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Warum wir im
Bau Menschen
lieben lernen
sollten oder
wie schaffen
wir die
Energiewende
4. Lifecyle Konferenz, August 2017
Patrick Stähler, fluidminds – the business innovator
Marianne Stähler, Gemeinderschaft Steinwies
2 McKinsey Global Institute Executive summary
3
Measuring productivity is challenging. We have used gross value added as our measure and used sector
deflators to account for price fluctuations. For further detail, see the technical appendix. Our analysis refers to
41 countries that generate 96 percent of global GDP.
Exhibit E1
Globally, labor-productivity growth lags behind that of manufacturing and the total economy
SOURCE: OECD; WIOD; GGCD-10, World Bank; BEA; BLS; national statistical agencies of Turkey, Malaysia, and Singapore; Rosstat; McKinsey Global
Institute analysis
160
200
180
120
100
80
140
Real gross value added per hour worked
by persons engaged, 2005 $
Index: 100 = 1995
1020001995 201405
3.6
2.7
1.0
+2.6
$39$37$25
1 Based on a sample of 41 countries that generate 96% of global GDP.
Global productivity growth trends1
Hourly rate
Compound annual growth rate,
1995–2014
%
Construction Total economy Manufacturing
REPEATS in report
Total economy
Manufacturing
Construction Constr
Mfg
Total
Der Bau hat einer der tiefsten
Arbeitsproduktivitätszuwächse in
allen Branchen. Warum? Was können
wir ändern?
Sanierung und Aufstockung Mietshaus
im Bestand 2014
• Gute Erfahrung durch sehr gute Planung
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Wärmeschutz durch Isolierung
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Komfortlüftung
Wir haben höchst effiziente
Komponenten* wie bei
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kontrollierte Lüftung...
* Ventilator von ebm pabst mit Greentech ec-Technologie
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Physik erreicht)
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(nah am Maximalen)
Wir haben tolle Produkte,
aber...
Wir planen tolle
Gebäude, mit einer
hohen Präzision, aber
wie sieht die Realität
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Lemon Consult AG
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1. November 20162000-Watt-Leuchtturm-Areal “mehr als wohnen” 15
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Quelle: Lemon Consult AG
Planwerte werden gerade in
Mehrfamilienhäusern stark
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Geräte nicht, wo und wie sie
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Notfalleinsätzen sehen, sind immer
noch auf Werkseinstellungen.
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tolle Heizungen sind
Wir verlangen von Bewohnern
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Zustand der Luft z.B. CO2-
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Komponente des
Passiv-Hauses?
Tolles Produkt, wenn es
funktioniert. Komplex für
Installateur, kein visuelles
Programmierinterface.
Widersprechende Kommandos
führten zu Schäden. Keine
Systemverantwortung
Nicht der Mensch ist
der Störfaktor,
sondern das Vergessen
des menschlichen
Verhaltens im Design
der Produkte und der
Geschäftsmodelle
1
Wie viele Menschen
verstehen genau, wie man
hier die Temperatur leicht
hochstellt? Jedem
Ingenieur klar, aber den
normalen Nutzern?
Endlich Versuche, den
Menschen so zu
akzeptieren, wie sie sind.
Human Center Design
Produkte müssen so
designt werden, dass
es von normalen
Menschen genutzt
werden kann und
Feedback gibt, ob es
optimal funktioniert
2
Fallstudie
Zufällig merken Sie, dass
Wasser in der Heizung
fehlt? Was machen Sie
jetzt? Heizkessel ist gerade
14 Jahre alt
Resultat: Hin- und Herschieben
von Verantwortung;
keiner fühlt sich zuständig, kein
durchgängiger Prozess
zwischen Hersteller und
Installateur
Wasser fehlt in
Heizkörpern
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auf Geräte
raussuchen und
anrufen
2. Heizungshersteller
ist nicht zuständig,
da Hydraulikproblem
3. Heizer anrufen
4. Heizer kommt und
füllt Wasser nach
5. Sieht OK aus!
Jubel?
6. Leider Nein.
Wasser läuft aus
Kessel raus
7. Hersteller anrufen;
schicken Monteur
8. Monteur kann
nichts mehr machen.
Heizung gerade 13
Jahre alt
9. Monteur stellt
Heizung aus, bietet
keine Lösung an
10. Mieter haben
kein Warmwasser
11. Sales ruft am
Montag an und
verspricht Toppreis
12. Installateur bietet
Hotboy an. Auftrag
sofort erteilt
13. Elektriker wird
aufgeboten für
Starkstromanschluss
14. Elektriker war
falsch informiert.
Hotboy braucht viel
höhere Absicherung
(60A) als gedacht
15. ewz muss neuen
Zähler mit 60A
genehmigen
16. Nach 3 Tagen
Ausfall Warmwasser
15. Offerte von
Installateur kommt,
wobei kein Toppreis
sondern nur
Listenpreis
16. Abbruch der
Übung mit
bisherigen Hersteller
......
Der HLK Bereich ist
geprägt von kollektiver
Verantwortungslosigkeit;
jeder verweist bei
Fehlern gerne auf den
anderen
3
Läuft diese Zirkulations-
pumpe optimal?
Funktioniert sie
überhaupt?
Nein, sie war über 100°C
heiss
Irgendetwas Auffälliges
hier an Pumpengruppe?
Hinweis: Es ist ein
Hochsommertag
Temperaturanzeigen
sind vollkommen
erratisch. Ca. 10°K
Abweichung. Wurden
2014 eingebaut
Neue Hardware
eingebaut. Aber auch
richtig eingestellt?
1. Versuch
Werkseinstellung
Noch etwas aufgefallen?
Verschraubungen nicht isoliert, so
dass Raum deutlich wärmer ist als
mit altem Kessel. Dank an unseren
heutigen Installateur, dass er alle
Optimierungsschritte gemeinsam
angegangen ist
Geschäftsmodelle der
Hersteller müssen sich an
der Aufgabe ausrichten, die
der Kunden lösen möchte und
nicht an Gewerken. Kunden
brauchen Wärme und nicht
verschiedenste Ansprech-
partner für Kessel,
Heizkreislauf und Boiler
4
Auto defekt; zur Garage
bringen; Auto wird
repariert, unabhängig was
der Fehler war (Motor,
Elektronik, etc.)
Andere Branchen zeigen
wie Systemverantwortung
geht. Einer steht vorne und
garantiert die Leistung und
koordiniert die anderen
Gewerke
5
Viele Ideen. Nur liefern die
neuen Geschäftsmodelle
auch, was sie versprechen?
Haben wir überhaupt die
richtigen Geschäftsmodelle
gefunden?
Spielerischer Ansatz zum “Sparen“
Aufladung der Produkte mit mehr
als nur Kernnutzen
Wäre auch bei nachhaltigen
Geschäftsmodellen möglich
(Autarkie, Coolness, Cleverness,
Vereinfachung des Lebens, etc.)
Viele offene Fragen: Haben wir die rechtlichen
Grundlagen für innovative Geschäftsmodelle z.B.
beim Eigenverbrauch?
• Verrechnungspreise zwischen Mietern und
Anlagenbesitzern?
• Bezugspflicht für Mieter möglich?
• Steuerliche Behandlung?
• Opendata Ansatz über alle Energieträger über
alle Verbraucher für Bestimmung des Lastgang
Durch neue Geschäfts-
modelle kann die
Energiewende gelingen.
Dafür braucht es radikales
Neudenken, aber viele
offene Fragen
6
Geberit – ein Produktinnovator?
Vom einfachen Spülkasten zum Unterputzgesamtsystem
Kostenstruktur
• Höher verglichen zu klassischen Komponentenherstellern.
• Hoher Aufwand für Customer Insights, Entwicklung,
Schulung und Betreuung der Installateure.
Team
• Sehr breites Spektrum von Kompetenzen und Berufen wie
Architekt, Produktdesigner, Produktionsfachkraft, Installateur, Schulungs-,
Marketing-, Vertriebs-, Brandschutz- und Lärmschutzexperte et cetera.
Angebot
• Integrierte Sanitärsysteme,
zum Beispiel Unterputzspülkästen, die
für den Endnutzer meist unsichtbar sind.
• Vermehrt sichtbare Produkte wie
AquaClean (WC-Dusche).
Produktion (Kernaktivitäten)
Kernfähigkeiten
• Wissen über Produkte und
Bau/Sanierungsprozess von Bädern.
• Kompetenz im Partnermanagement
• und Schulung der Installateure
(100.000 Teilnehmer pro Jahr).
Geschäftsstruktur
Ertragsmodell
Unternehmensgeist
Vertrieb und Kommunikation
• Dreistufiges Vertriebssystem
(Großhandel, Sanitärinstallateur,
Endkunde).
• Installateure werden via Schulung
und eigenem Vertrieb erreicht.
• TV-, Printwerbung für neue Produkte.
Partner
• Sanitärinstallateure sind langfristige
Partner, die in »Geberit ausgebildet«
werden.
• In Ländern ohne Berufslehre übernimmt
Geberit die Zertifizierung der Handwerker.
Schulung
Partner
Entwicklung
Einbau
Installateur
Beschaffung
Customer
Insights
VertriebProduktion
Kunde
• Hauseigentümer
(via der anderen Kundensegmente).
• Architekten, Sanitärplaner.
• Sanitärinstallateure.
Nutzen
• Hauseigentümer: Schnellere, bequeme-
re Badsanierung; Wissen, dass Geberit
auch Jahrzehnte hält.
• Installateure: alle Komponenten aus
einer Hand, sodass ihr Leben von der
Planung, Beschaffung, Logistik und
Installation einfacher wird, plus hohe
Marge.
Ertragsquellen
• Deutlich höher, als wenn einzelne
Komponenten gekauft würden.
• Geringerer Wettbewerb, da Installateure
nur noch »Geberit« können.
Werte
• Langfristiges Denken.
• Partnerschaftlicher Umgang mit
Installateuren und Planern.
Value Proposition
Geberit stellt nicht das Produkt in
den Mittelpunkt, sondern das
perfekt im Einsatz funktionierende
Produkt. Darum hat es ein
Geschäftsmodell entwickelt, dass
die Installateure eng einbindet und
so die Qualität garantiert
Nicht das Produkt
ist entscheidend,
sondern nur das
perfekt eingebaute
und richtig genutzte
Produkt
7
Was ist ein
Geschäfts-
modell
Produkt/Technologie Wert
schafft
X
ermöglicht
Geschäftsmodell
Ihre Technologie und ihr Produkt schaffen noch keinen Wert
Das Geschäftsmodell ist
der Bauplan Ihres
Unternehmens
Das Geschäftsmodell
muss Ihren Kunden und
Mitarbeitern Sinn
geben
Vier Elemente für ein erfolgreiches Geschäft:
Was
begeistert
unsere
Kunden?
Value Proposition
PATRICK STÄHLER
DAS RICHTIGE
GRÜNDEN
Werkzeugkasten für Unternehmer
Wie schaffen
wir die
Begeisterung
für unsere
Kunden?
Geschäftsstruktur
PATRICK STÄHLER
DAS RICHTIGE
GRÜNDEN
Werkzeugkasten für Unternehmer
Wie
verdienen wir
Geld?
Ertragsmodell
PATRICK STÄHLER
DAS RICHTIGE
GRÜNDEN
Werkzeugkasten für Unternehmer
Wer ist im
Team?
Welche Werte
teilen wir?
Unternehmergeist
PATRICK STÄHLER
DAS RICHTIGE
GRÜNDEN
Werkzeugkasten für Unternehmer
Die
Aufgabe des
Unternehmers
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Handtücher für
Toiletten eine grosse
Innovation?
CWS boco – Der Wäsche Mietservice
CWS-boco bietet Lösungen für
Waschräume, Schmutzfangmatten,
Berufsbekleidung und andere
Textilien
Geschäftsmodellinnovation
Die Firma bietet nicht Produkte,
sondern das Management dieser.
Ertragsquelle sind die Mieten
Value Proposition
CWS macht das Leben der Kunden
einfacher, in dem es Produkte und
Dienstleistungen kombiniert
Produkt/ Technologie Glückliche Kunden
schafft
X
Value Proposition
löst
wird erfüllt von
Geschäftsmodell
Produkt/Technologie schafft allein keinen Wert. Es ist die Value
Proposition und das Geschäftsmodell, das die Value Proposition erfüllt
Kunden-Aufgabe
adressiert
Was müsste sich
ändern? Sowohl aus
Unternehmer- bzw. aus
Bestellersicht?
Wünsche an Hersteller
a) Verstehen Sie den Nutzer mit allen seinen aus
Ingenieurssicht gesehen Mängeln. Lieben Sie
ihn so wie er ist
b) Stellen Sie die Lösung der Kundenaufgabe in
den Mittelpunkt ihres Geschäftsmodells und
nicht ihr Gewerk (singuläre handwerkliche
Fähigkeit)
c) Messen Sie, wie Kunden ihre Produkte
verwenden und lernen Sie daraus, es das
nächste Mal besser zu machen
d) Innovieren Sie Ihr Geschäftmodell hin zu
Nutzer-Zentriertheit, sonst machen es andere
8
Wünsche an Besteller
a) Achten Sie auf Benutzerfreundlichkeit. Testen
Sie angebotene Lösungen in der Realität
b) Fordern Sie Hersteller heraus und verlangen
Sie Systemlösungen und nicht nur tiefe Preise
im Bau
c) Fordern Sie bei Ausschreibungen
Unternehmerlösungen
d) Geben Sie eine Einführung für neue Nutzer
und bilden Sie ERFA Gruppen, um Erfahrung
und Lehren auszutauschen
e) Fordern Sie garantierte IST-Werte und nicht
schöne SOLL-Werte
9
Wir
brauchen
Sie!
Folien basieren auf dem
Buch „Das Richtige gründen:
Werkzeugkasten für
Unternehmer“. Mit dem
Arbeitsbuch können Sie aus
Ihrer Idee ein tragfähiges
Geschäftsmodell entwickeln.
Erhältlich in jeder
Buchhandlung oder bei
Amazon.de
Mehr Informationen auf
Das-Richtige-gruenden.de

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Warum wir im Bau lernen müssen, die Menschen zu lieben und nicht unsere Technik

  • 1. Warum wir im Bau Menschen lieben lernen sollten oder wie schaffen wir die Energiewende 4. Lifecyle Konferenz, August 2017 Patrick Stähler, fluidminds – the business innovator Marianne Stähler, Gemeinderschaft Steinwies
  • 2. 2 McKinsey Global Institute Executive summary 3 Measuring productivity is challenging. We have used gross value added as our measure and used sector deflators to account for price fluctuations. For further detail, see the technical appendix. Our analysis refers to 41 countries that generate 96 percent of global GDP. Exhibit E1 Globally, labor-productivity growth lags behind that of manufacturing and the total economy SOURCE: OECD; WIOD; GGCD-10, World Bank; BEA; BLS; national statistical agencies of Turkey, Malaysia, and Singapore; Rosstat; McKinsey Global Institute analysis 160 200 180 120 100 80 140 Real gross value added per hour worked by persons engaged, 2005 $ Index: 100 = 1995 1020001995 201405 3.6 2.7 1.0 +2.6 $39$37$25 1 Based on a sample of 41 countries that generate 96% of global GDP. Global productivity growth trends1 Hourly rate Compound annual growth rate, 1995–2014 % Construction Total economy Manufacturing REPEATS in report Total economy Manufacturing Construction Constr Mfg Total Der Bau hat einer der tiefsten Arbeitsproduktivitätszuwächse in allen Branchen. Warum? Was können wir ändern?
  • 3. Sanierung und Aufstockung Mietshaus im Bestand 2014 • Gute Erfahrung durch sehr gute Planung • Mieter schätzen insbesondere sommerlichen Wärmeschutz durch Isolierung • Noch nie so gute Luft in Wohnung bei Komfortlüftung
  • 4. Wir haben höchst effiziente Komponenten* wie bei Ventilatoren für kontrollierte Lüftung... * Ventilator von ebm pabst mit Greentech ec-Technologie • Ventilatorrad bei ca. 60-70% Wirkungsgrad (Grenze der Physik erreicht) • Motor bei kleinen Maschinen bei 85%, grosse bei 90-92% (nah am Maximalen)
  • 5. Wir haben tolle Produkte, aber...
  • 6. Wir planen tolle Gebäude, mit einer hohen Präzision, aber wie sieht die Realität aus?
  • 7. Lemon Consult AG Wärmeverbrauch Heizung 1. November 20162000-Watt-Leuchtturm-Areal “mehr als wohnen” 15 Komfortlüftungen Quelle: Lemon Consult AG Planwerte werden gerade in Mehrfamilienhäusern stark überschritten. Hier Objekt Mehr als Wohnen mit Komfortlüftung Warum? PerformanceGap PerformanceGap PerformanceGap PerformanceGap Performance Gap – IST nicht gleich SOLL
  • 8. Klassisch wird der Mensch als Störfaktor für die zu hohen IST- Werte genannt
  • 9. Ist wirklich der Mensch der Störfaktor? Oder planen/ bauen/ betreiben wir am Menschen vorbei?
  • 10. Die Realität Grosser deutscher Hersteller von Heizungen weiss von 80% seiner Geräte nicht, wo und wie sie eingebaut sind. 90% der Geräte, die sie bei Notfalleinsätzen sehen, sind immer noch auf Werkseinstellungen. Sprich, die Heizungen verbrauchen zu viel Energie, obwohl es technisch tolle Heizungen sind
  • 11. Wir verlangen von Bewohnern mit dieser Steuerung ohne Feedback über den IST- Zustand der Luft z.B. CO2- Gehalt oder Luftfeuchtigkeit, die optimale Luftmenge zu finden
  • 12. Ist Smart Home die Lösung? z.B. Sonnenschutz als Komponente des Passiv-Hauses?
  • 13. Tolles Produkt, wenn es funktioniert. Komplex für Installateur, kein visuelles Programmierinterface. Widersprechende Kommandos führten zu Schäden. Keine Systemverantwortung
  • 14. Nicht der Mensch ist der Störfaktor, sondern das Vergessen des menschlichen Verhaltens im Design der Produkte und der Geschäftsmodelle 1
  • 15. Wie viele Menschen verstehen genau, wie man hier die Temperatur leicht hochstellt? Jedem Ingenieur klar, aber den normalen Nutzern?
  • 16. Endlich Versuche, den Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind. Human Center Design
  • 17. Produkte müssen so designt werden, dass es von normalen Menschen genutzt werden kann und Feedback gibt, ob es optimal funktioniert 2
  • 18. Fallstudie Zufällig merken Sie, dass Wasser in der Heizung fehlt? Was machen Sie jetzt? Heizkessel ist gerade 14 Jahre alt
  • 19. Resultat: Hin- und Herschieben von Verantwortung; keiner fühlt sich zuständig, kein durchgängiger Prozess zwischen Hersteller und Installateur Wasser fehlt in Heizkörpern 1. Servicenummer auf Geräte raussuchen und anrufen 2. Heizungshersteller ist nicht zuständig, da Hydraulikproblem 3. Heizer anrufen 4. Heizer kommt und füllt Wasser nach 5. Sieht OK aus! Jubel? 6. Leider Nein. Wasser läuft aus Kessel raus 7. Hersteller anrufen; schicken Monteur 8. Monteur kann nichts mehr machen. Heizung gerade 13 Jahre alt 9. Monteur stellt Heizung aus, bietet keine Lösung an 10. Mieter haben kein Warmwasser 11. Sales ruft am Montag an und verspricht Toppreis 12. Installateur bietet Hotboy an. Auftrag sofort erteilt 13. Elektriker wird aufgeboten für Starkstromanschluss 14. Elektriker war falsch informiert. Hotboy braucht viel höhere Absicherung (60A) als gedacht 15. ewz muss neuen Zähler mit 60A genehmigen 16. Nach 3 Tagen Ausfall Warmwasser 15. Offerte von Installateur kommt, wobei kein Toppreis sondern nur Listenpreis 16. Abbruch der Übung mit bisherigen Hersteller ......
  • 20. Der HLK Bereich ist geprägt von kollektiver Verantwortungslosigkeit; jeder verweist bei Fehlern gerne auf den anderen 3
  • 21. Läuft diese Zirkulations- pumpe optimal? Funktioniert sie überhaupt? Nein, sie war über 100°C heiss
  • 22. Irgendetwas Auffälliges hier an Pumpengruppe? Hinweis: Es ist ein Hochsommertag
  • 23. Temperaturanzeigen sind vollkommen erratisch. Ca. 10°K Abweichung. Wurden 2014 eingebaut
  • 24. Neue Hardware eingebaut. Aber auch richtig eingestellt? 1. Versuch Werkseinstellung
  • 25. Noch etwas aufgefallen? Verschraubungen nicht isoliert, so dass Raum deutlich wärmer ist als mit altem Kessel. Dank an unseren heutigen Installateur, dass er alle Optimierungsschritte gemeinsam angegangen ist
  • 26. Geschäftsmodelle der Hersteller müssen sich an der Aufgabe ausrichten, die der Kunden lösen möchte und nicht an Gewerken. Kunden brauchen Wärme und nicht verschiedenste Ansprech- partner für Kessel, Heizkreislauf und Boiler 4
  • 27. Auto defekt; zur Garage bringen; Auto wird repariert, unabhängig was der Fehler war (Motor, Elektronik, etc.)
  • 28. Andere Branchen zeigen wie Systemverantwortung geht. Einer steht vorne und garantiert die Leistung und koordiniert die anderen Gewerke 5
  • 29. Viele Ideen. Nur liefern die neuen Geschäftsmodelle auch, was sie versprechen? Haben wir überhaupt die richtigen Geschäftsmodelle gefunden?
  • 30. Spielerischer Ansatz zum “Sparen“ Aufladung der Produkte mit mehr als nur Kernnutzen Wäre auch bei nachhaltigen Geschäftsmodellen möglich (Autarkie, Coolness, Cleverness, Vereinfachung des Lebens, etc.)
  • 31. Viele offene Fragen: Haben wir die rechtlichen Grundlagen für innovative Geschäftsmodelle z.B. beim Eigenverbrauch? • Verrechnungspreise zwischen Mietern und Anlagenbesitzern? • Bezugspflicht für Mieter möglich? • Steuerliche Behandlung? • Opendata Ansatz über alle Energieträger über alle Verbraucher für Bestimmung des Lastgang
  • 32. Durch neue Geschäfts- modelle kann die Energiewende gelingen. Dafür braucht es radikales Neudenken, aber viele offene Fragen 6
  • 33. Geberit – ein Produktinnovator? Vom einfachen Spülkasten zum Unterputzgesamtsystem
  • 34. Kostenstruktur • Höher verglichen zu klassischen Komponentenherstellern. • Hoher Aufwand für Customer Insights, Entwicklung, Schulung und Betreuung der Installateure. Team • Sehr breites Spektrum von Kompetenzen und Berufen wie Architekt, Produktdesigner, Produktionsfachkraft, Installateur, Schulungs-, Marketing-, Vertriebs-, Brandschutz- und Lärmschutzexperte et cetera. Angebot • Integrierte Sanitärsysteme, zum Beispiel Unterputzspülkästen, die für den Endnutzer meist unsichtbar sind. • Vermehrt sichtbare Produkte wie AquaClean (WC-Dusche). Produktion (Kernaktivitäten) Kernfähigkeiten • Wissen über Produkte und Bau/Sanierungsprozess von Bädern. • Kompetenz im Partnermanagement • und Schulung der Installateure (100.000 Teilnehmer pro Jahr). Geschäftsstruktur Ertragsmodell Unternehmensgeist Vertrieb und Kommunikation • Dreistufiges Vertriebssystem (Großhandel, Sanitärinstallateur, Endkunde). • Installateure werden via Schulung und eigenem Vertrieb erreicht. • TV-, Printwerbung für neue Produkte. Partner • Sanitärinstallateure sind langfristige Partner, die in »Geberit ausgebildet« werden. • In Ländern ohne Berufslehre übernimmt Geberit die Zertifizierung der Handwerker. Schulung Partner Entwicklung Einbau Installateur Beschaffung Customer Insights VertriebProduktion Kunde • Hauseigentümer (via der anderen Kundensegmente). • Architekten, Sanitärplaner. • Sanitärinstallateure. Nutzen • Hauseigentümer: Schnellere, bequeme- re Badsanierung; Wissen, dass Geberit auch Jahrzehnte hält. • Installateure: alle Komponenten aus einer Hand, sodass ihr Leben von der Planung, Beschaffung, Logistik und Installation einfacher wird, plus hohe Marge. Ertragsquellen • Deutlich höher, als wenn einzelne Komponenten gekauft würden. • Geringerer Wettbewerb, da Installateure nur noch »Geberit« können. Werte • Langfristiges Denken. • Partnerschaftlicher Umgang mit Installateuren und Planern. Value Proposition Geberit stellt nicht das Produkt in den Mittelpunkt, sondern das perfekt im Einsatz funktionierende Produkt. Darum hat es ein Geschäftsmodell entwickelt, dass die Installateure eng einbindet und so die Qualität garantiert
  • 35. Nicht das Produkt ist entscheidend, sondern nur das perfekt eingebaute und richtig genutzte Produkt 7
  • 38. Das Geschäftsmodell ist der Bauplan Ihres Unternehmens
  • 39. Das Geschäftsmodell muss Ihren Kunden und Mitarbeitern Sinn geben
  • 40. Vier Elemente für ein erfolgreiches Geschäft: Was begeistert unsere Kunden? Value Proposition PATRICK STÄHLER DAS RICHTIGE GRÜNDEN Werkzeugkasten für Unternehmer Wie schaffen wir die Begeisterung für unsere Kunden? Geschäftsstruktur PATRICK STÄHLER DAS RICHTIGE GRÜNDEN Werkzeugkasten für Unternehmer Wie verdienen wir Geld? Ertragsmodell PATRICK STÄHLER DAS RICHTIGE GRÜNDEN Werkzeugkasten für Unternehmer Wer ist im Team? Welche Werte teilen wir? Unternehmergeist PATRICK STÄHLER DAS RICHTIGE GRÜNDEN Werkzeugkasten für Unternehmer Die Aufgabe des Unternehmers
  • 41. Sind gerollte Handtücher für Toiletten eine grosse Innovation?
  • 42. CWS boco – Der Wäsche Mietservice CWS-boco bietet Lösungen für Waschräume, Schmutzfangmatten, Berufsbekleidung und andere Textilien Geschäftsmodellinnovation Die Firma bietet nicht Produkte, sondern das Management dieser. Ertragsquelle sind die Mieten Value Proposition CWS macht das Leben der Kunden einfacher, in dem es Produkte und Dienstleistungen kombiniert
  • 43. Produkt/ Technologie Glückliche Kunden schafft X Value Proposition löst wird erfüllt von Geschäftsmodell Produkt/Technologie schafft allein keinen Wert. Es ist die Value Proposition und das Geschäftsmodell, das die Value Proposition erfüllt Kunden-Aufgabe adressiert
  • 44. Was müsste sich ändern? Sowohl aus Unternehmer- bzw. aus Bestellersicht?
  • 45. Wünsche an Hersteller a) Verstehen Sie den Nutzer mit allen seinen aus Ingenieurssicht gesehen Mängeln. Lieben Sie ihn so wie er ist b) Stellen Sie die Lösung der Kundenaufgabe in den Mittelpunkt ihres Geschäftsmodells und nicht ihr Gewerk (singuläre handwerkliche Fähigkeit) c) Messen Sie, wie Kunden ihre Produkte verwenden und lernen Sie daraus, es das nächste Mal besser zu machen d) Innovieren Sie Ihr Geschäftmodell hin zu Nutzer-Zentriertheit, sonst machen es andere 8
  • 46. Wünsche an Besteller a) Achten Sie auf Benutzerfreundlichkeit. Testen Sie angebotene Lösungen in der Realität b) Fordern Sie Hersteller heraus und verlangen Sie Systemlösungen und nicht nur tiefe Preise im Bau c) Fordern Sie bei Ausschreibungen Unternehmerlösungen d) Geben Sie eine Einführung für neue Nutzer und bilden Sie ERFA Gruppen, um Erfahrung und Lehren auszutauschen e) Fordern Sie garantierte IST-Werte und nicht schöne SOLL-Werte 9
  • 48. Folien basieren auf dem Buch „Das Richtige gründen: Werkzeugkasten für Unternehmer“. Mit dem Arbeitsbuch können Sie aus Ihrer Idee ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln. Erhältlich in jeder Buchhandlung oder bei Amazon.de Mehr Informationen auf Das-Richtige-gruenden.de