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SERVICE                                                BWL-Begriffe
                                                                    14
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                                                                                                       B E T R I E B S W I R T S C H A F T L I C H E B E G R I F F E F Ü R QUA L I T Ä T S M A N AG E R


                                                                                                         Wenn der Börsenwert zum
                                                                                                           Maß der Dinge wird
                                                                                            Immer dringlicher müssen Qualitätsmanager über die wirt-                                    meinsamen Sprache. Betriebswirtschaftliche Schlüssel-
                                                                                            schaftlichen Aspekte ihres Tuns Rechenschaft ablegen.                                       begriffe, denen Sie besonders häufig begegnen, stellen wir
                                                                                            Die Zusammenarbeit von Qualitätsmanagement und kauf-                                        Ihnen in unserer Beitragsreihe vor. In Fortsetzung der letz-
                                                                                            männischem Bereich erfordert das Beherrschen einer ge-                                      ten Ausgabe erläutern wir diesmal den:


                                                                                                                                                                   Free Cash Flow


                                                                                            Als „Free Cash Flow“ (freier Geldstrom) wer-               Flow spielt für beide Aspekte eine maßgeb-            Millionen €, einem davon abzuziehenden Ka-
                                                                                            den die für Ausschüttungen und Kapital-                    liche Rolle. Im ersten Fall begrenzt er – ab-         pitaldienst von 5 Millionen Euro und einer
                                                                                            dienst (Zinsen und Tilgung von Darlehen) zur               züglich des erforderlichen Kapitaldienstes            eingeschätzten risikoadäquaten Kapitalver-
                                                                                            Verfügung stehenden liquiden Mittel bezeich-               – die ohne Aufnahme von Darlehen aus-                 zinsung von 10 Prozent ergibt sich ein Un-
                                                                                            net. Rechnerisch ergibt er sich aus der Dif-               schüttbare Geldmenge. Im zweiten Fall bil-            ternehmenswert von (15 – 5)/0,1 = 100 Mil-
                                                                                            ferenz des Cash Flow aus operativer Ge-                    det er die Berechnungsgrundlage für den               lionen Euro. Bezogen auf 10 Millionen um-
                                                                                                                                                                                                             laufender Aktien entspricht dem ein zu er-
                                                                                                                                                                                                             wartender Kurswert von 10 Euro pro Aktie.
                                                                                                  EBIT (Ertrag vor Zinsen und Steuern Betriebsergebnis)                                                      Auf Basis dieser „Faustformel“ kann sich
                                                                                              –   Steuern                                                                                                    ein Investor orientieren, ob der aktuelle Kurs-
                                                                                              +   Abschreibungen                                                                                             wert der Aktie eher einen Kauf oder einen
                                                                                             ±D   Langfristige Rückstellungen                                                                                Verkauf nahelegt.
                                                                                             ±    Gewinn/Verlust aus Abgang des Sachanlagevermögens
                                                                                             ±D   Working Capital
www.qm-infocenter.de/QZ-Archiv




                                                                                                                                                                                                                   Langfristrechnungen und
                                                                                                                                                                                                                     Trendbetrachtungen
                                                                                             =    Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit

                                                                                              –   Auszahlungen für Investititonen in Sachanlagen, netto (Capital Expenditure = Capex)
                                                                                                                                                                                                             In der Praxis werden meist komplexere Be-
                                                                                                                                                                                                             rechnungen durchgeführt. Die Abschätzung
                                                                                             =    Free Cash Flow                                                                                             des Free Cash Flow erfolgt normalerweise
                                                                                                                                                                                                             auf der Grundlage von Planungen für einen
                                                                                            Bild 1. Free Cash Flow (vereinfachte Darstellung)                                                                Zeitraum von drei bis fünf Jahren und einer
                                                                                                                                                                                                             Trendbetrachtung für den Folgeraum. Der ri-
                                                                                                                                                                                                             sikoadäquate Zinssatz wird mithilfe von Ver-
                                                                                            schäftstätigkeit und der Netto-Auszahlungen                Erwartungswert, zu dem die Anteile des Un-            gleichen der Kursbewegungen des eigenen
                                                                                            für Investitionen in Sachanlagen (Bild 1).                 ternehmens zukünftig veräußert werden                 Unternehmens mit den durchschnittlichen
                                                                                                 Seine besondere Bedeutung erlangte                    können. Die dabei vorwiegend eingesetzte              Bewegungen der relevanten Branche unter
 2010 Carl Hanser Verlag, München




                                                                                            der Free Cash Flow durch die in den letzten                Methode ist das sogenannte „Discounted-               Berücksichtigung der allgemeinen wirt-
                                                                                            zwanzig Jahren weitverbreitete „wertorien-                 Cash-Flow (DCF)-Verfahren“. Sehr verein-              schaftlichen Entwicklung und der zu zahlen-
                                                                                            tierte Unternehmensführung“. Deren grund-                  facht verknüpft es die erwartete Erwirtschaf-         den Steuern ermittelt. Außerdem werden der
                                                                                            legende Gedanken kommen aus dem an-                        tung vom Free Cash Flow der kommenden                 geplante Verschuldungsgrad und die Ent-
                                                                                            gelsächsischen Raum und sind von der dort                  Jahre mit der Einschätzung des spezifi-               wicklung der Fremdkapitalzinsen einbezo-
                                                                                            vorherrschenden Börsenkultur bestimmt,                     schen Risikos, das ein Investor beim Kauf             gen. Kritiker bezweifeln allerdings, ob ange-
                                                                                            die Unternehmen in erster Linie als Finanz-                der Anteile (Aktien) eines Unternehmens               sichts der Ungewissheit zukünftiger Entwick-
                                                                                            anlagen betrachtet. Der Wert einer Finanz-                 eingeht:                                              lungen ein Fehler der Basisdaten die ange-
                                                                                            anlage (zum Beispiel einer Aktie) ergibt sich                                                                    strebte Genauigkeit solch komplexer Berech-
                                                                                                                                                                                      ∅ Free Cash Flow
                                                                                            zum einen aus den ausschüttbaren Zinsen                     Unternehmenswert =                                   nungen tatsächlich erlaubt. Sofern die Kri-
                                                                                                                                                                                  risikoadäquater Zinssatz
                                                                                            (bei Aktien als Dividenden) und zum ande-                                                                        tiker „recht haben“, ist die obige grob ver-
                                                                                            ren aus dem Verkaufswert der Anlagepapie-                  Beispiel: Bei einem durchschnittlich zu er-           einfachte Faustformel als schnelle Orientie-
                                                                                            re (bei Aktien deren Kurs). Der Free Cash                  wartenden jährlichen Free Cash Flow von 15            rung eher zu empfehlen.


                                                                                                                                                                                                  © Carl Hanser Verlag, München   QZ Jahrgang 55 (2010) 9
BWL-Begriffe                                                                               SERVICE
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   15
Nicht zur Verwendung in Intranet- und Internet-Angeboten sowie elektronischen Verteilern.




                                                                                                                                                                                                                                                                    Erfahrung gesucht!
                                                                                                                                                                             Auswirkungen auf Dividenden und
                                                                                                                                                                                                                                                                    Welche kaufmännischen Begriffe be-
                                                                                                                                        Shareholder Value                    Verkaufswert der Geschäftsanteile                                                      gegnen Ihnen besonders häufig? Welcher
                                                                                                                                                                                                                                                                    interessiert Sie am brennendsten?
                                                                                                                                  Fremdkapital (Marktwert)
                                                                                                                                                                                                                                                                    Gestalten Sie diese Artikelreihe mit!
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                                                                                                                                                                               Eigenkapital-       x           Anteil                                               qz@hanser.de, Stichwort „BWL-Begriffe“
                                                                                                                                                                                  zinsen                    Eigenkapital
                                                                                                                                        Unternehmenswert
                                                                                                                                                                         risikoadäquater               Zielkapitalstruktur
                                                                                                                                                                              Zinssatz
                                                                                                                                                                                                   +    zu Marktwerten                                              Unsere Experten antworten!
                                                                                                                                         Freier Cash Flow                                                                                                           Sie haben Fragen zum Thema „BWL und
                                                                                                                                                                              Fremdkapital-        x           Anteil
                                                                                                                                                                                 zinsen                     Fremdkapital                                            Qualitätsmanagement“? Unsere Autoren
                                                                                                                                                                                                                                                                    antworten Ihnen! Schreiben Sie uns an:
                                                                                                                                           Wachstums-
                                                                                                                            Prognose-
                                                                                                                                              und
                                                                                                                                                            Investi-                                                                                                qz@hanser.de, Stichwort „BWL-Expertise“
                                                                                                                                           Überschuss-
                                                                                                                             horizont       rate des         tionen
                                                                                                                                            Umsatzes




                                                                                                                                                                                                                           © QZ – Qualität und Zuverlässigkeit
                                                                                                                                                                                                                                                                    Beitragsserie
                                                                                                                                            Werttreiber                                                                                                             Bisher haben wir Ihnen folgende Begriffe
                                                                                                                                                                                                                                                                    vorgestellt: Wertschöpfung, Betriebs-
                                                                                                               Pflege der                    Führungs-                                                                                                              ergebnis, Deckungsbeitrag, Controlling,
                                                                                                Pflege der                     Ent-         system und        Aus- und      Wirkung in         Pflege der
                                                                                                             Beziehungen                                                                        Beziehun-
                                                                                               Beziehungen         zu       lohnungs-        Qualitäts-        Weiter-      die Gesell-                                                                             Working Capital und Cash Flow.
                                                                                                zu Kunden                                                                                        gen zu
                                                                                                              Lieferanten     system          manage-          bildung        schaft           Investoren
                                                                                                                                               ment                                                                                                                 Alle bisher erschienenen Teile unserer Se-
                                                                                                                                                                                                                                                                    rie finden Sie online zum Download unter:
                                                                                                                                 Strategie und Innovationen
                                                                                                                                                                                                                                                                    www.qm-infocenter.de/bwl-begriffe


                                                                                            Bild 2. Wertorientierung eines Unternehmens (Shareholder-Value-Theorie)                                                                                                 Autoren
                                                                                                                                                                                                                                                                    Dr. Walter Schmidt, geb. 1950, ist frei-
                                                                                                                                                                                                                                                                    beruflicher Strategie- und Controlling-Bera-
                                                                                                Die auf der Börsenkultur beruhende                          wenn es sich an den Interessen der Anteils-                                                             ter in Berlin sowie Mitglied im Vorstand des
                                                                                            Führung von Unternehmen als Finanzanla-                         eigner orientiert. Außerdem wird als implizi-                                                           Internationalen Controller Vereins (ICV).
                                                                                            ge fand in den letzten zwanzig Jahren vor                       te Bedingung vorausgesetzt, dass eine Stei-                                                             Dipl.-Ing. Rainer Vieregge, geb. 1953,
                                                                                            allem durch die 1986 von Alfred Rappaport                       gerung des Shareholder Values eine langfris-                                                            ist freiberuflicher Unternehmensberater
                                                                                            veröffentlichte Theorie zum „Shareholder                        tige Entfaltung der Wettbewerbsfähigkeit und                                                            für Organisationsentwicklung in Aachen
                                                                                            Value“ weltweite Verbreitung. Damals traf                       Profitabilität des Unternehmens einschließt.                                                            sowie Leiter zweier Fachkreise im ICV.
                                                                                            Rappaport den Nerv der Zeit: Die Welle der                      Für diesen Zweck gilt es, die erforderlichen
                                                                                            Computerisierung und der internetgebun-                         Werttreiber (vor allem Humanpotenzial, In-                                                              Kontakt
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                                                                                            denen New Economy hatte gerade begon-                           novationen, Kommunikation und Beziehun-                                                                 Walter Schmidt
                                                                                                                                                                                                                                                                    walter@ask-schmidt.de
                                                                                            nen. Viele Firmengründungen versprachen                         gen) zu identifizieren und konsequent zu ent-
                                                                                            durch ihre Börsenkapitalisierung eine                           wickeln.                                                                                                Rainer Vieregge
                                                                                            schnelle und hohe Verwertung des einge-                                                                                                                                 r.vieregge@4egge4you.de
                                                                                            setzten Kapitals. Aufgrund der gegenseiti-                                    Missbrauch des
                                                                                            gen Abhängigkeit von Eigentümern (Share-                                     Shareholder Values                                                                         www.qm-infocenter.de
                                                                                            holdern) und anderen Anspruchsgruppen                                                                                                                                   Diesen Beitrag finden Sie online unter
                                                                                                                                                                                                                                                                    der Dokumentennummer: QZ310044
                                                                                            (Stakeholdern) erschien es äußerst hilf-                        Die Praxis ist der Theorie allerdings nicht
                                                                                            reich, dass sich im Rahmen einer Partner-                       gefolgt. Insbesondere institutionelle Anle-
                                                                                            schaft alle für die Wertsteigerung ihres Un-                    ger erhoben den Shareholder Value zur be-
                                                                                            ternehmens einsetzen.                                           vorzugten Konzeption für kurzfristige Wert-
                                                                                                Rappaport definierte den Shareholder                        steigerungen. Denn für diese sehr einfluss-
                                                                                            Value als Marktwert des Eigenkapitals (Un-                      reiche Gruppe des Finanzkapitals besteht                                                                 Das hat die theoretische Verknüpfung
 2010 Carl Hanser Verlag, München




                                                                                            ternehmenswert abzüglich Fremdkapital,                          der Zweck ihrer Organisationen darin, mög-                                                           von Shareholder Value und Werttreibern
                                                                                            Bild 2). Aus dem auf dieser Basis „errech-                      lichst schnell das eingelegte Geld ihrer Kun-                                                        praktisch ad absurdum geführt und ins Ge-
                                                                                            neten“ Kurswert der entsprechenden Aktie,                       den mit einem hohen Prozentsatz zu ver-                                                              genteil verkehrt – es öffnete einer Entwick-
                                                                                            multipliziert mit der Summe der gehaltenen                      mehren. Insofern ist der kurzfristig aus-                                                            lung Tür und Tor, die das internationale
                                                                                            Anteile, besteht der Vermögenswert (Value),                     schüttbare Free Cash Flow und der auf die-                                                           Finanz- und Wirtschaftssystem bis heute
                                                                                            den ein Anteilseigner (Shareholder) einer Ak-                   ser Basis berechnete Veräußerungswert der                                                            schwer erschüttert. Friedmund Malik sprach
                                                                                            tiengesellschaft verbuchen kann. Eine auf                       gehaltenen Geschäftsanteile das ultimati-                                                            deshalb bereits im Jahre 2005 von der
                                                                                            den Shareholder Value ausgerichtete Unter-                      ve Erfolgskriterium – weitgehend unabhän-                                                            Shareholder-Value-Doktrin als der „schäd-
                                                                                            nehmenspolitik wird demnach versuchen,                          gig davon, ob es den beherrschten Unter-                                                             lichste(n) und gefährlichste(n) Entwicklung
                                                                                            den Kurswert der Aktien zu maximieren. Da-                      nehmen langfristig nutzt oder schadet, und                                                           der letzten zehn bis fünfzehn Jahre, und zwar
                                                                                            bei unterstellt die Theorie, dass ein Unter-                    ebenso unabhängig von den Auswirkungen                                                               in jeder Dimension: für das Unternehmen
                                                                                            nehmen auch den Interessen aller anderen                        auf die übrigen Stakeholder, die Umwelt                                                              selbst, für seine Gesellschafter und für die
                                                                                            Anspruchsgruppen (Stakeholdern) dient,                          oder die Gesellschaft.                                                                               Wirtschaft als Ganzes“.


                                                                                            QZ Jahrgang 55 (2010) 9

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  • 1. SERVICE BWL-Begriffe 14 Nicht zur Verwendung in Intranet- und Internet-Angeboten sowie elektronischen Verteilern. B E T R I E B S W I R T S C H A F T L I C H E B E G R I F F E F Ü R QUA L I T Ä T S M A N AG E R Wenn der Börsenwert zum Maß der Dinge wird Immer dringlicher müssen Qualitätsmanager über die wirt- meinsamen Sprache. Betriebswirtschaftliche Schlüssel- schaftlichen Aspekte ihres Tuns Rechenschaft ablegen. begriffe, denen Sie besonders häufig begegnen, stellen wir Die Zusammenarbeit von Qualitätsmanagement und kauf- Ihnen in unserer Beitragsreihe vor. In Fortsetzung der letz- männischem Bereich erfordert das Beherrschen einer ge- ten Ausgabe erläutern wir diesmal den: Free Cash Flow Als „Free Cash Flow“ (freier Geldstrom) wer- Flow spielt für beide Aspekte eine maßgeb- Millionen €, einem davon abzuziehenden Ka- den die für Ausschüttungen und Kapital- liche Rolle. Im ersten Fall begrenzt er – ab- pitaldienst von 5 Millionen Euro und einer dienst (Zinsen und Tilgung von Darlehen) zur züglich des erforderlichen Kapitaldienstes eingeschätzten risikoadäquaten Kapitalver- Verfügung stehenden liquiden Mittel bezeich- – die ohne Aufnahme von Darlehen aus- zinsung von 10 Prozent ergibt sich ein Un- net. Rechnerisch ergibt er sich aus der Dif- schüttbare Geldmenge. Im zweiten Fall bil- ternehmenswert von (15 – 5)/0,1 = 100 Mil- ferenz des Cash Flow aus operativer Ge- det er die Berechnungsgrundlage für den lionen Euro. Bezogen auf 10 Millionen um- laufender Aktien entspricht dem ein zu er- wartender Kurswert von 10 Euro pro Aktie. EBIT (Ertrag vor Zinsen und Steuern Betriebsergebnis) Auf Basis dieser „Faustformel“ kann sich – Steuern ein Investor orientieren, ob der aktuelle Kurs- + Abschreibungen wert der Aktie eher einen Kauf oder einen ±D Langfristige Rückstellungen Verkauf nahelegt. ± Gewinn/Verlust aus Abgang des Sachanlagevermögens ±D Working Capital www.qm-infocenter.de/QZ-Archiv Langfristrechnungen und Trendbetrachtungen = Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit – Auszahlungen für Investititonen in Sachanlagen, netto (Capital Expenditure = Capex) In der Praxis werden meist komplexere Be- rechnungen durchgeführt. Die Abschätzung = Free Cash Flow des Free Cash Flow erfolgt normalerweise auf der Grundlage von Planungen für einen Bild 1. Free Cash Flow (vereinfachte Darstellung) Zeitraum von drei bis fünf Jahren und einer Trendbetrachtung für den Folgeraum. Der ri- sikoadäquate Zinssatz wird mithilfe von Ver- schäftstätigkeit und der Netto-Auszahlungen Erwartungswert, zu dem die Anteile des Un- gleichen der Kursbewegungen des eigenen für Investitionen in Sachanlagen (Bild 1). ternehmens zukünftig veräußert werden Unternehmens mit den durchschnittlichen Seine besondere Bedeutung erlangte können. Die dabei vorwiegend eingesetzte Bewegungen der relevanten Branche unter 2010 Carl Hanser Verlag, München der Free Cash Flow durch die in den letzten Methode ist das sogenannte „Discounted- Berücksichtigung der allgemeinen wirt- zwanzig Jahren weitverbreitete „wertorien- Cash-Flow (DCF)-Verfahren“. Sehr verein- schaftlichen Entwicklung und der zu zahlen- tierte Unternehmensführung“. Deren grund- facht verknüpft es die erwartete Erwirtschaf- den Steuern ermittelt. Außerdem werden der legende Gedanken kommen aus dem an- tung vom Free Cash Flow der kommenden geplante Verschuldungsgrad und die Ent- gelsächsischen Raum und sind von der dort Jahre mit der Einschätzung des spezifi- wicklung der Fremdkapitalzinsen einbezo- vorherrschenden Börsenkultur bestimmt, schen Risikos, das ein Investor beim Kauf gen. Kritiker bezweifeln allerdings, ob ange- die Unternehmen in erster Linie als Finanz- der Anteile (Aktien) eines Unternehmens sichts der Ungewissheit zukünftiger Entwick- anlagen betrachtet. Der Wert einer Finanz- eingeht: lungen ein Fehler der Basisdaten die ange- anlage (zum Beispiel einer Aktie) ergibt sich strebte Genauigkeit solch komplexer Berech- ∅ Free Cash Flow zum einen aus den ausschüttbaren Zinsen Unternehmenswert = nungen tatsächlich erlaubt. Sofern die Kri- risikoadäquater Zinssatz (bei Aktien als Dividenden) und zum ande- tiker „recht haben“, ist die obige grob ver- ren aus dem Verkaufswert der Anlagepapie- Beispiel: Bei einem durchschnittlich zu er- einfachte Faustformel als schnelle Orientie- re (bei Aktien deren Kurs). Der Free Cash wartenden jährlichen Free Cash Flow von 15 rung eher zu empfehlen. © Carl Hanser Verlag, München QZ Jahrgang 55 (2010) 9
  • 2. BWL-Begriffe SERVICE 15 Nicht zur Verwendung in Intranet- und Internet-Angeboten sowie elektronischen Verteilern. Erfahrung gesucht! Auswirkungen auf Dividenden und Welche kaufmännischen Begriffe be- Shareholder Value Verkaufswert der Geschäftsanteile gegnen Ihnen besonders häufig? Welcher interessiert Sie am brennendsten? Fremdkapital (Marktwert) Gestalten Sie diese Artikelreihe mit! - Schreiben Sie uns an: Eigenkapital- x Anteil qz@hanser.de, Stichwort „BWL-Begriffe“ zinsen Eigenkapital Unternehmenswert risikoadäquater Zielkapitalstruktur Zinssatz + zu Marktwerten Unsere Experten antworten! Freier Cash Flow Sie haben Fragen zum Thema „BWL und Fremdkapital- x Anteil zinsen Fremdkapital Qualitätsmanagement“? Unsere Autoren antworten Ihnen! Schreiben Sie uns an: Wachstums- Prognose- und Investi- qz@hanser.de, Stichwort „BWL-Expertise“ Überschuss- horizont rate des tionen Umsatzes © QZ – Qualität und Zuverlässigkeit Beitragsserie Werttreiber Bisher haben wir Ihnen folgende Begriffe vorgestellt: Wertschöpfung, Betriebs- Pflege der Führungs- ergebnis, Deckungsbeitrag, Controlling, Pflege der Ent- system und Aus- und Wirkung in Pflege der Beziehungen Beziehun- Beziehungen zu lohnungs- Qualitäts- Weiter- die Gesell- Working Capital und Cash Flow. zu Kunden gen zu Lieferanten system manage- bildung schaft Investoren ment Alle bisher erschienenen Teile unserer Se- rie finden Sie online zum Download unter: Strategie und Innovationen www.qm-infocenter.de/bwl-begriffe Bild 2. Wertorientierung eines Unternehmens (Shareholder-Value-Theorie) Autoren Dr. Walter Schmidt, geb. 1950, ist frei- beruflicher Strategie- und Controlling-Bera- Die auf der Börsenkultur beruhende wenn es sich an den Interessen der Anteils- ter in Berlin sowie Mitglied im Vorstand des Führung von Unternehmen als Finanzanla- eigner orientiert. Außerdem wird als implizi- Internationalen Controller Vereins (ICV). ge fand in den letzten zwanzig Jahren vor te Bedingung vorausgesetzt, dass eine Stei- Dipl.-Ing. Rainer Vieregge, geb. 1953, allem durch die 1986 von Alfred Rappaport gerung des Shareholder Values eine langfris- ist freiberuflicher Unternehmensberater veröffentlichte Theorie zum „Shareholder tige Entfaltung der Wettbewerbsfähigkeit und für Organisationsentwicklung in Aachen Value“ weltweite Verbreitung. Damals traf Profitabilität des Unternehmens einschließt. sowie Leiter zweier Fachkreise im ICV. Rappaport den Nerv der Zeit: Die Welle der Für diesen Zweck gilt es, die erforderlichen Computerisierung und der internetgebun- Werttreiber (vor allem Humanpotenzial, In- Kontakt www.qm-infocenter.de/QZ-Archiv denen New Economy hatte gerade begon- novationen, Kommunikation und Beziehun- Walter Schmidt walter@ask-schmidt.de nen. Viele Firmengründungen versprachen gen) zu identifizieren und konsequent zu ent- durch ihre Börsenkapitalisierung eine wickeln. Rainer Vieregge schnelle und hohe Verwertung des einge- r.vieregge@4egge4you.de setzten Kapitals. Aufgrund der gegenseiti- Missbrauch des gen Abhängigkeit von Eigentümern (Share- Shareholder Values www.qm-infocenter.de holdern) und anderen Anspruchsgruppen Diesen Beitrag finden Sie online unter der Dokumentennummer: QZ310044 (Stakeholdern) erschien es äußerst hilf- Die Praxis ist der Theorie allerdings nicht reich, dass sich im Rahmen einer Partner- gefolgt. Insbesondere institutionelle Anle- schaft alle für die Wertsteigerung ihres Un- ger erhoben den Shareholder Value zur be- ternehmens einsetzen. vorzugten Konzeption für kurzfristige Wert- Rappaport definierte den Shareholder steigerungen. Denn für diese sehr einfluss- Value als Marktwert des Eigenkapitals (Un- reiche Gruppe des Finanzkapitals besteht Das hat die theoretische Verknüpfung 2010 Carl Hanser Verlag, München ternehmenswert abzüglich Fremdkapital, der Zweck ihrer Organisationen darin, mög- von Shareholder Value und Werttreibern Bild 2). Aus dem auf dieser Basis „errech- lichst schnell das eingelegte Geld ihrer Kun- praktisch ad absurdum geführt und ins Ge- neten“ Kurswert der entsprechenden Aktie, den mit einem hohen Prozentsatz zu ver- genteil verkehrt – es öffnete einer Entwick- multipliziert mit der Summe der gehaltenen mehren. Insofern ist der kurzfristig aus- lung Tür und Tor, die das internationale Anteile, besteht der Vermögenswert (Value), schüttbare Free Cash Flow und der auf die- Finanz- und Wirtschaftssystem bis heute den ein Anteilseigner (Shareholder) einer Ak- ser Basis berechnete Veräußerungswert der schwer erschüttert. Friedmund Malik sprach tiengesellschaft verbuchen kann. Eine auf gehaltenen Geschäftsanteile das ultimati- deshalb bereits im Jahre 2005 von der den Shareholder Value ausgerichtete Unter- ve Erfolgskriterium – weitgehend unabhän- Shareholder-Value-Doktrin als der „schäd- nehmenspolitik wird demnach versuchen, gig davon, ob es den beherrschten Unter- lichste(n) und gefährlichste(n) Entwicklung den Kurswert der Aktien zu maximieren. Da- nehmen langfristig nutzt oder schadet, und der letzten zehn bis fünfzehn Jahre, und zwar bei unterstellt die Theorie, dass ein Unter- ebenso unabhängig von den Auswirkungen in jeder Dimension: für das Unternehmen nehmen auch den Interessen aller anderen auf die übrigen Stakeholder, die Umwelt selbst, für seine Gesellschafter und für die Anspruchsgruppen (Stakeholdern) dient, oder die Gesellschaft. Wirtschaft als Ganzes“. QZ Jahrgang 55 (2010) 9