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messe IFA, die vom 4. bis 9. Sep-
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Entgegen Forderungen aus der
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VDI_280815

  • 1. Ab Seite 30: Karriereberatung und Stellenmarkt für technische Fach- und Führungskräfte TECHNIK WIRTSCHAFT GESELLSCHAFT 28. August 2015 · Nr. 35/36 www.vdi-nachrichten.com Einzelpreis 3,00 Euro 6867 Technik & Gesellschaft Die chinesische Wirtschaft drosselt das Tempo -Seite 7 Share Economy: Wie Firmen Ideen sammeln -Seiten 10 und 11 Technik & Wirtschaft Industrielles Internet als globale Aufgabe -Seite 14 Blutflussmessungen im virtuellen Organ -Seite 15 Vernetzte Lkw auf der Überholspur -Seiten 16 und 17 Technik & Finanzen Start-ups bringen Fahrradmarkt in Fahrt -Seiten 26 und 27 Management & Karriere Interim Manager spielen die Feuerwehr -Seiten 30 und 31 Die ZF Friedrichshafen AG wird 100 Jahre alt -Seite 39 Aus dem VDI -Seite 40 Foto:HNFHeisenberg Die nächste Ausgabe erscheint am 11. Sept. 2015 Arbeitsmarkt: Kaum arbeitslose Ingenieure VDI nachrichten, Düsseldorf, 28. 8. 15, ps Auch im zweiten Quartal wa- ren die Beschäftigungschan- cen für Ingenieure gut. Trotz hoher Absolventenzahlen sind nur knapp 29 000 Inge- nieure arbeitslos. -Seite 32 VDI nachrichten, Berlin, 28. 8. 15, jdb Messe IFA: Im Supermarkt stellt sich plötzlich die Frage: „Habe ich noch Milch im Kühlschrank?“ Kein Problem. Per Smartphone wird ein Foto aus dem heimischen Kü- chenhelfer abgerufen und dieses zeigt: Eine Packung Milch ist noch da. Zukunftsmusik? Keinesfalls. Bosch-Siemens-Hausgeräte (BSH) rüstet ein Top-Kühlschrankmodell mit zwei Kameras aus, eine unter dem Butterfach in der Tür, die an- dere in einer Ecke des Kühlrau- mes. Diese und andere Innovationen rund um vernetzte Hausgeräte prägen die Konsumelektronik- messe IFA, die vom 4. bis 9. Sep- tember in Berlin stattfindet. Und sie zeigen deutlich: Der Brücken- schlag zwischen der Welt der Her- de, Waschmaschinen und Staub- sauger zu jener der Smartphones und Tablets ist in vollem Gange. Praktisch alle großen Anbieter haben Lösungen im Angebot, bie- ten Apps zur Fernsteuerung und Überwachung ihrer Geräte und lo- cken den Konsumenten mit mehr oder weniger sinnvollen Dienst- leistungen. Dabei sind viele Fra- gen, z.B. zu Standards bei den Drahtlosverbindungen zwischen Gerät und Heimnetzwerk, aber auch zur Sicherheit der Daten und der Privatsphäre der Nutzer, noch ungelöst. jdb -Seiten 22 bis 25 Welt der Küchenhelfer und der Smartphones wächst zusammen VDI nachrichten, Düsseldorf, 28. 8. 15, ciu Maschinenbau: Sie stanzen dünne Bleche für effiziente Elek- trofahrzeuge, sie drucken Schuh- einlagen aus Silikon und sie unter- stützen Menschen bei Montagetä- tigkeiten. All das und vieles mehr erledigen Maschinen, die in Süd- deutschland entwickelt und ge- baut werden. Die Hersteller profitieren dabei von einem besonders innovativen Umfeld. Zusammen mit Anwen- dern und Zulieferern finden sie Lösungen für die Mobilität der Zu- kunft, die Energieeffizienz und entwickeln neue Produktionsstra- tegien. Bayern ist dabei mit 15 533 Patentanmeldungen im Jahr 2014 Spitzenreiter in Deutschland, ge- folgt von Baden-Württemberg mit 14 533. Auch die fünf fleißigsten Anmelder kommen mit den Un- ternehmen Robert Bosch GmbH, Schaeffler Technologies, Siemens, Daimler und BMW aus dem Süden der Republik. Das zieht auch andere Unter- nehmen an. So hat beispielsweise der ABB-Konzern, Zürich, nach der Übernahme des Roboterspe- zialisten Gomtec in Seefeld seinen Kompetenzschwerpunkt für kolla- borierende Roboter inzwischen in Bayern. Mehr dazu steht in unse- rem Schwerpunkt „Maschinenbau in Süddeutschland“. ciu -Seiten 12 und 13 Im Süden trifft Erfindergeist auf Maschinenkompetenz Foto:Panthermedia/goodluz VDI nachrichten, Berlin, 28. 8. 15, swe Entgegen Forderungen aus der Energiewirtschaft will das Bundes- wirtschaftsministerium (BMWi) keinen eigenen Markt für Kraft- werksleistung einrichten. Viel- mehr hatte das BMWi in seinem Weißbuch Anfang Juli eine Weiter- entwicklung des bisherigen Strommarktdesigns vorgeschla- gen. Dieser Kurs fand am Dienstag in Berlin auf der Handelsblatt-Ta- gung „Erneuerbare Energien“ breite Unterstützung. „Wir begrü- ßen 19 von 20 Punkten“, erklärte Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). Vor allem der An- satz einer Flexibilisierung des Strommarkts sei wegweisend. Statt eines Kapazitätsmarktes soll über eine Kapazitätsreserve in Höhe von 4,7 GW mit Braunkohle- kraftwerken die Versorgungssi- cherheit hergestellt werden. Die- sen politischen Kompromiss hält der BEE zwar für ein falsches Sig- nal, doch könne man damit leben, so Falk. Bei der Kapazitätsreserve sollen die Übertragungsnetzbe- treiber eine zentral festgelegte Menge an Erzeugungskapazitäten durch eine Ausschreibung be- schaffen. Deren Gewinner setzen ihre Kraftwerke aber nur dann ein, wenn die Strombörse die Nachfra- ge nach Elektrizität nicht decken kann. Der Strommarkt 2.0 ist keine Gefahr für die Versorgungssicherheit Damit bliebe es für den Strom- großhandel beim sogenannten Energy-only-Markt – es werden nur die Energielieferungen vergü- tet, nicht aber die Bereitstellung der Leistung. „Der Energy-only- Markt ist der richtige Weg“, beton- te Wolfgang Cieslik, Mitglied der Geschäftsleitung beim Essener Kraftwerksbetreiber Steag. Energiepolitik: Bis Montag konnte die Energiewirtschaft das Weißbuch für ein neues Strommarkt- design in Deutsch- land kommentieren. Das Papier stößt auf weitgehende Zustimmung der Branche. Was der Endkunde davon hat, bleibt offen. Für bestehende konventionelle Kraftwerke, die die Grundlast si- cherten, brauche man jedoch ei- nen ausreichend hohen De- ckungsbeitrag – zumindest für den laufenden Betrieb der kommen- den drei Jahre, stellte Cieslik klar. AuchVertreter der Netzbetreiber zeigten sich zufrieden: „Wir sehen keine Gefahr für die Versorgungs- sicherheit“, unterstrich Dirk Bier- mann, Geschäftsführungsmitglied beim Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission. „Der Strommarkt 2.0 ist der Be- reich, wo sich die Diskussion in Brüssel am stärksten mit dem deckt, was derzeit in Berlin disku- tiert wird“, betonte Joachim Balke, Mitglied des Kabinetts von EU- Energiekommissar Miguel Arias Cañete.„Wir müssen dafür sorgen, dass die Preissignale besser beim Endkunden ankommen und der Wettbewerb gesichert wird“, un- terstrich Balke. Dass auch die Ver- braucher ihr Verhalten am Markt orientieren können, ist für Joa- chim Goldbeck, Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft, sogar das „Allerwichtigste“. Dann nämlich würden die Verbraucher reagieren und ihren Strombedarf reduzieren oder die Eigenversor- gung und Speicherung ausbauen. Das sieht Michael Sladek vom Ökostrompionier EWS Elektrizi- tätswerke Schönau noch nicht so. Die derzeitigen Preissignale reich- ten bei Weitem nicht aus, um ein geändertes Endkundenverhalten im Strombereich anzureizen. „Die Marktbedingungen stimmen noch nicht, weil die externen Kosten der Energieerzeugung nicht internali- siert sind“, sagte Sladek in Berlin. HANS-CHRISTOPH NEIDLEIN - Seiten 2 und 3 Unter Dampf: Die Bundesregie- rung will über eine Kapazitätsreser- ve in Höhe von 4,7 GW mit Braun- kohlekraftwerken zukünftig die Versorgungssicherheit herstellen. Foto: alimdi.net/mhm Mehr Markt für Strom