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Rainer Kuhlen
FB Informatik und Informationswissenschaft - Universität
Konstanz
www.kuhlen.name
Informationsethik
Ethik in und für elektronische/n Räume/n
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 2
Zentrale Aussagen
(1) Informationsethik ist die Reflexion über moralisches Verhalten in den
elektronischen Räumen des Internet
(2) Im Sinne der Interdependenzen von Ethik, Ökonomie und Politik besteht die
Herausforderung an die Informationswissenschaft, den elektronischen
Räumen angemessene Organisationsmodelle für den Umgang mit Wissen
und Information zu entwerfen
(3) Ohne eine ökologische Perspektive auf Wissen und Information werden sich
keine nachhaltigen Wissensgesellschaften entwickeln können.
(4) Jedermann soll gleiches Recht auf Zugang zum System von Informationen
und Wissen haben.
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 33
Was ist
Informationsethik?
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 4
Das Ethos der Schweine ist
der Stall
Ort des Wohnens
Gewohnheit
Sitte
Brauch
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 5
Das Ethos der Schweine ist der Stall
Das Ethos der Informationsgesellschaft ist das
InternetOrt des Wohnens
Gewohnheit
Sitte
Brauch
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 6
Das Ethos der Schweine ist der Stall
Das Ethos der Informationsgesellschaft ist
das Internet
in elektronischen Räumen
 neue Verhaltensformen
 neue Normen, neue Werte
 neue Moral
neue Ethik?
Ort des Wohnens
Gewohnheit
Sitte
Brauch
moral
behaviour
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 77
Ethos ἔθος
Informationsethik – Ethik in elektronischen Räumen
Ethos ἦθος
Gewohnheit
Sitte
Brauch
sittliche
Tugenden
moralisches
Verhalten
Ethik
Reflexion über
moralisches
Verhalten
Zusammenhang von Ethik und Morall
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 88
Informationsethik in sich verändernden Umwelten
Diese können weder
naturrechtlich noch aus
irgendeiner Metaphysik
geschweige denn von
einer Religion
begründet werden.
Vielmehr hängen sie, in der
Aristotelischen Tradition, von
den Umgebungen ab, in denen
Menschen wohnen (ethos).
Umgebungen, dieses “Ethos”,
wandeln sich in Raum und Zeit.
Informationsethik analysiert, welche über Raum und Zeit variierende
Annahmen, Regeln und Werte das Verhalten der Menschen steuern,
wenn sie Wissen und Information erstellen, austauschen, teilen und
nutzen, aber auch regulieren.
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 9
Informationsethik – Ethik in elektronischen Räumen
neue Ethik? Klassische Ethiken in elektronischen Räumen weiter
anwendbar?
in der aristotelischen Verbindung von Ethik, Ökonomie und
Politik
im Rationalitäts-/Autonomieanspruch der Aufklärung
Utilitarismus Verantwortungsethik
(Jonas) –
Nachhaltigkeit
Gerechtigkeitstheorie
(Rawl, Sen)
Intergenerationelle
Gerechtigkeit
Vertrags-
theorien
Deontologien
angelsächsische
Tradition
zentraleuropäische
Tradition
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 1010
Ethik
Wirtschaft Politik
Mehrdimensionale Beziehungen für Ethik
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 1111
Informationsethik
Ethik
Mehrdimensionale Beziehungen für Ethik
Wirtschaft Politik
Wissen und
Information
Informationsmärkte
IPR-Regulierung
Urheberrecht
Patentrecht
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 12
Informationsethik – Ethik in elektronischen Räumen
Ethik von und für Menschen
in den elektronischen Räumen des Internet
Reflexion mit Blick auf das moralische Verhalten
beim Umgang mit Wissen und Information
Ensemble der intellektuellen Lebenswelten
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 1313
wohl eher neues normatives Verhalten
Umgang mit Wissen – freier Austausch vs. kommerzielle Verwertung
Verlust/Aufgabe/Stärkung von Privatheit vs Dominanz von
Sicherheit/Überwachung/Datenverwertung
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Rückbesinnung auf die Commons – individuelles vs öffentliches Eigentum
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 14
Verantwortung
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Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 15
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Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 16
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In Philosophie und Ethik eingebracht durch die Arbeit von Hans
Jonas aus dem Jahr 1979
Begründung einer Ethik für die technologische Zivilisation über
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Handelns
aber universal erweitert
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Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 17
Verantwortung und Nachhaltigkeit
auch entsprechend dem Prinzip der
Sozialpflichtigkeit von Eigentum (Art 14,2 GG in D)
Handeln unter den Prinzipien von Verantwortung und Nachhaltigkeit
kann nicht mehr aus einer individualistischen Ethik begründet werden.
Positive und negative Publikationsfreiheit (als Teil von
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aber zunehmend durch die Perspektive bestimmt, dass
dieses Recht nach den Prinzipien von Verantwortung und
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werden soll
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Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 18
Verantwortung und Nachhaltigkeit für Wissenschaftsfreiheit
Ist Wissenschaftsfreiheit nicht in erster Linie das Recht, sich aus
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und, als informationeller Imperativ, dazu beizutragen, dass jeder dieses
Recht wahrnehmen kann?
Handle so, dass dein individueller Anspruch auf freien
Zugang zu Wissen und Information zugleich Prinzip einer
allgemeinen Gesetzgebung sei kann!
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 19
Ethik als
Verantwortungsethik
Das Nachhaltigkeitsprinzip – Handeln nicht nur auf das Hier und Jetzt bezogen,
sondern auf die Erde insgesamt und unter verantwortlicher Einbeziehung der
Folgen für zukünftige Generationen – kann ja gerade deshalb
universalistischen Anspruch erheben, weil es nicht auf eine bestimme
Kulturtradition festgelegt werden kann.
Dass Menschen nicht die Bedingungen für das (gute, richtige und gerechte)
Leben oder gar das Überleben zukünftiger Menschen zerstören dürfen, wird als
gültige Maxime in allen Kulturen und Gesellschaften akzeptiert, auch wenn sie
nicht als solche explizit formuliert und in vielerlei Hinsicht auch in vielen
Kulturen nicht eingehalten wird.
Handeln unter den Prinzipien von Verantwortung und Nachhaltigkeit
kann nicht mehr aus einer individualistischen Ethik begründet werden.
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 20
Nachhaltigkeit
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 21
Nachhaltigkeit in der Ökologie
Nachhaltigkeit (als Übersetzung des englischen „sustainable development“,
später von „sustainability“) ist erst seit knapp 15 Jahren in der öffentlichen
Diskussion präsent.
Der Nachhaltigkeitsbegriff stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft, schon
aus dem 18. Jahrhundert, mit dem Prinzip, nicht mehr Holz zu schlagen, als
nachwachsen kann.
Mit dem sogenannten Brundtland-Report wurde “Nachhaltigkeit” definiert und damit
breiter bekannt wurde als
“a process of change in which the exploitation of resources, the direction of
investments, the orientation of technological development, and institutional change are
all in harmony and enhance both current and future potential to meet human needs and
aspirations”.
Brundtland-Report. World Commission on Environment and Development WCED, Oxford
(Oxford University Press) 1987, S. 46
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 22
Dimensionen der Nachhaltigkeit
Seit dem Brundtland-Report unterscheidet man unter dem Prinzip der
Nachhaltigkeit systematisch zwischen den ökonomischen, ökologischen und
sozialen Aspekten gesellschaftlicher Entwicklung.
Entsprechend wird auch von ökologisch nachhaltiger, sozial nachhaltiger,
ökonomisch nachhaltiger und immer mehr auch von kulturell nachhaltigen
Gesellschaften gesprochen.
Wissensökologie (als Theorie der Nachhaltigkeit von Wissen und Information)
eröffnet eine fünfte Dimension im Nachhaltigkeitsbegriff:
ökologisch, ökonomisch, sozial, kulturell, informationell
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 23
Nachhaltigkeit in der Ökologie
Nachhaltigkeit ist in der Verallgemeinerung – und in der Anwendung des
Jonas´schen Prinzip der Verantwortung - eine moralische Norm in Sinne der
Generationenverantwortlichkeit geworden.
In erster Linie auf die natürliche Umwelt und physische Güter bezogen, was die
Übertragung auf Nachhaltigkeit von Wissen und Information immer noch
erschwert.
Wissensökologie unternimmt jedoch diese Übertragung des
Nachhaltigkeitskonzept auf Wissen und Information
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 24
Nachhaltigkeit in elektronischen Räumen
Die Art und Weise, wie der Umgang mit Wissen und Information organisiert
wird, entscheidet genauso, wie wir den Umgang mit den natürlichen
Ressourcen organisieren, über unsere gegenwärtigen Chancen, uns kreativ
weiterzuentwickeln,
erst recht über die Chancen zukünftiger Generationen, das Wissen der
Vergangenheit zur Kenntnis nehmen und daraus Nutzen ziehen zu können.
Ohne eine ökologische Perspektive auf Wissen und Information werden sich
keine nachhaltigen Wissensgesellschaften entwickeln können.
Eine Gesellschaft, die mit die Ressource „Wissen und Information“ nicht
nachhaltig umgeht, verbaut sich die Entwicklung in die Zukunft.
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 25
Nachhaltigkeit in elektronischen Räumen
Nachhaltigkeit setzt damit einen Akzent gegen die derzeit dominierende
Kommodifizierung von Wissen und Information,
die eher auf kurzfristige Verwertung und künstliche Verknappung des an sich
freien Gutes des Wissens abhebt
als auf langfristige Absicherung der Freizügigkeit beim Umgang mit Wissen und
und Information.
Eine Gesellschaft, die mit die Ressource „Wissen und Information“ nicht
nachhaltig umgeht, verbaut sich die Entwicklung in die Zukunft.
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 26
Gerechtigkeit
John Rawl
Fairness als Grundprinzip von Gerechtigkeit
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 2727
John Rawl
„Nach Rawls hat eine Gesellschaft zwei Grundfunktionen: Die Förderung
der Interessenharmonie und die Bewältigung von Konflikten. Um diese
Aufgaben zu lösen, bedarf es der Gerechtigkeit”
Wikipedia: Gerechtigkeitstheorien
Rawl: „Der Gerechtigkeitsbegriff ist also für mich definiert durch seine
Grundsätze für die Zuweisung von Rechten und Pflichten und die richtige
Verteilung gesellschaftlicher Güter.
Eine Gerechtigkeitsvorstellung ist eine Ausdeutung dieser Funktion.“
(Eine Theorie der Gerechtigkeit 1975, 26)
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 2828
John Rawl
Schleier der Unwissenheit – veil of ignorance – als Bedingung
für Fairness
Eine Situation der vollkommenen Unwissenheit über die eigene und die Rolle
aller anderen, die er/sie in der Gesellschaft spielen (werden).
A Theory of Justice, by John Rawls, The Belknap Press of Harvard University Press, 1971
Alle beteiligten Personen wissen,,
dass sie Interessen haben,
wissen aber nicht welche.
dass sie gewisse Positionen in der Gesellschaft wahrnehmen,
dass ihnen Ressourcen zur Befriedigung von Grundbedürfnisse zur
Verfügung stehen,
in einem simulierten Urzustand - Modell der Vertragstheorien
Niemand wird sich zugunsten von Partikularinteressen entscheiden, da er/sie
nicht, ob er/sie Begünstigter oder Benachteiligter der Regelungen zugunsten von
Partikulargruppen ist.
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 2929
John Rawl Gerechtigkeitsgrundsätze
1. Jede Person hat das gleiche Recht auf ein völlig adäquates System gleicher
Grundfreiheiten, das mit einem gleichartigen System von Freiheiten für alle
vereinbart ist.
2. Soziale und ökonomische Ungleichheiten müssen zwei Bedingungen genügen:
a) erstens müssen sie mit Ämtern und Positionen verbunden sein, die allen unter
Bedingungen fairer Chancengleicheit offen stehen;
b) und zweitens müssen sie den größten Vorteil für die am wenigstens
begünstigten Mitglieder der Gesellschaft bringen (Differenzprinzip).
A Theory of Justice, by John Rawls, The Belknap Press of Harvard University Press, 1971
Each person is to have an equal right to the most extensive total system of equal basic liberties
compatible with a similar system of liberty for all.
Social and economic inequalities are to be arranged so that they are both:
(a) attached to offices and positions open to all under conditions of fair equality of opportunity.and
(b) to the greatest benefit of the least advantaged, consistent with the just savings principle
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 3030
John Rawl Gerechtigkeitsgrundsätze - Nebenbedingungen
1. Vorrang der Freiheit: Die Gerechtigkeitsprinzipien stehen in lexikalischer
Ordnung (gelten der Reihe nach), das heißt dass die Freiheit nur eingeschränkt
werden kann, wenn diese Einschränkung die Freiheit im Gesamtsystem stärkt und
alle dieser Einschränkung zustimmen können
2. Vorrang der Gerechtigkeit: Die Chancengleichheit hat einen Vorrang gegenüber
dem Differenzprinzip, solange die Chancenungleichheit nicht die Situation der
Schlechtergestellten verbessert.
A Theory of Justice, by John Rawls, The Belknap Press of Harvard University Press, 1971
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 3131
John Rawl
Rawls-Zitat:
„Wer von der Natur begünstigt ist, sei es, wer es wolle, der darf sich der Früchte
nur so weit erfreuen, wie das auch die Lage der Benachteiligten verbessert.
Die von der Natur Bevorzugten dürfen keine Vorteile haben, bloß weil sie begabter
sind, sondern nur zur Deckung der Kosten ihrer Ausbildung und zu solcher
Verwendung ihrer Gaben, dass auch den weniger Begünstigten geholfen wird.
Niemand hat seine besseren natürlichen Fähigkeiten oder einen besseren
Startplatz in der Gesellschaft verdient.“
(Eine Theorie der Gerechtigkeit 1975, 122)
John Rawl
„Ungleichheiten sind nach Rawls nur dann gerechtfertigt, wenn sie auch zum
Nutzen der am schlechtesten Gestellten in der Gesellschaft dienen.“
(http://de.wikipedia.org/wiki/Egalit%C3%A4rer_Liberalismus)
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 3232
Karsten Weber
Reformulierung der Rawl´schen Gerichtigkeitsprizipien als
Prinzipien informationeller Gerechtigkeit
1. Jedermann soll gleiches Recht auf Zugang zum umfangreichsten
System von Informationen und Wissen haben, das mit dem gleichen
System für alle anderen vereinbar ist.
Karsten Weber: Informationelle Gerechtigkeit. In: Hermut. F. Spinner; Michael
Nagenborg, Karsten Weber: Bausteine zu einer neuen Informationsethik. Philo
Verlag: Berlin, Wien 2001, S. 168
2. Informationelle Ungleichheiten sind so zu gestalten, dass a)
vernünftigerweise zu erwarten ist, dass sie zu jedermanns Vorteil dienen,
und b) sie mit Positionen und Ämtern verbunden sind, die jedem offen
stehen,
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 33
Fazit
Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 34
Wie kann aus informationsethischer dem Charakter von Wissen
und Information als Commons Rechnung tragen werden?
Neue Antworten auf Fragen wie
 Kann Wissen jemand gehören? In welchem Ausmaß trägt das Konzept von
geistigem Eigentum weiter in elektronischen Umgebungen?
 Wie kann der Zugriff auf Information für jedermann (inklusiv) voj jedem
Ort, zu jeder Zeit und fairen Bedingungen gesichert werden ?
 Wie kann die Nachhaltigkeit auch von digitaler Information gesichert
werden?
 Was sind gerechte Informationsgesellschaften
Dies sind zentrale Herausforderungen an die
Informationswissenschaft
Towards a commons-based copyright– IFLA 08/2010Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 35
Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit
Weitere Informationen - unter einer CC-Lizenz
(share-alike)
www.kuhlen.name
Towards a commons-based copyright– IFLA 08/2010Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 36
CC als Möglichkeit,
informationelle Autonomie/
Selbstbestimmung von Autoren
zurückzugewinnen
im Rahmen des
Urheberrechts, aber mit
Verzicht auf exklusive
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Informationsethik Ethik in und für elektronische/n Räume/n

  • 1. Rainer Kuhlen FB Informatik und Informationswissenschaft - Universität Konstanz www.kuhlen.name Informationsethik Ethik in und für elektronische/n Räume/n
  • 2. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 2 Zentrale Aussagen (1) Informationsethik ist die Reflexion über moralisches Verhalten in den elektronischen Räumen des Internet (2) Im Sinne der Interdependenzen von Ethik, Ökonomie und Politik besteht die Herausforderung an die Informationswissenschaft, den elektronischen Räumen angemessene Organisationsmodelle für den Umgang mit Wissen und Information zu entwerfen (3) Ohne eine ökologische Perspektive auf Wissen und Information werden sich keine nachhaltigen Wissensgesellschaften entwickeln können. (4) Jedermann soll gleiches Recht auf Zugang zum System von Informationen und Wissen haben.
  • 3. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 33 Was ist Informationsethik?
  • 4. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 4 Das Ethos der Schweine ist der Stall Ort des Wohnens Gewohnheit Sitte Brauch
  • 5. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 5 Das Ethos der Schweine ist der Stall Das Ethos der Informationsgesellschaft ist das InternetOrt des Wohnens Gewohnheit Sitte Brauch
  • 6. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 6 Das Ethos der Schweine ist der Stall Das Ethos der Informationsgesellschaft ist das Internet in elektronischen Räumen  neue Verhaltensformen  neue Normen, neue Werte  neue Moral neue Ethik? Ort des Wohnens Gewohnheit Sitte Brauch moral behaviour
  • 7. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 77 Ethos ἔθος Informationsethik – Ethik in elektronischen Räumen Ethos ἦθος Gewohnheit Sitte Brauch sittliche Tugenden moralisches Verhalten Ethik Reflexion über moralisches Verhalten Zusammenhang von Ethik und Morall
  • 8. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 88 Informationsethik in sich verändernden Umwelten Diese können weder naturrechtlich noch aus irgendeiner Metaphysik geschweige denn von einer Religion begründet werden. Vielmehr hängen sie, in der Aristotelischen Tradition, von den Umgebungen ab, in denen Menschen wohnen (ethos). Umgebungen, dieses “Ethos”, wandeln sich in Raum und Zeit. Informationsethik analysiert, welche über Raum und Zeit variierende Annahmen, Regeln und Werte das Verhalten der Menschen steuern, wenn sie Wissen und Information erstellen, austauschen, teilen und nutzen, aber auch regulieren.
  • 9. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 9 Informationsethik – Ethik in elektronischen Räumen neue Ethik? Klassische Ethiken in elektronischen Räumen weiter anwendbar? in der aristotelischen Verbindung von Ethik, Ökonomie und Politik im Rationalitäts-/Autonomieanspruch der Aufklärung Utilitarismus Verantwortungsethik (Jonas) – Nachhaltigkeit Gerechtigkeitstheorie (Rawl, Sen) Intergenerationelle Gerechtigkeit Vertrags- theorien Deontologien angelsächsische Tradition zentraleuropäische Tradition
  • 10. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 1010 Ethik Wirtschaft Politik Mehrdimensionale Beziehungen für Ethik
  • 11. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 1111 Informationsethik Ethik Mehrdimensionale Beziehungen für Ethik Wirtschaft Politik Wissen und Information Informationsmärkte IPR-Regulierung Urheberrecht Patentrecht
  • 12. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 12 Informationsethik – Ethik in elektronischen Räumen Ethik von und für Menschen in den elektronischen Räumen des Internet Reflexion mit Blick auf das moralische Verhalten beim Umgang mit Wissen und Information Ensemble der intellektuellen Lebenswelten
  • 13. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 1313 wohl eher neues normatives Verhalten Umgang mit Wissen – freier Austausch vs. kommerzielle Verwertung Verlust/Aufgabe/Stärkung von Privatheit vs Dominanz von Sicherheit/Überwachung/Datenverwertung (Intergenerationelle) Gerechtigkeit/Verantwortung/Nachhaltigkeit Informationsautonomie – Neues normative Verhalten neue Ethik? Rückbesinnung auf die Commons – individuelles vs öffentliches Eigentum
  • 14. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 14 Verantwortung Nachhaltigkeit
  • 15. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 15 Verantwortung
  • 16. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 16 Verantwortung – in welcher Form ein ethisches Prinzip? In Philosophie und Ethik eingebracht durch die Arbeit von Hans Jonas aus dem Jahr 1979 Begründung einer Ethik für die technologische Zivilisation über das Prinzip Verantwortung individuelle, direkte Anrechenbarkeit der Folgen des eigenen Handelns aber universal erweitert Verantwortung gegenüber der Natur und gegenüber zukünftigen Generationen
  • 17. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 17 Verantwortung und Nachhaltigkeit auch entsprechend dem Prinzip der Sozialpflichtigkeit von Eigentum (Art 14,2 GG in D) Handeln unter den Prinzipien von Verantwortung und Nachhaltigkeit kann nicht mehr aus einer individualistischen Ethik begründet werden. Positive und negative Publikationsfreiheit (als Teil von Wissenschaftsfreiheit) weiterhin zunächst ein (individuelles) Recht der AutorInnen aber zunehmend durch die Perspektive bestimmt, dass dieses Recht nach den Prinzipien von Verantwortung und Nachhaltigkeit für das Gemeinwohl wahrgenommen werden soll hier verstanden als Umgang mit Wissen und Information nicht entindividualisiert aber Verantwortung in Ziel und Zuständigkeit institutionalisiert
  • 18. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 18 Verantwortung und Nachhaltigkeit für Wissenschaftsfreiheit Ist Wissenschaftsfreiheit nicht in erster Linie das Recht, sich aus öffentlichen Quellen frei informieren zu können und, als informationeller Imperativ, dazu beizutragen, dass jeder dieses Recht wahrnehmen kann? Handle so, dass dein individueller Anspruch auf freien Zugang zu Wissen und Information zugleich Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung sei kann!
  • 19. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 19 Ethik als Verantwortungsethik Das Nachhaltigkeitsprinzip – Handeln nicht nur auf das Hier und Jetzt bezogen, sondern auf die Erde insgesamt und unter verantwortlicher Einbeziehung der Folgen für zukünftige Generationen – kann ja gerade deshalb universalistischen Anspruch erheben, weil es nicht auf eine bestimme Kulturtradition festgelegt werden kann. Dass Menschen nicht die Bedingungen für das (gute, richtige und gerechte) Leben oder gar das Überleben zukünftiger Menschen zerstören dürfen, wird als gültige Maxime in allen Kulturen und Gesellschaften akzeptiert, auch wenn sie nicht als solche explizit formuliert und in vielerlei Hinsicht auch in vielen Kulturen nicht eingehalten wird. Handeln unter den Prinzipien von Verantwortung und Nachhaltigkeit kann nicht mehr aus einer individualistischen Ethik begründet werden.
  • 20. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 20 Nachhaltigkeit
  • 21. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 21 Nachhaltigkeit in der Ökologie Nachhaltigkeit (als Übersetzung des englischen „sustainable development“, später von „sustainability“) ist erst seit knapp 15 Jahren in der öffentlichen Diskussion präsent. Der Nachhaltigkeitsbegriff stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft, schon aus dem 18. Jahrhundert, mit dem Prinzip, nicht mehr Holz zu schlagen, als nachwachsen kann. Mit dem sogenannten Brundtland-Report wurde “Nachhaltigkeit” definiert und damit breiter bekannt wurde als “a process of change in which the exploitation of resources, the direction of investments, the orientation of technological development, and institutional change are all in harmony and enhance both current and future potential to meet human needs and aspirations”. Brundtland-Report. World Commission on Environment and Development WCED, Oxford (Oxford University Press) 1987, S. 46
  • 22. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 22 Dimensionen der Nachhaltigkeit Seit dem Brundtland-Report unterscheidet man unter dem Prinzip der Nachhaltigkeit systematisch zwischen den ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten gesellschaftlicher Entwicklung. Entsprechend wird auch von ökologisch nachhaltiger, sozial nachhaltiger, ökonomisch nachhaltiger und immer mehr auch von kulturell nachhaltigen Gesellschaften gesprochen. Wissensökologie (als Theorie der Nachhaltigkeit von Wissen und Information) eröffnet eine fünfte Dimension im Nachhaltigkeitsbegriff: ökologisch, ökonomisch, sozial, kulturell, informationell
  • 23. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 23 Nachhaltigkeit in der Ökologie Nachhaltigkeit ist in der Verallgemeinerung – und in der Anwendung des Jonas´schen Prinzip der Verantwortung - eine moralische Norm in Sinne der Generationenverantwortlichkeit geworden. In erster Linie auf die natürliche Umwelt und physische Güter bezogen, was die Übertragung auf Nachhaltigkeit von Wissen und Information immer noch erschwert. Wissensökologie unternimmt jedoch diese Übertragung des Nachhaltigkeitskonzept auf Wissen und Information
  • 24. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 24 Nachhaltigkeit in elektronischen Räumen Die Art und Weise, wie der Umgang mit Wissen und Information organisiert wird, entscheidet genauso, wie wir den Umgang mit den natürlichen Ressourcen organisieren, über unsere gegenwärtigen Chancen, uns kreativ weiterzuentwickeln, erst recht über die Chancen zukünftiger Generationen, das Wissen der Vergangenheit zur Kenntnis nehmen und daraus Nutzen ziehen zu können. Ohne eine ökologische Perspektive auf Wissen und Information werden sich keine nachhaltigen Wissensgesellschaften entwickeln können. Eine Gesellschaft, die mit die Ressource „Wissen und Information“ nicht nachhaltig umgeht, verbaut sich die Entwicklung in die Zukunft.
  • 25. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 25 Nachhaltigkeit in elektronischen Räumen Nachhaltigkeit setzt damit einen Akzent gegen die derzeit dominierende Kommodifizierung von Wissen und Information, die eher auf kurzfristige Verwertung und künstliche Verknappung des an sich freien Gutes des Wissens abhebt als auf langfristige Absicherung der Freizügigkeit beim Umgang mit Wissen und und Information. Eine Gesellschaft, die mit die Ressource „Wissen und Information“ nicht nachhaltig umgeht, verbaut sich die Entwicklung in die Zukunft.
  • 26. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 26 Gerechtigkeit John Rawl Fairness als Grundprinzip von Gerechtigkeit
  • 27. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 2727 John Rawl „Nach Rawls hat eine Gesellschaft zwei Grundfunktionen: Die Förderung der Interessenharmonie und die Bewältigung von Konflikten. Um diese Aufgaben zu lösen, bedarf es der Gerechtigkeit” Wikipedia: Gerechtigkeitstheorien Rawl: „Der Gerechtigkeitsbegriff ist also für mich definiert durch seine Grundsätze für die Zuweisung von Rechten und Pflichten und die richtige Verteilung gesellschaftlicher Güter. Eine Gerechtigkeitsvorstellung ist eine Ausdeutung dieser Funktion.“ (Eine Theorie der Gerechtigkeit 1975, 26)
  • 28. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 2828 John Rawl Schleier der Unwissenheit – veil of ignorance – als Bedingung für Fairness Eine Situation der vollkommenen Unwissenheit über die eigene und die Rolle aller anderen, die er/sie in der Gesellschaft spielen (werden). A Theory of Justice, by John Rawls, The Belknap Press of Harvard University Press, 1971 Alle beteiligten Personen wissen,, dass sie Interessen haben, wissen aber nicht welche. dass sie gewisse Positionen in der Gesellschaft wahrnehmen, dass ihnen Ressourcen zur Befriedigung von Grundbedürfnisse zur Verfügung stehen, in einem simulierten Urzustand - Modell der Vertragstheorien Niemand wird sich zugunsten von Partikularinteressen entscheiden, da er/sie nicht, ob er/sie Begünstigter oder Benachteiligter der Regelungen zugunsten von Partikulargruppen ist.
  • 29. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 2929 John Rawl Gerechtigkeitsgrundsätze 1. Jede Person hat das gleiche Recht auf ein völlig adäquates System gleicher Grundfreiheiten, das mit einem gleichartigen System von Freiheiten für alle vereinbart ist. 2. Soziale und ökonomische Ungleichheiten müssen zwei Bedingungen genügen: a) erstens müssen sie mit Ämtern und Positionen verbunden sein, die allen unter Bedingungen fairer Chancengleicheit offen stehen; b) und zweitens müssen sie den größten Vorteil für die am wenigstens begünstigten Mitglieder der Gesellschaft bringen (Differenzprinzip). A Theory of Justice, by John Rawls, The Belknap Press of Harvard University Press, 1971 Each person is to have an equal right to the most extensive total system of equal basic liberties compatible with a similar system of liberty for all. Social and economic inequalities are to be arranged so that they are both: (a) attached to offices and positions open to all under conditions of fair equality of opportunity.and (b) to the greatest benefit of the least advantaged, consistent with the just savings principle
  • 30. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 3030 John Rawl Gerechtigkeitsgrundsätze - Nebenbedingungen 1. Vorrang der Freiheit: Die Gerechtigkeitsprinzipien stehen in lexikalischer Ordnung (gelten der Reihe nach), das heißt dass die Freiheit nur eingeschränkt werden kann, wenn diese Einschränkung die Freiheit im Gesamtsystem stärkt und alle dieser Einschränkung zustimmen können 2. Vorrang der Gerechtigkeit: Die Chancengleichheit hat einen Vorrang gegenüber dem Differenzprinzip, solange die Chancenungleichheit nicht die Situation der Schlechtergestellten verbessert. A Theory of Justice, by John Rawls, The Belknap Press of Harvard University Press, 1971
  • 31. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 3131 John Rawl Rawls-Zitat: „Wer von der Natur begünstigt ist, sei es, wer es wolle, der darf sich der Früchte nur so weit erfreuen, wie das auch die Lage der Benachteiligten verbessert. Die von der Natur Bevorzugten dürfen keine Vorteile haben, bloß weil sie begabter sind, sondern nur zur Deckung der Kosten ihrer Ausbildung und zu solcher Verwendung ihrer Gaben, dass auch den weniger Begünstigten geholfen wird. Niemand hat seine besseren natürlichen Fähigkeiten oder einen besseren Startplatz in der Gesellschaft verdient.“ (Eine Theorie der Gerechtigkeit 1975, 122) John Rawl „Ungleichheiten sind nach Rawls nur dann gerechtfertigt, wenn sie auch zum Nutzen der am schlechtesten Gestellten in der Gesellschaft dienen.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Egalit%C3%A4rer_Liberalismus)
  • 32. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 3232 Karsten Weber Reformulierung der Rawl´schen Gerichtigkeitsprizipien als Prinzipien informationeller Gerechtigkeit 1. Jedermann soll gleiches Recht auf Zugang zum umfangreichsten System von Informationen und Wissen haben, das mit dem gleichen System für alle anderen vereinbar ist. Karsten Weber: Informationelle Gerechtigkeit. In: Hermut. F. Spinner; Michael Nagenborg, Karsten Weber: Bausteine zu einer neuen Informationsethik. Philo Verlag: Berlin, Wien 2001, S. 168 2. Informationelle Ungleichheiten sind so zu gestalten, dass a) vernünftigerweise zu erwarten ist, dass sie zu jedermanns Vorteil dienen, und b) sie mit Positionen und Ämtern verbunden sind, die jedem offen stehen,
  • 33. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 33 Fazit
  • 34. Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 34 Wie kann aus informationsethischer dem Charakter von Wissen und Information als Commons Rechnung tragen werden? Neue Antworten auf Fragen wie  Kann Wissen jemand gehören? In welchem Ausmaß trägt das Konzept von geistigem Eigentum weiter in elektronischen Umgebungen?  Wie kann der Zugriff auf Information für jedermann (inklusiv) voj jedem Ort, zu jeder Zeit und fairen Bedingungen gesichert werden ?  Wie kann die Nachhaltigkeit auch von digitaler Information gesichert werden?  Was sind gerechte Informationsgesellschaften Dies sind zentrale Herausforderungen an die Informationswissenschaft
  • 35. Towards a commons-based copyright– IFLA 08/2010Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 35 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Weitere Informationen - unter einer CC-Lizenz (share-alike) www.kuhlen.name
  • 36. Towards a commons-based copyright– IFLA 08/2010Informationsethik – Ethik in und für elektronische/n Räume/n 36 CC als Möglichkeit, informationelle Autonomie/ Selbstbestimmung von Autoren zurückzugewinnen im Rahmen des Urheberrechts, aber mit Verzicht auf exklusive Verwertungsrechte