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Leichte Sprache
und regelbasiertes Schreiben
in der Technischen Dokumentation
21. März 2019
Ursula Reuther
Congree Language Technologies
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▪ Was ist Leichte Sprache?
▪ Was ist Regelbasiertes Schreiben?
▪ Gemeinsamkeiten
▪ Unterschiede und Besonderheiten
▪ Technische Dokumentation in Leichter Sprache?
Agenda
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▪ Leichte Sprache ist ein Instrument, um Sachverhalte und
Zusammenhänge sprachlich einfach und verständlich
auszudrücken, sodass diese auch für Personen mit
kognitiven Einschränkungen zugänglich sind.
▪ Mittel der Wahl für die Umsetzung des Rechts auf Teilhabe
durch barrierefreie Kommunikation
Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung von 2011
(BITV 2.0)
Was ist Leichte Sprache?
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▪ Sprachliche Vereinfachung durch
▪ Regelungen zu Satzbau
Benutzen Sie einen einfachen Satzbau.
▪ Regelungen zur Verwendung von Wörtern
Benutzen Sie kurze Wörter.
▪ Sprachlich gesehen ist Leichte Sprache „eine Varietät des
Deutschen, die im Bereich Satzbau und Wortschatz
systematisch reduziert ist“ (vgl. Maaß 2015).
Was ist Leichte Sprache?
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▪ Regelungen zu Darstellungsmitteln
▪ Vorgaben für Lay-out
Benutzen Sie eine einfache Schrift.
Schreiben Sie nicht in Blocksatz.
▪ Vorgaben zu Dokumentstruktur
Machen Sie viele Absätze und Überschriften.
▪ Vorgaben zur Verwendung von Bildern und Grafiken
Benutzen Sie Bilder.
▪ Vorgaben zum Printmedium
Nehmen Sie mattes Papier.
Was ist Leichte Sprache?
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▪ Zielgruppe
▪ Menschen mit Lernschwierigkeiten (schulischen oder
organischen Ursprungs)
▪ funktionale Analphabeten
▪ Gehörlose
▪ Migranten
▪ Demenzpatienten
▪ Aphasiepatienten
Was ist Leichte Sprache?
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▪ Verschiedene Regelwerke
▪ Inclusion Europe
▪ Netzwerk Leichte Sprache
▪ Regeln sind auch enthalten im Ratgeber zu Leichter Sprache
des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
▪ Forschungsstelle Leichte Sprache (Hildesheim)
▪ … weitere
Institutionen und Regelwerke
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Regelwerke
Quelle:
https://easy-to-read.eu/wp-content/
uploads/2014/12/DE_Information_for_all.pdf
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Regelwerke
Quelle:
https://www.leichte-sprache.org/
wp-content/uploads/2017/11/
Regeln_Leichte_Sprache.pdf
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Regelwerke
Quelle: Maaß, Christiane (2015): Leichte Sprache – Das Regelbuch, Berlin: LIT Verlag
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Beispiele für Texte in Leichter Sprache
Quelle:
https://www.bundesregierung.de/
breg-de/leichte-sprache/
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Beispiele für Texte in Leichter Sprache
Quelle:
https://www.behindertenbeauftragter.de/
SharedDocs/Downloads/DE
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Beispiele für Texte in Leichter Sprache
Quelle:
Fußball -
Die wichtigsten
Regeln in
Leichter Sprache
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▪ Kontrollierte Sprache
= Untermenge des sprachlichen Inventars, das die
Gesamtheit eines Sprachsystems ausmacht.
Dies betrifft Syntax und Wortbildung ebenso wie Wörter.
Regelbasiertes Schreiben
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▪ Präskriptiver vs. proskriptiver Ansatz einer Kontrollierten
Sprache
▪ Regelbasiertes Schreiben (proskriptiv):
Set von Regeln, das für verschiedene Anwendungen in Umfang und
Komplexität variieren kann und durch das bestimmte sprachliche
Phänomene regulativ beschrieben werden.
Regelbasiertes Schreiben
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Regelwerke
Quelle:
tekom Leitlinie (2013)
Regelbasiertes Schreiben –
Deutsch für die Technische Kommunikation
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▪ Unternehmensspezifische, nicht öffentlich verfügbare
Regelwerke (Redaktionsleitfäden, Schreibregeln,
Hinweissammlungen, etc.)
▪ Zwischen 3 und 200 Seiten
▪ Weites Spektrum
▪ „Prägnant formulieren“
▪ „Handlungsanweisungen mit maximal 7 Wörtern im Infinitiv
und das Objekt ohne Artikel schreiben“
▪ Oft viele, sehr spezifische Ausnahmen
▪ Überprüfung durch Sprachprüfwerkzeuge
Regelwerke
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▪ Ähnliches Konzept der Sprachregulierung
▪ KS und LS bedienen sich eines eingeschränkten Vokabulars
und einer eingeschränkten Syntax.
▪ KS und LS haben zum Ziel, einen für die Zielgruppe
verständlichen Text zu generieren.
▪ KS und LS verfügen über einen Regelapparat, mit dessen
Hilfe sie o. g. Ziel erreichen wollen.
Gemeinsamkeiten
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Viele Leichte-Sprache-Regeln sind inhaltlich ähnlich zu
Vorgaben des Regelbasierten Schreibens:
▪ keine langen Komposita
▪ keine Funktionsverbgefüge
▪ keine Fremdwörter
▪ kein Genitiv
▪ kein Passiv
▪ kein Konjunktiv
▪ kurze Sätze
▪ keine Nominalisierungen
▪ …
Gemeinsamkeiten
Leichte Sprache
Regelbasiertes
Schreiben
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Unterschiede und Besonderheiten
Sprachliche
Ebene
Formale
Ebene
Prüfverfahren Texterstellung
Markt-Führer
Markt·führer
Das Treffen ist am
Montag.
Oder am Dienstag.
Oder nächste Woche.
Zeilenlänge und
Zeilenabstand
Typografie
Dokumentstruktur und
–aufbau
Prüfer aus der
Zielgruppe
Übersetzung
Adaptation
(Transcreation)
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▪ Prüfer aus der Zielgruppe
▪ Nur Texte, die von den „Prüfern“ verstanden werden können,
gelten als regelkonform.
▪ Interaktives Verfahren nach der Texterstellung
▪ Zahlreiche Angebote, sich zum „Prüfer“ ausbilden zu lassen.
▪ Prüfverfahren in der Technischen Dokumentation
▪ Während der Texterstellung durch den Autor
▪ Mittels Zugriff auf Redaktionsleitfaden, Terminologie-Datenbank, etc.
▪ Optional unterstützt durch Sprachprüfsoftware
▪ Im nachgelagerten Lektorat
▪ Bei der Übersetzung
Unterschiede - Prüfverfahren
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Leichte-Sprache-Regel:
Sie dürfen einen Text beim Schreiben in Leichter Sprache
verändern.
>>>>>>>>>> Redaktionsarbeit !<<<<<<<<<<<<<<<
▪ Reduktion auf das inhaltlich Wesentliche
▪ Reduktion mit Bezug auf das Weltwissen, das für die Lektüre
vorausgesetzt wird
▪ Ergänzende Hinweise und Erklärungen
▪ Veränderungen am Textaufbau
Unterschiede - Texterstellung
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Unterschiede - Texterstellung
Quelle: Flyer zu EUTB des Bundesministeriums
für Arbeit und Soziales
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▪ Texte in Leichter Sprache
▪ existieren meist flankierend zu Originaltexten
▪ sind Übersetzungen oder Adaptationen (Transcreations)
mit einem definierten Workflow
Besonderheiten - Texterstellung
Quelle: Maaß, Christiane (2015):
Leichte Sprache – Das Regelbuch,
Berlin: LIT Verlag
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▪ Szenario 1:
▪ Texte müssen im Original und in einer Leichten-Sprache-
Variante vorliegen
▪ Vergleichbar mit Übersetzung in andere Sprachen
Technische Dokumentation in Leichter Sprache
© Congree Language Technologies GmbH 27
▪ Szenario 2:
▪ Texterstellung von Beginn an
in Leichter Sprache erfordert
▪ Erweiterten Regelkatalog
▪ Technische Redakteure mit Zusatzqualifikationen
▪ Sehr hohe Aufwände für Prüfverfahren
▪ Zusätzliche, spezielle Formate
▪ Viel Platz
Technische Dokumentation in Leichter Sprache
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▪ Alternatives Prüfverfahren mit unterstützender
Sprachtechnologie:
Überprüfung NACH Texterstellung und VOR Überprüfung
durch Prüfer
Regeln aus Regelbasiertem Schreiben wie bisher
+ weiteren Leichte-Sprache-Regeln
Technische Dokumentation in Leichter Sprache
Text in LS
(V1)
Sprachprüf
-programm
Text in LS
(V2)
Prüfer
Text in LS
(final)
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▪ Für welche Produkte?
▪ Für welche Zielgruppe?
▪ Ist es ein Muss in der Technischen Kommunikation?
▪ Was sind die Unterschiede im Vergleich zu Texten aus dem
gesellschaftlichen und behördlichen Bereich?
▪ Wie stark müssen Dokumentations-Workflows angepasst
werden?
▪ Wer darf in Leichter Sprache schreiben?
▪ Zusätzliches Geschäftsfeld für LSPs?
Noch viele offene Fragen
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▪ Konzeptionelle Ähnlichkeiten
➔ Verständliche Texte für die intendierte Zielgruppe
▪ Inhaltliche Ähnlichkeiten
➔ Untermengen des sprachlichen Inventars
▪ Regeln können teilweise maschinell überprüft werden
➔ Sprachtechnologische Unterstützung möglich
▪ Außerhalb der sprachlichen Ebene spezifische
Charakteristika
➔ Ansätze nur bedingt vereinbar
Fazit
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▪ Technische Dokumentation in Leichter Sprache?
Machbar, aber aufwändig!
▪ Leichte Sprache als „Erstellsprache“ in der Technischen
Dokumentation?
Schwer umsetzbar!
▪ Ausblick: „Leichte Sprache“ light ?
Fazit
Ihre Meinung ist uns wichtig! Sagen Sie uns bitte, wie Ihnen der Vortrag
gefallen hat. Wir freuen uns auf Ihr Feedback unter
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Leichte Sprache und regelbasiertes Schreiben in der Technischen Dokumentation

  • 1. © Congree Language Technologies GmbH Leichte Sprache und regelbasiertes Schreiben in der Technischen Dokumentation 21. März 2019 Ursula Reuther Congree Language Technologies
  • 2. © Congree Language Technologies GmbH 2 ▪ Was ist Leichte Sprache? ▪ Was ist Regelbasiertes Schreiben? ▪ Gemeinsamkeiten ▪ Unterschiede und Besonderheiten ▪ Technische Dokumentation in Leichter Sprache? Agenda
  • 3. © Congree Language Technologies GmbH 3 ▪ Leichte Sprache ist ein Instrument, um Sachverhalte und Zusammenhänge sprachlich einfach und verständlich auszudrücken, sodass diese auch für Personen mit kognitiven Einschränkungen zugänglich sind. ▪ Mittel der Wahl für die Umsetzung des Rechts auf Teilhabe durch barrierefreie Kommunikation Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung von 2011 (BITV 2.0) Was ist Leichte Sprache?
  • 4. © Congree Language Technologies GmbH 4 ▪ Sprachliche Vereinfachung durch ▪ Regelungen zu Satzbau Benutzen Sie einen einfachen Satzbau. ▪ Regelungen zur Verwendung von Wörtern Benutzen Sie kurze Wörter. ▪ Sprachlich gesehen ist Leichte Sprache „eine Varietät des Deutschen, die im Bereich Satzbau und Wortschatz systematisch reduziert ist“ (vgl. Maaß 2015). Was ist Leichte Sprache?
  • 5. © Congree Language Technologies GmbH 5 ▪ Regelungen zu Darstellungsmitteln ▪ Vorgaben für Lay-out Benutzen Sie eine einfache Schrift. Schreiben Sie nicht in Blocksatz. ▪ Vorgaben zu Dokumentstruktur Machen Sie viele Absätze und Überschriften. ▪ Vorgaben zur Verwendung von Bildern und Grafiken Benutzen Sie Bilder. ▪ Vorgaben zum Printmedium Nehmen Sie mattes Papier. Was ist Leichte Sprache?
  • 6. © Congree Language Technologies GmbH 6 ▪ Zielgruppe ▪ Menschen mit Lernschwierigkeiten (schulischen oder organischen Ursprungs) ▪ funktionale Analphabeten ▪ Gehörlose ▪ Migranten ▪ Demenzpatienten ▪ Aphasiepatienten Was ist Leichte Sprache?
  • 7. © Congree Language Technologies GmbH 7 ▪ Verschiedene Regelwerke ▪ Inclusion Europe ▪ Netzwerk Leichte Sprache ▪ Regeln sind auch enthalten im Ratgeber zu Leichter Sprache des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ▪ Forschungsstelle Leichte Sprache (Hildesheim) ▪ … weitere Institutionen und Regelwerke
  • 8. © Congree Language Technologies GmbH 8 Regelwerke Quelle: https://easy-to-read.eu/wp-content/ uploads/2014/12/DE_Information_for_all.pdf
  • 9. © Congree Language Technologies GmbH 9 Regelwerke Quelle: https://www.leichte-sprache.org/ wp-content/uploads/2017/11/ Regeln_Leichte_Sprache.pdf
  • 10. © Congree Language Technologies GmbH 10 Regelwerke Quelle: Maaß, Christiane (2015): Leichte Sprache – Das Regelbuch, Berlin: LIT Verlag
  • 11. © Congree Language Technologies GmbH 11 Beispiele für Texte in Leichter Sprache Quelle: https://www.bundesregierung.de/ breg-de/leichte-sprache/
  • 12. © Congree Language Technologies GmbH 12 Beispiele für Texte in Leichter Sprache Quelle: https://www.behindertenbeauftragter.de/ SharedDocs/Downloads/DE
  • 13. © Congree Language Technologies GmbH 13 Beispiele für Texte in Leichter Sprache Quelle: Fußball - Die wichtigsten Regeln in Leichter Sprache
  • 14. © Congree Language Technologies GmbH 14 ▪ Kontrollierte Sprache = Untermenge des sprachlichen Inventars, das die Gesamtheit eines Sprachsystems ausmacht. Dies betrifft Syntax und Wortbildung ebenso wie Wörter. Regelbasiertes Schreiben
  • 15. © Congree Language Technologies GmbH 15 ▪ Präskriptiver vs. proskriptiver Ansatz einer Kontrollierten Sprache ▪ Regelbasiertes Schreiben (proskriptiv): Set von Regeln, das für verschiedene Anwendungen in Umfang und Komplexität variieren kann und durch das bestimmte sprachliche Phänomene regulativ beschrieben werden. Regelbasiertes Schreiben
  • 16. © Congree Language Technologies GmbH 16 Regelwerke Quelle: tekom Leitlinie (2013) Regelbasiertes Schreiben – Deutsch für die Technische Kommunikation
  • 17. © Congree Language Technologies GmbH 17 ▪ Unternehmensspezifische, nicht öffentlich verfügbare Regelwerke (Redaktionsleitfäden, Schreibregeln, Hinweissammlungen, etc.) ▪ Zwischen 3 und 200 Seiten ▪ Weites Spektrum ▪ „Prägnant formulieren“ ▪ „Handlungsanweisungen mit maximal 7 Wörtern im Infinitiv und das Objekt ohne Artikel schreiben“ ▪ Oft viele, sehr spezifische Ausnahmen ▪ Überprüfung durch Sprachprüfwerkzeuge Regelwerke
  • 18. © Congree Language Technologies GmbH 18 ▪ Ähnliches Konzept der Sprachregulierung ▪ KS und LS bedienen sich eines eingeschränkten Vokabulars und einer eingeschränkten Syntax. ▪ KS und LS haben zum Ziel, einen für die Zielgruppe verständlichen Text zu generieren. ▪ KS und LS verfügen über einen Regelapparat, mit dessen Hilfe sie o. g. Ziel erreichen wollen. Gemeinsamkeiten
  • 19. © Congree Language Technologies GmbH 19 Viele Leichte-Sprache-Regeln sind inhaltlich ähnlich zu Vorgaben des Regelbasierten Schreibens: ▪ keine langen Komposita ▪ keine Funktionsverbgefüge ▪ keine Fremdwörter ▪ kein Genitiv ▪ kein Passiv ▪ kein Konjunktiv ▪ kurze Sätze ▪ keine Nominalisierungen ▪ … Gemeinsamkeiten Leichte Sprache Regelbasiertes Schreiben
  • 20. © Congree Language Technologies GmbH 20 Unterschiede und Besonderheiten Sprachliche Ebene Formale Ebene Prüfverfahren Texterstellung Markt-Führer Markt·führer Das Treffen ist am Montag. Oder am Dienstag. Oder nächste Woche. Zeilenlänge und Zeilenabstand Typografie Dokumentstruktur und –aufbau Prüfer aus der Zielgruppe Übersetzung Adaptation (Transcreation)
  • 21. © Congree Language Technologies GmbH 21 ▪ Prüfer aus der Zielgruppe ▪ Nur Texte, die von den „Prüfern“ verstanden werden können, gelten als regelkonform. ▪ Interaktives Verfahren nach der Texterstellung ▪ Zahlreiche Angebote, sich zum „Prüfer“ ausbilden zu lassen. ▪ Prüfverfahren in der Technischen Dokumentation ▪ Während der Texterstellung durch den Autor ▪ Mittels Zugriff auf Redaktionsleitfaden, Terminologie-Datenbank, etc. ▪ Optional unterstützt durch Sprachprüfsoftware ▪ Im nachgelagerten Lektorat ▪ Bei der Übersetzung Unterschiede - Prüfverfahren
  • 22. © Congree Language Technologies GmbH 22 Leichte-Sprache-Regel: Sie dürfen einen Text beim Schreiben in Leichter Sprache verändern. >>>>>>>>>> Redaktionsarbeit !<<<<<<<<<<<<<<< ▪ Reduktion auf das inhaltlich Wesentliche ▪ Reduktion mit Bezug auf das Weltwissen, das für die Lektüre vorausgesetzt wird ▪ Ergänzende Hinweise und Erklärungen ▪ Veränderungen am Textaufbau Unterschiede - Texterstellung
  • 23. © Congree Language Technologies GmbH 23 Unterschiede - Texterstellung Quelle: Flyer zu EUTB des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
  • 24. © Congree Language Technologies GmbH 24 ▪ Texte in Leichter Sprache ▪ existieren meist flankierend zu Originaltexten ▪ sind Übersetzungen oder Adaptationen (Transcreations) mit einem definierten Workflow Besonderheiten - Texterstellung Quelle: Maaß, Christiane (2015): Leichte Sprache – Das Regelbuch, Berlin: LIT Verlag
  • 25. © Congree Language Technologies GmbH 26 ▪ Szenario 1: ▪ Texte müssen im Original und in einer Leichten-Sprache- Variante vorliegen ▪ Vergleichbar mit Übersetzung in andere Sprachen Technische Dokumentation in Leichter Sprache
  • 26. © Congree Language Technologies GmbH 27 ▪ Szenario 2: ▪ Texterstellung von Beginn an in Leichter Sprache erfordert ▪ Erweiterten Regelkatalog ▪ Technische Redakteure mit Zusatzqualifikationen ▪ Sehr hohe Aufwände für Prüfverfahren ▪ Zusätzliche, spezielle Formate ▪ Viel Platz Technische Dokumentation in Leichter Sprache
  • 27. © Congree Language Technologies GmbH 28 ▪ Alternatives Prüfverfahren mit unterstützender Sprachtechnologie: Überprüfung NACH Texterstellung und VOR Überprüfung durch Prüfer Regeln aus Regelbasiertem Schreiben wie bisher + weiteren Leichte-Sprache-Regeln Technische Dokumentation in Leichter Sprache Text in LS (V1) Sprachprüf -programm Text in LS (V2) Prüfer Text in LS (final)
  • 28. © Congree Language Technologies GmbH 29 ▪ Für welche Produkte? ▪ Für welche Zielgruppe? ▪ Ist es ein Muss in der Technischen Kommunikation? ▪ Was sind die Unterschiede im Vergleich zu Texten aus dem gesellschaftlichen und behördlichen Bereich? ▪ Wie stark müssen Dokumentations-Workflows angepasst werden? ▪ Wer darf in Leichter Sprache schreiben? ▪ Zusätzliches Geschäftsfeld für LSPs? Noch viele offene Fragen
  • 29. © Congree Language Technologies GmbH 30 ▪ Konzeptionelle Ähnlichkeiten ➔ Verständliche Texte für die intendierte Zielgruppe ▪ Inhaltliche Ähnlichkeiten ➔ Untermengen des sprachlichen Inventars ▪ Regeln können teilweise maschinell überprüft werden ➔ Sprachtechnologische Unterstützung möglich ▪ Außerhalb der sprachlichen Ebene spezifische Charakteristika ➔ Ansätze nur bedingt vereinbar Fazit
  • 30. © Congree Language Technologies GmbH 31 ▪ Technische Dokumentation in Leichter Sprache? Machbar, aber aufwändig! ▪ Leichte Sprache als „Erstellsprache“ in der Technischen Dokumentation? Schwer umsetzbar! ▪ Ausblick: „Leichte Sprache“ light ? Fazit
  • 31. Ihre Meinung ist uns wichtig! Sagen Sie uns bitte, wie Ihnen der Vortrag gefallen hat. Wir freuen uns auf Ihr Feedback unter https://fv10.honestly.de oder scannen Sie den QR-Code Das Bewertungstool steht Ihnen auch noch nach der Tagung zur Verfügung!