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Transformationen:
Zum Übergang aus langfristigen
Editionsprojekten in die digitale Welt
Georg Vogeler
@gvogeler
Zentrum für Informationsmodellierung – Universität Graz
Institut für Dokumentologie und Editorik e.V.
Was ist ein langfristiges Editionsprojekt?
• Einheitliches Textcorpus (auf Grund von Thema, Form)
• Gemeinsame Editionsmethode
• Gemeinsamer Forschungskontext
• Stabile Bearbeiter
• So groß, daß 3 bis 5 Jahre Forschungsförderung nicht ausreichen
Langfristige Editionsprojekte: beispielsweise
• Marx-Engels-Gesamtausgabe (Berlin-Brandenburgische Akademie der
Wissenschaften)
• Reichsversammlungen und Reichstage 1376-1662 (Historische Kommission
bei der Bayerische Akademie der Wissenschaften)
• Ministerratsprotokolle Bayern (Historische Kommission bei der Bayerische
Akademie der Wissenschaften)
• Ministerratsprotokolle Habsburgerreich (Österreichische Akademie der
Wissenschaften)
• Monumenta Germaniae Historica
• Deutsche Inschriften (Interakademisches Projekt)
• …
Editionsmaterial
(Basistexte, Beschreibungen, Abbildungen, Listen, Bibliographie, …)
Lesen
Analysieren
(Suchen,
Zählen,
Beziehungen
herstellen)
Papier / Buch
Computer
Projektlaufzeit
Z.B. MGH – DD F.II.
• Beschlossen 1978, Anschubfinanzierung DFG 1985, übernommen von
der Bayerischen Akademie der Wissenschaften seit 1990, zwei
Mitarbeiter Vollzeit, Studienassistenzen, derzeit aufgestockt um eine
dritte Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters, Leitung Prof. Dr.
Walter Koch (ehem. Mitarbeiter an der Edition Friedrich Barbarossas)
• Vorgehen:
• Materialsammlung seit 1904
• Archivreisen seit 1988
• Texterstellung seit 1999
• Publikationen: Bd. 1 2002, Bd. 2 2008, Bd. 3 2010, Bd. 4 2014, Bd. 5 in
Vorbereitung, Editionsplan auf mindestens 8 Bde. ausgelegt
DD.F.II. online: eMGH
DD.F.II. online: dMGH
Digitale Edition – warum sollte man
überhaupt darüber nachdenken?
• Verfügbarkeit
Publikation im WWW,
kontinuierliche Publikation,
Nachnutzung der Originaldaten
• Interaktivität
Vom Benutzer beeinflußbare
Anzeige, z.B. Volltextsuche,
Selektion, Ein/Ausblenden von
Informationen, Hyperlinks
• Multimedialität
Einbindung von
Handschriftenbildern, Karten etc.
Integration digitale und
gedruckte Formen
Beispiel Historische Kommission bei der
Bayerischen Akademie der Wissenschaften
http://www.bayerischer-ministerrat.de/
Kodierung von Druckvorlagen:
z.B. Deutsche Inschriften - online
Grüntgens Max; Kasper, Dominik, 2013, https://prezi.com/ddlgg6edxs1n/dio-vortrag-itug-2013/
Deutsche Inschriften
http://www.inschriften.net,hierhttp://www.inschriften.net/landkreis-
ludwigsburg/inschrift/nr/di025-0394.html
Digitale Edition – warum sollte man
überhaupt darüber nachdenken?
Benutzersicht
• Verfügbarkeit
Publikation im WWW,
kontinuierliche Publikation,
Nachnutzung der Originaldaten
• Interaktivität
Vom Benutzer beeinflußbare
Anzeige, z.B. Volltextsuche,
Selektion, Ein/Ausblenden von
Informationen, Hyperlinks
• Multimedialität
Einbindung von
Handschriftenbildern, Karten etc.
Erstellersicht
Druck als eine Ausgabeform der digitalen Edition
Digitale Edition – warum sollte man
überhaupt darüber nachdenken?
Benutzersicht
• Verfügbarkeit
Publikation im WWW,
kontinuierliche Publikation,
Nachnutzung der Originaldaten
• Interaktivität
Vom Benutzer beeinflußbare
Anzeige, z.B. Volltextsuche,
Selektion, Ein/Ausblenden von
Informationen, Hyperlinks
• Multimedialität
Einbindung von
Handschriftenbildern, Karten etc.
Erstellersicht
• Abstraktion
Konzentration auf inhaltliche
Entscheidungen durch Trennung von Daten
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• Einbindung von externen Quellen
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• Konsistenz der Daten
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• Kollaboration über Distanz
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Editionsprozeß DD.F.II.
• Urkunden- und Literaturkartei
• Zu jeder Urkunde ein Mappe mit
• Erfassungsbogen
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• Photokopien
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Editionstext
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Editionsprozeß?
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Lesen
Analysieren
(Suchen,
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Papier / Buch
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Projektlaufzeit
Kodierung
Kategorisierung von Textfragmenten, so daß
1. die Textfragemente anders als in der originalen Form organisierbar
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2. sich aus den Kategorien Annahmen über die Textfragmente ergeben
(semantische Anreicherung)
Kodierung in der Texterstellung
„In der nachstehenden Textausgabe des älteren, im Essener
Münsterarchiv aufbewahrten Exemplars des Liber ordinarius sind die
rubrizierten Überschriften in Kursivschrift wiedergegeben. Die Initialen
sind fett gedruckt. Die Versalzeichen sind weggelassen, dafür ist aber
jedesmal der erste Buchstabe nach einem Versalzeichen auch fett
gedruckt, nur nicht so gross, wie die Initialen. Die im Original mit Noten
auf vier oder zwei Linien versehenen Texte sind durch gesperrte
Kursivschrift gekennzeichnet. Die eingeklammerten Zahlen entsprechen
den Seitenzahlen des Kodex. Die figürlichen Darstellungen im Original
sind in ganz genauer Grösse an den entsprechenden Stellen in dem Text
wiedergegeben.“
(Einleitung zur Edition des Essener Liber ordinarius, ed. Arens 1908, S. IX)
Kodierung
„In der nachstehenden Textausgabe des älteren, im Essener
Münsterarchiv aufbewahrten Exemplars des Liber ordinarius sind die
rubrizierten Überschriften in Kursivschrift wiedergegeben. Die
Initialen sind fett gedruckt. Die Versalzeichen sind weggelassen, dafür
ist aber jedesmal der erste Buchstabe nach einem Versalzeichen auch
fett gedruckt, nur nicht so gross, wie die Initialen. Die im Original mit
Noten auf vier oder zwei Linien versehenen Texte sind durch gesperrte
Kursivschrift gekennzeichnet. Die eingeklammerten Zahlen
entsprechen den Seitenzahlen des Kodex. Die figürlichen
Darstellungen im Original sind in ganz genauer Grösse an den
entsprechenden Stellen in dem Text wiedergegeben.“
(Einleitung zur Edition des Essener Liber ordinarius, ed. Arens 1908, S. IX)
Vorlage Edition
rubrizierten Überschriften Kursivschrift
Initialen fett
Versalzeichen weggelassen
der erste Buchstabe nach einem
Versalzeichen fett, nicht so gross
Noten gesperrte Kursivschrift
Seitenzahlen des Kodex eingeklammerten Zahlen
figürlichen Darstellungen wiedergegeben
Vorlage Gedruckte Kodierung Digitale Kodierung (z.B. TEI)
rubrizierten
Überschriften
Kursivschrift <head>…</head>
Initialen fett <hi>…</hi>
Versalzeichen weggelassen <metamark/>
erster Buchstabe nach
einem Versalzeichen
fett, nicht so gross
Noten gesperrte Kursivschrift <notatedMusic>
Seitenzahlen des Kodex
eingeklammerten
Zahlen
<pb n="fol. 1r"/>
figürlichen
Darstellungen
wiedergegeben <figure><graphic url="….jpg"/></figure
Leiden + EpiDoc / papyri.info
http://papyri.info/docs/leiden_plus#formatting---word-and-document
Alle Editionen seit dem Beginn
dieses Jahrtausends sind digitale
Editionen.
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(http://telota.bbaw.de/constitutiones)
• Editionstexte ohne Einleitungen und
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• MGH Urkunden Heinrichs VI.:
(http://www.mgh.de/datenbanken/diplom
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• „Datenbanken“
• Schreiberdatenbank Ludwig der Fromme,
Ergänzende Materialien Ottonenurkunden
Szenarien der Transformation
1. Onlineedition neben gedruckter Edition
2. Angereicherte Retrodigitalisierung
3. Materialsammlungen als digitale Forschungsdaten
4. Kodierung der Druckvorlage digital nutzbar machen
5. Digitale Arbeitsumgebungen
z.B. MS-Word/Libre Office Writer:
Semantische Kodierung in der Druckvorlage
z.B. Oxygen-Framework Ediarum: XML basiert
StefanDumontandMartinFechner,«BridgingtheGap:GreaterUsabilityforTEI
encoding»,JournaloftheTextEncodingInitiative[Online],Issue8|December2014
-December2015,Onlinesince09June2015,connectionon10September2017.
URL:http://jtei.revues.org/1242;DOI:10.4000/jtei.1242
Alle aktuell erarbeiteten Editionen
sind potentiell digitale Editionen.
Georg Vogeler
georg.vogeler@uni-graz.at
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Transformationen: Zum Übergang aus langfristigen Editionsprojekten in die digitale Welt

  • 1. Transformationen: Zum Übergang aus langfristigen Editionsprojekten in die digitale Welt Georg Vogeler @gvogeler Zentrum für Informationsmodellierung – Universität Graz Institut für Dokumentologie und Editorik e.V.
  • 2. Was ist ein langfristiges Editionsprojekt? • Einheitliches Textcorpus (auf Grund von Thema, Form) • Gemeinsame Editionsmethode • Gemeinsamer Forschungskontext • Stabile Bearbeiter • So groß, daß 3 bis 5 Jahre Forschungsförderung nicht ausreichen
  • 3. Langfristige Editionsprojekte: beispielsweise • Marx-Engels-Gesamtausgabe (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) • Reichsversammlungen und Reichstage 1376-1662 (Historische Kommission bei der Bayerische Akademie der Wissenschaften) • Ministerratsprotokolle Bayern (Historische Kommission bei der Bayerische Akademie der Wissenschaften) • Ministerratsprotokolle Habsburgerreich (Österreichische Akademie der Wissenschaften) • Monumenta Germaniae Historica • Deutsche Inschriften (Interakademisches Projekt) • …
  • 4. Editionsmaterial (Basistexte, Beschreibungen, Abbildungen, Listen, Bibliographie, …) Lesen Analysieren (Suchen, Zählen, Beziehungen herstellen) Papier / Buch Computer Projektlaufzeit
  • 5. Z.B. MGH – DD F.II. • Beschlossen 1978, Anschubfinanzierung DFG 1985, übernommen von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften seit 1990, zwei Mitarbeiter Vollzeit, Studienassistenzen, derzeit aufgestockt um eine dritte Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters, Leitung Prof. Dr. Walter Koch (ehem. Mitarbeiter an der Edition Friedrich Barbarossas) • Vorgehen: • Materialsammlung seit 1904 • Archivreisen seit 1988 • Texterstellung seit 1999 • Publikationen: Bd. 1 2002, Bd. 2 2008, Bd. 3 2010, Bd. 4 2014, Bd. 5 in Vorbereitung, Editionsplan auf mindestens 8 Bde. ausgelegt
  • 8. Digitale Edition – warum sollte man überhaupt darüber nachdenken? • Verfügbarkeit Publikation im WWW, kontinuierliche Publikation, Nachnutzung der Originaldaten • Interaktivität Vom Benutzer beeinflußbare Anzeige, z.B. Volltextsuche, Selektion, Ein/Ausblenden von Informationen, Hyperlinks • Multimedialität Einbindung von Handschriftenbildern, Karten etc.
  • 10. Beispiel Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften http://www.bayerischer-ministerrat.de/
  • 11. Kodierung von Druckvorlagen: z.B. Deutsche Inschriften - online Grüntgens Max; Kasper, Dominik, 2013, https://prezi.com/ddlgg6edxs1n/dio-vortrag-itug-2013/
  • 13. Digitale Edition – warum sollte man überhaupt darüber nachdenken? Benutzersicht • Verfügbarkeit Publikation im WWW, kontinuierliche Publikation, Nachnutzung der Originaldaten • Interaktivität Vom Benutzer beeinflußbare Anzeige, z.B. Volltextsuche, Selektion, Ein/Ausblenden von Informationen, Hyperlinks • Multimedialität Einbindung von Handschriftenbildern, Karten etc. Erstellersicht
  • 14. Druck als eine Ausgabeform der digitalen Edition
  • 15. Digitale Edition – warum sollte man überhaupt darüber nachdenken? Benutzersicht • Verfügbarkeit Publikation im WWW, kontinuierliche Publikation, Nachnutzung der Originaldaten • Interaktivität Vom Benutzer beeinflußbare Anzeige, z.B. Volltextsuche, Selektion, Ein/Ausblenden von Informationen, Hyperlinks • Multimedialität Einbindung von Handschriftenbildern, Karten etc. Erstellersicht • Abstraktion Konzentration auf inhaltliche Entscheidungen durch Trennung von Daten und Ansicht • Einbindung von externen Quellen Bibliographische Daten, Georeferenzierung / Gazetteer • Konsistenz der Daten Regelhaftigkeit durch Maschine überprüfbar • Kollaboration über Distanz Gemeinsame Datenbanken von verteilten Arbeitsgruppen
  • 16. Editionsprozeß DD.F.II. • Urkunden- und Literaturkartei • Zu jeder Urkunde ein Mappe mit • Erfassungsbogen • Bildern • Photokopien • Zu jeder Urkunde eine Datei mit Editionstext • Dateien zur Vorbereitung von Registern, Bibliographie und Konkordanzen
  • 18. Daten (symbolische Repräsentation von Beobachtungen) Lesen Analysieren (Suchen, Zählen, Beziehungen herstellen) Papier / Buch Computer Beschreiben Kodieren Projektlaufzeit
  • 19. Kodierung Kategorisierung von Textfragmenten, so daß 1. die Textfragemente anders als in der originalen Form organisierbar sind (Strukturierung) 2. sich aus den Kategorien Annahmen über die Textfragmente ergeben (semantische Anreicherung)
  • 20. Kodierung in der Texterstellung „In der nachstehenden Textausgabe des älteren, im Essener Münsterarchiv aufbewahrten Exemplars des Liber ordinarius sind die rubrizierten Überschriften in Kursivschrift wiedergegeben. Die Initialen sind fett gedruckt. Die Versalzeichen sind weggelassen, dafür ist aber jedesmal der erste Buchstabe nach einem Versalzeichen auch fett gedruckt, nur nicht so gross, wie die Initialen. Die im Original mit Noten auf vier oder zwei Linien versehenen Texte sind durch gesperrte Kursivschrift gekennzeichnet. Die eingeklammerten Zahlen entsprechen den Seitenzahlen des Kodex. Die figürlichen Darstellungen im Original sind in ganz genauer Grösse an den entsprechenden Stellen in dem Text wiedergegeben.“ (Einleitung zur Edition des Essener Liber ordinarius, ed. Arens 1908, S. IX)
  • 21. Kodierung „In der nachstehenden Textausgabe des älteren, im Essener Münsterarchiv aufbewahrten Exemplars des Liber ordinarius sind die rubrizierten Überschriften in Kursivschrift wiedergegeben. Die Initialen sind fett gedruckt. Die Versalzeichen sind weggelassen, dafür ist aber jedesmal der erste Buchstabe nach einem Versalzeichen auch fett gedruckt, nur nicht so gross, wie die Initialen. Die im Original mit Noten auf vier oder zwei Linien versehenen Texte sind durch gesperrte Kursivschrift gekennzeichnet. Die eingeklammerten Zahlen entsprechen den Seitenzahlen des Kodex. Die figürlichen Darstellungen im Original sind in ganz genauer Grösse an den entsprechenden Stellen in dem Text wiedergegeben.“ (Einleitung zur Edition des Essener Liber ordinarius, ed. Arens 1908, S. IX)
  • 22. Vorlage Edition rubrizierten Überschriften Kursivschrift Initialen fett Versalzeichen weggelassen der erste Buchstabe nach einem Versalzeichen fett, nicht so gross Noten gesperrte Kursivschrift Seitenzahlen des Kodex eingeklammerten Zahlen figürlichen Darstellungen wiedergegeben
  • 23. Vorlage Gedruckte Kodierung Digitale Kodierung (z.B. TEI) rubrizierten Überschriften Kursivschrift <head>…</head> Initialen fett <hi>…</hi> Versalzeichen weggelassen <metamark/> erster Buchstabe nach einem Versalzeichen fett, nicht so gross Noten gesperrte Kursivschrift <notatedMusic> Seitenzahlen des Kodex eingeklammerten Zahlen <pb n="fol. 1r"/> figürlichen Darstellungen wiedergegeben <figure><graphic url="….jpg"/></figure
  • 24. Leiden + EpiDoc / papyri.info http://papyri.info/docs/leiden_plus#formatting---word-and-document
  • 25. Alle Editionen seit dem Beginn dieses Jahrtausends sind digitale Editionen.
  • 26. Digitale Vorformen … können nachgenutzt werden!
  • 28. Digitale Derivate: Vorabpublikation und Materialsammlungen • Nur transkribierte Texte mit Regest • DD Heinrich V. (http://www.mgh.de/ddhv/) • regionale Materialsammlung • MGH Constitutiones Karls IV. (http://telota.bbaw.de/constitutiones) • Editionstexte ohne Einleitungen und Register: • MGH Urkunden Heinrichs VI.: (http://www.mgh.de/datenbanken/diplom ata/urkunden-heinrichs-vi/) • MEGA (http://telota.bbaw.de/mega/) • „Datenbanken“ • Schreiberdatenbank Ludwig der Fromme, Ergänzende Materialien Ottonenurkunden
  • 29. Szenarien der Transformation 1. Onlineedition neben gedruckter Edition 2. Angereicherte Retrodigitalisierung 3. Materialsammlungen als digitale Forschungsdaten 4. Kodierung der Druckvorlage digital nutzbar machen 5. Digitale Arbeitsumgebungen
  • 30. z.B. MS-Word/Libre Office Writer: Semantische Kodierung in der Druckvorlage
  • 31. z.B. Oxygen-Framework Ediarum: XML basiert StefanDumontandMartinFechner,«BridgingtheGap:GreaterUsabilityforTEI encoding»,JournaloftheTextEncodingInitiative[Online],Issue8|December2014 -December2015,Onlinesince09June2015,connectionon10September2017. URL:http://jtei.revues.org/1242;DOI:10.4000/jtei.1242
  • 32. Alle aktuell erarbeiteten Editionen sind potentiell digitale Editionen. Georg Vogeler georg.vogeler@uni-graz.at Nutzen wir das Potential! Institut für Dokumentologie und Editorik e.V.

Hinweis der Redaktion

  1. Outline: Digitale Edition ist … Langfristige Editionsprojekte ist Ein einheitliches Textcorpus, das Gemeinsame Editionsregeln / -methoden braucht Einen gemeinsamen / spezifischen Forschungskontext hat Einen stabilen Bearbeiterstab hat Und so groß ist, daß es nicht im Rahmen einer der üblichen 3-5-Jahresförderungen realisiert werden kann. Z.B. Urkunden Kaiser Friedrichs II. = … Digitalisierung mit dMGH Digital First Akzeptieren, daß digitale Forschungsdaten entstehen Kodierung explizit machen, weiter entwickeln (Leiden+) Retrodigitalisierung Mustererkennung kann schon ziemlich viel Händische Anreicherung Problem Rechte => Hybrideditionen Umwandlung Vorabpublikation Werkzeuge Fazit: 5 Punkte F.II. und dMGH und „Edition champion“: Wo sind die Unterschiede: dMGH als elektronische Publikation, Materialien und Arbeitsprozeß in vordigitaler Welt aufgesetzt (physische Kopie, Mappen als Organisationshilfsmittel, Arbeitstechniken; Computer als Satzwerkzeug, Recherchealltag; Vorstellung vom „Buch“ als Produkt) DIO als weitergehende Retrokonversion Umstellung des Arbeitsworkflows? Karl IV Hindernisse für den Übergang: Online Publikation nur mit Retrodigitalisierung der alten Algorithmische Verarbeitung vs. Individuelle Entscheidung Methoden und Materialsammlung sind in vordigitaler Zeit definiert worden, Personal daran geschult Keine Hindernisse für den Übergang: Kodierung machen wir schon immer Digital First ist schon längst der Fall Es gibt technische Intermdiäre (Formatvorlagen in Word)
  2. Galenedition BBAW Corpus Vitrearum
  3. Die Kommission war eher technik-affin: Spiegel Publikation, Anschaffung von Scannern, Computereinsatz für die Textvorbereitung, umfangreiche digitale Dokumentation; aber auch: „Urkundenkartei“, „Literaturkartei“, „Mappen“ „Urkundenkartei“, „Literaturkartei“, „Mappen“ EDV-Einsatz: Scanner, Textverarbeitungssoftware Druckvorlage als Worddokument Register: Dateien, Zettel, vereinzelt lokale Datenbanklösungen Bd. 1: 137, Bd. 2: 276, Bd. 3: 205, Bd. 4: 277, Bd. 5: 197
  4. Nur Texte, dafür mit Lemmatisierung
  5. dMGH = …. Explizites Ziel: Erhalt der Zitierfähigkeit incl. Erhalt von Fehlern http://www.dmgh.de/de/fs1/object/display/bsb00066349_00013.xml => Ein TEI des Scans – also ohne jede Semantik
  6. Mustererkennung von Verweisen Händische Nachbearbeitung z.B. GND-Nummern LaTeX als Satzprogramm => Kodierung
  7. DI mit dem Formatvorlagenweg: Nachstrukturierung der Wordvorlage; Integration in Datenbank https://prezi.com/ddlgg6edxs1n/dio-vortrag-itug-2013/?utm Transkript von DIO-Vortrag ITUG 2013 Perspektiven und Probleme standardisierter XML-Auszeichnungen einer digitalen Inschriftenedition Onlinegang eines Inschriftenbandes DIO und EpiDoc: XML-Ausgabe und Potentiale  Hindernisse und Schwierigkeiten  _campaign=share&utm_medium=copy Max Grüntgens
  8. Gleiches Druckbild – aber andere Suchmöglichkeiten: Zeige mir alle Inschriften in gotischer Majuskel, die keine Epitaphien sind.
  9. DB = mein eigenes Arbeitsinstrument =>
  10. EpiDoc-Editor https://github.com/EpiDoc/EFES
  11. Reichstagsakten 1576 (Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München) Computer sind mit Lehrstuhl untergegangen, nur Filme, Photokopien, ausgedruckte Transkriptionen sind als Material archiviert worden
  12. Mustererkennung der Datierungen führt zu RTA 1576-Geschichte
  13. DD.H.V.: Keine Register, diplomatischer Kommentar, Bibliographie etc. Const.: „Das im Folgenden in elektronischer Form dargebotene Urkundenmaterial umfasst knapp 500 Urkunden aus allen mittel- und norddeutschen Archiven (d. h. aus Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern) sowie aus Dänemark, die dem editorischen Anspruch der Monumenta Germaniae Historica entsprechen und bis zum Erscheinen der jeweiligen Constitutiones-Bände (2011–2027) den maßgeblichen und zitierfähigen Editionsstand bieten. Dem virtuellen Charakter der Darbietung entsprechend kann "zitierfähig" jedoch nicht die seiten- und zeilengenaue Anführbarkeit eines Urkundenbelegs bedeuten. Auch auf eine Zeilenzählung innerhalb der Urkunden ist verzichtet worden, weil sich der Zeilenumfang je nach Ausgabe- und Darstellungsformat verändert.“ Bd. 12: 2013, 1357-1359 Constitutiones et acta publica imperatorum et regum. Dokumente zur Geschichte des Deutschen Reiches und seiner Verfassung. Bd. 13: 1360-1361 Teil 1: 1360 (Nr. 1–463) Bearbeitet von Ulrike Hohensee, Mathias Lawo, Michael Lindner und Olaf B. Rader. L und 414 S. 4º. 2016.  ISBN 978-3-447-10748-8    Ln. € 120,– bestellen/order Teil 2: 1361 (Nr. 464–786) und Register Bearbeitet von Ulrike Hohensee, Mathias Lawo, Michael Lindner und Olaf B. Rader. ISBN 978-3-447-10835-5    in Vorb. MEGA: Nur ein Textcorpus, edierter Text in verschiedenen Fassungen aber ohne Apparat, nur ein kumuliertes Sachregister
  14. Ad 1.: (als Vorabpublikation und / oder nachträgliches Onlinestellen; als funktional angereicherte/abweichende Publikation)
  15. Als Ansatz zum Erhalt der bisherigen Arbeitsumgebung. Bsp. Gallia Pontificia / Karl IV. Allgemeine Werkzeuge wie: Word, Literaturdatenbanken (Zotero); eigene Werkzeuge für Personen
  16. http://digiversity.net/2012/digitale-arbeitsumgebung-fur-das-editionsvorhaben-schleiermacher-in-berlin-1808-1834/ ediarum-Umgebung als Experiment Vorteil: konsistente Register, gemeinsame Ressourcen wie Literaturdatenbanken Lokale Datenbanklösungen; papyri.info; CTE bedenklich; TextGrid Oder aber eben den Word-Weg
  17. Akzeptanz, daß die Arbeit der Editoren in ihrer digitalen Form besser repräsentiert ist, als in der gedruckten Form – und Unterstützung dabei.