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Wachstumsmodelle und Makroökonomie Dipl. Geophysiker Heribert Genreith
Vortrag 8.4.11 I-Teil
Vorwort Zur Person
Geophysiker (Plasmaphysiker, Magnetohydrodynamik, Bohrlochseismik),
Historiker/Archäologe (Antike, fKZ)
Ökonom (seit 2000).
Vorwort Ökonom (seit 2000). Wieso?
Erstes Aktien/Fondsinvestment, DotCom-Verluste, Nachdenken?????
Vorwort Einfache Faustformel der Y und K Entwicklung  „Rule of Thumb“
Erwartungszeit wegen Zinseszinseffekt  „Rule of Thumb“
Hauptvortrag, I. Teil Wachstumsmodelle und Makroökonomie
Das Spannungsfeld zwischen Real- und Kapitalwirtschaft
(1)  Historische Relevanz des Themas
(2)  Mathematische Modellierung mit den gängigen Methoden der Naturwissenschaft: Analysis, Modellbildung und Numerik
Geschichte Der Blick zurück in die Zukunft
Der Blick zurück in die Zukunft Zuerst Betrachtung der Geschichte. Warum?
Menschliche Kulturgeschichte ist erst etwa 12000 Jahre alt, erste Städte um 10.000 v.Chr. (Jericho u.a. im „furchtbaren Halbmond“)
Der Blick zurück in die Zukunft Zuerst Betrachtung der Geschichte. Warum?
Moderner Mensch:  12000 Jahre  sind nur etwa  350  Genrationen
Viel zu wenig für (genetische) Veränderungen
Fortschritte seitdem sind mehr zivilisatorisch denn kulturell
Kampf um Ressourcen ist nach wie vor die treibende Kraft menschlichen Denkens und Handeln
Zeit-räumlicher Horizont: Tagesmärsche / Ernteperiode
Nach wie vor regionales Denken und zeitlich kurz gefasst bzw. interpoliertes Denken (50km/1 Jahr)
Der Blick zurück in die Zukunft „ 1000-jährige Reiche“ und
das Einzige was sich wirklich geändert hat:
Vorsicht: Geschichtsschreibung immer Herrschafts- und Kriegs- orientiert...
Der Blick zurück in die Zukunft Geld ist Macht und  Macht ist Geld Geschichte der Kulturen und besonders der Hegemonial-, Kolonial-, und Weltreiche bzw. Weltmächte  ist immer auch eine  Geschichte der Ökonomie! Vorsicht:  Geschichtsschreibung ist i.a. immer Herrschafts- und Kriegs orientiert
Geschichte VWL Platon  (427 - 347 v.Chr.) phil. Theorie => staatliche Preisfestlegung, Zinsverbot,  rein nominales Geld, Herrschaft  der „besseren“ Eliten,  Gewerbetriebende: „Banausen“ Naturphilosoph  „Ideenwelt“ Aristoteles  (384 - 322 v.Chr.) pragm. Empirie => Marktpreise (Preis gleich Kosten), (edel)metallisches Geld mir direktem Gegenwert, Zins wird als widernatürlich abgelehnt Naturphilosoph  „Realist“ Auf und Ab der Ökonomien
Antike bis franz. Revolution (Zitate etc.)
Frogs and Birds
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Geschichte Aristoteles:
Geschichte In vor-griechischer Zeit war Zins erlaubt, aber staatlich geregelt im Kodex Hammurabi, zudem  Zinsverbote bei Platon, Aristoteles und Seneca (1.Jhd. n. Chr.).  Trotz dieser allgemeinen Ablehnung: Zins wurde immer genommen  (Lohn für Resourcenbereitstellung) Zwar waren Zinsen für Ernteperioden von 20 bis 30% nicht selten, jedoch in allgemein prosperierenden Zeiten wurde real nur etwa 4% bis maximal 8% genommen.  => reale Zinssätze von der Antike bis Heute durchaus vergleichbar: um „den Dreh von“ 5%.
Geschichte Im antiken ROM: - kaum theoretische Arbeiten, pragmatisch - zeitweise Zinsverbot. Das aber nie eingehalten wurde. - Münzwesen: vereinheitlicht, 1 Aureus = 25 Denare, 1 Denar=16 Asse, 1 Sesterze = 4 Asse  (Ein Brot ca. 2 Asse, Tageslohn Legionär (Gutverdiener) ca. 1 d.) Weltwährung!  Denare auch noch um 1200 in Gebrauch
Geschichte Im antiken ROM: - Hartgeld, Inflation per Reduktion des Edelmetallanteils, Gewicht, Größe... - Münzverschlechterung im 3 Jhd, um 300 Diokletian/Konstantin Münzreform: Solidus, trotzdem weiter bergab - ab ca. 400 Annahmeverweigerung, Naturalhandel
Geschichte ROM war der erste (europ.) Staat modernen Zuschnitts Es war die USA der Antike Noch heute Vorbild, auch der US-amerikanischen Staatsform und Politik der Weltmacht. Römisches Recht wirkt bis heute nach.
Geschichte Ähnlichkeiten zwischen ROM und USA ? –  myth. Gründung 753 v.Chr. - langsamer Aufstieg von der Stadt bis zur Hegemonialmacht im Kampf mit Karthago:  Erster (264-241), Zweiter (218-201) und Dritter (149-146 v.Chr.) Punischer Krieg - Ende: 146 v. Chr. vollständige Zerstörung Karthagos und Gründung der Provinz  Africa - Römische Vorherrschaft etwa ab (201)146 rund ums Mittelmeer
Geschichte Ähnlichkeiten zwischen ROM und USA ? Landbesitz durch Landnahme:  ager publicus  durch die großen Eroberungen=> Jeder römische Bürger war befugt, Land in Besitz zu nehmen, wenn er eine kleine Nutzungsgebühr bezahlte.  „ Claims“  Landnahme im Westen der USA 1800-1850 Aber: Die kleinen Bauern wurden daher von den Großgrund- und Kapitalbesitzern, die sich mehr Land aneignen konnten, schnell verdrängt.
Geschichte Ähnlichkeiten zwischen ROM und USA ? - Erster ökonomischer Zusammenbruch  in der Folge bereits um 100 v.Chr.: - Landbev./Krieger war in Abwesenheit verschuldet - Ackerfläche verfiel an Großbesitzer - Die  Gracchusbrüder  strebten daher Landreformen an Tiberius  † 133 v. Chr. und Gaius † 121 v. Chr. - beide Spitzenpolitiker wurden deswegen in 12 Jahren Abstand ermordet („roman kennedy's“)
Geschichte Ähnlichkeiten zwischen ROM und USA ? - die Folge waren fast100 Jahre Bürgerkrieg 121-27 v.Chr.:  Sulla, Caesar, Octavian/Augustus (27vC) - Sulla: Proskriptionen,  Die Güter der getöteten Proskribierten und Feinde Sullas wurden verkauft, insgesamt gelangten durch die Versteigerungen 350 Millionen Sesterzen in die Staatskasse. - US-Bürgerkrieg 1861 -1865,  Folge der Wirtschaftskrise von 1857; bankruns, Ruin,  Verarmung, Sezession, Staatsverschuldung
Geschichte - Wiederaufstieg unter Kaiser Augustus (27 v.-14 n.C.) -  Neuordnung:  Problem Republikanische Ordnung (adel. Dem.) und der Senatsadel waren tot, Machtverlagerung fand zu den Legionen statt =>  der Kaiser wurde jetzt zum  princeps senatus   und Oberstem Befehlshaber   imperator , formale Republik blieb erhalten, als  prima inter pares  eignete sich Augustus aber z.B. die tribunarischen Rechte an, ohne Tribun zu sein. -  Ökonomie und Staatshaushalt:   Die Legionen des BK wurden aufgelöst. Eine neue Mittelschicht wurde geschaffen indem die ungeheure Beute Ägyptens für Landkäufe zugunsten einer breiten Schicht dem Kaiser ergebener Bauern genutzt wurde. Die übliche Ausplünderung der Provinzen durch abgehalfterte Magistraten wurde unterbunden( per Rechtssischerheit). Vell.Pat.:  „Die Äcker fanden wieder Pflege, die Heiligtümer wurden geehrt, die Menschen genossen Ruhe und Frieden und waren sicher im Besitz ihres Eigentums.“
Geschichte Parallele USA: Wiederaufbau nach dem US-Bürgerkrieg
Die Macht des Bundes und des Präsidenten  wurde erheblich ausgeweitet: Hatten elf der ersten zwölf Verfassungszusätze die Zentralregierung geschwächt, wurde ihre Stellung nun durch sechs der nächsten sieben Verfassungszusätze gestärkt.
Ökonomie: Der Sezessionskrieg brachte die  erste nationale Einkommenssteuer  und eine erweiterte Zuständigkeit der Bundesgerichte.
Die farbigen Sklaven wurden frei, sie erhielten das Bürger- und Wahlrecht. Dennoch im Süden weiterhin Rassentrennung und durch das Urteil des Obersten Gerichtshof im Fall Plessy v. Ferguson (1896,  Separate but equal,  erst 1954 aufgehoben) de facto bestätigt.
Industrialisierung des Südens
„ reconstruction“ der Südstaaten (Reparationszahlungen, Besatzungsrecht) bis 1877
Der Präsident der USA ist sowohl Staatsoberhaupt als auch Regierungschef der Vereinigten Staaten und Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte (Status des Augustus)
Geschichte Wiederaufbau nach dem US-Bürgerkrieg: Die direkten Folgen hielten bis Mitte des letzten Jahrhunderts an und sind immer noch nicht verwunden.
Geschichte Ähnlichkeiten zwischen ROM und USA ? - ROM: Höhepunkt der Weltmacht  um das Jahr 100  unter Kaiser Trajan. - Aber schon Anfang des dritten Jahrhunderts war man erneut Pleite! Caracalla muss  um 200  zu massiven Steuerausweitungen greifen  - erste Gegenkaiser 217, ab 230 folgten wieder Militärregierungen (Militärkaiser). - Der endgültige Zerfall des Reiches begann mit dem Gallischem Sonderreich in 260 bis 274 - gegen 300 gab es eine Währungsreform des Diokletian und Konstantin (Solidus), trotzdem zerbrach das Reich in Ost und West, seit 330 Hauptstadt Konstantinopel, Rom wird faktisch schon früher aufgegeben. Bis 530 sank die Einwohnerzahl von ehedem 1,5 Mill. auf nur noch 100 Tausend.
Geschichte The rise and fall of the Empire,  war unter Historikern immer ein Streit- und Rätselthema Neuere FM (zitat wikipedia).:   „ Schuld am Untergang des Westreiches waren  System immanente Mängel in der Verwaltung und der Armee, vor allem war der Westen ökonomisch und militärisch nicht stark genug.  Der Westen verfügte nicht über die hohe Wirtschaftskraft des Ostreichs,  außerdem gelang es dem weströmischen Staat offenbar immer weniger, auf das zum Teil gewaltige Privatvermögen reicher Senatoren zuzugreifen oder genügend Reichsbewohner zum Militärdienst anzuwerben.“
The rise and fall of the Empires Auf europäischer Ebene gab es nach dem Ende Roms kein vergleichbares Weltreich bzw. Weltmacht mehr bis zum ausgehenden Hochmittelalter (bis ca. 1250)
Weltmächte und Weltreiche seit Entdeckung Amerikas 1492 neu entstanden. Kolonialreiche Portugal um1580 Niederlande um 1650, Spanien um 1740 von Rang
Erst das Britische Imperium, ca. 1815-1914, erreichte diese Größe bzw. übertraf sie (gr. WR der Geschichte)
Untergang im Kampf gegen die aufstrebenden Großmächte Deutschland, Russland, Japan
Totale Verschuldung an die neue Weltmacht USA durch die Weltkriege, Nachwirkung bis heute
Typische ökonomischen Überlebenszeiten:  Um die 100 Jahre, oft weniger, selten mehr.
The rise and fall of the Empires Untergang der USA?   still in progress...
Völlige Überschuldung intern und extern, bankrotte Kommunen, überlastetes Militär (Afghanistan, Irak, Lybien, others upcoming soon...), extrem steuerfeindliche Oberschicht, erodierte Mittelschicht, Dollar Weltwährung vor der Ablösung, Zuwanderungsdruck und Drogenkrieg vorallem an der Südgrenze Mexico/Lat.Am. Und vieles mehr...
Zeithorizont unklar, aber:
noch nie  hat eine Welt- oder Hegemonialmacht dauerhaft überlebt  !
(Die  Weltwährung  Denar bzw. Dollar oder Pfund spielen aber eine Rolle bei der möglichen Überlebenszeit, dazu später mehr).
The rise and fall of the Empires Aufstieg und Untergang der Gesellschaften unter liegen Regelmäßigkeiten, insbesondere der Mittel- und Großmächte
rund 100 Jahre zwischen den Extremen, dabei ist regelmäßig eine Finanznot des Staates zu beobachten und mit ursächlich.
Regelmäßige Abfolgen politischer Umbrüche mit dieser Situation des Machtverlustes verbunden: Krieg, Aufstand, Revolution
Nach Zerstörung der alten Werte beginnt der Aufbau des Neuen.
Aristoteles: Verfassungslehre, Polybios: zyklisches Durchlaufen..... Herrschende(r) zum Nutzen aller zum Nutzen der/s Herrschenden Einer Monarchie Tyrannis Wenige Aristokratie Oligarchie Viele Politie Demokratie
The rise and fall of the Empires Aristoteles ->  gute Staatsform neigt zur Entartung ->  entartete Form ->  nächste gute Form -> usw.
Der Grund für den Übergang (Polybios) -> im moralischen Verfall der Regierenden -> die Sicherheit ihres Lebens als Herrschende verursacht bei ihnen Habgier, Überheblichkeit, Ungerechtigkeit und Herrschsucht -> Umsturz
Abschichtung -> pol. und ökonom. Druck wird nach Unten weitergereicht -> Emanzipierung der nächsten Schicht usw. Herrschende(r) zum Nutzen aller zum Nutzen der/s Herrschenden Einer Monarchie Tyrannis  (->Anomie->) Wenige Aristokratie Oligarchie  (->Anomie->) Viele Politie Demokratie (Ochlokratie)  (->Anomie->)
Beginn der Moderne:  „ Die Französische Revolution (1789 bis 1799) gehört zu den folgenreichsten Ereignissen der neuzeitlichen europäischen Geschichte.  Als der Generalkontrolleur der Finanzen Jacques Necker 1781 erstmals die Zahlen des französischen Staatsbudgets veröffentlichte, war dies als Befreiungsschlag zur Herstellung allgemeiner Reformbereitschaft in einer ansonsten ausweglosen Finanzkrise gemeint.  Neckers Zahlenwerk schockierte: Einnahmen von 503 Millionen Livres (Pfund) standen Ausgaben von 620 Millionen gegenüber, wovon allein die Hälfte auf Zins und Tilgung für die enorme Staatsverschuldung entfiel. Weitere 25% verschlang das Militär, 19% die Zivilverwaltung und ca. 6% die königliche Hofhaltung. Dass für höfische Feste und Pensionszahlungen an Höflinge eine Summe von 36 Millionen Livres anfiel, wurde als besonders skandalös angesehen.  Der Großteil der Bevölkerung war an Aufklärungsdenken und Politisierung wenig interessiert, am Brotpreis umso mehr. Während es ihnen am Nötigsten fehlte, sahen sie die Speicher der weltlichen und geistlichen Grundherren, denen sie Abgaben zu entrichten hatten, noch gut gefüllt.“
 
 
Klassische Wachstumsmodelle Ökonomische Betrachtungen wie gesehen schon in der Antike
Klass. Volkswirtschaftslehre: 18. Jhd., Merkantilismus (Wohl.d.Herrschers), Physiokraten (Wohl.d.Volkes), klass. Nationalökonomie (Adam Smith, Begriff des Kapitals, Marktwirtschaft)
Mod. Entw.: Sozialismus/Marxismus, Neoklassik, Keynesianismus, Neoliberalismus, Monetarismus
Wirtschaftswissenschaft: BWL und VWL,  Mikro- und Makroökonomie
BWL: Optimierung eines Betriebes
VWL: Optimierung eines Staates
Probleme damit… Mikro- und Makrokonzepte werden gerne vermischt, aber: BWL offene Systeme, VWL geschlossene Systeme...
Probleme damit… Das Verhalten von offenen und geschlossene Systeme ist fundamental unterschiedlich!
Mathematisch: Kontinuitätsgleichung und das Problem der  internen/externen Quellen und Senken
Probleme damit… Makroökonomische Wachstumsmodelle seit etwa dem WWII
->  Kapital wird als externe Quelle/Senke verstanden
„ Verbetriebswirtschaftlichung“
Probleme damit… „ Verbetriebswirtschaftlichung“ der Nationalökonomie: Globalisierung
Probleme damit… Makroökonomische Wachstumsmodelle seit dem WWII
Hier: gängige Darstellung des Wirtschaftskreislaufs

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  • 1. Wachstumsmodelle und Makroökonomie Dipl. Geophysiker Heribert Genreith
  • 7. Vorwort Ökonom (seit 2000). Wieso?
  • 9. Vorwort Einfache Faustformel der Y und K Entwicklung „Rule of Thumb“
  • 11. Hauptvortrag, I. Teil Wachstumsmodelle und Makroökonomie
  • 12. Das Spannungsfeld zwischen Real- und Kapitalwirtschaft
  • 13. (1) Historische Relevanz des Themas
  • 14. (2) Mathematische Modellierung mit den gängigen Methoden der Naturwissenschaft: Analysis, Modellbildung und Numerik
  • 15. Geschichte Der Blick zurück in die Zukunft
  • 16. Der Blick zurück in die Zukunft Zuerst Betrachtung der Geschichte. Warum?
  • 17. Menschliche Kulturgeschichte ist erst etwa 12000 Jahre alt, erste Städte um 10.000 v.Chr. (Jericho u.a. im „furchtbaren Halbmond“)
  • 18. Der Blick zurück in die Zukunft Zuerst Betrachtung der Geschichte. Warum?
  • 19. Moderner Mensch: 12000 Jahre sind nur etwa 350 Genrationen
  • 20. Viel zu wenig für (genetische) Veränderungen
  • 21. Fortschritte seitdem sind mehr zivilisatorisch denn kulturell
  • 22. Kampf um Ressourcen ist nach wie vor die treibende Kraft menschlichen Denkens und Handeln
  • 24. Nach wie vor regionales Denken und zeitlich kurz gefasst bzw. interpoliertes Denken (50km/1 Jahr)
  • 25. Der Blick zurück in die Zukunft „ 1000-jährige Reiche“ und
  • 26. das Einzige was sich wirklich geändert hat:
  • 27. Vorsicht: Geschichtsschreibung immer Herrschafts- und Kriegs- orientiert...
  • 28. Der Blick zurück in die Zukunft Geld ist Macht und Macht ist Geld Geschichte der Kulturen und besonders der Hegemonial-, Kolonial-, und Weltreiche bzw. Weltmächte ist immer auch eine Geschichte der Ökonomie! Vorsicht: Geschichtsschreibung ist i.a. immer Herrschafts- und Kriegs orientiert
  • 29. Geschichte VWL Platon (427 - 347 v.Chr.) phil. Theorie => staatliche Preisfestlegung, Zinsverbot, rein nominales Geld, Herrschaft der „besseren“ Eliten, Gewerbetriebende: „Banausen“ Naturphilosoph „Ideenwelt“ Aristoteles (384 - 322 v.Chr.) pragm. Empirie => Marktpreise (Preis gleich Kosten), (edel)metallisches Geld mir direktem Gegenwert, Zins wird als widernatürlich abgelehnt Naturphilosoph „Realist“ Auf und Ab der Ökonomien
  • 30. Antike bis franz. Revolution (Zitate etc.)
  • 34. Geschichte In vor-griechischer Zeit war Zins erlaubt, aber staatlich geregelt im Kodex Hammurabi, zudem Zinsverbote bei Platon, Aristoteles und Seneca (1.Jhd. n. Chr.). Trotz dieser allgemeinen Ablehnung: Zins wurde immer genommen (Lohn für Resourcenbereitstellung) Zwar waren Zinsen für Ernteperioden von 20 bis 30% nicht selten, jedoch in allgemein prosperierenden Zeiten wurde real nur etwa 4% bis maximal 8% genommen. => reale Zinssätze von der Antike bis Heute durchaus vergleichbar: um „den Dreh von“ 5%.
  • 35. Geschichte Im antiken ROM: - kaum theoretische Arbeiten, pragmatisch - zeitweise Zinsverbot. Das aber nie eingehalten wurde. - Münzwesen: vereinheitlicht, 1 Aureus = 25 Denare, 1 Denar=16 Asse, 1 Sesterze = 4 Asse (Ein Brot ca. 2 Asse, Tageslohn Legionär (Gutverdiener) ca. 1 d.) Weltwährung! Denare auch noch um 1200 in Gebrauch
  • 36. Geschichte Im antiken ROM: - Hartgeld, Inflation per Reduktion des Edelmetallanteils, Gewicht, Größe... - Münzverschlechterung im 3 Jhd, um 300 Diokletian/Konstantin Münzreform: Solidus, trotzdem weiter bergab - ab ca. 400 Annahmeverweigerung, Naturalhandel
  • 37. Geschichte ROM war der erste (europ.) Staat modernen Zuschnitts Es war die USA der Antike Noch heute Vorbild, auch der US-amerikanischen Staatsform und Politik der Weltmacht. Römisches Recht wirkt bis heute nach.
  • 38. Geschichte Ähnlichkeiten zwischen ROM und USA ? – myth. Gründung 753 v.Chr. - langsamer Aufstieg von der Stadt bis zur Hegemonialmacht im Kampf mit Karthago: Erster (264-241), Zweiter (218-201) und Dritter (149-146 v.Chr.) Punischer Krieg - Ende: 146 v. Chr. vollständige Zerstörung Karthagos und Gründung der Provinz Africa - Römische Vorherrschaft etwa ab (201)146 rund ums Mittelmeer
  • 39. Geschichte Ähnlichkeiten zwischen ROM und USA ? Landbesitz durch Landnahme: ager publicus durch die großen Eroberungen=> Jeder römische Bürger war befugt, Land in Besitz zu nehmen, wenn er eine kleine Nutzungsgebühr bezahlte. „ Claims“ Landnahme im Westen der USA 1800-1850 Aber: Die kleinen Bauern wurden daher von den Großgrund- und Kapitalbesitzern, die sich mehr Land aneignen konnten, schnell verdrängt.
  • 40. Geschichte Ähnlichkeiten zwischen ROM und USA ? - Erster ökonomischer Zusammenbruch in der Folge bereits um 100 v.Chr.: - Landbev./Krieger war in Abwesenheit verschuldet - Ackerfläche verfiel an Großbesitzer - Die Gracchusbrüder strebten daher Landreformen an Tiberius † 133 v. Chr. und Gaius † 121 v. Chr. - beide Spitzenpolitiker wurden deswegen in 12 Jahren Abstand ermordet („roman kennedy's“)
  • 41. Geschichte Ähnlichkeiten zwischen ROM und USA ? - die Folge waren fast100 Jahre Bürgerkrieg 121-27 v.Chr.: Sulla, Caesar, Octavian/Augustus (27vC) - Sulla: Proskriptionen, Die Güter der getöteten Proskribierten und Feinde Sullas wurden verkauft, insgesamt gelangten durch die Versteigerungen 350 Millionen Sesterzen in die Staatskasse. - US-Bürgerkrieg 1861 -1865, Folge der Wirtschaftskrise von 1857; bankruns, Ruin, Verarmung, Sezession, Staatsverschuldung
  • 42. Geschichte - Wiederaufstieg unter Kaiser Augustus (27 v.-14 n.C.) - Neuordnung: Problem Republikanische Ordnung (adel. Dem.) und der Senatsadel waren tot, Machtverlagerung fand zu den Legionen statt => der Kaiser wurde jetzt zum princeps senatus und Oberstem Befehlshaber imperator , formale Republik blieb erhalten, als prima inter pares eignete sich Augustus aber z.B. die tribunarischen Rechte an, ohne Tribun zu sein. - Ökonomie und Staatshaushalt: Die Legionen des BK wurden aufgelöst. Eine neue Mittelschicht wurde geschaffen indem die ungeheure Beute Ägyptens für Landkäufe zugunsten einer breiten Schicht dem Kaiser ergebener Bauern genutzt wurde. Die übliche Ausplünderung der Provinzen durch abgehalfterte Magistraten wurde unterbunden( per Rechtssischerheit). Vell.Pat.: „Die Äcker fanden wieder Pflege, die Heiligtümer wurden geehrt, die Menschen genossen Ruhe und Frieden und waren sicher im Besitz ihres Eigentums.“
  • 43. Geschichte Parallele USA: Wiederaufbau nach dem US-Bürgerkrieg
  • 44. Die Macht des Bundes und des Präsidenten wurde erheblich ausgeweitet: Hatten elf der ersten zwölf Verfassungszusätze die Zentralregierung geschwächt, wurde ihre Stellung nun durch sechs der nächsten sieben Verfassungszusätze gestärkt.
  • 45. Ökonomie: Der Sezessionskrieg brachte die erste nationale Einkommenssteuer und eine erweiterte Zuständigkeit der Bundesgerichte.
  • 46. Die farbigen Sklaven wurden frei, sie erhielten das Bürger- und Wahlrecht. Dennoch im Süden weiterhin Rassentrennung und durch das Urteil des Obersten Gerichtshof im Fall Plessy v. Ferguson (1896, Separate but equal, erst 1954 aufgehoben) de facto bestätigt.
  • 48. „ reconstruction“ der Südstaaten (Reparationszahlungen, Besatzungsrecht) bis 1877
  • 49. Der Präsident der USA ist sowohl Staatsoberhaupt als auch Regierungschef der Vereinigten Staaten und Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte (Status des Augustus)
  • 50. Geschichte Wiederaufbau nach dem US-Bürgerkrieg: Die direkten Folgen hielten bis Mitte des letzten Jahrhunderts an und sind immer noch nicht verwunden.
  • 51. Geschichte Ähnlichkeiten zwischen ROM und USA ? - ROM: Höhepunkt der Weltmacht um das Jahr 100 unter Kaiser Trajan. - Aber schon Anfang des dritten Jahrhunderts war man erneut Pleite! Caracalla muss um 200 zu massiven Steuerausweitungen greifen - erste Gegenkaiser 217, ab 230 folgten wieder Militärregierungen (Militärkaiser). - Der endgültige Zerfall des Reiches begann mit dem Gallischem Sonderreich in 260 bis 274 - gegen 300 gab es eine Währungsreform des Diokletian und Konstantin (Solidus), trotzdem zerbrach das Reich in Ost und West, seit 330 Hauptstadt Konstantinopel, Rom wird faktisch schon früher aufgegeben. Bis 530 sank die Einwohnerzahl von ehedem 1,5 Mill. auf nur noch 100 Tausend.
  • 52. Geschichte The rise and fall of the Empire, war unter Historikern immer ein Streit- und Rätselthema Neuere FM (zitat wikipedia).: „ Schuld am Untergang des Westreiches waren System immanente Mängel in der Verwaltung und der Armee, vor allem war der Westen ökonomisch und militärisch nicht stark genug. Der Westen verfügte nicht über die hohe Wirtschaftskraft des Ostreichs, außerdem gelang es dem weströmischen Staat offenbar immer weniger, auf das zum Teil gewaltige Privatvermögen reicher Senatoren zuzugreifen oder genügend Reichsbewohner zum Militärdienst anzuwerben.“
  • 53. The rise and fall of the Empires Auf europäischer Ebene gab es nach dem Ende Roms kein vergleichbares Weltreich bzw. Weltmacht mehr bis zum ausgehenden Hochmittelalter (bis ca. 1250)
  • 54. Weltmächte und Weltreiche seit Entdeckung Amerikas 1492 neu entstanden. Kolonialreiche Portugal um1580 Niederlande um 1650, Spanien um 1740 von Rang
  • 55. Erst das Britische Imperium, ca. 1815-1914, erreichte diese Größe bzw. übertraf sie (gr. WR der Geschichte)
  • 56. Untergang im Kampf gegen die aufstrebenden Großmächte Deutschland, Russland, Japan
  • 57. Totale Verschuldung an die neue Weltmacht USA durch die Weltkriege, Nachwirkung bis heute
  • 58. Typische ökonomischen Überlebenszeiten: Um die 100 Jahre, oft weniger, selten mehr.
  • 59. The rise and fall of the Empires Untergang der USA? still in progress...
  • 60. Völlige Überschuldung intern und extern, bankrotte Kommunen, überlastetes Militär (Afghanistan, Irak, Lybien, others upcoming soon...), extrem steuerfeindliche Oberschicht, erodierte Mittelschicht, Dollar Weltwährung vor der Ablösung, Zuwanderungsdruck und Drogenkrieg vorallem an der Südgrenze Mexico/Lat.Am. Und vieles mehr...
  • 62. noch nie hat eine Welt- oder Hegemonialmacht dauerhaft überlebt !
  • 63. (Die Weltwährung Denar bzw. Dollar oder Pfund spielen aber eine Rolle bei der möglichen Überlebenszeit, dazu später mehr).
  • 64. The rise and fall of the Empires Aufstieg und Untergang der Gesellschaften unter liegen Regelmäßigkeiten, insbesondere der Mittel- und Großmächte
  • 65. rund 100 Jahre zwischen den Extremen, dabei ist regelmäßig eine Finanznot des Staates zu beobachten und mit ursächlich.
  • 66. Regelmäßige Abfolgen politischer Umbrüche mit dieser Situation des Machtverlustes verbunden: Krieg, Aufstand, Revolution
  • 67. Nach Zerstörung der alten Werte beginnt der Aufbau des Neuen.
  • 68. Aristoteles: Verfassungslehre, Polybios: zyklisches Durchlaufen..... Herrschende(r) zum Nutzen aller zum Nutzen der/s Herrschenden Einer Monarchie Tyrannis Wenige Aristokratie Oligarchie Viele Politie Demokratie
  • 69. The rise and fall of the Empires Aristoteles -> gute Staatsform neigt zur Entartung -> entartete Form -> nächste gute Form -> usw.
  • 70. Der Grund für den Übergang (Polybios) -> im moralischen Verfall der Regierenden -> die Sicherheit ihres Lebens als Herrschende verursacht bei ihnen Habgier, Überheblichkeit, Ungerechtigkeit und Herrschsucht -> Umsturz
  • 71. Abschichtung -> pol. und ökonom. Druck wird nach Unten weitergereicht -> Emanzipierung der nächsten Schicht usw. Herrschende(r) zum Nutzen aller zum Nutzen der/s Herrschenden Einer Monarchie Tyrannis (->Anomie->) Wenige Aristokratie Oligarchie (->Anomie->) Viele Politie Demokratie (Ochlokratie) (->Anomie->)
  • 72. Beginn der Moderne: „ Die Französische Revolution (1789 bis 1799) gehört zu den folgenreichsten Ereignissen der neuzeitlichen europäischen Geschichte. Als der Generalkontrolleur der Finanzen Jacques Necker 1781 erstmals die Zahlen des französischen Staatsbudgets veröffentlichte, war dies als Befreiungsschlag zur Herstellung allgemeiner Reformbereitschaft in einer ansonsten ausweglosen Finanzkrise gemeint. Neckers Zahlenwerk schockierte: Einnahmen von 503 Millionen Livres (Pfund) standen Ausgaben von 620 Millionen gegenüber, wovon allein die Hälfte auf Zins und Tilgung für die enorme Staatsverschuldung entfiel. Weitere 25% verschlang das Militär, 19% die Zivilverwaltung und ca. 6% die königliche Hofhaltung. Dass für höfische Feste und Pensionszahlungen an Höflinge eine Summe von 36 Millionen Livres anfiel, wurde als besonders skandalös angesehen. Der Großteil der Bevölkerung war an Aufklärungsdenken und Politisierung wenig interessiert, am Brotpreis umso mehr. Während es ihnen am Nötigsten fehlte, sahen sie die Speicher der weltlichen und geistlichen Grundherren, denen sie Abgaben zu entrichten hatten, noch gut gefüllt.“
  • 73.  
  • 74.  
  • 75. Klassische Wachstumsmodelle Ökonomische Betrachtungen wie gesehen schon in der Antike
  • 76. Klass. Volkswirtschaftslehre: 18. Jhd., Merkantilismus (Wohl.d.Herrschers), Physiokraten (Wohl.d.Volkes), klass. Nationalökonomie (Adam Smith, Begriff des Kapitals, Marktwirtschaft)
  • 77. Mod. Entw.: Sozialismus/Marxismus, Neoklassik, Keynesianismus, Neoliberalismus, Monetarismus
  • 78. Wirtschaftswissenschaft: BWL und VWL, Mikro- und Makroökonomie
  • 81. Probleme damit… Mikro- und Makrokonzepte werden gerne vermischt, aber: BWL offene Systeme, VWL geschlossene Systeme...
  • 82. Probleme damit… Das Verhalten von offenen und geschlossene Systeme ist fundamental unterschiedlich!
  • 83. Mathematisch: Kontinuitätsgleichung und das Problem der internen/externen Quellen und Senken
  • 84. Probleme damit… Makroökonomische Wachstumsmodelle seit etwa dem WWII
  • 85. -> Kapital wird als externe Quelle/Senke verstanden
  • 87. Probleme damit… „ Verbetriebswirtschaftlichung“ der Nationalökonomie: Globalisierung
  • 88. Probleme damit… Makroökonomische Wachstumsmodelle seit dem WWII
  • 89. Hier: gängige Darstellung des Wirtschaftskreislaufs
  • 91.  
  • 92.  
  • 93. Problem Cobb-Douglas-Produktions-Funktion 1. Y ist eine von L und K abhängige Fkt. Jedoch wird nichts über eine Abhängigkeit der Fkt. K von Y gesagt (singuläre Gleichung). 2. L und K gehen beide gleichberechtigt (a+1-a=1) und in positiver exponentieller Weise in Y ein. 3. Damit wird das Wunschergebnis bereits zur Voraussetzung erhoben! (Das kann bestenfalls lokal stimmen, wo dieser Umstand bereits bekannt ist.)
  • 94. Wachstumsmodelle Die Bekanntesten sind: AK-Modell ( basiert auf Y=A(t)*K ↔ Y/K=A -> Problem: Beliebigkeit von A! ) Harrod-Domar-Modell ( basiert auf Y=1/v * K ) Uzawa-Lucas-Modell (bas. Cobb-Douglas-PF „Humankapital“) Solow-Swan-Modell (bas. Cobb-Douglas-PF „Arbeit “) Endogene Wachstumstheorie , z.B. Fortschrittsfunktion (bas. Cobb-Douglas-PF „Techn. Fortschritt, Innovation, Bildung etc.pp,“) IWF 2005 Modell (basiert auf prop. von dY, dI, dK)
  • 98. Alles AK-Modelle Y/K = A * (t)
  • 99. hier mit A * (t) = [A(uc) 1-a ] 1/a
  • 103. Problem: singuläres GLS, bestenfalls AKM
  • 104. Wachstumsmodelle Alles singuläres GLS, bestenfalls AKM
  • 106. f(t) beliebig manipulierbar, bis es „stimmt“
  • 107. f(t)-Test: bei realistischen Ansätzen immer falsches Y/K-Verhältnis im Vergleich mit den Realzahlen.
  • 108. Prognosefähigkeit: reine Interpolation in die Zukunft, kein realer Informationsgewinn, weder in Vergangenheit noch in Zukunft.
  • 109. Problem aller klassischen Wachstumsmodelle: Y/K bzw. hier K/Y Verhältnis der BRD
  • 110. Problem aller klassischen Wachstumsmodelle: Kapitalproduktivität (marginal productivity of debt) i=dY/dK wird realitätsfern wiedergegeben! Wegen i=dY/dK = Y0/K0 IWF 2005, sollte sie eigentlich konstant sein oder (AKM und CDPF) sogar zunehmen ....tatsächlich nimmt sie aber ab!
  • 111. IWF Das Beste aller Schlechten Modelle!
  • 112. Zitat aus IWF Studie 2005:
  • 113. Problem aller klassischen Wachstumsmodelle: Singuläre Gleichungen
  • 118. Zudem:
  • 121. Wie macht man dass besser? Grundsätzlicher Ansatz: ordentliches DGLS gegenseitiger Abhängigkeit
  • 122. dY/dt = f(t,Y,K)
  • 123. dK/dt = g(t,K,Y)
  • 124. Herleitung und Begründung siehe im Einzelnen im „technical paper“ auf der ifara-homepage
  • 125. DGLS, einf. Lin. Ansatz nach NW Ursache-Wirkungs-Prinzip
  • 126. DGLS, einf. Lin. Ansatz
  • 127. DGLS, einf. Lin. Ansatz pn(t): Statistik der Realdaten oder Regression der Realdaten, oder Phänomenologischer Ansatz (Modelltheoretisch, Vorteil: Zsh. werden mitgezogen)
  • 128. DGLS, einf. Lin. Ansatz Ergebnis der einfachsten Integration des Modells (pv,ps,pB =const., pn phänom., SW: SciLab 5.3.1 ode)
  • 129. DGLS, einf. Lin. Ansatz Y/K bzw. K/Y-Verhältnis einf.phän.Mod.:
  • 130. DGLS, einf. Lin. Ansatz Y/K bzw. K/Y-Verhältnis einf.phän.Mod.:
  • 131. DGLS, einf. Lin. Ansatz Y/K bzw. K/Y-Verhältnis einf.phän.Mod.:
  • 132. DGLS, einf. Lin. Ansatz einf.phän.Mod. Prognose ohne Aussenbeiträge
  • 133. DGLS, weitere Parameter einf.phän.Mod. mit Bevölkerungsentwicklung pB real
  • 134. DGLS, weitere Parameter einf.phän.Mod. mit Bevölkerungsentwicklung pB und reale Sparquote nach amtlichen Daten
  • 135. DGLS, weitere Parameter Zusätzlich mit prel nach amtl. Daten und pv = dK/dt nach amtl. Daten
  • 136. DGLS, weitere Parameter Zusätzlich mit prel nach amtl. Daten und pv = dK/dt nach amtl. Daten
  • 137. Island
  • 138.  
  • 139. Greece
  • 140. Japan
  • 141. DGLS, weitere Parameter Restdifferenzen sind den Außenbeiträgen geschuldet - Kapitaltransfers mit dem Ausland a0 - evtl. BIP Transfers mit dem Ausland b0 („care Pakete“) - „Gelddrucken“, Schlagschätze, Selbstankäufe Anleihen - ersatzlose Abschreibungen von Assets etc.pp. Zur Außenbilanz später mehr. -> Wichtige Forschungsarbeit, Datenerfassung, Datenauswertung. Wenn gute Daten verfügbar, so zeigen erste Test, Replikation und Prognose auf ca. 0,5% genau machbar.
  • 142. Analytik Numerik und Statistik: Enorm wichtige Hilfsmittel, aber: In der Numerik werden Zusammenhänge nicht mitgezogen, und in der Statistik kann man Funktion nur erraten... Königsweg ist immer die Analysis . Alle Zusammenhänge von Ursache und Wirkung werden mitgezogen. Aber: Gerade DGL's sind i.a. notorisch schwer lösbar, insbesondere nichtlineare...
  • 143. Analytik Analytische Integration des einfachsten Modells bereits geschlossen unmöglich -> Näherungslösung
  • 150. Analytik: Rückkehr zum Wachstumspfad?
  • 151. Analytik: Rückkehr zum Wachstumspfad F1 -> F2?
  • 152. Analytik: Rückkehr zum Wachstumspfad F1 -> F2?
  • 153. Analytik: Rückkehr zum Wachstumspfad F1 -> F2?
  • 154. Analytik: Rückkehr zum Wachstumspfad F1 -> F2?
  • 155. Analytik: Rückkehr zum Wachstumspfad F1 -> F2?
  • 158. Ausblick Numerik - Für die Berechnungen sind zuverlässige Datenerhebungen in geeigneter Form notwendig - Nicht alle amtlichen Institute weltweit machen dies in der notwendigen Qualität - Vereinheitlichung und qualitativ hochwertige und für den Zweck der Y und K Prognosen geeignete Datenbasen weltweit sind anzustreben
  • 159. Danke bis hierher für Ihre Aufmerksamkeit Im II Teil kommen weitere Analysen und Anwendungen
  • 160. Inflation und Geldwertinstabilität Dipl. Geophysiker Heribert Genreith TandemVipera Vortrag 8.4.11 II-Teil