Zum Hauptinhalt springen
nuvo
Nr. 2/2024 • 7.Jahrgang • Das ostdeutsche Wirtschaftsmagazin
Wir.
Unternehmen.
Zukunft.
ISSN 2625-3356
Babette Halbe-Haenschke
Präsidentin IBWF e.V. –
Das Netzwerk für Mittelstandsberater
Der Mittelstand – Herz und Motor
Fachkräfte + Nachhaltigkeit
der deutschen Wirtschaft
Dirk Werner
Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung
(KOFA) beim Institut der deutschen Wirtschaft
Fachkräftemangel bekämpfen und
Fachkräftepotenziale besser ausschöpfen
Dr. Burkhardt Greiff
Präsident Unternehmerverband
Brandenburg-Berlin e.V.
Deutsche Wirtschaftspolitik:
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Kolumnentitel
Tote Äste und abgestorbene Herbstblüher
sind nicht nur ein trauriger Anblick, son-
dern stehen dem Frühling im Weg. Mit
dem Abschneiden ist es nicht getan: Be-
sonders dann, wenn es keinen eigenen
Komposthaufen gibt oder der eigene viel
zu klein ist. Die Stadtentsorgung Potsdam
(STEP) hat auch hier praktisch gedacht –
und hat dafür einen Sack voll mit Plus-
punkten auf Lager.
Lösung gesucht
Denn es ist der falsche Weg, die verdorrten
Reste im Wald oder an Bahndämmen ab-
zuladen. Die wild verteilten Haufen sind
nicht nur hässlich – sondern gesetzlich ver-
boten. Bleibt der Hausmüll: Doch der ist
nach zwei Handvoll hoffnungslos überfüllt.
Sorgenfrei eintüten
Die STEP hat auch hier dem Leben über
die Schulter geschaut. Ihr Konzept räumt
die Probleme mit 1 m³ aus dem Weg und
heißt: STEP Bag. In der voluminösen Ma-
xitasche kann alles verschwinden, was auf
den Kompost gehört.
Klug durchdacht
Der STEP Bag hat noch andere Qualitäten,
die sofort auffallen: Denn er besteht aus
einem stabilen, aber sehr biegsamen Ma-
terial. Deswegen lässt sich der Platz darin
optimal ausfüllen. Das gegenüber einem
Metallcontainer geringe Eigengewicht
lässt umso mehr Transportmasse zu.
Keine Pikser
Die bei aller Flexibilität beachtliche Wand-
stärke des STEP Bag trotzt auch wider-
spenstigen Resten, etwa von Rosenge-
wächsen oder Brombeer- und Himbeer-
büschen. Gartenfreunde haben noch eine
Sorge weniger: Im STEP Bag sticht und
pikst nichts hindurch.
Zum Abheben
Beim Abholen leisten die zwei Seiten-
schleifen des STEP Bag beste Dienste:
Einklinken, abheben, aufladen. Dann kann
man förmlich zuschauen, wie das Problem
verschwindet: wenn der STEP-Transporter
mit seiner wertvollen Fracht am Horizont
immer kleiner wird.
Zweites Leben
Jetzt wartet ein zweites Leben auf Grün-
schnitt und Pflanzenreste. Alles wird zu
hochwertigem Qualitätskompost. Dafür
sorgt das Know-how der STEP als zertifi-
zierter Entsorger. Auf diese Weise kehren
die abgestorbenen Pflanzen verwandelt
in so manchen Garten zurück.
Hinein damit
Der STEP Bag ist buchstäblich offen für
alles, was sich zu wertvollem Kompost
verarbeiten lässt. Das ist eine Menge. Hi-
nein dürfen diese „Zutaten“: geschnittenes
Gras, bereits entstandener Kompost, aber
auch Schnitt von Bäumen und Sträuchern.
Ebenfalls einen Platz im Riesenbeutel fin-
den Wurzeln und Rinden.
Bleibt draußen
H o c h w e r t i g e r
Kompost kann nur
dann entstehen,
wenn bestimmte
Dinge nicht im
STEP Bag landen.
Ein klares Nein
gilt für Baumstub-
ben und ganze
Baumstämme.
Auch sonstige Holzabfälle – womöglich
noch vom Bau – haben in der Kompost-Zu-
tatenliste nichts zu suchen. Und was eigentlich
selbstverständlich ist: Auch Boden und Stei-
ne, Abfälle aus der Tierhaltung und ganz
besonders störende Stoffe wie Papier, Metall,
Glas, Kunststoff und weitere Fremdkörper
müssen unbedingt draußen bleiben.
Mühelos entsorgen
Um den STEP Bag zu erhalten, gibt es
mehrere bequeme Wege. Beispielsweise
gibt es überall in Potsdam Ausgabestellen.
Dazu zählen die Wertstoffhöfe oder die
Kompostierungsanlage in Nedlitz. Aber
auch Pflanzenmärkte oder Kioske im Stadt-
gebiet verkaufen den STEP Bag. Wer sich
informieren möchte, wo am schnellsten
ein STEP Bag zu bekommen ist, schaut
einfach auf die STEP-Website. Da lässt
sich auch gleich nachlesen, wo und wie
separat Baustoffe auf Gipsbasis, Dämm-
materialien, Gemischte Bau- und Abbruch-
abfälle, Holz oder Sperrmüll entsorgt wer-
den können.
Für den befüllten STEP Bag lässt sich mit
ein paar Klicks online ein Abholtermin ver-
einbaren. Alternativ lässt sich das auch per
Telefon oder mit einer E-Mail erledigen. Je
nach befüllter Abfallart wird online der Preis
direkt angezeigt und kann bezahlt werden.
Einfach fragen
Die Stadtentsorgung Potsdam erstellt ger-
ne ein individuelles Angebot und beant-
wortet offene Fragen.
2 nuvo2/24
Ein Sack,
der es in sich hat
Grünschnitt perfekt entsorgen
mit dem flexiblen STEP Bag
Ihr persönlicher Kontakt zur STEP:
STEP Vertrieb 0331 661 7333
Mail vertrieb@step-potsdam.de
Weitere Informationen zum STEP Bag
sowie den Ausgabestellen finden Sie
hier: step-potsdam.de/step-bag
Grünschnitt und Laub? Ganz einfach entsorgen!
1. Kaufen
An den Ausgabestellen
ganz einfach Ihren STEP
Bag kaufen und direkt
mitnehmen.
2. Befüllen
In unserem Abholgebiet
aufstellen und mit der
gewünschten Abfallart
befüllen.
3. Abtransport
Online einen Abhol-
termin vereinbaren
für eine sichere
Entsorgung.
Editorial
À la recherche du temps perdu –
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
(Marcel Proust)
So könnte die Überschrift zur Beschreibung
der deutschen Wirtschaftspolitik lauten.
Jahre des Experimentierens, der Versuche
des solitären Reduzierens von CO2
, unge-
achtet der Nachbarn, die Atom- und Koh-
lekraftwerke en masse entstehen lassen.
Umweltpolitisch sinnvolle Versprechen, die
ideologisiert ins Gegenteil mutierten. Im
Zielvisier gutgemeinte Gesetze, die das Ziel
am Ende kilometerweit verfehlen. Sollte
diese Wirtschaftspolitik bis Herbst 2025
eine Fortsetzung finden, wird Deutschland
für zahlreiche produzierende Firmen zum
Standortrisiko. Wir Verbände können es
nicht oft genug sagen: Der Wohlstand in
Deutschland hängt insbesondere von der
Existenz der mittelständischen Unterneh-
men ab! Sie sind Deutschlands Wirtschafts-
und Beschäftigungsmotor. Sie sind die trei-
bende Kraft bei Innovationen und ein star-
ker Partner für Großunternehmen weltweit.
Die aufgeheizte Stimmung in Deutschland
betrifft als neues Phänomen alle Branchen.
So ist auch die Streikbewegung zu erklären.
Unternehmer und Beschäftigte sitzen
scheinbar im gleichen Boot. Beide Seiten
ringen um Kosteneinsparungen, in den Un-
ternehmen und als private Endverbraucher
im Haushalt. Die durch das Ausland be-
wunderten wirtschaftlichen Rahmenbedin-
gungen in Deutschland für Unternehmen
beginnen zu bröckeln, erdrückende Büro-
kratie, überbordende Steuer- und Abga-
benlast und marode Infrastruktur gefährden
den „Betriebsfrieden“. Gewiss, die Refor-
men hätten schon vor fünf bis sechs Jahren
beginnen müssen. Doch die vergangenen
24 Monate haben die Situation erheblich
verschärft.
Mit ideologischer Tarnkappe „Augen zu
und durch“ kommen wir nicht weiter.
Deutschland wächst deutlich langsamer als
alle vergleichbaren Länder und EU-Nach-
barn. Marktanteile sind perdu. Als Unter-
nehmer weiß man ganz genau, wie lange
es dauert, Marktanteile zu erobern und wie
schnell sie verloren sind. Da hört sich ein
Bürokratieentlastungsgesetz Teil IV mit der
Botschaft, dass es Entlastung schaffe, wie
Hohn an. Für ein neues Gesetz sollte ein
altes eingedampft werden, verschwinden.
Wenn der Standort Deutschland wackelt,
fehlen Steuereinnahmen, dann füllen sich
keine Haushaltskassen. Ob Botschaften wie
Kriegstüchtigkeit, 100-Milliarden-Euro-Rüs-
tungsprogramme auf der einen Seite und
marode Schulen, marode und zukünftig we-
niger Krankenhäuser, fehlende Arbeits- und
Fachkräfte im Pflegebereich in einer altern-
den Gesellschaft sinnvoll sind? Und das
Bundeswirtschaftsministerium verweigert
der Wirtschaft den Zugang zu bezahlbarer
Energieversorgung.
Zum Schluss meine Meinung zum Canna-
bis-Gesetz. Ich bin all denjenigen Poli-
tikerinnen und Politkern, Ärztinnen und
Ärzten, Polizistinnen und Polizisten und wei-
teren Diskutanten dankbar, die sich vehe-
ment dagegen ausgesprochen haben. Es
ist schlicht verantwortungslos, dass Ju-
gendliche ab 18 Jahren sich quasi mit Ge-
nehmigung des Gesetzgebers vorsätzlich
schaden und ihre Gesundheit ruinieren. Es
reichen weit unter 25 Gramm aus, um sich
ins Jenseits oder zumindest in eine Psy-
chose zu schießen. Liebe Unternehmerin-
nen, liebe Unternehmer: Achten Sie auf Ihre
Kinder, Enkel und andere Lieben, schützen
Sie sie vor diesen Drogen. Sie werden es
Ihnen danken.
Ihr Dr.
Burkhardt Greiff,
Präsident Unter-
nehmerverband
Brandenburg-
Berlin e.V.
Lebkuchen-Schmidt – Ihr Genuss-
und Geschenke-Spezialist aus Nürnberg.
Wir liefern pünktlich & zuverlässig, auch weltweit.
Lassen Sie sich beraten – wir freuen uns
auf Ihre Kontaktaufnahme:
Entdecken Sie die Genuss-Welt von
lebkuchen-schmidt.com
per Mail:
info@lebkuchen-schmidt.com
Telefonisch unter:
+49 (0) 911 - 89 66 35
(Mo. - Fr. von 7:00 Uhr - 16:00 Uhr)
Artikel-Nr.
75
037
Artikel-Nr.
75
035
Serviervorschlag
NEU
Exklusiv bei
Schmidt
GENUSS M
IT HERZ
Spannende Vorträge und eine engagierte
Diskussion werden beim 6. Ostdeutschen
Unternehmertag in Potsdam erwartet.
Im Fokus steht einmal mehr der Fachkräfte-
mangel als zentrale Herausforderung für die
mittelständischen Unternehmen.
Eingeladen haben der Unternehmerverband Bran-
denburg-Berlin e.V. und der Unternehmerverband
Sachsen e.V. unter dem Leitmotiv: „Vorhandene
Fachkräftepotenziale in Ostdeutschland besser
ausschöpfen. Wie Aus- und Weiterbildung im de-
mografischen Wandel besser gelingen können.“
Die Verbände reagieren auf die Tatsache, dass
der ostdeutsche Mittelstand deutlich stärker durch
den Fachkräftemangel belastet ist als westdeutsche
Unternehmen. Dabei bedroht ein ganzer Komplex
an Problemen zunehmend die Wettbewerbsfähig-
keit: Fachkräftemangel, überbordende Bürokratie,
nach wie vor viel zu hohe Energiepreise, ein kon-
zeptionsloses Vorgehen in der ökologischen Trans-
formation und widersprüchliche rechtliche Rah-
menbedingungen. „Statt der erhofften Stabilisie-
rung zeichnet sich die Politik der Ampelregierung
durch einen bisher nicht gekannten Kompetenz-
und Realitätsverlust aus“, kritisiert Dr. Burkhardt
Greiff, Präsident des Unternehmerverbandes Bran-
denburg-Berlin e.V. „Die Folgen sind fatal und
oft bereits existenzbedrohend für die Mittelständler.
Als deren Interessenvertreter verlangen wir endlich
Lösungen statt schöner Worte!“
Gemeinsames Engagement für praktisch
umsetzbare Lösungen
Gemeinsames Handeln ist dringend geboten,
deshalb unterstützen die Industrie- und Handels-
kammer Potsdam und der Handwerkskammertag
Brandenburg den diesjährigen Unternehmertag.
Alle Akteure setzen sich dafür ein, praktisch um-
setzbare Lösungen zu erarbeiten und möglichst
auf den Weg zu bringen. Dr. Manfred Wäsche,
Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam betont:
„Ausbildung ist das beste Mittel, dem Fachkräf-
temangel entgegenzuwirken. Die IHK Potsdam
unterstützt deshalb jegliche Aktivitäten der re-
gionalen Wirtschaft, um mehr junge Leute in die
Unternehmen zu holen. So wurden für das laufende
Ausbildungsjahr fast sechs Prozent mehr Ausbil-
dungsverträge abgeschlossen.“
Ganz ähnlich das Engagement der Handwerks-
kammern. Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer
der Handwerkskammer Potsdam, unterstreicht:
„Das Handwerk spielt eine entscheidende Rolle
im Wirtschaftsgefüge Ostdeutschlands. Als Motor
für Wachstum und Beschäftigung trägt das Hand-
werk maßgeblich zur Stabilität und Dynamik
unserer Wirtschaftsregion bei. Wir unterstützen
den Unternehmertag, weil er eine wichtige Platt-
form bietet, um auch die Herausforderungen und
Chancen für das Handwerk in Ostdeutschland zu
diskutieren. Der Ostdeutsche Unternehmertag ist
für uns eine Gelegenheit, mit anderen Unterneh-
mern, Experten und Entscheidungsträgern in Kon-
takt zu treten, Best Practices auszutauschen und
gemeinsam an Lösungen für die Herausforderun-
gen unserer Zeit zu arbeiten.“
Aus- und Weiterbildung, gezielte
Zuwanderung und digitale Systeme
Ostdeutschland leidet besonders heftig unter
dem Rückgang des arbeitsfähigen Potenzials in
den kommenden Jahren. Hier werden im Jahr
2030 rund 800.000 weniger Menschen im ar-
beitsfähigen Alter leben als gegenwärtig. Ein
Rückgang um 11 Prozent, während in den west-
deutschen Bundesländern nur 7 Prozent erwartet
werden. Das Kompetenzzentrum Fachkräftesiche-
rung (KOFA) beim Institut der deutschen Wirtschaft
Köln analysiert ständig die Fachkräftelücke, das
ist die Differenz zwischen offenen Stellen und ar-
beitslos gemeldeten potenziell passenden Be-
werberinnen und Bewerbern. 2022 hatte diese
den höchsten Stand seit 2010 erreicht und verharrte
2023 trotz eines leichten Rückgangs weiterhin
auf einem hohen Stand. Für die Wettbewerbs-
fähigkeit des Standortes Deutschland verheißt
das nichts Gutes. Denn zugleich werden immer
mehr Fachkräfte und Spezialisten in Zukunfts-
branchen benötigt. In den Bereichen „Bau, Ar-
chitektur, Vermessung und Gebäudetechnik“,
„Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ und
„Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung“
war es 2023 besonders schwierig, Fachkräfte zu
finden. Rund jede zweite Stelle konnte hier nicht
mit passend qualifizierten Fachkräften besetzt
werden. Auch in der regenerativen Energietechnik
steigt die Zahl der offenen Stellen: Rechnerisch
kommen auf zehn offene Stellen in diesem Bereich
nur vier entsprechend qualifizierte Arbeitslose.
Für Fachkräfte, die in der Regel über eine Berufs-
ausbildung verfügen, gab es 2023 insgesamt er-
heblich mehr offene Stellen als im Vorjahr. Gesucht
werden vor allem Solarmonteure und Service-
techniker in Biogasanlagen. Das KOFA empfiehlt,
die Lücken durch Aus- und Weiterbildung sowie
sorgfältig gesteuerte Zuwanderung zu schließen.
Außerdem seien zusätzliche Anreize nötig, um
Ältere länger in Beschäftigung zu halten. Beim
Unternehmertag wird KOFA-Chef Dirk Werner
dieses Thema vertiefen.
Digitale Systeme könnten für einen Teil der Eng-
pässe Abhilfe bringen, Effizienzsteigerungen und
einen rationelleren Personaleinsatz ermöglichen.
Auf diesem Gebiet sind deutliche Fortschritte
nötig. Beim 6. Ostdeutschen Unternehmertag
werden Lösungsbeispiele präsentiert, darunter
durch die contrango digital GmbH aus Potsdam.
André Barthels, Mitgründer und Geschäftsführer
betont: „Wir verstehen uns als direkter Partner
mittelständischer Unternehmen, um mit ihnen
gemeinsam digitale Veränderungen zu imple-
mentieren, die tatsächlich funktionieren.“
Gesprächspartner aus Politik, Wissen-
schaft und Wirtschaft
Politiker aus der Bundespolitik und aus ostdeut-
schen Ländern, namhafte Experten, Wirtschafts-
förderer und erfolgreiche Unternehmer stehen
beim Unternehmertag als Ansprechpartner zur
Verfügung. Unter ihnen sind Prof. Dr.-Ing. Jörg
Steinbach, Minister für Wirtschaft, Arbeit und
Energie des Landes Brandenburg, Dr. Gunilla Fin-
cke, Leiterin der zuständigen Fachabteilung Qua-
lifizierung, Aus- und Weiterbildung und Fachkräf-
tesicherung im Bundesministerium für Arbeit und
Soziales, Dr. Manfred Wäsche, IHK Potsdam, Dr.
Ramona Schröder, Vorsitzende der Geschäftsfüh-
rung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg
der Bundesagentur für Arbeit, Dr. Steffen Kamm-
radt, Wirtschaftsförderung Brandenburg, sowie
Ralph Bührig, Handwerkskammertag Brandenburg.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima-
schutz hat die Schirmherrschaft übernommen.
Eine Ausstellung mit Best-Practice-Beispielen
begleitet den 6. Ostdeutschen Unternehmertag.
Warum ein ostdeutscher Unternehmertag?
In drei ostdeutschen Bundesländern finden in
diesem Jahr Landtagswahlen statt, die durch die
Situation in der regionalen Wirtschaft gewiss be-
einflusst werden dürften. „Insgesamt unterscheidet
sich die Lage im Osten auch nach fast 34 Jahren
Einheit immer noch deutlich von den westdeut-
schen Bundesländern“, sagt Dr. Burkhardt Greiff,
der als Sprecher der Interessengemeinschaft der
Unternehmensverbände Ostdeutschlands und
Berlin über 22.000 mittelständische Unternehmen
vertritt. „Unsere mittelständische Wirtschaft wurde
unter enormen Kraftanstrengungen aufgebaut,
das darf nicht verspielt werden! Deshalb organi-
sieren wir diesen Unternehmertag für die Interessen
der ostdeutschen Wirtschaft.“
4
6. Ostdeutscher Unternehmertag am 30. April 2024
nuvo2/24
Fachkräftepotenziale ausschöpfen:
Wie Aus- und Weiterbildung im demografischen Wandel gelingen
nuvo2/24 5
6. Ostdeutscher Unternehmertag am 30. April 2024
Referenten und Diskutanten
(alphabetisch)
André Barthels,
Geschäftsführer
contrango digital
GmbH
Frank Büchner, QLEE-
Verbundmanager
Ralph Bührig,
Handwerkskammer-
tag Brandenburg
Dr. Burkhardt Greiff,
Sprecher der Interes-
sengemeinschaft der
Unternehmerverbän-
de Ostdeutschlands
und Berlin, Präsident
Unternehmerverband
Brandenburg-Berlin e.V.
Schirmherr:
Dr. Robert Habeck,
Bundesminister für
Wirtschaft und
Klimaschutz
Dr. Gunilla Fincke,
Leiterin der zuständi-
gen Fachabteilung
Qualifizierung, Aus-
und Weiterbildung
und Fachkräftesiche-
rung im Bundesminis-
terium für Arbeit und
Soziales
Cornelia Jeschek,
Geschäftsführerin,
Prealize GmbH
Schirmherr: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
Veranstalter: comprend GmbH
Mitveranstalter: Unternehmerverband Brandenburg-Berlin e.V.,
Interessengemeinschaft der Unternehmerverbände
Ostdeutschlands und Berlin
Partner: Unternehmerverband Sachsen e.V.
Unterstützer: Innovationsforum Ost, IHK Potsdam, SIBB, IBWF,
media:net, der Handwerkskammertag, Land Brandenburg,
BBAA Berlin-Brandenburg, Aerospace Allianz e.V,
die Brandenburgische Ingenieurkammer (BBIK),
INFRANEU und BNI.
Der 6. Ostdeutsche Unternehmertag findet am 30. April 2024 von 10 bis 18 Uhr
im Kongresshotel Potsdam, Am Luftschiffhafen 1 in 14471 Potsdam statt.
Michael Schulze
Geschäftsführer comprend GmbH
Tel.: 0331 58115800
Mobil: 0152 31061207
E-Mail: michael.schulze@comprend.de
zur
Anmeldung:
Weitere Informationen
auf der Internetseite:
www.ostdeutscher-unternehmertag.de
Dr. Steffen Kammradt,
Geschäftsführer
(Sprecher), Wirtschafts-
förderung Land
Brandenburg GmbH
(WFBB)
Adalbert Kurkowski,
The Alternative Board
(TAB), Berlin
West/Potsdam/Havel-
land/Potsdam Mittel-
mark
Roland Peine, Techni-
scher Geschäftsführer,
ASG Spremberg
Gerald Rynkowski,
Managing Director,
VEINLAND GmbH
Dr. Ramona Schröder,
Vorsitzende der
Geschäftsführung
der Regionaldirektion
Berlin-Brandenburg
der Arbeitsagentur
Prof. Dr.-Ing. Jörg
Steinbach, Minister
für Wirtschaft, Arbeit
und Energie des
Landes Brandenburg
Dr. Manfred Wäsche,
Hauptgeschäftsführer
der Industrie- und
Handelskammer
Potsdam
Dirk Werner, Leiter
Cluster Berufliche
Qualifizierung und
Fachkräfte und
Kompetenzzentrum
Fachkräftesicherung,
Institut der deutschen
Wirtschaft (IW)
Der Fachkräftemangel in Ostdeutsch-
land liegt weiterhin auf hohem Niveau.
Der Fachkräftemangel hat sich in Ost-
deutschland im vergangenen Jahr zwar
leicht reduziert, liegt aber immer noch
auf einem hohen Niveau. So war im Jah-
resdurchschnitt 2022 eine Lücke von gut
97.000 fehlenden Fachkräften zu ver-
zeichnen. Zahlenmäßig am meisten feh-
len derzeit mit gut 53.500 Fachkräften in
Berufen, in denen üblicherweise eine ab-
geschlossene Berufsausbildung erforder-
lich ist. Aber es fehlen auch rund 16.500
Spezialisten mit Fortbildungsabschluss
oder Bachelor und gut 27.000 Experten
mit Diplom oder Master.
Die schwächelnde Konjunktur macht sich
zunehmend bemerkbar. Dennoch halten
die Unternehmen weit überwiegend an
ihren Beschäftigten fest, weil sie wissen,
dass diese künftig immer schwerer zu fin-
den sein werden. Daher ist das Thema
des diesjährigen Ostdeutschen Unterneh-
mertags „Vorhandene Fachkräftepoten-
ziale in Ostdeutschland besser ausschöp-
fen“ gut gewählt, denn es wird in den
nächsten Jahren entscheidend darauf an-
kommen, alle vorhandenen Potenziale
noch besser zu nutzen.
Der TOP-Engpassberuf in Ostdeutsch-
land war im Jahr 2023 der Bauelektriker,
bei dem über 3.400 Fachkräfte fehlten.
Der Beruf wird von vielen Branchen ge-
sucht und ist zentral zur Gestaltung der
Energiewende, ebenso wie Experten mit
Hochschulabschluss in der Bauüber-
wachung mit einer Fachkräftelücke von
3.100 Personen. Aber auch die Berufs-
felder Sozialarbeit, Alten- und Kranken-
pflege und Physiotherapie, die Informa-
tik sowie Kfz-Technik, Mechatronik und
Elektrische Betriebstechnik waren wei-
terhin von starken Fachkräfteengpässen
betroffen.
Aus Sicht der Beschäftigung Suchenden
ist die Entwicklung in den vergangenen
13 Jahren in Ostdeutschland aber auch
ein Erfolg. Denn die Zahl der qualifizierten
Arbeitslosen hat sich in diesem Zeitraum
von über 587.000 auf knapp 263.000
mehr als halbiert. Viele sind in Beschäfti-
gung gekommen und können nun ihren
Lebensunterhalt und den ihrer Familien
wieder aus eigener Kraft bestreiten. Ver-
gleichsweise nur wenig hat sich hingegen
die Zahl der Arbeitslosen ohne Berufs-
abschluss von gut 351.000 im Jahr 2010
auf 314.000 im Jahr 2023 reduziert. Seit
dem Jahr 2020 gibt es damit mehr ar-
beitslose Helfer als beruflich Qualifizierte.
Die Demographie verschärft den
Fachkräftemangel: Fast jeder vierte
Beschäftigte verlässt den Arbeits-
markt in den nächsten zehn Jahren.
Im Jahr 2023 waren in Deutschland mehr
als 27 Millionen qualifizierte Arbeitskräfte
sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
Die größte Altersgruppe bilden derzeit Per-
sonen zwischen 55 und 59 Jahren mit 13,7
Prozent aller beschäftigten Fachkräfte. Zu-
sammen mit den Altersgruppen der 60-
bis 64-Jährigen bilden sie den künftigen
Ersatzbedarf am Arbeitsmarkt, wenn sie in
den nächsten Jahren in Rente gehen. Ins-
gesamt ist damit zu rechnen, dass in den
nächsten zehn Jahren bis zu 6,7 Millionen
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte,
die heute 55 Jahre oder älter sind, den Ar-
beitsmarkt verlassen. Damit wird fast jeder
vierte Beschäftigte (24,4 Prozent) aus dem
Arbeitsmarkt ausscheiden.
Demografisch besonders betroffen sind
Berufe für Fachkräfte mit Berufsausbil-
dung im Bereich Verkehr und Logistik:
Knapp vier von zehn aller Bus- und Stra-
ßenbahnfahrer sind älter als 55 Jahre. In
keinem Engpassberuf ist der Anteil von
Beschäftigten aus dieser Altersgruppe
größer. Auch gut ein Drittel aller Berufs-
kraftfahrer für LKW im Güterverkehr wird
in den nächsten Jahren aus dem Arbeits-
markt ausscheiden. Hier kommt hinzu,
dass in diesem Beruf bereits heute mehr
als 8.600 qualifizierte Fachkräfte fehlen.
Durch das absehbare Ausscheiden eines
knappen Drittels an Fachkräften in der
Überwachung und Steuerung des Eisen-
bahnverkehrsbetriebs ist mit einer weite-
ren Zuspitzung der Fachkräftesituation in
diesem zentralen Beruf der Mobilitäts-
wende zu rechnen.
Zugleich gibt es immer mehr junge
Menschen ohne abgeschlossene
Berufsausbildung.
Im Jahr 2022 hatten fast drei Millionen
junge Menschen im Alter zwischen 20 und
34 Jahren in Deutschland keinen Berufs-
abschluss erworben und waren aktuell
nicht in Ausbildung. Fast jeder fünfte
junge Mensch bleibt damit inzwischen
ohne Berufsabschluss, weil immer mehr
direkt ins Berufsleben einsteigen, erst
keine Ausbildung aufnehmen oder diese
vorzeitig abbrechen. So wurden im Jahr
2022 knapp drei von zehn Ausbildungs-
verträge vorzeitig aufgelöst.
Das ist in Zeiten zunehmenden Fachman-
gels ein Problem für die Unternehmen,
denn es fehlen künftig immer mehr gut
ausgebildete Fachkräfte. Aber auch für
die An- und Ungelernten hat das lang-
fristig negative Folgen im Hinblick auf die
Vermeidung von Arbeitslosigkeit und die
Entwicklung der eigenen beruflichen Kar-
riere.
6
Aktuelles
nuvo2/24
Fachkräftemangel bekämpfen und Fachkräftepotenziale in
Ostdeutschland besser ausschöpfen
Dirk Werner, Leiter des Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung am
Institut der deutschen Wirtschaft
Potenzial: Junge Menschen in
Ausbildung integrieren
Ein entscheidender Hebel gegen den de-
mografisch bedingten Fachkräftemangel
ist nach wie vor die betriebliche Ausbil-
dung als Königsweg, um Nachwuchs-
kräfte für das eigene Unternehmen zu
qualifizieren. Doch Unternehmen haben
zunehmend Schwierigkeiten, ihre ange-
botenen Ausbildungsstellen zu besetzen.
In Ostdeutschland liegt der Anteil der Va-
kanzen im letzten Jahr bei knapp 13 Pro-
zent. Knapp 11.000 offiziell angebotene
Ausbildungsplätze blieben damit unbe-
setzt. Die Dunkelziffer der nicht bei den
Arbeitsagenturen gemeldeten vakanten
Plätze dürfte noch viel höher liegen.
Es kommt also künftig entscheidend da-
rauf an, wieder mehr junge Menschen für
eine duale Ausbildung zu gewinnen und
nachhaltig zum Ausbildungserfolg zu füh-
ren. Immerhin steigt die Zahl der neu
abgeschlossenen Ausbildungsverträge
seit dem coronabedingten Einbruch auf
68.700 Neuverträge allmählich wieder an
und hat im letzten Jahr 74.400 Neuver-
träge erreicht. Diesen Trend gilt es durch
eine gute Qualität der Ausbildung, eine
gezielte Berufsorientierung und intensive
Kooperation von Schulen und Unterneh-
men fortzusetzen.
In einigen der TOP-Engpassberufe gelingt
es schon vergleichsweise gut, junge Men-
schen für eine Berufsausbildung zu gewin-
nen, so etwa in der elektrischen Betriebs-
technik, der Kraftfahrzeugtechnik oder der
Mechatronik, wo jeweils deutlich weniger
Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben als im
Durchschnitt aller Berufe. Schwieriger tun
sich die Unternehmen hingegen mit der
Attraktivität bei jungen Menschen in der
Sanitär, Heizung und Klimatechnik, in der
spanenden Metallbearbeitung und ins-
besondere bei Berufskraftfahrern.
Potenzial: Arbeitslose als „Querein-
steiger“ in Beschäftigung integrieren
sowie arbeitslose An- und Ungelernte
qualifizieren
Im Jahresdurchschnitt 2023 lag die Fach-
kräftelücke zwar bei gut 97.000 fehlenden
qualifizierten Personen in Engpassberu-
fen. Zugleich gab es aber in anderen Be-
rufen auch einen Arbeitslosenüberhang
von gut 109.000 Personen, die meistens
einen Berufsabschluss erworben, zum Teil
aber auch eine Fortbildung oder ein Stu-
dium abgeschlossen hatten. Diese Fach-
kräfte könnten für andere Tätigkeiten an-
gelernt oder umgeschult werden, um sie
für eine Tätigkeit in einem verwandten
Berufsfeld fit zu machen und damit in ei-
nen Job zu bringen.
Die überwiegende Zahl der offenen Stel-
len wird für beruflich qualifizierte Fach-
kräfte, Meister, Techniker oder Akademi-
ker ausgeschrieben, während die meisten
Arbeitslosen über keine abgeschlossene
Berufsausbildung verfügen. Damit kommt
der Qualifizierung eine immer wichtigere
Rolle zu. Sie sollten über Teilqualifikatio-
nen und das Nachholen eines Abschlus-
ses für Berufe mit Fachkräftemangel qua-
lifiziert werden.
Potenzial: Ältere mit Berufserfahrung
länger im Arbeitsmarkt halten
Beschäftigte im Alter zwischen 55 und 64
Jahren bleiben heute zwar deutlich länger
am Arbeitsmarkt aktiv als noch vor zehn
Jahren: Während 2013 nur etwa vier von
zehn Menschen noch beschäftigt waren,
waren es im Jahr 2023 bereits knapp sechs
von zehn. Dennoch verlassen auch weiter-
hin zu viele ältere Beschäftigte vor dem
Erreichen des Renteneintrittsalters den Ar-
beitsmarkt. Zum einen sollten Unterneh-
men ältere Menschen als Zielgruppe für
Neueinstellungen noch stärker in den Blick
nehmen. Zum anderen helfen älteren Be-
schäftigten Weiterbildungsangebote, Wis-
sensmanagementprogramme sowie eine
altersgerechte Arbeitsgestaltung in Unter-
nehmen.
Die Politik diskutiert derzeit im „Dialog-
prozess Arbeit und Rente“ über geeig-
nete Maßnahmen, wie die Erwerbstätig-
keit im Alter attraktiver gestaltet und
Hemmnisse für einen freiwilligen längeren
Verbleib im Erwerbsleben beseitigt wer-
den können. Anfang 2023 wurden bereits
die Hinzuverdienstgrenzen bei vorgezo-
gener Altersrente aufgehoben und mit
einer sechsprozentigen Steigerung der
Rente für jedes weitere Jahr, das Per-
sonen über die Altersgrenze hinaus ar-
beiten, wurde der Anreiz für längere Be-
schäftigung gestärkt.
nuvo2/24 7
Aktuelles
Dirk Werner
Kontinuierliche Aus- und Weiterbildung
von Mitarbeitern ist heute ein entschei-
dender Erfolgsfaktor für Unternehmen. Um
wettbewerbsfähig zu bleiben und den stän-
dig wachsenden Anforderungen gerecht
zu werden, müssen Unternehmen innovative
Ansätze zur Förderung der beruflichen Ent-
wicklung ihrer Mitarbeiter verfolgen. Ein
zentrales Element ist die Integration von
Digitalisierung und Technologie in die
Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Durch
den Einsatz moderner Lernplattformen und
Tools können Unternehmen ihre Schulungs-
prozesse effizienter gestalten und gleichzeitig
die Flexibilität für ihre Mitarbeiter erhöhen.
Dies ermöglicht es den Beschäftigten, ihr
Wissen jederzeit und überall zu erweitern,
was wiederum zu einer Steigerung der Pro-
duktivität führt.
Darüber hinaus spielen Kooperationen
mit Bildungseinrichtungen eine wichtige
Rolle. Durch Partnerschaften mit Hoch-
schulen, Berufsschulen oder Weiterbil-
dungsinstituten erhalten Unternehmen Zu-
gang zu aktuellem Fachwissen und inno-
vativen Lehrmethoden. Diese Zusammen-
arbeit ermöglicht es den Mitarbeitern, sich
kontinuierlich weiterzuentwickeln und neue
Fähigkeiten zu erlernen, um den sich wan-
delnden Anforderungen des Arbeitsmarktes
gerecht zu werden.
Weitere entscheidende Erfolgsfaktoren
sind das Mitarbeiterengagement und die
Motivation. Ein positives Arbeitsumfeld,
das die kontinuierliche Weiterbildung för-
dert, kann Lernbereitschaft und -motivation
der Mitarbeiter steigern. Individuelle Ent-
wicklungspläne spielen dabei eine wichtige
Rolle, da sie es den Beschäftigten ermög-
lichen, ihre Fähigkeiten gezielt auszubauen
und ihre Karriereziele zu erreichen. Durch
regelmäßige Evaluierungen der Aus- und
Weiterbildungsmaßnahmen sowie kon-
struktives Feedback von Mitarbeitern kön-
nen Unternehmen ihr Bildungsangebot
kontinuierlich verbessern. Dies trägt dazu
bei, dass die Investitionen in die berufliche
Entwicklung der Mitarbeiter langfristig er-
folgreich sind und einen nachhaltigen
Mehrwert für das Unternehmen schaffen.
Fazit: Die gezielte Förderung der Aus-
und Weiterbildung ist eine Investition in
die Zukunft des Unternehmens und ein
wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer
dynamischen und innovativen Arbeitskultur.
Diese und viele Themen mehr diskutieren
wir in unseren TAB Boards von Monat zu
Monat, branchenübergreifend, auf Augen-
höhe und an der Praxis orientiert.
Aus dem Netzwerk
Erfolgsfaktoren für Aus- und Weiterbildung in Unternehmen
Adalbert Kurkowski
Alternative Board (TAB)
Region Berlin/Brandenburg
Mobil: 0160 592 24 05
E-Mail:
akurkowski@ thealternativeboard.biz
Internet:
www.thealternativeboard.biz/
Adalbert-Kurkowski
Die Sicherheitswirtschaft befindet sich seit
geraumer Zeit im Wandel. Eine gestie-
gene Preissensibilität auf Kundenseite
und der vorherrschende Fachkräfteman-
gel in den Unternehmen forcieren den
Einsatz von Sicherheitstechnik in multi-
plen Einsatzgebieten – vor allem im Ob-
jektschutz.
Um sich diesen Herausforderungen zu
stellen, stehen großen sowie international
agierenden Unternehmen ganze Abtei-
lungen zur Verfügung, wodurch sie stetig
an Vorsprung gegenüber ihren überwie-
gend regional handelnden Marktbeglei-
tern aus dem Mittelstand gewinnen. Doch
wie begegnet man diesen Herausforde-
rungen? „Die Lösung heißt Lösungen –
oder wie es bei uns heißt: ‚WSDsolution‘“,
sagt René Helbig, Inhaber und Geschäfts-
führer der WSD permanent security
GmbH. Das Sicherheitsunternehmen mit
Hauptsitz im Süden von Berlin ist seit 30
Jahren am Markt etabliert. Seit ungefähr
fünf Jahren liegt der vertriebliche Fokus
von WSD darauf, Dienstleistungslösungen
anzubieten, die durch eine erhöhte Ob-
jektspezifikation und ein innovatives Fi-
nanzierungsmodell auffallen. „Die Idee,
Komplettlösungen anzubieten, haben wir
natürlich nicht neu erfunden“, so Helbig.
„Für Mittelstandsunternehmen wie WSD
ist es allerdings ein absolutes Novum.“
Um die Lösungen noch individueller an
die Kundenbedürfnisse anzupassen und
durch den ganzheitlichen Ansatz lücken-
lose Sicherheit zu generieren, forciert
WSD stetig die Weiterentwicklung von hy-
briden Sicherheitsansätzen sowie die In-
tegration innovativer Sicherheitstechnik.
Künstliche Intelligenz in
Videotechnologie und Software
Die Konnektivität und Funktionalität ste-
hen, neben Aspekten der Nachhaltigkeit,
im absoluten Mittelpunkt der WSDsolu-
tion. „Den Wachmann als menschliche
Komponente einer Sicherheitslösung wird
die Technologie zwar in den nächsten
Jahren nicht gänzlich ersetzen können,
aber optimal unterstützen und die ganze
Dienstleistung so effizienter machen“, un-
terstreicht der Geschäftsführer.
Trends im Objektschutz wie Roboter und
Drohnen, die entweder remote oder voll-
ständig autark steuern, werden bereits
von den ersten Sicherheitsunternehmen in
Deutschland angeboten. Da der nationale
Markt jedoch ein eher konventioneller ist,
lautet der Schlüsselbegriff wie in vielen
anderen Bereich „Künstliche Intelligenz“
– und zwar integriert in neueste Video-
technologie oder Software Add-ons.
Videoanalytik in der WSD-Notruf- und
Service-Leitstelle
„Mit unserem eigenen Bereich für Sicher-
heitstechnik, welcher mittlerweile elf
Technikerinnen und Techniker umfasst,
sind wir gut aufgestellt. Wir arbeiten in
verschiedenen Projekten auch mit Errich-
tern aus unserem regionalen Netzwerk zu-
sammen, die uns bei Großprojekten
unterstützen“, erklärt René Helbig. Eng
arbeitet WSD auch mit dem deutscher
Marktführer für Videomanagement Soft-
ware promiseQ zusammen, einem innova-
tiven Berliner Startup. Seine neu- und
einzigartige Videoanalytik wird bereits live
im WSD-Video-Monitoring-Center erfolg-
reich eingesetzt, der WSD eigenen und
nach den höchsten deutschen Standards
zertifizierten Notruf- und Service-Leit-
stelle. Hier schafft sie echte Mehrwerte für
Kunden:innen und Mitarbeiter:innen.
Kontaktieren Sie uns gern und erfahren
Sie, wie Sie Ihre Kosten senken und Ihre
Sicherheit erhöhen!
nuvo2/24 9
Aus dem Netzwerk
Sicherheit 4.0: Drohnen, Roboter und Künstliche Intelligenz –
Wie steht es um die Zukunft des Objektschutzes?
Michael Karrei
Prokurist und Vertriebsleiter beiWSD
Tel: 03328432502
E-Mail: m.karrei@wsd-sicherheit.de
Die Digitalisierung verändert auch den Objektschutz.
Die mittelständisch geprägte Wirtschaft
Brandenburgs hat sich der Transformati-
onsaufgabe angenommen, Klimaneutralität
bis 2045 zu erreichen. Dieser Wandel
stellt Unternehmen vor große Herausfor-
derungen, insbesondere in den Bereichen
Fachkräfte, Energiewende und Digitali-
sierung. Das Wissenschaftssystem Bran-
denburgs, bestehend aus acht staatlichen
Hochschulen sowie einer herausragenden
außeruniversitären Forschungslandschaft,
bietet ostdeutschen Unternehmen zahl-
reiche Möglichkeiten, ihre Zukunftsfähigkeit
zu stärken.
Der Fachkräftemangel ist besonders in
technologie- und innovationsgetriebenen
Branchen ein zentrales Problem. Die Bran-
denburger Hochschulen reagieren darauf
mit dualen oder berufsbegleitenden Stu-
diengängen sowie Weiterbildungsange-
boten, die gezielt auf die Bedürfnisse der
Unternehmen ausgerichtet sind. Koope-
rationen zwischen Hochschulen und Un-
ternehmen ermöglichen praxisorientierte
Studiengänge, um den akuten Fachkräf-
tebedarf besser zu decken.
Die Energiewende stellt Unternehmen vor
Herausforderungen, die durch Forschungs-
projekte und Technologietransfer von
Hochschulen unterstützt werden können,
um nachhaltige Produktionsprozesse zu
etablieren. Auch für das aktuell drängende
Thema Digitalisierung, welches eine um-
fassende Transformation von Unternehmen
erfordert, sind Hochschulen durch ihre
neutrale Expertise ideale Partner. Sie ver-
mitteln relevante Digitalkompetenzen und
unterstützen Unternehmen im Rahmen
von Innovationsprojekten bei der Einfüh-
rung digitaler Technologien, um digitale
Geschäftsmodelle zu entwickeln und in-
novative Lösungen zu implementieren.
Die sieben Präsenzstellen der Hochschulen
im Land Brandenburg spielen eine ent-
scheidende Rolle als Schnittstelle zwischen
der regionalen Wirtschaft und der Hoch-
schullandschaft. Sie überbrücken räumliche
Distanzen und bieten Unternehmen vor
Ort an neun Standorten – Finsterwalde,
Fürstenwalde, Luckenwalde, der Prignitz
(mit den Standorten Neuruppin, Pritzwalk
und Wittenberg), Schwedt, Spremberg
und Velten – relevante Informationen
über Kooperationsmöglichkeiten mit Hoch-
schulen und Forschungseinrichtungen im
Land Brandenburg. Neben der Organi-
sation von informativen Veranstaltungen
und der Vernetzung mit Schulen sowie
Studierenden unterstützen sie Unterneh-
men auch bei der Vermittlung wissen-
schaftlicher Expertise der Hochschulen.
Dadurch tragen sie dazu bei, Unternehmen
durch praxisnahe Lösungsansätze nach-
haltig zu stärken.
10
Aktuelles
nuvo2/24
Hochschulen in Brandenburg: Schlüssel zur Bewältigung
aktueller Unternehmensherausforderungen
der Hochschulen des
Landes Brandenburg
Präsenzstellen
Wir bauen Ihnen Brücken in die
Wissenschaft
D i r e k t z u d e n
Angeboten und
Ansprechpersonen
www.praesenzstellen.de
Unter dem Motto verbinden & gestalten
hat ein kleines Team begonnen, mit einem
ungewöhnlichen Ansatz Lobbyarbeit für
den Osten zu machen, indem sie öffentli-
che Sichtbarkeit durch öffentlichkeitswirk-
same Events an coolen Orten aufsetzt.
Ob im Fussballstadion, Museum oder
Theater – Thema ist die anstehende Trans-
formation in allen Facetten: Verwaltung,
Wirtschaft oder Politik. Im Fokus steht
die Zukunft des Ostens Deutschlands –
der DenkRaumOst.
Neue Geschichten braucht das Land –
deshalb werden besondere DenkRäume
als Events, Diskussionsrunden und Son-
derformate geschaffen, bei denen jeder
mitmachen und mitdenken kann, um diesen
Wissenspool an Experten auch für seine
Organisation oder eigene Ideen zu nutzen.
Der Ansatz ist win-win-win, ganzheitlich,
nachhaltig, zukunftsweisend – politisch
vernetzend. Das Portfolio ist vielfältig –
von Beratung, Schulung, Training, bis Coa-
ching und Organisationsentwicklung. In-
tegriert sind Kommunikationsstrategien
und spezifische Eventformate. Stets in
Bezug auf Transformation.
Für kleine und mittlere Unternehmen sorgt
DenkRaumOst mit Förderprogrammen für
Finanzierungszuschüsse des
Transformationsprozesses.
Die Transformationskompetenz
im Osten ist hoch – Verände-
rungen gab es mehr als genug.
Nur ist man sich im Osten die-
ser wertvollen Kompetenz für
die Zukunft noch zu wenig be-
wusst. Andererseits gibt es
viele zukunftsweisende Pro-
jekte, die für eine größere Öf-
fentlichkeit unsichtbar bleiben.
DenkRaumOst will das ändern:
- intern in den Organisationen,
- extern in der öffentlichen
Wahrnehmung.
So entsteht eine Art Kreislaufwirtschaft
der Ressourcen Wissen & Kompetenz.
DenkRaumOst - eine NGO als Lobbyist
mit Praxisbezug. Die Gemeinnützigkeit
verbindet Wirtschaft und Gesellschaft.
Gerade kleine Firmen bekommen so mehr
Zugang zu interdisziplinären Experten und
Think-Tanks.
Wer sind die Gestalter? Gegründet von
Ira Roschlau und Prof. Lutz Engelke, ist
der DenkRaumOst eine gemeinnützige
Gesellschaft aus Experten unterschiedlicher
Disziplinen mit ost- und westdeutscher
Herkunft.
Ziel ist: Erstens die Potentiale in Ost-
deutschland sichtbar zu machen und zwei-
tens zukunftsfähige Ideen, Initiativen und
die erstarkende Wirtschaft zu unterstützen,
um den anstehenden Wandel in Gesell-
schaft, Wirtschaft und Politik zu meistern.
Der Freundeskreis des DenkRaumOst
sind Ökonomen, Anwälte, Politiker, Krea-
tive, Coaches etc., die ihr Know-how und
ihre Netzwerke zusammenlegen. Auch
dadurch ist eine Transformationsinitiative
der besonderen Art entstanden – ge-
meinnützig und mit ganzheitlichem An-
satz.
Als zertifizierte Business-Trainerin, Coachin
und Organisationsentwicklerin berät Ira
Roschlau seit über 20 Jahren deutschland-
weit mittelständische Unternehmen in der
Transformation zur Zukunftsfähigkeit. Prof.
Lutz Engelke ist Gründer der Kreativagentur
TRIAD und der Strategieberatung DIE
DENKBANK und entwickelte in den letzten
30 Jahren preisgekrönte Ausstellungspro-
jekte in Ost, West und international.
Was wir bieten? Expertise mit Methode
– interdiszplinäres Netzwerk – Sichtbarkeit
im öffentlichen Raum
Bewerben Sie sich jetzt: Wir setzen
3 Projekte pro Bundesland im Jahr um.
Unser Angebot:
- Begleitung & Moderation über 6 Monate
- 5-7 Workshops zzgl. Coachings
KMU werden mit 80 Prozent bezuschusst,
das bedeutet Eigenkosten in Höhe von
knapp 3.000 Euro.
Unsere Methode: Transformation gestalten
durch Sichtbarkeit, Öffentlichkeit und Ge-
meinsamkeit, Kompetenzentwicklung für
vernetztes Denken
In der Transformationsbegleitung von Or-
ganisationen – egal, ob kleiner Mittel-
ständler, Konzern, Kommune oder Ver-
waltung – unterstützt DenkRaumOst auf
dem Weg zur Zukunftsfähigkeit: von ESG-
Kriterien über interne Arbeitsprozesse bis
zu Veränderungen des Geschäftsmodelle.
Einladung: Seien Sie dabei! Nutzen Sie
unser Netzwerk, unsere DenkRäume für
Ihre Organisation – so wird der Osten
sichtbarer!
nuvo2/24 11
Aktuelles
DenkRaumOst – Lotsen im Wandel der Zeit
oder Lobby für den neuen Osten
DenkRaumOst – eine gemeinnützige Initiative in der Wirtschaft - geht das?
Ira Roschlau
E-Mail: kontakt@denkraumost.de
12
Kolumnentitel
Neues Mitglied im UVBB:
Andersen –
Softwareinnovationen
für Ihr Unternehmens-
wachstum
12 nuvo2/24
Aus dem Netzwerk
Die Andersen Germany GmbH stellt sich
vor:
Starten Sie mit uns in die digitale Zukunft!
Unsere zuverlässigen IT-Lösungen opti-
mieren Ihre Geschäftsabläufe durch Au-
tomatisierung der Prozesse und Verwen-
dung hochmoderner Technologien. An-
dersens Mission ist edel – wir entwickeln
Software, die sich nahtlos in Ihre Arbeits-
routinen integriert und Ihr Geschäftswachs-
tum vorantreibt.
Branchenübergreifende Expertise für
Ihr Projekt
Unser Expertenteam meistert die IT-Pro-
jekte jeder Komplexität. Ob FinTech, Ge-
sundheitswesen, Logistik, Fertigung, Au-
tomobilbranche, E-Learning, Telekom-
munikation oder Unterhaltungsindustrie
– dank ihrer fundierten Fachkenntnisse
sind unsere Spezialisten für Ihre Anfor-
derungen bestens gerüstet. Dabei stehen
die individuellen Bedürfnisse Ihres Unter-
nehmens im Mittelpunkt. Wir schaffen
maßgeschneiderte Lösungen, die präzise
auf Ihre Branche und spezifischen He-
rausforderungen zugeschnitten sind.
Globale Anerkennung durch
erstklassige Lösungen
Wir arbeiten mit Unternehmen verschie-
dener Größe zusammen, von Startups
über KMU bis hin zu Großkonzernen wie
Siemens, Allianz, ABB, TUI, WISAG und
weiteren. Das positive Feedback unserer
Kunden bestärkt uns darin, unsere Ka-
pazitäten kontinuierlich auszubauen und
noch innovativere Lösungen zu ent-
wickeln.
Die Forschung hat für uns die höchste
Priorität. Unsere branchenspezifischen Ex-
pertengremien sorgen für einen kontinu-
ierlichen Wissensaustausch und -transfer.
Durch regelmäßige Teilnahme an inter-
nationalen Konferenzen bleiben unsere
Spezialisten stets auf dem neuesten Stand.
Unser Lösungsportfolio für Ihren
Erfolg
Ihr Unternehmenserfolg ist unser Antrieb.
Denn wir wissen: Effiziente Prozesse u.a.
auch im IT-Bereich sind der Schlüssel für
moderne Unternehmen, die ihren Markt-
anteil ausbauen und neue Kunden ge-
winnen möchten. Mit unserer langjährigen
Erfahrung und umfangreichen Services
sind wir der richtige Partner für Ihre IT-
Initiative. Softwareentwicklung, Projekt-
management, Qualitätssicherung, UI/UX-,
Grafik- und 3D-Design, Business-, BI-,
System- und Datenanalyse, Data Engi-
neering, IT-Architektur-Beratung, DevOps,
1st/2nd/3rd Level Support und mehr –
Sie erhalten alles aus einer zuverlässigen
Quelle, ohne Anbindung externer Dienst-
leister.
Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose
Beratung. Gemeinsam finden wir heraus,
wie unsere Dienstleistungen Ihren Betrieb
optimieren und Ihre Rentabilität steigern
können. Wir freuen uns darauf, Ihr Un-
ternehmen mit unseren funktionsreichen
digitalen IT-Lösungen unterstützen zu
dürfen.
Andersen-Mitarbeiter auf einem der höchsten
Berge Europas – originelle Werbung für das
Unternehmen.
QS-Meeting mit Teammitgliedern von Andersen.
Dmitry Malinovsky
Director DACH
Andersen Germany GmbH
Zollstockgürtel 67
50969 Köln
Tel.: +48 22 230 40 85
E-Mail: dm.malinovsky@andersenlab.
com
Internet: https://andersenlab.de/
nuvo2/24 13
Aktuelles
Unterstützungsangebote für behindertengerechte Einrichtung
von Arbeitsplätzen
Für Betriebe wird die Beschäftigung von
Menschen mit Behinderung einfacher: mit
den Einheitlichen Ansprechstellen für Ar-
beitgeber, kurz EAA. Die Einheitlichen An-
sprechstellen für Arbeitgeber informieren,
beraten und unterstützen Arbeitgebende
bei der Ausbildung, Einstellung und Be-
schäftigung von schwerbehinderten Men-
schen.
Die Fachkräfte in der Beratung informieren
Arbeitgebende über Unterstützungsange-
bote, wie zum Beispiel Leistungen zur be-
hinderungsgerechten Einrichtung von Ar-
beits- und Ausbildungsplätzen. Darüber
hinaus unterstützen und begleiten die EAA
aktiv die Unternehmen bei der Beantragung
von Förderleistungen und geben einen
kompetenten Überblick über die unter-
schiedlichen Förderleistungen. Besonders
kleineren und mittleren Unternehmen sind
die bereits etablierten Förder- und Unter-
stützungsmöglichkeiten oder die vorhan-
denen Beratungs- und Informationsange-
bote oft nicht im Detail bekannt. So unter-
stützt das Brandenburger Landesförder-
programm „Perspektive Inklusiver Arbeits-
markt“ (PiA) Arbeitgebende bei der Ein-
stellung von Menschen mit Behinderungen
mit Prämien und zusätzlichen Förderleis-
tungen.
Arbeitgebende können bei der Beschäfti-
gung von Menschen mit Behinderungen
in vielerlei Hinsicht profitieren: vorhandene
Fachkompetenz, hochmotivierte Mitarbei-
tende, beflügelter Teamgeist und Image-
gewinn durch Diversität
und neue Sichtweisen in
einer modernen Arbeits-
welt. In Brandenburg
sind die Fachberatenden
der EAA sehr gut ver-
netzt. Die Beauftragung
der Fachberatenden er-
folgt durch das Landes-
amt für Soziales und Ver-
sorgung, entsprechend
§ 185 a SGB IX. Das Be-
ratungsangebot der EAA
steht jedem Arbeit-
gebenden offen, ist kos-
tenfrei und kann formlos
in Anspruch genommen
werden.
Weitere Informationen:
https://lasv.brandenburg.de/lasv/de/
integration-inklusion/einheitliche-
ansprechstellen-fuer-arbeitgeber/#
Gern können Sie sich telefonisch oder
per E-Mail an das Landesamt für Sozia-
les und Versorgung des Landes Bran-
denburg wenden.
Tel.: 0355 289 38 56
E-Mail: EAA@lasv.brandenburg.de
„Wir informieren, beraten und
unterstützen Sie bei der Ausbildung,
Einstellung und Beschäftigung von
schwerbehinderten Menschen.“
Beratungsstand der Einheitlichen Anspruchsstellen des Landesamtes für Soziales und Versorgung.
14 nuvo2/24
Wachstumsland Brandenburg.
Bilanz der Wirtschaftsförderung Brandenburg 2023:
Investitionen von 2,5 Milliarden Euro und 5.700 Arbeitsplätze
Aktuelles
Karsten Wagner
Das Land Brandenburg bleibt – im Ge-
gensatz zur Bundesrepublik insgesamt –
auf Wachstumskurs. Bei der Pressekon-
ferenz zur Vorjahresbilanz der landeseige-
nen Wirtschaftsförderungsgesellschaft
(WFBB) am 14. März verwies Wirtschafts-
minister Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach auf
„unterschiedliche Signale“, teils sogar
„eine furchtbare Stagnation“. „Umso er-
freulicher ist die positive Bilanz in Bran-
denburg“, sagte er. Die Wirtschaftsför-
derung Brandenburg habe ihren Beitrag
zum Wirtschaftswachstum geleistet, das
im ersten Halbjahr 2023 bei rund 6 Prozent
2023 gegenüber dem Vorjahr lag. Auch
aktuelle Hiobsbotschaften, zum Beispiel
von Goodyear in Fürstenwalde oder der
Papierfabrik Leipa in Schwedt/Oder sollten
vor diesem Hintergrund bewertet werden:
Die Frage sei, „ziehen uns solche negati-
ven Botschaften nach unten oder können
wir das kompensieren?“ Er habe immer
gesagt, dass im Zuge des laufenden
Strukturwandels etwa 20 Prozent der Un-
ternehmen im Land ausgetauscht würden.
Aber: Neue kommen. Steinbach: „Wie
viele das sind, ist auch für uns über-
raschend!“
Rund 10 Milliarden Euro an
Investitionen in der Wahlperiode
Steinbach zog in der für ihn als Minister
für Wirtschaft, Arbeit und Energie letzten
derartigen Jahresbilanz vor der bevor-
stehenden Landtagswahl auch ein per-
sönliches Resümee. „Über 20.500 neue
Arbeitsplätze wurden geschaffen, davon
12.500 von Tesla direkt und 6.500 in der
Lausitz.“ 10 Milliarden Euro an Investitio-
nen wurden durch die WFBB ins Land
geholt. Wichtig sei, dass es sich über-
wiegend um produktive Arbeitsplätze
handele, die nun die Dynamik des Wirt-
schaftsaufschwungs stützen.
Moderne Mobilität entwickelt sich als
neuer Kernbereich
Einen Kernbereich bildet dabei die mo-
derne Mobilität, die mit der Ansiedlung
von Tesla in Grünheide ihre Initialzündung
hatte. Zusehends wächst ein Netz an Zu-
lieferern und Dienstleistern, und in der
Batterietechnik entstehen Elemente der
gesamten Wertschöpfungskette vom Test-
center in Schipkau bis zum Batteriere-
cycling bei BASF Schwarzheide. Diese
errichtet eine Pilotanlage mit 65 Arbeits-
plätzen, die gefördert worden ist. Ziel
ist, die Recyclingquote drastisch zu erhö-
hen und Lithium, Nickel, Kobalt und Man-
gan als wertvolles Material für die Katho-
denherstellung zu zurückzugewinnen. Die-
se Investition gilt als Baustein für die
Kreislaufwirtschaft in der Batterieindus-
trie.
Zweitbestes Jahr seit Bestehen der
WFBB
Die Wirtschaftsförderung Brandenburg
rechnet 2023 als das zweitbeste Jahr seit
ihrem Bestehen ab, 2022 war das Beste.
5.734 neue Arbeitsplätze und ein Re-
kord-Investitionsvolumen von 2,5 Milliar-
den Euro (ohne Tesla) stehen zu Buche.
Dahinter stehen 212 Investitions- und In-
novationsprojekte. Dass sich deren Anzahl
seit 2020 exakt halbiert hat, führt WFBB-
Geschäftsführer Dr. Steffen Kammradt auf
den zyklischen Verlauf bei Förderrichtlinien
zurück: Wenn diese Richtlinien starten,
wächst die Zahl der Projektanträge erst
allmählich und erreicht später ihren Hö-
hepunkt. „Brandenburg ist ein attraktiver
Investitionsstandort“, unterstrich Kamm-
radt. „Das hohe Investitionsvolumen von
2,5 Milliarden ist dafür ein eindrucksvoller
Beweis. Ein besonderer Fokus im An-
siedlungsgeschehen liegt weiter auf der
modernen Mobilität.“
Tesla strahlt aus in der Region und
darüber hinaus
Mit der neuen Wertschöpfungskette der
Batterieindustrie wachse der Bedarf an
Tests und Zertifizierungen: Die DEKRA
investiert deshalb mit Unterstützung der
WFBB in Schipkau im zweistelligen Mil-
lionenbereich in den Aufbau eines Test-
centers für Batterien in der Elektromobilität
und in Batteriesystemen. Besondere Be-
deutung für Brandenburg besitze das
weitere Wachstum bei Tesla selbst, heute
ist Tesla größter industrieller Arbeitgeber
im Land. Bis Ende 2023 haben in der Gi-
gafactory 11.500 Menschen einen Ar-
beitsplatz gefunden, damit sind 3.000
seit 2022 hinzugekommen. Hinzu kommt
der starke Ausstrahleffekt des Unterneh-
mens über die Region hinaus auf ganz
Brandenburg.
Gesundheitswirtschaft weiterer
Ansiedlungsschwerpunkt
Den zweiten Ansiedlungsschwerpunkt bil-
dete 2023 die Gesundheitswirtschaft. In
Luckenwalde investiert Helaxa-Pharma fast
50 Millionen Euro in eine Heparin-Pro-
duktion mit 40 Arbeitsplätzen und stärkt
damit die Position Brandenburgs in der
Gesundheitsbranche. Diese wurde durch
Christoph Miethke vertreten, der in diesem
Jahr die Bilanzpressekonferenz der WFBB
als Gastgeber in seinen im Bau befindlichen
neuen Firmenstandort in Potsdam-Nedlitz
eingeladen hatte. Ohne die Unterstützung
durch die Brandenburger Wirtschaftsför-
derung wäre der Aufstieg seines heute
Dr. Steffen Kammradt
Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach
weltweit agierenden Unternehmens nicht
möglich gewesen, betonte er. Aus einem
Zwei-Mann-Startup ist ein weltweit agie-
rendes Unternehmen mit 250 Beschäftigten
geworden, das sich der Therapie für den
Hydrocephalus, die krankhafte Vergröße-
rung der mit Hirnwasser gefüllten Flüs-
sigkeitsräume im Kopf, mit großem Erfolg
verschrieben hat.
In Pritzwalk baut das pharmazeutische
Unternehmen Ayanda, das auch Nah-
rungsergänzungsmittel und Kosmetika
herstellt, eine Verpackungsanlage auf.
Die chinesische Firma investiert 15 Mil-
lionen Euro und schafft 35 Arbeitsplätze.
Data Center für die IT-Lösungen der
Zukunft
Dritter Schwerpunkt der durch die WFBB
begleiteten Ansiedlungen sind moderne
Data Center, die die digitale Infrastruktur
im Land stärken. So errichtet ein US-Un-
ternehmen südlich von Berlin zwei Re-
chenzentren, investiert mehrere Milliarden
Euro und schafft mehrere hundert Ar-
beitsplätze. Mit weiteren potenziellen In-
vestoren sei man im Gespräch, sagte
Kammradt. Für Anwendungen der Künst-
lichen Intelligenz und das autonome Fah-
ren sind derartige Center unverzichtbar,
und Brandenburg habe gute Chancen,
sich neben Frankfurt am Main und Berlin
zum dritten Hotspot in Deutschland zu
entwickeln.
Um die vielfältigen Wachstumschancen
langfristig nutzen zu können, sind Fach-
kräfte natürlich das A und O. In hochspe-
zialisierten Branchen kommen diese aus
aller Welt, aber hier bieten sich ebenso
berufliche Perspektiven für die Jüngeren
im Land. Die WFBB hat im vergangenen
Jahr 1200 Beratungen für Unternehmen
durchgeführt, das Fachkräfteportal ver-
zeichnete 130.000 Zugriffe. Auch inter-
nationale Karrieremessen werden – teil-
weise online – genutzt, um den Fachkräf-
tebedarf zu decken.
Beratungen zum Thema Energie
deutlich hochgefahren
Durch die WFBB wurden im Vorjahr 1.252
Beratungen zum Thema Arbeit und 784
Beratungen zum Thema Energie für Un-
ternehmen durchgeführt. Außerdem wur-
den 828 Dienstleistungen zur Außenwirt-
schaft und 439 Dienstleistungen für Start-
ups und Gründungen erbracht. Über
diese Unterstützung berichtete WFBB-
Geschäftsführer Sebastian Saule: „Die
Energiekrise hat die Nachfrage nach Be-
ratungen zu Energieeffizienz, zum Ausbau
der Erneuerbaren Energien und zu nach-
haltigen Mobilitätslösungen deutlich er-
höht. Unsere Energieagentur und unsere
Stabsstelle Anwendung Elektro- und Was-
serstoffmobilität haben 784-mal Unter-
nehmen und Kommunen aktiv begleitet
– das ist wie das Investitionsvolumen ein
neuer Rekordwert in der Geschichte der
WFBB.“
Markterschließung auf internationalem
Parkett
Auch im internationalen Geschäft mussten
sich die Unternehmen auf die veränderte
geopolitische Situation einstellen. Nach
dem Eindruck Saules haben sie das über-
wiegend offensiv getan: „Indem sie an
unseren Markterschließungsreisen bei-
spielsweise nach Korea oder nach Süd-
afrika und Namibia teilgenommen haben“,
sagte er. Die WFBB bot Gelegenheit,
sich beim durch sie organisierten Mes-
seauftritt auf der Zuliefermesse Elmia
Subcontractor in Schweden oder auf der
internationalen Kunststoffmesse Fakuma
in Friedrichshafen zu präsentieren. Auch
außenwirtschaftliche Informationsveranstal-
tungen wurden gern genutzt.
„Wir freuen uns auch, dass wir 2023 im
Rahmen des Onboardings knapp 90 Start-
ups begleiten konnten – eine Steigerung
um 50 Prozent gegenüber 2022“, betonte
Saule. „Das zeigt uns, dass auch junge
Unternehmen auf den für Brandenburg
typischen Gebieten wie den Erneuerbaren
Energien oder der Kreislaufwirtschaft trotz
schwieriger Zeiten erfolgreich sein kön-
nen.“
Chancen auch für die „Nicht-Boom-
Regionen“?
Unter den zahlreichen Journalistenfragen
gab es wie in jedem Jahr auch die nach
den Wirkungen des Investitionsgesche-
hens auf die Fläche Brandenburgs. Ost-
brandenburg boomt, die Lausitz ist im
Fokus – doch was ist mit der Prignitz?
Auf diese nach wie vor strukturschwachen
Gebiete werde die WFBB weiter ihr Au-
genmerk legen, versprach Dr. Steffen
Kammradt. Zu wünschen wäre es. Und
dass Brandenburg an der Havel, einst
der größte Industriestandort Brandenburgs
mit starkem innovativem Potenzial von
den rasanten Entwicklungen bisher so
wenig profitieren kann, möchte der Autor
(Urenkel des Gründers der Excelsior-Fahr-
radwerke) etwas nachdenklich ergänzen.
Dr. Ulrich Conrad
nuvo2/24 15
Aktuelles
Sebastian Saule
Im Podium: Dr. Steffen Kammradt, Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, Sebastian Saule und Christoph
Miethke (von links).
„nova motum – think.ai“ ist sein Motto in
einer Welt, in der die Grenzen zwischen
Technologie und menschlichem Potenzial
immer mehr verschwimmen. Hier gilt es,
die humane Intelligenz (HI) und die Künst-
liche Intelligenz (KI) zum Wohle der Gesell-
schaft und der Wirtschaft zu verbinden.
Dipl.-Ing. Volker Kohl, Gründer und Ge-
schäftsführer der nova motum Services &
Consulting GmbH, steht mit seinem nicht
zu stillenden Wissensdurst stets mit dem
Fokus auf die technologische Innovation,
insbesondere im Bereich der Künstlichen
Intelligenz (KI). Mit einem fundierten Hin-
tergrund in Mobiler Konnektivität und kom-
plexen Apps zur Gerätekommunikation
erstreckt sich seine Karriere über drei Jahr-
zehnte der ständigen Anpassung an neu-
este Technologien und Lösungsmethoden.
Leidenschaft für Technologie und sein tie-
fes Verständnis für die Herausforderungen
und Chancen, die sie mit sich bringt,
haben ihn zu einem gesuchten Berater für
Unternehmen aller Größen gemacht.
Seine Expertise in der Optimierung von
Geschäftsprozessen durch den Einsatz
von KI ist ein wesentlicher Baustein seiner
Unternehmensberatung. Dabei liegt sein
Fokus nicht nur auf der Implementierung
von High-Tech-Lösungen, sondern auch
auf der Vermeidung von versteckten Kos-
ten, die oft mit der Adoption neuer Tech-
nologien einhergehen.
Mit seiner interdisziplinären Arbeitsweise
wird es möglich, komplexe Aufgabenstel-
lungen zu meistern und dabei die Interes-
sen der Auftraggeber und der beteiligten
Stakeholder harmonisch zu vereinen. Diese
Fähigkeit, verschiedene Disziplinen zu ver-
knüpfen, kommt besonders in Projekten
zur Geltung, die bisher von mobiler Gerä-
tekonnektivität bis hin zu Lösungen im me-
dizinwissenschaftlichen Umfeld reichen.
Die von ihm geleiteten Projekte – von der
Konzeption über die Koordination bis hin
zur Fertigstellung – sind Beispiele dafür,
wie innovative Lösungen zu entwickeln
sind, die echten Mehrwert schaffen.
Als aktives Mitglied in führenden Netz-
werken und Verbänden ist Volker Kohl mit
seiner nova motum GmbH zum 1. März
2024 Mitglied im UVBB und im WFM ge-
worden. Darüber hinaus ist er seit vielen
Jahren im Bundesverband der mittelstän-
dischen Wirtschaft (BVMW) und im Medi-
zinherstellernetzwerk COCIR in Brüssel
Mitglied. Seine Projekte, wie die Entwick-
lung einer App zur Verhinderung der
Schläfrigkeit von LKW-Fahrern oder die
Konzeption einer telemedizinischen An-
wendung für EKG-Smartwatches, sind nur
zwei Beispiele seiner innovativen Arbeit.
Volker Kohls Berufserfahrung umfasst nicht
nur die Beratung im IT- und Kommunika-
tionstechnikbereich, sondern auch prakti-
sche Anwendungen in der Umwelttechnik.
Seine Fähigkeit, von der Produktidee bis
zur marktreifen Softwarelösung zu führen,
hat ihn zu einem wertvollen Partner für
internationale Hersteller werden lassen.
Visionär an der Schnittstelle
von Mensch und Künstlicher
Intelligenz
Herr Kohl, was treibt Sie an?
Volker Kohl: Ich bin fasziniert von den
Möglichkeiten, die KI bietet, um die Gren-
zen zwischen Technologie und mensch-
lichem Potenzial zu überwinden. Mein Ziel
ist es, diese beiden Welten zum Wohle
der Gesellschaft und der Wirtschaft zu
verbinden.
Sie betonen die Wichtigkeit der inter-
disziplinären Arbeit. Können Sie ein Bei-
spiel nennen?
Sicher. Ein gutes Beispiel ist die Entwick-
lung der App zur Verhinderung der Schläf-
rigkeit von LKW-Fahrern. Hier vereinten
wir Kenntnisse aus der Medizin, IT und
Fahrzeugsicherheit, um eine Lösung zu
schaffen, die nicht nur technologisch fort-
schrittlich, sondern auch praktisch um-
setzbar und nützlich ist.
Wie sehen Sie die Zukunft der KI in Un-
ternehmen?
KI wird weiterhin eine transformative Rolle
in Unternehmen spielen, indem sie Ge-
schäftsprozesse optimiert und neue Wege
zur Problemlösung bietet. Mein Fokus
liegt darauf, Unternehmen zu helfen, die
Potenziale voll auszuschöpfen.
Wie wichtig sind Netzwerke für Ihre Ar-
beit?
Diese Netzwerke sind essentiell, um
Trends vorauszusehen und Partnerschaf-
ten zu fördern. Meine Mitgliedschaften er-
lauben es mir, ein breites Spektrum an
Perspektiven und Expertisen in meine Ar-
beit einzubringen.
Was motiviert Sie, die Grenzen dessen,
was technologisch möglich ist, ständig
neu zu definieren?
Was mich antreibt, ist die Überzeugung,
dass Technologie ein Werkzeug sein kann,
das echte Probleme löst und das Leben
der Menschen verbessert. Indem wir die
Möglichkeiten der KI nutzen, können wir
nicht nur wirtschaftlichen Wert schaffen,
sondern auch zu einer besseren Zukunft
beitragen.
16
Aus dem Netzwerk
nuvo2/24
Immer auf dem Weg zur Zukunft:
Volker Kohl mit seinem Unternehmen nova motum
Volker Kohl
nova motum® Services & Consulting
GmbH
Volker Kohl
Goerzallee 299, 14167 Berlin
Tel.: +49 152 562 514 84
Mobil: +49 151 226 29 279
E-Mail: v.kohl@novamotum.net
Internet: www.novamotum.net
nuvo2/24 17
Aus dem Netzwerk
„Wie wollen Sie dem aktuellen Führungs- und
Fachkräftemangel zukünftig begegnen?“ so
wurde ich Anfang des Jahres beim Unterneh-
mer-Stammtisch gefragt. Meine Antwort ver-
blüffte die Kolleg*innen nur wenig: „Durch in-
terne Aus- und Weiterbildung!“
Angesichts aktueller Entwicklungen des Ar-
beitsmarkts – zum Beispiel Verlust von Fach-
kräften durch deren permanent hohe Wech-
sel-Bereitschaft oder die drohende zukünftige
Arbeiterlosigkeit in Deutschland infolge der
erwartbaren demografischen Entwicklung –
erscheint es für Unternehmer*innen heute
überlebensnotwendig, mindestens die folgen-
den beiden Bedingungen für eine nachhaltige
Fachkräfte-Sicherung zu erfüllen: Erstens, die
bereits im Unternehmen tätigen Mitarbeiter*in-
nen „wirklich“ zu führen und zu entwickeln,
um sie dadurch mittel- und langfristig an das
Unternehmen zu „binden“1
. Und zweitens,
aktiv dafür Sorge zu tragen, die talentiertesten
Nachwuchskräfte des Unternehmens durch be-
triebliche Qualifizierungs-Programme intern zu
Fach- und Führungskräften weiterzubilden.
Zu diesem Zwecke wurde von Prof. Dr. Bernd
B. Schmidt und Roman Auchter ein 3-modulares
Weiterbildungsprogramm „Führungslust statt
Führungsfrust!“ entwickelt.2
Ziel dieser Weiterbildung ist es, Personen, die
bereits Führungspositionen bekleiden, sowie
insbesondere angehende Führungskräfte, in
elementaren Grundlagen eines professionellen
Führungsmanagements zu schulen (Theorie
und Praxis).
Das Kurs-Programm sieht vor, den teilnehmen-
den Kolleg*innen im ersten Modul wesentliche
Methoden und Strategien zur Führung der ei-
genen Person zu vermitteln. Dies betrifft tech-
nische Voraussetzungen professioneller Selbst-
Organisation gleichsam wie in der Person selbst
verwurzelte Merkmale (Einstellungen, Haltungen,
Fähigkeits-Profil, Persönlichkeits-Profil u. a.).
Im zweiten Modul sollen die angehenden Füh-
rungskräfte grundlegende Kenntnisse und Fä-
higkeiten erlernen, wie sie Kommunikations-
Situationen mit Mitarbeiter*innen professionell
organisieren und durchführen können: Bewer-
bungsgespräche, Personalgespräche, Konflikt-
regulierungs-Gespräche usw. In diesem Modul
steht insbesondere die eigene Darstellung
(nonverbal, verbal, medial) zur Debatte.
Die Entwicklung der eigenen Person, Grund-
lagen professioneller Team-Entwicklung sowie
die systematische Entwicklung der anvertrauten
individuell unterschiedlichen Mitarbeiter*innen,
stellen zentrale Themen des dritten Moduls
dar. Die Kursant*innen werden unter anderem
mit Verfahrensweisen bekannt gemacht, wie
individuelle Anforderungs- und Mitarbeiter-
Profile erstellt und Potenziale des Einzelnen
analytisch erfasst und zielgerichtet gefördert
werden können.
Die Grundidee dieser Schulung besteht in
der Qualifizierung zukünftiger bzw. erst seit
kurzem in Führungsverantwortung befindlicher
Nachwuchs-Führungskräfte, nach wissenschaft-
lichen Methoden „wirklicher Führung“.3
Das
Projekt will auf diese Weise aktiv dem akuten
Führungs- und Fachkräftemangel entgegen-
wirken!
Aus Anlass des 10-jährigen Jubiläums zur
Gründung von vita regulativ am 1. Mai 2014
in Potsdam, wird das Programm „Führungslust
statt Führungsfrust!“ seit Beginn des Jahres
bundesweit neu aufgelegt, von Niedersachsen,
Berlin und Brandenburg über Sachsen-Anhalt
und Thüringen bis Baden-Württemberg… Die
Weiterbildung umfasst 3 Module (5 Kurstage
pro Modul), welche in der Regel innerhalb
eines Kalenderjahres durchgeführt werden.
Bei Interesse an der Schulung „Führungslust
statt Führungsfrust!“ melden Sie sich bitte
direkt beim Kurskoordinator Roman Auchter
unter 0176 - 64215630 bzw. über die Home-
page des Instituts unter „www.vita-regulativ.de“.
Roman Auchter
„Führungslust statt Führungsfrust!“
Zum 10-jährigen Jubiläum von „vita regulativ“ in Potsdam
Zum Autor:
Roman Auchter ist Geschäftsführer
von „vita regulativ“. Er berät Unterneh-
men und soziale Einrichtungen rund
um das Thema Organisationsentwick-
lung.
Sie erreichen ihn unter:
www.vita-regulativ.de
bzw. unter 0176-64215630.
Modul 3: Team-Entwicklung
Modul 2: Mitarbeiterführung
1
Auchter, R., Fachkräfte gewinnen durch „wirkliche“
Führung?, in: NUVO, Nr. 1-2024, 7. Jg., S. 8
2
Prof. Schmidt, Bernd B., Auchter, R. (2022). Füh-
rungsmanagement heute. Potsdam.
3
Methodische Grundlagen unter: www.vita-regulativ/
methode/
Roman Auchter
IMPRESSUM: NUVO - Netzwerk Unternehmerverbände Ostdeutschlands – Wir. Unternehmen. Zukunft.
• 7. Jahrgang • Ausgabe 2/2024 • ET: 30.04.2024 • Gesamtauflage: 3.500 • Herausgeber/V.i.S.d.P: comprend GmbH • Seniorberater: Michael Schulze • Den-
nis-Gabor-Straße 2 • 14469 Potsdam • Tel.: 0331 58115800 • E-Mail: info@comprend.de • www.comprend.de • Redaktion: Michael Schulze • Autoren: Dr. Ul-
rich Conrad, Michael Schulze • Satz und Druckvorbereitung: GrafikStudio Wilke • Anzeigen: Michael Schulze • Fotorechte: pixabay (S. 1 Titelbild); IBWF (S. 1
o. u. S. 18); IW (S. 1 M., S. 5 r. 4. v. o.; S. 7); Karoline Wolf (S. 1 u., S. 3 u. S. 5 l. 4. v. o.);); STEP (S. 2); contrango digital (S. 5 l. o.); Andreas Franke (S. 5 l. 2. v.
o.); Handwerkskammer Potsdam/Michael Lüder (S. 5, l. 3. v. o.); Dominik Butzemann (S. 5 l. 5. v. o.); BMAS (S. 5 l. 6. v. o.); PREALIZE GmbH (S. 5 l. 7. v. o.);
David Marschalls (S. 5 M. o.); fotomanufaktur_schnittfincke (S. 5 M. 2. v. o.); ASG Spremberg (S. 5 M. 3. v. o.); VEINLAND GmbH (S. 5 M. 4. v. o.); MWAE/Till
Budde (S. 5 r. o.); Bundesagentur für Arbeit (S. 5 r. 2. v. o.); IHK Potsdam/Stefan Specht (S. 5 r. 3. v. o.); WSD Security (S. 9); TH Brandenburg (S. 10); DenkRau-
mOst (S. 11); Andersen Germany (S. 12); LASV (S. 13); Conrad (S. 14 u. S. 15); Uwe Steinert (S. 16); Roman Auchter (S. 17); • Weitere Fotos wurden zur Verfü-
gung gestellt von Sponsoren, Partnern • Druck: city repro GmbH Cottbus • Redaktionsschluss: 05.04.2024 • NUVO erscheint sechsmal im Jahr • Die Mitglieder
des UVBB erhalten NUVO im Rahmen ihrer Mitgliedschaft • Alle Rechte vorbehalten • Nachdruck und Kopien nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung
des V.i.S.d.P. • Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Für unaufgefordert eingesandte Manu-
skripte und Fotos übernehmen wir keine Haftung • ISSN 2625-3356 •
Als Treiber und Getriebener ist der Mit-
telstand mittendrin in Gesellschaft und
Entwicklung. Betroffen und zukunftswei-
send zugleich. Das Geschäftsklima war
schon besser. Die Folgen der Corona-
Pandemie, Kriege, Lieferengpässe und
Fachkräftemangel fordern ihren Tribut.
Technologie und Bürokratie fordern Un-
ternehmen. Und die wirtschaftliche Erho-
lung lässt auf sich warten. Gleichwohl leis-
ten Mitarbeitende und ihre Vorgesetzten
ihren Beitrag. Leidenschaftlich und enga-
giert. Für fairen Wohlstand in einer zu-
kunftsweisenden (Arbeits)Welt.
Der Mittelstand – 99 Prozent der deut-
schen Unternehmen – reagiert auf Belas-
tungssituationen flexibel, wirtschaftlich
und menschlich. Der Blick auf ein Mit-
einander – geprägt von Anerkennung,
Wertschätzung und Potentiale – sichert
somit strukturelle und individuelle Res-
sourcen. Ein Mehrwert in jeder Hinsicht.
International wird der „German Mittel-
stand“ als einzigartig wahrgenommen.
Vorwärtsgewandt und innovativ, wenn der
Markt es verlangt. Mit einer Haltung, die
von Verantwortungsbewusstsein und Ge-
meinwohlorientierung geprägt ist. So wer-
den unternehmerische Herausforderun-
gen zu Chancen der deutschen Wirtschaft.
Und dienen zum Vorbild. Hierfür braucht
es Freiheit und Handlungsräume sowie Er-
fahrung und Befähigung. Und Verantwor-
tung. Hierfür braucht es Unterstützung
und förderliche Rahmenbedingungen.
Und die öffentliche Wahrnehmung der
enormen Anstrengungen, Leistungen und
Erfolge des Mittelstandes.
Wir sind dankbar und stolz, als Träger des
Medienpreises Mittelstand unseren Bei-
trag zu leisten. Und somit die Bedeutung
und Wirksamkeit des Mittelstandes über
mediale Berichterstattung zu bestärken
und zu fördern. Journalistinnen und Jour-
nalisten haben das nötige Gespür und das
Geschick, Mittelständler abzubilden, ihre
Werte, Ideale und Visionen zu beschrei-
ben. So entstehen Erfolgsgeschichten, die
Mut machen und die Macht des Mittel-
standes aufzeigen.
Lassen Sie uns gemeinsam entdecken und
verbreiten, was den Mittelstand prägt: Lei-
denschaft und Engagement. Auch in he-
rausfordernden Zeiten. Machen wir sichtbar,
wie es dem Mittelstand gelingt, Herz und
Motor der deutschen Wirtschaft zu sein.
18
Aus dem Netzwerk
nuvo2/24
Der Mittelstand. Mutig und machtvoll.
Babette Halbe-Haenschke
Babette Halbe-Haenschke
Präsidentin IBWF e.V. – Das Netzwerk
für Mittelstandsberater
Tel.: 0162 242 48 56
E-Mail: Babette.halbe-haenschke@
mittelstandsberater.de
IBWF
Das Netzwerk
für Mittelstandsberater
M I T T E L S T A N D S B E R A T E R . D E
erten esucht
erten inden
www.mittelstandsberater.de
ist d s r te ch er rei ende et er
r ittelst nds er ter in eutschl nd ier
inden ie ert innen it unterschiedlichen
er tun s eten en die sich u die r eit
it nterneh en us de ittelst nd s e i lisiert
h en
IBWF
Das Netzwerk
für Mittelstandsberater
M I T T E L S T A N D S B E R A T E R . D E
erten esucht
erten inden
www.mittelstandsberater.de
ist d s r te ch er rei ende et er
r ittelst nds er ter in eutschl nd ier
inden ie ert innen it unterschiedlichen
er tun s eten en die sich u die r eit
it nterneh en us de ittelst nd s e i lisiert
h en
IBWF
Das Netzwerk
für Mittelstandsberater
M I T T E L S T A N D S B E R A T E R . D E
erten esucht
erten inden
www.mittelstandsberater.de
ist d s r te ch er rei ende et er
r ittelst nds er ter in eutschl nd ier
inden ie ert innen it unterschiedlichen
er tun s eten en die sich u die r eit
it nterneh en us de ittelst nd s e i lisiert
h en
IBWF
Das Netzwerk
für Mittelstandsberater
M I T T E L S T A N D S B E R A T E R . D E
erten esucht
erten inden
www.mittelstandsberater.de
ist d s r te ch er rei ende et er
r ittelst nds er ter in eutschl nd ier
inden ie ert innen it unterschiedlichen
er tun s eten en die sich u die r eit
it nterneh en us de ittelst nd s e i lisiert
h en
IBWF
Das Netzwerk
für Mittelstandsberater
M I T T E L S T A N D S B E R A T E R . D E
erten esucht
erten inden
www.mittelstandsberater.de
ist d s r te ch er rei ende et er
r ittelst nds er ter in eutschl nd ier
inden ie ert innen it unterschiedlichen
er tun s eten en die sich u die r eit
it nterneh en us de ittelst nd s e i lisiert
h en
IBWF
Das Netzwerk
für Mittelstandsberater
M I T T E L S T A N D S B E R A T E R . D E
erten esucht
erten inden
www.mittelstandsberater.de
ist d s r te ch er rei ende et er
r ittelst nds er ter in eutschl nd ier
inden ie ert innen it unterschiedlichen
er tun s eten en die sich u die r eit
it nterneh en us de ittelst nd s e i lisiert
h en
Das Berufsförderungswerk
Berlin-Brandenburg
Ihr Personal- und Bildungspartner
www.bfw-berlin-brandenburg.de
Mühlenbeck
Kastanienallee 25, 16567 Mühlenbeck
Tel.: 030 30399-399
info@bfw-berlin-brandenburg.de
Berlin-Charlottenburg
Epiphanienweg 1, 14059 Berlin
Tel.: 030 30399-399
info@bfw-berlin-brandenburg.de
Berlin-Prenzlauer Berg
Hermann-Blankenstein-Straße 32, 10249 Berlin
Tel.: 030 30399-399
btz@bfw-berlin-brandenburg.de
Bei uns 昀nden Sie das passende Personal
für Ihr Unternehmen.
Unsere Absolventinnen und Absolventen aus über
30 Quali昀zierungsbereichen, meist zweifach quali昀ziert,
sind – vor allem bei kleinen und mittelständischen
Unternehmen unserer Region – gefragte Arbeitskräfte.
Über die Fachkräftegewinnung hinaus unterstützt Sie
das Berufsförderungswerk Berlin-Brandenburg dabei,
bewährte Fachkräfte im Unternehmen zu halten. Unser
Leistungsspektrum reicht von der individuellen Begleitung
Beschäftigter, deren Arbeitsplatz umgestaltet werden
muss, bis zur kompletten Einführung eines BEM
im Unternehmen.