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What’s the daily goal?
Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Dozierendentreffen 21.10.2015
Interprofessionelles Ausbilden in Schweden: Zukunft oder
Utopie?
Andrea Käppeli, MScN (cand.), RN, Pflegeexpertin
Agenda
• Zahlen, Fakten & Ziele
• Forschungsdesign, Sample, Instrument
• Studienergebnisse
• Lösungsansätze: Vision, Verbesserungsvorschläge,
Empfehlungen
• Fragen und Diskussion
• Autorinnen, Dank, Quellen
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Was sind Tagesziele?
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Abb. 4
Tagesziele «daily goals» sind [3]:
• Kurzfristige, verständliche,
nachvollziehbare
Behandlungsziele oder -
Schwerpunkte, die den
angestrebten Zustand der
Patient/innen beschreiben.
Beispiel:
…Reduktion von Schmerzen < VAS 3
• 8-12% der hospitalisierten Patient/innen erleben im
Behandlungsprozess unerwünschte Ereignisse[1].
jährliche Mehrkosten von 610’000’000.– CH Fr.
• Davon macht ungenügende Informationsweitergabe
75% aus [2]. (Bezug zu Aussage oben?)
• Fehlen von permanenter, interprofessioneller
Kommunikation ist ein Missstand [3].
• Fachkräftemangel verschärft die Situation zusätzlich.
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Zahlen & Fakten
Für die
Patienten-
sicherheit ist die
klare, zeitnahe
Kommunikation
im Behandlungs-
team zentral [2].
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Abb.1
• Patientenvisite als
zentralen Ort für den
Informationsaustausch
zwischen den Fach-
personen
• Ziele der Visite sind:
 Fachliche und organisatorische Entscheidungen
 Abgleich des Informationsstandes im
Behandlungsteam und mit Patient/innen
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Abb. 2
Ziele
• Vergleich der kurzfristigen
Behandlungsziele und
-schwerpunkte von
Pflegefachpersonen und
Ärzt/innen
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Forschungs-
perspektive
Fachpersonen
Sensibilisierung
Fachpersonen
Phase
1
Forschung
Praxis
Abb. 3
• Verbesserung der inter-
professionellen Zusammen-
arbeit zur Steigerung der
Patientensicherheit und
Behandlungsqualität
Forschungsdesign
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
• Design: Mixed-Methods
 Quantitative, schriftliche Befragung
 Qualitative Inhaltsanalyse der Tagesziele
• Datenerhebung: vom 18.5.-11.07.2014
 Direkt nach der Patientenvisite
 Anzahl/Sample?
 Medizin oder Chirurgie? Oder?
Instrument Datenerhebung
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
I. Selbsteinschätzung
1. Das Tagesziel für die Patient/innen wurde interprofessionell
festgelegt.
2. Das Tagesziel ist allen Beteiligten eindeutig klar.
3. Es ist klar, welche Massnahmen ausgeführt werden müssen.
II. Bestimmen des gesundheitlichen Hauptproblems
(Ankreuzen der Kategorien aus dem ICD- 10 Katalog)
III. Konkrete Benennung 2-3 Tagesziele
Ergebnisse Selbsteinschätzungen
0
20
40
60
80
100
120
140
160
180
200
absolut nicht zutreffend nicht zutreffend zutreffend vollständig zutreffend
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Abb. 5
Frage 2 Frage 3Frage 1
Pflegefachpersonen
Pflegefachpersonen
Pflegefachpersonen
Ärzt/innen
Ärzt/innen
Ärzt/innen
Das Tagesziel wurde
interprofessionell
festgelegt.
Das Tagesziel ist allen
Beteiligten eindeutig
klar.
Es ist klar, welche Mass-
nahmen ausgeführt
werden müssen.
Beurteilung Ergebnisse I
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Abb.6 Abb.7
Die Fachpersonen scheinen zufrieden…
… aber nicht bei den selben Patienten!
Beurteilung Ergebnisse I
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Absolutnicht
zutreffend
Nicht
zutreffend
Zutreffend
Vollständig
zutreffend
Missing
Total
Kappa-
Koeffizient(K)
1. Das Tagesziel für die Patientin/ den Patienten wurde interprofessionell festgelegt durch ärztliche,
pflegerische und/oder weitere Fachpersonen.
Pflegefachpersonen 5
(2.5%)
11
(5.4%)
116
(57.1%)
52
(25.6%)
19
(9.4%)
203
Ärzt/innen 3
(1.5%)
122
(60.1%)
42
(20.7%)
36
(17.7%)
203
Übereinstimmende
Nennungen der Befragten
1 72 13 86 0.014
2. Das heutige Tagesziel für die Behandlung und Pflege für diese Patientin/ diesen Patienten ist allen
Beteiligten eindeutig klar.
Pflegefachpersonen 4
(2%)
8
(3.9%)
109
(53.7%)
63
(31%)
19
(9.4%)
203
Ärzt/innen 2
(1.0%)
126
(62.1%)
39
(19.2%)
36
(17.7%)
203
Übereinstimmende
Nennungen der Befragten
73 20 93 0.066
3. Es ist allen an der Behandlung beteiligten Fachpersonen klar, welche Maßnahmen ausgeführt werden
müssen, damit sich der Zustand der Patientin/ des Patienten weiter verbessert.
Pflegefachpersonen 1
(0.5%)
13
(6.4%)
100
(49.3)
69
(34%)
20
(9.9%)
203
Ärzt/innen 2
(1.0%)
123
(60.6%)
42
(20.7%)
36
(17.7%)
203
Übereinstimmende
Nennungen der Befragten
63 16 79 -0.004
Tab. 2
Ergebnisse II
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
In welchem Bereich liegt das gesundheitliche Hauptproblem aus Ihrer Sicht:
(bitte kreuzen Sie ein Hauptproblem an)
 Neubildungen  Infektiöse/parasitäre Krankheit  Psyche/
Verhaltensstörung
 Auge/ Ohr  Blut /Blutbildung/ Immunsystem  Nervensystem
 Atmungssystem  Stoffwechsel/ Ernährung/ endokr.
System
 Herz- und Kreislauf
 Verdauungssystem  Morbidität/ Mortalität  Urogenitalsystem
Verletzungen/Vergiftungen  Muskel/ Skelett/Bindegewebe  Haut und Unterhaut
 Schmerzen  anderes:_________________________________________
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Einschätzen der gesundheitlichen Hauptprobleme
85% der Ärzt/innen markierten ein gesundheitliches
Hauptproblem
50% der Pflegefachpersonen markierten mehrere
Hauptprobleme (oder keines).
Ergebnisse
69 gültige Fragebogen
 Rund ein Drittel der Einschätzungen stimmen überein.
Beurteilung Ergebnisse II
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Abb.7
• Hauptprobleme sind nicht
eindeutig
• Übereinstimmungen sind selten:
Woran liegt das? ungenügende
Kenntnisse? Fähigkeiten?
• Problematik der schriftlichen
Datenerhebung (Papierversion)
Ergebnisse III
Tab. 3
Vergleich häufigste Tagesziele
Häufigkeit
Pflegefachpersonen
HäufigkeitÄrzt/innen
Nennunggleiches
Tageszielbei
gleichemPat.
Schmerzen 98 80 31
Austrittsmanagement 35 47 10
Lagerung/ Bewegung/ Mob. 38 34 4
Wunde/ VW 23 18 4
Instruktion/ Information 25 18 3
Stoffwechsel/ Ernährung 18 16 2
andere 7 20 1
Infekte 15 2 0
Diagnostik 11 14 0
Selbständigkeit/ Unterstützung in ATL 10 0 0
Blut/ Blutbildung 5 15 0
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Beurteilung Ergebnisse III
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Abb. 8
• Treffen von
gleichen
Tageszielen ist
selten
Lösungsansätze: Vision
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Forschungs-
perspektive:
Fachpersonen
Erweiterung
Forschungs-
perspektive:
Patient/in
Sensibilisierung
Fachpersonen
Praxisprojekt:
Verbesserung der
interprofessionellen
Zusammenarbeit
Tagesziele
sind mit
Patient/innen
&
Fachpersonen
abgestimmt
Tagesziele:
integrativer
Bestandteil
jeder
Patienten-
visite
Praxis
Forschung
Phase 1 Phase 2
Abb. 9
Empfehlungen für die Praxis
• Sicherstellen, dass Fachpersonen von gleichen
(Tages-)Zielen ausgehen Patientensicherheit
gewährleisten
 kurzfristige Ziele innerhalb jeder Patientenvisite
besprechen und dokumentieren
 Praxisprojekt im MScN- Studium
…Ideen: z.B. Dokumentation in der digitalen
Patientenakte, Hospitalisationsziel(-e) in
Visitenablauf (Standard) integrieren und
formalisieren, etc.
• Einbezug der Patient/innen in die Festlegung der
Tagesziele
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Empfehlungen für die Praxis
• Kontinuierliche Evaluation sowie Trainings von
Visitenführung und systematischer
Informationsvermittlung
 Aktive Zusammenarbeit und aktive
Visitenbeteiligung: Einsatz für den
Informationsfluss
 Wiederbelebung der Chefarztvisite (Vorbild/
Teaching)
 Gegenseitige Rückmeldungen zur Visitenführung
sind Bestandteil des MScN- Projekt
 Interprofessionelle Schulungen resp. Trainings in
Visitenführung und Informationsvermittlung sind
angedacht
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Empfehlungen für die Praxis
• Verbessern der interprofessionellen Kommunikation
und optimieren des gegenseitigen Verständnisses
 Nachfragen bei Unklarheiten: partnerschaftliche
Diskussion, gegenseitiges Verstehen des
Vokabulars
 Gegenseitige Rückmeldungen zur Visitenführung
und Inhalten der Visite sind Bestandteil des
Praxisprojekts innerhalb des MScN- Studiums
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Fragen und Diskussion
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Abb. 7
Autorinnen
Andrea Käppeli, MScN (cand.), BScN, Spital Muri
Korrespondenzadresse E-Mail: andrea.kaeppeli@spital-muri.ch
Regula Heller, MNS, MPH, Nationaler Verein für
Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ), Bern
Iren Bischofberger, Prof. Dr., RN, Studiengangsleitung MSc in
Nursing der Kalaidos Fachhochschule Gesundheit
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
• Daniel Strub, Dr. med., für die kritische Würdigung der Ergebnisse
und den Auftritt für den ärztlichen Bereich
• Antoinette Conca, MSN, MAS angewandte Statistik, für die
Statistikberatung
• Victoria Maugweiler; Séverine Andermatt; Patrick Powell;
Gabriele Groll, Dr. med.; Heidemarie Weber, Dr. phil.; für
Übersetzung, Rückübersetzung und Diskussion des Fragebogens
• Diese Arbeit und das Studium wurde durch ein Stipendium der
Careum Stiftung unterstützt
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Danke
Quellenverzeichnis
Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
Literaturverzeichnis
[1] Zegers M, de Bruijne, M C, Wagner C, Hoonhout, L H F, Waaijman R, Smits M, et al. Adverse
events and potentially preventable deaths in Dutch hospitals: results of a retrospective patient
record review study. Qual Saf Health Care. 2009;18:297–302.
[2] Schwappach, David L B, & Conen, D. Patient safety--who cares? Swiss medical weekly.
2012; w13634:142.
[3] Dingley C. Improving Patient Safety Through Provider Communication Strategy Enhance-
ments. Agency for Healthcare Research and Quality (US). 2008; 3: 1-18.
[4] Pronovost P. Improving Communication in the ICU Using Daily Goals. Journal of Critical
Care. 2003;1: 71–75.
Die vollständige Literaturliste kann bei der Erstautorin bezogen werden unter:
(andrea.kaeppeli@spital-muri.ch)
Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis
Abb. 1 www.daedalus-institut.de
Abb. 2 www.unfallchirurgie.uk-erlangen.de
Abb. 3 Vorgehen Projekt(e)
Abb. 4 http://bidab.nibis.de
Abb. 5 Ergebnisse Selbsteinschätzung
Abb. 6 www.photos.com
Abb. 7 http://samasu.de
Abb. 8 www.garagebiz.ru
Abb. 9 Entwicklung Lösungsansätze Vision
Tab.1 Darstellung Sample
Tab.2 Vergleich Übereinstimmung
Selbsteinschätzung
Tab. 3 Vergleich häufigste Tagesziele

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Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital

  • 1. What’s the daily goal? Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital Dozierendentreffen 21.10.2015 Interprofessionelles Ausbilden in Schweden: Zukunft oder Utopie? Andrea Käppeli, MScN (cand.), RN, Pflegeexpertin
  • 2. Agenda • Zahlen, Fakten & Ziele • Forschungsdesign, Sample, Instrument • Studienergebnisse • Lösungsansätze: Vision, Verbesserungsvorschläge, Empfehlungen • Fragen und Diskussion • Autorinnen, Dank, Quellen Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
  • 3. Was sind Tagesziele? Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital Abb. 4 Tagesziele «daily goals» sind [3]: • Kurzfristige, verständliche, nachvollziehbare Behandlungsziele oder - Schwerpunkte, die den angestrebten Zustand der Patient/innen beschreiben. Beispiel: …Reduktion von Schmerzen < VAS 3
  • 4. • 8-12% der hospitalisierten Patient/innen erleben im Behandlungsprozess unerwünschte Ereignisse[1]. jährliche Mehrkosten von 610’000’000.– CH Fr. • Davon macht ungenügende Informationsweitergabe 75% aus [2]. (Bezug zu Aussage oben?) • Fehlen von permanenter, interprofessioneller Kommunikation ist ein Missstand [3]. • Fachkräftemangel verschärft die Situation zusätzlich. Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital Zahlen & Fakten
  • 5. Für die Patienten- sicherheit ist die klare, zeitnahe Kommunikation im Behandlungs- team zentral [2]. Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital Abb.1
  • 6. • Patientenvisite als zentralen Ort für den Informationsaustausch zwischen den Fach- personen • Ziele der Visite sind:  Fachliche und organisatorische Entscheidungen  Abgleich des Informationsstandes im Behandlungsteam und mit Patient/innen Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital Abb. 2
  • 7. Ziele • Vergleich der kurzfristigen Behandlungsziele und -schwerpunkte von Pflegefachpersonen und Ärzt/innen Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital Forschungs- perspektive Fachpersonen Sensibilisierung Fachpersonen Phase 1 Forschung Praxis Abb. 3 • Verbesserung der inter- professionellen Zusammen- arbeit zur Steigerung der Patientensicherheit und Behandlungsqualität
  • 8. Forschungsdesign Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital • Design: Mixed-Methods  Quantitative, schriftliche Befragung  Qualitative Inhaltsanalyse der Tagesziele • Datenerhebung: vom 18.5.-11.07.2014  Direkt nach der Patientenvisite  Anzahl/Sample?  Medizin oder Chirurgie? Oder?
  • 9. Instrument Datenerhebung Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital I. Selbsteinschätzung 1. Das Tagesziel für die Patient/innen wurde interprofessionell festgelegt. 2. Das Tagesziel ist allen Beteiligten eindeutig klar. 3. Es ist klar, welche Massnahmen ausgeführt werden müssen. II. Bestimmen des gesundheitlichen Hauptproblems (Ankreuzen der Kategorien aus dem ICD- 10 Katalog) III. Konkrete Benennung 2-3 Tagesziele
  • 10. Ergebnisse Selbsteinschätzungen 0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 absolut nicht zutreffend nicht zutreffend zutreffend vollständig zutreffend Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital Abb. 5 Frage 2 Frage 3Frage 1 Pflegefachpersonen Pflegefachpersonen Pflegefachpersonen Ärzt/innen Ärzt/innen Ärzt/innen Das Tagesziel wurde interprofessionell festgelegt. Das Tagesziel ist allen Beteiligten eindeutig klar. Es ist klar, welche Mass- nahmen ausgeführt werden müssen.
  • 11. Beurteilung Ergebnisse I Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital Abb.6 Abb.7 Die Fachpersonen scheinen zufrieden… … aber nicht bei den selben Patienten!
  • 12. Beurteilung Ergebnisse I Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital Absolutnicht zutreffend Nicht zutreffend Zutreffend Vollständig zutreffend Missing Total Kappa- Koeffizient(K) 1. Das Tagesziel für die Patientin/ den Patienten wurde interprofessionell festgelegt durch ärztliche, pflegerische und/oder weitere Fachpersonen. Pflegefachpersonen 5 (2.5%) 11 (5.4%) 116 (57.1%) 52 (25.6%) 19 (9.4%) 203 Ärzt/innen 3 (1.5%) 122 (60.1%) 42 (20.7%) 36 (17.7%) 203 Übereinstimmende Nennungen der Befragten 1 72 13 86 0.014 2. Das heutige Tagesziel für die Behandlung und Pflege für diese Patientin/ diesen Patienten ist allen Beteiligten eindeutig klar. Pflegefachpersonen 4 (2%) 8 (3.9%) 109 (53.7%) 63 (31%) 19 (9.4%) 203 Ärzt/innen 2 (1.0%) 126 (62.1%) 39 (19.2%) 36 (17.7%) 203 Übereinstimmende Nennungen der Befragten 73 20 93 0.066 3. Es ist allen an der Behandlung beteiligten Fachpersonen klar, welche Maßnahmen ausgeführt werden müssen, damit sich der Zustand der Patientin/ des Patienten weiter verbessert. Pflegefachpersonen 1 (0.5%) 13 (6.4%) 100 (49.3) 69 (34%) 20 (9.9%) 203 Ärzt/innen 2 (1.0%) 123 (60.6%) 42 (20.7%) 36 (17.7%) 203 Übereinstimmende Nennungen der Befragten 63 16 79 -0.004 Tab. 2
  • 13. Ergebnisse II Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital In welchem Bereich liegt das gesundheitliche Hauptproblem aus Ihrer Sicht: (bitte kreuzen Sie ein Hauptproblem an)  Neubildungen  Infektiöse/parasitäre Krankheit  Psyche/ Verhaltensstörung  Auge/ Ohr  Blut /Blutbildung/ Immunsystem  Nervensystem  Atmungssystem  Stoffwechsel/ Ernährung/ endokr. System  Herz- und Kreislauf  Verdauungssystem  Morbidität/ Mortalität  Urogenitalsystem Verletzungen/Vergiftungen  Muskel/ Skelett/Bindegewebe  Haut und Unterhaut  Schmerzen  anderes:_________________________________________
  • 14. Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital Einschätzen der gesundheitlichen Hauptprobleme 85% der Ärzt/innen markierten ein gesundheitliches Hauptproblem 50% der Pflegefachpersonen markierten mehrere Hauptprobleme (oder keines). Ergebnisse 69 gültige Fragebogen  Rund ein Drittel der Einschätzungen stimmen überein.
  • 15. Beurteilung Ergebnisse II Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital Abb.7 • Hauptprobleme sind nicht eindeutig • Übereinstimmungen sind selten: Woran liegt das? ungenügende Kenntnisse? Fähigkeiten? • Problematik der schriftlichen Datenerhebung (Papierversion)
  • 16. Ergebnisse III Tab. 3 Vergleich häufigste Tagesziele Häufigkeit Pflegefachpersonen HäufigkeitÄrzt/innen Nennunggleiches Tageszielbei gleichemPat. Schmerzen 98 80 31 Austrittsmanagement 35 47 10 Lagerung/ Bewegung/ Mob. 38 34 4 Wunde/ VW 23 18 4 Instruktion/ Information 25 18 3 Stoffwechsel/ Ernährung 18 16 2 andere 7 20 1 Infekte 15 2 0 Diagnostik 11 14 0 Selbständigkeit/ Unterstützung in ATL 10 0 0 Blut/ Blutbildung 5 15 0 Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
  • 17. Beurteilung Ergebnisse III Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital Abb. 8 • Treffen von gleichen Tageszielen ist selten
  • 18. Lösungsansätze: Vision Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital Forschungs- perspektive: Fachpersonen Erweiterung Forschungs- perspektive: Patient/in Sensibilisierung Fachpersonen Praxisprojekt: Verbesserung der interprofessionellen Zusammenarbeit Tagesziele sind mit Patient/innen & Fachpersonen abgestimmt Tagesziele: integrativer Bestandteil jeder Patienten- visite Praxis Forschung Phase 1 Phase 2 Abb. 9
  • 19. Empfehlungen für die Praxis • Sicherstellen, dass Fachpersonen von gleichen (Tages-)Zielen ausgehen Patientensicherheit gewährleisten  kurzfristige Ziele innerhalb jeder Patientenvisite besprechen und dokumentieren  Praxisprojekt im MScN- Studium …Ideen: z.B. Dokumentation in der digitalen Patientenakte, Hospitalisationsziel(-e) in Visitenablauf (Standard) integrieren und formalisieren, etc. • Einbezug der Patient/innen in die Festlegung der Tagesziele Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
  • 20. Empfehlungen für die Praxis • Kontinuierliche Evaluation sowie Trainings von Visitenführung und systematischer Informationsvermittlung  Aktive Zusammenarbeit und aktive Visitenbeteiligung: Einsatz für den Informationsfluss  Wiederbelebung der Chefarztvisite (Vorbild/ Teaching)  Gegenseitige Rückmeldungen zur Visitenführung sind Bestandteil des MScN- Projekt  Interprofessionelle Schulungen resp. Trainings in Visitenführung und Informationsvermittlung sind angedacht Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
  • 21. Empfehlungen für die Praxis • Verbessern der interprofessionellen Kommunikation und optimieren des gegenseitigen Verständnisses  Nachfragen bei Unklarheiten: partnerschaftliche Diskussion, gegenseitiges Verstehen des Vokabulars  Gegenseitige Rückmeldungen zur Visitenführung und Inhalten der Visite sind Bestandteil des Praxisprojekts innerhalb des MScN- Studiums Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
  • 22. Fragen und Diskussion Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital Abb. 7
  • 23. Autorinnen Andrea Käppeli, MScN (cand.), BScN, Spital Muri Korrespondenzadresse E-Mail: andrea.kaeppeli@spital-muri.ch Regula Heller, MNS, MPH, Nationaler Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ), Bern Iren Bischofberger, Prof. Dr., RN, Studiengangsleitung MSc in Nursing der Kalaidos Fachhochschule Gesundheit Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital
  • 24. • Daniel Strub, Dr. med., für die kritische Würdigung der Ergebnisse und den Auftritt für den ärztlichen Bereich • Antoinette Conca, MSN, MAS angewandte Statistik, für die Statistikberatung • Victoria Maugweiler; Séverine Andermatt; Patrick Powell; Gabriele Groll, Dr. med.; Heidemarie Weber, Dr. phil.; für Übersetzung, Rückübersetzung und Diskussion des Fragebogens • Diese Arbeit und das Studium wurde durch ein Stipendium der Careum Stiftung unterstützt Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital Danke
  • 25. Quellenverzeichnis Vision: Interprofessionelle Tagesziele im Akutspital Literaturverzeichnis [1] Zegers M, de Bruijne, M C, Wagner C, Hoonhout, L H F, Waaijman R, Smits M, et al. Adverse events and potentially preventable deaths in Dutch hospitals: results of a retrospective patient record review study. Qual Saf Health Care. 2009;18:297–302. [2] Schwappach, David L B, & Conen, D. Patient safety--who cares? Swiss medical weekly. 2012; w13634:142. [3] Dingley C. Improving Patient Safety Through Provider Communication Strategy Enhance- ments. Agency for Healthcare Research and Quality (US). 2008; 3: 1-18. [4] Pronovost P. Improving Communication in the ICU Using Daily Goals. Journal of Critical Care. 2003;1: 71–75. Die vollständige Literaturliste kann bei der Erstautorin bezogen werden unter: (andrea.kaeppeli@spital-muri.ch) Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis Abb. 1 www.daedalus-institut.de Abb. 2 www.unfallchirurgie.uk-erlangen.de Abb. 3 Vorgehen Projekt(e) Abb. 4 http://bidab.nibis.de Abb. 5 Ergebnisse Selbsteinschätzung Abb. 6 www.photos.com Abb. 7 http://samasu.de Abb. 8 www.garagebiz.ru Abb. 9 Entwicklung Lösungsansätze Vision Tab.1 Darstellung Sample Tab.2 Vergleich Übereinstimmung Selbsteinschätzung Tab. 3 Vergleich häufigste Tagesziele