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Das Weiterbildungsprogramm
Bibliotheksmanagement der FU Berlin –
Erfahrungsbericht aus Sicht eines
Teilnehmers
Olaf Siegert
Deutscher Bibliothekartag
05. Juni 2009
2
Überblick
1. Eigener beruflicher Hintergrund
2. Charakteristika des Weiterbildungsprogramms
3. Gründe für die Wahl dieser Fortbildung
4. Erwartungen vor Beginn der Weiterbildungsprogramms
5. Die Inhalte der Einzelmodule und ihre Vermittlung
6. Bewertung aus Teilnehmersicht
7. Umsetzung der Fortbildungsinhalte in der beruflichen Praxis
3
1. Berufliche Hintergründe für die Weiterbildung
• Mehrere Jahre Berufserfahrung im Bereich Fachreferat,
Organisations- und Personalentwicklung und Drittmittelprojekte
• Leitung verschiedener Arbeitsgruppen
• Reorganisation der Bibliothek
• Übernahme einer neu gegründeten Abteilung mit Personal- und
Fachverantwortung
4
2. Charakteristika des Weiterbildungsprogramm
Bibliotheksmanagements (a)
• Zielgruppe: (angehende) Führungskräfte in Bibliotheken und
Archiven
• 9 Pflicht- und Wahlmodule („Bausteinprogramm“)
• Dauer eines Moduls überwiegend 2 Tage
• Kosten: 200 Euro pro Modul (10% Ermäßigung bei mind. 6
Modulen); Ermäßigungen für Bibliotheken in Berlin und
Brandenburg
• Erwerb eines Zertifikats bei Absolvieren von mind. drei Pflicht- und
drei Wahlmodulen
5
2. Charakteristika des Weiterbildungsprogramm
Bibliotheksmanagements (b)
• Pflichtmodule:
– Strategisches Management
– Personalmanagement und Haushaltswirtschaft
– Führungskompetenz
• Wahlmodule
– Innovationsmanagement / Projektmanagement
– Erschließung von Finanzquellen
– Unternehmerisches Denken in Bibliotheken
– Operatives Management: Prozessmanagement
– Qualitätsmanagement und Controlling (nur Bibliotheken)
– Archive in der Informationsgesellschaft und
– Langzeitarchiveriung (nur Archive)
6
3. Gründe für die Wahl dieser Fortbildung
• Integration verschiedener Aspekte des Bibliotheksmanagements
• Wahlmöglichkeit aus verschiedenen Modulen
• Dozenten überwiegend aus dem Bibliotheksbereich
• Bundesweite Zielgruppe
• Zertifikat als Nachweis
• Übernahme der Kosten durch Arbeitgeber
• Keine geeignete lokale Fortbildungsoption
7
4. Erwartungen vor Beginn der Fortbildung
• Kennenlernen von Führungskompetenz und Haushaltswirtschaft
• Hoher Praxisbezug aufgrund eigener Branche
• Praxisbeispiele: Lernen von Best Practice in anderen Bibliotheken
• Kommunikation mit KollegInnen aus anderen Häusern
8
5. Die Inhalte der Einzelmodule und ihre Vermittlung
• Strategisches Management
• Personalmanagement und Haushaltswirtschaft
• Führungskompetenz
• Innovationsmanagement / Projektmanagement
• Erschließung von Finanzquellen
• Qualitätsmanagement und Controlling
5. (a) Modul „Strategisches Management“
• Dozenten:
– Prof. Hobohm (FH Potsdam)
– Dr. Schaper (Landesarchiv Berlin)
– Caroline Meinke (Trainerin für Personalentwicklung)
• Inhalte:
– Elemente des strategischen Managements
• Leitbildprozeß
• Strategie
• Ziele und Maßnahmen
• Controlling (Balanced Scorecard)
– Führungskompetenz
• Rollenverständnis von Führungskräften
5. (b) Modul „Personalmanagement und Haushaltswirtschaft“
• Dozenten:
– Prof. Umlauf (HU Berlin)
– Prof. Naumann (Bibliotheksdirektor UB der FU Berlin)
• Inhalte:
– Personalmanagement
• Personalauswahlprozeß
• Personalführung
• Arbeitszeitmodelle
– Haushaltsrecht
• Kameralistik
• Globalhaushalt
• Etatberechnungsmodelle
5. (c) Modul „ Führungskompetenz“
• Dozentin:
– Caroline Meinke (Trainerin für Personalentwicklung)
• Inhalte:
– Führungsstile
– Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gespräch
– Führen mit Zielen (Mitarbeiterziele / Unternehmensziele)
– Zeitmanagement
5. (d) Modul „Innovationsmanagement / Projektmanagement“
• Dozenten:
– Prof. Hobohm (FH Potsdam)
– Stefan Ekert (Projektmanager; Unternehmensberatung)
• Inhalte:
– Change Management
– Kreatívitätstechniken
– Projektmanagement
• Projektziele
• Projektablauf
• Projektorganisation
• Projektstrukturplan
5. (e) Modul „ Erschließung von Finanzquellen“
• Dozenten:
– Prof. Umlauf (HU Berlin)
– Herr Hanf (FH Potsdam)
– Hannelore Vogt (Leiterin Stadtbücherei Würzburg)
– Birgit Stumm (KNB)
• Inhalte:
– Sponsoring
– Fundraising
– Förderprogramme (DFG, EU, Stiftungen)
– Lobbying
– Ehrenamtliche Tätigkeiten
5. (f) Modul „ Qualitätsmanagement und Controlling“
• Dozent:
– Prof. Hobohm (FH Potsdam)
• Inhalte:
– Instrumente des Controlling
– Controlling im Non-Profit-Bereich
– Methoden der Leistungsmessung
– Outcome-/Impact-Messung
– Kreativitätstechniken
– Moderationstechniken
15
6. Bewertung aus Teilnehmersicht
positiv:
• Themenauswahl
• Praxisübungen sehr hilfreich und nachhaltig
• Feedbackbögen (z.T. direkte Umsetzung)
• Vernetzung und Erfahrungsaustausch der Teilnehmer
negativ:
• zu viel Frontalunterricht und zu viel Theorie
• Unterlagen (z.T. mangelnder Bezug zur Veranstaltung)
• Bei einzelnen Themen zu starke Innensicht (z.B. Haushaltswirtschaft)
Fazit:
• gutes Gesamtangebot für angehende Führungskräfte
• Je nach Anreiseaufwand und lokalem Fortbildungsangebot lohnt ggfs. der
Besuch einzelner Module eher als das Gesamtprogramm
16
7. Umsetzung der Fortbildungsinhalte in der beruflichen Praxis
• Insgesamt nur schwer zu beurteilen (viele kleine implizite Punkte)
• Praxisübungen hatten den stärksten bewußten Umsetzungseffekt:
Drei Beispiele:
- Kritikgespräch mit Mitarbeiter
->Gruppe beurteilt sich gegenseitig!
- Gruppenübungen zu Projektmanagement:
->Ziele/Maßnahmen/Messbarkeit anhand eines Beispiels
->Vergleich von Alternativen anhand einer Matrix
- Fahrstuhlübung: potentiell wichtige Entscheider mit knappen
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Das Weiterbildungsprogramm Bibliotheksmanagement der FU Berlin, von Olaf Siegert

  • 1. www.zbw.eu Das Weiterbildungsprogramm Bibliotheksmanagement der FU Berlin – Erfahrungsbericht aus Sicht eines Teilnehmers Olaf Siegert Deutscher Bibliothekartag 05. Juni 2009
  • 2. 2 Überblick 1. Eigener beruflicher Hintergrund 2. Charakteristika des Weiterbildungsprogramms 3. Gründe für die Wahl dieser Fortbildung 4. Erwartungen vor Beginn der Weiterbildungsprogramms 5. Die Inhalte der Einzelmodule und ihre Vermittlung 6. Bewertung aus Teilnehmersicht 7. Umsetzung der Fortbildungsinhalte in der beruflichen Praxis
  • 3. 3 1. Berufliche Hintergründe für die Weiterbildung • Mehrere Jahre Berufserfahrung im Bereich Fachreferat, Organisations- und Personalentwicklung und Drittmittelprojekte • Leitung verschiedener Arbeitsgruppen • Reorganisation der Bibliothek • Übernahme einer neu gegründeten Abteilung mit Personal- und Fachverantwortung
  • 4. 4 2. Charakteristika des Weiterbildungsprogramm Bibliotheksmanagements (a) • Zielgruppe: (angehende) Führungskräfte in Bibliotheken und Archiven • 9 Pflicht- und Wahlmodule („Bausteinprogramm“) • Dauer eines Moduls überwiegend 2 Tage • Kosten: 200 Euro pro Modul (10% Ermäßigung bei mind. 6 Modulen); Ermäßigungen für Bibliotheken in Berlin und Brandenburg • Erwerb eines Zertifikats bei Absolvieren von mind. drei Pflicht- und drei Wahlmodulen
  • 5. 5 2. Charakteristika des Weiterbildungsprogramm Bibliotheksmanagements (b) • Pflichtmodule: – Strategisches Management – Personalmanagement und Haushaltswirtschaft – Führungskompetenz • Wahlmodule – Innovationsmanagement / Projektmanagement – Erschließung von Finanzquellen – Unternehmerisches Denken in Bibliotheken – Operatives Management: Prozessmanagement – Qualitätsmanagement und Controlling (nur Bibliotheken) – Archive in der Informationsgesellschaft und – Langzeitarchiveriung (nur Archive)
  • 6. 6 3. Gründe für die Wahl dieser Fortbildung • Integration verschiedener Aspekte des Bibliotheksmanagements • Wahlmöglichkeit aus verschiedenen Modulen • Dozenten überwiegend aus dem Bibliotheksbereich • Bundesweite Zielgruppe • Zertifikat als Nachweis • Übernahme der Kosten durch Arbeitgeber • Keine geeignete lokale Fortbildungsoption
  • 7. 7 4. Erwartungen vor Beginn der Fortbildung • Kennenlernen von Führungskompetenz und Haushaltswirtschaft • Hoher Praxisbezug aufgrund eigener Branche • Praxisbeispiele: Lernen von Best Practice in anderen Bibliotheken • Kommunikation mit KollegInnen aus anderen Häusern
  • 8. 8 5. Die Inhalte der Einzelmodule und ihre Vermittlung • Strategisches Management • Personalmanagement und Haushaltswirtschaft • Führungskompetenz • Innovationsmanagement / Projektmanagement • Erschließung von Finanzquellen • Qualitätsmanagement und Controlling
  • 9. 5. (a) Modul „Strategisches Management“ • Dozenten: – Prof. Hobohm (FH Potsdam) – Dr. Schaper (Landesarchiv Berlin) – Caroline Meinke (Trainerin für Personalentwicklung) • Inhalte: – Elemente des strategischen Managements • Leitbildprozeß • Strategie • Ziele und Maßnahmen • Controlling (Balanced Scorecard) – Führungskompetenz • Rollenverständnis von Führungskräften
  • 10. 5. (b) Modul „Personalmanagement und Haushaltswirtschaft“ • Dozenten: – Prof. Umlauf (HU Berlin) – Prof. Naumann (Bibliotheksdirektor UB der FU Berlin) • Inhalte: – Personalmanagement • Personalauswahlprozeß • Personalführung • Arbeitszeitmodelle – Haushaltsrecht • Kameralistik • Globalhaushalt • Etatberechnungsmodelle
  • 11. 5. (c) Modul „ Führungskompetenz“ • Dozentin: – Caroline Meinke (Trainerin für Personalentwicklung) • Inhalte: – Führungsstile – Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gespräch – Führen mit Zielen (Mitarbeiterziele / Unternehmensziele) – Zeitmanagement
  • 12. 5. (d) Modul „Innovationsmanagement / Projektmanagement“ • Dozenten: – Prof. Hobohm (FH Potsdam) – Stefan Ekert (Projektmanager; Unternehmensberatung) • Inhalte: – Change Management – Kreatívitätstechniken – Projektmanagement • Projektziele • Projektablauf • Projektorganisation • Projektstrukturplan
  • 13. 5. (e) Modul „ Erschließung von Finanzquellen“ • Dozenten: – Prof. Umlauf (HU Berlin) – Herr Hanf (FH Potsdam) – Hannelore Vogt (Leiterin Stadtbücherei Würzburg) – Birgit Stumm (KNB) • Inhalte: – Sponsoring – Fundraising – Förderprogramme (DFG, EU, Stiftungen) – Lobbying – Ehrenamtliche Tätigkeiten
  • 14. 5. (f) Modul „ Qualitätsmanagement und Controlling“ • Dozent: – Prof. Hobohm (FH Potsdam) • Inhalte: – Instrumente des Controlling – Controlling im Non-Profit-Bereich – Methoden der Leistungsmessung – Outcome-/Impact-Messung – Kreativitätstechniken – Moderationstechniken
  • 15. 15 6. Bewertung aus Teilnehmersicht positiv: • Themenauswahl • Praxisübungen sehr hilfreich und nachhaltig • Feedbackbögen (z.T. direkte Umsetzung) • Vernetzung und Erfahrungsaustausch der Teilnehmer negativ: • zu viel Frontalunterricht und zu viel Theorie • Unterlagen (z.T. mangelnder Bezug zur Veranstaltung) • Bei einzelnen Themen zu starke Innensicht (z.B. Haushaltswirtschaft) Fazit: • gutes Gesamtangebot für angehende Führungskräfte • Je nach Anreiseaufwand und lokalem Fortbildungsangebot lohnt ggfs. der Besuch einzelner Module eher als das Gesamtprogramm
  • 16. 16 7. Umsetzung der Fortbildungsinhalte in der beruflichen Praxis • Insgesamt nur schwer zu beurteilen (viele kleine implizite Punkte) • Praxisübungen hatten den stärksten bewußten Umsetzungseffekt: Drei Beispiele: - Kritikgespräch mit Mitarbeiter ->Gruppe beurteilt sich gegenseitig! - Gruppenübungen zu Projektmanagement: ->Ziele/Maßnahmen/Messbarkeit anhand eines Beispiels ->Vergleich von Alternativen anhand einer Matrix - Fahrstuhlübung: potentiell wichtige Entscheider mit knappen Worten von der Bedeutung eines Projekts überzeugen
  • 17. www.zbw.eu Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!