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       Plädoyer für einen "Big Deal", damit es auch                                         wachstum (und damit auch den Arbeits­
                                                                                            markt) fördern. Eine Art "Weisenrat" in
       weiterhin Wirtschaftswachstum gibt!
                                                                                            Form von Wirtschaftsforschungsinstitut
                                                                                            und IHS könnte diese Initiative unterstüt­
 ~                                      o   Auch wenn es nach außen hin zurück­             zen und fachlich begleiten.
                                                  haltend kommentiert wird: Die Kon­              Denn wir werden dringend Wirtschafts­
                                            junktur rutscht ab, die Auftragseingänge in     wachsturn brauchen, um unseren Wohl­
                                            der Industrie stocken seit dem Frühherbst,      stand zu halten und das Budget nicht aus
                                            erste Firmen haben schon auf Kurzarbeit         dem Lot geraten zu lassen. Wer sich da da­
"'                                         umgestellt, weitere werden folgen. Kurzum:      gegen stemmt mit dem Argument "Mehr
                                  '"
                                   ~
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                                            2013 wird einjahr, in dem wir gefährlich        Wirtschaftswachstum war gestern, heute
                                  TI
                                  cn        Richtung Rezession driften. Bislang hat         brauchen wir das nicht mehr", dem sei ent­
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                                  0-
                                            sich Österreich besser als der EU-Schnitt       gegengehalten: Natürlich brauchen wir
                                   a        entwickelt, damit könnte es bald vorbei         nicht primitives Mengenwachstum wie in
                                  .f
                                            sein, die Lage ist ernst.                       der Vergangenheit mit bedenkenloser Aus­
       Prof. Dr. Georg Wailand,                  Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben,     beutungunserer Ressourcen - was wir aber
       Herausgeber des GEWINN               daher sollte der Blick nach vorne gerichtet     sehr wohl dringend benötigen, das ist qua­
                                            bleiben. Ich plädiere in dieser Situation für   litatives Wachstum. Etwa Wachstum durch
      ,Junge Leute sollten                  einen "Big Deal", den die Sozialpartner mit     Innovationen, wie es durch Internet, Handy
                                            der Regierung - noch vor der Wahl- ab­          & Co. beispielsweise ausgelöst wurde.
       gerne Unternehmer
                                            schließen könnten. Ähnlich wie das seiner­            Und um diese Innovationsschübe zu
        werden und nicht                    zeit bei dem "Polder-Modell" in den Nie­        ermöglichen, muss in dem Land eine un­
       gleich nach dem Uni­                 derlanden gelungen ist, kann eine Strategie     ternehmerfreundlichere Atmosphäre herr­
       Abschluss Richtung                   der Vernunft höchst fruchtbare Wirkung          schen.Junge Leute sollen gerne Unterneh­
       Pragmatisierung                      zeigen. Es sollten alle Maßnahmen be­           merwerden und nicht gleich nach der Uni
        schielen. «                         schlossen werden, die das Wirtschafts­          Richtung Pragmatisierung schielen ...


                                                                                            sein, er kann aber auch gemacht werden:
       Bildungsreform: Marktwirtschaft als Hauptfach '                                      von der Umgebung, von guten Vorbildern
                                                                                            oder von der Politik. Bleiben wir bei Letze­
                                                  uch die schönste Medaille hat zwei        rer: Macht die österreichische Politik Mut
                                             A    Seiten: Nicht weniger als 2.300 hoch­     zur Selbständigkeit?
                                             qualifizierte Jungunternehmer konnte                Wirklich Mut wäre, diese Frage mitJa
                                             GEWINN seit 1989 im Rahmen seines              zu beantworten. Es stimmt zwar, dass immer
                                            jährlichen Wettbewerbs "Die 100 besten          wieder gute Förderungen für Jungunter­
                                            J ungunternehmer Österreichs" auszeichnen,      nehmer beschlossen werden (zuletzt die
                                   '"
                                             eine wahrlich beeindruckende Zahl (siehe       GmbH "light"), es stimmt aber auch, dass
                                   m
                                   =>
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                                             auch Bericht in dieser Ausgabe). Das ist die   bei jeder Gelegenheit die Gerechtigkeits­
                                  U)
                                   Q
                                   0.       schöne Seite der Medaille.                      keule gegen den"Unternehmer" geschwun­
                                   '"
                                  0-
                                   D             Die andere Seite: Die positive Einstel­    gen wird, der ja "die Krise verursacht" hat
           --..""~(       ~,      .~
                                             lung der Österreicher zur Selbständigkeit,     und jetzt zahlen soll. Mit solch hahne­
       Georg Waldstein,                     so ergab eine kürzlich europaweite Markt­       büchenen Schlagworten kann nur in einem
       Herausgeber des GEWINN               forschung von GfK Nürnberg, liegt klar          Land Politik gemacht werden, in dem das
                                            unter dem EU-Schnitt. Begründet wird dies       Verständnis vom Unternehmertum nach
                                            unter anderem mit "Versagensängsten".           wie vor unterentwickelt ist.
      "Die Schüler sollten
                                                 Der Wunsch, selbständig zu werden, ist          Man müsste daher das leistungsfeind­
       lernen: Me unser
                                            also in unserem Land nach wie vor ein Min­      liche Übel bei der Wurzel packen, sprich:
       Wohlstand entsteht,                   derheitenprogramm, wenn auch ein hoch­         bei der Ausbildung der jungen Menschen.
       wer ihn erwirtschaftet               qualifiziertes. Denn wer einen Blick auf die    Eine echte und schnell wirksame "Bildungs­
       und wie er durch                      Leistungen der diesjährigen GEWINN­            reform" wäre zum Beispiel ein neues
       Leistung erhalten                    Sieger riskiert, wird sehr beeindruckt sein.    Hauptfach in den Schulen mit dem schlich­
       bleibt. «                            Aber, warum noch imm er ein Minder­             ten Titel "Marktwirtschaft". Gelehrt wird
                                            heitenprogramm ?                                dabei: "Wie unser Wohlstand entsteht, wer
                                                 Unternehmer zu werden, erfordert ei­       ihn erwirtschaftet und wie er durch Leistung
                                            nen gewissen Mut. Der kann angeboren            erhalten bleibt."                            G

       s                                                                                                                   GEWINN 12/12

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Jahresbericht 2020
 

Marktwirtschaft als hauptfach

  • 1. L Plädoyer für einen "Big Deal", damit es auch wachstum (und damit auch den Arbeits­ markt) fördern. Eine Art "Weisenrat" in weiterhin Wirtschaftswachstum gibt! Form von Wirtschaftsforschungsinstitut und IHS könnte diese Initiative unterstüt­ ~ o Auch wenn es nach außen hin zurück­ zen und fachlich begleiten. haltend kommentiert wird: Die Kon­ Denn wir werden dringend Wirtschafts­ junktur rutscht ab, die Auftragseingänge in wachsturn brauchen, um unseren Wohl­ der Industrie stocken seit dem Frühherbst, stand zu halten und das Budget nicht aus erste Firmen haben schon auf Kurzarbeit dem Lot geraten zu lassen. Wer sich da da­ "' umgestellt, weitere werden folgen. Kurzum: gegen stemmt mit dem Argument "Mehr '" ~ => 2013 wird einjahr, in dem wir gefährlich Wirtschaftswachstum war gestern, heute TI cn Richtung Rezession driften. Bislang hat brauchen wir das nicht mehr", dem sei ent­ D Q '" 0- sich Österreich besser als der EU-Schnitt gegengehalten: Natürlich brauchen wir a entwickelt, damit könnte es bald vorbei nicht primitives Mengenwachstum wie in .f sein, die Lage ist ernst. der Vergangenheit mit bedenkenloser Aus­ Prof. Dr. Georg Wailand, Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben, beutungunserer Ressourcen - was wir aber Herausgeber des GEWINN daher sollte der Blick nach vorne gerichtet sehr wohl dringend benötigen, das ist qua­ bleiben. Ich plädiere in dieser Situation für litatives Wachstum. Etwa Wachstum durch ,Junge Leute sollten einen "Big Deal", den die Sozialpartner mit Innovationen, wie es durch Internet, Handy der Regierung - noch vor der Wahl- ab­ & Co. beispielsweise ausgelöst wurde. gerne Unternehmer schließen könnten. Ähnlich wie das seiner­ Und um diese Innovationsschübe zu werden und nicht zeit bei dem "Polder-Modell" in den Nie­ ermöglichen, muss in dem Land eine un­ gleich nach dem Uni­ derlanden gelungen ist, kann eine Strategie ternehmerfreundlichere Atmosphäre herr­ Abschluss Richtung der Vernunft höchst fruchtbare Wirkung schen.Junge Leute sollen gerne Unterneh­ Pragmatisierung zeigen. Es sollten alle Maßnahmen be­ merwerden und nicht gleich nach der Uni schielen. « schlossen werden, die das Wirtschafts­ Richtung Pragmatisierung schielen ... sein, er kann aber auch gemacht werden: Bildungsreform: Marktwirtschaft als Hauptfach ' von der Umgebung, von guten Vorbildern oder von der Politik. Bleiben wir bei Letze­ uch die schönste Medaille hat zwei rer: Macht die österreichische Politik Mut A Seiten: Nicht weniger als 2.300 hoch­ zur Selbständigkeit? qualifizierte Jungunternehmer konnte Wirklich Mut wäre, diese Frage mitJa GEWINN seit 1989 im Rahmen seines zu beantworten. Es stimmt zwar, dass immer jährlichen Wettbewerbs "Die 100 besten wieder gute Förderungen für Jungunter­ J ungunternehmer Österreichs" auszeichnen, nehmer beschlossen werden (zuletzt die '" eine wahrlich beeindruckende Zahl (siehe GmbH "light"), es stimmt aber auch, dass m => .c u auch Bericht in dieser Ausgabe). Das ist die bei jeder Gelegenheit die Gerechtigkeits­ U) Q 0. schöne Seite der Medaille. keule gegen den"Unternehmer" geschwun­ '" 0- D Die andere Seite: Die positive Einstel­ gen wird, der ja "die Krise verursacht" hat --..""~( ~, .~ lung der Österreicher zur Selbständigkeit, und jetzt zahlen soll. Mit solch hahne­ Georg Waldstein, so ergab eine kürzlich europaweite Markt­ büchenen Schlagworten kann nur in einem Herausgeber des GEWINN forschung von GfK Nürnberg, liegt klar Land Politik gemacht werden, in dem das unter dem EU-Schnitt. Begründet wird dies Verständnis vom Unternehmertum nach unter anderem mit "Versagensängsten". wie vor unterentwickelt ist. "Die Schüler sollten Der Wunsch, selbständig zu werden, ist Man müsste daher das leistungsfeind­ lernen: Me unser also in unserem Land nach wie vor ein Min­ liche Übel bei der Wurzel packen, sprich: Wohlstand entsteht, derheitenprogramm, wenn auch ein hoch­ bei der Ausbildung der jungen Menschen. wer ihn erwirtschaftet qualifiziertes. Denn wer einen Blick auf die Eine echte und schnell wirksame "Bildungs­ und wie er durch Leistungen der diesjährigen GEWINN­ reform" wäre zum Beispiel ein neues Leistung erhalten Sieger riskiert, wird sehr beeindruckt sein. Hauptfach in den Schulen mit dem schlich­ bleibt. « Aber, warum noch imm er ein Minder­ ten Titel "Marktwirtschaft". Gelehrt wird heitenprogramm ? dabei: "Wie unser Wohlstand entsteht, wer Unternehmer zu werden, erfordert ei­ ihn erwirtschaftet und wie er durch Leistung nen gewissen Mut. Der kann angeboren erhalten bleibt." G s GEWINN 12/12