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Vom Infodschungel zum digitalen Nutzgarten
Workshop
Tagung „FOCUS Umweltbildung 2012 – Dialog mit dem Netz“ (#netzdialog)
Fachhochschule St. Pölten, 2. Februar 2012

Mag. (FH) Julian Ausserhofer
@boomblitz
Julian Ausserhofer
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Studiengang für Journalismus & PR
der FH JOANNEUM


Dissertant an der Uni Wien, Institut
für Publizistik- und
Kommunikationswissenschaft


Forschungschwerpunkte im Bereich
Social Media, Publizieren im Web,
Open Government Data,
Datenjournalismus
Kompakte Vorstellungsrunde im                              -Stil
Bitte nennen Sie drei Tags.
z.B.: Aktivismus, marmeladesüchtig, Fallschirmspringerin
oder: Vegetarier, Kosmopolit, Ökostrom
…
AGENDA
I. INFORMATIONSÜBERSCHUSS: FACTS & FIGURES

II. ÜBUNGEN

III. AUSBLICK & TIPPS
AGENDA
I. INFORMATIONSÜBERSCHUSS: FACTS & FIGURES


II. ÜBUNGEN
     a. Effizient personalisierte Nachrichten und Blogs lesen

     b. Facebook: Filtertechniken & Privatssphäreeinstellungen

     c. Suche & Recherche im Social Web: Twitter

     d. Suchmaschinenhacking für Dummies

III. AUSBLICK & TIPPS
I. INFORMATIONSÜBERSCHUSS:
   FACTS & FIGURES
Wieviele Minuten pro Tag verbringt eine Person
durchschnittlich damit, Medien zu konsumieren?
Mit einem Firmen-E-Mail-
Durchschnittliche tägliche                Account werden täglich
Mediennutzung* in                         mehr als 100 E-
Deutschland 2010:                         Mails gesendet oder
583 Minuten.                              empfangen.
* Betrifft: Fernsehen, Radio, Internet,   Quelle: Radicati Group
Tageszeitung, Zeitschriften, Bücher,
Musik, Video; nicht erfasst:
Mobiltelefon.

(Ridder & Turecek, 2011)
Mediennutzung in Österreich 2011

Fernsehen ist der                         Fernsehen                162
Zeitfresser, nicht das
Internet                                     Radio*                    197


Nicht erfasst: Print
                                           Internet*         97
Radio = Nebenbeimedium

Herausragend beim Fernsehen: Die            Summe                                                  456
Generation 60+ mit durchschnittlich 245
Minuten (= 4 Stunden) pro Tag.                         0      100         200        300          400    500

                                                       in Minuten
                                                       * beruht auf Schätzung des/der Befragten
                                                       Quelle: ORF Medienforschung 2011
                                                       > Eigene Darstellung
Wieviele SMS schreibt ein
amerikanischer Teenager im Monat?
Quelle: Nielsen Research 2011
Quelle: BITKOM 2011

Das Gefühl der Informationsüberflutung ist ein Phänomen des Alters.
Quelle: BITKOM 2011

Den Fernseher verursacht das stärkste Informationsüberladungsgefühl,
ausschalten fällt schwer.
http://youtu.be/CXFEBbPIEOI
„There is no such thing as
information overload, there’s
only filter failure.“
Clay Shirky, Medienwissenschaftler und Netztheoretiker.




                                                          Zit. n. Juskalian (2008).
II. ÜBUNGEN
a.Effizient personalisierte Nachrichten und Blogs lesen
b.Facebook: Filtertechniken & Privatssphäreeinstellungen
c.Suche & Recherche im Social Web am Beispiel von Twitter
d.Suchmaschinenhacking für Dummies
a. Effizient personalisierte
Nachrichten und Blogs lesen
Blog: Die Grundlagen
Kurzform für „web log“.

Einträge in chronologisch umgekehrter Reihenfolge – die
Neuesten immer oben.

Enthält Text oder Fotos oder Musik oder Grafiken oder Links oder
Kombination davon.

Es gibt über 100 Millionen Blogs, die eine Unzahl
unterschiedlicher Themen behandeln.

(Meist) regelmäßig aktualisiert.
Geschichte der Blogs
Mitte der 90er: erste Blogs, Webtagebücher
1999: LiveJournal & Blogger (Blogspot) gegründet




2005: Wordpress
Blogs in Österreich & Deutschland ab 2002
Bis heute immense technische und inhaltliche Ausdifferenzierung.
Der Newsfeed – bis zu Social Media keine gängige Form der allgemeinen Nachrichtenaufnahme.
RSS und andere Feeds
Ein Feed, fast in Urform.
Alternativen:
                > Sage (für Firefox)
Google Reader   > RSS Feed Reader (für Chrome)
                > NetNewsWire (für Mac)
                > FeedDemon (für Windows)
b. Facebook: Filtertechniken &
Privatssphäreeinstellungen
Messaging


                    Was macht ein Social
                    Network aus?
Profilbild
                                       eigene
                                       Designmöglichkeit
 Fotos &
 Videos
 Status Updates &
       Wall                                 Freunde/
                                            Kontakte
Privatssphäre und Social Network Sites
‣ Ein „heißes“ Thema – Soziale Netzwerke stehen der
  Privatssphäre per se entgegen.

‣ Vorab überlegen, welche Informationen will man vielen
  preisgeben und welche nur einem kleinen Kreis.

‣ Einstellungsmöglichkeiten ändern sich ständig – deswegen
  regelmäßig überprüfen.

‣ Schlechter Umgang mit Daten: Spiele, Apps von Drittanbietern

‣ Es gibt auch Kritik am Datenschutz-Primat.
Freundeslisten
z.B.              oder
* Beste Freunde   * Beste Freunde
* Bekannte        * Bekannte
* „Arbeit“        * „Arbeit“
* Rest            * Rest
Kontrolle, wer
welche Postings sieht
Allgemein Einstellen:

Konto > Privatsphäre-Einstellungen

Auch nachträglich veränderbar:
* für alle vergangenen Postings
* für einzelne Postings
Profilinformation
auf ausgewählte
Publikumsgruppen
beschränken
Einstellen:
Profil > Profil bearbeiten (rechts
oben)

Insbesondere die Sichtbarkeit von
Geburtsdatum, Telefonnummer,
Anschrift und ev. Profil-
bild sollte auf „Freunde“ beschränkt
werden.
Kontrolle, wie
Ihr Profil für
andere aussieht
Einstellen:

* „Zahnrad“ „View as“
 - Public
 - einzelne Freunde
Regelmäßig Spiele
& andere Apps
löschen bzw. ihnen
weniger erlauben
Einstellen:

Konto > Privatsphäre-Einstellungen
> Anwendungen und Webseiten >
Anwendungen, die du verwendest >
Einstellungen bearbeiten
Datenzugriff der
 Apps Ihrer Freunde
 minimieren
Einstellen:

Konto > Privatsphäre-Einstellungen >
Anwendungen und Webseiten >
Wie Nutzer deine Informationen an
Anwendungen weitergeben, die sie
nutzen >
Einstellungen bearbeiten (alle Häkchen
entfernen und speichern!)
Öffentliche Suche
 deaktivieren
Wer nicht möchte, dass Suchmaschinen wie
Google oder 123people.at das eigene Profil in
der Ergebnisliste führen, kann die
„öffentliche Suche“ deaktivieren. Bei unter
18-jährigen ist die Einstellung standardmäßig
aktiviert, mit dem 18. Geburtstag wird sie
automatisch umgestellt.

Einstellen: Konto > Privatsphäre
Einstellungen > Anwendungen und
Webseiten >
Öffentliche Suche > Einstellungen
bearbeiten (Häkchen entfernen)
Information filtern
> Durch Freundeslisten, z.B. „Close
Friends“, „Bekannte“,
„Umweltorganisationen“

> Durch die Ordnungsfunktion

> Durch „Freundschaftsvergleiche“
c. Suche & Recherche im Social Web
am Beispiel von Twitter
Twitter: Die Grundlagen
Twitter ist eine Form des Bloggens, allerdings ist die Länge eines Posts auf
140 Zeichen begrenzt.

Diese Begrenzung führte zu einigen Besonderheiten.

2009 wurde Twitter einer breiten Öffentlichkeit bekannt, als einige
Prominente dort aktiv wurden (Oprah Winfrey etwa).

Massenanwendung in den USA, in Österreich ein Nischenphänomen: rund
65.000 Accounts, 30.000 davon aktiv.

Unter anderem deswegen populär, weil auch am Handy einsetzbar ist.
Twitter Global   http://twitaholic.com
Twitter in Österreich   http://socialmediaradar.at/twitter.php
Warum twittern?
Um schnell Aufmerksamkeit auf etwas zu lenken.

Um andere darüber auf dem Laufenden zu halten, was man
gerade tut, sagt oder schreibt.

Um auf wichtige Ereignisse und Informationen hinzuweisen.

Um Fragen zu stellen, auf die andere vielleicht eine Antwort
haben.

Um sich ungezwungen zu unterhalten.
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:20080825_Michelle_Obama_After_speaking_at_2008_Democratic_National_Convention.png
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Iran_election_%286%29.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Earthquake_damage_-_dairy.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Copenhagen_climate_summit_2009.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Copenhagen_climate_summit_2009.jpg
Geschichte von Twitter
2004: Vorgänger TXTMob

2006: Jack Dorsey (auch
Gründer von Blogger.com)
begründet Twitter mit einigen
anderen

März 2006: SxSW-Konferenz:
Tausende Besucher benutzen
Twitter, um einander zu finden
oder die Veranstaltungen in
Echtzeit zu kommentieren.

                                 http://en.wikipedia.org/wiki/File:Twttr_sketch-Dorsey-2006.jpg
Geschichte von Twitter II


                                 22. Januar 2010: Der erste
                                 Tweet aus dem Weltraum.




05. November 2008: Obama
bedankt sich für den Wahlsieg.
Schneller als
jedes andere
Medium
15. Jänner 2009: Ein Flugzeug
landet im Hudson River
Breaking News & Leaks
Mai 2008: Google plant, ein
Datenzentrum in Kronstorf bei
Linz zu errichten.
#Hashtags
#blumenkuebel




                http://www.muensterschezeitung.de/lokales/neuenkirchen/
                Grosser-Blumenkuebel-zerstoert;art997,988637
#grassermovies
Die fabelhafte Welt der           Erwischen
Amnesie #grassermovies            Impossible
                                  #grassermovies

  #grassermovies "Ey,
  Mann. Wos woar mei
  Leistung?"

                 #grassermovies: The Big Swarovski
Übungen mit Twitter
Nachrichtenentwicklung verfolgen:
http://search.twitter.com

Wir suchen nach:
strache & #strache
#netzdialog




Personen auf Twitter finden:
Am besten mit Google.

„Armin Wolf Twitter“
„Julian Ausserhofer Twitter“
d. Suchmaschinenhacking
für Dummies
Google Hacks Basics
Umwelt Tagung

Umwelt OR Tagung

„Social Media Workshop“

Umwelt –Tagung            https://ssl.scroogle.org/

Umwelt-Tagung

define:Social Media
Umrechnen von
Währungen, Maßen
und mehr
z.B.
1000 EUR in GBP
10 inch in cm
Flug- und Zugauskunft   Wetter
z.B.                    z.B.
Graz Wien               Wetter St. Pölten
Site unerreichbar? Auf Google Cache
zurückgreifen
z.B. cache:www.derstandard.at
Nach einem bestimmten Filetyp suchen?
z.B. „Umweltbericht filetype:pdf“
Nur Gesichter in der Bildsuche?
„&imgtype=face“ an die URI anfügen
z.B. http://images.google.com/images?svnum=10&hl=en&q=rose&imgtype=face
Weitere Google Hacks.
III. AUSBLICK, TIPPS & QUELLEN
Was kommt 2012? I/II
Social Media wird weiter wachsen. Die Netze
werden dichter. Es braucht bessere Filter.

Social Media wird stärker in Organisationen
und Unternehmen integriert sein.

Stärkere Nutzung auf Handys & Tablets.
Was kommt 2012? II/II
Social Gaming

Wahlkampagnen

Social Media Footprint, Social Search, Social
Consumption

Facebook erreicht wahrscheinlich über 1
Milliarde User.
5 Tipps für effizienteres E-Mailen
1. Benachrichtigungen (Sounds, Pop-Ups) ausschalten, maximal 5 Mal täglich
  checken, Antwort innerhalb von 24 Stunden genügt (Ausnahmen je nach Job und
  Fall möglich).

2. E-Mail-Filter nutzen: Newsletter, Presseaussendungen, Benachrichtigungen (z.B.
  Facebook) direkt in Ordner verschieben. Regelmäßig Ordner öffnen (Reminder im
  Kalender machen).

3. E-Mails nach Priorität bearbeiten: Bei „dringend“ beginnen, vorarbeiten bis
  „unwichtig“.

4. Keep it Short and Simple: Keine Romane.

5. Auf E-Mail verzichten. Anrufen.
5 Tipps für den digitalen Nutzgarten
1. Workflow für den Infokonsum entwickeln: z.B. dreimal täglich Mails zu fixierten
  Zeiten checken, am Abend abschalten, Newsletter Dienstags & Freitags lesen,
  Nachrichten um 07:00 und um 18:00 Uhr, etc. …

2. Nische vor Mainstream: Die Quellen abonnieren, die Sie persönlich oder beruflich
  interessieren. Allgemein wichtige Nachrichten wird man ohnehin nicht verpassen.

3. Den Computer reparieren: Alle blinkenden, piepsenden Programme runter. Nur
  das Nötigste hinauf.

4. Möglichst unverarbeitete Information und Originalquellen konsumieren.

5. Fernseher ausschalten.
Literaturtipps
Quellen

 BITKOM. (2011). Information Overload? Wie die Deutschen mit Nachrichtenflut und Medienvielfalt
 umgehen. Retrieved from http://www.bitkom.org/files/documents/BITKOM_Praesentation_Info-
 Management_31_03_2011(1).pdf
 Johnson, C. A. (2012). The Information Diet: A Case for Conscious Consumption. Sebastopol: O’Reilly.
 Juskalian, R. (2008, December 19). Interview with Clay Shirky, Part I. Columbia Journalism Review –
 Overload! Retrieved from http://www.cjr.org/overload/interview_with_clay_shirky_par.php?page=all
 Nielsen Research. (2011, December 15). New Mobile Obsession: U.S. Teens Triple Data Usage. Nielsen
 Wire. Retrieved from http://blog.nielsen.com/nielsenwire/online_mobile/new-mobile-obsession-u-s-
 teens-triple-data-usage/
 ORF Medienforschung. (2011). http://mediaresearch.orf.at/
 Pariser, E. (2011). The Filter Bubble: What the Internet Is Hiding from You. New York: The Penguin Press.
 Ridder, C.-M., & Turecek, I. (2011). Medienzeitbudgets und Tagesablaufverhalten. Media Perspektiven,
 (12/2011), 570-582.
 Shirky, C. (2010). Cognitive Surplus: Creativity and Generosity in a Connected Age. New York: The Penguin
 Press.
 Weinberger, D. (2011). Too Big to Know: Rethinking Knowledge Now That the Facts Aren’t the Facts,
 Experts Are Everywhere, and the Smartest Person in the Room Is the Room. New York: Basic Books.
Julian Ausserhofer
@boomblitz
http://ausserhofer.net
julian.ausserhofer@fh-joanneum.at

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  • 1. Vom Infodschungel zum digitalen Nutzgarten Workshop Tagung „FOCUS Umweltbildung 2012 – Dialog mit dem Netz“ (#netzdialog) Fachhochschule St. Pölten, 2. Februar 2012 Mag. (FH) Julian Ausserhofer @boomblitz
  • 2. Julian Ausserhofer Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Studiengang für Journalismus & PR der FH JOANNEUM Dissertant an der Uni Wien, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft Forschungschwerpunkte im Bereich Social Media, Publizieren im Web, Open Government Data, Datenjournalismus
  • 3. Kompakte Vorstellungsrunde im -Stil Bitte nennen Sie drei Tags. z.B.: Aktivismus, marmeladesüchtig, Fallschirmspringerin oder: Vegetarier, Kosmopolit, Ökostrom …
  • 4. AGENDA I. INFORMATIONSÜBERSCHUSS: FACTS & FIGURES II. ÜBUNGEN III. AUSBLICK & TIPPS
  • 5. AGENDA I. INFORMATIONSÜBERSCHUSS: FACTS & FIGURES II. ÜBUNGEN a. Effizient personalisierte Nachrichten und Blogs lesen b. Facebook: Filtertechniken & Privatssphäreeinstellungen c. Suche & Recherche im Social Web: Twitter d. Suchmaschinenhacking für Dummies III. AUSBLICK & TIPPS
  • 6. I. INFORMATIONSÜBERSCHUSS: FACTS & FIGURES
  • 7. Wieviele Minuten pro Tag verbringt eine Person durchschnittlich damit, Medien zu konsumieren?
  • 8. Mit einem Firmen-E-Mail- Durchschnittliche tägliche Account werden täglich Mediennutzung* in mehr als 100 E- Deutschland 2010: Mails gesendet oder 583 Minuten. empfangen. * Betrifft: Fernsehen, Radio, Internet, Quelle: Radicati Group Tageszeitung, Zeitschriften, Bücher, Musik, Video; nicht erfasst: Mobiltelefon. (Ridder & Turecek, 2011)
  • 9. Mediennutzung in Österreich 2011 Fernsehen ist der Fernsehen 162 Zeitfresser, nicht das Internet Radio* 197 Nicht erfasst: Print Internet* 97 Radio = Nebenbeimedium Herausragend beim Fernsehen: Die Summe 456 Generation 60+ mit durchschnittlich 245 Minuten (= 4 Stunden) pro Tag. 0 100 200 300 400 500 in Minuten * beruht auf Schätzung des/der Befragten Quelle: ORF Medienforschung 2011 > Eigene Darstellung
  • 10. Wieviele SMS schreibt ein amerikanischer Teenager im Monat?
  • 12. Quelle: BITKOM 2011 Das Gefühl der Informationsüberflutung ist ein Phänomen des Alters.
  • 13. Quelle: BITKOM 2011 Den Fernseher verursacht das stärkste Informationsüberladungsgefühl, ausschalten fällt schwer.
  • 15. „There is no such thing as information overload, there’s only filter failure.“ Clay Shirky, Medienwissenschaftler und Netztheoretiker. Zit. n. Juskalian (2008).
  • 17. a.Effizient personalisierte Nachrichten und Blogs lesen b.Facebook: Filtertechniken & Privatssphäreeinstellungen c.Suche & Recherche im Social Web am Beispiel von Twitter d.Suchmaschinenhacking für Dummies
  • 19. Blog: Die Grundlagen Kurzform für „web log“. Einträge in chronologisch umgekehrter Reihenfolge – die Neuesten immer oben. Enthält Text oder Fotos oder Musik oder Grafiken oder Links oder Kombination davon. Es gibt über 100 Millionen Blogs, die eine Unzahl unterschiedlicher Themen behandeln. (Meist) regelmäßig aktualisiert.
  • 20. Geschichte der Blogs Mitte der 90er: erste Blogs, Webtagebücher 1999: LiveJournal & Blogger (Blogspot) gegründet 2005: Wordpress Blogs in Österreich & Deutschland ab 2002 Bis heute immense technische und inhaltliche Ausdifferenzierung.
  • 21. Der Newsfeed – bis zu Social Media keine gängige Form der allgemeinen Nachrichtenaufnahme.
  • 22. RSS und andere Feeds
  • 23. Ein Feed, fast in Urform.
  • 24. Alternativen: > Sage (für Firefox) Google Reader > RSS Feed Reader (für Chrome) > NetNewsWire (für Mac) > FeedDemon (für Windows)
  • 25. b. Facebook: Filtertechniken & Privatssphäreeinstellungen
  • 26. Messaging Was macht ein Social Network aus? Profilbild eigene Designmöglichkeit Fotos & Videos Status Updates & Wall Freunde/ Kontakte
  • 27. Privatssphäre und Social Network Sites ‣ Ein „heißes“ Thema – Soziale Netzwerke stehen der Privatssphäre per se entgegen. ‣ Vorab überlegen, welche Informationen will man vielen preisgeben und welche nur einem kleinen Kreis. ‣ Einstellungsmöglichkeiten ändern sich ständig – deswegen regelmäßig überprüfen. ‣ Schlechter Umgang mit Daten: Spiele, Apps von Drittanbietern ‣ Es gibt auch Kritik am Datenschutz-Primat.
  • 28. Freundeslisten z.B. oder * Beste Freunde * Beste Freunde * Bekannte * Bekannte * „Arbeit“ * „Arbeit“ * Rest * Rest
  • 29. Kontrolle, wer welche Postings sieht Allgemein Einstellen: Konto > Privatsphäre-Einstellungen Auch nachträglich veränderbar: * für alle vergangenen Postings * für einzelne Postings
  • 30. Profilinformation auf ausgewählte Publikumsgruppen beschränken Einstellen: Profil > Profil bearbeiten (rechts oben) Insbesondere die Sichtbarkeit von Geburtsdatum, Telefonnummer, Anschrift und ev. Profil- bild sollte auf „Freunde“ beschränkt werden.
  • 31. Kontrolle, wie Ihr Profil für andere aussieht Einstellen: * „Zahnrad“ „View as“ - Public - einzelne Freunde
  • 32. Regelmäßig Spiele & andere Apps löschen bzw. ihnen weniger erlauben Einstellen: Konto > Privatsphäre-Einstellungen > Anwendungen und Webseiten > Anwendungen, die du verwendest > Einstellungen bearbeiten
  • 33. Datenzugriff der Apps Ihrer Freunde minimieren Einstellen: Konto > Privatsphäre-Einstellungen > Anwendungen und Webseiten > Wie Nutzer deine Informationen an Anwendungen weitergeben, die sie nutzen > Einstellungen bearbeiten (alle Häkchen entfernen und speichern!)
  • 34. Öffentliche Suche deaktivieren Wer nicht möchte, dass Suchmaschinen wie Google oder 123people.at das eigene Profil in der Ergebnisliste führen, kann die „öffentliche Suche“ deaktivieren. Bei unter 18-jährigen ist die Einstellung standardmäßig aktiviert, mit dem 18. Geburtstag wird sie automatisch umgestellt. Einstellen: Konto > Privatsphäre Einstellungen > Anwendungen und Webseiten > Öffentliche Suche > Einstellungen bearbeiten (Häkchen entfernen)
  • 35. Information filtern > Durch Freundeslisten, z.B. „Close Friends“, „Bekannte“, „Umweltorganisationen“ > Durch die Ordnungsfunktion > Durch „Freundschaftsvergleiche“
  • 36. c. Suche & Recherche im Social Web am Beispiel von Twitter
  • 37. Twitter: Die Grundlagen Twitter ist eine Form des Bloggens, allerdings ist die Länge eines Posts auf 140 Zeichen begrenzt. Diese Begrenzung führte zu einigen Besonderheiten. 2009 wurde Twitter einer breiten Öffentlichkeit bekannt, als einige Prominente dort aktiv wurden (Oprah Winfrey etwa). Massenanwendung in den USA, in Österreich ein Nischenphänomen: rund 65.000 Accounts, 30.000 davon aktiv. Unter anderem deswegen populär, weil auch am Handy einsetzbar ist.
  • 38. Twitter Global http://twitaholic.com
  • 39. Twitter in Österreich http://socialmediaradar.at/twitter.php
  • 40. Warum twittern? Um schnell Aufmerksamkeit auf etwas zu lenken. Um andere darüber auf dem Laufenden zu halten, was man gerade tut, sagt oder schreibt. Um auf wichtige Ereignisse und Informationen hinzuweisen. Um Fragen zu stellen, auf die andere vielleicht eine Antwort haben. Um sich ungezwungen zu unterhalten.
  • 46. Geschichte von Twitter 2004: Vorgänger TXTMob 2006: Jack Dorsey (auch Gründer von Blogger.com) begründet Twitter mit einigen anderen März 2006: SxSW-Konferenz: Tausende Besucher benutzen Twitter, um einander zu finden oder die Veranstaltungen in Echtzeit zu kommentieren. http://en.wikipedia.org/wiki/File:Twttr_sketch-Dorsey-2006.jpg
  • 47. Geschichte von Twitter II 22. Januar 2010: Der erste Tweet aus dem Weltraum. 05. November 2008: Obama bedankt sich für den Wahlsieg.
  • 48. Schneller als jedes andere Medium 15. Jänner 2009: Ein Flugzeug landet im Hudson River
  • 49. Breaking News & Leaks Mai 2008: Google plant, ein Datenzentrum in Kronstorf bei Linz zu errichten.
  • 51. #blumenkuebel http://www.muensterschezeitung.de/lokales/neuenkirchen/ Grosser-Blumenkuebel-zerstoert;art997,988637
  • 52. #grassermovies Die fabelhafte Welt der Erwischen Amnesie #grassermovies Impossible #grassermovies #grassermovies "Ey, Mann. Wos woar mei Leistung?" #grassermovies: The Big Swarovski
  • 53. Übungen mit Twitter Nachrichtenentwicklung verfolgen: http://search.twitter.com Wir suchen nach: strache & #strache #netzdialog Personen auf Twitter finden: Am besten mit Google. „Armin Wolf Twitter“ „Julian Ausserhofer Twitter“
  • 55. Google Hacks Basics Umwelt Tagung Umwelt OR Tagung „Social Media Workshop“ Umwelt –Tagung https://ssl.scroogle.org/ Umwelt-Tagung define:Social Media
  • 56. Umrechnen von Währungen, Maßen und mehr z.B. 1000 EUR in GBP 10 inch in cm
  • 57. Flug- und Zugauskunft Wetter z.B. z.B. Graz Wien Wetter St. Pölten
  • 58. Site unerreichbar? Auf Google Cache zurückgreifen z.B. cache:www.derstandard.at
  • 59. Nach einem bestimmten Filetyp suchen? z.B. „Umweltbericht filetype:pdf“
  • 60. Nur Gesichter in der Bildsuche? „&imgtype=face“ an die URI anfügen z.B. http://images.google.com/images?svnum=10&hl=en&q=rose&imgtype=face
  • 62. III. AUSBLICK, TIPPS & QUELLEN
  • 63. Was kommt 2012? I/II Social Media wird weiter wachsen. Die Netze werden dichter. Es braucht bessere Filter. Social Media wird stärker in Organisationen und Unternehmen integriert sein. Stärkere Nutzung auf Handys & Tablets.
  • 64. Was kommt 2012? II/II Social Gaming Wahlkampagnen Social Media Footprint, Social Search, Social Consumption Facebook erreicht wahrscheinlich über 1 Milliarde User.
  • 65. 5 Tipps für effizienteres E-Mailen 1. Benachrichtigungen (Sounds, Pop-Ups) ausschalten, maximal 5 Mal täglich checken, Antwort innerhalb von 24 Stunden genügt (Ausnahmen je nach Job und Fall möglich). 2. E-Mail-Filter nutzen: Newsletter, Presseaussendungen, Benachrichtigungen (z.B. Facebook) direkt in Ordner verschieben. Regelmäßig Ordner öffnen (Reminder im Kalender machen). 3. E-Mails nach Priorität bearbeiten: Bei „dringend“ beginnen, vorarbeiten bis „unwichtig“. 4. Keep it Short and Simple: Keine Romane. 5. Auf E-Mail verzichten. Anrufen.
  • 66. 5 Tipps für den digitalen Nutzgarten 1. Workflow für den Infokonsum entwickeln: z.B. dreimal täglich Mails zu fixierten Zeiten checken, am Abend abschalten, Newsletter Dienstags & Freitags lesen, Nachrichten um 07:00 und um 18:00 Uhr, etc. … 2. Nische vor Mainstream: Die Quellen abonnieren, die Sie persönlich oder beruflich interessieren. Allgemein wichtige Nachrichten wird man ohnehin nicht verpassen. 3. Den Computer reparieren: Alle blinkenden, piepsenden Programme runter. Nur das Nötigste hinauf. 4. Möglichst unverarbeitete Information und Originalquellen konsumieren. 5. Fernseher ausschalten.
  • 68. Quellen BITKOM. (2011). Information Overload? Wie die Deutschen mit Nachrichtenflut und Medienvielfalt umgehen. Retrieved from http://www.bitkom.org/files/documents/BITKOM_Praesentation_Info- Management_31_03_2011(1).pdf Johnson, C. A. (2012). The Information Diet: A Case for Conscious Consumption. Sebastopol: O’Reilly. Juskalian, R. (2008, December 19). Interview with Clay Shirky, Part I. Columbia Journalism Review – Overload! Retrieved from http://www.cjr.org/overload/interview_with_clay_shirky_par.php?page=all Nielsen Research. (2011, December 15). New Mobile Obsession: U.S. Teens Triple Data Usage. Nielsen Wire. Retrieved from http://blog.nielsen.com/nielsenwire/online_mobile/new-mobile-obsession-u-s- teens-triple-data-usage/ ORF Medienforschung. (2011). http://mediaresearch.orf.at/ Pariser, E. (2011). The Filter Bubble: What the Internet Is Hiding from You. New York: The Penguin Press. Ridder, C.-M., & Turecek, I. (2011). Medienzeitbudgets und Tagesablaufverhalten. Media Perspektiven, (12/2011), 570-582. Shirky, C. (2010). Cognitive Surplus: Creativity and Generosity in a Connected Age. New York: The Penguin Press. Weinberger, D. (2011). Too Big to Know: Rethinking Knowledge Now That the Facts Aren’t the Facts, Experts Are Everywhere, and the Smartest Person in the Room Is the Room. New York: Basic Books.

Hinweis der Redaktion

  1. Fokussiert auf das persönliche Informationsmanagement, nicht auf die Organisation, in der Sie arbeiten\nSoviel Technik wie nötig, so wenig wie möglich. Im Blickpunkt steht das Soziale\nZiel von heute: Wie kann ich meinen persönlichen Informationshaushalt verbessern?\n
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  3. Social Media, Journalismus, elektronische Musik\n
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  14. erfasst in einer großen Studie, ARD/ZDF-Studie Massenkommunikation\n2005: 600 Minuten; Internet gewinnt zugunsten von Print und anderen Medien\n
  15. Fernsehen, Bevölkerung ab 3, Mittels Gerät\nRadio, Bevölkerung ab 10, Mittels Befragung\nInternet, Bevölkerung ab 14, Mittels Befragung\n\n
  16. \n
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  27. \n
  28. \n
  29. technisches Wissen nötig, da es immer in HTML aktualisiert wurde\n\n
  30. \n
  31. geht auf den Browserkrieg zwischen Netscape und Microsoft Internet Explorer zurück 1999\ndann für Blogs sehr populär, von Dave Winer entwickelt, offen, stark weiterentwickelt\nReader, teils Browser, teils Desktop, teils Social Software,\n\n
  32. \n
  33. Firefox: Aktualisierte Lesezeichen\n
  34. \n
  35. \n
  36. \n
  37. \n
  38. \n
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  40. \n
  41. \n
  42. \n
  43. \n
  44. \n
  45. abseits von Google\n
  46. \n
  47. \n
  48. \n
  49. \n
  50. \n
  51. \n
  52. \n
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  55. \n
  56. \n
  57. \n
  58. \n
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  65. \n
  66. \n
  67. \n
  68. \n
  69. \n
  70. \n
  71. \n
  72. Unternehmenswebsites. \n\n2009: 296 Millionen Smartphones verkauft; 2010: 468 Millionen; 2012: 630 Millionenhttp://socialmediatoday.com/jsncafe/418461/social-media-what-expect-2012\n
  73. \nUS-Präsidentenkampagne\n\nFacebook-Timeline. Verschränkung der Services. Frictionless Sharing. \n\nGroße Länder mit einer Penetration unter 20 % wie etwa Indien oder Länder in Afrika. Mobiler Zugang. Derzeit 750 Millionen FB-User. Mit Vorsicht\n
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