kosten für einen Steuerberater sollten also durch den Mehrwert der für den Betrieb entsteht übertroffen werden. Dementsprechend muss man auch nicht lange herumreden, sondern sollte relativ schnell auf das Gehalt bzw. den Stundensatz zu sprechen kommen, um zu kalkulieren, was eine Einstellung kosten würde. Außerdem sollte man im vorhinein vereinbaren, wie die Arbeitszeit vergütet wird (jährhlich, monatlich, stündlich).
  • 20. Passen wir zusammen? Der richtige Steuerberater versteht die Bedafe kleiner Unternehmen. “Inhaber kleinerer Betriebe wissen oft nicht, was sie benötigen. Von daher ist es so wichtig mit erfahrenen Steuerberatern zusammen zu arbeiten.” (Lewis) Die Kontaktmöglichkeiten und -häufigkeiten sollten geklärt sein. Wie korrespondiert man miteinander? Persönlich, per Mail oder per Telefon? Wie oft spricht man sich ab? Kann man auch kurzfristig Fragen/Anliegen mitteilen? Wie sieht es dann mit den Kosten aus? Bei größeren Steuerberatungskanzleien kann es sein, dass man nach einem Erstgespräch einen Sachbearbeiter zugeteilt bekommt – hier sollte man von Beginn auf ein persönliches Kennen lernen dringen und sich von der Kompetenz selbst überzeugen.
  • 21. Funktioniert die Zusammenarbeit? Hat man sich für eine Person/Kanzlei entschieden, sollte man die Leistung regelmäßig auf den Prüfstand stellen. Nach Chung sollte man im besten Fall monatliche Meetings vereinbaren, auf denen man die Geschäftsentwicklung bespricht. Liegen die Meinungen nahe beieinander, ist das ein gutes Zeichen. Redet der Berater einem nur nach der Nase, ist das eher ein schlechtes Zeichen. Man sollte konstruktiven Input erwarten. Die Leistung zeigt sich auch dadurch, ob der Steuerberater die richtigen Fragen an Dich stellt und das regelmäßig. Ein guter Steuerberater sollte sich nach Lewis “mindestens alle 3 Monate nach dem Geschäft erkundigen”. Richardson betont, dass eine gesunde Arbeitsbeziehung aus kontinuierlicher Kommunikation und Informationsteilung besteht – dies bildet die Grundlage für Vertrauen. Am meisten Unterstützung kann man erwarten, wenn man im Dialog bleibt.
  • 22. • Klick auf den Link und schau Dir weitere Tipps zur Auswahl eines Steuerexperten an: https://www.youtube.com/ watch?v=kQfc_PRFrAQ
  • 23. Ergebnismessung Sobald das Geschäft einmal läuft, sollte man sich nicht zurücklehnen. Um sich stets weiterzuentwickeln gilt es, betriebswirtschaftliche Prozesse und Abläufe regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen. Dazu gehört auch die eigene Marktposition zu beurteilen und weitere Schritte zu deren Festigung zu planen. Grundsätzlich gilt: Dem zugrunde liegenden Business Plan sollte man ein regemäßiges Update unterziehen.
  • 24. Ergebnismessung (2) • Bewertung der Kernaktivitäten und -prozesse • Bewertung der Effektivität der Betriebsabläufe • Überprüfung der Finanzsituation • Wettbewerbsanalyse • Kunden- und Marktbeobachtungsanalysen • Anpassung der strategischen Betriebsziele • Strategische Analyse durch das SWOT-Modell
  • 25. Eine regelmäßige Ergebnismessung ist vor allem für Kleinunternehmer eine echte Hilfe, die: • unsicher, über den Erfolg des Betriebs sind • unsicher sind, ob sie die tatsächlichen Marktpotenziale ausschöpfen • ihren ursprünglichen Business Plan überarbeiten möchten • feststellen, dass sich das Geschäft in eine ungewünschte / ungeplante Richtung entwickelt • feststellen, dass das Geschäft nur unzureichend auf Nachfrage- und Marktveränderungen reagiert • der Überzeugung sind, dass man das Geschäft auf ein neues Level heben kann.
  • 26. Die Richtung vorgeben Eine klare Geschäftsstrategie gibt die Richtung vor. Man sollte folgende Fragen für sich beantworten: • Wo soll es hingehen? Dies erfordert eine klare Analyse der Ist-Situation sowie einer Vorstellung von der Zukunft in den kommenden drei bis fünf Jahren – und wie man dies erreichen möchte. • Auf welchen Märkten ist man aktiv – aktuell und in der Zukunft? Wie verändern sich die Märkte und welche Voraussetzungen benötigt der Betrieb, um wettbewerbsfähig zu sein? • Wie verschafft man sich Marktvorteile gegenüber Wettbewerbern?
  • 27. Fortsetzung… • Welche Ressourcen werden benötigt? Fähigkeiten, Finanzen, Beziehungen und technische Kompetenzen spielen eine Rolle im Wettbewerb – haben sich die Anforderungen im Laufe der Geschäftstätigkeit geändert? • In welchem Geschäftsumfeld bewegt man sich? Haben externe Faktoren Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit? • Wie misst man seinen Erfolg? Auch Erfolgsindikatoren können sich mit zunehmender Geschäftsreife ändern.
  • 28. Bewertung der Kernaktivitäten und -prozesse Zentrale Fragen zu Deinen Produkten und Services • Wie gut decken Deine Produkte und Dienstleistungen die Kundenbedarfe? Eine Kundenbedarfsbefragung kann in diesem Zusammenhang wichtige Hinweise zur Beantwortung geben (siehe weiter unten). • Welche Produkte und Dienstleistungen sind erfolgreich? Welche laufen nicht so gut? Hier sollte man herausbekommen, welche Produkte und Dienstleistungen hohe Verkaufszahlen und gleichzeitig hohe Gewinnspannen vorweisen.
  • 29. Fortsetzung… • Was sind die Gründe für den geringen Erfolg bestimmter Produkte und Dienstleistungen? Hier sollte man sich die Bereiche Preissetzung, Marketing sowie Verkaufs- und Kundendienst, Design und Verpackung anschauen. Auch kleine Effizienzsteigerungen schaffen “Bewegungsfreiheit” für größere Verbesserungen. • Schaust Du Dir die Kostenseite regelmäßig genug an? Direkte Kosten sowie Verwaltungskosten und Vermögenswerte sollte man immer im Blick haben und auf den Prüfstand stellen. Gibt es Raum für Optimierungen, bspw. alternative Materialien/Zutaten oder bessere Liefer- und Vertragsbedingungen mit Zulieferern?
  • 30. Bewertung der Effektivität der Betriebsabläufe • Viele unerfahrene Geschäftstreibende arbeiten eher reaktiv und auf kurze Sicht. Dies erlaubt gewisse Flexibilität, kostet aber meist mehr und nimmt auch mehr Zeit in Anspruch. • Die optimale Strategie ist es, sich entlang eine zurechtgelegten Gesamtstrategie zu orientieren und wichtige Geschäftsentscheidungen auf dieser Grundlage zu treffen, auch kurzfristig. • Gibt es irgendwelche internen Faktoren, die sich auf das Geschäft auswirken?
  • 31. Stelle alle Aspekte Deines Geschäfts auf den Prüfstand • Geschäftsräume • Anlagen und Einrichtungen • Informationstechnologie • Mitarbeiter und Fähigkeiten • Managementstrukturen
  • 32. Geschäftsräume • Gibt es langfristige Vertragsverpflichtungen? • Was sind Vorteile und Nachteile der aktuellen Geschäftsräume? • Gibt es ausreichend Platz für weiteres Wachstum, oder die Flexibilität Flächen abzugeben? • Bei der Suche nach neuen Geschäftsräumen sollte man langfristige Kosteneinsparungen anpeilen und grundsätzlich Arbeitsabläufe effektiver planen können.
  • 33. Anlagen und Einrichtungen  Wie modern und technisch up-to-date sind die Betriebsanlagen?  Welche Kapazitäten können mit den aktuellen Betriebsmitteln erreicht werden, können diese perspektivisch erhöht werden?  Wie können Erweiterungen/Optimierungen finanziert werden?  Wie ist man im Vergleich zur Konkurrenz ausgestattet?
  • 34. Informationstechnologie • Welche Managementsoftware benutzt Du? • Können Veränderungen im Geschäft bzw. Expansionspläne mit abgebildet werden? • Welchen Effekt hat dies auf die Qualität Deiner Produkte und Dienstleistungen? • Nutzt Du technische Arbeitsmittel effizient? Bspw. um flexibler arbeiten zu können durch Netzwerke und mobile Geräte?
  • 35. Mitarbeiter und Fähigkeiten • Hast Du die richtigen Angestellten, um Deine Ziele zu erreichen? • Wissen Deine Angestellten, was konkret von Ihnen erwartet wird? • Hast Du einen Trainings- und Entwicklungsplan für Deine Mitarbeiter? • Entlohnst Du gut genug (im Vgl. zur Konkurrenz)? • Gibt es bei Dir eine hohe Personalfluktuation? Sind Deine Mitarbeiter motiviert und zufrieden? https://www.youtube.com/watch?v=_nQcNP6L3C 4
  • 36. Managementstrukturen  Hast Du das richtige Managementteam im Einsatz mit Blick auf Wachstum?  Sind die Bereiche Human Resources, Vertrieb und IT professionell abgedeckt?  Benötigt Dein Team spezifisches Training oder eine Auffrischung?
  • 37. Überprüfung der Finanzsituation Dabei sollte man auf die folgenden Punkte achten: • Cash flow – das ist die Bilanz der gesamten Geldströme, einschließlich Abgängen und Zugängen. Man sollte sicherstellen, dass Prognosen regelmäßig angepasst werden. • Betriebsmittel – haben sich Anforderungen geändert? Wenn ja, sollte man genau wissen, warum. Wie sieht es in vergleichbaren Betrieben aus? Wenn nötig, sollte man früh die notwendigen Planungsschritte einleiten, um Kapital für weitere Betriebsmittel zu akquierieren. • Kostenstruktur - sollte regelmäßig überprüft werden. Der Verkaufspreis sollte die Kosten wiederspiegeln – Deine Kunden sollten allerdings nicht für ineffiziente Geschäftsabläufe zahlen. • Finanzierung durch Verschuldung – welche Kreditbedingungen existieren? Gibt es alternative, billigere Finanzierungsformen?
  • 38. Wettbewerbsanalyse Was man über seine Konkurrenz wissen muss • Wer ist es? • Wieviele sind es? • Was bieten sie an? • Wie sieht die Preisstruktur aus? • Welche und wie viele Kunden kaufen bei der Konkurrenz? • Was sind Vorteile und Nachteile der Konkurrenz im Vergleich zum eigenen Geschäft/Angebot? • Wie reagiert die Konkurrenz auf Newcomer im Markt und auf Preisveränderungen?
  • 39. Eine SWOT-Analyse ist in diesem Zusammenhang eine gute Methode (Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken). Ziel sollte dabei sein, die eigene Marktposition bewerten zu können. Wie man mehr über seine Konkurrenz herausfindet: • Was sagt sie über sich selbst: Vertriebsdokumente, Werbung, Presseinfos, gemeinsame Lieferanten, Messen, Webseiten, Vor-Ort-Besuche, evtl. auch Finanzberichte. • Was andere über sie sagen: Deine Mitarbeiter, Kunden, Bewertungsseiten online/offline, Presse, Branchenreports, Marktforschung • Wenn es nicht genügend Informationen gibt, kann es sich auch lohnen einen kleineren Marktforschungsauftrag zu vergeben Aufgabe: Klick auf den Link und arbeite heraus, was die Kernelemente einer professionellen Wettbewerbsanalyse sind: http://www.sswm.info/sites/default/files /reference_attachments/SAASNET%20NO %20YEAR%20Competitive%20Analysis_0. pdf
  • 40. Kunden- und Marktbeobachtungsanalysen Am Anfang Deiner Existenzgründung hast Du möglicherweise einen Business Plan einschließlich eines Marketing Plans erstellt. Damit beschreibt man Zielmarkt und Zielkunden (geographisch, Sozialstruktur, Entwicklung,…). Man muss stets Informationen über den Kundenstamm sammeln, um optimal auf sich verändernde Bedarfe reagieren zu können. Dementsprechend sollte man den grundlegenden Business Plan regelmäßig weiterschreiben und insbeosndere im Marketingkapitel herausarbeiten, wie man seine Kunden erreichen will. Dafür ist es fundamental, zu wissen, was die Kunden überhaupt wollen.
  • 41. Fortsetzung… Prüfung der Markt- und Geschäftsausrichtung: • Gibt es Veränderungen im Zielmarkt? • Aktuelle Produkt- und Serviceentwicklungen; Trends? • Veränderte Nachfrage bzw. Kundenbedarfe, -wünsche? • Externe Faktoren: Allgemeine Wirtschaftslage, Importbedingungen, Neue Technologien… • … Eine Kundenbefragung zur eigenen Performance kann wichtige Hinweise für Verbesserungen in verschiedensten Bereichen (Produkte, Dienstleistungen, Mitarbeiter, Geschäftsabläufe…) geben.
  • 42. Anpassung der strategischen Betriebsziele Um erfolgreich zu bleiben, sollte man in regelmäßigen Abständen drei strategische Fragen beantworten: • An welchem Punkt steht das Geschäft aktuell? • Wo soll es hin? • Wie kommt es dahin? Viele haben eine Vorstellung davon, wohin sie wollen, schaffen es allerdings nicht, sich einen passenden Weg dafür zurechtzulegen. Am Ende jeder Überprüfung der Geschäftsausrichtung ist es mindestens genauso wichtig einen enstprechenden Plan zu erstellen, wie es weitergehen soll (einschließlich zeitlicher Dimension). Auch dieser Arbeitsplan muss regelmäßig evaluiert werden – vor allem in Zeiten enormer wirtschaftlicher Dynamik in der Geschäftswelt von heute.
  • 43. Kontinuierlicher Verbesserungsprozess • Ein einfacher Planungszyklus erlaubt es, notwendige Veränderungen an Betriebsroutinen umzusetzen. Eine gute Planung fördert zudem Antizipation und erleichtert die Anpassung an Veränderungen Expertise von außen • Es gibt Punkte im Zuge der Betriebsentwicklung an denen es günstiger und effektiver sein kann, Aufträge (insbesondere zur Evaluation des Betriebserfolgs) nach außen zu vergeben, als diese Fähigkeiten amateurhaft selbst zu entwickeln
  • 44. Strategische Analyse durch das SWOT-Modell Es gibt eine ganze Anzahl an verschiedenen Geschäftsmodellanalysen mit dem Ziel strategische Entscheidungen treffen zu können. Die SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken) ist eines der praktikabelsten Modelle. Dabei analysiert man alle vier Bereiche und entwickelt auf dieser Grundlage eine Zukunftsstrategie.
  • 45. Fortsetzung… Chancen und Risiken als äußere, wechselseitige Faktoren Chancen können immer auch Risiken sein – bspw. können neue Markttrends durch Wettbewerber dominiert werden und die eigene Position effektiv schwächen. Gleichermaßen kann man Risiken auch als Chancen wahrnehmen – z.B., wenn ein starker Konkurrent für ein schnelles Marktwachstum sowie neue Kundennachfrage sorgt. Eine SWOT-Analyse kann als Grundlage zur Strategieentwicklung genutzt werden und kann zudem in den Business Plan mit einfließen und so auch zur potentiellen Einwerbung von Finanzmitteln dienen.
  • 46. Crowd funding nutzen Für ein Crowd funding Projekt ist ein klarer Abriss der Idee entscheidend. In kurzen, prägnanten Punkten muss man potentielle Geldgeber überzeugen – quasi wie ein schriftlicher “Elevator Pitch”. Man kann also nicht auf jede mögliche Frage und jedes Detail eingehen, stattdessen geht es vielmehr darum, Personen für das Projekt zu begeistern. Was ist die Idee? Wen spricht man damit an? Und warum wird es ein Erfolg? Dies sollte man für einen Crowdfunding-Projektvorschlag ausarbeiten: • Erste visuelle Eindrücke • Crowdfunding Projektpage • Klare, prägnante und persönliche Ansprache • Persönliches Video • Definition der Gegenleistungen • Pitch Bewerbungsaktivitäten • Angestrebte Summe • Definition eines erreichbaren Ziels • Realistische Finanzbewertung • Business plan • Exit Strategie • Pitch promotion plan
  • 47. Einen Business Plan erstellen 3 Wege: 1. In Auftrag geben -> extern erstellen lassen 2. Selbstständig mit Standardprogrammen, wie Microsoft® Word und Excel erstellen 3. Selbstständig mit einer speziellen Software erstellen Gründe für die Nutzung einer professionellen Business Plan Software: • Zeitersparnis • Vorgegebene Struktur und Layout • Viele hunderte Vorlagen und Beispiele • In der Regel gibt es eine Support-Stelle • Hinweise zu weiterführenden Informationen, etc. • Professionalität erhöht die Chancen
  • 48. Beispiel Business Plan: Java Culture Hier findest Du einen gelungenen beispielhaften Business Plan, an dem man sich orientieren kann (auf Englisch): http://www.bplans.com/coffee_shop_business_plan/executive_summ ary_fc.php