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Empfehlungen zur fehlerfreien Montage
von Aluminium-Aussenfensterbänken

                  Agenda
              1   Bekannte Einbausituation

              2   Schadensursachen

              3   Prävention, fachgerechte Montage

              4   RAG² System

              5   Weitere Empfehlungen



                                                     1
Bekannte Einbausituation
 Die Fensterbank mit 40mm oder 25mm Tropfkante wird in die
  gemauerte Laibung eingesetzt.
 Über die letzten Jahre wurden Standard-Endstücke verwendet,
  welche dem damaligen Stand der Technik entsprachen, aber heute
  in den meisten Fällen nicht mehr.




                                                               2
Bekannte Einbausituation
 Wie in der Abbildung zu sehen, entstehen sehr früh nach dem
  Einbau bereits Putzrisse, welche sich im Verlauf der Zeit vergrößern
  bzw. fächerförmig ausbreiten.




                                                                    3
Putzrisse

 Wie in der Abbildung zu sehen, entstehen sehr früh nach dem
  Einbau bereits Putzrisse, welche sich im Verlauf der Zeit vergrößern
  bzw. fächerförmig ausbreiten.




                                                                    4
Wie entsteht dieses Problem?
 Die Fensterbänke werden mit Standard-Endstücken eingebaut und
  in den Putz eingesetzt. Die Laibung wird beigeputzt, ggf. wird das
  Standard-Endstück an der Laibungsseite zusätzlich mit Mörtel
  verfüllt.
 Diesen Einbau bezeichnet man als starren Einbau, da alle
  entstehenden Kräfte im System unmittelbar in die Laibung geleitet
  werden.




                                                                       5
Fester Einbau gegen die Laibung

 Fensterbänke aus Aluminium unterliegen wie alle anderen
  Materialien aus Metall einer Wärmeausdehnung. Der Grad der
  Ausdehnung hängt wesentlich mit der Oberflächenbeschichtung
  bzw. deren Farbe zusammen. Dunkle Oberfläche nehmen mehr
  Wärme auf als helle und dehnen sich in der Folge auch mehr aus.




                                                                    6
Wärmeausdehnung

  Wärmeausdehnungskoeffizient Aluminium: 23,8 x 10-6

                           L x 23,8 x 10-6 x K = Längendifferenz

  Aluminium-Fensterbänke dehnen sich bei einem Temperatur-
   unterschied von 100°C um 2,38 mm pro Meter aus.
   Dieser Wert ist bei geringeren Temperaturen geradlinig
   umrechenbar. (Bsp. ∆ 100°C = 2,38 mm; ∆ 50°C = 1,19 mm; usw.)

  Aluminium-Fensterbänke in RAL 9016 (Verkehrsweiß) betrifft dieses
   Problem weniger als Aluminium Fensterbänke in C33/34 oder C35
   (Mittel- bis Dunkelbronze).

L = Länge; K = Temperaturdifferenz in Kelvin



                                                                   7
Wärmeausdehnung und Auswirkung

 Fensterbänke können sich unter diesem Druck auch in der Mitte
  in der Regel nach oben wölben, wenn die Ausdehnung keinen
  Freiraum findet. An einem Sommertag sind Aluminium-
  Fensterbänke ohne Endstücke mit Gleitfunktion leicht zu erkennen,
  indem man über die Tropfkante sieht und die Wölbung in der
  Fensterbankmitte erkennt.
 Die Ausdehnung bewirkt, dass die Fensterbank die Endstücke in die
  Laibung drückt. Die Druckeinleitung in den Putz ist dieser nicht
  gewachsen, Putzrisse sind die Folge.
 Insbesondere in WDVS-Fassaden ist der Einbau von Standard-
  Endstücken ohne Dehnungsausgleich nicht zu empfehlen, da sehr
  aufwendig gearbeitet werden muss. Der Anschluss zwischen WDVS
  und Bordprofil muss so ausgebildet sein, dass die dort anfallenden
  Bewegungen keinen Schaden verursachen und die Wasser-
  dichtigkeit nicht beeinflussen.


                                                                  8
Prävention/Vorsichtsmaßnahmen

Um das zu gewährleisten, sind nachfolgende Punkte zu beachten
  und diese auch im LV* als Forderung zu verankern:
     Fachgerechtes min. 15 mm breites Kompriband zwischen Dämmung und
      Putzschenkel des Endstückes auf der gesamten Länge der Fuge:




*LV = Leistungsverzeichnis



                                                                         9
Ausbildung Kompriband

Um das zu gewährleisten, sind nachfolgende Punkte zu beachten
  und diese auch im LV als Forderung zu verankern:
   Im vorderen Bereich ist das Kompriband sauber zu verlegen und an den
    Ecken als Schlaufe zu verlegen. Fuge und Kompriband sind so aufeinander
    abzustimmen, dass die Dichtigkeit der Fuge gewährleistet ist.




                                                                         10
Kompriband/Kellenschnitt

Um das zu gewährleisten, sind nachfolgende Punkte zu beachten
  und diese auch im LV als Forderung zu verankern:
   Im Anschluss daran ist ein Trennschnitt (Kellenschnitt) durch den armierten
    Unter- und Oberputz am Putzschenkel wie auch seitlich des Endstückes
    auszuführen. Der seitliche Trennschnitt muss so groß sein, dass eine
    zwängungsfreie Bewegung des Kompribandes möglich ist.


                                Kellenschnitt




                                                                             11
2. Dichtebene

Um das zu gewährleisten, sind nachfolgende Punkte zu beachten
  und diese auch im LV als Forderung zu verankern:
   Um die WDVS-Fassade vor eindringendem Wasser zu schützen, sind
    unterhalb der Fensterbank Maßnahmen zur Abdichtung erforderlich. Dies
    kann durch eine Dichtschlämme oder eine geeignete Dichtbahn erfolgen.
    Diese Wannenausbildung muss mindestens einige Zentimeter über das
    Endstück seitlich hochgezogen werden.




                                                                            12
Fachgerechter, besserer Einbau
 Können vorstehende Einbausituationen nicht eingehalten werden
  so sind Fensterbanksysteme mit Gleitabschlüssen erforderlich
  und im LV auszuschreiben.




                                                              13
RAG² RBB Aluminium Gleitendstück



Die WDVS - Lösung!
Das RAG² System
 Der fachgerechte Einbau eines Fensterbanksystems, das die
  Dehnung der Fensterbank aufnehmen kann ohne die Laibung zu
  belasten und zudem auf Schlagregendichtigkeit geprüft wurde.
  Das RAG² System ist wie folgt aufgebaut:




                                                             15
Das RAG² System
   Aluminium-Fensterbank wie vor beschrieben mit Anschraubloch 4x7 mm.
    Es ist besonders darauf zu achten, dass die Schrauben im Langloch genau
    in der Mitte positioniert sind, damit die Fensterbank sich in beide
    Richtungen bewegen kann. Bei Temperaturänderung zieht sich das System
    zusammen bzw. dehnt es sich aus.




                                                                         16
Das RAG² System
   Aluminium-Gleitendstück RAG² besteht aus einem Grundkörper aus
    Aluminium und einem Dichtschuh aus EPDM. Zur Montage wird der
    Dichtschuh aus dem RAG² entnommen und auf die Fensterbank
    aufgesteckt. Im Anschluss daran den Aluminium Grundkörper wie in der
    Montagerichtlinie gezeigt aufschieben.




                                                                           17
Das RAG² System
   Die Anschraubkante der Fensterbank wird durch die Anbringung eines
    geeigneten Dichtungsprofils aus TPE bzw. einem Kompriband der
    Beanspruchungsgruppe BG1 nach DIN 18542 gegen das
    Fensterbankanschlussprofil abgedichtet.




                                                                         18
Das RAG² System
   An der Fensterbankunterseite ist vor der Montage an das
    Fensterbankanschlussprofil der Antidröhnstreifen anzubringen. Die
    Antidröhnstreifenbreite richtet sich nach der Ausladung der Fensterbank
    und sollte mindestens 1/3 dieser Ausladung über die gesamte Länge
    abdecken. Der Antidröhnstreifen ist selbstklebend und verhindert
    Trommelgeräusche, die entstehen, wenn Regentropfen auf metallische
    Oberflächen auftreffen.




                                                                              19
Das RAG² System
   Aluminium-Gleitverbinder RAG² : sind erforderlich, wenn
    Fensterbanklängen über 2.000 bzw. 3.000mm verbaut werden. Hier ist
    besonders darauf zu achten, dass je nach Farbe der Fensterbank die
    Ausdehnung unterschiedlich ist, d.h. dunkle Fensterbänke in Eloxal z.B.
    C33/34/35 heizen sich unter Sonneneinstrahlung stark auf und sollten ab
    ca. 2.000mm bereits durch einen Gleitverbinder getrennt werden.
    Fensterbänke in den Oberflächen E6/EV1 oder RAL 9016 (helle Farben)
    sollten ab einer Einzellänge von über 3.000mm durch einen
    Gleitverbinder getrennt werden.




                                                                              20
Das RAG² System
   Fensterbank-Schrauben sind grundsätzlich in der Ausführung V2A
    einzusetzen. Die Schrauben müssen über eine genügend große und stabile
    Unterlegscheibe aus Kunststoff verfügen. Diese Unterlegscheibe dichtet
    das Langloch in der Bewegung ab und ermöglicht die thermisch bedingte
    Bewegung der Fensterbank. Aus dekorativen Gründen kann die Schraube
    im Anschluss daran mit einer Kunststoffkappe versehen werden.
    Technisch ist das jedoch nicht erforderlich.




                                                                        21
Das RAG² System
   Halter für Isolierfassaden (Isohalter): sind ab einer Fensterbanklänge von
    1.000 mm vorzusehen. Die Halter dürfen maximal 400 mm vom jeweiligen
    Ende entfernt angebracht werden. Je nach Anschlussausbildung der
    Fassade darf der Abstand zwischen den Fensterbankhaltern 1.000 mm nicht
    überschreiten.
   Bei frei hängenden Fensterbänken, d.h. das Fenster ist bündig auf das
    Mauerwerk aufgesetzt und die Fassade wird ausschließlich durch die ganze
    Fensterbankbreite überdeckt, darf der Abstand der Fensterbankhalter
    600 mm nicht übersteigen.
   Isohalter dienen der Stabilisierung und zur Lagesicherung
    (Druck-/Sogbelastung) der Fensterbank und übernehmen keine statische
    Funktion im Sinne einer Begehbarkeit (z.B. bei Wartungs- und Putzarbeiten).

    Begehbare Fensterbänke erfordern besondere Konstruktionen und müssen
    gesondert vereinbart werden.




                                                                           22
Das RAG² System




                  23
Das RAG² System
Verschweißte Innen-/Außenecken

                                                                Anschraubkantendichtung
          FBS 40/ FBS 25




                                            verschweißte Ecke

                                Alu - Gleitverbinder
          Alu - Gleitendstück




                                                                                          24
Das RAG² System
   Bei der Anbringung ist auf jeden Fall auf einen zurückgesetzten Einbau zu
    achten. Dieser Einbau bringt eine zweite Ebene an der das Wasser
    abtropfen kann. Der Anbau direkt an den Blendrahmen des Fensters ist zu
    vermeiden.




                                                                            25
Das RAG² System
   WDVS-Fassaden in Mineralwolle generell und -bedingt auch in Styropor-
    sind nicht uneingeschränkt druckfest und erfordern zur Übernahme der
    Restkräfte, die im RAG² durch das Komprimieren des EPDM-Dichtschuhs
    entstehen, eine Lösung.




                                                                        26
Das RAG² System
   Diese Lösung erreichen wir durch den Halter RAG²-fix.
    Vor der Montage der Fensterbank wird dieser an das Fensterbank-
    anschlussprofil rechts und links angeschraubt. Der Abstand entspricht
    genau dem Aufsteckaußenmaß des RAG² - Systems. Das System wird auf
    diese Halter aufgesetzt und mit dem Fensterbankanschlussprofil
    verschraubt. Der Halter nimmt alle Restkräfte auf und schützt jede
    Fassadenausführung, egal ob druckfest oder nicht, vor Putzrissen und den
    damit verbundenen Problemen.




                                                                         27
Das RAG² System
   Alle Anschlüsse an angrenzende Gewerke sind fachgerecht
    (z.B. mit Kompriband) auszuführen. Auch hier ist ein Kellenschnitt von
    Vorteil, damit das Kompriband abdichten und die dichte Verbindung zweier
    Materialien erfüllen kann.




                                                                           28
Das RAG² System
   Das Prüfzeugnis zur Schlagregendichtheit stellen wir Ihnen in Dateiform
    gerne kostenlos zur Verfügung.




                                                                         29
Das RAG² System
   Ausschreibungstexte stellen wir Ihnen in Dateiform gerne kostenlos zur
    Verfügung.




                                                                             30
Noch zu beachten:
   Es sind ausschließlich geprüfte Gleitendstücke (z.B. Ift-Rosenheim)
    einzusetzen, die im “nicht hinterlüfteten Einbau“ getestet wurden.

   Bei Ausschreibungen ist insbesondere auf die Gewerketrennung zu
    achten, um eine fachliche sowie zeitliche Abstimmung am Bau zu
    gewährleisten.
     •   Beispiel: Wer setzt die Fensterbanksysteme?
         Der Fensterbauer? Der WDVS-Betrieb?

   Zudem sollte beachtet werden, dass die Nachfolgearbeiten die bereits
    ausgeführten Arbeiten vor Beschädigung und Witterungseinflüssen
    schützen.

   Weitere Informationen hierzu erhalten Sie im Leitfaden für Montage der
    RAL-Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren e.V.
    sowie der
    Gütegemeinschaft Wärmedämmung von Fassaden e.V.




                                                                             31
Qualität. Kontinuität. Zuverlässigkeit.
            RBB Aluminium Profiltechnik AG
            Gewerbegebiet 2
            54531 Wallscheid
            Tel.: +49 (0) 6572/774-0
            Fax.: +49 (0) 6572/774-166
            Vertriebsleitung: Uwe von den Hoff uvdh@rbb-aluminium.de
RBB Aluminium
RAG²
Einfache Montage des RAG²

1. Den Dichtungsschuh aus dem Gleitendstück entnehmen.
RAG²
Einfache Montage des RAG²

2. Den Dichtungsschuh auf die Fensterbank aufstecken.
   Bitte beachten Sie, dass der Sägeschnitt der Fensterbank
   entgratet ist!
RAG²
Einfache Montage des RAG²

3. Das Gleitendstück passgenau, von der Anschraubkante
   beginnend, auf die Fensterbank mit dem vormontierten
   Dichtungsschuh nach vorne aufstecken. Es muss auf den
   korrekten Sitz der Dichtung im Übergang zu dem
   Gleitendstück geachtet werden!
RAG²
Einfache Montage des RAG²

4. Kontrollieren Sie den korrekten Sitz der Dichtlippen und des
   Dichtungsschuhs.
Qualität. Kontinuität. Zuverlässigkeit.

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  • 1. Empfehlungen zur fehlerfreien Montage von Aluminium-Aussenfensterbänken Agenda 1 Bekannte Einbausituation 2 Schadensursachen 3 Prävention, fachgerechte Montage 4 RAG² System 5 Weitere Empfehlungen 1
  • 2. Bekannte Einbausituation  Die Fensterbank mit 40mm oder 25mm Tropfkante wird in die gemauerte Laibung eingesetzt.  Über die letzten Jahre wurden Standard-Endstücke verwendet, welche dem damaligen Stand der Technik entsprachen, aber heute in den meisten Fällen nicht mehr. 2
  • 3. Bekannte Einbausituation  Wie in der Abbildung zu sehen, entstehen sehr früh nach dem Einbau bereits Putzrisse, welche sich im Verlauf der Zeit vergrößern bzw. fächerförmig ausbreiten. 3
  • 4. Putzrisse  Wie in der Abbildung zu sehen, entstehen sehr früh nach dem Einbau bereits Putzrisse, welche sich im Verlauf der Zeit vergrößern bzw. fächerförmig ausbreiten. 4
  • 5. Wie entsteht dieses Problem?  Die Fensterbänke werden mit Standard-Endstücken eingebaut und in den Putz eingesetzt. Die Laibung wird beigeputzt, ggf. wird das Standard-Endstück an der Laibungsseite zusätzlich mit Mörtel verfüllt.  Diesen Einbau bezeichnet man als starren Einbau, da alle entstehenden Kräfte im System unmittelbar in die Laibung geleitet werden. 5
  • 6. Fester Einbau gegen die Laibung  Fensterbänke aus Aluminium unterliegen wie alle anderen Materialien aus Metall einer Wärmeausdehnung. Der Grad der Ausdehnung hängt wesentlich mit der Oberflächenbeschichtung bzw. deren Farbe zusammen. Dunkle Oberfläche nehmen mehr Wärme auf als helle und dehnen sich in der Folge auch mehr aus. 6
  • 7. Wärmeausdehnung  Wärmeausdehnungskoeffizient Aluminium: 23,8 x 10-6 L x 23,8 x 10-6 x K = Längendifferenz  Aluminium-Fensterbänke dehnen sich bei einem Temperatur- unterschied von 100°C um 2,38 mm pro Meter aus. Dieser Wert ist bei geringeren Temperaturen geradlinig umrechenbar. (Bsp. ∆ 100°C = 2,38 mm; ∆ 50°C = 1,19 mm; usw.)  Aluminium-Fensterbänke in RAL 9016 (Verkehrsweiß) betrifft dieses Problem weniger als Aluminium Fensterbänke in C33/34 oder C35 (Mittel- bis Dunkelbronze). L = Länge; K = Temperaturdifferenz in Kelvin 7
  • 8. Wärmeausdehnung und Auswirkung  Fensterbänke können sich unter diesem Druck auch in der Mitte in der Regel nach oben wölben, wenn die Ausdehnung keinen Freiraum findet. An einem Sommertag sind Aluminium- Fensterbänke ohne Endstücke mit Gleitfunktion leicht zu erkennen, indem man über die Tropfkante sieht und die Wölbung in der Fensterbankmitte erkennt.  Die Ausdehnung bewirkt, dass die Fensterbank die Endstücke in die Laibung drückt. Die Druckeinleitung in den Putz ist dieser nicht gewachsen, Putzrisse sind die Folge.  Insbesondere in WDVS-Fassaden ist der Einbau von Standard- Endstücken ohne Dehnungsausgleich nicht zu empfehlen, da sehr aufwendig gearbeitet werden muss. Der Anschluss zwischen WDVS und Bordprofil muss so ausgebildet sein, dass die dort anfallenden Bewegungen keinen Schaden verursachen und die Wasser- dichtigkeit nicht beeinflussen. 8
  • 9. Prävention/Vorsichtsmaßnahmen Um das zu gewährleisten, sind nachfolgende Punkte zu beachten und diese auch im LV* als Forderung zu verankern:  Fachgerechtes min. 15 mm breites Kompriband zwischen Dämmung und Putzschenkel des Endstückes auf der gesamten Länge der Fuge: *LV = Leistungsverzeichnis 9
  • 10. Ausbildung Kompriband Um das zu gewährleisten, sind nachfolgende Punkte zu beachten und diese auch im LV als Forderung zu verankern:  Im vorderen Bereich ist das Kompriband sauber zu verlegen und an den Ecken als Schlaufe zu verlegen. Fuge und Kompriband sind so aufeinander abzustimmen, dass die Dichtigkeit der Fuge gewährleistet ist. 10
  • 11. Kompriband/Kellenschnitt Um das zu gewährleisten, sind nachfolgende Punkte zu beachten und diese auch im LV als Forderung zu verankern:  Im Anschluss daran ist ein Trennschnitt (Kellenschnitt) durch den armierten Unter- und Oberputz am Putzschenkel wie auch seitlich des Endstückes auszuführen. Der seitliche Trennschnitt muss so groß sein, dass eine zwängungsfreie Bewegung des Kompribandes möglich ist. Kellenschnitt 11
  • 12. 2. Dichtebene Um das zu gewährleisten, sind nachfolgende Punkte zu beachten und diese auch im LV als Forderung zu verankern:  Um die WDVS-Fassade vor eindringendem Wasser zu schützen, sind unterhalb der Fensterbank Maßnahmen zur Abdichtung erforderlich. Dies kann durch eine Dichtschlämme oder eine geeignete Dichtbahn erfolgen. Diese Wannenausbildung muss mindestens einige Zentimeter über das Endstück seitlich hochgezogen werden. 12
  • 13. Fachgerechter, besserer Einbau  Können vorstehende Einbausituationen nicht eingehalten werden so sind Fensterbanksysteme mit Gleitabschlüssen erforderlich und im LV auszuschreiben. 13
  • 14. RAG² RBB Aluminium Gleitendstück Die WDVS - Lösung!
  • 15. Das RAG² System  Der fachgerechte Einbau eines Fensterbanksystems, das die Dehnung der Fensterbank aufnehmen kann ohne die Laibung zu belasten und zudem auf Schlagregendichtigkeit geprüft wurde. Das RAG² System ist wie folgt aufgebaut: 15
  • 16. Das RAG² System  Aluminium-Fensterbank wie vor beschrieben mit Anschraubloch 4x7 mm. Es ist besonders darauf zu achten, dass die Schrauben im Langloch genau in der Mitte positioniert sind, damit die Fensterbank sich in beide Richtungen bewegen kann. Bei Temperaturänderung zieht sich das System zusammen bzw. dehnt es sich aus. 16
  • 17. Das RAG² System  Aluminium-Gleitendstück RAG² besteht aus einem Grundkörper aus Aluminium und einem Dichtschuh aus EPDM. Zur Montage wird der Dichtschuh aus dem RAG² entnommen und auf die Fensterbank aufgesteckt. Im Anschluss daran den Aluminium Grundkörper wie in der Montagerichtlinie gezeigt aufschieben. 17
  • 18. Das RAG² System  Die Anschraubkante der Fensterbank wird durch die Anbringung eines geeigneten Dichtungsprofils aus TPE bzw. einem Kompriband der Beanspruchungsgruppe BG1 nach DIN 18542 gegen das Fensterbankanschlussprofil abgedichtet. 18
  • 19. Das RAG² System  An der Fensterbankunterseite ist vor der Montage an das Fensterbankanschlussprofil der Antidröhnstreifen anzubringen. Die Antidröhnstreifenbreite richtet sich nach der Ausladung der Fensterbank und sollte mindestens 1/3 dieser Ausladung über die gesamte Länge abdecken. Der Antidröhnstreifen ist selbstklebend und verhindert Trommelgeräusche, die entstehen, wenn Regentropfen auf metallische Oberflächen auftreffen. 19
  • 20. Das RAG² System  Aluminium-Gleitverbinder RAG² : sind erforderlich, wenn Fensterbanklängen über 2.000 bzw. 3.000mm verbaut werden. Hier ist besonders darauf zu achten, dass je nach Farbe der Fensterbank die Ausdehnung unterschiedlich ist, d.h. dunkle Fensterbänke in Eloxal z.B. C33/34/35 heizen sich unter Sonneneinstrahlung stark auf und sollten ab ca. 2.000mm bereits durch einen Gleitverbinder getrennt werden. Fensterbänke in den Oberflächen E6/EV1 oder RAL 9016 (helle Farben) sollten ab einer Einzellänge von über 3.000mm durch einen Gleitverbinder getrennt werden. 20
  • 21. Das RAG² System  Fensterbank-Schrauben sind grundsätzlich in der Ausführung V2A einzusetzen. Die Schrauben müssen über eine genügend große und stabile Unterlegscheibe aus Kunststoff verfügen. Diese Unterlegscheibe dichtet das Langloch in der Bewegung ab und ermöglicht die thermisch bedingte Bewegung der Fensterbank. Aus dekorativen Gründen kann die Schraube im Anschluss daran mit einer Kunststoffkappe versehen werden. Technisch ist das jedoch nicht erforderlich. 21
  • 22. Das RAG² System  Halter für Isolierfassaden (Isohalter): sind ab einer Fensterbanklänge von 1.000 mm vorzusehen. Die Halter dürfen maximal 400 mm vom jeweiligen Ende entfernt angebracht werden. Je nach Anschlussausbildung der Fassade darf der Abstand zwischen den Fensterbankhaltern 1.000 mm nicht überschreiten.  Bei frei hängenden Fensterbänken, d.h. das Fenster ist bündig auf das Mauerwerk aufgesetzt und die Fassade wird ausschließlich durch die ganze Fensterbankbreite überdeckt, darf der Abstand der Fensterbankhalter 600 mm nicht übersteigen.  Isohalter dienen der Stabilisierung und zur Lagesicherung (Druck-/Sogbelastung) der Fensterbank und übernehmen keine statische Funktion im Sinne einer Begehbarkeit (z.B. bei Wartungs- und Putzarbeiten). Begehbare Fensterbänke erfordern besondere Konstruktionen und müssen gesondert vereinbart werden. 22
  • 24. Das RAG² System Verschweißte Innen-/Außenecken Anschraubkantendichtung FBS 40/ FBS 25 verschweißte Ecke Alu - Gleitverbinder Alu - Gleitendstück 24
  • 25. Das RAG² System  Bei der Anbringung ist auf jeden Fall auf einen zurückgesetzten Einbau zu achten. Dieser Einbau bringt eine zweite Ebene an der das Wasser abtropfen kann. Der Anbau direkt an den Blendrahmen des Fensters ist zu vermeiden. 25
  • 26. Das RAG² System  WDVS-Fassaden in Mineralwolle generell und -bedingt auch in Styropor- sind nicht uneingeschränkt druckfest und erfordern zur Übernahme der Restkräfte, die im RAG² durch das Komprimieren des EPDM-Dichtschuhs entstehen, eine Lösung. 26
  • 27. Das RAG² System  Diese Lösung erreichen wir durch den Halter RAG²-fix. Vor der Montage der Fensterbank wird dieser an das Fensterbank- anschlussprofil rechts und links angeschraubt. Der Abstand entspricht genau dem Aufsteckaußenmaß des RAG² - Systems. Das System wird auf diese Halter aufgesetzt und mit dem Fensterbankanschlussprofil verschraubt. Der Halter nimmt alle Restkräfte auf und schützt jede Fassadenausführung, egal ob druckfest oder nicht, vor Putzrissen und den damit verbundenen Problemen. 27
  • 28. Das RAG² System  Alle Anschlüsse an angrenzende Gewerke sind fachgerecht (z.B. mit Kompriband) auszuführen. Auch hier ist ein Kellenschnitt von Vorteil, damit das Kompriband abdichten und die dichte Verbindung zweier Materialien erfüllen kann. 28
  • 29. Das RAG² System  Das Prüfzeugnis zur Schlagregendichtheit stellen wir Ihnen in Dateiform gerne kostenlos zur Verfügung. 29
  • 30. Das RAG² System  Ausschreibungstexte stellen wir Ihnen in Dateiform gerne kostenlos zur Verfügung. 30
  • 31. Noch zu beachten:  Es sind ausschließlich geprüfte Gleitendstücke (z.B. Ift-Rosenheim) einzusetzen, die im “nicht hinterlüfteten Einbau“ getestet wurden.  Bei Ausschreibungen ist insbesondere auf die Gewerketrennung zu achten, um eine fachliche sowie zeitliche Abstimmung am Bau zu gewährleisten. • Beispiel: Wer setzt die Fensterbanksysteme? Der Fensterbauer? Der WDVS-Betrieb?  Zudem sollte beachtet werden, dass die Nachfolgearbeiten die bereits ausgeführten Arbeiten vor Beschädigung und Witterungseinflüssen schützen.  Weitere Informationen hierzu erhalten Sie im Leitfaden für Montage der RAL-Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren e.V. sowie der Gütegemeinschaft Wärmedämmung von Fassaden e.V. 31
  • 32. Qualität. Kontinuität. Zuverlässigkeit. RBB Aluminium Profiltechnik AG Gewerbegebiet 2 54531 Wallscheid Tel.: +49 (0) 6572/774-0 Fax.: +49 (0) 6572/774-166 Vertriebsleitung: Uwe von den Hoff uvdh@rbb-aluminium.de
  • 34. RAG² Einfache Montage des RAG² 1. Den Dichtungsschuh aus dem Gleitendstück entnehmen.
  • 35. RAG² Einfache Montage des RAG² 2. Den Dichtungsschuh auf die Fensterbank aufstecken. Bitte beachten Sie, dass der Sägeschnitt der Fensterbank entgratet ist!
  • 36. RAG² Einfache Montage des RAG² 3. Das Gleitendstück passgenau, von der Anschraubkante beginnend, auf die Fensterbank mit dem vormontierten Dichtungsschuh nach vorne aufstecken. Es muss auf den korrekten Sitz der Dichtung im Übergang zu dem Gleitendstück geachtet werden!
  • 37. RAG² Einfache Montage des RAG² 4. Kontrollieren Sie den korrekten Sitz der Dichtlippen und des Dichtungsschuhs.