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Sharing City (Berlin)
Impulsvortrag 10 min
Thomas Dönnebrink
OuiShare Connector Germany
Freelancer Collaborative Economy
Besonderer Dank @AlbertCanig
@TDoennebrink thomas@ouishare.net
am 21./22. Juni 2016 im UBA Berlin,
Bismarckplatz 1, Raum 1134
Im Rahmen der Abfallvermeidungsdialoge:
Abfallvermeidung durch neue Nutzungsformen
Smart City / Definition
Quelle: http://www.4sustainability.de/fileadmin/redakteur/Publikationen/Loew-Rohde_Wiener-Smart_City-Definition_Betrachtungen-zur-Verwendung2015.pdf
Sharing City
Zunächst erscheint es mir sehr wichtig die Unterschiede von Sharing City und Smart City
herauszustellen. Ein erster Definitionsversuch von Smart City erfolgte 2011 in Wien, inzwischen ist er
mehrfach in Präsentation und Fachbüchern zitiert und übernommen, bzw. in D-CH weiterentwickelt
worden.
Hier der Beginn der DIN/DKE Definition von 2014
„Smart City bezeichnet einen Siedlungsraum, in dem systemisch (ökologisch, sozial und ökonomisch)
nachhaltige Produkte, Dienstleistungen, Technologien, Prozesse und Infrastrukturen eingesetzt
werden, in der Regel unterstützt durch hochintegrierte und vernetzte Informations -und
Kommunikationstechnologien.“
Smart City Berlin
Quelle: http://www.berlin-partner.de/standort-berlin/smart-city-berlin/
Akteure/Treiber:
Public – Private Partnership: v.a. große Unternehmen/Organisationen
Herangehensweise/Philosopie/Weltbild:
top – down, technokratisch, technologisch, IOT, ökonomisch, paternalistisch
Bürger:
passiv – abhängig – überwacht - konsumistisch
Lassen Sie uns einmal am Beispiel Berlins den Smart City Ansatz genauer anschauen.
Hier einige Statements von einem der Haupttreiber in der Stadt: berlin-partner:
„Für Berlin als „Smart City“ gibt es ein klares politisches Bekenntnis.
Im April 2015 hat der Berliner Senat die Smart-City-Strategie Berlin beschlossen."
Zu den Zielen gehören unter anderen der Ausbau der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der
Metropolregion Berlin-Brandenburg, die Steigerung der Ressourceneffizienz und Klimaneutralität
Berlins bis zum Jahr 2050.“
Oder ebenso auf gleicher Seite:
„Das Netzwerk Smart City Berlin ist eine von der Berlin Partner für Wirtschaft & Technologie GmbH und
der Technologiestiftung Berlin initiierte Arbeitsgruppe mit mehr als 100 Unternehmen, Wissenschafts-
und Forschungseinrichtungen ...“
Ausschlussreich auch das Titelbild der Smart City Ausgabe der Berlin Partner Brochure/Zeitschrift. Auf
der Titelseite sieht man: Stadtsilouette, Kurvenverläufe, Cloud- App & Tech Icons and dazu folgende
Teaser: Industrie 4.0, ein Blick auf die vierte Revolution mit GE – Cisco, die Ziele des IT-Giganten am
Standtort Berlin – Greentech Awards prämieren grüne Innovationen und „Im Interview:
Vorstandsvorsitzender von DB Station & Service“
Daraus ergibt sich ein Bild der Akteure/Treiber hinter Smart City Initiativen, deren Herangehensweise
bzw. Philosopie/Weltbild und die Rolle der bzw. für die Bürger.
Nämlich:
Akteure/Treiber: Public – Private Partnership: v.a. große Unternehmen/Organisationen
Herangehensweise: top – down, technokratisch, technologisch, IOT, ökonomisch, paternalistisch
Bürger: passiv – abhängig – überwacht - konsumistisch
Sharing City / Definition
Sharing City Berlin
Akteure/Treiber:
Public – Civic Partnership (multistakeholder)
Herangehensweise/Philosopie/Weltbild:
bottom – up, kollaborativ, (techno-sozial), partizipativ
Bürger:
(pro)aktiv – kontributiv – verantwortlich - inklusiv
Jetzt der Blick auf Sharing Cities. Sucht man in Wikipedia nach Sharing City, so sucht man vergeblich.
Findet auch auf der englischsprachigen Seite nichts.
Nehmen wir also die Definition von Amsterdam, der ersten sich in Europe zur Sharing City erklärten
Stadt:
„Amsterdam Sharing City recognizes the sharing economy as a key driver of sustainable and
economically resilient city rich in social capital and acknowledges the need to consider sharing
economy principles and incorporate them in the process of recreating the political, economic and
social landscape.“
Aus dieser Definition und meinem eigenen Selbstverständnis leite ich folgende Merkmale für eine
Sharing City ab, die sich teilweise recht deutlich von der Smart City unterscheidet:
Akteure/Treiber:
Public – Civic Partnership (multistakeholder)
Herangehensweise/Philosopie/Weltbild:
bottom – up, kollaborativ, (techno-sozial), partizipativ
Bürger:
(pro)aktiv – kontributiv – verantwortlich - inklusiv
Schaut man sich unter den genannten Botschaftern der Amsterdam Sharing City’
So findet man unter den Akteuren auch Amsterdam Smart City.
Hier ist – und ich finde so sollte es auch sein – Smart City ein Bestandteil einer Sharing City.
Sharing City vs. Smart City
„A revolution doesn‘t happen
when society adopts new tools, it happens
When society adopts new behaviour“
Clay Shirky
„It is the need to design a system
that puts all that technology truly at the service of the inhabitants
— and not the other way around.“
Saskia Sassen
Um die wichtige Unterscheidung von Sharing City und Smart City noch einmal hervorzuheben
– auch im Hinblick auf die Frage die eigentlich immer am Anfang stehen sollte:
Warum man eigentlich etwas macht oder machen will (WHY)
and dann überlegen sollte Wie (HOW)
man es macht bevor das Was (WHAT) an die Reihe kommt.
Hier zwei Zitate
1.So sagt Clay Shirky, Autor, Konsultant und Lehrer in Fragen sozio-ökonomischer Effekte von Internet
Technologien:
„Eine Revolution erreignet sich nicht wenn sich eine Gesellschaft neue Tools aneignet, sondern sie
passiert wenn die Gesellschaft neue Verhaltensweisen übernimmt.
2. Oder ähnlich Saskia Sassen, Soziologieprofessorin mit Schwerpunkt Globalisierungsanalyse und
internationale menschliche Migration:
„Es ist notwendig ein System zu gestalten welches die Technologie wahrhaftig in den Dienst der
Bewohner stellt – und nicht anders herum.“
Potenzialanalyse der Sharing &
Collaborative Economy in Berlin
Abschnitte
I: Kontextualisierung der Share Economy
II: Erfassung der Berliner Akteure/ Mapping
III: Ergebnisse der Online-Befragung
IV: Die internationalen Sharing Cities
V: Handlungsempfehlungen
VI: Fazit
Ende 2014 gab es doch aus der Berliner Senatsverwaltung Wirtschaft, Technologie und Bildung heraus
das Interesse der Frage der Sharing und Collaborative Economy in der Stadt nachzugehen.
Als Viererteam wurden wir beauftragt eine kleine Potenzialanalyse zuschreiben.
Das entstandene gut 30 seitige Paper gaben wir den Titel:
Von der geteilten zur teilenden Stadt. Berlin auf dem Weg zur Sharing City.
Ich wurde gebeten sie mit vorzustellen. Im Folgenden aber nur ein kurzer Überblick.
Bei Interesse finden Sie die Potenzialanalyse im Internet - etwas versteckt und erst auf eine kleine
politische Anfrage und nach 15 monatigem Schubladendasein unter
berlin.de/sen/wirtschaft bzw. auf Sharingberlin.de/potenzialanalyse
Potenzialanalyse
I: Kontextualisierung der Share Economy
Abschnitt I
beginnt mit einer Kontextualisierung und Begriffsbestimmung der Sharing & Collaborative Economy
(Hier unsere Unterteilung: Kollaborative ... 1) ...Konsum 2) ...Produktion 3) ...Finanzierung 4) ...Wissen
Unter den Überschriften: Blick... in die globale Zukunft / ...in die urbane Zukunft
folgt eine Einschätzung über ihre weitere Entwicklung im globalen Rahmen und in urbanen Räumen.
Weil die kommenden Jahrzehnte einerseits global gesehen von Klimakrise und Ressourcenknappheit
geprägt sein werden, andererseits immer mehr Menschen in urbane Räume ziehen, liegt der Schlüssel
zur Lösung dieser Probleme vor allem in den Metropolen.
Potenzialanalyse
I. Indikatoren
Vorschlag von 15 Indikatoren als Bewertungskriterien
01 Lokal wertschöpfend (vs. wertabfließend)
02 Resilienz fördernd (vs. Krisenanfälligkeit)
03 Eigentum streuend (vs. Eigentum konzentrierend)
04 Optionsausweitung & Rollenvielfalt (vs. Options‐ & Rollenbegrenzung)
05 Selbst‐ & Mitbestimmung (vs. Fremdbestimmung)
06 Selbst‐ & Mitgestaltung (vs. Gestaltungsvorgabe)
07 Gemeinschafts‐ bzw. beziehungsfördernd/ inkludierend (vs. Isolierend/ exkludierend)
08 Gemeinschaftliche Nutzung (vs. ausschließliche/ Individual‐Nutzung (Abverkauf, Einweg)
09 Offenheit & Transparenz (vs. Silos & Intransparenz)
10 Horizontal (Peer) (vs. hierarchisch)
11 Ressourcen schonend/Kreislaufwirtschaft (vs. Ressourcen verbrauchend /Einweg)
12 Teilhabe‐ & Gestaltungsvielfalt über Geld hinaus (vs. nur über Geld)
13 Vertrauensbildend (vs. vereinzelnd)
14 Gemeinwohlorientiert (vs. Partikularinteressen)
15 Grundbedürfnisse befriedigend (vs. Luxusbedarf/ Verschwendung
Im letzten Abschnitt des ersten Kapitels werden auch 15 Indikatoren als Bewertungskriterien für die
Sharing & Collaborative Economy vorgeschlagen.
Diese erscheinen mir auch sinnvoll/wünschenswert für die Definition, bzw. normative Beschreibung
von Sharing Cities.
Es geht zurück auf die vorher zentrale Frage WHY? Warum? Also Leitlinien.
Beispiel: (siehe Folie)
Unter bitly.com/Indikatoren-CollaborativeEconomy gibt es weiter Überlegungen hierzu.
Bei Interesse können dort auch Kommentare hinterlassen werden.
Potenzialanalyse
II: Erfassung der Berliner Akteure/ Mapping
In Abschnitt II
folgt eine Erfassung der Berliner Akteure.
Wie an der Karte mit rund 200 Share‐ Unternehmungen abzulesen ist, die die Mapping‐Initiative
„Sharing Berlin“ gelistet hat und unter www.sharingberlin.de zu finden ist - , gehört Berlin global zu
den Städten mit der größten Vielfalt an Unternehmen und Initiativen im Bereich der Share &
Collaborative Economy.
Es schließt ein Kurztrip durch diese Unternehmungen an – kleine und größere, nichtkommerzielle und
kommerzielle.
Das Mapping ist eingeteilt in die folgenden 9 Bereiche:
Arbeit & Tätigkeiten
Energie
Gegenstände
Geld & andere Transaktionssysteme
Gemeinschaftsbildung & Selbstorganisation
Mobilität
Nahrung
Räume
Wissen
Potenzialanalyse
III. Ergebnisse der Online-Befragung
0
5
10
15
20
25
Vor2000
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
k.A.
Projektanzahl
Im Abschnitt III
werden die Ergebnisse einer Umfrage unter 90 Berliner Akteuren der Berliner Share & Collaborative
Economy vorgestellt.
Kurz einige Ergebnisse:
Der übergroßen Mehrheit geht es vor allem um Geschäftsmodelle rund um Ressourcensparen und
Klimaschutz sowie dem Stärken von Nachbarschaftskulturen.
Die meisten Unternehmungen entstanden in den letzten beiden Jahren vor der Analyse, bzw. sind im
Durchschnitt nicht älter als 2 Jahre gewesen.
Die Community erwartete ein starkes Wachstum für die nächsten Jahre.
Potenzialanalyse
IV: Internationale Sharing Cities
Downtown Seoul. Foto: Craig Nagy, Wikimedia Commons Gemeinschaftsgarten auf der Insel Nodul. Foto: Chang-Woo Lee
Beispiele aus
SEOUL/SAN FRANCISCO/BARCELONA/AMSTERDAM/
KOPENHAGEN/GHENT/HELSINKI/VANCOUVER/BERLIN
Abschnitt IV
Es folgt ein Überblick über die wichtigsten Sharing Cities weltweit.
In der Gegenüberstellung von Seoul, San Francisco und Berlin erweist sich die junge Community
sowie die ständig wachsende Zahl innovativer Startups in Berlin als dessen größtes Potenzial.
Hier einige Bilder von Seoul, die sich am 20.09.2012 offiziell zur 1. Sharing City der Welt erklärte und
auf städtische Probleme wie Smog, Müllproduktion, Verkehrsstaus, Parkplatznot,
Ressourcenverschwendung, Armut, Wohnungsnot, Jugendarbeitslosigkeit aber v.a. auch hohe
Suizidraten, Überalterung und Vereinsamung zu reagieren.
So wurden beispielsweise der Seoul Metropolitan Government Act for Promoting Sharing erlassen mit
20 Sharing Prgrammen und Politiken: Förderung von Sharing Startups, städtisches CarSharing,
Bereitstellung von Werkzeug, Räumen, Daten, Stadtgärten etc. (sprengt hier jetzt den Rahmen)
Potenzialanalyse
V. Handlungsempfehlungen
ALLGEMEINE HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
1. Wahrnehmen & Sensibilisieren
2. Verstehen & differenzieren
3. Regulieren & deregulieren
4. Wertschätzen, sichtbar machen & fördern
5. Kooperieren & integrieren
6. Profilieren & proaktiv agieren
KONKRETE HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN (Ausw.)
1. Verwaltungsübergreifende AGs
2. On- & Offline Plattformen für Kollaboration
3. Gesetzesinitiativen pro bürgl. Engagement,
Non-profit & kooperativer Rechtsformen
4. Allianz europäischer Sharing Cities
5. Initierung europäischer Sharing City Resolution
6. Gütesiegel ökosozialer Sharing-Produkte
Im Abschnitt V folgen Handlungsempfehlungen unterschieden in allgemeine und konkrete:
1.Wahrnehmen & Sensibilisieren
Potenzialanalyse, Mapping
2. Verstehen & differenzieren
Phase 1: rosarot. Phase 2: tiefschwarz. Phase 3: Differenzierungen & Andersartigkeit
3. Regulieren & deregulieren
Dialog mit Sharing-Initiativen, gemeinsame Regeln entwickeln, aus Grauzone führen.
4. Wertschätzen, sichtbar machen & fördern
Strategisch Förderung unterstützungswürdiger Unternehmungen (nur teilw. Monetär)
5. Kooperieren & integrieren
Potenziale nutzen: Selbstorganisation, Partizipation, kooperative Entscheidungsprozesse
Potenzieller Kooperationspartner “Public-Civic Partnerschaften“ zur Rückgewinnung von Politischen
Handlungsoptionen
6. Profilieren & proaktiv agieren (wurde nicht übernommen)
Konkrete Empfehlungen/Wünsche an ... 1) ...Landesebene 2) ...Bundesebene 3) ...EU‐Ebene (Auswahl).
Hier nur einige Beispiele (siehe Beispiele Tafel)
Weitere Beispiele von Sharing Cities
& Public/Civic Engagement
Weitere Aktivitäten im Bereich Sharing Cities finden Sie im Sharing Cities Network über das Online
Magazin Shareable. Dort Informationen zu Initiativen in vielen Dutzend Städten weltweit.
Die machen auch map jams zum Erfassen von Initiativen. Auch wir hier haben mit SharingBerlinMap
und Transformap eigene und zusammenfassende Mappings co-initiiert und begleitet.
Sharing City Amsterdam
Quellehttp://www.collaborativeconsumption.com/2015/02/04/amsterdam-europes-first-sharing-city/ " Collaborative Economy Ecosystem" by shareNL is licensed under CC-BY-SA 4.0
Und abschließend noch einige Beispiele. Es wäre sehr anzuraten (und vielleicht gibt es Leute hier im
Raum die daran arbeiten oder es anstoßen könnten) hierzu eine ausführliche best-practise Studie zu
machen, bzw. best-practise Expertise, Projekte und Netzwerke aufzubauen, zu verbinden und zu
fördern.
Amsterdam wurde schon erwähnt als die erste europäische Stadt, die sich zur Sharing City erklärt hat.
Eine Initiative mehr hervorgegangen aus der Zivilgesellschaft, startup Szene, aber mit Widerhall bei der
Stadtregierung.
Um das Gute zu fördern und das Schlechte abzumilden wurde ein 5-Phasenplan gemeinsam erarbeitet.
(Stichpunktartig)
1. Stimulierung der Sharing Ökonomie durch Kollaboration und Förderung von Pilotprojekten die
städtische Problemfelder angehen.
2. Stadteigene Sharing Projekte: Fahrzeuge, Räumlichkeiten
3. Absicherung der Inklusion aller Bürger durch Partnerschaften z.B. mit Citypass System.
4. Regulierung/Deregulierung von Sharing Ökonomie im Dienst des öffentlichen Interesses.
5. Profilierung als Sharing City und Beteiligung an intern. Events.
Sharing City
City Government Provider
By Daniel*D CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3001563By Mariordo (Mario Roberto Durán Ortiz) – CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19761037
By Hank_chapot GFDL, https://en.wikipedia.org/w/index.php?curid=13560663
Und zum Schluss anhand von zwei Städten noch ein paar Zahlen
zu einigen Produktdienstleistungen in die Runde geworfen
Paris: die erste große Stadt in Europa, die als kommunaler Anbieter groß in Bike- und CarSharing
eingestiegen ist.
Vélib *15.07.2007: 14.500 Räder (Top12 - (17/Top 18 in Chinesischen Städten)
Die Räder gibt es an 1230 Stationen (Top3 – alle 300 m) (d.h. 1 Rad pro 97 Einwohner)
>285,000 jährliche Subscriber (2014) –
finanziert/organisiert durch JCDecaux – ein trade-off für öffentliche Werberechte.
1 Jahr: 20 Mio. – bis 6. Jahr (2013?) 173 Mio Fahrten
AutoLib *12.2011: 2500 Kfz – 4000 Ladestationen (Juli 2014) –
>155.000 jährliche Subsriber
(AutoLib operiert auch in Lyon, Bordeaux, Brüssel, London, Indianapolis)
weltweit >600 Städte mit Bike Sharing Modellen (July 2014)
Bicing *22.03. 2007 in Barcelona. 6000 Räder – 420 Stationen (alle 300 – 400 m).
Gleiche Räder und Stationen wie in Stockholm, Oslo und Zaragoza
finanziert durch Auto-Parkplätze im öffentlichen Raum.
Und einfach erwähnen wollte ich noch Mayors Challenge der Bloomberg Philantropies in dem ein 5
Millionen $ und vier 1 Millionen $ Preise an Städte mit innovativen Ideen/Projekten vergeben werden.
Sharing City
Example Sydney
Quelle: http://www.collaborativeconsumption.com/2013/08/20/share-sydney-guide/
Oder hier noch ein Beispiel einer Brochure zu Sharing in Sydney in dem am Beispiel von 48 Stunden in
der Shared Economy diverse Aktivitäten und Dienstleistungen aus dem Bereich der Sharing Ökonomie
vorgestellt werden.
Plädoyer für
Sharing City & Civic Society
„When artist and innovators engage, cities thrieve. Cities as platforms“ / Lisa Gansky
„Bewusstsein schaffen für was
in der (Sharing)Ökonomie gerade passiert.
Community zusammenbringen und
verschiedene Menschengruppen einladen:
Entrepreneure, NGO Aktive,
Administratoren, engagierte Bürger.
Beziehungen quer all dieser Sektoren aufbauen.
Den Fokus auf die Frage richten:
„Wie können wir die Stadt als Sharing Plattform
sehen und erweitern?
Und dann nach einführenden und kontextualisierenden
Inputs & mit Hilfe von professionellen Facilitatorteams
alle Teilnehmenden (Teilgebenen) in Open Space Formaten
sich selbst organisieren und Lösungen finden lassen.
Und zu guter letzt eine große Party schmeißen
zum Feiern des gemeinsam Erreichten.“
Neal Gorenflo
Ich möchte schließen mit einem Plädoyer
für Sharing Cities und einer Hinwendung zu einer Civic Society
Hier zwei abschließende Zitate
Lisa Gansky, Entrepreneurin und Autorin des Bestsellers: The Mesh: Warum die Zunkunft des Business
Sharing ist:
„When Künstler und Innovatoren sich einbringen, blühen Städte auf. Städte als Platformen“
Oder der Rat von Neal Gorenflo, Herausgeber des Online-Magazins Shearable auf meine Frage 2014
wie am besten eine Sharing City angegangen werden sollte.
„Bewusstsein schaffen für was sich in der (Sharing)Ökonomie gerade passiert. Mehr als typische Events
planen, die Community zusammenbringen und verschiedene Menschengruppen einladen:
Entrepreneure, NGO Aktive, Administratoren, engagierte Bürger. Beziehungen quer all dieser Sektoren
aufbauen. Den Fokus auf die Frage richten: „Wie können wir die Stadt als Sharing Plattform sehen und
erweitern? Und dann nach einführenden und kontextualisierenden Inputs und mit Hilfe von
professionellen Facilitatorteams alle Teilnehmenden (Teilgebenen) in Open Space Formaten sich selbst
organisieren und Lösungen finden lassen. Und zu guter letzt eine große Party schmeißen zum Feiern
des gemeinsam Erreichten.“
Vielen Dank!
Thomas Dönnebrink
OuiShare Connector Germany
Freelancer Collaborative Economy
www.about.me/thomasdoennebrink
thomas@ouishare.net
@tdoennebrink
+49 176 32335744
Über Thomas Dönnebrink
lebt in Berlin, OuiShare Connector und Freelancer. Gegenwärtiger Fokus liegt auf den Charakteristika
neuer und alter Ökonomie und der Konvergenz von Ideen, Konzepten und Bewegungen im Kontext der
sich entwickelnden Transformation unser Wirtschaft und Gesellschaft im Allgemeinen und des
Plattform Kooperativismus im Besonderen.
LinkedIn Profil - thomas@ouishare.net - @tdoennebrink - +49 176 32335744
Community Building
1 Magazin ouishare.net
4 Globale Konferenzen
2 Touren (LATAM/Europa
8 Internationale Summits
100+ Facebook Gruppen
200+ OuiShare Events
2000+ Mitglieder
34000+ Facebook Fans
> 30 cities in Europa, Lateinamerica & Near Osten
4. Internationale Konferenz. 18.-21.Mai 2016
“After the Gold Rush”
About OuiShare
OuiShare entstanden vor vier Jahren in Paris aus einem Blog zum Thema kollaborativer Konsum.
Mittlerweile hat OuiShare sich gewandelt in ein internationales Peer-Netzwerk mit Tausenden von
Mitgliedern und das Studienobjekt hat zunehmend holistische Formen angenommen.
Als Bewegung, think und do-tank hat OuiShare mittlerweile einige Hundert Events in Dutzenden von
Städten in Europa, Amerika und dem Nahen Osten veranstaltet..
Seit 2013 findet jedes Jahr im Mai in Paris das 3-tägige OuiShareFest statt. Als größtest Event der
kollaborativen Ökonomie und Gesellschaft zieht es jährlich über Tausend Teilnehmer, Teilgeberinnen
und Expert aus der ganzen Welt an.
Werte
Openness – Transparency – Independence – Impact – Feedback –
Action – MPRL (Meet People in Real Life) – PermanentBeta – Inclusion - Play

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Sharing City vs. Smart City. Fokus Berlin.

  • 1. Sharing City (Berlin) Impulsvortrag 10 min Thomas Dönnebrink OuiShare Connector Germany Freelancer Collaborative Economy Besonderer Dank @AlbertCanig @TDoennebrink thomas@ouishare.net am 21./22. Juni 2016 im UBA Berlin, Bismarckplatz 1, Raum 1134 Im Rahmen der Abfallvermeidungsdialoge: Abfallvermeidung durch neue Nutzungsformen
  • 2. Smart City / Definition Quelle: http://www.4sustainability.de/fileadmin/redakteur/Publikationen/Loew-Rohde_Wiener-Smart_City-Definition_Betrachtungen-zur-Verwendung2015.pdf
  • 3. Sharing City Zunächst erscheint es mir sehr wichtig die Unterschiede von Sharing City und Smart City herauszustellen. Ein erster Definitionsversuch von Smart City erfolgte 2011 in Wien, inzwischen ist er mehrfach in Präsentation und Fachbüchern zitiert und übernommen, bzw. in D-CH weiterentwickelt worden. Hier der Beginn der DIN/DKE Definition von 2014 „Smart City bezeichnet einen Siedlungsraum, in dem systemisch (ökologisch, sozial und ökonomisch) nachhaltige Produkte, Dienstleistungen, Technologien, Prozesse und Infrastrukturen eingesetzt werden, in der Regel unterstützt durch hochintegrierte und vernetzte Informations -und Kommunikationstechnologien.“
  • 4. Smart City Berlin Quelle: http://www.berlin-partner.de/standort-berlin/smart-city-berlin/ Akteure/Treiber: Public – Private Partnership: v.a. große Unternehmen/Organisationen Herangehensweise/Philosopie/Weltbild: top – down, technokratisch, technologisch, IOT, ökonomisch, paternalistisch Bürger: passiv – abhängig – überwacht - konsumistisch
  • 5. Lassen Sie uns einmal am Beispiel Berlins den Smart City Ansatz genauer anschauen. Hier einige Statements von einem der Haupttreiber in der Stadt: berlin-partner: „Für Berlin als „Smart City“ gibt es ein klares politisches Bekenntnis. Im April 2015 hat der Berliner Senat die Smart-City-Strategie Berlin beschlossen." Zu den Zielen gehören unter anderen der Ausbau der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Metropolregion Berlin-Brandenburg, die Steigerung der Ressourceneffizienz und Klimaneutralität Berlins bis zum Jahr 2050.“ Oder ebenso auf gleicher Seite: „Das Netzwerk Smart City Berlin ist eine von der Berlin Partner für Wirtschaft & Technologie GmbH und der Technologiestiftung Berlin initiierte Arbeitsgruppe mit mehr als 100 Unternehmen, Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen ...“ Ausschlussreich auch das Titelbild der Smart City Ausgabe der Berlin Partner Brochure/Zeitschrift. Auf der Titelseite sieht man: Stadtsilouette, Kurvenverläufe, Cloud- App & Tech Icons and dazu folgende Teaser: Industrie 4.0, ein Blick auf die vierte Revolution mit GE – Cisco, die Ziele des IT-Giganten am Standtort Berlin – Greentech Awards prämieren grüne Innovationen und „Im Interview: Vorstandsvorsitzender von DB Station & Service“ Daraus ergibt sich ein Bild der Akteure/Treiber hinter Smart City Initiativen, deren Herangehensweise bzw. Philosopie/Weltbild und die Rolle der bzw. für die Bürger. Nämlich: Akteure/Treiber: Public – Private Partnership: v.a. große Unternehmen/Organisationen Herangehensweise: top – down, technokratisch, technologisch, IOT, ökonomisch, paternalistisch Bürger: passiv – abhängig – überwacht - konsumistisch
  • 6. Sharing City / Definition Sharing City Berlin Akteure/Treiber: Public – Civic Partnership (multistakeholder) Herangehensweise/Philosopie/Weltbild: bottom – up, kollaborativ, (techno-sozial), partizipativ Bürger: (pro)aktiv – kontributiv – verantwortlich - inklusiv
  • 7. Jetzt der Blick auf Sharing Cities. Sucht man in Wikipedia nach Sharing City, so sucht man vergeblich. Findet auch auf der englischsprachigen Seite nichts. Nehmen wir also die Definition von Amsterdam, der ersten sich in Europe zur Sharing City erklärten Stadt: „Amsterdam Sharing City recognizes the sharing economy as a key driver of sustainable and economically resilient city rich in social capital and acknowledges the need to consider sharing economy principles and incorporate them in the process of recreating the political, economic and social landscape.“ Aus dieser Definition und meinem eigenen Selbstverständnis leite ich folgende Merkmale für eine Sharing City ab, die sich teilweise recht deutlich von der Smart City unterscheidet: Akteure/Treiber: Public – Civic Partnership (multistakeholder) Herangehensweise/Philosopie/Weltbild: bottom – up, kollaborativ, (techno-sozial), partizipativ Bürger: (pro)aktiv – kontributiv – verantwortlich - inklusiv Schaut man sich unter den genannten Botschaftern der Amsterdam Sharing City’ So findet man unter den Akteuren auch Amsterdam Smart City. Hier ist – und ich finde so sollte es auch sein – Smart City ein Bestandteil einer Sharing City.
  • 8. Sharing City vs. Smart City „A revolution doesn‘t happen when society adopts new tools, it happens When society adopts new behaviour“ Clay Shirky „It is the need to design a system that puts all that technology truly at the service of the inhabitants — and not the other way around.“ Saskia Sassen
  • 9. Um die wichtige Unterscheidung von Sharing City und Smart City noch einmal hervorzuheben – auch im Hinblick auf die Frage die eigentlich immer am Anfang stehen sollte: Warum man eigentlich etwas macht oder machen will (WHY) and dann überlegen sollte Wie (HOW) man es macht bevor das Was (WHAT) an die Reihe kommt. Hier zwei Zitate 1.So sagt Clay Shirky, Autor, Konsultant und Lehrer in Fragen sozio-ökonomischer Effekte von Internet Technologien: „Eine Revolution erreignet sich nicht wenn sich eine Gesellschaft neue Tools aneignet, sondern sie passiert wenn die Gesellschaft neue Verhaltensweisen übernimmt. 2. Oder ähnlich Saskia Sassen, Soziologieprofessorin mit Schwerpunkt Globalisierungsanalyse und internationale menschliche Migration: „Es ist notwendig ein System zu gestalten welches die Technologie wahrhaftig in den Dienst der Bewohner stellt – und nicht anders herum.“
  • 10. Potenzialanalyse der Sharing & Collaborative Economy in Berlin Abschnitte I: Kontextualisierung der Share Economy II: Erfassung der Berliner Akteure/ Mapping III: Ergebnisse der Online-Befragung IV: Die internationalen Sharing Cities V: Handlungsempfehlungen VI: Fazit
  • 11. Ende 2014 gab es doch aus der Berliner Senatsverwaltung Wirtschaft, Technologie und Bildung heraus das Interesse der Frage der Sharing und Collaborative Economy in der Stadt nachzugehen. Als Viererteam wurden wir beauftragt eine kleine Potenzialanalyse zuschreiben. Das entstandene gut 30 seitige Paper gaben wir den Titel: Von der geteilten zur teilenden Stadt. Berlin auf dem Weg zur Sharing City. Ich wurde gebeten sie mit vorzustellen. Im Folgenden aber nur ein kurzer Überblick. Bei Interesse finden Sie die Potenzialanalyse im Internet - etwas versteckt und erst auf eine kleine politische Anfrage und nach 15 monatigem Schubladendasein unter berlin.de/sen/wirtschaft bzw. auf Sharingberlin.de/potenzialanalyse
  • 13. Abschnitt I beginnt mit einer Kontextualisierung und Begriffsbestimmung der Sharing & Collaborative Economy (Hier unsere Unterteilung: Kollaborative ... 1) ...Konsum 2) ...Produktion 3) ...Finanzierung 4) ...Wissen Unter den Überschriften: Blick... in die globale Zukunft / ...in die urbane Zukunft folgt eine Einschätzung über ihre weitere Entwicklung im globalen Rahmen und in urbanen Räumen. Weil die kommenden Jahrzehnte einerseits global gesehen von Klimakrise und Ressourcenknappheit geprägt sein werden, andererseits immer mehr Menschen in urbane Räume ziehen, liegt der Schlüssel zur Lösung dieser Probleme vor allem in den Metropolen.
  • 14. Potenzialanalyse I. Indikatoren Vorschlag von 15 Indikatoren als Bewertungskriterien 01 Lokal wertschöpfend (vs. wertabfließend) 02 Resilienz fördernd (vs. Krisenanfälligkeit) 03 Eigentum streuend (vs. Eigentum konzentrierend) 04 Optionsausweitung & Rollenvielfalt (vs. Options‐ & Rollenbegrenzung) 05 Selbst‐ & Mitbestimmung (vs. Fremdbestimmung) 06 Selbst‐ & Mitgestaltung (vs. Gestaltungsvorgabe) 07 Gemeinschafts‐ bzw. beziehungsfördernd/ inkludierend (vs. Isolierend/ exkludierend) 08 Gemeinschaftliche Nutzung (vs. ausschließliche/ Individual‐Nutzung (Abverkauf, Einweg) 09 Offenheit & Transparenz (vs. Silos & Intransparenz) 10 Horizontal (Peer) (vs. hierarchisch) 11 Ressourcen schonend/Kreislaufwirtschaft (vs. Ressourcen verbrauchend /Einweg) 12 Teilhabe‐ & Gestaltungsvielfalt über Geld hinaus (vs. nur über Geld) 13 Vertrauensbildend (vs. vereinzelnd) 14 Gemeinwohlorientiert (vs. Partikularinteressen) 15 Grundbedürfnisse befriedigend (vs. Luxusbedarf/ Verschwendung
  • 15. Im letzten Abschnitt des ersten Kapitels werden auch 15 Indikatoren als Bewertungskriterien für die Sharing & Collaborative Economy vorgeschlagen. Diese erscheinen mir auch sinnvoll/wünschenswert für die Definition, bzw. normative Beschreibung von Sharing Cities. Es geht zurück auf die vorher zentrale Frage WHY? Warum? Also Leitlinien. Beispiel: (siehe Folie) Unter bitly.com/Indikatoren-CollaborativeEconomy gibt es weiter Überlegungen hierzu. Bei Interesse können dort auch Kommentare hinterlassen werden.
  • 16. Potenzialanalyse II: Erfassung der Berliner Akteure/ Mapping
  • 17. In Abschnitt II folgt eine Erfassung der Berliner Akteure. Wie an der Karte mit rund 200 Share‐ Unternehmungen abzulesen ist, die die Mapping‐Initiative „Sharing Berlin“ gelistet hat und unter www.sharingberlin.de zu finden ist - , gehört Berlin global zu den Städten mit der größten Vielfalt an Unternehmen und Initiativen im Bereich der Share & Collaborative Economy. Es schließt ein Kurztrip durch diese Unternehmungen an – kleine und größere, nichtkommerzielle und kommerzielle. Das Mapping ist eingeteilt in die folgenden 9 Bereiche: Arbeit & Tätigkeiten Energie Gegenstände Geld & andere Transaktionssysteme Gemeinschaftsbildung & Selbstorganisation Mobilität Nahrung Räume Wissen
  • 18. Potenzialanalyse III. Ergebnisse der Online-Befragung 0 5 10 15 20 25 Vor2000 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 k.A. Projektanzahl
  • 19. Im Abschnitt III werden die Ergebnisse einer Umfrage unter 90 Berliner Akteuren der Berliner Share & Collaborative Economy vorgestellt. Kurz einige Ergebnisse: Der übergroßen Mehrheit geht es vor allem um Geschäftsmodelle rund um Ressourcensparen und Klimaschutz sowie dem Stärken von Nachbarschaftskulturen. Die meisten Unternehmungen entstanden in den letzten beiden Jahren vor der Analyse, bzw. sind im Durchschnitt nicht älter als 2 Jahre gewesen. Die Community erwartete ein starkes Wachstum für die nächsten Jahre.
  • 20. Potenzialanalyse IV: Internationale Sharing Cities Downtown Seoul. Foto: Craig Nagy, Wikimedia Commons Gemeinschaftsgarten auf der Insel Nodul. Foto: Chang-Woo Lee Beispiele aus SEOUL/SAN FRANCISCO/BARCELONA/AMSTERDAM/ KOPENHAGEN/GHENT/HELSINKI/VANCOUVER/BERLIN
  • 21. Abschnitt IV Es folgt ein Überblick über die wichtigsten Sharing Cities weltweit. In der Gegenüberstellung von Seoul, San Francisco und Berlin erweist sich die junge Community sowie die ständig wachsende Zahl innovativer Startups in Berlin als dessen größtes Potenzial. Hier einige Bilder von Seoul, die sich am 20.09.2012 offiziell zur 1. Sharing City der Welt erklärte und auf städtische Probleme wie Smog, Müllproduktion, Verkehrsstaus, Parkplatznot, Ressourcenverschwendung, Armut, Wohnungsnot, Jugendarbeitslosigkeit aber v.a. auch hohe Suizidraten, Überalterung und Vereinsamung zu reagieren. So wurden beispielsweise der Seoul Metropolitan Government Act for Promoting Sharing erlassen mit 20 Sharing Prgrammen und Politiken: Förderung von Sharing Startups, städtisches CarSharing, Bereitstellung von Werkzeug, Räumen, Daten, Stadtgärten etc. (sprengt hier jetzt den Rahmen)
  • 22. Potenzialanalyse V. Handlungsempfehlungen ALLGEMEINE HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN 1. Wahrnehmen & Sensibilisieren 2. Verstehen & differenzieren 3. Regulieren & deregulieren 4. Wertschätzen, sichtbar machen & fördern 5. Kooperieren & integrieren 6. Profilieren & proaktiv agieren KONKRETE HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN (Ausw.) 1. Verwaltungsübergreifende AGs 2. On- & Offline Plattformen für Kollaboration 3. Gesetzesinitiativen pro bürgl. Engagement, Non-profit & kooperativer Rechtsformen 4. Allianz europäischer Sharing Cities 5. Initierung europäischer Sharing City Resolution 6. Gütesiegel ökosozialer Sharing-Produkte
  • 23. Im Abschnitt V folgen Handlungsempfehlungen unterschieden in allgemeine und konkrete: 1.Wahrnehmen & Sensibilisieren Potenzialanalyse, Mapping 2. Verstehen & differenzieren Phase 1: rosarot. Phase 2: tiefschwarz. Phase 3: Differenzierungen & Andersartigkeit 3. Regulieren & deregulieren Dialog mit Sharing-Initiativen, gemeinsame Regeln entwickeln, aus Grauzone führen. 4. Wertschätzen, sichtbar machen & fördern Strategisch Förderung unterstützungswürdiger Unternehmungen (nur teilw. Monetär) 5. Kooperieren & integrieren Potenziale nutzen: Selbstorganisation, Partizipation, kooperative Entscheidungsprozesse Potenzieller Kooperationspartner “Public-Civic Partnerschaften“ zur Rückgewinnung von Politischen Handlungsoptionen 6. Profilieren & proaktiv agieren (wurde nicht übernommen) Konkrete Empfehlungen/Wünsche an ... 1) ...Landesebene 2) ...Bundesebene 3) ...EU‐Ebene (Auswahl). Hier nur einige Beispiele (siehe Beispiele Tafel)
  • 24. Weitere Beispiele von Sharing Cities & Public/Civic Engagement
  • 25. Weitere Aktivitäten im Bereich Sharing Cities finden Sie im Sharing Cities Network über das Online Magazin Shareable. Dort Informationen zu Initiativen in vielen Dutzend Städten weltweit. Die machen auch map jams zum Erfassen von Initiativen. Auch wir hier haben mit SharingBerlinMap und Transformap eigene und zusammenfassende Mappings co-initiiert und begleitet.
  • 26. Sharing City Amsterdam Quellehttp://www.collaborativeconsumption.com/2015/02/04/amsterdam-europes-first-sharing-city/ " Collaborative Economy Ecosystem" by shareNL is licensed under CC-BY-SA 4.0
  • 27. Und abschließend noch einige Beispiele. Es wäre sehr anzuraten (und vielleicht gibt es Leute hier im Raum die daran arbeiten oder es anstoßen könnten) hierzu eine ausführliche best-practise Studie zu machen, bzw. best-practise Expertise, Projekte und Netzwerke aufzubauen, zu verbinden und zu fördern. Amsterdam wurde schon erwähnt als die erste europäische Stadt, die sich zur Sharing City erklärt hat. Eine Initiative mehr hervorgegangen aus der Zivilgesellschaft, startup Szene, aber mit Widerhall bei der Stadtregierung. Um das Gute zu fördern und das Schlechte abzumilden wurde ein 5-Phasenplan gemeinsam erarbeitet. (Stichpunktartig) 1. Stimulierung der Sharing Ökonomie durch Kollaboration und Förderung von Pilotprojekten die städtische Problemfelder angehen. 2. Stadteigene Sharing Projekte: Fahrzeuge, Räumlichkeiten 3. Absicherung der Inklusion aller Bürger durch Partnerschaften z.B. mit Citypass System. 4. Regulierung/Deregulierung von Sharing Ökonomie im Dienst des öffentlichen Interesses. 5. Profilierung als Sharing City und Beteiligung an intern. Events.
  • 28. Sharing City City Government Provider By Daniel*D CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3001563By Mariordo (Mario Roberto Durán Ortiz) – CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19761037 By Hank_chapot GFDL, https://en.wikipedia.org/w/index.php?curid=13560663
  • 29. Und zum Schluss anhand von zwei Städten noch ein paar Zahlen zu einigen Produktdienstleistungen in die Runde geworfen Paris: die erste große Stadt in Europa, die als kommunaler Anbieter groß in Bike- und CarSharing eingestiegen ist. Vélib *15.07.2007: 14.500 Räder (Top12 - (17/Top 18 in Chinesischen Städten) Die Räder gibt es an 1230 Stationen (Top3 – alle 300 m) (d.h. 1 Rad pro 97 Einwohner) >285,000 jährliche Subscriber (2014) – finanziert/organisiert durch JCDecaux – ein trade-off für öffentliche Werberechte. 1 Jahr: 20 Mio. – bis 6. Jahr (2013?) 173 Mio Fahrten AutoLib *12.2011: 2500 Kfz – 4000 Ladestationen (Juli 2014) – >155.000 jährliche Subsriber (AutoLib operiert auch in Lyon, Bordeaux, Brüssel, London, Indianapolis) weltweit >600 Städte mit Bike Sharing Modellen (July 2014) Bicing *22.03. 2007 in Barcelona. 6000 Räder – 420 Stationen (alle 300 – 400 m). Gleiche Räder und Stationen wie in Stockholm, Oslo und Zaragoza finanziert durch Auto-Parkplätze im öffentlichen Raum. Und einfach erwähnen wollte ich noch Mayors Challenge der Bloomberg Philantropies in dem ein 5 Millionen $ und vier 1 Millionen $ Preise an Städte mit innovativen Ideen/Projekten vergeben werden.
  • 30. Sharing City Example Sydney Quelle: http://www.collaborativeconsumption.com/2013/08/20/share-sydney-guide/
  • 31. Oder hier noch ein Beispiel einer Brochure zu Sharing in Sydney in dem am Beispiel von 48 Stunden in der Shared Economy diverse Aktivitäten und Dienstleistungen aus dem Bereich der Sharing Ökonomie vorgestellt werden.
  • 32. Plädoyer für Sharing City & Civic Society „When artist and innovators engage, cities thrieve. Cities as platforms“ / Lisa Gansky „Bewusstsein schaffen für was in der (Sharing)Ökonomie gerade passiert. Community zusammenbringen und verschiedene Menschengruppen einladen: Entrepreneure, NGO Aktive, Administratoren, engagierte Bürger. Beziehungen quer all dieser Sektoren aufbauen. Den Fokus auf die Frage richten: „Wie können wir die Stadt als Sharing Plattform sehen und erweitern? Und dann nach einführenden und kontextualisierenden Inputs & mit Hilfe von professionellen Facilitatorteams alle Teilnehmenden (Teilgebenen) in Open Space Formaten sich selbst organisieren und Lösungen finden lassen. Und zu guter letzt eine große Party schmeißen zum Feiern des gemeinsam Erreichten.“ Neal Gorenflo
  • 33. Ich möchte schließen mit einem Plädoyer für Sharing Cities und einer Hinwendung zu einer Civic Society Hier zwei abschließende Zitate Lisa Gansky, Entrepreneurin und Autorin des Bestsellers: The Mesh: Warum die Zunkunft des Business Sharing ist: „When Künstler und Innovatoren sich einbringen, blühen Städte auf. Städte als Platformen“ Oder der Rat von Neal Gorenflo, Herausgeber des Online-Magazins Shearable auf meine Frage 2014 wie am besten eine Sharing City angegangen werden sollte. „Bewusstsein schaffen für was sich in der (Sharing)Ökonomie gerade passiert. Mehr als typische Events planen, die Community zusammenbringen und verschiedene Menschengruppen einladen: Entrepreneure, NGO Aktive, Administratoren, engagierte Bürger. Beziehungen quer all dieser Sektoren aufbauen. Den Fokus auf die Frage richten: „Wie können wir die Stadt als Sharing Plattform sehen und erweitern? Und dann nach einführenden und kontextualisierenden Inputs und mit Hilfe von professionellen Facilitatorteams alle Teilnehmenden (Teilgebenen) in Open Space Formaten sich selbst organisieren und Lösungen finden lassen. Und zu guter letzt eine große Party schmeißen zum Feiern des gemeinsam Erreichten.“
  • 34. Vielen Dank! Thomas Dönnebrink OuiShare Connector Germany Freelancer Collaborative Economy www.about.me/thomasdoennebrink thomas@ouishare.net @tdoennebrink +49 176 32335744
  • 35. Über Thomas Dönnebrink lebt in Berlin, OuiShare Connector und Freelancer. Gegenwärtiger Fokus liegt auf den Charakteristika neuer und alter Ökonomie und der Konvergenz von Ideen, Konzepten und Bewegungen im Kontext der sich entwickelnden Transformation unser Wirtschaft und Gesellschaft im Allgemeinen und des Plattform Kooperativismus im Besonderen. LinkedIn Profil - thomas@ouishare.net - @tdoennebrink - +49 176 32335744
  • 36. Community Building 1 Magazin ouishare.net 4 Globale Konferenzen 2 Touren (LATAM/Europa 8 Internationale Summits 100+ Facebook Gruppen 200+ OuiShare Events 2000+ Mitglieder 34000+ Facebook Fans > 30 cities in Europa, Lateinamerica & Near Osten 4. Internationale Konferenz. 18.-21.Mai 2016 “After the Gold Rush”
  • 37. About OuiShare OuiShare entstanden vor vier Jahren in Paris aus einem Blog zum Thema kollaborativer Konsum. Mittlerweile hat OuiShare sich gewandelt in ein internationales Peer-Netzwerk mit Tausenden von Mitgliedern und das Studienobjekt hat zunehmend holistische Formen angenommen. Als Bewegung, think und do-tank hat OuiShare mittlerweile einige Hundert Events in Dutzenden von Städten in Europa, Amerika und dem Nahen Osten veranstaltet.. Seit 2013 findet jedes Jahr im Mai in Paris das 3-tägige OuiShareFest statt. Als größtest Event der kollaborativen Ökonomie und Gesellschaft zieht es jährlich über Tausend Teilnehmer, Teilgeberinnen und Expert aus der ganzen Welt an. Werte Openness – Transparency – Independence – Impact – Feedback – Action – MPRL (Meet People in Real Life) – PermanentBeta – Inclusion - Play

Hinweis der Redaktion

  1. Smart City Definition. Beginn mit Wiener Smart City Definition 2011. Inzwischen mehrfach in Präsentation und Fachbüchern zitiert und übernommen, bzw. in D-CH weiterentwickelt. Hier die DIN/DKE Definition 2014 Smart City bezeichnet einen Siedlungsraum, in dem systemisch (ökologisch, sozial und ökonomisch) nachhaltige Produkte, Dienstleistungen, Technologien, Prozesse und Infrastrukturen eingesetzt werden, in der Regel unterstützt durch hochintegrierte und vernetzte Informations-und Kommunikationstechnologien. Mit der Smart City soll im Besonderen bewirkt werden:  die Lebensqualität und Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe der Bürger und Bürgerinnen zu verbessern  die Nutzung von endlichen Ressourcen zu verringern und die Nutzung erneuerbarer Ressourcen zu etablieren  die Daseinsvorsorge langfristig zu sichern und zu optimieren  die Überlebens-, Anpassungs-und Widerstandsfähigkeit (Resilienz) des Siedlungsraums zu stärken  eine transparente Entscheidungskultur und Wissensgesellschaft zu schaffen sowie  die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes dauerhaft zu erhalten oder zu erhöhen mithin die Zukunftsfähigkeit des Siedlungsraums zu verbessern und dabei negative Folgen der Urbanisierung zu mindern oder zu vermeiden. --- Einführung von Smart Grid Oder Smart Cards gehen mit einem erheblichen Beratungs- und Investitionsbedarf einher. Es gibt Befürchtungen, dass durch Smart City soziale Zielsetzungen vernachlässigt werden. Es sollte also darauf hingearbeitet werden, dass auf dem Weg hin zu einer allgemein anerkannten Definition für Smart City die wichtigsten Nachhaltigkeitsziele explizit benannt werden. Smart Citys können nur dann nachhaltig sein, wenn sie nicht allein technologiegetrieben entwickelt werden, sondern eine gezielte Auswahl solcher Technologien erfolgt,die zu ökologischen und sozialen Zielsetzungen beitragen oder diese zumindest nicht konterkarieren