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Den Lebenstanz im Alltag meistern
BusinessVillage
SELFMENT
Thierry Ball
®
Leseprobe
BusinessVillage
BusinessVillage
Den Lebenstanz im Alltag meistern
SELFMENT
Thierry Ball
®
Thierry Ball
Selfment ®
Den Lebenstanz im Alltag meistern
1. Auflage 2020
© BusinessVillage GmbH, Göttingen
Bestellnummern
ISBN 978-3-86980-568-9 (Druckausgabe)
ISBN 978-3-86980-569-6 (E-Book, PDF)
ISBN 978-3-86980-570-2 (E-Book, EPUB)
Direktbezug www.BusinessVillage.de/bl/1109
Bezugs- und Verlagsanschrift
BusinessVillage GmbH
Reinhäuser Landstraße 22
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Layout und Satz
Sabine Kempke
Autorenfoto
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Druck und Bindung
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Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung
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cherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Alle in diesem Buch enthaltenen Angaben, Ergebnisse usw. wurden von dem Autor nach
bestem Wissen erstellt. Sie erfolgen ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie des Verlages.
Er übernimmt deshalb keinerlei Verantwortung und Haftung für etwa vorhandene Unrich-
tigkeiten.
Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem
Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche
Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten
wären und daher von jedermann benutzt werden dürfen.
Inhalt
Über den Autor .............................................................................. 7
Eintanzen – mein persönlicher Lebenstanz ....................................... 9
1.	Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens ....................... 15
1.1	Der »Tanz des Lebens« als Bedeutung des Allumfassenden ........... 16
1.2	Urformen des Tanzes .............................................................. 18
1.3	Urgeschichte des Tanzes ......................................................... 19
1.4	Sicher ist, dass nichts sicher ist ............................................... 20
1.5	Corona – der Welt eine Pause verordnet ..................................... 22
1.6	Wer bist du, Covid-19? ........................................................... 25
1.7	Verantwortung Gesundheit ...................................................... 32
1.8	Vom Leben und vom Tod ......................................................... 36
2.	Selbst(ver)führung .................................................................... 45
2.1	Selfment ® – die Kunst der Selbstführung .................................. 46
2.2	Erwartungen ......................................................................... 67
2.3	Übung ................................................................................. 70
2.4	Das Wesentliche .................................................................... 75
2.5	Die fünf Säulen der Identität ................................................... 77
2.6	Beginn und Ende und wieder Beginn –
das Prinzip »Stirb und werde« ................................................. 87
2.7	Die sieben (Lebens-)Gesetze der Selbstführung........................... 94
3. Wahrheit und Wirklichkeit ........................................................ 107
3.1	Der Alltag: Ort der Praxis des Mitgefühls und der Ausreden –
eine Praxiserfahrung............................................................. 108
3.2	Verantwortung..................................................................... 114
3.3	Achtsamkeit........................................................................ 118
3.4	Ankommen – immer wieder bei sich selbst ............................... 124
3.5	An der Schwelle................................................................... 126
3.6	Der Augenblick ist dein bester Lehrer...................................... 128
3.7	Bewusst erwachen im Hier und Jetzt....................................... 130
3.8	Die Wirklichkeit – es ist, wie es ist.......................................... 134
3.9	Dankbarkeit versus Resignation – eine Alltagsübung ................. 144
4.	Rhythmus und Ausdruck ........................................................... 147
4.1	Rapport – tragfähige Verbundenheit ....................................... 148
4.2	Authentizität versus Veränderung ........................................... 153
4.3	Balancen – lebendiges Arbeiten ............................................. 155
4.4	Leben ist Rhythmus ............................................................. 161
4.5	Lebenstempo ...................................................................... 165
4.6	Selbstliebe ......................................................................... 169
4.7	Sexualität .......................................................................... 170
4.8	Emotionen .......................................................................... 172
4.9	In Beziehung gehen ............................................................. 177
4.10 Kommunikation ...................................................................185
5.	Reflexion und Nachhaltigkeit ................................................... 191
5.1	Nachhaltigkeit .................................................................... 192
5.2	Sinn des Lebens .................................................................. 194
5.3	Selbsterfahrung ................................................................... 196
5.4	Sehnsucht nach Liebe und Glück ............................................ 197
5.5	Welt im Wandel – dein Tanz mit der Natur als Heilerin ............... 200
5.6	Liebevolle Tipps für deinen Tanz des Lebens ............................. 203
5.7	Goldene Regeln deines Lebenstanzes ...................................... 204
Anhang ....................................................................................... 205
Literatur .................................................................................. 206
Endnoten ................................................................................. 207
Über den Autor | 7
Über den Autor
Thierry Ball ist systemischer Coach aus Lust und Leidenschaft. Glaubens-
sätze, Tricks und Spielchen im Umgang mit sich selbst und mit anderen
Menschen entlarvt und stabilisiert der Lehrtrainer mit Konsequenz und
Werteorientierung. Was er tut, geschieht mit Herz, Verstand und einem
hohen Maß an Eigenverantwortung. Das macht seine Coaching-Prozesse
mit dem Klienten in jeder einzelnen Session reich an Erfolg und absolut
authentisch.
Das von ihm entwickelte Selfment®-Konzept führt jeden in die (wieder-
entdeckte) Eigenverantwortung mit dem Fokus, das Leben erfolgreich
und bestmöglich autonom zu meistern. Zwanzig Jahre interne Unterneh-
menserfahrung bereicherten ihn mit Detailwissen über systemische Wir-
kungsweisen für eine jetzt klare Sicht als externer Prozessbegleiter und
Exekutiv-Coach. Seine Kunden sind Unternehmer, Vorstände und Führungs-
kräfte, die lernen, sich selbst und damit erfolgreich auch andere Menschen
in selbstverantwortliches Denken und Handeln zu führen.
Als ehemaliger Sportler und Tänzer begleitet Thierry Ball als Mental-Coach
auch Sportler und besonders Tanzpaare bei ihrem Tanz des Lebens durch
ihre sportliche Karriere.
Kontakt
E-Mail: kontakt@thierry-ball.de | Web: www.thierry-ball.de
Der Tanz des Lebens
Gautama Buddha (Gründer des Buddhismus)
Unsere Existenz ist so flüchtig wie Herbstwolken.
Geburt und Tod mit anzusehen ist wie einem Tanz zuzuschauen:
Ein ganzes Leben geht vorbei wie ein Blitz am Himmel,
schießt dahin wie der Gebirgsbach durch die tiefe Schlucht.
Wir haben einen Moment verharrt, um einander zu begegnen,
einander kennenzulernen, zu lieben und zu teilen.
Es ist ein kostbarer Augenblick, aber er geht vorbei – er ist nicht mehr
als ein kleines Verharren in der großen Ewigkeit.
Wenn wir mit Fürsorge, Liebe und leichtem Herzen teilen,
erzeugen wir Wohlstand und Freude füreinander.
Dann ist dieser kurze Augenblick es wert gewesen.
Eintanzen1
–
mein persönlicher Lebenstanz
10 | Eintanzen – mein persönlicher Lebenstanz
In der Rückschau auf mein bisheriges (Er-)Leben waren besonders die Din-
ge immer die schönsten und interessantesten, die ich nicht geplant oder in
diesem Moment im Fokus hatte. Sie sind einfach entstanden, haben mich
gefunden oder passierten und ich sprang darauf an. Dieses Urvertrauen,
das wir alle in uns tragen, zu erleben, wie das Leben einfach keine Fehler
macht und uns genau die Übungen und Ereignisse zuteilwerden lässt, die
es in diesem Augenblick gerade braucht, ist ein Geschenk.
Mein persönlicher spiritueller Lehrer und Begleiter hat mir früh den Hin-
weis gegeben, dass wir keine Aufgabe im Leben bekommen, die wir nicht
selbst gut bewältigen können. Wir sind dabei immer getragen und schaffen
auch die heftigste Krise. Das Leben meistern heißt, das Leben zu nehmen,
wie es kommt und zu vertrauen, dass es genau so zu sein hat, wie es sich
zeigt. Wenn jemand etwas Gegensätzliches hierzu zu sagen hat, dann ist
das unser eigener Verstand, unser Ego. Es will, solange wir leben, planen,
strukturieren und etwas erreichen wollen – und dies so richtig und perfekt
wie nur möglich. Und das Leben selbst? Es zeigt uns, wie es darüber hinaus
wirklich ist …
Ich wollte ursprünglich einen sozialen Beruf erlernen – und es ergab sich
eine Ausbildung in einer Bank. Ich wollte ein erfolgreicher Tennisspieler
werden und versuchte mich nur kurz im Tanzen: Daraus ist eine aktive Tän-
zerkarriere über mehr als zwanzig Jahre geworden. Noch heute coache ich
Tanzpaare und bewerte Tanzturniere und Meisterschaften. Ich habe zwei-
mal geheiratet und wollte jeweils immer alt mit meiner Partnerin werden.
Jedoch gehören zu allem bekanntlich immer zwei. Im Job wollte ich ein
solider Bankberater sein und es entstand eine jetzt schon über fünfzehn-
jährige Selbstständigkeit – mit eigenem Konzept und einer Identifikation
mit dem Thema Selbstführung und Selbstverantwortung, die ihresgleichen
sucht. Und wenn auch immer wieder Selbstaufgebautes zusammenbrach,
war es mir durch Gesundheit und Selbstbewusstsein beschenkt, es mal mehr
und mal weniger kraftvoll neu aufzubauen und einfach weiterzumachen.
Ganz nach dem Motto: Hinfallen – aufstehen – Krone richten – weitergehen.
»
«
Wo gehen wir denn hin? –
Immer nach Hause.
Novalis (1772–1801), deutscher Schriftsteller und Philosoph
12 | Eintanzen – mein persönlicher Lebenstanz
Vielleicht erging es dir ähnlich in deinem Leben? Ich war und bin mit
meiner Selbstführung stets verführt, an mir selbst zu zweifeln. Das Ego
liefert mir immer wieder ein Kopfkino, das mich an den Rand meiner Mög-
lichkeiten, an meine inneren Grenzen führt. An diesem Punkt habe ich
(ungeplant) vom Leben und meinen Begegnungen mit wunderbaren Men-
schen gelernt, gut aufgestellt zu sein, um den Lebensaufgaben mit all
den Kopfszenarien zu begegnen und würdigend und wertschätzend mit mir
selbst umzugehen. Eine große Lebensaufgabe, die Selbstliebe und das Ur-
vertrauen in mir zu erreichen. Ich bin weiter auf dem Weg, und ich und wir
alle werden wohl nicht ankommen. Das ist auch gar nicht das Ziel. Auf dem
Weg zu sein, deine Wahrheit zu ergreifen und dein Gegenüber so zu lassen,
wie es ist und dir erscheint, mag Ausrichtung genug sein. So erleben wir
annähernd eine Wirklichkeit mit der Akzeptanz jeder einzelnen Wahrheit
im Menschen. Auf diesem Weg lohnt es sich, weiterzugehen.
So spielten in meinem Tanz des Lebens auch immer (ungeplant) Tempo,
Rhythmus und Ausdruck eine so wirkende Rolle, dass sie meiner Persön-
lichkeit zugeschrieben wurden. Wenn ich zurückschaue, passierte mir im-
mer recht viel in kurzer Zeit, ohne dass ich Stress dabei empfand. Und
doch forderte jedes Tempo das Gegenüber und es zeigte sich als Heraus-
forderung, wenn dessen Tempo ein ganz anderes war. Plötzlich wurde die
Fähigkeit, führen und folgen zu können und zu wollen, für beide Seiten
anspruchsvoll. Wie bedeutungsvoll wir uns dabei mit unserem Ausdruck
dem anderen gegenüber zeigen, bringt uns in eine besonders achtsame Be-
ziehung zueinander. Ein Tanz der Emotionen und Interpretationen beginnt
– und damit das, was Beziehungen letztlich ausmacht.
Und so sind beispielsweise alle meine erschienenen Bücher – wie auch
dieses, welches du jetzt gerade in deinen Händen hältst – durch Umstände
und Ereignisse entstanden, die mir selbst bewusst machen, was ich und
wir alle an Ressourcen in uns haben, um unseren Tanz des Lebens sicher
auf jedem Parkett zu meistern. Vielleicht tragen alle meine Erfahrungen
und Hilfestellungen auch für dich etwas dazu bei, Schritt für Schritt in
Eintanzen – mein persönlicher Lebenstanz | 13
deinem Leben weiterzugehen, so dankbar und wertschätzend wie nur für
dich möglich. Dann sind sie für dich und mich von einer nachhaltigen
Bedeutung und alle Aspekte in der Alltagspraxis für dich gut umsetzbar
– sind es doch die Reflexion und der Transfer am Ende des Tages, die uns
ermöglichen, am nächsten Tag mit dem Erfahrenen und Erlernten weiter-
gehen zu können. Alles, was wir im Leben lernen, darf in der Umsetzung
in den Alltag führen. So kommen wir in die Selbstführung, die uns in die
Lust und Leidenschaft, leben zu wollen, verführt.
1.
Das Leben – ein Tanz des Führens
und des Folgens
16 | Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens
1.1	Der »Tanz des Lebens« als Bedeutung des
Allumfassenden
Meine erste Motivation war die Bewusstheit darüber, als junger Erwach-
sener erfahren zu haben, wie sehr ich dem Tanz und der Bewegung ver-
bunden war. Auch zu all dem Rhythmischen und Melodischen hatte ich
früh unbewusst, dann immer bewusster einen Bezug und eine starke Ver-
bindung. Im Kindergarten gefiel mir besonders das gemeinsame Singen und
rhythmische Klatschen und Trommeln. In der Grundschule schaute ich im
damaligen Schwarz-Weiß-Fernsehen die Hitparade und Shows, um die Auf-
tritte von Interpreten und Showmastern zu studieren und nachzustellen.
Besonders deren Bewegungen und Gestiken kopierte ich in eigene Shows,
die ich in meinem Kinderzimmer nachsimulierte.
Nach der Schule spielte ich oft meine Lehrerinnen und Lehrer nach und
wiederholte so als reales Spiel den Unterricht. Genau so, wie ich die Lehrer
erlebt hatte, ahmte ich sie nach – natürlich mit all ihrer Art und Wei-
se, ihrer Gestik und Mimik. Ich ging so weit, dass ich mir, wenn ich in
weibliche Rollen schlüpfte, die Schuhe mit kleinem Absatz meiner Mutter
ausborgte, um ein besseres Gefühl für den typisch weiblichen Gang zu be-
kommen. Was war ich da experimentierfreudig, um ein echtes Gefühl in
mir zu erleben.
Als Jugendlicher entschied ich mich zunächst, wie in der Einführung er-
wähnt, für den Tennissport. Nicht lange dauerte es, bis mir auffiel, dass
ich an den Tennisstars mehr bewunderte, wie sie sich auf dem Tennisplatz
bewegten, statt mich für ihr Tennis und ihre Technik zu interessieren. So
fiel es mir dann folglich mit sechzehn nicht schwer, mit dem Tanzsport zu
beginnen, nachdem es mir mein älterer Bruder vorgemacht hatte.
Tanzen bedeutet mir bis heute sehr viel. Ich tanzte über zwanzig Jahre
lang Turniere bis in die höchste deutsche Amateurklasse und bin heute
mit der Tanzerei noch intensiv als Wertungsrichter und Mental-Coach mit
Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens | 17
eigenem Konzept (selfment®) für Tanzturnierpaare verbunden. Mehr denn
je setzte ich mich physisch wie psychisch mit Bewegung und Ausdruck
meines Inneren und der Wirkung nach außen auseinander.
Lange nach Beendigung meiner aktiven Tänzerkarriere holte es mich noch-
mals emotional heftig ein, als ich bedingt durch Trennung und Verlust in
eine für mich tiefe Krise geriet. Wenig vorbereitet traf mich alles auf ein-
mal mit Vehemenz. Ich durchlebte über mehrere Jahre einen kraftvollen
Veränderungsprozess, der mich zuletzt unfassbar stabilisierte und in Klar-
heit darüber führte, was es bedeutet, sich dem Tanz des Lebens zu stellen
und ihn zu tanzen. Meine bisherige Rolle als Businesscoach mit dem aus
der Krisenzeit entwickelten Konzept zu mehr Selbstführung und Selbst-
sorge erfuhr nochmals an besonderer Qualität, über die ich heute sehr
dankbar sein kann.
Wieder erlebte ich die Art und Weise der Emotionen und Bewegungen in
meinem Körper wie einen Lebenstanz, zu dem es genauso Bewusstheit,
Lust und Können braucht wie bei all den anderen Erfahrungen bisher ge-
lernter Tänze. Der Tanz wurde zum Symbol und zu einer Metapher, die sich
bis heute so intensiv durch mein Leben zog, dass es für mich eine logische
Konsequenz wurde, darüber zu schreiben, um meine Leserinnen und Leser
teilhaben zu lassen an den wertvollen Erfahrungen meines Tanzlebens und
Lebenstanzes. Der Tanz des Lebens bietet das Symbol dafür, Bewusstheit
darüber zu entfalten, wie genau wir durchs Leben gehen beziehungsweise
tanzen. Vergleichbares wie das Erlernen der ersten Schritte bis hin zu gan-
zen Choreografien erleben wir im echten Leben.
So stolpern und vertanzen wir uns gerne mal im täglichen Tun, treten dem
anderen auf die Füße, ziehen unser Gegenüber gerne mal zu heftig übers
Parkett beziehungsweise durch den Alltag oder vergessen unsere Schritt-
folge gänzlich für einen Augenblick. Das Blackout lauert beim Tanzen wie
im richtigen Leben an jeder Ecke. Wie wir uns auf uns selbst und auf
den anderen beziehen und was wir von ihm halten, zeigt sich nirgendwo
18 | Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens
deutlicher als in tänzerischer Bewegung. Wir nehmen Haltung ein, zeigen
Rückgrat und Präsenz und gehen in Führung. Wir empfangen und folgen
den Impulsen des Gegenübers und versuchen dabei unsere eigene Persön-
lichkeit nicht zu vernachlässigen. Ein Versuch, eine hohe Kunst, wie sich
immer wieder zeigt. Gibt es da eigentlich eine treffendere und schönere
Beschreibung über das Leben als für die Metapher »Tanz«?
So hältst du heute ein Buch in den Händen, das dir Orientierung, Halt
und Stabilität geben soll, deinen eigenen Tanz des Lebens klarer wahr-
zunehmen und bewusst(er) zu tanzen. Entwickle für dich selbst Lust und
Leidenschaft, dich selbst durch diesen Tanz zu führen, und genieße stets
wertfrei die Bewegung deines wachen Geistes und deines beweglichen Kör-
pers. Dann wird sich deine Seele wahrhaftig entfalten können.
Ganz unverhoffter Dinge entstand dann noch während meines Schreibens
eine dritte Motivation – ja schon fast ein Geschenk, das sich mir offenbar-
te. Im Frühjahr 2020 kam auf die ganze Welt eine globale Herausforderung
zu: die Corona-Krise. An anderer Stelle hier im Buch setze ich mich mit
dieser Gegebenheit auseinander; ich musste mich damit auseinanderset-
zen, denn sie begleitete mich über das ganze Schreiben. Letztlich war es
eine wertvolle Erfahrung für mich in meinem Lebenstanz, auch mit dieser
Pandemie weiterzugehen und daraus zu lernen, was neu und anders getan
werden muss – und was eben auch nicht getan werden muss.
1.2	Urformen des Tanzes
Unabhängig davon, welche Geschichten und Erzählungen es über den Tanz
gibt, kann sicher festgestellt werden, dass er in allen Zeiten, Epochen und
Entwicklungsstufen als die perfekte Ausdrucksform des menschlichen Kör-
pers und der Seele galt und bis heute gilt. Nirgendwo sonst stehen wir in so
tiefer Verbindung zu unseren Gefühlen und Empfindungen, wie wenn wir
uns zu Musik und rhythmischen Klängen bewegen. Körper, Geist und Seele
Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens | 19
kommen gleichermaßen und ganzheitlich verbunden in Bewegung und un-
willkürlich zum Ausdruck. Zum Ausdruck dessen, was in uns ist – wirklich,
klar und authentisch, denn der Körper, auch wenn er in Bewegung kommt,
lügt nie. Nichts können wir auf Dauer über die körperliche Bewegung vor-
täuschen oder verbergen. Durch die Bewegung kommt unweigerlich alles
in uns Manifestierte nach außen, drückt sich aus dem Körper heraus. Der
Tanz und unser Ausdruck darin, wenn er vollzogen wird, ist demnach im-
mer ehrlich und wahrhaftig. Eine besondere Form, sein Inneres nach außen
zu kehren: Der Körper – und damit verbunden die Seele – beginnt sich
auszusprechen. Wir kommunizieren mit uns und dem Gegenüber gleicher-
maßen, wenn wir uns im Tanz zeigen. Befreiend dabei ist sicherlich, dass
nichts falsch gemacht werden kann. Sich frei bewegen, auch tanzen, kann
jeder Mensch auf seine Art und Weise – und stets gut genug.
1.3	Urgeschichte des Tanzes
Höhlenmalereien aus der Steinzeit vor über 37.000 Jahren verraten uns
heute, dass es bereits damals körpersprachlichen Ausdruck in Form von
Tanzen gegeben haben muss. Abbildungen spanischer und französischer
Funde zeigen verkleidete Magier und Zauberer, die durch rhythmische Be-
wegungen ganze Gruppen in ihren Bann zu ziehen scheinen. Auch ge-
sellschaftliche Initiationsriten waren zu erkennen. Tanz war also magisch,
mystisch, üblich und Kult. Ein besonderes Ereignis mit kommunikativ star-
ker Wirkkraft.
Ein weiteres bedeutendes Volk des Tanzes waren die Ägypter. Neben der
Verehrung der Himmelsgöttin Hathor lebte man das Tanzen bei politischen,
militärischen und feierlichen Ereignissen. Das Zeigen der Emotionen war
hierbei immer von großer Wichtigkeit. Selbst bei Totenzeremonien gab es
immer Tanzende zur Ehrung und Würdigung der Verstorbenen.
20 | Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens
So kam es dann auch nicht von ungefähr, dass erste Choreografien von
den Ägyptern benannt wurden. Dabei spielten schon Tempi, Dynamik und
Synkopierung eine Rolle. Man setzte sich früh mit Charakteristiken ausei-
nander, schrieb den Tänzen charakteristische Bedeutungen zu und verband
dies mit all denen, die diese Tänze dann tanzten, um etwas Bestimmtes
über die Bewegung ausdrücken zu wollen. Sich zu begegnen, sich zu ver-
binden und letztlich sich mitteilen zu wollen, waren und sind die Moti-
vationen, die Menschen bewegten und bewegen, ja, bis heute antreiben,
über Rhythmen und Klänge zu kommunizieren und sich miteinander zu
vereinen.
1.4	Sicher ist, dass nichts sicher ist
Gerade noch war mein Terminkalender für das laufende Jahr mehr als gut
gefüllt. Und plötzlich, von jetzt auf gleich, erlebte ich einen erzwungenen
Boxenstopp, als das Rennen so gut für mich lief! Ich kam erst gar nicht auf
die Idee, dass die Corona-Krise, wie sie dann wenig später genannt wurde,
auf mich und meine Geschäfte Einfluss haben könnte. So ganz glauben
konnte ich es nicht und anfreunden konnte ich mich mit der sich anbah-
nenden Situation erst recht nicht. Es wird schon irgendwie weitergehen
können, ja, müssen, so jedenfalls war mein erstes Empfinden der Situation.
Ähnlich sahen es viele Menschen, denen ich in diesen Tagen begegnete
und mit denen ich im Gespräch war.
Diese Situation hatte sich jedoch in den folgenden Tagen deutlich verän-
dert. Nach und nach wurde mir klar, dass es sich diesmal nicht um einen
kurzen Boxenstopp handelte, sondern um eine mir bis dahin unbekannte
Situation, für die ich immer noch keine spürbare Sensibilität hatte und die
einzuordnen mir ebenfalls schwerfiel. Sie war aber da und verfügte über
erstaunliche Macht, sich zu behaupten.
Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens | 21
Diese Situation war eben alles andere als »nur« ein persönlicher Boxen-
stopp, von denen ich schon einige erlebt hatte. Diesmal wurde das ganze
Rennen abgesagt – und das für alle Teilnehmer und auch für das Publikum.
Und was bedeutete das nun? Ich lud mich selbst ein, die Beurteilung der
Situation etwas langsamer anzugehen. Denn die Frage, was das Ganze zu
bedeuten hatte, verlangte ebenso nach einer (Be-)Deutung, und genau
darin schien sich ein neuer Wettbewerb zu entwickeln. Jeder wusste plötz-
lich, was los ist, was zu tun ist, was getan werden sollte und längst hätte
getan werden müssen. Dieser Wettbewerb fand aber auch darin statt, be-
sonders cool zu bleiben, weiterzumachen wie bisher oder gegen alle und
alles zu meckern, was die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen betraf. Mit an-
deren Worten: Wir glaubten weiterhin alle, wir hätten uns und alles im
Griff.
Wir wurden eines Besseren belehrt. Gerade diese Pandemie zeigte erneut
das volle Ausmaß einer einzigen wichtigen Tatsache: Wir haben eben nicht
alles im Griff. Mehr noch: Wir hatten es niemals wirklich im Griff und
unsere Vorhersagen, Pläne, Wünsche und Vorstellungen liefen und laufen
nur so lange gut, wie das Leben mitspielt, natürlich ohne vorher von uns
gefragt worden zu sein. Spielt das Leben mal nicht mit, fällt fast alles von
dem, was unseren Alltag ausmacht, in sich zusammen. Es passiert also
genau das, was wir jetzt unmittelbar und täglich wahrnehmen mussten:
Es läuft nicht so, wie wir es gerne hätten und wie wir es gewohnt sind. Es
läuft ganz anders. Wir stellen fest, dass nicht wir das Drehbuch schreiben
und auch nicht Regie zu führen scheinen. Und dennoch, bei aller sich ein-
stellenden Panikmache und Hysterie: Wir waren und sind Schöpfer unseres
eigenen Erlebens – auch und gerade in Zeiten einer Pandemie.
In diesen Tagen spürte ich besonders deutlich, wie wichtig es mir war,
Vorhersagen treffen zu können. Wie selbstverständlich ich mich auf meine
und die Pläne der anderen verließ. Ich bemerkte sehr deutlich, wie selbst-
verständlich ich zuweilen mein Leben gestaltete – terminiert und bis ins
Kleinste getaktet, auf den Tag, die Stunde und die Minute exakt. Und jetzt
22 | Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens
dieser absolute Stillstand. So der erste Eindruck. Ich bleibe aber bei die-
sem Eindruck und stelle fest, dass manch eine meiner Befürchtungen und
Ängste sich langsam legt, weil ich beginne, kein Bedürfnis mehr danach zu
haben, mir weitere Horrorszenarien vorzustellen. Das geschah fortwährend
in diesem sich ausbreitenden Stillstand in mir: Ich wurde wacher und ach-
tete noch mehr auf das, was wirklich zu tun oder eben nicht zu tun war.
Mit Erstaunen stellte ich fest, dass ich begann, mich auf das einzulassen,
was gerade im Hier und Jetzt geschah – und es achtsam beobachtete, ohne
es zu werten. Wie seltsam, dass ich gerade auch ohne weitreichende Pläne
auskam und mich trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – sehr leben-
dig und verbunden mit mir fühlte. All das ist (immer schon) das Leben. Ich
bin jetzt wieder dabei. Sogar mehr als noch vor einigen Tagen.
1.5	Corona – der Welt eine Pause verordnet
Es war März 2020 und Frühlingsbeginn. Von einem auf den nächsten Tag
waren die Straßen leer wie normalerweise nicht mal an Feiertagen. Die
Geschäfte waren nahezu alle geschlossen, Lebensmittelmärkte und Bäcke-
reien mussten geöffnet bleiben, um die, die sich auf die Straßen wagten,
mit dem Nötigsten zu versorgen. Die Menschen waren nicht zu sehen. Sie
blieben zu Hause. Im Homeoffice arbeitend, ohne Arbeit oder aus Gründen
von Definitionen bestimmter Altersrisikogruppen eingesperrt.
Die Natur blieb unbeeindruckt schön, die Sonne schien und die Vögel san-
gen unvermindert ihre Lieder weiter. Dem Frühling war es entgangen, was
gerade auf der ganzen Welt passierte. Erste Blumen sprießten, die Kirsch-
bäume trieben aus und die Schwalben kamen zurück und zogen flink ihre
Flugbahnen im abendlichen Himmel.
In den Familien wurden gemeinsam Brot geknetet und Kuchen gebacken
und die einfachen Brettspiele wie Mensch ärgere dich nicht oder Halma
aus der Spielkiste gezogen. Durch die europäische Zeitumstellung war es
Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens | 23
abends schon viel länger hell und so füllte sich ein langer Abend mit Ge-
meinschaft und Spaß in den Wohnzimmern.
Es war März 2020. Schüler und Studenten lernten online und die Yoga-
stunde wurde am Bildschirm via Konferenzschaltung miterlebt. Die Kinder
spielten nicht mehr auf dem Spielplatz, sondern jeder für sich im Haus.
Es war das Frühjahr, in dem man nur noch für notwendige Einkäufe auf
die Straße durfte – und das am besten mit Mundschutzmaske und Ein-
weghandschuhen. Ein grundsätzlicher Abstand von zwei Metern zu dem,
der einem gerade begegnete, war selbstverständlich geworden. Es stieg die
Achtsamkeit jedes Einzelnen.
Alles war geschlossen. Banken, Büros, Hotels, Geschäfte, Ämter, Kneipen,
Kinos und Cafés. Die Ländergrenzen wurden stärker bewacht und letztlich
gab es auch Ein- beziehungsweise Ausreiseverbote. Die Krankenhausplätze
wurden knapp, sodass spezielle öffentliche Einrichtungen als Krankenhäu-
ser umfunktioniert wurden. Täglich stiegen die Zahlen von Neuinfizierten
und Toten. Und das im März 2020, in dem es dem Frühling weiter egal war,
was da alles passierte. Es spross, wohin man auch blickte. Immer mehr
Menschen wurden unter Quarantäne gestellt. Ältere Mitbürger, die eigenen
Großeltern, Familien und Jugendliche – der Gesundheit wegen.
Die Angst vor dem Ungewissen wurde von Tag zu Tag größer und es fühl-
te sich jeder Tag plötzlich gleich merkwürdig und unwohl an. Zu Hause
begann man zunehmend mit dem Lesen, Musikhören, Spielen und ge-
meinsamen Kochen und Essen. Auch Hausdienste und Aufräumaktionen
wurden inszeniert und so manche Keller entrümpelt. Der Fantasie gab man
freien Lauf und Kreativität konnte entstehen. Mancher begann ein Buch
zu schreiben oder eine neue Sprache zu lernen. Wieder andere taten etwas,
was sie schon immer tun wollten und zu dem sie bisher einfach nicht ka-
men. Wieder andere genossen einfach die Zeit des Nichtstuns oder gingen
in Museen, bis diese dann auch schlossen. Da das Abitur nicht überall ver-
schoben werden musste, war genügend Zeit zum Lernen da. Und noch mehr
24 | Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens
passierte: Der, der meckerte, er würde vom Leben getrennt werden, fand zu
sich zurück und entdeckte sich dabei. Dem anderen war bisherige Ignoranz
nun eher lästig geworden und er entwickelte Mitgefühl.
Ein mutiger Mensch schloss sein Büro und erfüllte sich den langen Traum,
ein kleines Gasthaus für die neue Zeit danach zu eröffnen. Wieder ein
anderer verließ seinen bisherigen Trott, um der Welt seine Liebe zu schen-
ken. Viele schulten sich um, um anderen Menschen zu helfen, und wieder
andere fanden zu Gott zurück und arbeiteten in der Altenversorgung über
die Kircheneinrichtungen.
Es war März 2020 und es war der Moment, in dem die Bedeutung von Wer-
ten und eine neue Aufmerksamkeit und Sensibilität in den Vordergrund
rückten. Das Frühjahr eben, in dem die Welt aufzuhören schien und die
Wirtschaft fast stillstand. Doch sie hörte niemals ganz auf – sie erfand sich
nur neu und brauchte wohl dieses Time-out. Na ja, und dem Frühling war
es egal, was da zusammenzubrechen schien. Die Blumen überließen all-
mählich den Früchten den Platz.
Dann kam der Tag der Befreiung. Der Ausnahmezustand war wohl endlich
vorbei und das Virus im Griff. Alle waren erleichtert und hatten gewonnen.
Und dann gingen alle auf die Straßen mit Tränen in den Augen, ohne Mas-
ken und Handschuhe, umarmten ihre Nachbarn und auch Unbekannte, als
wären sie ihre Geschwister.
Und dann kam auch noch der Sommer und es wurde warm und die Blüten
des Frühlings standen überall in voller Pracht, und mit ihnen öffneten sich
unsere Herzen und lehrten allen die pure Kraft des Lebens. Was für ein
großartiger Moment.
Und wenn es nicht wirklich passiert wäre und wir alle Zeugen gewesen wä-
ren, würden wir diese Geschichte als ein Märchen abtun. Wie wir als Kinder
von Märchen unbewusst viel gelernt haben, so erging es uns als Erwach-
Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens | 25
sene nun mit der Corona-Krise. Märchen oder Albtraum – wir haben mit
diesem Ereignis eine Aufgabe und Chance bekommen, anders miteinander
weiterzugehen und achtsamer zu werden.
1.6	Wer bist du, Covid-19?
Die Coronavirus-Erkrankung (Covid-19) ist eine Infektionskrankheit, die
durch ein neuartiges Virus verursacht und zum ersten Mal beim Men-
schen identifiziert wurde. Das Virus führt zu einer Atemwegserkrankung
(vergleichbar mit der Grippe) mit den Symptomen Husten und Fieber. In
schwereren Fällen kommt es zu einer Lungenentzündung. Vordergründig
gut schützen kann man sich gegen das Virus, indem man sich häufig sehr
gründlich die Hände wäscht und es vermeidet, sich mit unreinen Hän-
den ins Gesicht zu fassen. Darüber hinaus ist eine Atemschutzmaske zum
gegenseitigen Schutz hilfreich. Ein physischer Abstand von zwei Metern ist
unabdingbar, da das neuartige Coronavirus hauptsächlich durch den Kon-
takt mit Speichel oder Nasensekret infizierter Personen übertragen wird,
also durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen.
So weit die körperliche Übertragungsfähigkeit. Aus psychischer Sicht wur-
de schnell deutlich, dass Angst und Panik unter der Bevölkerung ebenso
wirksam eine Infektion begünstigen können. Je mehr man sich damit be-
schäftigt und die nicht aufhörenden Angstnachrichten in den Medien ver-
folgt, umso mehr sensibilisiert man sich zu diesem Thema und gibt ihm
damit Energie und Fokussierung. Den Spagat hinzubekommen zwischen
ruhiger Sachlichkeit und Information auf der einen Seite und Nachrichten,
die keiner braucht und die zum Teil völlig unnötig übermittelt werden, auf
der anderen, ist eine große Herausforderung für jeden Einzelnen.
Was immer wieder unsicher macht und auch mich zum Nachdenken brach-
te, war dieses Phänomen des Virus, unbemerkt und stetig mehr über die
Welt und das eigene Umfeld hereinzubrechen und uns zu befallen. Die Ohn-
26 | Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens
macht und Hilflosigkeit spürte man in sich so deutlich. Das Bild auf den
Straßen während des Lockdowns spiegelte diese Gefühle. Wenn man auf
den leeren Straßen einem Menschen begegnete, wich man frühzeitig schon
aus, wandte den Blick ab oder wechselte die Straßenseite. Teilweise war es
ein Spießrutenlauf geworden, um heil nach Hause zu kommen.
Meine ganz persönliche Auseinandersetzung mit der Corona-Krise motivier-
te mich, mit diesem unbekannten Virus Kontakt aufzunehmen. Ich wollte
nicht nur Informationen über Covid-19 und darüber, was alles passieren
könnte. Ich wollte, wie es so meine Art ist, mit ihm in Kontakt treten,
mich mit ihm an einen Tisch setzen und ihn fragen, was seine Absicht und
Botschaft sei. Ich wollte lernen von ihm, denn nichts und niemand kommt
in unser Leben ohne Grund und Botschaft.
Ich wollte also auch diese Herausforderung nehmen lernen und interviewte
das Virus.
Thierry:	 Willkommen zu diesem sicher außergewöhnlichen Dialog,
Coronavirus. Danke, dass ich mit dir in Kontakt kommen kann.
Covid-19:	Willkommen? – Danke? Meinst du das ehrlich?
Thierry:	 Ja, wirklich. Mit »Willkommen« meine ich meine Bereitschaft,
mich auf dich und das, was du mir zu sagen hast, einzulassen,
damit ich Klarheit bekomme. Einlassen ist für mich die
Voraussetzung für Loslassen. Ich bin nicht daran interessiert,
von dir infiziert zu werden. Ich nehme dein Erscheinen und wie
intensiv du dich zeigst als Herausforderung an. Du hast meine
volle Aufmerksamkeit. Du hast meine volle Aufmerksamkeit. Und
»Danke«, ja, ich übe mich in Dankbarkeit, dafür, dass durch dich
sicher im Anschluss an die Krisenzeit etwas anders sein wird.
Covid-19:	Das geht schon mal in eine Richtung, die ich auch eingeschlagen
habe.
Thierry:	 Coronavirus, woher kommst du und wofür bist du da?
Der Selbst-Coach
Unser ganzes Leben lang werden wir immer wieder mit schwierigen
Situationen konfrontiert. In der Familie, im Alltag, am Arbeitsplatz
werden uns mehr oder weniger große Krisen ereilen. Manche mit solcher
Wucht, dass sie uns aus der Bahn werfen können …
Wie lassen sich solche Krisen bewältigen? Mit welchen Strategien können
wir uns neu ordnen und diese Situationen überwinden? Und wie geht
man gestärkt aus ihnen hervor?
Antworten darauf liefert Thierry Balls Buch. Er liefert neue Denkansätze,
mit denen uns der Perspektivwechsel gelingt und wir die Opferrolle
verlassen. Denn das ist die Voraussetzung, um aktiv und gestaltend die
Herausforderungen des Lebens anzupacken.
Mit »Der Selbst-Coach« ist Thierry Ball ein Selbsthilfeprogramm
gelungen, mit dem wir uns aus schwierigen Lebenslagen befreien. Er
zeigt, dass Selbstführung eine Ressource ist, die jeder von uns in sich
trägt – die wir aber viel zu selten nutzen. Sehen wir das Leben als
Geschenk und Übung. Nehmen wir es an, erfreuen wir uns daran und
machen wir das für uns Beste daraus! Jetzt!
Thierry Ball
Der Selbst-Coach
Selbstverantwortung macht keinen Spaß,
aber Sinn
1. Auflage 2018
192 Seiten; Broschur; 24,95 Euro
ISBN 978-3-86980-421-7; Art.-Nr.: 1045
www.BusinessVillage.de
Gefühle
Emotionen oder auch Gefühle sind ein geflügeltes Wort und aus unserem
Sprachgebrauch kaum wegzudenken. Mal soll man sie zeigen, mal soll man
sie verbergen – also Gefühlskontrolle betreiben. Doch nüchtern betrachtet
sind wir emotionale Analphabeten. So richtig wissen wir mit Gefühlen nichts
anzufangen.
Warum haben wir den Umgang mit Emotionen verlernt? Oder haben wir ihn
nie gelernt?
Patz‘ Buch gibt Antworten auf diese Fragen. Denn damit wir wieder zur
Vernunft kommen, brauchen wir eine andere Haltung zu Gefühlen. Sie
können Einfallstor für und Werkzeug zur Manipulation sein. Oder ein
Katalysator unseres Innersten und damit Kraftquelle. Aber ohne Bewusstsein
darüber haben wir keine Wahl. Erst, wenn wir unsere Gefühle (er-)kennen,
erlangen wir Klarheit und sind in der Lage, Verantwortung zu übernehmen,
etwas zu verändern. Patz‘ Buch räumt schonungslos mit überholten Mythen
über Gefühle auf und zeigt konkrete und attraktive Möglichkeiten, unser
authentisches Potenzial zu leben.
Die ersten Schritte sind dabei ganz einfach: Die eigenen Gefühle wieder
wahrnehmen, kritisch hinterfragen und einordnen und die darin enthaltene
Kraft nutzen, um nachhaltige Veränderungen zu vollziehen.
Patrizia Patz
Gefühle
Emotional gesund in einer rationalen Welt
1. Auflage 2019
258 Seiten; 14,99 Euro
ISBN 978-3-86980-495-8; Art.-Nr.: 1084
www.BusinessVillage.de

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  • 1. Den Lebenstanz im Alltag meistern BusinessVillage SELFMENT Thierry Ball ® Leseprobe
  • 3. BusinessVillage Den Lebenstanz im Alltag meistern SELFMENT Thierry Ball ®
  • 4. Thierry Ball Selfment ® Den Lebenstanz im Alltag meistern 1. Auflage 2020 © BusinessVillage GmbH, Göttingen Bestellnummern ISBN 978-3-86980-568-9 (Druckausgabe) ISBN 978-3-86980-569-6 (E-Book, PDF) ISBN 978-3-86980-570-2 (E-Book, EPUB) Direktbezug www.BusinessVillage.de/bl/1109 Bezugs- und Verlagsanschrift BusinessVillage GmbH Reinhäuser Landstraße 22 37083 Göttingen Telefon: +49 (0)5 51 20 99-1 00 Fax: +49 (0)5 51 20 99-1 05 E–Mail: info@businessvillage.de Web: www.businessvillage.de Layout und Satz Sabine Kempke Autorenfoto werdewelt GmbH Mittenaar, www.werdewelt.info Druck und Bindung www.booksfactory.de Copyrightvermerk Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung und die Einspei- cherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Alle in diesem Buch enthaltenen Angaben, Ergebnisse usw. wurden von dem Autor nach bestem Wissen erstellt. Sie erfolgen ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie des Verlages. Er übernimmt deshalb keinerlei Verantwortung und Haftung für etwa vorhandene Unrich- tigkeiten. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürfen.
  • 5. Inhalt Über den Autor .............................................................................. 7 Eintanzen – mein persönlicher Lebenstanz ....................................... 9 1. Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens ....................... 15 1.1 Der »Tanz des Lebens« als Bedeutung des Allumfassenden ........... 16 1.2 Urformen des Tanzes .............................................................. 18 1.3 Urgeschichte des Tanzes ......................................................... 19 1.4 Sicher ist, dass nichts sicher ist ............................................... 20 1.5 Corona – der Welt eine Pause verordnet ..................................... 22 1.6 Wer bist du, Covid-19? ........................................................... 25 1.7 Verantwortung Gesundheit ...................................................... 32 1.8 Vom Leben und vom Tod ......................................................... 36 2. Selbst(ver)führung .................................................................... 45 2.1 Selfment ® – die Kunst der Selbstführung .................................. 46 2.2 Erwartungen ......................................................................... 67 2.3 Übung ................................................................................. 70 2.4 Das Wesentliche .................................................................... 75 2.5 Die fünf Säulen der Identität ................................................... 77 2.6 Beginn und Ende und wieder Beginn – das Prinzip »Stirb und werde« ................................................. 87 2.7 Die sieben (Lebens-)Gesetze der Selbstführung........................... 94 3. Wahrheit und Wirklichkeit ........................................................ 107 3.1 Der Alltag: Ort der Praxis des Mitgefühls und der Ausreden – eine Praxiserfahrung............................................................. 108 3.2 Verantwortung..................................................................... 114 3.3 Achtsamkeit........................................................................ 118 3.4 Ankommen – immer wieder bei sich selbst ............................... 124 3.5 An der Schwelle................................................................... 126 3.6 Der Augenblick ist dein bester Lehrer...................................... 128 3.7 Bewusst erwachen im Hier und Jetzt....................................... 130 3.8 Die Wirklichkeit – es ist, wie es ist.......................................... 134 3.9 Dankbarkeit versus Resignation – eine Alltagsübung ................. 144
  • 6. 4. Rhythmus und Ausdruck ........................................................... 147 4.1 Rapport – tragfähige Verbundenheit ....................................... 148 4.2 Authentizität versus Veränderung ........................................... 153 4.3 Balancen – lebendiges Arbeiten ............................................. 155 4.4 Leben ist Rhythmus ............................................................. 161 4.5 Lebenstempo ...................................................................... 165 4.6 Selbstliebe ......................................................................... 169 4.7 Sexualität .......................................................................... 170 4.8 Emotionen .......................................................................... 172 4.9 In Beziehung gehen ............................................................. 177 4.10 Kommunikation ...................................................................185 5. Reflexion und Nachhaltigkeit ................................................... 191 5.1 Nachhaltigkeit .................................................................... 192 5.2 Sinn des Lebens .................................................................. 194 5.3 Selbsterfahrung ................................................................... 196 5.4 Sehnsucht nach Liebe und Glück ............................................ 197 5.5 Welt im Wandel – dein Tanz mit der Natur als Heilerin ............... 200 5.6 Liebevolle Tipps für deinen Tanz des Lebens ............................. 203 5.7 Goldene Regeln deines Lebenstanzes ...................................... 204 Anhang ....................................................................................... 205 Literatur .................................................................................. 206 Endnoten ................................................................................. 207
  • 7. Über den Autor | 7 Über den Autor Thierry Ball ist systemischer Coach aus Lust und Leidenschaft. Glaubens- sätze, Tricks und Spielchen im Umgang mit sich selbst und mit anderen Menschen entlarvt und stabilisiert der Lehrtrainer mit Konsequenz und Werteorientierung. Was er tut, geschieht mit Herz, Verstand und einem hohen Maß an Eigenverantwortung. Das macht seine Coaching-Prozesse mit dem Klienten in jeder einzelnen Session reich an Erfolg und absolut authentisch. Das von ihm entwickelte Selfment®-Konzept führt jeden in die (wieder- entdeckte) Eigenverantwortung mit dem Fokus, das Leben erfolgreich und bestmöglich autonom zu meistern. Zwanzig Jahre interne Unterneh- menserfahrung bereicherten ihn mit Detailwissen über systemische Wir- kungsweisen für eine jetzt klare Sicht als externer Prozessbegleiter und Exekutiv-Coach. Seine Kunden sind Unternehmer, Vorstände und Führungs- kräfte, die lernen, sich selbst und damit erfolgreich auch andere Menschen in selbstverantwortliches Denken und Handeln zu führen. Als ehemaliger Sportler und Tänzer begleitet Thierry Ball als Mental-Coach auch Sportler und besonders Tanzpaare bei ihrem Tanz des Lebens durch ihre sportliche Karriere. Kontakt E-Mail: kontakt@thierry-ball.de | Web: www.thierry-ball.de
  • 8. Der Tanz des Lebens Gautama Buddha (Gründer des Buddhismus) Unsere Existenz ist so flüchtig wie Herbstwolken. Geburt und Tod mit anzusehen ist wie einem Tanz zuzuschauen: Ein ganzes Leben geht vorbei wie ein Blitz am Himmel, schießt dahin wie der Gebirgsbach durch die tiefe Schlucht. Wir haben einen Moment verharrt, um einander zu begegnen, einander kennenzulernen, zu lieben und zu teilen. Es ist ein kostbarer Augenblick, aber er geht vorbei – er ist nicht mehr als ein kleines Verharren in der großen Ewigkeit. Wenn wir mit Fürsorge, Liebe und leichtem Herzen teilen, erzeugen wir Wohlstand und Freude füreinander. Dann ist dieser kurze Augenblick es wert gewesen.
  • 10. 10 | Eintanzen – mein persönlicher Lebenstanz In der Rückschau auf mein bisheriges (Er-)Leben waren besonders die Din- ge immer die schönsten und interessantesten, die ich nicht geplant oder in diesem Moment im Fokus hatte. Sie sind einfach entstanden, haben mich gefunden oder passierten und ich sprang darauf an. Dieses Urvertrauen, das wir alle in uns tragen, zu erleben, wie das Leben einfach keine Fehler macht und uns genau die Übungen und Ereignisse zuteilwerden lässt, die es in diesem Augenblick gerade braucht, ist ein Geschenk. Mein persönlicher spiritueller Lehrer und Begleiter hat mir früh den Hin- weis gegeben, dass wir keine Aufgabe im Leben bekommen, die wir nicht selbst gut bewältigen können. Wir sind dabei immer getragen und schaffen auch die heftigste Krise. Das Leben meistern heißt, das Leben zu nehmen, wie es kommt und zu vertrauen, dass es genau so zu sein hat, wie es sich zeigt. Wenn jemand etwas Gegensätzliches hierzu zu sagen hat, dann ist das unser eigener Verstand, unser Ego. Es will, solange wir leben, planen, strukturieren und etwas erreichen wollen – und dies so richtig und perfekt wie nur möglich. Und das Leben selbst? Es zeigt uns, wie es darüber hinaus wirklich ist … Ich wollte ursprünglich einen sozialen Beruf erlernen – und es ergab sich eine Ausbildung in einer Bank. Ich wollte ein erfolgreicher Tennisspieler werden und versuchte mich nur kurz im Tanzen: Daraus ist eine aktive Tän- zerkarriere über mehr als zwanzig Jahre geworden. Noch heute coache ich Tanzpaare und bewerte Tanzturniere und Meisterschaften. Ich habe zwei- mal geheiratet und wollte jeweils immer alt mit meiner Partnerin werden. Jedoch gehören zu allem bekanntlich immer zwei. Im Job wollte ich ein solider Bankberater sein und es entstand eine jetzt schon über fünfzehn- jährige Selbstständigkeit – mit eigenem Konzept und einer Identifikation mit dem Thema Selbstführung und Selbstverantwortung, die ihresgleichen sucht. Und wenn auch immer wieder Selbstaufgebautes zusammenbrach, war es mir durch Gesundheit und Selbstbewusstsein beschenkt, es mal mehr und mal weniger kraftvoll neu aufzubauen und einfach weiterzumachen. Ganz nach dem Motto: Hinfallen – aufstehen – Krone richten – weitergehen.
  • 11. » « Wo gehen wir denn hin? – Immer nach Hause. Novalis (1772–1801), deutscher Schriftsteller und Philosoph
  • 12. 12 | Eintanzen – mein persönlicher Lebenstanz Vielleicht erging es dir ähnlich in deinem Leben? Ich war und bin mit meiner Selbstführung stets verführt, an mir selbst zu zweifeln. Das Ego liefert mir immer wieder ein Kopfkino, das mich an den Rand meiner Mög- lichkeiten, an meine inneren Grenzen führt. An diesem Punkt habe ich (ungeplant) vom Leben und meinen Begegnungen mit wunderbaren Men- schen gelernt, gut aufgestellt zu sein, um den Lebensaufgaben mit all den Kopfszenarien zu begegnen und würdigend und wertschätzend mit mir selbst umzugehen. Eine große Lebensaufgabe, die Selbstliebe und das Ur- vertrauen in mir zu erreichen. Ich bin weiter auf dem Weg, und ich und wir alle werden wohl nicht ankommen. Das ist auch gar nicht das Ziel. Auf dem Weg zu sein, deine Wahrheit zu ergreifen und dein Gegenüber so zu lassen, wie es ist und dir erscheint, mag Ausrichtung genug sein. So erleben wir annähernd eine Wirklichkeit mit der Akzeptanz jeder einzelnen Wahrheit im Menschen. Auf diesem Weg lohnt es sich, weiterzugehen. So spielten in meinem Tanz des Lebens auch immer (ungeplant) Tempo, Rhythmus und Ausdruck eine so wirkende Rolle, dass sie meiner Persön- lichkeit zugeschrieben wurden. Wenn ich zurückschaue, passierte mir im- mer recht viel in kurzer Zeit, ohne dass ich Stress dabei empfand. Und doch forderte jedes Tempo das Gegenüber und es zeigte sich als Heraus- forderung, wenn dessen Tempo ein ganz anderes war. Plötzlich wurde die Fähigkeit, führen und folgen zu können und zu wollen, für beide Seiten anspruchsvoll. Wie bedeutungsvoll wir uns dabei mit unserem Ausdruck dem anderen gegenüber zeigen, bringt uns in eine besonders achtsame Be- ziehung zueinander. Ein Tanz der Emotionen und Interpretationen beginnt – und damit das, was Beziehungen letztlich ausmacht. Und so sind beispielsweise alle meine erschienenen Bücher – wie auch dieses, welches du jetzt gerade in deinen Händen hältst – durch Umstände und Ereignisse entstanden, die mir selbst bewusst machen, was ich und wir alle an Ressourcen in uns haben, um unseren Tanz des Lebens sicher auf jedem Parkett zu meistern. Vielleicht tragen alle meine Erfahrungen und Hilfestellungen auch für dich etwas dazu bei, Schritt für Schritt in
  • 13. Eintanzen – mein persönlicher Lebenstanz | 13 deinem Leben weiterzugehen, so dankbar und wertschätzend wie nur für dich möglich. Dann sind sie für dich und mich von einer nachhaltigen Bedeutung und alle Aspekte in der Alltagspraxis für dich gut umsetzbar – sind es doch die Reflexion und der Transfer am Ende des Tages, die uns ermöglichen, am nächsten Tag mit dem Erfahrenen und Erlernten weiter- gehen zu können. Alles, was wir im Leben lernen, darf in der Umsetzung in den Alltag führen. So kommen wir in die Selbstführung, die uns in die Lust und Leidenschaft, leben zu wollen, verführt.
  • 14. 1. Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens
  • 15. 16 | Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens 1.1 Der »Tanz des Lebens« als Bedeutung des Allumfassenden Meine erste Motivation war die Bewusstheit darüber, als junger Erwach- sener erfahren zu haben, wie sehr ich dem Tanz und der Bewegung ver- bunden war. Auch zu all dem Rhythmischen und Melodischen hatte ich früh unbewusst, dann immer bewusster einen Bezug und eine starke Ver- bindung. Im Kindergarten gefiel mir besonders das gemeinsame Singen und rhythmische Klatschen und Trommeln. In der Grundschule schaute ich im damaligen Schwarz-Weiß-Fernsehen die Hitparade und Shows, um die Auf- tritte von Interpreten und Showmastern zu studieren und nachzustellen. Besonders deren Bewegungen und Gestiken kopierte ich in eigene Shows, die ich in meinem Kinderzimmer nachsimulierte. Nach der Schule spielte ich oft meine Lehrerinnen und Lehrer nach und wiederholte so als reales Spiel den Unterricht. Genau so, wie ich die Lehrer erlebt hatte, ahmte ich sie nach – natürlich mit all ihrer Art und Wei- se, ihrer Gestik und Mimik. Ich ging so weit, dass ich mir, wenn ich in weibliche Rollen schlüpfte, die Schuhe mit kleinem Absatz meiner Mutter ausborgte, um ein besseres Gefühl für den typisch weiblichen Gang zu be- kommen. Was war ich da experimentierfreudig, um ein echtes Gefühl in mir zu erleben. Als Jugendlicher entschied ich mich zunächst, wie in der Einführung er- wähnt, für den Tennissport. Nicht lange dauerte es, bis mir auffiel, dass ich an den Tennisstars mehr bewunderte, wie sie sich auf dem Tennisplatz bewegten, statt mich für ihr Tennis und ihre Technik zu interessieren. So fiel es mir dann folglich mit sechzehn nicht schwer, mit dem Tanzsport zu beginnen, nachdem es mir mein älterer Bruder vorgemacht hatte. Tanzen bedeutet mir bis heute sehr viel. Ich tanzte über zwanzig Jahre lang Turniere bis in die höchste deutsche Amateurklasse und bin heute mit der Tanzerei noch intensiv als Wertungsrichter und Mental-Coach mit
  • 16. Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens | 17 eigenem Konzept (selfment®) für Tanzturnierpaare verbunden. Mehr denn je setzte ich mich physisch wie psychisch mit Bewegung und Ausdruck meines Inneren und der Wirkung nach außen auseinander. Lange nach Beendigung meiner aktiven Tänzerkarriere holte es mich noch- mals emotional heftig ein, als ich bedingt durch Trennung und Verlust in eine für mich tiefe Krise geriet. Wenig vorbereitet traf mich alles auf ein- mal mit Vehemenz. Ich durchlebte über mehrere Jahre einen kraftvollen Veränderungsprozess, der mich zuletzt unfassbar stabilisierte und in Klar- heit darüber führte, was es bedeutet, sich dem Tanz des Lebens zu stellen und ihn zu tanzen. Meine bisherige Rolle als Businesscoach mit dem aus der Krisenzeit entwickelten Konzept zu mehr Selbstführung und Selbst- sorge erfuhr nochmals an besonderer Qualität, über die ich heute sehr dankbar sein kann. Wieder erlebte ich die Art und Weise der Emotionen und Bewegungen in meinem Körper wie einen Lebenstanz, zu dem es genauso Bewusstheit, Lust und Können braucht wie bei all den anderen Erfahrungen bisher ge- lernter Tänze. Der Tanz wurde zum Symbol und zu einer Metapher, die sich bis heute so intensiv durch mein Leben zog, dass es für mich eine logische Konsequenz wurde, darüber zu schreiben, um meine Leserinnen und Leser teilhaben zu lassen an den wertvollen Erfahrungen meines Tanzlebens und Lebenstanzes. Der Tanz des Lebens bietet das Symbol dafür, Bewusstheit darüber zu entfalten, wie genau wir durchs Leben gehen beziehungsweise tanzen. Vergleichbares wie das Erlernen der ersten Schritte bis hin zu gan- zen Choreografien erleben wir im echten Leben. So stolpern und vertanzen wir uns gerne mal im täglichen Tun, treten dem anderen auf die Füße, ziehen unser Gegenüber gerne mal zu heftig übers Parkett beziehungsweise durch den Alltag oder vergessen unsere Schritt- folge gänzlich für einen Augenblick. Das Blackout lauert beim Tanzen wie im richtigen Leben an jeder Ecke. Wie wir uns auf uns selbst und auf den anderen beziehen und was wir von ihm halten, zeigt sich nirgendwo
  • 17. 18 | Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens deutlicher als in tänzerischer Bewegung. Wir nehmen Haltung ein, zeigen Rückgrat und Präsenz und gehen in Führung. Wir empfangen und folgen den Impulsen des Gegenübers und versuchen dabei unsere eigene Persön- lichkeit nicht zu vernachlässigen. Ein Versuch, eine hohe Kunst, wie sich immer wieder zeigt. Gibt es da eigentlich eine treffendere und schönere Beschreibung über das Leben als für die Metapher »Tanz«? So hältst du heute ein Buch in den Händen, das dir Orientierung, Halt und Stabilität geben soll, deinen eigenen Tanz des Lebens klarer wahr- zunehmen und bewusst(er) zu tanzen. Entwickle für dich selbst Lust und Leidenschaft, dich selbst durch diesen Tanz zu führen, und genieße stets wertfrei die Bewegung deines wachen Geistes und deines beweglichen Kör- pers. Dann wird sich deine Seele wahrhaftig entfalten können. Ganz unverhoffter Dinge entstand dann noch während meines Schreibens eine dritte Motivation – ja schon fast ein Geschenk, das sich mir offenbar- te. Im Frühjahr 2020 kam auf die ganze Welt eine globale Herausforderung zu: die Corona-Krise. An anderer Stelle hier im Buch setze ich mich mit dieser Gegebenheit auseinander; ich musste mich damit auseinanderset- zen, denn sie begleitete mich über das ganze Schreiben. Letztlich war es eine wertvolle Erfahrung für mich in meinem Lebenstanz, auch mit dieser Pandemie weiterzugehen und daraus zu lernen, was neu und anders getan werden muss – und was eben auch nicht getan werden muss. 1.2 Urformen des Tanzes Unabhängig davon, welche Geschichten und Erzählungen es über den Tanz gibt, kann sicher festgestellt werden, dass er in allen Zeiten, Epochen und Entwicklungsstufen als die perfekte Ausdrucksform des menschlichen Kör- pers und der Seele galt und bis heute gilt. Nirgendwo sonst stehen wir in so tiefer Verbindung zu unseren Gefühlen und Empfindungen, wie wenn wir uns zu Musik und rhythmischen Klängen bewegen. Körper, Geist und Seele
  • 18. Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens | 19 kommen gleichermaßen und ganzheitlich verbunden in Bewegung und un- willkürlich zum Ausdruck. Zum Ausdruck dessen, was in uns ist – wirklich, klar und authentisch, denn der Körper, auch wenn er in Bewegung kommt, lügt nie. Nichts können wir auf Dauer über die körperliche Bewegung vor- täuschen oder verbergen. Durch die Bewegung kommt unweigerlich alles in uns Manifestierte nach außen, drückt sich aus dem Körper heraus. Der Tanz und unser Ausdruck darin, wenn er vollzogen wird, ist demnach im- mer ehrlich und wahrhaftig. Eine besondere Form, sein Inneres nach außen zu kehren: Der Körper – und damit verbunden die Seele – beginnt sich auszusprechen. Wir kommunizieren mit uns und dem Gegenüber gleicher- maßen, wenn wir uns im Tanz zeigen. Befreiend dabei ist sicherlich, dass nichts falsch gemacht werden kann. Sich frei bewegen, auch tanzen, kann jeder Mensch auf seine Art und Weise – und stets gut genug. 1.3 Urgeschichte des Tanzes Höhlenmalereien aus der Steinzeit vor über 37.000 Jahren verraten uns heute, dass es bereits damals körpersprachlichen Ausdruck in Form von Tanzen gegeben haben muss. Abbildungen spanischer und französischer Funde zeigen verkleidete Magier und Zauberer, die durch rhythmische Be- wegungen ganze Gruppen in ihren Bann zu ziehen scheinen. Auch ge- sellschaftliche Initiationsriten waren zu erkennen. Tanz war also magisch, mystisch, üblich und Kult. Ein besonderes Ereignis mit kommunikativ star- ker Wirkkraft. Ein weiteres bedeutendes Volk des Tanzes waren die Ägypter. Neben der Verehrung der Himmelsgöttin Hathor lebte man das Tanzen bei politischen, militärischen und feierlichen Ereignissen. Das Zeigen der Emotionen war hierbei immer von großer Wichtigkeit. Selbst bei Totenzeremonien gab es immer Tanzende zur Ehrung und Würdigung der Verstorbenen.
  • 19. 20 | Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens So kam es dann auch nicht von ungefähr, dass erste Choreografien von den Ägyptern benannt wurden. Dabei spielten schon Tempi, Dynamik und Synkopierung eine Rolle. Man setzte sich früh mit Charakteristiken ausei- nander, schrieb den Tänzen charakteristische Bedeutungen zu und verband dies mit all denen, die diese Tänze dann tanzten, um etwas Bestimmtes über die Bewegung ausdrücken zu wollen. Sich zu begegnen, sich zu ver- binden und letztlich sich mitteilen zu wollen, waren und sind die Moti- vationen, die Menschen bewegten und bewegen, ja, bis heute antreiben, über Rhythmen und Klänge zu kommunizieren und sich miteinander zu vereinen. 1.4 Sicher ist, dass nichts sicher ist Gerade noch war mein Terminkalender für das laufende Jahr mehr als gut gefüllt. Und plötzlich, von jetzt auf gleich, erlebte ich einen erzwungenen Boxenstopp, als das Rennen so gut für mich lief! Ich kam erst gar nicht auf die Idee, dass die Corona-Krise, wie sie dann wenig später genannt wurde, auf mich und meine Geschäfte Einfluss haben könnte. So ganz glauben konnte ich es nicht und anfreunden konnte ich mich mit der sich anbah- nenden Situation erst recht nicht. Es wird schon irgendwie weitergehen können, ja, müssen, so jedenfalls war mein erstes Empfinden der Situation. Ähnlich sahen es viele Menschen, denen ich in diesen Tagen begegnete und mit denen ich im Gespräch war. Diese Situation hatte sich jedoch in den folgenden Tagen deutlich verän- dert. Nach und nach wurde mir klar, dass es sich diesmal nicht um einen kurzen Boxenstopp handelte, sondern um eine mir bis dahin unbekannte Situation, für die ich immer noch keine spürbare Sensibilität hatte und die einzuordnen mir ebenfalls schwerfiel. Sie war aber da und verfügte über erstaunliche Macht, sich zu behaupten.
  • 20. Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens | 21 Diese Situation war eben alles andere als »nur« ein persönlicher Boxen- stopp, von denen ich schon einige erlebt hatte. Diesmal wurde das ganze Rennen abgesagt – und das für alle Teilnehmer und auch für das Publikum. Und was bedeutete das nun? Ich lud mich selbst ein, die Beurteilung der Situation etwas langsamer anzugehen. Denn die Frage, was das Ganze zu bedeuten hatte, verlangte ebenso nach einer (Be-)Deutung, und genau darin schien sich ein neuer Wettbewerb zu entwickeln. Jeder wusste plötz- lich, was los ist, was zu tun ist, was getan werden sollte und längst hätte getan werden müssen. Dieser Wettbewerb fand aber auch darin statt, be- sonders cool zu bleiben, weiterzumachen wie bisher oder gegen alle und alles zu meckern, was die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen betraf. Mit an- deren Worten: Wir glaubten weiterhin alle, wir hätten uns und alles im Griff. Wir wurden eines Besseren belehrt. Gerade diese Pandemie zeigte erneut das volle Ausmaß einer einzigen wichtigen Tatsache: Wir haben eben nicht alles im Griff. Mehr noch: Wir hatten es niemals wirklich im Griff und unsere Vorhersagen, Pläne, Wünsche und Vorstellungen liefen und laufen nur so lange gut, wie das Leben mitspielt, natürlich ohne vorher von uns gefragt worden zu sein. Spielt das Leben mal nicht mit, fällt fast alles von dem, was unseren Alltag ausmacht, in sich zusammen. Es passiert also genau das, was wir jetzt unmittelbar und täglich wahrnehmen mussten: Es läuft nicht so, wie wir es gerne hätten und wie wir es gewohnt sind. Es läuft ganz anders. Wir stellen fest, dass nicht wir das Drehbuch schreiben und auch nicht Regie zu führen scheinen. Und dennoch, bei aller sich ein- stellenden Panikmache und Hysterie: Wir waren und sind Schöpfer unseres eigenen Erlebens – auch und gerade in Zeiten einer Pandemie. In diesen Tagen spürte ich besonders deutlich, wie wichtig es mir war, Vorhersagen treffen zu können. Wie selbstverständlich ich mich auf meine und die Pläne der anderen verließ. Ich bemerkte sehr deutlich, wie selbst- verständlich ich zuweilen mein Leben gestaltete – terminiert und bis ins Kleinste getaktet, auf den Tag, die Stunde und die Minute exakt. Und jetzt
  • 21. 22 | Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens dieser absolute Stillstand. So der erste Eindruck. Ich bleibe aber bei die- sem Eindruck und stelle fest, dass manch eine meiner Befürchtungen und Ängste sich langsam legt, weil ich beginne, kein Bedürfnis mehr danach zu haben, mir weitere Horrorszenarien vorzustellen. Das geschah fortwährend in diesem sich ausbreitenden Stillstand in mir: Ich wurde wacher und ach- tete noch mehr auf das, was wirklich zu tun oder eben nicht zu tun war. Mit Erstaunen stellte ich fest, dass ich begann, mich auf das einzulassen, was gerade im Hier und Jetzt geschah – und es achtsam beobachtete, ohne es zu werten. Wie seltsam, dass ich gerade auch ohne weitreichende Pläne auskam und mich trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – sehr leben- dig und verbunden mit mir fühlte. All das ist (immer schon) das Leben. Ich bin jetzt wieder dabei. Sogar mehr als noch vor einigen Tagen. 1.5 Corona – der Welt eine Pause verordnet Es war März 2020 und Frühlingsbeginn. Von einem auf den nächsten Tag waren die Straßen leer wie normalerweise nicht mal an Feiertagen. Die Geschäfte waren nahezu alle geschlossen, Lebensmittelmärkte und Bäcke- reien mussten geöffnet bleiben, um die, die sich auf die Straßen wagten, mit dem Nötigsten zu versorgen. Die Menschen waren nicht zu sehen. Sie blieben zu Hause. Im Homeoffice arbeitend, ohne Arbeit oder aus Gründen von Definitionen bestimmter Altersrisikogruppen eingesperrt. Die Natur blieb unbeeindruckt schön, die Sonne schien und die Vögel san- gen unvermindert ihre Lieder weiter. Dem Frühling war es entgangen, was gerade auf der ganzen Welt passierte. Erste Blumen sprießten, die Kirsch- bäume trieben aus und die Schwalben kamen zurück und zogen flink ihre Flugbahnen im abendlichen Himmel. In den Familien wurden gemeinsam Brot geknetet und Kuchen gebacken und die einfachen Brettspiele wie Mensch ärgere dich nicht oder Halma aus der Spielkiste gezogen. Durch die europäische Zeitumstellung war es
  • 22. Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens | 23 abends schon viel länger hell und so füllte sich ein langer Abend mit Ge- meinschaft und Spaß in den Wohnzimmern. Es war März 2020. Schüler und Studenten lernten online und die Yoga- stunde wurde am Bildschirm via Konferenzschaltung miterlebt. Die Kinder spielten nicht mehr auf dem Spielplatz, sondern jeder für sich im Haus. Es war das Frühjahr, in dem man nur noch für notwendige Einkäufe auf die Straße durfte – und das am besten mit Mundschutzmaske und Ein- weghandschuhen. Ein grundsätzlicher Abstand von zwei Metern zu dem, der einem gerade begegnete, war selbstverständlich geworden. Es stieg die Achtsamkeit jedes Einzelnen. Alles war geschlossen. Banken, Büros, Hotels, Geschäfte, Ämter, Kneipen, Kinos und Cafés. Die Ländergrenzen wurden stärker bewacht und letztlich gab es auch Ein- beziehungsweise Ausreiseverbote. Die Krankenhausplätze wurden knapp, sodass spezielle öffentliche Einrichtungen als Krankenhäu- ser umfunktioniert wurden. Täglich stiegen die Zahlen von Neuinfizierten und Toten. Und das im März 2020, in dem es dem Frühling weiter egal war, was da alles passierte. Es spross, wohin man auch blickte. Immer mehr Menschen wurden unter Quarantäne gestellt. Ältere Mitbürger, die eigenen Großeltern, Familien und Jugendliche – der Gesundheit wegen. Die Angst vor dem Ungewissen wurde von Tag zu Tag größer und es fühl- te sich jeder Tag plötzlich gleich merkwürdig und unwohl an. Zu Hause begann man zunehmend mit dem Lesen, Musikhören, Spielen und ge- meinsamen Kochen und Essen. Auch Hausdienste und Aufräumaktionen wurden inszeniert und so manche Keller entrümpelt. Der Fantasie gab man freien Lauf und Kreativität konnte entstehen. Mancher begann ein Buch zu schreiben oder eine neue Sprache zu lernen. Wieder andere taten etwas, was sie schon immer tun wollten und zu dem sie bisher einfach nicht ka- men. Wieder andere genossen einfach die Zeit des Nichtstuns oder gingen in Museen, bis diese dann auch schlossen. Da das Abitur nicht überall ver- schoben werden musste, war genügend Zeit zum Lernen da. Und noch mehr
  • 23. 24 | Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens passierte: Der, der meckerte, er würde vom Leben getrennt werden, fand zu sich zurück und entdeckte sich dabei. Dem anderen war bisherige Ignoranz nun eher lästig geworden und er entwickelte Mitgefühl. Ein mutiger Mensch schloss sein Büro und erfüllte sich den langen Traum, ein kleines Gasthaus für die neue Zeit danach zu eröffnen. Wieder ein anderer verließ seinen bisherigen Trott, um der Welt seine Liebe zu schen- ken. Viele schulten sich um, um anderen Menschen zu helfen, und wieder andere fanden zu Gott zurück und arbeiteten in der Altenversorgung über die Kircheneinrichtungen. Es war März 2020 und es war der Moment, in dem die Bedeutung von Wer- ten und eine neue Aufmerksamkeit und Sensibilität in den Vordergrund rückten. Das Frühjahr eben, in dem die Welt aufzuhören schien und die Wirtschaft fast stillstand. Doch sie hörte niemals ganz auf – sie erfand sich nur neu und brauchte wohl dieses Time-out. Na ja, und dem Frühling war es egal, was da zusammenzubrechen schien. Die Blumen überließen all- mählich den Früchten den Platz. Dann kam der Tag der Befreiung. Der Ausnahmezustand war wohl endlich vorbei und das Virus im Griff. Alle waren erleichtert und hatten gewonnen. Und dann gingen alle auf die Straßen mit Tränen in den Augen, ohne Mas- ken und Handschuhe, umarmten ihre Nachbarn und auch Unbekannte, als wären sie ihre Geschwister. Und dann kam auch noch der Sommer und es wurde warm und die Blüten des Frühlings standen überall in voller Pracht, und mit ihnen öffneten sich unsere Herzen und lehrten allen die pure Kraft des Lebens. Was für ein großartiger Moment. Und wenn es nicht wirklich passiert wäre und wir alle Zeugen gewesen wä- ren, würden wir diese Geschichte als ein Märchen abtun. Wie wir als Kinder von Märchen unbewusst viel gelernt haben, so erging es uns als Erwach-
  • 24. Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens | 25 sene nun mit der Corona-Krise. Märchen oder Albtraum – wir haben mit diesem Ereignis eine Aufgabe und Chance bekommen, anders miteinander weiterzugehen und achtsamer zu werden. 1.6 Wer bist du, Covid-19? Die Coronavirus-Erkrankung (Covid-19) ist eine Infektionskrankheit, die durch ein neuartiges Virus verursacht und zum ersten Mal beim Men- schen identifiziert wurde. Das Virus führt zu einer Atemwegserkrankung (vergleichbar mit der Grippe) mit den Symptomen Husten und Fieber. In schwereren Fällen kommt es zu einer Lungenentzündung. Vordergründig gut schützen kann man sich gegen das Virus, indem man sich häufig sehr gründlich die Hände wäscht und es vermeidet, sich mit unreinen Hän- den ins Gesicht zu fassen. Darüber hinaus ist eine Atemschutzmaske zum gegenseitigen Schutz hilfreich. Ein physischer Abstand von zwei Metern ist unabdingbar, da das neuartige Coronavirus hauptsächlich durch den Kon- takt mit Speichel oder Nasensekret infizierter Personen übertragen wird, also durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen. So weit die körperliche Übertragungsfähigkeit. Aus psychischer Sicht wur- de schnell deutlich, dass Angst und Panik unter der Bevölkerung ebenso wirksam eine Infektion begünstigen können. Je mehr man sich damit be- schäftigt und die nicht aufhörenden Angstnachrichten in den Medien ver- folgt, umso mehr sensibilisiert man sich zu diesem Thema und gibt ihm damit Energie und Fokussierung. Den Spagat hinzubekommen zwischen ruhiger Sachlichkeit und Information auf der einen Seite und Nachrichten, die keiner braucht und die zum Teil völlig unnötig übermittelt werden, auf der anderen, ist eine große Herausforderung für jeden Einzelnen. Was immer wieder unsicher macht und auch mich zum Nachdenken brach- te, war dieses Phänomen des Virus, unbemerkt und stetig mehr über die Welt und das eigene Umfeld hereinzubrechen und uns zu befallen. Die Ohn-
  • 25. 26 | Das Leben – ein Tanz des Führens und des Folgens macht und Hilflosigkeit spürte man in sich so deutlich. Das Bild auf den Straßen während des Lockdowns spiegelte diese Gefühle. Wenn man auf den leeren Straßen einem Menschen begegnete, wich man frühzeitig schon aus, wandte den Blick ab oder wechselte die Straßenseite. Teilweise war es ein Spießrutenlauf geworden, um heil nach Hause zu kommen. Meine ganz persönliche Auseinandersetzung mit der Corona-Krise motivier- te mich, mit diesem unbekannten Virus Kontakt aufzunehmen. Ich wollte nicht nur Informationen über Covid-19 und darüber, was alles passieren könnte. Ich wollte, wie es so meine Art ist, mit ihm in Kontakt treten, mich mit ihm an einen Tisch setzen und ihn fragen, was seine Absicht und Botschaft sei. Ich wollte lernen von ihm, denn nichts und niemand kommt in unser Leben ohne Grund und Botschaft. Ich wollte also auch diese Herausforderung nehmen lernen und interviewte das Virus. Thierry: Willkommen zu diesem sicher außergewöhnlichen Dialog, Coronavirus. Danke, dass ich mit dir in Kontakt kommen kann. Covid-19: Willkommen? – Danke? Meinst du das ehrlich? Thierry: Ja, wirklich. Mit »Willkommen« meine ich meine Bereitschaft, mich auf dich und das, was du mir zu sagen hast, einzulassen, damit ich Klarheit bekomme. Einlassen ist für mich die Voraussetzung für Loslassen. Ich bin nicht daran interessiert, von dir infiziert zu werden. Ich nehme dein Erscheinen und wie intensiv du dich zeigst als Herausforderung an. Du hast meine volle Aufmerksamkeit. Du hast meine volle Aufmerksamkeit. Und »Danke«, ja, ich übe mich in Dankbarkeit, dafür, dass durch dich sicher im Anschluss an die Krisenzeit etwas anders sein wird. Covid-19: Das geht schon mal in eine Richtung, die ich auch eingeschlagen habe. Thierry: Coronavirus, woher kommst du und wofür bist du da?
  • 26. Der Selbst-Coach Unser ganzes Leben lang werden wir immer wieder mit schwierigen Situationen konfrontiert. In der Familie, im Alltag, am Arbeitsplatz werden uns mehr oder weniger große Krisen ereilen. Manche mit solcher Wucht, dass sie uns aus der Bahn werfen können … Wie lassen sich solche Krisen bewältigen? Mit welchen Strategien können wir uns neu ordnen und diese Situationen überwinden? Und wie geht man gestärkt aus ihnen hervor? Antworten darauf liefert Thierry Balls Buch. Er liefert neue Denkansätze, mit denen uns der Perspektivwechsel gelingt und wir die Opferrolle verlassen. Denn das ist die Voraussetzung, um aktiv und gestaltend die Herausforderungen des Lebens anzupacken. Mit »Der Selbst-Coach« ist Thierry Ball ein Selbsthilfeprogramm gelungen, mit dem wir uns aus schwierigen Lebenslagen befreien. Er zeigt, dass Selbstführung eine Ressource ist, die jeder von uns in sich trägt – die wir aber viel zu selten nutzen. Sehen wir das Leben als Geschenk und Übung. Nehmen wir es an, erfreuen wir uns daran und machen wir das für uns Beste daraus! Jetzt! Thierry Ball Der Selbst-Coach Selbstverantwortung macht keinen Spaß, aber Sinn 1. Auflage 2018 192 Seiten; Broschur; 24,95 Euro ISBN 978-3-86980-421-7; Art.-Nr.: 1045 www.BusinessVillage.de
  • 27. Gefühle Emotionen oder auch Gefühle sind ein geflügeltes Wort und aus unserem Sprachgebrauch kaum wegzudenken. Mal soll man sie zeigen, mal soll man sie verbergen – also Gefühlskontrolle betreiben. Doch nüchtern betrachtet sind wir emotionale Analphabeten. So richtig wissen wir mit Gefühlen nichts anzufangen. Warum haben wir den Umgang mit Emotionen verlernt? Oder haben wir ihn nie gelernt? Patz‘ Buch gibt Antworten auf diese Fragen. Denn damit wir wieder zur Vernunft kommen, brauchen wir eine andere Haltung zu Gefühlen. Sie können Einfallstor für und Werkzeug zur Manipulation sein. Oder ein Katalysator unseres Innersten und damit Kraftquelle. Aber ohne Bewusstsein darüber haben wir keine Wahl. Erst, wenn wir unsere Gefühle (er-)kennen, erlangen wir Klarheit und sind in der Lage, Verantwortung zu übernehmen, etwas zu verändern. Patz‘ Buch räumt schonungslos mit überholten Mythen über Gefühle auf und zeigt konkrete und attraktive Möglichkeiten, unser authentisches Potenzial zu leben. Die ersten Schritte sind dabei ganz einfach: Die eigenen Gefühle wieder wahrnehmen, kritisch hinterfragen und einordnen und die darin enthaltene Kraft nutzen, um nachhaltige Veränderungen zu vollziehen. Patrizia Patz Gefühle Emotional gesund in einer rationalen Welt 1. Auflage 2019 258 Seiten; 14,99 Euro ISBN 978-3-86980-495-8; Art.-Nr.: 1084 www.BusinessVillage.de