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Montageanleitung
Einleitung	1
Verwendung dieses Handbuchs	 1
Lieferumfang des Standardkollektors	 2
Wichtige Vorabinformationen für die Installation	3
	 Installationsmaterial und –arten der Rohrleitungen 	 3
	 Dimensionierung der Rohrdurchmesser 	 3
	 Dimensionierung der Sicherheitsvorrichtungen
	 (Membranausdehnungsgefäß (MAG) und Vorschaltgefäß (VSG)) 	 4
	 Verhinderung von Schwerkraftzirkulation im System 	 5
Dachbefestigungssätze
Allgemeine Informationen – Installationsoptionen 	 6
Zusätzliche Informationen bei horizontaler Installation von DF-Systemen 	 7
Das Verbindungsset 	 7
Angaben zur Größe der Montagesätze 	 8
Dachbefestigung Schrägdach (Ziegel) 	 9
Dachbefestigung Schrägdach (Biberschwanz, Dachpappe) 	 10
Schräg- oder Flachdachmontage mit Bolzen 	 11
Flachdachaufständerung 	 12
Fassadenset 	 13
Montage des Kollektors
Installieren der ersten Röhre 	 14
Installieren weiterer Röhren 	 15
Wichtige Anschlussinformationen vorab 	 16
Das Anschlussset 	 16
Der Rücklaufanschluss 	 16
Der Vorlaufanschluss 	 17
Einsatz des Kreuzstückes KSK0354 	 17
Wichtige Hinweise zur Dimensionierung und Montage des Anlagenzubehörs
	 Rohrleitungen 	 18
	 Die Solarstation 	 19
	 Das Sicherheitsventil 	 19
	 Die Montage von Vorschaltgefäß (VSG) und Membran-ausdehnungsgefäß (MAG) 	 20
	 Verhinderung der Stagnation bei Varisol DF 	 21
	 Das Steuergerät 	 22
	 Inbetriebnahme des Systems / Systemdruck 	 24
	 Füllen des Kreislaufs/ Druckprobe 	 25
	 Einstellen der Durchflussmenge 	 26
	 Luft im System 	 26
	 Außerbetriebsetzung des Systems 	 26
	 Entsorgung 	 26
	 Informationen zum Recycling 	 27
	 Entsorgung von Solar-Frostschutzlösung 	 28
	 Pflege und Wartung 	 28
	 Technische Daten 	 29
	 Garantieerklärung 	 30
	 Wartungsplan 	 31
Inhalt
3
Thermische Solaranlagen müssen vor Beginn der Installation korrekt entworfen und
dimensioniert werden. Eine sorgfältige Planung stellt sicher, dass eine Anlage die korrekte
Größe hat, um über Jahre eine optimale Leistung und somit einen Großteil oder das gesamte
benötigte Warmwasser zu liefern. Für die Monate mit geringer Sonneneinstrahlung wird indes
ein zusätzliches Heizungssystem (z.B. Öl-, Gas-, Pelletkessel oder Wärmepumpe) benötigt.
In dieser Anleitung wird illustriert und erläutert, wie ein System installiert werden muss,
damit es mit den Herstellervorgaben der Kingspan Environmental für den Varisol Kollektor
konform ist.
Verwendung dieses Handbuchs
Auf den folgenden Seiten werden die einzelnen Schritte der Installation einer thermischen
Solaranlage beschrieben. Soweit erforderlich, wird anhand von Zeichnungen erklärt, wie
die relevanten Bauteile montiert werden. Weiterhin enthält das Handbuch allgemeine
Empfehlungen und wichtige Sicherheitshinweise, denen Folge zu leisten ist.
Diese Version des Handbuchs ersetzt die älteren Versionen.
Handhabung der Komponenten
❱❱ Transportieren Sie die Pakete mit den Vakuumröhren horizontal.
❱❱ Legen Sie keine schweren Gegenstände auf die Pakete der Vakuumröhren.
❱❱ Benutzen Sie zum Öffnen der Pakete keine scharfkantigen Gegenstände und gehen Sie
vorsichtig vor, um Kratzer und Schläge auf das Glas zu vermeiden.
Einbauempfehlungen
❱❱ Das Auspacken und Einbauen der Vakuumröhren sollte erst nach Abschluss der Arbeiten am
Dachbefestigungssatz und den Rohrleitungen erfolgen.
❱❱ Setzen Sie den Kollektor nicht der Sonneneinstrahlung aus, wenn der Solarkreislauf entleert
wurde. Entleerte Kollektoren müssen abgedeckt werden, um eine dauerhafte Beschädigung zu
verhindern.
❱❱ Varisol HP Vakuumröhren können erst ab einem vertikalen Winkel von 20 Grad bis max. 88
Grad montiert werden.
❱❱ Die Vakuumröhren können auch nach dem Befüllen der Anlage zum Justieren gedreht werden,
die TiNOX-beschichtete Seite des Absorbers (dunkelblau) ist die aktive Fläche.
❱❱ Ein Kühlkreislauf zur Verhinderung von Stagnation wird empfohlen.
❱❱ In einem DF System ist ein Kühlkreislauf vorzusehen, wenn häufige oder längere Stagnationen
zu erwarten sind.
❱❱ Entsprechend den lokalen Bestimmungen sind die Rohrleitungen des Systems zu erden und der
Kollektor selbst gegen Blitzeinschlag zu schützen
Für weitere technische Unterstützung wenden Sie sich bitte an die folgenden Nummern: +49 (0)
6102 36867 00.
Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen
Die Montage einer thermischen Solaranlage muss unter Beachtung der gesetzlich geltenden
Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften und entsprechend den lokalen Baugesetzen bzw.
-vorschriften durchgeführt werden.
Die zum Einbau des Steuergeräts erforderlichen Elektroarbeiten müssen von einem
qualifizierten Elektrofachbetrieb oder Elektrofachandwerker durchgeführt werden.
Einleitung
01
Varisol Montageanleitung
4
Solarstation
Varisol Vakuumröhre
mit Sammler
Lieferumfang des Standardkollektors
Steuergerät Dachbefestigungssatz
Flexible Anschlüsse
Vorschaltgefäß (VSG) für
Membranausdehnungsgefäß
(MAG)
Tyfocor® LS
Anschlusssatz
Installationswerkzeug
Über die hier abgebildeten Komponenten hinaus ist weiteres und umfangreiches
Installationsmaterial und Zubehör erhältlich
02
Isolierung für Anschluss-Satz Mikroblasenluftabscheider
(optional)
5
Wichtige Vorabinformationen für die Installation
Installationsmaterial und –arten der Rohrleitungen
Für die Verrohrung einer thermischen Solaranlage dürfen nur Materialen und Montage-
systeme verwendet werden, die den thermischen Belastungen standhalten und keine negative
chemische Wirkung auf die Solarflüssigkeit ausüben. So sind für die Verrohrung nur unverzinkte
Stahlrohre, Edelstahl- und Kupferrohre zulässig. Keinesfalls dürfen Rohreaus Kunststoff
(PEX), Metallverbundrohr (PEX-ALU-PEX), verzinktem Stahlrohr oder anderen unzulässigen
Materialien verwendet werden.
Als Montagesysteme sind Gewinde- und Klemmringverschraubungen, Hartlöten oder Press-
verbindungen zulässig. Dabei ist zu beachten, dass die Pressfittinge für den Solarbetrieb
zugelassen, andere Fittinge nicht verzinkt sind. Weichlotverbindungen sind nicht zulässig. Die
Isolierung der Rohrleitungen muss mit geeignetem, hochtemperaturbeständigem Material
durchgeführt werden, um Ertragsverluste zu vermeiden. Einzig die Zuleitung zu VSG und MAG
darf nicht isoliert werden.
Dimensionierung der Rohrdurchmesser
In Abhängigkeit zur Kollektorfläche bedarf es einer vorgeschriebenen Durchflussmenge
innerhalb des Kollektors, um eine optimalen Wärmeübergang zu gewährleisten. Kleine
Durchflussmengen, bei zugleich zu groß gewählten Rohrdurchmessern, wirken sich aller-dings
negativ auf die Fließgeschwindigkeit des Solarfluids aus und bewirken, dass der Abtransport
von Luftansammlungen im System nicht gewährleistet ist (weitere Hinweise im Kapitel „Luft
im System“, S.25). Die folgende Tabelle listet eine Auswahl an Kollektorflächen inklusive der
optimalen Rohrdimensionen auf. Werden zu große Rohrquerschnitte gewählt, sind Entlüftungen
im System vorzusehen (Hochpunkte sollten generell entlüftet werden). Zu klein gewählte
Rohrquerschnitte führen zu störenden Fließgeräuschen.
Druckabfall - Tyfocor LS
HP
Druckabfall
mbar
2
3.5
10
21
35*
53
80*
110*
153
DF
Druckabfall
mbar
1 60 15 2
2 120 15 3.5
3 180 15 10
4 240 18 21
5 300 18 35*
6 360 18 53
7 420 18 80*
8 480 18 110*
9 540 22 153
Kollektorfläche
m²
Zulauf-
geschwindigkeit
l/h
Rohr-
Außendurchmesser
mm
* Entsprechend gekennzeichnete Abbildungen sind Schätzungen auf der Basis anderer Messungen
03
Varisol Montageanleitung
6
Dimensionierung der Sicherheitsvorrichtungen
Membranausdehnungsgefäß (MAG) und Vorschaltgefäß (VSG)
Die Dimensionierung des Membranausdehnungsgefäßes (analog DIN 4807, VDI 6002) erfolgt
in Abhängigkeit von verschieden Systemparametern (u.a. Systemdruck, Flüssig-keitsvolumen,
Kollektortyp). Das MAG muss im Stagnationsfall in der Lage sein, ein ge-wisses Flüssigkeits
und Dampfvolumen zur Druckhaltung aufzunehmen. Vorschaltgefäße (VSG) hingegen dienen
dem Schutz der Membran des MAG (gemäß DIN 4807 Teil 3, DIN EN 13831) vor unzulässiger
Temperaturbelastung. Vor allem bei kurzen Leitungswegen, geringen Systemvolumina oder
großen Kollektorflächen ist das VSG einzusetzen. Bei Varisol DF-Anlagen ist das Vorschaltgefäß
grundsätzlich zu montieren. Das VSG hält eine Flüssigkeitsvorlage bereit, die eintretende, heiße
Systemflüssigkeit abkühlt und somit die Membran des MAG schützt. Weiterhin sorgt es dafür,
dass eintretender Dampf kondensiert und nicht zum MAG vordringen kann. Die Größe des VSG
beträgt ca. die Hälfte des Nutzvolumens des MAGs. (weitere Hinweise im Kapitel zu MAG und
VSG, S. 19 ff.)
In der folgenden Tabelle sind verschiedene Standartsystemkombinationen aufgeführt. Diese
dienen als Richtlinie und basieren auf folgenden Parametern: mittleres Systemvolumen von
17l, Systemdruck auf Kollektorhöhe 1 bar, statische Höhe 5 m. Es empfiehlt sich, diese Angaben
anhand des jeweiligen Bauvorhabens zu überprüfen und gegebenenfalls nachzurechnen.
Dimensionierung der AusdehnungsgefäßeDimensionierung der DF Ausdehnungsgefäße
1 5 18 5
2 5 18 5
3 5 25 8
4 5 25 8
5 5 35 12
6 5 35 12
7 5 35 12
8 5 50 18
9 5 50 18
Dimensionierung der HP Ausdehnungsgefäße
1 5 12
2 5 12
3 5 12
4 5 12
5 5 12
6 5 18
7 5 18
8 5 18
9 5 18
Kollektorfläche
m²
Statische Höhe
in m
Ausdehnungsbe-
hältergröße l
Kollektorfläche
m²
Statische Höhe
in m
Ausdehnungsbe-
hältergröße l
Kühlbehälter-
größe in ll
Für mittelgroße Systeme muss das Ausdehnungsgefäß durch Aufrunden der Fläche auf ganze m² gewählt werden. Alle oben angegebenen
Größen wurden beispielsweise für ein Systemvolumen von 17 l berechnet. Bei größeren Volumen muss die Größe des Ausdehnungsbehälters neu
berechnet werden. Die Größe des Vorschaltgefäßes hängt von den Rohrgrößen ab und kann von Fall zu Fall berechnet oder anhand der Tabelle
als Richtlinie ausgewählt werden
04
7
Verhinderung von Schwerkraftzirkulation im System
Um eine ungewollte Schwerkraftzirkulation des Systems zu vermeiden, bietet es sich an, die
Rohrleitung vor dem Speicherzulauf als Thermosiphon auszubilden. Dies ist eine einfache
Lösung, Wärmeverluste durch Konvektion im System zu unterbinden
Zwar besitzen die Solarstationen von Kingspan Environmental Rückschlagklappen, deren
Funktion kann jedoch (z.B. durch Schmutz in der Anlage) beeinträchtigt sein. Für diesen Fall, und
auch bei Einsatz anderer Pumpenbaugruppen ohne Rückschlagklappen, ist die Ausbildung eines
Thermosiphons empfohlen.
Der Hochpunkt am Speicherausgang ist mit einer Entlüftungsmöglichkeit zu versehen.
05
Varisol Montageanleitung
8
3
1
2
5
4
Allgemeine Informationen -
Installationsoptionen
Die Varisol Produktpalette ist mit einer
Auswahl von Befestigungen zur Montage auf
unterschiedliche Dachtypen und an Fassaden
erhältlich. Die am häufigsten verwendeten
Befestigungen1) werden im folgenden Abschnitt
illustriert und mit den entsprechenden
Artikelnummern erläutert.
Befestigungssätze
Befestigungsoption Artikelnr Beschreibung
Geeignet
für HP
Geeignet
DF
1
KSK0096 Varisol 10 Dachbefestigung
Schrägdach
J J
KSK0097 Varisol 20 Dachbefestigung
Schrägdach
J J
KSK0098 Varisol 30 Dachbefestigung
Schrägdach
J J
KSK0062 Varisol 10 Dachbefestigung
Schrägdach mittels Bolzen
J J
KSK0063 Varisol 20 Dachbefestigung
Schrägdach mittels Bolzen
J J
KSK0064 Varisol 30 Dachbefestigung
Schrägdach mittels Bolzen
J J
2
KSK0042 Varisol 10
Flachdachaufständerung
J2
J3
KSK0043 Varisol 20
Flachdachaufständerung
J2
J3
KSK0044 Varisol 30
Flachdachaufständerung
J2
J3
3, 4
KSK0065 Varisol 10 Fassadenbesfestigung N J
KSK0066 Varisol 20 Fassadenbesfestigung N J
KSK0067 Varisol 30 Fassadenbesfestigung N J
5
KSK0065 Varisol 10 Fassadenbesfestigung J4
J
KSK0066 Varisol 20 Fassadenbesfestigung J4
J
KSK0067 Varisol 30 Fassadenbesfestigung J4
J
06
1.	 	Weitere Befestigungen erhältlich, Sonderanfertigungen auf Anfrage (gegen Aufpreis).
2.		Nur vertikale Röhrenmontage ab einem Winkel von 20 Grad.
3.		Bei vertikaler Röhrenmontage kann ab einem Winkel von 20 Grad das HP System verwendet werden.
4.		Nur vertikale Röhremontage, Neigung zur lotrechten Fassade mindestens 2 Grad.
9
Minimaler Neigungswinkel 2˚
Minimaler Neigungswinkel 2˚
2°Min
Flachdachinstallation horizontal Fassadeninstallation horizontal
2°Min
Bei allen Installationen, bei denen der Kollektor horizontal an einer Fassade oder flach
auf einer Dachfläche montiert werden soll, ist aus technischen Gründen das Varisol
DF-System zu verwenden. Der Kollektor muss so ausgerichtet werden, dass die Luft zum
Sammler geleitet wird und dort, am höchsten Punkt, mittels Entlüfter abgeführt werden
kann. In diesem Fall ist ein minimaler Neigungswinkel von 2 Grad vorgeschrieben
Zusätzliche Informationen bei horizontaler
Installationen von DF-Systemen
Das Verbindungsset
Das modulare Varisol-System ermöglicht den Aufbau von Kollektoren bis zu 150
Röhren. Um diese montieren zu können, müssen die vorhandenen 10/20 und 30-Röhren
Profilschienen der Befestigungssätze gegebenenfalls gekürzt und dann miteinander
verbunden werden. Zur Verbindung der Befestigungssätze dient das Verbindungsset
KSK0045.
Das Verbindungsset ist notwendig, um der Konstruktion die
erforderliche Stabilität zu verleihen und die Trageschienen
in einer Flucht zu montieren, damit der Kollektor sicher und
spannungsfrei befestigt werden kann.
07
Varisol Montageanleitung
10
Rechenbeispiele:
❱❱ 18-Röhren-Kollektor: Zurechtschneiden einer Profilschiene für 20 Röhren auf 1281 mm
❱❱ 44-Röhren-Kollektor: Verbinden einer 20-Röhren Profilschiene mit einer 30-Röhren
Profilschiene, wobei die 30er Profilschiene auf 1708mm zurecht zu schneiden ist.
❱❱ Bei einer Schrägdachmontage muss der Sparrenabstand beim Aufbau des
Befestigungssystems berücksichtigt werden, um den vorgeschriebenen Abstand der
Seitenschienen zu gewährleisten.
Angaben zur Größe der Montagesätze
					
	 0,1	1		 71
	0,2	 2		 142
	0,3	 3		 214
	0,4	 4	 10er Profilschiene	285
	 0,5	 5	 712 mm	 356
	0,6	 6		 427
	0,7	 7		 498
	0,8	 8		 569	 350-450
	0,9	 9		 640	 350-550
	1	 10		 712	 500-600
	1,1	 11		 783	 500-600
	1,2	 12		 854	 500-600
	1,3	 13		 926	 500-700
	1,4	 14		 997	 500-700
	1,5	 15	 20er Profilschiene	1068	 600-800
	 1,6	 16	 1423 mm	 1139	 600-900
	1,7	 17		 1210	 600-900
	1,8	 18		 1281	 600-1000
	1,9	 19		 1352	 600-1000
	2	 20		 1423	 600-1100
	2,1	 21		 1494	 700-1200
	2,2	 22		 1565	 700-1200
	2,3	 23		 1637	 700-1200
	2,4	 24		 1708	 700-1200
	2,5	 25	 30er Profilschiene	1779	 700-1200
	 2,6	 26	 2135 mm	 1850	 800-1300
	2,7	 27		 1921	 800-1300
	2,8	 28		 1992	 800-1400
	2,9	 29		 2063	 800-1400
	3	 30		 2135	 800-1400
Kollektorfläche
m²
Anzahl Rohre Kit-Typ Erforderliche
Länge der
Stützschienen mm
Abstand der
Seitenschienen
mm
Die folgende Tabelle zeigt die erforderlichen Profilschienenlängen und erleichtert die
Zusammenstellung von unterschiedlichen Kollektoren.08
1109
Dachbefestigung Schrägdach (Ziegel)
KSK0098-KSK0096
Zur Montage dieser Dachgestelle den Dachhaken KSK0132 und das beiliegende
Schraubenset zum Verbinden der beiden Komponenten nutzen.
Varisol Montageanleitung
12
Dachbefestigung Schrägdach (Biberschwanz, Dachpappe)
10
13
Schräg- oder Flachdachmontage mit Bolzen
KSK0062-64
11
Varisol Montageanleitung
14
Flachdachaufständerung
Flachdachmontageset
F
E
D
C
B
A
1 2
3 4
5 6
F
A
D
H,I,JK
x2
x2
x4
400 – 600mm (10)
600 – 1000mm (20)
800 – 1400mm (30)
1400 – 1700mm
G
E
H
K
B
I
C
F
I
x2
A
x2
51mm
44mm
J
I
G
G
KSK0042 – (1-10)
KSK0043 – (11-20)
KSK0044 – (21-30)
12
15
Fassadenmontageset
FE
DC
B
A
1 2
3 4
5 6
x4
N x 70.9mm
1400 – 1600mm
G H
53mm +/-10mm
Fassadenset
13
Varisol Montageanleitung
16
Montage des Kollektors
Installieren der ersten Röhre
1.		Mit dem Aufbau des Varisol-Kollektors immer an der linken Seite des Kollektors beginnen,
die erste Vakuumröhre auf der Stützschiene positionieren und durch leichten Druck auf den
oberen Druckpunkt (siehe Zeichnung) zum Einrasten bringen.
2.		Die untere Halteklammer ausrichten und ebenfalls durch leichten Druck einrasten lassen.
Auch hier nur im Bereich der Halteklammer drücken (siehe Zeichnung).
3.		Den Sammlerkörper und die Halteklammer jeweils mit einer Schraube M8x16 an der Schiene
befestigen, wie nachfolgend gezeigt.
14
1715
1.		Entfernen der Schutzfolie
vom Dornende des Sammlers
der zweiten Röhre. Diese
dann in einem Winkel von ca.
50° gegenüber der bereits
montierten Röhre ansetzen,
die Markierungen am
Sammlergehäuse dienen zur
Orientierung.
2.		Die Sammler der beiden
Röhren verbinden. Dafür wird
das Dornende der zweiten
Röhre axial in das Muffenstück
der bereits montierten
eingeführt.
3.		Die zweite Röhre parallel zur
ersten Röhre drehen.
4.		Die Position des oberen
Kunststoffgehäuses und der
unteren Röhren-Stützklammer
in der Schiene beachten.
5.		Die oberen und unteren
Anschlussstücke in die
Stützschiene drücken
6.		Mit den weiteren Röhren
fortfahren.
7.		Die letzte Röhre mit der
Schraube M8, der Unterleg-
scheibe und Mutter jeweils an
Position X und Y befestigen
Bitte beachten: Nur der erste und letzte
Sammlerkörper sowie die erste und
letzte Halteklammer müssen mit der
Schiene verschraubt werden. Bei großen
Kollektoren und zusammen-gesetzten
Dachbefestigungen auch zwischendurch.
Installieren weiterer Röhren
DRÜCKEN
DRÜCKEN
50˚2
1
Y
X
VORLAUF
(warm)
RÜCKLAUF
(kalt)
Varisol Montageanleitung
18
Das Anschlussset
Für den Anschluss des Kollektors an das Rohrsystem stehen folgende Komponenten zur
Verfügung
A B C D E F G H I
Die Komponente G ist doppelt vorhanden. Überprüfen sie auf Vollzähligkeit.
Der Rücklaufanschluss (kaltes Fluid vom Solarspeicher)
E
G
A
D
(Nur für DF)
F
I
Anzahl Röhren
1. 		Wählen Sie die Komponenten A, G und E
aus und setzen Sie diese zusammen. Bei
einem Varisol DF System wählen Sie nun
zusätzlich die Komponente D.
2. 	Öffnen Sie den Deckel an der linken
Kollektorseite
3. 	Setzen Sie nun, bei einem Varisol DF
System, die Dichtung D ein. Damit
wird die obere Kammer des Sammlers
blockiert.
4. 	Stecken Sie das Anschlussstück A auf
den Dorn und fixieren Sie dies mit der
Klammer F.
5. 	Stellen Sie sicher, dass die Klammer F
unten am Gehäuse herausragt.
6. 	Füllen Sie das Technik-Etikett aus und
bringen dieses an.
7. 		Schließen Sie den Deckel und sichern
diesen wieder mit der Schraube
16
Wichtige Anschlussinformationen vorab
Bei allen Solaranlagen und auf den folgenden Seiten bezeichnet der Vorlauf die
Anschlussseite des Kollektors, an der die erwärmte Flüssigkeit austritt und zum Solarspeicher
transportiert wird. An dieser Anschlussseite muss der Temperaturfühler in Kollektorrichtung
montiert werden. Mit Rücklauf wird die Anschluss-Seite bezeichnet, in der das Solarfluid vom
Solarspeicher zurückfließt und zum Wiederaufheizen in den Kollektor eintritt.
Bei Varisol DF Kollektoren ist aus technischen Gründen der Vorlauf immer rechtsseitig, der
Rücklauf linksseitig zu montieren. Bei horizontaler Fassadenmontage muss der Sammler
linksseitig montiert werden, der Temperaturfühler befindet sich dann oben (thermischer
Auftrieb). Bei Varisol HP Kollektoren ist die Position von Vor- und Rücklauf frei wählbar.
19
C
(Nur für DF)
17
Der Vorlaufanschluss (warmes Fluid zum Solarspeicher)
1. 		Wählen Sie die Komponenten B, G und
H aus und setzen Sie diese zusammen.
Beachten Sie, dass die Tauchhülse des
Temperaturfühlers in Richtung der
Komponente B montiert wird und somit
in den Kollektor ragt. Bei einem Varisol
DF System wählen Sie nun zusätzlich die
Komponente C.
2. 	Entfernen Sie die Klammer an der
rechten Seite des Sammlers.
3. 	Setzen Sie nun, bei einem Varisol DF
System, die Dichtung C ein. Damit wird
die untere Kammer des Sammlers
blockiert.
4. 	Führen Sie die Komponente B in das
Muffenende des Kollektors ein und
fixieren Sie dieses wieder mit der
Klammer.
B
G
H
Einsatz des Kreuzstückes KSK0354
Bildet der Kollektor im (Rohr-)System den Hochpunkt und / oder ist
aus Installationsgründen (Rohrleitungs-führung, Rohrquerschnitt) mit
einem schlechten oder keinem Abtransport von Luft zu rechnen, ist
das Anschluss-T-Stück am Vorlauf durch das Kreuzstück KSK0354 zu
ersetzen, um eine Entlüftungsmöglichkeit des Systems zu schaffen. Dabei
sind die Fühlertauchhülse und der Entlüfter vom T-Stück zu übernehmen.
Varisol Montageanleitung
20
Wichtige Hinweise zur Dimensionierung
und Montage des Anlagenzubehörs
Rohrleitungen
Die Rohrleitungen einer solarthermischen Anlage sind so zu dimensionieren, dass bei
kleinen und mittleren Kollektor eine mittlere Fließgeschwindigkeit von 0,7m/s im System
vorliegt. Weitaus höhere Fließgeschwindigkeiten, wegen zu kleiner Rohrquerschnitte, können
zu störenden Fließgeräuschen führen. Zu große Querschnitte führen indes dazu, dass die
Fließgeschwindigkeit unter einem Wert gerät, in dem Luft, die sich im System befindet, nicht
mehr mitgerissen wird und zu Leistungsverlusten bis zum Stillstand des Systems führen kann.
Auf den richtigen Rohrquerschnitt (s. „Dimensionierung der Rohrdurchmesser“, S. 3) ist also zu
achten, Hochpunkte im System sind mit einer adäquaten Entlüftungsmöglichkeit zu versehen.
18
2119
Schlüssel
1	Ablassanschluss
2	Füllanschluss
3	Durchflussmesser
4	Absperrventil
5	 Pumpe mit Motor
6	 6 bar Druckbegrenzungsventil
7	Ausdehnungsgefäß-Anschluss
8	Druckanzeige
9	 22-mm-Anschlüsse (x 4)
10	Temperaturanzeige
11	Luftabscheider
12	Instrumentenisolierung
13	Druckbegrenzungsablass
8
13
Solarstation
69
9
8
7
5
4
3 3
2
1 1
24
5
7
9
9
6
11
12
13
10 10
12
Bei direktdurchflossenen Vakuumröhren sind zwingend Kingspan Solarstationen oder Baugruppen
gleicher Bauart einzusetzen. Die Kingspan Solarstationen gibt es sowohl als Ein- und Zweistrang-
Pumpenbaugruppen. Jede Pumpenstation ist in verschiedenen Größen erhältlich.
Die pro Quadratmeter Kollektorfläche erforderliche Durchflussmenge beträgt 1 Liter pro Minute,
für Systeme bis zu 12m2. Bei Standartsystemen ist in diesem Fall die Solarstation mit 2-12l/min
Förderleistung ausreichend.
Die Anschlüsse für Zulauf- und Rücklaufrohre zur Pumpenstation werden mit einer DN
22mm Standard-Schneidringverschraubung ausgeliefert und müssen mittels Klemmring oder
Reduzierung an das Rohrsystem angepasst werden.
Das Sicherheitsventil
Das Sicherheitsventil (SV) der Solarstation begrenzt den maximalen. Druck des Systems auf 6 bar.
Bei Überdruck öffnet das SV und verhindert durch das Ablassen überschüssiger Solarflüssigkeit
einen Defekt an den Komponenten des Systems. Aus diesem Grund darf der Auslass des SV
nicht verschlossen werden. Weiterhin sollte durch die Montage einer geeigneten Sammelleitung
(temperatur- und glykolbeständig, gerade Kupferleitung und nicht weniger als 28mm
Durchmesser)und eines Sammelgefäßes gewährleistet werden, dass das abgelassene Solarfluid
aufgefangen wird. Das Sammelgefäß muss ebenfalls temperatur- und glykolbeständig sein.
Das austretende Solarfluid darf nicht in das Abwassersystem oder einen anderen
Wasserkreislauf entleert oder geleitet werden.
Varisol Montageanleitung
22 Das Ausdehnungsgefäß muss sich unterhalb des Höhenniveaus der Verbindung zur Solarstation
befinden, um Lufteinschlüsse zu vermeiden. Das Standartset ermöglicht einen Anschluss an die
Solarstation, bei größeren Rohrquerschnitten und DF Anlagen sollte das VSG und MAG jedoch
oberhalb der Solarstation (mit dem gleichen Rohrquerschnitt der Hauptleitung) angeschlossen
werden. Dadurch wird ein größerer Volumenstrom garantiert und verhindert, dass heißes
Medium durch die Komponenten der Solar-station fließt und zu Schäden führt.
Achtung: Das MAG wird mit einem werksseitig eingestelltem Vordruck angeliefert und muss
vor der Inbetriebnahme dem Systemdruck angepasst werden, andernfalls ist das MAG ohne
Funktion.
Lieferumfang Standartset inklusive Anschlussschläuche und Halterungen VSG und MAG (ohne
Ablaufrohr zum Auffangbehälter)
Die Montage von Vorschaltgefäß (VSG) und
Membranausdehnungs gefäß (MAG)
VSG
(Nur DF)
1
2
6
4
2
3
5
1 	 SV-Ablass
2 	 Wandhalter (im Lieferumfang)
3 	 Auffangbehälter
4 	 VSG-Kit
5 	 MAG
6 	 Solarstation
Beispiel Anschluss VSG / MAG mit
Standfüßen Achtung: Das VSG
keinesfalls mit den Standfüssen
an der Wand montieren
Beispiel Anschluss
oberhalb der Solarstation:
20
2321
Verhinderung der Stagnation (bei Varisol DF)
Eine Stagnation ist eine übermäßige Erhöhung der Temperatur am Kollektor wegen fehlender
Wärmeabnahme. Diese wirkt sich negativ auf die Lebensdauer und physikalischen Eigen-
schaften des Solarfluids aus. Ursächlich für eine Stagnation können mehrere Faktoren sein. So
kann eine mangelhafte Installation und Luft in der Anlage dazu führen, dass der Kreislauf des
Fluids unterbrochen wird und die Anlage stagniert. In diesem Fall muss die Anlage kontrolliert
und nachgearbeitet werden (siehe “Luft im System”, S. 25)
Eine fehlende Brauchwasserabnahme aufgrund längerer Abwesenheit (Urlaub) oder ein
bewusst überdimensionierter Kollektor führen in den Sommermonaten ebenfalls zu einem
Überschuss an Wärmeenergie, die abgeführt werden muss.
Sind Stagnationen zu erwarten oder kalkuliert, ist der Einbau eines Stagnationskühlers
erforderlich. Als Richtwert gilt hier eine Kühlleistung von 420W/m2 installierter Kollektorfläche.
Für die Verhinderung von Stagnationen gibt es verschiedene Strategien. Die folgende
Zeichnung zeigt beispielhaft den simplen Aufbau einer Solaranlage mit integriertem
Stagnationskühler, der über ein Thermostatmischventil über die Temperatur oder einem
Dreiwegeventil und dem Solarsteuergerät geregelt werden kann.
Achtung: Stagnationskühler sind so zu montieren, dass ein Verbrühen durch versehentliches
Berühren vermieden wird.
Für weitere Kühlstrategien und Fragen kontaktieren Sie bitte die Technik.
Varisol Montageanleitung
24
Das Steuergerät
Alle Elektroarbeiten zur Montage des Steuergerätes müssen von einem autorisierten
Elektrofachbetrieb und qualifiziertem Elektrofachpersonal durchgeführt werden.
Bitte beachten Sie, dass aus Sicherheitsgründen die Verkabelung von Pumpen,
Dreiwegeventilen und Temperaturfühlern vor dem Anschluss des Steuergerätes an die
Stromversorgung durchzuführen ist.
WICHTIG: Das Steuergerät muss über eine permanente elektrische Stromver-sorgung verfügen.
Werden Arbeiten an der elektrischen Anlage des Gebäudes durchgeführt, die eine Abschaltung
der Stromversorgung erfordern, sind die Kollektoren abzudecken oder das System zu entleeren.
Für weitere Informationen bezüglich der Montage, Inbetriebnahme und Funktionen des
Steuergerätes nutzen Sie bitte das Installations- und Bedienungshandbuch Ihres Steuer-gerätes.
Das folgende Kapitel zeigt das einfache Verdrahtungsschema eines Kingspan Steuergerätes SC
400/500.
22
25
Belegung der Anschlussklemmen
1	 Klemmenblock Netzanschlüsse:
	 L 	 1x Phasenleiter (Netzeingang)
	 R1, R2 	 2x Ausgang (Triac, für Pumpen oder Ventile)
	 X 	 nicht belegt
	L const. 	 2x Phasenleiter (Ausgänge, Dauerspannung)
	 N 	 4x Nullleiter (gemeinsame Nullleiter für Netzeingang und Ausgänge)
	 Hinweis 	 Die Ausgänge R1 und R2 sind über eine elektronische Sicherung geschützt.
2	 Klemmenblock Schutzleiter:
	 PE 	 4x Schutzerde (gemeinsame Schutzerde für Klemmenblock Netzanschlüsse)
3	 Klemmenblock Signale:
	 1 – 4 	 4x Fühlereingang (Temperaturfühler Pt1000)
	 5 	 1x Fühlereingang (Temperaturfühler Pt1000 oder Eingang für Impulswasserzähler)
	 RS 	 1x Signalausgang (potentialfreier Relaiskontakt für Schutzkleinspannungen)
	 PWM R1, R2 2x Steuerausgang (Steuern von Hocheffizienzpumpen)
	 7x Masse (gemeinsame Masse für Fühlereingänge und Steuerausgänge)
4	 Stiftleiste, nur für interne Verwendung
5	 Leitungsöffnungen an Gehäuserückwand
6	Zugentlastungen oben (2 identische Kunststoffbrücken mit je 2 Zugentlastungen, im Lieferumfang enthalten)
7	 Zugentlastungen unten
8	 Leitungsöffnungen an Gehäuseunterseite
Anschlussklemmen im unteren Teil des Reglers
(Klemmenabdeckung entfernt)
Das folgende Schema zeigt die Klemmenbelegung eines einfachen Systems mit einem Kollektor,
einem Speicher, einer Hocheffizienzpumpe und zwei Fühlern (Kollektor- und Speicherfühler).
23
Pumpleistung (Solpump) (UPM3 25-75) 20W
Pumpleistung (Solpump) (YONOS PARA ST/ 25-75) 25W
Standby-Leistung (Solstandby) (SC400/500) 0.8W
für die Energiekennzeichnung
Varisol Montageanleitung
26
Nutzen Sie für den Anschluss der für das System erforderlichen Fühler und Pumpe folgende
Klemmen, wählen Sie bei der Inbetriebnahme des Steuergerätes das System 1.1 im Menü des
Gerätes aus.
Für eine sorgfältige Inbetriebnahme
des Steuergerätes lesen sie nun die
Bedienungsanleitung des Gerätes. Ist
ein anderes als das hier beschriebene
System erforderlich, entnehmen Sie
diese Informationen ebenfalls dieser
Bedienungsanleitung.
Inbetriebnahme des Systems / Systemdruck
Wichtige Schritte vor Befüllen der Anlage
1. 		Prüfen Sie, ob alle notwendigen Installationsarbeiten abgeschlossen sind.
2. 	Prüfen Sie, ob die Elektroarbeiten abgeschlossen sind, das Steuergerät bereit ist.
3. 	Überprüfen Sie den Vordruck des MAG
(0,2 bar unterhalb des Systemdrucks)
Der empfohlene Systemdruck (Manometer Solarstation) errechnet sich wie folgt: 1 bar (Druck
Kollektor) + 0,1 bar je 1 Meter statischer Höhe zum Manometer
4. 	Füllen Sie die Anlage nicht bei hoher Einstrahlung ohne die Röhren abzudecken oder zu
drehen.
24
27
Für das Befüllen mit Tyfocor® LS und den Druckaufbau ist eine geeignete Spül- und
Füllvorrichtung zu verwenden. Drücken Sie den Kollektor keinesfalls mit Luft ab! Gehen Sie wie
folgt vor:
1. 		 Schließen Sie die Spül- und Füllvorrichtung an den Durchflussregler der Solarstation an.
2. 	 Öffnen Sie die Füll- und Ablassventile, damit die Flüssigkeit im Solarkreislauf zirkulieren kann.
3. 	 Drehen Sie die Kugelhähne mit den Thermometern um 45° im Uhrzeigersinn.
4. 	 Schließen Sie das Absperrventil oberhalb des Sichtfensters des Durchflussreglers, um
sicherzustellen, dass die gesamte Flüssigkeit und Luft durch die Füllvorrichtung strömt.
5. 	 Schalten Sie die Füllvorrichtung ein und die lassen Sie die Wärmeträgerflüssigkeit Tyfocor®
LS ca. 20 Minuten zirkulieren. Dabei muss gewährleistet sein, dass stets ausreichend Fluid im
Behälter der Füllvorrichtung vorhanden ist.
6. 	 Das Absperrventil periodisch öffnen und schließen, um Luftblasen in Umlauf zu bringen, die
sich im Schauglas angesammelt haben.
7. 		 Sobald der Solarkreislauf entlüftet ist, den unteren Anschluss bzw. Ablass schließen – das
Füllgerät mit beginnt dem Druckaufbau im Solarkreislauf.
8. 	 Absperrventil oberhalb des Durchflussreglers vollständig öffnen.
9. 	 Den Solarkreis füllen, bis die Druckanzeige den erforderlichen Druck übersteigen beginnt.
Nun die Pumpe ausschalten und den Füllanschluss sofort schließen. Die Rohrverbindungen
des Solarkreislaufs auf Undichtigkeiten und nach 30 min prüfen, dass der Druck konstant
geblieben ist.
10. Ist die Installation fehlerfrei , den Druck durch Öffnen des Rücklaufanschlusses ablassen, bis
der erforderliche Systemdruck erreicht ist.
11. 	 Die Kugelhähne mit den Thermometern in die Originalposition zurückstellen.
12. 	Das Füllgerät abgeklemmen, die Füll- und Ablasspunkte mit den mitgelieferten Messing-
abdeckungen verschließen.
Die Rohre am Spül- und
Füllgerät müssen wie in
der Abbildung gezeigt
angeschlossen werden:
Füllen des Kreislaufs/ Druckprobe
FÜLLANSCHLUSS
ABLASSANSCHLUSS
SPÜL- UND FÜLLGERÄT
25
Varisol Montageanleitung
28
Achtung: Betreiben Sie die Pumpe nur bei befülltem System, ein trocken laufen kann zu
Schäden am Gerät führen. Die empfohlene Durchflussmenge, für Systeme mit einer
Fläche bis zu 12m², beträgt:
1 l /min je m2
Solarfläche wobei 10 Röhren einer Fläche
von1 m2
entsprechen.
1. 		Stellen Sie die Pumpe mindestens auf Stufe 2 und schalten sie diese
mittels des Steuergerätes ein. Nutzen Sie dazu das Handbuch Ihrer
Steuergerätes
2. 	Ist die erforderliche Durchflussmenge überschritten, wird am
Durchflussregler die gewünschte Durch-flussmenge durch Drehen des
Absperrventils bei laufender Pumpe eingestellt.
3. 	Pumpe ausschalten. Hinweis: wird eine Drehzahlsteuerung des Systems
in Betracht gezogen, muss die Pumpe mindestens auf zweiter Stufe
gestellt werden, andernfalls kann das Steuergerät keine Reduzierung der
Drehzahl ansteuern.
Weitere Prüfungen bei Erstbetrieb:
❱❱ Prüfen Sie die Funktion der angeschlossenen Temperaturfühler auf Anzeige plausibler Werte;
❱❱ Prüfen Sie die Funktion angeschlossener Komponenten (Pumpen, Ventile) am Steuergerät;
❱❱ Entlüften Sie den Flaschenentlüfter der Solarstation;
❱❱ Prüfen auf Geräusche, die auf Luft im System hinweisen
Luft im System
Trotz eines fachgerecht durchgeführten Füll- und Spülvorganges wird es in der ersten Betriebszeit zu weiteren
Luftansammlungen im System kommen, die sich störend auf den Betrieb der Solaran-lage auswirken können. Die
Gründe können installationsbedingt sein (liegend montiertes Wellrohr, an dessen Hochsicken sich Luft schlecht
entfernen lässt), die Hauptursache liegt allerdings darin, dass durch das Füllen ein mit Sauerstoff angereichertes Fluid
(Mikroblasen) in das System gefüllt wurde. Diese Blasen sondern sich im Betrieb (bei Temperaturerhöhung) ab und
sammeln sich an Hochpunkten. Anfänglich ist die Anlage somit in kurzen Abständen zu kontrollieren und nachzuent-
lüften, bis sich ein luftfreies, ungesättigtes Fluid in der Anlage befindet. Dabei ist stets der System-druck im Auge zu
behalten und fehlendes Fluid mit einer Druckpumpe nachzufüllen. Ein erneuter Spülvorgang mit einer Umwälzung zum
Entfernen der Luftpolster fördert lediglich neue Luft in das System.
Außerbetriebsetzung des Systems
Die Temperaturen und der Anlagendruck kann bei Außerbetriebsetzung des Systems 170°C und 6 bar überschreiten.
Deshalb muss die Solaranlage von einem geschulten Fachmann außer Betrieb gesetzt werden. Der Rückbau des System
muss bei geringer Lichteinstrahlung, idealerweise früh morgens, wenn der Solarkreislauf am kühlsten ist, erfolgen.
1. 	Elektrische Installation
❱❱ Das Steuergerät vom Netz trennen
❱❱ Die Kabel zu den Komponenten (Pumpen, Ventile)
entfernen
❱❱ Die Temperaturfühler und zugehörigen Kabel
entfernen
❱❱ Die Erdungskabel entfernen
2. Kollektorkreislauf
❱❱ Vorsicht vor heißer Wärmeträgerflüssigkeit
❱❱ Den Kollektorkreislauf am Ablassventil ablassen.
Die Wärmeträgerflüssigkeit für ordnungsgemäße
Entsorgung auffangen.
❱❱ Die Rohrleitungen von der Sammelleitung trennen
3. 	Varisol Kollektor-Demontage
❱❱ M8-Schraube aus der Verteiler-Stütz-schiene an der
rechten Seite der Schiene entfernen.
❱❱ Röhrenhalterung an der Röhrenstütze lösen, nutzen
Sie dafür die Montagehilfe KSK0057.
❱❱ Die Varisol-Ausbauschiene entlang der Verteiler-
Stützschiene an der rechten Seite entlangführen.
❱❱ Jede Röhre einzeln um 50° nach oben drehen, bis
die Arretierungspfeile gleichmäßig ausgerichtet sind,
und eine Röhre von der übrigen Baugruppe lösen.
Sicherstellen, dass die Röhre gestützt wird; zum Lösen
nur am Verteiler Kraft aufwenden.
❱❱ Diesen Vorgang wiederholen, bis alle Röhren
❱❱ Von der Dachhalterung entfernt wurden. Dach-
halterung und Rohrdurchführungen zurückbauen.
Einstellen der Durchflussmenge
ABSPERRVENTIL
OFFEN GESCHLOSSEN
Entsorgung
Die Materialtrennung muss entsprechend den lokal gültigen Vorschriften zur Entsorgung von
Flüssigkeiten und Materialien erfolgen. Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Liste der bei der Konstruktion der
Varisol Kollektoren verwendeten Materialien und eine Anleitung zur Entsorgung des Frostschutzmittels.
26
29
Informationen zum Recycling
	Element-Nr. 	 Material
	 1 	 Aluminium
	 2 	 EPDM-Gummi
	 3 	 Bronze
	 4 	 PA66 30 % GF
	 5 	 PA66 Natürlich
	 6 	 Edelstahl
	 7 	 Kupfer
	 8 	 Glas
	 9 	 Messing
	 10 	 PPS
1
1 6
8
4
3
5
2
6
6
2
9
9
2
4
2
10
7
2
6
Varisol DF
	Element-Nr. 	 Material
	 2 	 EPDM-Gummi
	 4 	 PA66 30 % GF
	 6 	 Edelstahl
	 7 	 Kupfer
	 8 	 Glas
	 9 	 Messing
	 10 	 PPS
Varisol HP
27
Varisol Montageanleitung
30
Entsorgung des Solarfluids
Das zum Lieferumfang unserer Solarsysteme gehörende Solarfluid basiert auf der Grund-lage
von 1,2 Propylenglykol und Wasser. Die Lösung enthält zudem Korrosionsschutz-additive und
wurde speziell für den Einsatz in thermischen Solaranlagen mit erhöhten Temperaturen, wie
Vakuum-Röhrenkollektoren, entwickelt.
Propylenglykol wird vielfach in pharmazeutischen, Lebensmittel-, Kosmetik-, Körperpflege-,
Aromen- und Tiernahrungsanwendungen verwendet. Propylenglykol ist schwer flüchtig, aber
mit Wasser mischbar. Propylenglykol ist nicht schädlich für Wasserorganismen und leicht
biologisch abbaubar; Allerdings muss die Entsorgung der Lösung auf verantwortungsvolle
Weise erfolgen und die lokalen gesetzlichen Umweltschutz- und Sicherheitsbestimmungen
berücksichtigt werden.
Obwohl das Fluid nach den Direktiven der Europäischen Kommission nicht als Gefahrstoff
eingestuft wird, muss es gesondert entsorgt werden. Nähere Infor-mationen erhalten Sie bei
Ihren lokalen Entsorgungsunternehmen, die Propylen-glykol entsorgen dürfen. Eine Kopie des
Sicherheitsdatenblatts und der technischen Informationen der Europäischen Kommission ist
auf Anfrage erhältlich.
Es gibt eine Reihe von autorisierten Entsorgungsunternehmen, die Propylenglykol entsorgen
dürfen, eine Liste der Unternehmen erhalten Sie auf Anfrage unter: info@kingspansolar.de
Pflege und Wartung
Die Betreiber einer thermischen Solaranlage sollten die vom Steuergerät aufgezeichneten
Temperaturen regelmäßig prüfen. Durch einfaches Drücken der SET-Taste auf dem
Bedienpanel der von Kingspan gelieferten Steuergeräte kann die maximale und minimale
Kollektortemperatur seit dem letzten Zurücksetzen des Steuergeräts überprüft werden.
Werden übermäßige Kollektortemperaturen (über 170°C) aufgezeichnet, empfiehlt es sich,
den Frostschutzgehalt des Solarfluids mithilfe eines Refraktometers von einem qualifizierten
Techniker auf seine physikalischen Eigenschaften prüfen zu lassen.
Eine Probe der Tyfocor® LS Frostschutzflüssigkeit kann an der Pumpe entnommen werden,
indem die Mittenschraube der Pumpennabe mit einem breiten Schrauben-dreher gelöst wird.
Dabei ist die Schraube nur so weit zu öffnen, bis ein paar Tropfen Frostschutz herausfließen.
Tropft man diese Probe der Flüssigkeit auf das Glas des Refraktometers, kann man den Gehalt
an Frostschutz im System ermitteln. Hat das Fluid seine Frostschutzeigenschaften verloren,
muss das System mit neuem Tyfocor® LS befüllt werden.
Es wird empfohlen, dass der Anlagenbetreiber die thermische Solaranlage in regelmäßigen
Abständen bezüglich Druck und Temperatur überprüft und im Abstand von 2 Jahren von einem
qualifizierten Servicetechniker warten lässt (s. dazu Wartungsplan / 20 Jahre Garantie).
Druck- und Flüssigkeitsverluste müssen sofort wieder ausgeglichen werden. Die Tyfocor® LS
oder andere im System verwendete Frostschutzflüssigkeit muss gemäß den Herstellerangaben
überprüft oder ausgewechselt werden.
Wartungsplan - 20 Jahre Garantie
Für die erweiterte Garantie der Vakuumröhren ist die Einsendung eines Protokolls zur
Inbetriebnahme erforderlich. Nach dessen Prüfung erhalten Sie eine Garantienummer. Das
System muss zudem nach dem im Anhang befindlichen Wartungs-plan in den vorgeschriebenen
Intervallen von einem qualifizierten Servicetechniker gewartet werden.
Neben den vorgeschriebenen Wartungsintervallen ist es unerlässlich, dass der Betreiber der
Anlage den Systemdruck regelmäßig durch Sichtprüfung am Manometer kontrolliert.
28
31
Technische Daten
Belastung und maximale Lasteinwirkung auf die Tragwerke von Flachdächern gemäß DIN 1055
Verhinderung des Verrutschens von Kollektoren Verhinderung des Anhebens von Kollektoren
Gewicht pro Fuß (kg)
10-Röhren-Kollektor
A B A B A B A B A B A B
76 102 76 102 116 155 26 65 26 65 41 100
129 178 129 178 195 269 57 125 51 125 80 191
8
8 to 20
20-Röhren-Kollektor
Erdüberdeckung
(m)
30-Röhren-Kollektor 10-Röhren-Kollektor 20-Röhren-Kollektor 30-Röhren-Kollektor
Gewicht pro Fuß (kg)25°
Belastung und maximale Lasteinwirkung auf die Tragwerke von Flachdächern gemäß DIN 1055
Verhinderung des Verrutschens von Kollektoren Verhinderung des Anhebens von Kollektoren
Gewicht pro Fuß (kg)
10-Röhren-Kollektor
A B A B A B A B A B A B
102 171 102 171 156 256 73 73 73 73 111 111
177 287 177 287 266 430 137 137 137 137 206 206
8
8 to 20
20-Röhren-Kollektor
Erdüberdeckung
(m)
30-Röhren-Kollektor 10-Röhren-Kollektor 20-Röhren-Kollektor 30-Röhren-Kollektor
Gewicht pro Fuß (kg)45°
Windlast
Druckabfalldiagramme
6
20
80
2,5
1955 x 70,9 x 70,9
2,13
0,05
150 Röhren = 21 m² (Brutto) / 15 m² (Absorptionsfläche)
15 x 1
22 x 1
28 x 1,2
35 x 1,5
* Röhrendurchmesser berechnet für 0,1 l /min/Röhre und v_max = 0,5 m/s
HPDFTechnische Daten
Abmessungen pro Röhre
(Länge x Breite x Höhe) [mm]
Gewicht pro Röhre (kg)
Volumen pro Röhre (l)
Max. Feldgröße (m²)
Cu-Rohrdurchmesser
(mm)*
Max. Betriebsdruck (bar)
Min. Neigung (°)
Max. Neigung (°)
Max. Last (kN/m²) (DIN 1055-5)
Wärmeübertragungsmedium
6
0
90
2,5
Für Vakuum-Röhrenkollektoren geeignetes Propylenglykol
1950 x 70,9 x 70,9
2,2
0,19
150 Röhren = 21 m² (Brutto) / 15 m² (Absorptionsfläche)
15 x 1
18 x 1
22 x 1,5
1-3 m²
4-8 m²
9-15 m²
Zulaufgeschwindigkeit (l/h)
Varisol DF Druckabfall
(Tyfocor LS)
Druckabfall(mbar)
120
100
80
60
40
20
0
0 50 100 150 200 250 300 350 400 450 500
90-Wege
60-Wege
40-Wege
30-Wege
20-Wege
Zulaufgeschwindigkeit (l/h)
Varisol HP Druckabfall
(Tyfocor LS)
Druckabfall(mbar)
60
70
80
50
40
30
20
10
0
0 5 10 15 20 25
10-Wege
20-Wege
30-Wege
Poly. (10-Wege)
Poly. (20-Wege)
Poly. (30-Wege)
29
Varisol Montageanleitung
32
Kingspan Environmental Gewährleistung für Solareinrichtungen (in Kürze)
Gemäß den folgenden Bestimmungen gewährleistet Kingspan Environmental, dass die Einrichtungen für die Dauer
von 5 - 20 Jahren (für die Vakuum-Röhren) bzw. von 5 Jahren (für VARISOL FLUSSFÜHRUNGEN UND ABDECKUNGEN,
VERTEILER UND KITS) ab dem Datum ihrer Fertigung frei von Material- und Verarbeitungsfehlern sind.
Kingspan Environmental leistet diese Gewähr unter Voraussetzung der folgenden Bedingungen:
A.	Es gilt die Standard Gewährleistung von 5 Jahren für Vakuumröhren. Beim fachgerechten Einbau durch einen von Kingspan
anerkannten Installateur und einer regelmäßigen Wartung gemäß den Empfehlungen des Herstellers, erhöht sich die
Gewährleistungsdauer auf Vakuumröhren auf 20 Jahre. Alle Systeme müssen gemäß des Kingspan Design Guides designt
werden und gemäß des Installationshandbuch installiert und gewartet werden.
B.	Kingspan Environmental haftet nicht für Fehler an der Ware, die aus jeglichen vom Käufer bereitgestellten Informationen,
Zeichnungen, Entwürfen oder Spezifikationen entstanden sind. Ein Inbetriebnahmeprotokoll ist dem Hersteller zu übergeben.
C.	Kingspan Environmental haftet auch nicht für Fehler, die sich aus der üblichen Abnutzung, vorsätzlicher oder
unbeabsichtigter Beschädigung, Fahrlässigkeit, anormalen Betriebsbedingungen, Nichtbeachtung der Anleitungen von
Kingspan Environmental, unsachgemäßem Gebrauch oder nicht genehmigter Änderung oder Reparatur ergeben.
D.	Die oben stehende Gewährleistung erstreckt sich nicht auf Teile, Material oder Ausrüstung, die nicht von Kingspan
Environmental hergestellt wurden. In Bezug auf diese hat der Käufer lediglich das Anrecht auf die vom Hersteller gegenüber
dem Unternehmen geleistete Gewähr oder Garantie.
E.	 Der Käufer setzt Kingspan Environmental innerhalb des Gewährleistungszeitraums über den Fehler in Kenntnis.
F.	 Die Installation der Ware wurde von entsprechend geschulten und fachkundigen Personen durchgeführt.
G.	Die Ware wurde weder dauerndem Stillstand noch extremen Temperaturen ausgesetzt.
1. 	Der Käufer gibt in Bezug auf die Ware gegenüber Dritten keinerlei Erklärung oder Zusage ab oder leistet keine Gewähr, die
von den von Kingspan Environmental gegenüber dem Käufer erklärten oder genannte Bedingungen abweicht. Der Käufer ist
zudem nicht berechtigt, Kingspan Environmental zu verpflichten, Dienstleistungen in Bezug auf die Ware bereitzustellen.
2. 	Die Haftung des Unternehmens gegenüber dem Käufer für den Tod oder die Verletzung, der/die sich aus der Fahrlässigkeit
des Unternehmens selbst, seiner Mitarbeiter, Vertreter oder Zulieferer ergibt, und für den vom Käufer aufgrund einer
Verletzung der in Abschnitt 12 des „The Sale of Goods Act 1979“ enthaltenen Verpflichtungen entstandenen Schaden ist
nicht beschränkt.
3. 	Sollte Kingspan Environmental aus einem anderen als einem außerhalb der angemessenen Kontrolle des Unternehmens
oder der Schuld des Käufers liegenden Grund die Ware nicht liefern, so beschränkt sich die Haftung von Kingspan
Environmentalgegenüber dem Käufer ggf. auf die Höhe der Mehrkosten, die dem Käufer (auf dem günstigsten verfügbaren
Markt) für ähnliche Ware entstehen, um die nicht gelieferte Ware zu ersetzen, über den Preis der Ware.
4. 	Der Käufer hat die gelieferte Ware unverzüglich zu überprüfen. Ein auf einem Fehler in der Qualität oder dem Zustand der
Ware oder auf deren Nichterfüllung einer Spezifikation basierender Anspruch ist Kingspan Environmental innerhalb von 7
Tagen ab Lieferdatum oder, falls der Fehler bei einer angemessenen Untersuchung nicht offensichtlich war, innerhalb einer
angemessenen Zeit nach Feststellung des Fehlers mitzuteilen. Wird die Lieferung nicht abgelehnt und setzt der Käufer
Kingspan Environmental nicht in Kenntnis, so ist der Käufer nicht berechtigt, die Ware zurückzuweisen.
5. 	Kingspan Environmental ist berechtigt, die Ware, die Gegenstand eines Anspruchs des Käufers ist, zu untersuchen und
diese Ware oder einen Teil hiervon zu Prüfungszwecken zu entfernen. Kingspan Environmental erkennt keine vom Käufer
durchgeführte Prüfung an, es sei denn, diese wurde streng nach einem Verfahren durchgeführt, welches zuvor mit Kingspan
Renewables als für den Zweck geeignet vereinbart wurde.
6.	Jeder gültige Anspruch in Bezug auf die Ware, der auf einem Fehler in der Qualität oder dem Zustand der Ware oder auf
deren Nichterfüllung einer Spezifikation basiert, wird Kingspan Environmental gemäß dieser Bedingungen mitgeteilt.
Kingspan Environmental ist berechtigt, die Ware (oder den betreffenden Teil davon) kostenlos zu reparieren oder zu
ersetzen oder nach Ermessen des Unternehmens dem Käufer den Preis (oder einen entsprechenden Anteil des Preises)
zurückzuerstatten. Eine weitergehende Haftung von Kingspan Environmental gegenüber dem Käufer ist ausgeschlossen.
7. 	Kingspan Environmental ist gegenüber dem Käufer nicht aufgrund einer Darstellung (soweit nicht betrügerisch) oder
einer stillschweigenden Gewährleistungsbedingung oder einer anderen Bestimmung oder Verpflichtung aus dem
Gewohnheitsrecht (einschließlich u.a. Fährlässigkeit von Kingspan Environmental, seinen Mitarbeitern, Vertretern oder
anderweitig) oder gemäß den ausdrücklichen Bestimmungen des Vertrags für einen Produktionsausfall, entgangenen
Gewinn oder entgangenen erwarteten Gewinn, entgangene Vertragsabschlüsse, Betriebszeit oder erwartete Einsparungen,
entgangenes Geschäft oder entgangenes erwartetes weiteres Geschäft, Datenverlust oder -beschädigung, Schaden am Ruf
des Käufers oder vom Käufer an Dritte zu zahlende Kulanzschäden, Kosten oder Ausgaben oder einen anderen indirekten,
besonderen oder Folgeverlust oder -schaden oder -anspruch (ob durch Fahrlässigkeit von Kingspan Environmental, seinen
Mitarbeitern, Vertretern oder anderweitig entstanden), welche sich aus oder im Zusammenhang mit der Lieferung der Ware
oder deren Nutzung oder Weiterverkauf durch den Käufer ergeben, haftbar.
8. 	Unbeschadet der Bedingungen der Abschnitte 3, 4, 5, 6, und 7 ist die Gesamthaftung des Käufers gemäß oder im
Zusammenhang mit dem Vertrag auf den Preis der Ware beschränkt.
9. 	Kingspan Environmental ist gegenüber dem Käufer nicht haftbar oder verletzt nicht den Vertrag aufgrund einer
Verzögerung in der Erfüllung oder einer Nichterfüllung einer Verpflichtung des Unternehmens in Bezug auf die Ware, wenn
die Verzögerung oder Nichterfüllung auf eine Ursache zurückzuführen ist, die außerhalb der angemessenen Kontrolle des
Unternehmens liegt. Ohne Einschränkung des zuvor Genannten gilt dies auch aufgrund von Ursachen, die außerhalb der
angemessenen Kontrolle des Unternehmens liegen.
10. 	Weitere Einzelheiten zu „Gewährleistung und Haftung“ finden Sie in den „VERKAUFSBEDINGUNGEN“, Abschnitt 7.
Garantieerklärung
30
WartungsplanFormular
DerServicetechnikersolltefolgendeArbeitendurchführen,diegrauhinterlegtenKästengeltenfüreinBefüllendesSystems:
DatumderInspektion	
Ausdehnungsbehälter
EinstellenvorBefüllen	
Systemdruck	
Ausdehngefäß
Einstellennach
Befüllen	
Durchflussmenge	
rostschutzkonzentration	
pH-Wert	
KontrollederBari-
umgetter
aufRöhren	
Techniker	
Namein
Druckbuchstaben
Unterschrift/Stempel
Telefon-Nr.
Nach
Inbetriebnahme
Jahr1
Jahr2
Jahr3
Jahr4
Jahr5
Jahr6
Jahr7
Jahr8
Jahr9
Jahr10
Jahr11
Jahr12
Jahr13
Jahr14
Jahr15
Jahr16
Jahr17
Jahr18
Jahr19
Jahr20
Jahr21
Jahr22
Jahr23
Jahr24
Jahr25
Um Video-Demonstrationen sehen sehr hilfreich:
DieseBroschürewurdeaufumwelt-
freundlichemPapiergedruckt.
Aufgrund unseres Prinzips der ständigen Entwicklung und Verbesserung behalten wir uns Änderungen an den in dieser Veröffentlichung dargelegten technischen Daten vor.
Siemensstraße 12a, D-63263 Neu-Isenburg,
Deutschland
Tel: :+49 (0) 6102 3686790
Fax: +49 (0) 6102 3686720
solarde@kingspan.com
www.kingspansolar.com/de
B9472C
1038_KSOL_15

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Kingspan SOLAR Varisol Montageanleitung

  • 2. Einleitung 1 Verwendung dieses Handbuchs 1 Lieferumfang des Standardkollektors 2 Wichtige Vorabinformationen für die Installation 3 Installationsmaterial und –arten der Rohrleitungen 3 Dimensionierung der Rohrdurchmesser 3 Dimensionierung der Sicherheitsvorrichtungen (Membranausdehnungsgefäß (MAG) und Vorschaltgefäß (VSG)) 4 Verhinderung von Schwerkraftzirkulation im System 5 Dachbefestigungssätze Allgemeine Informationen – Installationsoptionen 6 Zusätzliche Informationen bei horizontaler Installation von DF-Systemen 7 Das Verbindungsset 7 Angaben zur Größe der Montagesätze 8 Dachbefestigung Schrägdach (Ziegel) 9 Dachbefestigung Schrägdach (Biberschwanz, Dachpappe) 10 Schräg- oder Flachdachmontage mit Bolzen 11 Flachdachaufständerung 12 Fassadenset 13 Montage des Kollektors Installieren der ersten Röhre 14 Installieren weiterer Röhren 15 Wichtige Anschlussinformationen vorab 16 Das Anschlussset 16 Der Rücklaufanschluss 16 Der Vorlaufanschluss 17 Einsatz des Kreuzstückes KSK0354 17 Wichtige Hinweise zur Dimensionierung und Montage des Anlagenzubehörs Rohrleitungen 18 Die Solarstation 19 Das Sicherheitsventil 19 Die Montage von Vorschaltgefäß (VSG) und Membran-ausdehnungsgefäß (MAG) 20 Verhinderung der Stagnation bei Varisol DF 21 Das Steuergerät 22 Inbetriebnahme des Systems / Systemdruck 24 Füllen des Kreislaufs/ Druckprobe 25 Einstellen der Durchflussmenge 26 Luft im System 26 Außerbetriebsetzung des Systems 26 Entsorgung 26 Informationen zum Recycling 27 Entsorgung von Solar-Frostschutzlösung 28 Pflege und Wartung 28 Technische Daten 29 Garantieerklärung 30 Wartungsplan 31 Inhalt
  • 3. 3 Thermische Solaranlagen müssen vor Beginn der Installation korrekt entworfen und dimensioniert werden. Eine sorgfältige Planung stellt sicher, dass eine Anlage die korrekte Größe hat, um über Jahre eine optimale Leistung und somit einen Großteil oder das gesamte benötigte Warmwasser zu liefern. Für die Monate mit geringer Sonneneinstrahlung wird indes ein zusätzliches Heizungssystem (z.B. Öl-, Gas-, Pelletkessel oder Wärmepumpe) benötigt. In dieser Anleitung wird illustriert und erläutert, wie ein System installiert werden muss, damit es mit den Herstellervorgaben der Kingspan Environmental für den Varisol Kollektor konform ist. Verwendung dieses Handbuchs Auf den folgenden Seiten werden die einzelnen Schritte der Installation einer thermischen Solaranlage beschrieben. Soweit erforderlich, wird anhand von Zeichnungen erklärt, wie die relevanten Bauteile montiert werden. Weiterhin enthält das Handbuch allgemeine Empfehlungen und wichtige Sicherheitshinweise, denen Folge zu leisten ist. Diese Version des Handbuchs ersetzt die älteren Versionen. Handhabung der Komponenten ❱❱ Transportieren Sie die Pakete mit den Vakuumröhren horizontal. ❱❱ Legen Sie keine schweren Gegenstände auf die Pakete der Vakuumröhren. ❱❱ Benutzen Sie zum Öffnen der Pakete keine scharfkantigen Gegenstände und gehen Sie vorsichtig vor, um Kratzer und Schläge auf das Glas zu vermeiden. Einbauempfehlungen ❱❱ Das Auspacken und Einbauen der Vakuumröhren sollte erst nach Abschluss der Arbeiten am Dachbefestigungssatz und den Rohrleitungen erfolgen. ❱❱ Setzen Sie den Kollektor nicht der Sonneneinstrahlung aus, wenn der Solarkreislauf entleert wurde. Entleerte Kollektoren müssen abgedeckt werden, um eine dauerhafte Beschädigung zu verhindern. ❱❱ Varisol HP Vakuumröhren können erst ab einem vertikalen Winkel von 20 Grad bis max. 88 Grad montiert werden. ❱❱ Die Vakuumröhren können auch nach dem Befüllen der Anlage zum Justieren gedreht werden, die TiNOX-beschichtete Seite des Absorbers (dunkelblau) ist die aktive Fläche. ❱❱ Ein Kühlkreislauf zur Verhinderung von Stagnation wird empfohlen. ❱❱ In einem DF System ist ein Kühlkreislauf vorzusehen, wenn häufige oder längere Stagnationen zu erwarten sind. ❱❱ Entsprechend den lokalen Bestimmungen sind die Rohrleitungen des Systems zu erden und der Kollektor selbst gegen Blitzeinschlag zu schützen Für weitere technische Unterstützung wenden Sie sich bitte an die folgenden Nummern: +49 (0) 6102 36867 00. Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen Die Montage einer thermischen Solaranlage muss unter Beachtung der gesetzlich geltenden Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften und entsprechend den lokalen Baugesetzen bzw. -vorschriften durchgeführt werden. Die zum Einbau des Steuergeräts erforderlichen Elektroarbeiten müssen von einem qualifizierten Elektrofachbetrieb oder Elektrofachandwerker durchgeführt werden. Einleitung 01
  • 4. Varisol Montageanleitung 4 Solarstation Varisol Vakuumröhre mit Sammler Lieferumfang des Standardkollektors Steuergerät Dachbefestigungssatz Flexible Anschlüsse Vorschaltgefäß (VSG) für Membranausdehnungsgefäß (MAG) Tyfocor® LS Anschlusssatz Installationswerkzeug Über die hier abgebildeten Komponenten hinaus ist weiteres und umfangreiches Installationsmaterial und Zubehör erhältlich 02 Isolierung für Anschluss-Satz Mikroblasenluftabscheider (optional)
  • 5. 5 Wichtige Vorabinformationen für die Installation Installationsmaterial und –arten der Rohrleitungen Für die Verrohrung einer thermischen Solaranlage dürfen nur Materialen und Montage- systeme verwendet werden, die den thermischen Belastungen standhalten und keine negative chemische Wirkung auf die Solarflüssigkeit ausüben. So sind für die Verrohrung nur unverzinkte Stahlrohre, Edelstahl- und Kupferrohre zulässig. Keinesfalls dürfen Rohreaus Kunststoff (PEX), Metallverbundrohr (PEX-ALU-PEX), verzinktem Stahlrohr oder anderen unzulässigen Materialien verwendet werden. Als Montagesysteme sind Gewinde- und Klemmringverschraubungen, Hartlöten oder Press- verbindungen zulässig. Dabei ist zu beachten, dass die Pressfittinge für den Solarbetrieb zugelassen, andere Fittinge nicht verzinkt sind. Weichlotverbindungen sind nicht zulässig. Die Isolierung der Rohrleitungen muss mit geeignetem, hochtemperaturbeständigem Material durchgeführt werden, um Ertragsverluste zu vermeiden. Einzig die Zuleitung zu VSG und MAG darf nicht isoliert werden. Dimensionierung der Rohrdurchmesser In Abhängigkeit zur Kollektorfläche bedarf es einer vorgeschriebenen Durchflussmenge innerhalb des Kollektors, um eine optimalen Wärmeübergang zu gewährleisten. Kleine Durchflussmengen, bei zugleich zu groß gewählten Rohrdurchmessern, wirken sich aller-dings negativ auf die Fließgeschwindigkeit des Solarfluids aus und bewirken, dass der Abtransport von Luftansammlungen im System nicht gewährleistet ist (weitere Hinweise im Kapitel „Luft im System“, S.25). Die folgende Tabelle listet eine Auswahl an Kollektorflächen inklusive der optimalen Rohrdimensionen auf. Werden zu große Rohrquerschnitte gewählt, sind Entlüftungen im System vorzusehen (Hochpunkte sollten generell entlüftet werden). Zu klein gewählte Rohrquerschnitte führen zu störenden Fließgeräuschen. Druckabfall - Tyfocor LS HP Druckabfall mbar 2 3.5 10 21 35* 53 80* 110* 153 DF Druckabfall mbar 1 60 15 2 2 120 15 3.5 3 180 15 10 4 240 18 21 5 300 18 35* 6 360 18 53 7 420 18 80* 8 480 18 110* 9 540 22 153 Kollektorfläche m² Zulauf- geschwindigkeit l/h Rohr- Außendurchmesser mm * Entsprechend gekennzeichnete Abbildungen sind Schätzungen auf der Basis anderer Messungen 03
  • 6. Varisol Montageanleitung 6 Dimensionierung der Sicherheitsvorrichtungen Membranausdehnungsgefäß (MAG) und Vorschaltgefäß (VSG) Die Dimensionierung des Membranausdehnungsgefäßes (analog DIN 4807, VDI 6002) erfolgt in Abhängigkeit von verschieden Systemparametern (u.a. Systemdruck, Flüssig-keitsvolumen, Kollektortyp). Das MAG muss im Stagnationsfall in der Lage sein, ein ge-wisses Flüssigkeits und Dampfvolumen zur Druckhaltung aufzunehmen. Vorschaltgefäße (VSG) hingegen dienen dem Schutz der Membran des MAG (gemäß DIN 4807 Teil 3, DIN EN 13831) vor unzulässiger Temperaturbelastung. Vor allem bei kurzen Leitungswegen, geringen Systemvolumina oder großen Kollektorflächen ist das VSG einzusetzen. Bei Varisol DF-Anlagen ist das Vorschaltgefäß grundsätzlich zu montieren. Das VSG hält eine Flüssigkeitsvorlage bereit, die eintretende, heiße Systemflüssigkeit abkühlt und somit die Membran des MAG schützt. Weiterhin sorgt es dafür, dass eintretender Dampf kondensiert und nicht zum MAG vordringen kann. Die Größe des VSG beträgt ca. die Hälfte des Nutzvolumens des MAGs. (weitere Hinweise im Kapitel zu MAG und VSG, S. 19 ff.) In der folgenden Tabelle sind verschiedene Standartsystemkombinationen aufgeführt. Diese dienen als Richtlinie und basieren auf folgenden Parametern: mittleres Systemvolumen von 17l, Systemdruck auf Kollektorhöhe 1 bar, statische Höhe 5 m. Es empfiehlt sich, diese Angaben anhand des jeweiligen Bauvorhabens zu überprüfen und gegebenenfalls nachzurechnen. Dimensionierung der AusdehnungsgefäßeDimensionierung der DF Ausdehnungsgefäße 1 5 18 5 2 5 18 5 3 5 25 8 4 5 25 8 5 5 35 12 6 5 35 12 7 5 35 12 8 5 50 18 9 5 50 18 Dimensionierung der HP Ausdehnungsgefäße 1 5 12 2 5 12 3 5 12 4 5 12 5 5 12 6 5 18 7 5 18 8 5 18 9 5 18 Kollektorfläche m² Statische Höhe in m Ausdehnungsbe- hältergröße l Kollektorfläche m² Statische Höhe in m Ausdehnungsbe- hältergröße l Kühlbehälter- größe in ll Für mittelgroße Systeme muss das Ausdehnungsgefäß durch Aufrunden der Fläche auf ganze m² gewählt werden. Alle oben angegebenen Größen wurden beispielsweise für ein Systemvolumen von 17 l berechnet. Bei größeren Volumen muss die Größe des Ausdehnungsbehälters neu berechnet werden. Die Größe des Vorschaltgefäßes hängt von den Rohrgrößen ab und kann von Fall zu Fall berechnet oder anhand der Tabelle als Richtlinie ausgewählt werden 04
  • 7. 7 Verhinderung von Schwerkraftzirkulation im System Um eine ungewollte Schwerkraftzirkulation des Systems zu vermeiden, bietet es sich an, die Rohrleitung vor dem Speicherzulauf als Thermosiphon auszubilden. Dies ist eine einfache Lösung, Wärmeverluste durch Konvektion im System zu unterbinden Zwar besitzen die Solarstationen von Kingspan Environmental Rückschlagklappen, deren Funktion kann jedoch (z.B. durch Schmutz in der Anlage) beeinträchtigt sein. Für diesen Fall, und auch bei Einsatz anderer Pumpenbaugruppen ohne Rückschlagklappen, ist die Ausbildung eines Thermosiphons empfohlen. Der Hochpunkt am Speicherausgang ist mit einer Entlüftungsmöglichkeit zu versehen. 05
  • 8. Varisol Montageanleitung 8 3 1 2 5 4 Allgemeine Informationen - Installationsoptionen Die Varisol Produktpalette ist mit einer Auswahl von Befestigungen zur Montage auf unterschiedliche Dachtypen und an Fassaden erhältlich. Die am häufigsten verwendeten Befestigungen1) werden im folgenden Abschnitt illustriert und mit den entsprechenden Artikelnummern erläutert. Befestigungssätze Befestigungsoption Artikelnr Beschreibung Geeignet für HP Geeignet DF 1 KSK0096 Varisol 10 Dachbefestigung Schrägdach J J KSK0097 Varisol 20 Dachbefestigung Schrägdach J J KSK0098 Varisol 30 Dachbefestigung Schrägdach J J KSK0062 Varisol 10 Dachbefestigung Schrägdach mittels Bolzen J J KSK0063 Varisol 20 Dachbefestigung Schrägdach mittels Bolzen J J KSK0064 Varisol 30 Dachbefestigung Schrägdach mittels Bolzen J J 2 KSK0042 Varisol 10 Flachdachaufständerung J2 J3 KSK0043 Varisol 20 Flachdachaufständerung J2 J3 KSK0044 Varisol 30 Flachdachaufständerung J2 J3 3, 4 KSK0065 Varisol 10 Fassadenbesfestigung N J KSK0066 Varisol 20 Fassadenbesfestigung N J KSK0067 Varisol 30 Fassadenbesfestigung N J 5 KSK0065 Varisol 10 Fassadenbesfestigung J4 J KSK0066 Varisol 20 Fassadenbesfestigung J4 J KSK0067 Varisol 30 Fassadenbesfestigung J4 J 06 1. Weitere Befestigungen erhältlich, Sonderanfertigungen auf Anfrage (gegen Aufpreis). 2. Nur vertikale Röhrenmontage ab einem Winkel von 20 Grad. 3. Bei vertikaler Röhrenmontage kann ab einem Winkel von 20 Grad das HP System verwendet werden. 4. Nur vertikale Röhremontage, Neigung zur lotrechten Fassade mindestens 2 Grad.
  • 9. 9 Minimaler Neigungswinkel 2˚ Minimaler Neigungswinkel 2˚ 2°Min Flachdachinstallation horizontal Fassadeninstallation horizontal 2°Min Bei allen Installationen, bei denen der Kollektor horizontal an einer Fassade oder flach auf einer Dachfläche montiert werden soll, ist aus technischen Gründen das Varisol DF-System zu verwenden. Der Kollektor muss so ausgerichtet werden, dass die Luft zum Sammler geleitet wird und dort, am höchsten Punkt, mittels Entlüfter abgeführt werden kann. In diesem Fall ist ein minimaler Neigungswinkel von 2 Grad vorgeschrieben Zusätzliche Informationen bei horizontaler Installationen von DF-Systemen Das Verbindungsset Das modulare Varisol-System ermöglicht den Aufbau von Kollektoren bis zu 150 Röhren. Um diese montieren zu können, müssen die vorhandenen 10/20 und 30-Röhren Profilschienen der Befestigungssätze gegebenenfalls gekürzt und dann miteinander verbunden werden. Zur Verbindung der Befestigungssätze dient das Verbindungsset KSK0045. Das Verbindungsset ist notwendig, um der Konstruktion die erforderliche Stabilität zu verleihen und die Trageschienen in einer Flucht zu montieren, damit der Kollektor sicher und spannungsfrei befestigt werden kann. 07
  • 10. Varisol Montageanleitung 10 Rechenbeispiele: ❱❱ 18-Röhren-Kollektor: Zurechtschneiden einer Profilschiene für 20 Röhren auf 1281 mm ❱❱ 44-Röhren-Kollektor: Verbinden einer 20-Röhren Profilschiene mit einer 30-Röhren Profilschiene, wobei die 30er Profilschiene auf 1708mm zurecht zu schneiden ist. ❱❱ Bei einer Schrägdachmontage muss der Sparrenabstand beim Aufbau des Befestigungssystems berücksichtigt werden, um den vorgeschriebenen Abstand der Seitenschienen zu gewährleisten. Angaben zur Größe der Montagesätze 0,1 1 71 0,2 2 142 0,3 3 214 0,4 4 10er Profilschiene 285 0,5 5 712 mm 356 0,6 6 427 0,7 7 498 0,8 8 569 350-450 0,9 9 640 350-550 1 10 712 500-600 1,1 11 783 500-600 1,2 12 854 500-600 1,3 13 926 500-700 1,4 14 997 500-700 1,5 15 20er Profilschiene 1068 600-800 1,6 16 1423 mm 1139 600-900 1,7 17 1210 600-900 1,8 18 1281 600-1000 1,9 19 1352 600-1000 2 20 1423 600-1100 2,1 21 1494 700-1200 2,2 22 1565 700-1200 2,3 23 1637 700-1200 2,4 24 1708 700-1200 2,5 25 30er Profilschiene 1779 700-1200 2,6 26 2135 mm 1850 800-1300 2,7 27 1921 800-1300 2,8 28 1992 800-1400 2,9 29 2063 800-1400 3 30 2135 800-1400 Kollektorfläche m² Anzahl Rohre Kit-Typ Erforderliche Länge der Stützschienen mm Abstand der Seitenschienen mm Die folgende Tabelle zeigt die erforderlichen Profilschienenlängen und erleichtert die Zusammenstellung von unterschiedlichen Kollektoren.08
  • 11. 1109 Dachbefestigung Schrägdach (Ziegel) KSK0098-KSK0096 Zur Montage dieser Dachgestelle den Dachhaken KSK0132 und das beiliegende Schraubenset zum Verbinden der beiden Komponenten nutzen.
  • 13. 13 Schräg- oder Flachdachmontage mit Bolzen KSK0062-64 11
  • 14. Varisol Montageanleitung 14 Flachdachaufständerung Flachdachmontageset F E D C B A 1 2 3 4 5 6 F A D H,I,JK x2 x2 x4 400 – 600mm (10) 600 – 1000mm (20) 800 – 1400mm (30) 1400 – 1700mm G E H K B I C F I x2 A x2 51mm 44mm J I G G KSK0042 – (1-10) KSK0043 – (11-20) KSK0044 – (21-30) 12
  • 15. 15 Fassadenmontageset FE DC B A 1 2 3 4 5 6 x4 N x 70.9mm 1400 – 1600mm G H 53mm +/-10mm Fassadenset 13
  • 16. Varisol Montageanleitung 16 Montage des Kollektors Installieren der ersten Röhre 1. Mit dem Aufbau des Varisol-Kollektors immer an der linken Seite des Kollektors beginnen, die erste Vakuumröhre auf der Stützschiene positionieren und durch leichten Druck auf den oberen Druckpunkt (siehe Zeichnung) zum Einrasten bringen. 2. Die untere Halteklammer ausrichten und ebenfalls durch leichten Druck einrasten lassen. Auch hier nur im Bereich der Halteklammer drücken (siehe Zeichnung). 3. Den Sammlerkörper und die Halteklammer jeweils mit einer Schraube M8x16 an der Schiene befestigen, wie nachfolgend gezeigt. 14
  • 17. 1715 1. Entfernen der Schutzfolie vom Dornende des Sammlers der zweiten Röhre. Diese dann in einem Winkel von ca. 50° gegenüber der bereits montierten Röhre ansetzen, die Markierungen am Sammlergehäuse dienen zur Orientierung. 2. Die Sammler der beiden Röhren verbinden. Dafür wird das Dornende der zweiten Röhre axial in das Muffenstück der bereits montierten eingeführt. 3. Die zweite Röhre parallel zur ersten Röhre drehen. 4. Die Position des oberen Kunststoffgehäuses und der unteren Röhren-Stützklammer in der Schiene beachten. 5. Die oberen und unteren Anschlussstücke in die Stützschiene drücken 6. Mit den weiteren Röhren fortfahren. 7. Die letzte Röhre mit der Schraube M8, der Unterleg- scheibe und Mutter jeweils an Position X und Y befestigen Bitte beachten: Nur der erste und letzte Sammlerkörper sowie die erste und letzte Halteklammer müssen mit der Schiene verschraubt werden. Bei großen Kollektoren und zusammen-gesetzten Dachbefestigungen auch zwischendurch. Installieren weiterer Röhren DRÜCKEN DRÜCKEN 50˚2 1 Y X VORLAUF (warm) RÜCKLAUF (kalt)
  • 18. Varisol Montageanleitung 18 Das Anschlussset Für den Anschluss des Kollektors an das Rohrsystem stehen folgende Komponenten zur Verfügung A B C D E F G H I Die Komponente G ist doppelt vorhanden. Überprüfen sie auf Vollzähligkeit. Der Rücklaufanschluss (kaltes Fluid vom Solarspeicher) E G A D (Nur für DF) F I Anzahl Röhren 1. Wählen Sie die Komponenten A, G und E aus und setzen Sie diese zusammen. Bei einem Varisol DF System wählen Sie nun zusätzlich die Komponente D. 2. Öffnen Sie den Deckel an der linken Kollektorseite 3. Setzen Sie nun, bei einem Varisol DF System, die Dichtung D ein. Damit wird die obere Kammer des Sammlers blockiert. 4. Stecken Sie das Anschlussstück A auf den Dorn und fixieren Sie dies mit der Klammer F. 5. Stellen Sie sicher, dass die Klammer F unten am Gehäuse herausragt. 6. Füllen Sie das Technik-Etikett aus und bringen dieses an. 7. Schließen Sie den Deckel und sichern diesen wieder mit der Schraube 16 Wichtige Anschlussinformationen vorab Bei allen Solaranlagen und auf den folgenden Seiten bezeichnet der Vorlauf die Anschlussseite des Kollektors, an der die erwärmte Flüssigkeit austritt und zum Solarspeicher transportiert wird. An dieser Anschlussseite muss der Temperaturfühler in Kollektorrichtung montiert werden. Mit Rücklauf wird die Anschluss-Seite bezeichnet, in der das Solarfluid vom Solarspeicher zurückfließt und zum Wiederaufheizen in den Kollektor eintritt. Bei Varisol DF Kollektoren ist aus technischen Gründen der Vorlauf immer rechtsseitig, der Rücklauf linksseitig zu montieren. Bei horizontaler Fassadenmontage muss der Sammler linksseitig montiert werden, der Temperaturfühler befindet sich dann oben (thermischer Auftrieb). Bei Varisol HP Kollektoren ist die Position von Vor- und Rücklauf frei wählbar.
  • 19. 19 C (Nur für DF) 17 Der Vorlaufanschluss (warmes Fluid zum Solarspeicher) 1. Wählen Sie die Komponenten B, G und H aus und setzen Sie diese zusammen. Beachten Sie, dass die Tauchhülse des Temperaturfühlers in Richtung der Komponente B montiert wird und somit in den Kollektor ragt. Bei einem Varisol DF System wählen Sie nun zusätzlich die Komponente C. 2. Entfernen Sie die Klammer an der rechten Seite des Sammlers. 3. Setzen Sie nun, bei einem Varisol DF System, die Dichtung C ein. Damit wird die untere Kammer des Sammlers blockiert. 4. Führen Sie die Komponente B in das Muffenende des Kollektors ein und fixieren Sie dieses wieder mit der Klammer. B G H Einsatz des Kreuzstückes KSK0354 Bildet der Kollektor im (Rohr-)System den Hochpunkt und / oder ist aus Installationsgründen (Rohrleitungs-führung, Rohrquerschnitt) mit einem schlechten oder keinem Abtransport von Luft zu rechnen, ist das Anschluss-T-Stück am Vorlauf durch das Kreuzstück KSK0354 zu ersetzen, um eine Entlüftungsmöglichkeit des Systems zu schaffen. Dabei sind die Fühlertauchhülse und der Entlüfter vom T-Stück zu übernehmen.
  • 20. Varisol Montageanleitung 20 Wichtige Hinweise zur Dimensionierung und Montage des Anlagenzubehörs Rohrleitungen Die Rohrleitungen einer solarthermischen Anlage sind so zu dimensionieren, dass bei kleinen und mittleren Kollektor eine mittlere Fließgeschwindigkeit von 0,7m/s im System vorliegt. Weitaus höhere Fließgeschwindigkeiten, wegen zu kleiner Rohrquerschnitte, können zu störenden Fließgeräuschen führen. Zu große Querschnitte führen indes dazu, dass die Fließgeschwindigkeit unter einem Wert gerät, in dem Luft, die sich im System befindet, nicht mehr mitgerissen wird und zu Leistungsverlusten bis zum Stillstand des Systems führen kann. Auf den richtigen Rohrquerschnitt (s. „Dimensionierung der Rohrdurchmesser“, S. 3) ist also zu achten, Hochpunkte im System sind mit einer adäquaten Entlüftungsmöglichkeit zu versehen. 18
  • 21. 2119 Schlüssel 1 Ablassanschluss 2 Füllanschluss 3 Durchflussmesser 4 Absperrventil 5 Pumpe mit Motor 6 6 bar Druckbegrenzungsventil 7 Ausdehnungsgefäß-Anschluss 8 Druckanzeige 9 22-mm-Anschlüsse (x 4) 10 Temperaturanzeige 11 Luftabscheider 12 Instrumentenisolierung 13 Druckbegrenzungsablass 8 13 Solarstation 69 9 8 7 5 4 3 3 2 1 1 24 5 7 9 9 6 11 12 13 10 10 12 Bei direktdurchflossenen Vakuumröhren sind zwingend Kingspan Solarstationen oder Baugruppen gleicher Bauart einzusetzen. Die Kingspan Solarstationen gibt es sowohl als Ein- und Zweistrang- Pumpenbaugruppen. Jede Pumpenstation ist in verschiedenen Größen erhältlich. Die pro Quadratmeter Kollektorfläche erforderliche Durchflussmenge beträgt 1 Liter pro Minute, für Systeme bis zu 12m2. Bei Standartsystemen ist in diesem Fall die Solarstation mit 2-12l/min Förderleistung ausreichend. Die Anschlüsse für Zulauf- und Rücklaufrohre zur Pumpenstation werden mit einer DN 22mm Standard-Schneidringverschraubung ausgeliefert und müssen mittels Klemmring oder Reduzierung an das Rohrsystem angepasst werden. Das Sicherheitsventil Das Sicherheitsventil (SV) der Solarstation begrenzt den maximalen. Druck des Systems auf 6 bar. Bei Überdruck öffnet das SV und verhindert durch das Ablassen überschüssiger Solarflüssigkeit einen Defekt an den Komponenten des Systems. Aus diesem Grund darf der Auslass des SV nicht verschlossen werden. Weiterhin sollte durch die Montage einer geeigneten Sammelleitung (temperatur- und glykolbeständig, gerade Kupferleitung und nicht weniger als 28mm Durchmesser)und eines Sammelgefäßes gewährleistet werden, dass das abgelassene Solarfluid aufgefangen wird. Das Sammelgefäß muss ebenfalls temperatur- und glykolbeständig sein. Das austretende Solarfluid darf nicht in das Abwassersystem oder einen anderen Wasserkreislauf entleert oder geleitet werden.
  • 22. Varisol Montageanleitung 22 Das Ausdehnungsgefäß muss sich unterhalb des Höhenniveaus der Verbindung zur Solarstation befinden, um Lufteinschlüsse zu vermeiden. Das Standartset ermöglicht einen Anschluss an die Solarstation, bei größeren Rohrquerschnitten und DF Anlagen sollte das VSG und MAG jedoch oberhalb der Solarstation (mit dem gleichen Rohrquerschnitt der Hauptleitung) angeschlossen werden. Dadurch wird ein größerer Volumenstrom garantiert und verhindert, dass heißes Medium durch die Komponenten der Solar-station fließt und zu Schäden führt. Achtung: Das MAG wird mit einem werksseitig eingestelltem Vordruck angeliefert und muss vor der Inbetriebnahme dem Systemdruck angepasst werden, andernfalls ist das MAG ohne Funktion. Lieferumfang Standartset inklusive Anschlussschläuche und Halterungen VSG und MAG (ohne Ablaufrohr zum Auffangbehälter) Die Montage von Vorschaltgefäß (VSG) und Membranausdehnungs gefäß (MAG) VSG (Nur DF) 1 2 6 4 2 3 5 1 SV-Ablass 2 Wandhalter (im Lieferumfang) 3 Auffangbehälter 4 VSG-Kit 5 MAG 6 Solarstation Beispiel Anschluss VSG / MAG mit Standfüßen Achtung: Das VSG keinesfalls mit den Standfüssen an der Wand montieren Beispiel Anschluss oberhalb der Solarstation: 20
  • 23. 2321 Verhinderung der Stagnation (bei Varisol DF) Eine Stagnation ist eine übermäßige Erhöhung der Temperatur am Kollektor wegen fehlender Wärmeabnahme. Diese wirkt sich negativ auf die Lebensdauer und physikalischen Eigen- schaften des Solarfluids aus. Ursächlich für eine Stagnation können mehrere Faktoren sein. So kann eine mangelhafte Installation und Luft in der Anlage dazu führen, dass der Kreislauf des Fluids unterbrochen wird und die Anlage stagniert. In diesem Fall muss die Anlage kontrolliert und nachgearbeitet werden (siehe “Luft im System”, S. 25) Eine fehlende Brauchwasserabnahme aufgrund längerer Abwesenheit (Urlaub) oder ein bewusst überdimensionierter Kollektor führen in den Sommermonaten ebenfalls zu einem Überschuss an Wärmeenergie, die abgeführt werden muss. Sind Stagnationen zu erwarten oder kalkuliert, ist der Einbau eines Stagnationskühlers erforderlich. Als Richtwert gilt hier eine Kühlleistung von 420W/m2 installierter Kollektorfläche. Für die Verhinderung von Stagnationen gibt es verschiedene Strategien. Die folgende Zeichnung zeigt beispielhaft den simplen Aufbau einer Solaranlage mit integriertem Stagnationskühler, der über ein Thermostatmischventil über die Temperatur oder einem Dreiwegeventil und dem Solarsteuergerät geregelt werden kann. Achtung: Stagnationskühler sind so zu montieren, dass ein Verbrühen durch versehentliches Berühren vermieden wird. Für weitere Kühlstrategien und Fragen kontaktieren Sie bitte die Technik.
  • 24. Varisol Montageanleitung 24 Das Steuergerät Alle Elektroarbeiten zur Montage des Steuergerätes müssen von einem autorisierten Elektrofachbetrieb und qualifiziertem Elektrofachpersonal durchgeführt werden. Bitte beachten Sie, dass aus Sicherheitsgründen die Verkabelung von Pumpen, Dreiwegeventilen und Temperaturfühlern vor dem Anschluss des Steuergerätes an die Stromversorgung durchzuführen ist. WICHTIG: Das Steuergerät muss über eine permanente elektrische Stromver-sorgung verfügen. Werden Arbeiten an der elektrischen Anlage des Gebäudes durchgeführt, die eine Abschaltung der Stromversorgung erfordern, sind die Kollektoren abzudecken oder das System zu entleeren. Für weitere Informationen bezüglich der Montage, Inbetriebnahme und Funktionen des Steuergerätes nutzen Sie bitte das Installations- und Bedienungshandbuch Ihres Steuer-gerätes. Das folgende Kapitel zeigt das einfache Verdrahtungsschema eines Kingspan Steuergerätes SC 400/500. 22
  • 25. 25 Belegung der Anschlussklemmen 1 Klemmenblock Netzanschlüsse: L 1x Phasenleiter (Netzeingang) R1, R2 2x Ausgang (Triac, für Pumpen oder Ventile) X nicht belegt L const. 2x Phasenleiter (Ausgänge, Dauerspannung) N 4x Nullleiter (gemeinsame Nullleiter für Netzeingang und Ausgänge) Hinweis Die Ausgänge R1 und R2 sind über eine elektronische Sicherung geschützt. 2 Klemmenblock Schutzleiter: PE 4x Schutzerde (gemeinsame Schutzerde für Klemmenblock Netzanschlüsse) 3 Klemmenblock Signale: 1 – 4 4x Fühlereingang (Temperaturfühler Pt1000) 5 1x Fühlereingang (Temperaturfühler Pt1000 oder Eingang für Impulswasserzähler) RS 1x Signalausgang (potentialfreier Relaiskontakt für Schutzkleinspannungen) PWM R1, R2 2x Steuerausgang (Steuern von Hocheffizienzpumpen) 7x Masse (gemeinsame Masse für Fühlereingänge und Steuerausgänge) 4 Stiftleiste, nur für interne Verwendung 5 Leitungsöffnungen an Gehäuserückwand 6 Zugentlastungen oben (2 identische Kunststoffbrücken mit je 2 Zugentlastungen, im Lieferumfang enthalten) 7 Zugentlastungen unten 8 Leitungsöffnungen an Gehäuseunterseite Anschlussklemmen im unteren Teil des Reglers (Klemmenabdeckung entfernt) Das folgende Schema zeigt die Klemmenbelegung eines einfachen Systems mit einem Kollektor, einem Speicher, einer Hocheffizienzpumpe und zwei Fühlern (Kollektor- und Speicherfühler). 23 Pumpleistung (Solpump) (UPM3 25-75) 20W Pumpleistung (Solpump) (YONOS PARA ST/ 25-75) 25W Standby-Leistung (Solstandby) (SC400/500) 0.8W für die Energiekennzeichnung
  • 26. Varisol Montageanleitung 26 Nutzen Sie für den Anschluss der für das System erforderlichen Fühler und Pumpe folgende Klemmen, wählen Sie bei der Inbetriebnahme des Steuergerätes das System 1.1 im Menü des Gerätes aus. Für eine sorgfältige Inbetriebnahme des Steuergerätes lesen sie nun die Bedienungsanleitung des Gerätes. Ist ein anderes als das hier beschriebene System erforderlich, entnehmen Sie diese Informationen ebenfalls dieser Bedienungsanleitung. Inbetriebnahme des Systems / Systemdruck Wichtige Schritte vor Befüllen der Anlage 1. Prüfen Sie, ob alle notwendigen Installationsarbeiten abgeschlossen sind. 2. Prüfen Sie, ob die Elektroarbeiten abgeschlossen sind, das Steuergerät bereit ist. 3. Überprüfen Sie den Vordruck des MAG (0,2 bar unterhalb des Systemdrucks) Der empfohlene Systemdruck (Manometer Solarstation) errechnet sich wie folgt: 1 bar (Druck Kollektor) + 0,1 bar je 1 Meter statischer Höhe zum Manometer 4. Füllen Sie die Anlage nicht bei hoher Einstrahlung ohne die Röhren abzudecken oder zu drehen. 24
  • 27. 27 Für das Befüllen mit Tyfocor® LS und den Druckaufbau ist eine geeignete Spül- und Füllvorrichtung zu verwenden. Drücken Sie den Kollektor keinesfalls mit Luft ab! Gehen Sie wie folgt vor: 1. Schließen Sie die Spül- und Füllvorrichtung an den Durchflussregler der Solarstation an. 2. Öffnen Sie die Füll- und Ablassventile, damit die Flüssigkeit im Solarkreislauf zirkulieren kann. 3. Drehen Sie die Kugelhähne mit den Thermometern um 45° im Uhrzeigersinn. 4. Schließen Sie das Absperrventil oberhalb des Sichtfensters des Durchflussreglers, um sicherzustellen, dass die gesamte Flüssigkeit und Luft durch die Füllvorrichtung strömt. 5. Schalten Sie die Füllvorrichtung ein und die lassen Sie die Wärmeträgerflüssigkeit Tyfocor® LS ca. 20 Minuten zirkulieren. Dabei muss gewährleistet sein, dass stets ausreichend Fluid im Behälter der Füllvorrichtung vorhanden ist. 6. Das Absperrventil periodisch öffnen und schließen, um Luftblasen in Umlauf zu bringen, die sich im Schauglas angesammelt haben. 7. Sobald der Solarkreislauf entlüftet ist, den unteren Anschluss bzw. Ablass schließen – das Füllgerät mit beginnt dem Druckaufbau im Solarkreislauf. 8. Absperrventil oberhalb des Durchflussreglers vollständig öffnen. 9. Den Solarkreis füllen, bis die Druckanzeige den erforderlichen Druck übersteigen beginnt. Nun die Pumpe ausschalten und den Füllanschluss sofort schließen. Die Rohrverbindungen des Solarkreislaufs auf Undichtigkeiten und nach 30 min prüfen, dass der Druck konstant geblieben ist. 10. Ist die Installation fehlerfrei , den Druck durch Öffnen des Rücklaufanschlusses ablassen, bis der erforderliche Systemdruck erreicht ist. 11. Die Kugelhähne mit den Thermometern in die Originalposition zurückstellen. 12. Das Füllgerät abgeklemmen, die Füll- und Ablasspunkte mit den mitgelieferten Messing- abdeckungen verschließen. Die Rohre am Spül- und Füllgerät müssen wie in der Abbildung gezeigt angeschlossen werden: Füllen des Kreislaufs/ Druckprobe FÜLLANSCHLUSS ABLASSANSCHLUSS SPÜL- UND FÜLLGERÄT 25
  • 28. Varisol Montageanleitung 28 Achtung: Betreiben Sie die Pumpe nur bei befülltem System, ein trocken laufen kann zu Schäden am Gerät führen. Die empfohlene Durchflussmenge, für Systeme mit einer Fläche bis zu 12m², beträgt: 1 l /min je m2 Solarfläche wobei 10 Röhren einer Fläche von1 m2 entsprechen. 1. Stellen Sie die Pumpe mindestens auf Stufe 2 und schalten sie diese mittels des Steuergerätes ein. Nutzen Sie dazu das Handbuch Ihrer Steuergerätes 2. Ist die erforderliche Durchflussmenge überschritten, wird am Durchflussregler die gewünschte Durch-flussmenge durch Drehen des Absperrventils bei laufender Pumpe eingestellt. 3. Pumpe ausschalten. Hinweis: wird eine Drehzahlsteuerung des Systems in Betracht gezogen, muss die Pumpe mindestens auf zweiter Stufe gestellt werden, andernfalls kann das Steuergerät keine Reduzierung der Drehzahl ansteuern. Weitere Prüfungen bei Erstbetrieb: ❱❱ Prüfen Sie die Funktion der angeschlossenen Temperaturfühler auf Anzeige plausibler Werte; ❱❱ Prüfen Sie die Funktion angeschlossener Komponenten (Pumpen, Ventile) am Steuergerät; ❱❱ Entlüften Sie den Flaschenentlüfter der Solarstation; ❱❱ Prüfen auf Geräusche, die auf Luft im System hinweisen Luft im System Trotz eines fachgerecht durchgeführten Füll- und Spülvorganges wird es in der ersten Betriebszeit zu weiteren Luftansammlungen im System kommen, die sich störend auf den Betrieb der Solaran-lage auswirken können. Die Gründe können installationsbedingt sein (liegend montiertes Wellrohr, an dessen Hochsicken sich Luft schlecht entfernen lässt), die Hauptursache liegt allerdings darin, dass durch das Füllen ein mit Sauerstoff angereichertes Fluid (Mikroblasen) in das System gefüllt wurde. Diese Blasen sondern sich im Betrieb (bei Temperaturerhöhung) ab und sammeln sich an Hochpunkten. Anfänglich ist die Anlage somit in kurzen Abständen zu kontrollieren und nachzuent- lüften, bis sich ein luftfreies, ungesättigtes Fluid in der Anlage befindet. Dabei ist stets der System-druck im Auge zu behalten und fehlendes Fluid mit einer Druckpumpe nachzufüllen. Ein erneuter Spülvorgang mit einer Umwälzung zum Entfernen der Luftpolster fördert lediglich neue Luft in das System. Außerbetriebsetzung des Systems Die Temperaturen und der Anlagendruck kann bei Außerbetriebsetzung des Systems 170°C und 6 bar überschreiten. Deshalb muss die Solaranlage von einem geschulten Fachmann außer Betrieb gesetzt werden. Der Rückbau des System muss bei geringer Lichteinstrahlung, idealerweise früh morgens, wenn der Solarkreislauf am kühlsten ist, erfolgen. 1. Elektrische Installation ❱❱ Das Steuergerät vom Netz trennen ❱❱ Die Kabel zu den Komponenten (Pumpen, Ventile) entfernen ❱❱ Die Temperaturfühler und zugehörigen Kabel entfernen ❱❱ Die Erdungskabel entfernen 2. Kollektorkreislauf ❱❱ Vorsicht vor heißer Wärmeträgerflüssigkeit ❱❱ Den Kollektorkreislauf am Ablassventil ablassen. Die Wärmeträgerflüssigkeit für ordnungsgemäße Entsorgung auffangen. ❱❱ Die Rohrleitungen von der Sammelleitung trennen 3. Varisol Kollektor-Demontage ❱❱ M8-Schraube aus der Verteiler-Stütz-schiene an der rechten Seite der Schiene entfernen. ❱❱ Röhrenhalterung an der Röhrenstütze lösen, nutzen Sie dafür die Montagehilfe KSK0057. ❱❱ Die Varisol-Ausbauschiene entlang der Verteiler- Stützschiene an der rechten Seite entlangführen. ❱❱ Jede Röhre einzeln um 50° nach oben drehen, bis die Arretierungspfeile gleichmäßig ausgerichtet sind, und eine Röhre von der übrigen Baugruppe lösen. Sicherstellen, dass die Röhre gestützt wird; zum Lösen nur am Verteiler Kraft aufwenden. ❱❱ Diesen Vorgang wiederholen, bis alle Röhren ❱❱ Von der Dachhalterung entfernt wurden. Dach- halterung und Rohrdurchführungen zurückbauen. Einstellen der Durchflussmenge ABSPERRVENTIL OFFEN GESCHLOSSEN Entsorgung Die Materialtrennung muss entsprechend den lokal gültigen Vorschriften zur Entsorgung von Flüssigkeiten und Materialien erfolgen. Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Liste der bei der Konstruktion der Varisol Kollektoren verwendeten Materialien und eine Anleitung zur Entsorgung des Frostschutzmittels. 26
  • 29. 29 Informationen zum Recycling Element-Nr. Material 1 Aluminium 2 EPDM-Gummi 3 Bronze 4 PA66 30 % GF 5 PA66 Natürlich 6 Edelstahl 7 Kupfer 8 Glas 9 Messing 10 PPS 1 1 6 8 4 3 5 2 6 6 2 9 9 2 4 2 10 7 2 6 Varisol DF Element-Nr. Material 2 EPDM-Gummi 4 PA66 30 % GF 6 Edelstahl 7 Kupfer 8 Glas 9 Messing 10 PPS Varisol HP 27
  • 30. Varisol Montageanleitung 30 Entsorgung des Solarfluids Das zum Lieferumfang unserer Solarsysteme gehörende Solarfluid basiert auf der Grund-lage von 1,2 Propylenglykol und Wasser. Die Lösung enthält zudem Korrosionsschutz-additive und wurde speziell für den Einsatz in thermischen Solaranlagen mit erhöhten Temperaturen, wie Vakuum-Röhrenkollektoren, entwickelt. Propylenglykol wird vielfach in pharmazeutischen, Lebensmittel-, Kosmetik-, Körperpflege-, Aromen- und Tiernahrungsanwendungen verwendet. Propylenglykol ist schwer flüchtig, aber mit Wasser mischbar. Propylenglykol ist nicht schädlich für Wasserorganismen und leicht biologisch abbaubar; Allerdings muss die Entsorgung der Lösung auf verantwortungsvolle Weise erfolgen und die lokalen gesetzlichen Umweltschutz- und Sicherheitsbestimmungen berücksichtigt werden. Obwohl das Fluid nach den Direktiven der Europäischen Kommission nicht als Gefahrstoff eingestuft wird, muss es gesondert entsorgt werden. Nähere Infor-mationen erhalten Sie bei Ihren lokalen Entsorgungsunternehmen, die Propylen-glykol entsorgen dürfen. Eine Kopie des Sicherheitsdatenblatts und der technischen Informationen der Europäischen Kommission ist auf Anfrage erhältlich. Es gibt eine Reihe von autorisierten Entsorgungsunternehmen, die Propylenglykol entsorgen dürfen, eine Liste der Unternehmen erhalten Sie auf Anfrage unter: info@kingspansolar.de Pflege und Wartung Die Betreiber einer thermischen Solaranlage sollten die vom Steuergerät aufgezeichneten Temperaturen regelmäßig prüfen. Durch einfaches Drücken der SET-Taste auf dem Bedienpanel der von Kingspan gelieferten Steuergeräte kann die maximale und minimale Kollektortemperatur seit dem letzten Zurücksetzen des Steuergeräts überprüft werden. Werden übermäßige Kollektortemperaturen (über 170°C) aufgezeichnet, empfiehlt es sich, den Frostschutzgehalt des Solarfluids mithilfe eines Refraktometers von einem qualifizierten Techniker auf seine physikalischen Eigenschaften prüfen zu lassen. Eine Probe der Tyfocor® LS Frostschutzflüssigkeit kann an der Pumpe entnommen werden, indem die Mittenschraube der Pumpennabe mit einem breiten Schrauben-dreher gelöst wird. Dabei ist die Schraube nur so weit zu öffnen, bis ein paar Tropfen Frostschutz herausfließen. Tropft man diese Probe der Flüssigkeit auf das Glas des Refraktometers, kann man den Gehalt an Frostschutz im System ermitteln. Hat das Fluid seine Frostschutzeigenschaften verloren, muss das System mit neuem Tyfocor® LS befüllt werden. Es wird empfohlen, dass der Anlagenbetreiber die thermische Solaranlage in regelmäßigen Abständen bezüglich Druck und Temperatur überprüft und im Abstand von 2 Jahren von einem qualifizierten Servicetechniker warten lässt (s. dazu Wartungsplan / 20 Jahre Garantie). Druck- und Flüssigkeitsverluste müssen sofort wieder ausgeglichen werden. Die Tyfocor® LS oder andere im System verwendete Frostschutzflüssigkeit muss gemäß den Herstellerangaben überprüft oder ausgewechselt werden. Wartungsplan - 20 Jahre Garantie Für die erweiterte Garantie der Vakuumröhren ist die Einsendung eines Protokolls zur Inbetriebnahme erforderlich. Nach dessen Prüfung erhalten Sie eine Garantienummer. Das System muss zudem nach dem im Anhang befindlichen Wartungs-plan in den vorgeschriebenen Intervallen von einem qualifizierten Servicetechniker gewartet werden. Neben den vorgeschriebenen Wartungsintervallen ist es unerlässlich, dass der Betreiber der Anlage den Systemdruck regelmäßig durch Sichtprüfung am Manometer kontrolliert. 28
  • 31. 31 Technische Daten Belastung und maximale Lasteinwirkung auf die Tragwerke von Flachdächern gemäß DIN 1055 Verhinderung des Verrutschens von Kollektoren Verhinderung des Anhebens von Kollektoren Gewicht pro Fuß (kg) 10-Röhren-Kollektor A B A B A B A B A B A B 76 102 76 102 116 155 26 65 26 65 41 100 129 178 129 178 195 269 57 125 51 125 80 191 8 8 to 20 20-Röhren-Kollektor Erdüberdeckung (m) 30-Röhren-Kollektor 10-Röhren-Kollektor 20-Röhren-Kollektor 30-Röhren-Kollektor Gewicht pro Fuß (kg)25° Belastung und maximale Lasteinwirkung auf die Tragwerke von Flachdächern gemäß DIN 1055 Verhinderung des Verrutschens von Kollektoren Verhinderung des Anhebens von Kollektoren Gewicht pro Fuß (kg) 10-Röhren-Kollektor A B A B A B A B A B A B 102 171 102 171 156 256 73 73 73 73 111 111 177 287 177 287 266 430 137 137 137 137 206 206 8 8 to 20 20-Röhren-Kollektor Erdüberdeckung (m) 30-Röhren-Kollektor 10-Röhren-Kollektor 20-Röhren-Kollektor 30-Röhren-Kollektor Gewicht pro Fuß (kg)45° Windlast Druckabfalldiagramme 6 20 80 2,5 1955 x 70,9 x 70,9 2,13 0,05 150 Röhren = 21 m² (Brutto) / 15 m² (Absorptionsfläche) 15 x 1 22 x 1 28 x 1,2 35 x 1,5 * Röhrendurchmesser berechnet für 0,1 l /min/Röhre und v_max = 0,5 m/s HPDFTechnische Daten Abmessungen pro Röhre (Länge x Breite x Höhe) [mm] Gewicht pro Röhre (kg) Volumen pro Röhre (l) Max. Feldgröße (m²) Cu-Rohrdurchmesser (mm)* Max. Betriebsdruck (bar) Min. Neigung (°) Max. Neigung (°) Max. Last (kN/m²) (DIN 1055-5) Wärmeübertragungsmedium 6 0 90 2,5 Für Vakuum-Röhrenkollektoren geeignetes Propylenglykol 1950 x 70,9 x 70,9 2,2 0,19 150 Röhren = 21 m² (Brutto) / 15 m² (Absorptionsfläche) 15 x 1 18 x 1 22 x 1,5 1-3 m² 4-8 m² 9-15 m² Zulaufgeschwindigkeit (l/h) Varisol DF Druckabfall (Tyfocor LS) Druckabfall(mbar) 120 100 80 60 40 20 0 0 50 100 150 200 250 300 350 400 450 500 90-Wege 60-Wege 40-Wege 30-Wege 20-Wege Zulaufgeschwindigkeit (l/h) Varisol HP Druckabfall (Tyfocor LS) Druckabfall(mbar) 60 70 80 50 40 30 20 10 0 0 5 10 15 20 25 10-Wege 20-Wege 30-Wege Poly. (10-Wege) Poly. (20-Wege) Poly. (30-Wege) 29
  • 32. Varisol Montageanleitung 32 Kingspan Environmental Gewährleistung für Solareinrichtungen (in Kürze) Gemäß den folgenden Bestimmungen gewährleistet Kingspan Environmental, dass die Einrichtungen für die Dauer von 5 - 20 Jahren (für die Vakuum-Röhren) bzw. von 5 Jahren (für VARISOL FLUSSFÜHRUNGEN UND ABDECKUNGEN, VERTEILER UND KITS) ab dem Datum ihrer Fertigung frei von Material- und Verarbeitungsfehlern sind. Kingspan Environmental leistet diese Gewähr unter Voraussetzung der folgenden Bedingungen: A. Es gilt die Standard Gewährleistung von 5 Jahren für Vakuumröhren. Beim fachgerechten Einbau durch einen von Kingspan anerkannten Installateur und einer regelmäßigen Wartung gemäß den Empfehlungen des Herstellers, erhöht sich die Gewährleistungsdauer auf Vakuumröhren auf 20 Jahre. Alle Systeme müssen gemäß des Kingspan Design Guides designt werden und gemäß des Installationshandbuch installiert und gewartet werden. B. Kingspan Environmental haftet nicht für Fehler an der Ware, die aus jeglichen vom Käufer bereitgestellten Informationen, Zeichnungen, Entwürfen oder Spezifikationen entstanden sind. Ein Inbetriebnahmeprotokoll ist dem Hersteller zu übergeben. C. Kingspan Environmental haftet auch nicht für Fehler, die sich aus der üblichen Abnutzung, vorsätzlicher oder unbeabsichtigter Beschädigung, Fahrlässigkeit, anormalen Betriebsbedingungen, Nichtbeachtung der Anleitungen von Kingspan Environmental, unsachgemäßem Gebrauch oder nicht genehmigter Änderung oder Reparatur ergeben. D. Die oben stehende Gewährleistung erstreckt sich nicht auf Teile, Material oder Ausrüstung, die nicht von Kingspan Environmental hergestellt wurden. In Bezug auf diese hat der Käufer lediglich das Anrecht auf die vom Hersteller gegenüber dem Unternehmen geleistete Gewähr oder Garantie. E. Der Käufer setzt Kingspan Environmental innerhalb des Gewährleistungszeitraums über den Fehler in Kenntnis. F. Die Installation der Ware wurde von entsprechend geschulten und fachkundigen Personen durchgeführt. G. Die Ware wurde weder dauerndem Stillstand noch extremen Temperaturen ausgesetzt. 1. Der Käufer gibt in Bezug auf die Ware gegenüber Dritten keinerlei Erklärung oder Zusage ab oder leistet keine Gewähr, die von den von Kingspan Environmental gegenüber dem Käufer erklärten oder genannte Bedingungen abweicht. Der Käufer ist zudem nicht berechtigt, Kingspan Environmental zu verpflichten, Dienstleistungen in Bezug auf die Ware bereitzustellen. 2. Die Haftung des Unternehmens gegenüber dem Käufer für den Tod oder die Verletzung, der/die sich aus der Fahrlässigkeit des Unternehmens selbst, seiner Mitarbeiter, Vertreter oder Zulieferer ergibt, und für den vom Käufer aufgrund einer Verletzung der in Abschnitt 12 des „The Sale of Goods Act 1979“ enthaltenen Verpflichtungen entstandenen Schaden ist nicht beschränkt. 3. Sollte Kingspan Environmental aus einem anderen als einem außerhalb der angemessenen Kontrolle des Unternehmens oder der Schuld des Käufers liegenden Grund die Ware nicht liefern, so beschränkt sich die Haftung von Kingspan Environmentalgegenüber dem Käufer ggf. auf die Höhe der Mehrkosten, die dem Käufer (auf dem günstigsten verfügbaren Markt) für ähnliche Ware entstehen, um die nicht gelieferte Ware zu ersetzen, über den Preis der Ware. 4. Der Käufer hat die gelieferte Ware unverzüglich zu überprüfen. Ein auf einem Fehler in der Qualität oder dem Zustand der Ware oder auf deren Nichterfüllung einer Spezifikation basierender Anspruch ist Kingspan Environmental innerhalb von 7 Tagen ab Lieferdatum oder, falls der Fehler bei einer angemessenen Untersuchung nicht offensichtlich war, innerhalb einer angemessenen Zeit nach Feststellung des Fehlers mitzuteilen. Wird die Lieferung nicht abgelehnt und setzt der Käufer Kingspan Environmental nicht in Kenntnis, so ist der Käufer nicht berechtigt, die Ware zurückzuweisen. 5. Kingspan Environmental ist berechtigt, die Ware, die Gegenstand eines Anspruchs des Käufers ist, zu untersuchen und diese Ware oder einen Teil hiervon zu Prüfungszwecken zu entfernen. Kingspan Environmental erkennt keine vom Käufer durchgeführte Prüfung an, es sei denn, diese wurde streng nach einem Verfahren durchgeführt, welches zuvor mit Kingspan Renewables als für den Zweck geeignet vereinbart wurde. 6. Jeder gültige Anspruch in Bezug auf die Ware, der auf einem Fehler in der Qualität oder dem Zustand der Ware oder auf deren Nichterfüllung einer Spezifikation basiert, wird Kingspan Environmental gemäß dieser Bedingungen mitgeteilt. Kingspan Environmental ist berechtigt, die Ware (oder den betreffenden Teil davon) kostenlos zu reparieren oder zu ersetzen oder nach Ermessen des Unternehmens dem Käufer den Preis (oder einen entsprechenden Anteil des Preises) zurückzuerstatten. Eine weitergehende Haftung von Kingspan Environmental gegenüber dem Käufer ist ausgeschlossen. 7. Kingspan Environmental ist gegenüber dem Käufer nicht aufgrund einer Darstellung (soweit nicht betrügerisch) oder einer stillschweigenden Gewährleistungsbedingung oder einer anderen Bestimmung oder Verpflichtung aus dem Gewohnheitsrecht (einschließlich u.a. Fährlässigkeit von Kingspan Environmental, seinen Mitarbeitern, Vertretern oder anderweitig) oder gemäß den ausdrücklichen Bestimmungen des Vertrags für einen Produktionsausfall, entgangenen Gewinn oder entgangenen erwarteten Gewinn, entgangene Vertragsabschlüsse, Betriebszeit oder erwartete Einsparungen, entgangenes Geschäft oder entgangenes erwartetes weiteres Geschäft, Datenverlust oder -beschädigung, Schaden am Ruf des Käufers oder vom Käufer an Dritte zu zahlende Kulanzschäden, Kosten oder Ausgaben oder einen anderen indirekten, besonderen oder Folgeverlust oder -schaden oder -anspruch (ob durch Fahrlässigkeit von Kingspan Environmental, seinen Mitarbeitern, Vertretern oder anderweitig entstanden), welche sich aus oder im Zusammenhang mit der Lieferung der Ware oder deren Nutzung oder Weiterverkauf durch den Käufer ergeben, haftbar. 8. Unbeschadet der Bedingungen der Abschnitte 3, 4, 5, 6, und 7 ist die Gesamthaftung des Käufers gemäß oder im Zusammenhang mit dem Vertrag auf den Preis der Ware beschränkt. 9. Kingspan Environmental ist gegenüber dem Käufer nicht haftbar oder verletzt nicht den Vertrag aufgrund einer Verzögerung in der Erfüllung oder einer Nichterfüllung einer Verpflichtung des Unternehmens in Bezug auf die Ware, wenn die Verzögerung oder Nichterfüllung auf eine Ursache zurückzuführen ist, die außerhalb der angemessenen Kontrolle des Unternehmens liegt. Ohne Einschränkung des zuvor Genannten gilt dies auch aufgrund von Ursachen, die außerhalb der angemessenen Kontrolle des Unternehmens liegen. 10. Weitere Einzelheiten zu „Gewährleistung und Haftung“ finden Sie in den „VERKAUFSBEDINGUNGEN“, Abschnitt 7. Garantieerklärung 30
  • 34. Um Video-Demonstrationen sehen sehr hilfreich: DieseBroschürewurdeaufumwelt- freundlichemPapiergedruckt. Aufgrund unseres Prinzips der ständigen Entwicklung und Verbesserung behalten wir uns Änderungen an den in dieser Veröffentlichung dargelegten technischen Daten vor. Siemensstraße 12a, D-63263 Neu-Isenburg, Deutschland Tel: :+49 (0) 6102 3686790 Fax: +49 (0) 6102 3686720 solarde@kingspan.com www.kingspansolar.com/de B9472C 1038_KSOL_15