Mobile Anwendungen und ihr
Einfluss auf Bibliotheken
Prof. Dr. Rudolf Mumenthaler


14. Mai 2012




FHO Fachhochschule Ostschweiz   Seite 1
Mobile Nutzung als Megatrend

Horizon Reports 2011 und 2012:
Beachtenswerte Technologien
(Horizont ein Jahr):
2011:
• Mobile Geräte
• E-Books
2012:
• Mobile Apps
• Tablet Computing
BITKOM: Markttreiber und Trends im mobilen
Internet
• Tablet Computer treiben die mobile Internetnutzung
  weiter an
• Aktuell rund 1 Millionen Apps für die unterschiedlichen
  Plattformen weltweit
• App-Ökonomie erfasst klassische Märkte, z.B. Verlage,
  Gesundheitswesen, Verkehrswirtschaft
• Verstärkte mobile Nutzung Sozialer Online-Netzwerke
• Smartphones verändern zunehmend das
  Konsumverhalten der Nutzer


          http://www.bitkom.org/files/documents/BITKOM-Praesentation_PK_Mobile_World_15_02_2012.pdf

                                                                                            Seite 3
Aktuelle Trends

• E-Books und eReader mit neuen Funktionalitäten
  (Annotationen, soziale Interaktion)
• Mobiltelefone als erste Wahl für Internetzugang
• Apps für Nutzung von Internetangeboten
• Neue mobile Geräte wie Tablets

-> aktuelle Megatrends betreffen direkt das Umfeld und die
Tätigkeitsfelder von Bibliotheken!




                                                       Seite 4
Anteil Smartphones weltweit

              2010                                                    2012




             32%             Smartphones                                              Smartphones
                                                     45%
                             sonstige                                                 sonstige
                             Handys
                                                                       55%            Handys
  68%




N=1.6 Mrd                                                  N=1.9 Mrd
            http://www.bitkom.org/files/documents/BITKOM-Praesentation_PK_Mobile_World_15_02_2012.pdf
                                                          http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=1543014
Verkauf von E-Book-Readern und Tablets
(Schätzung)
60

50

40
                              Verkauf Kindle
30                            Verkauf E-Book-Reader
                              Verkauf iPad
20                            Verkauf Tablets

10

0
     2009    2010     2011

                                            14.05.2012
Besitz von Gadgets (USA 2006-12)

100%

90%                                                                       87%
                               85%                     85%          84%
                                        83%     82%              83%

80%          75%
       73%

70%          65%               64%
                                                 62%                            Cell phone
   68%                                                     59%
                                         58%                       57%
60%                                                              57%
                                                                   55%
                                                55%                             Desktop computer
                                                           52%
                                          49%                    56%
50%                           47%                      47%                      Laptop computer
                                                                 44%
                               45%                                              mp3 player
40%            37%
                               41%                   42%
                                        39%                                     Game console
       30%
              34%
30%                                                                             e-Book reader
       20%                                                                19%
20%                                                                             Tablet computer

                                                                   10%
                                                                 12%9%
10%                                                    5%        8%
                                         4%
                                2%
                                                3%     4%
 0%
       Apr 06




       Feb 07
       Oct 06



       Apr 07




       Feb 08
       Oct 07



       Apr 08



       Oct 08

       Feb 09
       Apr 09




       Feb 10
       Oct 09



       Apr 10




       Feb 11
       Oct 10



       Apr 11



       Oct 11
       Aug 06

       Dec 06




       Aug 07

       Dec 07




       Aug 08

       Dec 08




       Aug 09

       Dec 09




       Aug 10

       Dec 10




       Aug 11

       Dec 11
       Jun 06




       Jun 07




       Jun 08




       Jun 09




       Jun 10




       Jun 11        http://pewinternet.org/Static-Pages/Trend-Data/Device-Ownership.aspx
Internetnutzung mit Smartphones

Die Internetnutzung hat sich durch die
Apps auf Smartphones massiv verändert:
  Browser ist nur noch ein Zugang zum
   Internet unter vielen
  Apps nutzen Online-Inhalte direkt
       Wetter, Börse, Karten, Videos
       Soziale Netzwerke, Twitter
       News, TV, Reisen, Suche
       ortsbasierte Information
       Cloud-Dienste
       Kommunikation
WebApps statt native Apps

«klassische» App wird im Store geladen (iTunes Store, Android
Store etc.)
  Kostenlos oder kostenpflichtig, Store verdient mit
  Wichtig für Marketing
  Für jede Plattform braucht es eigene Version, die gewartet
    werden muss. User muss regelmässig updaten.
  Grosser Aufwand für Produktion und Betrieb
WebApps sind mobilfreundliche Websites, die eine ähnliche
Funktionalität wie Apps aufweisen
  Plattformunabhängig, update über Website
  Technologie: HTML5 und jQuery mobile
  Kostenloser, freier Zugang übers (mobile) Web
Nutzerverhalten ändert sich

Mobil wird das Internet anders genutzt:
  Kürzere Einheiten
  Sehr gezielter Zugriff (kein Stöbern/Browsing)
  Zur Überbrückung (kurzer) Pausen – an der
   Bushaltestelle
  Unterwegs -> geobasierte Information wird
   wichtiger
Und: die mit Mobiltelefonen ausgerüsteten Kids planen
weniger im Voraus, sondern informieren sich erst
unterwegs (Erkenntnis eines Vaters von Teenagern…)
The
cloud
Daten in der Wolke

• Grundlage für mobiles Arbeiten und mobile Nutzung von
  Informationsressourcen
• Daten werden auf virtuellem Server gespeichert und mit
  allen Devices synchronisiert
• Beispiele: Google Drive, Dropbox, iCloud
  (Apple), SkyDrive (Microsoft)
• Erlauben häufig (auf Wunsch) auch den Austausch von
  Daten mit Dritten oder Gruppen
• Kalender, Mail, Textdokumente, Präsentationen, Filme,
  Referenzen und Publikationen (z.B. Mendeley)
Public
folder
QR-Code

• Der QR-Code (engl. Quick Response) ist ein
  zweidimensionaler Strichcode
• Der QR-Code besteht aus einer quadratischen Matrix
  aus schwarzen und weissen Punkten, die die kodierten
  Daten binär darstellen.
• Es können Texte hinterlegt werden, aber auch
  URLs, Beispiel: www.library.ethz.ch
• Mit Hilfe eines QR-Codes können reale und virtuelle
  Welt verbunden werden.
Entschlüsseln von QR-Code

Zum Entschlüsseln des QR-Code benötigt man ein
Smartphone mit Kamera und der entsprechenden
Software:
  i-nigma, QR-Code Reader, Zxing, Barcode…
…und mobiles Internet, um eine URL im Browser
aufzulösen
Einsatz von QR-Code

• Auf Plakaten mit Link zur URL
    • Schulungsplakate mit Link zur Webseite und Anmeldung
      für den Kurs
    • Mit Link zu Kalendereintrag, E-Mail etc.
    • Ideal: mobile-friendly Webseiten…
• An Bücherregalen mit Link zu Neuerwerbungslisten
• An Objekten in Ausstellungen mit zusätzlicher
  Information
• Als elektronischer Bibliotheksausweis
• Als mobil nutzbare Information in
  Bibliothekskatalogen (Signatur, Standort)
• Schnitzeljagd (Stadtbibliothek Mannheim)
…
Ortsbasierte Information
Das Smartphone als GPS

                     Das Smartphone
                     weiss, wo Du bist
                     Das Smartphone
                     weiss, was sich in
                     Deiner Nähe befindet
                     Das Smartphone zeigt
                     Dir den Weg…
                     …und ebenso das iPad
Google Places, integriert in mobile WebApp
Foursquare

• Einchecken (und Mayor werden) – als Spiel
• Informationen und Tipps zum Ort hinterlegen
   • Geänderte Öffnungszeiten
   • Aktuellmeldungen
• Ort bestimmen (was ist in der Nähe?)
• Lokale Tweets lesen
• Freunde finden, soziales Netzwerk
• Specials für treue Kunden
Foursquare (on iPhone)
Localmind

• Einchecken über Foursquare, Facebook, Gowalla oder
  Twitter
• Der anwesende „Localmind“ wird auf Karte sichtbar
• User kann Frage an den Localmind stellen („hat es noch
  Platz an der Bar?“
• Localmind kriegt Mitteilung, beantwortet Frage (wenn er
  kann)
• User bedankt sich, Localmind kriegt Bonuspunkte… und
  steigt auf zum Expert oder zur Localmind Legend
• Ideale Plattform für Bibliotheksauskunft! Oder?
www.localmind.com
Ortsbasierter Auskunftsdienst: Localmind
Soziale Netzwerke
Mobile soziale Netzwerke

Megatrend: mobile Nutzung von sozialen Netzwerken
• Facebook mobil – Facebook Places
• Twitter mobil – diverse Clients und Apps
Mehrwert mobiler Nutzung
• Fotos, Kommentare unterwegs und zwischendurch
• Live-Berichte
• Retweeten, Chatten von unterwegs
• Einchecken, Freunde in der Nähe (vgl. geobasierte
  Dienste)
Twitter mobil
M-Library

Mobile Angebote von Bibliotheken
Verlagsangebote: Apps oder WebApps

• Herausforderung: Integration der mobilen
  Verlagsangebote in die mobile Website der Bibliothek
• Mobile Websites (WebApps) können von der (mobilen)
  Bibliotheksseite verlinkt werden
   • Theoretisch müsste ein mobiler Nutzer direkt auf die
      mobilen Angebote geführt werden
   • Angebot umfasst eher Artikel, weshalb Integration in
      Katalog schwierig ist
   • Ist bei PDF-Dokumenten nicht wirklich
      mobilfreundlich
• Apps müssen zuerst im Store gekauft/bezogen werden
   • keine Integration möglich
                                                      Seite 29
Mobile Websites von Verlagen
IEEE – von der Suche zum Volltext
Native Apps von Verlagen
Elemente für mobile Website von Bibliotheken

• Mobiler Katalog
• Verschlankte Informationen (News, Über uns)
• Spezifische mobile Funktionen
   • Direktlink zu Mail, Chat
   • Click-to-Call – verlinkte Telefonnummer
   • Geobasierte Information (Lagepläne, Routenplaner)
   • Verbindung mit mobiler Version von sozialen
     Netzwerken
   • Link auf mobilfreundliche E-
     Ressourcen/Verlagsangebote
NCSU Libraries
BSB mit mobilem OPAC
Konzept WebApp ETH-Bibliothek

Keine native App, sondern WebApp (HTML5, jQuery mobile)
Zentrale Anforderung: vollständige Integration des OPAC
  Zugriff auf Benutzerkonto, Ausleihen, Reservationen
  Einfache Suchfunktionen, Neustrukturierung der Anzeige
  neue Web-Service-Schnittstelle greift direkt auf Aleph zu
Statische Inhalte wurden massiv reduziert
  Frage: was interessiert Benutzer unterwegs?
  Öffnungszeiten, Kontakt, Lagepläne
  Weitere mobilfreundliche Ressourcen, Soziale Medien als
    Goodie
WebApp der ETH-Bibliothek: Recherche
Zugriff auf Benutzerkonto




                            Seite 38
Mehrwerte: virtuelle Rundgänge

• Virtuelle
   Stadtrundgänge
• Campus-Tours
• Multimediale Inhalte
In Planung:
• Virtueller
   Stadtrundgang
   Zürich, auf den
   Spuren von Max
   Frisch
                                 Seite 39
E-Books mobil
nutzen
E-Books Formate

Nicht jedes Format ist für die mobile Nutzung geeignet
EPUB
• Ideal auch für kleine Bildschirme
• Geeignet für Tablets, Smartphones – weniger für
  PC/Laptop
• Kommerzielle Angebote mit DRM (Belletristik)
• Eigenproduktion ohne DRM mit InDesign, Pages, Calibre
Mobipocket/AZW
• Grundsätzlich wie EPUB
• Eigenes DRM, wird nur von Amazon/Kindle genutzt

                                                   Seite 41
EPUB auf Smartphone oder iPad




                                Seite 42
Standard im Wissenschaftsbereich: PDF

PDF
• plattformunabhängig
• fixes Layout
  (Seitenumbruch, Formeln, Tabellen, Grafiken)
• mit oder ohne DRM
• Eigenproduktion einfach möglich
• Schlecht lesbar auf kleinen Bildschirmen
  (eReader, Smartphones)
• Bearbeitungsfunktionen für PC und Tablets
  (GoodReader auf iPad)

                                                 Seite 43
Zugriff und Nutzungsmöglichkeiten

Öffentliche Bibliotheken:
• Elektronische Ausleihe (z.B. www.onleihe.de)
• Zeitlich limitierter Zugriff mit DRM von Adobe (PDF oder
  EPUB)
• Verschiedene Lizenzmodelle
Wissenschaftliche Bibliotheken:
• Zugriff mit Campuslizenz nur aus Hochschulnetzwerk
• Meist als PDF ohne DRM
• Download ganzer E-Books erschwert (pro Kapitel ein
  PDF, keine Metadaten im File)
• Nutzung durch externe Benutzer nur vor Ort möglich

                                                       Seite 44
PDF E-Books mit GoodReader auf iPad

iPad nutzt Authentifizierung via VPN: direkter Zugriff auf
lizenzierte E-Books und E-Journals




       7/5/10                                                33
Neuere Trends

Enhanced E-Books
• E-Books als eigenständiges Medium mit neuen Funktionen
  (Multimedial)
• Interaktive Elemente (Kommentare)
E-Books-Plattformen
• Wissenschaftliche Angebote lösen sich vom einzelnen
  Medium hin zu interaktiven, verlinkten Plattformen
Eigenproduktion von E-Books
• Neue Tools ermöglichen Eigenproduktion auch von
  anspruchsvollen E-Books (Lehrbücher)
• Kostenlose e-Lehrbücher für Studierende in Kalifornien: 20
  Million Minds (http://www.20mm.org/)


                                                           Seite 46
Herausforderungen für Bibliotheken

• Inhalte mobilfreundlich anbieten
   • Website, Katalog, Datenbanken
   • Abhängigkeit von Verlagsangeboten
• Zugriff für alle Nutzer sicherstellen
   • Abhängigkeit von Verlagen und Lizenzmodellen
• Informationskompetenz für mobile Nutzung und mobiles
  Arbeiten aufbauen und anbieten
   • Unterstützung bei E-Publishing, Produktion von E-
      Books
• Konkurrenz durch neue Geschäftsmodelle
   • Amazon Prime mit Flatrate und Ausleihe

                                                   Seite 47
Fazit

• Die rasante Ausbreitung der mobilen Internetnutzung
  stellt Bibliotheken vor weitere Herausforderungen
• Informationen werden zusehends auch über das mobile
  Internet beschafft und genutzt
• Bibliotheken können und müssen ihre Inhalte
  mobilfreundlich anbieten
• Die Integration aller Informationsangebote ist
  schwierig, da von den Verlagsangeboten abhängig
• Dienstleistungen im Umfeld des E-Publishing können
  neue Aufgaben für Hochschulbibliotheken werden


                                                  Seite 48
Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit.
www.htwchur.ch


14. Mai 2012




FHO Fachhochschule Ostschweiz   Seite 49

Mobile Anwendungen und ihr Einfluss auf Bibliotheken

  • 1.
    Mobile Anwendungen undihr Einfluss auf Bibliotheken Prof. Dr. Rudolf Mumenthaler 14. Mai 2012 FHO Fachhochschule Ostschweiz Seite 1
  • 2.
    Mobile Nutzung alsMegatrend Horizon Reports 2011 und 2012: Beachtenswerte Technologien (Horizont ein Jahr): 2011: • Mobile Geräte • E-Books 2012: • Mobile Apps • Tablet Computing
  • 3.
    BITKOM: Markttreiber undTrends im mobilen Internet • Tablet Computer treiben die mobile Internetnutzung weiter an • Aktuell rund 1 Millionen Apps für die unterschiedlichen Plattformen weltweit • App-Ökonomie erfasst klassische Märkte, z.B. Verlage, Gesundheitswesen, Verkehrswirtschaft • Verstärkte mobile Nutzung Sozialer Online-Netzwerke • Smartphones verändern zunehmend das Konsumverhalten der Nutzer http://www.bitkom.org/files/documents/BITKOM-Praesentation_PK_Mobile_World_15_02_2012.pdf Seite 3
  • 4.
    Aktuelle Trends • E-Booksund eReader mit neuen Funktionalitäten (Annotationen, soziale Interaktion) • Mobiltelefone als erste Wahl für Internetzugang • Apps für Nutzung von Internetangeboten • Neue mobile Geräte wie Tablets -> aktuelle Megatrends betreffen direkt das Umfeld und die Tätigkeitsfelder von Bibliotheken! Seite 4
  • 5.
    Anteil Smartphones weltweit 2010 2012 32% Smartphones Smartphones 45% sonstige sonstige Handys 55% Handys 68% N=1.6 Mrd N=1.9 Mrd http://www.bitkom.org/files/documents/BITKOM-Praesentation_PK_Mobile_World_15_02_2012.pdf http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=1543014
  • 6.
    Verkauf von E-Book-Readernund Tablets (Schätzung) 60 50 40 Verkauf Kindle 30 Verkauf E-Book-Reader Verkauf iPad 20 Verkauf Tablets 10 0 2009 2010 2011 14.05.2012
  • 7.
    Besitz von Gadgets(USA 2006-12) 100% 90% 87% 85% 85% 84% 83% 82% 83% 80% 75% 73% 70% 65% 64% 62% Cell phone 68% 59% 58% 57% 60% 57% 55% 55% Desktop computer 52% 49% 56% 50% 47% 47% Laptop computer 44% 45% mp3 player 40% 37% 41% 42% 39% Game console 30% 34% 30% e-Book reader 20% 19% 20% Tablet computer 10% 12%9% 10% 5% 8% 4% 2% 3% 4% 0% Apr 06 Feb 07 Oct 06 Apr 07 Feb 08 Oct 07 Apr 08 Oct 08 Feb 09 Apr 09 Feb 10 Oct 09 Apr 10 Feb 11 Oct 10 Apr 11 Oct 11 Aug 06 Dec 06 Aug 07 Dec 07 Aug 08 Dec 08 Aug 09 Dec 09 Aug 10 Dec 10 Aug 11 Dec 11 Jun 06 Jun 07 Jun 08 Jun 09 Jun 10 Jun 11 http://pewinternet.org/Static-Pages/Trend-Data/Device-Ownership.aspx
  • 8.
    Internetnutzung mit Smartphones DieInternetnutzung hat sich durch die Apps auf Smartphones massiv verändert:  Browser ist nur noch ein Zugang zum Internet unter vielen  Apps nutzen Online-Inhalte direkt  Wetter, Börse, Karten, Videos  Soziale Netzwerke, Twitter  News, TV, Reisen, Suche  ortsbasierte Information  Cloud-Dienste  Kommunikation
  • 9.
    WebApps statt nativeApps «klassische» App wird im Store geladen (iTunes Store, Android Store etc.)  Kostenlos oder kostenpflichtig, Store verdient mit  Wichtig für Marketing  Für jede Plattform braucht es eigene Version, die gewartet werden muss. User muss regelmässig updaten.  Grosser Aufwand für Produktion und Betrieb WebApps sind mobilfreundliche Websites, die eine ähnliche Funktionalität wie Apps aufweisen  Plattformunabhängig, update über Website  Technologie: HTML5 und jQuery mobile  Kostenloser, freier Zugang übers (mobile) Web
  • 10.
    Nutzerverhalten ändert sich Mobilwird das Internet anders genutzt:  Kürzere Einheiten  Sehr gezielter Zugriff (kein Stöbern/Browsing)  Zur Überbrückung (kurzer) Pausen – an der Bushaltestelle  Unterwegs -> geobasierte Information wird wichtiger Und: die mit Mobiltelefonen ausgerüsteten Kids planen weniger im Voraus, sondern informieren sich erst unterwegs (Erkenntnis eines Vaters von Teenagern…)
  • 11.
  • 12.
    Daten in derWolke • Grundlage für mobiles Arbeiten und mobile Nutzung von Informationsressourcen • Daten werden auf virtuellem Server gespeichert und mit allen Devices synchronisiert • Beispiele: Google Drive, Dropbox, iCloud (Apple), SkyDrive (Microsoft) • Erlauben häufig (auf Wunsch) auch den Austausch von Daten mit Dritten oder Gruppen • Kalender, Mail, Textdokumente, Präsentationen, Filme, Referenzen und Publikationen (z.B. Mendeley)
  • 13.
  • 15.
    QR-Code • Der QR-Code(engl. Quick Response) ist ein zweidimensionaler Strichcode • Der QR-Code besteht aus einer quadratischen Matrix aus schwarzen und weissen Punkten, die die kodierten Daten binär darstellen. • Es können Texte hinterlegt werden, aber auch URLs, Beispiel: www.library.ethz.ch • Mit Hilfe eines QR-Codes können reale und virtuelle Welt verbunden werden.
  • 16.
    Entschlüsseln von QR-Code ZumEntschlüsseln des QR-Code benötigt man ein Smartphone mit Kamera und der entsprechenden Software:  i-nigma, QR-Code Reader, Zxing, Barcode… …und mobiles Internet, um eine URL im Browser aufzulösen
  • 17.
    Einsatz von QR-Code •Auf Plakaten mit Link zur URL • Schulungsplakate mit Link zur Webseite und Anmeldung für den Kurs • Mit Link zu Kalendereintrag, E-Mail etc. • Ideal: mobile-friendly Webseiten… • An Bücherregalen mit Link zu Neuerwerbungslisten • An Objekten in Ausstellungen mit zusätzlicher Information • Als elektronischer Bibliotheksausweis • Als mobil nutzbare Information in Bibliothekskatalogen (Signatur, Standort) • Schnitzeljagd (Stadtbibliothek Mannheim) …
  • 18.
  • 19.
    Das Smartphone alsGPS Das Smartphone weiss, wo Du bist Das Smartphone weiss, was sich in Deiner Nähe befindet Das Smartphone zeigt Dir den Weg… …und ebenso das iPad
  • 20.
    Google Places, integriertin mobile WebApp
  • 21.
    Foursquare • Einchecken (undMayor werden) – als Spiel • Informationen und Tipps zum Ort hinterlegen • Geänderte Öffnungszeiten • Aktuellmeldungen • Ort bestimmen (was ist in der Nähe?) • Lokale Tweets lesen • Freunde finden, soziales Netzwerk • Specials für treue Kunden
  • 22.
  • 23.
    Localmind • Einchecken überFoursquare, Facebook, Gowalla oder Twitter • Der anwesende „Localmind“ wird auf Karte sichtbar • User kann Frage an den Localmind stellen („hat es noch Platz an der Bar?“ • Localmind kriegt Mitteilung, beantwortet Frage (wenn er kann) • User bedankt sich, Localmind kriegt Bonuspunkte… und steigt auf zum Expert oder zur Localmind Legend • Ideale Plattform für Bibliotheksauskunft! Oder? www.localmind.com
  • 24.
  • 25.
  • 26.
    Mobile soziale Netzwerke Megatrend:mobile Nutzung von sozialen Netzwerken • Facebook mobil – Facebook Places • Twitter mobil – diverse Clients und Apps Mehrwert mobiler Nutzung • Fotos, Kommentare unterwegs und zwischendurch • Live-Berichte • Retweeten, Chatten von unterwegs • Einchecken, Freunde in der Nähe (vgl. geobasierte Dienste)
  • 27.
  • 28.
  • 29.
    Verlagsangebote: Apps oderWebApps • Herausforderung: Integration der mobilen Verlagsangebote in die mobile Website der Bibliothek • Mobile Websites (WebApps) können von der (mobilen) Bibliotheksseite verlinkt werden • Theoretisch müsste ein mobiler Nutzer direkt auf die mobilen Angebote geführt werden • Angebot umfasst eher Artikel, weshalb Integration in Katalog schwierig ist • Ist bei PDF-Dokumenten nicht wirklich mobilfreundlich • Apps müssen zuerst im Store gekauft/bezogen werden • keine Integration möglich Seite 29
  • 30.
  • 31.
    IEEE – vonder Suche zum Volltext
  • 32.
  • 33.
    Elemente für mobileWebsite von Bibliotheken • Mobiler Katalog • Verschlankte Informationen (News, Über uns) • Spezifische mobile Funktionen • Direktlink zu Mail, Chat • Click-to-Call – verlinkte Telefonnummer • Geobasierte Information (Lagepläne, Routenplaner) • Verbindung mit mobiler Version von sozialen Netzwerken • Link auf mobilfreundliche E- Ressourcen/Verlagsangebote
  • 34.
  • 35.
  • 36.
    Konzept WebApp ETH-Bibliothek Keinenative App, sondern WebApp (HTML5, jQuery mobile) Zentrale Anforderung: vollständige Integration des OPAC  Zugriff auf Benutzerkonto, Ausleihen, Reservationen  Einfache Suchfunktionen, Neustrukturierung der Anzeige  neue Web-Service-Schnittstelle greift direkt auf Aleph zu Statische Inhalte wurden massiv reduziert  Frage: was interessiert Benutzer unterwegs?  Öffnungszeiten, Kontakt, Lagepläne  Weitere mobilfreundliche Ressourcen, Soziale Medien als Goodie
  • 37.
  • 38.
  • 39.
    Mehrwerte: virtuelle Rundgänge •Virtuelle Stadtrundgänge • Campus-Tours • Multimediale Inhalte In Planung: • Virtueller Stadtrundgang Zürich, auf den Spuren von Max Frisch Seite 39
  • 40.
  • 41.
    E-Books Formate Nicht jedesFormat ist für die mobile Nutzung geeignet EPUB • Ideal auch für kleine Bildschirme • Geeignet für Tablets, Smartphones – weniger für PC/Laptop • Kommerzielle Angebote mit DRM (Belletristik) • Eigenproduktion ohne DRM mit InDesign, Pages, Calibre Mobipocket/AZW • Grundsätzlich wie EPUB • Eigenes DRM, wird nur von Amazon/Kindle genutzt Seite 41
  • 42.
    EPUB auf Smartphoneoder iPad Seite 42
  • 43.
    Standard im Wissenschaftsbereich:PDF PDF • plattformunabhängig • fixes Layout (Seitenumbruch, Formeln, Tabellen, Grafiken) • mit oder ohne DRM • Eigenproduktion einfach möglich • Schlecht lesbar auf kleinen Bildschirmen (eReader, Smartphones) • Bearbeitungsfunktionen für PC und Tablets (GoodReader auf iPad) Seite 43
  • 44.
    Zugriff und Nutzungsmöglichkeiten ÖffentlicheBibliotheken: • Elektronische Ausleihe (z.B. www.onleihe.de) • Zeitlich limitierter Zugriff mit DRM von Adobe (PDF oder EPUB) • Verschiedene Lizenzmodelle Wissenschaftliche Bibliotheken: • Zugriff mit Campuslizenz nur aus Hochschulnetzwerk • Meist als PDF ohne DRM • Download ganzer E-Books erschwert (pro Kapitel ein PDF, keine Metadaten im File) • Nutzung durch externe Benutzer nur vor Ort möglich Seite 44
  • 45.
    PDF E-Books mitGoodReader auf iPad iPad nutzt Authentifizierung via VPN: direkter Zugriff auf lizenzierte E-Books und E-Journals 7/5/10 33
  • 46.
    Neuere Trends Enhanced E-Books •E-Books als eigenständiges Medium mit neuen Funktionen (Multimedial) • Interaktive Elemente (Kommentare) E-Books-Plattformen • Wissenschaftliche Angebote lösen sich vom einzelnen Medium hin zu interaktiven, verlinkten Plattformen Eigenproduktion von E-Books • Neue Tools ermöglichen Eigenproduktion auch von anspruchsvollen E-Books (Lehrbücher) • Kostenlose e-Lehrbücher für Studierende in Kalifornien: 20 Million Minds (http://www.20mm.org/) Seite 46
  • 47.
    Herausforderungen für Bibliotheken •Inhalte mobilfreundlich anbieten • Website, Katalog, Datenbanken • Abhängigkeit von Verlagsangeboten • Zugriff für alle Nutzer sicherstellen • Abhängigkeit von Verlagen und Lizenzmodellen • Informationskompetenz für mobile Nutzung und mobiles Arbeiten aufbauen und anbieten • Unterstützung bei E-Publishing, Produktion von E- Books • Konkurrenz durch neue Geschäftsmodelle • Amazon Prime mit Flatrate und Ausleihe Seite 47
  • 48.
    Fazit • Die rasanteAusbreitung der mobilen Internetnutzung stellt Bibliotheken vor weitere Herausforderungen • Informationen werden zusehends auch über das mobile Internet beschafft und genutzt • Bibliotheken können und müssen ihre Inhalte mobilfreundlich anbieten • Die Integration aller Informationsangebote ist schwierig, da von den Verlagsangeboten abhängig • Dienstleistungen im Umfeld des E-Publishing können neue Aufgaben für Hochschulbibliotheken werden Seite 48
  • 49.
    Vielen Dank fürIhre Aufmerksamkeit. www.htwchur.ch 14. Mai 2012 FHO Fachhochschule Ostschweiz Seite 49