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Defin:Lyphadenitis:
Unter Lymphadenitis versteht man eine meist
entzündlich bedingte Schwellung der Lympknoten
Allgemeine Beschreibung von Lymphadenitis:
Unter Lymphadenitis versteht man im allgemeinen eine
Lymphknotenentzündung. In dem meisten Fällen werden die
Lymphknoten im Bereich von Hals oder Unterkiefer betreffen, die
dann zunächst als erbsengroße Verhärtungen tastbar sind. Oft ist die
unangenehm erscheinende Lymphknotenentzündung die Folge einer
vorausgegangenen Erkältung. Nur selten steckt etwas Ernsteres
dahinter. Trotzdem sollten Sie eine länger bestehende Schwellung der
Lymphknoten ab einer bestimmten Größe abklären zu lassen. Es gibt
hierzu wichtige Kriterien hierzu bezüglich der Abklärung.
W.Geiler
Ursachen einer Lyphadenitis: Meist Viren (z.B. Erkältungs- oder
Grippeviren), seltener Bakterien (wie Chlamydien), Pilze oder
Parasiten. Ebenfalls selten sind Tumorzellen oder rheumatoide
Erkrankungen der Auslöser. Allerdings können bakterielle Infekte
genauso der Auslöser sein. Ihre beschleunigte Reaktivität ist jedoch
geringer. (Acceleration der Lymphknotenschwellung)
Wann ist ein Arztbesuch sinnvoll: Ein Arztbesuch ist sinnvoll,
wenn die Lymphknotenschwellung länger als drei Wochen anhält
und Die LK.-Schwellung eine gewisse Größe überschreitet.
Vorgehensweise: Es werden die genaueren Ursachen abgeklärt
z.B. mittels bb und Entzündungszeichen , sowie bakteriellem
Abstrich. ggf. Lymphknotenpunktion.Zusätzlich erfolgt eine
Untersuchung mit Ultraschall und eine regionale Zuordnung ,
Menge und Größe.
Medikamentös: z.B. abschwellende Maßnahmen und
Verlaufskontrollen
Allgemein ungewöhnlich nur erscheinende, aber trotzdem
alltägliches Vorkommen ist die Adenopathie, Man bezeichnet eine
Erkrankung der Lymphknoten ganz allgemein als
Lymphadenopathie. Die Lymphadenitis ist eine hierbei eine
spezielle Form von Lymphadenopathie.
Die Lymphknoten (Nodi lymphoidei): Sie sind Teil des
Lymphsystems, das unter anderem wichtig für die allgemeine
lokale Immunabwehr ist:
Die Lymphgefäße durchziehen den gesamten Körper und
stellen somit ein wichtiges Transportsystem für die
Abwehrzellen (Lymphozyten) dar. Außerdem transportieren die
Lymphgefäße überschüssige Gewebeflüssigkeit, die die fein
verzweigten Blutgefäße (Kapillaren) nicht aufnehmen.
Über das Lymphsystem gelangt diese Lymph-Flüssigkeit in
die großen Körpervenen und somit wieder in den Blutkreislauf.
Es handelt sich hierbei also letztlich um ein paralleles
Gefäßsystem zu den Arterien und Venen, das jedoch nicht strikt
getrennt von diesen verläuft, sondern mit diesen verbunden ist.
Die Lymphbahnen münden über den linken Venenwinkel,
wieder in die Blutbahn
Die Lymphknoten arbeiten wie kleine seriell hinternandergeschaltete
Filterststionen und stellen Barrieren fpr Bakterien und Pilze und
andere Infekterreger auch für Tumorzellen dar. Sie werden permanent
von Lymphflüssigkeit durchströmt, die sie filtern. Die meisten von
ihnen sind im Normalzustand etwa fünf bis zehn Millimeter groß,
relativ flach und eher oval als rund. Dort, wo wichtige Abflussgebiete
zusammenlaufen (z.B. in der Leiste oder am Hals), sind sie besonders
wichtig. Die Lymphknoten an diesen Stellen können daher bis zu 20
Millimeter groß sein.
Wie kommt es zur Lymphknotenshwellung:
Beim Filtern der Lymphflüssigkeit "fahnden" die
Lymphknoten nach körperfremdem Material. Dazu sind sie
mit verschiedenen Arten von Immunzellen (Lymphozyten) in
unterschiedlichen Entwicklungsstufen bestückt. Diese können
körperfremdes Material wie zum Beispiel Viren oder Bak-
terien (beziehungsweise deren Bestandteile) erkennen und sich
daraufhin stark vermehren, um gezielt gegen die Erreger
vorzugehen.
Die gesteigerte Produktion von Abwehrzellen lässt
dieLymphknoten anschwellen. In diesem aktivierten Zustand sind
sie ein bis zwei Zentimeter groß, außerdem nicht mehr flach,
sondern kugelförmig. Trotzdem erscheinen sie noch relativ weich
und lassen sich ein wenig verschieben. Manchmal schmerzen sie
zudem, wenn man sie drückt, das muss aber nicht zwingend so sein.
Alles zusammen ergibt das typische Bild einer Lymphadenitis.
Reaktive Lymphadenitis:
Weil die Lymphknoten als Reaktion auf einen Infekt so
anschwellen, sprechen Ärzte auch von einer reaktiven
Lymphadenitis. Sobald die Infektion abgeklungen ist, geht auch
die Lymphadenitis zurück - die Lymphknoten sind nach einigen
Tagen wieder auf ihre normale Größe geschrumpf .
Breitet sich der Infekt über weiter über die Lymphbahnen aus ,so
spricht man von einer toxischen Lymphadenitis (Blutvergiftung)
Manchmal befallen die Krankheitserregerauch direkt Lymphknoten und -gefäße. Neben einer
Lymphadenitis kommt es dann auch zu einer Lymphangitis, also einer zusätzlichen
Entzündung der Lymphbahnen. Sie macht sich als roter Streifen auf der Haut bemerkbar, der
sich entlang des Entzündungsweges ausbreitet.Laien sprechen bei diesem Bild oft von einer
Blutvergiftung, wobei aber weder eine Lymphadenitis noch eine Lymphangitis etwas
mit einer Blutvergiftung im medizinischen Sinne (Sepsis) zu tun haben. Letztere ist
lebensgefährlich, wohingegen die Entzündung der Lymphgefäße oft meistnssicher harmlos
verläuft. Außer es sind noch andere Faktoren im Spiel.In seltenen Fällen kann jedoch eine
echte Sepsis daraus entstehen.
Arten der Lyphadenitis.
akute Lymphadenitis: Lymphknotenentzündung, die aufgrund eines
frischen Infekts erst seit kurzem besteht
chronische Lymphadenitis: Lymphknotenentzündung, die schon
über einen längeren Zeitraum besteht, weil ihre Ursache chronisch
geworden ist
Einteilung nach Lokalisation:
regionale Lymphadenitis: Vor allem sind nur die Lymphknoten in
einer bestimmten Körperregion lokal entzündet.
generalisierte Lymphadenitis: Hier sind die Lymphknoten
generell also überall im Körper verteilt entzündet. Das passiert aber
nur sehr selten und nur unter bestimmten Umständen, zum Beispiel
im Rahmen einer HIV-Infektion.
Lymphadenitis colli:
Eine regionale Lymphadenitis kommt an manchen Körperstellen
häufiger vor als an anderen. Besonders häufig betrifft eine
Lymphknotenentzündung Hals, Unterkiefer und Gesicht. Denn
viele Erreger gelangen über Mund und Nase in die Atemwege und
breiten sich über den Rachenraum und Hals aus. Die nächstgele-
genen Lymphknoten reagieren dann zuerst und vergrößern sich,
was manchmal beim Schlucken stört. Mediziner bezeichnen eine
solche Lymphknotenentzündung am Hals.
Zu unterscheiden ist eine Lyphadenitis mesenterialis
Betroffen sind hier spezielle Lymphknoten in der sogenannten
Ileozökalregion. Das ist jene Stelle, an welcher der Dünndarm in
den Dickdarm übergeht. Entweder lösen bestimmte Bakterien die
Lymphadenitis mesenterialis aus (spezifisch) .Manchmal auch
eine virale Lymphadenopathie die oft wieder rascher abklingt.
Andere Ursachen von Adenopathien
sind:
• spezielle Krankheitserreger
• Tumorzellen
• Rheumatische Erkrankungen
...(mit gesteigertem Immunsystem)
Zusätzliche Symptome:
Fieber Nachtschweiß und Infektzeichen,Entzündungspara-
meter, lokale Rötung und Entzündung im Bereich der
Lyphknoten,Druckschmerzhaftigkeit.
Sonographische Untersuchung,submandibulär, supraclaviculär,
frontal auch subclaviculärer Schllwinkel , occipital und ggf.
retroauriculär, obere, untere, mittlere V. Jugularisregion.
Scalenuslücke (Met. aus Magen-Darm)
z.B.Parotisschwellung,(Met . u.
von Mundboden - Ca.)
I) submandibulär
II) oberer Jugularisregion
III) mittlerer Jugularisregion
IV) untereJugularisregion
V) postcervical
VI) supraclaviculär
Lymphadenopathie und Sonographie der Halslymphknoten.Lymphadenitis und Lymphadenopathie. Lymphadenopathie der Halsregion.Unterscheidung benigne u. maligne Lymphknotenvergrößerungen. Lymphadenitis.Lympfadenopathie
Normale Lymphknotengröße:
in der Literatur wird als übliche maximale Grösse für ruhende
Halslymphknoten ca. 1 cm genannt. Ist natürlich nur ein grober
Orientierungswert, Abweichungen als Normvariante bei Gesunden
sind bei anatomischen Grössenangaben stets möglich. Kommt es zu
einer Aktivierung bei der Abwehr von Krankheitserregern (z.B. bei
der klassischen "Halsentzündung") schwellen die Lymphknoten an,
Grössen 0.5 – bis 1 cm werden als typisch angesehen ( 2005,
Differenzialdiagnose in der MRT, Seite 254 ), zusätzlich ist es
wichtig, wie die Lymphknoten im Ultraschall aussehen, eine
erhaltene ovale Form und gleichmässige Innenstruktur passen zu
banalen Entzündungen. Siehe auch unser Themenblock
Lymphknotenschwellung Erwachsene .
Lymphadenopathie und Sonographie der Halslymphknoten.Lymphadenitis und Lymphadenopathie. Lymphadenopathie der Halsregion.Unterscheidung benigne u. maligne Lymphknotenvergrößerungen. Lymphadenitis.Lympfadenopathie
Lymphadenopathie und Sonographie der Halslymphknoten.Lymphadenitis und Lymphadenopathie. Lymphadenopathie der Halsregion.Unterscheidung benigne u. maligne Lymphknotenvergrößerungen. Lymphadenitis.Lympfadenopathie
Lymphadenopathie und Sonographie der Halslymphknoten.Lymphadenitis und Lymphadenopathie. Lymphadenopathie der Halsregion.Unterscheidung benigne u. maligne Lymphknotenvergrößerungen. Lymphadenitis.Lympfadenopathie
Supraclaviculär,normal
li Kieferwinkel, vergrößert
Lymphknotenvergrößerung SD lateral, normal.
Normaler Lymphknoten, Jugulär
Normaler Lymphknoten
Mehrere fast identische normale
Lymphknotenenstation, bei Lymphadenopathie
Beurteilungskriterien von
Lymphknoten.
Sonographische Untersuchung der
Halslymphknoten:Differenzierung von Neoplastischen LK
DD: Ab 1,5 cm auch an Neoplasien denken
z.B. (in Nachbarschaft)
M. Hodgkin auch kleine
Metastasen möglich
Lymph-Knotenvergrößerung bei Non – Hodgkin - Lymphom
Kettenartige Anordnung bei Mamma-CA v.s. normal bei
Lymphadeno-
pathie
Lymphknoten mit Metastase eines kleinzelligen Bronchial Ca.
DD: Autonomes Adenom mit Halo und
Durchblutungssteigerung
LK vergrößert bei
Mantelzell-CA
Echoreiche Lymphknoten-TBC
v.s. Benigne LK-Zeichen
Halslymphknotenvergrößerung,benigne bei EBV-Infekt,
mit Hiluslymphknoten“fettvermehrung“ (siehe Pfeil)
Dagegen CLL mit
verschmälertem Hilus
Unregelmäßig begrenzter Lymphknoten bei Bronchial-CA.
v.s. Farbduplex mit Gefäßdurchblutung (diffus): eitrig
abszedierende Lymphadnitis -> bakterieller Infekt.
Normaler rein reaktiv durchbluteter Lymphknoten
bei Infekt (eher serielle Gefäße)
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Erreger einer Lymphadenopathie:
Viren:
Rhinoviren - häufig die Auslöser eines klassischen Schnupfens.
Influenzaviren - verursachen die echte Grippe.
Parainfluenzaviren - rufen grippeähnliche Symptome hervor, haben mit einer
echten Grippe aber nichts zu tun.
Adenoviren - wie Parainfluenzaviren oft an Atemwegsinfekten beteiligt.
Eppstein-Barr-Virus (EBV) - der Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers.
Erreger von "Kinderkrankheiten" - z.B. von Masern und Röteln.
Bakterien:
Haemophilus influenzae
Staphylokokken und Streptokokken
Moraxella catarrhalis
Chlamydien
Mycobacterium tuberculosis (Erreger der Tuberkulose)
Treponema pallidum (Erreger der Syphilis)
Yersinia (Auslöser einer spezifischen Lymphadenitis mesenterialis)
Weitere Erkrankungsursachen für Lymphadenopathie
Erhebung des kompletten Lymphknotenstatus:
Dann folgt eine körperliche Untersuchung. Unter anderem
wird der Arzt die geschwollenen Lymphknoten abtasten und
dabei auf Merkmale wie Größe, Konsistenz, Verschieblichkeit
und Schmerzempfindlichkeit achten. Außerdem inspiziert er
bei einer Lymphadenitis die umliegenden Strukturen näher,
beispielsweise um mögliche Eintrittspforten für Erreger zu
erkennen.
Differentialdiagnosen:
Weitere Untersuchungen.
Zuerst erhebt der Arzt im Gespräch mit dem Patienten dessen
Krankengeschichte (Anamnese). Er fragt zum Beispiel, seit
wann die Lymphknotenschwellung besteht, ob vor kurzem ein
Infekt aufgetreten ist oder noch besteht (z.B. Erkältung) und
ob es weitere Symptome gibt (wie Fieber, Müdigkeit). Genaue
Lokalisation in der Halsregion
Symptomenkomplexe bei Lymphadenopathie
Therapie der Lymphadenopathie:
Lokal und systemisch abschwellende Medikamente , wie NSAR
Wenn Bakterien die Ursache der Lymphadenitis sind, wird der
Arzt gegebenenfalls Antibiotika verschreiben. Er entscheidet dies
aber individuell, denn oftmals ist der Einsatz dieser Medikamente
gar nicht notwendig.
Bei viralen Ursachen einer Lymphknotenentzündung lässt sich
dagegen nur abwarten. NSAR, ggf . Amantadin bei Erwachsenn in
niedriger Dosis über drei Tage. Spezifische Medikamente gibt es
hier in der Regel nicht.
In seltenen Fällen entfernt der Arzt Lymphknoten chirurgisch,
zum Beispiel wenn sie über einen langen Zeitraum aus ungeklärter
Ursache geschwollen sind oder sich wiederholt entzünden und für
Komplikationen sorgen.Lymphknotenbiopsie bei V.a.Lymphome
wie z.b. M. Hodgkin-Lymphom.
Vielen Dank für das Interesse.
Zusammenstellung W.G.

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Lymphadenopathie und Sonographie der Halslymphknoten.Lymphadenitis und Lymphadenopathie. Lymphadenopathie der Halsregion.Unterscheidung benigne u. maligne Lymphknotenvergrößerungen. Lymphadenitis.Lympfadenopathie

  • 1. Defin:Lyphadenitis: Unter Lymphadenitis versteht man eine meist entzündlich bedingte Schwellung der Lympknoten Allgemeine Beschreibung von Lymphadenitis: Unter Lymphadenitis versteht man im allgemeinen eine Lymphknotenentzündung. In dem meisten Fällen werden die Lymphknoten im Bereich von Hals oder Unterkiefer betreffen, die dann zunächst als erbsengroße Verhärtungen tastbar sind. Oft ist die unangenehm erscheinende Lymphknotenentzündung die Folge einer vorausgegangenen Erkältung. Nur selten steckt etwas Ernsteres dahinter. Trotzdem sollten Sie eine länger bestehende Schwellung der Lymphknoten ab einer bestimmten Größe abklären zu lassen. Es gibt hierzu wichtige Kriterien hierzu bezüglich der Abklärung. W.Geiler
  • 2. Ursachen einer Lyphadenitis: Meist Viren (z.B. Erkältungs- oder Grippeviren), seltener Bakterien (wie Chlamydien), Pilze oder Parasiten. Ebenfalls selten sind Tumorzellen oder rheumatoide Erkrankungen der Auslöser. Allerdings können bakterielle Infekte genauso der Auslöser sein. Ihre beschleunigte Reaktivität ist jedoch geringer. (Acceleration der Lymphknotenschwellung) Wann ist ein Arztbesuch sinnvoll: Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn die Lymphknotenschwellung länger als drei Wochen anhält und Die LK.-Schwellung eine gewisse Größe überschreitet. Vorgehensweise: Es werden die genaueren Ursachen abgeklärt z.B. mittels bb und Entzündungszeichen , sowie bakteriellem Abstrich. ggf. Lymphknotenpunktion.Zusätzlich erfolgt eine Untersuchung mit Ultraschall und eine regionale Zuordnung , Menge und Größe.
  • 3. Medikamentös: z.B. abschwellende Maßnahmen und Verlaufskontrollen Allgemein ungewöhnlich nur erscheinende, aber trotzdem alltägliches Vorkommen ist die Adenopathie, Man bezeichnet eine Erkrankung der Lymphknoten ganz allgemein als Lymphadenopathie. Die Lymphadenitis ist eine hierbei eine spezielle Form von Lymphadenopathie.
  • 4. Die Lymphknoten (Nodi lymphoidei): Sie sind Teil des Lymphsystems, das unter anderem wichtig für die allgemeine lokale Immunabwehr ist: Die Lymphgefäße durchziehen den gesamten Körper und stellen somit ein wichtiges Transportsystem für die Abwehrzellen (Lymphozyten) dar. Außerdem transportieren die Lymphgefäße überschüssige Gewebeflüssigkeit, die die fein verzweigten Blutgefäße (Kapillaren) nicht aufnehmen. Über das Lymphsystem gelangt diese Lymph-Flüssigkeit in die großen Körpervenen und somit wieder in den Blutkreislauf. Es handelt sich hierbei also letztlich um ein paralleles Gefäßsystem zu den Arterien und Venen, das jedoch nicht strikt getrennt von diesen verläuft, sondern mit diesen verbunden ist. Die Lymphbahnen münden über den linken Venenwinkel, wieder in die Blutbahn
  • 5. Die Lymphknoten arbeiten wie kleine seriell hinternandergeschaltete Filterststionen und stellen Barrieren fpr Bakterien und Pilze und andere Infekterreger auch für Tumorzellen dar. Sie werden permanent von Lymphflüssigkeit durchströmt, die sie filtern. Die meisten von ihnen sind im Normalzustand etwa fünf bis zehn Millimeter groß, relativ flach und eher oval als rund. Dort, wo wichtige Abflussgebiete zusammenlaufen (z.B. in der Leiste oder am Hals), sind sie besonders wichtig. Die Lymphknoten an diesen Stellen können daher bis zu 20 Millimeter groß sein.
  • 6. Wie kommt es zur Lymphknotenshwellung: Beim Filtern der Lymphflüssigkeit "fahnden" die Lymphknoten nach körperfremdem Material. Dazu sind sie mit verschiedenen Arten von Immunzellen (Lymphozyten) in unterschiedlichen Entwicklungsstufen bestückt. Diese können körperfremdes Material wie zum Beispiel Viren oder Bak- terien (beziehungsweise deren Bestandteile) erkennen und sich daraufhin stark vermehren, um gezielt gegen die Erreger vorzugehen. Die gesteigerte Produktion von Abwehrzellen lässt dieLymphknoten anschwellen. In diesem aktivierten Zustand sind sie ein bis zwei Zentimeter groß, außerdem nicht mehr flach, sondern kugelförmig. Trotzdem erscheinen sie noch relativ weich und lassen sich ein wenig verschieben. Manchmal schmerzen sie zudem, wenn man sie drückt, das muss aber nicht zwingend so sein. Alles zusammen ergibt das typische Bild einer Lymphadenitis.
  • 7. Reaktive Lymphadenitis: Weil die Lymphknoten als Reaktion auf einen Infekt so anschwellen, sprechen Ärzte auch von einer reaktiven Lymphadenitis. Sobald die Infektion abgeklungen ist, geht auch die Lymphadenitis zurück - die Lymphknoten sind nach einigen Tagen wieder auf ihre normale Größe geschrumpf . Breitet sich der Infekt über weiter über die Lymphbahnen aus ,so spricht man von einer toxischen Lymphadenitis (Blutvergiftung) Manchmal befallen die Krankheitserregerauch direkt Lymphknoten und -gefäße. Neben einer Lymphadenitis kommt es dann auch zu einer Lymphangitis, also einer zusätzlichen Entzündung der Lymphbahnen. Sie macht sich als roter Streifen auf der Haut bemerkbar, der sich entlang des Entzündungsweges ausbreitet.Laien sprechen bei diesem Bild oft von einer Blutvergiftung, wobei aber weder eine Lymphadenitis noch eine Lymphangitis etwas mit einer Blutvergiftung im medizinischen Sinne (Sepsis) zu tun haben. Letztere ist lebensgefährlich, wohingegen die Entzündung der Lymphgefäße oft meistnssicher harmlos verläuft. Außer es sind noch andere Faktoren im Spiel.In seltenen Fällen kann jedoch eine echte Sepsis daraus entstehen.
  • 8. Arten der Lyphadenitis. akute Lymphadenitis: Lymphknotenentzündung, die aufgrund eines frischen Infekts erst seit kurzem besteht chronische Lymphadenitis: Lymphknotenentzündung, die schon über einen längeren Zeitraum besteht, weil ihre Ursache chronisch geworden ist Einteilung nach Lokalisation: regionale Lymphadenitis: Vor allem sind nur die Lymphknoten in einer bestimmten Körperregion lokal entzündet. generalisierte Lymphadenitis: Hier sind die Lymphknoten generell also überall im Körper verteilt entzündet. Das passiert aber nur sehr selten und nur unter bestimmten Umständen, zum Beispiel im Rahmen einer HIV-Infektion.
  • 9. Lymphadenitis colli: Eine regionale Lymphadenitis kommt an manchen Körperstellen häufiger vor als an anderen. Besonders häufig betrifft eine Lymphknotenentzündung Hals, Unterkiefer und Gesicht. Denn viele Erreger gelangen über Mund und Nase in die Atemwege und breiten sich über den Rachenraum und Hals aus. Die nächstgele- genen Lymphknoten reagieren dann zuerst und vergrößern sich, was manchmal beim Schlucken stört. Mediziner bezeichnen eine solche Lymphknotenentzündung am Hals. Zu unterscheiden ist eine Lyphadenitis mesenterialis Betroffen sind hier spezielle Lymphknoten in der sogenannten Ileozökalregion. Das ist jene Stelle, an welcher der Dünndarm in den Dickdarm übergeht. Entweder lösen bestimmte Bakterien die Lymphadenitis mesenterialis aus (spezifisch) .Manchmal auch eine virale Lymphadenopathie die oft wieder rascher abklingt.
  • 10. Andere Ursachen von Adenopathien sind: • spezielle Krankheitserreger • Tumorzellen • Rheumatische Erkrankungen ...(mit gesteigertem Immunsystem) Zusätzliche Symptome: Fieber Nachtschweiß und Infektzeichen,Entzündungspara- meter, lokale Rötung und Entzündung im Bereich der Lyphknoten,Druckschmerzhaftigkeit.
  • 11. Sonographische Untersuchung,submandibulär, supraclaviculär, frontal auch subclaviculärer Schllwinkel , occipital und ggf. retroauriculär, obere, untere, mittlere V. Jugularisregion. Scalenuslücke (Met. aus Magen-Darm) z.B.Parotisschwellung,(Met . u. von Mundboden - Ca.)
  • 12. I) submandibulär II) oberer Jugularisregion III) mittlerer Jugularisregion IV) untereJugularisregion V) postcervical VI) supraclaviculär
  • 14. Normale Lymphknotengröße: in der Literatur wird als übliche maximale Grösse für ruhende Halslymphknoten ca. 1 cm genannt. Ist natürlich nur ein grober Orientierungswert, Abweichungen als Normvariante bei Gesunden sind bei anatomischen Grössenangaben stets möglich. Kommt es zu einer Aktivierung bei der Abwehr von Krankheitserregern (z.B. bei der klassischen "Halsentzündung") schwellen die Lymphknoten an, Grössen 0.5 – bis 1 cm werden als typisch angesehen ( 2005, Differenzialdiagnose in der MRT, Seite 254 ), zusätzlich ist es wichtig, wie die Lymphknoten im Ultraschall aussehen, eine erhaltene ovale Form und gleichmässige Innenstruktur passen zu banalen Entzündungen. Siehe auch unser Themenblock Lymphknotenschwellung Erwachsene .
  • 22. Mehrere fast identische normale Lymphknotenenstation, bei Lymphadenopathie
  • 24. Sonographische Untersuchung der Halslymphknoten:Differenzierung von Neoplastischen LK DD: Ab 1,5 cm auch an Neoplasien denken z.B. (in Nachbarschaft) M. Hodgkin auch kleine Metastasen möglich
  • 25. Lymph-Knotenvergrößerung bei Non – Hodgkin - Lymphom
  • 26. Kettenartige Anordnung bei Mamma-CA v.s. normal bei Lymphadeno- pathie
  • 27. Lymphknoten mit Metastase eines kleinzelligen Bronchial Ca.
  • 28. DD: Autonomes Adenom mit Halo und Durchblutungssteigerung
  • 31. Halslymphknotenvergrößerung,benigne bei EBV-Infekt, mit Hiluslymphknoten“fettvermehrung“ (siehe Pfeil)
  • 34. v.s. Farbduplex mit Gefäßdurchblutung (diffus): eitrig abszedierende Lymphadnitis -> bakterieller Infekt.
  • 35. Normaler rein reaktiv durchbluteter Lymphknoten bei Infekt (eher serielle Gefäße)
  • 36. Lymphknotenmetastasen, oft wabig intensiviert durchblutet. zentral betont
  • 38. Erreger einer Lymphadenopathie: Viren: Rhinoviren - häufig die Auslöser eines klassischen Schnupfens. Influenzaviren - verursachen die echte Grippe. Parainfluenzaviren - rufen grippeähnliche Symptome hervor, haben mit einer echten Grippe aber nichts zu tun. Adenoviren - wie Parainfluenzaviren oft an Atemwegsinfekten beteiligt. Eppstein-Barr-Virus (EBV) - der Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers. Erreger von "Kinderkrankheiten" - z.B. von Masern und Röteln. Bakterien: Haemophilus influenzae Staphylokokken und Streptokokken Moraxella catarrhalis Chlamydien Mycobacterium tuberculosis (Erreger der Tuberkulose) Treponema pallidum (Erreger der Syphilis) Yersinia (Auslöser einer spezifischen Lymphadenitis mesenterialis)
  • 40. Erhebung des kompletten Lymphknotenstatus: Dann folgt eine körperliche Untersuchung. Unter anderem wird der Arzt die geschwollenen Lymphknoten abtasten und dabei auf Merkmale wie Größe, Konsistenz, Verschieblichkeit und Schmerzempfindlichkeit achten. Außerdem inspiziert er bei einer Lymphadenitis die umliegenden Strukturen näher, beispielsweise um mögliche Eintrittspforten für Erreger zu erkennen.
  • 42. Weitere Untersuchungen. Zuerst erhebt der Arzt im Gespräch mit dem Patienten dessen Krankengeschichte (Anamnese). Er fragt zum Beispiel, seit wann die Lymphknotenschwellung besteht, ob vor kurzem ein Infekt aufgetreten ist oder noch besteht (z.B. Erkältung) und ob es weitere Symptome gibt (wie Fieber, Müdigkeit). Genaue Lokalisation in der Halsregion
  • 44. Therapie der Lymphadenopathie: Lokal und systemisch abschwellende Medikamente , wie NSAR Wenn Bakterien die Ursache der Lymphadenitis sind, wird der Arzt gegebenenfalls Antibiotika verschreiben. Er entscheidet dies aber individuell, denn oftmals ist der Einsatz dieser Medikamente gar nicht notwendig. Bei viralen Ursachen einer Lymphknotenentzündung lässt sich dagegen nur abwarten. NSAR, ggf . Amantadin bei Erwachsenn in niedriger Dosis über drei Tage. Spezifische Medikamente gibt es hier in der Regel nicht. In seltenen Fällen entfernt der Arzt Lymphknoten chirurgisch, zum Beispiel wenn sie über einen langen Zeitraum aus ungeklärter Ursache geschwollen sind oder sich wiederholt entzünden und für Komplikationen sorgen.Lymphknotenbiopsie bei V.a.Lymphome wie z.b. M. Hodgkin-Lymphom.
  • 45. Vielen Dank für das Interesse. Zusammenstellung W.G.