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Innovative Personal- und Organisationsentwicklungskonzepte in Beratungsorganisationen




Work-Life-Balance in Unternehmensberatungen
                Bericht aus einem Forschungsprojekt
                                    Prof. Dr. Stephan Kaiser


     Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt und WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr
Work-Life Balance – Rhetorik und Realität.




         Prof. Dr. Stephan Kaiser
                                             2
Die Einordnung des Forschungsprojekts in das Verbundprojekt.




        Prof. Dr. Stephan Kaiser
                                                               3
Impressionen zum Thema Work-Life-Balance.

  Prof. Dr. Horst Opaschowski; Zukunftswissenschaftler und Politikberater, Universität Hamburg
   „Im 21. Jahrhundert kann eine betrieblich garantierte Work-Life-Balance zum wichtigsten
   Arbeitsplatzfaktor und Anreiz für berufliche Mobilität werden“
   (Sueddeutsche.de)



  „Zur erfolgreichen Karriereplanung gehört bei Booz & Company eine ausgewogene Work-Life-Balance“
  (Booz & Company Homepage)



  „Mit der gesellschaftlichen Entwicklung der letzten Jahrzehnte geht parallel eine Veränderung der Arbeits-
  und Berufswelt einher, durch die auf die Vereinbarkeit von persönlicher und beruflicher Lebensführung neue
  Herausforderungen zukommen. Die Deutsche Bank hat diesen Wandel erkannt und unterstützt die
  Mitarbeiter bei der Umsetzung ihrer individuellen Balance zwischen Privat- und Berufsleben.“
  (Deutsche Bank Homepage)


            Prof. Dr. Stephan Kaiser
Von 1987 bis 2007 wurden in referierten Zeitschriften die kumulierte
Anzahl von 370 Beitragen zum Thema Work-Life-Balance veröffentlicht.
                         400

                                     Eingegebene Begriffe („Abstract“                                                                                                                  370
                                     und „Title“):
                         350

                                     • Work-Life-Balance
                                     • Work-Family Conflict                                                                                                                     303
                         300         • Work-Family Balance
                                     • Work-Family Linkage
                                     • Work-Life Integration
                                                                                                                                                                         247
                         250
    nzahl von Artikeln




                         200
                                                                                                                                                                  186
   A




                                                                                                                                                           155
                         150

                                                                                                                                                    124

                                                                                                                                             101
                         100
                                                                                                                                      83
                                                                                                                                73
                                                                                                                        62
                                                                                                                 54
                                                                                                         48
                          50                                                                      38
                                                                                         32
                                                                         20      24
                                                          9      13
                                         4        6
                                 1
                           0
                               1987     1988   1989    1990     1991    1992    1993    1994      1995   1996   1997    1998   1999   2000   2001   2002   2003   2004   2005   2006   2007
                         Quelle: Business Source Premier und Psycinfo, referierte Zeitschriften                 Jahre




                                     Prof. Dr. Stephan Kaiser
                                                                                                                                                                                              5
Der Begriff Work-Life-Balance umfasst die individuelle Vereinbarkeit der
Interessen bzw. Verpflichtungen in der Arbeits- und der Lebenswelt.


                                                                                                            Life
                         Work
                                                                                               Lebenswelt (ohne Erwerbs-
   Arbeitswelt = Beruf = beruflicher
                                                                                               tätigkeit)
   Bereich




                                                                           Work-Life-Balance

      Individuelle Vereinbarkeit der Interessen, Bedürfnisse, Aktivitäten und Verpflichtungen in der Arbeits-
      und Lebenswelt
      Verwandte Begriffe:
      Work-Family Balance, Work-Life-Conflict, Work-Family Conflict, Work-Family Integration, Work-Family
      Linkage…

      Quelle: Vgl. Freier (2005), S. 17, Klimpel/ Schütte (2006). S. 21.


                 Prof. Dr. Stephan Kaiser
                                                                                                                           6
WLB Probleme entstehen durch Interrollenkonflikte und werden durch
Persönlichkeitsmerkmale als auch durch den Lebenszyklus moderiert.




                                                „Work“
                                                              Persönlichkeitsmerkmale


                                    Interrollenkonflikt            Sozialisation


                                                                Lebenszyklus und
                                                     „Life“        Biographie




     Quelle: Vgl. Kaiser/Ringlstetter/Stolz (2009)


                Prof. Dr. Stephan Kaiser
                                                                                        7
Es existieren vier mögliche Interaktionsmechanismen der Bereiche
„Work“ und „Life“.
   Work-Life Conflict/Negative Spillover              Verschiedene Rollen beeinträchtigen sich gegenseitig
                                                      bei der Erfüllung ihrer jeweiligen Verpflichtungen
        Work                                  Life    Spillover: Übertragung von (negativen) Gefühlen,
                                                      Werten oder Verhaltensweisen von einer Rolle auf die
                                                      andere
   Accomodation
                                                      Reduzierung der Beteiligung an einer Rolle um den
        Work                                   Life   Anforderungen der anderen Rolle gerecht zu werden

   Work-Life Enrichment/Positive Spillover
                                                      Eine Rolle stärkt oder bereichert die Qualität einer
        Work                                  Life    anderen Rolle


   Compensation
                                                      Bemühen, die Unzufriedenheit in einer Rolle mit dem
      Work ☺                                 Life     Streben nach Zufriedenheit in einer anderen Rolle
                                                      auszugleichen
     Quelle: Vgl. Schobert (2005). S. 20f.


                Prof. Dr. Stephan Kaiser
Die Bereiche „Work“ und „Life“ können sowohl segmentativ als auch
integrativ betrachtet werden.

   Segmentation

                                                                            Versuch, eine strikte Trennung beider Lebensbereiche
                                                                            vorzunehmen, um Interferenzen zwischen ihnen zu
         Work                                                 Life          unterdrücken, und um Grenzen zwischen den Rollen
                                                                            aufrecht zu erhalten


   Integration


       Work                   Life
                                                                            Erfolgreiche Kombination und Integration von Arbeit
                                                                            und anderen Lebensbereichen


      Quelle: Vgl. Schobert (2005), S. 20f., Christensen (1999), S. 27ff.


                 Prof. Dr. Stephan Kaiser
Das Forschungsprogramm im Überblick.

                                       Organisationale Ebene
                                        Zugang zu/ Verfügbarkeit
                                           WLB Maßnahmen

                                       Vorgesetzten-/ Mitarbeiter-/
                                     Organisationskulturunterstützung
      Nutzung von                                                       Betriebs-               Direkte Betriebs-
      Work-Life-Balance                                                 wirtschaftliche         wirtschaftliche
      Maßnahmen                                                         Vorsteuer-              Effekte
                                                                        größen des Erfolgs
       Flexible Arbeitszeiten
          Teilzeitmodelle

         Langzeitauszeiten                                                Einstellungseffekte
                                         Wahrgenommene                                            Umsatzsteigerung
                                                                           z.B. Commitment
       Betriebskindergarten              Work-Life Balance
                                                                           Verhalteneffekte
                                                                                                  Gewinnsteigerung
       Angehörigenbetreuung                                                z.B. Anwesenheit


      Gesundheitsmanagement                                               Gesundheitseffekte      Unternehmenswert-
                                                                            z.B. geistige &           steigerung
                                                                          körperliche Fitness
                ...
                                         Individuelle Ebene

                                        Persönlichkeitsmerkmale

                                          Demographische &
                                        Biographische Merkmale


          Prof. Dr. Stephan Kaiser
                                                                                                                      10
Die ersten Forschungserkenntnisse erlauben die Aufstellung
unterschiedlicher Thesen.

     Je höher die vom Mitarbeiter wahrgenommene Work-Life-Balance desto höher sein Commitment zum

     Unternehmen

     Die Wahrnehmung von Work-Life-Balance ist abhängig von der Lebenszyklusphase bzw. kritischen

     Ereignissen

     Die Wahrnehmung von Work-Life-Balance ist abhängig von Persönlichkeitsmerkmalen des Mitarbeiters

     In Abhängigkeit von den Persönlichkeitsmerkmalen des Mitarbeiters sind aus Effizienzgründen

     kompensatorische oder absolute Maßnahmen durch das Unternehmen zu ergreifen

     Die Umsetzung von Work-Life-Balance ist nur bei geeigneten bzw. veränderten arbeitsstrukturellen,

     unternehmens- bzw. führungskulturellen Gegebenheiten möglich




          Prof. Dr. Stephan Kaiser
                                                                                                         11
Aus den Forschungsthesen lassen sich verschiedene Implikationen für
die Praxis ableiten



     Work-Life-Balance Maßnahmen entfalten nur dann ihre Wirkung, wenn sie individuell angepasst werden

     und den Lebenszyklus eines Mitarbeiters abdecken

     Nicht alle Mitarbeiter im Unternehmen benötigen Work-Life-Balance Maßnahmen

     Work-Life-Balance Maßnahmen müssen „Top-Down“ legitimiert und implementiert werden

     Work-Life-Balance Maßnahmen können dazu geeignet sein, die Mitarbeiterbindung zu verbessern




          Prof. Dr. Stephan Kaiser
Work-Life Balance – Rhetorik und Realität.




         Prof. Dr. Stephan Kaiser
                                             13
Die Implementierung von Work-Life-Balance führt zu zahlreichen
Herausforderungen für die Unternehmen.

         Arbeitszeit                  Arbeitsorganisation          Arbeitsort             Information
      Servicezeiten                    Teamarbeit              alternierende           Ansprechpartner zum
      lebensphasenorient.              Qualitätszirkel         Telearbeit              Thema
      Arbeitszeit                      Vertretungs-            mobiles Arbeiten        Informationen in
      Notfallregelungen                regelungen              Arbeit von zu Hause     Freistellungszeiten
      Sabbaticals                      Überprüfung von         Kommunikation mit       Familientag
                                       Arbeitsabläufen         dezentral arbeitenden
                                                               Beschäftigten


     Führungskompetenz                Personalentwicklung      Organisationskultur     Direkte Leistungen

      Beurteilungs-                    Kontakthalte- und       Führungskultur          Bezahlte Elternzeit
      grundsätze                       Wiedereinstiegsprogr    Karrieremanagement      Kinder-
      Coaching                         amm                     Akzeptanz               /Altenbetreuung
      Führungsleitbild                 Unterstützung aktiver   „Life balance“-Kultur   Ferienangebote
      Führung in Teilzeit              Vaterschaft                                     Informationsstellen
                                       Weiterbildung mit                               Gesundheitsservices
                                       Kinderbetreuung


           Prof. Dr. Stephan Kaiser
Fazit: Das Thema Work-Life-Balance bleibt spannend.


      Das Work-Life-Balance Thema rückt den Menschen in seiner Gesamtheit in den Mittelpunkt

      Positive Effekte von Work-Life-Balance zum Teil empirisch nachgewiesen

      Wissenschaftlich endgültig erwiesene statistische Zusammenhänge und Kausalitäten zwischen
      Work-Life-Balance und Unternehmenserfolg stehen aus

      Reduktion auf die Work-Family Perspektive allein ist nicht zielführend

      Arbeit sollte nicht nur mit negativer Konnotation betrachtet werden

      Einige Work-Life-Balance Maßnahmen bieten nur vermeintliche Vorteile für den einzelnen Mitarbeiter

      Individualisierung von Work-Life-Balance Maßnahmen führt zu gestiegener Komplexität und somit zu
      einem erhöhten Koordinationsaufwand




         Prof. Dr. Stephan Kaiser
                                                                                                           15
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Kontakt:
Prof. Dr. Stephan Kaiser
WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr
Lehrstuhl für ABWL, Personalmanagement und Organisation
Stephan.Kaiser@whl-lahr.de

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Stephan.Kaiser@ku-eichstaett.de



                 Prof. Dr. Stephan Kaiser
                                                                        16
Es wird angenommen, dass ein reduzierter WLC/LWC sich positiv auf
das organisationale Commitment auswirkt.

                                Unterstützung
                                                              Soziodemografische
                                 durch den
                                                                    Faktoren
                                Vorgesetzten
                                                           (Alter, Geschlecht, Kinder,
                                                                      etc,)
                                       +          +/ -

                                Häufigkeit der
                            Inanspruchnahme von
                        -     Work-Life-Balance
                                  Initiativen     +
       Work-Life-
        Conflict
                                  -
                    -

       Life-Work-           -                         Organisationales
        Conflict                                       Commitment




                                                                                         17
Entlang des Lebenszyklus gibt es verschiedene „kritische Ereignisse“,
die zu einer Zunahme des Interrollenkonflikts führen können.

       Intensität                                                               Exemplarisch
“Kritische Ereignisse”




                                                                                       “Kritische Ereignisse”
                                                                                               entlang t
                         Partnerschaft   Geburt   Vereins-    Pflege von   Krankheit
                                          Kind    vorstand   Angehörigen



                                                                                                          18
Durch die Kategorisierung der Mitarbeiter und der Work-Life-Balance
Maßnahmen lassen sich die Sinnhaftigkeit von Instrumenten erhöhen.


     Persönlichkeits-   „Leidtragende“   Tropfen auf den    Effektives WLB-
       merkmale                           heißen Stein       Management

      Sozialisation

      Lebenszyklus                       Vergeudung von       Verlust von
                             „Helden“      Ressourcen         Arbeitskraft
     und Biographie

                                         Kompensatorische   Echte Balance-
                                           Maßnahmen         Maßnahmen




                                          Unternehmens- und Führungskultur



                                                                              19
Work-Life-Balance in Abhängigkeit der Führungs- und
Unternehmenskultur.




                                                      20

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Work Life Balance

  • 1. Innovative Personal- und Organisationsentwicklungskonzepte in Beratungsorganisationen Work-Life-Balance in Unternehmensberatungen Bericht aus einem Forschungsprojekt Prof. Dr. Stephan Kaiser Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt und WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr
  • 2. Work-Life Balance – Rhetorik und Realität. Prof. Dr. Stephan Kaiser 2
  • 3. Die Einordnung des Forschungsprojekts in das Verbundprojekt. Prof. Dr. Stephan Kaiser 3
  • 4. Impressionen zum Thema Work-Life-Balance. Prof. Dr. Horst Opaschowski; Zukunftswissenschaftler und Politikberater, Universität Hamburg „Im 21. Jahrhundert kann eine betrieblich garantierte Work-Life-Balance zum wichtigsten Arbeitsplatzfaktor und Anreiz für berufliche Mobilität werden“ (Sueddeutsche.de) „Zur erfolgreichen Karriereplanung gehört bei Booz & Company eine ausgewogene Work-Life-Balance“ (Booz & Company Homepage) „Mit der gesellschaftlichen Entwicklung der letzten Jahrzehnte geht parallel eine Veränderung der Arbeits- und Berufswelt einher, durch die auf die Vereinbarkeit von persönlicher und beruflicher Lebensführung neue Herausforderungen zukommen. Die Deutsche Bank hat diesen Wandel erkannt und unterstützt die Mitarbeiter bei der Umsetzung ihrer individuellen Balance zwischen Privat- und Berufsleben.“ (Deutsche Bank Homepage) Prof. Dr. Stephan Kaiser
  • 5. Von 1987 bis 2007 wurden in referierten Zeitschriften die kumulierte Anzahl von 370 Beitragen zum Thema Work-Life-Balance veröffentlicht. 400 Eingegebene Begriffe („Abstract“ 370 und „Title“): 350 • Work-Life-Balance • Work-Family Conflict 303 300 • Work-Family Balance • Work-Family Linkage • Work-Life Integration 247 250 nzahl von Artikeln 200 186 A 155 150 124 101 100 83 73 62 54 48 50 38 32 20 24 9 13 4 6 1 0 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 Quelle: Business Source Premier und Psycinfo, referierte Zeitschriften Jahre Prof. Dr. Stephan Kaiser 5
  • 6. Der Begriff Work-Life-Balance umfasst die individuelle Vereinbarkeit der Interessen bzw. Verpflichtungen in der Arbeits- und der Lebenswelt. Life Work Lebenswelt (ohne Erwerbs- Arbeitswelt = Beruf = beruflicher tätigkeit) Bereich Work-Life-Balance Individuelle Vereinbarkeit der Interessen, Bedürfnisse, Aktivitäten und Verpflichtungen in der Arbeits- und Lebenswelt Verwandte Begriffe: Work-Family Balance, Work-Life-Conflict, Work-Family Conflict, Work-Family Integration, Work-Family Linkage… Quelle: Vgl. Freier (2005), S. 17, Klimpel/ Schütte (2006). S. 21. Prof. Dr. Stephan Kaiser 6
  • 7. WLB Probleme entstehen durch Interrollenkonflikte und werden durch Persönlichkeitsmerkmale als auch durch den Lebenszyklus moderiert. „Work“ Persönlichkeitsmerkmale Interrollenkonflikt Sozialisation Lebenszyklus und „Life“ Biographie Quelle: Vgl. Kaiser/Ringlstetter/Stolz (2009) Prof. Dr. Stephan Kaiser 7
  • 8. Es existieren vier mögliche Interaktionsmechanismen der Bereiche „Work“ und „Life“. Work-Life Conflict/Negative Spillover Verschiedene Rollen beeinträchtigen sich gegenseitig bei der Erfüllung ihrer jeweiligen Verpflichtungen Work Life Spillover: Übertragung von (negativen) Gefühlen, Werten oder Verhaltensweisen von einer Rolle auf die andere Accomodation Reduzierung der Beteiligung an einer Rolle um den Work Life Anforderungen der anderen Rolle gerecht zu werden Work-Life Enrichment/Positive Spillover Eine Rolle stärkt oder bereichert die Qualität einer Work Life anderen Rolle Compensation Bemühen, die Unzufriedenheit in einer Rolle mit dem Work ☺ Life Streben nach Zufriedenheit in einer anderen Rolle auszugleichen Quelle: Vgl. Schobert (2005). S. 20f. Prof. Dr. Stephan Kaiser
  • 9. Die Bereiche „Work“ und „Life“ können sowohl segmentativ als auch integrativ betrachtet werden. Segmentation Versuch, eine strikte Trennung beider Lebensbereiche vorzunehmen, um Interferenzen zwischen ihnen zu Work Life unterdrücken, und um Grenzen zwischen den Rollen aufrecht zu erhalten Integration Work Life Erfolgreiche Kombination und Integration von Arbeit und anderen Lebensbereichen Quelle: Vgl. Schobert (2005), S. 20f., Christensen (1999), S. 27ff. Prof. Dr. Stephan Kaiser
  • 10. Das Forschungsprogramm im Überblick. Organisationale Ebene Zugang zu/ Verfügbarkeit WLB Maßnahmen Vorgesetzten-/ Mitarbeiter-/ Organisationskulturunterstützung Nutzung von Betriebs- Direkte Betriebs- Work-Life-Balance wirtschaftliche wirtschaftliche Maßnahmen Vorsteuer- Effekte größen des Erfolgs Flexible Arbeitszeiten Teilzeitmodelle Langzeitauszeiten Einstellungseffekte Wahrgenommene Umsatzsteigerung z.B. Commitment Betriebskindergarten Work-Life Balance Verhalteneffekte Gewinnsteigerung Angehörigenbetreuung z.B. Anwesenheit Gesundheitsmanagement Gesundheitseffekte Unternehmenswert- z.B. geistige & steigerung körperliche Fitness ... Individuelle Ebene Persönlichkeitsmerkmale Demographische & Biographische Merkmale Prof. Dr. Stephan Kaiser 10
  • 11. Die ersten Forschungserkenntnisse erlauben die Aufstellung unterschiedlicher Thesen. Je höher die vom Mitarbeiter wahrgenommene Work-Life-Balance desto höher sein Commitment zum Unternehmen Die Wahrnehmung von Work-Life-Balance ist abhängig von der Lebenszyklusphase bzw. kritischen Ereignissen Die Wahrnehmung von Work-Life-Balance ist abhängig von Persönlichkeitsmerkmalen des Mitarbeiters In Abhängigkeit von den Persönlichkeitsmerkmalen des Mitarbeiters sind aus Effizienzgründen kompensatorische oder absolute Maßnahmen durch das Unternehmen zu ergreifen Die Umsetzung von Work-Life-Balance ist nur bei geeigneten bzw. veränderten arbeitsstrukturellen, unternehmens- bzw. führungskulturellen Gegebenheiten möglich Prof. Dr. Stephan Kaiser 11
  • 12. Aus den Forschungsthesen lassen sich verschiedene Implikationen für die Praxis ableiten Work-Life-Balance Maßnahmen entfalten nur dann ihre Wirkung, wenn sie individuell angepasst werden und den Lebenszyklus eines Mitarbeiters abdecken Nicht alle Mitarbeiter im Unternehmen benötigen Work-Life-Balance Maßnahmen Work-Life-Balance Maßnahmen müssen „Top-Down“ legitimiert und implementiert werden Work-Life-Balance Maßnahmen können dazu geeignet sein, die Mitarbeiterbindung zu verbessern Prof. Dr. Stephan Kaiser
  • 13. Work-Life Balance – Rhetorik und Realität. Prof. Dr. Stephan Kaiser 13
  • 14. Die Implementierung von Work-Life-Balance führt zu zahlreichen Herausforderungen für die Unternehmen. Arbeitszeit Arbeitsorganisation Arbeitsort Information Servicezeiten Teamarbeit alternierende Ansprechpartner zum lebensphasenorient. Qualitätszirkel Telearbeit Thema Arbeitszeit Vertretungs- mobiles Arbeiten Informationen in Notfallregelungen regelungen Arbeit von zu Hause Freistellungszeiten Sabbaticals Überprüfung von Kommunikation mit Familientag Arbeitsabläufen dezentral arbeitenden Beschäftigten Führungskompetenz Personalentwicklung Organisationskultur Direkte Leistungen Beurteilungs- Kontakthalte- und Führungskultur Bezahlte Elternzeit grundsätze Wiedereinstiegsprogr Karrieremanagement Kinder- Coaching amm Akzeptanz /Altenbetreuung Führungsleitbild Unterstützung aktiver „Life balance“-Kultur Ferienangebote Führung in Teilzeit Vaterschaft Informationsstellen Weiterbildung mit Gesundheitsservices Kinderbetreuung Prof. Dr. Stephan Kaiser
  • 15. Fazit: Das Thema Work-Life-Balance bleibt spannend. Das Work-Life-Balance Thema rückt den Menschen in seiner Gesamtheit in den Mittelpunkt Positive Effekte von Work-Life-Balance zum Teil empirisch nachgewiesen Wissenschaftlich endgültig erwiesene statistische Zusammenhänge und Kausalitäten zwischen Work-Life-Balance und Unternehmenserfolg stehen aus Reduktion auf die Work-Family Perspektive allein ist nicht zielführend Arbeit sollte nicht nur mit negativer Konnotation betrachtet werden Einige Work-Life-Balance Maßnahmen bieten nur vermeintliche Vorteile für den einzelnen Mitarbeiter Individualisierung von Work-Life-Balance Maßnahmen führt zu gestiegener Komplexität und somit zu einem erhöhten Koordinationsaufwand Prof. Dr. Stephan Kaiser 15
  • 16. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Kontakt: Prof. Dr. Stephan Kaiser WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr Lehrstuhl für ABWL, Personalmanagement und Organisation Stephan.Kaiser@whl-lahr.de Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt Stephan.Kaiser@ku-eichstaett.de Prof. Dr. Stephan Kaiser 16
  • 17. Es wird angenommen, dass ein reduzierter WLC/LWC sich positiv auf das organisationale Commitment auswirkt. Unterstützung Soziodemografische durch den Faktoren Vorgesetzten (Alter, Geschlecht, Kinder, etc,) + +/ - Häufigkeit der Inanspruchnahme von - Work-Life-Balance Initiativen + Work-Life- Conflict - - Life-Work- - Organisationales Conflict Commitment 17
  • 18. Entlang des Lebenszyklus gibt es verschiedene „kritische Ereignisse“, die zu einer Zunahme des Interrollenkonflikts führen können. Intensität Exemplarisch “Kritische Ereignisse” “Kritische Ereignisse” entlang t Partnerschaft Geburt Vereins- Pflege von Krankheit Kind vorstand Angehörigen 18
  • 19. Durch die Kategorisierung der Mitarbeiter und der Work-Life-Balance Maßnahmen lassen sich die Sinnhaftigkeit von Instrumenten erhöhen. Persönlichkeits- „Leidtragende“ Tropfen auf den Effektives WLB- merkmale heißen Stein Management Sozialisation Lebenszyklus Vergeudung von Verlust von „Helden“ Ressourcen Arbeitskraft und Biographie Kompensatorische Echte Balance- Maßnahmen Maßnahmen Unternehmens- und Führungskultur 19
  • 20. Work-Life-Balance in Abhängigkeit der Führungs- und Unternehmenskultur. 20