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Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und

zukünftige
Entwicklung


Inhaltsverzeichnis
1
Einführung
und
Fragestellung.........................................................................................................3
2
Definitionen....................................................................................................................................3
3
Kernstandards
des
Webs................................................................................................................4
4
Standardisierungsinstitutionen......................................................................................................4
    4.1
Das
World
Wide
Web
Consortium
(W3C)................................................................................5
    4.2
Die
Internet
Engineering
Task
Force
(IETF).............................................................................5
5
Web
1.0...........................................................................................................................................6
6
Web
2.0..........................................................................................................................................8
    6.1
Das
Web
als
Plattform.............................................................................................................9
    6.2
Nutzung
kollektiver
Intelligenz..............................................................................................10
         6.2.1
Weblogs
als
Wissen
des
Volkes.......................................................................................11
    6.3
Daten
als
Motor
der
Innovation
(Data
is
the
next
Intel
inside)..............................................12
    6.4
Software
ohne
Entwicklungszyklus.......................................................................................12
    6.5
Leichtgewichtige
(lightweight)
Programmiermodelle............................................................13
    6.6
Geräteunabhängigkeit...........................................................................................................13
    6.7
Nutzererlebnis
steht
im
Vordergrund
(Rich
User
Experiences)..............................................13
    6.8
Verändertes
Benutzerverhalten............................................................................................14
7
Aktuelle
Trends..............................................................................................................................15
    7.1
Enterprise
Web
2.0.................................................................................................................16
         7.1.1
Informationsaustausch
im
Unternehmensnetzwerk.......................................................16
         7.1.2
Web
orientierte
Architektur
(WOA)................................................................................17
         7.1.3
Notwendige
Kernkompetenzen......................................................................................18
    7.2
Bündelung
von
Web‐Diensten...............................................................................................19
8
Ausblick........................................................................................................................................20
    8.1
Web
3.0.................................................................................................................................21
         8.1.1
Semantik.........................................................................................................................21
         8.1.2
Mobile
Endgeräte..........................................................................................................22


Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
Erstellt
von
Dominik
Neuffer                                                                                                              Seite
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8.2
Web
4.0
–
Web
OS................................................................................................................22
Quellenangaben..............................................................................................................................24


Abbildungsverzeichnis
Abb.
1:
Einfaches
Hypertext‐System,
Quelle:
Nelson
1974.................................................................3
Abb.
2:
Client/Server‐Modell
eines
verteilten
Hypertext‐Systems,
Quelle:
Berners‐Lee
1989...........6
Abb.
3:
Chronologische
Entwicklung
des
Web
1.0,
Quelle:
Flickr,
Dominik
Neuffer...........................7
Abb.
4:
Web‐Browser
Mosaic,
Quelle:
Huges
1994...........................................................................8
Abb.
5:
Evolution
beinhaltet
auch
Rückschläge,
Quelle:
Kelly
1998...................................................9
Abb.
6:
Darstellung
der
Web
2.0
Grundeinstellung,
Quelle:
Dominik
Neuffer,
nach
O'Reilly
(2005)
.........................................................................................................................................................10
Abb.
7:
Gmail
Logo,
Quelle:
Google..................................................................................................13
Abb.
8:
Von
Benutzern
erzeugter
Inhalt
zum
Zeitpunkt
des
Web
1.0
und
Web
2.0,
Quelle:

Hinchcliffe
2006...............................................................................................................................14
Abb.
9:
Zeitachse
der
Web‐Evolution,
Quelle:
Dominik
Neuffer
......................................................15
Abb.
10:
Kommunikation
im
sozialen
Netzwerk
und
im
Unternehmen,
Quelle:
Fulkerson
2009,

Dominik
Neuffer...............................................................................................................................16
Abb.
11:
Darstellung
der
Enterprise
2.0
Grundeinstellung,
Quelle:
Dominik
Neuffer,
nach
O'Reilly

(2005),
Hinchcliffe
(2009),
McAfee
(2009)
und
Robles
(2009)........................................................19
Abb.
12:
Entwicklungstufen
des
WWW,
Quelle:
Spivack
2007..........................................................21




Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
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1
Einführung
und
Fragestellung
Das
World
Wide
Web
(WWW)
wandelt
sich
mehr
und
mehr
in
einen
Strom
aus
Informationen.

Dieser
Strom
kann
nicht
bezwungen
werden.
Es
besteht
jedoch
die
Möglichkeit,
in
diesen
Strom

einzutauchen
und
die
relevanten
Informationen
herauszufiltern.
Wie
diese
Entwicklung
begann

und
wo
sie
hinführen
wird,
soll
nachfolgend
aufgeführt
werden.


2
Definitionen
     ●     Wold
Wide
Web
(WWW):
Das
WWW
ist
ein
System
zum
Abrufen
von
Hypertext‐
und

           Hypermedia‐Dokumenten
über
das
Internet
(Berners‐Lee
1989).

     ●     Hypertext:
Ein
Hypertext‐System
soll
nach
Nelson
(1974)
durch
Verknüpfungen
die
nicht‐
           sequentielle
Art
menschlicher
Denkweisen
nachbilden.
Hypertexte
sollten
von
Editoren

           und
nicht
von
Programmierern
erstellt
werden
(Abb.
1).
Verwendung
finden
Hyper




                       Abb.
1:
Einfaches
Hypertext‐System,
Quelle:
Nelson
1974


     ●     Hypermedia:
Unter
dem
Begriff
Hypermedia
werden
Präsentationsmedien

           zusammengefasst,
die
sich
u.a.
multi‐dimensional
verhalten,
d.h.
ähnlich
der

           menschlichen
Denkweise
Verzweigungen
erlauben.
Hypermedia
kann
aus
Filmen,
Texten,

           Audiodateien
und
auch
Diashows
bestehen
(Nelson
1974).

     ●     Internet:
Das
Internet
besteht
aus
einem
Netzwerkverbund.
Es
entstand
Ende
der
60er

           Jahre
als
Experiment
des
amerikanischen
Militärs
(ARPANET)
und
diente
vorrangig
dem

           Ziel,
ein
besonders
ausfallsicheres
Computernetzwerk
aufzubauen,
das
den
Verlust

           mehrerer
Teilnehmer
verkraften
konnte,
ohne
den
verbleibenden
Computern
die



Das
WWW
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Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
Erstellt
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Dominik
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3/26
Möglichkeit
zum
Datenaustausch
zu
nehmen
(Musciano,
Kennedy
1998).
Heute
ist
das

           Internet
für
einen
bedeutenden
Teil
der
Bevölkerung
der
Industriestaaten
sowohl
im

           beruflichen
als
auch
im
privaten
Leben
eine
wichtiges
Netzwerk,
um
auf
Informationen

           aller
Art
zuzugreifen.


3
Kernstandards
des
Webs
Das
System
des
WWW
basiert
auf
drei
grundlegenden
Standards
zum
Ansprechen,
Übertragen

und
Anzeigen
von
Hypermedia.
In
ihrer
Kombination
bilden
sie
das
WWW.
Im
Einzelnen
handelt
es

sich
um:

     ●     Hypertext
Transfer
Protocol
(HTTP):
Dieses
Übertragungs‐Protokoll
legt
fest,
wie
Anfragen

           und
Antworten
formatiert
sein
müssen
und
der
Kommunikationsprozess
abzulaufen
hat,

           damit
er
über
das
WWW
als
System
des
Internets
funktionieren
kann
(Wilson
1995).

     ●     Hypertext
Markup
Language
(HTML):
HTML
ist
eine
Dokumentenbeschreibungssprache,

           die
zum
einen
die
Gliederung
der
Informationen
auf
den
Hypertext‐Dokumenten
und
zum

           anderen
die
Verknüpfungen
(Hyperlinks)
der
Dokumente
festlegt.

Der
Grundzweck
von

           HTML
besteht
darin,
die
Struktur
und
das
Aussehen
von
Dokumenten
und

           Dokumentfamilien
zu
definieren.
Diese
Dokumente
sollen
so
schnell
und
so
einfach
wie

           möglich
über
ein
Netzwerk
zu
den
jeweiligen
Adressaten
gelangen
und
dort
auf
den

           verschiedensten
Darstellungsvorrichtungen
präsentierbar
sein
(Musciano,
Kennedy
1998;

           Wilson
1995).

     ●     Uniform
Resource
Locators
(URLs):
Das
WWW
benutzt
eindeutige
Internetadressen

           (URLs),
um
Verknüpfungen
zu
Hypermedia‐Dateien
oder
Netzwerkdiensten
in
HTML‐
           Dokumenten
abzubilden.
Nahezu
alle
Objekte
oder
Dienste,
die
über
das
Internet

           angeboten
werden,
lassen
sich
mit
einer
URL
ansprechen
(Huges
1994).


4
Standardisierungsinstitutionen
Anfangs,
zu
Beginn
der
90er
Jahre,
war
HTML
eine
formlose
Spezifikation,
die
nur
von
wenigen

Wissenschaftlern
des
CERN,
der
Europäischen
Organisation
für
Kernforschung
in
der
Nähe
von

Genf
in
der
Schweiz,
eingesetzt
wurde.
Als
Mitte
der
90er
Jahre
immer
mehr
Autoren
aus

Forschung
und
Lehre
die
Sprache
nutzten,
musste
ein
Standard
zur
Festlegung
und
Verwaltung
der

HTML‐Dokumente
definiert
werden,
um
die
Erzeugung
und
gemeinsame
Nutzung
zu
erleichtern



Das
WWW
als
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aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
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4/26
(Musciano,
Kennedy
1998)
und
es
entwickelte
sich
aus
diesen
Bestrebungen
das
World
Wide
Web

Consortium.


4.1
Das
World
Wide
Web
Consortium
(W3C)

Tim
Berners‐Lee,
der
Erfinder
des
WWW,
gründete
1994
das
W3C
als
internationales

Industriekonsortium
zur
Entwicklung
von
Web‐Standards
und
Richtlinien,
um
ein
langfristiges

Wachstum
des
Webs
zu
sichern.
Unter
anderem
bestimmt
das
W3C
den
HTML‐Standard,
um
die

Sprache
möglichst
gut
benutzbar
zu
machen.
Auch
der
HTTP‐Standard
und
die
damit
verwandten

Dokumentadressierungsnormen
im
Web
werden
vom
W3C
vorgegeben
(Musciano,
Kennedy
1998;

W3C
2004).
Sämtliche
Vorschläge
und
Entwurfsversionen
finden
sich
unter

http://www.w3.org/TR/.
Die
vom
W3C
entwickelten
Normen
und
Standards
werden
weltweit

eingesetzt.


4.2
Die
Internet
Engineering
Task
Force
(IETF)

Die
IETF
wurde
1986
in
San
Diego
von
der
US‐Regierung
bezahlten
Forschern
gegründet.
Seit
dem

verwaltet
sie
die
Internettechnologien
(Hoffman
2009).
Da
das
WWW
als
Teilbereich
des
Internets

auch
darunter
fällt
(Musciano,
Kennedy
1998),
arbeitet
die
IETC
unter
anderem
auch
mit
dem
W3C

zusammen
(Hoffman
2009).
Erklärtes
Ziel
der
IETF
ist
es,
Internet‐Technologien
zu
konstruieren

und
zu
entwickeln.
Folgenden
Aufgabenbereichen
widmet
sich
die
IETF:

     ●     Dringende
technische
und
funktionale
Probleme
des
Internets
zu
erkennen
und

           Lösungsvorschläge
zu
erarbeiten.

     ●     Entwicklung
und
Nutzung
von
Protokollen
und
Architekturen
für
das
Internet
zu

           spezifizieren.

     ●     Empfehlungen
hinsichtlich
Standardisierung
der
Protokolle
und
deren
Nutzung
im
Internet

           auszusprechen.

     ●     Den
Technologie‐Transfer
aus
der
Forschung
zur
Internet‐Gemeinschaft
zu
erleichtern.

     ●     Ein
Forum
zum
Informationsaustausch
innerhalb
der
Internet‐Gemeinschaft
zwischen

           Verkäufern,
Nutzern,
Entwickler,
Vertretern
von
Behörden
und
Ämtern
und

           Netzwerkbetreibern
zu
bieten.

Zu
diesem
Zweck
gibt
die
IETF
technische
Dokumente
zum
Design,
Gebrauch
und
zur
Verwaltung

des
Internets
heraus.
Diese
Dokumente
beinhalten
Protokoll‐Standards,
Verfahren
und


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WWW
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Trends
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5/26
weiterführende
Informationen
verschiedenster
Art
(Alvestrand
2004,
Hoffman
2009)
zum
Stand

der
Technik.
Die
Vorschläge
der
IETF
(Request
for
Comments
–
RFC)
finden
sich
unter

http://www.ietf.org/rfc.html.


5
Web
1.0
Im
Jahr
1989,
nahezu
zeitgleich
mit
dem
Öffnen
des
Internets
für
kommerzielle
Zwecke
durch
die

Amerikanische
Regierung,
veröffentlichte
Berners‐Lee
an
der
Europäischen
Organisation
für

Kernforschung
(CERN)
eine
Formatiersprache
und
ein
Verteilungssystem
zum
Erzeugen
und

Publizieren
integrierter
elektronischer
Multimediadokumente
(Hypermedia)
über
das
Internet,
an

dem
er
bereits
seit
den
80er
Jahren
arbeitete
(Abb.
2)
(Berners‐Lee
1989;
Musciano,
Kennedy

1998).
Fortan
begannen
sich
Standards
und
Möglichkeiten
deren
Nutzung
für
das
WWW
zu

entwickeln.




                    Abb.
2:
Client/Server‐Modell
eines
verteilten
Hypertext‐Systems,

                    Quelle:
Berners‐Lee
1989
Der
Gebrauch
des
Webs
wurde
jedoch
erst
mit
Mosaic
möglich,
einer
Anwendung
für
das
WWW,

die
im
November
1993
in
der
Version
1.0
zur
Verfügung
stand
(Abb.
3)(NCSA
2009).




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WWW
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Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
Erstellt
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Abb.
3:
Chronologische
Entwicklung
des
Web
1.0,
Quelle:
Flickr,
Dominik

               Neuffer
Mosaic
verfügte
bezüglich
Funktionsumfang
und
Benutzerfreundlichkeit
im
Vergleich
zu
anderen

damals
verfügbaren
Browsern
bereits
die
Merkmale,
die
auch
heutige
Browser
aufweisen
(NCSA

2009)
(Musciano,
Kennedy
1998).
Neben
der
Fähigkeit,
elektronische
Texte
und
Formulare
in
einer

Vielzahl
an
Formatierungen
und
mit
Sonderzeichen
darzustellen,
war
Mosaic
auch
in
der
Lage

Grafik‐
(XBM,
GIF),
Audio‐
(Macintosh,
Sun
Audio
Format,
u.a.)
und
Videodateien
(MPEG‐1,

QuickTime)
abzuspielen.
Über
Hypermedia‐Verknüpfungen
konnten
Verbindungen
zu
den

Netzwerkdiensten
FTP,
Gopher,
Telnet,
NNTP
und
WAIS
aufgebaut
werden.
Zusätzlich
verfügte

Mosaic
bereits
über
eine
Verlaufsanzeige
der
besuchten
Hyperlinks
(History)
und
eine

Lesezeichenverwaltung
(Huges
1994)
(Abb.
4).




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Evolution,
aktuelle
Trends
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Abb.
4:
Web‐Browser
Mosaic,
Quelle:
Huges
1994
Das
NCSA
bot
Mosaic
1.0
ab
1993
unentgeltlich
auf
seiner
Website
an.
Bald
darauf
wurden
bereits

mehr
als
5000
Kopien
monatlich
heruntergeladen.
1994
benutzten
bereits
mehrere
Millionen

Anwender
weltweit
Mosaic
(NCSA
2009).
Der
Erfolg
veranlasste
Marc
Andreessen
und
weitere

Mosaic‐Entwickler
der
NCSA
das
Unternehmen
Netscape
zu
gründen
und
den
Web‐Browser

kommerziell
zu
vermarkten.

Innerhalb
weniger
Jahre
brachte
das
Internet
in
Verbindung
mit
dem
WWW
ein
ganz
neues

Medium
zum
weltweiten
Informationsaustausch
und
Handel
hervor.
Kommerzielle
Anwender,

getrieben
von
neuen
Möglichkeiten
für
das
Marketing,
mit
denen
sich
kostengünstig
Millionen

Websurfer
erreichen
ließen,
förderten
ein
beachtliches
Wachstum
des
Internets
und
besonders

des
WWWs
(Musciano,
Kennedy
1998).
Nachdem
der
Zugang
zum
Web
jedoch
mit
hohen
Kosten

und
zumeist
langsamen
Übertragungsraten
gepaart
war,
verlief
die
Werbung
unidirektional
und

der
Interaktion
mit
den
Konsumenten
wurde
bestenfalls
marginale
Bedeutung
zuteil.


6
Web
2.0
Der
Begriff
Web
2.0
wurde
wurde
als
Synonym
für
die
nächste
Generation
an
Web‐Produkten
und

Diensten
am
2009‐06‐10
als
Millionstes
Wort
in
die
englische
Sprache
eingegliedert
(Sutter
2009).

Der
Begriff
selbst
wurde
vermutlich
das
erste
Mal
1999
von
Darcy
DiNucci
in
ihrem
Artikel

Fragmented
Future
für
das
amerikanische
Print
Magazine
verwendet.
Weite
Verbreitung
fand
der

Begriff
allerdings
erst
in
Verbindung
mit
der
O'Reilly
Media
Web
2.0
conference
2004
von
Tim

O'Reilly.
Nach
der
Dotcom‐Pleite
im
Herbst
2001
schwand
die
Euphorie,
die
mit
dem
neuen

Medium
WWW
einher
ging
und
viele
Unternehmen,
die
zuvor
für
einen
Innovationsschub
sorgten,


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WWW
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8/26
zogen
sich
von
ihren
Aktivitäten
im
WWW
zurück.
O'Reilly
(2005)
sah
in
diesem
Zusammenbruch

eine
notwendige
Konsolidierungsphase,
die
alle
neuen
Technologien
durchlaufen
müssen
(Abb.
5),

aus
denen
die
restlichen
überlebenden,
im
WWW
tätigen
Unternehmen,
gestärkt
hervorgingen.

O'Reilly
sah
das
Web
weiterhin
als
wichtigste
Plattform
für
Innovationen.
Der
Begriff
Web
2.0
ist

schwer
zu
definieren,
da
er
aus
einer
Analyse
im
Nachhinein
entstand,
die
sich
mit
den
Stärken

und
Strategien,
die
den
überlebenden
Firmen
gemein
war,
befasste.
Das
Schlagwort
Web
2.0

umfasst
eine
Vielzahl
an
Merkmalen,
die
diesen
Firmen
und
den
angebotenen
Diensten
ganz
oder

teilweise
zu
eigen
sind.
Auf
diese
Merkmale
wird
in
den
folgenden
Abschnitten
näher

eingegangen.




                                    Abb.
5:
Evolution
beinhaltet
auch 

                                    Rückschläge,
Quelle:
Kelly
1998

6.1
Das
Web
als
Plattform

Grundlegende
Idee
des
Web
2.0
ist
es,
das
WWW
als
Plattform
zu
nutzen,
um
die
sich
die

restlichen
Eigenschaften
und
Dienste
anordnen
(Abb.
6).
Web‐Anwendungen,
beispielsweise
von

Google,
werden
als
Dienstleistungen
bereitgestellt
und
die
Kunden
bezahlen
direkt
oder
indirekt

für
die
Benutzung.
Geplante
Software‐Versionszyklen
fehlen,
statt
dessen
gibt
es
fortwährende

Verbesserungen.
Der
Wert,
der
die
von
Google
angebotenen
Dienste
ausmacht,
verhält
sich

proportional
zum
Umfang
und
der
Dynamik
der
zugrunde
liegenden
Daten.
Des
weiteren

konzentriert
sich
z.B.
Googles
AdSense
nicht
nur
auf
die
wenigen
umfangreichen
Websites,

sondern
bezieht
auch
die
vielen
kleinen
Websites
mit
ein,
die
in
ihrer
Summe
die
breite
Masse

(The
Long
Tail)
und
damit
die
Plattform
des
Webs
ausmachen
(O'Reilly,
2005).




Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
Erstellt
von
Dominik
Neuffer                                                                Seite
9/26
Abb.
6:
Darstellung
der
Web
2.0
Grundeinstellung,
Quelle:
Dominik
Neuffer,
nach
O'Reilly
(2005)




6.2
Nutzung
kollektiver
Intelligenz

Ein
zentrales
Prinzip,
das
den
Erfolg
der
Unternehmen
ausmacht,
die
die
Ära
des
Web
1.0

überlebten,
und
die
nun
im
Web
2.0
eine
starke
Präsenz
zeigen,
ist,
dass
sie
das
Web
zur

Einbeziehung
einer
kollektiven
Intelligenz
nutzten.
Einige
Beispiele:

     ●     Hyperlinks
sind
die
Basis
des
Webs.
Immer
wenn
Nutzer
neue
Inhalte
hinzufügen,
werden

           sie
in
die
Struktur
des
Webs
eingebunden,
indem
andere
Nutzer
die
neuen
Inhalte

           besuchen
und
verlinken.
Ähnlich
der
Synapsen
im
Gehirn
wächst
das
WWW
durch

           Verknüpfungen
als
Ergebnis
der
kollektiven
Aktivität
seiner
Benutzer.



Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
Erstellt
von
Dominik
Neuffer                                                                Seite
10/26
●     Googles
PageRank
bezieht
zur
Verbesserung
der
Suchergebnisse
die
Verknüpfungen,
die

           eine
Webseite
aufweist
in
die
Berechnungen
mit
ein,
anstatt
die
nur
die
Charakteristiken

           der
Dokumente
zu
untersuchen.

     ●     Amazon
bietet
auf
seiner
Website
Produkte
an,
die
auch
von
Mitbewerbern
verkauft

           werden.
Jedoch
bezieht
Amazon
seine
Nutzer
auf
vielfältige
Weise
mit
ein,
um
bessere

           Ergebnisse
bei
der
Produktsuche
zu
bieten
und
somit
einen
grösseren
Verkaufserfolg
zu

           generieren.

     ●     Die
Online‐Enzyklopädie
Wikipedia
basiert
auf
dem
Prinzip,
dass
jeder
Benutzer
einen

           Eintrag
erstellen
kann,
der
von
jedem
beliebigen
anderen
editiert
werden
kann.
Dies
ist

           ein
Experiment
auf
das
Vertrauen
in
andere
und
zieht
weitgreifende
Änderungen

           bezüglich
der
Erstellung
von
Inhalten
nach
sich.

     ●     Selbst
Bestandteile
der
WWW‐Infrastruktur
wie
Linux,
Apache,
MySQL,
Perl,
PHP,
oder

           Python
beruhen
auf
der
kollektiven
Intelligenz
von
Open
Source‐Projekten
und
sind
damit

           selbst
Ergebnisse
der
Zusammenarbeit
von
Interessengemeinschaften,
die
das
Web
erst

           ermöglicht
hat.


6.2.1
Weblogs
als
Wissen
des
Volkes

Weblogs
stellen
eine
der
besonders
hervorgehobenen
Eigenschaft
des
Web
2.0
dar.
Der

chronologische
Charakter
eines
Weblogs
fügt
der
persönlichen
Homepage
eine
neue
Eigenschaft

hinzu.
In
Verbindung
mit
RSS
(Really
Simple
Syndication)
‐
ein
Oberbegriff
für
eine
Familie
von

Formaten
zur
regelmäßigen
Aktualisierung
und
Herausgabe
von
Veröffentlichungen
und
ein

wesentliches
Merkmal
von
Weblogs
–
können
die
Nutzer
einer
Website
deren
Publikationen

abonnieren
und
unmittelbar
daran
teilhaben.
RSS‐Feeds
bedeuten
aber
ebenso,
dass
der
Web‐
Browser
nicht
die
einzige
Möglichkeit
darstellt
eine
Webseite
zu
betrachten,
durch
RSS
wird
der

Inhalt
von
der
Darstellung
getrennt,
so
dass
er
auf
unterschiedlichen
Anzeigevorrichtungen

ausgegeben
werden
kann.

Wenn
die
Nutzung
kollektiver
Intelligenz
einen
wichtigen
Teil
von
Web
2.0
darstellt,
die
das
Web
in

eine
Art
globales
Gehirn
wandelt
(Nelson
1974),
stellt
die
Aktivität
der
Weblogs
das
Gegenstück
zu

den
Gedanken
dar,
die
uns
ununterbrochen
durch
den
Kopf
gehen.
Als
Abbild
von
Gedanken
und

die
damit
verbundene
Aufmerksamkeit
und
gegenseitigen
Austausch,
hat
die
Aktivität,
die
von

Weblogs
ausgeht
einen
nachhaltigen
Effekt
auf
die
Verbreitung
und
Verknüpfung
von

Informationen

Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
Erstellt
von
Dominik
Neuffer                                                                  Seite
11/26
6.3
Daten
als
Motor
der
Innovation
(Data
is
the
next
Intel
inside)

Gemäß
O'Reilly
(2005)
befindet
sich
hinter
jeder
bedeutenden
Web‐Anwendung
(z.B.
Google,

Amazon,
eBay)
ein
besonderer
Datenbestand.
Demzufolge
nimmt
das
Verwalten
von
Daten
für

Web
2.0‐Unternehmen
eine
zentrale
Rolle
ein.
In
diesem
Zusammenhang
wird
auch
oft
von

Infoware
anstatt
Software
gesprochen.
Die
wichtige
Bedeutung,
die
in
diesem
Zusammenhang

einem
Datenbestand
–
insbesondere,
wenn
er
von
Nutzern,
dem
Beispiel
Amazons
folgend,

angereichert
wurde
–
zuteil
wird,
kann
zu
proprietären
Datenbeständen
führen,
die
im
Gegenzug

in
eine
freie
Datenbestand‐Bewegung
(ähnlich
Open
Source)
führen
können.
Frühe
Anzeichen

dafür
sind
Projekte,
die
ein
offenes
Datenmodell
einsetzen,
wie
z.B.
Wikipedia
mit
der
Creative

Commons‐Lizenz.


6.4
Software
ohne
Entwicklungszyklus

Wie
bereits
unter
6.1
dargestellt,
wird
die
Software
der
Web‐Dienste
als
Service
zur
Verfügung

gestellt.
Diese
Tatsache
führt
nach
O'Reilly
(2005)
zu
zwei
grundlegenden
Änderungen
des

Geschäftsmodells
von
Unternehmen,
die
in
diesem
Bereich
tätig
sind:

     1.    Arbeitsprozesse
werden
zu
Kernkompetenzen:
Googles
oder
Yahoos
Fachwissen

           hinsichtlich
Produktentwicklung
muss
ein
ebensolches
Wissen
bezüglich
täglichen

           Arbeitsabläufen
gegenüberstehen.
Dieser
Wechsel,
weg
vom
Software‐Produkt
hin
zur

           Software
als
Service,
ist
so
grundlegend,
dass
die
Software
nicht
mehr
ausführbar
ist,

           wenn
sie
nicht
täglich
aktualisiert
wird.
Google
muss
beispielsweise
unaufhörlich
das
Web

           durchsuchen
,
seine
Indizes
aktualisieren,
Spam
und
andere
Versuche,
die
das
Ergebnis

           verfälschen
können,
herausfiltern,
dynamisch
auf
eine
Vielzahl
Suchanfragen
antworten

           und
sie
gleichzeitig
mit
kontextbezogenen
Anzeigen
versehen.

     2. Benutzer
werden
zu
Mitentwicklern:
In
einer
Anlehnung
an
die
Praxis
der
OpenSource

           Softwareentwicklung
werden
die
Benutzer
mit
einbezogen,
auch
wenn
die
Software
nicht

           unter
einer
Open
Source
Lizenz
vertrieben
wird.
In
diesem
Zusammenhang
wird
ein

           Software
Produkt
als
immer
währende
Betaversion
unter
den
Augen
aller
entwickelt,

           wobei
neue
Eigenschaften
in
monatlichem,
wöchentlichem
oder
gar
täglichem
Rhythmus

           implementiert
werden.
Google
Mail
wird
beispielsweise
bereits
seit
Jahren
als
Betaversion

           genutzt
(Abb.
7).




Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
Erstellt
von
Dominik
Neuffer                                                                   Seite
12/26
Abb.
7:
Gmail
Logo,
Quelle:
Google




6.5
Leichtgewichtige
(lightweight)
Programmiermodelle

Komplexe
Web‐Dienste
wie
z.B.
SOAP
(Simple
Object
Access
Protocol),
die
auf
eine
enge
Kopplung

zwischen
den
Teilnehmern
ausgelegt
sind,
können
nicht
so
leicht
in
Systeme
eingebunden
werden

und
sind
daher
weniger
verbreitet
als
Web‐Dienste
wie
z.B.
REST
(Representational
State
Transfer),

die
auf
einer
einfachen
Architektur
beruhen.
RSS
beispielsweise,
das
auf
XML
(Extensible
Markup

Language)
beruht,
ist
ein
einfacher,
erfolgreicher
und
leicht
zu
erweiternder
Web‐Dienst,
der
in

vielen
Varianten
und
Bereichen
aufgrund
seiner
Schlichtheit
Einsatz
findet.
Der
Grundgedanke

einer
schlichten
und
pragmatischen
Lösung
den
Vorzug
zu
geben
ist
gerade
für
Web‐
Anwendungen
wichtig,
denn
eine
offene
und
simple
Architektur
ermöglicht
durch
ihre

Wiederverwendbarkeit
ein
größeres
Einsatzspektrum,
als
eine
geschlossene
und
komplexe

(O'Reilly
2005).


6.6
Geräteunabhängigkeit

Die
Web‐Standard
ist
geräteunabhängig
und
sieht
keine
speziellen
Anzeigevorrichtungen
vor.

Durch
die
Akzeptanz
mobiler
Endgeräte
(iPhone,
Blackberry,
Android‐Geräte)
erlangt
die

Geräteunabhängigkeit
oder
Barrierefreiheit
eine
zentrale
Bedeutung
für
den

Informationsaustausch
(s.
auch
Kap.
8.1.2
Mobile
Endgeräte).


6.7
Nutzererlebnis
steht
im
Vordergrund
(Rich
User
Experiences)

Ein
positives
Nutzererlebnis
hängt
nicht
von
Multimedia‐Applikationen
wie
Adobe
Flash,
MS

Silverlight,
Laszlo
(Open
Source
Flash)
oder
Java‐Applets
ab
(s.
6.5).
Gerade
einfache
Modelle,
wie

AJAX,
eine
Kombination
von
XML,
HTML,
CSS
und
JavaScript,
haben
den
Web
2.0
Anwendungen
zu

einer
breiten
Nutzerschicht
verholfen.
Durch
den
Einsatz
dieser
Technologien
wird
es
letztlich

möglich
Web‐Applikationen
zu
entwickeln,
die
den
Desktop‐Anwendungen
am
heimischen
PC
in




Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
Erstellt
von
Dominik
Neuffer                                                                Seite
13/26
puncto
Komfort
und
Benutzerfreundlichkeit
in
nichts
nachstehen
und
sie
sogar
übertreffen.
Gmail

beispielsweise
ermöglicht
es
seine
E‐Mails
über
einen
Browser
zu
empfangen,
zu
versenden
und

zu
durchsuchen
und
verbindet
dies
mit
einer
Benutzungsoberfläche,
die
einer
Desktop‐
Anwendung
nicht
unähnlich
ist
(O'Reilly
2005).


6.8
Verändertes
Benutzerverhalten

Ungeachtet
der
Kernkompetenzen,
die
von
O'Reilly
(2005)
herausgearbeitet
wurden,
hat
sich
im

Laufe
der
Zeit,
seitdem
das
Web
der
Öffentlichkeit
zugänglich
war,
ein
nicht
unerheblicher

Gesinnungswandel
der
Benutzer
vollzogen
(Abb.
8)
(Hinchcliffe
2006‐09‐04).
Web‐Anwendungen

und
‐Dienste,
z.B.
E‐Mail,
sind
nicht
mehr
die
Domäne
einer
Minderheit,
sondern
in
alltägliche

Abläufe
integriert.
Verbindungen
ins
Internet,
z.B.
DSL;
die
einen
schnellen
Datentransfer
erlauben

sind
keine
kostspieligen
Zusatzleistungen,
sondern
oft
in
Telefonie‐Komplettpaketen
bereits

enthalten.




                         Abb.
8:
Von
Benutzern
erzeugter
Inhalt
zum
Zeitpunkt
des 

                         Web
1.0
und
Web
2.0,
Quelle:
Hinchcliffe
2006




Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
Erstellt
von
Dominik
Neuffer                                                                  Seite
14/26
Web
2.0
entspricht
mehr
der
ursprünglichen
Definition
des
WWWs
als
seine
Vorgängerversion

Web
1.0,
da
es
eine
umfangreichere
Partizipation
der
Benutzer
ermöglicht.
Berners‐Lees
Web‐
Browser
Nexus
war
auch
ein
Hypertexteditor.
Nelsons
ursprüngliche
Vison
von
Hypertext
war
es,

die
Erstellung
der
Dokumente
Redakteuren
und
nicht
Programmierern
zu
übertragen
(Nelson

1974).
Durch
die
Entwicklung
von
Wikis
und
Weblogs
ist
ein
entscheidender
Schritt
in
diese

Richtung
getan,
wenn
auch
immer
noch
zumindest
rudimentäre
Kenntnisse
hinsichtlich
HTML
von

Nöten
sind.


7
Aktuelle
Trends
Nach
dem
Börsencrash
im
Herbst
2001,
spätestens
2002
war
letztlich
jegliche
Inspiration

hinsichtlich
des
Mediums
WWW
bei
den
Unternehmen
verflogen
und
Aktivitäten,
die
sich
mit
den

Web‐Technologien
befassten,
gingen
merklich
zurück
(Hinchcliffe
2009‐05‐17).
2006
jedoch

tritt

zum
ersten
Mal
der
Terminus
Enterprise
Web
2.0
(kurz
Enterprise
2.0)
auf
(Abb.
9)
(Hinchcliffe

2006‐11‐05).




Abb.
9:
Zeitachse
der
Web‐Evolution,
Quelle:
Dominik
Neuffer





Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
Erstellt
von
Dominik
Neuffer                                                               Seite
15/26
7.1
Enterprise
Web
2.0

Enterprise
Web
2.0
bezeichnet
einen
Gesinnungswandel
der
Unternehmen,
nicht
unähnlich
dem

geänderten
Benutzerverhalten
(vgl.
Kap.
6.8),
das
mit
der
Evolution
des
WWWs
einher
ging.
Ein

kleines
System
(z.B.
ein
Unternehmen),
das
einem
größeren
System
(dem
WWW)
über
einen

längeren
Zeitraum
ausgesetzt
ist,
ändert
sich
dadurch
grundlegend
(Abb.
9)
(Hinchcliffe
2008).

Das
bedeutet
zum
einen,
dass
die
Werkzeuge,
die
im
WWW
zum
Auffinden,
Kennzeichnen
und

Austauschen
von
Informationen
genutzt
werden,
auch
im
Unternehmen
Einsatz
finden
und
zum

anderen,
dass
das
WWW
als
Plattform
für
Entwicklungen
und
Innovationen
zunehmend
ernst

genommen
wird
(Abb.
11).


7.1.1
Informationsaustausch
im
Unternehmensnetzwerk

Im
Gegensatz
zu
sozialen
Netzwerken,
die
sich
mit
der
Interaktion
von
Individuen
beschäftigen,

liegt
das
Hauptaugenmerk
von
Netzwerken
in
Unternehmen
darin,
das
Verknüpfen,
Bereitstellen

und
Wiederfinden
von
Informationen
zu
ermöglichen.
Die
Themen
dieser
Netzwerke
sind

demnach
unterschiedlich,
die
zugrunde
liegenden
Mechanismen
jedoch
identisch
(Fulkerson

2009)(Abb.
10).




Abb.
10:
Kommunikation
im
sozialen
Netzwerk
und
im
Unternehmen,
Quelle:
Fulkerson
2009,

Dominik
Neuffer



Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
Erstellt
von
Dominik
Neuffer                                                              Seite
16/26
7.1.2
Web
orientierte
Architektur
(WOA)

Der
Einsatz
von
Web‐Technologien,
um
Applikationen
zu
entwickeln,
zu
ersetzen
und
zu

implementieren,
ist
eine
weitere
Konsequenz,
die
sich
aus
dem
Modell
Enterprise
Web
2.0
ergibt.

In
dieser
Hinsicht
ist
die
Web‐orientierte
Architektur
(WOA)
der
Service‐orientierten
Architektur

(SOA)
nicht
unähnlich.
Jedoch
liegt
das
Hauptaugenmerk
bei
WOA
darin,
leichtgewichtige
Prozesse

zu
entwickeln
und
einzusetzen
(z.B.
HTTPS),
wohingegen
bei
SOA
ein
komplexerer
Ansatz
(z.B.

SOAP)
verfolgt
wird.
Web‐orientierte
Architektur
lässt
sich
in
sechs
Schwerpunkten

zusammenfassen
(Hinchcliffe
2009‐06‐06).

     1.    Übertragungsmethoden:
Representational
State
Transfer
(REST)
ist
eine
Software‐
           Architektur
für
verteilte
Hypermedia
Systeme
(z.B.
das
WWW),
die
auf
HTTP
aufbaut
und

           vorwiegend
zur
Datenübertragung
eingesetzt
wird,
aber
auch
andere
Methoden,
z.B.

           BitTorrent
können
zum
Einsatz
kommen.

     2. Datenstrukturierung
und
‐abbildung:
Zur
Darstellung
von
Daten
kann
hier
alles

           Verwendung
finden,
was
mit
HTTP
übertragen
werden
kann.
Prinzipiell
gilt,
je
einfacher

           die
Methode
der
Strukturierung
gewählt
wird
(z.B.
XML),
desto
einfacher
und
variabler

           kann
die
Darstellung
erfolgen.

     3. Datenaustausch:
Die
Portabilität
der
Daten
zwischen
den
Systemen
sollte
stets

           gewährleistet
werden.
Für
diesen
Punkt
werden
keine
speziellen
Empfehlungen

           ausgesprochen,
durch
Einigung
auf
Web‐Standard‐Formate
(z.B.
XML,
HTML
oder
XHTML)

           kann
jedoch
ein
systemübergreifender
Datenaustausch
ermöglicht
werden.

     4. Sicherheit:
Secure
Sockets
Layer
(SSL)
ist
das
einzige
Verschlüsselungsmodell,
das

           momentan
über
HTTP
eingesetzt
werden
kann.
Ebenso
müssen
andere
Ansätze,
die
sich

           mit
der
Benutzeridentifizierung
befassen
(z.B.
OpenID)
wie
auch
entsprechende

           Übertragungsprotokolle
(z.B.
OAuth)
berücksichtigt
werden.

     5. Komposition:
Anwendungen
werden
durch
das
Zusammenfügen
von
Hypermedia
erstellt.

           Ein
weiterer
konsequenter
Schritt
ist
es,
Mashups,
Web‐Widgets
oder
‐Gadgets
zu

           verwenden.
Ebenso
können
Standards
für
soziale
Netzwerk‐Anwendungen,
die
sich

           derzeit
entwickeln,
berücksichtigt
werden.

     6. Verteilung:
Ein
einfaches
Distributionsmodell
kann
auf
HTTP
allein
aufbauen,
jedoch

           erschließt
gerade
der
Einsatz
von
Feeds
(z.B.
RSS),
oder
insbesondere
offene

           Programmierschnittstellen
(APIs)
ein
breiteres
Feld
an
Adressaten.
Web‐Widgets
sind
in



Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
Erstellt
von
Dominik
Neuffer                                                                  Seite
17/26
diese
Hinsicht
sowohl
ein
Instrument
zur
Verteilung
(push)
als
auch
zur
Komposition
(pull).


7.1.3
Notwendige
Kernkompetenzen

Damit
die
Prinzipien
von
Enterprise
2.0
sowohl
intern
als
auch
extern,
für
Mitarbeiter
und
Kunden,

zum
Vorteil
gereichen,
müssen
einige
zentrale
Punkte
(Abb.
11)berücksichtigt
werden
(Robles

2009):

     ●     Zuhören:
Vor
der
Implementierung
neuer
Funktionalitäten
muss
die
Ist‐Situation

           eingehend
erfasst
werden.
Das
gilt
insbesondere
dafür,
wie
Mitarbeiter
und
Kunden

           Netzwerke
benutzen
und
wenn
ja,
welche
Meinung
vom
Unternehmen
dort
vorherrscht.

     ●     Bewerten:
Anhand
vorhergehender
Erhebungen
sollte
entschieden
werden,
welche
Art

           der
Einbeziehung
sowohl
von
Mitarbeitern
als
auch
Kunden
sinnvoll
ist.

     ●     Ziele
setzen:
Soziale
Medien
(z.B.
SEO)
sind
fortwährende
Prozesse.
Klar
verfasste
Ziele

           helfen
dabei,
dass
dabei
eine
eindeutige
Richtung
verfolgt
wird.

     ●     Betriebsmittel
bereitstellen:
Bei
den
meisten
Unternehmen
sind
die
Ressourcen,
um
neue

           Informationsquellen
zu
unterhalten
knapp.
Sinnvolle
Festlegungen
helfen,
vorhandene

           Mittel
gerecht
einzusetzen.

     ●     Kleine
Schritte:
Um
nicht
Gefahr
zu
laufen,
sich
zu
verzetteln,
ist
es
besser,
sich
auf
einige,

           wenige
Dienste,
die
besonders
sinnvoll
sind
zu
beschränken
und
erst
in
Folgeschritten
die

           Aktivitäten
zu
erweitern.

     ●     Die
richtigen
Personen
auswählen:
Es
ist
besser
Mitarbeiter
einzubeziehen,
die
verstehen,

           wie
sich
soziale
Netzwerke
nutzbringend
im
Unternehmen
einsetzen
lassen
und
diese
ggf.

           in
den
entsprechenden
Technologien
auszubilden,
als
die
Mitarbeiter
auszuwählen,
die

           sich
allein
in
den
dazugehörigen
Technologien
auskennen.

     ●     Sozialen
Belangen
Bedeutung
zukommen
lassen:
Sämtliche
oben
genannten
Punkte
sind

           leider
zu
wenig
nütze,
wenn
sie
von
den
Mitarbeitern
nur
als
zusätzliche
Belastung

           empfunden
werden.
Damit
sich
die
positiven
Auswirkungen
sozialer
Netzwerke
voll

           entfalten
können,
sollte
der
Gebrauch
von
sozialen
Medien
fest
in
die

           Unternehmenskultur
integriert
werden.




Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
Erstellt
von
Dominik
Neuffer                                                                      Seite
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Abb.
11:
Darstellung
der
Enterprise
2.0
Grundeinstellung,
Quelle:
Dominik
Neuffer,
nach
O'Reilly 

(2005),
Hinchcliffe
(2009),
McAfee
(2009)
und
Robles
(2009)




7.2
Bündelung
von
Web‐Diensten

Im
Grundgedanken
entspricht
dies
O'Reillys
(2005)
Aussage,
dass
der
Benutzer
Kontrolle
über

seine
Daten
verfügen
soll.

Durch
anbieterübergreifende
Benutzerkennungen
(z.B.
OpenID)
lassen
sich
Web‐Dienste
und

Anwendungen
–
auch
die
verschiedener
Benutzerkonten
–
konfigurieren,
zusammenfassen
und

zentral
verwalten.
Offene
Programmierschnittstellen
(APIs)
und
Protokolle
(z.B.
OAuth)
erlauben

zudem
einen
Datenaustausch
der
Dienste
und
Anwendungen
untereinander
und
ermöglichen
es

neue,
individuelle
Kombinationen
(Mashups)
zu
erstellen.
Dadurch
ändert
sich
das
Verhältnis
des

Benutzers
zu
den
Diensten
vom
Mitglied
bis
hin
zum
Eigentümer
derselben,
sofern
diese
auf

einem
zentralen,
zugänglichem
Server
abgelegt
sind.
Zur
Zeit
existieren
folgende
Möglichkeiten

und
Anwendungen
zur
Informationsbündelung:

     ●     Dashboards:
Dienste
eines
Anbieters
werden
individuell
angepasst
und
gebündelt.


Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
Erstellt
von
Dominik
Neuffer                                                                 Seite
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Beispiele:
iGoogle,
Google
Dashboard,
Google
Desktop,
ZOHO.

     ●     Webtops:
Dienste
mehrerer
Anbieter
lassen
sich
konfigurieren
und
verwalten.

           Beispiel:
gowebtop
beta
von
Laszlo
Webmail

     ●     Meta‐Benutzer:
Ein
Benutzerkonto
ermöglicht
das
Verwalten
der
unterschiedlichen

           Benutzerkonten
anderer
Online‐Dienste.
Benutzerprofile
ermöglichen
es,
die
Dienste
in

           verschieden
Kategorien
einzuteilen,
z.B.
Öffentlich,
Privat,
Geschäftlich,
so
dass

           differenziert
werden
kann,
welche
Gruppe
der
Außenwelt
welches
Profil
des
Nutzers

           sehen
darf.

           Beispiel:
Chi.mp.

     ●     Meta‐Weblog:
Ausgewählte
Online‐Aktivitäten,
Web‐Dienste,
Soziale‐Netzwerke
(Twitter,

           Facebook,
Picasa,
Flickr,
o.ä.)
werden
in
einem
übergeordneten
Web‐Tagebuch

           protokolliert.

           Beispiel:
storytlr.

     ●     Web‐Browser:
Der
Browser
wird
neben
der
Eigenschaft
Hypermedia‐Dokumente

           darzustellen
zum
zentralen
Steuerelement
sämtlicher
Web‐Aktivitäten
wie
z.B.
E‐Mail,

           Nachrichten‐Ticker,
Web‐Zwischenablage,
Blogging,
Video‐Streams,
Chat.

           Beispiele:
Flock
Browser,
Mozilla
Jetpack,
Opera
Unite.

     ●     Betriebssystem:
Programmierschnittstellen
werden
ins
Betriebssystem
integriert
und

           ermöglichen
Steuerung
und
Datenaustausch
auf
Systemebene.

           Beispiel:
Google
Android.

     ●     Server:
Dienste
werden
auf
einem
zentralen
Server
gebündelt
und
einer
Anwendergruppe

           zur
Verfügung
gestellt.

           Beispiele:
MS
SharePoint,
Google
Wave,
Opera
Unite.


8
Ausblick
Folgt
man
Spivack
(2007),
befindet
sich
das
Web
derzeit
im
späten
Stadium
der
zweiten
Version.

Neue
Technologien
und
Modelle,
historische
Entwicklungen
und
Trends
(s.
Kap.
7
Aktuelle
Trends)

beginnen
sich
momentan
abzuzeichnen,
die
in
der
Summe
den
nächsten
großen

Entwicklungsschritt
des
Webs
ausmachen
werden
(Abb.
12)
(Spivack
2006).


Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
Erstellt
von
Dominik
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20/26
Abb.
12:
Entwicklungstufen
des
WWW,
Quelle:
Spivack
2007




8.1
Web
3.0

Aktuelle
Entwicklungen
sind
bereits
die
Vorläufer
einer
neuen
Generation
von
Web‐Anwendungen

(Spivack
2006
und
2007).
Um
letztlich
einen
neuen
Evolutionsschub
des
WWWs
auszumachen,

fehlt
die
Implementierung
weiterer
entscheidender
Technologien,
die
sich
in
ihrer
Entwicklung

jedoch
gerade
abzuzeichnen
beginnen.


8.1.1
Semantik

Semantik
in
Verbindung
mit
dem
WWW
bedeutet,
dass
die
zugrunde
liegende
Struktur
komplett

geändert
wird.
Um
Semantik
zu
erreichen
muss
das
Web
technisch
erfasst
werden.
Dabei
werden

die
Beziehungen
der
Objekte
berücksichtigt.
Die
Verbindungen
von
     ●     Artikeln,
Photos,
etc.
     ●     Inhalten
     ●     Autoren
werden
erfasst
und
hinsichtlich
     ●     Art
ihres
Inhalts

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Informationsstrom,
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aktuelle
Trends
und
zukünftige
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Erstellt
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●     Struktur
und
Verknüpfung
     ●     Kontext
erfasst
und
bewertet.
Dies
stellt
hinsichtlich
der
erzeugten
Datenmengen
–
gerade
bei
Echtzeit

Anwendungen
–

eine
Kernaufgabe
des
Webs
dar
(Endl,
2006).
Bis
jetzt
erfolgt
die
Verknüpfung
im

WWW
von
Seiten
mittels
Hyperlinks.
Im
Semantischen
Web
ist
es
jedoch
möglich,
Ideen

miteinander
zu
verknüpfen.


8.1.2
Mobile
Endgeräte

Derzeit
gibt
es
ca.:
1.7
Milliarden
Internetbenutzer
weltweit,
wobei
ca.
20%
der
Nutzer
mit
mobilen

Endgeräten
arbeiten.
Gemäß
Vint
Cerf,
Entwickler
des
TCP/IP
Protokolls,
wird
2012
die
Zahl
ca.
4.8

Milliarden
betragen.
Größtes
Potential
die
Entwicklung
mobiler
Geräte
weiter
voranzutreiben
hat

hier
Afrika
(Dogbevi
2009).
Google
zollt
dieser
Entwicklung
bereits
jetzt
Tribut,
indem
es
eine

Suchfunktion
anbietet,
die
mit
jedem
SMS‐fähigen
Mobiltelefon
möglich
ist
(Schonfeld
2009).

Mobiles
WWW
wird
zukünftig
weit
mehr
als
die
Implementation
eines
Browsers
auf
einem

mobilen
Gerät
sein.
Bereits
jetzt
finden
die
gerätespezifischen
Sensoren
und
Funktionen
Einsatz

bei
mobilen
Web‐Anwendungen.
Auf
diese
Weise
ließen
sich
alle
tragbaren
Geräte
in
eine
Art

zentrales
Nervensystem
vernetzen,
das
den
gesamten
Planeten
umspannt.
Die
so
erhobenen

Daten
könnetn
beispielsweise
dabei
helfen,
den
Ausbruch
von
Epidemien
zu
verhindern,

Besucherströme
von
Einrichtungen,
die
besonders
zahlreich
frequentiert
werden,
zu
verbessern,

oder
schlichtweg
besonders
beliebte
Attraktionen
in
Echtzeit
anzuzeigen
(Economist
2009).


8.2
Web
4.0
–
Web
OS

Die
Vision
eines
allgegenwärtigen
Webs,
das
als
Meta‐Anwendung
alle
Dienste
des
Internets
und

sämtliche
angeschlossenen
Geräte
umfasst,
ist
keine
Utopie
mehr.
Das
Netzwerk
selbst
entwickelt

sich
zu
einem
einzigen,
gigantischen
Computer
(Kelly
2005).
Bereits
2005
verglich
Kelly
das
WWW

mit
einem
Rechner,
dessen
Hauptfunktionen
mit
der
Geschwindigkeit
eines
frühen

Arbeitsplatzrechners
getaktet
waren.
Eine
Million
E‐Mails,
die
seinerzeit
jede
Sekunde
verschickt

wurden,
bedeuteten,
dass
dieser
Dienst
mit
einem
Megahertz
getaktet
war,
der

Sofortnachrichten‐Dienst
(ICQ,
MSN,
AIM,
ect.)
war
mit
100
Kilohertz
getaktet
und
der
SMS‐
Nachrichten‐Dienst
mit
der
Geschwindigkeit
von
einem
Kilohertz.
Der
gesamte
externe

Arbeitsspeicher
dieser
Maschine
betrug
2005
200
Terabytes,
Jahr
für
Jahr
werden
ca.
20
Exabytes

an
Daten
erzeugt.
Die
verteilte
Architektur
des
Rechenwerks
dieser
Maschine
umfasste
2005
ca.



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WWW
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Evolution,
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Trends
und
zukünftige
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Erstellt
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22/26
eine
Milliarde
aktiver
Arbeitsplatzrechner,
was

der
Anzahl
an
Transistoren,
die
damals
auf
einem

Mikrochip
für
PCs
möglich
war,
entspricht.
Dieses
Computernetzwerk,
das
unseren
Planeten

umspannt
ist,
in
seiner
Komplexität
durchaus
mit
einem
menschlichen
Gehirn
vergleichbar.
Bereits

2005
verfügte
das
WWW
über
eine
Billion
Verknüpfungen
–
im
Vergleich
dazu
verfügt
das

menschliche
Gehirn
ca.
100
mal
mehr
Verknüpfungen
(Synapsen).
Jedoch
verdoppelt
das

Netzwerk
aus
Maschinen
seine
Dimension
alle
paar
Jahre
–
bereits
2008
waren
zwei
Milliarden

Transistoren
auf
einem
Mikrochip
möglich.
Dieses
Netzwerk
ist
fraktal,
da
alle
aktiven
Rechner

darin
selbst
über
Milliarden
einzelner
Transistoren
verfügen,
auf
denen
Unterfunktionen
ablaufen.

Nach
dieser
Rechnung
verfügt
dieses
Maschinennetzwerk
schon
jetzt
über
mehr
Komplexität
als

ein
menschliches
Gehirn
und
hat
die
20‐Petahertz‐Grenze,
ab
der
künstliche
Intelligenz
möglich

werden
kann,
bereits
überschritten.
Zukünftig
wird
dieses
System
über
umfangreiche
Transport‐

und
Schutz‐Routinen
verfügen,
die
Engpässe
vorhersehen
und
vermeiden,
sowie
Viren,
Spam
und

dergleichen
selbständig
abwehren
können.
Da
dieses
System
seit
seiner
Erfindung
–
von
lokalen

Ausfällen
abgesehen
–
bisher
zuverlässig
und
kontinuierlich
lief
und
ein
Ausfall
in
der
nächsten

Dekade
sehr
unwahrscheinlich
ist
,
wird
es
das
verlässlichste
Gerät
sein,
über
das
wir
verfügen

werden.
Die
Nutzer
werden
dieses
Web
OS
erschaffen,
indem
sie
dieses
System
bereits
jetzt
mit

jedem
Klick,
Tag
(Meta‐Tag),
Hochladen
oder
Verknüpfen
stärken
(Kelly
2005).
Noch
immer
wird

das
Potential
der
erschaffenen
Werkzeuge
und
ihr
Einfluss
auf
die
Denkweisen
unterschätzt.
Eine

Beeinflussung
der
Denkweisen
kann
bereits
angenommen
werden,
da
die
Nutzer
nicht
tagtäglich

Teil
dieses
Netzwerkes
sein
können,
ohne
dabei
verändert
zu
werden
(Kelly
2009).
Kelly
hat
seine

Ausführungen
anlässlich
des
Entertainment
Gathering
2007
aktualisiert.
Diese
können
in

folgendem
Video

http://www.ted.com/talks/kevin_kelly_on_the_next_5_000_days_of_the_web.html
abgerufen

werden.




Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
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All
We
Got
Was
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Berners‐Lee
Actually

           Gave
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           http://web2.socialcomputingjournal.com/all_we_got_was_web_10_when_tim_bernersle
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am:
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2.0
definition
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and
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emerges,

           http://blogs.zdnet.com/Hinchcliffe/?p=71,
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am:
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SOA
world
begins
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           (WOA)
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http://hinchcliffe.org/archive/2008/09/08/16676.aspx,
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am:

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           http://www.infoq.com/presentations/dion‐hinchcliffe‐architecture‐web‐platform,

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http://hinchcliffe.org/archive/2009/06/06/16901.aspx,

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2009‐06‐28
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Tao
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A
Novice's
Guide
to
the
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am:
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K.
(1994):
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the
World‐Wide
Web:
A
Guide
To
Cyberspace
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zugegriffen
am:
2009‐04‐11


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24/26
13. Kelly,
K.
(1998):
New
Rules
for
the
New
Economy,
New
York
1999
     14. Kelly,
K.
(2005):
We
Are
the
Web,
http://www.wired.com/wired/archive/13.08/tech.html,

           zugegriffen
am:
2009‐05‐30
     15. Kelly,
K.
(2009):
The
New
Socialism:
Global
Collectivist
Society
Is
Coming
Online,

           http://www.wired.com/culture/culturereviews/magazine/17‐06/nep_newsocialism,

           zugegriffen
am:
2009‐05‐30
     16. Endl,
A.
(2006):
Die
Zukunft
im
Web
3.0
‐
Eine
Vision,
2008,

           http://www.drweb.de/magazin/die‐zukunft‐im‐web‐30‐eine‐vision/,
zugegriffen
am:

           2009‐07‐03
     17. McAfee,
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(2009):
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Language
for
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Wednesday,
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Das
WWW
als
Informationsstrom,
Evolution,
aktuelle
Trends
und
zukünftige
Entwicklung
Erstellt
von
Dominik
Neuffer                                                                   Seite
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http://www.w3.org/Consortium/,
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Das
WWW
als
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Dominik
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