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ONLINE-DATING-MARKT
DER
2014 -2015
»» Online-Dating ist im Alltag angekommen und hat sich zum Dating ‘around the clock‘
entwickelt: Geflirtet wird dank Smartphone überall und immerzu.
»» Monatlich sind über 8,2 Mio. User auf Online-Dating-Portalen aktiv. Diese Zahl nimmt
aktuell um rund 100.000 Nutzer per anno zu. Weitere 3,5 Mio. User suchen im Internet
nach Sexkontakten. Insgesamt haben die Deutschen seit dem Jahr 2000 weit über
100 Mio. Profile bei Dating-Portalen erstellt.
»» Seit 2002 hat sich der Branchenumsatz in Deutschland mehr als verachtfacht und
kletterte 2011 auf einen Spitzenwert von über 202 Mio. Euro. Nach rückläufigen
Umsätzen in 2012 und 2013 (minus 8,4 %) konnte sich der Markt im vorangehen-
den Kalenderjahr wieder auf 191,6 Mio. Euro stabilisieren (plus 3,1 %).
»» Die meisten monatlichen Nutzer entfallen auf Social-Dating-Plattformen (35,9 %),
vor den klassischen Kontaktanzeigen-Portalen (20,7 %) und Online-Partner-
vermittlungen (13,3 %).
»» Das umsatzstärkste Marktsegment stellen die Online-Partnervermittlungen mit
74,4 Mio. Euro, gefolgt von Adult-Dating-Portalen (45,1 Mio. Euro) und Kontakt-
anzeigen-Seiten (34,6 Mio. Euro).
»» Die Hacker-Angriffe auf das Seitensprungportal AshleyMadison und die Sexkontakt-
börse AdultFriendFinder haben keinen nennenswerten Impact auf das Marktseg-
ment„Adult-Dating“.
»» Online-Dating führt für viele Nutzer zum gewünschten Ziel: Über 30 % aller Bezie-
hungen entstehen heute online, immerhin 16,4 % aller Eheschließungen finden
ihren Anfang im Netz.
»» Die Anbieterlandschaft der Partnerportale verdichtet sich: Auf nationaler wie auch
auf internationaler Ebene fanden in 2014 und 2015 zahlreiche Fusionen und Ver-
käufe von namhaften Singlebörsen statt.
»» In Bezug auf Angebotsvielfalt und Gesamtumsatz stellt Deutschland im europä-
ischenVergleich den zweitgrößten Online-Dating-Markt hinter UK. Beim Pro-Kopf-
Umsatz liegt Deutschland mit 2,40 Euro jedoch relativ weit hinter der Schweiz,
Großbritannien und den skandinavischen Ländern zurück.
Key Facts
2 DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015
Es ist spannend zu beobachten, wie sich das Flirtverhalten von Singles an technologische
und gesellschaftliche Veränderungen anpasst. Warum wurde die Internet-Partnersuche
zum Volkssport? Weil die Menschen sich daran gewöhnt haben, viele Dinge des täglichen
Lebens ganz selbstverständlich online abzuwickeln. Nach Online-Banking und Online-
Shopping dann eben auch Online-Dating.
In den vergangenen fünf Jahren hat das Smartphone unser Kommunikationsverhalten
deutlich beschleunigt. Weit mehr als 40 Millionen Smartphone-Nutzer zählte Deutsch-
land 2014, die Zahl hat sich binnen weniger Jahre mehr als versechsfacht [1]. Wer heute
im Supermarkt an der Schlange steht, beantwortet schnell ein paar WhatsApp-Nachrich-
ten. Die Parallele erleben wir beim Online-Dating: Flirtmails werden über mobile Endge-
räte ununterbrochen ‘gecheckt‘ und man erwartet vom Gegenüber kürzere Antwortzei-
ten. Auch die Bereitschaft zu spontanen Treffen hat sich erhöht, insbesondere bei den
jüngeren Nutzern. Die Suche nach einem Lebens- oder Flirtpartner hat sich damit zum
Überall- und Nonstop-Dating entwickelt.
Um mit dieser Entwicklung mithalten zu können, haben die Singlebörsen-Anbieter den
Fokus darauf gelegt, ihre Apps technisch weiterzuentwickeln und ihr Angebot noch mehr
auf die mobile Nutzung zuzuschneiden. So ist es ihnen gelungen, erstmals auch nen-
nenswerte Umsätze über die„Smartphone-Singles“ zu generieren. Dabei standen sie vor
der Herausforderung, dass Dater bei der mobilen Nutzung eine deutlich geringere Zah-
lungsbereitschaft zeigen als über PC und Notebook. Nicht zuletzt litt auch darunter der
Jahresumsatz in 2012 und 2013.
Inzwischen hat die Branche auf allen Ebenen dazugelernt und verzeichnet 2014 wieder
ein maßvolles, aber solides Plus.
Monatlich sind in Deutschland so viele Nutzer wie nie zuvor beim Online-Dating aktiv.
Social-Dating-Portalen wie Lovoo ist es sogar gelungen, durch ihren unverkrampften
„Leute treffen“-Ansatz neue Zielgruppen wie etwa die U20-Generation zum Mitspielen
zu bewegen.
Die wichtigen Veränderungen am Markt finden aktuell aber weniger in technischer
Hinsicht als vielmehr im Hinblick auf zahlreiche Fusionen und Verkäufe statt. Während
Friendscout24 und Neu.de ihre Hochzeit bereits komplett vollzogen haben, müssen
Parship und ElitePartner noch den Trauschein vom Kartellamt ausgestellt bekommen.
Diesen spannenden Geschehnissen haben wir ein Extrakapitel gewidmet.
Viel Spaß bei der Lektüre!
Pamela Moucha, Dirk Pflitsch &
Henning Wiechers
Verantwortlich:
Henning Wiechers Dirk Pflitsch	 Pamela Moucha
Riehler Str. 21
D-50668 Köln
Telefon: 	+49 (0)221 – 130 87 10
E-Mail: 	 redaktion@singleboersen-vergleich.de
Web: 	 www.metaflake.de
metaflake
Vorwort:
Flirten und daten rund um die Uhr...
DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015 3
Stichwort „Single“
Wir definieren Singles als Personen zwischen 18 und 65 Jahren, die nicht in einer festen
Partnerschaft leben. Wie hoch die Anzahl der Singles in Deutschland ist, wurde systema-
tisch zuletzt 2005 ermittelt: 11,5 Millionen [2].
Es existiert keine gesicherte Angabe darüber, wie viele Singles heute in Deutschland
leben. Festhalten lässt sich, dass die behördlich ermittelte Zahl der„Ein-Personen-Haus-
halte“ von 14,7 Millionen (2005) um 13 % auf 16,4 Millionen (2014) gestiegen ist [3].
Davon ausgehend kann die Anzahl der Singles in 2014 mit 13 Millionen angenommen
werden [4]. Diese Zahl gilt für einen konkreten Messzeitpunkt. Der Personenkreis, der im
Laufe eines Kalenderjahres zumindest zeitweise den Status„Single“ innehat, ist um meh-
rere Millionen größer.
Zur Zielgruppe der Online-Dating-Branche zählen aber nicht nur Singles, sondern auch
Menschen, die noch in einer Partnerschaft leben, sich aber schon neu orientieren, außer-
dem Seitenspringer und Swinger.
Stichwort „Online-Dating“
Das amerikanische Wort „Dating“ beschreibt einen zwischenmenschlichen
Kennlernprozess mit dem Ziel, die Bereitschaft zu einer Annäherung (von One-Night-
Stand bis Heirat) auszuloten.„Online“ verlangt, dass dieser Anbahnungsprozess zu einem
wesentlichen Teil über das Internet abgewickelt wird.
Wir zählen Communities wie Facebook oder Xing nicht im engeren Sinn zum Online-
Dating, weil es dabei nicht primär ums Dating geht. Ebenso wenig berücksichtigen wir
offline geprägte Dating-Ansätze wie Speeddating oder die klassische Partnervermittlung,
die mit einer Webseite auf sich aufmerksam macht.
Stichwort „Mobile-Dating“
Weit über 50 % aller Logins, um neue Partnervorschläge zu lesen oder zeitnah auf Flirt-
anfragen zu antworten, finden heute über mobile Endgeräte statt. Die Trennung von
Online-Dating und Mobile-Dating ist in unseren Augen seit einigen Jahren aber hinfällig:
Die etablierten Online-Dating-Player bieten mittlerweile selbstverständlich auch mobile
Webseiten und Apps. Und die meisten ehemaligen „mobile-only“ Datingservices haben
wiederum mit einer Webseite nachgezogen. Der Kunde erwartet, dass der Anbieter
seiner Wahl überall erreichbar ist.
Eine separate Berechnung des „Mobile-Dating-Umsatzes“ ist wenig sinnvoll, denn der
Großteil aller Nutzer wechselt kontinuierlich zwischen„online“ und„mobile“ hin und her.
Das macht eine genaue Zuordnung so gut wie unmöglich. Wir fassen daher in dieser
Studie beide Spielarten unter dem Begriff „Online-Dating“ zusammen.
Schlüsselbegriffe in dieser Studie
2014201320122003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
3,5
9,7
4,6
13,8
6,2
20,6
7,2
33,1
7,1
45,3
7,0
54,4
6,9
61,0
6,9
70,2
7,3
79,7
7,7
88,7
8,1
98,3
8,2
107,8
138,1
163,6
179,5
188,9
202,8
187,5 185,8
191,6
4 DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015
Gesamtmarkt:
Nutzerzahlen stabil, Umsätze leicht im Plus
Die online-Dating-Nutzer
Wer sich im deutschen Internet nach einem Partner umsehen möchte, hat die Qual der
Wahl: Über 2.500 Singlebörsen, Partnervermittlungen, Singlechats, Seitensprung-Dienste,
Sextreffs usw. stehen bereit. Die meisten sind hinsichtlich ihrer sehr überschaubaren Mit-
gliederkartei für die Branche zwar uninteressant, immerhin 30 Anbietern aber ist es bis
zum Dezember 2014 gelungen, mehr als 1.000.000 User einzusammeln.
Mitglied eines Online-Dating-Portals wird man mit wenigen Klicks sowie in aller Regel
kostenlos. Die wenigsten denken daran, sich wieder abzumelden. Daher schnellte die
Zahl der Online-Dating-Mitgliedschaften in den letzten Jahren in astronomische Hö-
hen: Von 3,5 Millionen im Dezember 2002 auf 107,8 Millionen im Dezember 2014.
Die Zahl der aktiven Nutzer, also der Personen, die sich tatsächlich regelmäßig bei On-
line-Dating-Portalen einloggen, stagnierte einige Jahre bei rund 7 Millionen pro Monat,
hat sich aber von 2011 bis 2014 auf rund 8,2 Millionen erhöht. Hinzu kommen weitere
3,5 Millionen Nutzer, die explizit nach erotischen Kontakten suchen.
Einer genutzten Online-Dating-Mitgliedschaft stehen damit 12 ungenutzte gegenüber –
viele große Singlebörsen kommunizieren ihre irrwitzig hohen Mitgliederzahlen deshalb
nicht mehr auf der Startseite.
Anders als die überwiegend werbefinanzierten Social-Networks erzielt die klassische
Online-Dating-Branche über 85 % des Umsatzes direkt von den Mitgliedern, die in der
Regel zur Kasse gebeten werden, wenn sie mehr wollen als „nur gucken“ - nämlich mit
anderen Singles in Kontakt treten.
Mitgliedschaften und Nutzer in Mio.
Mitgliedschaften
aktive Nutzer
2014201320122003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
3,5
9,7
4,6
13,8
6,2
20,6
7,2
33,1
7,1
45,3
7,0
54,4
6,9
61,0
6,9
70,2
7,3
79,7
7,7
88,7
8,1
98,3
8,2
107,8
2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
21,5
44,8
82,6
113,0
138,1
163,6
179,5
188,9
202,8
187,5 185,8
191,6
CH UK DK NO AT NL FR ESITDESE PT
3,80
3,50
3,20
3,00
2,90
2,40
2,10 2,00
1,90
0,70
0,60
0,20
DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015 5
Umsatz in Deutschland in Mio. Euro
Der Online-Dating-Umsatz
Die Branche verzeichnete 2014 einen Gesamtumsatz von 191,6 Mio. Euro. Nach starken
Wachstumsjahren war das Marktvolumen von 2011 auf 2013 leicht zurückgegangen,
konnte sich jedoch begünstigt durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren im ver-
gangenen Jahr erneut stabilisieren und sogar ein maßvolles Plus von 3,1 % erzielen:
»» Fortschreitende Monetarisierung von Mobile-Traffic
„Mobile“ ist die Zahlungsbereitschaft der Nutzer grundsätzlich niedriger
als„online“, daher ist der Trend zur mobilen Nutzung generell ein Nachteil
für die Branche. Im Jahr 2014 machten die Online-Dating-Anbieter aber in
technischer und verkaufspsychologischer Hinsicht große Lernfortschritte
auf dem Smartphone und konnten den Mobile-Shift dadurch sogar
überkompensieren.
»» Umsatzplus bei den
etablierten Anbietern
Den Löwenanteil
an der Erholung der
Umsatzkurve hatten einzelne
marktführende Player
wie Parship oder Lovoo vor
allem dadurch, dass sie den
Werbedruck 2014 nochmals
deutlich erhöht haben. Viele
Player aus der zweiten Reihe
haben sich dagegen deutlich
zurückhaltender verhalten als
in den Vorjahren.
Die „Erfolgsquote“
Ob die Online-Dater Erfolg haben, sprich ob sie ihre persönlichen Dating-Ziele erreichen,
hängt natürlich zum entscheidenden Teil von ihnen selbst ab. Die Online-Dating-Portale
können hier nur die notwendigen Rahmenbedingungen (z. B. Zuführung von möglichst
vielen passenden Neumitgliedern, unterstützende Maßnahmen bei den Mitgliederaktivi-
täten, praktische Hilfestellungen) schaffen.
Verschiedene Erhebungen zeigen allerdings Beeindruckendes: Über 30 % aller Bezie-
hungen werden über das Internet angebahnt; aktuell entsteht demnach unter allen
Internetnutzern ungefähr jede dritte neue Beziehung online, Deutschland ist hier Euro-
pameister [5].
Schon im Jahr 2005 gaben 9,2 % der Internetnutzer an, mit einer Online-Bekanntschaft
liiert zu sein [6]. 2009 waren es bereits 18,8 % [7].
Online-Dater landen sogar vor dem Altar: 16,4 % aller Ehen, die 2013 in Deutschland
geschlossen wurden, hatten ihren Ursprung bei der Partnersuche im Internet [8].
Match.com > 50 Mio. ~300 Mio. Euro
Badoo > 130 Mio. ~100 Mio. Euro
Meetic > 40 Mio. 178 Mio. Euro
Parship > 10 Mio. ~40 Mio. Euro
Mitglieder Umsatz 2011
8,5
6,3
5,7
1,1
23,2
12,8
7
1,8
44,3
26,1
9,6
2,6
57,5
39,5
10,4
5,6
66,5
47,7
16,6
7,3
79,2
53,1
22,8
8,5
75,8
62,0
31,5
10,2
67,0
72,6
36,6
10,8
1,9
55,6
4,2
88,3
44,5
10,2
47,0
11,6
77,3
9,7
41,9
37,8
23,6
71,1
43,2
10,1
34,6
27,7
74,4
45,1
9,8
2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Umsatz nach Marktsegmenten in Mio. Euro
6 DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015
Online-Dating-Angebote lassen sich anhand von drei wesentlichen Dimensionen klassi-
fizieren:
»» Technik
Kontaktanzeigen-Märkte zum Selbersuchen vs. Vermittlungsverfahren ohne
Marktplatz-Transparenz
»» Zielgruppe
Flirt und Dating, Lebenspartner, Sexkontakte, Seitensprung und Nischen
wie„religiöse Singles“
»» Preismodell
werbefinanziert, Freemium, Zahlung pro Aktion, zeitlich begrenzte Flatrates
Die neue Generation von Social-Dating-Plattformen verzeichnete im Dezember 2014
Logins von über 4,5 Millionen Unique Usern und ist damit binnen weniger Jahre zum
nutzerstärksten Marktsegment herangewachsen. Social-Dating-Anbieter dominieren
die App-Stores sowie das Facebook-Umfeld. Angesprochen wird eine junge Zielgruppe,
denn offiziell geht es einfach ums Kennenlernen„neuer Leute“. Die meisten Anbieter set-
zen auf Freemium-Preismodelle, d. h. die Nutzung ist grundsätzlich kostenlos möglich.
Zusatzfunktionen, um mehr Aufmerksamkeit zu erhalten, verlangen nach einer geringen
Investition. Während Tinder mit der Einführung kostenpflichtiger Features noch herumex-
perimentiert, hat Lovoo den Schritt in die Monetarisierung 2014 so erfolgreich weiterbe-
trieben, dass der Anbieter heute unter die Top 5 der Umsatzplayer aufgestiegen ist. Der
einzelne zahlende Dater fällt hier weniger ins Gewicht, den Ausschlag gibt die Masse.
Das ehemals meistfrequentierte
Marktsegment stellen die klassischen
Kontaktanzeigen-Portale dar, von de-
nen am deutschen Markt im Dezem-
ber 2014 immerhin 10 mit mehr als
100.000 monatlichen Nutzern zur Aus-
wahl standen. Bei den Kontaktanzei-
gen-Portalen suchen überwiegend 25-
50 Jahre alte Mitglieder via Inserat auf
eher lockere Art und Weise nach „Flirt
und Dating“. Marktführer in Sachen
Umsatz sind FriendScout24 und Neu.de,
die zukünftig unter einem Dach firmie-
ren. Da das mitgliederstarke Social-Da-
ting-Portal Zoosk sich 2014 in Richtung
Kontaktanzeigen umstrukturiert hat,
konnten einige verlorene Marktanteile
wieder von den Social-Dating-Plattfor-
men zurückgewonnen werden.
Als Weiterentwicklung der traditionellen Partnervermittler gelten die Online-Partner-
vermittlungen, die mit einem Eingangstest Persönlichkeitsmerkmale messen und dann
auf Basis paarpsychologischer Vergleiche Partnervorschläge unterbreiten. Angesprochen
werden v. a. Singles über 30 Jahre, die konkret nach einem Lebenspartner suchen.
Parship konnte im Jahr 2014 die Marktführerschaft aufgrund intensiver Marketing-Aktivi-
täten weiter ausbauen und den Abstand zu seinen Mitbewerbern, vor allem ElitePartner,
noch einmal vergrößern. eDarling, die dritte Größe im Bunde, hat sich zwischenzeitlich
mehr in Richtung Ausland orientiert, gibt nun aber auch in Deutschland wieder tüchtig
Gas.
Marktsegmente:
Nutzer und Anbieter springen zwischen den Sparten
Nischenanbieter
Adult-Dating
Partnervermittlungen
Kontaktanzeigen
Social-Dating
2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
3,5
9,7
4,6
13,8
6,2
20,6
7,2
33,1
7,1
45,3
7,0
54,4
6,9
61,0
6,9 7,3
2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
21,5
44,8
82,6
113,0
138,1
163,6
179,5
188,9
202,8
8,5
6,3
5,7
1,1
23,2
12,8
7
1,8
CH UK SE NL AT FR ES ITDE PT
3,60
3,50
2,8
2,50
2,10 2,00
1,90
0,85 0,80
0,45
Deutsche
Portale
80 %
Ausländische
Portale
20 %
80 %
20 %
ElitePartner,
eDarling, Parship,
FriendScout24:
54,2 %
Match.com > 50 Mio. ~300 Mio. Euro
Badoo > 130 Mio. ~100 Mio. Euro
Meetic > 40 Mio. 178 Mio. Euro
Parship > 10 Mio. ~40 Mio. Euro
Mitglieder Umsatz 2011
44,3
26,1
9,6
2,6
2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
57,5
39,5
10,4
5,6
66,5
47,7
16,6
7,3
79,2
53,1
22,8
8,5
75,8
62,0
31,5
10,2
68,9
72,6
36,6
10,8
58,1
88,3
44,5
10,2
54,2 %45,8 %
2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
4,6
13,8
6,2
20,6
7,2
33,1
7,1
45,3
7,0
54,4
6,9
61,0
6,9 7,3
2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
44,8
82,6
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138,1
163,6
179,5
188,9
202,8
23,2
12,8
7
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UK SE NL AT FR ES ITDE PT
3,50
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2,10 2,00
1,90
0,85 0,80
0,45
utsche
tale
%
Ausländische
Portale
20 %
80 %
20 %
ElitePartner,
eDarling, Parship,
FriendScout24:
54,2 %
tch.com > 50 Mio. ~300 Mio. Euro
doo > 130 Mio. ~100 Mio. Euro
etic > 40 Mio. 178 Mio. Euro
ship > 10 Mio. ~40 Mio. Euro
Mitglieder Umsatz 2011
44,3
26,1
9,6
2,6
2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
57,5
39,5
10,4
5,6
66,5
47,7
16,6
7,3
79,2
53,1
22,8
8,5
75,8
62,0
31,5
10,2
68,9
72,6
36,6
10,8
58,1
88,3
44,5
10,2
54,2 %5,8 %
2010 2011
6,9
70,2
7,3
79,7
2010 2011
188,9
202,8
IT PT
0,80
0,45
ändische
Portale
20 %
ePartner,
g, Parship,
Mio. Euro
Mio. Euro
io. Euro
Mio. Euro
tz 2011
2010 2011
68,9
72,6
36,6
10,8
58,1
88,3
44,5
10,2
DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015 7
Das vierte Mainstream-Marktsegment, Adult-Dating, beinhaltet Online-Dating-Portale,
bei denen es um erotische Kontakte geht. Nach der frühen Schmuddelphase haben sich
seit 2008 einige hochprofessionell geführte Angebote wie C-Date oder Joyclub etabliert,
aber auch Hochglanzportale wie Affaire.com, von denen einige mit animierten Profilen ar-
beiten.
Die fünfte Säule des Online-Dating-Marktes wird von einer breiten Variation an
Nischenanbietern gebildet. Das Spektrum reicht von Singlebörsen für religiöse oder be-
hinderte Singles über Spezialisten für die internationale Partnersuche bis hin zu Commu-
nities etwa für spezielle sexuelle Vorlieben. Der höchste Umsatz wird im Bereich „Gay“
und„Damen aus Osteuropa“ erzielt.
Die Umsätze in den einzelnen Segmenten sind relativ unabhängig von den Verschie-
bungen bei den Nutzerzahlen. Seit Jahren gelingt es den Online-Partnervermittlungen
mit Abstand am besten, ihre Nutzer zu monetarisieren. Auch die Umsätze der Kontakt-
anzeigen-Portale sind im Vergleich zu den Wanderbewegungen der Nutzer relativ stabil
geblieben, was darauf hinweist, dass v. a. diejenigen Mitglieder Richtung Social-Dating
abgewandert sind, denen FriendScout24 & Neu.de zu teuer waren. Im Bereich Adult-Dating
und bei den Nischenanbietern stellen wir relativ konstante Umsätze fest. Auch die Kräf-
teverhältnisse zwischen den einzelnen Anbietern in diesen Segmenten sind relativ stabil.
Marktanteil (monatl. Nutzer) Marktanteil (Umsatz)
Führende Social-Dating-Plattformen:
Badoo.com, iLove.de, GoTinder.com, Jaumo.com, Lovoo.net
Führende Kontaktanzeigen-Portale:
Bildkontakte.de, DatingCafe.de, Finya.de, FriendScout24.de, Neu.de, Singles.de, ShopAMan.de, Zoosk.com
Führende Internet-Partnervermittlungen:
eDarling.de, ElitePartner.de, Heartbooker.de, Lovepoint.de, Parship.de, Partner.de, Partnersuche.de, Parwise.de
Führende Adult-Dating-Portale:
AdultFriendFinder.com, Affaire.com, C-Date.de, FirstAffair.de, Joyclub.de, Poppen.de, Secret.de, Flirtfair.de
Führende Nischenportale:
50plus-Treff.de, PlanetRomeo.com, Handicap-Love.de, Interfriendship.de, Sklavenzentrale.com
4,9%
35,9%
20,7%
13,3%
25,2%
5,1%
14,5%
18,1%
38,8%
23,5%
Match.com > 50 Mio. ~300 Mio. Euro
Badoo > 130 Mio. ~100 Mio. Euro
Meetic > 40 Mio. 178 Mio. Euro
Parship > 10 Mio. ~40 Mio. Euro
Mitglieder Umsatz 2011
CH UK DK NO AT NL FR ESITDESE PT
0,20
4,9%
35,9%
20,7%
13,3%
25,2%
5,1%
14,5%
18,1%
38,8%
23,5%
8,5
6,3
5,7
1,1
23,2
12,8
7
1,8
44,3
26,1
9,6
2,6
57,5
39,5
10,4
5,6
66,5
47,7
16,6
7,3
79,2
53,1
22,8
8,5
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62,0
31,5
10,2
67,0
72,6
36,6
10,8
1,9
55,6
4,2
88,3
44,5
10,2
47,0
11,6
77,3
9,7
41,9
37,8
23,6
71,1
43,2
10,1
34,6
27,7
74,4
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Social-Dating
Kontaktanzeigen
Partnervermittlungen
Adult-Dating
Nischenanbieter
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ElitePartner,
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FriendScout24:
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Match.com > 50 Mio. ~300 Mio. Euro
Badoo > 130 Mio. ~100 Mio. Euro
Meetic > 40 Mio. 178 Mio. Euro
Parship > 10 Mio. ~40 Mio. Euro
Mitglieder Umsatz 2011
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ElitePartner,
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FriendScout24:
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Match.com > 50 Mio. ~300 Mio. Euro
Badoo > 130 Mio. ~100 Mio. Euro
Meetic > 40 Mio. 178 Mio. Euro
Parship > 10 Mio. ~40 Mio. Euro
Mitglieder Umsatz 2011
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ElitePartner,
eDarling, Parship,
FriendScout24:
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Mio. ~300 Mio. Euro
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eder Umsatz 2011
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%
Der Markt verdichtet sich: Wer kauft wen?
Die anbieterseitigen Markttrends, die wir in den vorangegangenen Ausgaben unserer
Studie beschrieben haben, waren vor allem inhaltlicher Natur, z. B. der Übergang zum
Mobile-Dating oder die Erschließung neuer Kundengruppen und Werbekanäle. In 2014
und 2015 dagegen veränderten sich zahlreiche Eigentumsverhältnisse in der Branche.
Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit sind das laufende und vergangene Kalender-
jahr vom Verkauf und der damit meist verbundenen Fusion großer Portale geprägt. Dabei
haben sich wenige starke Player beachtliche Marktanteile einverleibt:
»» „The Match Group“ (eine Sparte des börsennotierten US-Konzerns IAC) baut
seine Weltmarktführerschaft weiter aus: Neben Match.com, Tinder, OkCupid
und rund 50 weiteren Brands gehören mittlerweile 87,5 % des europäischen
Marktführers Meetic zum Portfolio. Mitte 2015 wurde auch noch der größte
Free-Dating-Service der Welt, Pof.com, für stattliche 575 Mio. US$ akquiriert.
» Meetic wiederum ging in
Europa weiter auf Ein-
kaufstour: Neben der UK-
Größe DatingDirect hat der
Europa-Gigant in Deutsch-
land den Singlebörsen-
Marktführer Friendscout24
aus der Scout24-Gruppe
gekauft und im Juni 2015
technisch mit Neu.de zu
einer Riesenplattform ver-
schmolzen.
» Parship wurde von Holtz-
brinck an den englischen
Investor„Oakley Capital“ ver-
kauft. Der kündigte eine Fu-
sion mit ElitePartner an, was
sinnvoll erscheint, da beide
Unternehmen kaum einen
Kilometer voneinander entfernt residieren und jeweils rund 100 Mitarbeiter
beschäftigen, aber im Prinzip genau dasselbe machen. Aktuell prüft das
Kartellamt, ob die Fusion der Nummer 1 und Nummer 2 in Deutschland
zulässig ist.
»» 	Auch im deutschen Mittelbau der Branche waren viele Marktverdichtungen zu
beobachten. Unter anderem führten der Verkauf von DatingCafe.de an einen
Webcam-Chat-Betreiber und die Schließung des ehemaligen Hoffnungsträ-
gers ShopAMan.de mit 450.000 Mitgliedern zu einer Verdichtung des Dating-
Spektrums.
Nachdem jahrelang auf teilweise defizitäre Weise um Marktanteile gekämpft wurde, er-
gibt sich für die Gewinner in diesem Fusionenspiel zukünftig die Möglichkeit, effiziente
Strukturen zu schaffen und systematisch Erträge zu erzielen.
Aus unserer Sicht als Vergleichsportal ist es dennoch zu bedauern, wenn Vielfalt verloren
geht. Der Vorteil für den User besteht auf der Kehrseite darin, dass er mit nur einer Mit-
gliedschaft auf ein Vielfaches an potenziellen Kontakten zugreifen kann.
8 DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015
Nationaler und internationaler Aspekt
Besitzerwechsel auf dem Online-Dating-Weltmarkt
Deutschland in Europa nur im Mittelfeld
Im europäischen Vergleich stellt Deutschland mit 191,6 Millionen Euro Umsatz 2014 den
zweitgrößten Online-Dating-Markt nach Großbritannien mit 226,5 Millionen Euro. Frank-
reich folgt mit rund 125 Millionen Euro abgeschlagen auf Platz 3.
Betrachtet man den Pro-Kopf-Umsatz, der
in den Staaten Europas jeweils erzielt wird,
dann ergibt sich ein anderes Bild: Hier rangiert
Deutschland mit 2,40 Euro nur im Mittelfeld,
relativ weit hinter der Schweiz (mit satten 3,80
Euro pro Kopf), UK und den skandinavischen
Ländern.
Der US-Datingmarkt zeigt sich weiterhin als
der am meisten entwickelte in der Welt: Mit
einem Gesamtumsatz von rund 2 Milliarden
US$ liegt die Wachstumskurve bei derzeit
jährlich 5,0 %, die Tendenz seit Jahren stabil
steigend [9]. In Europa wie auch in den USA
schlägt sich die rasant wachsende Anzahl der
Smartphone-Nutzer auch positiv auf die
Bilanzen der Branche nieder [9,10].
Der AshleyMadison-Hack: Folgen für die Branche
Im Abstand weniger Wochen erfolgten Hacker-Angriffe auf die Mitgliederdatenban-
ken zweier Schwergewichte beim Adult-Dating: die weltweit größte US-Erotikplattform
AdultFriendFinder (Juni 2015, 63 Mio. Profile) und das kanadische Seitensprungportal
AshleyMadison (Juli 2015, 37 Mio. Profile). In beiden Fällen waren auch in Deutschland etli-
che 100.000 Nutzer betroffen [11]. Insbesondere der AshleyMadison-Hack wurde ausführ-
lich in den Medien seziert. Enthüllungen privater Details von Personen aus Politik und
Öffentlichkeit haben in den USA sogar zu einigen Suiziden Anlass gegeben.
Soweit wir es derzeit absehen können, gibt es allerdings keinen besonderen Impact auf
das Marktsegment„Adult-Dating“. Die Zahl der Neuanmeldungen ist bei den Mitbewer-
bern unmittelbar nach dem Daten-Hack sogar höher gewesen als im Messzeitraum davor.
Das Vertrauen der Nutzer in Bezug auf Erfolgschancen und Datensicherheit ist offenbar
unbeeinträchtigt geblieben.
DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015 9
Umsatz pro Einwohner in Euro
2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
21,5
44,8
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179,5
Match.com > 50 Mio. ~300 Mio. Euro
Badoo > 130 Mio. ~100 Mio. Euro
Mitglieder Umsatz 2011
CH UK DK NO AT NL FR ESITDESE PT
3,80
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10 DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015
Die Studienreihe
Die vorliegende Studie „Der Online-Dating-Markt 2014/2015“ ist Bestandteil einer
jährlich aktualisierten Analysereihe zum Online-Dating im deutschsprachigen Raum.
Sie hat sich seit dem Jahr 2004 als einzig seriöse Marktbetrachtung in der Branche
etabliert. Die Erhebung der Marktdaten wurde im Mai/Juni 2015 durchgeführt und
basiert auf verschiedenen Best-Practice-Ansätzen, die sich im Laufe der vorangegan-
genen Studien als besonders valide herausgestellt haben. Hierzu zählt insbesondere
das umfangreiche Datenmaterial aus den Testreihen für das Portal Singleboersen-
Vergleich.de.
Unser expliziter Dank gilt dem Management diverser führender Online-Dating-
Unternehmen. Ohne die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit wären
realistische Aussagen zu dem komplexen und für Außenstehende sowie oft auch die
Player unüberschaubaren Wettbewerbsgefüge auf dem Singlebörsenmarkt unmöglich.
Singleboersen-Vergleich.de
Das Internet-Portal Singleboersen-Vergleich.de ist ein kostenloses Informationsangebot für
Singles mit den Schwerpunkten:
»» Test und Bewertung von Online-Dating-Angeboten
»» Ratgeber-Magazin für Einsteiger und Fortgeschrittene
Mehr als 3.000.000 Singles fanden seit Anfang 2003 über den„Großen Singlebörsen-Ver-
gleich“, der inzwischen in vierzehn Ländern vertreten ist, ihre Mitgliedschaften in ge-
eigneten Singlebörsen. Auch Medienvertreter greifen gerne und häufig auf das Wissen
der Redaktion zu: Unsere Ratgeber, Interviews oder Auszüge der Testergebnisse wurden
mittlerweile in über 1.000 Pressebeiträgen und rund 100 TV- sowie Radiosendungen ver-
öffentlicht. Redaktionen wie die von Zdf-Wiso, Spiegel oder Stiftung Warentest haben sich
von der transparenten Arbeitsweise und inhaltlichen Unabhängigkeit bei Singleboersen-
Vergleich.de überzeugt.
singleboersen-vergleich.de
singleboersen-vergleich.at
singleboersen-vergleich.ch
guide-sites-rencontres.fr
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dejting-experten.se
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Grundlagenwissen zum Online-Dating
About
DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015 11
Copyrightvermerk und Haftungsausschluss:
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Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung der Verfasser unzulässig. Das gilt insbesondere für die Vervielfältigung, Über-
setzung sowie Einspeisung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Dieses Werk wurde nach bestem Wissen erstellt,
Irrtümer und Druckfehler können jedoch nicht ausgeschlossen werden.
DieVerfasser übernehmen keine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit sowie für dieVollständigkeit der dargestellten Infor-
mationen. Dies bezieht sich auf eventuelle Schäden materieller oder ideeller Art Dritter, die durch die Nutzung diesesWerkes
verursacht wurden.
Quellenangaben
[1]„Faszination Mobile“, Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) 2014
[2]„Parship Single-Studie“, 2005
[3]„Haushalte nach Haushaltsgröße im Zeitvergleich“, Statistisches Bundesamt 2013 und
2014
[4]„Singles in Deutschland“, Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA) 2013
(meldet 14,03 Mio. Singles, inkludiert aber auch Ü65er)
[5]„Me, My Spouse and the Internet“, Oxford Internet Institute Langzeitstudie 2011
[6]„Single-Erhebung“, Aris/Bitcom 2005 und 2014
[7]„ElitePartner Single-Studie“, 2009
[8]„Vom Online-Dating zum Traualtar“, Umfrage bei 827 dt. Standesämtern, Singleboersen-
Vergleich.de 2013
[9]„Dating Services in the US“, Dating Services Market Research Report, IBISWorld 2015
[10]„Global Digital Statshot“, We Are Social 2015
[11] Die Analyse der aktuellen Mitgliederdatenbank ergibt für Deutschland 421.467 aktive
Profile bei AshleyMadison, die Zahl wurde bereits um die Anzahl der Fakes bereinigt
(Metaflake, September 2015). Das AdultFriendFinder-Netzwerk zählt 1,8 Milionen deut-
sche Mitglieder.
Deutschlands Singles vertrauen uns seit 2003!

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Online Dating Marktstudie / Branchenreport Deutschland

  • 1. ONLINE-DATING-MARKT DER 2014 -2015 »» Online-Dating ist im Alltag angekommen und hat sich zum Dating ‘around the clock‘ entwickelt: Geflirtet wird dank Smartphone überall und immerzu. »» Monatlich sind über 8,2 Mio. User auf Online-Dating-Portalen aktiv. Diese Zahl nimmt aktuell um rund 100.000 Nutzer per anno zu. Weitere 3,5 Mio. User suchen im Internet nach Sexkontakten. Insgesamt haben die Deutschen seit dem Jahr 2000 weit über 100 Mio. Profile bei Dating-Portalen erstellt. »» Seit 2002 hat sich der Branchenumsatz in Deutschland mehr als verachtfacht und kletterte 2011 auf einen Spitzenwert von über 202 Mio. Euro. Nach rückläufigen Umsätzen in 2012 und 2013 (minus 8,4 %) konnte sich der Markt im vorangehen- den Kalenderjahr wieder auf 191,6 Mio. Euro stabilisieren (plus 3,1 %). »» Die meisten monatlichen Nutzer entfallen auf Social-Dating-Plattformen (35,9 %), vor den klassischen Kontaktanzeigen-Portalen (20,7 %) und Online-Partner- vermittlungen (13,3 %). »» Das umsatzstärkste Marktsegment stellen die Online-Partnervermittlungen mit 74,4 Mio. Euro, gefolgt von Adult-Dating-Portalen (45,1 Mio. Euro) und Kontakt- anzeigen-Seiten (34,6 Mio. Euro). »» Die Hacker-Angriffe auf das Seitensprungportal AshleyMadison und die Sexkontakt- börse AdultFriendFinder haben keinen nennenswerten Impact auf das Marktseg- ment„Adult-Dating“. »» Online-Dating führt für viele Nutzer zum gewünschten Ziel: Über 30 % aller Bezie- hungen entstehen heute online, immerhin 16,4 % aller Eheschließungen finden ihren Anfang im Netz. »» Die Anbieterlandschaft der Partnerportale verdichtet sich: Auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene fanden in 2014 und 2015 zahlreiche Fusionen und Ver- käufe von namhaften Singlebörsen statt. »» In Bezug auf Angebotsvielfalt und Gesamtumsatz stellt Deutschland im europä- ischenVergleich den zweitgrößten Online-Dating-Markt hinter UK. Beim Pro-Kopf- Umsatz liegt Deutschland mit 2,40 Euro jedoch relativ weit hinter der Schweiz, Großbritannien und den skandinavischen Ländern zurück. Key Facts
  • 2. 2 DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015 Es ist spannend zu beobachten, wie sich das Flirtverhalten von Singles an technologische und gesellschaftliche Veränderungen anpasst. Warum wurde die Internet-Partnersuche zum Volkssport? Weil die Menschen sich daran gewöhnt haben, viele Dinge des täglichen Lebens ganz selbstverständlich online abzuwickeln. Nach Online-Banking und Online- Shopping dann eben auch Online-Dating. In den vergangenen fünf Jahren hat das Smartphone unser Kommunikationsverhalten deutlich beschleunigt. Weit mehr als 40 Millionen Smartphone-Nutzer zählte Deutsch- land 2014, die Zahl hat sich binnen weniger Jahre mehr als versechsfacht [1]. Wer heute im Supermarkt an der Schlange steht, beantwortet schnell ein paar WhatsApp-Nachrich- ten. Die Parallele erleben wir beim Online-Dating: Flirtmails werden über mobile Endge- räte ununterbrochen ‘gecheckt‘ und man erwartet vom Gegenüber kürzere Antwortzei- ten. Auch die Bereitschaft zu spontanen Treffen hat sich erhöht, insbesondere bei den jüngeren Nutzern. Die Suche nach einem Lebens- oder Flirtpartner hat sich damit zum Überall- und Nonstop-Dating entwickelt. Um mit dieser Entwicklung mithalten zu können, haben die Singlebörsen-Anbieter den Fokus darauf gelegt, ihre Apps technisch weiterzuentwickeln und ihr Angebot noch mehr auf die mobile Nutzung zuzuschneiden. So ist es ihnen gelungen, erstmals auch nen- nenswerte Umsätze über die„Smartphone-Singles“ zu generieren. Dabei standen sie vor der Herausforderung, dass Dater bei der mobilen Nutzung eine deutlich geringere Zah- lungsbereitschaft zeigen als über PC und Notebook. Nicht zuletzt litt auch darunter der Jahresumsatz in 2012 und 2013. Inzwischen hat die Branche auf allen Ebenen dazugelernt und verzeichnet 2014 wieder ein maßvolles, aber solides Plus. Monatlich sind in Deutschland so viele Nutzer wie nie zuvor beim Online-Dating aktiv. Social-Dating-Portalen wie Lovoo ist es sogar gelungen, durch ihren unverkrampften „Leute treffen“-Ansatz neue Zielgruppen wie etwa die U20-Generation zum Mitspielen zu bewegen. Die wichtigen Veränderungen am Markt finden aktuell aber weniger in technischer Hinsicht als vielmehr im Hinblick auf zahlreiche Fusionen und Verkäufe statt. Während Friendscout24 und Neu.de ihre Hochzeit bereits komplett vollzogen haben, müssen Parship und ElitePartner noch den Trauschein vom Kartellamt ausgestellt bekommen. Diesen spannenden Geschehnissen haben wir ein Extrakapitel gewidmet. Viel Spaß bei der Lektüre! Pamela Moucha, Dirk Pflitsch & Henning Wiechers Verantwortlich: Henning Wiechers Dirk Pflitsch Pamela Moucha Riehler Str. 21 D-50668 Köln Telefon: +49 (0)221 – 130 87 10 E-Mail: redaktion@singleboersen-vergleich.de Web: www.metaflake.de metaflake Vorwort: Flirten und daten rund um die Uhr...
  • 3. DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015 3 Stichwort „Single“ Wir definieren Singles als Personen zwischen 18 und 65 Jahren, die nicht in einer festen Partnerschaft leben. Wie hoch die Anzahl der Singles in Deutschland ist, wurde systema- tisch zuletzt 2005 ermittelt: 11,5 Millionen [2]. Es existiert keine gesicherte Angabe darüber, wie viele Singles heute in Deutschland leben. Festhalten lässt sich, dass die behördlich ermittelte Zahl der„Ein-Personen-Haus- halte“ von 14,7 Millionen (2005) um 13 % auf 16,4 Millionen (2014) gestiegen ist [3]. Davon ausgehend kann die Anzahl der Singles in 2014 mit 13 Millionen angenommen werden [4]. Diese Zahl gilt für einen konkreten Messzeitpunkt. Der Personenkreis, der im Laufe eines Kalenderjahres zumindest zeitweise den Status„Single“ innehat, ist um meh- rere Millionen größer. Zur Zielgruppe der Online-Dating-Branche zählen aber nicht nur Singles, sondern auch Menschen, die noch in einer Partnerschaft leben, sich aber schon neu orientieren, außer- dem Seitenspringer und Swinger. Stichwort „Online-Dating“ Das amerikanische Wort „Dating“ beschreibt einen zwischenmenschlichen Kennlernprozess mit dem Ziel, die Bereitschaft zu einer Annäherung (von One-Night- Stand bis Heirat) auszuloten.„Online“ verlangt, dass dieser Anbahnungsprozess zu einem wesentlichen Teil über das Internet abgewickelt wird. Wir zählen Communities wie Facebook oder Xing nicht im engeren Sinn zum Online- Dating, weil es dabei nicht primär ums Dating geht. Ebenso wenig berücksichtigen wir offline geprägte Dating-Ansätze wie Speeddating oder die klassische Partnervermittlung, die mit einer Webseite auf sich aufmerksam macht. Stichwort „Mobile-Dating“ Weit über 50 % aller Logins, um neue Partnervorschläge zu lesen oder zeitnah auf Flirt- anfragen zu antworten, finden heute über mobile Endgeräte statt. Die Trennung von Online-Dating und Mobile-Dating ist in unseren Augen seit einigen Jahren aber hinfällig: Die etablierten Online-Dating-Player bieten mittlerweile selbstverständlich auch mobile Webseiten und Apps. Und die meisten ehemaligen „mobile-only“ Datingservices haben wiederum mit einer Webseite nachgezogen. Der Kunde erwartet, dass der Anbieter seiner Wahl überall erreichbar ist. Eine separate Berechnung des „Mobile-Dating-Umsatzes“ ist wenig sinnvoll, denn der Großteil aller Nutzer wechselt kontinuierlich zwischen„online“ und„mobile“ hin und her. Das macht eine genaue Zuordnung so gut wie unmöglich. Wir fassen daher in dieser Studie beide Spielarten unter dem Begriff „Online-Dating“ zusammen. Schlüsselbegriffe in dieser Studie
  • 4. 2014201320122003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 3,5 9,7 4,6 13,8 6,2 20,6 7,2 33,1 7,1 45,3 7,0 54,4 6,9 61,0 6,9 70,2 7,3 79,7 7,7 88,7 8,1 98,3 8,2 107,8 138,1 163,6 179,5 188,9 202,8 187,5 185,8 191,6 4 DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015 Gesamtmarkt: Nutzerzahlen stabil, Umsätze leicht im Plus Die online-Dating-Nutzer Wer sich im deutschen Internet nach einem Partner umsehen möchte, hat die Qual der Wahl: Über 2.500 Singlebörsen, Partnervermittlungen, Singlechats, Seitensprung-Dienste, Sextreffs usw. stehen bereit. Die meisten sind hinsichtlich ihrer sehr überschaubaren Mit- gliederkartei für die Branche zwar uninteressant, immerhin 30 Anbietern aber ist es bis zum Dezember 2014 gelungen, mehr als 1.000.000 User einzusammeln. Mitglied eines Online-Dating-Portals wird man mit wenigen Klicks sowie in aller Regel kostenlos. Die wenigsten denken daran, sich wieder abzumelden. Daher schnellte die Zahl der Online-Dating-Mitgliedschaften in den letzten Jahren in astronomische Hö- hen: Von 3,5 Millionen im Dezember 2002 auf 107,8 Millionen im Dezember 2014. Die Zahl der aktiven Nutzer, also der Personen, die sich tatsächlich regelmäßig bei On- line-Dating-Portalen einloggen, stagnierte einige Jahre bei rund 7 Millionen pro Monat, hat sich aber von 2011 bis 2014 auf rund 8,2 Millionen erhöht. Hinzu kommen weitere 3,5 Millionen Nutzer, die explizit nach erotischen Kontakten suchen. Einer genutzten Online-Dating-Mitgliedschaft stehen damit 12 ungenutzte gegenüber – viele große Singlebörsen kommunizieren ihre irrwitzig hohen Mitgliederzahlen deshalb nicht mehr auf der Startseite. Anders als die überwiegend werbefinanzierten Social-Networks erzielt die klassische Online-Dating-Branche über 85 % des Umsatzes direkt von den Mitgliedern, die in der Regel zur Kasse gebeten werden, wenn sie mehr wollen als „nur gucken“ - nämlich mit anderen Singles in Kontakt treten. Mitgliedschaften und Nutzer in Mio. Mitgliedschaften aktive Nutzer
  • 5. 2014201320122003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 3,5 9,7 4,6 13,8 6,2 20,6 7,2 33,1 7,1 45,3 7,0 54,4 6,9 61,0 6,9 70,2 7,3 79,7 7,7 88,7 8,1 98,3 8,2 107,8 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 21,5 44,8 82,6 113,0 138,1 163,6 179,5 188,9 202,8 187,5 185,8 191,6 CH UK DK NO AT NL FR ESITDESE PT 3,80 3,50 3,20 3,00 2,90 2,40 2,10 2,00 1,90 0,70 0,60 0,20 DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015 5 Umsatz in Deutschland in Mio. Euro Der Online-Dating-Umsatz Die Branche verzeichnete 2014 einen Gesamtumsatz von 191,6 Mio. Euro. Nach starken Wachstumsjahren war das Marktvolumen von 2011 auf 2013 leicht zurückgegangen, konnte sich jedoch begünstigt durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren im ver- gangenen Jahr erneut stabilisieren und sogar ein maßvolles Plus von 3,1 % erzielen: »» Fortschreitende Monetarisierung von Mobile-Traffic „Mobile“ ist die Zahlungsbereitschaft der Nutzer grundsätzlich niedriger als„online“, daher ist der Trend zur mobilen Nutzung generell ein Nachteil für die Branche. Im Jahr 2014 machten die Online-Dating-Anbieter aber in technischer und verkaufspsychologischer Hinsicht große Lernfortschritte auf dem Smartphone und konnten den Mobile-Shift dadurch sogar überkompensieren. »» Umsatzplus bei den etablierten Anbietern Den Löwenanteil an der Erholung der Umsatzkurve hatten einzelne marktführende Player wie Parship oder Lovoo vor allem dadurch, dass sie den Werbedruck 2014 nochmals deutlich erhöht haben. Viele Player aus der zweiten Reihe haben sich dagegen deutlich zurückhaltender verhalten als in den Vorjahren. Die „Erfolgsquote“ Ob die Online-Dater Erfolg haben, sprich ob sie ihre persönlichen Dating-Ziele erreichen, hängt natürlich zum entscheidenden Teil von ihnen selbst ab. Die Online-Dating-Portale können hier nur die notwendigen Rahmenbedingungen (z. B. Zuführung von möglichst vielen passenden Neumitgliedern, unterstützende Maßnahmen bei den Mitgliederaktivi- täten, praktische Hilfestellungen) schaffen. Verschiedene Erhebungen zeigen allerdings Beeindruckendes: Über 30 % aller Bezie- hungen werden über das Internet angebahnt; aktuell entsteht demnach unter allen Internetnutzern ungefähr jede dritte neue Beziehung online, Deutschland ist hier Euro- pameister [5]. Schon im Jahr 2005 gaben 9,2 % der Internetnutzer an, mit einer Online-Bekanntschaft liiert zu sein [6]. 2009 waren es bereits 18,8 % [7]. Online-Dater landen sogar vor dem Altar: 16,4 % aller Ehen, die 2013 in Deutschland geschlossen wurden, hatten ihren Ursprung bei der Partnersuche im Internet [8].
  • 6. Match.com > 50 Mio. ~300 Mio. Euro Badoo > 130 Mio. ~100 Mio. Euro Meetic > 40 Mio. 178 Mio. Euro Parship > 10 Mio. ~40 Mio. Euro Mitglieder Umsatz 2011 8,5 6,3 5,7 1,1 23,2 12,8 7 1,8 44,3 26,1 9,6 2,6 57,5 39,5 10,4 5,6 66,5 47,7 16,6 7,3 79,2 53,1 22,8 8,5 75,8 62,0 31,5 10,2 67,0 72,6 36,6 10,8 1,9 55,6 4,2 88,3 44,5 10,2 47,0 11,6 77,3 9,7 41,9 37,8 23,6 71,1 43,2 10,1 34,6 27,7 74,4 45,1 9,8 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Umsatz nach Marktsegmenten in Mio. Euro 6 DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015 Online-Dating-Angebote lassen sich anhand von drei wesentlichen Dimensionen klassi- fizieren: »» Technik Kontaktanzeigen-Märkte zum Selbersuchen vs. Vermittlungsverfahren ohne Marktplatz-Transparenz »» Zielgruppe Flirt und Dating, Lebenspartner, Sexkontakte, Seitensprung und Nischen wie„religiöse Singles“ »» Preismodell werbefinanziert, Freemium, Zahlung pro Aktion, zeitlich begrenzte Flatrates Die neue Generation von Social-Dating-Plattformen verzeichnete im Dezember 2014 Logins von über 4,5 Millionen Unique Usern und ist damit binnen weniger Jahre zum nutzerstärksten Marktsegment herangewachsen. Social-Dating-Anbieter dominieren die App-Stores sowie das Facebook-Umfeld. Angesprochen wird eine junge Zielgruppe, denn offiziell geht es einfach ums Kennenlernen„neuer Leute“. Die meisten Anbieter set- zen auf Freemium-Preismodelle, d. h. die Nutzung ist grundsätzlich kostenlos möglich. Zusatzfunktionen, um mehr Aufmerksamkeit zu erhalten, verlangen nach einer geringen Investition. Während Tinder mit der Einführung kostenpflichtiger Features noch herumex- perimentiert, hat Lovoo den Schritt in die Monetarisierung 2014 so erfolgreich weiterbe- trieben, dass der Anbieter heute unter die Top 5 der Umsatzplayer aufgestiegen ist. Der einzelne zahlende Dater fällt hier weniger ins Gewicht, den Ausschlag gibt die Masse. Das ehemals meistfrequentierte Marktsegment stellen die klassischen Kontaktanzeigen-Portale dar, von de- nen am deutschen Markt im Dezem- ber 2014 immerhin 10 mit mehr als 100.000 monatlichen Nutzern zur Aus- wahl standen. Bei den Kontaktanzei- gen-Portalen suchen überwiegend 25- 50 Jahre alte Mitglieder via Inserat auf eher lockere Art und Weise nach „Flirt und Dating“. Marktführer in Sachen Umsatz sind FriendScout24 und Neu.de, die zukünftig unter einem Dach firmie- ren. Da das mitgliederstarke Social-Da- ting-Portal Zoosk sich 2014 in Richtung Kontaktanzeigen umstrukturiert hat, konnten einige verlorene Marktanteile wieder von den Social-Dating-Plattfor- men zurückgewonnen werden. Als Weiterentwicklung der traditionellen Partnervermittler gelten die Online-Partner- vermittlungen, die mit einem Eingangstest Persönlichkeitsmerkmale messen und dann auf Basis paarpsychologischer Vergleiche Partnervorschläge unterbreiten. Angesprochen werden v. a. Singles über 30 Jahre, die konkret nach einem Lebenspartner suchen. Parship konnte im Jahr 2014 die Marktführerschaft aufgrund intensiver Marketing-Aktivi- täten weiter ausbauen und den Abstand zu seinen Mitbewerbern, vor allem ElitePartner, noch einmal vergrößern. eDarling, die dritte Größe im Bunde, hat sich zwischenzeitlich mehr in Richtung Ausland orientiert, gibt nun aber auch in Deutschland wieder tüchtig Gas. Marktsegmente: Nutzer und Anbieter springen zwischen den Sparten Nischenanbieter Adult-Dating Partnervermittlungen Kontaktanzeigen Social-Dating 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 3,5 9,7 4,6 13,8 6,2 20,6 7,2 33,1 7,1 45,3 7,0 54,4 6,9 61,0 6,9 7,3 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 21,5 44,8 82,6 113,0 138,1 163,6 179,5 188,9 202,8 8,5 6,3 5,7 1,1 23,2 12,8 7 1,8 CH UK SE NL AT FR ES ITDE PT 3,60 3,50 2,8 2,50 2,10 2,00 1,90 0,85 0,80 0,45 Deutsche Portale 80 % Ausländische Portale 20 % 80 % 20 % ElitePartner, eDarling, Parship, FriendScout24: 54,2 % Match.com > 50 Mio. ~300 Mio. Euro Badoo > 130 Mio. ~100 Mio. Euro Meetic > 40 Mio. 178 Mio. Euro Parship > 10 Mio. ~40 Mio. Euro Mitglieder Umsatz 2011 44,3 26,1 9,6 2,6 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 57,5 39,5 10,4 5,6 66,5 47,7 16,6 7,3 79,2 53,1 22,8 8,5 75,8 62,0 31,5 10,2 68,9 72,6 36,6 10,8 58,1 88,3 44,5 10,2 54,2 %45,8 % 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 4,6 13,8 6,2 20,6 7,2 33,1 7,1 45,3 7,0 54,4 6,9 61,0 6,9 7,3 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 44,8 82,6 113,0 138,1 163,6 179,5 188,9 202,8 23,2 12,8 7 1,8 UK SE NL AT FR ES ITDE PT 3,50 2,8 2,50 2,10 2,00 1,90 0,85 0,80 0,45 utsche tale % Ausländische Portale 20 % 80 % 20 % ElitePartner, eDarling, Parship, FriendScout24: 54,2 % tch.com > 50 Mio. ~300 Mio. Euro doo > 130 Mio. ~100 Mio. Euro etic > 40 Mio. 178 Mio. Euro ship > 10 Mio. ~40 Mio. Euro Mitglieder Umsatz 2011 44,3 26,1 9,6 2,6 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 57,5 39,5 10,4 5,6 66,5 47,7 16,6 7,3 79,2 53,1 22,8 8,5 75,8 62,0 31,5 10,2 68,9 72,6 36,6 10,8 58,1 88,3 44,5 10,2 54,2 %5,8 % 2010 2011 6,9 70,2 7,3 79,7 2010 2011 188,9 202,8 IT PT 0,80 0,45 ändische Portale 20 % ePartner, g, Parship, Mio. Euro Mio. Euro io. Euro Mio. Euro tz 2011 2010 2011 68,9 72,6 36,6 10,8 58,1 88,3 44,5 10,2
  • 7. DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015 7 Das vierte Mainstream-Marktsegment, Adult-Dating, beinhaltet Online-Dating-Portale, bei denen es um erotische Kontakte geht. Nach der frühen Schmuddelphase haben sich seit 2008 einige hochprofessionell geführte Angebote wie C-Date oder Joyclub etabliert, aber auch Hochglanzportale wie Affaire.com, von denen einige mit animierten Profilen ar- beiten. Die fünfte Säule des Online-Dating-Marktes wird von einer breiten Variation an Nischenanbietern gebildet. Das Spektrum reicht von Singlebörsen für religiöse oder be- hinderte Singles über Spezialisten für die internationale Partnersuche bis hin zu Commu- nities etwa für spezielle sexuelle Vorlieben. Der höchste Umsatz wird im Bereich „Gay“ und„Damen aus Osteuropa“ erzielt. Die Umsätze in den einzelnen Segmenten sind relativ unabhängig von den Verschie- bungen bei den Nutzerzahlen. Seit Jahren gelingt es den Online-Partnervermittlungen mit Abstand am besten, ihre Nutzer zu monetarisieren. Auch die Umsätze der Kontakt- anzeigen-Portale sind im Vergleich zu den Wanderbewegungen der Nutzer relativ stabil geblieben, was darauf hinweist, dass v. a. diejenigen Mitglieder Richtung Social-Dating abgewandert sind, denen FriendScout24 & Neu.de zu teuer waren. Im Bereich Adult-Dating und bei den Nischenanbietern stellen wir relativ konstante Umsätze fest. Auch die Kräf- teverhältnisse zwischen den einzelnen Anbietern in diesen Segmenten sind relativ stabil. Marktanteil (monatl. Nutzer) Marktanteil (Umsatz) Führende Social-Dating-Plattformen: Badoo.com, iLove.de, GoTinder.com, Jaumo.com, Lovoo.net Führende Kontaktanzeigen-Portale: Bildkontakte.de, DatingCafe.de, Finya.de, FriendScout24.de, Neu.de, Singles.de, ShopAMan.de, Zoosk.com Führende Internet-Partnervermittlungen: eDarling.de, ElitePartner.de, Heartbooker.de, Lovepoint.de, Parship.de, Partner.de, Partnersuche.de, Parwise.de Führende Adult-Dating-Portale: AdultFriendFinder.com, Affaire.com, C-Date.de, FirstAffair.de, Joyclub.de, Poppen.de, Secret.de, Flirtfair.de Führende Nischenportale: 50plus-Treff.de, PlanetRomeo.com, Handicap-Love.de, Interfriendship.de, Sklavenzentrale.com 4,9% 35,9% 20,7% 13,3% 25,2% 5,1% 14,5% 18,1% 38,8% 23,5% Match.com > 50 Mio. ~300 Mio. Euro Badoo > 130 Mio. ~100 Mio. Euro Meetic > 40 Mio. 178 Mio. Euro Parship > 10 Mio. ~40 Mio. Euro Mitglieder Umsatz 2011 CH UK DK NO AT NL FR ESITDESE PT 0,20 4,9% 35,9% 20,7% 13,3% 25,2% 5,1% 14,5% 18,1% 38,8% 23,5% 8,5 6,3 5,7 1,1 23,2 12,8 7 1,8 44,3 26,1 9,6 2,6 57,5 39,5 10,4 5,6 66,5 47,7 16,6 7,3 79,2 53,1 22,8 8,5 75,8 62,0 31,5 10,2 67,0 72,6 36,6 10,8 1,9 55,6 4,2 88,3 44,5 10,2 47,0 11,6 77,3 9,7 41,9 37,8 23,6 71,1 43,2 10,1 34,6 27,7 74,4 45,1 9,8 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Social-Dating Kontaktanzeigen Partnervermittlungen Adult-Dating Nischenanbieter 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 21,5 44,8 82,6 113,0 138,1 163,6 179,5 188,9 202,8 8,5 6,3 5,7 1,1 23,2 12,8 7 1,8 CH UK SE NL AT FR ES ITDE PT 3,60 3,50 2,8 2,50 2,10 2,00 1,90 0,85 0,80 0,45 Deutsche Portale 80 % Ausländische Portale 20 % 80 % 20 % ElitePartner, eDarling, Parship, FriendScout24: 54,2 % Match.com > 50 Mio. ~300 Mio. Euro Badoo > 130 Mio. ~100 Mio. Euro Meetic > 40 Mio. 178 Mio. Euro Parship > 10 Mio. ~40 Mio. Euro Mitglieder Umsatz 2011 44,3 26,1 9,6 2,6 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 57,5 39,5 10,4 5,6 66,5 47,7 16,6 7,3 79,2 53,1 22,8 8,5 75,8 62,0 31,5 10,2 68,9 72,6 36,6 10,8 58,1 88,3 44,5 10,2 54,2 %45,8 % 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 3,5 9,7 4,6 13,8 6,2 20,6 7,2 7,1 7,0 6,9 6,9 7,3 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 21,5 44,8 82,6 113,0 138,1 163,6 179,5 188,9 202,8 8,5 6,3 5,7 1,1 23,2 12,8 7 1,8 CH UK SE NL AT FR ES ITDE PT 3,60 3,50 2,8 2,50 2,10 2,00 1,90 0,85 0,80 0,45 Deutsche Portale 80 % Ausländische Portale 20 % 80 % 20 % ElitePartner, eDarling, Parship, FriendScout24: 54,2 % Match.com > 50 Mio. ~300 Mio. Euro Badoo > 130 Mio. ~100 Mio. Euro Meetic > 40 Mio. 178 Mio. Euro Parship > 10 Mio. ~40 Mio. Euro Mitglieder Umsatz 2011 44,3 26,1 9,6 2,6 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 57,5 39,5 10,4 5,6 66,5 47,7 16,6 7,3 79,2 53,1 22,8 8,5 75,8 62,0 31,5 10,2 68,9 72,6 36,6 10,8 58,1 88,3 44,5 10,2 54,2 %45,8 % 07 2008 2009 2010 2011 45,3 7,0 54,4 6,9 61,0 6,9 7,3 07 2008 2009 2010 2011 1 163,6 179,5 188,9 202,8 AT FR ES IT PT 2,00 1,90 0,85 0,80 0,45 Ausländische Portale 20 % % 20 % ElitePartner, eDarling, Parship, FriendScout24: 54,2 % Mio. ~300 Mio. Euro Mio. ~100 Mio. Euro Mio. 178 Mio. Euro Mio. ~40 Mio. Euro eder Umsatz 2011 07 2008 2009 2010 2011 5 7 6 79,2 53,1 22,8 8,5 75,8 62,0 31,5 10,2 68,9 72,6 36,6 10,8 58,1 88,3 44,5 10,2 %
  • 8. Der Markt verdichtet sich: Wer kauft wen? Die anbieterseitigen Markttrends, die wir in den vorangegangenen Ausgaben unserer Studie beschrieben haben, waren vor allem inhaltlicher Natur, z. B. der Übergang zum Mobile-Dating oder die Erschließung neuer Kundengruppen und Werbekanäle. In 2014 und 2015 dagegen veränderten sich zahlreiche Eigentumsverhältnisse in der Branche. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit sind das laufende und vergangene Kalender- jahr vom Verkauf und der damit meist verbundenen Fusion großer Portale geprägt. Dabei haben sich wenige starke Player beachtliche Marktanteile einverleibt: »» „The Match Group“ (eine Sparte des börsennotierten US-Konzerns IAC) baut seine Weltmarktführerschaft weiter aus: Neben Match.com, Tinder, OkCupid und rund 50 weiteren Brands gehören mittlerweile 87,5 % des europäischen Marktführers Meetic zum Portfolio. Mitte 2015 wurde auch noch der größte Free-Dating-Service der Welt, Pof.com, für stattliche 575 Mio. US$ akquiriert. » Meetic wiederum ging in Europa weiter auf Ein- kaufstour: Neben der UK- Größe DatingDirect hat der Europa-Gigant in Deutsch- land den Singlebörsen- Marktführer Friendscout24 aus der Scout24-Gruppe gekauft und im Juni 2015 technisch mit Neu.de zu einer Riesenplattform ver- schmolzen. » Parship wurde von Holtz- brinck an den englischen Investor„Oakley Capital“ ver- kauft. Der kündigte eine Fu- sion mit ElitePartner an, was sinnvoll erscheint, da beide Unternehmen kaum einen Kilometer voneinander entfernt residieren und jeweils rund 100 Mitarbeiter beschäftigen, aber im Prinzip genau dasselbe machen. Aktuell prüft das Kartellamt, ob die Fusion der Nummer 1 und Nummer 2 in Deutschland zulässig ist. »» Auch im deutschen Mittelbau der Branche waren viele Marktverdichtungen zu beobachten. Unter anderem führten der Verkauf von DatingCafe.de an einen Webcam-Chat-Betreiber und die Schließung des ehemaligen Hoffnungsträ- gers ShopAMan.de mit 450.000 Mitgliedern zu einer Verdichtung des Dating- Spektrums. Nachdem jahrelang auf teilweise defizitäre Weise um Marktanteile gekämpft wurde, er- gibt sich für die Gewinner in diesem Fusionenspiel zukünftig die Möglichkeit, effiziente Strukturen zu schaffen und systematisch Erträge zu erzielen. Aus unserer Sicht als Vergleichsportal ist es dennoch zu bedauern, wenn Vielfalt verloren geht. Der Vorteil für den User besteht auf der Kehrseite darin, dass er mit nur einer Mit- gliedschaft auf ein Vielfaches an potenziellen Kontakten zugreifen kann. 8 DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015 Nationaler und internationaler Aspekt Besitzerwechsel auf dem Online-Dating-Weltmarkt
  • 9. Deutschland in Europa nur im Mittelfeld Im europäischen Vergleich stellt Deutschland mit 191,6 Millionen Euro Umsatz 2014 den zweitgrößten Online-Dating-Markt nach Großbritannien mit 226,5 Millionen Euro. Frank- reich folgt mit rund 125 Millionen Euro abgeschlagen auf Platz 3. Betrachtet man den Pro-Kopf-Umsatz, der in den Staaten Europas jeweils erzielt wird, dann ergibt sich ein anderes Bild: Hier rangiert Deutschland mit 2,40 Euro nur im Mittelfeld, relativ weit hinter der Schweiz (mit satten 3,80 Euro pro Kopf), UK und den skandinavischen Ländern. Der US-Datingmarkt zeigt sich weiterhin als der am meisten entwickelte in der Welt: Mit einem Gesamtumsatz von rund 2 Milliarden US$ liegt die Wachstumskurve bei derzeit jährlich 5,0 %, die Tendenz seit Jahren stabil steigend [9]. In Europa wie auch in den USA schlägt sich die rasant wachsende Anzahl der Smartphone-Nutzer auch positiv auf die Bilanzen der Branche nieder [9,10]. Der AshleyMadison-Hack: Folgen für die Branche Im Abstand weniger Wochen erfolgten Hacker-Angriffe auf die Mitgliederdatenban- ken zweier Schwergewichte beim Adult-Dating: die weltweit größte US-Erotikplattform AdultFriendFinder (Juni 2015, 63 Mio. Profile) und das kanadische Seitensprungportal AshleyMadison (Juli 2015, 37 Mio. Profile). In beiden Fällen waren auch in Deutschland etli- che 100.000 Nutzer betroffen [11]. Insbesondere der AshleyMadison-Hack wurde ausführ- lich in den Medien seziert. Enthüllungen privater Details von Personen aus Politik und Öffentlichkeit haben in den USA sogar zu einigen Suiziden Anlass gegeben. Soweit wir es derzeit absehen können, gibt es allerdings keinen besonderen Impact auf das Marktsegment„Adult-Dating“. Die Zahl der Neuanmeldungen ist bei den Mitbewer- bern unmittelbar nach dem Daten-Hack sogar höher gewesen als im Messzeitraum davor. Das Vertrauen der Nutzer in Bezug auf Erfolgschancen und Datensicherheit ist offenbar unbeeinträchtigt geblieben. DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015 9 Umsatz pro Einwohner in Euro 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 21,5 44,8 82,6 113,0 138,1 163,6 179,5 Match.com > 50 Mio. ~300 Mio. Euro Badoo > 130 Mio. ~100 Mio. Euro Mitglieder Umsatz 2011 CH UK DK NO AT NL FR ESITDESE PT 3,80 3,50 3,20 3,00 2,90 2,40 2,10 2,00 1,90 0,70 0,60 0,20
  • 10. 10 DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015 Die Studienreihe Die vorliegende Studie „Der Online-Dating-Markt 2014/2015“ ist Bestandteil einer jährlich aktualisierten Analysereihe zum Online-Dating im deutschsprachigen Raum. Sie hat sich seit dem Jahr 2004 als einzig seriöse Marktbetrachtung in der Branche etabliert. Die Erhebung der Marktdaten wurde im Mai/Juni 2015 durchgeführt und basiert auf verschiedenen Best-Practice-Ansätzen, die sich im Laufe der vorangegan- genen Studien als besonders valide herausgestellt haben. Hierzu zählt insbesondere das umfangreiche Datenmaterial aus den Testreihen für das Portal Singleboersen- Vergleich.de. Unser expliziter Dank gilt dem Management diverser führender Online-Dating- Unternehmen. Ohne die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit wären realistische Aussagen zu dem komplexen und für Außenstehende sowie oft auch die Player unüberschaubaren Wettbewerbsgefüge auf dem Singlebörsenmarkt unmöglich. Singleboersen-Vergleich.de Das Internet-Portal Singleboersen-Vergleich.de ist ein kostenloses Informationsangebot für Singles mit den Schwerpunkten: »» Test und Bewertung von Online-Dating-Angeboten »» Ratgeber-Magazin für Einsteiger und Fortgeschrittene Mehr als 3.000.000 Singles fanden seit Anfang 2003 über den„Großen Singlebörsen-Ver- gleich“, der inzwischen in vierzehn Ländern vertreten ist, ihre Mitgliedschaften in ge- eigneten Singlebörsen. Auch Medienvertreter greifen gerne und häufig auf das Wissen der Redaktion zu: Unsere Ratgeber, Interviews oder Auszüge der Testergebnisse wurden mittlerweile in über 1.000 Pressebeiträgen und rund 100 TV- sowie Radiosendungen ver- öffentlicht. Redaktionen wie die von Zdf-Wiso, Spiegel oder Stiftung Warentest haben sich von der transparenten Arbeitsweise und inhaltlichen Unabhängigkeit bei Singleboersen- Vergleich.de überzeugt. singleboersen-vergleich.de singleboersen-vergleich.at singleboersen-vergleich.ch guide-sites-rencontres.fr guida-incontri.it sitios-encuentros.es dejting-experten.se nettdating-eksperten.no netdating-eksperter.dk leadingdatingsites.co.uk datingsitesreviewed.com sites-encontros.com.pt central-encontros.com.br datingsitesreviews.com.au Grundlagenwissen zum Online-Dating About
  • 11. DER ONLINE-DATING-MARKT 2014 - 2015 11 Copyrightvermerk und Haftungsausschluss: DiesesWerkeinschließlichallerseinerTeileisturheberrechtlichgeschützt.JedeVerwertungaußerhalbderengenGrenzendes Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung der Verfasser unzulässig. Das gilt insbesondere für die Vervielfältigung, Über- setzung sowie Einspeisung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Dieses Werk wurde nach bestem Wissen erstellt, Irrtümer und Druckfehler können jedoch nicht ausgeschlossen werden. DieVerfasser übernehmen keine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit sowie für dieVollständigkeit der dargestellten Infor- mationen. Dies bezieht sich auf eventuelle Schäden materieller oder ideeller Art Dritter, die durch die Nutzung diesesWerkes verursacht wurden. Quellenangaben [1]„Faszination Mobile“, Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) 2014 [2]„Parship Single-Studie“, 2005 [3]„Haushalte nach Haushaltsgröße im Zeitvergleich“, Statistisches Bundesamt 2013 und 2014 [4]„Singles in Deutschland“, Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA) 2013 (meldet 14,03 Mio. Singles, inkludiert aber auch Ü65er) [5]„Me, My Spouse and the Internet“, Oxford Internet Institute Langzeitstudie 2011 [6]„Single-Erhebung“, Aris/Bitcom 2005 und 2014 [7]„ElitePartner Single-Studie“, 2009 [8]„Vom Online-Dating zum Traualtar“, Umfrage bei 827 dt. Standesämtern, Singleboersen- Vergleich.de 2013 [9]„Dating Services in the US“, Dating Services Market Research Report, IBISWorld 2015 [10]„Global Digital Statshot“, We Are Social 2015 [11] Die Analyse der aktuellen Mitgliederdatenbank ergibt für Deutschland 421.467 aktive Profile bei AshleyMadison, die Zahl wurde bereits um die Anzahl der Fakes bereinigt (Metaflake, September 2015). Das AdultFriendFinder-Netzwerk zählt 1,8 Milionen deut- sche Mitglieder.