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Referat Rhetorik / Stilmittel .......Thomas Senfter&MichaelSpenger
Begrüßung :
TOM
Hallo und guten Morgen Hr. Prof. Wieser und liebe MitstudentInnen. Ich darf mich
noch nicht rhetorisch verwirklichen und übergebe daher schnell an meinen
kongenialen Partner und Orator MIKE.
MIK: Ich will euch natürlich auch alle recht herzlich begrüßen. Ich will mich auch
schon im vor hinein für das zahlreiche Erscheinen bedanken (Anapher). Das find ich
schon mal mega-geil (Hyperbel).
Ich wünsche euch Spannung von 8-9Uhr, von 9-10 Uhr und von 10-11 Uhr.
(Enumeration).
Ihr seid ja alle verdammt schlaue Füchse (Personifikation) und habt natürlich schon
erkannt, was ich mit meiner Begrüßung bezwecke. Richtig – meine etwas seltsame,
übertriebene Begrüßung hat mit unserem Referatthema zu tun.
Ich hab euch so zu sagen eine Anapher, eine Hyperbel, eine Enumeration und eine
Personifikation an den Kopf geworfen. Alles wichtige Rhetorische Stilmittel.
Aber was sind jetzt eigentlich Rhetorische Stilmittel genau?
TOM - Was sind Stilmittel?
Stilmittel, auch rhetorische Stilmittel, oder rhetorische Figur oder Stilfigur genannt,
sind laut Definition aus www.duden.de, www.deutsch-stunde.de,
www.inhaltsangabe.de, www.wissen.de unter
 Rhetorischem Aspekt betrachtet:
Bei der Produktion von Texten ein Gestaltungsmittel, das im Rahmen der
Einkleidung der Gedanken in Wörter sog. Redeschmuck dient und bei der Erfüllung
der Wirkungsweise einer Rede helfen soll. Unter
 Literaturwissenschaftlichem Aspekt:
Ein sprachliches Gestaltungsphänomen der Oberflächen und Tiefenstruktur von
Texten, das vom eigentlichen Ausdruck abweicht.
Weiter geht´s mit MIKE the Orator!
MIK : Der Einsatz von Stilmittel
Rhetorische Figuren und Stilmittel werden in der Literatur eingesetzt, um die Wirkung
und Überzeugungskraft eines Textes zu erhöhen.
Stilmittel können:
▪ Gefühle transportieren;
▪ Texte unterhaltsamer und kurzweilig machen – Anschaulichkeit und ästhetischer
Wert wird gesteigert.
▪ mit wenigen Worten eine hohe Aussagekraft erzeugen und dadurch Texte
verdichten – das Wesentliche wird hervorgehoben.
Beispiele für den Einsatz von Stilmitteln finden sich nicht nur in der Literatur, sondern
auch in der Politik, im Journalismus und in der Werbung. Nicht zuletzt in der
Alltagssprache verwenden wir regelmäßig sprachliche Mittel, zum Beispiel um
bestimmte Aussagen zu unterstreichen.

 Quelle: Rhetorische Stilmittel -
Hintergrundwissen
 http://www.inhaltsangabe.de/wissen/stilmittel/
TOM – Geschichte / Antike
Im Leben in der Antike war die Rhetorik und somit auch der Gebrauch von
rhetorischen Stilmitteln von außerordentlicher Bedeutung.
Die Stilfiguren hatten in Praxis und Theorie die elementare Aufgabe sprachliche
Abwechslung, emotionale Überzeugungskraft und kunstvollen Schmuck in die Rede
zu bringen.
Rasch ging die Rhetorik eine enge Verbindung mit der Dichtung und natürlich der
Politik ein. Z.B.: Theater-jeder kannte Ablauf/Texte->Umsetzung interessant.
Das antike Rhetoriksystem bietet mit der Forderung nach Sprachrichtigkeit/latinas,
Deutlichkeit/perspicuitas, Angemessenheit/aptum, sowie teilweise Knappheit/brevitas
Regulative für den Figurengebrauch.
Cicero, der gr. Dichter, setzte sich für einen regen Gebrauch der Stilmittel ein, um so
den Geist des Hörers/Lesers herauszufordern, später stellte J. Locke mit der
Forderung nach einem sientific style, wie er es nannte, jegliche Figuration, da diese
lediglich zur Verschleierung der Sinne führen, entgegen.
Scharfe kritik an den Stilmitteln übte I. Kant, der in ihnen hauptsächlich die Kunst
sah, Menschen zu manipulieren.
Beispiele :
TOM - Metapher
Ist ein Stilmittel, bei der eine Beschreibung aus einer Begriffswelt in eine andere
Begriffswelt übertragen wird. Das Wort (altgriech.- Übertragung).
Bildung von Metaphern durch Ähnlichkeit in Gestalt.: Glimmstängel
durch Funktion: Stuhlbein
durch ineinanderfließen von Vorstellungen: Gesang der Wellen
weiters gibt es unbewusste und bewusste Metaphern:
o Flaschenhals *Kernschmelze im Bankensystem
o Motorhaube *Sturm der Neugierde
o Redefluss
In der Regel tragen Metaphern zum allgemeinen Textverständnis bei.
In der Politik: einprägsame Reden-> Bilder in den Köpfen der Menschen entstehen
(Hunger; Not; Arbeitslosigkeit) gerne Missbrauch!
Werbung: Gefühle transportieren->Kauf animieren. Zuseher/hörer merken sich
Bilder besser als Erklärungen.
Hr. Spenger übernehmen sie bitte.
MIK: Anapher
Wiederholung des gleichen Wortes am Anfang von Sätzen oder Satzteilen. Sie dient
dazu, durch die Wiederholung die Bedeutung der Worte zu unterstreichen und die
Wirkung zu erhöhen.
z.B: Investieren sie nicht in schlaflose Nächte, investieren sie nicht in leere
Versprechungen, investieren sie in die Zukunft!
Sie wird auch eingesetzt um Texte zu rhythmisieren und zu strukturieren
z.B: Wilhelm Busch „Max und Moritz“
Wer soll nun die Kinder lehren und die Wissenschaft vermehren?
Wer soll nun für Lämpel leiten seines Amtes Tätigkeiten?
Ist eines der ältesten Stilmittel
z.B: Cicero
Scipio hat Numantia vernichtet,
Scipio hat Karthago zerstört,
und Scipio hat Frieden gebracht.
z.B: Schiller :
Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.
TOM – Paralipse
Darunter versteht man eine Vorgetäuschte Auslassung
Der/die AutorIn täuscht vor etwas auszulassen, auf das er/sie in Wirklichkeit besteht.
ich werde ihnen nicht die Schande bereiten, sie daran zu erinnern, dass……
Anwendung: gerne, um seinen Gegenüber nicht direkt bloß zustellen, sondern
indirekt zu vermitteln, ich bin dir überlegen (Politik, Wirtschaft….) dies beherrschen
allerdings nur „fähige“ Redner.
In diesem Sinne, Mister Spenger it´s your part!
MIK: Alliteration
Es werden 2 oder mehrere Wörter mit gleichem Anfangsbuchstaben hintereinander
verwendet.
In Prosatexten und Gedichten bewirkt eine Alliteration eine größere Einprägsamkeit,
aber auch ein Innehalten und Aufmerken der Leser.

 Zudem können Aussagen durch den Einsatz mehrerer gleicher
Anfangsbuchstaben je nach Textart und Textstelle eine besondere Dramatik oder
Ironie erhalten.
z.B: bei Nacht und Nebel / von Pontius zu Pilatus / mit Schimpf und Schande/ mit
Kind und Kegel
Wird aber auch im Alltag, in der Werbung oder in Medien verwendet. Hier hat die
Alliteration eine hohe Einprägsamkeit.
z.B: durch dick und dünn gehen / null und nichtig / Geiz ist geil
Der Boulevardjournalismus nutzt die Alliteration in Schlagzeilen optisch aus.
TOM - Rhetorische Frage
Scheinbare Frage, auf die keine ernstzunehmende Antwort erwartet wird
z.B.:
o Was ist schon normal?
o Wo sind wir denn hier?
o Machen wir nicht alle Fehler?
Anwendung v.a. in der Werbung und Politik; Boulevardjournalismus und Formate
wie Bild, Krone etc.
„Monsieur“ (ausgesprochen franzöisch) Spenger
MIK : Ellipse
Mit dem Auslassen von Wörtern werden grammatikalisch unvollständige Sätze
gebildet, die trotzdem für den Leser verständlich sind. Man könnte auch sagen, sie
ist sprachlich ökonomisch und unterstützt eine emotionale Ausdrucksweise. Es fehlt
meist das Verb.
Anwendung findet sie heute auch vermehrt in SMS und E-Mail.
z.B: Ende gut, alles gut/ Ohne Wenn und Aber/ Mir nichts, dir nichts/ Je schneller
desto besser
Die Elipse wird aber auch verwendet, um eine eindringliche Wirkung zu erzielen.
z.B: Sie können mich mal........... 
TOM – Synekdoche
Ist eine Ersetzung durch verwandte Begriffe
o Teil/Ganzes
o Gattung/Art
o Früheres/Späteres
o
->Dach übern Kopf haben….im eigenen Haus leben
->der Deutsche  für viele Deutsche (Volk)
->leuchten für scheinen
-> nun scheint wieder Hr. Spenger an der Reihe zu sein!
MIK: Antithese
Gegenüberstellung gegensätzlicher Begriffe und Gedanken. Die Wirkung der Wörter
wird so besser zur Geltung gebracht.
z.B: Freund und Feind / Himmel und Hölle/ Schwarz und Weiß / Jung und Alt
oder wie Papst Joh. Paul II einmal sagte: Irren ist menschlich, vergeben göttlich.
In Gedichten erzeugt sie durch Polarisierung zweier Gegenstücke Spannung und
Klarheit.
Findet auch in Werbung Anwendung.
z.B: Heiße Schnäppchen für die kalte Jahreszeit.
TOM – Tautologie
Ist, mein letztes Stilmittel, eine Wiederholung, Häufung des Gesagten oder
Geschriebenen mit sinnverwandten Wörtern, wobei beide Wörter die Bedeutung des
Gesamtausdruckes beinhalten; beide Wörter gehören hierbei derselben Wortart an
o Hegen und pflegen
o Immer und ewig
o Angst und Bange
o Sauber und rein (Werbung)- Waschmittel/ weißer als weiß!
o Nie und nimmer
o Im Großen und Ganzen
Die Anwendung/Verwendung dieser Stilmittel ist wohl jedem hier hinlänglich
bekannt und werden immer wieder, so hoffen wir, von euch auch angewandt!
Seniore Spenger, prego!
MIK : Hyperbel
Ist eine starke Übertreibung und verletzt bewusst den Wahrheitsanspruch. Die
Hyperbel dient somit insbesondere der pathetischen Affekterregung und erhöht die
Prägnanz des geäußerten Gedankens.
Viele Hyperbeln werden erst dann besonders interessant oder als solche
wahrgenommen, wenn sie in Verbindung mit anderen Vergleichen auftreten.
z.B: Es ist leichter für ein Kamel, durch ein Nadelöhr zu gehen, als für einen Reichen,
in das Königreich Gottes einzugehen.
Bibel
Aber vor allem Anwendung in der Alltagssprache.
z.B: eine Ewigkeit warten/ wie Sand am Meer / himmelhoch / todmüde
Und in der Jugendsprache.
z.B: Das ist super, - mega, - giga geil oder urcool
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  • 1. Referat Rhetorik / Stilmittel .......Thomas Senfter&MichaelSpenger Begrüßung : TOM Hallo und guten Morgen Hr. Prof. Wieser und liebe MitstudentInnen. Ich darf mich noch nicht rhetorisch verwirklichen und übergebe daher schnell an meinen kongenialen Partner und Orator MIKE. MIK: Ich will euch natürlich auch alle recht herzlich begrüßen. Ich will mich auch schon im vor hinein für das zahlreiche Erscheinen bedanken (Anapher). Das find ich schon mal mega-geil (Hyperbel). Ich wünsche euch Spannung von 8-9Uhr, von 9-10 Uhr und von 10-11 Uhr. (Enumeration). Ihr seid ja alle verdammt schlaue Füchse (Personifikation) und habt natürlich schon erkannt, was ich mit meiner Begrüßung bezwecke. Richtig – meine etwas seltsame, übertriebene Begrüßung hat mit unserem Referatthema zu tun. Ich hab euch so zu sagen eine Anapher, eine Hyperbel, eine Enumeration und eine Personifikation an den Kopf geworfen. Alles wichtige Rhetorische Stilmittel. Aber was sind jetzt eigentlich Rhetorische Stilmittel genau? TOM - Was sind Stilmittel? Stilmittel, auch rhetorische Stilmittel, oder rhetorische Figur oder Stilfigur genannt, sind laut Definition aus www.duden.de, www.deutsch-stunde.de, www.inhaltsangabe.de, www.wissen.de unter  Rhetorischem Aspekt betrachtet: Bei der Produktion von Texten ein Gestaltungsmittel, das im Rahmen der Einkleidung der Gedanken in Wörter sog. Redeschmuck dient und bei der Erfüllung der Wirkungsweise einer Rede helfen soll. Unter  Literaturwissenschaftlichem Aspekt: Ein sprachliches Gestaltungsphänomen der Oberflächen und Tiefenstruktur von Texten, das vom eigentlichen Ausdruck abweicht. Weiter geht´s mit MIKE the Orator! MIK : Der Einsatz von Stilmittel Rhetorische Figuren und Stilmittel werden in der Literatur eingesetzt, um die Wirkung und Überzeugungskraft eines Textes zu erhöhen. Stilmittel können: ▪ Gefühle transportieren; ▪ Texte unterhaltsamer und kurzweilig machen – Anschaulichkeit und ästhetischer Wert wird gesteigert.
  • 2. ▪ mit wenigen Worten eine hohe Aussagekraft erzeugen und dadurch Texte verdichten – das Wesentliche wird hervorgehoben. Beispiele für den Einsatz von Stilmitteln finden sich nicht nur in der Literatur, sondern auch in der Politik, im Journalismus und in der Werbung. Nicht zuletzt in der Alltagssprache verwenden wir regelmäßig sprachliche Mittel, zum Beispiel um bestimmte Aussagen zu unterstreichen. 
 Quelle: Rhetorische Stilmittel - Hintergrundwissen
 http://www.inhaltsangabe.de/wissen/stilmittel/ TOM – Geschichte / Antike Im Leben in der Antike war die Rhetorik und somit auch der Gebrauch von rhetorischen Stilmitteln von außerordentlicher Bedeutung. Die Stilfiguren hatten in Praxis und Theorie die elementare Aufgabe sprachliche Abwechslung, emotionale Überzeugungskraft und kunstvollen Schmuck in die Rede zu bringen. Rasch ging die Rhetorik eine enge Verbindung mit der Dichtung und natürlich der Politik ein. Z.B.: Theater-jeder kannte Ablauf/Texte->Umsetzung interessant. Das antike Rhetoriksystem bietet mit der Forderung nach Sprachrichtigkeit/latinas, Deutlichkeit/perspicuitas, Angemessenheit/aptum, sowie teilweise Knappheit/brevitas Regulative für den Figurengebrauch. Cicero, der gr. Dichter, setzte sich für einen regen Gebrauch der Stilmittel ein, um so den Geist des Hörers/Lesers herauszufordern, später stellte J. Locke mit der Forderung nach einem sientific style, wie er es nannte, jegliche Figuration, da diese lediglich zur Verschleierung der Sinne führen, entgegen. Scharfe kritik an den Stilmitteln übte I. Kant, der in ihnen hauptsächlich die Kunst sah, Menschen zu manipulieren. Beispiele : TOM - Metapher Ist ein Stilmittel, bei der eine Beschreibung aus einer Begriffswelt in eine andere Begriffswelt übertragen wird. Das Wort (altgriech.- Übertragung). Bildung von Metaphern durch Ähnlichkeit in Gestalt.: Glimmstängel durch Funktion: Stuhlbein durch ineinanderfließen von Vorstellungen: Gesang der Wellen weiters gibt es unbewusste und bewusste Metaphern: o Flaschenhals *Kernschmelze im Bankensystem o Motorhaube *Sturm der Neugierde o Redefluss In der Regel tragen Metaphern zum allgemeinen Textverständnis bei.
  • 3. In der Politik: einprägsame Reden-> Bilder in den Köpfen der Menschen entstehen (Hunger; Not; Arbeitslosigkeit) gerne Missbrauch! Werbung: Gefühle transportieren->Kauf animieren. Zuseher/hörer merken sich Bilder besser als Erklärungen. Hr. Spenger übernehmen sie bitte. MIK: Anapher Wiederholung des gleichen Wortes am Anfang von Sätzen oder Satzteilen. Sie dient dazu, durch die Wiederholung die Bedeutung der Worte zu unterstreichen und die Wirkung zu erhöhen. z.B: Investieren sie nicht in schlaflose Nächte, investieren sie nicht in leere Versprechungen, investieren sie in die Zukunft! Sie wird auch eingesetzt um Texte zu rhythmisieren und zu strukturieren z.B: Wilhelm Busch „Max und Moritz“ Wer soll nun die Kinder lehren und die Wissenschaft vermehren? Wer soll nun für Lämpel leiten seines Amtes Tätigkeiten? Ist eines der ältesten Stilmittel z.B: Cicero Scipio hat Numantia vernichtet, Scipio hat Karthago zerstört, und Scipio hat Frieden gebracht. z.B: Schiller : Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen. TOM – Paralipse Darunter versteht man eine Vorgetäuschte Auslassung Der/die AutorIn täuscht vor etwas auszulassen, auf das er/sie in Wirklichkeit besteht. ich werde ihnen nicht die Schande bereiten, sie daran zu erinnern, dass…… Anwendung: gerne, um seinen Gegenüber nicht direkt bloß zustellen, sondern indirekt zu vermitteln, ich bin dir überlegen (Politik, Wirtschaft….) dies beherrschen allerdings nur „fähige“ Redner. In diesem Sinne, Mister Spenger it´s your part! MIK: Alliteration
  • 4. Es werden 2 oder mehrere Wörter mit gleichem Anfangsbuchstaben hintereinander verwendet. In Prosatexten und Gedichten bewirkt eine Alliteration eine größere Einprägsamkeit, aber auch ein Innehalten und Aufmerken der Leser. 
 Zudem können Aussagen durch den Einsatz mehrerer gleicher Anfangsbuchstaben je nach Textart und Textstelle eine besondere Dramatik oder Ironie erhalten. z.B: bei Nacht und Nebel / von Pontius zu Pilatus / mit Schimpf und Schande/ mit Kind und Kegel Wird aber auch im Alltag, in der Werbung oder in Medien verwendet. Hier hat die Alliteration eine hohe Einprägsamkeit. z.B: durch dick und dünn gehen / null und nichtig / Geiz ist geil Der Boulevardjournalismus nutzt die Alliteration in Schlagzeilen optisch aus. TOM - Rhetorische Frage Scheinbare Frage, auf die keine ernstzunehmende Antwort erwartet wird z.B.: o Was ist schon normal? o Wo sind wir denn hier? o Machen wir nicht alle Fehler? Anwendung v.a. in der Werbung und Politik; Boulevardjournalismus und Formate wie Bild, Krone etc. „Monsieur“ (ausgesprochen franzöisch) Spenger MIK : Ellipse Mit dem Auslassen von Wörtern werden grammatikalisch unvollständige Sätze gebildet, die trotzdem für den Leser verständlich sind. Man könnte auch sagen, sie ist sprachlich ökonomisch und unterstützt eine emotionale Ausdrucksweise. Es fehlt meist das Verb. Anwendung findet sie heute auch vermehrt in SMS und E-Mail. z.B: Ende gut, alles gut/ Ohne Wenn und Aber/ Mir nichts, dir nichts/ Je schneller desto besser Die Elipse wird aber auch verwendet, um eine eindringliche Wirkung zu erzielen. z.B: Sie können mich mal...........  TOM – Synekdoche Ist eine Ersetzung durch verwandte Begriffe
  • 5. o Teil/Ganzes o Gattung/Art o Früheres/Späteres o ->Dach übern Kopf haben….im eigenen Haus leben ->der Deutsche  für viele Deutsche (Volk) ->leuchten für scheinen -> nun scheint wieder Hr. Spenger an der Reihe zu sein! MIK: Antithese Gegenüberstellung gegensätzlicher Begriffe und Gedanken. Die Wirkung der Wörter wird so besser zur Geltung gebracht. z.B: Freund und Feind / Himmel und Hölle/ Schwarz und Weiß / Jung und Alt oder wie Papst Joh. Paul II einmal sagte: Irren ist menschlich, vergeben göttlich. In Gedichten erzeugt sie durch Polarisierung zweier Gegenstücke Spannung und Klarheit. Findet auch in Werbung Anwendung. z.B: Heiße Schnäppchen für die kalte Jahreszeit. TOM – Tautologie Ist, mein letztes Stilmittel, eine Wiederholung, Häufung des Gesagten oder Geschriebenen mit sinnverwandten Wörtern, wobei beide Wörter die Bedeutung des Gesamtausdruckes beinhalten; beide Wörter gehören hierbei derselben Wortart an o Hegen und pflegen o Immer und ewig o Angst und Bange o Sauber und rein (Werbung)- Waschmittel/ weißer als weiß! o Nie und nimmer o Im Großen und Ganzen Die Anwendung/Verwendung dieser Stilmittel ist wohl jedem hier hinlänglich bekannt und werden immer wieder, so hoffen wir, von euch auch angewandt! Seniore Spenger, prego! MIK : Hyperbel Ist eine starke Übertreibung und verletzt bewusst den Wahrheitsanspruch. Die Hyperbel dient somit insbesondere der pathetischen Affekterregung und erhöht die Prägnanz des geäußerten Gedankens. Viele Hyperbeln werden erst dann besonders interessant oder als solche wahrgenommen, wenn sie in Verbindung mit anderen Vergleichen auftreten.
  • 6. z.B: Es ist leichter für ein Kamel, durch ein Nadelöhr zu gehen, als für einen Reichen, in das Königreich Gottes einzugehen. Bibel Aber vor allem Anwendung in der Alltagssprache. z.B: eine Ewigkeit warten/ wie Sand am Meer / himmelhoch / todmüde Und in der Jugendsprache. z.B: Das ist super, - mega, - giga geil oder urcool Video !!! Supergeil !