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Linux Grundlagen / Die Kommandozeile
Teil 2: Das Linux Filesystem
Das Linux Filesystem
Häufig die erste Frage eines Linux-Einsteigers:
Wo ist denn das C: Laufwerk?
Linux ist ein Unix(artiges) System, und da ist alles etwas anders...
Das Linux Filesystem Linux und der Filesystem Hierarchy Standard
1969: Filesystem eines der allerersten Komponenten des "Ur-UNIX"
(Bell Labs, Thompson / Ritchie an einer PDP-7)
Einführung von /bin /dev /etc /lib /tmp /usr
Ende 70er: Abtrennung von /sbin aus /etc
80er: Abtrennung variabler Verzeichnisse aus /usr in /var
1984: Einführung von /proc in Unix V8
1993: Entwicklung des Filesystem Hierarchy Standard (FHS)
Zunächst nur auf Linux bezogen
1995: BSD-Entwickler springen auf die FHS Entwicklung auf.
(Ziel: Gemeinsamer UNIX-Standard)
2003: Kernel 2.5 führt sysfs ein (gemountet auf /sys )
2004: Version 2.3 des FHS wird veröffentlicht (aktuell gültige Version)
2011: Fedora führt /run ein.
Diskussion über Vereinigung von /bin und /sbin mit /usr
Das Linux Filesystem Filesystem Hierarchy Standard
/bin
/boot
/dev
/etc
/home
/lib
/media
/mnt
/opt
/sbin
/usr
/var
/tmp
/root
/usr/lib
/usr/local
/usr/sbin
/usr/share
/usr/include
/usr/bin
/home/user2
/home/user1
/media/usb0
/media/cdrom
/
Das Linux Filesystem Filesystem Hierarchy Standard
/
/bin
/boot
/dev
/etc
/home
/lib
/media
/mnt
/opt
/sbin
/usr
/var
/tmp
/root
/usr/lib
/usr/local
/usr/sbin
/usr/share
/usr/include
/usr/bin
/home/user2
/home/user1
/media/usb0
/media/cdrom
ext2 / sda1
nfs
tmpfs
ext4 / sdb1
ext4 / sda2
iso9660 / sr0
ntfs / sdc1
ext4 / sda3
Das Linux Filesystem mount
mount bindet Filesysteme in den Verzeichnisbaum ein:
mount <device> <dir>
$> mount /dev/sdc1 /mnt
Optionen:
-t <type> # Explizite Angabe des Filesystem-Typ
-o <options> # Filesystem-spezifische Optionen
-a # Mounte alle Einträge in der fstab
Das Linux Filesystem mount
mount -o <options> <device> <dir>
loop Verwende ein Loop-Device (Einbinden von Files als Gerät)
ro FS als Read-Only einbinden
remount Optionen eines schon eingebundenen FS ändern
noauto FS wird nicht bei mount -a mit eingebunden
user Jeder Benutzer kann das FS in den Verzeichnisbaum einbinden
users Wie user, aber auch ein anderer Benutzer kann das FS unmounten
Steuern der Zugriffsrechte bei Filesystemen ohne UNIX-Style permissions:
uid=<value> Setze den Besitzer des FS
gid=<value> Setze die Gruppe des FS
umask=<value> Setze die umask des FS
Das Linux Filesystem mount
mount ohne Optionen zeigt die aktuell eingehängten Dateisysteme an:
$> mount
/dev/sda3 on / type ext4 (rw,noatime,errors=remount-ro)
/dev/sda1 on /boot type ext4 (rw,noatime)
/dev/sda2 on /var type ext4 (rw,noatime)
/dev/sda6 on /home type ext4 (rw,noatime)
[...]
Das Linux Filesystem umount
umount hängt eingebundene Filesysteme wieder aus:
umount <device>|<dir>
$> umount /mnt
Achtung: Filesysteme mit noch offenen Dateien können nicht ausgehängt werden!
~$> mount /dev/sdc1 /media/usb0
~$> cd /media/usb0
/media/usb0$> umount /media/usb0
umount: /media/usb0: device is busy.
(In some cases useful info about processes that use
the device is found by lsof(8) or fuser(1))
/media/usb0$> cd ~
~$> umount /media/usb0
~$> _
Das Linux Filesystem fstab
/etc/fstab enthält Informationen zu den lokalen Filesystemen:
<device> Das einzuhängende Gerät
<mount pt> Einhängepunkt
<type> Typ des Filesystems (unterstützte in /proc/filesystems)
<options> Einhängeoptionen
<dump> Steuert Verhalten des Backuptools dump (veraltet)
<pass> Reihenfolge bei Überprüfung von fsck (0 = kein Check)
<device> <mount pt> <type> <options> <dump><pass>
/dev/sda6 /home ext4 noatime,data=writeback 0 2
/dev/sdb1 /media/usb0 auto rw,user,noauto 0 0
tmpfs /tmp tmpfs mode=1777 0 0
Das Linux Filesystem Loop devices
Loop-Devices bieten die Möglichkeit, Filesystem-Image-Dateien einzubinden.
Problem: Linux kann nur Block-Devices einbinden.
Lösung: Umweg über ein Loop-Device:
$> losetup /dev/loop0 fsimage.img
$> mount /dev/loop0 /mnt
$> [...]
$> umount /mnt
$> losetup -d /dev/loop0
mount kann Einbinden per Loop-Device auch per Option durchführen:
$> mount -o loop fsimage.img /mnt
$> [...]
$> umount /mnt
Das Linux Filesystem Verzeichnisarten nach dem FHS
● Static Nur von 'root' zu ändern (also meistens selten)
● Variable Von allgemeinen Aktionen zu ändern (also meistens häufig)
● Shareable Von mehreren Hosts teilbar (-> Netzwerk)
● Unshareable Für einen Host spezifisch (-> auf lokalem Datenträger)
Shareable Unshareable
Static
/usr
/opt
/etc
/boot
Variable /home
/var/run
/var/lock
Das Linux Filesystem
Achtung:
Der FHS ist eher eine "Richtlinie" denn ein fester Standard.
Viele Dinge im FHS sind historisch gewachsen und bei modernen Systemen
mitunter nicht mehr sinnvoll.
Viele Linux-Distributionen weichen vom FHS ab und ergänzen das Filesystem.
=> siehe z.B. Diskussion um Vereinigung von /bin und /sbin mit /usr
=> GoboLinux mit radikal anderer Verzeichnisstruktur
Manpage zur Filesystem-Hierarchie:
> man hier
Das Linux Filesystem Home directory
/home
Benutzerverzeichnisse, organisiert in /home/<username>
Bei sehr großen Organisationen auch /home/<division>/<username>
Nur wenig standardisiert; Benutzer darf frei mit seinem Home-Verzeichnis arbeiten
Ablageort für Benutzer-eigene Konfigurationsdateien; verborgen mit .<conffile>
Vorlage für neue Benutzerverzeichnisse in /etc/skel
/home/<user>/.bashrc Startupbefehle für eine "interactive non-login shell"
/home/<user>/.profile Startupbefehle für eine "interactive login shell"
Shareable
Variable
Das Linux Filesystem Mount points
/mnt /media
/media Mountpunkt für Wechselmedien
/media/cdrom
/media/usb0
/media/floppy
/mnt Temporärer Mountpunkt (meist von root genutzt)
Tipp: Verzeichnisse in /media mit Option user in die fstab eintragen.
Das Linux Filesystem Root
/
Wurzelverzeichnis
Soll außer den Verzeichnissen des FHS keine weiteren Dateien enthalten.
Ausnahme: Kernel und Initrd (kann auch Symlink nach /boot sein)
/vmlinuz Kernel
/initrd.img Initrd ('Initial Ramdisk')
Unshareable
Static
Das Linux Filesystem Root home
/root
Home-Verzeichnis für den Superuser
Sollte sparsam und nur für Zwecke der Systemadministration verwendet werden!
Shareable
Static
Das Linux Filesystem Essential command binaries
/bin /sbin
Grundlegende Systemkommandos, die vorhanden sein müssen wenn keine
anderen Filesysteme gemountet sind.
/bin Grundlegende Binaries, verwendet von allen Usern
Enthält Programme wie
ls, echo, sh, mkdir, cp, cat, ps, rm, mount, ...
/sbin Grundlegende Binaries für die Systemadministration (nur root)
Enthält u.a.
fdisk, fsck, mkfs, mkswap, swapon, shutdown, init, ...
Unshareable
Static
Das Linux Filesystem Shared libraries
/lib
Shared libraries, die vorhanden sein müssen wenn kein anderes Filesystem
gemountet ist. (von Binaries in /bin und /sbin benötigt).
/lib64/ 64-bit Libraries
/lib/modules/<version> Kernelmodule
/lib/firmware/ Firmware für Hardwarekomponenten
Unshareable
Static
Das Linux Filesystem Secondary hierarchy ("Unix System Resources")
/usr
Unterhierarchie, shareable mit anderen Hosts (also z.B. auslagerbar auf Netzwerk)
/usr/bin Die meisten User-Programme
/usr/include C-Header Files
/usr/lib Libraries (shared and static)
/usr/local Weitere Unterhierarchie für manuell installierte Pakete
/usr/sbin Systemadministrationskommandos
/usr/share Daten unabhängig von der Systemarchitektur
(man-Pages, Dokumentation, Icons etc.)
/usr/src Source code (z.B. Kernel-Sourcen)
Shareable
Static
Das Linux Filesystem Optional packages
/opt
Verzeichnis für Addon-Softwarepakete
Ursprünglich: Verzeichnis für Drittanbieter-Pakete
Pakete sollten folgendermaßen installiert werden:
/opt/<package>/ # per Paketname
/opt/<provider>/ # per Herstellername
Shareable
Static
Das Linux Filesystem Server Verzeichnisse
/srv
Daten, die von System als Server angeboten werden.
Achtung: Konkurriert je nach Distribution mit /var
(Webserver mitunter unter /var/www)
/srv/www Webseiten
/srv/ftp FTP-Verzeichnis
/srv/samba Samba-Share
Shareable
Static
Das Linux Filesystem Variable files
/var
Zweck: Trennung variabler Daten von /usr.
Enthält Logging-Daten, Print / Mail-Spool, Caches, etc.
/var/cache Cachedaten
/var/lib Statusdaten
/var/spool Spooldaten (Printjobs etc.)
/var/tmp Temporäre Daten, bleibt bei Reboot erhalten
/var/log Logfiles
/var/mail Mailboxen
/var/local Variable Daten für /usr/local
/var/opt Variable Daten für /opt
/var/lock Lockfiles
/var/run Runtime data
Mixed
Variable
Unshareable!
Das Linux Filesystem Run: Unshareable /var data
/run
Nicht im FHS 2.3,
aber inzwischen bei vielen Distributionen vorhanden, sowie im FHS 3.0 beta
Auslagerung der unshareable Verzeichnisse aus /var
Enthält lokale Run-Time Daten, deshalb häufig als tmpfs gemountet (Ram-Disk).
/run Verlinkt von /var/run
/run/lock Verlinkt von /var/lock
Unshareable
Variable
Das Linux Filesystem Temporary files
/tmp
Speicherort für temporäre Dateien.
Programme sollten nicht annehmen, daß in /tmp gespeicherte Dateien nach
Neustart noch vorhanden sind.
Häufig wird /tmp als tmpfs gemountet.
/tmp hat Berechtigungen rwxrwxrwt / 1777
Alle Benutzer haben Lese / Schreib / Ausführungsrechte für /tmp.
/tmp ist das Lehrbuchbeispiel für Verwendung des Sticky Bit.
Shareable
Variable
Das Linux Filesystem System Configuration, Host-specific
/etc
/etc/passwd Benutzerkonfiguration
/etc/group Gruppen Konfiguration
/etc/shadow Passwortdatei
/etc/fstab statische Konfiguration der Dateisysteme
/etc/sysctl.conf Konfiguration Kernelparameter
/etc/hosts Statische Tabelle Auflösung Rechnernamen
/etc/inittab Init Konfiguration (System V Init)
/etc/init.d/ Kontrollskripte für Systemdienste
/etc/rc<X>.d/ Start/Stop Skripte für Runlevels
/etc/crontab Cron-Job Tabelle (regelmäßige Ausführung)
/etc/cron.<X>/ Cron-Skripte
/etc/X11/ Konfiguration des X-Window Systems
Unshareable
Static
Das Linux Filesystem Boot files
/boot
Dateien notwendig für den Bootvorgang:
/boot/vmlinuz-<version> Linux-Kernel
/boot/initrd.img-<version> Boot-Ramdisk
/boot/System.map-<version> Kernel Einsprungtabelle
/boot/config-<version> Kernel Konfiguration
/boot/grub/ Konfiguration des grub-Bootloaders
Unshareable
Static
Das Linux Filesystem Device files
/dev
Veraltet: Device-Dateien per mknod oder devfs
Aktuell: /dev wird durch udev-Daemon gefüllt
/dev/hd<X><P> Partition auf IDE-Laufwerk
/dev/sd<X><P> Partition auf SCSI-Laufwerk (auch SATA oder USB)
/dev/loop<X> Loop-Devices
/dev/zero Datensenke (Lesen: '0' Schreiben: Verwerfen)
/dev/null 'Leeres' File (Lesen: EOF Schreiben: Verwerfen)
/dev/full 'Volles' Gerät (Lesen: '0' Schreiben: ENOSPC)
/dev/random Echte Zufallszahlen (blockiert wenn Entropiepool verbraucht)
/dev/urandom Pseudo-Zufallszahlen ('unblocking random')
Unshareable
Variable
Das Linux Filesystem Process information and more
/proc
Pseudofilesystem, Schnittstelle zum Kernel (procfs)
/proc/<pid> Information zu Prozess <pid>
/proc/cpuinfo Informationen zur CPU
/proc/meminfo Informationen zum Arbeitsspeicher
/proc/swaps Informationen zum Swap-Speicher
/proc/sys Systemparameter (=> /etc/sysctl.conf)
/proc/sys/kernel Kernel Parameter
/proc/sys/net Netzwerk-Subsystem Parameter
/proc/sys/vm Speicherverwaltung Parameter
Unshareable
Variable
Das Linux Filesystem Kernel / System information
/sys
Unshareable
Variable
Pseudofilesystem, Informationen über Kernelsubsysteme und Geräte. (sysfs)
Jedes Kernel Objekt (kobject) erhält einen Eintrag in /sys
Ab Kernel 2.5, Zweck: Entlastung von /proc
Beispiele:
/sys/block/sda/queue/scheduler # I/O Scheduler der 1. Festplatte
/sys/devices/platform/smapi/BAT0/ # Batterieinformationen bei Thinkpads
Das Linux Filesystem Kernel / System information
lost+found
Special
Vorhanden im der Wurzelebene jedes einzelnen Dateisystems
lost+found ist nur bei bestimmten Dateisystemtypen vorhanden, insbesondere bei
den EXT-Dateitypen.
Zweck: "Fundbüro" für Dateifragmente, die beim Check & Reparatur eines
fehlerhaften Dateisystems per fsck gefunden werden.

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The Linux File System

  • 1. Linux Grundlagen / Die Kommandozeile Teil 2: Das Linux Filesystem
  • 2. Das Linux Filesystem Häufig die erste Frage eines Linux-Einsteigers: Wo ist denn das C: Laufwerk? Linux ist ein Unix(artiges) System, und da ist alles etwas anders...
  • 3. Das Linux Filesystem Linux und der Filesystem Hierarchy Standard 1969: Filesystem eines der allerersten Komponenten des "Ur-UNIX" (Bell Labs, Thompson / Ritchie an einer PDP-7) Einführung von /bin /dev /etc /lib /tmp /usr Ende 70er: Abtrennung von /sbin aus /etc 80er: Abtrennung variabler Verzeichnisse aus /usr in /var 1984: Einführung von /proc in Unix V8 1993: Entwicklung des Filesystem Hierarchy Standard (FHS) Zunächst nur auf Linux bezogen 1995: BSD-Entwickler springen auf die FHS Entwicklung auf. (Ziel: Gemeinsamer UNIX-Standard) 2003: Kernel 2.5 führt sysfs ein (gemountet auf /sys ) 2004: Version 2.3 des FHS wird veröffentlicht (aktuell gültige Version) 2011: Fedora führt /run ein. Diskussion über Vereinigung von /bin und /sbin mit /usr
  • 4. Das Linux Filesystem Filesystem Hierarchy Standard /bin /boot /dev /etc /home /lib /media /mnt /opt /sbin /usr /var /tmp /root /usr/lib /usr/local /usr/sbin /usr/share /usr/include /usr/bin /home/user2 /home/user1 /media/usb0 /media/cdrom /
  • 5. Das Linux Filesystem Filesystem Hierarchy Standard / /bin /boot /dev /etc /home /lib /media /mnt /opt /sbin /usr /var /tmp /root /usr/lib /usr/local /usr/sbin /usr/share /usr/include /usr/bin /home/user2 /home/user1 /media/usb0 /media/cdrom ext2 / sda1 nfs tmpfs ext4 / sdb1 ext4 / sda2 iso9660 / sr0 ntfs / sdc1 ext4 / sda3
  • 6. Das Linux Filesystem mount mount bindet Filesysteme in den Verzeichnisbaum ein: mount <device> <dir> $> mount /dev/sdc1 /mnt Optionen: -t <type> # Explizite Angabe des Filesystem-Typ -o <options> # Filesystem-spezifische Optionen -a # Mounte alle Einträge in der fstab
  • 7. Das Linux Filesystem mount mount -o <options> <device> <dir> loop Verwende ein Loop-Device (Einbinden von Files als Gerät) ro FS als Read-Only einbinden remount Optionen eines schon eingebundenen FS ändern noauto FS wird nicht bei mount -a mit eingebunden user Jeder Benutzer kann das FS in den Verzeichnisbaum einbinden users Wie user, aber auch ein anderer Benutzer kann das FS unmounten Steuern der Zugriffsrechte bei Filesystemen ohne UNIX-Style permissions: uid=<value> Setze den Besitzer des FS gid=<value> Setze die Gruppe des FS umask=<value> Setze die umask des FS
  • 8. Das Linux Filesystem mount mount ohne Optionen zeigt die aktuell eingehängten Dateisysteme an: $> mount /dev/sda3 on / type ext4 (rw,noatime,errors=remount-ro) /dev/sda1 on /boot type ext4 (rw,noatime) /dev/sda2 on /var type ext4 (rw,noatime) /dev/sda6 on /home type ext4 (rw,noatime) [...]
  • 9. Das Linux Filesystem umount umount hängt eingebundene Filesysteme wieder aus: umount <device>|<dir> $> umount /mnt Achtung: Filesysteme mit noch offenen Dateien können nicht ausgehängt werden! ~$> mount /dev/sdc1 /media/usb0 ~$> cd /media/usb0 /media/usb0$> umount /media/usb0 umount: /media/usb0: device is busy. (In some cases useful info about processes that use the device is found by lsof(8) or fuser(1)) /media/usb0$> cd ~ ~$> umount /media/usb0 ~$> _
  • 10. Das Linux Filesystem fstab /etc/fstab enthält Informationen zu den lokalen Filesystemen: <device> Das einzuhängende Gerät <mount pt> Einhängepunkt <type> Typ des Filesystems (unterstützte in /proc/filesystems) <options> Einhängeoptionen <dump> Steuert Verhalten des Backuptools dump (veraltet) <pass> Reihenfolge bei Überprüfung von fsck (0 = kein Check) <device> <mount pt> <type> <options> <dump><pass> /dev/sda6 /home ext4 noatime,data=writeback 0 2 /dev/sdb1 /media/usb0 auto rw,user,noauto 0 0 tmpfs /tmp tmpfs mode=1777 0 0
  • 11. Das Linux Filesystem Loop devices Loop-Devices bieten die Möglichkeit, Filesystem-Image-Dateien einzubinden. Problem: Linux kann nur Block-Devices einbinden. Lösung: Umweg über ein Loop-Device: $> losetup /dev/loop0 fsimage.img $> mount /dev/loop0 /mnt $> [...] $> umount /mnt $> losetup -d /dev/loop0 mount kann Einbinden per Loop-Device auch per Option durchführen: $> mount -o loop fsimage.img /mnt $> [...] $> umount /mnt
  • 12. Das Linux Filesystem Verzeichnisarten nach dem FHS ● Static Nur von 'root' zu ändern (also meistens selten) ● Variable Von allgemeinen Aktionen zu ändern (also meistens häufig) ● Shareable Von mehreren Hosts teilbar (-> Netzwerk) ● Unshareable Für einen Host spezifisch (-> auf lokalem Datenträger) Shareable Unshareable Static /usr /opt /etc /boot Variable /home /var/run /var/lock
  • 13. Das Linux Filesystem Achtung: Der FHS ist eher eine "Richtlinie" denn ein fester Standard. Viele Dinge im FHS sind historisch gewachsen und bei modernen Systemen mitunter nicht mehr sinnvoll. Viele Linux-Distributionen weichen vom FHS ab und ergänzen das Filesystem. => siehe z.B. Diskussion um Vereinigung von /bin und /sbin mit /usr => GoboLinux mit radikal anderer Verzeichnisstruktur Manpage zur Filesystem-Hierarchie: > man hier
  • 14. Das Linux Filesystem Home directory /home Benutzerverzeichnisse, organisiert in /home/<username> Bei sehr großen Organisationen auch /home/<division>/<username> Nur wenig standardisiert; Benutzer darf frei mit seinem Home-Verzeichnis arbeiten Ablageort für Benutzer-eigene Konfigurationsdateien; verborgen mit .<conffile> Vorlage für neue Benutzerverzeichnisse in /etc/skel /home/<user>/.bashrc Startupbefehle für eine "interactive non-login shell" /home/<user>/.profile Startupbefehle für eine "interactive login shell" Shareable Variable
  • 15. Das Linux Filesystem Mount points /mnt /media /media Mountpunkt für Wechselmedien /media/cdrom /media/usb0 /media/floppy /mnt Temporärer Mountpunkt (meist von root genutzt) Tipp: Verzeichnisse in /media mit Option user in die fstab eintragen.
  • 16. Das Linux Filesystem Root / Wurzelverzeichnis Soll außer den Verzeichnissen des FHS keine weiteren Dateien enthalten. Ausnahme: Kernel und Initrd (kann auch Symlink nach /boot sein) /vmlinuz Kernel /initrd.img Initrd ('Initial Ramdisk') Unshareable Static
  • 17. Das Linux Filesystem Root home /root Home-Verzeichnis für den Superuser Sollte sparsam und nur für Zwecke der Systemadministration verwendet werden! Shareable Static
  • 18. Das Linux Filesystem Essential command binaries /bin /sbin Grundlegende Systemkommandos, die vorhanden sein müssen wenn keine anderen Filesysteme gemountet sind. /bin Grundlegende Binaries, verwendet von allen Usern Enthält Programme wie ls, echo, sh, mkdir, cp, cat, ps, rm, mount, ... /sbin Grundlegende Binaries für die Systemadministration (nur root) Enthält u.a. fdisk, fsck, mkfs, mkswap, swapon, shutdown, init, ... Unshareable Static
  • 19. Das Linux Filesystem Shared libraries /lib Shared libraries, die vorhanden sein müssen wenn kein anderes Filesystem gemountet ist. (von Binaries in /bin und /sbin benötigt). /lib64/ 64-bit Libraries /lib/modules/<version> Kernelmodule /lib/firmware/ Firmware für Hardwarekomponenten Unshareable Static
  • 20. Das Linux Filesystem Secondary hierarchy ("Unix System Resources") /usr Unterhierarchie, shareable mit anderen Hosts (also z.B. auslagerbar auf Netzwerk) /usr/bin Die meisten User-Programme /usr/include C-Header Files /usr/lib Libraries (shared and static) /usr/local Weitere Unterhierarchie für manuell installierte Pakete /usr/sbin Systemadministrationskommandos /usr/share Daten unabhängig von der Systemarchitektur (man-Pages, Dokumentation, Icons etc.) /usr/src Source code (z.B. Kernel-Sourcen) Shareable Static
  • 21. Das Linux Filesystem Optional packages /opt Verzeichnis für Addon-Softwarepakete Ursprünglich: Verzeichnis für Drittanbieter-Pakete Pakete sollten folgendermaßen installiert werden: /opt/<package>/ # per Paketname /opt/<provider>/ # per Herstellername Shareable Static
  • 22. Das Linux Filesystem Server Verzeichnisse /srv Daten, die von System als Server angeboten werden. Achtung: Konkurriert je nach Distribution mit /var (Webserver mitunter unter /var/www) /srv/www Webseiten /srv/ftp FTP-Verzeichnis /srv/samba Samba-Share Shareable Static
  • 23. Das Linux Filesystem Variable files /var Zweck: Trennung variabler Daten von /usr. Enthält Logging-Daten, Print / Mail-Spool, Caches, etc. /var/cache Cachedaten /var/lib Statusdaten /var/spool Spooldaten (Printjobs etc.) /var/tmp Temporäre Daten, bleibt bei Reboot erhalten /var/log Logfiles /var/mail Mailboxen /var/local Variable Daten für /usr/local /var/opt Variable Daten für /opt /var/lock Lockfiles /var/run Runtime data Mixed Variable Unshareable!
  • 24. Das Linux Filesystem Run: Unshareable /var data /run Nicht im FHS 2.3, aber inzwischen bei vielen Distributionen vorhanden, sowie im FHS 3.0 beta Auslagerung der unshareable Verzeichnisse aus /var Enthält lokale Run-Time Daten, deshalb häufig als tmpfs gemountet (Ram-Disk). /run Verlinkt von /var/run /run/lock Verlinkt von /var/lock Unshareable Variable
  • 25. Das Linux Filesystem Temporary files /tmp Speicherort für temporäre Dateien. Programme sollten nicht annehmen, daß in /tmp gespeicherte Dateien nach Neustart noch vorhanden sind. Häufig wird /tmp als tmpfs gemountet. /tmp hat Berechtigungen rwxrwxrwt / 1777 Alle Benutzer haben Lese / Schreib / Ausführungsrechte für /tmp. /tmp ist das Lehrbuchbeispiel für Verwendung des Sticky Bit. Shareable Variable
  • 26. Das Linux Filesystem System Configuration, Host-specific /etc /etc/passwd Benutzerkonfiguration /etc/group Gruppen Konfiguration /etc/shadow Passwortdatei /etc/fstab statische Konfiguration der Dateisysteme /etc/sysctl.conf Konfiguration Kernelparameter /etc/hosts Statische Tabelle Auflösung Rechnernamen /etc/inittab Init Konfiguration (System V Init) /etc/init.d/ Kontrollskripte für Systemdienste /etc/rc<X>.d/ Start/Stop Skripte für Runlevels /etc/crontab Cron-Job Tabelle (regelmäßige Ausführung) /etc/cron.<X>/ Cron-Skripte /etc/X11/ Konfiguration des X-Window Systems Unshareable Static
  • 27. Das Linux Filesystem Boot files /boot Dateien notwendig für den Bootvorgang: /boot/vmlinuz-<version> Linux-Kernel /boot/initrd.img-<version> Boot-Ramdisk /boot/System.map-<version> Kernel Einsprungtabelle /boot/config-<version> Kernel Konfiguration /boot/grub/ Konfiguration des grub-Bootloaders Unshareable Static
  • 28. Das Linux Filesystem Device files /dev Veraltet: Device-Dateien per mknod oder devfs Aktuell: /dev wird durch udev-Daemon gefüllt /dev/hd<X><P> Partition auf IDE-Laufwerk /dev/sd<X><P> Partition auf SCSI-Laufwerk (auch SATA oder USB) /dev/loop<X> Loop-Devices /dev/zero Datensenke (Lesen: '0' Schreiben: Verwerfen) /dev/null 'Leeres' File (Lesen: EOF Schreiben: Verwerfen) /dev/full 'Volles' Gerät (Lesen: '0' Schreiben: ENOSPC) /dev/random Echte Zufallszahlen (blockiert wenn Entropiepool verbraucht) /dev/urandom Pseudo-Zufallszahlen ('unblocking random') Unshareable Variable
  • 29. Das Linux Filesystem Process information and more /proc Pseudofilesystem, Schnittstelle zum Kernel (procfs) /proc/<pid> Information zu Prozess <pid> /proc/cpuinfo Informationen zur CPU /proc/meminfo Informationen zum Arbeitsspeicher /proc/swaps Informationen zum Swap-Speicher /proc/sys Systemparameter (=> /etc/sysctl.conf) /proc/sys/kernel Kernel Parameter /proc/sys/net Netzwerk-Subsystem Parameter /proc/sys/vm Speicherverwaltung Parameter Unshareable Variable
  • 30. Das Linux Filesystem Kernel / System information /sys Unshareable Variable Pseudofilesystem, Informationen über Kernelsubsysteme und Geräte. (sysfs) Jedes Kernel Objekt (kobject) erhält einen Eintrag in /sys Ab Kernel 2.5, Zweck: Entlastung von /proc Beispiele: /sys/block/sda/queue/scheduler # I/O Scheduler der 1. Festplatte /sys/devices/platform/smapi/BAT0/ # Batterieinformationen bei Thinkpads
  • 31. Das Linux Filesystem Kernel / System information lost+found Special Vorhanden im der Wurzelebene jedes einzelnen Dateisystems lost+found ist nur bei bestimmten Dateisystemtypen vorhanden, insbesondere bei den EXT-Dateitypen. Zweck: "Fundbüro" für Dateifragmente, die beim Check & Reparatur eines fehlerhaften Dateisystems per fsck gefunden werden.