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DI 09.03.2010 20.00 Uhr
Großer Saal

Niederländisches Radio Philharmonie Orchester
Jaap van Zweden Dirigent
Simon Trpceski Klavier
          ˇ



Sergej Rachmaninow (1873 – 1943)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 fis-Moll op. 1
Vivace
Andante
Allegro Vivace




Pause



Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975)
Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 60 (»Leningrader«)
Allegretto
Moderato (poco Allegretto)
Adagio
Allegro ma non troppo




Mit freundlicher Unterstützung von




Handy ausgeschaltet? Vielen Dank!
Rachmaninow:
Reifes Jugendwerk
                                     Rachmaninows erstes Klavierkon-
                                     zert ist ein Werk mit zwei Gesich-
                                     tern. Es entstand ursprünglich in den
                                     Jahren 1891 als das Opus 1 eines
                                     noch jungen Komponisten. Als sol-
                                     ches ist es ein Jugendwerk, das von
                                     seinem Elan und seinem Übermut
                                     lebt. 1917 überarbeitete Rachmani-
                                     now das Werk dann grundlegend.
                                     Und auch wenn man der Behaup-
                                     tung des Komponisten, es stehe
                                     keine Note mehr an ihrem Platz,
                                     insofern widersprechen muss, als
                                     Themen und Formverlauf weitge-
                                     hend mit der frühen Fassung über-
                                     einstimmen, nahm er doch gravie-
                                     rende Eingriffe vor. Das erste
                                     Klavierkonzert ist auch ein Werk
                                     der Reife.
Sergej Rachmaninow, 1899                Seit 1888 studierte Rachmani-
now bei Alexander Siloti am Moskauer Konservatorium, wo er gleich-
zeitig seinen ersten Kompositionsunterricht erhielt, dem er sich begierig
widmete. Seine Karriere als Pianist war längst besiegelt, jetzt konnte er
sich erstmals auch Hoffnungen auf Anerkennung als Komponist
machen. Unterstützt wurde er darin von Pjotr Tschaikowsky, der ihn
mehrfach hatte spielen hören und auch seine kompositorische Bega-
bung förderte. Am Ende seines Studiums, im März 1891, begann Rach-
maninow mit den Skizzen zum ersten Klavierkonzert. Den Sommer
dieses Jahres verbrachte er auf dem Landgut Iwanowka, 500 Kilometer
südwestlich von Moskau. Hier vollendete der Neunzehnjährige die Par-
titur. Kompositionsstudenten waren damals dazu angehalten, ihre
Kompositionen an bereits existierenden Werken anerkannter Meister
auszurichten – Rachmaninow orientierte sich an Edvard Griegs Klavier-
konzert, dass er nicht nur als junger Mann schätzte, sondern noch im
hohen Alter als das größte aller Klavierkonzerte bezeichnete. Tatsäch-
lich stimmt der Formverlauf weitgehend mit dem Griegschen Konzert
überein. Es ist, als habe Rachmaninow seine Ideen in ein fremdes
Gefäß gefüllt. Schon die ersten Takte mit dem an Fanfaren gemahnen-
den Beginn des Orchesters und dem anschließenden Klavierlauf veran-
schaulichen diese Parallele. Und noch ein zweiter Komponist stand
Pate: Tschaikowsky, von dem er vor allem die kraftvolle, im russischen
Idiom gehaltene Melodik und die süffige Orchestrierung übernahm.
Gleichwohl zeichnen sich auch in der frühen Fassung Besonderheiten
ab: der persönliche, oft lyrische Tonfall seiner Themen sowie die unbän-
dige Muskulösität und die funkelnde Brillanz seines Klavierspiels.
    Rachmaninow hat sein erstes Klavierkonzert in der ursprünglichen
Fassung vermutlich nur ein einziges Mal aufgeführt: am 17. März 1892
im Moskauer Konservatorium unter dem Dirigat von Vasily Safonow.
Erst 1917 nahm er die Partitur wieder zur Hand. Der Ausbruch des Ers-
ten Weltkrieges hatte seine Karriere vorerst unterbrochen. Und just in
den Tagen, in denen auf den Straßen Moskaus die blutigen Kämpfe der
Oktoberrevolution begannen, flüchtete Rachmaninow in die Vergan-
genheit dieses Konzertes. Nur den jugendlichen Tonfall, den Elan der
frühen Jahre, habe er wahren wollen, erklärte er rückblickend. Tatsäch-
lich hat er das Stück grundlegend überarbeitet. »Aus einem episodischen,
unfokussierten, ja sogar schwafelnden Frühwerk«, urteilt sein Biograf
Max Harrison, »wird eine straffe, formal prägnante Struktur mit einer
größeren Vielfalt der Geste, der Farbe, der Textur, der Energie und des
Charakters.« Die neue Fassung entstand nach dem zweiten und dem
dritten Klavierkonzert, jenen Werken, die seinen Weltruhm begründe-
ten, und es ist, vor allem im komplexeren Verhältnis zwischen Solo und
Orchester, wohl auch etwas daraus in die Überarbeitung eingeflossen.
Gleichwohl bleibt es, nicht nur der Zählung nach, die Nummer und das
Opus 1.
Schostakowitsch:
»Leningrader«
Im Mai 1941 kündigte die Leningrader Philharmonie für die kommende
Spielzeit eine neue Sinfonie von Schostakowitsch an. Und tatsächlich
existierten bereits Entwurf und Skizzen zu einer siebten Sinfonie, die dem
Andenken Lenins gelten sollte. Aber am 22. Juni fielen deutsche Truppen
in die Sowjetunion ein. Und am 8. August begann die Offensive gegen
Leningrad. Am 8. September wurde die belagerte Stadt von der Außen-
welt abgeschnitten. Die Blockade dauerte 870 Tage und kostete eine
Million Menschen das Leben. Schostakowitsch beteiligte sich in tägli-
cher Arbeit am Barrikadenbau und meldete sich auch wiederholt zum
Militärdienst, wurde aber jedes Mal – wie die gesamte künstlerische
Elite seines Landes – abgelehnt. Infolge hartnäckigen Drängens glie-
derte man ihn schließlich in die Brandwache der Flugabwehrgruppe
ein. Hier entstand auch jenes berühmte Bild des Komponisten mit Feuer-
wehrhelm, das um die Welt ging und dessen Motiv schließlich sogar
das Titelblatt der amerikanischen Zeitschrift »Time« zierte.
   Unter dem Eindruck des Krieges blieb es nicht aus, dass Schostako-
witsch das ursprüngliche Konzept seiner neuen Sinfonie verwarf. Seine
siebte Sinfonie sollte jetzt ein musikalisches Symbol der Widerstands
werden. Die Nachricht, dass Schostakowitsch im belagerten Leningrad
eine Sinfonie komponiere, verbreitete sich rasch und geriet sogar in die
Mühlen der Kriegspropaganda: »Die Aufführung der Sinfonie Nr. 7«,
hieß es, »kann mindestens das Äquivalent für mehrere Waffentrans-
porte sein, mit dem Unterschied jedoch, dass die Musik ihr Ziel sicherer
und wirkungsvoller erreichen wird.« Die Musikwelt rang um dieses
Werk, noch bevor es überhaupt geschrieben war. Sergej Kussewitzky,
Eugène Ormandy, Leopold Stokowski und Arturo Toscanini buhlten
um das Recht, das Stück uraufführen zu dürfen. Russland brachte indes
seine Eliten in Sicherheit. Anfang Oktober wurde Schostakowitsch
nach Moskau geflogen und gelangte am 15. Dezember schließlich – in
einem Zug mit Sergej Eisenstein und David Oistrach – nach Kuiby-
schew, einige hundert Kilometer östlich von Moskau, wohin man
bereits das Moskauer Bolschoi-Theater evakuiert hatte. Hier schloss er
die Arbeit an seiner Siebten am 27. Dezember ab.
Um die Leitideen seiner Sinfonie zu veranschaulichen – Patriotismus,
Heroismus, Heimat, Kampf und Sieg –, hat Schostakowitsch seine Musik-
sprache stark vereinfacht. Gleichzeitig steigerte er die Orchestrierung
und die Ausmaße des Werkes ins Monumentale. Die Blechbläser sind mit
acht Hörnern, sechs Trompeten, sechs Posaunen und einer Tuba besetzt.
                                         Mit einer Spieldauer von ca. 75
                                         Minuten gehört es außerdem zu
                                         Schostakowitschs umfangreichs-
                                         ten Werken. Die vier Sätze sollten
                                         ursprünglich thematische Über-
                                         schriften tragen: 1. Krieg, 2. Erinne-
                                         rungen, 3. Heimatliche Weiten und
                                         4. Sieg. Schostakowitsch hat sich
                                         am Ende gegen diese Überschriften
                                         entschieden; dem Sinn nach haben
                                         sie aber weiterhin Bestand. Das
                                         Stück beginnt mit dem heroischen
                                         »Leningrad«-Thema und einem sen-
                                         timentalen Seitensatz, wird dann
                                         aber von der berühmten Steigerung
                                         der »Invasions«-Episode dominiert,
                                         bevor ein Monolog des Fagotts
Dmitri Schostakowitsch auf dem Titelbild den Satz beschließt – ein, so der
des »Time«-Magazines, 1942
                                         Komponist, »Trauermarsch oder,
genauer gesagt, ein Requiem für die Opfer des Krieges«. Der zweite
Satz schildert die friedliche Vergangenheit des Landes in einem lyri-
schen, zarten Intermezzo. Der Choral und das Rezitativ des dritten Satzes
assoziieren volkstümliche Wendungen, während der stürmische Mittel-
teil an das martialische Grundthema der Sinfonie erinnert. Das Finale
nimmt einen furiosen Auftakt, dem ein tiefer Sturz folgt. Schostako-
witsch arbeitet mit den Topoi des Krieges, mit Militärsignalen, galop-
pierenden Rhythmen und kämpferischem Stampfen, die er allmählich
zu gewaltigem Tosen steigert und die schließlich im Eingangsthema des
Kopfsatzes ihre Erlösung erfahren.
    Die Siebte, die auch nach dem Zweiten Weltkrieg als »Kriegssinfonie«
ein Symbol des Widerstands gegen den Faschismus blieb, wurde am
5. März 1942 in Kuibyschew vom Orchester des Bolschoi-Theaters unter
der Leitung von Samuil Abramowitsch Samossud uraufgeführt.
Porträt der Mitwirkenden
Niederländisches Radio Philharmonie Orchester
Das 1945 von Albert van Raalte gegründete Orchester spielte in den fol-
genden Jahren unter der Leitung von Dirigenten wie Paul van Kempen,
Bernard Haitink, Willem van Otterloo, Jean Fournet, Hans Vonk, Sergiu
Comissiona und Edo de Waart. Im September 2005 wurde Jaap van Zweden
zum Chefdirigenten und Künstlerischen Direktor ernannt. Zusammen-
arbeit mit Gastdirigenten wie Leopold Stokowski, Kirill Kondrashin,
Antál Dorati, Riccardo Muti, Kurt Masur, Mariss Jansons, Michael Tilson
Thomas, Gennady Rozhdestvensky und Valery Gergiev. Als eines der wich-
tigsten Orchester der Dutch Broadcasting Authority tritt das Niederländi-
sche Radio Philharmonie Orchester regelmäßig sowohl in zwei unter-
schiedlichen Reihen des Amsterdamer Concertgebouw als auch in Utrecht
auf – alle Konzerte werden in der Regel national und international live
übertragen. Die Programme schließen auch konzertante Opernauffüh-
rungen und zahlreiche Werke des 20. und 21. Jahrhunderts ein. Umfangrei-
che Diskographie mit u. a. dem sinfonischen Gesamtwerk Gustav Mahlers
und allen Orchesterwerken Sergej Rachmanimows unter der Leitung
von Edo de Waart. Aktuelle Projekte umfassen die Sinfonien Bruckners
(Leitung: Jaap van Zweden, Label Exton) und Schostakowitschs (Mark
Wigglesworth, Label Bis). Wagners »Lohengrin« und »Die Meistersinger
von Nürnberg« (mit dem Niederländischen Radio Chor unter der Lei-
tung von Jaap van Zweden) wurden von QuattroLive aufgenommen
und von der Kritik hochgelobt. Für die Aufnahmen zeitgenössischer
Werke (u. a. von Jonathan Harvey, Klas Torstensson und Jan van Vlijmen)
hat das Orchester zahlreiche Preise erhalten. In den letzten Jahren kon-
zertiert das Niederländische Radio Philharmonie Orchester auch bei
diversen Festivals, so etwa beim Sun Festival in Singapore unter Jaap
van Zweden und beim Festival Musica in Straßburg (Messiaens »La
Transfiguration de Notre Seigneur Jésus Christ« mit dem Niederländi-
schen Radio Chor unter der Leitung von Reinbert de Leeuw).

Erste Violine                         Cobi Berculo, Roswitha Devrient,
Joris van Rijn (Konzertmeister),      Alberto Johnson, Wouter den Hond,
Carla Leurs (Konzertmeister),         Masha Iakovleva, Kerstin Kendler,
Semjon Meerson, Mitcho Dimitrov,      Karina Korevaar, Anna Korpalska,
Alexander Baev, Fred Gaasterland,     Leonie Mensink, Theo Ploeger, Peter Weimar
Porträt der Mitwirkenden




Zweite Violine                          Es-Klarinette
Casper Bleumers, Eveline Trap,          Diede Brantjes
Andrea van Harmelen, Sarah Loerkens,
Jill Bernstein, Esther de Bruijn,       Bassklarinette
Odilia Fiedler, Yvonne Hamelink,        Sergio Hamerslag
Annemarie van Helderen,
Dana Mihailescu, Renate van Riel,       Fagott
Alexander van den Tol,                  Johan Steinmann, Jos Lammerse,
Matthijs Berger, Paul Hendriks,         Gretha Tuls
Françoise van Varsseveld
                                        Kontrafagott
Viola                                   Desirée van Vliet
Francien Schatborn, Frank Brakkee,
Huub Beckers, Arjan Wildschut,          Horn
Igor Bobylev, Connie de Dreu,           Petra Botma, Annelies van Nuffelen,
Martina Forni, Erik Krosenbrink,        Peter Janosi, Fréderick Franssen,
Robert Meulendijk, Petr Muratov,        Toine Martens, Fred Molenaar,
Joke van Raalten, Ewa Wagner            Laurens Otto, Anneke Vreugdenhil


Violoncello                             Trompete
Arturo Muruzabal, Anton Istomin,        Hessel Buma, Hans van Loenen,
Wim Hülsmann, Harm Bakker,              Jacco Groenendijk, Rik Knarren,
Winnyfred Beldman, Mirjam Bosma,        Raymond Rook, Dick Teunissen,
Crit Coenegracht, Eveline Kraayenhof,   Hans Verheij
Ansfried Plat, Arjen Uittenbogaard
                                        Posaune
Kontrabass                              Jaume Gavilan Agullo, Herman Nass,
Rien Wisse, Wilmar de Visser,           Quirijn van den Bijlaard, Pete Saunders
Walter van Egeraat,
Annika Hope, Edward Mebius,             Bassposaune
Erik Olsman Sjeng Schupp,               Brandt Attema, Cyril Scheepmaker
Stephan Wienjus
                                        Tuba
Flöte                                   Bernard Beniers
Barbara Deleu, Carla Meijers,
Janneke Groesz                          Pauke
                                        Paul Jussen
Piccolo
Maike Grobbenhaar                       Schlagzeug
                                        Hans Zonderop, Henk de Vlieger,
Oboe                                    Vincent Cox, Esther Doornink,
Maarten Dekkers, Hans Wolters,          Harry van Meurs, Maarten Smit,
Yvonne Wolters                          Arjan Roos


Englischhorn                            Harfe
Gerard van Andel                        Ellen Versney,
                                        Veronique Serpenti
Klarinette
Harmen de Boer, Arjan Woudenberg,       Klavier
Nanette Bakker                          Stephan Kiefer
Porträt der Mitwirkenden




                  Jaap van Zweden
                   wurde 1960 in Amsterdam geboren, begann seine
                   musikalische Laufbahn als Violinist und wurde mit
                   19 Jahren als der jüngste Konzertmeister in der
                   Geschichte des Königlichen Concertgebouw Orches-
                   ters engagiert. Seine Karriere als Dirigent begann
                   1995, als er Chefdirigent des Niederländischen Sin-
                   fonieorchesters wurde. Gemeinsam mit diesem
Orchester gab er sein Debüt in der Carnegie Hall. Von 2000 bis 2005
war er als Chefdirigent des Residentie Orchestra tätig. Derzeit ist er
Chefdirigent und Künstlerischer Direktor des Niederländischen Radio
Philharmonie Orchesters und Kammerorchesters (bis 2013), Musikali-
scher Leiter des Dallas Symphony Orchestra und Chefdirigent des
Königlich Flämischen Orchesters. Desweiteren hat er u. a. mit dem Chi-
cago Symphony Orchestra, dem Königlichen Concertgebouw Orchester,
der Gothenburg Symphonie, dem WDR Sinfonieorchester Köln, dem
London Philharmonic und Oslo Philharmonic gearbeitet. Beim Kon-
zerthausorchester Berlin war er im April 2008 zu Gast. Zukünftige
Engagements umfassen Debüts beim Cleveland Orchestra, Tonhalle
Orchester Zürich, Philadelphia Orchestra, bei der Tschechischen Phil-
harmonie und dem Los Angeles Philharmonic, eine UK/Europa-Tour-
nee mit dem Niederländischen Radio Philharmonie Orchester und und
Engagements beim Chicago Symphony Orchestra und beim Orchestre
National de France. Jaap van Zwedens Opernrepertoire umfasst »La
Traviata« und »Fidelio« (National Reisopera), »Madame Butterfly« (De
Nederlandse Opera), »Othello«, »Die Meistersinger von Nürnberg«,
»Lohengrin« und »Vanessa«; zukünftige Projekte sind konzertante
Aufführungen von Haydns »Armida« und Wagners »Parsifal«. Er
spielte sämtliche Beethoven-Sinfonien mit dem Residentie Orchestra,
Schostakowitschs Fünfte mit dem Königlich Flämischen Orchester
sowie Strawinskys »Sacre« und Brahms-Sinfonien mit dem Nieder-
ländischen Radio Philharmonie Orchester ein. Erschienen ist auch ein
Live-Mitschnitt seines Debüts mit dem London Philharmonic Orchestra
mit Mahlers Fünfter. Gemeinsam mit dem Niederländischen Radio
Philharmonie Orchester entsteht zur Zeit für das Label Octavia ein
Bruckner-Zyklus.
Porträt der Mitwirkenden




                    Simon Trpceski
                             ˇ
                   wurde 1979 in Mazedonien geboren und schloss 2002
                   sein Studium bei Boris Romanov an der Universiät
                   St. Cyril und St. Methodius in Skopje ab. Zurzeit unter-
                    richtet er hier selbst. Er ist Preisträger mehrerer inter-
                    nationaler Wettbewerbe und erhielt 2003 den Young
                    Artist Award der Royal Philharmonic Society. Konzerte
                    führten ihn in den letzten Jahren zu bedeutenden
Orchestern in Europa und Übersee (u.a. New York Symphony, Los Angeles
Philharmonic, San Francisco Symphony, Sydney Symphony, Melbourne
Symphony, New Zealand Symphony, Philharmonisches Orchester Rotter-
dam, Cleveland Orchestra, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, NDR
Sinfonieorchester Hamburg, Concertgebouw Orchester, Orchestre Natio-
nal de Lille, Königliche Stockholmer Philharmoniker, Niederländisches
Radio Philharmonie Orchester). Soloabende gab Simon Trpčeski u. a. in
Amsterdam (Concertgebouw), Atlanta, Bilbao, Hamburg, London, Mai-
land, München, New York, Paris, Prag, San Francisco, Seattle, Tokio,
Toronto und Vancouver. Höhepunkte der letzten Saison waren Auftritte
mit dem Chicago Symphony Orchestra (Ludovic Morlot), dem Pittsburgh
Symphony Orchestra (Gianandrea Noseda), dem Philharmonia Orchestra
(Vladimir Ashkenazy), dem London Philharmonic Orchestra (Yan Pascal
Tortelier), dem London Symphony Orchestra (Daniel Harding), den
St. Petersburger Philharmonikern (Vasily Petrenko) und eine Tournee mit
dem Russischen National-Orchester (Vladimir Jurowski), die Konzerte
im Wiener Konzerthaus und Amsterdamer Concertgebouw umfasste. Für
seine bei EMI erschienenen CD-Einspielungen erhielt Trpčeski zahlreiche
Auszeichnungen. Die erste CD (Tschaikowsky, Skrjabin, Strawinsky und
Prokofjew) wurde mit dem Editor’s Choice und Debut Album Award
des Gramophone Award prämiert. Auch die CD mit Kompositionen
Rachmaninows und Chopins und das 2008 erschienene Debussy-Album
wurden von den Kritikern gefeiert.



Dieses Konzert wird in Zusammenarbeit mit                     veranstaltet

Harold Clarkson Global Director, Orchestral Tours
Andrew Jamieson Head of UK Touring
Ina Wieczorek Tours Coordinator
Vorankündigung
FR 12.03.10 20.00 Uhr
Kleiner Saal

»Streichquartett International«
Tinalley Quartet

Ludwig van Beethoven Streichquartett G-Dur op. 18 Nr. 2
Richard Meale Streichquartett Nr. 2
Johannes Brahms Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2



DO 18.03.10 20.00 Uhr
Großer Saal

»Kammerorchester International«
Dresdner Kapellsolisten
Helmut Branny Leitung
Sergei Nakariakov Trompete und Flügelhorn
Susanne Branny Violine

Joseph Haydn Sinfonie Nr. 83 g-Moll Hob I:83 (»La Poule«)
Antonio Vivaldi »Der Frühling« aus den »Vier Jahreszeiten«
für Violine, Streicher und Basso continuo op. 8 Nr. 1
Wolfgang Amadeus Mozart Divertimento D-Dur KV 136;
Konzert für Horn und Orchester Es-Dur KV 495, bearbeitet für
Flügelhorn und Orchester
Jean Baptiste Arban »Le Carnaval de Venise« für Trompete
und Streicher
MI 28.04.10 20.00 Uhr
Kleiner Saal

»Streichquartett International«
Tokyo String Quartet

Franz Schubert Streichquartett B-Dur D 112
Samuel Barber Streichquartett op. 11
Ludwig van Beethoven Streichquartett e-Moll op. 59 Nr. 2




zeit fenster                      V. Biennale Alter Musik
                                  Konzerthaus Berlin 10.–18.04.10


                                   thema
                                   Fallstudien
                                   Akademie für Alte Musik Berlin,
                                   RIAS Kammerchor, Sequentia,
                                   Accademia Bizantina u.a.

                                   fokus
                                   Viola da Gamba
                                   Jordi Savall, Hille Perl, Paolo Pandolfo

                                   spezial
                                   Affektheischerei
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Herausgeber Konzerthaus Berlin
Intendant Prof. Dr. Sebastian Nordmann
Text Björn Gottstein
Redaktion Andreas Hitscher
Titelfotografie Christian Nielinger
Abbildungen Archiv KHB (2), Bert Hulselmans, Jilian Edelstein/EMI Classics
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Programmheft_Netherlands Radio PO, van Zweden_09.03.10.pdf

  • 1. DI 09.03.2010 20.00 Uhr Großer Saal Niederländisches Radio Philharmonie Orchester Jaap van Zweden Dirigent Simon Trpceski Klavier ˇ Sergej Rachmaninow (1873 – 1943) Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 fis-Moll op. 1 Vivace Andante Allegro Vivace Pause Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975) Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 60 (»Leningrader«) Allegretto Moderato (poco Allegretto) Adagio Allegro ma non troppo Mit freundlicher Unterstützung von Handy ausgeschaltet? Vielen Dank!
  • 2. Rachmaninow: Reifes Jugendwerk Rachmaninows erstes Klavierkon- zert ist ein Werk mit zwei Gesich- tern. Es entstand ursprünglich in den Jahren 1891 als das Opus 1 eines noch jungen Komponisten. Als sol- ches ist es ein Jugendwerk, das von seinem Elan und seinem Übermut lebt. 1917 überarbeitete Rachmani- now das Werk dann grundlegend. Und auch wenn man der Behaup- tung des Komponisten, es stehe keine Note mehr an ihrem Platz, insofern widersprechen muss, als Themen und Formverlauf weitge- hend mit der frühen Fassung über- einstimmen, nahm er doch gravie- rende Eingriffe vor. Das erste Klavierkonzert ist auch ein Werk der Reife. Sergej Rachmaninow, 1899 Seit 1888 studierte Rachmani- now bei Alexander Siloti am Moskauer Konservatorium, wo er gleich- zeitig seinen ersten Kompositionsunterricht erhielt, dem er sich begierig widmete. Seine Karriere als Pianist war längst besiegelt, jetzt konnte er sich erstmals auch Hoffnungen auf Anerkennung als Komponist machen. Unterstützt wurde er darin von Pjotr Tschaikowsky, der ihn mehrfach hatte spielen hören und auch seine kompositorische Bega- bung förderte. Am Ende seines Studiums, im März 1891, begann Rach- maninow mit den Skizzen zum ersten Klavierkonzert. Den Sommer dieses Jahres verbrachte er auf dem Landgut Iwanowka, 500 Kilometer südwestlich von Moskau. Hier vollendete der Neunzehnjährige die Par- titur. Kompositionsstudenten waren damals dazu angehalten, ihre Kompositionen an bereits existierenden Werken anerkannter Meister auszurichten – Rachmaninow orientierte sich an Edvard Griegs Klavier-
  • 3. konzert, dass er nicht nur als junger Mann schätzte, sondern noch im hohen Alter als das größte aller Klavierkonzerte bezeichnete. Tatsäch- lich stimmt der Formverlauf weitgehend mit dem Griegschen Konzert überein. Es ist, als habe Rachmaninow seine Ideen in ein fremdes Gefäß gefüllt. Schon die ersten Takte mit dem an Fanfaren gemahnen- den Beginn des Orchesters und dem anschließenden Klavierlauf veran- schaulichen diese Parallele. Und noch ein zweiter Komponist stand Pate: Tschaikowsky, von dem er vor allem die kraftvolle, im russischen Idiom gehaltene Melodik und die süffige Orchestrierung übernahm. Gleichwohl zeichnen sich auch in der frühen Fassung Besonderheiten ab: der persönliche, oft lyrische Tonfall seiner Themen sowie die unbän- dige Muskulösität und die funkelnde Brillanz seines Klavierspiels. Rachmaninow hat sein erstes Klavierkonzert in der ursprünglichen Fassung vermutlich nur ein einziges Mal aufgeführt: am 17. März 1892 im Moskauer Konservatorium unter dem Dirigat von Vasily Safonow. Erst 1917 nahm er die Partitur wieder zur Hand. Der Ausbruch des Ers- ten Weltkrieges hatte seine Karriere vorerst unterbrochen. Und just in den Tagen, in denen auf den Straßen Moskaus die blutigen Kämpfe der Oktoberrevolution begannen, flüchtete Rachmaninow in die Vergan- genheit dieses Konzertes. Nur den jugendlichen Tonfall, den Elan der frühen Jahre, habe er wahren wollen, erklärte er rückblickend. Tatsäch- lich hat er das Stück grundlegend überarbeitet. »Aus einem episodischen, unfokussierten, ja sogar schwafelnden Frühwerk«, urteilt sein Biograf Max Harrison, »wird eine straffe, formal prägnante Struktur mit einer größeren Vielfalt der Geste, der Farbe, der Textur, der Energie und des Charakters.« Die neue Fassung entstand nach dem zweiten und dem dritten Klavierkonzert, jenen Werken, die seinen Weltruhm begründe- ten, und es ist, vor allem im komplexeren Verhältnis zwischen Solo und Orchester, wohl auch etwas daraus in die Überarbeitung eingeflossen. Gleichwohl bleibt es, nicht nur der Zählung nach, die Nummer und das Opus 1.
  • 4. Schostakowitsch: »Leningrader« Im Mai 1941 kündigte die Leningrader Philharmonie für die kommende Spielzeit eine neue Sinfonie von Schostakowitsch an. Und tatsächlich existierten bereits Entwurf und Skizzen zu einer siebten Sinfonie, die dem Andenken Lenins gelten sollte. Aber am 22. Juni fielen deutsche Truppen in die Sowjetunion ein. Und am 8. August begann die Offensive gegen Leningrad. Am 8. September wurde die belagerte Stadt von der Außen- welt abgeschnitten. Die Blockade dauerte 870 Tage und kostete eine Million Menschen das Leben. Schostakowitsch beteiligte sich in tägli- cher Arbeit am Barrikadenbau und meldete sich auch wiederholt zum Militärdienst, wurde aber jedes Mal – wie die gesamte künstlerische Elite seines Landes – abgelehnt. Infolge hartnäckigen Drängens glie- derte man ihn schließlich in die Brandwache der Flugabwehrgruppe ein. Hier entstand auch jenes berühmte Bild des Komponisten mit Feuer- wehrhelm, das um die Welt ging und dessen Motiv schließlich sogar das Titelblatt der amerikanischen Zeitschrift »Time« zierte. Unter dem Eindruck des Krieges blieb es nicht aus, dass Schostako- witsch das ursprüngliche Konzept seiner neuen Sinfonie verwarf. Seine siebte Sinfonie sollte jetzt ein musikalisches Symbol der Widerstands werden. Die Nachricht, dass Schostakowitsch im belagerten Leningrad eine Sinfonie komponiere, verbreitete sich rasch und geriet sogar in die Mühlen der Kriegspropaganda: »Die Aufführung der Sinfonie Nr. 7«, hieß es, »kann mindestens das Äquivalent für mehrere Waffentrans- porte sein, mit dem Unterschied jedoch, dass die Musik ihr Ziel sicherer und wirkungsvoller erreichen wird.« Die Musikwelt rang um dieses Werk, noch bevor es überhaupt geschrieben war. Sergej Kussewitzky, Eugène Ormandy, Leopold Stokowski und Arturo Toscanini buhlten um das Recht, das Stück uraufführen zu dürfen. Russland brachte indes seine Eliten in Sicherheit. Anfang Oktober wurde Schostakowitsch nach Moskau geflogen und gelangte am 15. Dezember schließlich – in einem Zug mit Sergej Eisenstein und David Oistrach – nach Kuiby- schew, einige hundert Kilometer östlich von Moskau, wohin man bereits das Moskauer Bolschoi-Theater evakuiert hatte. Hier schloss er die Arbeit an seiner Siebten am 27. Dezember ab.
  • 5. Um die Leitideen seiner Sinfonie zu veranschaulichen – Patriotismus, Heroismus, Heimat, Kampf und Sieg –, hat Schostakowitsch seine Musik- sprache stark vereinfacht. Gleichzeitig steigerte er die Orchestrierung und die Ausmaße des Werkes ins Monumentale. Die Blechbläser sind mit acht Hörnern, sechs Trompeten, sechs Posaunen und einer Tuba besetzt. Mit einer Spieldauer von ca. 75 Minuten gehört es außerdem zu Schostakowitschs umfangreichs- ten Werken. Die vier Sätze sollten ursprünglich thematische Über- schriften tragen: 1. Krieg, 2. Erinne- rungen, 3. Heimatliche Weiten und 4. Sieg. Schostakowitsch hat sich am Ende gegen diese Überschriften entschieden; dem Sinn nach haben sie aber weiterhin Bestand. Das Stück beginnt mit dem heroischen »Leningrad«-Thema und einem sen- timentalen Seitensatz, wird dann aber von der berühmten Steigerung der »Invasions«-Episode dominiert, bevor ein Monolog des Fagotts Dmitri Schostakowitsch auf dem Titelbild den Satz beschließt – ein, so der des »Time«-Magazines, 1942 Komponist, »Trauermarsch oder, genauer gesagt, ein Requiem für die Opfer des Krieges«. Der zweite Satz schildert die friedliche Vergangenheit des Landes in einem lyri- schen, zarten Intermezzo. Der Choral und das Rezitativ des dritten Satzes assoziieren volkstümliche Wendungen, während der stürmische Mittel- teil an das martialische Grundthema der Sinfonie erinnert. Das Finale nimmt einen furiosen Auftakt, dem ein tiefer Sturz folgt. Schostako- witsch arbeitet mit den Topoi des Krieges, mit Militärsignalen, galop- pierenden Rhythmen und kämpferischem Stampfen, die er allmählich zu gewaltigem Tosen steigert und die schließlich im Eingangsthema des Kopfsatzes ihre Erlösung erfahren. Die Siebte, die auch nach dem Zweiten Weltkrieg als »Kriegssinfonie« ein Symbol des Widerstands gegen den Faschismus blieb, wurde am 5. März 1942 in Kuibyschew vom Orchester des Bolschoi-Theaters unter der Leitung von Samuil Abramowitsch Samossud uraufgeführt.
  • 6. Porträt der Mitwirkenden Niederländisches Radio Philharmonie Orchester Das 1945 von Albert van Raalte gegründete Orchester spielte in den fol- genden Jahren unter der Leitung von Dirigenten wie Paul van Kempen, Bernard Haitink, Willem van Otterloo, Jean Fournet, Hans Vonk, Sergiu Comissiona und Edo de Waart. Im September 2005 wurde Jaap van Zweden zum Chefdirigenten und Künstlerischen Direktor ernannt. Zusammen- arbeit mit Gastdirigenten wie Leopold Stokowski, Kirill Kondrashin, Antál Dorati, Riccardo Muti, Kurt Masur, Mariss Jansons, Michael Tilson Thomas, Gennady Rozhdestvensky und Valery Gergiev. Als eines der wich- tigsten Orchester der Dutch Broadcasting Authority tritt das Niederländi- sche Radio Philharmonie Orchester regelmäßig sowohl in zwei unter- schiedlichen Reihen des Amsterdamer Concertgebouw als auch in Utrecht auf – alle Konzerte werden in der Regel national und international live übertragen. Die Programme schließen auch konzertante Opernauffüh- rungen und zahlreiche Werke des 20. und 21. Jahrhunderts ein. Umfangrei- che Diskographie mit u. a. dem sinfonischen Gesamtwerk Gustav Mahlers und allen Orchesterwerken Sergej Rachmanimows unter der Leitung von Edo de Waart. Aktuelle Projekte umfassen die Sinfonien Bruckners (Leitung: Jaap van Zweden, Label Exton) und Schostakowitschs (Mark Wigglesworth, Label Bis). Wagners »Lohengrin« und »Die Meistersinger von Nürnberg« (mit dem Niederländischen Radio Chor unter der Lei- tung von Jaap van Zweden) wurden von QuattroLive aufgenommen und von der Kritik hochgelobt. Für die Aufnahmen zeitgenössischer Werke (u. a. von Jonathan Harvey, Klas Torstensson und Jan van Vlijmen) hat das Orchester zahlreiche Preise erhalten. In den letzten Jahren kon- zertiert das Niederländische Radio Philharmonie Orchester auch bei diversen Festivals, so etwa beim Sun Festival in Singapore unter Jaap van Zweden und beim Festival Musica in Straßburg (Messiaens »La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus Christ« mit dem Niederländi- schen Radio Chor unter der Leitung von Reinbert de Leeuw). Erste Violine Cobi Berculo, Roswitha Devrient, Joris van Rijn (Konzertmeister), Alberto Johnson, Wouter den Hond, Carla Leurs (Konzertmeister), Masha Iakovleva, Kerstin Kendler, Semjon Meerson, Mitcho Dimitrov, Karina Korevaar, Anna Korpalska, Alexander Baev, Fred Gaasterland, Leonie Mensink, Theo Ploeger, Peter Weimar
  • 7. Porträt der Mitwirkenden Zweite Violine Es-Klarinette Casper Bleumers, Eveline Trap, Diede Brantjes Andrea van Harmelen, Sarah Loerkens, Jill Bernstein, Esther de Bruijn, Bassklarinette Odilia Fiedler, Yvonne Hamelink, Sergio Hamerslag Annemarie van Helderen, Dana Mihailescu, Renate van Riel, Fagott Alexander van den Tol, Johan Steinmann, Jos Lammerse, Matthijs Berger, Paul Hendriks, Gretha Tuls Françoise van Varsseveld Kontrafagott Viola Desirée van Vliet Francien Schatborn, Frank Brakkee, Huub Beckers, Arjan Wildschut, Horn Igor Bobylev, Connie de Dreu, Petra Botma, Annelies van Nuffelen, Martina Forni, Erik Krosenbrink, Peter Janosi, Fréderick Franssen, Robert Meulendijk, Petr Muratov, Toine Martens, Fred Molenaar, Joke van Raalten, Ewa Wagner Laurens Otto, Anneke Vreugdenhil Violoncello Trompete Arturo Muruzabal, Anton Istomin, Hessel Buma, Hans van Loenen, Wim Hülsmann, Harm Bakker, Jacco Groenendijk, Rik Knarren, Winnyfred Beldman, Mirjam Bosma, Raymond Rook, Dick Teunissen, Crit Coenegracht, Eveline Kraayenhof, Hans Verheij Ansfried Plat, Arjen Uittenbogaard Posaune Kontrabass Jaume Gavilan Agullo, Herman Nass, Rien Wisse, Wilmar de Visser, Quirijn van den Bijlaard, Pete Saunders Walter van Egeraat, Annika Hope, Edward Mebius, Bassposaune Erik Olsman Sjeng Schupp, Brandt Attema, Cyril Scheepmaker Stephan Wienjus Tuba Flöte Bernard Beniers Barbara Deleu, Carla Meijers, Janneke Groesz Pauke Paul Jussen Piccolo Maike Grobbenhaar Schlagzeug Hans Zonderop, Henk de Vlieger, Oboe Vincent Cox, Esther Doornink, Maarten Dekkers, Hans Wolters, Harry van Meurs, Maarten Smit, Yvonne Wolters Arjan Roos Englischhorn Harfe Gerard van Andel Ellen Versney, Veronique Serpenti Klarinette Harmen de Boer, Arjan Woudenberg, Klavier Nanette Bakker Stephan Kiefer
  • 8. Porträt der Mitwirkenden Jaap van Zweden wurde 1960 in Amsterdam geboren, begann seine musikalische Laufbahn als Violinist und wurde mit 19 Jahren als der jüngste Konzertmeister in der Geschichte des Königlichen Concertgebouw Orches- ters engagiert. Seine Karriere als Dirigent begann 1995, als er Chefdirigent des Niederländischen Sin- fonieorchesters wurde. Gemeinsam mit diesem Orchester gab er sein Debüt in der Carnegie Hall. Von 2000 bis 2005 war er als Chefdirigent des Residentie Orchestra tätig. Derzeit ist er Chefdirigent und Künstlerischer Direktor des Niederländischen Radio Philharmonie Orchesters und Kammerorchesters (bis 2013), Musikali- scher Leiter des Dallas Symphony Orchestra und Chefdirigent des Königlich Flämischen Orchesters. Desweiteren hat er u. a. mit dem Chi- cago Symphony Orchestra, dem Königlichen Concertgebouw Orchester, der Gothenburg Symphonie, dem WDR Sinfonieorchester Köln, dem London Philharmonic und Oslo Philharmonic gearbeitet. Beim Kon- zerthausorchester Berlin war er im April 2008 zu Gast. Zukünftige Engagements umfassen Debüts beim Cleveland Orchestra, Tonhalle Orchester Zürich, Philadelphia Orchestra, bei der Tschechischen Phil- harmonie und dem Los Angeles Philharmonic, eine UK/Europa-Tour- nee mit dem Niederländischen Radio Philharmonie Orchester und und Engagements beim Chicago Symphony Orchestra und beim Orchestre National de France. Jaap van Zwedens Opernrepertoire umfasst »La Traviata« und »Fidelio« (National Reisopera), »Madame Butterfly« (De Nederlandse Opera), »Othello«, »Die Meistersinger von Nürnberg«, »Lohengrin« und »Vanessa«; zukünftige Projekte sind konzertante Aufführungen von Haydns »Armida« und Wagners »Parsifal«. Er spielte sämtliche Beethoven-Sinfonien mit dem Residentie Orchestra, Schostakowitschs Fünfte mit dem Königlich Flämischen Orchester sowie Strawinskys »Sacre« und Brahms-Sinfonien mit dem Nieder- ländischen Radio Philharmonie Orchester ein. Erschienen ist auch ein Live-Mitschnitt seines Debüts mit dem London Philharmonic Orchestra mit Mahlers Fünfter. Gemeinsam mit dem Niederländischen Radio Philharmonie Orchester entsteht zur Zeit für das Label Octavia ein Bruckner-Zyklus.
  • 9. Porträt der Mitwirkenden Simon Trpceski ˇ wurde 1979 in Mazedonien geboren und schloss 2002 sein Studium bei Boris Romanov an der Universiät St. Cyril und St. Methodius in Skopje ab. Zurzeit unter- richtet er hier selbst. Er ist Preisträger mehrerer inter- nationaler Wettbewerbe und erhielt 2003 den Young Artist Award der Royal Philharmonic Society. Konzerte führten ihn in den letzten Jahren zu bedeutenden Orchestern in Europa und Übersee (u.a. New York Symphony, Los Angeles Philharmonic, San Francisco Symphony, Sydney Symphony, Melbourne Symphony, New Zealand Symphony, Philharmonisches Orchester Rotter- dam, Cleveland Orchestra, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, NDR Sinfonieorchester Hamburg, Concertgebouw Orchester, Orchestre Natio- nal de Lille, Königliche Stockholmer Philharmoniker, Niederländisches Radio Philharmonie Orchester). Soloabende gab Simon Trpčeski u. a. in Amsterdam (Concertgebouw), Atlanta, Bilbao, Hamburg, London, Mai- land, München, New York, Paris, Prag, San Francisco, Seattle, Tokio, Toronto und Vancouver. Höhepunkte der letzten Saison waren Auftritte mit dem Chicago Symphony Orchestra (Ludovic Morlot), dem Pittsburgh Symphony Orchestra (Gianandrea Noseda), dem Philharmonia Orchestra (Vladimir Ashkenazy), dem London Philharmonic Orchestra (Yan Pascal Tortelier), dem London Symphony Orchestra (Daniel Harding), den St. Petersburger Philharmonikern (Vasily Petrenko) und eine Tournee mit dem Russischen National-Orchester (Vladimir Jurowski), die Konzerte im Wiener Konzerthaus und Amsterdamer Concertgebouw umfasste. Für seine bei EMI erschienenen CD-Einspielungen erhielt Trpčeski zahlreiche Auszeichnungen. Die erste CD (Tschaikowsky, Skrjabin, Strawinsky und Prokofjew) wurde mit dem Editor’s Choice und Debut Album Award des Gramophone Award prämiert. Auch die CD mit Kompositionen Rachmaninows und Chopins und das 2008 erschienene Debussy-Album wurden von den Kritikern gefeiert. Dieses Konzert wird in Zusammenarbeit mit veranstaltet Harold Clarkson Global Director, Orchestral Tours Andrew Jamieson Head of UK Touring Ina Wieczorek Tours Coordinator
  • 10. Vorankündigung FR 12.03.10 20.00 Uhr Kleiner Saal »Streichquartett International« Tinalley Quartet Ludwig van Beethoven Streichquartett G-Dur op. 18 Nr. 2 Richard Meale Streichquartett Nr. 2 Johannes Brahms Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2 DO 18.03.10 20.00 Uhr Großer Saal »Kammerorchester International« Dresdner Kapellsolisten Helmut Branny Leitung Sergei Nakariakov Trompete und Flügelhorn Susanne Branny Violine Joseph Haydn Sinfonie Nr. 83 g-Moll Hob I:83 (»La Poule«) Antonio Vivaldi »Der Frühling« aus den »Vier Jahreszeiten« für Violine, Streicher und Basso continuo op. 8 Nr. 1 Wolfgang Amadeus Mozart Divertimento D-Dur KV 136; Konzert für Horn und Orchester Es-Dur KV 495, bearbeitet für Flügelhorn und Orchester Jean Baptiste Arban »Le Carnaval de Venise« für Trompete und Streicher
  • 11. MI 28.04.10 20.00 Uhr Kleiner Saal »Streichquartett International« Tokyo String Quartet Franz Schubert Streichquartett B-Dur D 112 Samuel Barber Streichquartett op. 11 Ludwig van Beethoven Streichquartett e-Moll op. 59 Nr. 2 zeit fenster V. Biennale Alter Musik Konzerthaus Berlin 10.–18.04.10 thema Fallstudien Akademie für Alte Musik Berlin, RIAS Kammerchor, Sequentia, Accademia Bizantina u.a. fokus Viola da Gamba Jordi Savall, Hille Perl, Paolo Pandolfo spezial Affektheischerei Renaissance-Nacht mit Amarcord, Nigel North, Zefiro Torna u.a. Tel. 030.20309-2101 www.zeitfenster.net www.konzerthaus.de
  • 12. Sie wollen das Konzerthaus fördern und unterstützen oder interessieren sich für eine Stuhlpatenschaft? Zukunft Konzerthaus e.V. Gendarmenmarkt 2, 10117 Berlin Telefon (030) 20309-2344, Fax (030) 20309-2076 E-Mail: zukunft@konzerthaus.de www.zukunft-konzerthaus.de Freundeskreis Konzerthaus Berlin e.V. Informationen über Detlef Gogalla, 10106 Berlin Telefon (030) 20309-2020, Fax (030) 20309-2021 E-Mail: freundeskreis@konzerthaus.de IMPRESSUM Herausgeber Konzerthaus Berlin Intendant Prof. Dr. Sebastian Nordmann Text Björn Gottstein Redaktion Andreas Hitscher Titelfotografie Christian Nielinger Abbildungen Archiv KHB (2), Bert Hulselmans, Jilian Edelstein/EMI Classics Reinzeichnung und Herstellung REIHER Grafikdesign & Druck 2,00 € Die Intendanz möchte darauf hinweisen, dass das Fotografieren sowie die Nutzung ton- und videotechnischer Geräte nicht zulässig sind.