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Web 2.0 verstehen
und beherrschen
Deutscher Fachjournalisten-Kongress 2010
29. Oktober 2010, Berlin
Jörn Sieveneck
Kontakt
twitter.com/nerotunes
nerotunes.com
facebook.com/joern
mehr unter nero.magntize.com
The social media Revolution
Quelle: bit.ly/16vQ88
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Is Social Media a Fad?
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Web 2.0 verstehen und beherrschen
Web 2.0 verstehen und beherrschen
Mobile Revolution
• 4,1 Milliarden „mobile devices“ weltweit.
• Es dauerte zwölf Jahre für die erste Milliarde, 2,5 für
die zweite und jeweils 22 Monate um die drei und
vier Milliarden zu erreichen.
• Apple hat mittlerweile über 100 Millionen iPhones
und über 9 Millionen iPads weltweit verkauft.
Konsum
• 2010 hat das Internet (34%) das Radio (35%)
hinsichtlich dem subjektiven Stellenwert der Medien
für die aktuelle Informationsbeschaffung abgelöst.
• Seit 2007 sinkt der subjektive Stellenwert des
Fernsehens und der Zeitungen.
• Bezogen auf die Bedeutung der einzelnen Medien
für die tagesaktuelle Information liegen TV,
Zeitungen und Radio noch vor dem Internet.
Quelle: „Zukunftstrends im Internet“, ACTA 2010, Institut für Demoskopie Allensbach,
2004-2010, Bevölkerung BRD , 14 – 64 Jahre
Der Netzwerk-Effekt
Twitter
• Twitter ist KEIN social network.
• Im Durchschnitt erreicht mich eine Information
„über 4,1 Ecken“.
• In den retweet Charts dominieren News-Seiten wie
CNN, NYT, Mashable, Techcrunch, Spiegel, … .
• Wer diese Informationsströme beeinflussen will,
muss Teil des Systems werden.
Verlinkung
001 Spiegel Online
002 heise online (2093)
003 Welt Online (1839)
004 Zeit Online (1603)
005 Bild.de (1466)
012 DerWesten (786)
018 netzpolitik.org (573)
021 t3n (455)
051 der Freitag (234)
053 Bildblog (225)
061 Spreeblick (194)
096 Indiskretion Ehrensache (129)
Durchschnitt der “Unique User”/verlinkenden
Twitter-Nutzer pro Woche:
Quelle: Top 100 der von twitter Nutzern meistverlinkten deutschen Websites
http://www.popkulturjunkie.de/wp/?p=4661
Web 2.0 verstehen und beherrschen
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social media
Social Media
• Der Begriff „social media“ ist keine
Modeerscheinung mehr.
• Mittlerweile sind wir sogar an einem Punkt
angekommen, wo es Zeit ist das Wort „media“ zu
streichen, es geht vorrangig um das „social“.
• Gespräche finden im Netz schon immer statt, seit
dem das Netz „social“ geworden ist, kommunizieren
aber immer mehr Unternehmen, Verlage und
Journalisten direkt mit den Endkonsumenten.
Social Media
• Journalisten und Medienunternehmen müssen sich
neu erfinden.
• Heutzutage finde nicht ich die Nachrichten, die
Nachrichten finden mich.
• Pro Monat werden fast 2 Milliarden tweets verbreitet.
• Ca. 3% dieser tweets enthalten einen Link zu Fotos
oder Videos, ebenso enthalten ca. 3% einen Link zu
einer Website.
• Ca. 10% enthalten einen Link zu einer Newsseite oder
einem Blogartikel.
• D.h. durch twitter gelangen ca. 200.000.000 Menschen
im Monat auf die diversen Newsseiten und Blogs
Die Twitternutzung im weltweiten Vergleich
bezogen auf den Site Traffic
1. USA 33,3%
2. Indien 8,2%
3. Japan 7,1%
4. Deutschland 6,5%
Stand April 2010, Quelle: http://bit.ly/ayMzCG
Einsatz
Wie kann man social media im Journalismus
einsetzen?
• Eigene Inhalte/Artikel lassen sich im Netz verteilen.
• Das „hive mind“ lässt sich gut für Recherchen nutzen.
• Man kann ohne großen Aufwand kurze, wenn auch
nicht repräsentative, Umfragen machen.
• Sich eine Community bzw. Leserschaft schaffen.
• Den Dialog auf Augenhöhe führen.
Best Practice:
Verlage
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Best Practice:
Recherche
Wie kann man social media für die Recherche
einsetzen?
• Quellen im Social Web werden für die journalistische
Recherche zunehmend wichtiger.
• Der Einbezug von Web-2.0-Quellen in die journalistische
Recherche kann dazu beitragen, die Qualität der
Berichterstattung zu steigern.
• Der Einbezug von Web-2.0-Quellen in die journalistische
Berichterstattung eröffnet zahlreiche neue Potenziale,
kann aber herkömmliche Techniken der (Offline-)
Recherche nicht ersetzen.
Quelle: http://www.falklueke.com/2009/01/15/when-a-plane-comes-down-and-twitter-is-up/_56
Web 2.0 verstehen und beherrschen
• Journalismus 2.0 erfordert eine andere Haltung als man
sie bisher gelernt hat.
• Es erfordert das Eingeständnis, dass man auch als
Journalist täglich noch etwas dazulernen kann, im
Zweifel vom Leser.
• Die Haltung „Hier komm‘ ich und ich weiß wovon ich
Rede“ bringt einen nicht weiter.
• Es gibt immer Menschen, die bestimmte Dinge besser
wissen und somit zu einem Artikel beitragen können.
• Wikipedia eignet sich NICHT für die Recherche.
Web 2.0 verstehen und beherrschen
Das Problem Wikipedia
• Wikipedia Artikel kann jeder, wie im Fall Guttenberg,
„korrigieren“.
• Viele wissenschaftliche Artikel sind „wikified“, d.h.
aus dem Kontext gerissen.
• Die Artikel lassen sich mit Hilfe von Google auch bei
den Originalquellen finden.
• Die Originalquelle sagt wesentlich mehr über den
Zusammenhang aus und durch den ursprünglichen
Autor lässt sich die Quelle besser gewichten.
Das Problem „hive mind“
• „The hive mind is for the most part stupid and
boring.“ --Kevin Kelly, popurls
• „Wisdom of Crowds“, der Weisheit letzter Schluss?
Kann in bestimmten Fällen hilfreich sein.
• „Collectives can be just as stupid as any individual,
and in important cases, stupider. The interesting
question is whether it's possible to map out where
the one is smarter than the many.“ --Jaron Lanier
Fazit
Join the Conversation
„Journalisten müssen Unternehmer
werden. Diese “sehr böse” These wird
inzwischen auch an Journalistenschulen
gelehrt. An der Journalistenschule von
Jeff Jarvis müssen die Studenten sogar
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Quelle: http://www.wasmitmedien.de/2010/10/16/23-thesen-zur-zukunft-der-medien-von-jochen-wegner/
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Quelle: Elektrischer Reporter Folge 47 - http://bit.ly/ElRep47
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Web 2.0 verstehen und beherrschen

  • 1. Web 2.0 verstehen und beherrschen Deutscher Fachjournalisten-Kongress 2010 29. Oktober 2010, Berlin
  • 3. The social media Revolution
  • 5. Video: Is Social Media a Fad? Quelle: http://vimeo.com/16130306
  • 8. Mobile Revolution • 4,1 Milliarden „mobile devices“ weltweit. • Es dauerte zwölf Jahre für die erste Milliarde, 2,5 für die zweite und jeweils 22 Monate um die drei und vier Milliarden zu erreichen. • Apple hat mittlerweile über 100 Millionen iPhones und über 9 Millionen iPads weltweit verkauft.
  • 9. Konsum • 2010 hat das Internet (34%) das Radio (35%) hinsichtlich dem subjektiven Stellenwert der Medien für die aktuelle Informationsbeschaffung abgelöst. • Seit 2007 sinkt der subjektive Stellenwert des Fernsehens und der Zeitungen. • Bezogen auf die Bedeutung der einzelnen Medien für die tagesaktuelle Information liegen TV, Zeitungen und Radio noch vor dem Internet. Quelle: „Zukunftstrends im Internet“, ACTA 2010, Institut für Demoskopie Allensbach, 2004-2010, Bevölkerung BRD , 14 – 64 Jahre
  • 11. Twitter • Twitter ist KEIN social network. • Im Durchschnitt erreicht mich eine Information „über 4,1 Ecken“. • In den retweet Charts dominieren News-Seiten wie CNN, NYT, Mashable, Techcrunch, Spiegel, … . • Wer diese Informationsströme beeinflussen will, muss Teil des Systems werden.
  • 12. Verlinkung 001 Spiegel Online 002 heise online (2093) 003 Welt Online (1839) 004 Zeit Online (1603) 005 Bild.de (1466) 012 DerWesten (786) 018 netzpolitik.org (573) 021 t3n (455) 051 der Freitag (234) 053 Bildblog (225) 061 Spreeblick (194) 096 Indiskretion Ehrensache (129) Durchschnitt der “Unique User”/verlinkenden Twitter-Nutzer pro Woche: Quelle: Top 100 der von twitter Nutzern meistverlinkten deutschen Websites http://www.popkulturjunkie.de/wp/?p=4661
  • 19. Social Media • Der Begriff „social media“ ist keine Modeerscheinung mehr. • Mittlerweile sind wir sogar an einem Punkt angekommen, wo es Zeit ist das Wort „media“ zu streichen, es geht vorrangig um das „social“. • Gespräche finden im Netz schon immer statt, seit dem das Netz „social“ geworden ist, kommunizieren aber immer mehr Unternehmen, Verlage und Journalisten direkt mit den Endkonsumenten.
  • 20. Social Media • Journalisten und Medienunternehmen müssen sich neu erfinden. • Heutzutage finde nicht ich die Nachrichten, die Nachrichten finden mich.
  • 21. • Pro Monat werden fast 2 Milliarden tweets verbreitet. • Ca. 3% dieser tweets enthalten einen Link zu Fotos oder Videos, ebenso enthalten ca. 3% einen Link zu einer Website. • Ca. 10% enthalten einen Link zu einer Newsseite oder einem Blogartikel. • D.h. durch twitter gelangen ca. 200.000.000 Menschen im Monat auf die diversen Newsseiten und Blogs
  • 22. Die Twitternutzung im weltweiten Vergleich bezogen auf den Site Traffic 1. USA 33,3% 2. Indien 8,2% 3. Japan 7,1% 4. Deutschland 6,5% Stand April 2010, Quelle: http://bit.ly/ayMzCG
  • 24. Wie kann man social media im Journalismus einsetzen? • Eigene Inhalte/Artikel lassen sich im Netz verteilen. • Das „hive mind“ lässt sich gut für Recherchen nutzen. • Man kann ohne großen Aufwand kurze, wenn auch nicht repräsentative, Umfragen machen. • Sich eine Community bzw. Leserschaft schaffen. • Den Dialog auf Augenhöhe führen.
  • 40. Wie kann man social media für die Recherche einsetzen? • Quellen im Social Web werden für die journalistische Recherche zunehmend wichtiger. • Der Einbezug von Web-2.0-Quellen in die journalistische Recherche kann dazu beitragen, die Qualität der Berichterstattung zu steigern. • Der Einbezug von Web-2.0-Quellen in die journalistische Berichterstattung eröffnet zahlreiche neue Potenziale, kann aber herkömmliche Techniken der (Offline-) Recherche nicht ersetzen.
  • 43. • Journalismus 2.0 erfordert eine andere Haltung als man sie bisher gelernt hat. • Es erfordert das Eingeständnis, dass man auch als Journalist täglich noch etwas dazulernen kann, im Zweifel vom Leser. • Die Haltung „Hier komm‘ ich und ich weiß wovon ich Rede“ bringt einen nicht weiter. • Es gibt immer Menschen, die bestimmte Dinge besser wissen und somit zu einem Artikel beitragen können. • Wikipedia eignet sich NICHT für die Recherche.
  • 45. Das Problem Wikipedia • Wikipedia Artikel kann jeder, wie im Fall Guttenberg, „korrigieren“. • Viele wissenschaftliche Artikel sind „wikified“, d.h. aus dem Kontext gerissen. • Die Artikel lassen sich mit Hilfe von Google auch bei den Originalquellen finden. • Die Originalquelle sagt wesentlich mehr über den Zusammenhang aus und durch den ursprünglichen Autor lässt sich die Quelle besser gewichten.
  • 46. Das Problem „hive mind“ • „The hive mind is for the most part stupid and boring.“ --Kevin Kelly, popurls • „Wisdom of Crowds“, der Weisheit letzter Schluss? Kann in bestimmten Fällen hilfreich sein. • „Collectives can be just as stupid as any individual, and in important cases, stupider. The interesting question is whether it's possible to map out where the one is smarter than the many.“ --Jaron Lanier
  • 47. Fazit
  • 49. „Journalisten müssen Unternehmer werden. Diese “sehr böse” These wird inzwischen auch an Journalistenschulen gelehrt. An der Journalistenschule von Jeff Jarvis müssen die Studenten sogar schon ein Geschäftskonzept mitbringen.“ Quelle: http://www.wasmitmedien.de/2010/10/16/23-thesen-zur-zukunft-der-medien-von-jochen-wegner/
  • 50. Video: Elektrischer Reporter #47 Quelle: Elektrischer Reporter Folge 47 - http://bit.ly/ElRep47
  • 51. „Wer sein journalistisches Handwerk nicht kann, der wird auch nicht durch Social Media besser.“ M. Hündgen
  • 52. Q & A
  • 53. Print is not dead. Vielen Dank.