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Sfofr module 4 powerpoint german

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Sfofr module 4 powerpoint german

  1. 1. Erfolg im Street Food? Und jetzt? Modul 4 Finanzen – am Ende zählt doch das Geld… Street Food Opportunities for Regions wird im Rahmen des Erasmus+ Programms der Europäischen Union gefördert.
  2. 2. Kosten der Geschäftsentwicklung ausgehend vom Ist-Zustand Finanzmittel einzuwerben erfordert ein sorgfältiges Vorgehen: • Wieviel Finanzmittel werden benötigt? • Wann werden die Mittel benötigt und für welche Dauer? • Welche Sicherheiten können hinterlegt werden? • Ist man offen für Geschäftsbeteiligungen?
  3. 3. Grundausstattungskosten • Mieten oder Erwerbskosten für Gewerberäume oder weiteren Verkaufs-/Produktionseinheiten • Honorare für rechtliche Beratung oder auch Unternehmensberatung • Einrichtungskosten • Cateringausstattung, Kassensysteme • Mobiliar (Tische, Stühle,…) • Lizenz- oder Franchisegebühren (falls ein solches Modell genutzt wird) • sonstige Kosten sollten eingeplant werden (mind. 10% der Gesamtkosten als Reserve)
  4. 4. Fortsetzung… Wachstum und weitere Entwicklung • Finanzierungsquellen können intern und extern sein Betriebskapital Laufende Geschäftskosten: • Vorräte • Gehälter für Angestellte • Entnahmen für Geschäftsinhaber • Versicherungen • Schulungen für Angestellte • Werbung / Marketing • Mitgliedschaften in Kammer/Verbänden • Transport • Telekommunikation • Buchhaltung/Steuerberatung
  5. 5. Finanzierungsquellen • Private Finanzierung • Bankdarlehen • Schuldbriefe • Hypothek • Ratenkauf • Leasing • Kauf / Mieten • Förderung aus öffentlichen Mitteln • Venture Capital • Business angels • Crowd funding • Freunde und Familie
  6. 6. Interne Quelle Externe Quellen Interne Quellen zur Finanzierung befinden sich innerhalb des Geschäfts Externe Quellen befinden sich außerhalb des Geschäfts – können eine Kurz- oder Langfristfinanzierung bieten Dazu gehört besonders die Reinvestition von Gewinnen zur Expansionsfinanzierung. Eine weitere Option stellt der Verkauf von Betriebseigentum, dass nicht weiter benötigt wird, dar. Externe Kurzfristfinanzierung kann sein:  Überziehungskredit bei der Bank  Lieferung vor Zahlungstermin  Finanzierung durch Factoring – Rechnungen werden an Banken weitergerreicht – so erhält man direkte Liquidität anstatt bis zu 28 Tage auf die Kundenzahlung warten zu müssen. Als AG können weitere Anteile verkauft werden. Externe Langfristfinanzierung kann sein:  Einbringen privaten Kapitals (bspw. aus privaten Ersparnissen)  Leasing  Bankdarlehen, Hypothek, Anmietung…
  7. 7. Beispiele für externe Finanzierung Privates Kapital PRO’s CON’s  Gewinne fließen ausnahmslos zurück und man behält die volle Kontrolle. • Ohne Rücklagen kann es gefährlich werden, wenn das Geschäft mal nicht so gut läuft  Keine Zinszahlungsverpflichtungen  Wenn man sich privat verschuldet (z.B. Aufnahme einer Hypothek für das Eigenheim), sind Geschäft und Privatleben eng miteinander verbunden  Es untermauert das Eigeninteresse, auch gegenüber potentiellen Investoren oder Geldgebern • Oft ist privates Kapital aus eigener Tasche nicht ausreichend und schränkt mittelfristig mehr ein, als das es hilft
  8. 8. Bankdarlehen PRO’s CON’s  In der Regel wird ein konkreter Rückzahlungsplan vereinbart – das gibt Planungssicherheit • Banken sind gerade bei jungen Unternehmen zögerlich mit der Kreditvergabe und vergeben grundsätzlich weniger Geschäftsdarlehen als noch vor Jahren  Man vergibt keine Anteile am Unternehmen • Zinsverpflichtungen können immens sein  In vielen Fällen muss man noch privates Kapital beisteuern  Meist werden Sicherheiten verlangt. Bürgt man bspw. mit seinem Eigenheim, trägt man auch privat das Geschäftsrisiko
  9. 9. Öffentliche Fördermittel PRO’s CON’s • Die Mittel müssen in der Regel nicht zurückgezahlt werden • Die Beantragung ist meist arbeitsintensiv • Man behält die volle Kontrolle über sein Geschäft • In der Regel handelt es sich um kleinere Finanzierungszuschüsse
  10. 10. PRO’s CON’s In den meisten Crowd Funding Modellen hält man 100% der Unternehmensanteile sowie der geistigen Eigentumsrechte Investition von Zeit und Ressourcen, um eine attraktive Projektseite im Netz aufzubauen oder auch ein Werbevideo zu erstellen Über Social Media Kanäle der Unterstützer kann man Werbe- und Marketingmaßnahmen durchführen und so neue Kunden gewinnen Auf Zuwendungen müssen in der Regel Steuern gezahlt werden Man erhält bereits früh im Innovationsprozess Feedback Durch Offenlegung der Geschäftsidee steigt das Risiko, dass sie geklaut/kopiert wird Unterstützer und Befürworter können weitere Türen öffnen, bspw. zu Business angels oder Venture Capitalists bei zukünftigen Investitionen Zeitaufwand bei der Vermarktung Risiko schlechter Publicity bei Nicht-Gelingen Crowd Funding
  11. 11. Vor der Finanzierung zu klären… Als Geschäftsinhaber ist man damit vertraut, dass die Selbstständigkeit immer mit Risiko verbunden ist. Bei der Expansion gilt das umso mehr. Verschuldung durch Kredite erhöhen das Risiko. Man sollte folgende Fragen beantworten können: • Warum benötigt man das Geld? • Wofür soll es genau genutzt werden? • Welchen Anteil ist man bereit, privat beizusteuern? • Wieviel Kapital muss geliehen werden? • Wie und in welcher Zeitdauer sollen die Rückzahlungen geleistet werden? • Welche Sicherheiten bringt man mit ein?
  12. 12. Buchhaltung – Do-it-yourself Als Geschäftsinhaber kann man je nach Geschäftsgröße die Buchhaltung selbstständig abarbeiten – gerade am Anfang der Unternehmensexistenz, insbesondere um die finanziellen Aspekte genau zu durchschauen. Bei weiterem Wachstum ist es unverzichtbar genaue Kenntnisse über betriebliche Kennzahlen zu haben. Ab einer gewissen Unternehmensgröße macht es allerdings Sinn sich Unterstützung in diesem Bereich zu holen.
  13. 13. Buchhaltung – Do-it-yourself Fünf einfache Tipps, um die Finanzen zu organisieren: 1. Nutzung einer geeigneten Buchhaltungssoftware – bspw. QuickBooks oder Xero, beides Systeme für Personen, die sich nicht professionell mit Buchhaltungsprozessen beschäftigen und auskennen; sehr benutzerfreundlich und anerkannt 2. Man sollte alle Transaktionen eingeben und abgleichen – alles was über die Bank- und Kreditkartenkonten läuft muss mit rein. Einmal monatlich sollte man einen Abschluss ziehen 3. Private Ausgaben sollten strikt getrennt von den Geschäftskonten gehalten werden – hierfür auf jeden Fall separate Bank- und Kreditkartenkonten anlegen.
  14. 14. Buchhaltung - Fortsetzung 4. Bei Buchhaltung geht es immer auch um Sorgfalt – von daher ist es besser nichts zu machen, als nur die Hälfte – wenn man bspw. nur vereinzelt Rechnungen einträgt. Wenn man von Beginn an keinen Plan hat, was man machen muss, sollte man sich direkt um professionelle Unterstützung bemühen – das ist mit Sicherheit günstiger, als am Ende das Chaos bekämpfen und bezahlen zu müssen. 5. Dokumentenablage entwickeln und nutzen – das ist das Gegenteil einer Kiste mit unsortierten Rechnungen und Aufträgen. Ein alphabetisches oder chronologisches System schafft Ordnung. Sobald man feststellt, dass man mehr Zeit mit administrativer Arbeit verbringt, als strategisch das Geschäft weiter aus- und aufzubauen, sollte man sich personelle Unterstützung für Prozesse wie Buchhaltung holen!
  15. 15. Den passenden Buchhalter finden Dabei kann man sich an folgende Auswahlfragen orientieren: • Ist es ein “richtiger” Buchhalter? • Hat er/sie eine entsprechende Ausbildung/Qualifikation? • Wie sieht es mit Berufserfahrung in vergleichbaren Unternehmen aus? • Verfügt die Person über eine Haftplichtversicherung? • Will man, dass die Person im Büro mitarbeitet oder von extern? • Weiteres?
  16. 16. Weitere Auswahlkriterien: • Nutzt der/die potentielle Buchhalter/in die gleiche Software, oder können Sie hinsichtlich einer passenden Softwarelösung beraten? • Ist er/sie proaktiv und eine Unterstützung, wenn nötig? • Kann man ein Vertrauensverhältnis aufbauen? • Außerdem sollte ein Buchhalter ansprechbar von allen Mitarbeitenden im Unternehmen sein • Zusammenarbeit mit dem Steuerberater (falls Du einen hast)? • Wie so oft, gibt es auch bei der Suche nach einem/einer Buchhalter/in große Qualitätsunterschiede. Mit den richtigen Fragen beim Auswahlgespräch hat man jedoch gute Voraussetzungen, den/die passende/n zu finden.
  17. 17. Den passenden Steuerberater finden Ein guter Steuerberater kann gerade für kleinere Unternehmen goldwert sein. Durch sein Expertenwissen spart man Zeit und Geld. Ein schlechter Steuerberater kann allerdings auch zu höheren Kosten führen. Deswegen spielt hier der Auswahlprozess eine vordergründige Rolle. Folgende Fragen helfen bei der Auswahl: • Warum sollte ich Sie auswählen? • Kann ich mehr aus meinen finanziellen Möglichkeiten herausholen? • Passen wir zusammen? • Funktioniert die Zusammenarbeit?
  18. 18. Warum sollte ich Sie auswählen? Clive Lewis, Geschäftsführer des Institute of Chartered Accountants in England and Wales (ICAEW) betont die Bedeutung eines passenden Steuerberaters: “Wendet man sich an die falsche Person, kann es sein, dass man wichtige Bereiche vernachlässigt – und das kann teuer sein.” Charlotte Chung, Senior policy Beraterin bei ACCA, erklärt, dass im Einstellungsprozess geprüft werden muss, wie ein Steuerberater einen finanziellen Mehrwert zum Betrieb beitragen kann Man sollte sich ruhig Zeit nehmen und mindestens drei Kandidaten interviewen, bevor man eine finale Entscheidung trifft. Verlange auch Qualifikationsnachweise und checke, ob sie in der Steuerberaterkammer registriert sind Lewis empfiehlt, sich auch an Empfehlungen zu orientieren und auch eine zweite Meinung mit einzuholen Vor dem Auswahlgespräch sollte man sich konkrete Auswahlfragen zurechtlegen
  19. 19. Kann ich mehr aus meinen finanziellen Möglichkeiten machen? James Richardson arbeitet als Berater im Start-up Bereich. Seiner Erfahrung nach, denken die meisten Neuunternehmer, dass Steuerberater sich um Jahresabschlüsse und Steuerfragen kümmern – das ist allerdings nur ein Auszug aus dem Portfolio eines guten Steuerberaters. Ein guter Steuerberater hilft bei der Beantragung von Fördermitteln und kennt die neuesten Steuertricks. Außerdem haben sie Verständnis über betriebswirtschaftliche Abläufe – bspw. können sie einschätzen, über welche Wege man Projekte finanzieren kann. Eine wichtige Frage bei der Auswahl ist: “Warum sollte ich Sie einstellen und bezahlen? Was habe ich davon?”. Die Kosten für einen Steuerberater sollten also durch den Mehrwert der für den Betrieb entsteht übertroffen werden. Dementsprechend muss man auch nicht lange herumreden, sondern sollte relativ schnell auf das Gehalt bzw. den Stundensatz zu sprechen kommen, um zu kalkulieren, was eine Einstellung kosten würde. Außerdem sollte man im vorhinein vereinbaren, wie die Arbeitszeit vergütet wird (jährhlich, monatlich, stündlich).
  20. 20. Passen wir zusammen? Der richtige Steuerberater versteht die Bedafe kleiner Unternehmen. “Inhaber kleinerer Betriebe wissen oft nicht, was sie benötigen. Von daher ist es so wichtig mit erfahrenen Steuerberatern zusammen zu arbeiten.” (Lewis) Die Kontaktmöglichkeiten und -häufigkeiten sollten geklärt sein. Wie korrespondiert man miteinander? Persönlich, per Mail oder per Telefon? Wie oft spricht man sich ab? Kann man auch kurzfristig Fragen/Anliegen mitteilen? Wie sieht es dann mit den Kosten aus? Bei größeren Steuerberatungskanzleien kann es sein, dass man nach einem Erstgespräch einen Sachbearbeiter zugeteilt bekommt – hier sollte man von Beginn auf ein persönliches Kennen lernen dringen und sich von der Kompetenz selbst überzeugen.
  21. 21. Funktioniert die Zusammenarbeit? Hat man sich für eine Person/Kanzlei entschieden, sollte man die Leistung regelmäßig auf den Prüfstand stellen. Nach Chung sollte man im besten Fall monatliche Meetings vereinbaren, auf denen man die Geschäftsentwicklung bespricht. Liegen die Meinungen nahe beieinander, ist das ein gutes Zeichen. Redet der Berater einem nur nach der Nase, ist das eher ein schlechtes Zeichen. Man sollte konstruktiven Input erwarten. Die Leistung zeigt sich auch dadurch, ob der Steuerberater die richtigen Fragen an Dich stellt und das regelmäßig. Ein guter Steuerberater sollte sich nach Lewis “mindestens alle 3 Monate nach dem Geschäft erkundigen”. Richardson betont, dass eine gesunde Arbeitsbeziehung aus kontinuierlicher Kommunikation und Informationsteilung besteht – dies bildet die Grundlage für Vertrauen. Am meisten Unterstützung kann man erwarten, wenn man im Dialog bleibt.
  22. 22. • Klick auf den Link und schau Dir weitere Tipps zur Auswahl eines Steuerexperten an: https://www.youtube.com/ watch?v=kQfc_PRFrAQ
  23. 23. Ergebnismessung Sobald das Geschäft einmal läuft, sollte man sich nicht zurücklehnen. Um sich stets weiterzuentwickeln gilt es, betriebswirtschaftliche Prozesse und Abläufe regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen. Dazu gehört auch die eigene Marktposition zu beurteilen und weitere Schritte zu deren Festigung zu planen. Grundsätzlich gilt: Dem zugrunde liegenden Business Plan sollte man ein regemäßiges Update unterziehen.
  24. 24. Ergebnismessung (2) • Bewertung der Kernaktivitäten und -prozesse • Bewertung der Effektivität der Betriebsabläufe • Überprüfung der Finanzsituation • Wettbewerbsanalyse • Kunden- und Marktbeobachtungsanalysen • Anpassung der strategischen Betriebsziele • Strategische Analyse durch das SWOT-Modell
  25. 25. Eine regelmäßige Ergebnismessung ist vor allem für Kleinunternehmer eine echte Hilfe, die: • unsicher, über den Erfolg des Betriebs sind • unsicher sind, ob sie die tatsächlichen Marktpotenziale ausschöpfen • ihren ursprünglichen Business Plan überarbeiten möchten • feststellen, dass sich das Geschäft in eine ungewünschte / ungeplante Richtung entwickelt • feststellen, dass das Geschäft nur unzureichend auf Nachfrage- und Marktveränderungen reagiert • der Überzeugung sind, dass man das Geschäft auf ein neues Level heben kann.
  26. 26. Die Richtung vorgeben Eine klare Geschäftsstrategie gibt die Richtung vor. Man sollte folgende Fragen für sich beantworten: • Wo soll es hingehen? Dies erfordert eine klare Analyse der Ist-Situation sowie einer Vorstellung von der Zukunft in den kommenden drei bis fünf Jahren – und wie man dies erreichen möchte. • Auf welchen Märkten ist man aktiv – aktuell und in der Zukunft? Wie verändern sich die Märkte und welche Voraussetzungen benötigt der Betrieb, um wettbewerbsfähig zu sein? • Wie verschafft man sich Marktvorteile gegenüber Wettbewerbern?
  27. 27. Fortsetzung… • Welche Ressourcen werden benötigt? Fähigkeiten, Finanzen, Beziehungen und technische Kompetenzen spielen eine Rolle im Wettbewerb – haben sich die Anforderungen im Laufe der Geschäftstätigkeit geändert? • In welchem Geschäftsumfeld bewegt man sich? Haben externe Faktoren Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit? • Wie misst man seinen Erfolg? Auch Erfolgsindikatoren können sich mit zunehmender Geschäftsreife ändern.
  28. 28. Bewertung der Kernaktivitäten und -prozesse Zentrale Fragen zu Deinen Produkten und Services • Wie gut decken Deine Produkte und Dienstleistungen die Kundenbedarfe? Eine Kundenbedarfsbefragung kann in diesem Zusammenhang wichtige Hinweise zur Beantwortung geben (siehe weiter unten). • Welche Produkte und Dienstleistungen sind erfolgreich? Welche laufen nicht so gut? Hier sollte man herausbekommen, welche Produkte und Dienstleistungen hohe Verkaufszahlen und gleichzeitig hohe Gewinnspannen vorweisen.
  29. 29. Fortsetzung… • Was sind die Gründe für den geringen Erfolg bestimmter Produkte und Dienstleistungen? Hier sollte man sich die Bereiche Preissetzung, Marketing sowie Verkaufs- und Kundendienst, Design und Verpackung anschauen. Auch kleine Effizienzsteigerungen schaffen “Bewegungsfreiheit” für größere Verbesserungen. • Schaust Du Dir die Kostenseite regelmäßig genug an? Direkte Kosten sowie Verwaltungskosten und Vermögenswerte sollte man immer im Blick haben und auf den Prüfstand stellen. Gibt es Raum für Optimierungen, bspw. alternative Materialien/Zutaten oder bessere Liefer- und Vertragsbedingungen mit Zulieferern?
  30. 30. Bewertung der Effektivität der Betriebsabläufe • Viele unerfahrene Geschäftstreibende arbeiten eher reaktiv und auf kurze Sicht. Dies erlaubt gewisse Flexibilität, kostet aber meist mehr und nimmt auch mehr Zeit in Anspruch. • Die optimale Strategie ist es, sich entlang eine zurechtgelegten Gesamtstrategie zu orientieren und wichtige Geschäftsentscheidungen auf dieser Grundlage zu treffen, auch kurzfristig. • Gibt es irgendwelche internen Faktoren, die sich auf das Geschäft auswirken?
  31. 31. Stelle alle Aspekte Deines Geschäfts auf den Prüfstand • Geschäftsräume • Anlagen und Einrichtungen • Informationstechnologie • Mitarbeiter und Fähigkeiten • Managementstrukturen
  32. 32. Geschäftsräume • Gibt es langfristige Vertragsverpflichtungen? • Was sind Vorteile und Nachteile der aktuellen Geschäftsräume? • Gibt es ausreichend Platz für weiteres Wachstum, oder die Flexibilität Flächen abzugeben? • Bei der Suche nach neuen Geschäftsräumen sollte man langfristige Kosteneinsparungen anpeilen und grundsätzlich Arbeitsabläufe effektiver planen können.
  33. 33. Anlagen und Einrichtungen  Wie modern und technisch up-to-date sind die Betriebsanlagen?  Welche Kapazitäten können mit den aktuellen Betriebsmitteln erreicht werden, können diese perspektivisch erhöht werden?  Wie können Erweiterungen/Optimierungen finanziert werden?  Wie ist man im Vergleich zur Konkurrenz ausgestattet?
  34. 34. Informationstechnologie • Welche Managementsoftware benutzt Du? • Können Veränderungen im Geschäft bzw. Expansionspläne mit abgebildet werden? • Welchen Effekt hat dies auf die Qualität Deiner Produkte und Dienstleistungen? • Nutzt Du technische Arbeitsmittel effizient? Bspw. um flexibler arbeiten zu können durch Netzwerke und mobile Geräte?
  35. 35. Mitarbeiter und Fähigkeiten • Hast Du die richtigen Angestellten, um Deine Ziele zu erreichen? • Wissen Deine Angestellten, was konkret von Ihnen erwartet wird? • Hast Du einen Trainings- und Entwicklungsplan für Deine Mitarbeiter? • Entlohnst Du gut genug (im Vgl. zur Konkurrenz)? • Gibt es bei Dir eine hohe Personalfluktuation? Sind Deine Mitarbeiter motiviert und zufrieden? https://www.youtube.com/watch?v=_nQcNP6L3C 4
  36. 36. Managementstrukturen  Hast Du das richtige Managementteam im Einsatz mit Blick auf Wachstum?  Sind die Bereiche Human Resources, Vertrieb und IT professionell abgedeckt?  Benötigt Dein Team spezifisches Training oder eine Auffrischung?
  37. 37. Überprüfung der Finanzsituation Dabei sollte man auf die folgenden Punkte achten: • Cash flow – das ist die Bilanz der gesamten Geldströme, einschließlich Abgängen und Zugängen. Man sollte sicherstellen, dass Prognosen regelmäßig angepasst werden. • Betriebsmittel – haben sich Anforderungen geändert? Wenn ja, sollte man genau wissen, warum. Wie sieht es in vergleichbaren Betrieben aus? Wenn nötig, sollte man früh die notwendigen Planungsschritte einleiten, um Kapital für weitere Betriebsmittel zu akquierieren. • Kostenstruktur - sollte regelmäßig überprüft werden. Der Verkaufspreis sollte die Kosten wiederspiegeln – Deine Kunden sollten allerdings nicht für ineffiziente Geschäftsabläufe zahlen. • Finanzierung durch Verschuldung – welche Kreditbedingungen existieren? Gibt es alternative, billigere Finanzierungsformen?
  38. 38. Wettbewerbsanalyse Was man über seine Konkurrenz wissen muss • Wer ist es? • Wieviele sind es? • Was bieten sie an? • Wie sieht die Preisstruktur aus? • Welche und wie viele Kunden kaufen bei der Konkurrenz? • Was sind Vorteile und Nachteile der Konkurrenz im Vergleich zum eigenen Geschäft/Angebot? • Wie reagiert die Konkurrenz auf Newcomer im Markt und auf Preisveränderungen?
  39. 39. Eine SWOT-Analyse ist in diesem Zusammenhang eine gute Methode (Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken). Ziel sollte dabei sein, die eigene Marktposition bewerten zu können. Wie man mehr über seine Konkurrenz herausfindet: • Was sagt sie über sich selbst: Vertriebsdokumente, Werbung, Presseinfos, gemeinsame Lieferanten, Messen, Webseiten, Vor-Ort-Besuche, evtl. auch Finanzberichte. • Was andere über sie sagen: Deine Mitarbeiter, Kunden, Bewertungsseiten online/offline, Presse, Branchenreports, Marktforschung • Wenn es nicht genügend Informationen gibt, kann es sich auch lohnen einen kleineren Marktforschungsauftrag zu vergeben Aufgabe: Klick auf den Link und arbeite heraus, was die Kernelemente einer professionellen Wettbewerbsanalyse sind: http://www.sswm.info/sites/default/files /reference_attachments/SAASNET%20NO %20YEAR%20Competitive%20Analysis_0. pdf
  40. 40. Kunden- und Marktbeobachtungsanalysen Am Anfang Deiner Existenzgründung hast Du möglicherweise einen Business Plan einschließlich eines Marketing Plans erstellt. Damit beschreibt man Zielmarkt und Zielkunden (geographisch, Sozialstruktur, Entwicklung,…). Man muss stets Informationen über den Kundenstamm sammeln, um optimal auf sich verändernde Bedarfe reagieren zu können. Dementsprechend sollte man den grundlegenden Business Plan regelmäßig weiterschreiben und insbeosndere im Marketingkapitel herausarbeiten, wie man seine Kunden erreichen will. Dafür ist es fundamental, zu wissen, was die Kunden überhaupt wollen.
  41. 41. Fortsetzung… Prüfung der Markt- und Geschäftsausrichtung: • Gibt es Veränderungen im Zielmarkt? • Aktuelle Produkt- und Serviceentwicklungen; Trends? • Veränderte Nachfrage bzw. Kundenbedarfe, -wünsche? • Externe Faktoren: Allgemeine Wirtschaftslage, Importbedingungen, Neue Technologien… • … Eine Kundenbefragung zur eigenen Performance kann wichtige Hinweise für Verbesserungen in verschiedensten Bereichen (Produkte, Dienstleistungen, Mitarbeiter, Geschäftsabläufe…) geben.
  42. 42. Anpassung der strategischen Betriebsziele Um erfolgreich zu bleiben, sollte man in regelmäßigen Abständen drei strategische Fragen beantworten: • An welchem Punkt steht das Geschäft aktuell? • Wo soll es hin? • Wie kommt es dahin? Viele haben eine Vorstellung davon, wohin sie wollen, schaffen es allerdings nicht, sich einen passenden Weg dafür zurechtzulegen. Am Ende jeder Überprüfung der Geschäftsausrichtung ist es mindestens genauso wichtig einen enstprechenden Plan zu erstellen, wie es weitergehen soll (einschließlich zeitlicher Dimension). Auch dieser Arbeitsplan muss regelmäßig evaluiert werden – vor allem in Zeiten enormer wirtschaftlicher Dynamik in der Geschäftswelt von heute.
  43. 43. Kontinuierlicher Verbesserungsprozess • Ein einfacher Planungszyklus erlaubt es, notwendige Veränderungen an Betriebsroutinen umzusetzen. Eine gute Planung fördert zudem Antizipation und erleichtert die Anpassung an Veränderungen Expertise von außen • Es gibt Punkte im Zuge der Betriebsentwicklung an denen es günstiger und effektiver sein kann, Aufträge (insbesondere zur Evaluation des Betriebserfolgs) nach außen zu vergeben, als diese Fähigkeiten amateurhaft selbst zu entwickeln
  44. 44. Strategische Analyse durch das SWOT-Modell Es gibt eine ganze Anzahl an verschiedenen Geschäftsmodellanalysen mit dem Ziel strategische Entscheidungen treffen zu können. Die SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken) ist eines der praktikabelsten Modelle. Dabei analysiert man alle vier Bereiche und entwickelt auf dieser Grundlage eine Zukunftsstrategie.
  45. 45. Fortsetzung… Chancen und Risiken als äußere, wechselseitige Faktoren Chancen können immer auch Risiken sein – bspw. können neue Markttrends durch Wettbewerber dominiert werden und die eigene Position effektiv schwächen. Gleichermaßen kann man Risiken auch als Chancen wahrnehmen – z.B., wenn ein starker Konkurrent für ein schnelles Marktwachstum sowie neue Kundennachfrage sorgt. Eine SWOT-Analyse kann als Grundlage zur Strategieentwicklung genutzt werden und kann zudem in den Business Plan mit einfließen und so auch zur potentiellen Einwerbung von Finanzmitteln dienen.
  46. 46. Crowd funding nutzen Für ein Crowd funding Projekt ist ein klarer Abriss der Idee entscheidend. In kurzen, prägnanten Punkten muss man potentielle Geldgeber überzeugen – quasi wie ein schriftlicher “Elevator Pitch”. Man kann also nicht auf jede mögliche Frage und jedes Detail eingehen, stattdessen geht es vielmehr darum, Personen für das Projekt zu begeistern. Was ist die Idee? Wen spricht man damit an? Und warum wird es ein Erfolg? Dies sollte man für einen Crowdfunding-Projektvorschlag ausarbeiten: • Erste visuelle Eindrücke • Crowdfunding Projektpage • Klare, prägnante und persönliche Ansprache • Persönliches Video • Definition der Gegenleistungen • Pitch Bewerbungsaktivitäten • Angestrebte Summe • Definition eines erreichbaren Ziels • Realistische Finanzbewertung • Business plan • Exit Strategie • Pitch promotion plan
  47. 47. Einen Business Plan erstellen 3 Wege: 1. In Auftrag geben -> extern erstellen lassen 2. Selbstständig mit Standardprogrammen, wie Microsoft® Word und Excel erstellen 3. Selbstständig mit einer speziellen Software erstellen Gründe für die Nutzung einer professionellen Business Plan Software: • Zeitersparnis • Vorgegebene Struktur und Layout • Viele hunderte Vorlagen und Beispiele • In der Regel gibt es eine Support-Stelle • Hinweise zu weiterführenden Informationen, etc. • Professionalität erhöht die Chancen
  48. 48. Beispiel Business Plan: Java Culture Hier findest Du einen gelungenen beispielhaften Business Plan, an dem man sich orientieren kann (auf Englisch): http://www.bplans.com/coffee_shop_business_plan/executive_summ ary_fc.php

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