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Schreiben für Online-Medien
Grundlagen und Tipps

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                                                                       1
Wovon wir sprechen


   Online-Journalismus verknüpft die
    klassischen journalistischen
    Stilformen wie Nachricht oder
    Interview mit den Möglichkeiten,
    die das Internet bietet. Dazu
    gehören Interaktion und
    Kommunikation
   Das Ordnungs- und
    Gestaltungsprinzip des Online-
    Journalismus ist der nicht-lineare
    Hypertext, der durch Links zu
    ergänzenden Informationen führt
   Die einzelnen inhaltlichen
    Elemente werden Knoten
    genannt. Über Verweise (Links)
    navigieren Nutzer von einem
    Knoten zum nächsten

                                         2
Merkmale von Online-Medien


   Online-Medien haben fünf Merkmale
      Digitalität
           Texte und Bilder werden mit
             digitaler Technik verarbeitet
      Multimedialität
           Text, Bild, Ton, Animation
             werden verknüpft
      Maschinelle Interaktivität
           Nutzer suchen sich die
             gewünschten Informationen
      Personelle Interaktivität
           Nutzer beteiligen sich aktiv an
             der Kommunikation
      Hypertextualität
           Nutzern steht ein Vielfaches an
             spezifischen Informationen zur
             Verfügung
                                              3
Hier-und-Jetzt -Medien


   Zum Online-Journalismus zählen:
      Internetseiten
      Newsletter
      Mailingslisten
      Chat-Runden
      Webforen + Newsgroups
      Audio- und Videoclips
      Social Tagging (Folksonomy)
      Soziale Netze
      Online Communities
      Services wie
        Datenbank-Angebote




                                      4
Status und Aufgabe



         Viele Webseiten           Digitale Angebote sind noch
         sind redaktionell         zu selten konzeptionell und
         unausgereift und          visuell ansprechend
         negieren neue             gestaltet
         Lesegewohnheit
         im Netz




Die Chancen, die die cross-
mediale Verknüpfung von
Inhalten und Services bietet,     Stärken von Onlinemedien
werden häufig missachtet          wie Aktualität und
                                  Interkation werden nicht
                                  ausreichend ausgenutzt


                                                          5
Neues Leseverhalten


 Am Bildschirm wird                                  Nutzer bleiben bei
 langsamer gelesen; die                              Schlüsselwörtern
 Lesegeschwindigkeit ist                             hängen, nach denen sie
 gegenüber Papier um 25 bis                          suchen
 30 Prozent geringer


                                                     Informationen finden
                                                     besondere Beachtung,
                                                     die ohne Scrollen sichtbar
Inhalte werden unpräzise                             sind
konsumiert. Texte werden nur bei
explizitem Interesse bis zum Ende
gelesen. Maximal die Hälfte des
Textes wird bewusst aufgenommen     Es wird intuitiv ein Aufbau der
                                    Texte erwartet mit drei
                                    Elementen: prägnante Headline,
                                    kurzer Teaser, Hauptteil mit
                                    Detailinfos und Links
                                                                          6
Zentrale Aufgabe: Inhalte ordnen


    Um Anspruch und Erwartung zu erfüllen, brauchen Content-Angebote Ordnung
    Leser müssen selektieren können, redaktionelle Produktion braucht ein Gerüst
    Sinn machen hierarchische Inhalte geordnet wie ein Kegel nach Aktualität und
     Bedeutung

    Nachricht                                      Top-News in Echtzeit

    Bericht                                        Latent aktuelle Inhalte
    Magazingeschichte
                                                   Enzyklopädische Inhalte/
    Hintergrund-Infos                              Konsultations-content


                                                   Multimedia-Inhalte

                                                   Interaktive Formate


                                                                             7
Was ist Content – Inhalt ?


 Der Begriff Content wird für den Inhalt einer Webseite verwendet. Er
  bezeichnet alle Medien wie Texte, Bilder, Videos
 Doch wann ist Content berichtenswert? Die Frage lässt sich aus einer
  internen und externen Perspektive begründen

     Medien definieren Informationen als berichteswert, wenn sie für die
      Öffentlichkeit von Interesse sind. Traditionell ist es vor allem das, was
      sich unterscheidet, was abweicht

     Unternehmen, Organisationen, Ämter definieren Informationen primär
      als berichtenswert, wenn die Inhalte eine besondere Aufgabe erfüllen



        Content (Content is King, Unique Content is King) ist keine
        Erfindung der Webgemeinschaft. Seit jeher verkaufen sich
        Publikationen nur mit „starken Inhalten“ – etwa Sensationen


                                                                                  8
Content präsentieren


 Onlinemedien sind Dauerpublikation, die sich langsam, aber sicher
  ausdehnen
     Kategoriesysteme mit Überbegriffen, Unterbegriffen, Zwischentiteln
       entwickeln inhaltliche Halteseile
 Die bunte Vielfalt der Onlinemedien überfordert Nutzer
     Grafische Symbole, Farbstrukturen, technische Lösungen wie
       Mouseover-Effekte bieten vertraute Strukturen
 Nutzer von Onlinemedien sind höchst ungeduldig
     Möglichst kurze Klickwege sollen schnell von Einstiegsseiten auf
       Sub-Übersichten und dann zu längeren Inhalten führen




        Für komplexe Web-Planungen eignet sich das „Kiss“-Prinzip:
        Der Begriff ist ein Akronym und besagt, dass eine möglichst
        einfache und kurze Lösung gewählt werden sollte


                                                                           9
Der Hypertext


 Online-Journalismus verknüpft klassische Darstellungsformen mit online-
  typischen Möglichkeiten der Interaktion und Kommunikation
 Aufbauprinzip ist der nicht-lineare Hypertext beziehungsweise Hypermedia
 Zwei onlinejournalistischen Darstellungsformen lassen sich unterscheiden
     Die interaktiven Formen werden vom Server abgerufen und oft auch
       kommentiert (daher interaktiv). Sie stammen aus klassischen Medien,
       haben sich durch Onlinenutzung jedoch verändert
     Die kommunikativen Formen brauchen mindestens zwei Nutzer für
       den Austausch von Infos etwa via E-Mail oder Chat




                                                                        10
Texte für Einstiegsseiten


    Anreißertexte sind die zentrale Texte einer Webseite
    Sie ziehen wie klassische „Vorspänne“ Leser in die Beiträge
    Aber die Texte für Online-Startseiten müssen
        kürzer, knackiger, sehfähig sein


nytimes.de             spiegel.de                  sz.de




                                                                   11
Die Anreißer-Varianten


 Teaser
     Kurze Ankündigung von Informationen, die beim Betrachter Neugier auf
        die eigentliche Botschaft machen sollen
 Cliffhanger
     Eine interessant erscheinende Information wird nur angedeutet, erst
        über einen Click kommt man hin
 Nachrichten-Lead
     Es werden so viele Ws wie möglich oder nötig wie an einer Perlenkette
        aufgezogen beantwortet; immer schön der Wichtigkeit nach
 Anreißer-Link
     Ein oder zwei kurze Sätze, die komplett in einen Hyperlink-Tag
        aufgenommen werden

        Online-Medien sind „keine“ Medien nur für Kurztexte. Texte
        können kurz sein, ohne Interessantes zu verlieren. Tipp: In
        Fragmente teilen und Textelemente über Links verbinden


                                                                        12
Tipps für Online-Texte


 Das erwarten Leser von guten Online-Texten
    Korrekte Zahlen, Daten, Fakten
    Kurze und prägnante Beiträge
    Beiträge sollen Interessantes liefern,
      aber auch unterhalten
    Nachvollziehbare Struktur der Beiträge
         Bei News kommt das Wichtigste
           zuerst
    Flüssiger Stil ohne Übertreibungen
    Logisch gesetzte Links
         Originaldokumente, ältere Artikel,
           andere Websites
    Kommentarfunktion
    Multimedia-Inhalte
         Karten, Slideshows, Videos
    Schöne, klare, einfache Wörter als
      Wegweiser
                                               13
Kontakt




 MK-Kom
  Büro für Wirtschaftsjournalismus und Kommunikation

  Duisburger Str. 71
  D – 40479 Düsseldorf
  Phone: 0211 5382540
  Mail: info@mk-kom.de
  Web: www.mk-kom.de
  Web: www.energie-fokus.de


 ® Copyright by MK-Kom, 2011/2012



                                                       14

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Online-Journalismus - Grundlagen und Tipps

  • 1. Schreiben für Online-Medien Grundlagen und Tipps ® Copyright by MK-Kom Büro für Wirtschaftsjournalismus und Kommunikation, 2011/2012 www.mk-kom.de info@mk-kom.de 1
  • 2. Wovon wir sprechen  Online-Journalismus verknüpft die klassischen journalistischen Stilformen wie Nachricht oder Interview mit den Möglichkeiten, die das Internet bietet. Dazu gehören Interaktion und Kommunikation  Das Ordnungs- und Gestaltungsprinzip des Online- Journalismus ist der nicht-lineare Hypertext, der durch Links zu ergänzenden Informationen führt  Die einzelnen inhaltlichen Elemente werden Knoten genannt. Über Verweise (Links) navigieren Nutzer von einem Knoten zum nächsten 2
  • 3. Merkmale von Online-Medien  Online-Medien haben fünf Merkmale  Digitalität  Texte und Bilder werden mit digitaler Technik verarbeitet  Multimedialität  Text, Bild, Ton, Animation werden verknüpft  Maschinelle Interaktivität  Nutzer suchen sich die gewünschten Informationen  Personelle Interaktivität  Nutzer beteiligen sich aktiv an der Kommunikation  Hypertextualität  Nutzern steht ein Vielfaches an spezifischen Informationen zur Verfügung 3
  • 4. Hier-und-Jetzt -Medien  Zum Online-Journalismus zählen:  Internetseiten  Newsletter  Mailingslisten  Chat-Runden  Webforen + Newsgroups  Audio- und Videoclips  Social Tagging (Folksonomy)  Soziale Netze  Online Communities  Services wie Datenbank-Angebote 4
  • 5. Status und Aufgabe Viele Webseiten Digitale Angebote sind noch sind redaktionell zu selten konzeptionell und unausgereift und visuell ansprechend negieren neue gestaltet Lesegewohnheit im Netz Die Chancen, die die cross- mediale Verknüpfung von Inhalten und Services bietet, Stärken von Onlinemedien werden häufig missachtet wie Aktualität und Interkation werden nicht ausreichend ausgenutzt 5
  • 6. Neues Leseverhalten Am Bildschirm wird Nutzer bleiben bei langsamer gelesen; die Schlüsselwörtern Lesegeschwindigkeit ist hängen, nach denen sie gegenüber Papier um 25 bis suchen 30 Prozent geringer Informationen finden besondere Beachtung, die ohne Scrollen sichtbar Inhalte werden unpräzise sind konsumiert. Texte werden nur bei explizitem Interesse bis zum Ende gelesen. Maximal die Hälfte des Textes wird bewusst aufgenommen Es wird intuitiv ein Aufbau der Texte erwartet mit drei Elementen: prägnante Headline, kurzer Teaser, Hauptteil mit Detailinfos und Links 6
  • 7. Zentrale Aufgabe: Inhalte ordnen  Um Anspruch und Erwartung zu erfüllen, brauchen Content-Angebote Ordnung  Leser müssen selektieren können, redaktionelle Produktion braucht ein Gerüst  Sinn machen hierarchische Inhalte geordnet wie ein Kegel nach Aktualität und Bedeutung Nachricht Top-News in Echtzeit Bericht Latent aktuelle Inhalte Magazingeschichte Enzyklopädische Inhalte/ Hintergrund-Infos Konsultations-content Multimedia-Inhalte Interaktive Formate 7
  • 8. Was ist Content – Inhalt ?  Der Begriff Content wird für den Inhalt einer Webseite verwendet. Er bezeichnet alle Medien wie Texte, Bilder, Videos  Doch wann ist Content berichtenswert? Die Frage lässt sich aus einer internen und externen Perspektive begründen  Medien definieren Informationen als berichteswert, wenn sie für die Öffentlichkeit von Interesse sind. Traditionell ist es vor allem das, was sich unterscheidet, was abweicht  Unternehmen, Organisationen, Ämter definieren Informationen primär als berichtenswert, wenn die Inhalte eine besondere Aufgabe erfüllen Content (Content is King, Unique Content is King) ist keine Erfindung der Webgemeinschaft. Seit jeher verkaufen sich Publikationen nur mit „starken Inhalten“ – etwa Sensationen 8
  • 9. Content präsentieren  Onlinemedien sind Dauerpublikation, die sich langsam, aber sicher ausdehnen  Kategoriesysteme mit Überbegriffen, Unterbegriffen, Zwischentiteln entwickeln inhaltliche Halteseile  Die bunte Vielfalt der Onlinemedien überfordert Nutzer  Grafische Symbole, Farbstrukturen, technische Lösungen wie Mouseover-Effekte bieten vertraute Strukturen  Nutzer von Onlinemedien sind höchst ungeduldig  Möglichst kurze Klickwege sollen schnell von Einstiegsseiten auf Sub-Übersichten und dann zu längeren Inhalten führen Für komplexe Web-Planungen eignet sich das „Kiss“-Prinzip: Der Begriff ist ein Akronym und besagt, dass eine möglichst einfache und kurze Lösung gewählt werden sollte 9
  • 10. Der Hypertext  Online-Journalismus verknüpft klassische Darstellungsformen mit online- typischen Möglichkeiten der Interaktion und Kommunikation  Aufbauprinzip ist der nicht-lineare Hypertext beziehungsweise Hypermedia  Zwei onlinejournalistischen Darstellungsformen lassen sich unterscheiden  Die interaktiven Formen werden vom Server abgerufen und oft auch kommentiert (daher interaktiv). Sie stammen aus klassischen Medien, haben sich durch Onlinenutzung jedoch verändert  Die kommunikativen Formen brauchen mindestens zwei Nutzer für den Austausch von Infos etwa via E-Mail oder Chat 10
  • 11. Texte für Einstiegsseiten  Anreißertexte sind die zentrale Texte einer Webseite  Sie ziehen wie klassische „Vorspänne“ Leser in die Beiträge  Aber die Texte für Online-Startseiten müssen  kürzer, knackiger, sehfähig sein nytimes.de spiegel.de sz.de 11
  • 12. Die Anreißer-Varianten  Teaser  Kurze Ankündigung von Informationen, die beim Betrachter Neugier auf die eigentliche Botschaft machen sollen  Cliffhanger  Eine interessant erscheinende Information wird nur angedeutet, erst über einen Click kommt man hin  Nachrichten-Lead  Es werden so viele Ws wie möglich oder nötig wie an einer Perlenkette aufgezogen beantwortet; immer schön der Wichtigkeit nach  Anreißer-Link  Ein oder zwei kurze Sätze, die komplett in einen Hyperlink-Tag aufgenommen werden Online-Medien sind „keine“ Medien nur für Kurztexte. Texte können kurz sein, ohne Interessantes zu verlieren. Tipp: In Fragmente teilen und Textelemente über Links verbinden 12
  • 13. Tipps für Online-Texte  Das erwarten Leser von guten Online-Texten  Korrekte Zahlen, Daten, Fakten  Kurze und prägnante Beiträge  Beiträge sollen Interessantes liefern, aber auch unterhalten  Nachvollziehbare Struktur der Beiträge  Bei News kommt das Wichtigste zuerst  Flüssiger Stil ohne Übertreibungen  Logisch gesetzte Links  Originaldokumente, ältere Artikel, andere Websites  Kommentarfunktion  Multimedia-Inhalte  Karten, Slideshows, Videos  Schöne, klare, einfache Wörter als Wegweiser 13
  • 14. Kontakt  MK-Kom Büro für Wirtschaftsjournalismus und Kommunikation Duisburger Str. 71 D – 40479 Düsseldorf Phone: 0211 5382540 Mail: info@mk-kom.de Web: www.mk-kom.de Web: www.energie-fokus.de  ® Copyright by MK-Kom, 2011/2012 14