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KREDITSPERRE
FÜR KLEIN- UND MITTELUNTERNEHMEN
hörden eines Landes stützen können. Diese
Richt­linien sind rechtlich nicht zwingend, sie
stellen lediglich Empfehlungen dar, die in
nationales Recht umgesetzt werden können.
Bisher wurden diese Empfehlungen über-
nommen und durch eine Richtlinie der EU
(oder nationale Gesetze) auch in Österreich
zum bindenden Gesetz.
DIE BASLER EUROPÄISCHE
FINANZELITE
Die an Basel und den Finanzrichtlinien der
Europäischen Union bzw. des Europaparla-
mentes beteiligten Experten, Generaldirek-
toren, Spitzenbeamten etc. werden hier als
„DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE“
bezeichnet.
DIE PRAXIS VON BASEL
Grau ist alle Theorie, und wir wollen uns die
Praxis von Basel näher ansehen.
Mag. Dr. Matthäus Thun-Hohenstein be-
richtet über die Praxis von Basel.
•	 Thun-Hohenstein hat als für Risiko zu-
ständiger Bankvorstand Basel zweimal
umsetzen müssen und kennt es daher
nicht nur aus theoretischer Reflexion,
sondern vor allem aus seiner praktischen
Erfahrung.
•	 Er war über zehn Jahre als Bankvorstand
in Mittel-Osteuropa tätig,
•	 und hat Betriebswirtschaftslehre und
Philosophie studiert.
•	 Thun-Hohenstein ist leidenschaftlicher
Europäer und möchte die europäischen
regionalen und selbständigen Banken
und die europäischen Klein- und Mit-
telbetriebe vor diesem Basler Alptraum
bewahren.
•	 Er sieht sogar das Friedensprojekt des
geeinten Europas durch Basel gefährdet.
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, die glauben, auch gro-
ße Banken werden die kleinen Unternehmen
finanzieren:
Die Praxis von Basel lehrt aber das Gegen­
teil: Für Klein- und Mittelunternehmen ist
deren örtliche und regionale Bank über­
lebenswichtig, gerade weil Basel die börse-
notierten Großbanken zwingt, die Klein- und
Mittelbetriebe als Zielkunden auszuschei-
den. Basel verlangt, das verfügbare Eigenka-
pital in den ertragreicheren (weil nach Basel
risiko­ärmeren) Geschäftsfeldern einzuset-
zen. Im Vergleich mit den Kundensegmenten
­„Großkunden“ und „Treasury“ zwingt Basel
die Banken, die Klein- und Mittelbetriebe
als zu riskant und zu wenig profitabel zu be-
trachten.
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, die nun einen alten Feh-
ler viel größer wiederholen:
Die Basler Praxis ist Déjà-vu-Erlebnis
der Situation vor ca. 150 Jahren, als Kleinun-
ternehmen von den alles beherrschenden
Großbanken keine Kredite bekommen konn-
ten. Damals entstanden als Notwehrmaß-
nahme die auf der Genossenschaftsidee auf-
bauenden Volksbanken und Raiffeisenban-
ken sowie die öffentlichen Gemeindebanken
(Sparkassen).
Den enormen Bürokratismus und die
finanz­mathematischen Anforderungen von
Basel können diese kleinen Banken heute
aber nicht mehr erfüllen.
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, die das Eintreten der EU
für die Klein- und Mittelunternehmen sicher
nicht konterkarieren wollten:
Die Praxis zeigt aber, dass Basel als Pro-
gramm erscheint, um die Kleinen umzu­
bringen. Sowohl die kleinen Banken – die
sich den enormen bürokratischen und
finanz­mathematischen Aufwand nicht leis-
ten können – als auch die kleinen Unterneh-
men, die bald ihre örtliche finanzierende
Bank verlieren werden.
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, die leider einen Denk­
fehler gemacht haben:
Die Praxis zeigt – nicht überraschend
und unwiderlegbar – dass in einer Krise das
wirtschaftliche Gesamtsystem abwärts geht
und damit bonitätsmäßig schlechter wird.
Wenn wir in dieser Situation von den Banken
verlangen, für ihre (schon bestehenden) Fir-
menkunden mehr Eigenkapital bereitstellen
zu müssen, werden diese Banken entweder
(virtuell) in die Pleite getrieben oder in die
Arme einer großen Investmentbank, die sich
mit Klein- und Mittelunternehmen gar nicht
abgibt.
•	Die Experten haben Europa belogen
•	Zehntausende Klein- und Mittelunternehmen (KMU) gehen Pleite
•	Nach Basel ist es für jeden Unternehmer eine enorme Gefahr, einen
Kredit mit einer Hypothek zu besichern und dafür persönlich zu
­haften
•	Regionale, örtliche und kleine Banken verschwinden
•	Millionen zusätzliche Arbeitslose
•	Nur Großbetriebe und Konzerne bleiben übrig
•	Der Mittelstand löst sich auf
•	Die Krise ist hausgemacht
•	Dieser Anschlag auf Europas Wohlstand nennt sich„Basler Approach“
•	Die Finanzelite Europas ist zusammengekommen, um durch den
Basler Approach („Basel“) den Banksektor sicherer zu machen
•	Der Basler Approach macht den Banken jedoch die Finanzierung
von Klein- und Mittelunternehmen praktisch unmöglich
•	Das ist das Aus für viele Unternehmen
•	Durch Basel gehen aber auch Banken Pleite oder müssen sich
­größeren Einheiten unterordnen, um sich zu retten
•	Die Lösung wäre ganz einfach, wenn die Politiker nur wollten
[
[
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, deren Überlegungen
die Banken und deren Kunden schützen soll-
ten:
Die Praxis von Basel zwingt aber die Ban-
ken, in einer Krise ihren Firmenkunden die
Kredite fällig zu stellen und sich aus den Si-
cherheiten (meist Hypotheken) zu bedienen.
Nach Basel ist es für jedes (real wirtschaf-
tende) Unternehmen eine enorme Gefahr,
einen Bankkredit zu haben und diesen mit
einer Hypothek zu besichern. Denn in der
Krise wird nach dem Fair-Value-Prinzip die
Hypothek abgewertet und die Bank ver-
langt nicht nur eine Nachbeschaffung von
Sicherheiten, sondern aufgrund des krisen-
bedingten schlechteren Bonitätsratings (der
Firmenkunde ist genauso wie das wirtschaft-
liche Gesamtsystem schlechter geworden)
darüber­hinaus zusätzliche Sicherheiten.
Wenn jetzt, wie bei Klein- und Mittel­
betrieben üblich, die ganze Familie mit al-
lem, was sie besitzt, haftet, wird auch das
Familienhaus und der Familienschmuck
versteigert, nur weil Basel einen Denkfeh­
ler zur europäi­schen Doktrin erhoben hat.
DIE THEORIE VON BASEL
Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht
(Basel Committee on Banking Super­
vision) wurde 1974 von den Zentralbanken
und Bankaufsichtsbehörden der G10-Staa-
ten gegründet. Der Ausschuss tritt alle drei
Monate bei der Bank für Internationalen
Zahlungsausgleich in Basel zusammen. Sei-
ne Hauptaufgabe ist es, zur Einführung ho-
her und möglichst einheitlicher Standards
in der Bankenaufsicht beizutragen. Dafür
arbeitet der Ausschuss Richtlinien und Emp-
fehlungen aus, auf die sich die Aufsichtsbe-
Dr. Matthäus
Thun-Hohenstein
sieht durch Basel
das geeinte Europa
gefährdet
1
KREDITSPERRE
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, die leider Krisen ma­
chen oder extrem verstärken:
Basel verstärkt die Krisen, da in schlech-
ten Zeiten, in denen die Ratings nach unten
gehen, mehr Eigenkapital für die Bankbilanz
gebraucht wird. Je mehr Banken nach dem
Basel-Prinzip arbeiten, desto schlimmer ist es
für die Wirtschaft.
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE die meinen, primär
durch Analyse der wirtschaftlichen Vergan-
genheit der Firmenkunden, angereichert um
ein paar zusätzliche Risikovorsorgen, alle Bo-
nitätsrisiken abdecken zu können:
Die Praxis von Basel ergibt aber, dass Basel
eine Scheinsicherheit aufbaut. Mit komple-
xen Regeln wie Basel täuscht man der Öf-
fentlichkeit eine Genauigkeit der Datenwelt
und Datenbeurteilung vor, die es in der wirt-
schaftlichen Realität nicht geben kann.
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, die verzweifelt nach
etwas Neuem für die Bankenwelt gesucht
haben:
Die Praxis des gesamten Basel-Projekts
beginnt aber mit einem intellektuellen
Kurzschluss: ‚Kenne Deinen Kunden‘ (Know
Your Customer) ist für Banken der wichtigste
Leitsatz.
Jetzt aber werden Markt und ­Risiko ge-
trennt, d. h. die Risikoabteilung der Bank darf
keinen persönlichen Kontakt zum Firmen-
kunden haben, weil sie sonst voreingenom-
men sein könnte. Dadurch gehen immens
viele Informationen verloren. Vielleicht funk-
tioniert das noch bei Großunternehmen,
wo man anzunehmen scheint, zur Beurtei-
lung der Bonität und Rückzahlungsfähigkeit
reichten die Geschäftsberichte alleine aus.
Aber bei den circa 98 % der die europäische
Wirtschaft bildenden Klein- und Mittelunter-
nehmen funktioniert das überhaupt nicht,
sondern führt zu einer Schizophrenie der
Banken.
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, die sich Gedanken über
die richtige Risikobeurteilung von Klein- und
Mittelunternehmen gemacht haben:
Die Praxis zeigt aber, dass Basel und das
Fair Value Accounting „Schönwetterpro­
gramme“ sind, die, um nicht total zu ver-
sagen, jahrzehntelange stabile Verhältnisse
und makellos funktionierende Finanzmärkte
voraussetzen.
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, die Bilanzsummen­
größe mit Sicherheit und Qualität verwech-
seln:
Die Praxis von Basel zeigt aber, dass da-
mit nur erreicht wird, dass große Banken
nicht mehr Pleite gehen dürfen und von den
Staaten aufgefangen werden, egal ob sie
redlich oder dumm gewirtschaftet haben.
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, die sicher keinen Aus­
JE MEHR
BANKEN
NACH DEM
BASEL-
PRINZIP
­ARBEITEN,
DESTO
SCHLIMMER
IST ES
FÜR DIE
WIRT-
SCHAFT.
BASELER
DENK­
FEHLER
ZERSTÖREN
EUROPAS
WOHL-
STAND
verkauf der europäischen Banken geplant
haben:
Die Praxis zeigt aber, dass Basel in der Kri-
se die Banken zu Notverkäufen zu schlech-
ten Preisen zwingt. Die Vermögenswerte der
Banken müssen nicht wegen realer Proble-
me, sondern wegen Basel verkauft werden.
Die Aufkäufer sind entweder die wenigen
europäischen Megabanken, die wenig mit
der Realwirtschaft zu tun haben, oder gleich
Schnäppchenjäger aus dem Ausland, wie
etwa aus den USA, aus China oder Russland.
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, die sich von der Politik
nicht dreinreden lassen. Daher wird so etwas
wie der „Standardansatz“ nie wieder passie-
ren. Der deutsche Kanzler Schröder hat den
Standardansatz im letzten Moment in Basel
hinein reklamiert. Damit hat Schröder zwar
die Klein- und Mittelbetriebe gerettet, aber
das schöne Basler System durchbrochen.
Der Standardansatz, den alle kleinen Banken
verwenden, ist ein Krebsgeschwür im„Basel­
körper“ und wird bei nächster Gelegenheit
herausgeschnitten werden. Aber das Pro-
blem löst sich bald von selbst, denn durch
­Basel III (letzte Basel-Entwicklung) bleiben
ohnehin nur die ganz grossen Banken üb-
rig, die für das „Krebsgeschwür Standard­
ansatz“ kein Verständnis haben.
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, deren lautere Absichten
alle Kredite für Unternehmen und Privatper-
sonen wenn nicht verunmöglichen, dann
zumindest merkbar verteuern. Aber diese
bereits spürbare Verteuerung um ein paar
Prozentpunkte bei den Kreditkonditionen
zahlt man für Basel doch gerne? Auch das
für die BRD erwartete, um ca. 1,5 Prozent­
punkte geringere Wirtschaftswachstum
pro Jahr durch Basel nehmen wir für die
Basler Scheinsicherheit doch sicher gerne in
Kauf?
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, aber um das „Zocken“
zu regulieren, braucht man keine komplizier-
ten Vorschriften, sondern nur den tatsäch­
lichen politischen Willen.
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, deren Werk extrem
­zyklisch ist. In dieser Krise sind alle Reserven
verbraucht worden, um die Bilanzen über-
lebensfähig zu gestalten. Im Aufschwung
rechnen wir uns reich. Aber die nächste Kri-
se steht schon vor der Tür und wird die nun
reservenlosen Klein- und Mittelbetriebe und
Banken zum Konkursrichter treiben.
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, aber kehren wir wieder
zu jenen Standards zurück, die über Genera-
tionen bewiesen haben, den Bankensektor
sicher zu halten: Die bewährten Risiko­
standards der europäischen Banken, die
nationalen Bankenaufsichten und Reserven
­bildende „vorsichtige“ Bewertungsvorschrif-
ten sind ausreichend.
MASSIVER
­WOHLSTANDSVERLUST
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, die den europäischen
Wohlstand sicher fördern wollten.
Die Praxis belegt aber, dass die Fortfüh-
rung von Basel einen massiven Wohlstands-
verlust in Europa bringt:
•	 BASEL bringt zehntausende Klein-
und Mittelunternehmen um.
•	 BASEL lässt die kleinen Banken als
Finan­ziers des Mittelstandes ver­
schwinden.
•	 BASEL bedeutet Millionen Arbeits­
lose als Folge eines Denk­fehlers.
SOFORTIGE LÖSUNG
DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND
EHRENWERTE LEUTE, die sicherlich dieser so-
fortigen Lösung zustimmen werden.
Es genügt, in den Text der Richtlinie fol-
genden Satz aufzunehmen, um zehntau-
sende europäische Klein- und Mittelbetrie-
be zu retten und dezentrale, regionale und
selbstverantwortliche Bankenstrukturen zu
ermöglichen:
„Die Rückkehr zum Standardansatz*
ist jederzeit möglich, wobei der
­Standardansatz mindestens fünf Jahre
­beibehalten werden muss“.
* Der Standardansatz geht (für die Fest-
legung des Bedarfes an Bank-Eigenkapital
je Kreditnehmer) von externen Ratings aus
und weist nicht gerateten Kunden (also den
Klein- und Mittelunternehmen) ein „norma-
les“ Risikogewicht von 100 % zu. Damit wird
die„Krisentodesspirale“ verhindert.2
KREDITSPERRE
•	BASEL zerstört den Mittelstand
•	BASEL eliminiert die kleineren Banken
•	BASEL ist eine Katastrophe, weil die EU
betrogen wurde
Graphik:MarkusSzyszkowitz

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  • 1. KREDITSPERRE FÜR KLEIN- UND MITTELUNTERNEHMEN hörden eines Landes stützen können. Diese Richt­linien sind rechtlich nicht zwingend, sie stellen lediglich Empfehlungen dar, die in nationales Recht umgesetzt werden können. Bisher wurden diese Empfehlungen über- nommen und durch eine Richtlinie der EU (oder nationale Gesetze) auch in Österreich zum bindenden Gesetz. DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE Die an Basel und den Finanzrichtlinien der Europäischen Union bzw. des Europaparla- mentes beteiligten Experten, Generaldirek- toren, Spitzenbeamten etc. werden hier als „DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE“ bezeichnet. DIE PRAXIS VON BASEL Grau ist alle Theorie, und wir wollen uns die Praxis von Basel näher ansehen. Mag. Dr. Matthäus Thun-Hohenstein be- richtet über die Praxis von Basel. • Thun-Hohenstein hat als für Risiko zu- ständiger Bankvorstand Basel zweimal umsetzen müssen und kennt es daher nicht nur aus theoretischer Reflexion, sondern vor allem aus seiner praktischen Erfahrung. • Er war über zehn Jahre als Bankvorstand in Mittel-Osteuropa tätig, • und hat Betriebswirtschaftslehre und Philosophie studiert. • Thun-Hohenstein ist leidenschaftlicher Europäer und möchte die europäischen regionalen und selbständigen Banken und die europäischen Klein- und Mit- telbetriebe vor diesem Basler Alptraum bewahren. • Er sieht sogar das Friedensprojekt des geeinten Europas durch Basel gefährdet. DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, die glauben, auch gro- ße Banken werden die kleinen Unternehmen finanzieren: Die Praxis von Basel lehrt aber das Gegen­ teil: Für Klein- und Mittelunternehmen ist deren örtliche und regionale Bank über­ lebenswichtig, gerade weil Basel die börse- notierten Großbanken zwingt, die Klein- und Mittelbetriebe als Zielkunden auszuschei- den. Basel verlangt, das verfügbare Eigenka- pital in den ertragreicheren (weil nach Basel risiko­ärmeren) Geschäftsfeldern einzuset- zen. Im Vergleich mit den Kundensegmenten ­„Großkunden“ und „Treasury“ zwingt Basel die Banken, die Klein- und Mittelbetriebe als zu riskant und zu wenig profitabel zu be- trachten. DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, die nun einen alten Feh- ler viel größer wiederholen: Die Basler Praxis ist Déjà-vu-Erlebnis der Situation vor ca. 150 Jahren, als Kleinun- ternehmen von den alles beherrschenden Großbanken keine Kredite bekommen konn- ten. Damals entstanden als Notwehrmaß- nahme die auf der Genossenschaftsidee auf- bauenden Volksbanken und Raiffeisenban- ken sowie die öffentlichen Gemeindebanken (Sparkassen). Den enormen Bürokratismus und die finanz­mathematischen Anforderungen von Basel können diese kleinen Banken heute aber nicht mehr erfüllen. DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, die das Eintreten der EU für die Klein- und Mittelunternehmen sicher nicht konterkarieren wollten: Die Praxis zeigt aber, dass Basel als Pro- gramm erscheint, um die Kleinen umzu­ bringen. Sowohl die kleinen Banken – die sich den enormen bürokratischen und finanz­mathematischen Aufwand nicht leis- ten können – als auch die kleinen Unterneh- men, die bald ihre örtliche finanzierende Bank verlieren werden. DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, die leider einen Denk­ fehler gemacht haben: Die Praxis zeigt – nicht überraschend und unwiderlegbar – dass in einer Krise das wirtschaftliche Gesamtsystem abwärts geht und damit bonitätsmäßig schlechter wird. Wenn wir in dieser Situation von den Banken verlangen, für ihre (schon bestehenden) Fir- menkunden mehr Eigenkapital bereitstellen zu müssen, werden diese Banken entweder (virtuell) in die Pleite getrieben oder in die Arme einer großen Investmentbank, die sich mit Klein- und Mittelunternehmen gar nicht abgibt. • Die Experten haben Europa belogen • Zehntausende Klein- und Mittelunternehmen (KMU) gehen Pleite • Nach Basel ist es für jeden Unternehmer eine enorme Gefahr, einen Kredit mit einer Hypothek zu besichern und dafür persönlich zu ­haften • Regionale, örtliche und kleine Banken verschwinden • Millionen zusätzliche Arbeitslose • Nur Großbetriebe und Konzerne bleiben übrig • Der Mittelstand löst sich auf • Die Krise ist hausgemacht • Dieser Anschlag auf Europas Wohlstand nennt sich„Basler Approach“ • Die Finanzelite Europas ist zusammengekommen, um durch den Basler Approach („Basel“) den Banksektor sicherer zu machen • Der Basler Approach macht den Banken jedoch die Finanzierung von Klein- und Mittelunternehmen praktisch unmöglich • Das ist das Aus für viele Unternehmen • Durch Basel gehen aber auch Banken Pleite oder müssen sich ­größeren Einheiten unterordnen, um sich zu retten • Die Lösung wäre ganz einfach, wenn die Politiker nur wollten [ [ DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, deren Überlegungen die Banken und deren Kunden schützen soll- ten: Die Praxis von Basel zwingt aber die Ban- ken, in einer Krise ihren Firmenkunden die Kredite fällig zu stellen und sich aus den Si- cherheiten (meist Hypotheken) zu bedienen. Nach Basel ist es für jedes (real wirtschaf- tende) Unternehmen eine enorme Gefahr, einen Bankkredit zu haben und diesen mit einer Hypothek zu besichern. Denn in der Krise wird nach dem Fair-Value-Prinzip die Hypothek abgewertet und die Bank ver- langt nicht nur eine Nachbeschaffung von Sicherheiten, sondern aufgrund des krisen- bedingten schlechteren Bonitätsratings (der Firmenkunde ist genauso wie das wirtschaft- liche Gesamtsystem schlechter geworden) darüber­hinaus zusätzliche Sicherheiten. Wenn jetzt, wie bei Klein- und Mittel­ betrieben üblich, die ganze Familie mit al- lem, was sie besitzt, haftet, wird auch das Familienhaus und der Familienschmuck versteigert, nur weil Basel einen Denkfeh­ ler zur europäi­schen Doktrin erhoben hat. DIE THEORIE VON BASEL Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (Basel Committee on Banking Super­ vision) wurde 1974 von den Zentralbanken und Bankaufsichtsbehörden der G10-Staa- ten gegründet. Der Ausschuss tritt alle drei Monate bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel zusammen. Sei- ne Hauptaufgabe ist es, zur Einführung ho- her und möglichst einheitlicher Standards in der Bankenaufsicht beizutragen. Dafür arbeitet der Ausschuss Richtlinien und Emp- fehlungen aus, auf die sich die Aufsichtsbe- Dr. Matthäus Thun-Hohenstein sieht durch Basel das geeinte Europa gefährdet 1 KREDITSPERRE
  • 2. DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, die leider Krisen ma­ chen oder extrem verstärken: Basel verstärkt die Krisen, da in schlech- ten Zeiten, in denen die Ratings nach unten gehen, mehr Eigenkapital für die Bankbilanz gebraucht wird. Je mehr Banken nach dem Basel-Prinzip arbeiten, desto schlimmer ist es für die Wirtschaft. DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE die meinen, primär durch Analyse der wirtschaftlichen Vergan- genheit der Firmenkunden, angereichert um ein paar zusätzliche Risikovorsorgen, alle Bo- nitätsrisiken abdecken zu können: Die Praxis von Basel ergibt aber, dass Basel eine Scheinsicherheit aufbaut. Mit komple- xen Regeln wie Basel täuscht man der Öf- fentlichkeit eine Genauigkeit der Datenwelt und Datenbeurteilung vor, die es in der wirt- schaftlichen Realität nicht geben kann. DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, die verzweifelt nach etwas Neuem für die Bankenwelt gesucht haben: Die Praxis des gesamten Basel-Projekts beginnt aber mit einem intellektuellen Kurzschluss: ‚Kenne Deinen Kunden‘ (Know Your Customer) ist für Banken der wichtigste Leitsatz. Jetzt aber werden Markt und ­Risiko ge- trennt, d. h. die Risikoabteilung der Bank darf keinen persönlichen Kontakt zum Firmen- kunden haben, weil sie sonst voreingenom- men sein könnte. Dadurch gehen immens viele Informationen verloren. Vielleicht funk- tioniert das noch bei Großunternehmen, wo man anzunehmen scheint, zur Beurtei- lung der Bonität und Rückzahlungsfähigkeit reichten die Geschäftsberichte alleine aus. Aber bei den circa 98 % der die europäische Wirtschaft bildenden Klein- und Mittelunter- nehmen funktioniert das überhaupt nicht, sondern führt zu einer Schizophrenie der Banken. DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, die sich Gedanken über die richtige Risikobeurteilung von Klein- und Mittelunternehmen gemacht haben: Die Praxis zeigt aber, dass Basel und das Fair Value Accounting „Schönwetterpro­ gramme“ sind, die, um nicht total zu ver- sagen, jahrzehntelange stabile Verhältnisse und makellos funktionierende Finanzmärkte voraussetzen. DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, die Bilanzsummen­ größe mit Sicherheit und Qualität verwech- seln: Die Praxis von Basel zeigt aber, dass da- mit nur erreicht wird, dass große Banken nicht mehr Pleite gehen dürfen und von den Staaten aufgefangen werden, egal ob sie redlich oder dumm gewirtschaftet haben. DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, die sicher keinen Aus­ JE MEHR BANKEN NACH DEM BASEL- PRINZIP ­ARBEITEN, DESTO SCHLIMMER IST ES FÜR DIE WIRT- SCHAFT. BASELER DENK­ FEHLER ZERSTÖREN EUROPAS WOHL- STAND verkauf der europäischen Banken geplant haben: Die Praxis zeigt aber, dass Basel in der Kri- se die Banken zu Notverkäufen zu schlech- ten Preisen zwingt. Die Vermögenswerte der Banken müssen nicht wegen realer Proble- me, sondern wegen Basel verkauft werden. Die Aufkäufer sind entweder die wenigen europäischen Megabanken, die wenig mit der Realwirtschaft zu tun haben, oder gleich Schnäppchenjäger aus dem Ausland, wie etwa aus den USA, aus China oder Russland. DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, die sich von der Politik nicht dreinreden lassen. Daher wird so etwas wie der „Standardansatz“ nie wieder passie- ren. Der deutsche Kanzler Schröder hat den Standardansatz im letzten Moment in Basel hinein reklamiert. Damit hat Schröder zwar die Klein- und Mittelbetriebe gerettet, aber das schöne Basler System durchbrochen. Der Standardansatz, den alle kleinen Banken verwenden, ist ein Krebsgeschwür im„Basel­ körper“ und wird bei nächster Gelegenheit herausgeschnitten werden. Aber das Pro- blem löst sich bald von selbst, denn durch ­Basel III (letzte Basel-Entwicklung) bleiben ohnehin nur die ganz grossen Banken üb- rig, die für das „Krebsgeschwür Standard­ ansatz“ kein Verständnis haben. DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, deren lautere Absichten alle Kredite für Unternehmen und Privatper- sonen wenn nicht verunmöglichen, dann zumindest merkbar verteuern. Aber diese bereits spürbare Verteuerung um ein paar Prozentpunkte bei den Kreditkonditionen zahlt man für Basel doch gerne? Auch das für die BRD erwartete, um ca. 1,5 Prozent­ punkte geringere Wirtschaftswachstum pro Jahr durch Basel nehmen wir für die Basler Scheinsicherheit doch sicher gerne in Kauf? DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, aber um das „Zocken“ zu regulieren, braucht man keine komplizier- ten Vorschriften, sondern nur den tatsäch­ lichen politischen Willen. DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, deren Werk extrem ­zyklisch ist. In dieser Krise sind alle Reserven verbraucht worden, um die Bilanzen über- lebensfähig zu gestalten. Im Aufschwung rechnen wir uns reich. Aber die nächste Kri- se steht schon vor der Tür und wird die nun reservenlosen Klein- und Mittelbetriebe und Banken zum Konkursrichter treiben. DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, aber kehren wir wieder zu jenen Standards zurück, die über Genera- tionen bewiesen haben, den Bankensektor sicher zu halten: Die bewährten Risiko­ standards der europäischen Banken, die nationalen Bankenaufsichten und Reserven ­bildende „vorsichtige“ Bewertungsvorschrif- ten sind ausreichend. MASSIVER ­WOHLSTANDSVERLUST DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, die den europäischen Wohlstand sicher fördern wollten. Die Praxis belegt aber, dass die Fortfüh- rung von Basel einen massiven Wohlstands- verlust in Europa bringt: • BASEL bringt zehntausende Klein- und Mittelunternehmen um. • BASEL lässt die kleinen Banken als Finan­ziers des Mittelstandes ver­ schwinden. • BASEL bedeutet Millionen Arbeits­ lose als Folge eines Denk­fehlers. SOFORTIGE LÖSUNG DIE BASLER EUROPÄISCHE FINANZELITE SIND EHRENWERTE LEUTE, die sicherlich dieser so- fortigen Lösung zustimmen werden. Es genügt, in den Text der Richtlinie fol- genden Satz aufzunehmen, um zehntau- sende europäische Klein- und Mittelbetrie- be zu retten und dezentrale, regionale und selbstverantwortliche Bankenstrukturen zu ermöglichen: „Die Rückkehr zum Standardansatz* ist jederzeit möglich, wobei der ­Standardansatz mindestens fünf Jahre ­beibehalten werden muss“. * Der Standardansatz geht (für die Fest- legung des Bedarfes an Bank-Eigenkapital je Kreditnehmer) von externen Ratings aus und weist nicht gerateten Kunden (also den Klein- und Mittelunternehmen) ein „norma- les“ Risikogewicht von 100 % zu. Damit wird die„Krisentodesspirale“ verhindert.2 KREDITSPERRE • BASEL zerstört den Mittelstand • BASEL eliminiert die kleineren Banken • BASEL ist eine Katastrophe, weil die EU betrogen wurde Graphik:MarkusSzyszkowitz