SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
1
Social Business in Entwicklungsländern
Ein neuer Lösungsansatz für gesellschaftliche
Probleme?
Dr. Linda Kleemann
09. November 2013

2
B

eraten
ilden
efördern
rüten

Berufstätige
seit 2005
kostenfrei &
ehrenamtlich
für soziale Initiativen

3
Das Institut für Weltwirtschaft
Gegründet 1914 als „Königliches Institut für Seeverkehr und
Weltwirtschaft" von Bernhard Harms
Angegliedert an die Universität Kiel
Teil der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL) an,
seit dem 1.1.2007 Stiftung des öffentlichen Rechts
Aufgaben: weltwirtschaftliche Forschung, wirtschaftspolitische Beratung,
ökonomische Ausbildung und wirtschaftswissenschaftliche
Dokumentation
Linda @ IfW: PRED, PEGNet
4
Agenda
Warum in
Entwicklungsländern?
Vorstellung

Social
Business

Aufgabe
Beispiele

Kann das Armutsprobleme lösen?

Abschluss

Was machen
eigentlich die
anderen?

5
Social Business in Entwicklungsländern

6
Der Pionier I
1976 erster Geldverleih
1983 Grameen Bank gegründet
Nobelpreis 2006
2011: 6,2 Mio. Kreditnehmer in 2,5
Mio. Gruppen, davon 97 Prozent
Frauen. 8,7 Mia. US-Dollar verliehen
Grameen Unternehmensgruppe
Besitz: 95 Prozent im Besitz der
Kunden, zu 5 Prozent Staat

7
Was macht die Grameen Bank zu einem
Social Business?
o Social Business Typ 2
Profitorientiertes Business
gehört den benachteiligten Bevölkerungsgruppen die davon
profitieren
Dividenden sind ok

8
Der Pionier II: Grameen – Danone Joint
Venture
o Social Business Typ 1
Das Unternehmen stellt Produkte oder Dienstleistungen zur
Verfügung
Das Unternehmensziel ist zuerst sozial (oder ökologisch)
Keine Gewinnausschüttung

9
Der Deutsche

10
Eine neue Idee?
o 12. Jahrhundert: Leitbild „Ehrbarer Kaufmann“ entsteht.
o 1521: Jakob Fugger gründet „Fuggerei“, eine Sozialsiedlung bis
heute ihren Stiftungszweck erfüllt.
o 1799: Robert Owen als Begründer der modernen
Genossenschaftsbewegung
o 1853: Florence Nightingale entwickelt das erste moderne
Krankenhaus
o 1864 Friedrich Wilhelm von Raiffeisen gründet die erste
Genossenschaftsbank
o 1959: erste alternative Handelsorganisation (NL), 1967 in D.
„Handeln statt helfen“
11
Zusammenfassung Social Business
o Unternehmen mit sozialer Mission: Lösung gesellschaftlicher Probleme
o Business Case: Produkte/Dienstleistungen werden gegen Entgelt
angeboten

o Erfolg wird über soziale Wirksamkeit definiert
o Finanzielle Rendite verbleibt im Unternehmen oder Unternehmen
gehört den Armen/der Zielgruppe

o Häufig Startfinanzierung mit sozialen Investoren oder/und Spenden
12
Social Business in Entwicklungsländern

13
Ausgangspunkt I
50 Jahre Entwicklungshilfe ohne Ergebnisse?
Aid Effectiveness Debate und Evaluierungswahn

14
Ausgangspunkt II
Business Opportunities at the Bottom of the Pyramid: sehr viele
potentielle neue Konsumenten

15
Der Kontext
o Kaum Sozialsysteme >> viele
Möglichkeiten
o Armut >> wer zahlt?
o Rechtliche und politische
Unsicherheit >> Nachhaltigkeit?
o Fehlende Förderstrukturen für
Start-Ups
o Geberorganisationen >> Helfer
oder Konkurrenz?
16
Die Realität
o Gründung meist durch
inländische oder
ausländische Eliten
o Gut gemeint ist nicht gleich
weniger risikoreich
o Langer Atem nötig
o Impact durch Kontinuität

17
Zwei Beispiele

18
Die Ausgangssituation
Simbabwe

Deutschland

Arbeitslosenrate 80%

Arbeitslosenrate ~10%

Ökonomischer Zerfall

Relativ konstantes
Wirtschaftswachstum

Zusammenbruch der Wirtschaft u.a.
durch Rechtsunsicherheit und
politische Konflikte
Probleme u.a.: fehlende Ausstattung
mit Maschinen, mangelnde
Infrastruktur, schlechter Zugang zu
Informationsnetzwerken, sehr
schlechte Gesundheitsversorgung

Rechtssicherheit, politische
Stabilität
Staatliches Sozialsystem vorhanden
Staatliche Fördermittel für soziale
und unternehmerische Startups
vorhanden
Beispiel KAITE
Ausgangspunkt Unternehmen: Produktqualität von Kleinbauern ist geringer
als die kommerzieller Produzenten
Soziale Vision: Verbesserung des sozialen und ökonomischen
Lebensstandards von Kleinbauern und Landlosen in Simbabwe
Fokus: Produkt- und Prozessqualität im ökologischen Landbau
Soziale Investition statt Projekt: Langfristiges Engagement für ein Land und
seine Bewohner schafft wahre Entwicklung
Break Even nach 6-7 Jahren
Dann: Querfinanzierung von sozialen Aktivitäten durch Gewinne
21
KAITE
Vision: improving the social and economic living standards of small-scale
farmers and landless people in Zimbabwe
Families and
Communities
of farmers
Customers

KAITE e.V.
Donors

KAITE
Trust

KAITE
Company

Banks
(loans)

Microfinancing

Support of
orphans

HIV/AIDS and
health care
Schools

Training
Cultivation
advice

Processing

Banking

Certification

Org., UEBT, FAIR

Marketing
Training
Investment in production:
Dryers

Water Pumps
Wild collection of indiginous plants
Processing of wild aromatic plants in the communities
Sustainably wild collected Strafantus
Processing of Strafantus by Small scale farmers / wild collectors
Construction of wood saving stoves
KAITE‘s orphanage
The KAITE team says:
Thank you

Visit KAITE in Zimbabwe
You will see the difference!
Welcome to Blue Skies
About Blue Skies
• Founded in 1997.
• Producers of fresh-cut fruit and freshly
squeezed juice.
• Employ 2,745 people in factories in
Ghana (2), Egypt, South Africa, Brazil, UK
and Senegal.
• Committed to value-adding at source
• Supply 13 major European retailers.
• Presented with Queens Award for
Sustainable Development in 2008 and
2011
UK:
Head Office
and factory

SENEGAL &
GAMBIA
Pack houses

BRAZIL:
Processing Tropical,
deciduous and exotic
fruits

EGYPT:
Processing deciduous and
some sub tropical fruits

GHANA:
Processing
tropical fruits

SOUTH AFRICA: Processing
deciduous and sub tropical
fruits

www.blueskies.com
Customers

Certification

Awards
West African Challenges
SOCIAL & ECONOMIC
•Agriculture, land and the mind-set.
•Industry and Exports.
•ECOWAS.
ENVIRONMENT
•Climate change and fruits
•Energy and airfreight
•“Sand winning” and urbanization
The Blue Skies Solution
• for meeting consumer demand and crushing
poverty:
North-South Partnership
Encouragement for involvement in agriculture and
industry. Role models, rewards and
acknowledgment.
The JEE.
Joint Effort Enterprise

Employing people from
different backgrounds
and cultures
because we believe that
we will generate better
ideas if we have a diverse
range of skills, experience
and perspectives.

Respecting people
equally
because we believe that if
we respect each other for
who we are, then we will
feel happier about our work
and proud to do a good
job.
This is our culture.

Operating profitably and
efficiently
because we know that we
cannot continue to produce
the best fruit products in the
world unless we generate
the funds that will enable us
to survive and grow.
Proactive Initiatives
• Our Blue Print for Sustainability
Compost
Biogas
• Taking responsibility
Demonstration farms > focus on quality
Education and awareness > mind-set
• Developing more value added products
Product diversification
Varietal innovation
Blue Skies Foundation
• Partnership between Blue Skies, Albert
Heijn and Waitrose
• €170,000 per year for community
projects.
• Intended to improve the lives of farmers
and their communities who supply Blue
Skies and our staff.
• Projects focused on improving education
and health
• Comprehensive project selection and
prioritisation process
A step at a time…
Summary
•
•
•

•

Our ideals embrace the ideas
of differentiation and quality.
Fresh From Harvest
guarantees quality.
More value-adding at source
will change fortunes faster for
Africa.
Africa is the future
Thank you
Können unternehmerische Ansätze
Armutsprobleme in Entwicklungsländern lösen?
1. Ist eine tatsächliche Verbesserung der Lebensbedingungen
ausschließlich durch Unternehmen möglich bzw. überhaupt
realistisch?
2. Können Unternehmen Armutsprobleme in
Entwicklungsländern dauerhaft lösen und gleichzeitig
profitabel im Wettbewerb agieren?

48
Ist eine tatsächliche Verbesserung der Lebensbedingungen
ausschließlich durch Unternehmen möglich?
o Meist positive Effekte auf die teilnehmende Bevölkerung
…aber nicht unbedingt für die Ärmsten
…trickle-down durch Schaffung von Arbeitsplätzen
….Kontinuität schaffen!
o Was ist eigentlich Aufgabe des Staates?
…Schaffung von Rahmenbedingungen
…Armutsaspekte die nicht durch unternehmerische Ansätze
zu lösen sind?
49
Können Unternehmen Armutsprobleme dauerhaft lösen, ohne
ihre wirtschaftliche Stellung zu gefährden?
Ich begebe mich als Unternehmer in einen Bereich, der deshalb
bisher unerschlossen ist weil er nicht profitabel oder hoch
risikoreich ist.
o Häufig (lange) abhängig von der Zahlungsbereitschaft von
Spendern, Entwicklungshilfegebern oder Konsumenten in
reichen Ländern
o Welches Ziel – sozial oder finanziell – gewinnt wenn es hart auf
hart kommt?
o Gefahr von „Socialwashing“: jede unternehmerische Tätigkeit die
„Arme“ involviert ist gut > First Mover Advantage
50
Was machen eigentlich die anderen?

51
Green Belt Movement
 http://www.youtube.com/watch?v=Rm0Fov0U-Nw

52
Der Social Entrepreneur

die eine konkrete am Gemeinwohl orientierte
Aufgabe erkennen,

eine für sich oder
die jeweilige
Zielgruppe neue
Lösungsidee
dafür entwickeln,

in eigener
Verantwortung
den Schritt von
der Idee zur
Umsetzung
gehen,

und bei der
Umsetzung soziales
mit wirtschaftlich
nachhaltigem
Handeln verbinden.

53
Und dann ist da noch…

54
Die Großen
o Mpesa Kenia: Safaricom/
Vodafone Group

o Weitere Beispiele:
Siemens, Nokia,
Allianz (Indien),
Barclays Bank (Ghana), Bosch & Siemens Hausgeräte
(Indonesien / Philippinen), Manila Water Company
(Philippines)
55
Inclusive Business

o “Inclusive business integrates people living in poverty into the

value chain as consumers or producers, thus making a positive
contribution to the development of companies, the local
population and the environment.” (Gradl, Knobloch 2012)

o Bekannt geworden durch den World Business Council for
Sustainable Development (WBCSD) mit SNV und UNDP

56
Andere Namen für Inclusive Business
IFC,
IBLF

Business
linkages

Responsible
supply chain
management

Full Economic
Citizenship
(FEC)

Pro-poor
value chain
development

BOP

MMW4P/ M4P

57
Shared Value

Das Konzept des Shared Value beinhaltet Richtlinien und Praktiken, die
die Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens erhöhen und zugleich die
wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der Gemeinschaft verbessern,
in der es tätig ist. (Porter and Kramer)

58
Die Klassiker I
o BASF: Senkung von Emissionen (10 % in die Luft und 40 % ins

Wasser bis 2012).
o Seitenwechsel: Führungskräfte gehen eine Woche in eine soziale
Institution.

59
Corporate Social Responsibility
„Bei Corporate Social Responsibility (CSR) geht es um Unternehmen
sowie andere Organisationen und Institutionen, die freiwillig
gesellschaftliche Verantwortung übernehmen - und zwar über ihre
rechtlichen Pflichten hinaus.“
„Die Europäische Union definiert CSR als ein System, `das den
Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale
Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in
die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren“.
(Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
60
Die Klassiker II
o OTTO: „Code of Conduct“ zu Sozialstandards in den

Lieferbetrieben.
o Deutsche Post World Net: leistet Logistik bei der Verteilung von
Hilfsgütern.
o HSH Nordbank Run: Firmenlauf zugunsten von “Kinder helfen
Kindern“.

61
Corporate Social Responsibility Inhalte I

(Quelle: UPJ Netzwerk Coprorate Citizenship)

62
Was unterscheidet diese Konzepte
voneinander?

63
Aufgabe
Ihr arbeitet im Finanzamt und müsst entscheiden ob ihr den folgenden
Organisationen aufgrund ihrer sozialen Ausrichtung einen Steuervorteil
gebt oder nicht. Es gibt drei Möglichkeiten :
• Kein Vorteil 20% (“normales” Unternehmen ggf. mit
CSR Aktivitäten)
• Ermäßigt 7%
• Frei 0% (voll gemeinnützig)

64
Die Evangelische Stiftung Alsterdorf ist ein modernes und
vielseitiges, diakonisches Dienstleistungsunternehmen mit
rund 5.700 Mitarbeiter an 180 Standorten und einer
mittlerweile 150-jährigen Geschichte.
Assistenz - Wir begleiten Menschen mit Handicap. Die
Assistenz wird mit unseren Klienten individuell je nach
Unterstützungsbedarf geplant.
Bildung - Sich durch Bildung weiterentwickeln – diese
Möglichkeit sollen Menschen jeden Alters haben.
Medizin - Wir stehen für qualifizierte fachmedizinische
Behandlung, ganzheitliche, gute Pflege und Therapie und
umfassende diagnostische Möglichkeiten.
Arbeit - Wir unterstützen Menschen mit Handicap auf ihrem
Weg in die berufliche Teilhabe und Selbstbestimmung.
Pflege - Wir unterstützen ältere und pflegebedürftige
Menschen und halten dafür ein breit gefächertes Angebot
an Dienstleistungen vor.
Soziale Hilfen - Wir bieten kompetente Hilfestellungen,
Beistand und Wohnungsangebote für Kinder, Jugendliche
und Erwachsene mit Unterstützungsbedarf.
Wir sind eine Initiative mit bundesweit über 5.000
ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren in 70 lokalen
Gruppen, die Schülerinnen und Schüler aus Familien, in denen
noch niemand oder kaum jemand studiert hat, zum Studium
ermutigt und sie vom Studieneinstieg bis zum erfolgreichen
Studienabschluss unterstützt.
Wir helfen mit praktischen Informationen auf diesem
Internetportal zu Studien- und Finanzierungsmöglichkeiten und
mit einem deutschlandweiten Netzwerk von ehrenamtlichen
Mentorinnen und Mentoren, die Schülern, Studierenden und
Eltern vor Ort als Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite
stehen und als Vorbilder wirken. Bei uns darf jeder seine Fragen
rund ums Studium stellen – und lieber drei Fragen mehr stellen
als eine zu wenig. Unsere ehrenamtlichen MentorInnen
erzählen von ihren eigenen Erfahrungen und gehen in
persönlichen Gesprächen und auch in Schulvorträgen auf die
Fragen "Warum studieren? Was studieren? Wie finanzieren?"
ein.
Deutschland rundet auf verleiht ihren kleinen Cents große Wirkung. Wenn Sie bei einem unserer
Handelspartner einkaufen, können Sie an der Kasse mit zwei Worten einfach und transparent
maximal 10 Cent spenden: “Aufrunden bitte!”. DEUTSCHLAND RUNDET AUF legt besonderen
Wert darauf, dass dies freiwillig geschieht: Die Initiative zum Aufrunden geht aktiv vom Kunden
aus. Das Kassenpersonal wird Sie nicht mit Fragen bedrängen.
Bei Produkten mit dem Fairtrade-Siegel haben Sie die Gewissheit, dass die Lebens- und
Arbeitsbedingungen von Bauern und Beschäftigten durch Fairtrade-Preise und -Prämie
verbessert werden. Außerdem sind ausbeuterische Kinderarbeit und Zwangsarbeit
verboten.
Fairtrade ist eine Strategie zur Armutsbekämpfung. Durch gerechtere
Handelsbeziehungen soll die Situation der benachteiligten Produzentenfamilien in Afrika,
Asien und Südamerika verbessert, die Binnenwirtschaft gestärkt und langfristig
ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen abgebaut werden.
Keine Lust mehr auf trockene Gruppenstunden und dein
angestaubter Vokabelkasten bringt es auch nicht so richtig?
Glovico.org ist eine Online-Sprachschule, in der du Spanisch,
Französisch, Portugiesisch, Chinesisch, Arabisch und
Englisch sowie viele weitere Sprachen von Muttersprachlern
aus Lateinamerika, Afrika und Asien via Skype lernen und
gleichzeitig was Gutes tun kannst. Ein bequemer, günstiger
Online-Sprachkurs für dich und zusätzliches Einkommen für
Menschen, die es brauchen können: das ist Fairtrade 2.0!
„Geld ist für die Menschen da“, davon sind wir überzeugt. Als erste sozial-ökologische Universalbank
zielen wir deshalb mit allem, was wir tun, darauf ab, nachhaltige, individuelle und gesellschaftliche
Entwicklung zu ermöglichen. Als Pionier sozial-ökologischer Bankarbeit investieren wir das bei uns
angelegte Geld sinnstiftend und transparent.
Unter dem gemeinsamen Nenner der Nachhaltigkeit bringen wir Menschen, die Geld anlegen
wollen, zusammen mit Menschen, die Geld für die Umsetzung ihrer Ideen und Unternehmungen
benötigen. Unseren Kundinnen und Kunden bieten wir von der rentablen Geldanlage bis zur
Schenkung ein breites und attraktives Spektrum aus einer Hand. Kredite vergeben wir insbesondere
in den Bereichen Energie, Wohnen, Ernährung, Bildung und Gesundheit.
Unsere Bemühungen, das werteorientierte Bankgeschäft zu etablieren und weiter zu
entwickeln, wurden im Jahr 2012 mit der Auszeichnung „Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen
2012“ belohnt.
Hamburgs größtes Beschäftigungsprojekt für Obdachlose möchte
Wohnungslosen durch Hilfe zur Selbsthilfe wieder Chancen einräumen
und eine Perspektive geben.
Gegründet wurde das Straßenmagazin 1993 als Kooperationsprojekt
von Obdachlosen und Journalisten von dem damaligen Leiter des
Diakonischen Werkes, Herrn Dr. Stephan Reimers. Die Idee: Wohnungsund Obdachlose verkaufen ein professionell geschriebenes und
gestaltetes Magazin. Der Erlös wird zwischen dem Projekt und dem
Verkäufer geteilt. Statt Almosen zu empfangen, verkaufen sie ein
Produkt, das alle Menschen anspricht und miteinander ins Gespräch
bringt. Seither sind mehr als 14 Millionen Zeitungen verkauft und rund
5500 Verkäuferausweise ausgestellt worden.
Nestlé is the world's leading nutrition, health and wellness company. Our mission of "Good Food,
Good Life" is to provide consumers with the best tasting, most nutritious choices in a wide range of
food and beverage categories and eating occasions, from morning to night.

„Nestlé Ghana wins award for sports
development in schools„
Proximity Designs
We design for impact: In a country where 70% of the population depends on agriculture,
improvements in farming technology and techniques - and the credit to access them - are vital to
improving living conditions and ending poverty.
Proximity Designs works to increase the productivity and incomes of rural households in Myanmar
by designing and selling simple, highly efficient agricultural products. Proximity has developed an
extensive distribution network in order to reach the most isolated customers.
Die Regionalwert AG ist eine
Bürgeraktiengesellschaft, durch
die wir Landwirtschaft und
Regionalwirtschaft rund um
Freiburg sozial, ökologisch und
wirtschaftlich nachhaltig
gestalten wollen. Die Aktionäre
stellen unseren
Wirtschaftspartnern Kapital zur
Verfügung und können sich
damit an regionalen Prozessen
nicht nur finanziell, sondern
auch gestalterisch beteiligen.
SEKEM was founded with the idea of sustainable development and giving
back to the community. The vision that brought Dr. Ibrahim Abouleish to
dig the first well in the vast desert land still resounds in SEKEM’s approach
of conducting business. Like a compass, our vision, mission and values
guide us in the everyday work in all SEKEM companies.
The SEKEM Initiative established several specialized companies to ensure
productions and marketing of its products.
Since May 2007 the German GLS Gemeinschaftsbank and the Dutch
Triodos Bank are shareholders of the SEKEM Holding and support the
finance for future investments.
SEKEM Companies: ISIS: Produce & Foodstuffs, ATOS: Herbal Medicine,
NATURETEX: Textiles, SEKEM Europe, LOTUS: Herbs & Spices, LIBRA: Cattle
& Compost, MIZAN: Seedlings, PREDATORS: Biocontrol, SEKEM for Land
Reclamation, SEKEM Holding
Die vier Säulen unserer Vision legen die langfristige Richtung unseres Unternehmens dar - wohin wir
gehen wollen und wie wir dorthin kommen:
•
Wir arbeiten jeden Tag für eine bessere Zukunft.
•
Wir helfen den Menschen, sich gut zu fühlen, gut auszusehen und mehr vom Leben zu haben mit
Marken und Leistungen, die gut für sie und gut für andere sind.
•
Wir inspirieren Menschen jeden Tag zu kleinen Taten, die zusammen eine große Wirkung auf die
Welt haben können.
•
Wir werden neue Wege für unser Geschäft entwickeln, die es uns ermöglichen, die Größe unseres
Unternehmens zu verdoppeln, während wir die Auswirkungen auf die Umwelt verringern.

Unsere Vision
Unilever-Produkte
berühren das Leben
von mehr als 2
Milliarden Menschen
jeden Tag – indem
sie Ihnen ein gutes
Gefühl geben,
glänzendes Haar und
ein hervorragendes
Lächeln zaubern,
indem sie ihre
Häuser frisch und
sauber halten oder
indem sie eine große
Tasse Tee, eine
sättigende Mahlzeit
oder einen gesunden
Imbiss genießen.
Grameen Veolia Water has set up a
water treatment plant to provide safe
drinking water to people living
in villages in rural Bangladesh. The
project aims to provide 100,000
people with drinking water that meets
the highest WHO standards, at a tariff
they can afford.
The project means that local people
finally have access to drinking water
that doesn’t make them ill.
Grameen Veolia Water works in
partnership with some of the world’s
leading companies and academic
institutions to invent a new economic
model to bring drinking water to rural
Bangladesh.
VisionSpring has developed several innovative models for bringing high-quality, affordable
eyeglasses to customers in developing countries. Through mobile optical units, optical shops, and
Vision Entrepreneurs, more than 600,000 pairs of eyeglasses have been sold.
Trinkwasserknappheit ist eines der größten sozialen Probleme des 21.
Jahrhunderts. Weltweit haben fast eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu
sauberem Trinkwasser.
Für Viva con Agua (VcA) ist diese Tatsache Motivation zum Handeln, um
Menschen einen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen.
Mit dem Quellwasser geht Viva con Agua seit 2010 einen neuen Weg!
Durch das Viva con Agua Quellwasser bekommt jeder die einfache
Gelegenheit, durch eine kleine Kaufentscheidung, ob im Nachtleben oder im
Supermarkt, einen Teil zur Lösung der Trinkwasserproblematik beizutragen.
Denn 60% der Gewinne aus dem Verkauf des Flaschenwassers fließen
dauerhaft in die Projekte von Viva con Agua.
The Waitrose Way:
Waitrose believes in championing British produce, treading lightly on the environment, supporting
responsible sourcing and treating people fairly.
In recognition of the work that we do, Waitrose has received a Big Tick Award in the Sustainable
Supply Chain category at the Responsible Business Awards 2013.
John Lewis Partnership:
We’re not owned by shareholders and the City. Instead, we’re owned by everyone who works for
the Partnership, which is why we’re all on the same mission to bring you the best.
Wheelmap.org ist eine Online-Karte zum Suchen, Finden und Markieren rollstuhlgerechter Orte.
Mach mit und markiere öffentlich zugängliche Orte wie Cafés, Behörden oder Geschäfte!
Wheelmap.org ist ein Projekt zum Mitmachen. Als Mapper kann jeder selbstständig die
Rollstuhlgerechtigkeit öffentlicher Orte in der Karte markieren – ohne sich registrieren zu
müssen!
Neben dem Mappen gibt es rund um die Karte außerdem verschiedene Projekte. Ob als
Einzelperson, Schulklasse, Verein oder Unternehmen – für jeden gibt es das richtige Projekt!
Alsterdorf
Arbeiterkind
D rundet auf
Fairtrade
GLS Bank
Glovico
Hinz und Kunz
Nestle
Proximity
Regionalwert
Unilever
Sekem
Veolia
VisionSpring
Viva con Agua
Waitrose
Wheelmap

82
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!
Kontakt:
Dr. Linda.kleemann@ifw-kiel.de
kleemann@heldenrat.org

83
Was ist Social Entrepreneurship?
Viele wissen, was Social Entrepreneurs sind...
Was ist ein Entrepreneur?
Die Wissenschaftler sagen:
“(…) dasjenige Wirtschaftssubjekt, dessen Funktion die Erfindung neuer Kombinationen
und deren Durchsetzung ist.” (Joseph Schumpeter)
„(...) einen Entscheidungsträger, dessen gesamte Rolle ausschließlich in seiner Findigkeit
bezüglich bisher unbekannter Gelegenheiten besteht.“ (Israel Kirzner)
„The entrepreneur always searches for change, responds to it and exploits it as an
opportunity.“ (Peter Drucker)
„(...) shifts economic ressources out of an area of lower and into an area of higher
productivity and greater yield.“ (Jean-Baptiste Say)
„An Entrepreneur is someone who perceives an opportunity and creates an organization
to pursue it.“ (Bygrave/Hofer)
Was ist sozial?
Sozial ist:
„... ein solches Handeln (...) welches seinem von dem oder den Handelnden gemeinten Sinn nach
auf das Verhalten anderer bezogen wird und daran in seinem Ablauf orientiert ist." (Max Weber)
„Soziale Arbeit fördert die Lösung von Problemen in zwischenmenschlichen Beziehungen (...) (Sie)
greift dort ein, wo Menschen mit ihrer Umwelt in Interaktion treten“ (IFSW)
Die vernünftige Ordnung des gesellschaftlichen Zusammenlebens (Ordo Socialis): Personalität,
Solidarität, Subsidiarität, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit (Katholische Soziallehre)
„Sozial ist, was Arbeitsplätze schafft.“ (CDU)
„Eine Körperschaft verfolgt gemeinnützige Zwecke, wenn Ihre Tätigkeit darauf gerichtet ist, die
Allgemeinheit auf materiellem, geistigen oder sittlichen Gebiet selbstlos zu fördern.“ (AO, § 52)
“…. to benefit society in general, with an emphasis on those who are marginalized and poor (…)”
(Schwab Foundation for Social Entrepreneurship)
Was ist sozial?
o

Wir sind uns einig: Die soziale Mission steht im Vordergrund

„Social entrepreneurs play the role of change agents in the social sector, by: „adopting a mission to create
and sustain social value (not just private value)“ (Dees)
„(...) aim of serving members or the community rather than generating profit.“ (Defourny)

o

aber was sind die Inhalte von „sozial“?

o

und im Detail wird es kontrovers:
- Ist Geld verdienen erlaubt?
- Sind Kultur, Religion, Politik und Ökologie auch sozial?
- Sind Unternehmer mit sozialen Anspruch auch Social Entrepreneurs?
- Wo beginnt gesellschaftlicher Wandel?
- Welche Rolle spielen Werte?
Social Entrepreneurship in Deutschland…
... ist seit ca. 7 Jahren ein Thema von wachsendem Interesse:

o Ashoka & Schwab Foundation: mehr als 20 „ausgezeichnete“ Social
Entrepreneurs seit 2005 in Deutschland

o Buchveröffentlichungen, Presseartikel, TV-Beiträge
o Intermediäre: Genisis Institute Berlin, Forscherverbund Mercator
Stiftung, BMBF Projekt Soziale Innovationen, etc.

o Wissenschaft: Vorlesungen, Seminare, BA-, Magister- &
Diplomarbeiten, Promotionen, Lehrstühle
Social Entrepreneurship in Deutschland…
... wird teilweise fragwürdig wahrgenommen:

o

Begriffsverwechslungen Social Entrepreneurship, Social Business, …:
„ökonomisch tragfähig“, „SE leben von ihren Aktivitäten“

o

Persönlichkeitszentriert

o

Selbstständige im sozialen Bereich als Social Entrepreneurs?

o

Sektiererische Tendenzen (“Das ist KEIN Social Entrepreneur”)

o

“Speckgürtel”-Veranstaltungen ohne die Basis

o „Socialwashing“?
o

Kritik: Verbindung Gutes tun/Geld-Verdienen, “elitärer Ansatz”
Social Entrepreneurship in Deutschland…
steht vor besonderen
Herausforderungen:

o Einbindung in bürgerschaftliche
o
o
o
o

Debatte / Engagementkultur
Sozialstaat und Politik
Förderstrukturen / Philanthropie
Gutes tun und Geld verdienen?
Social Entrepreneurs als Eliten

….. und Chancen:

 Lange Kultur von

Sozialunternehmen
 Reges Interesse von vielen Seiten:
Unternehmen, Stiftungen,
Universitäten, etc.
 Absicherung
Social Entrepreneurs in Deutschland
Plus die neuen Ashokafellows!!
Nachhaltige Unternehmensführung
Compliance Management
Betrug /Korruption
Transparenz
Investor Relations

Eigentümer/Aktionäre
Corporate Responsibility

Karriereplanung
Motivation
Arbeitsplatzsicherung
Leistungsqualität

Corporate Governance

Vorstand/GF

Diversity
Chancengleichheit
Entlohnung/Anreize
Aus- und Weiterbildung

Recruiting
Supply Chain
Etc.

Umweltmanagement

Corporate Social
Responsibilty
ökon

Vergütung
Etc.

Human Capital Management

Aufsichtsrat/Beirat

Corporate
Citizenship

Integrität
Compliance Reputation
Risikomanagement

ökol

Umweltschutz/-standards
Recycling
Produktlebenszyklus
soz

Emissionen
Ressourceneffizienz
Logistik und Verkehr

Klimaschutz
CO2-Footprint
Abfallmanagement, etc.

Socialmanagement
Sozialstandards
Menschenrechte
Verbraucherschutz

Kommunikation
Gesundheitsschutz
Lieferantenbeziehung

Kundenbeziehung
Marketing
Etc.

Good Corporate Citizenship
Corporate Giving
Corporate Foundation
Corporate Volunteering

Bildung/Forschung
Politik

Kultur
Gesundheit
Etc.
(Quelle: angelehnt an Ernst&Young)
Geschäftsfelder

von Schwab ausgezeichnete Ideen
CSR-Pyramide (Caroll 1991)
Ist das ein Social Business?
Sind das Social Entrepreneurs?
Ist das ein Social Business?
Sind das Social Entrepreneurs?

„Nestlé Ghana wins award for sports
development in schools„
BASF SE und Grameen Healthcare Trust
gründeten das Joint Venture BASF Grameen Ltd.
in Bangladesch. Ziele des Unternehmens sind
eine bessere Gesundheitsversorgung sowie der
Aufbau von Geschäftsmöglichkeiten für
Menschen aus armen Bevölkerungsschichten in
Bangladesch.
So funktioniert’s: Spende Geld, Sachen, Zeit, Wissen oder
besuche und bewerte Projekte. Oder Du stellst Dein eigenes
Projekt vor.
Was wir erreichen wollen: Wir nutzen das Internet, um
zusammen mit Euch die Welt zu verbessern. Und um das
Weltverbessern selbst zu verbessern.

betterplace.org ist die
wahrscheinlich transparenteste
Spendenplattform der Welt. Schon
376.135 Spender unterstützen
5.430 Hilfsprojekte in 146 Ländern.
Wir sind die, die jetzt einfach mal
anfangen mit dem Weltverbessern
– die ganze Zeit drüber reden
können andere. Auf unserer
Plattform treffen Menschen, die
helfen wollen, auf Menschen, die
Hilfe brauchen. Direkt &
transparent.
2006 hat Danone gemeinsam mit Prof. Muhammad Yunus „Grameen Danone Foods“ gegründet,
um der Mangelernährung in Bangladesch entgegenzuwirken und die Armut im Land zu bekämpfen.
Dieses Joint Venture von Danone.Communities und der Grameen Bank befindet sich in der Region
Bogra. Es umfasst die Produktion und den Vertrieb eines mit Vitaminen und Mineralstoffen
angereicherten Joghurts namens „Shokti Doi“.
discovering hands® - der Tastsinn Blinder verbessert die Brustkrebsfrüherkennung
discovering hands® setzt den überlegenen Tastsinn blinder und sehbehinderter Menschen
zur Verbesserung der Tastdiagnostik im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung ein.
Dieses innovative Konzept schafft nicht nur ein höheres Maß an Sicherheit für die Erkennung
von Brustveränderungen, sondern ermöglicht Frauen eine angenehme
Untersuchungssituation mit einem Höchstmaß an Zuwendung und Zeiteinsatz.
Was ist ein Social Entrepreneur?
… is a leader or pragmatic visionary who:
… eine Unternehmerpersönlichkeit,
 „die mit einem neuen Ansatz eine nicht oder  Achieves large scale, systemic and
sustainable social change through a new
unzureichend gelöste gesellschaftliche
invention, a different approach, or a
Aufgabe angeht,
 die bei der Aufgabenerfüllung keine finanzielle combination of these.
Gewinnerzielung anstrebt, sondern den Erfolg  Focuses on the social and/or ecological
value creation and tries to optimize the
ihres Tuns am gesellschaftlichen Wandel
financial value creation.
misst,
 Continuously refines and adapts approach
 deren Wertebezüge auf der Wahrung der
in response to feedback.
Menschenwürde und der demokratischen
Rechte begründet sind,
 Combines the characteristics represented
 mit kreativem und unternehmerischem Talent by Richard Branson and Mother Teresa.
(Schwab Foundation)
 die weitere interessierte Personen zur
Mitwirkung und notwendige finanzielle und
materielle Ressourcen anzieht.“
(Ashoka)
• von Beispiele aus ärmeren
Ashoka Fellows ergänzen

Ländern
Beispiele aus ärmeren Ländern
Social Business Beispiele in ärmeren Ländern

Weitere ähnliche Inhalte

Ähnlich wie Social Business in Entwicklungsländern - Ein neuer Lösungsansatz für gesellschaftliche Probleme?

Unternehmerische verantwortung-ud-digitaler-wandel working-paper
Unternehmerische verantwortung-ud-digitaler-wandel working-paperUnternehmerische verantwortung-ud-digitaler-wandel working-paper
Unternehmerische verantwortung-ud-digitaler-wandel working-paper
Julius Raab Stiftung
 
Spendenguide 2018
Spendenguide 2018Spendenguide 2018
Spendenguide 2018
Fundraising Verband Austria
 
Iv summer acad abbau der grenzen im kopf
Iv summer acad abbau der grenzen im kopfIv summer acad abbau der grenzen im kopf
Iv summer acad abbau der grenzen im kopf
Reinhard Wilfinger
 
Ratgeber für strategisches Corporate Citizenship - Unternehmen in guter Gesel...
Ratgeber für strategisches Corporate Citizenship - Unternehmen in guter Gesel...Ratgeber für strategisches Corporate Citizenship - Unternehmen in guter Gesel...
Ratgeber für strategisches Corporate Citizenship - Unternehmen in guter Gesel...PHINEO gemeinnützige AG
 
Gute Fehler, schlechte Fehler – wie tolerant ist Deutschland im Umgang mit ge...
Gute Fehler, schlechte Fehler – wie tolerant ist Deutschland im Umgang mit ge...Gute Fehler, schlechte Fehler – wie tolerant ist Deutschland im Umgang mit ge...
Gute Fehler, schlechte Fehler – wie tolerant ist Deutschland im Umgang mit ge...
Andreas Kuckertz
 
Venture-Capital-Broschüre. Wenn Ideen groß werden
Venture-Capital-Broschüre. Wenn Ideen groß werdenVenture-Capital-Broschüre. Wenn Ideen groß werden
Venture-Capital-Broschüre. Wenn Ideen groß werden
BVK
 
Ratgeber Entwicklungszusammenarbeit - Weltweit mehr erreichen!
Ratgeber Entwicklungszusammenarbeit - Weltweit mehr erreichen!Ratgeber Entwicklungszusammenarbeit - Weltweit mehr erreichen!
Ratgeber Entwicklungszusammenarbeit - Weltweit mehr erreichen!
PHINEO gemeinnützige AG
 
Generation D Workshop Fundraising
Generation D Workshop FundraisingGeneration D Workshop Fundraising
Generation D Workshop FundraisingMarc Rosenfeld
 
Crowdfinancing- Option für die internationale Projektfinanzierung in der deut...
Crowdfinancing- Option für die internationale Projektfinanzierung in der deut...Crowdfinancing- Option für die internationale Projektfinanzierung in der deut...
Crowdfinancing- Option für die internationale Projektfinanzierung in der deut...
Orthwein Unternehmens- und Organisationsberatung
 
Gemeinwohl ökonomie-präsi-plurale ökonomie1
Gemeinwohl ökonomie-präsi-plurale ökonomie1Gemeinwohl ökonomie-präsi-plurale ökonomie1
Gemeinwohl ökonomie-präsi-plurale ökonomie1
Stephanie Ristig-Bresser
 
ASIS - Training #7 - Innovation und gesellschaftliche Herausforderungen - Te...
ASIS - Training #7 - Innovation und gesellschaftliche Herausforderungen - Te...ASIS - Training #7 - Innovation und gesellschaftliche Herausforderungen - Te...
ASIS - Training #7 - Innovation und gesellschaftliche Herausforderungen - Te...
armelleguillermet
 
Präsentation balance4yourlife Bauausschuss Stadt Staßfurt
Präsentation balance4yourlife Bauausschuss Stadt StaßfurtPräsentation balance4yourlife Bauausschuss Stadt Staßfurt
Präsentation balance4yourlife Bauausschuss Stadt Staßfurt
Anette Pekrul
 
Eos Entrepreneur Foundation - Update Fall 2014
Eos Entrepreneur Foundation - Update Fall 2014Eos Entrepreneur Foundation - Update Fall 2014
Eos EF Update_Sept2019
Eos EF Update_Sept2019Eos EF Update_Sept2019
Wertvoll 2 19
Wertvoll 2 19Wertvoll 2 19
Wertvoll 2 19
RonaldGoigitzer
 
Aktion mensch, German NGO
Aktion mensch, German NGOAktion mensch, German NGO
Aktion mensch, German NGO
Gizem Ay
 
Inititiative "Wir sind Kunststoff"
Inititiative "Wir sind Kunststoff"Inititiative "Wir sind Kunststoff"
Inititiative "Wir sind Kunststoff"
Dein Kunststoff
 
Spendenguide für Unternehmen 2017/18
Spendenguide für Unternehmen 2017/18Spendenguide für Unternehmen 2017/18
Spendenguide für Unternehmen 2017/18
Fundraising Verband Austria
 
Coporate Fundraising bei der Johanniter-Unfall-Hilfe
Coporate Fundraising bei der Johanniter-Unfall-Hilfe Coporate Fundraising bei der Johanniter-Unfall-Hilfe
Coporate Fundraising bei der Johanniter-Unfall-Hilfe Anna Maria Wagner
 
Partner des Open Managements
Partner des Open ManagementsPartner des Open Managements
Partner des Open Managements
NETBAES
 

Ähnlich wie Social Business in Entwicklungsländern - Ein neuer Lösungsansatz für gesellschaftliche Probleme? (20)

Unternehmerische verantwortung-ud-digitaler-wandel working-paper
Unternehmerische verantwortung-ud-digitaler-wandel working-paperUnternehmerische verantwortung-ud-digitaler-wandel working-paper
Unternehmerische verantwortung-ud-digitaler-wandel working-paper
 
Spendenguide 2018
Spendenguide 2018Spendenguide 2018
Spendenguide 2018
 
Iv summer acad abbau der grenzen im kopf
Iv summer acad abbau der grenzen im kopfIv summer acad abbau der grenzen im kopf
Iv summer acad abbau der grenzen im kopf
 
Ratgeber für strategisches Corporate Citizenship - Unternehmen in guter Gesel...
Ratgeber für strategisches Corporate Citizenship - Unternehmen in guter Gesel...Ratgeber für strategisches Corporate Citizenship - Unternehmen in guter Gesel...
Ratgeber für strategisches Corporate Citizenship - Unternehmen in guter Gesel...
 
Gute Fehler, schlechte Fehler – wie tolerant ist Deutschland im Umgang mit ge...
Gute Fehler, schlechte Fehler – wie tolerant ist Deutschland im Umgang mit ge...Gute Fehler, schlechte Fehler – wie tolerant ist Deutschland im Umgang mit ge...
Gute Fehler, schlechte Fehler – wie tolerant ist Deutschland im Umgang mit ge...
 
Venture-Capital-Broschüre. Wenn Ideen groß werden
Venture-Capital-Broschüre. Wenn Ideen groß werdenVenture-Capital-Broschüre. Wenn Ideen groß werden
Venture-Capital-Broschüre. Wenn Ideen groß werden
 
Ratgeber Entwicklungszusammenarbeit - Weltweit mehr erreichen!
Ratgeber Entwicklungszusammenarbeit - Weltweit mehr erreichen!Ratgeber Entwicklungszusammenarbeit - Weltweit mehr erreichen!
Ratgeber Entwicklungszusammenarbeit - Weltweit mehr erreichen!
 
Generation D Workshop Fundraising
Generation D Workshop FundraisingGeneration D Workshop Fundraising
Generation D Workshop Fundraising
 
Crowdfinancing- Option für die internationale Projektfinanzierung in der deut...
Crowdfinancing- Option für die internationale Projektfinanzierung in der deut...Crowdfinancing- Option für die internationale Projektfinanzierung in der deut...
Crowdfinancing- Option für die internationale Projektfinanzierung in der deut...
 
Gemeinwohl ökonomie-präsi-plurale ökonomie1
Gemeinwohl ökonomie-präsi-plurale ökonomie1Gemeinwohl ökonomie-präsi-plurale ökonomie1
Gemeinwohl ökonomie-präsi-plurale ökonomie1
 
ASIS - Training #7 - Innovation und gesellschaftliche Herausforderungen - Te...
ASIS - Training #7 - Innovation und gesellschaftliche Herausforderungen - Te...ASIS - Training #7 - Innovation und gesellschaftliche Herausforderungen - Te...
ASIS - Training #7 - Innovation und gesellschaftliche Herausforderungen - Te...
 
Präsentation balance4yourlife Bauausschuss Stadt Staßfurt
Präsentation balance4yourlife Bauausschuss Stadt StaßfurtPräsentation balance4yourlife Bauausschuss Stadt Staßfurt
Präsentation balance4yourlife Bauausschuss Stadt Staßfurt
 
Eos Entrepreneur Foundation - Update Fall 2014
Eos Entrepreneur Foundation - Update Fall 2014Eos Entrepreneur Foundation - Update Fall 2014
Eos Entrepreneur Foundation - Update Fall 2014
 
Eos EF Update_Sept2019
Eos EF Update_Sept2019Eos EF Update_Sept2019
Eos EF Update_Sept2019
 
Wertvoll 2 19
Wertvoll 2 19Wertvoll 2 19
Wertvoll 2 19
 
Aktion mensch, German NGO
Aktion mensch, German NGOAktion mensch, German NGO
Aktion mensch, German NGO
 
Inititiative "Wir sind Kunststoff"
Inititiative "Wir sind Kunststoff"Inititiative "Wir sind Kunststoff"
Inititiative "Wir sind Kunststoff"
 
Spendenguide für Unternehmen 2017/18
Spendenguide für Unternehmen 2017/18Spendenguide für Unternehmen 2017/18
Spendenguide für Unternehmen 2017/18
 
Coporate Fundraising bei der Johanniter-Unfall-Hilfe
Coporate Fundraising bei der Johanniter-Unfall-Hilfe Coporate Fundraising bei der Johanniter-Unfall-Hilfe
Coporate Fundraising bei der Johanniter-Unfall-Hilfe
 
Partner des Open Managements
Partner des Open ManagementsPartner des Open Managements
Partner des Open Managements
 

Mehr von Linda Kleemann

Fundraising Crashkurs für soziale Initiativen
Fundraising Crashkurs für soziale InitiativenFundraising Crashkurs für soziale Initiativen
Fundraising Crashkurs für soziale Initiativen
Linda Kleemann
 
Quantitative Evaluierungsmethoden ohne Formeln erklärt
Quantitative Evaluierungsmethoden ohne Formeln erklärtQuantitative Evaluierungsmethoden ohne Formeln erklärt
Quantitative Evaluierungsmethoden ohne Formeln erklärt
Linda Kleemann
 
Nachhaltiger Erfolg heißt die Balance zu finden
Nachhaltiger Erfolg heißt die Balance zu findenNachhaltiger Erfolg heißt die Balance zu finden
Nachhaltiger Erfolg heißt die Balance zu finden
Linda Kleemann
 
Crash Kurs: Evaluierung von Social Business
Crash Kurs: Evaluierung von Social BusinessCrash Kurs: Evaluierung von Social Business
Crash Kurs: Evaluierung von Social Business
Linda Kleemann
 
Social business – a new private sector contribution to development?
Social business – a new private sector contribution to development?Social business – a new private sector contribution to development?
Social business – a new private sector contribution to development?
Linda Kleemann
 
(Un)glücklich unkooperativ? Ignorieren Entwicklungsforschung und-praxis sich ...
(Un)glücklich unkooperativ? Ignorieren Entwicklungsforschung und-praxis sich ...(Un)glücklich unkooperativ? Ignorieren Entwicklungsforschung und-praxis sich ...
(Un)glücklich unkooperativ? Ignorieren Entwicklungsforschung und-praxis sich ...Linda Kleemann
 
Business model development in Social Business
Business model development in Social BusinessBusiness model development in Social Business
Business model development in Social Business
Linda Kleemann
 
Financing models for social enterprises
Financing models for social enterprisesFinancing models for social enterprises
Financing models for social enterprises
Linda Kleemann
 
Social Business in developing countries - a new solution to eradicate poverty?
Social Business in developing countries - a new solution to eradicate poverty?Social Business in developing countries - a new solution to eradicate poverty?
Social Business in developing countries - a new solution to eradicate poverty?
Linda Kleemann
 
Von der Idee zur Wirklichkeit - creating your own social business
Von der Idee zur Wirklichkeit - creating your own social business Von der Idee zur Wirklichkeit - creating your own social business
Von der Idee zur Wirklichkeit - creating your own social business
Linda Kleemann
 
Willingness to pay for sustainable food in Africa
Willingness to pay for sustainable food in AfricaWillingness to pay for sustainable food in Africa
Willingness to pay for sustainable food in Africa
Linda Kleemann
 
Willingness to pay for sustainable food in Africa
Willingness to pay for sustainable food in AfricaWillingness to pay for sustainable food in Africa
Willingness to pay for sustainable food in Africa
Linda Kleemann
 
Organic Certification, Agro-Ecological Practices and Return on Investment: F...
Organic Certification, Agro-Ecological Practices and Return on Investment: F...Organic Certification, Agro-Ecological Practices and Return on Investment: F...
Organic Certification, Agro-Ecological Practices and Return on Investment: F...
Linda Kleemann
 
Fairtrade Presentation Preetz September 2012
Fairtrade Presentation Preetz September 2012Fairtrade Presentation Preetz September 2012
Fairtrade Presentation Preetz September 2012Linda Kleemann
 
Hochpreismärkte in Industrieländern Fairtrade und Bio − Nützen Zertifizierung...
Hochpreismärkte in Industrieländern Fairtrade und Bio − Nützen Zertifizierung...Hochpreismärkte in Industrieländern Fairtrade und Bio − Nützen Zertifizierung...
Hochpreismärkte in Industrieländern Fairtrade und Bio − Nützen Zertifizierung...Linda Kleemann
 
Certification and Agro‐Ecological Practice Use Linkages and Investment Impact
Certification and Agro‐Ecological Practice Use Linkages and Investment ImpactCertification and Agro‐Ecological Practice Use Linkages and Investment Impact
Certification and Agro‐Ecological Practice Use Linkages and Investment Impact
Linda Kleemann
 
Is Organic Farming Worth its Investment? The Adoption and Impact of Certified...
Is Organic Farming Worth its Investment? The Adoption and Impact of Certified...Is Organic Farming Worth its Investment? The Adoption and Impact of Certified...
Is Organic Farming Worth its Investment? The Adoption and Impact of Certified...
Linda Kleemann
 

Mehr von Linda Kleemann (17)

Fundraising Crashkurs für soziale Initiativen
Fundraising Crashkurs für soziale InitiativenFundraising Crashkurs für soziale Initiativen
Fundraising Crashkurs für soziale Initiativen
 
Quantitative Evaluierungsmethoden ohne Formeln erklärt
Quantitative Evaluierungsmethoden ohne Formeln erklärtQuantitative Evaluierungsmethoden ohne Formeln erklärt
Quantitative Evaluierungsmethoden ohne Formeln erklärt
 
Nachhaltiger Erfolg heißt die Balance zu finden
Nachhaltiger Erfolg heißt die Balance zu findenNachhaltiger Erfolg heißt die Balance zu finden
Nachhaltiger Erfolg heißt die Balance zu finden
 
Crash Kurs: Evaluierung von Social Business
Crash Kurs: Evaluierung von Social BusinessCrash Kurs: Evaluierung von Social Business
Crash Kurs: Evaluierung von Social Business
 
Social business – a new private sector contribution to development?
Social business – a new private sector contribution to development?Social business – a new private sector contribution to development?
Social business – a new private sector contribution to development?
 
(Un)glücklich unkooperativ? Ignorieren Entwicklungsforschung und-praxis sich ...
(Un)glücklich unkooperativ? Ignorieren Entwicklungsforschung und-praxis sich ...(Un)glücklich unkooperativ? Ignorieren Entwicklungsforschung und-praxis sich ...
(Un)glücklich unkooperativ? Ignorieren Entwicklungsforschung und-praxis sich ...
 
Business model development in Social Business
Business model development in Social BusinessBusiness model development in Social Business
Business model development in Social Business
 
Financing models for social enterprises
Financing models for social enterprisesFinancing models for social enterprises
Financing models for social enterprises
 
Social Business in developing countries - a new solution to eradicate poverty?
Social Business in developing countries - a new solution to eradicate poverty?Social Business in developing countries - a new solution to eradicate poverty?
Social Business in developing countries - a new solution to eradicate poverty?
 
Von der Idee zur Wirklichkeit - creating your own social business
Von der Idee zur Wirklichkeit - creating your own social business Von der Idee zur Wirklichkeit - creating your own social business
Von der Idee zur Wirklichkeit - creating your own social business
 
Willingness to pay for sustainable food in Africa
Willingness to pay for sustainable food in AfricaWillingness to pay for sustainable food in Africa
Willingness to pay for sustainable food in Africa
 
Willingness to pay for sustainable food in Africa
Willingness to pay for sustainable food in AfricaWillingness to pay for sustainable food in Africa
Willingness to pay for sustainable food in Africa
 
Organic Certification, Agro-Ecological Practices and Return on Investment: F...
Organic Certification, Agro-Ecological Practices and Return on Investment: F...Organic Certification, Agro-Ecological Practices and Return on Investment: F...
Organic Certification, Agro-Ecological Practices and Return on Investment: F...
 
Fairtrade Presentation Preetz September 2012
Fairtrade Presentation Preetz September 2012Fairtrade Presentation Preetz September 2012
Fairtrade Presentation Preetz September 2012
 
Hochpreismärkte in Industrieländern Fairtrade und Bio − Nützen Zertifizierung...
Hochpreismärkte in Industrieländern Fairtrade und Bio − Nützen Zertifizierung...Hochpreismärkte in Industrieländern Fairtrade und Bio − Nützen Zertifizierung...
Hochpreismärkte in Industrieländern Fairtrade und Bio − Nützen Zertifizierung...
 
Certification and Agro‐Ecological Practice Use Linkages and Investment Impact
Certification and Agro‐Ecological Practice Use Linkages and Investment ImpactCertification and Agro‐Ecological Practice Use Linkages and Investment Impact
Certification and Agro‐Ecological Practice Use Linkages and Investment Impact
 
Is Organic Farming Worth its Investment? The Adoption and Impact of Certified...
Is Organic Farming Worth its Investment? The Adoption and Impact of Certified...Is Organic Farming Worth its Investment? The Adoption and Impact of Certified...
Is Organic Farming Worth its Investment? The Adoption and Impact of Certified...
 

Social Business in Entwicklungsländern - Ein neuer Lösungsansatz für gesellschaftliche Probleme?

  • 1. 1
  • 2. Social Business in Entwicklungsländern Ein neuer Lösungsansatz für gesellschaftliche Probleme? Dr. Linda Kleemann 09. November 2013 2
  • 4. Das Institut für Weltwirtschaft Gegründet 1914 als „Königliches Institut für Seeverkehr und Weltwirtschaft" von Bernhard Harms Angegliedert an die Universität Kiel Teil der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL) an, seit dem 1.1.2007 Stiftung des öffentlichen Rechts Aufgaben: weltwirtschaftliche Forschung, wirtschaftspolitische Beratung, ökonomische Ausbildung und wirtschaftswissenschaftliche Dokumentation Linda @ IfW: PRED, PEGNet 4
  • 5. Agenda Warum in Entwicklungsländern? Vorstellung Social Business Aufgabe Beispiele Kann das Armutsprobleme lösen? Abschluss Was machen eigentlich die anderen? 5
  • 6. Social Business in Entwicklungsländern 6
  • 7. Der Pionier I 1976 erster Geldverleih 1983 Grameen Bank gegründet Nobelpreis 2006 2011: 6,2 Mio. Kreditnehmer in 2,5 Mio. Gruppen, davon 97 Prozent Frauen. 8,7 Mia. US-Dollar verliehen Grameen Unternehmensgruppe Besitz: 95 Prozent im Besitz der Kunden, zu 5 Prozent Staat 7
  • 8. Was macht die Grameen Bank zu einem Social Business? o Social Business Typ 2 Profitorientiertes Business gehört den benachteiligten Bevölkerungsgruppen die davon profitieren Dividenden sind ok 8
  • 9. Der Pionier II: Grameen – Danone Joint Venture o Social Business Typ 1 Das Unternehmen stellt Produkte oder Dienstleistungen zur Verfügung Das Unternehmensziel ist zuerst sozial (oder ökologisch) Keine Gewinnausschüttung 9
  • 11. Eine neue Idee? o 12. Jahrhundert: Leitbild „Ehrbarer Kaufmann“ entsteht. o 1521: Jakob Fugger gründet „Fuggerei“, eine Sozialsiedlung bis heute ihren Stiftungszweck erfüllt. o 1799: Robert Owen als Begründer der modernen Genossenschaftsbewegung o 1853: Florence Nightingale entwickelt das erste moderne Krankenhaus o 1864 Friedrich Wilhelm von Raiffeisen gründet die erste Genossenschaftsbank o 1959: erste alternative Handelsorganisation (NL), 1967 in D. „Handeln statt helfen“ 11
  • 12. Zusammenfassung Social Business o Unternehmen mit sozialer Mission: Lösung gesellschaftlicher Probleme o Business Case: Produkte/Dienstleistungen werden gegen Entgelt angeboten o Erfolg wird über soziale Wirksamkeit definiert o Finanzielle Rendite verbleibt im Unternehmen oder Unternehmen gehört den Armen/der Zielgruppe o Häufig Startfinanzierung mit sozialen Investoren oder/und Spenden 12
  • 13. Social Business in Entwicklungsländern 13
  • 14. Ausgangspunkt I 50 Jahre Entwicklungshilfe ohne Ergebnisse? Aid Effectiveness Debate und Evaluierungswahn 14
  • 15. Ausgangspunkt II Business Opportunities at the Bottom of the Pyramid: sehr viele potentielle neue Konsumenten 15
  • 16. Der Kontext o Kaum Sozialsysteme >> viele Möglichkeiten o Armut >> wer zahlt? o Rechtliche und politische Unsicherheit >> Nachhaltigkeit? o Fehlende Förderstrukturen für Start-Ups o Geberorganisationen >> Helfer oder Konkurrenz? 16
  • 17. Die Realität o Gründung meist durch inländische oder ausländische Eliten o Gut gemeint ist nicht gleich weniger risikoreich o Langer Atem nötig o Impact durch Kontinuität 17
  • 19.
  • 20. Die Ausgangssituation Simbabwe Deutschland Arbeitslosenrate 80% Arbeitslosenrate ~10% Ökonomischer Zerfall Relativ konstantes Wirtschaftswachstum Zusammenbruch der Wirtschaft u.a. durch Rechtsunsicherheit und politische Konflikte Probleme u.a.: fehlende Ausstattung mit Maschinen, mangelnde Infrastruktur, schlechter Zugang zu Informationsnetzwerken, sehr schlechte Gesundheitsversorgung Rechtssicherheit, politische Stabilität Staatliches Sozialsystem vorhanden Staatliche Fördermittel für soziale und unternehmerische Startups vorhanden
  • 21. Beispiel KAITE Ausgangspunkt Unternehmen: Produktqualität von Kleinbauern ist geringer als die kommerzieller Produzenten Soziale Vision: Verbesserung des sozialen und ökonomischen Lebensstandards von Kleinbauern und Landlosen in Simbabwe Fokus: Produkt- und Prozessqualität im ökologischen Landbau Soziale Investition statt Projekt: Langfristiges Engagement für ein Land und seine Bewohner schafft wahre Entwicklung Break Even nach 6-7 Jahren Dann: Querfinanzierung von sozialen Aktivitäten durch Gewinne 21
  • 22. KAITE Vision: improving the social and economic living standards of small-scale farmers and landless people in Zimbabwe Families and Communities of farmers Customers KAITE e.V. Donors KAITE Trust KAITE Company Banks (loans) Microfinancing Support of orphans HIV/AIDS and health care Schools Training Cultivation advice Processing Banking Certification Org., UEBT, FAIR Marketing
  • 23.
  • 26. Wild collection of indiginous plants
  • 27. Processing of wild aromatic plants in the communities
  • 29. Processing of Strafantus by Small scale farmers / wild collectors
  • 30.
  • 31. Construction of wood saving stoves
  • 33. The KAITE team says: Thank you Visit KAITE in Zimbabwe You will see the difference!
  • 35. About Blue Skies • Founded in 1997. • Producers of fresh-cut fruit and freshly squeezed juice. • Employ 2,745 people in factories in Ghana (2), Egypt, South Africa, Brazil, UK and Senegal. • Committed to value-adding at source • Supply 13 major European retailers. • Presented with Queens Award for Sustainable Development in 2008 and 2011
  • 36.
  • 37. UK: Head Office and factory SENEGAL & GAMBIA Pack houses BRAZIL: Processing Tropical, deciduous and exotic fruits EGYPT: Processing deciduous and some sub tropical fruits GHANA: Processing tropical fruits SOUTH AFRICA: Processing deciduous and sub tropical fruits www.blueskies.com
  • 39. West African Challenges SOCIAL & ECONOMIC •Agriculture, land and the mind-set. •Industry and Exports. •ECOWAS. ENVIRONMENT •Climate change and fruits •Energy and airfreight •“Sand winning” and urbanization
  • 40. The Blue Skies Solution • for meeting consumer demand and crushing poverty: North-South Partnership Encouragement for involvement in agriculture and industry. Role models, rewards and acknowledgment. The JEE.
  • 41. Joint Effort Enterprise Employing people from different backgrounds and cultures because we believe that we will generate better ideas if we have a diverse range of skills, experience and perspectives. Respecting people equally because we believe that if we respect each other for who we are, then we will feel happier about our work and proud to do a good job. This is our culture. Operating profitably and efficiently because we know that we cannot continue to produce the best fruit products in the world unless we generate the funds that will enable us to survive and grow.
  • 42. Proactive Initiatives • Our Blue Print for Sustainability Compost Biogas • Taking responsibility Demonstration farms > focus on quality Education and awareness > mind-set • Developing more value added products Product diversification Varietal innovation
  • 43. Blue Skies Foundation • Partnership between Blue Skies, Albert Heijn and Waitrose • €170,000 per year for community projects. • Intended to improve the lives of farmers and their communities who supply Blue Skies and our staff. • Projects focused on improving education and health • Comprehensive project selection and prioritisation process
  • 44.
  • 45. A step at a time…
  • 46. Summary • • • • Our ideals embrace the ideas of differentiation and quality. Fresh From Harvest guarantees quality. More value-adding at source will change fortunes faster for Africa. Africa is the future
  • 48. Können unternehmerische Ansätze Armutsprobleme in Entwicklungsländern lösen? 1. Ist eine tatsächliche Verbesserung der Lebensbedingungen ausschließlich durch Unternehmen möglich bzw. überhaupt realistisch? 2. Können Unternehmen Armutsprobleme in Entwicklungsländern dauerhaft lösen und gleichzeitig profitabel im Wettbewerb agieren? 48
  • 49. Ist eine tatsächliche Verbesserung der Lebensbedingungen ausschließlich durch Unternehmen möglich? o Meist positive Effekte auf die teilnehmende Bevölkerung …aber nicht unbedingt für die Ärmsten …trickle-down durch Schaffung von Arbeitsplätzen ….Kontinuität schaffen! o Was ist eigentlich Aufgabe des Staates? …Schaffung von Rahmenbedingungen …Armutsaspekte die nicht durch unternehmerische Ansätze zu lösen sind? 49
  • 50. Können Unternehmen Armutsprobleme dauerhaft lösen, ohne ihre wirtschaftliche Stellung zu gefährden? Ich begebe mich als Unternehmer in einen Bereich, der deshalb bisher unerschlossen ist weil er nicht profitabel oder hoch risikoreich ist. o Häufig (lange) abhängig von der Zahlungsbereitschaft von Spendern, Entwicklungshilfegebern oder Konsumenten in reichen Ländern o Welches Ziel – sozial oder finanziell – gewinnt wenn es hart auf hart kommt? o Gefahr von „Socialwashing“: jede unternehmerische Tätigkeit die „Arme“ involviert ist gut > First Mover Advantage 50
  • 51. Was machen eigentlich die anderen? 51
  • 52. Green Belt Movement  http://www.youtube.com/watch?v=Rm0Fov0U-Nw 52
  • 53. Der Social Entrepreneur die eine konkrete am Gemeinwohl orientierte Aufgabe erkennen, eine für sich oder die jeweilige Zielgruppe neue Lösungsidee dafür entwickeln, in eigener Verantwortung den Schritt von der Idee zur Umsetzung gehen, und bei der Umsetzung soziales mit wirtschaftlich nachhaltigem Handeln verbinden. 53
  • 54. Und dann ist da noch… 54
  • 55. Die Großen o Mpesa Kenia: Safaricom/ Vodafone Group o Weitere Beispiele: Siemens, Nokia, Allianz (Indien), Barclays Bank (Ghana), Bosch & Siemens Hausgeräte (Indonesien / Philippinen), Manila Water Company (Philippines) 55
  • 56. Inclusive Business o “Inclusive business integrates people living in poverty into the value chain as consumers or producers, thus making a positive contribution to the development of companies, the local population and the environment.” (Gradl, Knobloch 2012) o Bekannt geworden durch den World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) mit SNV und UNDP 56
  • 57. Andere Namen für Inclusive Business IFC, IBLF Business linkages Responsible supply chain management Full Economic Citizenship (FEC) Pro-poor value chain development BOP MMW4P/ M4P 57
  • 58. Shared Value Das Konzept des Shared Value beinhaltet Richtlinien und Praktiken, die die Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens erhöhen und zugleich die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der Gemeinschaft verbessern, in der es tätig ist. (Porter and Kramer) 58
  • 59. Die Klassiker I o BASF: Senkung von Emissionen (10 % in die Luft und 40 % ins Wasser bis 2012). o Seitenwechsel: Führungskräfte gehen eine Woche in eine soziale Institution. 59
  • 60. Corporate Social Responsibility „Bei Corporate Social Responsibility (CSR) geht es um Unternehmen sowie andere Organisationen und Institutionen, die freiwillig gesellschaftliche Verantwortung übernehmen - und zwar über ihre rechtlichen Pflichten hinaus.“ „Die Europäische Union definiert CSR als ein System, `das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren“. (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) 60
  • 61. Die Klassiker II o OTTO: „Code of Conduct“ zu Sozialstandards in den Lieferbetrieben. o Deutsche Post World Net: leistet Logistik bei der Verteilung von Hilfsgütern. o HSH Nordbank Run: Firmenlauf zugunsten von “Kinder helfen Kindern“. 61
  • 62. Corporate Social Responsibility Inhalte I (Quelle: UPJ Netzwerk Coprorate Citizenship) 62
  • 63. Was unterscheidet diese Konzepte voneinander? 63
  • 64. Aufgabe Ihr arbeitet im Finanzamt und müsst entscheiden ob ihr den folgenden Organisationen aufgrund ihrer sozialen Ausrichtung einen Steuervorteil gebt oder nicht. Es gibt drei Möglichkeiten : • Kein Vorteil 20% (“normales” Unternehmen ggf. mit CSR Aktivitäten) • Ermäßigt 7% • Frei 0% (voll gemeinnützig) 64
  • 65. Die Evangelische Stiftung Alsterdorf ist ein modernes und vielseitiges, diakonisches Dienstleistungsunternehmen mit rund 5.700 Mitarbeiter an 180 Standorten und einer mittlerweile 150-jährigen Geschichte. Assistenz - Wir begleiten Menschen mit Handicap. Die Assistenz wird mit unseren Klienten individuell je nach Unterstützungsbedarf geplant. Bildung - Sich durch Bildung weiterentwickeln – diese Möglichkeit sollen Menschen jeden Alters haben. Medizin - Wir stehen für qualifizierte fachmedizinische Behandlung, ganzheitliche, gute Pflege und Therapie und umfassende diagnostische Möglichkeiten. Arbeit - Wir unterstützen Menschen mit Handicap auf ihrem Weg in die berufliche Teilhabe und Selbstbestimmung. Pflege - Wir unterstützen ältere und pflegebedürftige Menschen und halten dafür ein breit gefächertes Angebot an Dienstleistungen vor. Soziale Hilfen - Wir bieten kompetente Hilfestellungen, Beistand und Wohnungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Unterstützungsbedarf.
  • 66. Wir sind eine Initiative mit bundesweit über 5.000 ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren in 70 lokalen Gruppen, die Schülerinnen und Schüler aus Familien, in denen noch niemand oder kaum jemand studiert hat, zum Studium ermutigt und sie vom Studieneinstieg bis zum erfolgreichen Studienabschluss unterstützt. Wir helfen mit praktischen Informationen auf diesem Internetportal zu Studien- und Finanzierungsmöglichkeiten und mit einem deutschlandweiten Netzwerk von ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren, die Schülern, Studierenden und Eltern vor Ort als Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite stehen und als Vorbilder wirken. Bei uns darf jeder seine Fragen rund ums Studium stellen – und lieber drei Fragen mehr stellen als eine zu wenig. Unsere ehrenamtlichen MentorInnen erzählen von ihren eigenen Erfahrungen und gehen in persönlichen Gesprächen und auch in Schulvorträgen auf die Fragen "Warum studieren? Was studieren? Wie finanzieren?" ein.
  • 67. Deutschland rundet auf verleiht ihren kleinen Cents große Wirkung. Wenn Sie bei einem unserer Handelspartner einkaufen, können Sie an der Kasse mit zwei Worten einfach und transparent maximal 10 Cent spenden: “Aufrunden bitte!”. DEUTSCHLAND RUNDET AUF legt besonderen Wert darauf, dass dies freiwillig geschieht: Die Initiative zum Aufrunden geht aktiv vom Kunden aus. Das Kassenpersonal wird Sie nicht mit Fragen bedrängen.
  • 68. Bei Produkten mit dem Fairtrade-Siegel haben Sie die Gewissheit, dass die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Bauern und Beschäftigten durch Fairtrade-Preise und -Prämie verbessert werden. Außerdem sind ausbeuterische Kinderarbeit und Zwangsarbeit verboten. Fairtrade ist eine Strategie zur Armutsbekämpfung. Durch gerechtere Handelsbeziehungen soll die Situation der benachteiligten Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Südamerika verbessert, die Binnenwirtschaft gestärkt und langfristig ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen abgebaut werden.
  • 69. Keine Lust mehr auf trockene Gruppenstunden und dein angestaubter Vokabelkasten bringt es auch nicht so richtig? Glovico.org ist eine Online-Sprachschule, in der du Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Chinesisch, Arabisch und Englisch sowie viele weitere Sprachen von Muttersprachlern aus Lateinamerika, Afrika und Asien via Skype lernen und gleichzeitig was Gutes tun kannst. Ein bequemer, günstiger Online-Sprachkurs für dich und zusätzliches Einkommen für Menschen, die es brauchen können: das ist Fairtrade 2.0!
  • 70. „Geld ist für die Menschen da“, davon sind wir überzeugt. Als erste sozial-ökologische Universalbank zielen wir deshalb mit allem, was wir tun, darauf ab, nachhaltige, individuelle und gesellschaftliche Entwicklung zu ermöglichen. Als Pionier sozial-ökologischer Bankarbeit investieren wir das bei uns angelegte Geld sinnstiftend und transparent. Unter dem gemeinsamen Nenner der Nachhaltigkeit bringen wir Menschen, die Geld anlegen wollen, zusammen mit Menschen, die Geld für die Umsetzung ihrer Ideen und Unternehmungen benötigen. Unseren Kundinnen und Kunden bieten wir von der rentablen Geldanlage bis zur Schenkung ein breites und attraktives Spektrum aus einer Hand. Kredite vergeben wir insbesondere in den Bereichen Energie, Wohnen, Ernährung, Bildung und Gesundheit. Unsere Bemühungen, das werteorientierte Bankgeschäft zu etablieren und weiter zu entwickeln, wurden im Jahr 2012 mit der Auszeichnung „Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen 2012“ belohnt.
  • 71. Hamburgs größtes Beschäftigungsprojekt für Obdachlose möchte Wohnungslosen durch Hilfe zur Selbsthilfe wieder Chancen einräumen und eine Perspektive geben. Gegründet wurde das Straßenmagazin 1993 als Kooperationsprojekt von Obdachlosen und Journalisten von dem damaligen Leiter des Diakonischen Werkes, Herrn Dr. Stephan Reimers. Die Idee: Wohnungsund Obdachlose verkaufen ein professionell geschriebenes und gestaltetes Magazin. Der Erlös wird zwischen dem Projekt und dem Verkäufer geteilt. Statt Almosen zu empfangen, verkaufen sie ein Produkt, das alle Menschen anspricht und miteinander ins Gespräch bringt. Seither sind mehr als 14 Millionen Zeitungen verkauft und rund 5500 Verkäuferausweise ausgestellt worden.
  • 72. Nestlé is the world's leading nutrition, health and wellness company. Our mission of "Good Food, Good Life" is to provide consumers with the best tasting, most nutritious choices in a wide range of food and beverage categories and eating occasions, from morning to night. „Nestlé Ghana wins award for sports development in schools„
  • 73. Proximity Designs We design for impact: In a country where 70% of the population depends on agriculture, improvements in farming technology and techniques - and the credit to access them - are vital to improving living conditions and ending poverty. Proximity Designs works to increase the productivity and incomes of rural households in Myanmar by designing and selling simple, highly efficient agricultural products. Proximity has developed an extensive distribution network in order to reach the most isolated customers.
  • 74. Die Regionalwert AG ist eine Bürgeraktiengesellschaft, durch die wir Landwirtschaft und Regionalwirtschaft rund um Freiburg sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig gestalten wollen. Die Aktionäre stellen unseren Wirtschaftspartnern Kapital zur Verfügung und können sich damit an regionalen Prozessen nicht nur finanziell, sondern auch gestalterisch beteiligen.
  • 75. SEKEM was founded with the idea of sustainable development and giving back to the community. The vision that brought Dr. Ibrahim Abouleish to dig the first well in the vast desert land still resounds in SEKEM’s approach of conducting business. Like a compass, our vision, mission and values guide us in the everyday work in all SEKEM companies. The SEKEM Initiative established several specialized companies to ensure productions and marketing of its products. Since May 2007 the German GLS Gemeinschaftsbank and the Dutch Triodos Bank are shareholders of the SEKEM Holding and support the finance for future investments. SEKEM Companies: ISIS: Produce & Foodstuffs, ATOS: Herbal Medicine, NATURETEX: Textiles, SEKEM Europe, LOTUS: Herbs & Spices, LIBRA: Cattle & Compost, MIZAN: Seedlings, PREDATORS: Biocontrol, SEKEM for Land Reclamation, SEKEM Holding
  • 76. Die vier Säulen unserer Vision legen die langfristige Richtung unseres Unternehmens dar - wohin wir gehen wollen und wie wir dorthin kommen: • Wir arbeiten jeden Tag für eine bessere Zukunft. • Wir helfen den Menschen, sich gut zu fühlen, gut auszusehen und mehr vom Leben zu haben mit Marken und Leistungen, die gut für sie und gut für andere sind. • Wir inspirieren Menschen jeden Tag zu kleinen Taten, die zusammen eine große Wirkung auf die Welt haben können. • Wir werden neue Wege für unser Geschäft entwickeln, die es uns ermöglichen, die Größe unseres Unternehmens zu verdoppeln, während wir die Auswirkungen auf die Umwelt verringern. Unsere Vision Unilever-Produkte berühren das Leben von mehr als 2 Milliarden Menschen jeden Tag – indem sie Ihnen ein gutes Gefühl geben, glänzendes Haar und ein hervorragendes Lächeln zaubern, indem sie ihre Häuser frisch und sauber halten oder indem sie eine große Tasse Tee, eine sättigende Mahlzeit oder einen gesunden Imbiss genießen.
  • 77. Grameen Veolia Water has set up a water treatment plant to provide safe drinking water to people living in villages in rural Bangladesh. The project aims to provide 100,000 people with drinking water that meets the highest WHO standards, at a tariff they can afford. The project means that local people finally have access to drinking water that doesn’t make them ill. Grameen Veolia Water works in partnership with some of the world’s leading companies and academic institutions to invent a new economic model to bring drinking water to rural Bangladesh.
  • 78. VisionSpring has developed several innovative models for bringing high-quality, affordable eyeglasses to customers in developing countries. Through mobile optical units, optical shops, and Vision Entrepreneurs, more than 600,000 pairs of eyeglasses have been sold.
  • 79. Trinkwasserknappheit ist eines der größten sozialen Probleme des 21. Jahrhunderts. Weltweit haben fast eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Für Viva con Agua (VcA) ist diese Tatsache Motivation zum Handeln, um Menschen einen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Mit dem Quellwasser geht Viva con Agua seit 2010 einen neuen Weg! Durch das Viva con Agua Quellwasser bekommt jeder die einfache Gelegenheit, durch eine kleine Kaufentscheidung, ob im Nachtleben oder im Supermarkt, einen Teil zur Lösung der Trinkwasserproblematik beizutragen. Denn 60% der Gewinne aus dem Verkauf des Flaschenwassers fließen dauerhaft in die Projekte von Viva con Agua.
  • 80. The Waitrose Way: Waitrose believes in championing British produce, treading lightly on the environment, supporting responsible sourcing and treating people fairly. In recognition of the work that we do, Waitrose has received a Big Tick Award in the Sustainable Supply Chain category at the Responsible Business Awards 2013. John Lewis Partnership: We’re not owned by shareholders and the City. Instead, we’re owned by everyone who works for the Partnership, which is why we’re all on the same mission to bring you the best.
  • 81. Wheelmap.org ist eine Online-Karte zum Suchen, Finden und Markieren rollstuhlgerechter Orte. Mach mit und markiere öffentlich zugängliche Orte wie Cafés, Behörden oder Geschäfte! Wheelmap.org ist ein Projekt zum Mitmachen. Als Mapper kann jeder selbstständig die Rollstuhlgerechtigkeit öffentlicher Orte in der Karte markieren – ohne sich registrieren zu müssen! Neben dem Mappen gibt es rund um die Karte außerdem verschiedene Projekte. Ob als Einzelperson, Schulklasse, Verein oder Unternehmen – für jeden gibt es das richtige Projekt!
  • 82. Alsterdorf Arbeiterkind D rundet auf Fairtrade GLS Bank Glovico Hinz und Kunz Nestle Proximity Regionalwert Unilever Sekem Veolia VisionSpring Viva con Agua Waitrose Wheelmap 82
  • 83. Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit! Kontakt: Dr. Linda.kleemann@ifw-kiel.de kleemann@heldenrat.org 83
  • 84. Was ist Social Entrepreneurship? Viele wissen, was Social Entrepreneurs sind...
  • 85. Was ist ein Entrepreneur? Die Wissenschaftler sagen: “(…) dasjenige Wirtschaftssubjekt, dessen Funktion die Erfindung neuer Kombinationen und deren Durchsetzung ist.” (Joseph Schumpeter) „(...) einen Entscheidungsträger, dessen gesamte Rolle ausschließlich in seiner Findigkeit bezüglich bisher unbekannter Gelegenheiten besteht.“ (Israel Kirzner) „The entrepreneur always searches for change, responds to it and exploits it as an opportunity.“ (Peter Drucker) „(...) shifts economic ressources out of an area of lower and into an area of higher productivity and greater yield.“ (Jean-Baptiste Say) „An Entrepreneur is someone who perceives an opportunity and creates an organization to pursue it.“ (Bygrave/Hofer)
  • 86. Was ist sozial? Sozial ist: „... ein solches Handeln (...) welches seinem von dem oder den Handelnden gemeinten Sinn nach auf das Verhalten anderer bezogen wird und daran in seinem Ablauf orientiert ist." (Max Weber) „Soziale Arbeit fördert die Lösung von Problemen in zwischenmenschlichen Beziehungen (...) (Sie) greift dort ein, wo Menschen mit ihrer Umwelt in Interaktion treten“ (IFSW) Die vernünftige Ordnung des gesellschaftlichen Zusammenlebens (Ordo Socialis): Personalität, Solidarität, Subsidiarität, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit (Katholische Soziallehre) „Sozial ist, was Arbeitsplätze schafft.“ (CDU) „Eine Körperschaft verfolgt gemeinnützige Zwecke, wenn Ihre Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigen oder sittlichen Gebiet selbstlos zu fördern.“ (AO, § 52) “…. to benefit society in general, with an emphasis on those who are marginalized and poor (…)” (Schwab Foundation for Social Entrepreneurship)
  • 87. Was ist sozial? o Wir sind uns einig: Die soziale Mission steht im Vordergrund „Social entrepreneurs play the role of change agents in the social sector, by: „adopting a mission to create and sustain social value (not just private value)“ (Dees) „(...) aim of serving members or the community rather than generating profit.“ (Defourny) o aber was sind die Inhalte von „sozial“? o und im Detail wird es kontrovers: - Ist Geld verdienen erlaubt? - Sind Kultur, Religion, Politik und Ökologie auch sozial? - Sind Unternehmer mit sozialen Anspruch auch Social Entrepreneurs? - Wo beginnt gesellschaftlicher Wandel? - Welche Rolle spielen Werte?
  • 88. Social Entrepreneurship in Deutschland… ... ist seit ca. 7 Jahren ein Thema von wachsendem Interesse: o Ashoka & Schwab Foundation: mehr als 20 „ausgezeichnete“ Social Entrepreneurs seit 2005 in Deutschland o Buchveröffentlichungen, Presseartikel, TV-Beiträge o Intermediäre: Genisis Institute Berlin, Forscherverbund Mercator Stiftung, BMBF Projekt Soziale Innovationen, etc. o Wissenschaft: Vorlesungen, Seminare, BA-, Magister- & Diplomarbeiten, Promotionen, Lehrstühle
  • 89. Social Entrepreneurship in Deutschland… ... wird teilweise fragwürdig wahrgenommen: o Begriffsverwechslungen Social Entrepreneurship, Social Business, …: „ökonomisch tragfähig“, „SE leben von ihren Aktivitäten“ o Persönlichkeitszentriert o Selbstständige im sozialen Bereich als Social Entrepreneurs? o Sektiererische Tendenzen (“Das ist KEIN Social Entrepreneur”) o “Speckgürtel”-Veranstaltungen ohne die Basis o „Socialwashing“? o Kritik: Verbindung Gutes tun/Geld-Verdienen, “elitärer Ansatz”
  • 90. Social Entrepreneurship in Deutschland… steht vor besonderen Herausforderungen: o Einbindung in bürgerschaftliche o o o o Debatte / Engagementkultur Sozialstaat und Politik Förderstrukturen / Philanthropie Gutes tun und Geld verdienen? Social Entrepreneurs als Eliten ….. und Chancen:  Lange Kultur von Sozialunternehmen  Reges Interesse von vielen Seiten: Unternehmen, Stiftungen, Universitäten, etc.  Absicherung
  • 91. Social Entrepreneurs in Deutschland Plus die neuen Ashokafellows!!
  • 92. Nachhaltige Unternehmensführung Compliance Management Betrug /Korruption Transparenz Investor Relations Eigentümer/Aktionäre Corporate Responsibility Karriereplanung Motivation Arbeitsplatzsicherung Leistungsqualität Corporate Governance Vorstand/GF Diversity Chancengleichheit Entlohnung/Anreize Aus- und Weiterbildung Recruiting Supply Chain Etc. Umweltmanagement Corporate Social Responsibilty ökon Vergütung Etc. Human Capital Management Aufsichtsrat/Beirat Corporate Citizenship Integrität Compliance Reputation Risikomanagement ökol Umweltschutz/-standards Recycling Produktlebenszyklus soz Emissionen Ressourceneffizienz Logistik und Verkehr Klimaschutz CO2-Footprint Abfallmanagement, etc. Socialmanagement Sozialstandards Menschenrechte Verbraucherschutz Kommunikation Gesundheitsschutz Lieferantenbeziehung Kundenbeziehung Marketing Etc. Good Corporate Citizenship Corporate Giving Corporate Foundation Corporate Volunteering Bildung/Forschung Politik Kultur Gesundheit Etc. (Quelle: angelehnt an Ernst&Young)
  • 95. Ist das ein Social Business?
  • 96. Sind das Social Entrepreneurs?
  • 97. Ist das ein Social Business?
  • 98. Sind das Social Entrepreneurs? „Nestlé Ghana wins award for sports development in schools„
  • 99. BASF SE und Grameen Healthcare Trust gründeten das Joint Venture BASF Grameen Ltd. in Bangladesch. Ziele des Unternehmens sind eine bessere Gesundheitsversorgung sowie der Aufbau von Geschäftsmöglichkeiten für Menschen aus armen Bevölkerungsschichten in Bangladesch.
  • 100. So funktioniert’s: Spende Geld, Sachen, Zeit, Wissen oder besuche und bewerte Projekte. Oder Du stellst Dein eigenes Projekt vor. Was wir erreichen wollen: Wir nutzen das Internet, um zusammen mit Euch die Welt zu verbessern. Und um das Weltverbessern selbst zu verbessern. betterplace.org ist die wahrscheinlich transparenteste Spendenplattform der Welt. Schon 376.135 Spender unterstützen 5.430 Hilfsprojekte in 146 Ländern. Wir sind die, die jetzt einfach mal anfangen mit dem Weltverbessern – die ganze Zeit drüber reden können andere. Auf unserer Plattform treffen Menschen, die helfen wollen, auf Menschen, die Hilfe brauchen. Direkt & transparent.
  • 101. 2006 hat Danone gemeinsam mit Prof. Muhammad Yunus „Grameen Danone Foods“ gegründet, um der Mangelernährung in Bangladesch entgegenzuwirken und die Armut im Land zu bekämpfen. Dieses Joint Venture von Danone.Communities und der Grameen Bank befindet sich in der Region Bogra. Es umfasst die Produktion und den Vertrieb eines mit Vitaminen und Mineralstoffen angereicherten Joghurts namens „Shokti Doi“.
  • 102. discovering hands® - der Tastsinn Blinder verbessert die Brustkrebsfrüherkennung discovering hands® setzt den überlegenen Tastsinn blinder und sehbehinderter Menschen zur Verbesserung der Tastdiagnostik im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung ein. Dieses innovative Konzept schafft nicht nur ein höheres Maß an Sicherheit für die Erkennung von Brustveränderungen, sondern ermöglicht Frauen eine angenehme Untersuchungssituation mit einem Höchstmaß an Zuwendung und Zeiteinsatz.
  • 103.
  • 104. Was ist ein Social Entrepreneur? … is a leader or pragmatic visionary who: … eine Unternehmerpersönlichkeit,  „die mit einem neuen Ansatz eine nicht oder  Achieves large scale, systemic and sustainable social change through a new unzureichend gelöste gesellschaftliche invention, a different approach, or a Aufgabe angeht,  die bei der Aufgabenerfüllung keine finanzielle combination of these. Gewinnerzielung anstrebt, sondern den Erfolg  Focuses on the social and/or ecological value creation and tries to optimize the ihres Tuns am gesellschaftlichen Wandel financial value creation. misst,  Continuously refines and adapts approach  deren Wertebezüge auf der Wahrung der in response to feedback. Menschenwürde und der demokratischen Rechte begründet sind,  Combines the characteristics represented  mit kreativem und unternehmerischem Talent by Richard Branson and Mother Teresa. (Schwab Foundation)  die weitere interessierte Personen zur Mitwirkung und notwendige finanzielle und materielle Ressourcen anzieht.“ (Ashoka)
  • 105. • von Beispiele aus ärmeren Ashoka Fellows ergänzen Ländern
  • 107. Social Business Beispiele in ärmeren Ländern