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Bauökonomie
Maß der baulichen Nutzung und
Flächenermittlung im Hochbau
Debora Portner M. Sc.
Modul Bauökonomie und Baurecht
Seite 1
© Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft
I. Maß der baulichen Nutzung
II. Flächenermittlung im Hochbau
III. Seminar zur Vorlesung
Seite 12
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• Basisliteratur zu Flächen im Hochbau
BauNVO – Flächen gemäß der Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke
DIN 277 – Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau
MF/G – Richtlinie zur Berechnung von gewerblichen Mietflächen des gif e.V.
MF/W – Richtlinie zur Berechnung von Wohnungsmietflächen des gif e.V.
WoFIV – Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche
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Seite 14
Maß der baulichen Nutzung
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Maß der baulichen Nutzung:
• Grundflächenzahl (GRZ)
• Geschossflächenzahl (GFZ)
• Baumassenzahl (BMZ)
• Anzahl der Vollgeschosse
Seite 15
Maß der baulichen Nutzung
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Maß der baulichen Nutzung:
• Grundflächenzahl (GRZ)
• Geschossflächenzahl (GFZ)
• Baumassenzahl (BMZ)
• Anzahl der Vollgeschosse
Seite 16
Maß der baulichen Nutzung
http://www.stadtplanungsamt-
frankfurt.de/show.php?ID=13344&psid=d
Download unter:
http://www.stadtplanungsamt-
frankfurt.de/show.php?ID=133
44&psid=d
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Projektentwicklungsrechnung, Aufgabe aus der Praxis:
Wismar Innenstadt: Bauland für Wohn- und Geschäftshaushaus zu verkaufen:
>> Fläche ca. 500 m² – Kaufpreis 200.000 EUR <<
Ein tolles Angebot für den Investor?
Wieviel Projektentwicklungsgewinn könnte erzielt werden?
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Maß der baulichen Nutzung
Daraus resultiert eine typische Frage an den Architekten:
Wieviel vermietbare Fläche darf ich auf dem Grundstück bauen?
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Seite 18
Maß der baulichen Nutzung
Wieviel qm
darf ich bauen?
Was kostet das
Haus?
Wieviel Mietfläche
kann ich vermieten/
verkaufen?
500 m² Bauland
200.000 EUR
10 EUR/m² WoFl
Nettokaltmiete (NKM)
Aufgabe aus der Praxis: Projektentwicklungsrechnung
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Wieviel qm
darf ich bauen?
Was kostet das
Haus?
Wieviel Mietfläche
kann ich vermieten/
verkaufen?
Aufgabe aus der Praxis: Projektentwicklungsrechnung
Seite 19
Maß der baulichen Nutzung
10 EUR/m² WoFl NKM entspricht etwa
2.400 EUR/m² WoFl
12 x 10 EUR/m² = 120 EUR JNKM/m²
120 EUR x 20 = 2.400 EUR/m²
500 m² Bauland
200.000 EUR
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Wieviel qm
darf ich bauen?
Was kostet das
Haus?
Wieviel Mietfläche
kann ich vermieten/
verkaufen?
Aufgabe aus der Praxis: Projektentwicklungsrechnung
Seite 20
Maß der baulichen Nutzung
Vervielfältiger aus
„Maklerformel“:
1_
Rendite
= Vervielfältiger
1_
5%
= 20
10 EUR/m² NKM entspricht etwa
2.400 EUR/m² WoFl
12 x 10 EUR/m² = 120 EUR JNKM/m²
120 EUR x 20 = 2.400 EUR/m²
500 m² Bauland
200.000 EUR
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Aufgabe aus der Praxis: Projektentwicklungsrechnung
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Maß der baulichen Nutzung
2.400 EUR/m² WoFl
Guter Faktor: 85 % WoFl/BGF
2.400 EUR x 0,85 = 2.040 EUR/m² BGF
Wieviel qm
darf ich bauen?
Was kostet das
Haus?
Wieviel Mietfläche
kann ich vermieten/
verkaufen?
500 m² Bauland
200.000 EUR
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Aufgabe aus der Praxis: Projektentwicklungsrechnung
Seite 22
Maß der baulichen Nutzung
2.400 EUR/m² WoFl
2.040 EUR/m² BGF
Wieviel qm
darf ich bauen?
Was kostet das
Haus?
Wieviel Mietfläche
kann ich vermieten/
verkaufen?
500 m² Bauland
200.000 EUR
KG200: 0 EUR
KG300+400: 1.166 EUR/m² BGF
KG500: 0 EUR
KG600: 0 EUR
KG700: 20 %
auf KG300 u. 400
=1.400 EUR/m² BGF
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Aufgabe aus der Praxis: Projektentwicklungsrechnung
Seite 23
Maß der baulichen Nutzung
2.400 EUR/m² WoFl
2.040 EUR/m² BGF
Wieviel qm
darf ich bauen?
Was kostet das
Haus?
Wieviel Mietfläche
kann ich vermieten/
verkaufen?
500 m² Bauland
200.000 EUR
GFZ 2,0 = Geschossfläche nach
BauNVO
= 1.000 m² GF
= 1.000 m² BGF?
1.400 EUR/m² BGF
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Aufgabe aus der Praxis: Projektentwicklungsrechnung
Seite 24
Maß der baulichen Nutzung
2.400 EUR/m² WoFl
2.040 EUR/m² BGF
Wieviel qm
darf ich bauen?
Was kostet das
Haus?
Wieviel Mietfläche
kann ich vermieten/
verkaufen?
500 m² Bauland
200.000 EUR
1.400 EUR/m² BGF
850 m² WoFl = 1.978.800 EUR (Verkaufserlös abzgl. 3 % Vertriebskosten)
1.000 m² BGF = -1.400.000 EUR (Baukosten)
500 m² Bauland = - 220.000 EUR (inkl. 10 % Erwerbsnebenosten)
5 % Zwischenfinanzierung = - 40.000 EUR (0,05 x 1.600.000 EUR)
Überschlägiges Ertragsergebnis = ca. + 320.000 EUR (19 % der Investitionssumme)
Var.
1
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Aufgabe aus der Praxis: Projektentwicklungsrechnung
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Maß der baulichen Nutzung
2.400 EUR/m² WoFl
2.040 EUR/m² BGF
Wieviel qm
darf ich bauen?
Was kostet das
Haus?
Wieviel Mietfläche
kann ich vermieten/
verkaufen?
500 m² Bauland
200.000 EUR
1.400 EUR/m² BGF
1.000 m² WoFl = 2.328.000 EUR (Verkaufserlös abzgl. 3 % Vertriebskosten)
1.150 m² BGF = -1.610.000 EUR (Baukosten)
500 m² Bauland = - 220.000 EUR (inkl. 10 % Erwerbsnebenosten)
5 % Zwischenfinanzierung = - 45.000 EUR (0,05 x 1.800.000 EUR )
Überschlägiges Ertragsergebnis = ca. + 450.000 EUR (25 % der Investitionssumme)
Var.
2
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Wo liegen die Optimierungspotenziale?
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Maß der baulichen Nutzung
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Wo liegen die Optimierungspotenziale?
Seite 27
Maß der baulichen Nutzung
• Ausreizen der baurechtlichen Begrenzung
• Erweitern des Baukörpers mit nicht bauplanungsrechtlich relevanten Flächen
• Schaffen von Mietflächen außerhalb der baurechtlich definierten Vollgeschosse
• Minimierung von „Verlustflächen“ durch optimalen Grundriss
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Wo liegen die Optimierungspotenziale?
Seite 28
Maß der baulichen Nutzung
• Ausreizen der baurechtlichen Begrenzung
• Erweitern des Baukörpers mit nicht bauplanungsrechtlich relevanten Flächen
• Schaffen von Mietflächen außerhalb der baurechtlich definierten Vollgeschosse
• Minimierung von „Verlustflächen“ durch optimalen Grundriss
Kenntnisse über Flächen(definitionen) im öffentlichen Baurecht notwendig
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Öffentliches Baurecht
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Maß der baulichen Nutzung
Öffentliches Baurecht
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Öffentliches Baurecht
Seite 30
Maß der baulichen Nutzung
Öffentliches Baurecht
Bauplanungsrecht Bauordnungsrecht
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Öffentliches Baurecht
Seite 31
Maß der baulichen Nutzung
Öffentliches Baurecht
Bauplanungsrecht Bauordnungsrecht
WAS darf WO gebaut werden? WIE darf gebaut werden?
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Öffentliches Baurecht
Seite 32
Maß der baulichen Nutzung
Öffentliches Baurecht
Bauplanungsrecht Bauordnungsrecht
BauGB BauNVO
Bundesebene
Bauordnungen
z.B. BauO Berlin
Landesebene
WAS darf WO gebaut werden? WIE darf gebaut werden?
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Flächen nach BauNVO und Landesrecht (BauO Berlin)
Seite 33
Maß der baulichen Nutzung
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Flächen nach BauNVO und Landesrecht (BauO Berlin)
Seite 34
Maß der baulichen Nutzung
Achtung bei B-Plänen: Es gilt immer die passende BauNVO zum Zeitpunkt der Aufstellung!
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Flächen nach BauNVO und Landesrecht (BauO Berlin)
Seite 35
Maß der baulichen Nutzung
Achtung bei B-Plänen: Es gilt immer die passende BauNVO zum Zeitpunkt der Aufstellung!
© Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft
Flächen nach BauNVO und Landesrecht (BauO Berlin)
Seite 36
Maß der baulichen Nutzung
Achtung bei B-Plänen: Es gilt immer die passende BauNVO zum Zeitpunkt der Aufstellung!
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Seite 37
Maß der baulichen Nutzung
GRZ und GFZ:
Stadt Frankfurt am Main: Arbeitshilfe Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl, 2014
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Seite 38
Maß der baulichen Nutzung
§ 19 BauNVO – Grundflächenzahl, zulässige Grundfläche
(1) Die Grundflächenzahl gibt an, wieviel Quadratmeter Grundfläche je
Quadratmeter Grundstücksfläche im Sinne des Absatzes 3 zulässig sind.
(2) Zulässige Grundfläche ist der nach Absatz 1 errechnete Anteil des
Baugrundstücks, der von baulichen Anlagen überdeckt werden darf.
Bundesrecht
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Seite 39
Maß der baulichen Nutzung
§ 19 BauNVO – Grundflächenzahl, zulässige Grundfläche
(1) Die Grundflächenzahl gibt an, wieviel Quadratmeter Grundfläche je
Quadratmeter Grundstücksfläche im Sinne des Absatzes 3 zulässig sind.
(2) Zulässige Grundfläche ist der nach Absatz 1 errechnete Anteil des
Baugrundstücks, der von baulichen Anlagen überdeckt werden darf.
Bundesrecht
?
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Seite 40
Maß der baulichen Nutzung
§ 2 BauO Berlin – Begriffe
(1) Anlagen sind bauliche Anlagen und sonstige Anlagen und Einrichtungen im
Sinne des §1 Abs. 1 Satz 2. Bauliche Anlagen sind mit dem Erdboden
verbundene, aus Bauprodukten hergestellte Anlagen; eine Verbindung mit dem
Boden besteht auch dann, wenn die Anlage durch eigene Schwere auf dem
Boden ruht oder auf ortsfesten Bahnen begrenzt beweglich ist oder wenn die
Anlage nach ihrem Verwendungszweck dazu bestimmt ist, überwiegend ortsfest
benutzt zu werden.
Landesrecht
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Seite 41
Maß der baulichen Nutzung
GRZ (BauNVO 1990):
Berechnung der GRZ I (Hauptanlagen)
zu berücksichtigen:
Gebäudegrundfläche 500 m²
Terrassen/Balkone 50 m²
Gesamtfläche: 550 m²
Grundflächenzahl: 0,55
Zulässige Grundfläche
Stadt Frankfurt am Main: Arbeitshilfe Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl, 2014
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Seite 42
Maß der baulichen Nutzung
§ 19 BauNVO – Grundflächenzahl, zulässige Grundfläche
(4) Bei der Ermittlung der Grundfläche sind die Grundflächen von
1. Garagen und Stellplätzen mit ihren Zufahrten,
2. Nebenanlagen im Sinne des § 14,
3. baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche, durch die das
Baugrundstück lediglich unterbaut wird,
mitzurechnen. Die zulässige Grundfläche darf durch die Grundflächen der in Satz 1
bezeichneten Anlagen bis zu 50 vom Hundert überschritten werden, höchstens
jedoch bis zu einer Grundflächenzahl von 0,8; weitere Überschreitungen in
geringfügigem Ausmaß können zugelassen werden. Im Bebauungsplan können von
Satz 2 abweichende Bestimmungen getroffen werden. […]
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Maß der baulichen Nutzung
GRZ (BauNVO 1990):
Berechnung der GRZ I (Hauptanlagen)
zu berücksichtigen:
Gebäudegrundfläche 500 m²
Terrassen und Balkone 50 m²
Gesamtfläche: 550 m²
Grundflächenzahl: 0,55
Berechnung der GRZ II (GRZ I einschl. zulässige
Überschreitung i.S.d. § 19 BauNVO sowie Unterbauungen):
zu berücksichtigen:
Gebäudegrundfläche 500 m²
Terrassen und Balkone 50 m²
Zuwegungen und -fahrten 50 m²
Überdachte Stellplätze 50 m²
Tiefgarage 150 m²
Terrassen und Balkone* -50 m²
Gesamtfläche: 750 m²
Grundflächenzahl: 0,75
* Überlagerung
mit Tiefgarage
Zulässige Grundfläche
Stadt Frankfurt am Main: Arbeitshilfe Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl, 2014
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Bundesrecht
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Maß der baulichen Nutzung
§ 20 BauNVO – Vollgeschosse, Geschossflächenzahl, Geschossfläche
(1) Als Vollgeschosse gelten Geschosse, die nach landesrechtlichen
Vorschriften Vollgeschosse sind oder auf ihre Zahl angerechnet werden.
(2) Die Geschoßflächenzahl gibt an, wieviel Quadratmeter Geschoßfläche je
Quadratmeter Grundstücksfläche im Sinne des § 19 Abs. 3 zulässig sind.
(3) Die Geschoßfläche ist nach den Außenmaßen der Gebäude in allen
Vollgeschossen zu ermitteln. Im Bebauungsplan kann festgesetzt werden, daß
die Flächen von Aufenthaltsräumen in anderen Geschossen einschließlich der zu
ihnen gehörenden Treppenräume und einschließlich ihrer Umfassungswände
ganz oder teilweise mitzurechnen oder ausnahmsweise nicht mitzurechnen sind.
(4) Bei der Ermittlung der Geschoßfläche bleiben Nebenanlagen im Sinne des
§ 14, Balkone, Loggien, Terrassen sowie bauliche Anlagen, soweit sie nach
Landesrecht in den Abstandsflächen (seitlicher Grenzabstand und sonstige
Abstandsflächen) zulässig sind oder zugelassen werden können,
unberücksichtigt.
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Landesrecht
Seite 45
Maß der baulichen Nutzung
Gem.§ 2 BauO Berlin – Begriffe
Ein Geschoss ist ein Vollgeschoss, wenn es
• mehr als 1,40 m über Geländeoberkante (im Mittel) hinausragt und
• mindestens über zwei Drittel der Grundfläche eine lichte Höhe 2,30 m hat
Im Dachraum bzw. obersten Geschoss ist ein Geschoss ein Vollgeschoss, wenn es
• eine lichte Höhe von 2,30 m über zwei Drittel der Grundfläche des darunter
liegenden Geschosses hat.
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Seite 46
Maß der baulichen Nutzung
GFZ (BauNVO 1990):
Berechnung der GFZ
zu berücksichtigen:
Gebäudefläche DG 0 m²
Gebäudefläche 2. OG 500 m²
Gebäudefläche 1. OG 500 m²
Gebäudefläche EG 500 m²
Gebäudefläche KG 0 m²
Gesamtfläche: 1.500 m²
Geschossflächenzahl: 1,5
unberücksichtigt bleiben:
Terrassen und Balkone
Vordächer und Dachüberstände
Zuwegungen und -fahrten
Überdachte Stellplätze
Tiefgarage
Nicht Vollgeschosse
Zulässige Geschossfläche
Stadt Frankfurt am Main: Arbeitshilfe Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl, 2014
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Flächen nach BauNVO und Landesrecht (BauO Berlin)
Seite 47
Maß der baulichen Nutzung
Abb: Prof. Kalusche
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Seite 48
Maß der baulichen Nutzung
Stadt Frankfurt am Main: Arbeitshilfe Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl, 2014
© Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft
Seite 49
Maß der baulichen Nutzung
Stadt Frankfurt am Main: Arbeitshilfe Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl, 2014
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Flächen nach BauNVO und Landesrecht (BauO Berlin)
Seite 50
Maß der baulichen Nutzung
Untergeordnete Vorbauten
Quelle: http://zimmerei.fachwerkzentrum-vollack.de/aktivitaeten/vorbauten.html
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Flächen nach BauNVO und Landesrecht (BauO Berlin)
Seite 51
Maß der baulichen Nutzung
Untergeordnete Vorbauten
BauO Berlin (2005) § 6: Abstandflächen, Abstände
[…]
(6) Bei der Bemessung der Abstandsflächen bleiben außer Betracht
1. vor die Außenwand vortretende Bauteile wie Gesimse und Dachüberstände,
2. Vorbauten, wenn sie
a) insgesamt nicht mehr als ein Drittel der Breite der jeweiligen Außenwand in Anspruch
nehmen und
b) nicht mehr als 1,50 m vor diese Außenwand vortreten,
3. Außenwandbekleidungen zum Zwecke der Energieeinsparung bei bestehenden
Gebäuden.
Von der gegenüberliegenden Nachbargrenze müssen vortretende Bauteile mindestens 2 m
und Vorbauten mindestens 3 m entfernt sein.
Landesrecht
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Flächen nach BauNVO und Landesrecht (BauO Berlin)
Seite 52
Maß der baulichen Nutzung
Untergeordnete Vorbauten sind: Erker, Gauben, Wintergärten …
„Aus der Begründung zur BauO Bln 2005 zu § 6 Abs. 6 Nr. 2 geht hervor, dass zu den bei
Einhaltung bestimmter Abmessungen - bisher bereits abstandsflächenrechtlich privilegierten
Vorbauten, wie Balkonen, Erkern und Wintergärten, nun Treppen, Treppenräume und Aufzüge
hinzugekommen sind. In die Geschossflächenberechnung gehen die Flächen baulicher Anlagen
und Gebäudeteile, soweit sie nach Landesrecht in den Abstandsflächen zulässig sind, nach den
jeweils anzuwenden Fassungen des § 20 Abs. 3 BauNVO 1962, 1968 und 1977 bzw. § 20 Abs.
4 BauNVO 1990 nicht ein. Gleiches gilt für die Grundflächenberechnung nach den jeweils
anzuwendenden Fassungen des § 19 der BauNVO vor 1990.“
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/bauaufsicht/de/ehb/senstadt/divers/baunvo.shtml
Immer im Landesrecht prüfen:
✓ Definition Vollgeschoss !
✓ Bauliche Anlagen in Abstandsflächen !
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I. Maß der baulichen Nutzung
II. Flächenermittlung im Hochbau
III. Seminar zur Vorlesung
Seite 53
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• Gebäudeflächen nach DIN 277
• Mietflächen
Seite 54
Flächenermittlung im Hochbau
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Seite 55
Flächenermittlung im Hochbau
Definition der Flächen
DIN 277
Definition der Kostengruppen
DIN 276
DIN 277 Teil 1 Begriffe und Berechnungsarten
DIN 277 Teil 2 Gliederung der Nutzflächen, Funktionsflächen und Verkehrsflächen,
Erläuterung der Begriffe
DIN 277 Teil 3 Mengen und Bezugseinheiten (legt Bezugseinheiten zur DIN 276 fest)
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DIN 277 im Detail
Seite 56
Flächenermittlung im Hochbau
Bruttogrundfläche
BGF
Konstruktions-Grundfläche
(KGF)
Netto-Raumfläche
(NRF)
Nutzungsfläche
(NUF)
Technikfläche
(TF)
Verkehrsfläche
(VF)
messen
messenmessenmessen
BGF-NGF NF + TF + VF
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Seite 57
Flächenermittlung im Hochbau
DIN 277 Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau (bis 12.2015)
Grundflächen und Rauminhalte sind nach ihrer Zugehörigkeit zu folgenden Bereichen
getrennt zu ermitteln:
Bereich a
überdeckt und allseitig in voller Höhe umschlossen (z.B. Innenräume)
Bereich b
überdeckt, jedoch nicht allseitig in voller Höhe umschlossen (z.B. Balkone übereinander,
Durchfahrten)
Bereich c
nicht überdeckt (z.B. oberster Balkon, Dachterrassen)
Sie sind ferner getrennt nach Grundrissebenen (z.B. Geschosse) und getrennt nach
unterschiedlichen Höhen zu ermitteln.
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DIN 277 Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau (seit 01.2016)
Grundflächen und Rauminhalte sind nach ihrer Zugehörigkeit zu folgenden Bereichen
getrennt zu ermitteln:
Regelfall der Raumumschließung (R)
bei allen Begrenzungsflächen des Raums (Boden, Decke, Wand) vollständig
umschlossen
Sonderfall der Raumumschließung (S)
mit dem Bauwerk konstruktiv (durch Baukonstruktionen) verbunden, jedoch nicht bei
allen Begrenzungsflächen des Raums (Boden, Decke, Wand) vollständig umschlossen
Sie sind ferner getrennt nach Grundrissebenen (z.B. Geschosse) und getrennt nach
unterschiedlichen Höhen zu ermitteln.
a
Seite 58
Flächenermittlung im Hochbau
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Seite 59
Flächenermittlung im Hochbau
BGF
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Seite 60
Flächenermittlung im Hochbau
BGF
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Seite 61
Flächenermittlung im Hochbau
BGF
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Seite 62
Flächenermittlung im Hochbau
BGF
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Seite 63
Flächenermittlung im Hochbau
BGF
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Seite 64
Flächenermittlung im Hochbau
Installationsschacht
kleiner 1 m²
NGF
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Seite 65
Flächenermittlung im Hochbau
NGF
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Seite 66
Flächenermittlung im Hochbau
KGF
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Seite 67
Flächenermittlung im Hochbau
KGF
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Seite 68
Flächenermittlung im Hochbau
NF
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Seite 69
Flächenermittlung im Hochbau
TF
Technische Funktionsfläche
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Seite 70
Flächenermittlung im Hochbau
VF
© Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft
Seite 71
Flächenermittlung im Hochbau
Brutto-
rauminhalt
BRI
BGF x Höhe = BRI
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Seite 72
Flächenermittlung im Hochbau
Brutto-
rauminhalt
BRI
BGF x Höhe = BRI
© Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft
Seite 73
Flächenermittlung im Hochbau
Fallbeispiel Einfamilienhaus
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Seite 74
Flächenermittlung im Hochbau
Fallbeispiel Einfamilienhaus
21,00
25,00
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Seite 75
Flächenermittlung im Hochbau
Fallbeispiel Einfamilienhaus
EG
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Seite 76
Flächenermittlung im Hochbau
Fallbeispiel Einfamilienhaus
DG
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Seite 77
Flächenermittlung im Hochbau
Fallbeispiel Einfamilienhaus
21,00
25,00
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Seite 78
Flächenermittlung im Hochbau
Fallbeispiel Einfamilienhaus
21,00
25,00
§ 19 BauNVO – Grundflächenzahl, zulässige Grundfläche
(4) Bei der Ermittlung der Grundfläche sind die Grundflächen von
1. Garagen und Stellplätzen mit ihren Zufahrten,
2. Nebenanlagen im Sinne des § 14,
3. baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche, durch die das Baugrundstück
lediglich unterbaut wird,
mitzurechnen. Die zulässige Grundfläche darf durch die Grundflächen der in Satz 1
bezeichneten Anlagen bis zu 50 vom Hundert überschritten werden, höchstens jedoch bis zu
einer Grundflächenzahl von 0,8; weitere Überschreitungen in geringfügigem Ausmaß können
zugelassen werden. Im Bebauungsplan können von Satz 2 abweichende Bestimmungen
getroffen werden. […]
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Seite 79
Flächenermittlung im Hochbau
Fallbeispiel Einfamilienhaus
21,00
25,00
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Seite 80
Flächenermittlung im Hochbau
Fallbeispiel Einfamilienhaus
EG
DG
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Seite 81
Flächenermittlung im Hochbau
Fallbeispiel Einfamilienhaus
EG
DG
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Seite 82
Flächenermittlung im Hochbau
Fallbeispiel Einfamilienhaus
EG
DG
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Seite 83
Flächenermittlung im Hochbau
Fallbeispiel Einfamilienhaus
EG
DG
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Seite 84
Flächenermittlung im Hochbau
Fallbeispiel Einfamilienhaus
EG
DG
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Seite 85
Flächenermittlung im Hochbau
Fallbeispiel Einfamilienhaus
EG
DG
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Seite 86
Flächenermittlung im Hochbau
Fallbeispiel Einfamilienhaus
EG
DG
+
+
=
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Seite 87
Flächenermittlung im Hochbau
Fallbeispiel Einfamilienhaus
EG
DG
+
+
=
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Seite 88
Flächenermittlung im Hochbau
Mietflächen
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Seite 89
Flächenermittlung im Hochbau
Mietflächen
Internationale
Standardisierung
ist in Erarbeitungaufgehoben 1983
Quelle: Prof. Kalusche
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Seite 90
Flächenermittlung im Hochbau
Mietflächen
Quelle: Prof. Kalusche
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Seite 91
Flächenermittlung im Hochbau
Mietflächen
Gewerbemietfläche
MF/G (2012)
Richtlinie zur Berechnung von Mietflächen für gewerblichen
Raum des gif e.V. (Gesellschaft für Immobilienforschung)
WoFIV
Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche
MF/W (2012)
Richtlinie zur Berechnung von Mietflächen für Wohnraum des gif
e.V. (Gesellschaft für Immobilienforschung)
Wohnungsmietfläche
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Seite 92
Flächenermittlung im Hochbau
Gewerbemietflächen nach gif e. V.
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Seite 93
Flächenermittlung im Hochbau
Gewerbemietflächen nach gif e. V.
MF/G Berechnungsregeln
Folgende Grundflächenarten nach DIN 277 sind keine Mietfläche (MF/G-0):
• Technische Funktionsflächen
• nicht nutzbare Verkehrsflächen
• Zwingende Konstruktions-Grundflächen
NF
TFVF
KGF
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Seite 94
Flächenermittlung im Hochbau
Gewerbemietflächen nach gif e. V.
MF/G Berechnungsregeln
Die Grundfläche die nach DIN 277 zur Bruttogrundfläche gehört und nicht der MF/G-0
zugeordnet wird, ist die Mietfläche und heißt MF/G
NF VF
KGF
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Seite 95
Flächenermittlung im Hochbau
Gewerbemietflächen nach gif e. V.
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Seite 96
Flächenermittlung im Hochbau
Gewerbemietflächen nach gif e. V.
© Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft
Seite 97
Flächenermittlung im Hochbau
Wohnflächenverordnung (WoFlV)
WoFIV Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche
Allgemeines zur WoFIV
Wird nach dem Wohnraumförderungsgesetz die Wohnfläche berechnet, sind die Vorschriften
der WoFIV anzuwenden.
Berechnungsgrundlagen WoFIV Zur Wohnfläche gehörende Grundflächen
(1) Die Wohnfläche einer Wohnung umfasst die Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu
dieser Wohnung gehören.
(2) Zur Wohnfläche gehören auch die Grundflächen von
1. Wintergärten, Schwimmbädern und ähnlichen nach allen Seiten geschlossenen Räumen
sowie
2. Balkonen, Loggien, Dachgärten und Terrassen, wenn sie ausschließlich zu der Wohnung
gehören.
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Seite 98
Flächenermittlung im Hochbau
Wohnflächenverordnung (WoFlV)
WoFIV Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche
Anrechnung der Grundflächen
Die Grundflächen
1. von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens 2 Metern sind vollständig,
2. von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens 1 Meter und weniger als
2 Metern sind zur Hälfte,
3. von unbeheizbaren Wintergärten, Schwimmbädern und ähnlichen nach allen Seiten
geschlossenen Räumen sind zur Hälfte,
4. von Balkonen, Loggien, Dachgärten und Terrassen sind in der Regel zu einem Viertel,
höchstens jedoch zur Hälfte anzurechnen.
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Seite 99
Flächenermittlung im Hochbau
Wohnungsmietflächen nach gif e. V.
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Seite 100
Flächenermittlung im Hochbau
Wohnungsmietflächen
nach gif e. V.
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Seite 101
Flächenermittlung im Hochbau
Wohnungsmietflächen
nach gif e. V.
Nach gif werden im
Unterschied zur
WoFlV keine
Gewichtungen
definiert
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Seite 102
Flächenermittlung im Hochbau
Wohnungsmietflächen nach gif e. V.
© Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft
Seite 103
Wohnungsmietflächen
nach gif e. V.
Gewichtung nach WoFlV
frei festlegbar
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Seite 104
Flächenermittlung im Hochbau
Beispiele zur Wirtschaftlichkeit von unterschiedlichen Grundrisslösungen
© Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft
Seite 105
Flächenermittlung im Hochbau
Beispiele zur Wirtschaftlichkeit von unterschiedlichen Grundrisslösungen
Kennzahlen im Geschosswohnungsbau
a) Verhältnis von KGF zur BGF
gut mittel schlecht
0,12 0,17 0,22
b) Verhältnis von NGF zur BGF
gut mittel schlecht
0,88 0,83 0,78
c) Verhältnis von VF zur BGF
gut mittel schlecht
0,07 0,11 0,15
d) Verhältnis von TF zur BGF
gut mittel schlecht
0,01 0,025 0,04
(aus: Beurteilung und Bewertung alternativer Planungsentscheidungen im
Immobilienbereich mit Hilfe eines Kennzahlensystems, Gärtner, Berlin 1996)
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Seite 106
Flächenermittlung im Hochbau
Beispiele zur Wirtschaftlichkeit von unterschiedlichen Grundrisslösungen
Einheit Gebäude 1 Gebäude2 Gebäude 3
BRI m³ 5.000 5.000 5.000
Baukosten BRI €/m³ 210,00 210,00 210,00
BRI/NF 3,8 4,8 5,8
NF m²
Baukosten NF €/m²
Anwendung in der Praxis:
Der Einfluss des Raumflächenfaktors
Die untere Tabelle zeigt einen Vergleich
dreier Gebäude mit unterschiedlichem Raumflächenfaktor.
Errechnen Sie die jeweilige Hauptnutzfläche und die Baukosten.
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Seite 107
Flächenermittlung im Hochbau
Beispiele zur Wirtschaftlichkeit von unterschiedlichen Grundrisslösungen
Einheit Gebäude 1 Gebäude2 Gebäude 3
BRI m³ 5.000 5.000 5.000
Baukosten BRI €/m³ 210,00 210,00 210,00
BRI/NF 3,8 4,8 5,8
NF m²
Baukosten NF €/m²
Anwendung in der Praxis:
Der Einfluss des Raumflächenfaktors
Die untere Tabelle zeigt einen Vergleich
dreier Gebäude mit unterschiedlichem Raumflächenfaktor.
Errechnen Sie die jeweilige Hauptnutzfläche und die Baukosten.
5.000 m³
NF=
3,8
© Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft
Seite 108
Flächenermittlung im Hochbau
Beispiele zur Wirtschaftlichkeit von unterschiedlichen Grundrisslösungen
Einheit Gebäude 1 Gebäude2 Gebäude 3
BRI m³ 5.000,00 5.000,00 5.000,00
Baukosten BRI €/m³ 210,00 210,00 210,00
BRI/NF 3,8 4,8 5,8
NF m² 1.315,79 1.041,67 862,07
Baukosten NF €/m² 798,00 1.008,00 1.218,00
Anwendung in der Praxis:
Der Einfluss des Raumflächenfaktors
Die untere Tabelle zeigt einen Vergleich
dreier Gebäude mit unterschiedlichem Raumflächenfaktor.
Errechnen Sie die jeweilige Hauptnutzfläche und die Baukosten.
© Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft
Seite 109
Flächenermittlung im Hochbau
Vergleich von Büroimmobilien
Hinsichtlich der NF / BGF
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Seite 110
Flächenermittlung im Hochbau
Beispiele zur Wirtschaftlichkeit von unterschiedlichen Grundrisslösungen
Anwendung in der Praxis:
Vergleich von Nutz- und Verlustflächen
bei Verwaltungsgebäuden
Errechnen Sie die Jahresmiete der Objekte 25 und 45
bei einer BGF von 10.000 m² und einer Miete von 20,- €/m² NF. Wie
ist die Bilanz nach 10 Jahren?
Objekt 25 Objekt 45
Nutzfläche 53,2 % 74,51 %
Miete
Jahresmiete
Nach 10 Jahren
Vergleich Differenz
© Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft
Seite 111
Flächenermittlung im Hochbau
Beispiele zur Wirtschaftlichkeit von unterschiedlichen Grundrisslösungen
Anwendung in der Praxis:
Vergleich von Nutz- und Verlustflächen
bei Verwaltungsgebäuden
Errechnen Sie die Jahresmiete der Objekte 25 und 45
bei einer BGF von 10.000 m² und einer Miete von 20,- €/m² NF. Wie
ist die Bilanz nach 10 Jahren?
Objekt 25 Objekt 45
Nutzfläche 5.320 7.451
Miete 106.400 149.020
Jahresmiete 1.276.800 1.788.240
Nach 10 Jahren 12.768.000 17.882.400
Vergleich Differenz 5.114.400
Seite 112
Bauökonomie
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Modul Bauökonomie und Baurecht

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Flächenermittlung für Architekten

  • 1. Bauökonomie Maß der baulichen Nutzung und Flächenermittlung im Hochbau Debora Portner M. Sc. Modul Bauökonomie und Baurecht Seite 1
  • 2. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft I. Maß der baulichen Nutzung II. Flächenermittlung im Hochbau III. Seminar zur Vorlesung Seite 12
  • 3. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft • Basisliteratur zu Flächen im Hochbau BauNVO – Flächen gemäß der Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke DIN 277 – Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau MF/G – Richtlinie zur Berechnung von gewerblichen Mietflächen des gif e.V. MF/W – Richtlinie zur Berechnung von Wohnungsmietflächen des gif e.V. WoFIV – Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche Seite 13
  • 4. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 14 Maß der baulichen Nutzung
  • 5. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Maß der baulichen Nutzung: • Grundflächenzahl (GRZ) • Geschossflächenzahl (GFZ) • Baumassenzahl (BMZ) • Anzahl der Vollgeschosse Seite 15 Maß der baulichen Nutzung
  • 6. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Maß der baulichen Nutzung: • Grundflächenzahl (GRZ) • Geschossflächenzahl (GFZ) • Baumassenzahl (BMZ) • Anzahl der Vollgeschosse Seite 16 Maß der baulichen Nutzung http://www.stadtplanungsamt- frankfurt.de/show.php?ID=13344&psid=d Download unter: http://www.stadtplanungsamt- frankfurt.de/show.php?ID=133 44&psid=d
  • 7. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Projektentwicklungsrechnung, Aufgabe aus der Praxis: Wismar Innenstadt: Bauland für Wohn- und Geschäftshaushaus zu verkaufen: >> Fläche ca. 500 m² – Kaufpreis 200.000 EUR << Ein tolles Angebot für den Investor? Wieviel Projektentwicklungsgewinn könnte erzielt werden? Seite 17 Maß der baulichen Nutzung Daraus resultiert eine typische Frage an den Architekten: Wieviel vermietbare Fläche darf ich auf dem Grundstück bauen?
  • 8. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 18 Maß der baulichen Nutzung Wieviel qm darf ich bauen? Was kostet das Haus? Wieviel Mietfläche kann ich vermieten/ verkaufen? 500 m² Bauland 200.000 EUR 10 EUR/m² WoFl Nettokaltmiete (NKM) Aufgabe aus der Praxis: Projektentwicklungsrechnung
  • 9. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Wieviel qm darf ich bauen? Was kostet das Haus? Wieviel Mietfläche kann ich vermieten/ verkaufen? Aufgabe aus der Praxis: Projektentwicklungsrechnung Seite 19 Maß der baulichen Nutzung 10 EUR/m² WoFl NKM entspricht etwa 2.400 EUR/m² WoFl 12 x 10 EUR/m² = 120 EUR JNKM/m² 120 EUR x 20 = 2.400 EUR/m² 500 m² Bauland 200.000 EUR
  • 10. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Wieviel qm darf ich bauen? Was kostet das Haus? Wieviel Mietfläche kann ich vermieten/ verkaufen? Aufgabe aus der Praxis: Projektentwicklungsrechnung Seite 20 Maß der baulichen Nutzung Vervielfältiger aus „Maklerformel“: 1_ Rendite = Vervielfältiger 1_ 5% = 20 10 EUR/m² NKM entspricht etwa 2.400 EUR/m² WoFl 12 x 10 EUR/m² = 120 EUR JNKM/m² 120 EUR x 20 = 2.400 EUR/m² 500 m² Bauland 200.000 EUR
  • 11. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Aufgabe aus der Praxis: Projektentwicklungsrechnung Seite 21 Maß der baulichen Nutzung 2.400 EUR/m² WoFl Guter Faktor: 85 % WoFl/BGF 2.400 EUR x 0,85 = 2.040 EUR/m² BGF Wieviel qm darf ich bauen? Was kostet das Haus? Wieviel Mietfläche kann ich vermieten/ verkaufen? 500 m² Bauland 200.000 EUR
  • 12. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Aufgabe aus der Praxis: Projektentwicklungsrechnung Seite 22 Maß der baulichen Nutzung 2.400 EUR/m² WoFl 2.040 EUR/m² BGF Wieviel qm darf ich bauen? Was kostet das Haus? Wieviel Mietfläche kann ich vermieten/ verkaufen? 500 m² Bauland 200.000 EUR KG200: 0 EUR KG300+400: 1.166 EUR/m² BGF KG500: 0 EUR KG600: 0 EUR KG700: 20 % auf KG300 u. 400 =1.400 EUR/m² BGF
  • 13. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Aufgabe aus der Praxis: Projektentwicklungsrechnung Seite 23 Maß der baulichen Nutzung 2.400 EUR/m² WoFl 2.040 EUR/m² BGF Wieviel qm darf ich bauen? Was kostet das Haus? Wieviel Mietfläche kann ich vermieten/ verkaufen? 500 m² Bauland 200.000 EUR GFZ 2,0 = Geschossfläche nach BauNVO = 1.000 m² GF = 1.000 m² BGF? 1.400 EUR/m² BGF
  • 14. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Aufgabe aus der Praxis: Projektentwicklungsrechnung Seite 24 Maß der baulichen Nutzung 2.400 EUR/m² WoFl 2.040 EUR/m² BGF Wieviel qm darf ich bauen? Was kostet das Haus? Wieviel Mietfläche kann ich vermieten/ verkaufen? 500 m² Bauland 200.000 EUR 1.400 EUR/m² BGF 850 m² WoFl = 1.978.800 EUR (Verkaufserlös abzgl. 3 % Vertriebskosten) 1.000 m² BGF = -1.400.000 EUR (Baukosten) 500 m² Bauland = - 220.000 EUR (inkl. 10 % Erwerbsnebenosten) 5 % Zwischenfinanzierung = - 40.000 EUR (0,05 x 1.600.000 EUR) Überschlägiges Ertragsergebnis = ca. + 320.000 EUR (19 % der Investitionssumme) Var. 1
  • 15. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Aufgabe aus der Praxis: Projektentwicklungsrechnung Seite 25 Maß der baulichen Nutzung 2.400 EUR/m² WoFl 2.040 EUR/m² BGF Wieviel qm darf ich bauen? Was kostet das Haus? Wieviel Mietfläche kann ich vermieten/ verkaufen? 500 m² Bauland 200.000 EUR 1.400 EUR/m² BGF 1.000 m² WoFl = 2.328.000 EUR (Verkaufserlös abzgl. 3 % Vertriebskosten) 1.150 m² BGF = -1.610.000 EUR (Baukosten) 500 m² Bauland = - 220.000 EUR (inkl. 10 % Erwerbsnebenosten) 5 % Zwischenfinanzierung = - 45.000 EUR (0,05 x 1.800.000 EUR ) Überschlägiges Ertragsergebnis = ca. + 450.000 EUR (25 % der Investitionssumme) Var. 2
  • 16. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Wo liegen die Optimierungspotenziale? Seite 26 Maß der baulichen Nutzung
  • 17. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Wo liegen die Optimierungspotenziale? Seite 27 Maß der baulichen Nutzung • Ausreizen der baurechtlichen Begrenzung • Erweitern des Baukörpers mit nicht bauplanungsrechtlich relevanten Flächen • Schaffen von Mietflächen außerhalb der baurechtlich definierten Vollgeschosse • Minimierung von „Verlustflächen“ durch optimalen Grundriss
  • 18. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Wo liegen die Optimierungspotenziale? Seite 28 Maß der baulichen Nutzung • Ausreizen der baurechtlichen Begrenzung • Erweitern des Baukörpers mit nicht bauplanungsrechtlich relevanten Flächen • Schaffen von Mietflächen außerhalb der baurechtlich definierten Vollgeschosse • Minimierung von „Verlustflächen“ durch optimalen Grundriss Kenntnisse über Flächen(definitionen) im öffentlichen Baurecht notwendig
  • 19. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Öffentliches Baurecht Seite 29 Maß der baulichen Nutzung Öffentliches Baurecht
  • 20. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Öffentliches Baurecht Seite 30 Maß der baulichen Nutzung Öffentliches Baurecht Bauplanungsrecht Bauordnungsrecht
  • 21. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Öffentliches Baurecht Seite 31 Maß der baulichen Nutzung Öffentliches Baurecht Bauplanungsrecht Bauordnungsrecht WAS darf WO gebaut werden? WIE darf gebaut werden?
  • 22. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Öffentliches Baurecht Seite 32 Maß der baulichen Nutzung Öffentliches Baurecht Bauplanungsrecht Bauordnungsrecht BauGB BauNVO Bundesebene Bauordnungen z.B. BauO Berlin Landesebene WAS darf WO gebaut werden? WIE darf gebaut werden?
  • 23. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Flächen nach BauNVO und Landesrecht (BauO Berlin) Seite 33 Maß der baulichen Nutzung
  • 24. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Flächen nach BauNVO und Landesrecht (BauO Berlin) Seite 34 Maß der baulichen Nutzung Achtung bei B-Plänen: Es gilt immer die passende BauNVO zum Zeitpunkt der Aufstellung!
  • 25. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Flächen nach BauNVO und Landesrecht (BauO Berlin) Seite 35 Maß der baulichen Nutzung Achtung bei B-Plänen: Es gilt immer die passende BauNVO zum Zeitpunkt der Aufstellung!
  • 26. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Flächen nach BauNVO und Landesrecht (BauO Berlin) Seite 36 Maß der baulichen Nutzung Achtung bei B-Plänen: Es gilt immer die passende BauNVO zum Zeitpunkt der Aufstellung!
  • 27. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 37 Maß der baulichen Nutzung GRZ und GFZ: Stadt Frankfurt am Main: Arbeitshilfe Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl, 2014
  • 28. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 38 Maß der baulichen Nutzung § 19 BauNVO – Grundflächenzahl, zulässige Grundfläche (1) Die Grundflächenzahl gibt an, wieviel Quadratmeter Grundfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche im Sinne des Absatzes 3 zulässig sind. (2) Zulässige Grundfläche ist der nach Absatz 1 errechnete Anteil des Baugrundstücks, der von baulichen Anlagen überdeckt werden darf. Bundesrecht
  • 29. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 39 Maß der baulichen Nutzung § 19 BauNVO – Grundflächenzahl, zulässige Grundfläche (1) Die Grundflächenzahl gibt an, wieviel Quadratmeter Grundfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche im Sinne des Absatzes 3 zulässig sind. (2) Zulässige Grundfläche ist der nach Absatz 1 errechnete Anteil des Baugrundstücks, der von baulichen Anlagen überdeckt werden darf. Bundesrecht ?
  • 30. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 40 Maß der baulichen Nutzung § 2 BauO Berlin – Begriffe (1) Anlagen sind bauliche Anlagen und sonstige Anlagen und Einrichtungen im Sinne des §1 Abs. 1 Satz 2. Bauliche Anlagen sind mit dem Erdboden verbundene, aus Bauprodukten hergestellte Anlagen; eine Verbindung mit dem Boden besteht auch dann, wenn die Anlage durch eigene Schwere auf dem Boden ruht oder auf ortsfesten Bahnen begrenzt beweglich ist oder wenn die Anlage nach ihrem Verwendungszweck dazu bestimmt ist, überwiegend ortsfest benutzt zu werden. Landesrecht
  • 31. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 41 Maß der baulichen Nutzung GRZ (BauNVO 1990): Berechnung der GRZ I (Hauptanlagen) zu berücksichtigen: Gebäudegrundfläche 500 m² Terrassen/Balkone 50 m² Gesamtfläche: 550 m² Grundflächenzahl: 0,55 Zulässige Grundfläche Stadt Frankfurt am Main: Arbeitshilfe Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl, 2014
  • 32. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 42 Maß der baulichen Nutzung § 19 BauNVO – Grundflächenzahl, zulässige Grundfläche (4) Bei der Ermittlung der Grundfläche sind die Grundflächen von 1. Garagen und Stellplätzen mit ihren Zufahrten, 2. Nebenanlagen im Sinne des § 14, 3. baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche, durch die das Baugrundstück lediglich unterbaut wird, mitzurechnen. Die zulässige Grundfläche darf durch die Grundflächen der in Satz 1 bezeichneten Anlagen bis zu 50 vom Hundert überschritten werden, höchstens jedoch bis zu einer Grundflächenzahl von 0,8; weitere Überschreitungen in geringfügigem Ausmaß können zugelassen werden. Im Bebauungsplan können von Satz 2 abweichende Bestimmungen getroffen werden. […]
  • 33. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 43 Maß der baulichen Nutzung GRZ (BauNVO 1990): Berechnung der GRZ I (Hauptanlagen) zu berücksichtigen: Gebäudegrundfläche 500 m² Terrassen und Balkone 50 m² Gesamtfläche: 550 m² Grundflächenzahl: 0,55 Berechnung der GRZ II (GRZ I einschl. zulässige Überschreitung i.S.d. § 19 BauNVO sowie Unterbauungen): zu berücksichtigen: Gebäudegrundfläche 500 m² Terrassen und Balkone 50 m² Zuwegungen und -fahrten 50 m² Überdachte Stellplätze 50 m² Tiefgarage 150 m² Terrassen und Balkone* -50 m² Gesamtfläche: 750 m² Grundflächenzahl: 0,75 * Überlagerung mit Tiefgarage Zulässige Grundfläche Stadt Frankfurt am Main: Arbeitshilfe Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl, 2014
  • 34. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Bundesrecht Seite 44 Maß der baulichen Nutzung § 20 BauNVO – Vollgeschosse, Geschossflächenzahl, Geschossfläche (1) Als Vollgeschosse gelten Geschosse, die nach landesrechtlichen Vorschriften Vollgeschosse sind oder auf ihre Zahl angerechnet werden. (2) Die Geschoßflächenzahl gibt an, wieviel Quadratmeter Geschoßfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche im Sinne des § 19 Abs. 3 zulässig sind. (3) Die Geschoßfläche ist nach den Außenmaßen der Gebäude in allen Vollgeschossen zu ermitteln. Im Bebauungsplan kann festgesetzt werden, daß die Flächen von Aufenthaltsräumen in anderen Geschossen einschließlich der zu ihnen gehörenden Treppenräume und einschließlich ihrer Umfassungswände ganz oder teilweise mitzurechnen oder ausnahmsweise nicht mitzurechnen sind. (4) Bei der Ermittlung der Geschoßfläche bleiben Nebenanlagen im Sinne des § 14, Balkone, Loggien, Terrassen sowie bauliche Anlagen, soweit sie nach Landesrecht in den Abstandsflächen (seitlicher Grenzabstand und sonstige Abstandsflächen) zulässig sind oder zugelassen werden können, unberücksichtigt.
  • 35. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Landesrecht Seite 45 Maß der baulichen Nutzung Gem.§ 2 BauO Berlin – Begriffe Ein Geschoss ist ein Vollgeschoss, wenn es • mehr als 1,40 m über Geländeoberkante (im Mittel) hinausragt und • mindestens über zwei Drittel der Grundfläche eine lichte Höhe 2,30 m hat Im Dachraum bzw. obersten Geschoss ist ein Geschoss ein Vollgeschoss, wenn es • eine lichte Höhe von 2,30 m über zwei Drittel der Grundfläche des darunter liegenden Geschosses hat.
  • 36. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 46 Maß der baulichen Nutzung GFZ (BauNVO 1990): Berechnung der GFZ zu berücksichtigen: Gebäudefläche DG 0 m² Gebäudefläche 2. OG 500 m² Gebäudefläche 1. OG 500 m² Gebäudefläche EG 500 m² Gebäudefläche KG 0 m² Gesamtfläche: 1.500 m² Geschossflächenzahl: 1,5 unberücksichtigt bleiben: Terrassen und Balkone Vordächer und Dachüberstände Zuwegungen und -fahrten Überdachte Stellplätze Tiefgarage Nicht Vollgeschosse Zulässige Geschossfläche Stadt Frankfurt am Main: Arbeitshilfe Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl, 2014
  • 37. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Flächen nach BauNVO und Landesrecht (BauO Berlin) Seite 47 Maß der baulichen Nutzung Abb: Prof. Kalusche
  • 38. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 48 Maß der baulichen Nutzung Stadt Frankfurt am Main: Arbeitshilfe Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl, 2014
  • 39. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 49 Maß der baulichen Nutzung Stadt Frankfurt am Main: Arbeitshilfe Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl, 2014
  • 40. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Flächen nach BauNVO und Landesrecht (BauO Berlin) Seite 50 Maß der baulichen Nutzung Untergeordnete Vorbauten Quelle: http://zimmerei.fachwerkzentrum-vollack.de/aktivitaeten/vorbauten.html
  • 41. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Flächen nach BauNVO und Landesrecht (BauO Berlin) Seite 51 Maß der baulichen Nutzung Untergeordnete Vorbauten BauO Berlin (2005) § 6: Abstandflächen, Abstände […] (6) Bei der Bemessung der Abstandsflächen bleiben außer Betracht 1. vor die Außenwand vortretende Bauteile wie Gesimse und Dachüberstände, 2. Vorbauten, wenn sie a) insgesamt nicht mehr als ein Drittel der Breite der jeweiligen Außenwand in Anspruch nehmen und b) nicht mehr als 1,50 m vor diese Außenwand vortreten, 3. Außenwandbekleidungen zum Zwecke der Energieeinsparung bei bestehenden Gebäuden. Von der gegenüberliegenden Nachbargrenze müssen vortretende Bauteile mindestens 2 m und Vorbauten mindestens 3 m entfernt sein. Landesrecht
  • 42. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Flächen nach BauNVO und Landesrecht (BauO Berlin) Seite 52 Maß der baulichen Nutzung Untergeordnete Vorbauten sind: Erker, Gauben, Wintergärten … „Aus der Begründung zur BauO Bln 2005 zu § 6 Abs. 6 Nr. 2 geht hervor, dass zu den bei Einhaltung bestimmter Abmessungen - bisher bereits abstandsflächenrechtlich privilegierten Vorbauten, wie Balkonen, Erkern und Wintergärten, nun Treppen, Treppenräume und Aufzüge hinzugekommen sind. In die Geschossflächenberechnung gehen die Flächen baulicher Anlagen und Gebäudeteile, soweit sie nach Landesrecht in den Abstandsflächen zulässig sind, nach den jeweils anzuwenden Fassungen des § 20 Abs. 3 BauNVO 1962, 1968 und 1977 bzw. § 20 Abs. 4 BauNVO 1990 nicht ein. Gleiches gilt für die Grundflächenberechnung nach den jeweils anzuwendenden Fassungen des § 19 der BauNVO vor 1990.“ http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/bauaufsicht/de/ehb/senstadt/divers/baunvo.shtml Immer im Landesrecht prüfen: ✓ Definition Vollgeschoss ! ✓ Bauliche Anlagen in Abstandsflächen !
  • 43. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft I. Maß der baulichen Nutzung II. Flächenermittlung im Hochbau III. Seminar zur Vorlesung Seite 53
  • 44. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft • Gebäudeflächen nach DIN 277 • Mietflächen Seite 54 Flächenermittlung im Hochbau
  • 45. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 55 Flächenermittlung im Hochbau Definition der Flächen DIN 277 Definition der Kostengruppen DIN 276 DIN 277 Teil 1 Begriffe und Berechnungsarten DIN 277 Teil 2 Gliederung der Nutzflächen, Funktionsflächen und Verkehrsflächen, Erläuterung der Begriffe DIN 277 Teil 3 Mengen und Bezugseinheiten (legt Bezugseinheiten zur DIN 276 fest)
  • 46. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft DIN 277 im Detail Seite 56 Flächenermittlung im Hochbau Bruttogrundfläche BGF Konstruktions-Grundfläche (KGF) Netto-Raumfläche (NRF) Nutzungsfläche (NUF) Technikfläche (TF) Verkehrsfläche (VF) messen messenmessenmessen BGF-NGF NF + TF + VF
  • 47. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 57 Flächenermittlung im Hochbau DIN 277 Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau (bis 12.2015) Grundflächen und Rauminhalte sind nach ihrer Zugehörigkeit zu folgenden Bereichen getrennt zu ermitteln: Bereich a überdeckt und allseitig in voller Höhe umschlossen (z.B. Innenräume) Bereich b überdeckt, jedoch nicht allseitig in voller Höhe umschlossen (z.B. Balkone übereinander, Durchfahrten) Bereich c nicht überdeckt (z.B. oberster Balkon, Dachterrassen) Sie sind ferner getrennt nach Grundrissebenen (z.B. Geschosse) und getrennt nach unterschiedlichen Höhen zu ermitteln.
  • 48. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft DIN 277 Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau (seit 01.2016) Grundflächen und Rauminhalte sind nach ihrer Zugehörigkeit zu folgenden Bereichen getrennt zu ermitteln: Regelfall der Raumumschließung (R) bei allen Begrenzungsflächen des Raums (Boden, Decke, Wand) vollständig umschlossen Sonderfall der Raumumschließung (S) mit dem Bauwerk konstruktiv (durch Baukonstruktionen) verbunden, jedoch nicht bei allen Begrenzungsflächen des Raums (Boden, Decke, Wand) vollständig umschlossen Sie sind ferner getrennt nach Grundrissebenen (z.B. Geschosse) und getrennt nach unterschiedlichen Höhen zu ermitteln. a Seite 58 Flächenermittlung im Hochbau
  • 49. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 59 Flächenermittlung im Hochbau BGF
  • 50. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 60 Flächenermittlung im Hochbau BGF
  • 51. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 61 Flächenermittlung im Hochbau BGF
  • 52. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 62 Flächenermittlung im Hochbau BGF
  • 53. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 63 Flächenermittlung im Hochbau BGF
  • 54. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 64 Flächenermittlung im Hochbau Installationsschacht kleiner 1 m² NGF
  • 55. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 65 Flächenermittlung im Hochbau NGF
  • 56. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 66 Flächenermittlung im Hochbau KGF
  • 57. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 67 Flächenermittlung im Hochbau KGF
  • 58. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 68 Flächenermittlung im Hochbau NF
  • 59. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 69 Flächenermittlung im Hochbau TF Technische Funktionsfläche
  • 60. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 70 Flächenermittlung im Hochbau VF
  • 61. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 71 Flächenermittlung im Hochbau Brutto- rauminhalt BRI BGF x Höhe = BRI
  • 62. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 72 Flächenermittlung im Hochbau Brutto- rauminhalt BRI BGF x Höhe = BRI
  • 63. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 73 Flächenermittlung im Hochbau Fallbeispiel Einfamilienhaus
  • 64. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 74 Flächenermittlung im Hochbau Fallbeispiel Einfamilienhaus 21,00 25,00
  • 65. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 75 Flächenermittlung im Hochbau Fallbeispiel Einfamilienhaus EG
  • 66. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 76 Flächenermittlung im Hochbau Fallbeispiel Einfamilienhaus DG
  • 67. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 77 Flächenermittlung im Hochbau Fallbeispiel Einfamilienhaus 21,00 25,00
  • 68. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 78 Flächenermittlung im Hochbau Fallbeispiel Einfamilienhaus 21,00 25,00 § 19 BauNVO – Grundflächenzahl, zulässige Grundfläche (4) Bei der Ermittlung der Grundfläche sind die Grundflächen von 1. Garagen und Stellplätzen mit ihren Zufahrten, 2. Nebenanlagen im Sinne des § 14, 3. baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche, durch die das Baugrundstück lediglich unterbaut wird, mitzurechnen. Die zulässige Grundfläche darf durch die Grundflächen der in Satz 1 bezeichneten Anlagen bis zu 50 vom Hundert überschritten werden, höchstens jedoch bis zu einer Grundflächenzahl von 0,8; weitere Überschreitungen in geringfügigem Ausmaß können zugelassen werden. Im Bebauungsplan können von Satz 2 abweichende Bestimmungen getroffen werden. […]
  • 69. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 79 Flächenermittlung im Hochbau Fallbeispiel Einfamilienhaus 21,00 25,00
  • 70. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 80 Flächenermittlung im Hochbau Fallbeispiel Einfamilienhaus EG DG
  • 71. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 81 Flächenermittlung im Hochbau Fallbeispiel Einfamilienhaus EG DG
  • 72. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 82 Flächenermittlung im Hochbau Fallbeispiel Einfamilienhaus EG DG
  • 73. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 83 Flächenermittlung im Hochbau Fallbeispiel Einfamilienhaus EG DG
  • 74. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 84 Flächenermittlung im Hochbau Fallbeispiel Einfamilienhaus EG DG
  • 75. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 85 Flächenermittlung im Hochbau Fallbeispiel Einfamilienhaus EG DG
  • 76. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 86 Flächenermittlung im Hochbau Fallbeispiel Einfamilienhaus EG DG + + =
  • 77. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 87 Flächenermittlung im Hochbau Fallbeispiel Einfamilienhaus EG DG + + =
  • 78. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 88 Flächenermittlung im Hochbau Mietflächen
  • 79. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 89 Flächenermittlung im Hochbau Mietflächen Internationale Standardisierung ist in Erarbeitungaufgehoben 1983 Quelle: Prof. Kalusche
  • 80. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 90 Flächenermittlung im Hochbau Mietflächen Quelle: Prof. Kalusche
  • 81. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 91 Flächenermittlung im Hochbau Mietflächen Gewerbemietfläche MF/G (2012) Richtlinie zur Berechnung von Mietflächen für gewerblichen Raum des gif e.V. (Gesellschaft für Immobilienforschung) WoFIV Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche MF/W (2012) Richtlinie zur Berechnung von Mietflächen für Wohnraum des gif e.V. (Gesellschaft für Immobilienforschung) Wohnungsmietfläche
  • 82. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 92 Flächenermittlung im Hochbau Gewerbemietflächen nach gif e. V.
  • 83. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 93 Flächenermittlung im Hochbau Gewerbemietflächen nach gif e. V. MF/G Berechnungsregeln Folgende Grundflächenarten nach DIN 277 sind keine Mietfläche (MF/G-0): • Technische Funktionsflächen • nicht nutzbare Verkehrsflächen • Zwingende Konstruktions-Grundflächen NF TFVF KGF
  • 84. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 94 Flächenermittlung im Hochbau Gewerbemietflächen nach gif e. V. MF/G Berechnungsregeln Die Grundfläche die nach DIN 277 zur Bruttogrundfläche gehört und nicht der MF/G-0 zugeordnet wird, ist die Mietfläche und heißt MF/G NF VF KGF
  • 85. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 95 Flächenermittlung im Hochbau Gewerbemietflächen nach gif e. V.
  • 86. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 96 Flächenermittlung im Hochbau Gewerbemietflächen nach gif e. V.
  • 87. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 97 Flächenermittlung im Hochbau Wohnflächenverordnung (WoFlV) WoFIV Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche Allgemeines zur WoFIV Wird nach dem Wohnraumförderungsgesetz die Wohnfläche berechnet, sind die Vorschriften der WoFIV anzuwenden. Berechnungsgrundlagen WoFIV Zur Wohnfläche gehörende Grundflächen (1) Die Wohnfläche einer Wohnung umfasst die Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu dieser Wohnung gehören. (2) Zur Wohnfläche gehören auch die Grundflächen von 1. Wintergärten, Schwimmbädern und ähnlichen nach allen Seiten geschlossenen Räumen sowie 2. Balkonen, Loggien, Dachgärten und Terrassen, wenn sie ausschließlich zu der Wohnung gehören.
  • 88. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 98 Flächenermittlung im Hochbau Wohnflächenverordnung (WoFlV) WoFIV Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche Anrechnung der Grundflächen Die Grundflächen 1. von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens 2 Metern sind vollständig, 2. von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens 1 Meter und weniger als 2 Metern sind zur Hälfte, 3. von unbeheizbaren Wintergärten, Schwimmbädern und ähnlichen nach allen Seiten geschlossenen Räumen sind zur Hälfte, 4. von Balkonen, Loggien, Dachgärten und Terrassen sind in der Regel zu einem Viertel, höchstens jedoch zur Hälfte anzurechnen.
  • 89. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 99 Flächenermittlung im Hochbau Wohnungsmietflächen nach gif e. V.
  • 90. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 100 Flächenermittlung im Hochbau Wohnungsmietflächen nach gif e. V.
  • 91. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 101 Flächenermittlung im Hochbau Wohnungsmietflächen nach gif e. V. Nach gif werden im Unterschied zur WoFlV keine Gewichtungen definiert
  • 92. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 102 Flächenermittlung im Hochbau Wohnungsmietflächen nach gif e. V.
  • 93. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 103 Wohnungsmietflächen nach gif e. V. Gewichtung nach WoFlV frei festlegbar
  • 94. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 104 Flächenermittlung im Hochbau Beispiele zur Wirtschaftlichkeit von unterschiedlichen Grundrisslösungen
  • 95. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 105 Flächenermittlung im Hochbau Beispiele zur Wirtschaftlichkeit von unterschiedlichen Grundrisslösungen Kennzahlen im Geschosswohnungsbau a) Verhältnis von KGF zur BGF gut mittel schlecht 0,12 0,17 0,22 b) Verhältnis von NGF zur BGF gut mittel schlecht 0,88 0,83 0,78 c) Verhältnis von VF zur BGF gut mittel schlecht 0,07 0,11 0,15 d) Verhältnis von TF zur BGF gut mittel schlecht 0,01 0,025 0,04 (aus: Beurteilung und Bewertung alternativer Planungsentscheidungen im Immobilienbereich mit Hilfe eines Kennzahlensystems, Gärtner, Berlin 1996)
  • 96. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 106 Flächenermittlung im Hochbau Beispiele zur Wirtschaftlichkeit von unterschiedlichen Grundrisslösungen Einheit Gebäude 1 Gebäude2 Gebäude 3 BRI m³ 5.000 5.000 5.000 Baukosten BRI €/m³ 210,00 210,00 210,00 BRI/NF 3,8 4,8 5,8 NF m² Baukosten NF €/m² Anwendung in der Praxis: Der Einfluss des Raumflächenfaktors Die untere Tabelle zeigt einen Vergleich dreier Gebäude mit unterschiedlichem Raumflächenfaktor. Errechnen Sie die jeweilige Hauptnutzfläche und die Baukosten.
  • 97. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 107 Flächenermittlung im Hochbau Beispiele zur Wirtschaftlichkeit von unterschiedlichen Grundrisslösungen Einheit Gebäude 1 Gebäude2 Gebäude 3 BRI m³ 5.000 5.000 5.000 Baukosten BRI €/m³ 210,00 210,00 210,00 BRI/NF 3,8 4,8 5,8 NF m² Baukosten NF €/m² Anwendung in der Praxis: Der Einfluss des Raumflächenfaktors Die untere Tabelle zeigt einen Vergleich dreier Gebäude mit unterschiedlichem Raumflächenfaktor. Errechnen Sie die jeweilige Hauptnutzfläche und die Baukosten. 5.000 m³ NF= 3,8
  • 98. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 108 Flächenermittlung im Hochbau Beispiele zur Wirtschaftlichkeit von unterschiedlichen Grundrisslösungen Einheit Gebäude 1 Gebäude2 Gebäude 3 BRI m³ 5.000,00 5.000,00 5.000,00 Baukosten BRI €/m³ 210,00 210,00 210,00 BRI/NF 3,8 4,8 5,8 NF m² 1.315,79 1.041,67 862,07 Baukosten NF €/m² 798,00 1.008,00 1.218,00 Anwendung in der Praxis: Der Einfluss des Raumflächenfaktors Die untere Tabelle zeigt einen Vergleich dreier Gebäude mit unterschiedlichem Raumflächenfaktor. Errechnen Sie die jeweilige Hauptnutzfläche und die Baukosten.
  • 99. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 109 Flächenermittlung im Hochbau Vergleich von Büroimmobilien Hinsichtlich der NF / BGF
  • 100. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 110 Flächenermittlung im Hochbau Beispiele zur Wirtschaftlichkeit von unterschiedlichen Grundrisslösungen Anwendung in der Praxis: Vergleich von Nutz- und Verlustflächen bei Verwaltungsgebäuden Errechnen Sie die Jahresmiete der Objekte 25 und 45 bei einer BGF von 10.000 m² und einer Miete von 20,- €/m² NF. Wie ist die Bilanz nach 10 Jahren? Objekt 25 Objekt 45 Nutzfläche 53,2 % 74,51 % Miete Jahresmiete Nach 10 Jahren Vergleich Differenz
  • 101. © Debora Portner M. Sc. / SoSe 2017Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft Seite 111 Flächenermittlung im Hochbau Beispiele zur Wirtschaftlichkeit von unterschiedlichen Grundrisslösungen Anwendung in der Praxis: Vergleich von Nutz- und Verlustflächen bei Verwaltungsgebäuden Errechnen Sie die Jahresmiete der Objekte 25 und 45 bei einer BGF von 10.000 m² und einer Miete von 20,- €/m² NF. Wie ist die Bilanz nach 10 Jahren? Objekt 25 Objekt 45 Nutzfläche 5.320 7.451 Miete 106.400 149.020 Jahresmiete 1.276.800 1.788.240 Nach 10 Jahren 12.768.000 17.882.400 Vergleich Differenz 5.114.400
  • 102. Seite 112 Bauökonomie Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Modul Bauökonomie und Baurecht