SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
IBP VIEW
Iskander Business Partner
Roam Like Home – EU-Verordnungen & -Regulierungen und ihre Aus-
wirkungen auf die europäischen Telekommunikationsmärkte
IBP_Whitepaper_Roam Like Home – EU-Verordnungen & -Regulierungen und ihre Auswirkungen auf die europäischen Telekommunikationsmärkte
Roam Like Home – EU-Verordnungen & -Regulierungen und ihre Aus-
wirkungen auf die europäischen Telekommunikationsmärkte
Europa wird wirtschaftlich und politisch weiter zusammenwachsen und einen gesamteu-
ropäischen Binnenmarkt formen – so die Vision der Europäischen Union. Um dieses Ziel
zu erreichen, kommt es vermehrt zu Anpassungen der Infrastruktur, sowie dem Abbau
von innereuropäischen Marktbarrieren. Diese Maßnahmen beeinflussen auch die Tele-
kommunikationsbranche, welche als Stütze für wirtschaftlichen Austausch und Wachs-
tum genannt wird, aber laut EU Kommission, gleichzeitig von enormen Handelsbarrieren
geprägt ist. Neelie Kroes, Vizepräsidentin der "Digitalen Agenda", hat daher das Ziel
ausgerufen, bis zum Jahr 2020 einen einheitlichen digitalen Telekommunikationsmarkt zu
schaffen. Das Fundament Ihres Vorhabens ist das Konzept "Roam Like Home", das unter
anderem die Abschaffung der Roaminggebühren und -grenzen innerhalb der EU vorsieht.
Juli 2014
Iskander Business Partner GmbH
Philipp Thomaschewski
Philipp Gröne
Der Einfluss der EU – Die Vision eines gesamteuropäischen Telekommunika-
tionsmarktes
IBP VIEW
Iskander Business Partner
2
Aus politischer Sicht erhofft sich die EU Kommissi-
on durch die Anpassungen mehr Transparenz und
Einfachheit für den Kunden sowie die Entwicklung
eines ganzheitlichen europäischen Telekommunika-
tionsmarktes. Dieser sieht laut EU Kommission aus
Endkundenperspektive bis zum Jahr 2017 wie folgt
aus:1)
•	 Die freie Wahl des Roaminganbieters im EU Aus-
land (Roaming Decoupling)
•	 Ein maximaler Preis von 0,19 € pro Minute für
ausgehende Gespräche und max. 0,20 € pro Me-
gabyte (Retail Preis)
•	 Einheitliche nationale und EU-weite Preise von
2017 an ("Scenario 2017+")
Während eine Verschmelzung der europäischen
Märkte aus politischer Perspektive ein wünschens-
werter Idealzustand ist, birgt die politische Vision
aus unternehmerischer Sicht essentielle Herausfor-
derungen. Die Kernfragen dieser Auswirkung sind in
vielen Unternehmensbereichen der Anbieter bisher
kaum berücksichtigt worden:
•	 Was bedeutet Roaming Decoupling für mich als
Anbieter und welche Unternehmensbereiche sind
betroffen (Roaming, Marketing, Pricing, IT, etc.)?
•	 Wie kann ich mich im Markt mit entsprechenden
Angeboten differenzieren?
•	 Welche Optionen bietet das "Szenario 2017+"
für einen Provider, um sich strategisch auf einen
EU-weiten Markt vorzubereiten?
Diese Fragestellungen richtig zu beantworten, ist für
die Telekommunikationsunternehmen von enormer
Relevanz, um weiterhin gewinnbringende und at-
traktive Angebote im Markt zu platzieren und sich in
einem gesamteuropäischen Binnenmarkt zu positio-
nieren.
Das übergeordnete Ziel der EU-Verordnung ist es,
die erheblich bestehenden Unterschiede zwischen
Inlands- und Roamingpreisen zu beseitigen bzw. Ro-
amingentgelte dauerhaft abzuschaffen. Das Vorha-
ben der EU beruht im Wesentlichen auf zwei Kom-
ponenten, die aus Anbieterperspektive bei einer
strategischen Neuausrichtung des Roamingsegments
und einer Positionierung innerhalb eines gesamteu-
ropäischen Binnenmarktes beachtet werden sollten:
1.	 Die sukzessive Preiserosion (siehe Schaubild 1)
2.	 Die Erfüllung der Anforderungen an europä-
ische Anbieter bzgl. der Roaming Decoupling
/ Local-Breakout Funktionalität
Auf die erste Komponente kann mit Preisanpassun-
gen der Kernservices und der Bereitstellung neu-
er Dienste, die bepreist werden können, reagiert
werden. Die zweite Komponente hingegen ist eine
grundlegende Neuerung, die das Gleichgewicht des
Marktes beeinträchtigt und somit neue Umsatzquel-
len bietet.
Roaming Decoupling beschreibt den separaten Ver-
kauf von Roamingdienstleistungen im Ausland unab-
hängig vom abgeschlossenen Vertragsverhältnis des
Kunden im Heimatland. Roamingkunden sind somit
jederzeit berechtigt, Ihren Roaminganbieter im Aus-
land zu wechseln. Weiterhin muss das Local-Breakout
Scenario sichergestellt werden, bei dem der Kunde
im Ausland einzelne Mobile-Data Pakete bei den dor-
tigen Anbietern erwerben kann. Die in- und ausländi-
schen Anbieter müssen dabei der Vorgabe nachkom-
men, die entsprechenden Services und technischen
Grundlagen ab dem 01.07.2014 zur Verfügung zu
stellen. Roaming Decoupling und Local-Breakout
werden von der EU-Regulierungsbehörde bewusst
als Übergangslösung gesehen, welche hin zu einem
gemeinsamen Binnenmarkt innerhalb der EU führen
Iskander Business Partner3
1) Quelle: REGULATION (EU) No 531/2012 OF THE EUROPEAN
PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL of 13 June 2012
Iskander Business Partner
sollen. Das bedeutet: Eine Angleichung der Roaming-
und lokalen Nutzungspreise (siehe Schaubild 1).
Worauf muss ich als Anbieter konkret
reagieren?
Die preisliche Angleichung der Märkte ist eine der
Kernkomponenten des "Roam Like Home" – Konzep-
tes. Die folgende Tabelle stellt die regulatorisch vor-
gegebene Entwicklung der Mobilfunkpreise bis zum
Jahr 2017 dar.1)
Preisvorgaben seitens der EU 2012 – 20221)
Seit 01.07.2013 Ab 01.07.2014 Ab 01.07.2017
Änderungen der EU-Regulierungsrichtlinien vom 01.07.2013 – 01.07.2022
Heute
Retail Caps
Ausg./Eing. Anrufe: 0,24€ / 0,07€
Wholesale Caps:
Ausg./Eing. Anrufe: 0,10€
Voice
Retail Caps
Ausg./Eing. Anrufe: 0,19€ / 0,05€
Wholesale Caps:
Ausg./Eing. Anrufe: 0,05€
Retail Caps
Ausg./Eing. SMS: 0,08€ / frei
Wholesale Caps:
Ausg./Eing. Anrufe: 0,02€ / frei
Retail Caps
Ausg./Eing. SMS: 0,06€ / frei
Wholesale Caps:
Ausg./Eing. Anrufe: 0,02€ / frei
Data
Retail Caps
Preis pro MB: 0,45€
Wholesale Caps
Preis pro MB: 0,15€
Retail Caps
Preis pro MB: 0,20€
Wholesale Caps
Preis pro MB: 0,05€
Teilweise sind weitere Anpassungen
der Roamingpreise von 2017 an
möglich
-
Idealzustand seitens EU: Einheitliche
Preise EU-weit
SMS
4
Durch die Anpassung der EU-Preise und Einführung
der Roaming Decoupling bzw. der Local-Breakout
Funktionalität werden somit heute die Weichen ge-
stellt, um sich in einem europäischen Binnenmarkt
zu positionieren. Iskander Business Partner emp-
fiehlt daher die Folgenden kurz-, mittel- und lang-
fristigen Handlungsoptionen zu prüfen.
Kurz-, mittel- & langfristige Maßnahmen
– Wie können Telekommunikationsun-
ternehmen auf die aktuellen EU Richtlinien
reagieren?
Das folgende Kapitel legt die wichtigsten Positionie-
rungsansätze auf kurz-, mittel- und langfristiger Ba-
sis dar. Diese können als umsatz- und marktanteils-
sicherende Maßnahmen klassifiziert werden, um der
rückläufigen Preisentwicklung entgegen zu wirken.
Kurzfristige Maßnahmen
Es ist wichtig zu bedenken, dass sich Kunden mit
ihrer nächsten Vertragsverlängerung bereits bis ins
"Szenario 2017+" an ihren jeweiligen Vertragspart-
ner binden. Das bedeutet aus Anbieterperspektive,
dass die jetzige Kundenbasis möglichst effizient be-
arbeitet werden muss, um nachhaltige Wertschöp-
fungsmaßnahmen im Roamingsegment einzuleiten.
1) Abschöpfungs- und Lock-In Effekte nutzen
Den Anbietern bietet sich bis zum Zeitpunkt der fina-
len Preisangleichung die Möglichkeit, die Kundenba-
sis im Roamingsegment einzuloggen und gezielt ab-
zuschöpfen. Dies beinhaltet konkret die Bewerbung
und das Bundling von Roamingpaketen innerhalb von
bestehenden Tarifen, um gefährdete Umsätze zu fes-
tigen. Erste Use-Cases und Optionen lassen sich im
deutschen Markt bereits identifizieren:
•	 E-Plus führte mit seiner Marke Base eine Reiseflat
Option ein. Der Vertrag kostet 3€ pro Monat und
gilt 24 Monate. Er beinhaltet die fortlaufende Nut-
zung der heimischen Datenflat im Ausland sowie
eine Telefonflat nach Deutschland.
•	 Die Deutsche Telekom möchte ab dem 01.07.2014
die All-Inclusive Option einfügen, bei der das In-
klusiv-Datenvolumen des heimischen Vertrages
im Ausland weiter genutzt werden kann. Der
Vertrag soll in zwei Laufzeitmodellen mit 1- oder
12-monatiger Laufzeit zur Verfügung stehen.
Sind entsprechende Kundenbindungsmaßnahmen
im Roamingsegment bisher nicht ergriffen worden,
empfiehlt es sich diese schnellstmöglich einzuleiten
und die Kundenbasis somit weiter zu bearbeiten.
2) Differenzierung über Datengeschwindig-
keit im Ausland
Eine weitere Option, sinkenden Roaminggebühren
entgegenzuwirken, besteht darin, ähnlich wie im in-
ländischen Markt, auch im ausländischen Markt nach
den Datennutzungsgeschwindigkeiten zu differen-
zieren. Eine Bepreisung findet aktuell nur auf Basis
des verbrauchten Volumens statt. Alternativ bietet
sich die Möglichkeit, die Vorgaben hinsichtlich der
Volumenpreise zu erfüllen und darüber hinaus extra
Umsätze über eine Geschwindigkeitsdifferenzierung
im Ausland (bspw. 3G vs. 4G) zu generieren. Bei-
spielhaft wäre eine Kampagne, die verschiedene Op-
tionen eines EU-Reisepakets nach Geschwindigkeit
anbietet.
Neben den kurzfristigen Maßnahmen, die die Umsät-
ze der eigenen Kundenbasis schützen, können dar-
über hinaus Maßnahmen ergriffen werden, die eine
starke mittel- und langfristige Positionierung in ei-
nem einheitlichen europäischen Markt ermöglichen.
Iskander Business Partner5
Mittelfristige Maßnahmen
1) Mobilfunkkunden aus anderen Ländern
als neue Zielgruppe
Durch das Roaming Decoupling / Local-Breakout er-
öffnen sich weitere Umsatzchancen mit "Neu-Kun-
den". Hierbei erhält der Kunde die Möglichkeit sich
seinen Roaminganbieter im Ausland frei auszusu-
chen unabhängig von seinem Vertrag im Heimatland.
Das heißt für einheimische Telekommunikationsun-
ternehmen ergibt sich die Möglichkeit, Angebote für
ausländische Kunden zu erstellen. Auf diese Weise
können einerseits neue Umsätze generiert werden,
andererseits kann der Anbieter seine globale Organi-
sation mit gutem Service und einem attraktivem Pro-
position Management positiv positionieren und auf
diese Weise eine werbende Wirkung im Herkunfts-
land des Kunden erzielen.
2) Technische Umsetzung
Neben dem positiven Effekt möglicher neuer Um-
satzpotentiale, ist der Implementierungsprozess mit
einer enormen technischen Komplexität verbunden.
Roaming Decoupling bedeutet nicht nur, dass ent-
sprechende Angebote entwickelt und beworben wer-
den müssen. Vielmehr ist dies auch mit technischen
und operativen Änderungen, wie beispielsweise der
Anpassung der technischen Systeme hinsichtlich ei-
nes speziellen Kundenlifecycles, verbunden. Dieser
beinhaltet u.a. Rechnungstellung und Anbindung an
den Heimatprovider sowie die Umsetzung von inter-
Kurzfristig
Mittelfristig Langfristig
IBP
3-Phasen
Ansatz im
Roaming
Markt
• Abschöpfungs- & Lock-In Effekte
nutzen
• Differenzierung über
Datengeschwindigkeit im Ausland
• Grow Network
• Partner Up
• Mobilfunkkunden aus
anderen Ländern als neue
Zielgruppe nutzen
• Technische Umsetzung
1
2 3
6
agierenden Service Prozessen zwischen den einzel-
nen Ländergesellschaften (Hotline, Reklamationen,
Abwicklung technischer Probleme etc.).
Roaming Decoupling sollte daher auch als Invest-
mentprodukt bewertet werden, welches dem je-
weiligen Anbieter dabei helfen kann, sich in einem
zusammenwachsenden Markt als europäischer An-
bieter zu positionieren, um das unerschlossene Po-
tential (Bspw. nutzen im EU-Durchschnitt 28% der
Kunden ihren Mobilfunktarif nicht während sie im Ur-
laub (EU-Ausland) sind.)1)
Darüber hinaus müssen sich die Anbieter darü-
ber Gedanken machen, wo man sich im "Szenario
2017+"positionieren möchte.
Langfristige Maßnahmen
Do nothing is not an option – Partner Up or
Grow Network
Roaming Decoupling / Local-Breakout und der Weg-
fall der EU-Roaming Umsätze werden einen wesent-
lichen Einfluss auf das Kerngeschäft haben und zu
einer verstärkten Konkurrenzsituation führen. Iskan-
der Business Partner hat hierfür zwei Handlungsopti-
onen identifiziert, um sich dem zunehmenden Wett-
bewerb zu stellen:
Grow Network
Als Teil eines globalen Telco Players wie beispiels-
weise Vodafone, Telefónica oder Deutsche Telekom
bietet es sich an, auf das Netzwerk der zum Kon-
zern gehörenden OpCo‘s zurückzugreifen um den
Kunden dauerhaft im eigenen Netzwerk einzulog-
gen, Umsätze innerhalb des Konzerns zu halten, und
dem Kunden in einem gesamteuropäischen Binnen-
markt keine Wechselalternativen zu bieten. Wie bei
den mittelfristigen Maßnahmen beschrieben ergibt
sich hierdurch die Chance, Kunden nicht nur natio-
nal, sondern auch international in ein und dasselbe
Netzwerk einzubinden und zu entwickeln. In diesem
Fall ist eine Positionierung als Full-Service-Anbieter
(CokeCo) sinnvoll und notwendig. Hierbei fungiert
der Anbieter nicht nur als reiner Netzinfrastruktur-
anbieter, sondern etabliert eigene Angebote und
Value-Added Services um sich in dem neu entwi-
ckelnden Markt zu differenzieren. Wird dies als mög-
liche Option in Erwägung gezogen, so empfiehlt IBP
das Thema aus einer europäischen Konzernsicht zu
analysieren und national übergreifende Initiativen
zusammenzuführen.
Partner Up
Sollte ein weit verbreitetes OpCo Netzwerk nicht vor-
handen sein, kann eine Partnerstrategie helfen um
den heimischen Kunden im Ausland eine optimale
Userexperience zu bieten. Um den richtigen Netz-
werkpartner zu identifizieren ist eine Analyse der
eigenen Kundenbasis essenziell. Wichtige Parameter
zur Analyse sind u.a.:
•	 Was sind die vermehrten Reiseziele meiner Kun-
denbasis und entsprechender ARPU?
•	 Welche Services werden vermehrt im Ausland
genutzt (Daten oder Voice) und ist mein Partner
dementsprechend gerüstet?
•	 Inwiefern sind bereits Partnerschaften vor Ort
etabliert und wer sind die möglichen Ansprech-
partner?
•	 Ist der mögliche Partner in meinem Heimatmarkt
mit einem eigenem Netz präsent?
Um dieses Modell möglichst effizient auszusteuern,
besteht die Möglichkeit, sich für seine Kunden als
Iskander Business Partner7
reiner Infrastrukturdienstleister zu platzieren ("Net-
Co"), dessen Netzqualität (im Ausland) sein größter
Asset ist. Eine Positionierung und korrespondierende
Kosten eines Full-Service-Anbieters mit starkem und
teurem Markenfokus wird dabei vermieden, da im
Ausland verstärkt mit Partnern kooperiert wird.
Beide Szenarien zeigen, dass schon jetzt entspre-
chende Netzkapazitäten eingekauft oder ausgebaut
werden müssen und werthaltige Partnerschaften mit
ausländischen Partnern initiiert werden sollten, um
sich in dem neuen Markt behaupten zu können. Eine
derartige Strategie muss in das gesamtunternehme-
rische (Konzern-) Konstrukt passen unter der Berück-
sichtigung, dass 2017 in einem gesamteuropäischen
Markt agiert wird. Ein Ignorieren der Umstände wird
allenfalls dazu führen, sich selbst in seinem Markt zu
limitieren und Umsätze sowie Marktanteile an euro-
päisch handelnde Partner zu verlieren.
Grow Network Partner Up1a 1b
CokeCo‘s / Full European Service Provider:
• Ausbau des bestehenden Netzes
• Aufbau auf einer internationalen/
konzernweiten Netzstrategie
NetCo:
• Sicherung kostengünstiger Partnerschaften
• Partnerschaften werden basierend auf
einer ausführlichen Analyse der
Kundenbasis verhandelt
Langfristige Maßnahmen
Handlungsempfehlung seitens Iskander Business Partner zum langfristig erfolgreichen
Umgang mit den neuen Roaming Regularien
1) Quelle: Eurobarometer
8
Quick Check List zur Strategiefindung im Roam Like Home - Markt
1. Wie groß ist der Roaming Impact bei Ihnen und was wird der Wegfall der
Roaminggebühren für Sie heißen?
2. Sind bei Ihnen folgende Verordnungspunkte adressiert und in Umsetzung?
3. Haben Sie EU Roaming-Produkte, die genutzt werden können, um wegfallende
Roaminggebühren durch einen Lock-In-Effekt zu kompensieren?
4. Ist Ihre Technik- und Netzstrategie in-line mit den Anforderungen und Bedingungen
Ihrer Roamingstrategie?
5. Wie sieht Ihre europäische Partnerschaftskarte aus?
6. Haben Sie sich dafür entschieden, Decoupling Produkte zu bauen und diese aktiv
zu vermarkten?
7. Wie gehen Sie mit einer potentiellen EU-Allnet Flat um und was würde das für Ihr
Unternehmen bedeuten?
8. Würden Sie eine EU Allnet Flat mit dem Wegfall der EU-Roaming Kosten nur
national vermarkten oder ist Ihre Zielgruppe dann eine Europäische?
9. Wenn Sie in der EU verschiedene OpCos haben: Haben Sie ein gemeinsames
Verständnis und die gleichen Prioritäten?
Quick Check List erledigt
− Können Sie Roaming Decoupling & Local-Breakout umsetzen?
− Ist die Preisanpassung eingeplant?
Iskander Business Partner9
10
Die Autoren
Philipp Thomaschewski
verstärkt seit 2013 das Team von Iskander Bu-
siness Partner.
Seine berufliche Karriere startete er als Strategy
Analyst bei Telefónica Germany, wo er sich intensiv
mit Business Planungs- und Geschäftsentwicklungs-
themen auseinander setzte.
Vor seiner Zeit bei Iskander Business Partner arbei-
tete Philipp für den globalen Tech / Startup Accele-
rator Startupbootcamp in Amsterdam, wo er unter
anderem für die Evaluierung und Auswahl der Teams
mitverantwortlich war und das Projektmanagement
für verschiedene Auswahlevents der Teams über-
nommen hat.
Philipp hat seinen Master in Business Administra-
tion (MSc.) mit einem Fokus auf Entrepreneurship
an der VU Amsterdam gemacht und spricht fließend
Deutsch und Englisch.
Philipp Gröne
ist seit Beginn 2011 bei Iskander Business Part-
ner. Seine Schwerpunkte liegen im strategischem
Marketing, Market- und Kundeninsight sowie Pro-
jektmanagement.
Er begann seine berufliche Laufbahn in London bei
IKEA UK und Irland. Er war verantwortlich für Market
Intelligence der beiden Länder und Projektmanager
für die Katalogdistribution. Danach arbeitete er als
Berater für GPM GmbH in Hannover und unterstütz-
te Kunden bei der Entwicklung ihrer Organisationen
und der Verbesserung ihrer Vertriebskanäle.
Er ist Dipl. Geograph von der Universität Bayreuth.
Im Jahr 2013 hat Philipp das PMP © Zertifikat des
Project Management Institute erworben und sich in
2011 im Rahmen der Zertifizierung zum Certified
Scrum Master auch mit agilen Projektmanagement-
methoden vertraut gemacht.
Iskander Business Partner11
Iskander Business Partner ist eine interna-
tionale Unternehmensberatung mit dem
Fokus auf Konzeption und Implementierung
von Wachstumsprojekten in der High-Tech
Industrie. Wir bieten hohe Kompetenz und
Profis mit unternehmerischem Denken.
Unternehmen und Philosophie
GemeinsammitunserenKundenentwickelnwirergeb-
nis- und umsetzungsorientierte Konzepte und setzen
diese um: zuverlässig, pragmatisch, anwendungsbe-
zogen. Partnerschaft, gegenseitiges ​Vertrauen und
zielorientierte Unternehmensberatung mit Fokus auf
die erfolgreiche Umsetzung – unsere Konzepte für
Produkt-, Marketing-, Vertriebs- und CRM-Strategien
stellen nachhaltige Erfolge sicher.
Unser Unternehmen wächst seit der Gründung im
Jahr 2005 durch Armin Iskander auf einer soliden
Basis. Unsere Expansion beruht auf unternehme-
risch denkenden Mitarbeitern, die unsere Strategie
aktiv mitgestalten und unsere Klienten zielorientiert
begleiten. Leidenschaft für unsere Arbeit, Eigenver-
antwortlichkeit und enger Kundenkontakt sind die
Segel, die uns zum Erfolg tragen. Flache Strukturen
und Bodenständigkeit sorgen dafür, dass wir den Ho-
rizont nicht aus den Augen verlieren. Wir liefern keine
theoretischen Papiervorlagen, sondern setzen ganz
konkrete Lösungen um. Als Spezialisten für Marke-
ting, Vertrieb und CRM sind wir Partner unserer Kun-
den - als erfahrene Experten und seriös ausgebildete
Berater loten wir Untiefen aus und umschiffen diese
zum Nutzen unserer Kunden.
Unsere starke Mannschaft segelt sicher auf Erfolgs-
kurs. Bei uns im Team zählt jeder Einzelne; unser
Zusammenspiel liefert eine erfolgreiche Peilung für
den Weg zum Ziel. Das Ergebnis: zufriedene langjäh-
rige Kunden und hoch motivierte Mitarbeiter.
www.i-b-partner.com
IBP_Whitepaper_Roam Like Home – EU-Verordnungen & -Regulierungen und ihre Auswirkungen auf die europäischen Telekommunikationsmärkte
IBP_Whitepaper_Roam Like Home – EU-Verordnungen & -Regulierungen und ihre Auswirkungen auf die europäischen Telekommunikationsmärkte
Iskander Business Partner
Iskander Business Partner GmbH
Paulstraße 19 · 85737 Ismaning
Telefon: +49 89 99 650 861
Fax: +49 89 99 650 862
office@i-b-partner.com
www.i-b-partner.com

Weitere ähnliche Inhalte

Andere mochten auch

Presentació ciutadella icrpc
Presentació ciutadella icrpcPresentació ciutadella icrpc
Presentació ciutadella icrpc
ticroses
 
Taller práctico de word gestion administrativa
Taller  práctico  de  word gestion administrativaTaller  práctico  de  word gestion administrativa
Taller práctico de word gestion administrativa
gloriazapata30
 
Modelo cf
Modelo cfModelo cf
Modelo cf
Sneider Cagua
 
La navidad
La navidadLa navidad
La navidad
lolacorazon
 
Attachments 2012 02_29
Attachments 2012 02_29Attachments 2012 02_29
Attachments 2012 02_29
Ajay Rathod
 
Tipos de redes
Tipos de redesTipos de redes
Tipos de redes
Omar Alejo
 
Dev roadmap-scd clean
Dev roadmap-scd cleanDev roadmap-scd clean
Dev roadmap-scd clean
tomlose1
 
Silver crest tv manual
Silver crest tv manualSilver crest tv manual
Silver crest tv manual
StuartHenriet
 
El empresario, la empresa y su entorno
El empresario, la empresa y su entornoEl empresario, la empresa y su entorno
El empresario, la empresa y su entorno
melidita10
 
Educacion infantil
Educacion infantilEducacion infantil
Educacion infantil
Instituto Superior Bolívar
 
Famile - Traum und Realität
Famile - Traum und RealitätFamile - Traum und Realität
Famile - Traum und Realität
gund
 
Quo vadis Selbstanzeige
Quo vadis SelbstanzeigeQuo vadis Selbstanzeige
Quo vadis Selbstanzeige
BLTSRegensburg
 
Social Media Update Q1/2014 - deutsche Banken und Finanzinstitute auf Facebook
Social Media Update Q1/2014 - deutsche Banken und Finanzinstitute auf FacebookSocial Media Update Q1/2014 - deutsche Banken und Finanzinstitute auf Facebook
Social Media Update Q1/2014 - deutsche Banken und Finanzinstitute auf Facebook
socialBench GmbH
 
Spanischkurse in madrid
Spanischkurse in madridSpanischkurse in madrid
Spanischkurse in madrid
tandemmadrid
 
DEFINICIÓN DE MI PERFIL
DEFINICIÓN DE MI PERFILDEFINICIÓN DE MI PERFIL
DEFINICIÓN DE MI PERFIL
alvarohblazquez
 

Andere mochten auch (16)

Presentació ciutadella icrpc
Presentació ciutadella icrpcPresentació ciutadella icrpc
Presentació ciutadella icrpc
 
Taller práctico de word gestion administrativa
Taller  práctico  de  word gestion administrativaTaller  práctico  de  word gestion administrativa
Taller práctico de word gestion administrativa
 
Modelo cf
Modelo cfModelo cf
Modelo cf
 
La navidad
La navidadLa navidad
La navidad
 
Attachments 2012 02_29
Attachments 2012 02_29Attachments 2012 02_29
Attachments 2012 02_29
 
Tipos de redes
Tipos de redesTipos de redes
Tipos de redes
 
Dev roadmap-scd clean
Dev roadmap-scd cleanDev roadmap-scd clean
Dev roadmap-scd clean
 
Attachment
AttachmentAttachment
Attachment
 
Silver crest tv manual
Silver crest tv manualSilver crest tv manual
Silver crest tv manual
 
El empresario, la empresa y su entorno
El empresario, la empresa y su entornoEl empresario, la empresa y su entorno
El empresario, la empresa y su entorno
 
Educacion infantil
Educacion infantilEducacion infantil
Educacion infantil
 
Famile - Traum und Realität
Famile - Traum und RealitätFamile - Traum und Realität
Famile - Traum und Realität
 
Quo vadis Selbstanzeige
Quo vadis SelbstanzeigeQuo vadis Selbstanzeige
Quo vadis Selbstanzeige
 
Social Media Update Q1/2014 - deutsche Banken und Finanzinstitute auf Facebook
Social Media Update Q1/2014 - deutsche Banken und Finanzinstitute auf FacebookSocial Media Update Q1/2014 - deutsche Banken und Finanzinstitute auf Facebook
Social Media Update Q1/2014 - deutsche Banken und Finanzinstitute auf Facebook
 
Spanischkurse in madrid
Spanischkurse in madridSpanischkurse in madrid
Spanischkurse in madrid
 
DEFINICIÓN DE MI PERFIL
DEFINICIÓN DE MI PERFILDEFINICIÓN DE MI PERFIL
DEFINICIÓN DE MI PERFIL
 

Ähnlich wie IBP_Whitepaper_Roam Like Home – EU-Verordnungen & -Regulierungen und ihre Auswirkungen auf die europäischen Telekommunikationsmärkte

MOSS heisst nicht immer Kate
MOSS heisst nicht immer KateMOSS heisst nicht immer Kate
MOSS heisst nicht immer Kate
Lutz Hartmann
 
Individualisierte Mehrwertdienste - Wie Telekommunikationsunternehmen der Com...
Individualisierte Mehrwertdienste - Wie Telekommunikationsunternehmen der Com...Individualisierte Mehrwertdienste - Wie Telekommunikationsunternehmen der Com...
Individualisierte Mehrwertdienste - Wie Telekommunikationsunternehmen der Com...
Iskander Business Partner GmbH
 
Kapitalmarktunion 2020
Kapitalmarktunion 2020 Kapitalmarktunion 2020
Kapitalmarktunion 2020
Bankenverband
 
Rede von Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie, au...
Rede von Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie, au...Rede von Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie, au...
Rede von Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie, au...
eMobilitySummit
 
nuances newsletter - December 2013
nuances newsletter - December 2013nuances newsletter - December 2013
nuances newsletter - December 2013
nuances
 
Breitbandprojekte unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte planen
Breitbandprojekte unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte planenBreitbandprojekte unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte planen
Breitbandprojekte unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte planen
Breitband in Hessen
 
eSIM - "simlos" in die Zukunft?
eSIM - "simlos" in die Zukunft?eSIM - "simlos" in die Zukunft?
eSIM - "simlos" in die Zukunft?
Iskander Business Partner GmbH
 
Kostentransparenz unter FIDLEG und MiFID II
Kostentransparenz unter FIDLEG und MiFID IIKostentransparenz unter FIDLEG und MiFID II
Kostentransparenz unter FIDLEG und MiFID II
TALOSCommunications
 
Europa Automobilbarometer 2013 (Executive Summary)
Europa Automobilbarometer 2013 (Executive Summary)Europa Automobilbarometer 2013 (Executive Summary)
Europa Automobilbarometer 2013 (Executive Summary)
Commerz Finanz
 
IT Sourcing im Wandel - Einflussfaktoren und Trends
IT Sourcing im Wandel - Einflussfaktoren und TrendsIT Sourcing im Wandel - Einflussfaktoren und Trends
IT Sourcing im Wandel - Einflussfaktoren und Trends
Application Management
 
Mehr Tempo bei der Umsetzung des OZG nur mit FIM-konformer Plattform
Mehr Tempo bei der Umsetzung des OZG nur mit FIM-konformer PlattformMehr Tempo bei der Umsetzung des OZG nur mit FIM-konformer Plattform
Mehr Tempo bei der Umsetzung des OZG nur mit FIM-konformer Plattform
bhoeck
 
Vernehmlassung öV-Vertrieb Marktöffnung
Vernehmlassung öV-Vertrieb MarktöffnungVernehmlassung öV-Vertrieb Marktöffnung
Vernehmlassung öV-Vertrieb Marktöffnung
EcoValens
 
Sprechen Sie die Elektromobilität immer an
Sprechen Sie die Elektromobilität immer anSprechen Sie die Elektromobilität immer an
Sprechen Sie die Elektromobilität immer an
Detlev Hartenstein
 
German Entertainment and Media Outlook 2019-2023
German Entertainment and Media Outlook 2019-2023German Entertainment and Media Outlook 2019-2023
German Entertainment and Media Outlook 2019-2023
42medien
 
Application management simplified
Application management simplifiedApplication management simplified
Application management simplified
Application Management
 
Messstellenbetriebsgesetz
MessstellenbetriebsgesetzMessstellenbetriebsgesetz
Messstellenbetriebsgesetz
Process Management Consulting GmbH
 
Eckpunkte: EU-Datenschutz-Grundverordnung und Smart Metering
Eckpunkte: EU-Datenschutz-Grundverordnung und Smart MeteringEckpunkte: EU-Datenschutz-Grundverordnung und Smart Metering
Eckpunkte: EU-Datenschutz-Grundverordnung und Smart Metering
nuances
 
BalanceAux_ppt_2305_Zeughaus
BalanceAux_ppt_2305_ZeughausBalanceAux_ppt_2305_Zeughaus
BalanceAux_ppt_2305_Zeughaus
BIMPRESS
 

Ähnlich wie IBP_Whitepaper_Roam Like Home – EU-Verordnungen & -Regulierungen und ihre Auswirkungen auf die europäischen Telekommunikationsmärkte (20)

MOSS heisst nicht immer Kate
MOSS heisst nicht immer KateMOSS heisst nicht immer Kate
MOSS heisst nicht immer Kate
 
Individualisierte Mehrwertdienste - Wie Telekommunikationsunternehmen der Com...
Individualisierte Mehrwertdienste - Wie Telekommunikationsunternehmen der Com...Individualisierte Mehrwertdienste - Wie Telekommunikationsunternehmen der Com...
Individualisierte Mehrwertdienste - Wie Telekommunikationsunternehmen der Com...
 
Kapitalmarktunion 2020
Kapitalmarktunion 2020 Kapitalmarktunion 2020
Kapitalmarktunion 2020
 
2_Broschuere
2_Broschuere2_Broschuere
2_Broschuere
 
Rede von Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie, au...
Rede von Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie, au...Rede von Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie, au...
Rede von Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie, au...
 
nuances newsletter - December 2013
nuances newsletter - December 2013nuances newsletter - December 2013
nuances newsletter - December 2013
 
Breitbandprojekte unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte planen
Breitbandprojekte unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte planenBreitbandprojekte unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte planen
Breitbandprojekte unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte planen
 
eSIM - "simlos" in die Zukunft?
eSIM - "simlos" in die Zukunft?eSIM - "simlos" in die Zukunft?
eSIM - "simlos" in die Zukunft?
 
Kunz Bast 070509
Kunz Bast 070509Kunz Bast 070509
Kunz Bast 070509
 
Kostentransparenz unter FIDLEG und MiFID II
Kostentransparenz unter FIDLEG und MiFID IIKostentransparenz unter FIDLEG und MiFID II
Kostentransparenz unter FIDLEG und MiFID II
 
Europa Automobilbarometer 2013 (Executive Summary)
Europa Automobilbarometer 2013 (Executive Summary)Europa Automobilbarometer 2013 (Executive Summary)
Europa Automobilbarometer 2013 (Executive Summary)
 
IT Sourcing im Wandel - Einflussfaktoren und Trends
IT Sourcing im Wandel - Einflussfaktoren und TrendsIT Sourcing im Wandel - Einflussfaktoren und Trends
IT Sourcing im Wandel - Einflussfaktoren und Trends
 
Mehr Tempo bei der Umsetzung des OZG nur mit FIM-konformer Plattform
Mehr Tempo bei der Umsetzung des OZG nur mit FIM-konformer PlattformMehr Tempo bei der Umsetzung des OZG nur mit FIM-konformer Plattform
Mehr Tempo bei der Umsetzung des OZG nur mit FIM-konformer Plattform
 
Vernehmlassung öV-Vertrieb Marktöffnung
Vernehmlassung öV-Vertrieb MarktöffnungVernehmlassung öV-Vertrieb Marktöffnung
Vernehmlassung öV-Vertrieb Marktöffnung
 
Sprechen Sie die Elektromobilität immer an
Sprechen Sie die Elektromobilität immer anSprechen Sie die Elektromobilität immer an
Sprechen Sie die Elektromobilität immer an
 
German Entertainment and Media Outlook 2019-2023
German Entertainment and Media Outlook 2019-2023German Entertainment and Media Outlook 2019-2023
German Entertainment and Media Outlook 2019-2023
 
Application management simplified
Application management simplifiedApplication management simplified
Application management simplified
 
Messstellenbetriebsgesetz
MessstellenbetriebsgesetzMessstellenbetriebsgesetz
Messstellenbetriebsgesetz
 
Eckpunkte: EU-Datenschutz-Grundverordnung und Smart Metering
Eckpunkte: EU-Datenschutz-Grundverordnung und Smart MeteringEckpunkte: EU-Datenschutz-Grundverordnung und Smart Metering
Eckpunkte: EU-Datenschutz-Grundverordnung und Smart Metering
 
BalanceAux_ppt_2305_Zeughaus
BalanceAux_ppt_2305_ZeughausBalanceAux_ppt_2305_Zeughaus
BalanceAux_ppt_2305_Zeughaus
 

Mehr von Iskander Business Partner GmbH

Generation digital – Was der digitale Automobilkunde heute von Herstellern un...
Generation digital – Was der digitale Automobilkunde heute von Herstellern un...Generation digital – Was der digitale Automobilkunde heute von Herstellern un...
Generation digital – Was der digitale Automobilkunde heute von Herstellern un...
Iskander Business Partner GmbH
 
Wearables - Player oder Pipe
Wearables - Player oder PipeWearables - Player oder Pipe
Wearables - Player oder Pipe
Iskander Business Partner GmbH
 
Online Lead Management im Automobilhandel 2015
Online Lead Management im Automobilhandel 2015Online Lead Management im Automobilhandel 2015
Online Lead Management im Automobilhandel 2015
Iskander Business Partner GmbH
 
Verständlichkeit studie in der automotive-branche 1
Verständlichkeit studie in der automotive-branche 1Verständlichkeit studie in der automotive-branche 1
Verständlichkeit studie in der automotive-branche 1
Iskander Business Partner GmbH
 
IBP_Whitepaper_Smart Collaboration
IBP_Whitepaper_Smart CollaborationIBP_Whitepaper_Smart Collaboration
IBP_Whitepaper_Smart Collaboration
Iskander Business Partner GmbH
 
IBP Whitepaper Smart Home
IBP Whitepaper Smart HomeIBP Whitepaper Smart Home
IBP Whitepaper Smart Home
Iskander Business Partner GmbH
 
Digitalizing the Automotive Customer Relationship – Changing Dynamics in Cus...
Digitalizing the Automotive Customer Relationship – Changing Dynamics in Cus...Digitalizing the Automotive Customer Relationship – Changing Dynamics in Cus...
Digitalizing the Automotive Customer Relationship – Changing Dynamics in Cus...
Iskander Business Partner GmbH
 
Korea Case Study - LTE Adoption
Korea Case Study - LTE AdoptionKorea Case Study - LTE Adoption
Korea Case Study - LTE Adoption
Iskander Business Partner GmbH
 
Iskander Business Partner Studie: Verständlichkeit in der Unternehmenskommuni...
Iskander Business Partner Studie: Verständlichkeit in der Unternehmenskommuni...Iskander Business Partner Studie: Verständlichkeit in der Unternehmenskommuni...
Iskander Business Partner Studie: Verständlichkeit in der Unternehmenskommuni...
Iskander Business Partner GmbH
 
IBP_Whitepaper_Nach der Pflicht die Kür - Verkaufen im Customer Service
IBP_Whitepaper_Nach der Pflicht die Kür - Verkaufen im Customer ServiceIBP_Whitepaper_Nach der Pflicht die Kür - Verkaufen im Customer Service
IBP_Whitepaper_Nach der Pflicht die Kür - Verkaufen im Customer Service
Iskander Business Partner GmbH
 
IBP Company Presentation
IBP Company PresentationIBP Company Presentation
IBP Company Presentation
Iskander Business Partner GmbH
 
IBP_Whitepaper_Ungenutzte Chancen: Prepaid CRM als Erfolgsfaktor
IBP_Whitepaper_Ungenutzte Chancen: Prepaid CRM als ErfolgsfaktorIBP_Whitepaper_Ungenutzte Chancen: Prepaid CRM als Erfolgsfaktor
IBP_Whitepaper_Ungenutzte Chancen: Prepaid CRM als Erfolgsfaktor
Iskander Business Partner GmbH
 
IBP_Whitepaper_Best practice in Self Service
IBP_Whitepaper_Best practice in Self ServiceIBP_Whitepaper_Best practice in Self Service
IBP_Whitepaper_Best practice in Self Service
Iskander Business Partner GmbH
 
IBP_Studie_Wie verständlich kommunizieren Telekommunikations-Unternehmen?
IBP_Studie_Wie verständlich kommunizieren Telekommunikations-Unternehmen?IBP_Studie_Wie verständlich kommunizieren Telekommunikations-Unternehmen?
IBP_Studie_Wie verständlich kommunizieren Telekommunikations-Unternehmen?
Iskander Business Partner GmbH
 
IBP_Whitepaper_Durchblick im Bestandskundenmanagement - Transparente Planung ...
IBP_Whitepaper_Durchblick im Bestandskundenmanagement - Transparente Planung ...IBP_Whitepaper_Durchblick im Bestandskundenmanagement - Transparente Planung ...
IBP_Whitepaper_Durchblick im Bestandskundenmanagement - Transparente Planung ...
Iskander Business Partner GmbH
 
IBP_Whitepaper NFC Mobile Payment - NFC Mobile Payment – Ein Blick nach Südko...
IBP_Whitepaper NFC Mobile Payment - NFC Mobile Payment – Ein Blick nach Südko...IBP_Whitepaper NFC Mobile Payment - NFC Mobile Payment – Ein Blick nach Südko...
IBP_Whitepaper NFC Mobile Payment - NFC Mobile Payment – Ein Blick nach Südko...
Iskander Business Partner GmbH
 
IBP_Whitepaper Customer Experience a la Amazon und Google
IBP_Whitepaper Customer Experience a la Amazon und GoogleIBP_Whitepaper Customer Experience a la Amazon und Google
IBP_Whitepaper Customer Experience a la Amazon und Google
Iskander Business Partner GmbH
 

Mehr von Iskander Business Partner GmbH (17)

Generation digital – Was der digitale Automobilkunde heute von Herstellern un...
Generation digital – Was der digitale Automobilkunde heute von Herstellern un...Generation digital – Was der digitale Automobilkunde heute von Herstellern un...
Generation digital – Was der digitale Automobilkunde heute von Herstellern un...
 
Wearables - Player oder Pipe
Wearables - Player oder PipeWearables - Player oder Pipe
Wearables - Player oder Pipe
 
Online Lead Management im Automobilhandel 2015
Online Lead Management im Automobilhandel 2015Online Lead Management im Automobilhandel 2015
Online Lead Management im Automobilhandel 2015
 
Verständlichkeit studie in der automotive-branche 1
Verständlichkeit studie in der automotive-branche 1Verständlichkeit studie in der automotive-branche 1
Verständlichkeit studie in der automotive-branche 1
 
IBP_Whitepaper_Smart Collaboration
IBP_Whitepaper_Smart CollaborationIBP_Whitepaper_Smart Collaboration
IBP_Whitepaper_Smart Collaboration
 
IBP Whitepaper Smart Home
IBP Whitepaper Smart HomeIBP Whitepaper Smart Home
IBP Whitepaper Smart Home
 
Digitalizing the Automotive Customer Relationship – Changing Dynamics in Cus...
Digitalizing the Automotive Customer Relationship – Changing Dynamics in Cus...Digitalizing the Automotive Customer Relationship – Changing Dynamics in Cus...
Digitalizing the Automotive Customer Relationship – Changing Dynamics in Cus...
 
Korea Case Study - LTE Adoption
Korea Case Study - LTE AdoptionKorea Case Study - LTE Adoption
Korea Case Study - LTE Adoption
 
Iskander Business Partner Studie: Verständlichkeit in der Unternehmenskommuni...
Iskander Business Partner Studie: Verständlichkeit in der Unternehmenskommuni...Iskander Business Partner Studie: Verständlichkeit in der Unternehmenskommuni...
Iskander Business Partner Studie: Verständlichkeit in der Unternehmenskommuni...
 
IBP_Whitepaper_Nach der Pflicht die Kür - Verkaufen im Customer Service
IBP_Whitepaper_Nach der Pflicht die Kür - Verkaufen im Customer ServiceIBP_Whitepaper_Nach der Pflicht die Kür - Verkaufen im Customer Service
IBP_Whitepaper_Nach der Pflicht die Kür - Verkaufen im Customer Service
 
IBP Company Presentation
IBP Company PresentationIBP Company Presentation
IBP Company Presentation
 
IBP_Whitepaper_Ungenutzte Chancen: Prepaid CRM als Erfolgsfaktor
IBP_Whitepaper_Ungenutzte Chancen: Prepaid CRM als ErfolgsfaktorIBP_Whitepaper_Ungenutzte Chancen: Prepaid CRM als Erfolgsfaktor
IBP_Whitepaper_Ungenutzte Chancen: Prepaid CRM als Erfolgsfaktor
 
IBP_Whitepaper_Best practice in Self Service
IBP_Whitepaper_Best practice in Self ServiceIBP_Whitepaper_Best practice in Self Service
IBP_Whitepaper_Best practice in Self Service
 
IBP_Studie_Wie verständlich kommunizieren Telekommunikations-Unternehmen?
IBP_Studie_Wie verständlich kommunizieren Telekommunikations-Unternehmen?IBP_Studie_Wie verständlich kommunizieren Telekommunikations-Unternehmen?
IBP_Studie_Wie verständlich kommunizieren Telekommunikations-Unternehmen?
 
IBP_Whitepaper_Durchblick im Bestandskundenmanagement - Transparente Planung ...
IBP_Whitepaper_Durchblick im Bestandskundenmanagement - Transparente Planung ...IBP_Whitepaper_Durchblick im Bestandskundenmanagement - Transparente Planung ...
IBP_Whitepaper_Durchblick im Bestandskundenmanagement - Transparente Planung ...
 
IBP_Whitepaper NFC Mobile Payment - NFC Mobile Payment – Ein Blick nach Südko...
IBP_Whitepaper NFC Mobile Payment - NFC Mobile Payment – Ein Blick nach Südko...IBP_Whitepaper NFC Mobile Payment - NFC Mobile Payment – Ein Blick nach Südko...
IBP_Whitepaper NFC Mobile Payment - NFC Mobile Payment – Ein Blick nach Südko...
 
IBP_Whitepaper Customer Experience a la Amazon und Google
IBP_Whitepaper Customer Experience a la Amazon und GoogleIBP_Whitepaper Customer Experience a la Amazon und Google
IBP_Whitepaper Customer Experience a la Amazon und Google
 

IBP_Whitepaper_Roam Like Home – EU-Verordnungen & -Regulierungen und ihre Auswirkungen auf die europäischen Telekommunikationsmärkte

  • 1. IBP VIEW Iskander Business Partner Roam Like Home – EU-Verordnungen & -Regulierungen und ihre Aus- wirkungen auf die europäischen Telekommunikationsmärkte
  • 3. Roam Like Home – EU-Verordnungen & -Regulierungen und ihre Aus- wirkungen auf die europäischen Telekommunikationsmärkte Europa wird wirtschaftlich und politisch weiter zusammenwachsen und einen gesamteu- ropäischen Binnenmarkt formen – so die Vision der Europäischen Union. Um dieses Ziel zu erreichen, kommt es vermehrt zu Anpassungen der Infrastruktur, sowie dem Abbau von innereuropäischen Marktbarrieren. Diese Maßnahmen beeinflussen auch die Tele- kommunikationsbranche, welche als Stütze für wirtschaftlichen Austausch und Wachs- tum genannt wird, aber laut EU Kommission, gleichzeitig von enormen Handelsbarrieren geprägt ist. Neelie Kroes, Vizepräsidentin der "Digitalen Agenda", hat daher das Ziel ausgerufen, bis zum Jahr 2020 einen einheitlichen digitalen Telekommunikationsmarkt zu schaffen. Das Fundament Ihres Vorhabens ist das Konzept "Roam Like Home", das unter anderem die Abschaffung der Roaminggebühren und -grenzen innerhalb der EU vorsieht. Juli 2014 Iskander Business Partner GmbH Philipp Thomaschewski Philipp Gröne Der Einfluss der EU – Die Vision eines gesamteuropäischen Telekommunika- tionsmarktes IBP VIEW Iskander Business Partner
  • 4. 2 Aus politischer Sicht erhofft sich die EU Kommissi- on durch die Anpassungen mehr Transparenz und Einfachheit für den Kunden sowie die Entwicklung eines ganzheitlichen europäischen Telekommunika- tionsmarktes. Dieser sieht laut EU Kommission aus Endkundenperspektive bis zum Jahr 2017 wie folgt aus:1) • Die freie Wahl des Roaminganbieters im EU Aus- land (Roaming Decoupling) • Ein maximaler Preis von 0,19 € pro Minute für ausgehende Gespräche und max. 0,20 € pro Me- gabyte (Retail Preis) • Einheitliche nationale und EU-weite Preise von 2017 an ("Scenario 2017+") Während eine Verschmelzung der europäischen Märkte aus politischer Perspektive ein wünschens- werter Idealzustand ist, birgt die politische Vision aus unternehmerischer Sicht essentielle Herausfor- derungen. Die Kernfragen dieser Auswirkung sind in vielen Unternehmensbereichen der Anbieter bisher kaum berücksichtigt worden: • Was bedeutet Roaming Decoupling für mich als Anbieter und welche Unternehmensbereiche sind betroffen (Roaming, Marketing, Pricing, IT, etc.)? • Wie kann ich mich im Markt mit entsprechenden Angeboten differenzieren? • Welche Optionen bietet das "Szenario 2017+" für einen Provider, um sich strategisch auf einen EU-weiten Markt vorzubereiten? Diese Fragestellungen richtig zu beantworten, ist für die Telekommunikationsunternehmen von enormer Relevanz, um weiterhin gewinnbringende und at- traktive Angebote im Markt zu platzieren und sich in einem gesamteuropäischen Binnenmarkt zu positio- nieren. Das übergeordnete Ziel der EU-Verordnung ist es, die erheblich bestehenden Unterschiede zwischen Inlands- und Roamingpreisen zu beseitigen bzw. Ro- amingentgelte dauerhaft abzuschaffen. Das Vorha- ben der EU beruht im Wesentlichen auf zwei Kom- ponenten, die aus Anbieterperspektive bei einer strategischen Neuausrichtung des Roamingsegments und einer Positionierung innerhalb eines gesamteu- ropäischen Binnenmarktes beachtet werden sollten: 1. Die sukzessive Preiserosion (siehe Schaubild 1) 2. Die Erfüllung der Anforderungen an europä- ische Anbieter bzgl. der Roaming Decoupling / Local-Breakout Funktionalität Auf die erste Komponente kann mit Preisanpassun- gen der Kernservices und der Bereitstellung neu- er Dienste, die bepreist werden können, reagiert werden. Die zweite Komponente hingegen ist eine grundlegende Neuerung, die das Gleichgewicht des Marktes beeinträchtigt und somit neue Umsatzquel- len bietet. Roaming Decoupling beschreibt den separaten Ver- kauf von Roamingdienstleistungen im Ausland unab- hängig vom abgeschlossenen Vertragsverhältnis des Kunden im Heimatland. Roamingkunden sind somit jederzeit berechtigt, Ihren Roaminganbieter im Aus- land zu wechseln. Weiterhin muss das Local-Breakout Scenario sichergestellt werden, bei dem der Kunde im Ausland einzelne Mobile-Data Pakete bei den dor- tigen Anbietern erwerben kann. Die in- und ausländi- schen Anbieter müssen dabei der Vorgabe nachkom- men, die entsprechenden Services und technischen Grundlagen ab dem 01.07.2014 zur Verfügung zu stellen. Roaming Decoupling und Local-Breakout werden von der EU-Regulierungsbehörde bewusst als Übergangslösung gesehen, welche hin zu einem gemeinsamen Binnenmarkt innerhalb der EU führen
  • 5. Iskander Business Partner3 1) Quelle: REGULATION (EU) No 531/2012 OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL of 13 June 2012 Iskander Business Partner sollen. Das bedeutet: Eine Angleichung der Roaming- und lokalen Nutzungspreise (siehe Schaubild 1). Worauf muss ich als Anbieter konkret reagieren? Die preisliche Angleichung der Märkte ist eine der Kernkomponenten des "Roam Like Home" – Konzep- tes. Die folgende Tabelle stellt die regulatorisch vor- gegebene Entwicklung der Mobilfunkpreise bis zum Jahr 2017 dar.1) Preisvorgaben seitens der EU 2012 – 20221) Seit 01.07.2013 Ab 01.07.2014 Ab 01.07.2017 Änderungen der EU-Regulierungsrichtlinien vom 01.07.2013 – 01.07.2022 Heute Retail Caps Ausg./Eing. Anrufe: 0,24€ / 0,07€ Wholesale Caps: Ausg./Eing. Anrufe: 0,10€ Voice Retail Caps Ausg./Eing. Anrufe: 0,19€ / 0,05€ Wholesale Caps: Ausg./Eing. Anrufe: 0,05€ Retail Caps Ausg./Eing. SMS: 0,08€ / frei Wholesale Caps: Ausg./Eing. Anrufe: 0,02€ / frei Retail Caps Ausg./Eing. SMS: 0,06€ / frei Wholesale Caps: Ausg./Eing. Anrufe: 0,02€ / frei Data Retail Caps Preis pro MB: 0,45€ Wholesale Caps Preis pro MB: 0,15€ Retail Caps Preis pro MB: 0,20€ Wholesale Caps Preis pro MB: 0,05€ Teilweise sind weitere Anpassungen der Roamingpreise von 2017 an möglich - Idealzustand seitens EU: Einheitliche Preise EU-weit SMS
  • 6. 4 Durch die Anpassung der EU-Preise und Einführung der Roaming Decoupling bzw. der Local-Breakout Funktionalität werden somit heute die Weichen ge- stellt, um sich in einem europäischen Binnenmarkt zu positionieren. Iskander Business Partner emp- fiehlt daher die Folgenden kurz-, mittel- und lang- fristigen Handlungsoptionen zu prüfen. Kurz-, mittel- & langfristige Maßnahmen – Wie können Telekommunikationsun- ternehmen auf die aktuellen EU Richtlinien reagieren? Das folgende Kapitel legt die wichtigsten Positionie- rungsansätze auf kurz-, mittel- und langfristiger Ba- sis dar. Diese können als umsatz- und marktanteils- sicherende Maßnahmen klassifiziert werden, um der rückläufigen Preisentwicklung entgegen zu wirken. Kurzfristige Maßnahmen Es ist wichtig zu bedenken, dass sich Kunden mit ihrer nächsten Vertragsverlängerung bereits bis ins "Szenario 2017+" an ihren jeweiligen Vertragspart- ner binden. Das bedeutet aus Anbieterperspektive, dass die jetzige Kundenbasis möglichst effizient be- arbeitet werden muss, um nachhaltige Wertschöp- fungsmaßnahmen im Roamingsegment einzuleiten. 1) Abschöpfungs- und Lock-In Effekte nutzen Den Anbietern bietet sich bis zum Zeitpunkt der fina- len Preisangleichung die Möglichkeit, die Kundenba- sis im Roamingsegment einzuloggen und gezielt ab- zuschöpfen. Dies beinhaltet konkret die Bewerbung und das Bundling von Roamingpaketen innerhalb von bestehenden Tarifen, um gefährdete Umsätze zu fes- tigen. Erste Use-Cases und Optionen lassen sich im deutschen Markt bereits identifizieren: • E-Plus führte mit seiner Marke Base eine Reiseflat Option ein. Der Vertrag kostet 3€ pro Monat und gilt 24 Monate. Er beinhaltet die fortlaufende Nut- zung der heimischen Datenflat im Ausland sowie eine Telefonflat nach Deutschland. • Die Deutsche Telekom möchte ab dem 01.07.2014 die All-Inclusive Option einfügen, bei der das In- klusiv-Datenvolumen des heimischen Vertrages im Ausland weiter genutzt werden kann. Der Vertrag soll in zwei Laufzeitmodellen mit 1- oder 12-monatiger Laufzeit zur Verfügung stehen. Sind entsprechende Kundenbindungsmaßnahmen im Roamingsegment bisher nicht ergriffen worden, empfiehlt es sich diese schnellstmöglich einzuleiten und die Kundenbasis somit weiter zu bearbeiten. 2) Differenzierung über Datengeschwindig- keit im Ausland Eine weitere Option, sinkenden Roaminggebühren entgegenzuwirken, besteht darin, ähnlich wie im in- ländischen Markt, auch im ausländischen Markt nach den Datennutzungsgeschwindigkeiten zu differen- zieren. Eine Bepreisung findet aktuell nur auf Basis des verbrauchten Volumens statt. Alternativ bietet sich die Möglichkeit, die Vorgaben hinsichtlich der Volumenpreise zu erfüllen und darüber hinaus extra Umsätze über eine Geschwindigkeitsdifferenzierung im Ausland (bspw. 3G vs. 4G) zu generieren. Bei- spielhaft wäre eine Kampagne, die verschiedene Op- tionen eines EU-Reisepakets nach Geschwindigkeit anbietet. Neben den kurzfristigen Maßnahmen, die die Umsät- ze der eigenen Kundenbasis schützen, können dar- über hinaus Maßnahmen ergriffen werden, die eine starke mittel- und langfristige Positionierung in ei- nem einheitlichen europäischen Markt ermöglichen.
  • 7. Iskander Business Partner5 Mittelfristige Maßnahmen 1) Mobilfunkkunden aus anderen Ländern als neue Zielgruppe Durch das Roaming Decoupling / Local-Breakout er- öffnen sich weitere Umsatzchancen mit "Neu-Kun- den". Hierbei erhält der Kunde die Möglichkeit sich seinen Roaminganbieter im Ausland frei auszusu- chen unabhängig von seinem Vertrag im Heimatland. Das heißt für einheimische Telekommunikationsun- ternehmen ergibt sich die Möglichkeit, Angebote für ausländische Kunden zu erstellen. Auf diese Weise können einerseits neue Umsätze generiert werden, andererseits kann der Anbieter seine globale Organi- sation mit gutem Service und einem attraktivem Pro- position Management positiv positionieren und auf diese Weise eine werbende Wirkung im Herkunfts- land des Kunden erzielen. 2) Technische Umsetzung Neben dem positiven Effekt möglicher neuer Um- satzpotentiale, ist der Implementierungsprozess mit einer enormen technischen Komplexität verbunden. Roaming Decoupling bedeutet nicht nur, dass ent- sprechende Angebote entwickelt und beworben wer- den müssen. Vielmehr ist dies auch mit technischen und operativen Änderungen, wie beispielsweise der Anpassung der technischen Systeme hinsichtlich ei- nes speziellen Kundenlifecycles, verbunden. Dieser beinhaltet u.a. Rechnungstellung und Anbindung an den Heimatprovider sowie die Umsetzung von inter- Kurzfristig Mittelfristig Langfristig IBP 3-Phasen Ansatz im Roaming Markt • Abschöpfungs- & Lock-In Effekte nutzen • Differenzierung über Datengeschwindigkeit im Ausland • Grow Network • Partner Up • Mobilfunkkunden aus anderen Ländern als neue Zielgruppe nutzen • Technische Umsetzung 1 2 3
  • 8. 6 agierenden Service Prozessen zwischen den einzel- nen Ländergesellschaften (Hotline, Reklamationen, Abwicklung technischer Probleme etc.). Roaming Decoupling sollte daher auch als Invest- mentprodukt bewertet werden, welches dem je- weiligen Anbieter dabei helfen kann, sich in einem zusammenwachsenden Markt als europäischer An- bieter zu positionieren, um das unerschlossene Po- tential (Bspw. nutzen im EU-Durchschnitt 28% der Kunden ihren Mobilfunktarif nicht während sie im Ur- laub (EU-Ausland) sind.)1) Darüber hinaus müssen sich die Anbieter darü- ber Gedanken machen, wo man sich im "Szenario 2017+"positionieren möchte. Langfristige Maßnahmen Do nothing is not an option – Partner Up or Grow Network Roaming Decoupling / Local-Breakout und der Weg- fall der EU-Roaming Umsätze werden einen wesent- lichen Einfluss auf das Kerngeschäft haben und zu einer verstärkten Konkurrenzsituation führen. Iskan- der Business Partner hat hierfür zwei Handlungsopti- onen identifiziert, um sich dem zunehmenden Wett- bewerb zu stellen: Grow Network Als Teil eines globalen Telco Players wie beispiels- weise Vodafone, Telefónica oder Deutsche Telekom bietet es sich an, auf das Netzwerk der zum Kon- zern gehörenden OpCo‘s zurückzugreifen um den Kunden dauerhaft im eigenen Netzwerk einzulog- gen, Umsätze innerhalb des Konzerns zu halten, und dem Kunden in einem gesamteuropäischen Binnen- markt keine Wechselalternativen zu bieten. Wie bei den mittelfristigen Maßnahmen beschrieben ergibt sich hierdurch die Chance, Kunden nicht nur natio- nal, sondern auch international in ein und dasselbe Netzwerk einzubinden und zu entwickeln. In diesem Fall ist eine Positionierung als Full-Service-Anbieter (CokeCo) sinnvoll und notwendig. Hierbei fungiert der Anbieter nicht nur als reiner Netzinfrastruktur- anbieter, sondern etabliert eigene Angebote und Value-Added Services um sich in dem neu entwi- ckelnden Markt zu differenzieren. Wird dies als mög- liche Option in Erwägung gezogen, so empfiehlt IBP das Thema aus einer europäischen Konzernsicht zu analysieren und national übergreifende Initiativen zusammenzuführen. Partner Up Sollte ein weit verbreitetes OpCo Netzwerk nicht vor- handen sein, kann eine Partnerstrategie helfen um den heimischen Kunden im Ausland eine optimale Userexperience zu bieten. Um den richtigen Netz- werkpartner zu identifizieren ist eine Analyse der eigenen Kundenbasis essenziell. Wichtige Parameter zur Analyse sind u.a.: • Was sind die vermehrten Reiseziele meiner Kun- denbasis und entsprechender ARPU? • Welche Services werden vermehrt im Ausland genutzt (Daten oder Voice) und ist mein Partner dementsprechend gerüstet? • Inwiefern sind bereits Partnerschaften vor Ort etabliert und wer sind die möglichen Ansprech- partner? • Ist der mögliche Partner in meinem Heimatmarkt mit einem eigenem Netz präsent? Um dieses Modell möglichst effizient auszusteuern, besteht die Möglichkeit, sich für seine Kunden als
  • 9. Iskander Business Partner7 reiner Infrastrukturdienstleister zu platzieren ("Net- Co"), dessen Netzqualität (im Ausland) sein größter Asset ist. Eine Positionierung und korrespondierende Kosten eines Full-Service-Anbieters mit starkem und teurem Markenfokus wird dabei vermieden, da im Ausland verstärkt mit Partnern kooperiert wird. Beide Szenarien zeigen, dass schon jetzt entspre- chende Netzkapazitäten eingekauft oder ausgebaut werden müssen und werthaltige Partnerschaften mit ausländischen Partnern initiiert werden sollten, um sich in dem neuen Markt behaupten zu können. Eine derartige Strategie muss in das gesamtunternehme- rische (Konzern-) Konstrukt passen unter der Berück- sichtigung, dass 2017 in einem gesamteuropäischen Markt agiert wird. Ein Ignorieren der Umstände wird allenfalls dazu führen, sich selbst in seinem Markt zu limitieren und Umsätze sowie Marktanteile an euro- päisch handelnde Partner zu verlieren. Grow Network Partner Up1a 1b CokeCo‘s / Full European Service Provider: • Ausbau des bestehenden Netzes • Aufbau auf einer internationalen/ konzernweiten Netzstrategie NetCo: • Sicherung kostengünstiger Partnerschaften • Partnerschaften werden basierend auf einer ausführlichen Analyse der Kundenbasis verhandelt Langfristige Maßnahmen Handlungsempfehlung seitens Iskander Business Partner zum langfristig erfolgreichen Umgang mit den neuen Roaming Regularien 1) Quelle: Eurobarometer
  • 10. 8 Quick Check List zur Strategiefindung im Roam Like Home - Markt 1. Wie groß ist der Roaming Impact bei Ihnen und was wird der Wegfall der Roaminggebühren für Sie heißen? 2. Sind bei Ihnen folgende Verordnungspunkte adressiert und in Umsetzung? 3. Haben Sie EU Roaming-Produkte, die genutzt werden können, um wegfallende Roaminggebühren durch einen Lock-In-Effekt zu kompensieren? 4. Ist Ihre Technik- und Netzstrategie in-line mit den Anforderungen und Bedingungen Ihrer Roamingstrategie? 5. Wie sieht Ihre europäische Partnerschaftskarte aus? 6. Haben Sie sich dafür entschieden, Decoupling Produkte zu bauen und diese aktiv zu vermarkten? 7. Wie gehen Sie mit einer potentiellen EU-Allnet Flat um und was würde das für Ihr Unternehmen bedeuten? 8. Würden Sie eine EU Allnet Flat mit dem Wegfall der EU-Roaming Kosten nur national vermarkten oder ist Ihre Zielgruppe dann eine Europäische? 9. Wenn Sie in der EU verschiedene OpCos haben: Haben Sie ein gemeinsames Verständnis und die gleichen Prioritäten? Quick Check List erledigt − Können Sie Roaming Decoupling & Local-Breakout umsetzen? − Ist die Preisanpassung eingeplant?
  • 12. 10 Die Autoren Philipp Thomaschewski verstärkt seit 2013 das Team von Iskander Bu- siness Partner. Seine berufliche Karriere startete er als Strategy Analyst bei Telefónica Germany, wo er sich intensiv mit Business Planungs- und Geschäftsentwicklungs- themen auseinander setzte. Vor seiner Zeit bei Iskander Business Partner arbei- tete Philipp für den globalen Tech / Startup Accele- rator Startupbootcamp in Amsterdam, wo er unter anderem für die Evaluierung und Auswahl der Teams mitverantwortlich war und das Projektmanagement für verschiedene Auswahlevents der Teams über- nommen hat. Philipp hat seinen Master in Business Administra- tion (MSc.) mit einem Fokus auf Entrepreneurship an der VU Amsterdam gemacht und spricht fließend Deutsch und Englisch. Philipp Gröne ist seit Beginn 2011 bei Iskander Business Part- ner. Seine Schwerpunkte liegen im strategischem Marketing, Market- und Kundeninsight sowie Pro- jektmanagement. Er begann seine berufliche Laufbahn in London bei IKEA UK und Irland. Er war verantwortlich für Market Intelligence der beiden Länder und Projektmanager für die Katalogdistribution. Danach arbeitete er als Berater für GPM GmbH in Hannover und unterstütz- te Kunden bei der Entwicklung ihrer Organisationen und der Verbesserung ihrer Vertriebskanäle. Er ist Dipl. Geograph von der Universität Bayreuth. Im Jahr 2013 hat Philipp das PMP © Zertifikat des Project Management Institute erworben und sich in 2011 im Rahmen der Zertifizierung zum Certified Scrum Master auch mit agilen Projektmanagement- methoden vertraut gemacht.
  • 13. Iskander Business Partner11 Iskander Business Partner ist eine interna- tionale Unternehmensberatung mit dem Fokus auf Konzeption und Implementierung von Wachstumsprojekten in der High-Tech Industrie. Wir bieten hohe Kompetenz und Profis mit unternehmerischem Denken. Unternehmen und Philosophie GemeinsammitunserenKundenentwickelnwirergeb- nis- und umsetzungsorientierte Konzepte und setzen diese um: zuverlässig, pragmatisch, anwendungsbe- zogen. Partnerschaft, gegenseitiges ​Vertrauen und zielorientierte Unternehmensberatung mit Fokus auf die erfolgreiche Umsetzung – unsere Konzepte für Produkt-, Marketing-, Vertriebs- und CRM-Strategien stellen nachhaltige Erfolge sicher. Unser Unternehmen wächst seit der Gründung im Jahr 2005 durch Armin Iskander auf einer soliden Basis. Unsere Expansion beruht auf unternehme- risch denkenden Mitarbeitern, die unsere Strategie aktiv mitgestalten und unsere Klienten zielorientiert begleiten. Leidenschaft für unsere Arbeit, Eigenver- antwortlichkeit und enger Kundenkontakt sind die Segel, die uns zum Erfolg tragen. Flache Strukturen und Bodenständigkeit sorgen dafür, dass wir den Ho- rizont nicht aus den Augen verlieren. Wir liefern keine theoretischen Papiervorlagen, sondern setzen ganz konkrete Lösungen um. Als Spezialisten für Marke- ting, Vertrieb und CRM sind wir Partner unserer Kun- den - als erfahrene Experten und seriös ausgebildete Berater loten wir Untiefen aus und umschiffen diese zum Nutzen unserer Kunden. Unsere starke Mannschaft segelt sicher auf Erfolgs- kurs. Bei uns im Team zählt jeder Einzelne; unser Zusammenspiel liefert eine erfolgreiche Peilung für den Weg zum Ziel. Das Ergebnis: zufriedene langjäh- rige Kunden und hoch motivierte Mitarbeiter. www.i-b-partner.com
  • 16. Iskander Business Partner Iskander Business Partner GmbH Paulstraße 19 · 85737 Ismaning Telefon: +49 89 99 650 861 Fax: +49 89 99 650 862 office@i-b-partner.com www.i-b-partner.com