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Rehabilitation im BG-Heilverfahren
Dr. Karin Kelle-Herfurth
63. Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen e.V.,
Baden-Baden, 30.04.2015
aus dem Zentrum für Rehabilitationsmedizin am BUKH,
Chefarzt: Dr. J.-J. Glaesener
Schmerzrehabilitation versus Schmerztherapie?
Agenda
1) Bedeutung von Schmerzen im BG-Heilverfahren
2) Schmerzrehabilitation oder Schmerztherapie?
3) Indikationen für Schmerzrehabilitation
4) Indikationen für Schmerztherapie
5) Fazit
2Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
Bedeutung von Schmerzen im BG-Heilverfahren
3Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
• Es können sich besondere Problemlagen ergeben in Bezug auf:
• Wiederherstellung der sozialen Teilhabe
• Berufliche Wiedereingliederung
• Schmerzen nach Unfällen sind ein häufiges subjektives Leitsymptom 

bei einer Gewebeschädigung.
• Je länger Schmerzen bestehen, desto größer ist deren Relevanz 

im Hinblick auf den Heilverlauf, die Rehabilitation und die Prognose.
--> Anhaltende Schmerzen erfordern eine frühzeitige Abklärung!
4Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
Zeitliche Abgrenzung von Schmerzen nach Unfällen
• Akute Schmerzen:
• plötzlich auftretend, zeitlich begrenzt, adäquate Reaktion auf ein Trauma
• Leitsymptom einer Gewebeschädigung (strukturelle Ursache)
• physiologische "Warnfunktion"
• Chronische Schmerzen:
• von längerer Dauer (> 3 bzw. > 6 Monate),
• als Leitsymptom einer anhaltenden strukturellen Schädigung (z.B. Arthrose,
Nervenläsion, CRPS),
• evtl. mit psychischen Comorbiditäten (z.B. inadäquate Krankheitsverarbeitung)
• bis hin zu einem eigenständigen Krankheitsbild ohne weiteren
Zusammenhang mit dem Trauma (Verselbstständigung des Schmerzes), 

ohne biologische Funktion
• Stadium I : Schmerz intermittierend, wechselnde Intensität, Monolokalisation, 

meist zuordenbar, angemessene Medikation, 

seltener Arztwechsel, stabile Bewältigungsstrategie
• Stadium II : Schmerz kontinuierlich, zunehmende Ausbreitung / Multilokalisation, 

meist unangemessene Medikation, 

häufiger Arztwechsel, Störung der Bewältigungsstrategien
• Stadium III: Dauerschmerz, überall, nichts hilft, Medikamentenmissbrauch,

doctor-hopping, komplette Hilflosigkeit
5Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
Mainzer Chronifizierungsstadien (MPSS) nach Gerbershagen
Schmerzrehabilitation oder Schmerztherapie?
6Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
In den Standard-Rehabilitationsverfahren der DGUV (KSR, BGSW, ...) wird der
chronifizierte Schmerz entsprechend Stadium I (nach Gerbershagen)
• als integraler Bestandteil des Rehabilitationsgeschehens betrachtet und
diagnostisch abgeklärt,
• multimodal behandelt unter Einbeziehen aller interdisziplinären
Möglichkeiten der Physikalischen Medizin und
• einbezogen in die Rehabilitationsplanung mit
• Fokus auf Wiedererlangen der Arbeitsfähigkeit.
Quelle: Simmel et al.: Schmerzrehabilitation. Im Heilverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung. Trauma Berufskrankh
2014, pdf-Dokument, DOI 10.1007/s10039-014-2138-7
Indikationen für Schmerzrehabilitation
7Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
• Weitere Indikationen für KSR (nach DGUV-Handlungsanleitung):
• Mehrfachverletzungen an Extremitäten und Rumpf 

(Polytrauma), mehrere Verletzungen, die in Summe zu
Rehabilitationserschwernissen führen, Amputationen,
• Komplikationen wie Osteitis, CRPS
• Rehabilitationsrelevante Vorerkrankungen / problematische
Comorbiditäten (Adipositas, Diabetes, Hypertonie, 

Herzinsuffizienz, Multiresistente Keime)
• Verzögerte Heilverläufe durch Schmerzen (KSR), 

wenn Funktionslimitierung im Vordergrund steht und eine aktivitäts- und
teilhabeorientierte Rehabilitation möglich ist
Rehabilitationsmediziner
• Physikalische und Rehabilitative Medizin
• Unfallchirurgie / Orthopädie
• Neurologie
• Innere Medizin
• Anästhesie und Intensivmedizin
• Allgemeinmedizin
• Geriatrie
8Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
Therapeuten
• Physiotherapie
• Physikalische Therapie
• Ergotherapie (Arbeitstherapie)
• Sporttherapie
• Logopädie
• Musiktherapie
• Freizeittherapie
Schmerzrehabilitation (KSR) - Rahmenbedingungen
I Multiprofessionelles und interdisziplinäres Team
• Konsile inkl. fachspezifische diagnostische Untersuchungen
• Unfallchirurgie, Orthopädie und Sporttraumatologie / Septische Fachabteilung
• Handchirurgie, Plastische und Mikrochirurgie
• Neurochirurgie und Neurologie, Neuro-Urologie im Querschnittgelähmten-Zentrum
• Psychologie
• Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
• Zugriff auf alle bildgebenden Verfahren des Akutkrankenhauses
• Röntgen, CT, MRT, Echo, Phlebosonographie etc., extern Szintigraphie
9Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
II Enge Kooperation mit anderen Fachabteilungen
--> Diagnostische Abklärung der Schmerzen, Kontrolle des Heilverlaufes
(Knochenheilung? Materialfehllage?), ggf. Klärung einer operativen Revision
10Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
Ausführliche ärztliche und therapeutische Anamnese,
klinische Untersuchung, ggf. apparative Diagnostik / Konsile
Einleitung der Schmerzrehabilitation,

wöchentliche Re-Evaluation in interdisziplinären Teamvisiten
Evaluation der Schmerzen und
Beeinträchtigungen der
Aktivitäten und Teilhabe nach ICF
Ermittlung des individuellen Rehabilitationsbedarfes und der Rehabilitationsziele

(Übergeordnetes Ziel: Wiederherstellung der Teilhabe, erfolgreiche berufliche Wiedereingliederung)
Berücksichtigung von Kontextfaktoren
(fördernd / hemmend) im Sinne des
bio-psycho-sozialen Schmerzmodells
III Multimodales Rehabilitationskonzept
11
• Medikamentöse Schmerztherapie nach WHO-Stufenschema
• unter Berücksichtigung der laufenden Rehabilitation und 

der Comorbiditäten und Belastbarkeit
• Physikalische Therapieverfahren
• Wärme / Kälte, Hydrotherapie, Elektrotherapie,
• Lymphtherapie, Spezielle Massagen, Akupressur, ...
Schmerztherapeutische Verfahren in der Rehabilitation
Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
• bei Bedarf Akupunktur, ggf. Infiltrationen in Schleimbeutel, Gelenke,
Faszien, Sehnenansätze
--> Behandlung der Schmerzen und Begleitsymptome, 

Vorbereitung auf funktionell orientierte Therapien
12
• Physiotherapie / Ergotherapie
• Einzel- und Gruppentherapien (z.B. PNF, Gangschule, Bewegungsbad, Pilates)
• ergänzend ggf. Manuelle Therapie/Osteopathie (evtl. durch Arzt)
• Funktionstraining, neuro-kognitives Training z.B. nach Perfetti, Spiegeltherapie, ...
• Eigenübungen, Fokus auch auf Überwindung des Vermeidungsverhaltens
Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
--> Wiederherstellung der Funktionalität und Förderung der Aktivität
unter Berücksichtigung der Schmerzen
13
• Sporttherapie / später Arbeitstherapie
• Medizinische Trainingstherapie mit Geräte-, Koordinations- und Ausdauertraining,
Gruppentherapien wie Aquacycling, Nordic Walking, Freizeitsportarten ...
• Arbeitstherapeutisches Screening anhand des Arbeitsplatzprofils, ggf. Beginn mit
arbeitsplatzbezogenem oder berufsorientiertem Training
Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
--> Förderung der Motivation, Optimierung der

Leistungsfähigkeit durch funktionelle Adaptation, 

ggf. Kompensation von (schmerzbedingten) Einschränkungen
14Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
• bei Bedarf individuelle Verordnung von Hilfsmitteln
• z.B. adaptierte orthetische Versorgung,
• orthopädische Maßeinlagen, Schuhzurichtung, Maßschuhe/-stiefel, ...
15
• Psychologische Mitbehandlung
• Gesprächstherapie, Schmerzpsychotherapie (kognitiv-vehaltenstherapeutischer Ansatz)
• Mitbehandlung psychischer Comorbiditäten wie Angst, Depressivität
• Entspannungsverfahren
• z.B. progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, Qi Gong, Tai Chi
Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
--> Verbesserung der Selbstwahrnehmung und der Coping-Strategien,

Minderung der subjektiven Beeinträchtigung durch Schmerzen
16Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
• Schmerztherapeutische Vorstellung / Mitbehandlung
• konsiliarische Mitbeurteilung, wenn Rehafähigkeit aufgrund der Schmerzen
deutlich beeinträchtigt ist
• z.B. bei Erfordernis der Erweiterung / Umstellung der medikamentösen
Schmerztherapie (insb. hochpotente Opioid-Analgetika),
• Einsatz spezieller, ggf. invasiver schmerztherapeutischer Verfahren
(Plexuskatheter, Femoraliskatheter, usw.)
• ggf. Indikationsabklärung für eine (vorausgehende) multimodale stationäre
Schmerztherapie
--> Enge Zusammenarbeit zwischen Rehabilitations- und Schmerzmedizinern
• Verbesserung der funktionellen Leistungsfähigkeit
• Erreichen einer alltagstauglichen Belastbarkeit
• Förderung von Eigenmotivation und Eigeninitiative zur aktiven
Schmerzbewältigung
• soziale Reintegration
• schrittweise Reduktion der Inanspruchnahme medizinischer Maßnahmen
• Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit
17Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
Ziele der Schmerzrehabilitation bei chronischen Schmerzen:
Quelle: Simmel et al.: Schmerzrehabilitation. Im Heilverfahren der gesetzlichen
Unfallversicherung. Trauma Berufskrankh 2014, DOI 10.1007/s10039-014-2138-7
Indikationen für Schmerztherapie
18Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
• bei Medikamentenabhängigkeit, -fehlgebrauch, geplanter Entzugsbehandlung,
• bei zuvor konsentiertem Bedarf nach speziellen, invasiven
schmerztherapeutischen Verfahren, …
• Verzögerte Heilverläufe, bei denen der Schmerz im Vordergrund steht und eine
aktivitäts- und teilhabeorientierte Rehabilitation (noch) nicht möglich ist,
• bei chronischen, invalidisierenden bzw. therapieresistenten Schmerzen,
• wenn eine intensivere Mitbehandlung schmerzunterhaltender psychischer
Comorbiditäten erforderlich ist,
19Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
Fazit Schmerzen im BG-Heilverfahren:
Eine interdisziplinäre Herausforderung!
Individuelle, bedarfs- und zielorientierte Zuordnung im interdisziplinären
Setting und unter Einbeziehung des BG-Rehamanagements
Klassische Rehaverfahren /
Schmerzrehabilitation
Spezielle Verfahren /
Schmerztherapie
• Schmerzen therapiesensitiv,
Funktionslimitierung im
Vordergrund
• Schmerz als Begleitsymptom
von strukturellen Läsionen /
Verletzungen
• Chronifizierte Schmerzen
Stadium I / (II) n. Gerbershagen
• Schmerzen im Vordergrund,
therapieresistent,

invalidisierend, exazerbierend
• kein funktioneller Behandlungs-
ansatz bzw. ohne greifbare
Strukturveränderungen
• Chronifizierte Schmerzen
Stadium (II), III n. Gerbershagen
Funktions- und
teilhabeorientiertes Training
trotz Schmerzen möglich?
Reha-Fähigkeit
erhalten oder stark
beeinträchtigt?
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015

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Schmerzrehabilitation versus Schmerztherapie? Rehabilitation im BG-Heilverfahren

  • 1. Rehabilitation im BG-Heilverfahren Dr. Karin Kelle-Herfurth 63. Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen e.V., Baden-Baden, 30.04.2015 aus dem Zentrum für Rehabilitationsmedizin am BUKH, Chefarzt: Dr. J.-J. Glaesener Schmerzrehabilitation versus Schmerztherapie?
  • 2. Agenda 1) Bedeutung von Schmerzen im BG-Heilverfahren 2) Schmerzrehabilitation oder Schmerztherapie? 3) Indikationen für Schmerzrehabilitation 4) Indikationen für Schmerztherapie 5) Fazit 2Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015
  • 3. Bedeutung von Schmerzen im BG-Heilverfahren 3Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 • Es können sich besondere Problemlagen ergeben in Bezug auf: • Wiederherstellung der sozialen Teilhabe • Berufliche Wiedereingliederung • Schmerzen nach Unfällen sind ein häufiges subjektives Leitsymptom 
 bei einer Gewebeschädigung. • Je länger Schmerzen bestehen, desto größer ist deren Relevanz 
 im Hinblick auf den Heilverlauf, die Rehabilitation und die Prognose. --> Anhaltende Schmerzen erfordern eine frühzeitige Abklärung!
  • 4. 4Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 Zeitliche Abgrenzung von Schmerzen nach Unfällen • Akute Schmerzen: • plötzlich auftretend, zeitlich begrenzt, adäquate Reaktion auf ein Trauma • Leitsymptom einer Gewebeschädigung (strukturelle Ursache) • physiologische "Warnfunktion" • Chronische Schmerzen: • von längerer Dauer (> 3 bzw. > 6 Monate), • als Leitsymptom einer anhaltenden strukturellen Schädigung (z.B. Arthrose, Nervenläsion, CRPS), • evtl. mit psychischen Comorbiditäten (z.B. inadäquate Krankheitsverarbeitung) • bis hin zu einem eigenständigen Krankheitsbild ohne weiteren Zusammenhang mit dem Trauma (Verselbstständigung des Schmerzes), 
 ohne biologische Funktion
  • 5. • Stadium I : Schmerz intermittierend, wechselnde Intensität, Monolokalisation, 
 meist zuordenbar, angemessene Medikation, 
 seltener Arztwechsel, stabile Bewältigungsstrategie • Stadium II : Schmerz kontinuierlich, zunehmende Ausbreitung / Multilokalisation, 
 meist unangemessene Medikation, 
 häufiger Arztwechsel, Störung der Bewältigungsstrategien • Stadium III: Dauerschmerz, überall, nichts hilft, Medikamentenmissbrauch,
 doctor-hopping, komplette Hilflosigkeit 5Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 Mainzer Chronifizierungsstadien (MPSS) nach Gerbershagen
  • 6. Schmerzrehabilitation oder Schmerztherapie? 6Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 In den Standard-Rehabilitationsverfahren der DGUV (KSR, BGSW, ...) wird der chronifizierte Schmerz entsprechend Stadium I (nach Gerbershagen) • als integraler Bestandteil des Rehabilitationsgeschehens betrachtet und diagnostisch abgeklärt, • multimodal behandelt unter Einbeziehen aller interdisziplinären Möglichkeiten der Physikalischen Medizin und • einbezogen in die Rehabilitationsplanung mit • Fokus auf Wiedererlangen der Arbeitsfähigkeit. Quelle: Simmel et al.: Schmerzrehabilitation. Im Heilverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung. Trauma Berufskrankh 2014, pdf-Dokument, DOI 10.1007/s10039-014-2138-7
  • 7. Indikationen für Schmerzrehabilitation 7Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 • Weitere Indikationen für KSR (nach DGUV-Handlungsanleitung): • Mehrfachverletzungen an Extremitäten und Rumpf 
 (Polytrauma), mehrere Verletzungen, die in Summe zu Rehabilitationserschwernissen führen, Amputationen, • Komplikationen wie Osteitis, CRPS • Rehabilitationsrelevante Vorerkrankungen / problematische Comorbiditäten (Adipositas, Diabetes, Hypertonie, 
 Herzinsuffizienz, Multiresistente Keime) • Verzögerte Heilverläufe durch Schmerzen (KSR), 
 wenn Funktionslimitierung im Vordergrund steht und eine aktivitäts- und teilhabeorientierte Rehabilitation möglich ist
  • 8. Rehabilitationsmediziner • Physikalische und Rehabilitative Medizin • Unfallchirurgie / Orthopädie • Neurologie • Innere Medizin • Anästhesie und Intensivmedizin • Allgemeinmedizin • Geriatrie 8Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 Therapeuten • Physiotherapie • Physikalische Therapie • Ergotherapie (Arbeitstherapie) • Sporttherapie • Logopädie • Musiktherapie • Freizeittherapie Schmerzrehabilitation (KSR) - Rahmenbedingungen I Multiprofessionelles und interdisziplinäres Team
  • 9. • Konsile inkl. fachspezifische diagnostische Untersuchungen • Unfallchirurgie, Orthopädie und Sporttraumatologie / Septische Fachabteilung • Handchirurgie, Plastische und Mikrochirurgie • Neurochirurgie und Neurologie, Neuro-Urologie im Querschnittgelähmten-Zentrum • Psychologie • Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie • Zugriff auf alle bildgebenden Verfahren des Akutkrankenhauses • Röntgen, CT, MRT, Echo, Phlebosonographie etc., extern Szintigraphie 9Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 II Enge Kooperation mit anderen Fachabteilungen --> Diagnostische Abklärung der Schmerzen, Kontrolle des Heilverlaufes (Knochenheilung? Materialfehllage?), ggf. Klärung einer operativen Revision
  • 10. 10Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 Ausführliche ärztliche und therapeutische Anamnese, klinische Untersuchung, ggf. apparative Diagnostik / Konsile Einleitung der Schmerzrehabilitation,
 wöchentliche Re-Evaluation in interdisziplinären Teamvisiten Evaluation der Schmerzen und Beeinträchtigungen der Aktivitäten und Teilhabe nach ICF Ermittlung des individuellen Rehabilitationsbedarfes und der Rehabilitationsziele
 (Übergeordnetes Ziel: Wiederherstellung der Teilhabe, erfolgreiche berufliche Wiedereingliederung) Berücksichtigung von Kontextfaktoren (fördernd / hemmend) im Sinne des bio-psycho-sozialen Schmerzmodells III Multimodales Rehabilitationskonzept
  • 11. 11 • Medikamentöse Schmerztherapie nach WHO-Stufenschema • unter Berücksichtigung der laufenden Rehabilitation und 
 der Comorbiditäten und Belastbarkeit • Physikalische Therapieverfahren • Wärme / Kälte, Hydrotherapie, Elektrotherapie, • Lymphtherapie, Spezielle Massagen, Akupressur, ... Schmerztherapeutische Verfahren in der Rehabilitation Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 • bei Bedarf Akupunktur, ggf. Infiltrationen in Schleimbeutel, Gelenke, Faszien, Sehnenansätze --> Behandlung der Schmerzen und Begleitsymptome, 
 Vorbereitung auf funktionell orientierte Therapien
  • 12. 12 • Physiotherapie / Ergotherapie • Einzel- und Gruppentherapien (z.B. PNF, Gangschule, Bewegungsbad, Pilates) • ergänzend ggf. Manuelle Therapie/Osteopathie (evtl. durch Arzt) • Funktionstraining, neuro-kognitives Training z.B. nach Perfetti, Spiegeltherapie, ... • Eigenübungen, Fokus auch auf Überwindung des Vermeidungsverhaltens Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 --> Wiederherstellung der Funktionalität und Förderung der Aktivität unter Berücksichtigung der Schmerzen
  • 13. 13 • Sporttherapie / später Arbeitstherapie • Medizinische Trainingstherapie mit Geräte-, Koordinations- und Ausdauertraining, Gruppentherapien wie Aquacycling, Nordic Walking, Freizeitsportarten ... • Arbeitstherapeutisches Screening anhand des Arbeitsplatzprofils, ggf. Beginn mit arbeitsplatzbezogenem oder berufsorientiertem Training Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 --> Förderung der Motivation, Optimierung der
 Leistungsfähigkeit durch funktionelle Adaptation, 
 ggf. Kompensation von (schmerzbedingten) Einschränkungen
  • 14. 14Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 • bei Bedarf individuelle Verordnung von Hilfsmitteln • z.B. adaptierte orthetische Versorgung, • orthopädische Maßeinlagen, Schuhzurichtung, Maßschuhe/-stiefel, ...
  • 15. 15 • Psychologische Mitbehandlung • Gesprächstherapie, Schmerzpsychotherapie (kognitiv-vehaltenstherapeutischer Ansatz) • Mitbehandlung psychischer Comorbiditäten wie Angst, Depressivität • Entspannungsverfahren • z.B. progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, Qi Gong, Tai Chi Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 --> Verbesserung der Selbstwahrnehmung und der Coping-Strategien,
 Minderung der subjektiven Beeinträchtigung durch Schmerzen
  • 16. 16Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 • Schmerztherapeutische Vorstellung / Mitbehandlung • konsiliarische Mitbeurteilung, wenn Rehafähigkeit aufgrund der Schmerzen deutlich beeinträchtigt ist • z.B. bei Erfordernis der Erweiterung / Umstellung der medikamentösen Schmerztherapie (insb. hochpotente Opioid-Analgetika), • Einsatz spezieller, ggf. invasiver schmerztherapeutischer Verfahren (Plexuskatheter, Femoraliskatheter, usw.) • ggf. Indikationsabklärung für eine (vorausgehende) multimodale stationäre Schmerztherapie --> Enge Zusammenarbeit zwischen Rehabilitations- und Schmerzmedizinern
  • 17. • Verbesserung der funktionellen Leistungsfähigkeit • Erreichen einer alltagstauglichen Belastbarkeit • Förderung von Eigenmotivation und Eigeninitiative zur aktiven Schmerzbewältigung • soziale Reintegration • schrittweise Reduktion der Inanspruchnahme medizinischer Maßnahmen • Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit 17Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 Ziele der Schmerzrehabilitation bei chronischen Schmerzen: Quelle: Simmel et al.: Schmerzrehabilitation. Im Heilverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung. Trauma Berufskrankh 2014, DOI 10.1007/s10039-014-2138-7
  • 18. Indikationen für Schmerztherapie 18Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 • bei Medikamentenabhängigkeit, -fehlgebrauch, geplanter Entzugsbehandlung, • bei zuvor konsentiertem Bedarf nach speziellen, invasiven schmerztherapeutischen Verfahren, … • Verzögerte Heilverläufe, bei denen der Schmerz im Vordergrund steht und eine aktivitäts- und teilhabeorientierte Rehabilitation (noch) nicht möglich ist, • bei chronischen, invalidisierenden bzw. therapieresistenten Schmerzen, • wenn eine intensivere Mitbehandlung schmerzunterhaltender psychischer Comorbiditäten erforderlich ist,
  • 19. 19Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015 Fazit Schmerzen im BG-Heilverfahren: Eine interdisziplinäre Herausforderung! Individuelle, bedarfs- und zielorientierte Zuordnung im interdisziplinären Setting und unter Einbeziehung des BG-Rehamanagements Klassische Rehaverfahren / Schmerzrehabilitation Spezielle Verfahren / Schmerztherapie • Schmerzen therapiesensitiv, Funktionslimitierung im Vordergrund • Schmerz als Begleitsymptom von strukturellen Läsionen / Verletzungen • Chronifizierte Schmerzen Stadium I / (II) n. Gerbershagen • Schmerzen im Vordergrund, therapieresistent,
 invalidisierend, exazerbierend • kein funktioneller Behandlungs- ansatz bzw. ohne greifbare Strukturveränderungen • Chronifizierte Schmerzen Stadium (II), III n. Gerbershagen Funktions- und teilhabeorientiertes Training trotz Schmerzen möglich? Reha-Fähigkeit erhalten oder stark beeinträchtigt?
  • 20. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Schmerzrehabilitation vs. Schmerztherapie, K. Kelle-Herfurth, 63. VSOU-Tagung, Baden-Baden, 30.04.2015