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Land der Gründer
www.bmwfw.gv.at
Auf dem Weg zum gründerfreundlichsten
Land Europas
Gründerland-Kick-Off
16. April 2015
Österreich soll zum
Gründer­land Nummer 1 in
Europa werden.
Das Umfeld für Gründer muss kontinuierlich verbessert, Innovationen und Finanzierungen unterstützt und der
Unternehmergeist im Land gefördert werden.
Das klare Ziel:
„Nine to Five“, adé!
Unternehmensgründungen
2014* in Österreich
110
37.120
neue Unternehmen werden
täglich gegründet
Neugründungen
*2014 vorläufige Daten; mit selbstständigen Personenbetreuern
Quelle: WKO 2014
Der Unternehmergeist wächst
Entwicklung der Unternehmensgründungen in Österreich
*2014 vorläufige Daten; mit selbstständigen Personenbetreuern
Bruch in der Zeitreihe aufgrund geänderter rechtlicher Lage: Die Tätigkeit der selbständigen Personenbetreuung wurde im Jahr 2007 ausdrück-
lich in der Gewerbeordnung geregelt, dies führte zu einem sprunghaften Anstieg der Gründungszahlen im Jahr 2008.
Quelle: WKO 2014
1993 2000
23.762
2005
31.001
2010
37.125
14.631
2014*
37.120
GmbH – Novelle zeigt erste Erfolge
Anteil Unternehmensneugründungen als GmbH
Gründungsschub in der Rush Hour des Lebens
39,4 Jahre ist das Durchschnitts­alter von Unter-
nehmens­gründungen von natürlichen Personen 2014
Quelle: WKO 2014
Quelle: WKO 2014
9,4%
39,4 Jahre
11,3%2010
Österreich ist EU-weit unter den TOP-3 bei der
Nachhaltigkeit der Unternehmensgründungen
2014
Nachhaltige Gründerdynamik
Überlebensquote von 2005 neu gegründeten Unter-
nehmen in der marktorientierten Wirtschaft in Prozent
B bis N ohne Gruppe 64.2 der ÖNACE 2008)
Gliederung nach ÖNACE 2008 (= NACE Rev. 2)
Quelle: Statistik Austria
100
80
60
40
20
0
1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre 7 Jahre
88,9%
73%
61,6%
53,2%
Die Phasen der
Unternehmensbiografie
Je nach Phase, in der sich die Unternehmen befinden, stehen sie vor unterschiedlichen Herausforderungen und
Hürden und müssen vielfältige Entscheidungen treffen.
In der Vorgründungsphase wird die Entscheidung,
den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen, ge-
troffen und die Planung der Gründungsaktivitäten
vorgenommen.
Am Beginn des Unternehmenszyklus steht die Grün-
dung. Unternehmen werden in dieser Phase erstmals
am Markt aktiv und sie versuchen eine überlebensfä-
hige Organisation aufzubauen, weshalb diese ersten
Jahre besonders kritisch sind.
Ist die erste kritische Zeit (meist die ersten 3 Jahre)
überwunden, geht es in der Wachstumsphase darum,
den Fortbestand des Unternehmens zu sichern und
darüber hinaus neue Wege innerhalb und über die
Grenzen zu beschreiten.
Der Gründungszyklus
Vorgründungsphase
Gründungsphase
Wachstumsphase
1
2
3
Vorgründungsphase
Die Phasen der Unternehmens­biografie
Der Weg zum Gründerland Nr. 1:
•	 Entrepreneurial Mindset:
Unternehmergeist in ganz
­Österreich wecken
•	 Innovationskraft: Österreich
vom Innovation Follower zum
Innovation Leader machen
•	 Entrepreneurial Education:
Entrepreneurial Spirit durch
Bildung in allen Lebensphasen
transportieren
•	 Spin-Offs aus Wissenschaft
und Forschung: Wissen in
Taten umsetzen
•	 Seed-Finanzierung: Die Finan-
zierung von Anfang an sichern
•	 Österreich als Gründungs-­
Hot-Spot: Österreich interna-
tional als Gründerland Nr. 1
positionieren
Der Wunsch nach Selbstbestimmung
Wichtige Motive für Unternehmensgründungen in Prozent
Seed-Finanzierung
aws-Programm PreSeed
Investitionen in F&E
ABA - Forschungsplatz Österreich
8,6% 72
der Österreicher haben die Ab-
sicht, innerhalb der nächsten
drei Jahre ein Unternehmen zu
gründen. EU-Durchschnitt: 13,5%
internationale Unternehmen
haben seit 2008 F&E-relevante
Investitionen in Österreich
getätigt. Sie schufen 1.442
Arbeitsplätze und investierten
282 Mio. €
Quelle: Metis Institut 2012 im Auftrag des Gründerservice der WKO
eigener Chef sein				 65
Gewerbeschein gebraucht			 	 64
immer schon selbstständig sein wollen	 	 58
Verantwortung im eigenen Unternehmen	 	 57
flexiblere Lebensgestaltung		 54
Einkommen steigern			 53
Berufsperspektive im Alter	 	 43
Arbeitsmarktalternative 35
Vereinbarkeit Familie/Beruf 35
zweites Standbein	 29
Quelle: Europäische Kommission, Small Business Act, 2014
Patente auf positivem Kurs
2.501
+4,5%Das ist ein Zuwachs von 4,5 %.
Damit zählt Österreich zu den
Staaten mit den größten Zu-
wächsen in Europa. Damit belegt
Österreich Rang 7 und liegt
deutlich über dem EU-Durch-
schnitt von 131 Anmeldungen
pro eine Million Einwohner
Quelle: Jahresbericht des Europäischen Patentsamts 2014
Quelle: aws – Interne Evaluierung Seedfinancing 2012
3,7 Mio.€sind durch PreSeed im Jahr 2013
in Projekte geflossen, ein Groß-
teil davon in Start-ups.
Auf die drei Kräfte setzen
Der Unternehmergeist muss
bereits in der Schule vermittelt
und an Universitäten bzw. Fach-
hochschulen verfestigt werden
Bildung
Innovation
Forschung
Patentanmeldungen in
Österreich 2014
Gründungsphase
Die Phasen der Unternehmens­biografie
Der Weg zum Gründerland Nr. 1:
•	 Zugang zur Selbständigkeit:
Flexibilität & Freiraum schaffen
•	 Regulatory Framework:
So viel wie nötig und so wenig
wie möglich eingreifen
•	 Schließung der Finanzierungs-
lücke: Neue Wege der Geld­
beschaffung ermöglichen
•	 Öffentliche Starthilfe für
­Gründer: Die öffentliche Hand
als Co-Investor etablieren
•	 Entlastung von Steuern
und Abgaben: Finanzielle
Erleichter­ungen schaffen
•	 Digitalisierung: Eine Digitale
Agenda für Österreich und
Europa entwickeln
Von Amts wegen
Österreichisches Verwaltungs­system im Vergleich zum EU-Durchschnitt
Quelle: EU-Kommission 2015
10 3053,5 313
Zeitaufwand für die
Gründung einer GmbH
(in Kalendertagen, 2014)
Kosten für die Gründung
einer GmbH
(in Euro, 2014)
Österreich ÖsterreichEU-Durchschnitt EU-Durchschnitt
Quelle: Global Entrepreneurship Monitor 2012; aws
aws-Förderung erhöht Überlebensquote
Überlebensquote von Jungunternehmen
90%
1 3 52
nach ... Jahren
nach 6 Jahren mit
aws Garantie
4 6
80% 80%
74% 71% 66%
63%
Erfreuliche Entwicklung der Eigenkapitalquote
Entwicklung der Eigenkapitalquoten österreichischer Unternehmen im
Zeitraum 2006/07 bis 2012/13 (in Prozent des Gesamtkapitals)
Quelle: KMU Forschung Austria
2007 2009 20112008 2010 2012 2013
35
30
25
20
23,8
34,8
24,7
32,4
25,5
31,7
27,6
32,4
28,2
32,6
28,8
33,1
28,4
34,6
Klein- und Mittelbetriebe
Großunternehmen
Neue Herausforderungen zwin-
gen Unternehmen flexibel zu
denken. Viele alternative Mög-
lichkeiten in der Ausgestaltung
von Finanzierungsmodellen
erweitern den Finanzierungsmix
und erhöhen die Stabilität des
Unternehmens.
Wachstumsphase
Die Phasen der Unternehmens­biografie
Der Weg zum Gründerland Nr. 1:
•	 Die öffentliche Hand als
Investor und Förderer: Auf
Hebelwirkung setzen
•	 Private Equity und Venture
Capital: Privates Kapital
mobilisieren
•	 Kapitalmarkt: Die heimische
Börse wettbewerbsfähig machen
•	 Steuerliche Anreize für private
Finanzierung: Incentives für
Investitionen bieten
•	 Schaffung von Arbeitsplätzen:
Aufnahme von Mitarbeitern
erleichtern
•	 Going Global: Wachstum über
die Grenze fördern
Public Entrepreneurship: Die öffentliche Hand als Investor und Förderer
Investoren im Risikokapitalbereich im Vergleich, im Jahr 2013
Quelle: EVCA Yearbook 2014 (Mai 2014)
0,3% Akademische Institutionen
2,2% Banken
6,5% Unternehmen
2,3% Stiftungen
4% Family offices
8,7% Fund of funds
33,8% Staatliche Agenturen 93,8%
Staatliche Agenturen3,1% Versicherungsgesellschaften
1,4% andere
Vermögens-
verwalter
7,8%
Pensions­fonds
16,1%
Private
Investoren
6,3% nicht klassifiziert
1,7% Staatsfonds
11,9% nicht klassifiziert
ÖsterreichEuropa
ABER: öffentliche
Mittel sollen privates
Kapital nicht ersetzen,
sondern ergänzen.
Die Mobilisierung von
Eigenkapital ist unbe-
dingt notwendig, um
nachhaltig die Finanzie-
rungslücke von Unter-
nehmen zu füllen.
Going global
Quelle: Eurostat, Comext, AMECO, OECD, wiiw-Berechnungen, 2015
6 von 10€werden von österreichischen Unternehmen im Ausland erwirtschaftet.
Deutschland ist stärkster Exportpartner (29,8%)
1 11 11 11 11 1
Zu hohe Lohnnebenkosten
Lohnnebenkosten der Privatwirtschaft pro 100 Euro Bruttolohn 2013
37€ 27€31€Österreich DeutschlandEU-Durchschnitt
Quelle: Eigene Berechnungen des Statistisches Bundesamtes auf Basis von Eurostat, ­Online-Datenbank vom 02. Mai 2014.
1
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8
9
10
11
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2
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4
5
16
Finanzierung
Innovation
Eine Open-Innovation-Strategie für Österreich entwickeln und umsetzen
Infrastruktur und Anreize für Wissenstransfer schaffen sowie Wissens­transfer-Kompetenz in
Wissenschaft und Forschung stärken
Kooperationen zwischen Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ausbauen, fördern und
weiterentwickeln
Rechtlichen Rahmen für den Schutz geistigen Eigentums modernisieren
Eine digitale Agenda für Österreich entwickeln und umsetzen
Crowdfunding als alternative Finanzierungsquelle etablieren
Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit für Mezzaninkapital schaffen
Rahmenbedingungen für private KMU-Finanzierungsgesellschaften schaffen
Regulatorische Hürden und Kosten am heimischen Kapitalmarkt reduzieren
Ein Innovations-/Wachstumssegment am heimischen Kapitalmarkt entwickeln
Effektivität öffentlicher Förderungen für sämtliche Phasen der unternehmerischen
Entwicklung ausbauen
Bürokratische Hürden beim Zugang zu und der Abwicklung von Wirtschaftsförderungen abbauen
Steuerliche Anreize für private Investitionen in die Realwirtschaft setzen
Mitarbeiterbeteiligungsmodelle fördern
Internationale Venture-Capital-Fonds nach Österreich holen
Privates Kapital für Wissenschaft, Forschung und Innovationen mobilisieren und gemeinnütziges
Stiftungswesen stärken
Der Weg zum
Gründerland Nr. 1
40 Maßnahmen, die Österreich an die Spitze bringen
Infrastruktur &
Regulatorik
Bewusstseins­-
bildung
Nationale Gründer- und Innovations-Netzwerke und Communities fördern
Gründer und erfahrene Unternehmen zusammenbringen
Private Gründer-Initiativen und Inkubatoren fördern
Gründer-Netzwerke an und zwischen Hochschulen etablieren und forcieren
Internationale Gründer- und Innovations-Netzwerke und Allianzen bilden und ausbauen
Zusammenarbeit zwischen jungen Unternehmen bzw. Wissenschaft und Forschung sowie Botschaften
und Außenhandelsstellen verbessern
Netzwerke
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38
39
40
Kommunikation zwischen Unternehmen und Behörden entbürokratisieren
Berufsrecht laufend an aktuelle Entwicklungen anpassen
Betriebsanlagenrecht vereinheitlichen und vereinfachen
Unternehmensgründungen und -übergaben durch Abbau rechtlicher Hürden erleichtern
Beratung und Unterstützung von Unternehmen in sämtlichen Wachstumsphasen ausbauen
und weiterentwickeln
Exportorientierung und Internationalisierung österreichischer Unternehmen stärken
Neugründungs-Förderungsgesetz an moderne Rahmenbedingungen anpassen
Steuern und Sozialversicherungsbeiträge für Gründer und junge Unternehmen senken
Regulatorische und finanzielle Hürden für die Beschäftigung von Mitarbeitern abbauen
Finanzielle Allgemeinbildung (financial literacy) verbessern
Eine Beteiligungs- und Aktionärskultur etablieren und Bewusstsein für Investitionen in die
Realwirtschaft stärken
Bewusstsein für Chancen und Risiken des Kapitalmarkts entwickeln
Unternehmergeist bereits bei den Kleinsten wecken und unternehmerisches Denken im
gesamten Bildungsweg vermitteln
Stellenwert des Unternehmertums in der Gesellschaft verbessern
Ein leistungsfreundliches Klima schaffen
Eine Kultur des Scheiterns in Gesellschaft und Politik etablieren
Österreich international als attraktiven Gründungsstandort positionieren
Eine Willkommenskultur für Wissenschafter, Innovatoren, Gründer und Unternehmer aus
dem Ausland etablieren
40 Maßnahmen, die Österreich an die Spitze bringen

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Gründeratlas (c) Wirtschaftsministerium bmwfw

  • 1. Land der Gründer www.bmwfw.gv.at Auf dem Weg zum gründerfreundlichsten Land Europas Gründerland-Kick-Off 16. April 2015
  • 2. Österreich soll zum Gründer­land Nummer 1 in Europa werden. Das Umfeld für Gründer muss kontinuierlich verbessert, Innovationen und Finanzierungen unterstützt und der Unternehmergeist im Land gefördert werden. Das klare Ziel: „Nine to Five“, adé! Unternehmensgründungen 2014* in Österreich 110 37.120 neue Unternehmen werden täglich gegründet Neugründungen *2014 vorläufige Daten; mit selbstständigen Personenbetreuern Quelle: WKO 2014 Der Unternehmergeist wächst Entwicklung der Unternehmensgründungen in Österreich *2014 vorläufige Daten; mit selbstständigen Personenbetreuern Bruch in der Zeitreihe aufgrund geänderter rechtlicher Lage: Die Tätigkeit der selbständigen Personenbetreuung wurde im Jahr 2007 ausdrück- lich in der Gewerbeordnung geregelt, dies führte zu einem sprunghaften Anstieg der Gründungszahlen im Jahr 2008. Quelle: WKO 2014 1993 2000 23.762 2005 31.001 2010 37.125 14.631 2014* 37.120 GmbH – Novelle zeigt erste Erfolge Anteil Unternehmensneugründungen als GmbH Gründungsschub in der Rush Hour des Lebens 39,4 Jahre ist das Durchschnitts­alter von Unter- nehmens­gründungen von natürlichen Personen 2014 Quelle: WKO 2014 Quelle: WKO 2014 9,4% 39,4 Jahre 11,3%2010 Österreich ist EU-weit unter den TOP-3 bei der Nachhaltigkeit der Unternehmensgründungen 2014 Nachhaltige Gründerdynamik Überlebensquote von 2005 neu gegründeten Unter- nehmen in der marktorientierten Wirtschaft in Prozent B bis N ohne Gruppe 64.2 der ÖNACE 2008) Gliederung nach ÖNACE 2008 (= NACE Rev. 2) Quelle: Statistik Austria 100 80 60 40 20 0 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre 7 Jahre 88,9% 73% 61,6% 53,2%
  • 3. Die Phasen der Unternehmensbiografie Je nach Phase, in der sich die Unternehmen befinden, stehen sie vor unterschiedlichen Herausforderungen und Hürden und müssen vielfältige Entscheidungen treffen. In der Vorgründungsphase wird die Entscheidung, den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen, ge- troffen und die Planung der Gründungsaktivitäten vorgenommen. Am Beginn des Unternehmenszyklus steht die Grün- dung. Unternehmen werden in dieser Phase erstmals am Markt aktiv und sie versuchen eine überlebensfä- hige Organisation aufzubauen, weshalb diese ersten Jahre besonders kritisch sind. Ist die erste kritische Zeit (meist die ersten 3 Jahre) überwunden, geht es in der Wachstumsphase darum, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern und darüber hinaus neue Wege innerhalb und über die Grenzen zu beschreiten. Der Gründungszyklus Vorgründungsphase Gründungsphase Wachstumsphase 1 2 3
  • 4. Vorgründungsphase Die Phasen der Unternehmens­biografie Der Weg zum Gründerland Nr. 1: • Entrepreneurial Mindset: Unternehmergeist in ganz ­Österreich wecken • Innovationskraft: Österreich vom Innovation Follower zum Innovation Leader machen • Entrepreneurial Education: Entrepreneurial Spirit durch Bildung in allen Lebensphasen transportieren • Spin-Offs aus Wissenschaft und Forschung: Wissen in Taten umsetzen • Seed-Finanzierung: Die Finan- zierung von Anfang an sichern • Österreich als Gründungs-­ Hot-Spot: Österreich interna- tional als Gründerland Nr. 1 positionieren Der Wunsch nach Selbstbestimmung Wichtige Motive für Unternehmensgründungen in Prozent Seed-Finanzierung aws-Programm PreSeed Investitionen in F&E ABA - Forschungsplatz Österreich 8,6% 72 der Österreicher haben die Ab- sicht, innerhalb der nächsten drei Jahre ein Unternehmen zu gründen. EU-Durchschnitt: 13,5% internationale Unternehmen haben seit 2008 F&E-relevante Investitionen in Österreich getätigt. Sie schufen 1.442 Arbeitsplätze und investierten 282 Mio. € Quelle: Metis Institut 2012 im Auftrag des Gründerservice der WKO eigener Chef sein 65 Gewerbeschein gebraucht 64 immer schon selbstständig sein wollen 58 Verantwortung im eigenen Unternehmen 57 flexiblere Lebensgestaltung 54 Einkommen steigern 53 Berufsperspektive im Alter 43 Arbeitsmarktalternative 35 Vereinbarkeit Familie/Beruf 35 zweites Standbein 29 Quelle: Europäische Kommission, Small Business Act, 2014 Patente auf positivem Kurs 2.501 +4,5%Das ist ein Zuwachs von 4,5 %. Damit zählt Österreich zu den Staaten mit den größten Zu- wächsen in Europa. Damit belegt Österreich Rang 7 und liegt deutlich über dem EU-Durch- schnitt von 131 Anmeldungen pro eine Million Einwohner Quelle: Jahresbericht des Europäischen Patentsamts 2014 Quelle: aws – Interne Evaluierung Seedfinancing 2012 3,7 Mio.€sind durch PreSeed im Jahr 2013 in Projekte geflossen, ein Groß- teil davon in Start-ups. Auf die drei Kräfte setzen Der Unternehmergeist muss bereits in der Schule vermittelt und an Universitäten bzw. Fach- hochschulen verfestigt werden Bildung Innovation Forschung Patentanmeldungen in Österreich 2014
  • 5. Gründungsphase Die Phasen der Unternehmens­biografie Der Weg zum Gründerland Nr. 1: • Zugang zur Selbständigkeit: Flexibilität & Freiraum schaffen • Regulatory Framework: So viel wie nötig und so wenig wie möglich eingreifen • Schließung der Finanzierungs- lücke: Neue Wege der Geld­ beschaffung ermöglichen • Öffentliche Starthilfe für ­Gründer: Die öffentliche Hand als Co-Investor etablieren • Entlastung von Steuern und Abgaben: Finanzielle Erleichter­ungen schaffen • Digitalisierung: Eine Digitale Agenda für Österreich und Europa entwickeln Von Amts wegen Österreichisches Verwaltungs­system im Vergleich zum EU-Durchschnitt Quelle: EU-Kommission 2015 10 3053,5 313 Zeitaufwand für die Gründung einer GmbH (in Kalendertagen, 2014) Kosten für die Gründung einer GmbH (in Euro, 2014) Österreich ÖsterreichEU-Durchschnitt EU-Durchschnitt Quelle: Global Entrepreneurship Monitor 2012; aws aws-Förderung erhöht Überlebensquote Überlebensquote von Jungunternehmen 90% 1 3 52 nach ... Jahren nach 6 Jahren mit aws Garantie 4 6 80% 80% 74% 71% 66% 63% Erfreuliche Entwicklung der Eigenkapitalquote Entwicklung der Eigenkapitalquoten österreichischer Unternehmen im Zeitraum 2006/07 bis 2012/13 (in Prozent des Gesamtkapitals) Quelle: KMU Forschung Austria 2007 2009 20112008 2010 2012 2013 35 30 25 20 23,8 34,8 24,7 32,4 25,5 31,7 27,6 32,4 28,2 32,6 28,8 33,1 28,4 34,6 Klein- und Mittelbetriebe Großunternehmen Neue Herausforderungen zwin- gen Unternehmen flexibel zu denken. Viele alternative Mög- lichkeiten in der Ausgestaltung von Finanzierungsmodellen erweitern den Finanzierungsmix und erhöhen die Stabilität des Unternehmens.
  • 6. Wachstumsphase Die Phasen der Unternehmens­biografie Der Weg zum Gründerland Nr. 1: • Die öffentliche Hand als Investor und Förderer: Auf Hebelwirkung setzen • Private Equity und Venture Capital: Privates Kapital mobilisieren • Kapitalmarkt: Die heimische Börse wettbewerbsfähig machen • Steuerliche Anreize für private Finanzierung: Incentives für Investitionen bieten • Schaffung von Arbeitsplätzen: Aufnahme von Mitarbeitern erleichtern • Going Global: Wachstum über die Grenze fördern Public Entrepreneurship: Die öffentliche Hand als Investor und Förderer Investoren im Risikokapitalbereich im Vergleich, im Jahr 2013 Quelle: EVCA Yearbook 2014 (Mai 2014) 0,3% Akademische Institutionen 2,2% Banken 6,5% Unternehmen 2,3% Stiftungen 4% Family offices 8,7% Fund of funds 33,8% Staatliche Agenturen 93,8% Staatliche Agenturen3,1% Versicherungsgesellschaften 1,4% andere Vermögens- verwalter 7,8% Pensions­fonds 16,1% Private Investoren 6,3% nicht klassifiziert 1,7% Staatsfonds 11,9% nicht klassifiziert ÖsterreichEuropa ABER: öffentliche Mittel sollen privates Kapital nicht ersetzen, sondern ergänzen. Die Mobilisierung von Eigenkapital ist unbe- dingt notwendig, um nachhaltig die Finanzie- rungslücke von Unter- nehmen zu füllen. Going global Quelle: Eurostat, Comext, AMECO, OECD, wiiw-Berechnungen, 2015 6 von 10€werden von österreichischen Unternehmen im Ausland erwirtschaftet. Deutschland ist stärkster Exportpartner (29,8%) 1 11 11 11 11 1 Zu hohe Lohnnebenkosten Lohnnebenkosten der Privatwirtschaft pro 100 Euro Bruttolohn 2013 37€ 27€31€Österreich DeutschlandEU-Durchschnitt Quelle: Eigene Berechnungen des Statistisches Bundesamtes auf Basis von Eurostat, ­Online-Datenbank vom 02. Mai 2014.
  • 7. 1 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 2 3 4 5 16 Finanzierung Innovation Eine Open-Innovation-Strategie für Österreich entwickeln und umsetzen Infrastruktur und Anreize für Wissenstransfer schaffen sowie Wissens­transfer-Kompetenz in Wissenschaft und Forschung stärken Kooperationen zwischen Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ausbauen, fördern und weiterentwickeln Rechtlichen Rahmen für den Schutz geistigen Eigentums modernisieren Eine digitale Agenda für Österreich entwickeln und umsetzen Crowdfunding als alternative Finanzierungsquelle etablieren Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit für Mezzaninkapital schaffen Rahmenbedingungen für private KMU-Finanzierungsgesellschaften schaffen Regulatorische Hürden und Kosten am heimischen Kapitalmarkt reduzieren Ein Innovations-/Wachstumssegment am heimischen Kapitalmarkt entwickeln Effektivität öffentlicher Förderungen für sämtliche Phasen der unternehmerischen Entwicklung ausbauen Bürokratische Hürden beim Zugang zu und der Abwicklung von Wirtschaftsförderungen abbauen Steuerliche Anreize für private Investitionen in die Realwirtschaft setzen Mitarbeiterbeteiligungsmodelle fördern Internationale Venture-Capital-Fonds nach Österreich holen Privates Kapital für Wissenschaft, Forschung und Innovationen mobilisieren und gemeinnütziges Stiftungswesen stärken Der Weg zum Gründerland Nr. 1 40 Maßnahmen, die Österreich an die Spitze bringen
  • 8. Infrastruktur & Regulatorik Bewusstseins­- bildung Nationale Gründer- und Innovations-Netzwerke und Communities fördern Gründer und erfahrene Unternehmen zusammenbringen Private Gründer-Initiativen und Inkubatoren fördern Gründer-Netzwerke an und zwischen Hochschulen etablieren und forcieren Internationale Gründer- und Innovations-Netzwerke und Allianzen bilden und ausbauen Zusammenarbeit zwischen jungen Unternehmen bzw. Wissenschaft und Forschung sowie Botschaften und Außenhandelsstellen verbessern Netzwerke 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 Kommunikation zwischen Unternehmen und Behörden entbürokratisieren Berufsrecht laufend an aktuelle Entwicklungen anpassen Betriebsanlagenrecht vereinheitlichen und vereinfachen Unternehmensgründungen und -übergaben durch Abbau rechtlicher Hürden erleichtern Beratung und Unterstützung von Unternehmen in sämtlichen Wachstumsphasen ausbauen und weiterentwickeln Exportorientierung und Internationalisierung österreichischer Unternehmen stärken Neugründungs-Förderungsgesetz an moderne Rahmenbedingungen anpassen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge für Gründer und junge Unternehmen senken Regulatorische und finanzielle Hürden für die Beschäftigung von Mitarbeitern abbauen Finanzielle Allgemeinbildung (financial literacy) verbessern Eine Beteiligungs- und Aktionärskultur etablieren und Bewusstsein für Investitionen in die Realwirtschaft stärken Bewusstsein für Chancen und Risiken des Kapitalmarkts entwickeln Unternehmergeist bereits bei den Kleinsten wecken und unternehmerisches Denken im gesamten Bildungsweg vermitteln Stellenwert des Unternehmertums in der Gesellschaft verbessern Ein leistungsfreundliches Klima schaffen Eine Kultur des Scheiterns in Gesellschaft und Politik etablieren Österreich international als attraktiven Gründungsstandort positionieren Eine Willkommenskultur für Wissenschafter, Innovatoren, Gründer und Unternehmer aus dem Ausland etablieren 40 Maßnahmen, die Österreich an die Spitze bringen