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Donnerstag, den 2. Oktober 2014 S P O RT 35 
Totti und Xavi 
mit Bestmarken 
Routiniers setzen in der Champions League 
im Fußball neue Maßstäbe. Seite 43 
Vom Höhenflug 
in die Flaute 
Wenn vielversprechende sportliche Laufbahnen 
plötzlich ins Stocken geraten. Seite 47 
Im Gespräch mit dem Felser Aufbauspieler Rui Nunes vor dem Auftakt der Basketball-Meisterschaft am Wochenende 
„Wir können weiterhin überraschen“ 
T71, Amicale und Contern sind in den Augen des 28-Jährigen die stärksten Teams der Liga 
I N T E R V I E W : K I M T H E S E N 
Rui Nunes erlebte mit Arantia eine 
sensationelle Saison 2013/2014. 
Doch was darf man in der kom-menden 
Spielzeit von dem Team 
aus Fels erwarten? Der 28-jährige 
Aufbauspieler, der als einziger 
Luxemburger im Besitz der Fiba- 
Agenten-Lizenz ist, analysiert die 
Situation. 
n Die neue Saison steht bevor. Wie 
groß ist die Freude bei Ihnen, dass 
die Basketball-Meisterschaft be-ginnt? 
Es wird Zeit, dass es losgeht. Auch 
wenn ich noch einige Wochen Er-holung 
gebrauchen könnte. Ich 
freue mich bereits seit zwei Mo-naten 
auf das erste Heimspiel ge-gen 
Zolver. 
n Arantia Fels hat die Liga in der 
vergangenen Saison begeistern 
können. Was hat die Mannschaft so 
stark gemacht? 
Zu Beginn war es mit Sicherheit 
auch der Überraschungseffekt, der 
dazu beitrug, dass wir die ersten 
Partien für uns entscheiden konn-ten. 
Wir hatten eine klare Rollen-verteilung: 
Jeder wusste genau, 
was er auf dem Feld zu tun hat. 
Und wir hatten mit dem US-Ame-rikaner 
Reggie Evans ganz einfach 
den besten Spieler in der Liga in 
unseren Reihen. 
n Viele fragen sich nun, was auf 
die Sensationssaison folgen wird. 
Steigen nun die Erwartungen in 
Fels? 
Ich denke, dass einige Leute ent-täuscht 
sein werden, wenn wir an-fangen, 
Spiele zu verlieren. Jedoch 
müssen wir realistisch bleiben, für 
uns ist der achte Tabellenplatz das 
klare Ziel. Es ist uns allerdings egal, 
ob wir den Klassenerhalt über die 
Abstiegsgruppe schaffen oder den 
sechsten Platz belegen und erneut 
in den Play-offs antreten. Haupt-sache, 
wir bleiben eine weitere 
Saison erstklassig. 
n Denken Sie, dass die Basketball- 
Interessierten Arantia immer noch 
als Abstiegskandidaten sehen? 
Ich glaube nicht, dass die Leute 
uns auf der Rechnung haben, um 
oben mitzuspielen. In der vergan-genen 
Saison wurde gesagt, dass 
wir sowieso absteigen. Nun wird 
gesagt, dass das zweite Jahr 
immer schwieriger sei. Wenn wir 
nun erneut erstklassig bleiben 
sollten, weiß ich nicht, was be-hauptet 
wird. Ich denke jeden-falls, 
dass wir weiterhin in der La-ge 
sein werden, für Überraschun-gen 
zu sorgen. 
Rui Nunes: „Für uns ist der achte Tabellenplatz das klare Ziel.“ (FOTO: CHRISTIAN KEMP) 
n Kurz vor Saisonbeginn wurde 
Reggie Evans zurück nach Fels ge-holt. 
Glauben Sie, dass die Konkur-renten 
durch diese Nachricht ge-schockt 
wurden? 
Ich denke schon. Nicht die Top-teams, 
aber die restlichen Clubs, 
die wissen, dass sie gegen uns ge-winnen 
müssen. Joseph Bertrand 
(der durch Evans ersetzt wurde, 
Anm. der Red.) war eine Unbe-kannte 
für die Gegner, aber nun 
wissen sie genau, was auf sie zu-kommen 
wird. Für mich war klar, 
dass man Evans nicht ersetzen 
kann. Für ein Team wie Arantia 
und eine Liga wie Luxemburg ist 
er ganz einfach perfekt. Wir ha-ben 
zwar zwei neue einheimische 
Akteure hinzubekommen (Gilles 
Kayser und Sam Ferreira, Anm. der 
Redaktion), aber man kann nicht 
einfach den Leader der Mann-schaft 
ersetzen. Das geht bei uns 
nicht. 
n Welche Art von Spieler ist 
Bertrand? 
Er besitzt viel mehr Potenzial als 
Evans. Er ist größer, stärker im Re-bound, 
kann deutlich besser unter 
dem Korb spielen und springt ge-nau 
so hoch wie Evans. Ich denke 
jedoch, dass er besser in einer stär-keren 
Liga zurechtkommen wird, 
in der er eine spezifische Rolle hat. 
In unserer Mannschaft hätte er 20 
bis 25 Würfe pro Spiel nehmen 
müssen, damit wir eine Siegchan-ce 
haben. Es hätte mit Sicherheit 
einige Zeit gedauert, bis er diese 
Rolle hätte verinnerlichen kön-nen. 
n T71 und Amicale sind auch vor 
dem Start der neuen Saison die kla-ren 
Titelfavoriten. Stimmen Sie die-ser 
Aussage zu? 
Absolut. 
n Wer wird Ihrer Meinung nach 
hinter den beiden Topteams ein 
Wort im Kampf um die Titel mitre-den 
können? 
Ich schätze auch Contern sehr 
stark ein und denke, dass der Ver-ein 
noch besser mithalten kann als 
im Vorjahr. Ich habe das Team in 
der Vorbereitung bereits unter die 
Lupe genommen, es gefällt mir 
sehr gut. Den vierten Halbfinalis-ten 
der vergangenen Saison, Spar-ta, 
schätze ich hingegen nicht so 
stark ein. Wenn die Musel Pikes 
mehr Stabilität hätten, was die US-Spieler 
betrifft, dann könnten auch 
sie oben mitspielen. 
n Können Sie die Teams in der Liga 
kurz einstufen? 
T71 und Amicale stehen ohne Fra-ge 
oben. Anschließend folgt mei-ner 
Meinung nach Contern und 
eventuell die Musel Pikes. Wobei 
man die Moselaner durchaus auch 
zum Rest der Liga hinzuzählen 
kann, auch wenn sie zu stark sind, 
um gegen den Abstieg zu spielen. 
Ich schätze, dass Mersch, Zolver, 
Etzella und Arantia in der Ab-stiegsgruppe 
landen werden. 
n Welche Mannschaften stehen vor 
einer schweren Saison? 
Vor der vergangenen Saison habe 
ich gesagt, dass Etzella mit Neu- 
Trainer Jan Enjebo entweder 
Zweiter wird, oder aber im Play-down 
landet. Nun befindet sich der 
Verein im Abwärtstrend und die-ser 
wird meiner Meinung nach 
weitergehen. Mit Jairo Delgado 
wird sein wohl bester Spieler nicht 
im Kader sein. Von den beiden 
Profispielern (Anthony Simpson 
und Billy McNutt, Anm. der Re-daktion) 
bin ich wenig überzeugt. 
In meinen Augen ergibt es wenig 
Sinn, was in Sachen Transferpoli-tik 
bei Etzella momentan passiert. 
n Welche Kriterien müssen Profi-spieler 
Ihrer Meinung nach in Lu-xemburg 
erfüllen, damit sie zu einer 
starken Mannschaft beitragen? 
Es müssen qualitativ gute Spieler 
sein und sie müssen in das Team 
passen. Dann hängt es sehr stark 
von Mannschaft zu Mannschaft ab. 
Wir in Fels müssen auf jeden Fall 
Spieler verpflichten, die in jedem 
Spiel 20 bis 25 Punkte erzielen 
können. Wann man diese Akteure 
nicht hat, steigt man ab, so ein-fach 
ist es. Wenn man keinen Tom 
Schumacher oder Christopher Jo-nes 
in der Mannschaft hat, muss 
man halt eben offensivstarke US-Spieler 
verpflichten. 
n Gibt es Partien, auf die Sie sich 
besonders freuen? 
Ich freue mich sehr auf die ersten 
Spiele in heimischer Halle. In den 
ersten drei Begegnungen in Fels 
treffen wir auf Zolver, Mersch und 
Ettelbrück. Dann wissen wir so-fort, 
wo wir stehen. Ich denke, dass 
wir zu Hause gute Chancen ha-ben, 
diese Partien für uns zu ent-scheiden. 
n Sie besitzen als einziger Luxem-burger 
eine Fiba-Agenten-Lizenz. 
Können Sie erklären, was dies in der 
Praxis bedeutet? 
Es ist eine Lizenz, die bescheinigt, 
dass ich mich in einigen Berei-chen 
auskenne: Etwa wenn es um 
Transfers, Jugendspieler oder 
rechtliche Fragen geht, kann ich 
meine Kenntnisse einbringen. Zu-dem 
kann ich selbst Spieler 
vermitteln, was bedeutet, dass 
ich mich beispielsweise um die 
Verpflichtung eines US-Spielers 
komplett selbst kümmern kann. Ist 
man nur Spielervermittler, arbei-tet 
man für eine Agentur. Ich kann 
dies alles selbst machen als unab-hängiger 
Agent. Ich kann somit 
Spieler rekrutieren und vermit-teln. 
n Ist dies eine Aufgabe, die Sie 
in Zukunft ausbauen wollen? 
So ist es auf jeden Fall geplant. Je-des 
Jahr erhält man neue Kontak-te: 
Spieler, Trainer und Teamma-nager. 
So kann ich mir langsam et-was 
aufbauen, um diese Aufgabe 
in Zukunft auszubauen. 
„Wenn man 
keinen Tom 
Schumacher oder 
Christopher Jones in 
der Mannschaft hat, 
muss man halt 
offensivstarke US-Spieler 
holen.“ 
Rui Nunes
36 BASKETBALL – SAISON 2014 /201 5 LuxemburgerWort Donnerstag, den 2. Oktober 2014 
Am Samstag beginnt die Meisterschaftssaison 2014/2015 bei den Männern 
T71 und Amicale bleiben die Titelfavoriten 
Spannung im Kampf um den Klassenerhalt dürfte garantiert sein 
V O N K I M T H E S E N 
Am Samstag beginnt die Basketball- 
Saison 2014/2015. Nachdem es im 
Sommer bei zahlreichen Vereinen zu 
großen Änderungen gekommen ist, 
ist die Spielstärke einiger Vereine 
nur schwer einzuschätzen. Erwarten 
darf man eine Spielzeit, in der das 
Potenzial der Teams sehr nahe bei-einander 
liegt. T71 und Amicale sind 
allerdings weiterhin die Topfavori-ten 
auf den Gewinn der Meister-schaft. 
Während T71 beide Titel in der 
Stadt halten will, möchte Amicale 
das Image des Ewigen Zweiten ab-legen. 
Und zudem den ersten Ti-tel 
seit 1981 nach Steinsel holen. Ein 
wichtiger Faktor wird der Gene-sungsprozess 
von Samy Picard 
nach seiner Handverletzung sein. 
Er könnte in den nächsten Wo-chen 
nach monatelanger Pause 
zum Team stoßen. T71 und Ami-cale 
setzen, was die Spieler an-geht, 
auf Kontinuität: Sie werden 
mit denselben US-Spielern wie in 
der Vorsaison agieren. Mit Max 
Schmit (T71) sowie Jo Hoeser 
(Amicale) wurden die Aufgebote 
zudem in der Breite verstärkt. 
Demnach kann man erwarten, dass 
die beiden Topteams erneut oben 
angreifen werden. 
Viele Teams haben 
das gleiche Ziel 
Kaum ein Spiel haben T71 und 
Amicale in der vergangenen Sai-son 
gegen vom Papier her schwä-chere 
Gegner verloren. Die Frage 
wird sein, ob es in diesem Jahr ei-nigen 
Teams gelingen wird, ein 
Wörtchen mitzureden, wenn die 
entscheidenden Spiele im Titel-kampf 
anstehen. Der Drittplatzier-te 
der vergangenen Saison, Con-tern, 
hat im Sommer sowohl den 
Trainer (Thomas Glasauer kam für 
Brian Carroll) als auch beide Pro-fispieler 
ausgetauscht. Dies zeigt, 
dass sich der Verein keinesfalls mit 
dem dritten Rang zufrieden gibt. 
Doch die Konkurrenz ist groß. 
Fast alle Mannschaften haben die 
Teilnahme an der Titelgruppe als 
Mindestziel festgelegt. Nach der 
Halbfinalteilnahme in der Vorsai-son 
will Sparta Bartringen erneut 
oben mitmischen. Der Verein, der 
in jüngster Vergangenheit vor al-lem 
wegen der Personalie Larrie 
Smith in den Medien auf sich auf-merksam 
machte, will nun zur Ru-he 
kommen und zurück in die Er-folgsspur 
finden. 
Kaum ein Sportverein in Lu-xemburg 
konnte in der vergange-nen 
Saison so überraschen wie 
Arantia Fels. Als Abstiegskandidat 
Nummer eins gehandelt, verpass-te 
das Team von Trainer Helge 
Patzak am Ende nur knapp das 
Halbfinale. Erst rund eine Woche 
vor dem Start der Saison hat Aran-tia 
den Topscorer der vergange-nen 
Saison, Reggie Evans, zurück 
nach Fels geholt. Zudem wurde der 
Kader mit Gilles Kayser (Grénge-wald) 
und Sam Ferreira (Etzella) 
verstärkt. 
Die Musel Pikes erlebten in der 
Zwischensaison einen Umbruch: 
Das langjährige Gesicht der 
Mannschaft, Guy Schmit, verkün-dete 
wie einige weitere Spieler 
seinen Rücktritt. Nun bleibt 
die Frage, wer die Lücken in der 
kommenden Saison schließen 
kann. Sowohl die jungen Spieler 
(Welter, Schammo) als auch die 
gestandenen Akteure (Schwartz, 
Kox, Donnersbach) müssen mehr 
Verantwortung als zuvor über-nehmen. 
Quo vadis 
Etzella Ettelbrück? 
Vor einer schweren Saison steht 
die Ettelbrücker Etzella. In den 
vergangenen beiden Jahren hinkte 
man den Erwartungen hinterher. 
Als problematisch dürfte sich zu-dem 
in dieser Saison erweisen, 
dass Jairo Delgado wohl während 
der gesamten Saison (Aufenthalt in 
Schweden) nicht zur Verfügung 
stehen wird. 
In Zolver will man endlich wie-der 
eine Saison ohne Abstiegs-angst 
erleben. Die Hoffnungen ru-hen 
auf der Rückkehr von Natio-nalspieler 
Pitt Koster, der zuletzt 
für Résidence spielte. 
Gespannt darf man auf das Ab-schneiden 
der beiden Aufsteiger 
Basket Esch und Black Star Mersch 
sein. Im vergangenen Jahr stand 
der damalige Zweitligist aus Esch 
gar überraschenderweise im Po-kalfinale. 
Im Sommer wurde der Kader 
deutlich verstärkt: Alex Roden-bourg, 
Joé Biever und Daniel Wey-rich 
sind zum Team von Natio-naltrainer 
Franck Mériguet gesto-ßen. 
Doch der Aufsteiger gibt sich 
bescheiden. Vor zwei Spielzeiten 
erlebte man eine katastrophale 
Saison, die mit dem Abstieg en-dete. 
Als Außenseiter geht Black Star 
Mersch in die Saison. Doch die 
Mannschaft von Trainer Tom 
Kries will sich nicht von vornhe-rein 
geschlagen geben. In der Zwi-schensaison 
wurde das Aufgebot 
des Neulings verstärkt: Sowohl der 
talentierte Max Schmit als auch 
Routinier Olivier Haan könnten 
beim Aufsteiger eine extrem wich-tige 
Rolle übernehmen. 
Tom Schumacher (T71 Düdelingen) und Christian Schartz (Amicale, r.) wer-den 
sich erneut intensive Duelle liefern. (FOTO: FERNAND KONNEN) 
Regeländerungen 2014/15 
In der kommenden Saison warten ei-nige 
Regeländerungen auf die Bas-ketballer. 
Hier ein Überblick: 
n Nach einem offensiven Rebound 
wird die 24-Sekunden-Uhr auf 14'' zu-rückgesetzt 
und nicht mehr auf volle 
24''. Dadurch soll das Spiel schneller 
gemacht werden. 
n Nach einem Technischen Foul be-kommt 
eine Mannschaft nicht wie bis 
jetzt zwei, sondern nur noch einen 
Freiwurf und Ballbesitz. 
n In den letzten 2' eines Spiels kann 
ein Trainer höchstens zwei Auszeiten 
nehmen, auch wenn er zuvor noch kei-ne 
der insgesamt drei Auszeiten in An-spruch 
genommen hat. Die dritte Aus-zeit 
verfällt in diesem Fall. 
n Wenn ein Spieler zwei Technische 
Fouls erhält, wird er disqualifiziert. 
Nach einem Technischen sowie ei-nem 
Unsportlichen Foul darf er wei-terspielen. 
Bei zwei Unsportlichen 
Fouls wird man weiterhin disqualifi-ziert, 
hier gibt es keine Änderung. 
n Im Halbkreis unter dem Korb kann 
ein Verteidiger nur dann ein Offen-sivfoul 
ziehen, wenn er beide Füße au-ßerhalb 
des Kreises platziert hat. 
Programm der ersten Liga – Männer 
1. Spieltag 4./5.10.2014 
Arantia - Zolver ___:___ 
Amicale - Musel Pikes ___:___ 
Sparta - Black Star ___:___ 
Basket Esch - Contern ___:___ 
Etzella - T71 ___:___ 
2. Spieltag 10.10.2014 
Black Star - Amicale ___:___ 
Zolver - Basket Esch ___:___ 
Musel Pikes - Arantia ___:___ 
T71 - Sparta ___:___ 
Contern - Etzella ___:___ 
3. Spieltag 12.10.2014 
Arantia - Black Star ___:___ 
Sparta - Contern ___:___ 
Etzella - Zolver ___:___ 
Basket Esch - Musel Pikes ___:___ 
Amicale - T71 ___:___ 
4. Spieltag 17./18.10.2014 
T71 - Arantia ___:___ 
Zolver - Sparta ___:___ 
Musel Pikes - Etzella ___:___ 
Contern - Amicale ___:___ 
Black Star - Basket Esch ___:___ 
5. Spieltag 25./26.10.2014 
Arantia - Etzella ___:___ 
Amicale - Basket Esch ___:___ 
Sparta - Musel Pikes ___:___ 
Black Star - T71 ___:___ 
Zolver - Contern ___:___ 
6. Spieltag 31.10.2014 
Basket Esch - Arantia ___:___ 
Amicale - Zolver ___:___ 
Etzella - Sparta ___:___ 
Musel Pikes - Black Star ___:___ 
T71 - Contern ___:___ 
7. Spieltag 2.11.2014 
Arantia - Sparta ___:___ 
Contern - Black Star ___:___ 
Basket Esch - T71 ___:___ 
Zolver - Musel Pikes ___:___ 
Etzella - Amicale ___:___ 
8. Spieltag 8.11.2014 
Amicale - Arantia ___:___ 
Sparta - Basket Esch ___:___ 
Black Star - Etzella ___:___ 
T71 - Zolver ___:___ 
Contern - Musel Pikes ___:___ 
9. Spieltag 15./16.11.2014 
Arantia - Contern ___:___ 
Sparta - Amicale ___:___ 
Musel Pikes - T71 ___:___ 
Etzella - Basket Esch ___:___ 
Zolver - Black Star ___:___ 
10. Spieltag 22./23.11.2014 
Musel Pikes - Amicale ___:___ 
Black Star - Sparta ___:___ 
T71 - Etzella ___:___ 
Contern - Basket Esch ___:___ 
Zolver - Arantia ___:___ 
11. Spieltag 29.11.2014 
Arantia - Musel Pikes ___:___ 
Amicale - Black Star ___:___ 
Sparta - T71 ___:___ 
Basket Esch - Zolver ___:___ 
Etzella - Contern ___:___ 
12. Spieltag 6./7.12.2014 
Black Star - Arantia ___:___ 
T71 - Amicale ___:___ 
Contern - Sparta ___:___ 
Musel Pikes - Basket Esch ___:___ 
Zolver - Etzella ___:___ 
13. Spieltag 12.12.2014 
Arantia - T71 ___:___ 
Basket Esch - Black Star ___:___ 
Amicale - Contern ___:___ 
Sparta - Zolver ___:___ 
Etzella - Musel Pikes ___:___ 
14. Spieltag 14.12.2014 
Etzella - Arantia ___:___ 
Basket Esch - Amicale ___:___ 
Musel Pikes - Sparta ___:___ 
Contern - Zolver ___:___ 
T71 - Black Star ___:___ 
15. Spieltag 20./21.12.2014 
Arantia - Basket Esch ___:___ 
Sparta - Etzella ___:___ 
Black Star - Musel Pikes ___:___ 
Contern - T71 ___:___ 
Zolver - Amicale ___:___ 
16. Spieltag 9.1.2015 
Sparta - Arantia ___:___ 
Black Star - Contern ___:___ 
Amicale - Etzella ___:___ 
T71 - Basket Esch ___:___ 
Musel Pikes - Zolver ___:___ 
17. Spieltag 11.1.2015 
Etzella - Black Star ___:___ 
Arantia - Amicale ___:___ 
Basket Esch - Sparta ___:___ 
Zolver - T71 ___:___ 
Musel Pikes - Contern ___:___ 
18. Spieltag 17.1.2015 
Contern - Arantia ___:___ 
Amicale - Sparta ___:___ 
Basket Esch - Etzella ___:___ 
Black Star - Zolver ___:___ 
T71 - Musel Pikes ___:___
Luxemburger Wort 
Donnerstag, den 2. Oktober 2014 B A S K E T B A L L – SA I S ON 20 14 /2 0 1 5 37 
SPARTA BARTRINGEN 
Altmeister vor Neuanfang 
Patrick Arbaut: „Wir wollen uns wieder auf das Wesentliche konzentrieren“ 
V O N Y V E S B O D R Y 
Nach den rezenten Turbulenzen will 
man beim ehemaligen Landesmeis-ter 
Sparta wieder in ruhigere Fahr-wasser 
gelangen. Ein neuer Trainer, 
zwei neue US-Spieler sowie der 
Transfer eines ehemaligen Hoff-nungsträgers 
sollen den Neuanfang 
einläuten. 
Der Boden der Düdelinger Sport-halle 
ist klebrig. Der Duft von 
Schaumwein liegt in der Luft. Mit 
frisch gedruckten Meister-Shirts 
feiern die Sparta-Spieler am Ende 
eines nervenaufreibenden Finals 
ausgelassen den elften Landes-meistertitel 
der Vereinsgeschich-te. 
Das war 2012. Die Basketball-welt 
in Bartringen war damals in 
bester Ordnung. Seitdem hat sich 
allerdings viel getan. 
Wechsel im Vorstand, Wechsel 
im Spielerkader und Wechsel auf 
der Trainerbank. Es kam Unruhe 
in den Verein und die erfolgsver-wöhnten 
Bartringer mussten in 
den vergangenen Spielzeiten klei-nere 
Brötchen backen. Nun soll al-les 
anders werden. Mit Bob Adam 
als Trainer sowie punktuellen 
Verstärkungen will man bei der 
Sparta quasi einen Neuanfang wa-gen. 
Kader lässt sich sehen 
Der Kader lässt sich jedenfalls se-hen. 
Mit Patrick Arbaut, Xavier 
Engel, Dean Gindt und Julien Hu-blart 
kann Adam auf erfahrene 
Kräfte bauen, die bereits großen 
Anteil am letzten Meistertitel hat-ten. 
„Das Potenzial ist vorhan-den“, 
weiß auch Arbaut, der hofft, 
dass seine Mannschaft diese Sai-son 
von Verletzungen und Stör-faktoren 
abseits des Feldes ver-schont 
bleibt. Die leidige Affäre 
um Larrie Smith hatte im Vorfeld 
der Saison bereits wieder für Un-ruhe 
gesorgt. „Als Spieler versu-chen 
wir, uns aufs Wesentliche zu 
konzentrieren, nämlich das Bas-ketballspielen“, 
gibt Arbaut die 
Devise vor. Mit Joé Kalmes (Mon-dorf) 
und vor allem Frank Wiseler 
gewinnt der Kader zudem an Brei-te. 
Wiseler galt lange Zeit als ei-nes 
der größten einheimischen 
Talente, ehe eine schwerwiegende 
Verletzung ihn zurückwarf. „Auf-grund 
seiner Knieverletzung 
nimmt Frank nicht an allen Trai-nings 
teil. Ich denke, dass sein 
Leistungsvermögen momentan bei 
80 Prozent liegt. Mit seiner Über-sicht 
und seinem ausgezeichneten 
Passspiel ist er aber ganz klar eine 
Bereicherung für unser Spiel.“ 
Zwei neue Gesichter 
Auf den Ausländerpositionen geht 
Sparta mit zwei neuen Gesichtern 
auf Titeljagd. Keith Steffeck ist ein 
großgewachsener Spieler (2,06 m), 
der polyvalent einsetzbar ist. „Er 
kann sowohl unter dem Korb spie-len 
als auch von außen treffen. Zu-dem 
ist er ein guter Distanzschüt-ze“, 
sagt Arbaut. Brandon Beasley 
(1,96 m) könnte dem Sparta-Spiel 
dagegen mehr Tempo verleihen. 
„Er ist ein schneller Spieler und 
zudem sehr athletisch und treffsi-cher.“ 
Was die Ziele der Bartringer an-belangt, 
lehnt sich Arbaut nicht 
allzu weit aus dem Fenster. „Die 
Saison ist lang und vieles kann 
passieren. Ich persönlich schaue 
von Spiel zu Spiel. Eine erste Etap-pe 
wäre sicherlich das Erreichen 
der Play-offs.“ 
Sparta Bartringen 
Trainer: Bob Adam (erste Saison) 
Spieler: Thierry Abdiu (1987), Patrick 
Arbaut (1987), Nicolas Arendt (1995), 
Brandon Beasley (1988), Xavier Engel 
(1988), Dean Gindt (1991), Julien Hu-blart 
(1988), Joé Kalmes (1995), Yas-sine 
R'Biaa (1989), Keith Steffeck 
(1989), Vincent Weynandt (1982), 
Frank Wiseler (1989) 
Aufbauspieler Patrick Arbaut hofft, sich in dieser Saison wieder auf das Basketballspielen konzentrieren zu 
können. (FOTO: BEN MAJERUS) 
AB CONTERN 
Die Messlatte liegt hoch 
Thomas Glasauer steht als neuer Coach in der Verantwortung 
V O N P A U L J A A Q U E S 
Mit Thomas Glasauer steht in Con-tern 
ein neuer Trainer in der Ver-antwortung. 
Der Deutsche konnte 
sich in den vergangenen Wochen 
ein Bild von seinem Team machen 
und meint: „Mit unserer Startfünf 
brauchen wir uns vor keinem Geg-ner 
zu verstecken!“ Das Halbfinale 
soll erneut erreicht werden. 
Mit dem Erreichen der Meister-schafts- 
Halbfinalserie – in der man 
dann am späteren Titelträger T71 
Düdelingen scheiterte – durfte 
man bei den „Amis du basketball“ 
in Contern von einer zufrieden-stellenden 
Saison 2013/2014 spre-chen. 
Trotz allem wurde der Vertrag 
mit Trainer Brian Carroll, der 
während zwei Spielzeiten in Con-tern 
als Coach arbeitete, nicht ver-längert. 
Auch die beiden US-Ame-rikaner 
Rahlir Hollis-Jefferson und 
Jefferson Mason haben den Ver-ein 
in der Zwischensaison verlas-sen. 
Mit Thomas Glasauer hat 
Contern einen Trainer aus 
Deutschland verpflichtet, für den 
die erste Liga in Luxemburg ab-solutes 
Neuland darstellt. „Ich war 
bisher in meiner Trainerlaufbahn 
in meinem Heimatland aktiv und 
habe dort Teams aus der ProA und 
ProB betreut. Die Spielstärke der 
übrigen Mannschaften aus der 
höchsten Spielklasse kann ich mo-mentan 
nicht sehr gut einschät-zen“, 
so der 41-Jährige, der zuletzt 
den TV Langen (D/ProB) trainier-te. 
Für die beiden Ausländerposi-tionen 
hat man in Contern zwei 
US-Amerikaner verpflichtet, die in 
ihrer bisherigen Profikarriere be-reits 
Europa-Erfahrung gesammelt 
haben. Jordan Hasquet spielte u. a. 
für den deutschen Bundesligisten 
Hagen. Trainer Glasauer hält sehr 
große Stücke auf diese Neuver-pflichtung. 
„Hasquet ist ein Spieler, der be-reits 
in den Vorbereitungsspielen 
unterstrichen hat, dass er für un-sere 
Mannschaft eine echte Ver-stärkung 
werden kann“. Leider hat 
sich der Hoffnungsträger kurz vor 
dem Saisonstart eine Bänderdeh-nung 
zugezogen und sein Einsatz 
beim Saisonauftakt gegen Basket 
Esch ist noch nicht gesichert. Der 
28-jährige Jeremy Black stößt aus 
Karlsruhe (D) zu Contern. 
„Black hat während mehreren 
Jahren in der zweiten Bundesliga 
gespielt und wird uns mit seiner 
Erfahrung weiterhelfen“, ist der 
Coach auch von der Spielstärke des 
zweiten US-Amerikaners über-zeugt. 
Luxemburger Spielerstamm 
bleibt unverändert 
Ansonsten gibt es im Spielerkader 
keine Veränderungen und die 
Mannschaft hat in der Vorberei-tungszeit 
in den Augen des Trai-ners 
zufriedenstellend gearbeitet. 
„Birenbaum und Jones waren zu 
Beginn der Vorbereitungsphase 
noch bei der Nationalmannschaft 
und sammelten dort wertvolle Er-fahrungen. 
In puncto Teamtaktik 
konnten wir deshalb in der ersten 
Woche nicht viel machen, aber ich 
denke die Mannschaft hat sich 
mittlerweile mit meiner Trai-ningsarbeit 
vertraut gemacht. Es 
macht jedenfalls Spaß, mit diesem 
Spielerkader zu arbeiten“, blickt 
Glasauer dem Ligaauftakt optimis-tisch 
entgegen. 
Auf die Frage nach der Zielset-zung 
für die Saison 2014/2015 hat 
der Trainer konkrete Vorstellun-gen. 
„Wir wollen mindestens so 
gut wie im Vorjahr abschneiden. 
Primäres Ziel ist der Einzug in die 
Titelgruppe. Sollte das gelingen, 
visieren wir natürlich die Top Vier 
an“, glaubt Coach Glasauer fest an 
das große Potenzial seiner Mann-schaft. 
Christopher Jones (l.) ist ein Schlüsselspieler in der Conterner Mann-schaft. 
(FOTO: FABRIZIO MUNISSO) AB Contern 
Trainer: Thomas Glasauer (erste Sai-son) 
Spieler: Tom Arens (1996), Raul Bi-renbaum 
(1989), Jeremy Black (1985), 
Alain Gengler (1994), Ben 
Goergen (1994), Jordan Hasquet 
(1985), Yann Herrmann (1989), Chris-topher 
Jones (1990), Jérôme Kaefer 
(1990), Steve Kuhlmann (1991), Phi-lippe 
Majerus (1994), Grégory Schmit 
(1989), David Torres (1983), René 
Wolzfeld (1991)
38 BASKETBALL – SAISON 2014 /201 5 LuxemburgerWort Donnerstag, den 2. Oktober 2014 
T71 DÜDELINGEN 
Die Erfolgsserie soll fortgesetzt werden 
Trainer Tim Collins hat Respekt vor der Konkurrenz 
V O N K I M T H E S E N 
Die Bilanz ist beeindruckend: sieben 
Titel in den vergangenen fünf Jah-ren. 
T71 ist derzeit die dominierende 
Mannschaft im Luxemburger Bas-ketball. 
Es deutet vieles darauf hin, 
dass der Doublé-Sieger auch in der 
neuen Saison ganz oben mitmischen 
wird. 
„Es ist historisch, was dieser Club 
in den vergangenen Jahren geleis-tet 
hat. Sowohl der vorherige Trai-ner 
Jan Enjebo als auch ich hatten 
bzw. haben das Glück, eine wun-dervolle 
Mannschaft zu trainie-ren“, 
so Trainer Tim Collins, der 
gleich in seiner ersten Saison in 
Luxemburg beide Titel gewinnen 
konnte. „Die Liga wird nun noch 
stärker sein als in der zuvor. Alle 
wollen das, was wir bereits haben, 
nämlich Titel. Ich bin allerdings 
davon überzeugt, dass wir auch in 
dieser Saison ganz vorne mitmi-schen 
werden.“ 
„Never change a winning team“ 
lautet ein englisches Sprichwort, 
das auf Düdelingen zutrifft. Mit 
Gilles Ruffato, Tom Schumacher, 
Fränk Muller, Denell Stephens und 
Ryan Sharry hat man wohl die 
stärkste Startfünf der Liga. Zudem 
wurde mit Max Schmit aus Wal-ferdingen 
ein Spieler verpflichtet, 
der sowohl Ruffato als auch Schu-macher 
entlasten kann. Die Mi-schung 
in der Mannschaft stimmt: 
Die Rollen sind klar verteilt und 
jeder weiß, was er zu tun hat. Weil 
Düdelingen meist mit drei groß 
gewachsenen Akteuren agiert, do-minieren 
Muller und Co. nahezu 
in jedem Spiel unter den Körben. 
In der Offensive können alle Spie-ler 
Akzente setzen: Im Spiel des 
Doublé-Siegers ist kaum eine 
Schwäche auszumachen. Abzu-warten 
bleibt, ob das Vorhaben 
von Trainer Collins, Nachwuchs-akteuren 
Spielpraxis zu verschaf-fen, 
nichts am dominanten Auf-treten 
ändern wird. Sollte Düde-lingen 
ähnlich dominant auftreten 
wie in der vergangenen Saison, 
dann wird der US-Amerikaner 
viele Möglichkeiten haben, um 
dem gesamten Kader Einsatzzei-ten 
zu verschaffen. „Es ist wichtig, 
dass man ein breites Aufgebot be-sitzt. 
Dies erlaubt es einem einer-seits, 
das Verletzungsrisiko zu 
senken. Zudem sind die Spieler am 
Ende der Saison – in den ent-scheidenden 
Partien – topfit. 
Zum richtigen Moment in Form 
Dies hat die Mannschaft um Na-tionalspieler 
Schumacher in der 
Vergangenheit so stark gemacht. 
Nahezu in allen wichtigen Spielen 
riefen die Spieler ihre beste Leis-tung 
ab, um das Spielfeld als Sie-ger 
zu verlassen. 
Vor welchen Mannschaften 
muss sich T71 in Acht nehmen? Für 
Collins steht fest, dass Amicale be-wiesen 
hat, dass sie stark genug ist, 
um den Titel zu gewinnen. Zudem 
schätzt er Contern etwas stärker 
als den Rest der Teams ein. 
Die letzte Mannschaft, die drei 
Meistertitel in Folge feiern konn-te, 
war übrigens Résidence Wal-ferdingen 
in den Jahren 1993 bis 
1995. 
T71 Düdelingen 
Trainer: Tim Collins (zweite Saison) 
Spieler: Claude Bemtgen (1989), Tim 
Kauffmann (1996), Jérôme Lanners 
(1994), Steve Lanners (1996), Christ-ophe 
Laures (1989), Luca Lombardelli 
(1997), Michael M'Putu (1995), Fränk 
Muller (1988), Gilles Ruffato (1985), 
Max Schmit (1992), Tom Schumacher 
(1987), Noé Schroeder (1995), Ryan 
Sharry (1989), Denell Stephens (1986) 
Denell Stephens (l.) will auch in der neuen Saison seine Athletik unter Beweis stellen. (FOTO: FABRIZIO MUNISSO) 
BASKET ESCH 
Ein Aufsteiger mit Ambitionen 
Trainer Franck Mériguet muss viele neue Spieler in die Mannschaft integrieren 
V O N K IM TH E S E N 
Die zweite Liga hat Basket Esch vor 
keinerlei Probleme gestellt. Nach 
dem direkten Wiederaufstieg will 
sich der finanzstarke Club nun 
(endlich) in der höchsten Spielklas-se 
etablieren. Vom Papier her wird 
dem Pokalfinalisten der vorigen 
Saison einiges zugetraut. 
Bereits vor zwei Jahren galt Bas-ket 
Esch als Aufsteiger, der sofort 
mit den besten Teams der Liga 
mithalten könnte. Was folgte, war 
eine katastrophale Saison, die mit 
dem direkten Wiederabstieg en-dete. 
„Wir wollen die erwähnte 
Saison einfach vergessen und uns 
auf das Hier und Jetzt konzent-rieren. 
In der vergangenen Spiel-zeit 
haben wir einen tollen Zu-sammenhalt 
gezeigt – diese Ent-wicklung 
wollen wir fortsetzen“, 
betont Trainer Franck Mériguet. 
Der Verein hat sich nach dem 
Abstieg schnell neu aufgestellt und 
erholt: Nach einem regelrechten 
Durchmarsch durch die zweite Li-ga 
erhält Basket Esch nun eine 
weitere Chance, sich in der Total 
League zu beweisen. Bereits in der 
vergangenen Saison konnten die 
Escher ihr Potenzial im Pokalwett-bewerb 
– erst im Finale musste 
man sich gegen Düdelingen knapp 
geschlagen geben – unter Beweis 
stellen. 
Klassenerhalt hat Priorität 
Der französische Coach bremst vor 
dem Saisonstart jedoch die Er-wartungen: 
„Unser erstes Ziel 
muss es sein, nichts mit dem Ab-stieg 
zu tun zu haben. Ich glaube 
im Gegensatz zu manchen Beob-achtern 
nicht, dass wir sofort zu 
den besten Teams der Liga zählen 
werden. Vor allem, weil wir die 
Saison mit zwei neuen US-Spie-lern 
beginnen werden. Und jeder 
weiß, welch einen großen Einfluss 
die Spielstärke der Profispieler auf 
den Erfolg in der Luxemburger 
Meisterschaft hat.“ 
Jerrell Williams sowie Tony 
Brown, der vorerst den verletzten 
Jibril Hodges ersetzt, heißen die 
neuen US-Spieler im Aufgebot. Mit 
dem erfahrenen Stefan Svitek zählt 
man einen weiteren ausländischen 
Spieler in seinen Reihen. Mit Alex 
Rodenbourg und Joé Biever, die 
beide jeweils bereits in der Ab-stiegssaison 
in Esch aktiv waren, 
sowie Daniel Weyrich wurden 
Spieler verpflichtet, die ihre Ein-satzzeiten 
bekommen werden: 
„Zunächst einmal ist es wichtig, 
dass sich die neuen Spieler in die 
Mannschaft einfügen“, so Méri-guet, 
der während der Saison si-cherlich 
auch die Gegner genau-estens 
beobachten wird. Schließ-lich 
ist er in einer Doppelfunktion 
als Club- und Nationaltrainer tä-tig. 
Im Gegensatz zu anderen 
Mannschaften kann Basket Esch 
sowohl mit einer groß gewachse-nen 
als auch mit einer kleineren 
Formation agieren, was enorme 
Vorteile mit sich bringt. 
Insgesamt verfügt der Aufstei-ger 
über ein breites Aufgebot. Die-ses 
könnte laut Mériguet beson-ders 
wichtig werden: „Man weiß 
nie, was eine Saison mit sich brin-gen 
wird. Manchmal hat man gro-ßes 
Verletzungspech oder es tau-chen 
andere Probleme auf.“ 
Basket Esch 
Trainer: Franck Mériguet (sechste 
Saison) 
Spieler: Joé Biever (1990), Pit Biever 
(1991), Tony Brown (1979), Alex Caur-la 
(1993), Tom Donnersbach (1989), 
Jibril Hodges (1984), Eric Kesseler 
(1990), Alex Rodenbourg (1991), Ste-fan 
Svitek (1977), Daniel Weyrich 
(1989), Jerrell Williams (1986) 
Franck Mériguet ist Coach von Basket Esch und Nationaltrainer in Per-sonalunion. 
(FOTO: FERNAND KONNEN)
Luxemburger Wort 
Donnerstag, den 2. Oktober 2014 B A S K E T B A L L – SA I S ON 20 14 /2 0 1 5 39 
ETZELLA ETTELBRÜCK 
Abwärtstrend soll gestoppt werden 
Trainer Jan Enjebo glaubt fest an die Stärke seiner Mannschaft 
V O N K IM TH E S E N 
In Ettelbrück läuft es derzeit nicht 
nach Plan. In den vergangenen zwei 
Spielzeiten konnte der Club nicht 
mehr mit den besten Mannschaften 
der Liga mithalten. Auch im Hinblick 
auf die kommende Saison spricht 
einiges dafür, dass Etzella erneut 
Schwierigkeiten haben wird. 
Der nördlichste Verein aus der 
Total League steckt in der Krise. 
Das Verpassen der Play-offs in der 
vergangenen Saison stellte den 
bisherigen Tiefpunkt dar. Nun will 
der Club reagieren und sich wie-der 
mit den besten Teams mes-sen. 
Zumindest auf den Positionen 
der beiden Profispieler hat Ettel-brück 
Veränderungen vorgenom-men. 
Der Kanadier Billy McNutt 
kam vom Zweitligisten Racing und 
soll nun für die nötige Durch-schlagskraft 
unter dem Korb sor-gen. 
Ihm zur Seite steht Anthony 
Simpson, der bereits 2012/2013 das 
Trikot der Etzella trug. Er ist eben-falls 
groß gewachsen, sein Spiel ist 
jedoch vielseitig. „Unsere beiden 
US-Spieler passen gut ins Team, 
wir werden kollektiv auf jeden Fall 
stark sein“, gibt sich Trainer Jan 
Enjebo optimistisch. 
Jairo Delgado 
hinterlässt eine Lücke 
Ein Luxemburger Neuzugang 
wurde nicht verpflichtet. Mit Jairo 
Delgado wird jedoch ein enorm 
wichtiger Spieler voraussichtlich 
die gesamte Saison (Aufenthalt in 
Schweden) nicht zur Verfügung 
stehen. „Er wird nur schwer zu er-setzen 
sein. Defensiv ist es nicht 
möglich, ihn gleichwertig zu ver-treten, 
das müssen wir als Mann-schaft 
schaffen. Offensiv sehe ich 
hingegen genug Talent, um Jairos 
Abwesenheit auszugleichen“, so 
der schwedische Coach, der der 
Saison optimistisch entgegen-blickt. 
„Wir haben sicherlich in der 
vergangenen Saison Fehler ge-macht, 
oftmals agierten wir zu läs-sig. 
Doch wir sind nun erfahrener 
und werden auf jeden Fall bereit 
sein, wenn die Saison beginnt.“ 
Die Erwartungen sind in Ettel-brück 
traditionellerweise hoch. 
Enjebo erklärt, dass die Liga noch 
stärker geworden sei. Er sieht 
mehrere Clubs auf einem Niveau: 
„T71, Amicale und Contern wer-den 
sicherlich die drei stärksten 
Mannschaften sein. Doch hinter 
diesen Teams ist alles offen. Wir 
wollen uns direkt hinter diesem 
Trio einreihen. Aber wir wissen, 
dass andere Mannschaften wie die 
Musel Pikes, Sparta oder Arantia 
bereit sein werden, mit uns zu 
kämpfen.“ 
Etzella verfügt über eine Mi-schung 
aus erfahrenen und jungen 
Spielern. Enjebo lässt meist alle 
Spieler zum Einsatz kommen – 
diese Zwölf-Mann-Rotation will er 
beibehalten. Der 34-jährige Nel-son 
Delgado wird das Team als 
Kapitän anführen. Mit knapp 14 
Zählern im Schnitt war er in der 
vergangenen Saison immer noch 
der beste einheimische Punkte-sammler 
seiner Mannschaft. Mit 
Philippe Gutenkauf sowie Gilles 
Polfer, der wieder fit sein wird, 
stehen jedoch auch junge Spieler 
im Aufgebot, die sich beweisen 
wollen. 
Im Abwärtstrend befinden sich 
in Ettelbrück neben den Ergeb-nissen 
auch die Zuschauerzahlen. 
Erfolge sollen nun wieder mehr 
Anhänger zu den Spielen locken. 
Nelson Delgado (l.) muss in dieser Saison ohne seinen Vetter Jairo auskommen. (FOTO: BEN MAJERUS) 
Etzella Ettelbrück 
Trainer: Jan Enjebo (zweite Saison) 
Spieler: Nelson Delgado (1980), Pit 
Elcheroth (1995), Tim Giver (1980), 
Frédéric Gutenkauf (1992), Philippe 
Gutenkauf (1995), Chris Ittenbach 
(1993), Billy McNutt (1985), Gilles Pol-fer 
(1993), Cédric Schroeder (1983), 
Anthony Simpson (1987), Derek Wil-son 
jr (1991), Malik Wilson (1995), 
Yann Wolff (1994) 
ARANTIA FELS 
Weiterhin von der Euphorie profitieren 
Der Verein hat in der vergangenen Saison viele positive Erfahrungen gesammelt 
V O N K I M T H E S E N 
Viel wurde in der vergangenen Sai-son 
über den Aufsteiger aus Fels 
gesprochen. Mit überraschend star-ken 
Leistungen schaffte es das 
Team von Trainer Helge Patzak in 
die Titelgruppe. Nun steht die Frage 
im Raum, was bei Arantia auf diese 
sensationelle Spielzeit folgen wird. 
Arantia konnte gleich zu Beginn 
der vergangenen Saison die ge-samte 
Liga überraschen: „Der 
Überraschungseffekt ging zwar 
schon während der vergangenen 
Spielzeit verloren, trotzdem ha-ben 
wir uns auch dann noch gut 
geschlagen. Nichtsdestotrotz sind 
wir noch sehr weit von den Top-teams 
der Liga entfernt, sowohl 
sportlich als auch wirtschaftlich“, 
so Trainer Patzak, der langfristig 
plant. „Das Ziel ist es, das Team 
und den Verein mittelfristig in der 
Total League zu etablieren.“ 
In nur zwei Jahren schaffte 
der Verein den Sprung von 
der dritten in die erste Liga. Ein 
sensationeller Aufstieg, der in 
der vergangenen Saison fast 
mit der Qualifikation für das Halb-finale 
gekrönt worden wäre. Nach 
den starken Auftritten könnte 
man davon ausgehen, dass die 
Erwartungen in Fels gestiegen sei-en. 
Patzak gibt sich vor dem Start 
der neuen Saison jedoch beschei-den: 
„Für uns steht ganz klar der 
Klassenerhalt im Vordergrund. Die 
Liga ist stärker als in der vergan-genen 
Saison, und neben den drei 
Favoriten T71, Steinsel und Con-tern 
bewegen sich die restlichen 
Teams alle mehr oder weniger auf 
einem Niveau. Mit Basket Esch ist 
zudem ein Verein aufgestiegen, der 
sicherlich nichts mit dem Abstieg 
zu tun haben wird.“ 
Evans weiterhin dabei 
Einen Glücksgriff landete Arantia 
zu Beginn der vergangenen Saison 
mit der Verpflichtung von Reggie 
Evans. Der Topscorer der Liga 
(knapp über 27 Punkte pro Partie) 
überzeugte mit seiner unglaubli-chen 
Athletik. Zudem übernahm er 
in spielentscheidenden Situatio-nen 
stets Verantwortung. Nach der 
Saison lehnte er ein Angebot der 
Felser ab, um in einer besseren Li-ga 
spielen zu können. In der ver-gangenen 
Woche wurde jedoch 
bekannt, dass der US-Spieler man-gels 
eines besseren Angebots zu-rückkehrt. 
Mit seiner Verpflich-tung 
wurden sicherlich viele 
Zweifel beseitigt. Nun kann man 
vor dem Start der Saison „auf dem 
aufbauen, was sich der Verein in 
der vergangenen Saison erarbeitet 
hat“, so Patzak. 
Der Kader wurde zudem mit 
zwei einheimischen Spielern auf-gerüstet. 
Gilles Kayser wagt den 
Sprung von Zweitligist Grénge-wald 
in die höchste Spielklasse. 
Mit Sam Ferreira kam ein groß ge-wachsener 
Spieler vom Konkur-renten 
Etzella nach Fels: Er wird 
versuchen, dem Team unter den 
Körben weiterzuhelfen. 
Patzak hofft darauf, dass die 
Fans weiterhin hinter der Mann-schaft 
stehen: „Die Halle in Fels 
soll weiterhin für Gänsehautstim-mung 
und attraktiven Basketball 
stehen.“ Dies wird gleich zu Be-ginn 
enorm wichtig sein. Mit Zol-ver, 
Mersch und Etzella trifft man 
in den ersten drei Heimspielen auf 
Gegner, die es zu bezwingen gilt. 
„Wir sind gerüstet für das zweite 
Abenteuer in der Total League.“ 
Arantia Fels 
Trainer: Helge Patzak (zweite Sai-son) 
Spieler: Tom Becker (1983), Bob Be-senius 
(1996), Reggie Evans (1989), 
Sam Ferreira (1989), Jérôme Hansen 
(1980), Pit Hoffmann (1985), Mike Jo-nes 
(1981), Gilles Kayser (1988), 
Christophe Kirpach (1987), Luc Kir-pach 
(1991), Pedro Nunes (1988), Rui 
Nunes (1986), Mike Pravisani (1984), 
Christopher Tavares (1991), Claude 
Weckering (1984) 
Reggie Evans (l.) soll weiterhin in den spielentscheidenden Momenten 
Verantwortung übernehmen. (FOTO: FERNAND KONNEN)
40 BASKETBALL – SAISON 2014 /201 5 LuxemburgerWort Donnerstag, den 2. Oktober 2014 
BLACK STAR MERSCH 
Es zählt nur der Klassenerhalt 
Der Aufsteiger hat große Veränderungen im Kader vorgenommen 
V O N K I M T H E S E N 
Als zweiter Aufsteiger geht man in 
der Regel als Außenseiter in die 
kommende Spielzeit. Genau dies 
trifft auf Black Star Mersch zu. Der 
Verein nimmt die Rolle an und ver-folgt 
demnach auch nur ein Ziel für 
die Saison 2014/2015: Irgendwie 
zwei Teams hinter sich lassen. 
Nach einem packenden Zwei-kampf 
um den Aufstieg in die 
höchste Spielklasse wurde Racing 
am letzten Spieltag der vergange-nen 
Saison hinter sich gelassen und 
der Aufstieg durfte gefeiert wer-den. 
Sofort begann das Aufrüsten 
für die Saison 2014/2015: Gleich 
sechs neue Spieler werden in der 
kommenden Saison für Mersch 
auflaufen. 
Sehr viel wird von den beiden 
US-Spielern abhängen. Maurice 
Lewis-Briggs und Roger Franklin 
werden sowohl in der Offensive als 
auch in der Defensive gefordert 
sein. Ähnlich wie es Billy McDa-niel 
vor seinem Wechsel nach 
Steinsel gemacht hat, müssen die 
beiden Profispieler die Mann-schaft 
tragen. Zudem stießen vier 
einheimische Spieler zum Team. 
„Für uns wird es von größter Be-deutung 
sein, dass wir als Mann-schaft 
agieren. Nur dann haben wir 
eine Chance, Spiele für uns zu ent-scheiden“, 
gibt Trainer Tom Kries 
die Marschroute vor. Er weist auf 
die schwere Mission der Aufstei-ger 
hin: „Man muss ehrlich blei-ben. 
Normalerweise belegen die 
Aufsteiger einen der Ränge zwi-schen 
sieben und zehn. Wir wer-den 
ganz versuchen, so viele 
Punkte wie möglich zu sammeln.“ 
Im Play-down in Bestform sein 
Kries, für den es schwer voraus-zusagen 
ist, welche Mannschaften 
mit Mersch um den Klassenerhalt 
kämpfen werden, erhofft sich Sie-ge 
gegen die direkte Konkurrenz: 
„In meinen Augen sind T71, Ami-cale 
und Contern die besten Teams 
der Liga. Gegen jeden anderen 
Gegner kann man gewinnen, al-lerdings 
auch gegen jede Mann-schaft 
auf 20 Punkte verlieren.“ 
In Mersch wird man die Situa-tion 
realistisch einschätzen. Es gilt, 
dann den besten Basketball zu zei-gen, 
wenn die achtköpfige Ab-stiegsgruppe 
beginnen wird. Jeder 
doppelte Zähler, den man bis da-hin 
geholt hat, kann im Kampf um 
den Klassenerhalt eine große Hil-fe 
sein. 
Viel erwartet man sich beim 
Aufsteiger von den Neuzugängen. 
Tim Schmit kam aus Heffingen und 
soll nun sein Talent unter Beweis 
stellen. Ähnliches gilt für Laurent 
Mreches und Ben Melcher. Der er-fahrene 
Olivier Haan übernimmt 
für die jungen Spieler die Rolle des 
Mentors. Spielerisch kann der 
starke Distanzwerfer und clevere 
Verteidiger die Qualität im Team 
zudem erhöhen. Mit Philippe Ar-baut, 
Max Schmit, Claude Weiler 
und Arpad Buzasi stehen weitere 
Spieler im Kader, die sich in der 
ersten Liga beweisen wollen. 
Alle Beteiligten wissen, dass ei-ne 
schwere Saison bevorsteht, in 
der man Höhen und Tiefen erle-ben 
wird. Sollte das Team jedoch 
als Kollektiv funktionieren, wie es 
sich Trainer Kries erhofft, dann 
wird es in der ausgeglichenen Li-ga 
durchaus möglich sein, zwei 
Teams hinter sich zu lassen. 
Philippe Arbaut (l.) will eine tragende Rolle spielen. (FOTO: BEN MAJERUS) 
Black Star Mersch 
Trainer: Tom Kries (zweite Saison) 
Spieler: Philippe Arbaut (1991), Ar-pad 
Buzasi (1981), Olivier Haan (1980), 
Roger Franklin (1990), Maurice Lewis- 
Briggs (1990), Ben Melcher (1991), 
Laurent Mreches (1985), Max Schmit 
(1991), Tim Schmit (1995), Laurent 
Schmitz (1991), Claude Weiler (1989), 
Charel Weis (1991), Marc Weyrich 
(1991) 
MUSEL PIKES 
Runderneuerung an der Mosel 
Die Jugend soll es richten / Trainer Pascal Meurs: „Es lässt sich alles recht vielversprechend an“ 
V O N P A U L J A A Q U E S 
Die Musel Pikes mussten einen Um-bruch 
vornehmen. Gleich mehrere 
Leistungsträger stehen Trainer Pas-cal 
Meurs nicht mehr zur Verfü-gung. 
Ziel ist dennoch das Erreichen 
der Titelgruppe. 
Die Musel Pikes erlebten eine 
Spielzeit 2013/2014 mit Höhen und 
Tiefen. Zwar erreichten die Mo-selaner 
wie erwartet die Titel-gruppe, 
zu mehr sollte es im Ver-lauf 
der zweiten Saisonhälfte al-lerdings 
dann nicht mehr reichen. 
Lediglich zwei Siege sprangen in 
den zehn Play-off-Spielen heraus. 
Daran änderte auch der im Feb-ruar 
vorgenommene Trainer-wechsel 
– als Meurs den Posten 
von Jérome Altmann übernahm – 
nichts. 
Der 33-jährige Meurs steht wei-terhin 
bei den Musel Pikes in der 
sportlichen Verantwortung und 
soll den Umbruch einleiten. Im 
Kader des Moselvereins werden 
mehrere bekannte Gesichter nicht 
mehr zur Verfügung stehen und 
der Club muss verstärkt auf den 
eigenen Nachwuchs bauen. Mit 
Guy Schmit, Raoul Dentzer, Tren-ton 
Wurtz und Christian Mais ha-ben 
gleich vier Spieler ihre Lauf-bahn 
beendet. „Das Durch-schnittsalter 
in unserem Spieler-kader 
ist drastisch gesunken“, so 
Trainer Meurs, der aus einem Re-servoir 
von eigenen Nachwuchs-spielern 
schöpfen kann. Neben 
Neuzugang Andy Schammo (Spar-ta) 
komplettieren die zwei US-Amerikaner 
Jarmar Gulley und 
Clancy Rugg das Aufgebot. 
Jugendlicher Elan gefragt 
Der Trainer ist demnach gefor-dert, 
um eine runderneuerte aber 
durchschlagskräftige Mannschaft 
auf das Parkett zu bringen. Vor al-lem 
die Lücke, die Schmit hinter-lässt, 
wird nur schwer aufzufüllen 
sein. „Mit Schammo stößt ein 
Spieler zu uns, der viel Dynamik 
mitbringt und sicherlich als echte 
Verstärkung zu bezeichnen ist. 
Unsere beiden US-Spieler Gulley 
und Rugg ergänzen sich gut auf 
dem Spielfeld. Mit jeweils 22 Jah-ren 
sind es ebenfalls noch junge 
Spieler, die erstmals den Sprung 
nach Europa wagen“, lässt Meurs 
die Neuverpflichtungen der Musel 
Pikes Revue passieren, die bereits 
gut in das Mannschaftsgefüge in-tegriert 
sind. 
Der belgische Headcoach star-tete 
Mitte August mit seinen 
Schützlingen in die Vorberei-tungsphase 
und lobt den Trai-ningseifer 
seines Teams. „Alle sind 
äußerst motiviert und ziehen im 
Training hervorragend mit. Na-türlich 
fehlt es der jungen Mann-schaft 
noch an Erfahrung. Aber ich 
denke dass die Vereinsverant-wortlichen 
und Anhänger uns die 
nötige Zeit und Geduld geben 
werden, um in den kommenden 
Monaten ein konkurrenzfähiges 
Team zu formen“, so der Trainer, 
der sich in den Testspielen erste 
Eindrücke über das Leistungsver-mögen 
seiner Mannschaft machen 
konnte. „Es lässt sich alles recht 
vielversprechend an. Auf dem 
Spielfeld tritt die Mannschaft als 
geschlossene Einheit auf und wir 
haben glücklicherweise keine 
Verletzungen zu beklagen. Ich 
denke jedenfalls, dass das erfor-derliche 
Potenzial vorhanden ist, 
um eine interessante Rolle in der 
ersten Liga zu spielen. Wir schau-en 
zunächst von Begegnung zu Be-gegnung 
aber unser Ziel ist die 
Qualifikation für die Titelgruppe“, 
blickt Coach Meurs dem Saison-verlauf 
durchaus optimistisch ent-gegen. 
Laurent Schwartz ist einer der erfahrensten Spieler im Kader der Musel Pi-kes. 
(FOTO: BEN MAJERUS) 
Musel Pikes 
Trainer: Pascal Meurs (zweite Sai-son) 
Spieler: Chris Dentzer (1990), Christ-ophe 
Donnersbach (1984), Jarmar 
Gulley (1991), Jean Kox (1990), Max 
Kreutz (1995), Laurent Majerus (1990), 
Raphaël Martin (1994), Clancy Rugg 
(1991), Andy Schammo (1992), Tim 
Schomer (1993), Tom Schomer (1997), 
Laurent Schwartz (1989), Tom Stef-fen 
(1993), Tom Welter (1993)
Luxemburger Wort 
Donnerstag, den 2. Oktober 2014 B A S K E T B A L L – SA I S ON 20 14 /2 0 1 5 41 
AMICALE STEINSEL 
Der letzte Schritt zum Titel soll erfolgen 
Trainer Ken Diederich: „Haben durch rezente Finalniederlagen an Selbstvertrauen gewonnen“ 
V O N Y V E S R A U E N 
Genau wie in den vergangenen 
Jahren möchte Amicale Steinsel 
auch in dieser Saison bei der Ver-gabe 
der beiden nationalen Titel ein 
Wörtchen mitreden und mindestens 
einen Wettbewerb – Meisterschaft 
oder Pokal – für sich entscheiden 
und somit eine über drei Jahrzehnte 
anhaltende Titelflaute (Pokal 
1980/Meister 1981) beenden. 
Schritt für Schritt nähert sich die 
Mannschaft von Trainer Ken Die-derich 
ihrem Traum vom Meis-tertitel. 
Zuletzt hat sie am ver-gangenen 
28. Mai im dritten und 
alles entscheidenden Finalspiel vor 
heimischer Kulisse knapp mit 
80:86 gegen den Seriensieger und 
Dauerrivalen aus Düdelingen ver-loren. 
Wenn der Trend der ver-gangenen 
Jahre nun fortgesetzt 
werden soll, führt diesmal kein 
Weg am Titel vorbei. 
Deshalb setzt man in Steinsel 
auch ganz nach dem Motto „never 
change a winning team“ auf Kon-tinuität. 
Vor allem auf den Aus-länderpositionen, 
auf denen Ami-cale 
in der Vergangenheit des Öf-teren 
kein allzu glückliches Händ-chen 
bewies, hat das in der Vor-saison 
erfolgreiche Gespann John 
Reimold/Billy McDaniel frühzei-tig 
um ein weiteres Jahr verlän-gert. 
Des Weiteren sind die lang-jährigen 
Stützen wie Kapitän 
Christian Schartz und Eric Jeitz ih-rem 
Verein treu geblieben, wäh-rend 
auch die in der vergangenen 
Spielzeit herangereiften und mitt-lerweile 
unverzichtbaren Bob 
Melcher und Alex Laurent wei-terhin 
das Steinseler Trikot über-streifen. 
Lediglich hinter dem Zeitpunkt 
der Rückkehr des verletzungsbe-dingten 
Ausfalls des ehemaligen 
TBB-Trier-Spielers Samy Picard 
steht noch ein Fragezeichen. Dass 
sie jedoch einen solchen Ausfall 
mehr als kompensieren können, 
haben Schartz und Co. bereits in 
der zweiten Hälfte der Saison 
2013/2014 gezeigt. Zudem wurde 
mit dem jungen Nachwuchsspie-ler 
Jo Hoeser der beste einheimi-sche 
Punktesammler der Natio-nale 
II verpflichtet. 
Coach Diederich blickt optimis-tisch 
in die Zukunft: „Wenn man 
28 von 33 Spielen zu seinen Guns-ten 
entscheidet, kann man nicht 
viel falsch gemacht haben und wir 
müssen mit unserer Leistung ganz 
zufrieden sein, auch wenn es am 
Ende nicht zu einem Titel ge-reicht 
hat. Wir haben durch diese 
erneute Niederlage weiter dazu-gelernt 
und unser Selbstvertrauen 
gestärkt. Wir wissen, dass wir uns 
auf Augenhöhe mit Düdelingen 
befinden, auch wenn wir diesem 
Gegner nun zwei Mal mit einer 
durch Verletzungen geschwäch-ten 
Mannschaft im Finale unter-lagen.“ 
Als Minimalziel hat sich Die-derich 
das Erreichen der Halb-finals 
im Pokalwettbewerb und in 
der Meisterschaft gesetzt. „Ab der 
Vorschlussrunde wird dann die 
Tagesform ausschlaggebend sein. 
Unser Vorsatz ist es, in allen Be-reichen 
noch etwas zuzulegen und 
somit noch einen besseren Bas-ketball 
aufs Parkett zu legen.“ 
Bob Melcher (l.) ist einer der Hoffnungsträger im Steinseler Team. (FOTO: FERNAND KONNEN) 
Amicale Steinsel 
Trainer: Ken Diederich (dritte Sai-son) 
Spieler: Billi Fischer (1996), Jo Hoe-ser 
(1994), Eric Jeitz (1986), Tom Kap-gen 
(1996), Tom Konen (1996), Maxi 
Lamesch (1996), Alex Laurent (1993), 
Billy McDaniel (1984), Bob Melcher 
(1994), Sam Ney (1987), Samy Picard 
(1988), John Reimold (1981), Christian 
Schartz (1986), Robert Steinmetz 
(1982), Jonas Theisen (1996) 
AS ZOLVER 
Die Titelgruppe ins Auge gefasst 
Neuverpflichtung Koster soll für den zusätzlichen Schub sorgen 
V O N M A R C S C A R P E L L I N I 
Nach dem geschafften Klassenerhalt 
in der vergangenen Saison möchte 
man in Zolver nun wieder etwas 
höher schielen. Der Traditionsverein 
baut dabei auf seine Erfahrung im 
Kader und hat an der Spitze einen 
Trainer, der bereits gezeigt hat, 
dass er eine Mannschaft nach oben 
führen kann. 
Mit Walferdingen, das vor zwei 
Jahren nicht unbedingt die nam-haften 
Spieler in seinen Reihen 
hatte, schaffte es Kevin Magdow-ski 
sogar bis in das Final Four. So-weit 
will der gebürtige Deutsche 
zwar nicht gehen, doch eine Ver-besserung 
hält der Trainer durch-aus 
für realistisch. Erst im De-zember 
das Ruder vom damaligen 
Coach Mike Smith übernommen, 
konnte Magdowski nun in Ruhe die 
Vorbereitung durchführen und 
zeigt sich mit seinem Kader zu-frieden. 
„Wir haben gut gearbeitet und 
wir sollten für den Saisonstart ge-rüstet 
sein“, glaubt der 37-Jährige. 
Auch wenn man kurzfristig eine 
Veränderung auf der Ausländer-position 
vornehmen musste, so 
sollte dies keinen Einfluss auf den 
Auftakt haben. „Thomas hat in der 
Vorbereitung nicht überzeugt, so-dass 
wir diesen Entschluss gefasst 
haben. Miller macht einen deut-lich 
besseren Eindruck und wird 
zusammen mit Barden ein starkes 
Duo bilden, das sehr polyvalent 
einsetzbar ist“. Den größten Coup 
ist Zolver allerdings mit der Ver-pflichtung 
von Nationalspieler Pitt 
Koster gelungen. 
Vom Absteiger Walferdingen 
kommend, soll der Aufbauspieler 
auf dieser so wichtigen Position für 
einen Qualitätssprung sorgen. Mit 
seiner ganzen Erfahrung passt 
Koster perfekt in das Zolver Um-feld. 
„Ich kenne Pitt ja bereits aus 
unser gemeinsamen Zeit bei Ré-sidence 
und weiß um seine Qua-litäten. 
Ich bin überzeugt, dass wir 
mit ihm eine größere Souveränität 
auf das Spielfeld bekommen“, zeigt 
sich Magdowski hoffnungsvoll. 
Was die Zielsetzung anbelangt, 
so will der Trainer eine ruhige Sai-son 
erleben, auch wenn vor allem 
mit Esch ein starker Neuling den 
Sprung in die höchste Klasse ge-schafft 
hat. Magdowski erwartet, 
dass es von Beginn an sehr eng zu-gehen 
wird. Überraschungen sind 
dabei nicht ausgeschlossen. „Es 
gibt mit Düdelingen und Steinsel 
nur zwei richtige Topteams. Alle 
anderen Mannschaften begegnen 
sich ungefähr auf gleichem Ni-veau. 
Demnach erwarte ich ein 
sehr offenes Rennen um die Plät-ze 
drei bis sechs. Hier wollen wir 
eingreifen“, macht der Trainer sei-ne 
Vorstellungen deutlich. 
Allerdings geht Zolver zunächst 
etwas gehandicapt in die kom-mende 
Saison. Mit David Berthlé 
und David Controguerra sind zwei 
erfahrene Leistungsträger noch 
nicht einsatzbereit. Berthlé labo-riert 
an einer chronischen 
Fußverletzung und dürfte noch 
rund einen Monat außer Gefecht 
sein. 
Controguerra hat nach seiner 
Knieverletzung eben erst wieder 
mit dem Training angefangen und 
muss demzufolge noch seine Form 
finden. „Verletzungen muss man 
bei etwas älteren Spielern einkal-kulieren. 
Doch wir wissen damit 
umzugehen und werden darauf re-agieren 
können“, gibt sich Mag-dowksi 
optimistisch. 
Kevin Magdowski will mit Zolver hoch hinaus. (FOTO: FERNAND KONNEN) 
AS Zolver 
Trainer: Kevin Magdowski (zweite 
Saison) 
Spieler: Derrick Barden (1992), Do-minique 
Benseghir (1985), David Ber-thlé 
(1985), Eric Bissener (1986), Da-vid 
Controguerra (1986), Gilles Fas-sotte 
(1991), Ben Hemmen (1983), Vic 
Heuschling (1996), Pitt Koster (1989), 
Malcolm Miller (1991), Ben Wampach 
(1991)
42 BASKETBALL – SAISON 2014 /201 5 LuxemburgerWort Donnerstag, den 2. Oktober 2014 
Saisonstart in der nationalen Meisterschaft der Frauen 
Die ungeliebte Favoritenrolle 
Etzella und Amicale könnten um den Titel kämpfen / Ausländerdebatte erschwert Prognosen 
Programm der Frauen 
1. Spieltag 4./5.10.2014 
Amicale - Musel Pikes ___:___ 
Basket Esch - Contern ___:___ 
Etzella - T71 ___:___ 
2. Spieltag 10.10.2014 
T71 - Sparta ___:___ 
Contern - Etzella ___:___ 
Telstar - Basket Esch ___:___ 
3. Spieltag 12.10.2014 
Sparta - Contern ___:___ 
Etzella - Telstar ___:___ 
Basket Esch - Musel Pikes ___:___ 
Amicale - T71 ___:___ 
4. Spieltag 17./18.10.2014 
Musel Pikes - Etzella ___:___ 
Contern - Amicale ___:___ 
Telstar - Sparta ___:___ 
5. Spieltag 25.10.2014 
Amicale - Basket Esch ___:___ 
Sparta - Musel Pikes ___:___ 
Telstar - Contern ___:___ 
6. Spieltag 31.10.2014 
Amicale - Telstar ___:___ 
Etzella - Sparta ___:___ 
T71 - Contern ___:___ 
7. Spieltag 2.11.2014 
Basket Esch - T71 ___:___ 
Telstar - Musel Pikes ___:___ 
Etzella - Amicale ___:___ 
8. Spieltag 8.11.2014 
Sparta - Basket Esch ___:___ 
T71 - Telstar ___:___ 
Contern -Musel Pikes ___:___ 
9. Spieltag 15./16.11.2014 
Sparta - Amicale ___:___ 
Musel Pikes - T71 ___:___ 
Etzella - Basket Esch ___:___ 
10. Spieltag 22.11.2014 
Musel Pikes - Amicale ___:___ 
T71 - Etzella ___:___ 
Contern - Basket Esch ___:___ 
11. Spieltag 29./30.11.2014 
Sparta - T71 ___:___ 
Basket Esch - Telstar ___:___ 
Etzella - Contern ___:___ 
12. Spieltag 6./7.12.2014 
T71 - Amicale ___:___ 
Contern - Sparta ___:___ 
Musel Pikes - Basket Esch ___:___ 
Telstar - Etzella ___:___ 
13. Spieltag 12.12.2014 
Amicale - Contern ___:___ 
Sparta - Telstar ___:___ 
Etzella - Musel Pikes ___:___ 
14. Spieltag 14.12.2014 
Basket Esch - Amicale ___:___ 
Musel Pikes - Sparta ___:___ 
Contern - Telstar ___:___ 
15. Spieltag 20.12.2014 
Telstar - Amicale ___:___ 
Sparta - Etzella ___:___ 
Contern - T71 ___:___ 
16. Spieltag 9.1.2015 
Amicale - Etzella ___:___ 
T71 - Basket Esch ___:__ 
Musel Pikes - Telstar ___:___ 
17. Spieltag 11.1.2015 
Basket Esch - Sparta ___:___ 
Musel Pikes - Contern ___:___ 
Telstar - T71 ___:___ 
18. Spieltag 17.1.2015 
Amicale - Sparta ___:___ 
Basket Esch - Etzella ___:___ 
T71 - Musel Pikes ___:___ 
V O N A N D R EA WI M M E R 
In der nationalen Basketball-Meis-terschaft 
der Frauen werden die 
Karten neu gemischt. Vieles deutet 
darauf hin, dass die Liga ausgegli-chener 
ist als in der Vorsaison. Et-zella 
Ettelbrück und Amicale Stein-sel 
gelten nach Meinung der Kon-kurrenz 
als Favoriten – allerdings 
will keiner diese Rolle haben. 
Prognosen sind diesmal besonders 
schwierig, finden viele Trainer. 
Einschätzungen werden derzeit 
auch häufig von der Zahl der Aus-länderinnen 
bestimmt. Hinter-grund 
ist die etwas umstrittene 
Selbstbeschränkung auf einen 
Auslandsprofi. Es gibt offenbar 
unterschiedliche Ansichten zu 
dem Thema. 
„Kaum einer hält sich daran, nur 
Düdelingen und wir“, sagt Erny 
Gruskovnjak, der Trainer von Ti-telverteidiger 
Musel Pikes: „Die 
Diskussion ist komplex. Reden wir 
vom Pass oder vom Profi? Irgend-wie 
findet jeder eine andere Aus-rede.“ 
Diskussionen gibt es unter 
anderem um jene Spielerinnen, die 
keinen luxemburgischen Pass ha-ben, 
aber schon lange hier leben 
und arbeiten. 
Die Musel Pikes müssen Ab-gänge 
von Leistungsträgerinnen 
kompensieren. Amanda Stowe 
ging zurück in die USA, Carine 
Cigrang beendete ihre Karriere. 
Shalonda Winton ist als einzige 
US-Amerikanerin geblieben, hin-zu 
kam unter anderem Carole Sitz 
von Sparta. „Wir haben in zwei 
Spielzeiten vier Stammspielerin-nen 
verloren, das muss man erst 
mal verkraften“, sagt Gruskov-njak. 
Dazu kommen verletzungs-und 
beruflich bedingte Abwesen-heiten. 
„Wir sind noch nicht sta-bil“, 
so der Meistertrainer. Für be-reits 
sehr stark hält er die Kon-kurrenz 
aus Ettelbrück: „Die 
Mannschaft ist sehr gut und größ-tenteils 
zusammengeblieben, zu-dem 
kann die neue Trainerin noch 
für einen zusätzlichen Motivati-onsschub 
sorgen.“ 
Die neue Etzella-Trainerin Fa-bienne 
Fuger, die aus Contern kam, 
sieht in dieser Spielzeit „viele Fa-voriten“. 
Sie weiß um die Quali-täten 
ihrer Mannschaft, findet 
aber: „Wir sollten mit den Füßen 
auf dem Boden bleiben.“ Etzella hat 
Katie Donovan und Nina Goedert 
verloren, aber noch starke Akteu-rinnen 
im Team. „Wir haben 
glücklicherweise Nadia Mossong 
halten können. Sie hatte andere 
Möglichkeiten, wollte die Mann-schaft 
aber nicht im Stich lassen. 
Respekt!“, meint Fuger. Die US-Amerikanerin 
Jessilyn Conicelli ist 
geblieben, die gebürtige Bulgarin 
Ana Petrova auch. Die Mann-schaft 
sei schon gut eingespielt. 
„Ich bin sehr zufrieden“, sagt Fu-ger 
über die neue Aufgabe. 
Pokalgewinner Düdelingen, der 
nach dem Weggang von Meghan 
Gardler in Christina Marinacci 
noch eine US-Amerikanerin im 
Kader hat, hat ebenfalls den Vor-teil 
der Kontinuität. Trainer Fran-çois 
Manti sieht „Etzella, Esch, 
Amicale, Musel Pikes“ als favori-siert. 
„Voraussagen sind sehr 
schwierig“, meint der Franzose, 
der dafür plädiert, den Pass als 
einziges „Ausländer-Kriterium“ zu 
sehen. „Aber jeder spielt mit dem 
Personal, das er ausgewählt hat. 
Und wir gehen unseren Weg.“ 
Steinsel halten mehrere Exper-ten 
für einen Titelaspiranten, 
weil das Team mit den US-Profis 
Alyssa Charleston und Yvonne 
Anderson sowie der gebürtigen 
Kanadierin Donovan antritt. 
„Wir sind in dieser Saison die 
Buhmänner, damit müssen wir le-ben. 
Aber wir waren in einer Not-situation“, 
sagt Trainer René Kei-ser. 
Man habe ohne die Auslände-rinnen 
kein Erstliga-Team zusam-menbekommen, 
weil es in den 
Vorjahren „ein großes Loch“ bei 
den Jugendteams gegeben habe 
und nach der Vorsaison sieben 
Spielerinnen aus persönlichen 
Gründen bei Amicale aufhörten. 
Donovan habe vom Verband schon 
vor Jahren den Status als „JICL“ 
(joueur inscrit dans un club lu-xembourgeois) 
erhalten und ar-beite 
in Vollzeit. Die Favoriten-rolle 
weist Keiser zurück. Denn 
man müsse einen großen Um-bruch 
und erhebliche Leistungs-unterschiede 
im Team bewälti-gen. 
Basket Esch, das die US-Ame-rikanerin 
Hailey Dunham ver-pflichtet 
hat, hat nominell einen 
starken Kader, jedoch mit Verlet-zungsproblemen 
zu kämpfen. Na-tionalspielerin 
Tessy Hetting fehlt 
laut Trainer Zoran Jovicic nach ei-ner 
Operation drei Monate. Ihre 
Schwester Lisy erlitt einen Na-senbeinbruch. 
„Die Vorgabe des 
Vorstandes an uns ist kein kon-kretes 
Resultat, sondern das Ziel, 
möglichst viele Jugendspielerin-nen 
zu integrieren. Dazu ist mein 
Wunsch, unser Spiel schneller zu 
machen“, erklärt Jovicic. „Mo-mentan 
können wir das Konzept 
aber verletzungsbedingt nicht 
durchziehen.“ 
Contern und Sparta gehen mit 
neuen Trainern in die Saison. Jé-rôme 
Altmann ist als Nachfolger 
von Fuger in Contern erstmals bei 
einer Frauen-Mannschaft in der 
Verantwortung. Er hat unter an-derem 
die US-Amerikanerin Brid-get 
Yoerger und die Deutsche Na-dine 
Grieb als Leistungsträgerin-nen, 
zudem ist man stolz auf viele 
junge „Eigengewächse“. Ziel ist das 
Erreichen der Titelgruppe sowie 
die Integration der Spielerinnen, 
die wegen ihres Studiums wäh-rend 
der Woche im Ausland sind. 
„Wir möchten sie möglichst lang-fristig 
im Verein halten, kümmern 
uns daher auch vor Ort um Trai-ningsmöglichkeiten“, 
erklärt Alt-mann. 
Neuer Sparta-Coach ist der Ita-liener 
Antonio D’Albero, der 
Jacques Sitz nachfolgte. Assistenz-trainerin 
Florencia Palacios ver-stärkt 
die Mannschaft ebenso wie 
die neu verpflichtete Kroatin Gor-dana 
Bedalov. Sparta muss die Ab-gänge 
von Sitz, Lynn Frank, Na-dine 
Greiveldinger, Bracey Ulin, 
Secily Ray und Elan Brown kom-pensieren. 
Letztere spielt nun bei 
Aufsteiger Telstar. Das vom Ru-mänen 
Attila Veres betreute Team 
aus Hesperingen hat neben der 
Amerikanerin Brown die Natio-nalspielerin 
Lisa Jablonowski als 
Leistungsträgerin. 
Nadia Mossong (r.) blieb Etzella treu. (FOTO: FERNAND KONNEN) 
Die Aufgebote 
SPARTA BARTRINGEN 
Trainer: Antonio d'Albero (erste Saison) 
Spielerinnen: Gordana Bedalov (1984), Pau-line 
Hublart (1993), Svenja Mancinelli (1994), 
Florencia Palacios (1985), Jenny Rassel 
(1993), Jalila R'Biaa (1994), Estelle Sand 
(1997), Madeleine Schmit (1998), Esmeral-da 
Skrijelj (1995), Lisa Vannelli (1994), Me-lina 
Wanderscheid (1996), Anne Wiance 
(1990) 
AB CONTERN 
Trainer: Jérôme Altmann (erste Saison) 
Spielerinnen: Charlie Bidinger (1995), An-ouk 
Frieden (1996), Jessie Goergen (1997), 
Nadine Grieb (1987), Noémie Hoffmann 
(1996), Lynn Kauffmann (1994), Anne Ludi-vig 
(1982), Sally Maerz (1994), Claire Mar-gue 
(1981), Lou Mathieu (1994), Lynn Reu-ter 
(1996), Alexa Sanelli (1995), Sophie Sun-nen 
(1994), Florence Welsch (1991), Bridget 
Yoerger (1988) 
T71 DÜDELINGEN 
Trainer: François Manti (zweite Saison) 
Spielerinnen: Kim Brück (1987), Andrea Ha-ris 
(1978), Mandy Geniets (1998), Pascale 
Hut (1984), Tania Lagoda (1990), Christina 
Marinacci (1991), Anne Mreches (1998), Mi-chèle 
Orban (1986), Hannah Pauly (1997), 
Mia Pauly (1996), Lynn Thiltges (1997), An-ouk 
Wagener (1989), Rachel Wagener 
(1986), Nina Wintersdorf (1997) 
BASKET ESCH 
Trainer: Zoran Jovicic (zweite Saison) 
Spielerinnen: Jil Baum (1997), Michelle Ditt-gen 
(1997), Hailey Dunham (1987), Lisy Het-ting 
(1990), Tessy Hetting (1986), Cathy 
Hoffmann (1998), Alina Léonard (1991), Mai-te 
Scheer (1995), Billie Schulté (1993), Joy 
Schulté (1991), Lisa Sell (1998), Sarah de 
Sousa (1996), Agi Szaboova (1975), Michèle 
Wewer (1984) 
ETZELLA ETTELBRÜCK 
Trainer: Fabienne Fuger (erste Saison) 
Spielerinnen: Jessilyn Conicelli (1989), Jen-nifer 
Golanova (1997), Nadia Mossong 
(1986), Annick Neiertz (1992), Ana Petrova 
(1982), Liz Rehlinger (1997), Manon Schroe-der 
(1996), Jo Schreiner (1991), Lynn Schrei-ner 
(1991), Cathrin Wolff (1996) 
TELSTAR HESPERINGEN 
Trainer: Attila Veres (dritte Saison) 
Spielerinnen: Elan Brown (1991), Lara Cat-taneo 
(1997), Lisa Jablonowski (1997), Lou-lou 
Kenens (1997), Lena Kummer (1994), Le-na 
Mersch (1997), Florence Muller (1997), 
Charlotte Ransquin (1988), Lynn Rock (1994), 
Lynn Schroeder (1989), Noémie Schroeder 
(1993), Ninon Sitz (1988), Lena Walter (1996) 
MUSEL PIKES 
Trainer: Erny Gruskovnjak (sechste Saison) 
Spielerinnen: Laure Diederich (1987), Noé-mie 
Entringer (1996), Sarah Gruskovnjak 
(1998), Magaly Meynadier (1991), Laura 
Mreches (1995), Lara Nilles (1995), Myrielle 
Platte (1994), Cathy Schmit (1990), Carole 
Sitz (1985), Evelyne Stoll (1986), Catherine 
Weiler (1995), Shalonda Winton (1991) 
AMICALE STEINSEL 
Trainer: René Keiser (zweite Saison) 
Spielerinnen: Yvonne Andersen (1990), 
Alyssa Charlston (1991), Katie Donovan 
(1982), Danielle Filbig (1997), Michelle Filbig 
(1995), Lisa Gidt (1995), Michelle Klepper 
(1994), Jocelyn McMinimy (1997), Claire Nil-les 
(1997), Lisa Scheltien (1998), Liz Schmitz 
(1988), Laurie Weber (1995) 
(FOTO: FERNAND KONNEN)

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Total league basket

  • 1. Donnerstag, den 2. Oktober 2014 S P O RT 35 Totti und Xavi mit Bestmarken Routiniers setzen in der Champions League im Fußball neue Maßstäbe. Seite 43 Vom Höhenflug in die Flaute Wenn vielversprechende sportliche Laufbahnen plötzlich ins Stocken geraten. Seite 47 Im Gespräch mit dem Felser Aufbauspieler Rui Nunes vor dem Auftakt der Basketball-Meisterschaft am Wochenende „Wir können weiterhin überraschen“ T71, Amicale und Contern sind in den Augen des 28-Jährigen die stärksten Teams der Liga I N T E R V I E W : K I M T H E S E N Rui Nunes erlebte mit Arantia eine sensationelle Saison 2013/2014. Doch was darf man in der kom-menden Spielzeit von dem Team aus Fels erwarten? Der 28-jährige Aufbauspieler, der als einziger Luxemburger im Besitz der Fiba- Agenten-Lizenz ist, analysiert die Situation. n Die neue Saison steht bevor. Wie groß ist die Freude bei Ihnen, dass die Basketball-Meisterschaft be-ginnt? Es wird Zeit, dass es losgeht. Auch wenn ich noch einige Wochen Er-holung gebrauchen könnte. Ich freue mich bereits seit zwei Mo-naten auf das erste Heimspiel ge-gen Zolver. n Arantia Fels hat die Liga in der vergangenen Saison begeistern können. Was hat die Mannschaft so stark gemacht? Zu Beginn war es mit Sicherheit auch der Überraschungseffekt, der dazu beitrug, dass wir die ersten Partien für uns entscheiden konn-ten. Wir hatten eine klare Rollen-verteilung: Jeder wusste genau, was er auf dem Feld zu tun hat. Und wir hatten mit dem US-Ame-rikaner Reggie Evans ganz einfach den besten Spieler in der Liga in unseren Reihen. n Viele fragen sich nun, was auf die Sensationssaison folgen wird. Steigen nun die Erwartungen in Fels? Ich denke, dass einige Leute ent-täuscht sein werden, wenn wir an-fangen, Spiele zu verlieren. Jedoch müssen wir realistisch bleiben, für uns ist der achte Tabellenplatz das klare Ziel. Es ist uns allerdings egal, ob wir den Klassenerhalt über die Abstiegsgruppe schaffen oder den sechsten Platz belegen und erneut in den Play-offs antreten. Haupt-sache, wir bleiben eine weitere Saison erstklassig. n Denken Sie, dass die Basketball- Interessierten Arantia immer noch als Abstiegskandidaten sehen? Ich glaube nicht, dass die Leute uns auf der Rechnung haben, um oben mitzuspielen. In der vergan-genen Saison wurde gesagt, dass wir sowieso absteigen. Nun wird gesagt, dass das zweite Jahr immer schwieriger sei. Wenn wir nun erneut erstklassig bleiben sollten, weiß ich nicht, was be-hauptet wird. Ich denke jeden-falls, dass wir weiterhin in der La-ge sein werden, für Überraschun-gen zu sorgen. Rui Nunes: „Für uns ist der achte Tabellenplatz das klare Ziel.“ (FOTO: CHRISTIAN KEMP) n Kurz vor Saisonbeginn wurde Reggie Evans zurück nach Fels ge-holt. Glauben Sie, dass die Konkur-renten durch diese Nachricht ge-schockt wurden? Ich denke schon. Nicht die Top-teams, aber die restlichen Clubs, die wissen, dass sie gegen uns ge-winnen müssen. Joseph Bertrand (der durch Evans ersetzt wurde, Anm. der Red.) war eine Unbe-kannte für die Gegner, aber nun wissen sie genau, was auf sie zu-kommen wird. Für mich war klar, dass man Evans nicht ersetzen kann. Für ein Team wie Arantia und eine Liga wie Luxemburg ist er ganz einfach perfekt. Wir ha-ben zwar zwei neue einheimische Akteure hinzubekommen (Gilles Kayser und Sam Ferreira, Anm. der Redaktion), aber man kann nicht einfach den Leader der Mann-schaft ersetzen. Das geht bei uns nicht. n Welche Art von Spieler ist Bertrand? Er besitzt viel mehr Potenzial als Evans. Er ist größer, stärker im Re-bound, kann deutlich besser unter dem Korb spielen und springt ge-nau so hoch wie Evans. Ich denke jedoch, dass er besser in einer stär-keren Liga zurechtkommen wird, in der er eine spezifische Rolle hat. In unserer Mannschaft hätte er 20 bis 25 Würfe pro Spiel nehmen müssen, damit wir eine Siegchan-ce haben. Es hätte mit Sicherheit einige Zeit gedauert, bis er diese Rolle hätte verinnerlichen kön-nen. n T71 und Amicale sind auch vor dem Start der neuen Saison die kla-ren Titelfavoriten. Stimmen Sie die-ser Aussage zu? Absolut. n Wer wird Ihrer Meinung nach hinter den beiden Topteams ein Wort im Kampf um die Titel mitre-den können? Ich schätze auch Contern sehr stark ein und denke, dass der Ver-ein noch besser mithalten kann als im Vorjahr. Ich habe das Team in der Vorbereitung bereits unter die Lupe genommen, es gefällt mir sehr gut. Den vierten Halbfinalis-ten der vergangenen Saison, Spar-ta, schätze ich hingegen nicht so stark ein. Wenn die Musel Pikes mehr Stabilität hätten, was die US-Spieler betrifft, dann könnten auch sie oben mitspielen. n Können Sie die Teams in der Liga kurz einstufen? T71 und Amicale stehen ohne Fra-ge oben. Anschließend folgt mei-ner Meinung nach Contern und eventuell die Musel Pikes. Wobei man die Moselaner durchaus auch zum Rest der Liga hinzuzählen kann, auch wenn sie zu stark sind, um gegen den Abstieg zu spielen. Ich schätze, dass Mersch, Zolver, Etzella und Arantia in der Ab-stiegsgruppe landen werden. n Welche Mannschaften stehen vor einer schweren Saison? Vor der vergangenen Saison habe ich gesagt, dass Etzella mit Neu- Trainer Jan Enjebo entweder Zweiter wird, oder aber im Play-down landet. Nun befindet sich der Verein im Abwärtstrend und die-ser wird meiner Meinung nach weitergehen. Mit Jairo Delgado wird sein wohl bester Spieler nicht im Kader sein. Von den beiden Profispielern (Anthony Simpson und Billy McNutt, Anm. der Re-daktion) bin ich wenig überzeugt. In meinen Augen ergibt es wenig Sinn, was in Sachen Transferpoli-tik bei Etzella momentan passiert. n Welche Kriterien müssen Profi-spieler Ihrer Meinung nach in Lu-xemburg erfüllen, damit sie zu einer starken Mannschaft beitragen? Es müssen qualitativ gute Spieler sein und sie müssen in das Team passen. Dann hängt es sehr stark von Mannschaft zu Mannschaft ab. Wir in Fels müssen auf jeden Fall Spieler verpflichten, die in jedem Spiel 20 bis 25 Punkte erzielen können. Wann man diese Akteure nicht hat, steigt man ab, so ein-fach ist es. Wenn man keinen Tom Schumacher oder Christopher Jo-nes in der Mannschaft hat, muss man halt eben offensivstarke US-Spieler verpflichten. n Gibt es Partien, auf die Sie sich besonders freuen? Ich freue mich sehr auf die ersten Spiele in heimischer Halle. In den ersten drei Begegnungen in Fels treffen wir auf Zolver, Mersch und Ettelbrück. Dann wissen wir so-fort, wo wir stehen. Ich denke, dass wir zu Hause gute Chancen ha-ben, diese Partien für uns zu ent-scheiden. n Sie besitzen als einziger Luxem-burger eine Fiba-Agenten-Lizenz. Können Sie erklären, was dies in der Praxis bedeutet? Es ist eine Lizenz, die bescheinigt, dass ich mich in einigen Berei-chen auskenne: Etwa wenn es um Transfers, Jugendspieler oder rechtliche Fragen geht, kann ich meine Kenntnisse einbringen. Zu-dem kann ich selbst Spieler vermitteln, was bedeutet, dass ich mich beispielsweise um die Verpflichtung eines US-Spielers komplett selbst kümmern kann. Ist man nur Spielervermittler, arbei-tet man für eine Agentur. Ich kann dies alles selbst machen als unab-hängiger Agent. Ich kann somit Spieler rekrutieren und vermit-teln. n Ist dies eine Aufgabe, die Sie in Zukunft ausbauen wollen? So ist es auf jeden Fall geplant. Je-des Jahr erhält man neue Kontak-te: Spieler, Trainer und Teamma-nager. So kann ich mir langsam et-was aufbauen, um diese Aufgabe in Zukunft auszubauen. „Wenn man keinen Tom Schumacher oder Christopher Jones in der Mannschaft hat, muss man halt offensivstarke US-Spieler holen.“ Rui Nunes
  • 2. 36 BASKETBALL – SAISON 2014 /201 5 LuxemburgerWort Donnerstag, den 2. Oktober 2014 Am Samstag beginnt die Meisterschaftssaison 2014/2015 bei den Männern T71 und Amicale bleiben die Titelfavoriten Spannung im Kampf um den Klassenerhalt dürfte garantiert sein V O N K I M T H E S E N Am Samstag beginnt die Basketball- Saison 2014/2015. Nachdem es im Sommer bei zahlreichen Vereinen zu großen Änderungen gekommen ist, ist die Spielstärke einiger Vereine nur schwer einzuschätzen. Erwarten darf man eine Spielzeit, in der das Potenzial der Teams sehr nahe bei-einander liegt. T71 und Amicale sind allerdings weiterhin die Topfavori-ten auf den Gewinn der Meister-schaft. Während T71 beide Titel in der Stadt halten will, möchte Amicale das Image des Ewigen Zweiten ab-legen. Und zudem den ersten Ti-tel seit 1981 nach Steinsel holen. Ein wichtiger Faktor wird der Gene-sungsprozess von Samy Picard nach seiner Handverletzung sein. Er könnte in den nächsten Wo-chen nach monatelanger Pause zum Team stoßen. T71 und Ami-cale setzen, was die Spieler an-geht, auf Kontinuität: Sie werden mit denselben US-Spielern wie in der Vorsaison agieren. Mit Max Schmit (T71) sowie Jo Hoeser (Amicale) wurden die Aufgebote zudem in der Breite verstärkt. Demnach kann man erwarten, dass die beiden Topteams erneut oben angreifen werden. Viele Teams haben das gleiche Ziel Kaum ein Spiel haben T71 und Amicale in der vergangenen Sai-son gegen vom Papier her schwä-chere Gegner verloren. Die Frage wird sein, ob es in diesem Jahr ei-nigen Teams gelingen wird, ein Wörtchen mitzureden, wenn die entscheidenden Spiele im Titel-kampf anstehen. Der Drittplatzier-te der vergangenen Saison, Con-tern, hat im Sommer sowohl den Trainer (Thomas Glasauer kam für Brian Carroll) als auch beide Pro-fispieler ausgetauscht. Dies zeigt, dass sich der Verein keinesfalls mit dem dritten Rang zufrieden gibt. Doch die Konkurrenz ist groß. Fast alle Mannschaften haben die Teilnahme an der Titelgruppe als Mindestziel festgelegt. Nach der Halbfinalteilnahme in der Vorsai-son will Sparta Bartringen erneut oben mitmischen. Der Verein, der in jüngster Vergangenheit vor al-lem wegen der Personalie Larrie Smith in den Medien auf sich auf-merksam machte, will nun zur Ru-he kommen und zurück in die Er-folgsspur finden. Kaum ein Sportverein in Lu-xemburg konnte in der vergange-nen Saison so überraschen wie Arantia Fels. Als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt, verpass-te das Team von Trainer Helge Patzak am Ende nur knapp das Halbfinale. Erst rund eine Woche vor dem Start der Saison hat Aran-tia den Topscorer der vergange-nen Saison, Reggie Evans, zurück nach Fels geholt. Zudem wurde der Kader mit Gilles Kayser (Grénge-wald) und Sam Ferreira (Etzella) verstärkt. Die Musel Pikes erlebten in der Zwischensaison einen Umbruch: Das langjährige Gesicht der Mannschaft, Guy Schmit, verkün-dete wie einige weitere Spieler seinen Rücktritt. Nun bleibt die Frage, wer die Lücken in der kommenden Saison schließen kann. Sowohl die jungen Spieler (Welter, Schammo) als auch die gestandenen Akteure (Schwartz, Kox, Donnersbach) müssen mehr Verantwortung als zuvor über-nehmen. Quo vadis Etzella Ettelbrück? Vor einer schweren Saison steht die Ettelbrücker Etzella. In den vergangenen beiden Jahren hinkte man den Erwartungen hinterher. Als problematisch dürfte sich zu-dem in dieser Saison erweisen, dass Jairo Delgado wohl während der gesamten Saison (Aufenthalt in Schweden) nicht zur Verfügung stehen wird. In Zolver will man endlich wie-der eine Saison ohne Abstiegs-angst erleben. Die Hoffnungen ru-hen auf der Rückkehr von Natio-nalspieler Pitt Koster, der zuletzt für Résidence spielte. Gespannt darf man auf das Ab-schneiden der beiden Aufsteiger Basket Esch und Black Star Mersch sein. Im vergangenen Jahr stand der damalige Zweitligist aus Esch gar überraschenderweise im Po-kalfinale. Im Sommer wurde der Kader deutlich verstärkt: Alex Roden-bourg, Joé Biever und Daniel Wey-rich sind zum Team von Natio-naltrainer Franck Mériguet gesto-ßen. Doch der Aufsteiger gibt sich bescheiden. Vor zwei Spielzeiten erlebte man eine katastrophale Saison, die mit dem Abstieg en-dete. Als Außenseiter geht Black Star Mersch in die Saison. Doch die Mannschaft von Trainer Tom Kries will sich nicht von vornhe-rein geschlagen geben. In der Zwi-schensaison wurde das Aufgebot des Neulings verstärkt: Sowohl der talentierte Max Schmit als auch Routinier Olivier Haan könnten beim Aufsteiger eine extrem wich-tige Rolle übernehmen. Tom Schumacher (T71 Düdelingen) und Christian Schartz (Amicale, r.) wer-den sich erneut intensive Duelle liefern. (FOTO: FERNAND KONNEN) Regeländerungen 2014/15 In der kommenden Saison warten ei-nige Regeländerungen auf die Bas-ketballer. Hier ein Überblick: n Nach einem offensiven Rebound wird die 24-Sekunden-Uhr auf 14'' zu-rückgesetzt und nicht mehr auf volle 24''. Dadurch soll das Spiel schneller gemacht werden. n Nach einem Technischen Foul be-kommt eine Mannschaft nicht wie bis jetzt zwei, sondern nur noch einen Freiwurf und Ballbesitz. n In den letzten 2' eines Spiels kann ein Trainer höchstens zwei Auszeiten nehmen, auch wenn er zuvor noch kei-ne der insgesamt drei Auszeiten in An-spruch genommen hat. Die dritte Aus-zeit verfällt in diesem Fall. n Wenn ein Spieler zwei Technische Fouls erhält, wird er disqualifiziert. Nach einem Technischen sowie ei-nem Unsportlichen Foul darf er wei-terspielen. Bei zwei Unsportlichen Fouls wird man weiterhin disqualifi-ziert, hier gibt es keine Änderung. n Im Halbkreis unter dem Korb kann ein Verteidiger nur dann ein Offen-sivfoul ziehen, wenn er beide Füße au-ßerhalb des Kreises platziert hat. Programm der ersten Liga – Männer 1. Spieltag 4./5.10.2014 Arantia - Zolver ___:___ Amicale - Musel Pikes ___:___ Sparta - Black Star ___:___ Basket Esch - Contern ___:___ Etzella - T71 ___:___ 2. Spieltag 10.10.2014 Black Star - Amicale ___:___ Zolver - Basket Esch ___:___ Musel Pikes - Arantia ___:___ T71 - Sparta ___:___ Contern - Etzella ___:___ 3. Spieltag 12.10.2014 Arantia - Black Star ___:___ Sparta - Contern ___:___ Etzella - Zolver ___:___ Basket Esch - Musel Pikes ___:___ Amicale - T71 ___:___ 4. Spieltag 17./18.10.2014 T71 - Arantia ___:___ Zolver - Sparta ___:___ Musel Pikes - Etzella ___:___ Contern - Amicale ___:___ Black Star - Basket Esch ___:___ 5. Spieltag 25./26.10.2014 Arantia - Etzella ___:___ Amicale - Basket Esch ___:___ Sparta - Musel Pikes ___:___ Black Star - T71 ___:___ Zolver - Contern ___:___ 6. Spieltag 31.10.2014 Basket Esch - Arantia ___:___ Amicale - Zolver ___:___ Etzella - Sparta ___:___ Musel Pikes - Black Star ___:___ T71 - Contern ___:___ 7. Spieltag 2.11.2014 Arantia - Sparta ___:___ Contern - Black Star ___:___ Basket Esch - T71 ___:___ Zolver - Musel Pikes ___:___ Etzella - Amicale ___:___ 8. Spieltag 8.11.2014 Amicale - Arantia ___:___ Sparta - Basket Esch ___:___ Black Star - Etzella ___:___ T71 - Zolver ___:___ Contern - Musel Pikes ___:___ 9. Spieltag 15./16.11.2014 Arantia - Contern ___:___ Sparta - Amicale ___:___ Musel Pikes - T71 ___:___ Etzella - Basket Esch ___:___ Zolver - Black Star ___:___ 10. Spieltag 22./23.11.2014 Musel Pikes - Amicale ___:___ Black Star - Sparta ___:___ T71 - Etzella ___:___ Contern - Basket Esch ___:___ Zolver - Arantia ___:___ 11. Spieltag 29.11.2014 Arantia - Musel Pikes ___:___ Amicale - Black Star ___:___ Sparta - T71 ___:___ Basket Esch - Zolver ___:___ Etzella - Contern ___:___ 12. Spieltag 6./7.12.2014 Black Star - Arantia ___:___ T71 - Amicale ___:___ Contern - Sparta ___:___ Musel Pikes - Basket Esch ___:___ Zolver - Etzella ___:___ 13. Spieltag 12.12.2014 Arantia - T71 ___:___ Basket Esch - Black Star ___:___ Amicale - Contern ___:___ Sparta - Zolver ___:___ Etzella - Musel Pikes ___:___ 14. Spieltag 14.12.2014 Etzella - Arantia ___:___ Basket Esch - Amicale ___:___ Musel Pikes - Sparta ___:___ Contern - Zolver ___:___ T71 - Black Star ___:___ 15. Spieltag 20./21.12.2014 Arantia - Basket Esch ___:___ Sparta - Etzella ___:___ Black Star - Musel Pikes ___:___ Contern - T71 ___:___ Zolver - Amicale ___:___ 16. Spieltag 9.1.2015 Sparta - Arantia ___:___ Black Star - Contern ___:___ Amicale - Etzella ___:___ T71 - Basket Esch ___:___ Musel Pikes - Zolver ___:___ 17. Spieltag 11.1.2015 Etzella - Black Star ___:___ Arantia - Amicale ___:___ Basket Esch - Sparta ___:___ Zolver - T71 ___:___ Musel Pikes - Contern ___:___ 18. Spieltag 17.1.2015 Contern - Arantia ___:___ Amicale - Sparta ___:___ Basket Esch - Etzella ___:___ Black Star - Zolver ___:___ T71 - Musel Pikes ___:___
  • 3. Luxemburger Wort Donnerstag, den 2. Oktober 2014 B A S K E T B A L L – SA I S ON 20 14 /2 0 1 5 37 SPARTA BARTRINGEN Altmeister vor Neuanfang Patrick Arbaut: „Wir wollen uns wieder auf das Wesentliche konzentrieren“ V O N Y V E S B O D R Y Nach den rezenten Turbulenzen will man beim ehemaligen Landesmeis-ter Sparta wieder in ruhigere Fahr-wasser gelangen. Ein neuer Trainer, zwei neue US-Spieler sowie der Transfer eines ehemaligen Hoff-nungsträgers sollen den Neuanfang einläuten. Der Boden der Düdelinger Sport-halle ist klebrig. Der Duft von Schaumwein liegt in der Luft. Mit frisch gedruckten Meister-Shirts feiern die Sparta-Spieler am Ende eines nervenaufreibenden Finals ausgelassen den elften Landes-meistertitel der Vereinsgeschich-te. Das war 2012. Die Basketball-welt in Bartringen war damals in bester Ordnung. Seitdem hat sich allerdings viel getan. Wechsel im Vorstand, Wechsel im Spielerkader und Wechsel auf der Trainerbank. Es kam Unruhe in den Verein und die erfolgsver-wöhnten Bartringer mussten in den vergangenen Spielzeiten klei-nere Brötchen backen. Nun soll al-les anders werden. Mit Bob Adam als Trainer sowie punktuellen Verstärkungen will man bei der Sparta quasi einen Neuanfang wa-gen. Kader lässt sich sehen Der Kader lässt sich jedenfalls se-hen. Mit Patrick Arbaut, Xavier Engel, Dean Gindt und Julien Hu-blart kann Adam auf erfahrene Kräfte bauen, die bereits großen Anteil am letzten Meistertitel hat-ten. „Das Potenzial ist vorhan-den“, weiß auch Arbaut, der hofft, dass seine Mannschaft diese Sai-son von Verletzungen und Stör-faktoren abseits des Feldes ver-schont bleibt. Die leidige Affäre um Larrie Smith hatte im Vorfeld der Saison bereits wieder für Un-ruhe gesorgt. „Als Spieler versu-chen wir, uns aufs Wesentliche zu konzentrieren, nämlich das Bas-ketballspielen“, gibt Arbaut die Devise vor. Mit Joé Kalmes (Mon-dorf) und vor allem Frank Wiseler gewinnt der Kader zudem an Brei-te. Wiseler galt lange Zeit als ei-nes der größten einheimischen Talente, ehe eine schwerwiegende Verletzung ihn zurückwarf. „Auf-grund seiner Knieverletzung nimmt Frank nicht an allen Trai-nings teil. Ich denke, dass sein Leistungsvermögen momentan bei 80 Prozent liegt. Mit seiner Über-sicht und seinem ausgezeichneten Passspiel ist er aber ganz klar eine Bereicherung für unser Spiel.“ Zwei neue Gesichter Auf den Ausländerpositionen geht Sparta mit zwei neuen Gesichtern auf Titeljagd. Keith Steffeck ist ein großgewachsener Spieler (2,06 m), der polyvalent einsetzbar ist. „Er kann sowohl unter dem Korb spie-len als auch von außen treffen. Zu-dem ist er ein guter Distanzschüt-ze“, sagt Arbaut. Brandon Beasley (1,96 m) könnte dem Sparta-Spiel dagegen mehr Tempo verleihen. „Er ist ein schneller Spieler und zudem sehr athletisch und treffsi-cher.“ Was die Ziele der Bartringer an-belangt, lehnt sich Arbaut nicht allzu weit aus dem Fenster. „Die Saison ist lang und vieles kann passieren. Ich persönlich schaue von Spiel zu Spiel. Eine erste Etap-pe wäre sicherlich das Erreichen der Play-offs.“ Sparta Bartringen Trainer: Bob Adam (erste Saison) Spieler: Thierry Abdiu (1987), Patrick Arbaut (1987), Nicolas Arendt (1995), Brandon Beasley (1988), Xavier Engel (1988), Dean Gindt (1991), Julien Hu-blart (1988), Joé Kalmes (1995), Yas-sine R'Biaa (1989), Keith Steffeck (1989), Vincent Weynandt (1982), Frank Wiseler (1989) Aufbauspieler Patrick Arbaut hofft, sich in dieser Saison wieder auf das Basketballspielen konzentrieren zu können. (FOTO: BEN MAJERUS) AB CONTERN Die Messlatte liegt hoch Thomas Glasauer steht als neuer Coach in der Verantwortung V O N P A U L J A A Q U E S Mit Thomas Glasauer steht in Con-tern ein neuer Trainer in der Ver-antwortung. Der Deutsche konnte sich in den vergangenen Wochen ein Bild von seinem Team machen und meint: „Mit unserer Startfünf brauchen wir uns vor keinem Geg-ner zu verstecken!“ Das Halbfinale soll erneut erreicht werden. Mit dem Erreichen der Meister-schafts- Halbfinalserie – in der man dann am späteren Titelträger T71 Düdelingen scheiterte – durfte man bei den „Amis du basketball“ in Contern von einer zufrieden-stellenden Saison 2013/2014 spre-chen. Trotz allem wurde der Vertrag mit Trainer Brian Carroll, der während zwei Spielzeiten in Con-tern als Coach arbeitete, nicht ver-längert. Auch die beiden US-Ame-rikaner Rahlir Hollis-Jefferson und Jefferson Mason haben den Ver-ein in der Zwischensaison verlas-sen. Mit Thomas Glasauer hat Contern einen Trainer aus Deutschland verpflichtet, für den die erste Liga in Luxemburg ab-solutes Neuland darstellt. „Ich war bisher in meiner Trainerlaufbahn in meinem Heimatland aktiv und habe dort Teams aus der ProA und ProB betreut. Die Spielstärke der übrigen Mannschaften aus der höchsten Spielklasse kann ich mo-mentan nicht sehr gut einschät-zen“, so der 41-Jährige, der zuletzt den TV Langen (D/ProB) trainier-te. Für die beiden Ausländerposi-tionen hat man in Contern zwei US-Amerikaner verpflichtet, die in ihrer bisherigen Profikarriere be-reits Europa-Erfahrung gesammelt haben. Jordan Hasquet spielte u. a. für den deutschen Bundesligisten Hagen. Trainer Glasauer hält sehr große Stücke auf diese Neuver-pflichtung. „Hasquet ist ein Spieler, der be-reits in den Vorbereitungsspielen unterstrichen hat, dass er für un-sere Mannschaft eine echte Ver-stärkung werden kann“. Leider hat sich der Hoffnungsträger kurz vor dem Saisonstart eine Bänderdeh-nung zugezogen und sein Einsatz beim Saisonauftakt gegen Basket Esch ist noch nicht gesichert. Der 28-jährige Jeremy Black stößt aus Karlsruhe (D) zu Contern. „Black hat während mehreren Jahren in der zweiten Bundesliga gespielt und wird uns mit seiner Erfahrung weiterhelfen“, ist der Coach auch von der Spielstärke des zweiten US-Amerikaners über-zeugt. Luxemburger Spielerstamm bleibt unverändert Ansonsten gibt es im Spielerkader keine Veränderungen und die Mannschaft hat in der Vorberei-tungszeit in den Augen des Trai-ners zufriedenstellend gearbeitet. „Birenbaum und Jones waren zu Beginn der Vorbereitungsphase noch bei der Nationalmannschaft und sammelten dort wertvolle Er-fahrungen. In puncto Teamtaktik konnten wir deshalb in der ersten Woche nicht viel machen, aber ich denke die Mannschaft hat sich mittlerweile mit meiner Trai-ningsarbeit vertraut gemacht. Es macht jedenfalls Spaß, mit diesem Spielerkader zu arbeiten“, blickt Glasauer dem Ligaauftakt optimis-tisch entgegen. Auf die Frage nach der Zielset-zung für die Saison 2014/2015 hat der Trainer konkrete Vorstellun-gen. „Wir wollen mindestens so gut wie im Vorjahr abschneiden. Primäres Ziel ist der Einzug in die Titelgruppe. Sollte das gelingen, visieren wir natürlich die Top Vier an“, glaubt Coach Glasauer fest an das große Potenzial seiner Mann-schaft. Christopher Jones (l.) ist ein Schlüsselspieler in der Conterner Mann-schaft. (FOTO: FABRIZIO MUNISSO) AB Contern Trainer: Thomas Glasauer (erste Sai-son) Spieler: Tom Arens (1996), Raul Bi-renbaum (1989), Jeremy Black (1985), Alain Gengler (1994), Ben Goergen (1994), Jordan Hasquet (1985), Yann Herrmann (1989), Chris-topher Jones (1990), Jérôme Kaefer (1990), Steve Kuhlmann (1991), Phi-lippe Majerus (1994), Grégory Schmit (1989), David Torres (1983), René Wolzfeld (1991)
  • 4. 38 BASKETBALL – SAISON 2014 /201 5 LuxemburgerWort Donnerstag, den 2. Oktober 2014 T71 DÜDELINGEN Die Erfolgsserie soll fortgesetzt werden Trainer Tim Collins hat Respekt vor der Konkurrenz V O N K I M T H E S E N Die Bilanz ist beeindruckend: sieben Titel in den vergangenen fünf Jah-ren. T71 ist derzeit die dominierende Mannschaft im Luxemburger Bas-ketball. Es deutet vieles darauf hin, dass der Doublé-Sieger auch in der neuen Saison ganz oben mitmischen wird. „Es ist historisch, was dieser Club in den vergangenen Jahren geleis-tet hat. Sowohl der vorherige Trai-ner Jan Enjebo als auch ich hatten bzw. haben das Glück, eine wun-dervolle Mannschaft zu trainie-ren“, so Trainer Tim Collins, der gleich in seiner ersten Saison in Luxemburg beide Titel gewinnen konnte. „Die Liga wird nun noch stärker sein als in der zuvor. Alle wollen das, was wir bereits haben, nämlich Titel. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass wir auch in dieser Saison ganz vorne mitmi-schen werden.“ „Never change a winning team“ lautet ein englisches Sprichwort, das auf Düdelingen zutrifft. Mit Gilles Ruffato, Tom Schumacher, Fränk Muller, Denell Stephens und Ryan Sharry hat man wohl die stärkste Startfünf der Liga. Zudem wurde mit Max Schmit aus Wal-ferdingen ein Spieler verpflichtet, der sowohl Ruffato als auch Schu-macher entlasten kann. Die Mi-schung in der Mannschaft stimmt: Die Rollen sind klar verteilt und jeder weiß, was er zu tun hat. Weil Düdelingen meist mit drei groß gewachsenen Akteuren agiert, do-minieren Muller und Co. nahezu in jedem Spiel unter den Körben. In der Offensive können alle Spie-ler Akzente setzen: Im Spiel des Doublé-Siegers ist kaum eine Schwäche auszumachen. Abzu-warten bleibt, ob das Vorhaben von Trainer Collins, Nachwuchs-akteuren Spielpraxis zu verschaf-fen, nichts am dominanten Auf-treten ändern wird. Sollte Düde-lingen ähnlich dominant auftreten wie in der vergangenen Saison, dann wird der US-Amerikaner viele Möglichkeiten haben, um dem gesamten Kader Einsatzzei-ten zu verschaffen. „Es ist wichtig, dass man ein breites Aufgebot be-sitzt. Dies erlaubt es einem einer-seits, das Verletzungsrisiko zu senken. Zudem sind die Spieler am Ende der Saison – in den ent-scheidenden Partien – topfit. Zum richtigen Moment in Form Dies hat die Mannschaft um Na-tionalspieler Schumacher in der Vergangenheit so stark gemacht. Nahezu in allen wichtigen Spielen riefen die Spieler ihre beste Leis-tung ab, um das Spielfeld als Sie-ger zu verlassen. Vor welchen Mannschaften muss sich T71 in Acht nehmen? Für Collins steht fest, dass Amicale be-wiesen hat, dass sie stark genug ist, um den Titel zu gewinnen. Zudem schätzt er Contern etwas stärker als den Rest der Teams ein. Die letzte Mannschaft, die drei Meistertitel in Folge feiern konn-te, war übrigens Résidence Wal-ferdingen in den Jahren 1993 bis 1995. T71 Düdelingen Trainer: Tim Collins (zweite Saison) Spieler: Claude Bemtgen (1989), Tim Kauffmann (1996), Jérôme Lanners (1994), Steve Lanners (1996), Christ-ophe Laures (1989), Luca Lombardelli (1997), Michael M'Putu (1995), Fränk Muller (1988), Gilles Ruffato (1985), Max Schmit (1992), Tom Schumacher (1987), Noé Schroeder (1995), Ryan Sharry (1989), Denell Stephens (1986) Denell Stephens (l.) will auch in der neuen Saison seine Athletik unter Beweis stellen. (FOTO: FABRIZIO MUNISSO) BASKET ESCH Ein Aufsteiger mit Ambitionen Trainer Franck Mériguet muss viele neue Spieler in die Mannschaft integrieren V O N K IM TH E S E N Die zweite Liga hat Basket Esch vor keinerlei Probleme gestellt. Nach dem direkten Wiederaufstieg will sich der finanzstarke Club nun (endlich) in der höchsten Spielklas-se etablieren. Vom Papier her wird dem Pokalfinalisten der vorigen Saison einiges zugetraut. Bereits vor zwei Jahren galt Bas-ket Esch als Aufsteiger, der sofort mit den besten Teams der Liga mithalten könnte. Was folgte, war eine katastrophale Saison, die mit dem direkten Wiederabstieg en-dete. „Wir wollen die erwähnte Saison einfach vergessen und uns auf das Hier und Jetzt konzent-rieren. In der vergangenen Spiel-zeit haben wir einen tollen Zu-sammenhalt gezeigt – diese Ent-wicklung wollen wir fortsetzen“, betont Trainer Franck Mériguet. Der Verein hat sich nach dem Abstieg schnell neu aufgestellt und erholt: Nach einem regelrechten Durchmarsch durch die zweite Li-ga erhält Basket Esch nun eine weitere Chance, sich in der Total League zu beweisen. Bereits in der vergangenen Saison konnten die Escher ihr Potenzial im Pokalwett-bewerb – erst im Finale musste man sich gegen Düdelingen knapp geschlagen geben – unter Beweis stellen. Klassenerhalt hat Priorität Der französische Coach bremst vor dem Saisonstart jedoch die Er-wartungen: „Unser erstes Ziel muss es sein, nichts mit dem Ab-stieg zu tun zu haben. Ich glaube im Gegensatz zu manchen Beob-achtern nicht, dass wir sofort zu den besten Teams der Liga zählen werden. Vor allem, weil wir die Saison mit zwei neuen US-Spie-lern beginnen werden. Und jeder weiß, welch einen großen Einfluss die Spielstärke der Profispieler auf den Erfolg in der Luxemburger Meisterschaft hat.“ Jerrell Williams sowie Tony Brown, der vorerst den verletzten Jibril Hodges ersetzt, heißen die neuen US-Spieler im Aufgebot. Mit dem erfahrenen Stefan Svitek zählt man einen weiteren ausländischen Spieler in seinen Reihen. Mit Alex Rodenbourg und Joé Biever, die beide jeweils bereits in der Ab-stiegssaison in Esch aktiv waren, sowie Daniel Weyrich wurden Spieler verpflichtet, die ihre Ein-satzzeiten bekommen werden: „Zunächst einmal ist es wichtig, dass sich die neuen Spieler in die Mannschaft einfügen“, so Méri-guet, der während der Saison si-cherlich auch die Gegner genau-estens beobachten wird. Schließ-lich ist er in einer Doppelfunktion als Club- und Nationaltrainer tä-tig. Im Gegensatz zu anderen Mannschaften kann Basket Esch sowohl mit einer groß gewachse-nen als auch mit einer kleineren Formation agieren, was enorme Vorteile mit sich bringt. Insgesamt verfügt der Aufstei-ger über ein breites Aufgebot. Die-ses könnte laut Mériguet beson-ders wichtig werden: „Man weiß nie, was eine Saison mit sich brin-gen wird. Manchmal hat man gro-ßes Verletzungspech oder es tau-chen andere Probleme auf.“ Basket Esch Trainer: Franck Mériguet (sechste Saison) Spieler: Joé Biever (1990), Pit Biever (1991), Tony Brown (1979), Alex Caur-la (1993), Tom Donnersbach (1989), Jibril Hodges (1984), Eric Kesseler (1990), Alex Rodenbourg (1991), Ste-fan Svitek (1977), Daniel Weyrich (1989), Jerrell Williams (1986) Franck Mériguet ist Coach von Basket Esch und Nationaltrainer in Per-sonalunion. (FOTO: FERNAND KONNEN)
  • 5. Luxemburger Wort Donnerstag, den 2. Oktober 2014 B A S K E T B A L L – SA I S ON 20 14 /2 0 1 5 39 ETZELLA ETTELBRÜCK Abwärtstrend soll gestoppt werden Trainer Jan Enjebo glaubt fest an die Stärke seiner Mannschaft V O N K IM TH E S E N In Ettelbrück läuft es derzeit nicht nach Plan. In den vergangenen zwei Spielzeiten konnte der Club nicht mehr mit den besten Mannschaften der Liga mithalten. Auch im Hinblick auf die kommende Saison spricht einiges dafür, dass Etzella erneut Schwierigkeiten haben wird. Der nördlichste Verein aus der Total League steckt in der Krise. Das Verpassen der Play-offs in der vergangenen Saison stellte den bisherigen Tiefpunkt dar. Nun will der Club reagieren und sich wie-der mit den besten Teams mes-sen. Zumindest auf den Positionen der beiden Profispieler hat Ettel-brück Veränderungen vorgenom-men. Der Kanadier Billy McNutt kam vom Zweitligisten Racing und soll nun für die nötige Durch-schlagskraft unter dem Korb sor-gen. Ihm zur Seite steht Anthony Simpson, der bereits 2012/2013 das Trikot der Etzella trug. Er ist eben-falls groß gewachsen, sein Spiel ist jedoch vielseitig. „Unsere beiden US-Spieler passen gut ins Team, wir werden kollektiv auf jeden Fall stark sein“, gibt sich Trainer Jan Enjebo optimistisch. Jairo Delgado hinterlässt eine Lücke Ein Luxemburger Neuzugang wurde nicht verpflichtet. Mit Jairo Delgado wird jedoch ein enorm wichtiger Spieler voraussichtlich die gesamte Saison (Aufenthalt in Schweden) nicht zur Verfügung stehen. „Er wird nur schwer zu er-setzen sein. Defensiv ist es nicht möglich, ihn gleichwertig zu ver-treten, das müssen wir als Mann-schaft schaffen. Offensiv sehe ich hingegen genug Talent, um Jairos Abwesenheit auszugleichen“, so der schwedische Coach, der der Saison optimistisch entgegen-blickt. „Wir haben sicherlich in der vergangenen Saison Fehler ge-macht, oftmals agierten wir zu läs-sig. Doch wir sind nun erfahrener und werden auf jeden Fall bereit sein, wenn die Saison beginnt.“ Die Erwartungen sind in Ettel-brück traditionellerweise hoch. Enjebo erklärt, dass die Liga noch stärker geworden sei. Er sieht mehrere Clubs auf einem Niveau: „T71, Amicale und Contern wer-den sicherlich die drei stärksten Mannschaften sein. Doch hinter diesen Teams ist alles offen. Wir wollen uns direkt hinter diesem Trio einreihen. Aber wir wissen, dass andere Mannschaften wie die Musel Pikes, Sparta oder Arantia bereit sein werden, mit uns zu kämpfen.“ Etzella verfügt über eine Mi-schung aus erfahrenen und jungen Spielern. Enjebo lässt meist alle Spieler zum Einsatz kommen – diese Zwölf-Mann-Rotation will er beibehalten. Der 34-jährige Nel-son Delgado wird das Team als Kapitän anführen. Mit knapp 14 Zählern im Schnitt war er in der vergangenen Saison immer noch der beste einheimische Punkte-sammler seiner Mannschaft. Mit Philippe Gutenkauf sowie Gilles Polfer, der wieder fit sein wird, stehen jedoch auch junge Spieler im Aufgebot, die sich beweisen wollen. Im Abwärtstrend befinden sich in Ettelbrück neben den Ergeb-nissen auch die Zuschauerzahlen. Erfolge sollen nun wieder mehr Anhänger zu den Spielen locken. Nelson Delgado (l.) muss in dieser Saison ohne seinen Vetter Jairo auskommen. (FOTO: BEN MAJERUS) Etzella Ettelbrück Trainer: Jan Enjebo (zweite Saison) Spieler: Nelson Delgado (1980), Pit Elcheroth (1995), Tim Giver (1980), Frédéric Gutenkauf (1992), Philippe Gutenkauf (1995), Chris Ittenbach (1993), Billy McNutt (1985), Gilles Pol-fer (1993), Cédric Schroeder (1983), Anthony Simpson (1987), Derek Wil-son jr (1991), Malik Wilson (1995), Yann Wolff (1994) ARANTIA FELS Weiterhin von der Euphorie profitieren Der Verein hat in der vergangenen Saison viele positive Erfahrungen gesammelt V O N K I M T H E S E N Viel wurde in der vergangenen Sai-son über den Aufsteiger aus Fels gesprochen. Mit überraschend star-ken Leistungen schaffte es das Team von Trainer Helge Patzak in die Titelgruppe. Nun steht die Frage im Raum, was bei Arantia auf diese sensationelle Spielzeit folgen wird. Arantia konnte gleich zu Beginn der vergangenen Saison die ge-samte Liga überraschen: „Der Überraschungseffekt ging zwar schon während der vergangenen Spielzeit verloren, trotzdem ha-ben wir uns auch dann noch gut geschlagen. Nichtsdestotrotz sind wir noch sehr weit von den Top-teams der Liga entfernt, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich“, so Trainer Patzak, der langfristig plant. „Das Ziel ist es, das Team und den Verein mittelfristig in der Total League zu etablieren.“ In nur zwei Jahren schaffte der Verein den Sprung von der dritten in die erste Liga. Ein sensationeller Aufstieg, der in der vergangenen Saison fast mit der Qualifikation für das Halb-finale gekrönt worden wäre. Nach den starken Auftritten könnte man davon ausgehen, dass die Erwartungen in Fels gestiegen sei-en. Patzak gibt sich vor dem Start der neuen Saison jedoch beschei-den: „Für uns steht ganz klar der Klassenerhalt im Vordergrund. Die Liga ist stärker als in der vergan-genen Saison, und neben den drei Favoriten T71, Steinsel und Con-tern bewegen sich die restlichen Teams alle mehr oder weniger auf einem Niveau. Mit Basket Esch ist zudem ein Verein aufgestiegen, der sicherlich nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird.“ Evans weiterhin dabei Einen Glücksgriff landete Arantia zu Beginn der vergangenen Saison mit der Verpflichtung von Reggie Evans. Der Topscorer der Liga (knapp über 27 Punkte pro Partie) überzeugte mit seiner unglaubli-chen Athletik. Zudem übernahm er in spielentscheidenden Situatio-nen stets Verantwortung. Nach der Saison lehnte er ein Angebot der Felser ab, um in einer besseren Li-ga spielen zu können. In der ver-gangenen Woche wurde jedoch bekannt, dass der US-Spieler man-gels eines besseren Angebots zu-rückkehrt. Mit seiner Verpflich-tung wurden sicherlich viele Zweifel beseitigt. Nun kann man vor dem Start der Saison „auf dem aufbauen, was sich der Verein in der vergangenen Saison erarbeitet hat“, so Patzak. Der Kader wurde zudem mit zwei einheimischen Spielern auf-gerüstet. Gilles Kayser wagt den Sprung von Zweitligist Grénge-wald in die höchste Spielklasse. Mit Sam Ferreira kam ein groß ge-wachsener Spieler vom Konkur-renten Etzella nach Fels: Er wird versuchen, dem Team unter den Körben weiterzuhelfen. Patzak hofft darauf, dass die Fans weiterhin hinter der Mann-schaft stehen: „Die Halle in Fels soll weiterhin für Gänsehautstim-mung und attraktiven Basketball stehen.“ Dies wird gleich zu Be-ginn enorm wichtig sein. Mit Zol-ver, Mersch und Etzella trifft man in den ersten drei Heimspielen auf Gegner, die es zu bezwingen gilt. „Wir sind gerüstet für das zweite Abenteuer in der Total League.“ Arantia Fels Trainer: Helge Patzak (zweite Sai-son) Spieler: Tom Becker (1983), Bob Be-senius (1996), Reggie Evans (1989), Sam Ferreira (1989), Jérôme Hansen (1980), Pit Hoffmann (1985), Mike Jo-nes (1981), Gilles Kayser (1988), Christophe Kirpach (1987), Luc Kir-pach (1991), Pedro Nunes (1988), Rui Nunes (1986), Mike Pravisani (1984), Christopher Tavares (1991), Claude Weckering (1984) Reggie Evans (l.) soll weiterhin in den spielentscheidenden Momenten Verantwortung übernehmen. (FOTO: FERNAND KONNEN)
  • 6. 40 BASKETBALL – SAISON 2014 /201 5 LuxemburgerWort Donnerstag, den 2. Oktober 2014 BLACK STAR MERSCH Es zählt nur der Klassenerhalt Der Aufsteiger hat große Veränderungen im Kader vorgenommen V O N K I M T H E S E N Als zweiter Aufsteiger geht man in der Regel als Außenseiter in die kommende Spielzeit. Genau dies trifft auf Black Star Mersch zu. Der Verein nimmt die Rolle an und ver-folgt demnach auch nur ein Ziel für die Saison 2014/2015: Irgendwie zwei Teams hinter sich lassen. Nach einem packenden Zwei-kampf um den Aufstieg in die höchste Spielklasse wurde Racing am letzten Spieltag der vergange-nen Saison hinter sich gelassen und der Aufstieg durfte gefeiert wer-den. Sofort begann das Aufrüsten für die Saison 2014/2015: Gleich sechs neue Spieler werden in der kommenden Saison für Mersch auflaufen. Sehr viel wird von den beiden US-Spielern abhängen. Maurice Lewis-Briggs und Roger Franklin werden sowohl in der Offensive als auch in der Defensive gefordert sein. Ähnlich wie es Billy McDa-niel vor seinem Wechsel nach Steinsel gemacht hat, müssen die beiden Profispieler die Mann-schaft tragen. Zudem stießen vier einheimische Spieler zum Team. „Für uns wird es von größter Be-deutung sein, dass wir als Mann-schaft agieren. Nur dann haben wir eine Chance, Spiele für uns zu ent-scheiden“, gibt Trainer Tom Kries die Marschroute vor. Er weist auf die schwere Mission der Aufstei-ger hin: „Man muss ehrlich blei-ben. Normalerweise belegen die Aufsteiger einen der Ränge zwi-schen sieben und zehn. Wir wer-den ganz versuchen, so viele Punkte wie möglich zu sammeln.“ Im Play-down in Bestform sein Kries, für den es schwer voraus-zusagen ist, welche Mannschaften mit Mersch um den Klassenerhalt kämpfen werden, erhofft sich Sie-ge gegen die direkte Konkurrenz: „In meinen Augen sind T71, Ami-cale und Contern die besten Teams der Liga. Gegen jeden anderen Gegner kann man gewinnen, al-lerdings auch gegen jede Mann-schaft auf 20 Punkte verlieren.“ In Mersch wird man die Situa-tion realistisch einschätzen. Es gilt, dann den besten Basketball zu zei-gen, wenn die achtköpfige Ab-stiegsgruppe beginnen wird. Jeder doppelte Zähler, den man bis da-hin geholt hat, kann im Kampf um den Klassenerhalt eine große Hil-fe sein. Viel erwartet man sich beim Aufsteiger von den Neuzugängen. Tim Schmit kam aus Heffingen und soll nun sein Talent unter Beweis stellen. Ähnliches gilt für Laurent Mreches und Ben Melcher. Der er-fahrene Olivier Haan übernimmt für die jungen Spieler die Rolle des Mentors. Spielerisch kann der starke Distanzwerfer und clevere Verteidiger die Qualität im Team zudem erhöhen. Mit Philippe Ar-baut, Max Schmit, Claude Weiler und Arpad Buzasi stehen weitere Spieler im Kader, die sich in der ersten Liga beweisen wollen. Alle Beteiligten wissen, dass ei-ne schwere Saison bevorsteht, in der man Höhen und Tiefen erle-ben wird. Sollte das Team jedoch als Kollektiv funktionieren, wie es sich Trainer Kries erhofft, dann wird es in der ausgeglichenen Li-ga durchaus möglich sein, zwei Teams hinter sich zu lassen. Philippe Arbaut (l.) will eine tragende Rolle spielen. (FOTO: BEN MAJERUS) Black Star Mersch Trainer: Tom Kries (zweite Saison) Spieler: Philippe Arbaut (1991), Ar-pad Buzasi (1981), Olivier Haan (1980), Roger Franklin (1990), Maurice Lewis- Briggs (1990), Ben Melcher (1991), Laurent Mreches (1985), Max Schmit (1991), Tim Schmit (1995), Laurent Schmitz (1991), Claude Weiler (1989), Charel Weis (1991), Marc Weyrich (1991) MUSEL PIKES Runderneuerung an der Mosel Die Jugend soll es richten / Trainer Pascal Meurs: „Es lässt sich alles recht vielversprechend an“ V O N P A U L J A A Q U E S Die Musel Pikes mussten einen Um-bruch vornehmen. Gleich mehrere Leistungsträger stehen Trainer Pas-cal Meurs nicht mehr zur Verfü-gung. Ziel ist dennoch das Erreichen der Titelgruppe. Die Musel Pikes erlebten eine Spielzeit 2013/2014 mit Höhen und Tiefen. Zwar erreichten die Mo-selaner wie erwartet die Titel-gruppe, zu mehr sollte es im Ver-lauf der zweiten Saisonhälfte al-lerdings dann nicht mehr reichen. Lediglich zwei Siege sprangen in den zehn Play-off-Spielen heraus. Daran änderte auch der im Feb-ruar vorgenommene Trainer-wechsel – als Meurs den Posten von Jérome Altmann übernahm – nichts. Der 33-jährige Meurs steht wei-terhin bei den Musel Pikes in der sportlichen Verantwortung und soll den Umbruch einleiten. Im Kader des Moselvereins werden mehrere bekannte Gesichter nicht mehr zur Verfügung stehen und der Club muss verstärkt auf den eigenen Nachwuchs bauen. Mit Guy Schmit, Raoul Dentzer, Tren-ton Wurtz und Christian Mais ha-ben gleich vier Spieler ihre Lauf-bahn beendet. „Das Durch-schnittsalter in unserem Spieler-kader ist drastisch gesunken“, so Trainer Meurs, der aus einem Re-servoir von eigenen Nachwuchs-spielern schöpfen kann. Neben Neuzugang Andy Schammo (Spar-ta) komplettieren die zwei US-Amerikaner Jarmar Gulley und Clancy Rugg das Aufgebot. Jugendlicher Elan gefragt Der Trainer ist demnach gefor-dert, um eine runderneuerte aber durchschlagskräftige Mannschaft auf das Parkett zu bringen. Vor al-lem die Lücke, die Schmit hinter-lässt, wird nur schwer aufzufüllen sein. „Mit Schammo stößt ein Spieler zu uns, der viel Dynamik mitbringt und sicherlich als echte Verstärkung zu bezeichnen ist. Unsere beiden US-Spieler Gulley und Rugg ergänzen sich gut auf dem Spielfeld. Mit jeweils 22 Jah-ren sind es ebenfalls noch junge Spieler, die erstmals den Sprung nach Europa wagen“, lässt Meurs die Neuverpflichtungen der Musel Pikes Revue passieren, die bereits gut in das Mannschaftsgefüge in-tegriert sind. Der belgische Headcoach star-tete Mitte August mit seinen Schützlingen in die Vorberei-tungsphase und lobt den Trai-ningseifer seines Teams. „Alle sind äußerst motiviert und ziehen im Training hervorragend mit. Na-türlich fehlt es der jungen Mann-schaft noch an Erfahrung. Aber ich denke dass die Vereinsverant-wortlichen und Anhänger uns die nötige Zeit und Geduld geben werden, um in den kommenden Monaten ein konkurrenzfähiges Team zu formen“, so der Trainer, der sich in den Testspielen erste Eindrücke über das Leistungsver-mögen seiner Mannschaft machen konnte. „Es lässt sich alles recht vielversprechend an. Auf dem Spielfeld tritt die Mannschaft als geschlossene Einheit auf und wir haben glücklicherweise keine Verletzungen zu beklagen. Ich denke jedenfalls, dass das erfor-derliche Potenzial vorhanden ist, um eine interessante Rolle in der ersten Liga zu spielen. Wir schau-en zunächst von Begegnung zu Be-gegnung aber unser Ziel ist die Qualifikation für die Titelgruppe“, blickt Coach Meurs dem Saison-verlauf durchaus optimistisch ent-gegen. Laurent Schwartz ist einer der erfahrensten Spieler im Kader der Musel Pi-kes. (FOTO: BEN MAJERUS) Musel Pikes Trainer: Pascal Meurs (zweite Sai-son) Spieler: Chris Dentzer (1990), Christ-ophe Donnersbach (1984), Jarmar Gulley (1991), Jean Kox (1990), Max Kreutz (1995), Laurent Majerus (1990), Raphaël Martin (1994), Clancy Rugg (1991), Andy Schammo (1992), Tim Schomer (1993), Tom Schomer (1997), Laurent Schwartz (1989), Tom Stef-fen (1993), Tom Welter (1993)
  • 7. Luxemburger Wort Donnerstag, den 2. Oktober 2014 B A S K E T B A L L – SA I S ON 20 14 /2 0 1 5 41 AMICALE STEINSEL Der letzte Schritt zum Titel soll erfolgen Trainer Ken Diederich: „Haben durch rezente Finalniederlagen an Selbstvertrauen gewonnen“ V O N Y V E S R A U E N Genau wie in den vergangenen Jahren möchte Amicale Steinsel auch in dieser Saison bei der Ver-gabe der beiden nationalen Titel ein Wörtchen mitreden und mindestens einen Wettbewerb – Meisterschaft oder Pokal – für sich entscheiden und somit eine über drei Jahrzehnte anhaltende Titelflaute (Pokal 1980/Meister 1981) beenden. Schritt für Schritt nähert sich die Mannschaft von Trainer Ken Die-derich ihrem Traum vom Meis-tertitel. Zuletzt hat sie am ver-gangenen 28. Mai im dritten und alles entscheidenden Finalspiel vor heimischer Kulisse knapp mit 80:86 gegen den Seriensieger und Dauerrivalen aus Düdelingen ver-loren. Wenn der Trend der ver-gangenen Jahre nun fortgesetzt werden soll, führt diesmal kein Weg am Titel vorbei. Deshalb setzt man in Steinsel auch ganz nach dem Motto „never change a winning team“ auf Kon-tinuität. Vor allem auf den Aus-länderpositionen, auf denen Ami-cale in der Vergangenheit des Öf-teren kein allzu glückliches Händ-chen bewies, hat das in der Vor-saison erfolgreiche Gespann John Reimold/Billy McDaniel frühzei-tig um ein weiteres Jahr verlän-gert. Des Weiteren sind die lang-jährigen Stützen wie Kapitän Christian Schartz und Eric Jeitz ih-rem Verein treu geblieben, wäh-rend auch die in der vergangenen Spielzeit herangereiften und mitt-lerweile unverzichtbaren Bob Melcher und Alex Laurent wei-terhin das Steinseler Trikot über-streifen. Lediglich hinter dem Zeitpunkt der Rückkehr des verletzungsbe-dingten Ausfalls des ehemaligen TBB-Trier-Spielers Samy Picard steht noch ein Fragezeichen. Dass sie jedoch einen solchen Ausfall mehr als kompensieren können, haben Schartz und Co. bereits in der zweiten Hälfte der Saison 2013/2014 gezeigt. Zudem wurde mit dem jungen Nachwuchsspie-ler Jo Hoeser der beste einheimi-sche Punktesammler der Natio-nale II verpflichtet. Coach Diederich blickt optimis-tisch in die Zukunft: „Wenn man 28 von 33 Spielen zu seinen Guns-ten entscheidet, kann man nicht viel falsch gemacht haben und wir müssen mit unserer Leistung ganz zufrieden sein, auch wenn es am Ende nicht zu einem Titel ge-reicht hat. Wir haben durch diese erneute Niederlage weiter dazu-gelernt und unser Selbstvertrauen gestärkt. Wir wissen, dass wir uns auf Augenhöhe mit Düdelingen befinden, auch wenn wir diesem Gegner nun zwei Mal mit einer durch Verletzungen geschwäch-ten Mannschaft im Finale unter-lagen.“ Als Minimalziel hat sich Die-derich das Erreichen der Halb-finals im Pokalwettbewerb und in der Meisterschaft gesetzt. „Ab der Vorschlussrunde wird dann die Tagesform ausschlaggebend sein. Unser Vorsatz ist es, in allen Be-reichen noch etwas zuzulegen und somit noch einen besseren Bas-ketball aufs Parkett zu legen.“ Bob Melcher (l.) ist einer der Hoffnungsträger im Steinseler Team. (FOTO: FERNAND KONNEN) Amicale Steinsel Trainer: Ken Diederich (dritte Sai-son) Spieler: Billi Fischer (1996), Jo Hoe-ser (1994), Eric Jeitz (1986), Tom Kap-gen (1996), Tom Konen (1996), Maxi Lamesch (1996), Alex Laurent (1993), Billy McDaniel (1984), Bob Melcher (1994), Sam Ney (1987), Samy Picard (1988), John Reimold (1981), Christian Schartz (1986), Robert Steinmetz (1982), Jonas Theisen (1996) AS ZOLVER Die Titelgruppe ins Auge gefasst Neuverpflichtung Koster soll für den zusätzlichen Schub sorgen V O N M A R C S C A R P E L L I N I Nach dem geschafften Klassenerhalt in der vergangenen Saison möchte man in Zolver nun wieder etwas höher schielen. Der Traditionsverein baut dabei auf seine Erfahrung im Kader und hat an der Spitze einen Trainer, der bereits gezeigt hat, dass er eine Mannschaft nach oben führen kann. Mit Walferdingen, das vor zwei Jahren nicht unbedingt die nam-haften Spieler in seinen Reihen hatte, schaffte es Kevin Magdow-ski sogar bis in das Final Four. So-weit will der gebürtige Deutsche zwar nicht gehen, doch eine Ver-besserung hält der Trainer durch-aus für realistisch. Erst im De-zember das Ruder vom damaligen Coach Mike Smith übernommen, konnte Magdowski nun in Ruhe die Vorbereitung durchführen und zeigt sich mit seinem Kader zu-frieden. „Wir haben gut gearbeitet und wir sollten für den Saisonstart ge-rüstet sein“, glaubt der 37-Jährige. Auch wenn man kurzfristig eine Veränderung auf der Ausländer-position vornehmen musste, so sollte dies keinen Einfluss auf den Auftakt haben. „Thomas hat in der Vorbereitung nicht überzeugt, so-dass wir diesen Entschluss gefasst haben. Miller macht einen deut-lich besseren Eindruck und wird zusammen mit Barden ein starkes Duo bilden, das sehr polyvalent einsetzbar ist“. Den größten Coup ist Zolver allerdings mit der Ver-pflichtung von Nationalspieler Pitt Koster gelungen. Vom Absteiger Walferdingen kommend, soll der Aufbauspieler auf dieser so wichtigen Position für einen Qualitätssprung sorgen. Mit seiner ganzen Erfahrung passt Koster perfekt in das Zolver Um-feld. „Ich kenne Pitt ja bereits aus unser gemeinsamen Zeit bei Ré-sidence und weiß um seine Qua-litäten. Ich bin überzeugt, dass wir mit ihm eine größere Souveränität auf das Spielfeld bekommen“, zeigt sich Magdowski hoffnungsvoll. Was die Zielsetzung anbelangt, so will der Trainer eine ruhige Sai-son erleben, auch wenn vor allem mit Esch ein starker Neuling den Sprung in die höchste Klasse ge-schafft hat. Magdowski erwartet, dass es von Beginn an sehr eng zu-gehen wird. Überraschungen sind dabei nicht ausgeschlossen. „Es gibt mit Düdelingen und Steinsel nur zwei richtige Topteams. Alle anderen Mannschaften begegnen sich ungefähr auf gleichem Ni-veau. Demnach erwarte ich ein sehr offenes Rennen um die Plät-ze drei bis sechs. Hier wollen wir eingreifen“, macht der Trainer sei-ne Vorstellungen deutlich. Allerdings geht Zolver zunächst etwas gehandicapt in die kom-mende Saison. Mit David Berthlé und David Controguerra sind zwei erfahrene Leistungsträger noch nicht einsatzbereit. Berthlé labo-riert an einer chronischen Fußverletzung und dürfte noch rund einen Monat außer Gefecht sein. Controguerra hat nach seiner Knieverletzung eben erst wieder mit dem Training angefangen und muss demzufolge noch seine Form finden. „Verletzungen muss man bei etwas älteren Spielern einkal-kulieren. Doch wir wissen damit umzugehen und werden darauf re-agieren können“, gibt sich Mag-dowksi optimistisch. Kevin Magdowski will mit Zolver hoch hinaus. (FOTO: FERNAND KONNEN) AS Zolver Trainer: Kevin Magdowski (zweite Saison) Spieler: Derrick Barden (1992), Do-minique Benseghir (1985), David Ber-thlé (1985), Eric Bissener (1986), Da-vid Controguerra (1986), Gilles Fas-sotte (1991), Ben Hemmen (1983), Vic Heuschling (1996), Pitt Koster (1989), Malcolm Miller (1991), Ben Wampach (1991)
  • 8. 42 BASKETBALL – SAISON 2014 /201 5 LuxemburgerWort Donnerstag, den 2. Oktober 2014 Saisonstart in der nationalen Meisterschaft der Frauen Die ungeliebte Favoritenrolle Etzella und Amicale könnten um den Titel kämpfen / Ausländerdebatte erschwert Prognosen Programm der Frauen 1. Spieltag 4./5.10.2014 Amicale - Musel Pikes ___:___ Basket Esch - Contern ___:___ Etzella - T71 ___:___ 2. Spieltag 10.10.2014 T71 - Sparta ___:___ Contern - Etzella ___:___ Telstar - Basket Esch ___:___ 3. Spieltag 12.10.2014 Sparta - Contern ___:___ Etzella - Telstar ___:___ Basket Esch - Musel Pikes ___:___ Amicale - T71 ___:___ 4. Spieltag 17./18.10.2014 Musel Pikes - Etzella ___:___ Contern - Amicale ___:___ Telstar - Sparta ___:___ 5. Spieltag 25.10.2014 Amicale - Basket Esch ___:___ Sparta - Musel Pikes ___:___ Telstar - Contern ___:___ 6. Spieltag 31.10.2014 Amicale - Telstar ___:___ Etzella - Sparta ___:___ T71 - Contern ___:___ 7. Spieltag 2.11.2014 Basket Esch - T71 ___:___ Telstar - Musel Pikes ___:___ Etzella - Amicale ___:___ 8. Spieltag 8.11.2014 Sparta - Basket Esch ___:___ T71 - Telstar ___:___ Contern -Musel Pikes ___:___ 9. Spieltag 15./16.11.2014 Sparta - Amicale ___:___ Musel Pikes - T71 ___:___ Etzella - Basket Esch ___:___ 10. Spieltag 22.11.2014 Musel Pikes - Amicale ___:___ T71 - Etzella ___:___ Contern - Basket Esch ___:___ 11. Spieltag 29./30.11.2014 Sparta - T71 ___:___ Basket Esch - Telstar ___:___ Etzella - Contern ___:___ 12. Spieltag 6./7.12.2014 T71 - Amicale ___:___ Contern - Sparta ___:___ Musel Pikes - Basket Esch ___:___ Telstar - Etzella ___:___ 13. Spieltag 12.12.2014 Amicale - Contern ___:___ Sparta - Telstar ___:___ Etzella - Musel Pikes ___:___ 14. Spieltag 14.12.2014 Basket Esch - Amicale ___:___ Musel Pikes - Sparta ___:___ Contern - Telstar ___:___ 15. Spieltag 20.12.2014 Telstar - Amicale ___:___ Sparta - Etzella ___:___ Contern - T71 ___:___ 16. Spieltag 9.1.2015 Amicale - Etzella ___:___ T71 - Basket Esch ___:__ Musel Pikes - Telstar ___:___ 17. Spieltag 11.1.2015 Basket Esch - Sparta ___:___ Musel Pikes - Contern ___:___ Telstar - T71 ___:___ 18. Spieltag 17.1.2015 Amicale - Sparta ___:___ Basket Esch - Etzella ___:___ T71 - Musel Pikes ___:___ V O N A N D R EA WI M M E R In der nationalen Basketball-Meis-terschaft der Frauen werden die Karten neu gemischt. Vieles deutet darauf hin, dass die Liga ausgegli-chener ist als in der Vorsaison. Et-zella Ettelbrück und Amicale Stein-sel gelten nach Meinung der Kon-kurrenz als Favoriten – allerdings will keiner diese Rolle haben. Prognosen sind diesmal besonders schwierig, finden viele Trainer. Einschätzungen werden derzeit auch häufig von der Zahl der Aus-länderinnen bestimmt. Hinter-grund ist die etwas umstrittene Selbstbeschränkung auf einen Auslandsprofi. Es gibt offenbar unterschiedliche Ansichten zu dem Thema. „Kaum einer hält sich daran, nur Düdelingen und wir“, sagt Erny Gruskovnjak, der Trainer von Ti-telverteidiger Musel Pikes: „Die Diskussion ist komplex. Reden wir vom Pass oder vom Profi? Irgend-wie findet jeder eine andere Aus-rede.“ Diskussionen gibt es unter anderem um jene Spielerinnen, die keinen luxemburgischen Pass ha-ben, aber schon lange hier leben und arbeiten. Die Musel Pikes müssen Ab-gänge von Leistungsträgerinnen kompensieren. Amanda Stowe ging zurück in die USA, Carine Cigrang beendete ihre Karriere. Shalonda Winton ist als einzige US-Amerikanerin geblieben, hin-zu kam unter anderem Carole Sitz von Sparta. „Wir haben in zwei Spielzeiten vier Stammspielerin-nen verloren, das muss man erst mal verkraften“, sagt Gruskov-njak. Dazu kommen verletzungs-und beruflich bedingte Abwesen-heiten. „Wir sind noch nicht sta-bil“, so der Meistertrainer. Für be-reits sehr stark hält er die Kon-kurrenz aus Ettelbrück: „Die Mannschaft ist sehr gut und größ-tenteils zusammengeblieben, zu-dem kann die neue Trainerin noch für einen zusätzlichen Motivati-onsschub sorgen.“ Die neue Etzella-Trainerin Fa-bienne Fuger, die aus Contern kam, sieht in dieser Spielzeit „viele Fa-voriten“. Sie weiß um die Quali-täten ihrer Mannschaft, findet aber: „Wir sollten mit den Füßen auf dem Boden bleiben.“ Etzella hat Katie Donovan und Nina Goedert verloren, aber noch starke Akteu-rinnen im Team. „Wir haben glücklicherweise Nadia Mossong halten können. Sie hatte andere Möglichkeiten, wollte die Mann-schaft aber nicht im Stich lassen. Respekt!“, meint Fuger. Die US-Amerikanerin Jessilyn Conicelli ist geblieben, die gebürtige Bulgarin Ana Petrova auch. Die Mann-schaft sei schon gut eingespielt. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt Fu-ger über die neue Aufgabe. Pokalgewinner Düdelingen, der nach dem Weggang von Meghan Gardler in Christina Marinacci noch eine US-Amerikanerin im Kader hat, hat ebenfalls den Vor-teil der Kontinuität. Trainer Fran-çois Manti sieht „Etzella, Esch, Amicale, Musel Pikes“ als favori-siert. „Voraussagen sind sehr schwierig“, meint der Franzose, der dafür plädiert, den Pass als einziges „Ausländer-Kriterium“ zu sehen. „Aber jeder spielt mit dem Personal, das er ausgewählt hat. Und wir gehen unseren Weg.“ Steinsel halten mehrere Exper-ten für einen Titelaspiranten, weil das Team mit den US-Profis Alyssa Charleston und Yvonne Anderson sowie der gebürtigen Kanadierin Donovan antritt. „Wir sind in dieser Saison die Buhmänner, damit müssen wir le-ben. Aber wir waren in einer Not-situation“, sagt Trainer René Kei-ser. Man habe ohne die Auslände-rinnen kein Erstliga-Team zusam-menbekommen, weil es in den Vorjahren „ein großes Loch“ bei den Jugendteams gegeben habe und nach der Vorsaison sieben Spielerinnen aus persönlichen Gründen bei Amicale aufhörten. Donovan habe vom Verband schon vor Jahren den Status als „JICL“ (joueur inscrit dans un club lu-xembourgeois) erhalten und ar-beite in Vollzeit. Die Favoriten-rolle weist Keiser zurück. Denn man müsse einen großen Um-bruch und erhebliche Leistungs-unterschiede im Team bewälti-gen. Basket Esch, das die US-Ame-rikanerin Hailey Dunham ver-pflichtet hat, hat nominell einen starken Kader, jedoch mit Verlet-zungsproblemen zu kämpfen. Na-tionalspielerin Tessy Hetting fehlt laut Trainer Zoran Jovicic nach ei-ner Operation drei Monate. Ihre Schwester Lisy erlitt einen Na-senbeinbruch. „Die Vorgabe des Vorstandes an uns ist kein kon-kretes Resultat, sondern das Ziel, möglichst viele Jugendspielerin-nen zu integrieren. Dazu ist mein Wunsch, unser Spiel schneller zu machen“, erklärt Jovicic. „Mo-mentan können wir das Konzept aber verletzungsbedingt nicht durchziehen.“ Contern und Sparta gehen mit neuen Trainern in die Saison. Jé-rôme Altmann ist als Nachfolger von Fuger in Contern erstmals bei einer Frauen-Mannschaft in der Verantwortung. Er hat unter an-derem die US-Amerikanerin Brid-get Yoerger und die Deutsche Na-dine Grieb als Leistungsträgerin-nen, zudem ist man stolz auf viele junge „Eigengewächse“. Ziel ist das Erreichen der Titelgruppe sowie die Integration der Spielerinnen, die wegen ihres Studiums wäh-rend der Woche im Ausland sind. „Wir möchten sie möglichst lang-fristig im Verein halten, kümmern uns daher auch vor Ort um Trai-ningsmöglichkeiten“, erklärt Alt-mann. Neuer Sparta-Coach ist der Ita-liener Antonio D’Albero, der Jacques Sitz nachfolgte. Assistenz-trainerin Florencia Palacios ver-stärkt die Mannschaft ebenso wie die neu verpflichtete Kroatin Gor-dana Bedalov. Sparta muss die Ab-gänge von Sitz, Lynn Frank, Na-dine Greiveldinger, Bracey Ulin, Secily Ray und Elan Brown kom-pensieren. Letztere spielt nun bei Aufsteiger Telstar. Das vom Ru-mänen Attila Veres betreute Team aus Hesperingen hat neben der Amerikanerin Brown die Natio-nalspielerin Lisa Jablonowski als Leistungsträgerin. Nadia Mossong (r.) blieb Etzella treu. (FOTO: FERNAND KONNEN) Die Aufgebote SPARTA BARTRINGEN Trainer: Antonio d'Albero (erste Saison) Spielerinnen: Gordana Bedalov (1984), Pau-line Hublart (1993), Svenja Mancinelli (1994), Florencia Palacios (1985), Jenny Rassel (1993), Jalila R'Biaa (1994), Estelle Sand (1997), Madeleine Schmit (1998), Esmeral-da Skrijelj (1995), Lisa Vannelli (1994), Me-lina Wanderscheid (1996), Anne Wiance (1990) AB CONTERN Trainer: Jérôme Altmann (erste Saison) Spielerinnen: Charlie Bidinger (1995), An-ouk Frieden (1996), Jessie Goergen (1997), Nadine Grieb (1987), Noémie Hoffmann (1996), Lynn Kauffmann (1994), Anne Ludi-vig (1982), Sally Maerz (1994), Claire Mar-gue (1981), Lou Mathieu (1994), Lynn Reu-ter (1996), Alexa Sanelli (1995), Sophie Sun-nen (1994), Florence Welsch (1991), Bridget Yoerger (1988) T71 DÜDELINGEN Trainer: François Manti (zweite Saison) Spielerinnen: Kim Brück (1987), Andrea Ha-ris (1978), Mandy Geniets (1998), Pascale Hut (1984), Tania Lagoda (1990), Christina Marinacci (1991), Anne Mreches (1998), Mi-chèle Orban (1986), Hannah Pauly (1997), Mia Pauly (1996), Lynn Thiltges (1997), An-ouk Wagener (1989), Rachel Wagener (1986), Nina Wintersdorf (1997) BASKET ESCH Trainer: Zoran Jovicic (zweite Saison) Spielerinnen: Jil Baum (1997), Michelle Ditt-gen (1997), Hailey Dunham (1987), Lisy Het-ting (1990), Tessy Hetting (1986), Cathy Hoffmann (1998), Alina Léonard (1991), Mai-te Scheer (1995), Billie Schulté (1993), Joy Schulté (1991), Lisa Sell (1998), Sarah de Sousa (1996), Agi Szaboova (1975), Michèle Wewer (1984) ETZELLA ETTELBRÜCK Trainer: Fabienne Fuger (erste Saison) Spielerinnen: Jessilyn Conicelli (1989), Jen-nifer Golanova (1997), Nadia Mossong (1986), Annick Neiertz (1992), Ana Petrova (1982), Liz Rehlinger (1997), Manon Schroe-der (1996), Jo Schreiner (1991), Lynn Schrei-ner (1991), Cathrin Wolff (1996) TELSTAR HESPERINGEN Trainer: Attila Veres (dritte Saison) Spielerinnen: Elan Brown (1991), Lara Cat-taneo (1997), Lisa Jablonowski (1997), Lou-lou Kenens (1997), Lena Kummer (1994), Le-na Mersch (1997), Florence Muller (1997), Charlotte Ransquin (1988), Lynn Rock (1994), Lynn Schroeder (1989), Noémie Schroeder (1993), Ninon Sitz (1988), Lena Walter (1996) MUSEL PIKES Trainer: Erny Gruskovnjak (sechste Saison) Spielerinnen: Laure Diederich (1987), Noé-mie Entringer (1996), Sarah Gruskovnjak (1998), Magaly Meynadier (1991), Laura Mreches (1995), Lara Nilles (1995), Myrielle Platte (1994), Cathy Schmit (1990), Carole Sitz (1985), Evelyne Stoll (1986), Catherine Weiler (1995), Shalonda Winton (1991) AMICALE STEINSEL Trainer: René Keiser (zweite Saison) Spielerinnen: Yvonne Andersen (1990), Alyssa Charlston (1991), Katie Donovan (1982), Danielle Filbig (1997), Michelle Filbig (1995), Lisa Gidt (1995), Michelle Klepper (1994), Jocelyn McMinimy (1997), Claire Nil-les (1997), Lisa Scheltien (1998), Liz Schmitz (1988), Laurie Weber (1995) (FOTO: FERNAND KONNEN)