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Entwurfsbericht
Solardach
1 Aufgabenstellung
Es soll ein transparentes Solardach über den Fahrradabstellplatz eines Schulensembels gebaut werden.
Nachdem mehrere Varianten für die Solarüberdachung gerechnet und verglichen wurden, hat man sich für die
optimale Variante in Bezug auf Ertrag und Wartungsfreundlichkeit für das PV-Dach entschieden. Nun gilt es
eine baubare Lösung mit auf dem Markt verfügbaren Modulen zu entwickeln. Neben dem elektrischen
Anschluss dieser großen PV-Anlage müssen auch die Entwässerung und der Blitzschutz betrachtet werden. Da
sich das Solardach im öffentlichen Raum befindet wird zum Schutz der Technik ein kleines Gebäude für die
wertvollen Elektrogeräte geplant.
2 Inhaltsverzeichnis
1 Aufgabenstellung ........................................................................................................................................... 1
4 Einleitung........................................................................................................................................................ 3
5 Aufgabenstellung ........................................................................................................................................... 3
6 Randbedingungen .......................................................................................................................................... 3
6.1 Variante 1 PV in Ost-West-Ausrichtung 2 Module übereinander ......................................................... 5
6.2 Variante 2 Ost-West ausgerichtete Module 30°.................................................................................... 5
6.3 Variante 3 Sägedach PV Pultdächer....................................................................................................... 5
6.4 Variante 4 Pultdach fein gerippt............................................................................................................ 5
6.5 Variante 5 .............................................................................................................................................. 5
6.6 Variante 6 .............................................................................................................................................. 5
6.7 Variante 7 .............................................................................................................................................. 5
6.8 Variante 8 .............................................................................................................................................. 5
6.9 Variante 9 .............................................................................................................................................. 5
7 Auswertung .................................................................................................................................................... 7
7.1 Orientierung............................................................................................................................................... 7
7.2 Empfehlung............................................................................................................................................ 8
8 Randbedingungen .......................................................................................................................................... 8
9 Wirtschaftlichkeitsvorbetrachtung von großen PV-Anlagen an Schulen ....................................................... 9
10 Entwurfsplanung Elektro................................................................................................................................ 9
10.1 Indachsolar mit Modulen längs der Dachneigung, Vertikal................................................................. 11
10.2 Indachsolar mit Modulen Quer zur Dachneigung, Horizontal............................................................. 11
10.3 Wahl der PV-Module ........................................................................................................................... 12
10.4 Einteilung von Photovoltaik................................................................................................................. 14
10.5 Wechselrichter..................................................................................................................................... 15
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10.5.1 Schutzeinrichtungen ................................................................................................................... 15
10.5.2 Ausstattung / Funktion / Zubehör .............................................................................................. 15
10.5.3 System Manager-Funktion.......................................................................................................... 16
10.6 Strangplanung / Stringplanung............................................................................................................ 16
10.7 Stromanschluss.................................................................................................................................... 17
10.8 Internet................................................................................................................................................ 18
10.9 Technikraum........................................................................................................................................ 18
10.10 Blitzschutz............................................................................................................................................ 20
11 Entwurfsplanung Sanitär.............................................................................................................................. 20
12 Nutzungskonzept für Solarstrom.................................................................................................................. 21
13 Energieverbrauch ......................................................................................................................................... 21
14 Maximale Leistung Eigenverbrauch ............................................................................................................. 22
15 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von großen PV-Anlagen an Schulen........................................................... 22
15.1 Eigenverbrauchsprognose ................................................................................................................... 22
16 Schnelle CO2 Bilanz ...................................................................................................................................... 24
17 Kosten für Solardächer mit transparenten PV-Modulen.............................................................................. 24
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4 Einleitung
Das Schulareal der Stadt besteht aus 2 Schulgebäuden, Alt- und Neubau der Schule, aus einer Turnhalle und aus
Außensportanlagen.
5 Aufgabenstellung
Ziel dieser Gegenüberstellung verschiedenster PV-Überdachungen ist es, den Ertrag und die Eigennutzung von
PV-Strom zu optimieren. Folgende Varianten für verschiedene Ausrichtungen und Neigungen von
Photovoltaikmodulen wurden verglichen.
6 Randbedingungen
Der Eigenverbrauchte Strom wird mit einem Wert von 40 Cent je Kilowattstunde angenommen. Die
Einspeisevergütung wird mit 10 Cent je kWh angenommen.
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6.1 Variante 1 PV in Ost-West-Ausrichtung 2 Module
übereinander
Abbildung 1 Solardach in Ost/Westausrichtung aus zusammengesetzten Satteldächern 15° geneigt
6.2 Variante 2 Ost-West ausgerichtete Module 30°
Abbildung 2 Solardach in Ost/Westausrichtung aus zusammengesetzten Satteldächern 30° geneigt
6.3 Variante 3 Sägedach PV Pultdächer
Abbildung 3 6m 15° geneigte PV Module in Südausrichtung mit mäßigen Pultabstand
6.4 Variante 4 Pultdach fein gerippt
Abbildung 4 15° geneigtes Solardach Süd mit zwei Modulen in einer Reihe
6.5 Variante 5
Abbildung 5 PV Energieerzeugung bei 15° geneigtem Sägedach mit Südausrichtung
6.6 Variante 6
Abbildung 6 15° Sudausgerichtetes Solar Scheddach oder Sägedach
6.7 Variante 7
Dachneigung 5% oder 2,862 °
Abbildung 7 Flachgeneigtes Pultdach als Solarüberdachung
6.8 Variante 8
Diese Variante stellt das Optimum dar. Der Maximale Sonnenstromertrag wird an der Ostsee mit 40 °
Dachneigung und 2 ° Abweichung zu Süd erreicht. Die Werte sind ohne eigen Verschattung und Bäume.
Abbildung 8 Unverschattete Solaranlage mit optimierter Neigung und Azimut Winkel für die Ostsee
6.9 Variante 9
Wenn mehrere Photovoltaik Recks hintereinander aufgebaut werden verschatten sie sich in den
Morgenstunden. Wie groß muss der Abstand zwischen Photovoltaikmodulen sein, damit die vordere südlichere
Modulreihe die dahinterliegenden Solarmodule nicht verschattet. Es ist interessant zu sehen das bei 6 m
Photovoltaik Paneelen und 6 m Abstand zwischen den Modulen bei 30° Neigung ein Leistungsverlust zwischen
den Modulreihen zu verzeichnen ist.
Abbildung 9 30° geneigte 6m lange Solarfelder mit ca. 6m Abstand zueinander
Wird das Solardach für den Fahrradparkplatz gestuft entfällt die Verschattung der modulreihen und 2000 kWh
mehr können bei gleicher Fläche Sonnenstrom im Jahr geerntet werden.
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Abbildung 10 gestuftes Solardach ohne gegenseitige Verschattung der Module
Abbildung 11 Schnitt gestaffeltes Solardach
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7 Auswertung
Vergleichen wir die Varianten, kommen wir auf folgende Ergebnisse ungeachtet der Modulfläche.
Varian-
ten
Ausrichtung
Dachneigung
kWh/jahr
Fläche/Kosten
[m²]
effizienz
[kWh/m²] kWp Module Stk
1
Ost/West
15°
79686 580 137
80,91 497
2
Ost/West
30°
82379 647 127
90,2565 555
3 Süd 15° 84779 522 162 72,819 447
4 Süd 15° 85701 640 133 89,28 549
5 Süd 15° 95814 614 156 85,653 526
6 Süd 15° 94076 614 153 85,653 526
7 Süd 2,1° 81845 561 145 78,2595 481
8 Süd 40° theo 106940 522 204 72,819 447
9 Süd 30° 69912 388 180 54,126 333
7.1 Orientierung
In folgender Grafik ist die Verschattung durch die Bäume im Westen nicht enthalten.
Orientierung. Die Grafik zeit die Solarstrahlung je nach Solarausrichtung.
0
100
200
300
400
500
600
700
0
20000
40000
60000
80000
100000
120000
Ost/West
15°
Ost/West
30°
Süd
15°
Süd
15°
Süd
15°
Süd
15°
Süd
2,1°
Süd
40°
theo
Süd
30°
1 2 3 4 5 6 7 8 9
kWh/jahr Fläche/Kosten [m²] effizienz [kWh/m²]
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Abbildung 12 Solarstrahlung Ost- West-Ausrichtung und Südausrichtung über den Tagesverlauf
Betrachtet wird ein Sonniger Märztag bei 15° Dachneigung.
7.2 Empfehlung
Es wird eine Südausrichtung empfohlen. Je größer die Dachfläche, desto weniger eigen Verschattung. Je höher
das Dach, desto weniger Verschattung durch die Bäume am Nachmittag. Variante 3 hat die größte Effizienz. Die
Turnhalle verschattet die Module nach jetziger Erkenntnis kaum. Variante 2 ist die beste Variante für die Ost
West Ausrichtung. Die Kosten könnten durch eine Blindreihe ohne aktive Photozellen im Modul, zu den
Bäumen verringert werden. Variante 3 mit Südausrichtung bietet den besten Ertrag bei geringen Kosten und ist
daher die beste Variante.
Variante 9 stellt einen zu diskutierenden Vorschlag dar. Variante 9 ist aus technischer Sicht die beste Variante.
Sollte 8 m Firsthöhe statisch keinen Sinn machen kann die Dachneigung verringert werden. Variante 9 besteht
aus weniger PV Modulen mit einer Spitzenleistung von ca. 55 kWpeak. Die Spitzenlast kann durch den
Wechselrichter auf 45 kW gedrosselt werden. Variante 9 kann sowohl an einen neuen Verknüpfungspunkt oder
an den Altbau der Schule angeschlossen werden.
Eine geringe Dachneigung erhöht die Lastspitze im Sommerzenit und reduziert den Ertrag im Winter.
Außerdem entfällt der selbst-reinigungs-Effekt durch natürliche Niederschläge, wodurch flache PV-Anlagen
häufiger gereinigt werden müssen.
Steile Dachflächen oder gar Fassaden Pv gelten deshalb als Winter optimiert.
Diese Aussagen treffen nur auf PV anlagen ohne Speicher zu. Anlagen mit Energiespeichern sollten Ertrags- und
nicht Lastspitzen optimiert sein. Es gilt ein gutes Konzept des Eigenverbrauchs zu erstellen, um die
Wirtschaftlichkeit zu verbessern.
Maßgeblich über allem gelten auch die Gestalterischen und kostentechnischen Punkte der Architektur und
Statik.
8 Randbedingungen
Die Photovoltaikanlage wird eine Gesamtspitzenleistung von 100 kW Peak nicht überschreiten.
Der nächstgelegene Neuanschluss kann nur ca. 55 kWpeak aufnehmen.
Wird das Solardach dort angeschlossen amortisieren sich die PV-Module finanziell nicht. Wie aus dem Kapitel
Energieverbräuche hervorgeht, könnte eine Eigennutzung der Photovoltaik Anlage ca. 27.000 € den Bürgern
einsparen.
0
50
100
150
200
250
300
350
400
450
0 4 8 12 16 20 24
Solarstrahlung 15°
Süd Ost West
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9 Wirtschaftlichkeitsvorbetrachtung von großen
PV-Anlagen an Schulen
Anbinde Leitungen von PV-Anlagen über Parkplätzen oder Radabstellplätzen bringen kosten mit sich. Wird der
erneuerbare Strom vor dem Hausanschlusszähler angeschlossen, kann der Sonnenstrom verbraucht werden,
ohne dass der Zähler sich dreht. Die Eigennutzung von PV-Strom stellt den größtmöglichen Gewinn für
Immobilienbesitzer und Netzbetreiber dar.
Die Wertschöpfungsketten und Übertragungsverluste sind kurz.
Stromproduktion
Variante 9 kWh Stromverbrauch kWh Stromkosten Einspeisevergütung
69912 29.941,02 11.976,41 € 3.997,10 €
Würden 45 kW PV in den Altbau der Schule angeschlossen, entstünde eine Einsparung von ca. 10.000 € durch
Eigenverbrauch und 4.000 € Einspeisevergütung.
Die Anschlussleitung wäre ca. 130 m lang. Es entstünden bei 50 €/m³ Erdarbeiten und 50 €/m Kabel von
schätzungsweisen Mehrkosten unter 10.000 € zuzüglich der eventuellen Pflasterarbeiten.
Die Erdarbeiten würden sich vor Ablauf des ersten Betriebsjahres der Photovoltaik-Anlagen rechnen.
Als Direkteinspeisung wird die gleiche PV-Anlage ca. 6.500 € Einspeisevergütung bekommen, bis die
Einspeisevergütung ausläuft. Die Einspeisevergütung sink jedes Jahr und läuft nach 20 Jahren aus.
Im Vergleich entstehen bei dem Eigenverbrauch 152.000 € mehr Gewinn als bei der Einspeisung. Dafür könnten
nach 20 Jahren für 100.000 € neue PV-Module gekauft werden. Außerdem können die kosten für das PV-
Recycling bezahlt werden.
10 Entwurfsplanung Elektro
Die 15 Grad geneigten Dächer werden hintereinander gereiht. Die Dachneigung sorgt für eine Selbstreinigung
der Solarmodule. Es wird trotzdem empfohlen die Solarmodule jährlich zu reinigen.
Zwar verschattet bei einem sog. Sägedach, der vorhergehende First die unteren Reihen des folgenden
Pultdaches, jedoch bilden die unterste Paneelreihe ohne aktive Photovoltaik-Zellen einen Spielraum für die
unterschiedlichen PV-Modulmaße auf dem Markt. Somit können die Arbeiten produktneutral ausgeschrieben
werden.
0
50.000
100.000
150.000
200.000
250.000
300.000
0 5 10 15 20 25
Einsparung abzüglich Mehrkosten für Erdarbeiten und Kabel anschluss
Inselschule altbau
Gewinn mit Einspeisevergütung
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Abbildung 13 Schnitte des Solar-Bikeport (in Anlehnung an Solar-Carport)
Abbildung 14 Visualisierung © Christine Mussmann
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10.1 Indachsolar mit Modulen längs der
Dachneigung, Vertikal
Klassischerweise werden Indach Solaranlagen längs der Dachneigung verlegt. Schaut man sich die Beipass
Dioden von Solarmodulen an und bedenkt eine waagerechte Verschattung, ist zu überlegen ob die Module
quer also horizontal verbaut werden.
10.2Indachsolar mit Modulen Quer zur Dachneigung,
Horizontal
Während bei dem vertikal eingebauten Modul links, die Abschattung aller Zellstrings gleichsam schwächt,
würden bei dem vertikal verbauten Modul mehr Leistung umgewandelt werden.
Nach Rücksprache mit der lmpegs Innovativer Glasbau und Solarsysteme e.K, die Jahrzehnte Erfahrung mit
Indachsolaranlagen sammeln konnte wurde von der Vertikalen Einbauvariante abgeraten. Dreckansammlungen
am langen Modulrand könnten zu langjährigen Ertragseinbußen führen. (Ertragseinbußen durch
Verschmutzung)
Die erste Reihe Solarmodule wird wegen der Eigenverschattung in jedem Fall mit Blindmodulen oder Leerteilen
ausgefüllt werden.
Verschattung
der Zellstrings
Abbildung 15 Verschattung der Zellstrings, wenn die PV-Module Vertikal- (links) oder Horizontal eingebaut werden
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Abbildung 16 Solarsägedach mit einer freien Photovoltaik Modulreihe
Rund 80 m² weniger Photovoltaik, verringern die kosten. Es bleibt die unvermeidliche Verschattung durch die
Bäume. Die Energieerträge entstehen durch die Annahme von 80% Flächenbelegung durch aktive PV-Wafern
und einem Wirkungsgrad von 16%.
10.3Wahl der PV-Module
Es wird empfohlen möglichst lokale Photovoltaik Modul Hersteller zu wählen. CS Wismar unweit des Bauorts
hat uns hervorragend beraten und ist preislich konkurrenzfähig.
Transparente Photovoltaikmodule für Carports benötigen eine Überkopf Zulassung, damit sichergestellt wird,
dass darunter laufende Personen nicht von dem Glas gefährdet werden.
Auf der Fläche des Solardachs wäre Platz für mehr als 100 kW peak PV. Es kommt hier also nicht auf die
Spitzenleistung der Module an. Es ist möglich weniger Zellen in ein Modul einzulassen um
1. Mehr Licht durch die transparenten Module in das darunter liegende Bauwerk kommen zu lassen
2. Geringer Leistungsspitzen auf großen Flächen zu erreichen.
Transparenz und Leistung von lichtdurchlässigen Photovoltaikmodulen
Doppelglas-Modul 2x3mm, rahmenlos, Floatglas, Stecksystem MC4, Zugelassen für
Überkopfmontage(nach DIBT)
Zelle Wp Rückseite Abmessungen mm Art.-Nr.
Excellent Glass/Glass
325M60 balance DIBT
mono 325 Transparent
10%
1.693 x 993 x 7.5 EGF060D325E00T5D
Excellent Glass/Glass
290M54 brilliant DIBT
mono 290 Transparent
19%
1.693 x 993 x 7.5 EGF054D290E00T5D
Excellent Glass/Glass
260M48 brilliant DIBT
mono 260 Transparent
27%
1.693 x 993 x 7.5 EGF048D260E00T5D
Excellent Glass/Glass
170M32 brilliant DIBT
mono 170 Transparent
51%
1.693 x 993 x 7.5 EGF032D170E00T5D
Im Bezug auf den Randabstand der Zellen zum Glasrand und Ertragseinbußen durch Verschmutzung wurden
stichprobenartig zwei Modultypen verglichen.
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Es zeigt sich, dass die Randabstände unterschiedlicher Tranzparenzgräder konstant ist. Somit löst sich die
Ertragseinbußen durch Verschmutzung am Rand Thematik nicht.
Selbst wenn entsprechend der Abdichtungstechnik von Wasserführenden Solaranlagen eine Horizontale
einbauart nichts im Wege steht wird eine Vertikale einbauweise empfohlen.
Abbildung 18 Solarkraftwerk mit horizontal verbauten Modulreihen
Abbildung 17 PV Glas/Glas Module mit unterschiedlicher Transparenz (10% transparenz linkt, 27% recht)
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Tatsächlich gibt es Solarkraftwerke, die sich für eine Horizontale Ausrichtung der Module entschieden haben.
Es ist also möglich, wenn es gewünscht wird. Es handelt sich auf dem Foto um eine nicht wasserführende PV-
Freiflächenanlage. Die Abdichtungstechnik ist der entscheidende Unterschied.
Es werden monokristalline Module ähnlicher derer von CS Wismar mit maximal 325 W je Modul gewählt.
Breite [mm]: 993
Höhe [mm]: 1693
Dicke [mm]: 35
Rahmung:
Gewicht (kg) 20
Leistung [Watt]: 325
Zelltyp: Monokristalline
Temperaturkoeffizient [%/°C]: -0,39
Wirkungsgrad STC: 0,193
Ausgangsstrom MPP [A]: 9,6
Ausgangsspannung MPP [V]: 33,85
Kurzschlussstrom [A]: 10,31
Leerlaufspannung (V): 40,41
Temperaturkoeffizient [%/K]: 0,04
Temperaturkoeffizient [%/K]: -0,28
Max. EU: 1000
Maximaler [A] 15
10.4Einteilung von Photovoltaik
Die wenigsten Dächer richten sich nach den PV-Modul Maßen. Daher ist eine Einteilung der Module notwendig.
Wieviel Abstand muss zwischen den Modulen verbleiben, um diese zu befestigen, Platz zur
temperaturbedingten Ausdehnung zu bieten und die Regensicherheit herzustellen.
Abbildung 19 Detail der Verlegeabstände von Photovoltaik Modulen
8,5 mm Abstand je Modul oder 17 mm zwischen zwei Solarmodulen insgesamt sollten mindestens Platz
gelassen werden. Auf der langen Seite des Moduls sind es 19 mm Abstand.
Bei einer Breite des Solardaches von 32 m können demensprechend 31 Module in eine Reihe passen.
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10.5 Wechselrichter
Es werden beispielhaft vier SMA-Wechselrichter mit max. 37 kW Peak herangezogen.
Technische Daten
Sunny Tripower
X 25
Eingang (DC)
Max. PV-Generatorleistung 37500 Wp STC
Max. Eingangsspannung 1000 V
MPP-Spannungsbereich 430 V bis 800 V
Bemessungseingangsspannung 580 V
Min. Eingangsspannung / Start-Eingangsspannung 150 V / 188 V
Max. nutzbarer Eingangsstrom pro MPP-Tracker 24 A
Max. Kurzschlussstrom pro MPP-Tracker 37,5 A
Anzahl der unabhängigen MPP-Tracker / Strings pro MPP-Tracker 3 / 2
Ausgang (AC)
Bemessungsleistung (bei 230 V, 50 Hz) 25000 W
Bemessungsscheinleistung / Max. Scheinleistung 25000 VA/25000 VA
AC-Nennspannung 220 V / 380 V; 230 V / 400 V; 240 V / 415 V
Spannungsbereich 176 V bis 275 V / 304 V bis 477 V
Netzfrequenz / Bereich 50 Hz / 44 Hz bis 56 Hz
60 Hz / 54 Hz bis 66 Hz
Bemessungsnetzfrequenz / Bemessungsnetzspannung 50 Hz / 230 V
Bemessungsausgangsstrom / Max. Ausgangsstrom 36,2 A / 36,6 A
Einspeisephasen / AC-Anschluss 3 / 3-(N)-PE
Leistungsfaktor bei Bemessungsleistung / Verschiebungsfaktor
einstellbar
1 / 0,0 übererregt bis 0,0 untererregt
Harmonische (THD) < 3 %
Wirkungsgrad
Max. Wirkungsgrad / Europ. Wirkungsgrad 98,2 % / 98,0 %
10.5.1 Schutzeinrichtungen
Eingangsseitige Freischaltstelle ●
Erdschlussüberwachung / Netzüberwachung ● / ●
DC-Verpolungsschutz / AC-Kurzschlussfestigkeit ● / ●
Allstromsensitive Fehlerstromüberwachungseinrichtung ●
Schutzklasse (nach IEC 62109-1) /
Überspannungskategorie (nach IEC 62109-1)
I / AC: III; DC: II
Lichtbogenschutzfunktion (AFCI) / I-V Generatordiagnose ● / ●1)
DC-Überspannungsableiter (Typ 2, Type 1/2) ○
Allgemeine Daten
Maße (B / H / T) 728 mm / 762 mm / 266 mm (28,7 in / 30,0 in / 10,5 in)
35 kg (77 lb)
Gewicht
Betriebstemperaturbereich −25 °C bis +60 °C (−13 °F bis +140 °F)
Geräuschemission, maximal (1m) 59 dB(A)
Eigenverbrauch (Nacht) < 5 W
Topologie / Kühlprinzip keine galvanische Trennung / OptiCool
Schutzart (nach IEC 60529) / Klimakategorie (nach IEC
60721-3-4)
IP65 / 4K26
Zulässiger Maximalwert für die relative Feuchte (nicht
kondensierend)
100 %
10.5.2 Ausstattung / Funktion / Zubehör
DC-Anschluss / AC-Anschluss SUNCLIX / Federzugklemme
LED-Anzeige (Status / Fehler / Kommunikation) ●
Schnittstelle: Ethernet / lokales WLAN / RS485 (client) ● (2 Ports) / ● / ○1)
Datenprotokolle: SMA Modbus / SunSpec Modbus /
Speedwire
● / ●1)
/ ●
Multifunktionsrelais / Steckplatz für Erweiterungsmodul ● / ● (1 Port)
Anzahl digitaler Eingänge 6
Montageart Wandmontage
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SMA ShadeFix / Integrated Plant Control / Q on Demand
24/7
● / ● / ●
Off-Grid-fähig ●
Garantie: 5 / 10 / 15 / 20 Jahre ● / ○ / ○ / ○
Zertifikate und Zulassungen (weitere auf Anfrage) CE, UKCA; EN 50549-1/-2:2018; VDE-AR-N 4105:2018 incl. PAV,E; VDE-AR-N
4110:2018;
TOR Erzeuger Typ A:2019-12; C10/C11:2019 & V1:2020 LV&MV; VDE 0126-1-1:2013/
A1:2012;
VFR 2019; CEI 0-16/0-21:2019 & V1:2020; UNE 217002:2020; TED/749/2020 inkl.
NTS2.1;
EREC G99/1-8:2021 Type A; EIFS 2018:2; PSE 2018; NRS 097-2-1:2017; NBR
16149:2013; IEC62109-1/-2; AS4777.2:20201)
; IEC 617271)
; IEC621161)
10.5.3 System Manager-Funktion
Gesamtzahl der unterstützten Geräte - davon: 6
Maximale Anzahl unterstützter SMA Wechselrichter 5
Maximale Anzahl unterstützter Energiezähler 1
Maximale Anlagenleistung PV-Wechselrichter (AC-
Nennleistung)
135 kVA
Zentrale Inbetriebnahme aller Geräte im System ●
Fernparametrierung von SMA Geräten mit Sunny Portal
powered by ennexOS
●
Direktvertrieb über SMA SPOT (Deutschland) ●
SMA Dynamic Power Control (z.B. Zero Feed in / Q(U)) ○2)
Typenbezeichnung STP 25-50
● Serienausstattung ○ Optional — Nicht verfügbar “STC”- Standard-Testbedingungen Angaben bei Nennbedingungen Stand: 02/2023 1) demnächst 2)
derzeit kostenfreie Lizenz
10.6Strangplanung / Stringplanung
Wie viele Module in Reihe geschaltet werden können hängt vom Wechselrichter ab. Bei einer max.
Modulspannung von ca. 40 V dürfen die 1000 V Maximalspannung des Systems nicht überschritten werden. Die
Leistung der Module bei kälteren Temperaturen, wie den 20 ° Testbedingungen ist höher. Daher sollte eine
Reserve gelassen werden. Die Anlage erreicht bei 18 Modulen in Reihe maximal 720 V. Die Wechselrichter
können diese Spannung problemlos verarbeiten.
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Abbildung 20 Wechselrichter Eingänge für 4 Reihen PV; 30 Stk. pro Reihe
Abbildung 21 Wechselrichter Eingänge für 3 Reihen, 30 Stk. pro Reihe
10.7 Stromanschluss
Es wurde ein neuer Stromanschluss für die PV Anlage beantragt. Der neue Stromanschluss wird in einen
Anschlussraum geführt, ähnlich einer „Fertiggarage“ auf dem Parkplatz.
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10.8Internet
Für das Datenmanagement und die Fernwartung brauchen die Wechselrichter Wlan bzw. Internet.
Der Bauherr wünscht einen eigenen Telefonanschluss mit dem Stromanschluss zu verlegen.
10.9Technikraum
Der Technikraum sollte mindestens 3,5 m lang und 2 m breit sein. Der Technikraum bietet Platz für die
Hausanschlusskästen und die Wechselrichter. Ein Batteriebetriebener Rauchmelder dient dem Brandschutz.
Der Solarstrom wird in einer 10 mm² gleichstromleitung im Erdreich bis zum Technikraum geführt, wo er von
den Wechselrichtern in Wechselstrom umgewandelt wird.
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Abbildung 22 Wandansichten des Technikraums für die Photovoltaikeinspeisung und Eigenverbrauch
Technikraum Draufsicht
Internetzugang
125 kW Anschluss
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10.10Blitzschutz
Abbildung 23 Blitzschutz Solar im öffentlichen Raum
Wie in Abbildung 13 Schnitte des Solar-Bikeport (in Anlehnung an Solar-Carport) dargestellt müssen auf den
Dach Fangstangen angebracht werden. 4 Stück je Dachfirst mit 1 m Höhe sollten das Dach vor Blitzschlag
schützen.
In den Fundamenten der Stahlkonstruktion sind die Erdungspunkte anzulegen.
11 Entwurfsplanung Sanitär
Ohne das Solardach wird der Parkplatz über Gullys entwässert. Das Pflaster versickert einen Teil des Wassers
durch die Fugen. Wenn die Fläche überdacht wird, steigt die zu Entwässernde Wassermenge und eine
entsprechende Leitung ist dementsprechend anzuschließen.
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Abbildung 24 Sanitärplanung für eine Solare Parkplatzüberdachung
In Schwarz sind die Bestehenden Gullys quantitativ nach Handzeichnungen der Stadt dargestellt.
Die Straßenleuchten müssen rückgebaut werden. Die Anbindeleitung für die Dachflächen muss am Ende ein
Durchmesser von DN 250 aufweisen. Jede Dachfläche bekommt 2 100er Fallrohre.
Abbildung 25Regenwasserberechnung
12 Nutzungskonzept für Solarstrom
Ist das Netz überlastet, schaltet der Wechselrichter ab und jeglicher nicht selbst genutzter Strom wird nicht
umgewandelt. Zudem sorgt die Diskrepanz zwischen Einspeisevergütung oder Marktpreis für Solarstrom für
einen Wirtschaftlichen Nachteil für jede Kilowattstunde, die nicht selbst verbraucht wird.
Daher empfehlen wir zweierlei Maßnahmen.
- Anschluss der Photovoltaikanlage an den Hausanschluss der alten Schule
- Und einen Heizstab für die Sporthalle.
Abbildung 26 Pufferspeicher der Sporthalle mit Duschen, Ergänzung eines Heizstabes möglich
13 Energieverbrauch
Der Altbau hat einen Stromverbrauch von 29.941,020 kWh pro Jahr.
Teilen wir den Stromverbrauch der Altbau Schule durch 365 Tage kommen wir auf einen ungefähren täglichen
Bedarf von 82 kWh. Das entspricht 2 Sonnenstunden einer 45 kWpeak PV-Anlage.
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14 Maximale Leistung Eigenverbrauch
I U Reserve Watt
100 230 0,9 35853,4517
68 230 0,9 24380,3472
𝑃 = 𝐼 ∗ √3 ∗ 𝑈 ∗ 0,9
Die Eigenverbrauchsleistung muss dementsprechend auf obenstehende Leistung begrenzt werden.
Abbildung 27 Hausanschluss Schule 3* 100 Ampere
Abbildung 28 Hausanschluss Turnhalle 3*63 Ampere
Abbildung 29 Lastprofil Schule mit Turnhalle
Abbildung 30 Lastprofil Schule ohne Turnhalle
Es wäre sinnvoll die Turnhalle mit in die Eigennutzung des Solarstroms einzubinden, um den Eigenverbrauch zu
optimieren.
15 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von großen PV-
Anlagen an Schulen
Da die südausgerichtete Variante 3 im Vergleich zu den Ost West ausgerichteten Solardächern als die beste
Variante hervorgeht, wird in folgendem Abschnitt nur die Version 3 betrachtet.
15.1 Eigenverbrauchsprognose
Ohne Batteriespeicher treffen Strombedarf und Produktion selten aufeinander.
Abbildung 31 ca. 40% des PV-könnte in der Altbau Schule genutzt werden. Im Sommer werden bis zu 150 kWh pro Verbauter
Kilowatt Peak PV und Monat verschwendet. 150 kWh/(kWp*m) Überschussstrom Südausrichtung 15° geneigt.
Ein weiterer Anteil des Sonnenstroms kann über den Heizstab an das Duschwasser der Sporthalle abgegeben
werden. Dieser Verbraucher lässt sich vom Wechselrichter intelligent ansteuern. Der Heizstab lässt sich
problemlos in den Pufferspeicher einschrauben und kostet ca. 2000 €. Es entsteht jedoch eine Einsparung bei
dem Gasverbrauch der Turnhalle. In den Sommerferien wird nur sehr wenig Solarstrom in der Schule genutzt.
Oft wird der Wechselrichter die Einspeisung abschalten müssen, wenn das Netz gesättigt ist. Der Heizstab
könnte wenigstens einen kleinen Teil in nutzbare Energie umwandeln.
Wird der erneuerbare Strom vor dem Hausanschlusszähler angeschlossen, kann der Sonnenstrom verbraucht
werden, ohne dass der Zähler sich dreht.
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Abbildung 32 Schema PV-Anlage
Abbildung 33 Detail Eigenverbrauchsanschluss der PV-Anlage
Die Eigennutzung von PV-Strom stellt den größtmöglichen Gewinn für Immobilienbesitzer und Netzbetreiber
dar. Die Wertschöpfungsketten und Übertragungsverluste sind kurz. Die Amortisationsdauer für die
Photovoltaikanlage wäre dann unter 10 Jahren.
Eigenverbrauch
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Ohne Batterie Anteil Geldwert C/kWh Gewinn
Netzeinspeisung 51490 61% 10 5.148,99 €
Eigenverbrauch 33269 39% 40 13.307,70 €
84759
16 Schnelle CO2 Bilanz
PV-Ertrag 84779 kWh/a
CO2 äquivalent PV 50 g/kWh
CO2 äquivalent Strommix 366 g/kWh
t CO2 Einsparung in 20
Jahren
536 t CO2
9.795.307
km
Zugfahrt
Erdumrundungen Zug 245 Stk
Flugzeug 0,113 kg/(km*P)
4741622 km Flug
Erdumrundungen Flug 119 Stk
Der selbst verbrauchte Solarstrom würde in 20 Jahren einer CO2 Einsparung von über 100 Erdumrundungen für
1 Passagier mit dem Flugzeug bedeuten.
17 Kosten für Solardächer mit transparenten PV-
Modulen
Hier haben wir die Kosten für Solardächer mal ausgerechnet und Schätzkosten für ähnliche PV Projekte
ermittelt.
Kostenberechnung LP 3
KG Bezeichnung
Schätzkost
en
in € netto
19,0 %
MwSt.
Schätzkost
en
in € brutto
KG200 Herrichten und Erschließen 8.985,00 €
1.707,15
€ 10.692,15 €
KG 410 Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen 3.602,65 € 684,50 € 4.287,15 €
KG 440 Starkstromanlagen
178.737,00
€
33.960,03
€
212.697,03
€
KG 450
Fernmelde- und informationstechnische
Anlagen 1.300,00 € 247,00 € 1.547,00 €
Kosten PV
Dach
gesamt 192.624,65 34.891,53 218.531,18
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Relativieren wir die Kosten für die Technik einer Solarüberdachung über die Fläche von ca. 500 m², so kostet
ein Quadratmeter wasserführendes PV-Dach mit Blitzschutz und Entwässerung ca. 440 €/m². In einer frühen
Planungsphase kann eine Stromerzeugende Parkplatzüberdachung für die 400er Kosten also mit ungefähr
500 €/𝑚²
Angenommen werden. Darin nicht enthalten, sind die Kosten für die Konstruktion.
Verzeichnis
Abbildung 5 Solardach in Ost/Westausrichtung aus zusammengesetzten Satteldächern 15° geneigt .................. 5
Abbildung 6 Solardach in Ost/Westausrichtung aus zusammengesetzten Satteldächern 30° geneigt .................. 5
Abbildung 7 6m 15° geneigte PV Module in Südausrichtung mit mäßigen Pultabstand ........................................ 5
Abbildung 8 15° geneigtes Solardach Süd mit zwei Modulen in einer Reihe.......................................................... 5
Abbildung 9 PV Energieerzeugung bei 15° geneigtem Sägedach mit Südausrichtung ........................................... 5
Abbildung 10 15° Sudausgerichtetes Solar Scheddach oder Sägedach .................................................................. 5
Abbildung 11 Flachgeneigtes Pultdach als Solarüberdachung................................................................................ 5
Abbildung 12 Unverschattete Solaranlage mit optimierter Neigung und Azimut Winkel für die Ostsee............... 5
Abbildung 13 30° geneigte 6m lange Solarfelder mit ca. 6m Abstand zueinander................................................. 5
Abbildung 14 gestuftes Solardach ohne gegenseitige Verschattung der Module .................................................. 6
Abbildung 15 Schnitt gestaffeltes Solardach........................................................................................................... 6
Abbildung 16 Solarstrahlung Ost- West-Ausrichtung und Südausrichtung über den Tagesverlauf........................ 8
Abbildung 6 Schnitte des Solar-Bikeport (in Anlehnung an Solar-Carport) .......................................................... 10
Abbildung 7 Visualisierung © Christine Mussmann.............................................................................................. 10
Abbildung 8 Verschattung der Zellstrings, wenn die PV-Module Vertikal- (links) oder Horizontal eingebaut
werden .................................................................................................................................................................. 11
Abbildung 9 Solarsägedach mit einer freien Photovoltaik Modulreihe ................................................................ 12
Abbildung 10 PV Glas/Glas Module mit unterschiedlicher Transparenz (10% transparenz linkt, 27% recht)...... 13
Abbildung 11 Solarkraftwerk mit horizontal verbauten Modulreihen.................................................................. 13
Abbildung 12 Detail der Verlegeabstände von Photovoltaik Modulen................................................................. 14
Abbildung 13 Wechselrichter Eingänge für 4 Reihen PV; 30 Stk. pro Reihe ......................................................... 17
Abbildung 14 Wechselrichter Eingänge für 3 Reihen, 30 Stk. pro Reihe .............................................................. 17
Abbildung 15 Wandansichten des Technikraums für die Photovoltaikeinspeisung und Eigenverbrauch ............ 19
Abbildung 16 Blitzschutz Solar im öffentlichen Raum .......................................................................................... 20
Abbildung 17 Sanitärplanung für eine Solare Parkplatzüberdachung .................................................................. 21
Abbildung 18Regenwasserberechnung................................................................................................................. 21
Abbildung 19 Pufferspeicher der Sporthalle mit Duschen, Ergänzung eines Heizstabes möglich ........................ 21
Abbildung 20 Hausanschluss Schule 3* 100 Ampere............................................................................................ 22
Abbildung 21 Hausanschluss Turnhalle 3*63 Ampere.......................................................................................... 22
Abbildung 22 Lastprofil Schule mit Turnhalle ....................................................................................................... 22
Abbildung 23 Lastprofil Schule ohne Turnhalle .................................................................................................... 22
Abbildung 24 ca. 40% des PV-könnte in der Altbau Schule genutzt werden. Im Sommer werden bis zu 150 kWh
pro Verbauter Kilowatt Peak PV und Monat verschwendet. 150 kWh/(kWp*m) Überschussstrom
Südausrichtung 15° geneigt. ................................................................................................................................. 22
Abbildung 25 Schema PV-Anlage .......................................................................................................................... 23
Abbildung 26 Detail Eigenverbrauchsanschluss der PV-Anlage............................................................................ 23

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  • 1. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 1 von 25 Entwurfsbericht Solardach 1 Aufgabenstellung Es soll ein transparentes Solardach über den Fahrradabstellplatz eines Schulensembels gebaut werden. Nachdem mehrere Varianten für die Solarüberdachung gerechnet und verglichen wurden, hat man sich für die optimale Variante in Bezug auf Ertrag und Wartungsfreundlichkeit für das PV-Dach entschieden. Nun gilt es eine baubare Lösung mit auf dem Markt verfügbaren Modulen zu entwickeln. Neben dem elektrischen Anschluss dieser großen PV-Anlage müssen auch die Entwässerung und der Blitzschutz betrachtet werden. Da sich das Solardach im öffentlichen Raum befindet wird zum Schutz der Technik ein kleines Gebäude für die wertvollen Elektrogeräte geplant. 2 Inhaltsverzeichnis 1 Aufgabenstellung ........................................................................................................................................... 1 4 Einleitung........................................................................................................................................................ 3 5 Aufgabenstellung ........................................................................................................................................... 3 6 Randbedingungen .......................................................................................................................................... 3 6.1 Variante 1 PV in Ost-West-Ausrichtung 2 Module übereinander ......................................................... 5 6.2 Variante 2 Ost-West ausgerichtete Module 30°.................................................................................... 5 6.3 Variante 3 Sägedach PV Pultdächer....................................................................................................... 5 6.4 Variante 4 Pultdach fein gerippt............................................................................................................ 5 6.5 Variante 5 .............................................................................................................................................. 5 6.6 Variante 6 .............................................................................................................................................. 5 6.7 Variante 7 .............................................................................................................................................. 5 6.8 Variante 8 .............................................................................................................................................. 5 6.9 Variante 9 .............................................................................................................................................. 5 7 Auswertung .................................................................................................................................................... 7 7.1 Orientierung............................................................................................................................................... 7 7.2 Empfehlung............................................................................................................................................ 8 8 Randbedingungen .......................................................................................................................................... 8 9 Wirtschaftlichkeitsvorbetrachtung von großen PV-Anlagen an Schulen ....................................................... 9 10 Entwurfsplanung Elektro................................................................................................................................ 9 10.1 Indachsolar mit Modulen längs der Dachneigung, Vertikal................................................................. 11 10.2 Indachsolar mit Modulen Quer zur Dachneigung, Horizontal............................................................. 11 10.3 Wahl der PV-Module ........................................................................................................................... 12 10.4 Einteilung von Photovoltaik................................................................................................................. 14 10.5 Wechselrichter..................................................................................................................................... 15
  • 2. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 2 von 25 10.5.1 Schutzeinrichtungen ................................................................................................................... 15 10.5.2 Ausstattung / Funktion / Zubehör .............................................................................................. 15 10.5.3 System Manager-Funktion.......................................................................................................... 16 10.6 Strangplanung / Stringplanung............................................................................................................ 16 10.7 Stromanschluss.................................................................................................................................... 17 10.8 Internet................................................................................................................................................ 18 10.9 Technikraum........................................................................................................................................ 18 10.10 Blitzschutz............................................................................................................................................ 20 11 Entwurfsplanung Sanitär.............................................................................................................................. 20 12 Nutzungskonzept für Solarstrom.................................................................................................................. 21 13 Energieverbrauch ......................................................................................................................................... 21 14 Maximale Leistung Eigenverbrauch ............................................................................................................. 22 15 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von großen PV-Anlagen an Schulen........................................................... 22 15.1 Eigenverbrauchsprognose ................................................................................................................... 22 16 Schnelle CO2 Bilanz ...................................................................................................................................... 24 17 Kosten für Solardächer mit transparenten PV-Modulen.............................................................................. 24
  • 3. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 3 von 25 4 Einleitung Das Schulareal der Stadt besteht aus 2 Schulgebäuden, Alt- und Neubau der Schule, aus einer Turnhalle und aus Außensportanlagen. 5 Aufgabenstellung Ziel dieser Gegenüberstellung verschiedenster PV-Überdachungen ist es, den Ertrag und die Eigennutzung von PV-Strom zu optimieren. Folgende Varianten für verschiedene Ausrichtungen und Neigungen von Photovoltaikmodulen wurden verglichen. 6 Randbedingungen Der Eigenverbrauchte Strom wird mit einem Wert von 40 Cent je Kilowattstunde angenommen. Die Einspeisevergütung wird mit 10 Cent je kWh angenommen.
  • 4. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 4 von 25
  • 5. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 5 von 25 6.1 Variante 1 PV in Ost-West-Ausrichtung 2 Module übereinander Abbildung 1 Solardach in Ost/Westausrichtung aus zusammengesetzten Satteldächern 15° geneigt 6.2 Variante 2 Ost-West ausgerichtete Module 30° Abbildung 2 Solardach in Ost/Westausrichtung aus zusammengesetzten Satteldächern 30° geneigt 6.3 Variante 3 Sägedach PV Pultdächer Abbildung 3 6m 15° geneigte PV Module in Südausrichtung mit mäßigen Pultabstand 6.4 Variante 4 Pultdach fein gerippt Abbildung 4 15° geneigtes Solardach Süd mit zwei Modulen in einer Reihe 6.5 Variante 5 Abbildung 5 PV Energieerzeugung bei 15° geneigtem Sägedach mit Südausrichtung 6.6 Variante 6 Abbildung 6 15° Sudausgerichtetes Solar Scheddach oder Sägedach 6.7 Variante 7 Dachneigung 5% oder 2,862 ° Abbildung 7 Flachgeneigtes Pultdach als Solarüberdachung 6.8 Variante 8 Diese Variante stellt das Optimum dar. Der Maximale Sonnenstromertrag wird an der Ostsee mit 40 ° Dachneigung und 2 ° Abweichung zu Süd erreicht. Die Werte sind ohne eigen Verschattung und Bäume. Abbildung 8 Unverschattete Solaranlage mit optimierter Neigung und Azimut Winkel für die Ostsee 6.9 Variante 9 Wenn mehrere Photovoltaik Recks hintereinander aufgebaut werden verschatten sie sich in den Morgenstunden. Wie groß muss der Abstand zwischen Photovoltaikmodulen sein, damit die vordere südlichere Modulreihe die dahinterliegenden Solarmodule nicht verschattet. Es ist interessant zu sehen das bei 6 m Photovoltaik Paneelen und 6 m Abstand zwischen den Modulen bei 30° Neigung ein Leistungsverlust zwischen den Modulreihen zu verzeichnen ist. Abbildung 9 30° geneigte 6m lange Solarfelder mit ca. 6m Abstand zueinander Wird das Solardach für den Fahrradparkplatz gestuft entfällt die Verschattung der modulreihen und 2000 kWh mehr können bei gleicher Fläche Sonnenstrom im Jahr geerntet werden.
  • 6. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 6 von 25 Abbildung 10 gestuftes Solardach ohne gegenseitige Verschattung der Module Abbildung 11 Schnitt gestaffeltes Solardach
  • 7. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 7 von 25 7 Auswertung Vergleichen wir die Varianten, kommen wir auf folgende Ergebnisse ungeachtet der Modulfläche. Varian- ten Ausrichtung Dachneigung kWh/jahr Fläche/Kosten [m²] effizienz [kWh/m²] kWp Module Stk 1 Ost/West 15° 79686 580 137 80,91 497 2 Ost/West 30° 82379 647 127 90,2565 555 3 Süd 15° 84779 522 162 72,819 447 4 Süd 15° 85701 640 133 89,28 549 5 Süd 15° 95814 614 156 85,653 526 6 Süd 15° 94076 614 153 85,653 526 7 Süd 2,1° 81845 561 145 78,2595 481 8 Süd 40° theo 106940 522 204 72,819 447 9 Süd 30° 69912 388 180 54,126 333 7.1 Orientierung In folgender Grafik ist die Verschattung durch die Bäume im Westen nicht enthalten. Orientierung. Die Grafik zeit die Solarstrahlung je nach Solarausrichtung. 0 100 200 300 400 500 600 700 0 20000 40000 60000 80000 100000 120000 Ost/West 15° Ost/West 30° Süd 15° Süd 15° Süd 15° Süd 15° Süd 2,1° Süd 40° theo Süd 30° 1 2 3 4 5 6 7 8 9 kWh/jahr Fläche/Kosten [m²] effizienz [kWh/m²]
  • 8. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 8 von 25 Abbildung 12 Solarstrahlung Ost- West-Ausrichtung und Südausrichtung über den Tagesverlauf Betrachtet wird ein Sonniger Märztag bei 15° Dachneigung. 7.2 Empfehlung Es wird eine Südausrichtung empfohlen. Je größer die Dachfläche, desto weniger eigen Verschattung. Je höher das Dach, desto weniger Verschattung durch die Bäume am Nachmittag. Variante 3 hat die größte Effizienz. Die Turnhalle verschattet die Module nach jetziger Erkenntnis kaum. Variante 2 ist die beste Variante für die Ost West Ausrichtung. Die Kosten könnten durch eine Blindreihe ohne aktive Photozellen im Modul, zu den Bäumen verringert werden. Variante 3 mit Südausrichtung bietet den besten Ertrag bei geringen Kosten und ist daher die beste Variante. Variante 9 stellt einen zu diskutierenden Vorschlag dar. Variante 9 ist aus technischer Sicht die beste Variante. Sollte 8 m Firsthöhe statisch keinen Sinn machen kann die Dachneigung verringert werden. Variante 9 besteht aus weniger PV Modulen mit einer Spitzenleistung von ca. 55 kWpeak. Die Spitzenlast kann durch den Wechselrichter auf 45 kW gedrosselt werden. Variante 9 kann sowohl an einen neuen Verknüpfungspunkt oder an den Altbau der Schule angeschlossen werden. Eine geringe Dachneigung erhöht die Lastspitze im Sommerzenit und reduziert den Ertrag im Winter. Außerdem entfällt der selbst-reinigungs-Effekt durch natürliche Niederschläge, wodurch flache PV-Anlagen häufiger gereinigt werden müssen. Steile Dachflächen oder gar Fassaden Pv gelten deshalb als Winter optimiert. Diese Aussagen treffen nur auf PV anlagen ohne Speicher zu. Anlagen mit Energiespeichern sollten Ertrags- und nicht Lastspitzen optimiert sein. Es gilt ein gutes Konzept des Eigenverbrauchs zu erstellen, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Maßgeblich über allem gelten auch die Gestalterischen und kostentechnischen Punkte der Architektur und Statik. 8 Randbedingungen Die Photovoltaikanlage wird eine Gesamtspitzenleistung von 100 kW Peak nicht überschreiten. Der nächstgelegene Neuanschluss kann nur ca. 55 kWpeak aufnehmen. Wird das Solardach dort angeschlossen amortisieren sich die PV-Module finanziell nicht. Wie aus dem Kapitel Energieverbräuche hervorgeht, könnte eine Eigennutzung der Photovoltaik Anlage ca. 27.000 € den Bürgern einsparen. 0 50 100 150 200 250 300 350 400 450 0 4 8 12 16 20 24 Solarstrahlung 15° Süd Ost West
  • 9. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 9 von 25 9 Wirtschaftlichkeitsvorbetrachtung von großen PV-Anlagen an Schulen Anbinde Leitungen von PV-Anlagen über Parkplätzen oder Radabstellplätzen bringen kosten mit sich. Wird der erneuerbare Strom vor dem Hausanschlusszähler angeschlossen, kann der Sonnenstrom verbraucht werden, ohne dass der Zähler sich dreht. Die Eigennutzung von PV-Strom stellt den größtmöglichen Gewinn für Immobilienbesitzer und Netzbetreiber dar. Die Wertschöpfungsketten und Übertragungsverluste sind kurz. Stromproduktion Variante 9 kWh Stromverbrauch kWh Stromkosten Einspeisevergütung 69912 29.941,02 11.976,41 € 3.997,10 € Würden 45 kW PV in den Altbau der Schule angeschlossen, entstünde eine Einsparung von ca. 10.000 € durch Eigenverbrauch und 4.000 € Einspeisevergütung. Die Anschlussleitung wäre ca. 130 m lang. Es entstünden bei 50 €/m³ Erdarbeiten und 50 €/m Kabel von schätzungsweisen Mehrkosten unter 10.000 € zuzüglich der eventuellen Pflasterarbeiten. Die Erdarbeiten würden sich vor Ablauf des ersten Betriebsjahres der Photovoltaik-Anlagen rechnen. Als Direkteinspeisung wird die gleiche PV-Anlage ca. 6.500 € Einspeisevergütung bekommen, bis die Einspeisevergütung ausläuft. Die Einspeisevergütung sink jedes Jahr und läuft nach 20 Jahren aus. Im Vergleich entstehen bei dem Eigenverbrauch 152.000 € mehr Gewinn als bei der Einspeisung. Dafür könnten nach 20 Jahren für 100.000 € neue PV-Module gekauft werden. Außerdem können die kosten für das PV- Recycling bezahlt werden. 10 Entwurfsplanung Elektro Die 15 Grad geneigten Dächer werden hintereinander gereiht. Die Dachneigung sorgt für eine Selbstreinigung der Solarmodule. Es wird trotzdem empfohlen die Solarmodule jährlich zu reinigen. Zwar verschattet bei einem sog. Sägedach, der vorhergehende First die unteren Reihen des folgenden Pultdaches, jedoch bilden die unterste Paneelreihe ohne aktive Photovoltaik-Zellen einen Spielraum für die unterschiedlichen PV-Modulmaße auf dem Markt. Somit können die Arbeiten produktneutral ausgeschrieben werden. 0 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 300.000 0 5 10 15 20 25 Einsparung abzüglich Mehrkosten für Erdarbeiten und Kabel anschluss Inselschule altbau Gewinn mit Einspeisevergütung
  • 10. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 10 von 25 Abbildung 13 Schnitte des Solar-Bikeport (in Anlehnung an Solar-Carport) Abbildung 14 Visualisierung © Christine Mussmann
  • 11. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 11 von 25 10.1 Indachsolar mit Modulen längs der Dachneigung, Vertikal Klassischerweise werden Indach Solaranlagen längs der Dachneigung verlegt. Schaut man sich die Beipass Dioden von Solarmodulen an und bedenkt eine waagerechte Verschattung, ist zu überlegen ob die Module quer also horizontal verbaut werden. 10.2Indachsolar mit Modulen Quer zur Dachneigung, Horizontal Während bei dem vertikal eingebauten Modul links, die Abschattung aller Zellstrings gleichsam schwächt, würden bei dem vertikal verbauten Modul mehr Leistung umgewandelt werden. Nach Rücksprache mit der lmpegs Innovativer Glasbau und Solarsysteme e.K, die Jahrzehnte Erfahrung mit Indachsolaranlagen sammeln konnte wurde von der Vertikalen Einbauvariante abgeraten. Dreckansammlungen am langen Modulrand könnten zu langjährigen Ertragseinbußen führen. (Ertragseinbußen durch Verschmutzung) Die erste Reihe Solarmodule wird wegen der Eigenverschattung in jedem Fall mit Blindmodulen oder Leerteilen ausgefüllt werden. Verschattung der Zellstrings Abbildung 15 Verschattung der Zellstrings, wenn die PV-Module Vertikal- (links) oder Horizontal eingebaut werden
  • 12. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 12 von 25 Abbildung 16 Solarsägedach mit einer freien Photovoltaik Modulreihe Rund 80 m² weniger Photovoltaik, verringern die kosten. Es bleibt die unvermeidliche Verschattung durch die Bäume. Die Energieerträge entstehen durch die Annahme von 80% Flächenbelegung durch aktive PV-Wafern und einem Wirkungsgrad von 16%. 10.3Wahl der PV-Module Es wird empfohlen möglichst lokale Photovoltaik Modul Hersteller zu wählen. CS Wismar unweit des Bauorts hat uns hervorragend beraten und ist preislich konkurrenzfähig. Transparente Photovoltaikmodule für Carports benötigen eine Überkopf Zulassung, damit sichergestellt wird, dass darunter laufende Personen nicht von dem Glas gefährdet werden. Auf der Fläche des Solardachs wäre Platz für mehr als 100 kW peak PV. Es kommt hier also nicht auf die Spitzenleistung der Module an. Es ist möglich weniger Zellen in ein Modul einzulassen um 1. Mehr Licht durch die transparenten Module in das darunter liegende Bauwerk kommen zu lassen 2. Geringer Leistungsspitzen auf großen Flächen zu erreichen. Transparenz und Leistung von lichtdurchlässigen Photovoltaikmodulen Doppelglas-Modul 2x3mm, rahmenlos, Floatglas, Stecksystem MC4, Zugelassen für Überkopfmontage(nach DIBT) Zelle Wp Rückseite Abmessungen mm Art.-Nr. Excellent Glass/Glass 325M60 balance DIBT mono 325 Transparent 10% 1.693 x 993 x 7.5 EGF060D325E00T5D Excellent Glass/Glass 290M54 brilliant DIBT mono 290 Transparent 19% 1.693 x 993 x 7.5 EGF054D290E00T5D Excellent Glass/Glass 260M48 brilliant DIBT mono 260 Transparent 27% 1.693 x 993 x 7.5 EGF048D260E00T5D Excellent Glass/Glass 170M32 brilliant DIBT mono 170 Transparent 51% 1.693 x 993 x 7.5 EGF032D170E00T5D Im Bezug auf den Randabstand der Zellen zum Glasrand und Ertragseinbußen durch Verschmutzung wurden stichprobenartig zwei Modultypen verglichen.
  • 13. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 13 von 25 Es zeigt sich, dass die Randabstände unterschiedlicher Tranzparenzgräder konstant ist. Somit löst sich die Ertragseinbußen durch Verschmutzung am Rand Thematik nicht. Selbst wenn entsprechend der Abdichtungstechnik von Wasserführenden Solaranlagen eine Horizontale einbauart nichts im Wege steht wird eine Vertikale einbauweise empfohlen. Abbildung 18 Solarkraftwerk mit horizontal verbauten Modulreihen Abbildung 17 PV Glas/Glas Module mit unterschiedlicher Transparenz (10% transparenz linkt, 27% recht)
  • 14. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 14 von 25 Tatsächlich gibt es Solarkraftwerke, die sich für eine Horizontale Ausrichtung der Module entschieden haben. Es ist also möglich, wenn es gewünscht wird. Es handelt sich auf dem Foto um eine nicht wasserführende PV- Freiflächenanlage. Die Abdichtungstechnik ist der entscheidende Unterschied. Es werden monokristalline Module ähnlicher derer von CS Wismar mit maximal 325 W je Modul gewählt. Breite [mm]: 993 Höhe [mm]: 1693 Dicke [mm]: 35 Rahmung: Gewicht (kg) 20 Leistung [Watt]: 325 Zelltyp: Monokristalline Temperaturkoeffizient [%/°C]: -0,39 Wirkungsgrad STC: 0,193 Ausgangsstrom MPP [A]: 9,6 Ausgangsspannung MPP [V]: 33,85 Kurzschlussstrom [A]: 10,31 Leerlaufspannung (V): 40,41 Temperaturkoeffizient [%/K]: 0,04 Temperaturkoeffizient [%/K]: -0,28 Max. EU: 1000 Maximaler [A] 15 10.4Einteilung von Photovoltaik Die wenigsten Dächer richten sich nach den PV-Modul Maßen. Daher ist eine Einteilung der Module notwendig. Wieviel Abstand muss zwischen den Modulen verbleiben, um diese zu befestigen, Platz zur temperaturbedingten Ausdehnung zu bieten und die Regensicherheit herzustellen. Abbildung 19 Detail der Verlegeabstände von Photovoltaik Modulen 8,5 mm Abstand je Modul oder 17 mm zwischen zwei Solarmodulen insgesamt sollten mindestens Platz gelassen werden. Auf der langen Seite des Moduls sind es 19 mm Abstand. Bei einer Breite des Solardaches von 32 m können demensprechend 31 Module in eine Reihe passen.
  • 15. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 15 von 25 10.5 Wechselrichter Es werden beispielhaft vier SMA-Wechselrichter mit max. 37 kW Peak herangezogen. Technische Daten Sunny Tripower X 25 Eingang (DC) Max. PV-Generatorleistung 37500 Wp STC Max. Eingangsspannung 1000 V MPP-Spannungsbereich 430 V bis 800 V Bemessungseingangsspannung 580 V Min. Eingangsspannung / Start-Eingangsspannung 150 V / 188 V Max. nutzbarer Eingangsstrom pro MPP-Tracker 24 A Max. Kurzschlussstrom pro MPP-Tracker 37,5 A Anzahl der unabhängigen MPP-Tracker / Strings pro MPP-Tracker 3 / 2 Ausgang (AC) Bemessungsleistung (bei 230 V, 50 Hz) 25000 W Bemessungsscheinleistung / Max. Scheinleistung 25000 VA/25000 VA AC-Nennspannung 220 V / 380 V; 230 V / 400 V; 240 V / 415 V Spannungsbereich 176 V bis 275 V / 304 V bis 477 V Netzfrequenz / Bereich 50 Hz / 44 Hz bis 56 Hz 60 Hz / 54 Hz bis 66 Hz Bemessungsnetzfrequenz / Bemessungsnetzspannung 50 Hz / 230 V Bemessungsausgangsstrom / Max. Ausgangsstrom 36,2 A / 36,6 A Einspeisephasen / AC-Anschluss 3 / 3-(N)-PE Leistungsfaktor bei Bemessungsleistung / Verschiebungsfaktor einstellbar 1 / 0,0 übererregt bis 0,0 untererregt Harmonische (THD) < 3 % Wirkungsgrad Max. Wirkungsgrad / Europ. Wirkungsgrad 98,2 % / 98,0 % 10.5.1 Schutzeinrichtungen Eingangsseitige Freischaltstelle ● Erdschlussüberwachung / Netzüberwachung ● / ● DC-Verpolungsschutz / AC-Kurzschlussfestigkeit ● / ● Allstromsensitive Fehlerstromüberwachungseinrichtung ● Schutzklasse (nach IEC 62109-1) / Überspannungskategorie (nach IEC 62109-1) I / AC: III; DC: II Lichtbogenschutzfunktion (AFCI) / I-V Generatordiagnose ● / ●1) DC-Überspannungsableiter (Typ 2, Type 1/2) ○ Allgemeine Daten Maße (B / H / T) 728 mm / 762 mm / 266 mm (28,7 in / 30,0 in / 10,5 in) 35 kg (77 lb) Gewicht Betriebstemperaturbereich −25 °C bis +60 °C (−13 °F bis +140 °F) Geräuschemission, maximal (1m) 59 dB(A) Eigenverbrauch (Nacht) < 5 W Topologie / Kühlprinzip keine galvanische Trennung / OptiCool Schutzart (nach IEC 60529) / Klimakategorie (nach IEC 60721-3-4) IP65 / 4K26 Zulässiger Maximalwert für die relative Feuchte (nicht kondensierend) 100 % 10.5.2 Ausstattung / Funktion / Zubehör DC-Anschluss / AC-Anschluss SUNCLIX / Federzugklemme LED-Anzeige (Status / Fehler / Kommunikation) ● Schnittstelle: Ethernet / lokales WLAN / RS485 (client) ● (2 Ports) / ● / ○1) Datenprotokolle: SMA Modbus / SunSpec Modbus / Speedwire ● / ●1) / ● Multifunktionsrelais / Steckplatz für Erweiterungsmodul ● / ● (1 Port) Anzahl digitaler Eingänge 6 Montageart Wandmontage
  • 16. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 16 von 25 SMA ShadeFix / Integrated Plant Control / Q on Demand 24/7 ● / ● / ● Off-Grid-fähig ● Garantie: 5 / 10 / 15 / 20 Jahre ● / ○ / ○ / ○ Zertifikate und Zulassungen (weitere auf Anfrage) CE, UKCA; EN 50549-1/-2:2018; VDE-AR-N 4105:2018 incl. PAV,E; VDE-AR-N 4110:2018; TOR Erzeuger Typ A:2019-12; C10/C11:2019 & V1:2020 LV&MV; VDE 0126-1-1:2013/ A1:2012; VFR 2019; CEI 0-16/0-21:2019 & V1:2020; UNE 217002:2020; TED/749/2020 inkl. NTS2.1; EREC G99/1-8:2021 Type A; EIFS 2018:2; PSE 2018; NRS 097-2-1:2017; NBR 16149:2013; IEC62109-1/-2; AS4777.2:20201) ; IEC 617271) ; IEC621161) 10.5.3 System Manager-Funktion Gesamtzahl der unterstützten Geräte - davon: 6 Maximale Anzahl unterstützter SMA Wechselrichter 5 Maximale Anzahl unterstützter Energiezähler 1 Maximale Anlagenleistung PV-Wechselrichter (AC- Nennleistung) 135 kVA Zentrale Inbetriebnahme aller Geräte im System ● Fernparametrierung von SMA Geräten mit Sunny Portal powered by ennexOS ● Direktvertrieb über SMA SPOT (Deutschland) ● SMA Dynamic Power Control (z.B. Zero Feed in / Q(U)) ○2) Typenbezeichnung STP 25-50 ● Serienausstattung ○ Optional — Nicht verfügbar “STC”- Standard-Testbedingungen Angaben bei Nennbedingungen Stand: 02/2023 1) demnächst 2) derzeit kostenfreie Lizenz 10.6Strangplanung / Stringplanung Wie viele Module in Reihe geschaltet werden können hängt vom Wechselrichter ab. Bei einer max. Modulspannung von ca. 40 V dürfen die 1000 V Maximalspannung des Systems nicht überschritten werden. Die Leistung der Module bei kälteren Temperaturen, wie den 20 ° Testbedingungen ist höher. Daher sollte eine Reserve gelassen werden. Die Anlage erreicht bei 18 Modulen in Reihe maximal 720 V. Die Wechselrichter können diese Spannung problemlos verarbeiten.
  • 17. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 17 von 25 Abbildung 20 Wechselrichter Eingänge für 4 Reihen PV; 30 Stk. pro Reihe Abbildung 21 Wechselrichter Eingänge für 3 Reihen, 30 Stk. pro Reihe 10.7 Stromanschluss Es wurde ein neuer Stromanschluss für die PV Anlage beantragt. Der neue Stromanschluss wird in einen Anschlussraum geführt, ähnlich einer „Fertiggarage“ auf dem Parkplatz.
  • 18. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 18 von 25 10.8Internet Für das Datenmanagement und die Fernwartung brauchen die Wechselrichter Wlan bzw. Internet. Der Bauherr wünscht einen eigenen Telefonanschluss mit dem Stromanschluss zu verlegen. 10.9Technikraum Der Technikraum sollte mindestens 3,5 m lang und 2 m breit sein. Der Technikraum bietet Platz für die Hausanschlusskästen und die Wechselrichter. Ein Batteriebetriebener Rauchmelder dient dem Brandschutz. Der Solarstrom wird in einer 10 mm² gleichstromleitung im Erdreich bis zum Technikraum geführt, wo er von den Wechselrichtern in Wechselstrom umgewandelt wird.
  • 19. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 19 von 25 Abbildung 22 Wandansichten des Technikraums für die Photovoltaikeinspeisung und Eigenverbrauch Technikraum Draufsicht Internetzugang 125 kW Anschluss
  • 20. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 20 von 25 10.10Blitzschutz Abbildung 23 Blitzschutz Solar im öffentlichen Raum Wie in Abbildung 13 Schnitte des Solar-Bikeport (in Anlehnung an Solar-Carport) dargestellt müssen auf den Dach Fangstangen angebracht werden. 4 Stück je Dachfirst mit 1 m Höhe sollten das Dach vor Blitzschlag schützen. In den Fundamenten der Stahlkonstruktion sind die Erdungspunkte anzulegen. 11 Entwurfsplanung Sanitär Ohne das Solardach wird der Parkplatz über Gullys entwässert. Das Pflaster versickert einen Teil des Wassers durch die Fugen. Wenn die Fläche überdacht wird, steigt die zu Entwässernde Wassermenge und eine entsprechende Leitung ist dementsprechend anzuschließen.
  • 21. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 21 von 25 Abbildung 24 Sanitärplanung für eine Solare Parkplatzüberdachung In Schwarz sind die Bestehenden Gullys quantitativ nach Handzeichnungen der Stadt dargestellt. Die Straßenleuchten müssen rückgebaut werden. Die Anbindeleitung für die Dachflächen muss am Ende ein Durchmesser von DN 250 aufweisen. Jede Dachfläche bekommt 2 100er Fallrohre. Abbildung 25Regenwasserberechnung 12 Nutzungskonzept für Solarstrom Ist das Netz überlastet, schaltet der Wechselrichter ab und jeglicher nicht selbst genutzter Strom wird nicht umgewandelt. Zudem sorgt die Diskrepanz zwischen Einspeisevergütung oder Marktpreis für Solarstrom für einen Wirtschaftlichen Nachteil für jede Kilowattstunde, die nicht selbst verbraucht wird. Daher empfehlen wir zweierlei Maßnahmen. - Anschluss der Photovoltaikanlage an den Hausanschluss der alten Schule - Und einen Heizstab für die Sporthalle. Abbildung 26 Pufferspeicher der Sporthalle mit Duschen, Ergänzung eines Heizstabes möglich 13 Energieverbrauch Der Altbau hat einen Stromverbrauch von 29.941,020 kWh pro Jahr. Teilen wir den Stromverbrauch der Altbau Schule durch 365 Tage kommen wir auf einen ungefähren täglichen Bedarf von 82 kWh. Das entspricht 2 Sonnenstunden einer 45 kWpeak PV-Anlage.
  • 22. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 22 von 25 14 Maximale Leistung Eigenverbrauch I U Reserve Watt 100 230 0,9 35853,4517 68 230 0,9 24380,3472 𝑃 = 𝐼 ∗ √3 ∗ 𝑈 ∗ 0,9 Die Eigenverbrauchsleistung muss dementsprechend auf obenstehende Leistung begrenzt werden. Abbildung 27 Hausanschluss Schule 3* 100 Ampere Abbildung 28 Hausanschluss Turnhalle 3*63 Ampere Abbildung 29 Lastprofil Schule mit Turnhalle Abbildung 30 Lastprofil Schule ohne Turnhalle Es wäre sinnvoll die Turnhalle mit in die Eigennutzung des Solarstroms einzubinden, um den Eigenverbrauch zu optimieren. 15 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von großen PV- Anlagen an Schulen Da die südausgerichtete Variante 3 im Vergleich zu den Ost West ausgerichteten Solardächern als die beste Variante hervorgeht, wird in folgendem Abschnitt nur die Version 3 betrachtet. 15.1 Eigenverbrauchsprognose Ohne Batteriespeicher treffen Strombedarf und Produktion selten aufeinander. Abbildung 31 ca. 40% des PV-könnte in der Altbau Schule genutzt werden. Im Sommer werden bis zu 150 kWh pro Verbauter Kilowatt Peak PV und Monat verschwendet. 150 kWh/(kWp*m) Überschussstrom Südausrichtung 15° geneigt. Ein weiterer Anteil des Sonnenstroms kann über den Heizstab an das Duschwasser der Sporthalle abgegeben werden. Dieser Verbraucher lässt sich vom Wechselrichter intelligent ansteuern. Der Heizstab lässt sich problemlos in den Pufferspeicher einschrauben und kostet ca. 2000 €. Es entsteht jedoch eine Einsparung bei dem Gasverbrauch der Turnhalle. In den Sommerferien wird nur sehr wenig Solarstrom in der Schule genutzt. Oft wird der Wechselrichter die Einspeisung abschalten müssen, wenn das Netz gesättigt ist. Der Heizstab könnte wenigstens einen kleinen Teil in nutzbare Energie umwandeln. Wird der erneuerbare Strom vor dem Hausanschlusszähler angeschlossen, kann der Sonnenstrom verbraucht werden, ohne dass der Zähler sich dreht.
  • 23. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 23 von 25 Abbildung 32 Schema PV-Anlage Abbildung 33 Detail Eigenverbrauchsanschluss der PV-Anlage Die Eigennutzung von PV-Strom stellt den größtmöglichen Gewinn für Immobilienbesitzer und Netzbetreiber dar. Die Wertschöpfungsketten und Übertragungsverluste sind kurz. Die Amortisationsdauer für die Photovoltaikanlage wäre dann unter 10 Jahren. Eigenverbrauch
  • 24. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 24 von 25 Ohne Batterie Anteil Geldwert C/kWh Gewinn Netzeinspeisung 51490 61% 10 5.148,99 € Eigenverbrauch 33269 39% 40 13.307,70 € 84759 16 Schnelle CO2 Bilanz PV-Ertrag 84779 kWh/a CO2 äquivalent PV 50 g/kWh CO2 äquivalent Strommix 366 g/kWh t CO2 Einsparung in 20 Jahren 536 t CO2 9.795.307 km Zugfahrt Erdumrundungen Zug 245 Stk Flugzeug 0,113 kg/(km*P) 4741622 km Flug Erdumrundungen Flug 119 Stk Der selbst verbrauchte Solarstrom würde in 20 Jahren einer CO2 Einsparung von über 100 Erdumrundungen für 1 Passagier mit dem Flugzeug bedeuten. 17 Kosten für Solardächer mit transparenten PV- Modulen Hier haben wir die Kosten für Solardächer mal ausgerechnet und Schätzkosten für ähnliche PV Projekte ermittelt. Kostenberechnung LP 3 KG Bezeichnung Schätzkost en in € netto 19,0 % MwSt. Schätzkost en in € brutto KG200 Herrichten und Erschließen 8.985,00 € 1.707,15 € 10.692,15 € KG 410 Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen 3.602,65 € 684,50 € 4.287,15 € KG 440 Starkstromanlagen 178.737,00 € 33.960,03 € 212.697,03 € KG 450 Fernmelde- und informationstechnische Anlagen 1.300,00 € 247,00 € 1.547,00 € Kosten PV Dach gesamt 192.624,65 34.891,53 218.531,18
  • 25. 23.11.2023 Planungsbüro der Technischen GebäudeAusrüstung https://gutachten-tga-berlin.de/ Seite 25 von 25 Relativieren wir die Kosten für die Technik einer Solarüberdachung über die Fläche von ca. 500 m², so kostet ein Quadratmeter wasserführendes PV-Dach mit Blitzschutz und Entwässerung ca. 440 €/m². In einer frühen Planungsphase kann eine Stromerzeugende Parkplatzüberdachung für die 400er Kosten also mit ungefähr 500 €/𝑚² Angenommen werden. Darin nicht enthalten, sind die Kosten für die Konstruktion. Verzeichnis Abbildung 5 Solardach in Ost/Westausrichtung aus zusammengesetzten Satteldächern 15° geneigt .................. 5 Abbildung 6 Solardach in Ost/Westausrichtung aus zusammengesetzten Satteldächern 30° geneigt .................. 5 Abbildung 7 6m 15° geneigte PV Module in Südausrichtung mit mäßigen Pultabstand ........................................ 5 Abbildung 8 15° geneigtes Solardach Süd mit zwei Modulen in einer Reihe.......................................................... 5 Abbildung 9 PV Energieerzeugung bei 15° geneigtem Sägedach mit Südausrichtung ........................................... 5 Abbildung 10 15° Sudausgerichtetes Solar Scheddach oder Sägedach .................................................................. 5 Abbildung 11 Flachgeneigtes Pultdach als Solarüberdachung................................................................................ 5 Abbildung 12 Unverschattete Solaranlage mit optimierter Neigung und Azimut Winkel für die Ostsee............... 5 Abbildung 13 30° geneigte 6m lange Solarfelder mit ca. 6m Abstand zueinander................................................. 5 Abbildung 14 gestuftes Solardach ohne gegenseitige Verschattung der Module .................................................. 6 Abbildung 15 Schnitt gestaffeltes Solardach........................................................................................................... 6 Abbildung 16 Solarstrahlung Ost- West-Ausrichtung und Südausrichtung über den Tagesverlauf........................ 8 Abbildung 6 Schnitte des Solar-Bikeport (in Anlehnung an Solar-Carport) .......................................................... 10 Abbildung 7 Visualisierung © Christine Mussmann.............................................................................................. 10 Abbildung 8 Verschattung der Zellstrings, wenn die PV-Module Vertikal- (links) oder Horizontal eingebaut werden .................................................................................................................................................................. 11 Abbildung 9 Solarsägedach mit einer freien Photovoltaik Modulreihe ................................................................ 12 Abbildung 10 PV Glas/Glas Module mit unterschiedlicher Transparenz (10% transparenz linkt, 27% recht)...... 13 Abbildung 11 Solarkraftwerk mit horizontal verbauten Modulreihen.................................................................. 13 Abbildung 12 Detail der Verlegeabstände von Photovoltaik Modulen................................................................. 14 Abbildung 13 Wechselrichter Eingänge für 4 Reihen PV; 30 Stk. pro Reihe ......................................................... 17 Abbildung 14 Wechselrichter Eingänge für 3 Reihen, 30 Stk. pro Reihe .............................................................. 17 Abbildung 15 Wandansichten des Technikraums für die Photovoltaikeinspeisung und Eigenverbrauch ............ 19 Abbildung 16 Blitzschutz Solar im öffentlichen Raum .......................................................................................... 20 Abbildung 17 Sanitärplanung für eine Solare Parkplatzüberdachung .................................................................. 21 Abbildung 18Regenwasserberechnung................................................................................................................. 21 Abbildung 19 Pufferspeicher der Sporthalle mit Duschen, Ergänzung eines Heizstabes möglich ........................ 21 Abbildung 20 Hausanschluss Schule 3* 100 Ampere............................................................................................ 22 Abbildung 21 Hausanschluss Turnhalle 3*63 Ampere.......................................................................................... 22 Abbildung 22 Lastprofil Schule mit Turnhalle ....................................................................................................... 22 Abbildung 23 Lastprofil Schule ohne Turnhalle .................................................................................................... 22 Abbildung 24 ca. 40% des PV-könnte in der Altbau Schule genutzt werden. Im Sommer werden bis zu 150 kWh pro Verbauter Kilowatt Peak PV und Monat verschwendet. 150 kWh/(kWp*m) Überschussstrom Südausrichtung 15° geneigt. ................................................................................................................................. 22 Abbildung 25 Schema PV-Anlage .......................................................................................................................... 23 Abbildung 26 Detail Eigenverbrauchsanschluss der PV-Anlage............................................................................ 23