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Möglichkeiten und Grenzen der
Vertrauensentwicklung in umstrittenen
Risikotechnologien
‒ Beispiel Endlagerung
Beate Kallenbach-Herbert
Workshop „Taming MICE with
Knowledge-based Trust Regime“
TUM, IAS, Garching. 31.1. / 1.2. 2014
2
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MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
Agenda
1 Besonderheiten der Endlagerung (kurze Einführung)
2 Risiken und Unsicherheiten bei der Endlagerung
3 Vertrauen der Öffentlichkeit
4
Einfluss der Risiken und Unsicherheiten auf das Vertrauen -
Schlussbetrachtungen
3
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Besonderheiten der Endlagerung
● Lange Dauer des Gesamtprojekts von Planung bis Stilllegung
und der Betriebszeit (Offenhaltung des Bergwerks)
● Stetige Erhöhung des Inventars während der Betriebszeit
● Sich ändernde Anlage (Neuauffahren und Verschließen von
Feldern)  laufende Generierung neuer Erkenntnisse zur
Geologie
● Weitgehende Irreversibilität der durchgeführten Maßnahmen
(„Nicht-abschalten-können“)
● Anforderungen an die Langzeitsicherheit nach dem
Verschließen, bei hochradioaktivem Abfall 1 Million Jahre
● Überdurchschnittliches gesellschaftliches Konfliktpotenzial
MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
4
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Besonderheiten der Endlagerung
Sicherheitsziele und –philosophie:
● Das Endlager kann als sicher betrachtet
werden,
‒ wenn während der Errichtung, des
Betriebes und der Stilllegung / des
Verschließens die Auswirkungen für den
Menschen und die Umwelt so gering wie
möglich sind und keine unzulässigen
Belastungen entstehen und
‒ wenn sichergestellt ist, dass die Abfälle nach
dem Verschluss des Endlagers über einen
Zeitraum im Bereich von 1 Million Jahren so
von der Biosphäre abgeschlossen bleiben,
dass keine unzulässigen Freisetzungen des
radioaktiven Inventars erfolgen.
MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
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Agenda
1 Besonderheiten der Endlagerung (kurze Einführung)
2 Risiken und Unsicherheiten bei der Endlagerung
3 Vertrauen der Öffentlichkeit
4
Einfluss der Risiken und Unsicherheiten auf das Vertrauen -
Schlussbetrachtungen
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„Gefühlte“ Risiken
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Quelle: Spezial Eurobarometer 297 "Einstellung zu radioaktiven Abfällen, März/Juni 2008
7
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Langzeitsicherheit - Langzeitrisiko
Einschluss der radioaktiven Stoffe über 1 Million Jahre
● jenseits üblicherweise (in technischen Analysen) betrachteter Zeitmaßstäbe
● neue, komplexe Nachweisprozesse und Bewertungen (vgl. Expertendissens
Gorleben)
● multikriterielle Vergleichs- und Abwägungsprozesse erforderlich
● ethische Bedenken
Regelwerk unterscheidet zwischen radiologischen Richtwerten für
‒ wahrscheinliche Entwicklungen
‒ weniger wahrscheinliche Entwicklungen (Faktor 10)
Prinzip der passiven Sicherheit
● in den letzten Jahren als kaum vermittelbar erwiesen
● Konzepte zur Rückholbarkeit und Überwachung in der wissenschaftlichen
und (teil-)öffentlichen Diskussion
MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
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Unsicherheiten
… resultieren vor allem aus den langen Nachweiszeiträumen.
Gemäß (GRS-BGR-DBETec 2014) zu unterscheiden:
1) scenario uncertainties:
● Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des
Endlagersystems durch Einfluss geologischer und klimatischer Prozesse
● Szenarien als Hilfsmittel um eine Bandbreite plausibler Entwicklungen
abzubilden.
2) model uncertainties:
● Unsicherheiten aufgrund unvollständigen Wissens und Verständnisses
hinsichtlich des tatsächlichen Verhaltens Bergwerks, der physikalischen
Prozesse und der Standorteigenschaften sowie ihrer Abbildung in Modellen
● z.B. Entwicklung des chemischen Milieus bei erhöhter Temperatur,
Freisetzung von Radionukliden aus den Behältern und Transportprozesse
MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
9
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Unsicherheiten
3) data and parameter uncertainties
● “All parameter and data used in a safety case are subject to
uncertainties.”
● Unsicherheiten aufgrund natürlicher Variabilität von Parametern, statistischen
Ungenauigkeiten, unvollständigen Wissens
● Daten werden mit Angabe von Bandbreiten verwendet, große Bandbreiten
z.B. bei nicht vollständig bekannten Parametern wie Löslichkeit oder Sorption
von Elementen in bestimmten Umgebungsbedingungen
Folgen für die Entscheidungsfindung:
● Entscheidungen über Standortauswahl, Errichtung, Betrieb etc. unter
Unsicherheiten zu treffen
● Schrittweise Entscheidungen bilden dynamische Reduzierung von
Unsicherheiten (teilweise) ab
● potenzielles Dilemma: was wird / muss wann entschieden werden?
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Zwischenfazit
Relevanz der Unsicherheiten für die Risikowahrnehmung:
● Relativ kurzfristige Auswirkungen während des Betriebs
‒ spielen bei „gefühlten“ Risiken eine relevante Rolle
‒ sind hinsichtlich Unsicherheiten in Sicherheitsanalysen kein relevanter
Faktor
● In der informierten (betroffenen) Öffentlichkeit rücken die Aspekte der
Langzeitsicherheit (Risiken langfristiger Entwicklungen) stärker in
den Fokus
● Kommunikation „wissenschaftlicher Unsicherheiten“ findet in
Diskussion zur Langzeitsicherheit bisher kaum statt
● ABER: Offene Diskussion im Kontext zukünftiger Entscheidungs-
findung muss – auch – Unsicherheiten einschließen, da sie zwar
schrittweise verringert, aber nicht eliminiert werden können
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Agenda
1
Vertrauen der Öffentlichkeit
2 Risiken und Unsicherheiten bei der Endlagerung
3
Besonderheiten der Endlagerung (kurze Einführung)
4
Einfluss der Risiken und Unsicherheiten auf das Vertrauen -
Schlussbetrachtungen
12
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Vertrauen in Organisationen/Einrichtungen
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Quelle: Spezial Eurobarometer 297 "Einstellung zu radioaktiven Abfällen, März/Juni 2008
13
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Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser?
MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
Quelle: Spezial Eurobarometer 297 "Einstellung zu radioaktiven Abfällen, März/Juni 2008
56%
59%
68%
22%
22%
16%
15%
13%
14%
EU Durchschn.
2008
EU Durchschn.
2005
Deutschland
2008
Einbindung in den Entscheidungsprozess
Sie möchten direkt gefragt und am Entscheidungsprozess beteiligt werden.
Sie möchten, dass lokale Nicht-Regierungsorganisationen befragt werden und am
Entscheidungsprozess beteiligt sind
Sie würden die Entscheidung darüber den verantwortlichen Behörden überlassen
Keine davon
WN
14
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Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser?
MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
42%
2%
57%
35%
66%
26%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
Gorleben Morsleben Konrad
ja
nein
Quelle: Öko-Institut 2011
Wünschen Sie sich Möglichkeiten zur Beteiligung an Entscheidungen über den Standort…
15
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Einfluss der Standortnähe
Abhängigkeit der Zustimmung zum Erkundungsprojekt Gorleben
vom Wohnort der Befragten (nicht repräsentative Umfrage):
• 34% der Befragten aus der Region (Umkreis 30 km) stellen
einen Anteil von
• 23 % der Befürworter  unterdurchschnittlich
• 50 % der Gegner  deutlich überdurchschnittlich
Mögliche Einflussfaktoren:
• persönliche Betroffenheit
• Informationsstand,
• weitere?
Quelle: Öko-Institut im Auftrag des BfS 2011
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16
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Vertrauen … ist sozial vermittelt
… Positionen aus der Diskussionsveranstaltung des Landes
Niedersachsen am 16.1.2014:
● „Die Währung im Geschäft der Endlagerung ist Vertrauen“, „Wir werden mit
der Endlagerung nicht fertig sondern wir werden damit leben“ (Landesbischof
Ralf Meister)
● „Es wird weiterhin viel getrickst, Vertrauen kann so nicht entstehen.“
● „Vertrauen kann nicht eingeschaltet werden. Die, die Fehler gemacht haben,
gestehen sie nicht ein - das schafft kein Vertrauen. Seit dem Beschluss von
2011 ist wieder so viel Glas zerbrochen worden, dass das Vertrauen nicht
wachsen konnte.“ (Jochen Stay, „ausgestrahlt“)
● „Vertrauen heißt Vorschuss geben“ (Sylvia Kotting-Uhl, Bündnis 90 / Die
Grünen)
● Es hätte erst eine Diskussion geben müssen und dann ein Gesetz. Erst
Gesetz und hinterher reden schafft Misstrauen (Hubert Weiger, BUND)
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17
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Agenda
1
Vertrauen der Öffentlichkeit
2 Risiken und Unsicherheiten bei der Endlagerung
3
Besonderheiten der Endlagerung (kurze Einführung)
4
Einfluss der Risiken und Unsicherheiten auf das Vertrauen -
Schlussbetrachtungen
18
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Schlussbetrachtungen
● Vertrauen bei der Endlagerung hat verschiedene Dimensionen:
1. Grundsätzliche Haltung zur Kerntechnik / Risiko Radioaktivität
2. Besonderheiten der Technologie Endlagerung
3. Handelnde / beteiligte Akteure
4. Verfahren zur Entscheidungsfindung
● Detaillierte Auseinandersetzung und Meinungsbildung zu Punkten 2
– 4 findet praktisch nur in der - kleinen - Gruppe der „betroffenen
Öffentlichkeit“ statt 
● Potenzial zur Entwicklung von Vertrauen(-svorschuss) in der breiten
Öffentlichkeit, z.B. in Vorbereitung einer Standortauswahl, gering
● Negativ Schlagzeilen („Endlager Asse“, „Castor Transporte nach
Gorleben“) dürften Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit
bestimmen
MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
19
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Schlussbetrachtungen
● In der Gruppe der potenziell betroffenen Öffentlichkeit
‒ besteht erhöhter Widerstand gegen ein Projekt (vgl. auch Schweiz)
‒ spielt Vertrauen in Akteure und Prozesse eine wichtige Rolle
● Langwierigkeit des Endlagerprozesses schafft z.T. sehr festgefügte
und Akteursbeziehungen; neue Handlungsoptionen durch deren
Auflösung möglich (siehe Asse)
● Misstrauen in die Akteure erzeugt Misstrauen in Prozesse (aktuell
z.B. Ablehnung der Endlager-Kommission, Kritik am
Gesetzgebungsverfahren)
● Glaubwürdigkeit von Akteuren und Entscheidungsverfahren erfordert
offene Information und Kommunikation über Unsicherheiten
● Gestufte Verfahren für Entscheidungen unter Unsicherheiten sind
andernfalls nicht vermittelbar
MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
20
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Beate Kallenbach-Herbert
Leiterin Bereich Nukleartechnik & Anlagensicherheit
Öko-Institut e.V.
Rheinstraße 95
64295 Darmstadt
Telefon: +49 6156 8191-122
E-Mail: b.kallenbach@oeko.de
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Möglichkeiten und Grenzen der Vertrauensentwicklung in umstrittenen Risikotechnologien ‒ Beispiel Endlagerung

  • 1. www.oeko.de Möglichkeiten und Grenzen der Vertrauensentwicklung in umstrittenen Risikotechnologien ‒ Beispiel Endlagerung Beate Kallenbach-Herbert Workshop „Taming MICE with Knowledge-based Trust Regime“ TUM, IAS, Garching. 31.1. / 1.2. 2014
  • 2. 2 www.oeko.de MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014 Agenda 1 Besonderheiten der Endlagerung (kurze Einführung) 2 Risiken und Unsicherheiten bei der Endlagerung 3 Vertrauen der Öffentlichkeit 4 Einfluss der Risiken und Unsicherheiten auf das Vertrauen - Schlussbetrachtungen
  • 3. 3 www.oeko.de Besonderheiten der Endlagerung ● Lange Dauer des Gesamtprojekts von Planung bis Stilllegung und der Betriebszeit (Offenhaltung des Bergwerks) ● Stetige Erhöhung des Inventars während der Betriebszeit ● Sich ändernde Anlage (Neuauffahren und Verschließen von Feldern)  laufende Generierung neuer Erkenntnisse zur Geologie ● Weitgehende Irreversibilität der durchgeführten Maßnahmen („Nicht-abschalten-können“) ● Anforderungen an die Langzeitsicherheit nach dem Verschließen, bei hochradioaktivem Abfall 1 Million Jahre ● Überdurchschnittliches gesellschaftliches Konfliktpotenzial MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
  • 4. 4 www.oeko.de Besonderheiten der Endlagerung Sicherheitsziele und –philosophie: ● Das Endlager kann als sicher betrachtet werden, ‒ wenn während der Errichtung, des Betriebes und der Stilllegung / des Verschließens die Auswirkungen für den Menschen und die Umwelt so gering wie möglich sind und keine unzulässigen Belastungen entstehen und ‒ wenn sichergestellt ist, dass die Abfälle nach dem Verschluss des Endlagers über einen Zeitraum im Bereich von 1 Million Jahren so von der Biosphäre abgeschlossen bleiben, dass keine unzulässigen Freisetzungen des radioaktiven Inventars erfolgen. MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
  • 5. 5 www.oeko.de MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014 Agenda 1 Besonderheiten der Endlagerung (kurze Einführung) 2 Risiken und Unsicherheiten bei der Endlagerung 3 Vertrauen der Öffentlichkeit 4 Einfluss der Risiken und Unsicherheiten auf das Vertrauen - Schlussbetrachtungen
  • 6. 6 www.oeko.de „Gefühlte“ Risiken MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014 Quelle: Spezial Eurobarometer 297 "Einstellung zu radioaktiven Abfällen, März/Juni 2008
  • 7. 7 www.oeko.de Langzeitsicherheit - Langzeitrisiko Einschluss der radioaktiven Stoffe über 1 Million Jahre ● jenseits üblicherweise (in technischen Analysen) betrachteter Zeitmaßstäbe ● neue, komplexe Nachweisprozesse und Bewertungen (vgl. Expertendissens Gorleben) ● multikriterielle Vergleichs- und Abwägungsprozesse erforderlich ● ethische Bedenken Regelwerk unterscheidet zwischen radiologischen Richtwerten für ‒ wahrscheinliche Entwicklungen ‒ weniger wahrscheinliche Entwicklungen (Faktor 10) Prinzip der passiven Sicherheit ● in den letzten Jahren als kaum vermittelbar erwiesen ● Konzepte zur Rückholbarkeit und Überwachung in der wissenschaftlichen und (teil-)öffentlichen Diskussion MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
  • 8. 8 www.oeko.de Unsicherheiten … resultieren vor allem aus den langen Nachweiszeiträumen. Gemäß (GRS-BGR-DBETec 2014) zu unterscheiden: 1) scenario uncertainties: ● Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Endlagersystems durch Einfluss geologischer und klimatischer Prozesse ● Szenarien als Hilfsmittel um eine Bandbreite plausibler Entwicklungen abzubilden. 2) model uncertainties: ● Unsicherheiten aufgrund unvollständigen Wissens und Verständnisses hinsichtlich des tatsächlichen Verhaltens Bergwerks, der physikalischen Prozesse und der Standorteigenschaften sowie ihrer Abbildung in Modellen ● z.B. Entwicklung des chemischen Milieus bei erhöhter Temperatur, Freisetzung von Radionukliden aus den Behältern und Transportprozesse MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
  • 9. 9 www.oeko.de Unsicherheiten 3) data and parameter uncertainties ● “All parameter and data used in a safety case are subject to uncertainties.” ● Unsicherheiten aufgrund natürlicher Variabilität von Parametern, statistischen Ungenauigkeiten, unvollständigen Wissens ● Daten werden mit Angabe von Bandbreiten verwendet, große Bandbreiten z.B. bei nicht vollständig bekannten Parametern wie Löslichkeit oder Sorption von Elementen in bestimmten Umgebungsbedingungen Folgen für die Entscheidungsfindung: ● Entscheidungen über Standortauswahl, Errichtung, Betrieb etc. unter Unsicherheiten zu treffen ● Schrittweise Entscheidungen bilden dynamische Reduzierung von Unsicherheiten (teilweise) ab ● potenzielles Dilemma: was wird / muss wann entschieden werden? MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
  • 10. 10 www.oeko.de Zwischenfazit Relevanz der Unsicherheiten für die Risikowahrnehmung: ● Relativ kurzfristige Auswirkungen während des Betriebs ‒ spielen bei „gefühlten“ Risiken eine relevante Rolle ‒ sind hinsichtlich Unsicherheiten in Sicherheitsanalysen kein relevanter Faktor ● In der informierten (betroffenen) Öffentlichkeit rücken die Aspekte der Langzeitsicherheit (Risiken langfristiger Entwicklungen) stärker in den Fokus ● Kommunikation „wissenschaftlicher Unsicherheiten“ findet in Diskussion zur Langzeitsicherheit bisher kaum statt ● ABER: Offene Diskussion im Kontext zukünftiger Entscheidungs- findung muss – auch – Unsicherheiten einschließen, da sie zwar schrittweise verringert, aber nicht eliminiert werden können MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
  • 11. 11 www.oeko.de MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014 Agenda 1 Vertrauen der Öffentlichkeit 2 Risiken und Unsicherheiten bei der Endlagerung 3 Besonderheiten der Endlagerung (kurze Einführung) 4 Einfluss der Risiken und Unsicherheiten auf das Vertrauen - Schlussbetrachtungen
  • 12. 12 www.oeko.de Vertrauen in Organisationen/Einrichtungen MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014 Quelle: Spezial Eurobarometer 297 "Einstellung zu radioaktiven Abfällen, März/Juni 2008
  • 13. 13 www.oeko.de Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser? MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014 Quelle: Spezial Eurobarometer 297 "Einstellung zu radioaktiven Abfällen, März/Juni 2008 56% 59% 68% 22% 22% 16% 15% 13% 14% EU Durchschn. 2008 EU Durchschn. 2005 Deutschland 2008 Einbindung in den Entscheidungsprozess Sie möchten direkt gefragt und am Entscheidungsprozess beteiligt werden. Sie möchten, dass lokale Nicht-Regierungsorganisationen befragt werden und am Entscheidungsprozess beteiligt sind Sie würden die Entscheidung darüber den verantwortlichen Behörden überlassen Keine davon WN
  • 14. 14 www.oeko.de Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser? MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014 42% 2% 57% 35% 66% 26% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% Gorleben Morsleben Konrad ja nein Quelle: Öko-Institut 2011 Wünschen Sie sich Möglichkeiten zur Beteiligung an Entscheidungen über den Standort…
  • 15. 15 www.oeko.de Einfluss der Standortnähe Abhängigkeit der Zustimmung zum Erkundungsprojekt Gorleben vom Wohnort der Befragten (nicht repräsentative Umfrage): • 34% der Befragten aus der Region (Umkreis 30 km) stellen einen Anteil von • 23 % der Befürworter  unterdurchschnittlich • 50 % der Gegner  deutlich überdurchschnittlich Mögliche Einflussfaktoren: • persönliche Betroffenheit • Informationsstand, • weitere? Quelle: Öko-Institut im Auftrag des BfS 2011 MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
  • 16. 16 www.oeko.de Vertrauen … ist sozial vermittelt … Positionen aus der Diskussionsveranstaltung des Landes Niedersachsen am 16.1.2014: ● „Die Währung im Geschäft der Endlagerung ist Vertrauen“, „Wir werden mit der Endlagerung nicht fertig sondern wir werden damit leben“ (Landesbischof Ralf Meister) ● „Es wird weiterhin viel getrickst, Vertrauen kann so nicht entstehen.“ ● „Vertrauen kann nicht eingeschaltet werden. Die, die Fehler gemacht haben, gestehen sie nicht ein - das schafft kein Vertrauen. Seit dem Beschluss von 2011 ist wieder so viel Glas zerbrochen worden, dass das Vertrauen nicht wachsen konnte.“ (Jochen Stay, „ausgestrahlt“) ● „Vertrauen heißt Vorschuss geben“ (Sylvia Kotting-Uhl, Bündnis 90 / Die Grünen) ● Es hätte erst eine Diskussion geben müssen und dann ein Gesetz. Erst Gesetz und hinterher reden schafft Misstrauen (Hubert Weiger, BUND) MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
  • 17. 17 www.oeko.de MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014 Agenda 1 Vertrauen der Öffentlichkeit 2 Risiken und Unsicherheiten bei der Endlagerung 3 Besonderheiten der Endlagerung (kurze Einführung) 4 Einfluss der Risiken und Unsicherheiten auf das Vertrauen - Schlussbetrachtungen
  • 18. 18 www.oeko.de Schlussbetrachtungen ● Vertrauen bei der Endlagerung hat verschiedene Dimensionen: 1. Grundsätzliche Haltung zur Kerntechnik / Risiko Radioaktivität 2. Besonderheiten der Technologie Endlagerung 3. Handelnde / beteiligte Akteure 4. Verfahren zur Entscheidungsfindung ● Detaillierte Auseinandersetzung und Meinungsbildung zu Punkten 2 – 4 findet praktisch nur in der - kleinen - Gruppe der „betroffenen Öffentlichkeit“ statt  ● Potenzial zur Entwicklung von Vertrauen(-svorschuss) in der breiten Öffentlichkeit, z.B. in Vorbereitung einer Standortauswahl, gering ● Negativ Schlagzeilen („Endlager Asse“, „Castor Transporte nach Gorleben“) dürften Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit bestimmen MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
  • 19. 19 www.oeko.de Schlussbetrachtungen ● In der Gruppe der potenziell betroffenen Öffentlichkeit ‒ besteht erhöhter Widerstand gegen ein Projekt (vgl. auch Schweiz) ‒ spielt Vertrauen in Akteure und Prozesse eine wichtige Rolle ● Langwierigkeit des Endlagerprozesses schafft z.T. sehr festgefügte und Akteursbeziehungen; neue Handlungsoptionen durch deren Auflösung möglich (siehe Asse) ● Misstrauen in die Akteure erzeugt Misstrauen in Prozesse (aktuell z.B. Ablehnung der Endlager-Kommission, Kritik am Gesetzgebungsverfahren) ● Glaubwürdigkeit von Akteuren und Entscheidungsverfahren erfordert offene Information und Kommunikation über Unsicherheiten ● Gestufte Verfahren für Entscheidungen unter Unsicherheiten sind andernfalls nicht vermittelbar MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014
  • 20. 20 www.oeko.de Beate Kallenbach-Herbert Leiterin Bereich Nukleartechnik & Anlagensicherheit Öko-Institut e.V. Rheinstraße 95 64295 Darmstadt Telefon: +49 6156 8191-122 E-Mail: b.kallenbach@oeko.de MICE│Kallenbach-Herbert│Garching│1.02.2014