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Bild:Wyrsch&Partner
U
ntersuchungen zeigen, dass Remote Working die
werktätigen Menschen glücklicher sowie produk­
tiver macht und auch Unternehmen viele Vorteile
bietet. Unabhängig davon, wie sich Ihr Unternehmen an
die neue Normalität anpasst, spielt Remote Working in den
meistenOrganisationenundTeamseinewichtigeRolle.Der
Umgang mit Widerständen ist entscheidend, um das Ler­
nen und die Produktivität Ihres Teams zu beschleunigen.
Schlecht unterstützte virtuelle Workshops können zu Frus­
tration und Rückzug führen.
IchhabeindenletztenzweiMonatenjedenTagRemote-
Sitzungen durchgeführt – von kürzeren Sitzungen bis zu
ganztägigenodermehrtägigenWorkshops.DerUnterschied
bei der Verwaltung virtueller Workshops – im Vergleich zu
früher – besteht darin, dass die meisten Teilnehmer oft­
malsnurbegrenzteErfahrungmitderRemote-Zusammen­
arbeit haben. Sie lernen, während sie gehen. Die üblichen
HerausforderungenderFernarbeitwerdendurchAngstund
Unerfahrenheit noch verstärkt.
Dabei ist es wichtig, die häufigsten Arten von Wider­
stand während der virtuellen Sitzungen zu kennen, um
grossartige Online-Workshops zu ermöglichen. Lassen Sie
nicht zu, dass der Widerstand dem Lernen und der Kreati­
vität im Weg steht.
Herausforderungen bei Remote-Workshops
Die Remote Collaboration bietet mehrere Vorteile. Um je­
doch alle Vorteile nutzen zu können, müssen Sie zunächst
die bevorstehenden Herausforderungen verstehen. Viele
Menschen glauben, dass es lediglich eine Frage der Wahl
der richtigen virtuellen Plattform ist, einen persönlichen
Workshop online zu stellen.
Während einige Elemente aus der realen Welt in einen
virtuellen Workshop übersetzt werden können, müssen die
meisten Komponenten vollkommen neu gestaltet werden,
um eine erfolgreiche Online-Sitzung zu ermöglichen. Von
der virtuellen Etikette über die Rolle der Technologie bis
hin zur Förderung der Teilnahme und der Aufrechterhal­
tung der Dynamik bringt ein Remote-Workshop seine ganz
eigenen Herausforderungen mit sich. Das Antizipieren
aller möglichen Probleme (und wie Sie damit umgehen
würden) ist der Unterschied zwischen Tag und Nacht.
Virtuelle Etikette
Richten Sie vor der Sitzung klare Erwartungen ein und
wiederholenSiediese,bevorsiebeginnt.Online-Workshops
erfordern eine bestimmte Etikette, um die Menschen da­
rauf auszurichten, was in Ordnung ist und was nicht.
Wie werden die Menschen zusammenarbeiten? Wann
können sie Audio verwenden oder nicht? Wie werden Ent­
scheidungengetroffen,wennsieeineIdeeauswählenmüs­
sen, um sich weiterzuentwickeln? Was ist am wichtigsten:
das Lernen oder das Ergebnis?
Jede Sitzung erfordert eine bestimmte Etikette. Das
kanndieVerwendungwesentlicherZoom-Funktionen(zum
Beispiel die Stummschalttaste), die Anwesenheit (Konzen­
tration auf die jeweilige Aufgabe, kein Multitasking) und
die erwartete Einstellung (Lernender, Problemlöser etc.)
umfassen. Das Fehlen einer bestimmten Etikette könnte
ein Team schnell entgleisen lassen und die Sitzung zu
einer Verschwendung von Zeit und Talent machen.
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Während Sie an einem persönlichen Workshop Technolo­
gie einsetzen, wird Technologie in einer virtuellen Sitzung
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gehören das Verlassen auf die Internet-Verbindung zu
Hause, die Kenntnis der wesentlichen Funktionen und das
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Suite, Microsoft Teams, Miro, Mural etc.
Geben Sie den Mitarbeitern Tipps zur Vorbereitung und
lassen Sie Ihre IT-Abteilung die erforderlichen Spezifika­
tionen für die Konnektivität etc. bereitstellen. Die Investi­
tion in hochwertige Kopfhörer kann beispielsweise einen
grossen Unterschied machen. Wenn möglich, sollten Un­
ternehmen den Menschen das bieten, was sie benötigen,
um effektiv von zu Hause aus arbeiten zu können.
Ein weiteres Problem ist der Widerstand der Menschen
gegen den Einsatz neuer Technologien in der Arbeitswelt –
insbesondere, wenn sie damit nicht vertraut sind.
der autor
Michael Wyrsch
ist Geschäftsführer des
Beratungsunternehmens
Wyrsch & Partner.
www.wyrsch-partner.ch
Die Mehrheit der Angestellten hat während des Lockdowns Erfahrungen
mit Remote Working gesammelt. Die Arbeit der Zukunft wird vermehrt
remote sein. Was es dabei zu beachten gilt.
Von Michael Wyrsch
Tipps für die Praxis
Remotegiltalsdie
ZukunftderArbeit
154 Wirtschaftsinformatik Schweiz
Impressum
Das offizielle
Publikations­organ
des VIW
Herausgeber:
VIW – Wirtschafts­
informatik Schweiz
VIW-Geschäftsstelle:
Rosenweg 3
5037 Muhen
Tel. 031 311 99 88
info@viw.ch
Erscheinungsweise:
Monatlich
www.viw.ch
Teamgrösse richtig wählen
Die Grösse eines Teams steht in direktem Verhältnis zu
Engagement und Produktivität. Je mehr Teilnehmer Sie
haben, desto mehr leidet das Ergebnis. Achten Sie darauf,
wen Sie zum Workshop einladen. Vermeiden Sie Doppel­
arbeit oder unnötige Teilnehmer.
Breakout-Räume helfen bei der Bewältigung dieser
Herausforderung, haben aber ihre Grenzen. Sie benötigen
mehr Moderatoren und auch viel Zeit, da die Teams irgend­
wann ihre Arbeit mit dem breiteren Team teilen müssen.
Wenn die verschiedenen Breakout-Teams nicht miteinan­
der interagieren, führen Sie statt eines grossen Workshops
andere, kleinere Sitzungen durch.
«Driving alignment»
Wie Sie zu Beginn ein Team gründen, kann Ihren virtuellen
Workshop gestalten oder unterbrechen. Der Moderator
muss in begrenzter Zeit das richtige Umfeld schaffen und
alle zusammenbringen. Wenn Sie das Team vor der Sitzung
eine Übung absolvieren lassen und dann die Ergebnisse
gemeinsambesprechen,könnenSiesichvielFrustersparen.
Die Ausrichtung beginnt mit der oben erwähnten Eti­
kette. Der wichtigste Teil ist, dass den Menschen nicht nur
klar ist, was sie erreichen wollen, sondern dass sie auch
begeistert sind zusammenzuarbeiten.
Das«DrivingAlignment»ineinerentferntenUmgebung
kann schwieriger sein. Wenn Sie sich nicht im selben Raum
befinden, können Körpersprache und Stille gemischte Si­
gnale erzeugen. Vorbereitung, effektives Sitzungsdesign
und fachkundige Moderatoren können helfen, diese He­
rausforderung zu meistern.
Aktive Teilnahme fördern
Der Einbezug aller am Anfang ist von entscheidender Be­
deutung,abereinekontinuierlicheBeteiligungisteinMuss,
um die kollektive Weisheit zu nutzen und den Menschen
das Gefühl zu geben, geschätzt zu werden.
Virtuelle Workshops können anstrengend sein. Sie
erfordern mehr Aufmerksamkeit und Energie; die Dinge
geschehen viel schneller und die Teilnehmer fühlen sich
gestresster, da sie bei der Arbeit mit neuen Tools und Me­
thoden keine Fehler machen möchten. Es ist leicht, jeman­
den zu verlieren, wenn Sie vom Wandbild zum Zoom-Bild­
schirm wechseln oder wenn er nach einiger Zeit in einem
Breakout-Raum zum Hauptraum zurückkehrt. Das Entwer­
fen einer praktischen, interaktiven Sitzung hilft beim Auf­
bauderTeilnahme.Moderationistjedochalles,umdieMen­
schen fokussiert und engagiert zu halten.
Langsamer Gesprächsfluss
Wenn sich Menschen bei persönlichen Interaktionen ge­
genseitig unterbrechen oder keine aktiven Hörfähigkeiten
besitzen,wirdesineinerentferntenUmgebungvielschlim­
mer. Unabhängig davon, wie gut eine Sitzung gestaltet ist,
kann eine effektive Moderation die Kommunikation beein­
trächtigen oder unterbrechen.
Chats sind für kurze Interaktionen in Ordnung, können
aber ziemlich schnell chaotisch werden. Die Leute wieder­
holen oft die Ideen anderer, weil sie nicht lesen, was andere
vorher geschrieben haben. Oft wird für den Chat ein zwei­
ter Moderator benötigt. Es kommt sehr häufig vor, dass
Menschenvergessen,dieStummschaltungihrerMikrofone
aufzuheben, und sich dann beschweren, weil niemand auf
das reagiert hat, was sie gesagt haben.
In der Teilnehmerrunde reihum gehen ist wichtig, um
zugewährleisten,dassallegeantwortethaben,undumleise
Stimmen auch zu hören. Das sind wichtige Schritte, um die
Teilnahmesicherzustellen.Siehabenallerdingsaucheinen
Nachteil: Sie verlangsamen den Gesprächsfluss.
Im Home Office arbei-
tete Michael Wyrsch
mit Kollegen von der
Fernfachhochschule
Schweiz zusammen
Die Fachtagung des VIW Wirtschaftsinformatik
Schweiz findet im Crypto Valley Zug statt. In den
Crypto Valley Labs bekommen VIW-Mitglieder und
ihre Gäste einen Einblick in die neusten Entwick-
lungen rund um Blockchain und Kryptowährungen.
Eine Registrierung für den Anlass ist noch bis zum
Montag, 14. September 2020, möglich.
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155Wirtschaftsinformatik Schweiz

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Remote gilt als die Zukunft der Arbeit

  • 1. Bild:Wyrsch&Partner U ntersuchungen zeigen, dass Remote Working die werktätigen Menschen glücklicher sowie produk­ tiver macht und auch Unternehmen viele Vorteile bietet. Unabhängig davon, wie sich Ihr Unternehmen an die neue Normalität anpasst, spielt Remote Working in den meistenOrganisationenundTeamseinewichtigeRolle.Der Umgang mit Widerständen ist entscheidend, um das Ler­ nen und die Produktivität Ihres Teams zu beschleunigen. Schlecht unterstützte virtuelle Workshops können zu Frus­ tration und Rückzug führen. IchhabeindenletztenzweiMonatenjedenTagRemote- Sitzungen durchgeführt – von kürzeren Sitzungen bis zu ganztägigenodermehrtägigenWorkshops.DerUnterschied bei der Verwaltung virtueller Workshops – im Vergleich zu früher – besteht darin, dass die meisten Teilnehmer oft­ malsnurbegrenzteErfahrungmitderRemote-Zusammen­ arbeit haben. Sie lernen, während sie gehen. Die üblichen HerausforderungenderFernarbeitwerdendurchAngstund Unerfahrenheit noch verstärkt. Dabei ist es wichtig, die häufigsten Arten von Wider­ stand während der virtuellen Sitzungen zu kennen, um grossartige Online-Workshops zu ermöglichen. Lassen Sie nicht zu, dass der Widerstand dem Lernen und der Kreati­ vität im Weg steht. Herausforderungen bei Remote-Workshops Die Remote Collaboration bietet mehrere Vorteile. Um je­ doch alle Vorteile nutzen zu können, müssen Sie zunächst die bevorstehenden Herausforderungen verstehen. Viele Menschen glauben, dass es lediglich eine Frage der Wahl der richtigen virtuellen Plattform ist, einen persönlichen Workshop online zu stellen. Während einige Elemente aus der realen Welt in einen virtuellen Workshop übersetzt werden können, müssen die meisten Komponenten vollkommen neu gestaltet werden, um eine erfolgreiche Online-Sitzung zu ermöglichen. Von der virtuellen Etikette über die Rolle der Technologie bis hin zur Förderung der Teilnahme und der Aufrechterhal­ tung der Dynamik bringt ein Remote-Workshop seine ganz eigenen Herausforderungen mit sich. Das Antizipieren aller möglichen Probleme (und wie Sie damit umgehen würden) ist der Unterschied zwischen Tag und Nacht. Virtuelle Etikette Richten Sie vor der Sitzung klare Erwartungen ein und wiederholenSiediese,bevorsiebeginnt.Online-Workshops erfordern eine bestimmte Etikette, um die Menschen da­ rauf auszurichten, was in Ordnung ist und was nicht. Wie werden die Menschen zusammenarbeiten? Wann können sie Audio verwenden oder nicht? Wie werden Ent­ scheidungengetroffen,wennsieeineIdeeauswählenmüs­ sen, um sich weiterzuentwickeln? Was ist am wichtigsten: das Lernen oder das Ergebnis? Jede Sitzung erfordert eine bestimmte Etikette. Das kanndieVerwendungwesentlicherZoom-Funktionen(zum Beispiel die Stummschalttaste), die Anwesenheit (Konzen­ tration auf die jeweilige Aufgabe, kein Multitasking) und die erwartete Einstellung (Lernender, Problemlöser etc.) umfassen. Das Fehlen einer bestimmten Etikette könnte ein Team schnell entgleisen lassen und die Sitzung zu einer Verschwendung von Zeit und Talent machen. Technische Herausforderungen Während Sie an einem persönlichen Workshop Technolo­ gie einsetzen, wird Technologie in einer virtuellen Sitzung zur Plattform. Zu den Problemen mit der Technologie gehören das Verlassen auf die Internet-Verbindung zu Hause, die Kenntnis der wesentlichen Funktionen und das Beherrschen von Tools für die Zusammenarbeit wie Google Suite, Microsoft Teams, Miro, Mural etc. Geben Sie den Mitarbeitern Tipps zur Vorbereitung und lassen Sie Ihre IT-Abteilung die erforderlichen Spezifika­ tionen für die Konnektivität etc. bereitstellen. Die Investi­ tion in hochwertige Kopfhörer kann beispielsweise einen grossen Unterschied machen. Wenn möglich, sollten Un­ ternehmen den Menschen das bieten, was sie benötigen, um effektiv von zu Hause aus arbeiten zu können. Ein weiteres Problem ist der Widerstand der Menschen gegen den Einsatz neuer Technologien in der Arbeitswelt – insbesondere, wenn sie damit nicht vertraut sind. der autor Michael Wyrsch ist Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Wyrsch & Partner. www.wyrsch-partner.ch Die Mehrheit der Angestellten hat während des Lockdowns Erfahrungen mit Remote Working gesammelt. Die Arbeit der Zukunft wird vermehrt remote sein. Was es dabei zu beachten gilt. Von Michael Wyrsch Tipps für die Praxis Remotegiltalsdie ZukunftderArbeit 154 Wirtschaftsinformatik Schweiz
  • 2. Impressum Das offizielle Publikations­organ des VIW Herausgeber: VIW – Wirtschafts­ informatik Schweiz VIW-Geschäftsstelle: Rosenweg 3 5037 Muhen Tel. 031 311 99 88 info@viw.ch Erscheinungsweise: Monatlich www.viw.ch Teamgrösse richtig wählen Die Grösse eines Teams steht in direktem Verhältnis zu Engagement und Produktivität. Je mehr Teilnehmer Sie haben, desto mehr leidet das Ergebnis. Achten Sie darauf, wen Sie zum Workshop einladen. Vermeiden Sie Doppel­ arbeit oder unnötige Teilnehmer. Breakout-Räume helfen bei der Bewältigung dieser Herausforderung, haben aber ihre Grenzen. Sie benötigen mehr Moderatoren und auch viel Zeit, da die Teams irgend­ wann ihre Arbeit mit dem breiteren Team teilen müssen. Wenn die verschiedenen Breakout-Teams nicht miteinan­ der interagieren, führen Sie statt eines grossen Workshops andere, kleinere Sitzungen durch. «Driving alignment» Wie Sie zu Beginn ein Team gründen, kann Ihren virtuellen Workshop gestalten oder unterbrechen. Der Moderator muss in begrenzter Zeit das richtige Umfeld schaffen und alle zusammenbringen. Wenn Sie das Team vor der Sitzung eine Übung absolvieren lassen und dann die Ergebnisse gemeinsambesprechen,könnenSiesichvielFrustersparen. Die Ausrichtung beginnt mit der oben erwähnten Eti­ kette. Der wichtigste Teil ist, dass den Menschen nicht nur klar ist, was sie erreichen wollen, sondern dass sie auch begeistert sind zusammenzuarbeiten. Das«DrivingAlignment»ineinerentferntenUmgebung kann schwieriger sein. Wenn Sie sich nicht im selben Raum befinden, können Körpersprache und Stille gemischte Si­ gnale erzeugen. Vorbereitung, effektives Sitzungsdesign und fachkundige Moderatoren können helfen, diese He­ rausforderung zu meistern. Aktive Teilnahme fördern Der Einbezug aller am Anfang ist von entscheidender Be­ deutung,abereinekontinuierlicheBeteiligungisteinMuss, um die kollektive Weisheit zu nutzen und den Menschen das Gefühl zu geben, geschätzt zu werden. Virtuelle Workshops können anstrengend sein. Sie erfordern mehr Aufmerksamkeit und Energie; die Dinge geschehen viel schneller und die Teilnehmer fühlen sich gestresster, da sie bei der Arbeit mit neuen Tools und Me­ thoden keine Fehler machen möchten. Es ist leicht, jeman­ den zu verlieren, wenn Sie vom Wandbild zum Zoom-Bild­ schirm wechseln oder wenn er nach einiger Zeit in einem Breakout-Raum zum Hauptraum zurückkehrt. Das Entwer­ fen einer praktischen, interaktiven Sitzung hilft beim Auf­ bauderTeilnahme.Moderationistjedochalles,umdieMen­ schen fokussiert und engagiert zu halten. Langsamer Gesprächsfluss Wenn sich Menschen bei persönlichen Interaktionen ge­ genseitig unterbrechen oder keine aktiven Hörfähigkeiten besitzen,wirdesineinerentferntenUmgebungvielschlim­ mer. Unabhängig davon, wie gut eine Sitzung gestaltet ist, kann eine effektive Moderation die Kommunikation beein­ trächtigen oder unterbrechen. Chats sind für kurze Interaktionen in Ordnung, können aber ziemlich schnell chaotisch werden. Die Leute wieder­ holen oft die Ideen anderer, weil sie nicht lesen, was andere vorher geschrieben haben. Oft wird für den Chat ein zwei­ ter Moderator benötigt. Es kommt sehr häufig vor, dass Menschenvergessen,dieStummschaltungihrerMikrofone aufzuheben, und sich dann beschweren, weil niemand auf das reagiert hat, was sie gesagt haben. In der Teilnehmerrunde reihum gehen ist wichtig, um zugewährleisten,dassallegeantwortethaben,undumleise Stimmen auch zu hören. Das sind wichtige Schritte, um die Teilnahmesicherzustellen.Siehabenallerdingsaucheinen Nachteil: Sie verlangsamen den Gesprächsfluss. Im Home Office arbei- tete Michael Wyrsch mit Kollegen von der Fernfachhochschule Schweiz zusammen Die Fachtagung des VIW Wirtschaftsinformatik Schweiz findet im Crypto Valley Zug statt. In den Crypto Valley Labs bekommen VIW-Mitglieder und ihre Gäste einen Einblick in die neusten Entwick- lungen rund um Blockchain und Kryptowährungen. Eine Registrierung für den Anlass ist noch bis zum Montag, 14. September 2020, möglich. Anmeldung unter: www.viw.ch 18. September 2020: WI-Update 155Wirtschaftsinformatik Schweiz