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Das Grünbuch der Stadt Zürich integral planen – wirkungsorientiert handeln
Inhalt Zukunft Stadt Zürich  Die Unternehmung Grün Stadt Zürich GSZ Der Weg zum Grünbuch Die Themenfelder des Grünbuchs 10 strategische Schwerpunkte für GSZ
Stossrichtungen des Stadtrates für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung: Zukunft Stadt Zürich Zürich ist … …  eine weltoffene und tolerante Stadt, sie ist global vernetzt und gut angebunden. …  ein international bedeutender innovativer und dynamischer Wissens- und Wirtschaftsstandort mit soliden Finanzen. …  eine attraktive Wohnstadt mit einer stabilen Bevölkerungszahl, die im Gleichgewicht zu den Arbeitsplätzen steht. …  aufgrund von Lage, Kultur, Infrastruktur und Umweltbedingungen eine Stadt mit höchster Lebensqualität. …  eine ökologisch und sozial verantwortungsvoll handelnde Stadt und ein starker Partner für seine Nachbarn und die Schweiz.
Die Unternehmung Grün Stadt Zürich Grün Stadt Zürich ist verantwortlich für die Qualität der grünen Stadträume und stellt folgende Funktionen sicher: Erholung Freizeit Naturerlebnisse Natur- und Landschaftsschutz Sicherung von Landreserven
Grün Stadt Zürich Naturförderung Planung & Bau Unterhalt Betriebe Dienste Direktion
Der Weg zum Grünbuch
Ziele und Adressaten des Grünbuchs Das Grünbuch richtet sich an unterschiedliche Adressaten mit verschiedenen Zielsetzungen: An den Stadtrat von Zürich zur politischen Beratung und Beschlussfassung An das Parlament der Stadt Zürich zur politischen Beratung und Meinungsbildung An die Mitarbeitenden von Grün Stadt Zürich als Zielvorgabe An die betroffenen Ämter der Stadt und des Kantons zur Berücksichtigung in den Planungen  An den Verbund Lebensraum Zürich (VLZ) und weitere Partnerorganisationen zur Diskussion und Unterstützung An andere «Grünämter» sowie an interessierte Fachkreise zum Erfahrungsaustausch An die Lehre und Forschung zur wissenschaftlichen Vertiefung und Unterstützung
Integrales Planen Vorgaben Bund / Kanton Externe Einflüsse Vorgaben Stadt Zürich Benchmarking / EFQM / ISO 14‘001 Konzepte Konzepte /  Strategien ausserhalb GSZ Grundlagen /  Datenbanken  Grundlagen /  Datenbanken  ausserhalb GSZ Ziele / Strategien Grün- und Freiräume Grundhaltungen Umweltbildung Unternehmung Produkte WOV Wirkungsbilanz Naturverständnis- /förderung Natur- /Freiräume Flächen- /Gebäudemanagement Naturprodukte Dienstleistungen Supportprodukte ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼
Wirkungsorientiertes Handeln Auftraggebende Grün Stadt Zürich, Geschäftsleistung Naturverständnis/ -förderung ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ Leistungserbringer   (wer) Leistungen   (was) Leistungsbeziehende   (für wen) Supportprodukte Natur-/ Freiräume Flächen-/ Gebäudemanagement Naturprodukte Dienstleistungen Naturförderung Wildnis und Tiere Planung und Bau Unterhalt Betriebe Lehr-/ Lernende Forschende Erholungssuchende Wohnende/ Arbeitende Sporttreibende Mietende/ Pachtende Waren Beziehende Bauende/ Planende ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ Input Output Angebot Nachfrage
Umfeld und Trends Einige Beispiele für exogene Faktoren und Trends, welche in die Entwicklung des Grünbuchs einflossen … Mehrwertabschöpfung und Rückzonung  Was sind Grünräume wert?  Bundesgelder Weniger Dünger, weniger Pflanzenschutzmittel Grün ist gesund
Die Themenfelder des Grünbuchs Grün-   und Freiräume Stadtlandschaft Parks, Plätze und Allmenden Zweckgebundene Freiräume Grundhaltungen Biodiversität Umwelt Freiraumversorgung Freiraumnutzung Freiraumgestaltung und Gartenkultur Partizipation und Partnerschaften Umweltbildung Grünes Wissen Friedhöfe Familien- und Freizeitgärten Sport- und Badeanlagen Spielplätze und Schulanlagen Grün in Strassenräumen Fliessgewässer Wohn- und Arbeitsplatzumfeld Wald Landwirtschaft Vermittlungsmethoden Naturschulen Die Sukkulenten-Sammlung Die Stadtgärtnerei Naturerlebnispark Naturnahe Produktion und Pflege
Aufbau der Themenfelder Leadsatz Vernetzung des Themenfeldes (innerhalb Grünbuch, zur Struktur GSZ und zur Nachhaltigkeit gem. MONET) Heute … In 10 Jahren … Kennwerte heute … und Ziele bis in 10 Jahren Unsere Handlungsfelder
Stadtlandschaft
Stadtlandschaft … in 10 Jahren Das Freiraumgerüst der Agglomeration ist hochwertig, bedürfnisgerecht, gut erschlossen und sichert die grossräumige Vernetzung der Lebensräume von Flora und Fauna.  Dank überregionaler Zusammenarbeit sind die wertvollen Landschaftsräume langfristig gesichert und werden gezielt weiterentwickelt. Der Wildnispark Sihlwald ist ein wichtiger Teil davon. Die durchgrünte Stadt am Wasser prägt das Image von Zürich. Die bauliche Verdichtung gewährleistet einen haushälterischen Umgang mit dem Boden. Sie nutzt die ausreichend vorhandenen Reserven bestehender Bauzonen.  Die Freihalte- und Erholungszonen des Siedlungsgebietes decken die steigenden Erholungsbedürfnisse der Wohn- und Arbeitsbevölkerung ab, bieten hochwertigen Lebensraum für Flora und Fauna und dienen als Reserven für die Nutzungsansprüche künftiger Generationen.
Parks, Plätze und Allmenden
Parks, Plätze und Allmenden … in 10 Jahren Öffentliche Freiräume prägen die Erholungs- und somit die Lebensqualität in Zürich und ermöglichen vielfältige, unentgeltliche Nutzungen.  Parks und Plätze sind wichtige Treffpunkte des öffentlichen Lebens mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Seeanlagen sind die Visitenkarte von Zürich. Das Neben- und Miteinander unterschiedlicher Nutzungen basiert auf gegenseitigem Respekt und Koexistenz. In Ergänzung zum intensiv genutzten See bieten die Flussräume und die Allmend Brunau einen extensiven Erholungsraum. Die Freiräume in den Quartieren tragen wesentlich zur Identifikation der Bevölkerung bei und sind gut miteinander vernetzt und somit sicher erreichbar.
Zweckgebundene Freiräume Abtiefung in Ziele für: Friedhöfe Familien- und Freizeitgärten Sport- und Badeanlagen Spielplätze und Schulanlagen Grün in Strassenräumen Fliessgewässer
Zweckgebundene Freiräume … in 10 Jahren In 10 Jahren …... weist Zürich ein breites, ausgewogenes, ausreichendes und gut erschlossenes Angebot an zweckgebundenen Freiräumen mit hoher Nutzungsqualität auf.  Das Angebot ist auf den aktuellen und nachgewiesenen Bedarf ausgerichtet. Bei veränderten Ansprüchen werden Nutzungsanpassungen in vertretbarem Ausmass vorgenommen. Die Berücksichtigung der Nutzungsbedürfnisse erfolgt in fairer und transparenter Güterabwägung.  Zweckgebundene Freiräume dienen, wo immer das möglich und sinnvoll ist, auch anderen Nutzungen – vor allem der öffentlichen Erholung.
Wohn- und Arbeitsplatzumfeld
Wohn- und Arbeitsplatzumfeld… in 10 Jahren Kommt es in den Quartieren zu Nachverdichtungen, erfolgen diese in hoher Qualität bezüglich Freiraumgestaltung und -nutzung sowie der Ökologie. Die wertvollsten und quartierprägenden Freiraumstrukturen, zu denen etwa z.B.  Bäume oder Vorgärten gehören, bleiben erhalten. Bei Neubauprojekten werden das Wohnumfeld und die Siedlungsränder hochwertig gestaltet.  Grünflächen sind möglichst frei von Unterkellerung, damit weiterhin Bäume gedeihen können, welche das Stadtbild prägen. Die Bevölkerung, GrundeigentümerInnen und Planende wissen, welche Bedeutung das Wohn- und Arbeitsplatzumfeld für die Lebensqualität, das Image und den Wert von Liegenschaften haben und nehmen ihre Verantwortung wahr.  
Wald
Wald … in 10 Jahren Der Wald als grösster öffentlich zugänglicher Freiraum auf Stadtgebiet (rund ¼ des der Gesamtfläche) ist ein attraktives, vielseitiges Erholungsgebiet, bietet Naturerlebnis und dabei auch wertvollen Lebensraum für Fauna und Flora. Erbringen private Waldeigentümer Leistungen, die der Öffentlichkeit zugute kommen, werden sie von der Stadt unterstützt. Der Wald wird nachhaltig nach FSC bewirtschaftet, er ist wichtiges Wasserreservoir und Klimaregulator.  Die nachhaltige Holznutzung entspricht dem Nettozuwachs und wird in engen Kreisläufen marktwirtschaftlich verwertet.  
Landwirtschaft
Landwirtschaft … in 10 Jahren Die Landwirtschaft als kostengünstige Grünflächenpflege bewirtschaftet die 36  Landwirtschaftsbetriebe auf Stadtgebiet mit rund 10% Fläche der Stadt  - überwiegend in Biolandbau und mit vorbildlicher Tierhaltung.  Wir fördern die Verwertung und Vermarktung der Produkte in engen Kreisläufen.  Über Direktverkäufe hat die Bevölkerung hat einen Zugang zu gesunden Nahrungsmitteln.  Die Schule auf dem Bauernhof leistet einen geschätzten Bildungsaspekt für Kinder und Jugendliche im Rahmen des Grünen Wissens. Zusätzlicher Aufwand der Landwirte für besondere ökologische oder gemeinnützige Leistungen wird abgegolten.
Biodiversität
Biodiversität … in 10 Jahren Die vielfältigen, vernetzen Lebensräume bieten Lebensgrundlage für eine reichhalten Flora und Fauna sichern eine hohe Biodiversität.  Die wertvollsten kommunalen und überkommunalen Lebensräum sind langfristig gesichert. Wo schützenswerte Lebensräume aufgegeben werden, gibt es qualitativ adäquaten Ersatz, zB über Flachdachbegrünung.  Die Bevölkerung kennt und schätzt die hohe Biodiversität und pflegt ihre Grünflächen naturnah.
Umwelt
Umwelt … in 10 Jahren Zürich ist eine umweltfreundliche, nachhaltige Stadt mit guter Luftqualität und sauberem Wasser.  Die naturnahe Grünflächenpflege und eine geringe Bodenversieglung und Lichtverschmutzung beeinflussen die Umwelt positiv. Die Bewirtschaftung (Wald, durch Landwirtschaft oder Gärtnern) erhält eine hohe Bodenfruchtbarkeit - bei Bedarf erfolgt eine umweltverträgliche und wirtschaftliche Sanierung der belasteten Böden.  Bäume erfüllen ihre Funktion auch in der Verdunstung, Beschattung und als starker Luftfilter (ein ausgewachsener bindet Laubbaum bis zu 1'000 kg Staub).  Holz und Grünabfälle tragen zum Energieversorgung bei, Bioenergie ist für die Forst- u. Landwirtschaft ein bedeutender Betriebszweig.
Freiraumversorgung
Freiraumversorgung… in 10 Jahren 8 bzw. 5 Quadratmeter öffentlicher, multifunktionaler Freiraum pro EinwohnerIn bzw. Beschäftigte sind verankerte Planungsrichtwerte, um eine ausreichende Erholungsversorgung der Bevölkerung sicherzustellen.  Die quantitative  Flächensicherung bildet die Grundlage, um eine hohe Nutzungs- und Gestaltungsqualität gewährleistet zu können.  Die Freiräume sind über ein dichtes, sicheres Fusswegnetz gut erreichbar und vernetzt.
Freiraumnutzung
Freiraumnutzung… in 10 Jahren Die Freiräume werden primär auf eine allgemeine öffentliche und vielseitige Nutzung ausgerichtet. Die unterschiedlichen Erholungsbedürfnisse der Bevölkerung sind abgedeckt (z.B. intensiv Nutzung bis Ruheinseln). Öffentliches Interesse geht Grundsätzlich vor privatem Interesse (z.B. kommerzielle Veranstaltungen). Spezifische Nutzungen können leicht rückgängig gemacht und veränderten Bedürfnissen angepasst werden (z.B. Trendorientierte Freizeitbedürfnisse als befristete Zwischennutzung). Für ausgewiesene Nutzungsbedürfnisse, die auf Stadtgebiet nicht abgedeckt werden können, wird auch ausserhalb nach Lösungen gesucht. Nutzungskonflikte und Risiken der Übernutzung werden frühzeitig erkannt und wo immer sinnvoll über partizipative Verfahren und zielgerichtete Zusammenarbeit entschärft. Dabei werden Koexistenz und gegenseitige Akzeptanz angestrebt; geprüft werden jeweils aber auch Möglichkeiten der Nutzungsentflechtung durch gezielt zur Verfügung gestellte Freizeiteinrichtungen.
Freiraumgestaltung und Gartenkultur
Freiraumgestaltung und Gartenkultur … in 10 Jahren Städtische und möglichst auch private Freiräume zeichnen sich durch hohe gestalterische Qualität und zeitgemässe Formensprache aus - und bieten wo sinnvoll auch eine Plattform für Kunst im öffentlichen Raum.  Sie sind attraktive Anziehungspunkte für Besuchende und prägen das Image von Zürich. Die Geschichte und Eigenart des Ortes werden bei der Gestaltung berücksichtigt. Das kulturelle Erbe der historischen Freiräume ist gewahrt - die wertvollsten Zeugen der Gartenarchitektur werden bedürfnisgerecht gepflegt und zielgerichtet weiterentwickelt. Die Bedürfnisse von Kindern, Betagten, Behinderten sind gleichberechtigt berücksichtigt
Partizipation und Partnerschaften
Partizipation und Partnerschaften… in 10 Jahren GSZ ist mit seiner offenen, konstruktiven Haltung ein gleichberechtigter Planungspartner bei allen relevanten Stadtentwicklungsprozessen und in der Planung der Agglomeration Zürich.  Über den Einbezug der Betroffenen in die Planung werden Freiräume bedürfnisgerecht entwickelt und breit abgestützt. Die Zusammenarbeit mit Partnern (z.B. Vereine, Verbände) ist vielfältig und setzt gegenseitiges Interesse und beidseitigen Nutzen voraus. Unsere Grünleistungen richten sich in erster Linie an die Wohn- und Arbeitsbevölkerung sowie an Besuchende.
Umweltbildung
Umweltbildung Abtiefung in Ziele für: Vermittlungsmethoden Naturschulen Die Sukkulenten-Sammlung Die Stadtgärtnerei Naturerlebnispark Naturnahe3 Produktion und Pflege
Umweltbildung generell … in 10 Jahren Das 'Grüne Wissen' vermittelt aktiv und zeitgemässe Bildung im Sinne der Nachhaltigkeit, sensibilisiert insbesondere für Biodiversität und für Gesundheit sowie für naturnahe Grünflächenpflege und Produktion. Dabei werden alle Altersgruppen angesprochen. GSZ setzt Schwerpunkte an den Bildungsorten Naturschulen, Stadtgärtnerei, Sukkulenten-Sammlung, Wildnispark Zürich sowie und auf den Bauernhöfen.
Zehn strategische Schwerpunkte für eine nachhaltig Grünwirkung: Schlüsselfaktoren für eine hohe Grünwirkung Lebensqualität Natürliche Vielfalt Grünes Wissen Einflussnahme auf Drittflächen Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit
Schlüsselfaktoren für eine hohe Grünwirkung Vielseitiger, ausreichender Erholungsraum Soziale Verantwortung Kommunikation und Mitwirkung Integrales Planen Wirkungsorientiertes Handeln
Übrigens:  Die gesamte Grünwirkung kostet die Stadtbewohner innen und Stadtbewohner 53 Rappen pro Tag.
« Wo wir arbeiten, blüht Zürich » Grün Stadt Zürich
www.stadt-zuerich.ch/gruenbuch Das Grünbuch im Internet
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

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Grünbuch der Stadt Zürich

  • 1. Das Grünbuch der Stadt Zürich integral planen – wirkungsorientiert handeln
  • 2. Inhalt Zukunft Stadt Zürich Die Unternehmung Grün Stadt Zürich GSZ Der Weg zum Grünbuch Die Themenfelder des Grünbuchs 10 strategische Schwerpunkte für GSZ
  • 3. Stossrichtungen des Stadtrates für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung: Zukunft Stadt Zürich Zürich ist … … eine weltoffene und tolerante Stadt, sie ist global vernetzt und gut angebunden. … ein international bedeutender innovativer und dynamischer Wissens- und Wirtschaftsstandort mit soliden Finanzen. … eine attraktive Wohnstadt mit einer stabilen Bevölkerungszahl, die im Gleichgewicht zu den Arbeitsplätzen steht. … aufgrund von Lage, Kultur, Infrastruktur und Umweltbedingungen eine Stadt mit höchster Lebensqualität. … eine ökologisch und sozial verantwortungsvoll handelnde Stadt und ein starker Partner für seine Nachbarn und die Schweiz.
  • 4. Die Unternehmung Grün Stadt Zürich Grün Stadt Zürich ist verantwortlich für die Qualität der grünen Stadträume und stellt folgende Funktionen sicher: Erholung Freizeit Naturerlebnisse Natur- und Landschaftsschutz Sicherung von Landreserven
  • 5. Grün Stadt Zürich Naturförderung Planung & Bau Unterhalt Betriebe Dienste Direktion
  • 6. Der Weg zum Grünbuch
  • 7. Ziele und Adressaten des Grünbuchs Das Grünbuch richtet sich an unterschiedliche Adressaten mit verschiedenen Zielsetzungen: An den Stadtrat von Zürich zur politischen Beratung und Beschlussfassung An das Parlament der Stadt Zürich zur politischen Beratung und Meinungsbildung An die Mitarbeitenden von Grün Stadt Zürich als Zielvorgabe An die betroffenen Ämter der Stadt und des Kantons zur Berücksichtigung in den Planungen An den Verbund Lebensraum Zürich (VLZ) und weitere Partnerorganisationen zur Diskussion und Unterstützung An andere «Grünämter» sowie an interessierte Fachkreise zum Erfahrungsaustausch An die Lehre und Forschung zur wissenschaftlichen Vertiefung und Unterstützung
  • 8. Integrales Planen Vorgaben Bund / Kanton Externe Einflüsse Vorgaben Stadt Zürich Benchmarking / EFQM / ISO 14‘001 Konzepte Konzepte / Strategien ausserhalb GSZ Grundlagen / Datenbanken Grundlagen / Datenbanken ausserhalb GSZ Ziele / Strategien Grün- und Freiräume Grundhaltungen Umweltbildung Unternehmung Produkte WOV Wirkungsbilanz Naturverständnis- /förderung Natur- /Freiräume Flächen- /Gebäudemanagement Naturprodukte Dienstleistungen Supportprodukte ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼
  • 9. Wirkungsorientiertes Handeln Auftraggebende Grün Stadt Zürich, Geschäftsleistung Naturverständnis/ -förderung ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ Leistungserbringer (wer) Leistungen (was) Leistungsbeziehende (für wen) Supportprodukte Natur-/ Freiräume Flächen-/ Gebäudemanagement Naturprodukte Dienstleistungen Naturförderung Wildnis und Tiere Planung und Bau Unterhalt Betriebe Lehr-/ Lernende Forschende Erholungssuchende Wohnende/ Arbeitende Sporttreibende Mietende/ Pachtende Waren Beziehende Bauende/ Planende ▲ ▼ ▲ ▼ ▲ ▼ Input Output Angebot Nachfrage
  • 10. Umfeld und Trends Einige Beispiele für exogene Faktoren und Trends, welche in die Entwicklung des Grünbuchs einflossen … Mehrwertabschöpfung und Rückzonung Was sind Grünräume wert? Bundesgelder Weniger Dünger, weniger Pflanzenschutzmittel Grün ist gesund
  • 11. Die Themenfelder des Grünbuchs Grün- und Freiräume Stadtlandschaft Parks, Plätze und Allmenden Zweckgebundene Freiräume Grundhaltungen Biodiversität Umwelt Freiraumversorgung Freiraumnutzung Freiraumgestaltung und Gartenkultur Partizipation und Partnerschaften Umweltbildung Grünes Wissen Friedhöfe Familien- und Freizeitgärten Sport- und Badeanlagen Spielplätze und Schulanlagen Grün in Strassenräumen Fliessgewässer Wohn- und Arbeitsplatzumfeld Wald Landwirtschaft Vermittlungsmethoden Naturschulen Die Sukkulenten-Sammlung Die Stadtgärtnerei Naturerlebnispark Naturnahe Produktion und Pflege
  • 12. Aufbau der Themenfelder Leadsatz Vernetzung des Themenfeldes (innerhalb Grünbuch, zur Struktur GSZ und zur Nachhaltigkeit gem. MONET) Heute … In 10 Jahren … Kennwerte heute … und Ziele bis in 10 Jahren Unsere Handlungsfelder
  • 14. Stadtlandschaft … in 10 Jahren Das Freiraumgerüst der Agglomeration ist hochwertig, bedürfnisgerecht, gut erschlossen und sichert die grossräumige Vernetzung der Lebensräume von Flora und Fauna. Dank überregionaler Zusammenarbeit sind die wertvollen Landschaftsräume langfristig gesichert und werden gezielt weiterentwickelt. Der Wildnispark Sihlwald ist ein wichtiger Teil davon. Die durchgrünte Stadt am Wasser prägt das Image von Zürich. Die bauliche Verdichtung gewährleistet einen haushälterischen Umgang mit dem Boden. Sie nutzt die ausreichend vorhandenen Reserven bestehender Bauzonen. Die Freihalte- und Erholungszonen des Siedlungsgebietes decken die steigenden Erholungsbedürfnisse der Wohn- und Arbeitsbevölkerung ab, bieten hochwertigen Lebensraum für Flora und Fauna und dienen als Reserven für die Nutzungsansprüche künftiger Generationen.
  • 15. Parks, Plätze und Allmenden
  • 16. Parks, Plätze und Allmenden … in 10 Jahren Öffentliche Freiräume prägen die Erholungs- und somit die Lebensqualität in Zürich und ermöglichen vielfältige, unentgeltliche Nutzungen. Parks und Plätze sind wichtige Treffpunkte des öffentlichen Lebens mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Seeanlagen sind die Visitenkarte von Zürich. Das Neben- und Miteinander unterschiedlicher Nutzungen basiert auf gegenseitigem Respekt und Koexistenz. In Ergänzung zum intensiv genutzten See bieten die Flussräume und die Allmend Brunau einen extensiven Erholungsraum. Die Freiräume in den Quartieren tragen wesentlich zur Identifikation der Bevölkerung bei und sind gut miteinander vernetzt und somit sicher erreichbar.
  • 17. Zweckgebundene Freiräume Abtiefung in Ziele für: Friedhöfe Familien- und Freizeitgärten Sport- und Badeanlagen Spielplätze und Schulanlagen Grün in Strassenräumen Fliessgewässer
  • 18. Zweckgebundene Freiräume … in 10 Jahren In 10 Jahren …... weist Zürich ein breites, ausgewogenes, ausreichendes und gut erschlossenes Angebot an zweckgebundenen Freiräumen mit hoher Nutzungsqualität auf. Das Angebot ist auf den aktuellen und nachgewiesenen Bedarf ausgerichtet. Bei veränderten Ansprüchen werden Nutzungsanpassungen in vertretbarem Ausmass vorgenommen. Die Berücksichtigung der Nutzungsbedürfnisse erfolgt in fairer und transparenter Güterabwägung. Zweckgebundene Freiräume dienen, wo immer das möglich und sinnvoll ist, auch anderen Nutzungen – vor allem der öffentlichen Erholung.
  • 20. Wohn- und Arbeitsplatzumfeld… in 10 Jahren Kommt es in den Quartieren zu Nachverdichtungen, erfolgen diese in hoher Qualität bezüglich Freiraumgestaltung und -nutzung sowie der Ökologie. Die wertvollsten und quartierprägenden Freiraumstrukturen, zu denen etwa z.B. Bäume oder Vorgärten gehören, bleiben erhalten. Bei Neubauprojekten werden das Wohnumfeld und die Siedlungsränder hochwertig gestaltet. Grünflächen sind möglichst frei von Unterkellerung, damit weiterhin Bäume gedeihen können, welche das Stadtbild prägen. Die Bevölkerung, GrundeigentümerInnen und Planende wissen, welche Bedeutung das Wohn- und Arbeitsplatzumfeld für die Lebensqualität, das Image und den Wert von Liegenschaften haben und nehmen ihre Verantwortung wahr.  
  • 21. Wald
  • 22. Wald … in 10 Jahren Der Wald als grösster öffentlich zugänglicher Freiraum auf Stadtgebiet (rund ¼ des der Gesamtfläche) ist ein attraktives, vielseitiges Erholungsgebiet, bietet Naturerlebnis und dabei auch wertvollen Lebensraum für Fauna und Flora. Erbringen private Waldeigentümer Leistungen, die der Öffentlichkeit zugute kommen, werden sie von der Stadt unterstützt. Der Wald wird nachhaltig nach FSC bewirtschaftet, er ist wichtiges Wasserreservoir und Klimaregulator. Die nachhaltige Holznutzung entspricht dem Nettozuwachs und wird in engen Kreisläufen marktwirtschaftlich verwertet.  
  • 24. Landwirtschaft … in 10 Jahren Die Landwirtschaft als kostengünstige Grünflächenpflege bewirtschaftet die 36 Landwirtschaftsbetriebe auf Stadtgebiet mit rund 10% Fläche der Stadt - überwiegend in Biolandbau und mit vorbildlicher Tierhaltung. Wir fördern die Verwertung und Vermarktung der Produkte in engen Kreisläufen. Über Direktverkäufe hat die Bevölkerung hat einen Zugang zu gesunden Nahrungsmitteln. Die Schule auf dem Bauernhof leistet einen geschätzten Bildungsaspekt für Kinder und Jugendliche im Rahmen des Grünen Wissens. Zusätzlicher Aufwand der Landwirte für besondere ökologische oder gemeinnützige Leistungen wird abgegolten.
  • 26. Biodiversität … in 10 Jahren Die vielfältigen, vernetzen Lebensräume bieten Lebensgrundlage für eine reichhalten Flora und Fauna sichern eine hohe Biodiversität. Die wertvollsten kommunalen und überkommunalen Lebensräum sind langfristig gesichert. Wo schützenswerte Lebensräume aufgegeben werden, gibt es qualitativ adäquaten Ersatz, zB über Flachdachbegrünung. Die Bevölkerung kennt und schätzt die hohe Biodiversität und pflegt ihre Grünflächen naturnah.
  • 28. Umwelt … in 10 Jahren Zürich ist eine umweltfreundliche, nachhaltige Stadt mit guter Luftqualität und sauberem Wasser. Die naturnahe Grünflächenpflege und eine geringe Bodenversieglung und Lichtverschmutzung beeinflussen die Umwelt positiv. Die Bewirtschaftung (Wald, durch Landwirtschaft oder Gärtnern) erhält eine hohe Bodenfruchtbarkeit - bei Bedarf erfolgt eine umweltverträgliche und wirtschaftliche Sanierung der belasteten Böden. Bäume erfüllen ihre Funktion auch in der Verdunstung, Beschattung und als starker Luftfilter (ein ausgewachsener bindet Laubbaum bis zu 1'000 kg Staub). Holz und Grünabfälle tragen zum Energieversorgung bei, Bioenergie ist für die Forst- u. Landwirtschaft ein bedeutender Betriebszweig.
  • 30. Freiraumversorgung… in 10 Jahren 8 bzw. 5 Quadratmeter öffentlicher, multifunktionaler Freiraum pro EinwohnerIn bzw. Beschäftigte sind verankerte Planungsrichtwerte, um eine ausreichende Erholungsversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Die quantitative Flächensicherung bildet die Grundlage, um eine hohe Nutzungs- und Gestaltungsqualität gewährleistet zu können. Die Freiräume sind über ein dichtes, sicheres Fusswegnetz gut erreichbar und vernetzt.
  • 32. Freiraumnutzung… in 10 Jahren Die Freiräume werden primär auf eine allgemeine öffentliche und vielseitige Nutzung ausgerichtet. Die unterschiedlichen Erholungsbedürfnisse der Bevölkerung sind abgedeckt (z.B. intensiv Nutzung bis Ruheinseln). Öffentliches Interesse geht Grundsätzlich vor privatem Interesse (z.B. kommerzielle Veranstaltungen). Spezifische Nutzungen können leicht rückgängig gemacht und veränderten Bedürfnissen angepasst werden (z.B. Trendorientierte Freizeitbedürfnisse als befristete Zwischennutzung). Für ausgewiesene Nutzungsbedürfnisse, die auf Stadtgebiet nicht abgedeckt werden können, wird auch ausserhalb nach Lösungen gesucht. Nutzungskonflikte und Risiken der Übernutzung werden frühzeitig erkannt und wo immer sinnvoll über partizipative Verfahren und zielgerichtete Zusammenarbeit entschärft. Dabei werden Koexistenz und gegenseitige Akzeptanz angestrebt; geprüft werden jeweils aber auch Möglichkeiten der Nutzungsentflechtung durch gezielt zur Verfügung gestellte Freizeiteinrichtungen.
  • 34. Freiraumgestaltung und Gartenkultur … in 10 Jahren Städtische und möglichst auch private Freiräume zeichnen sich durch hohe gestalterische Qualität und zeitgemässe Formensprache aus - und bieten wo sinnvoll auch eine Plattform für Kunst im öffentlichen Raum. Sie sind attraktive Anziehungspunkte für Besuchende und prägen das Image von Zürich. Die Geschichte und Eigenart des Ortes werden bei der Gestaltung berücksichtigt. Das kulturelle Erbe der historischen Freiräume ist gewahrt - die wertvollsten Zeugen der Gartenarchitektur werden bedürfnisgerecht gepflegt und zielgerichtet weiterentwickelt. Die Bedürfnisse von Kindern, Betagten, Behinderten sind gleichberechtigt berücksichtigt
  • 36. Partizipation und Partnerschaften… in 10 Jahren GSZ ist mit seiner offenen, konstruktiven Haltung ein gleichberechtigter Planungspartner bei allen relevanten Stadtentwicklungsprozessen und in der Planung der Agglomeration Zürich. Über den Einbezug der Betroffenen in die Planung werden Freiräume bedürfnisgerecht entwickelt und breit abgestützt. Die Zusammenarbeit mit Partnern (z.B. Vereine, Verbände) ist vielfältig und setzt gegenseitiges Interesse und beidseitigen Nutzen voraus. Unsere Grünleistungen richten sich in erster Linie an die Wohn- und Arbeitsbevölkerung sowie an Besuchende.
  • 38. Umweltbildung Abtiefung in Ziele für: Vermittlungsmethoden Naturschulen Die Sukkulenten-Sammlung Die Stadtgärtnerei Naturerlebnispark Naturnahe3 Produktion und Pflege
  • 39. Umweltbildung generell … in 10 Jahren Das 'Grüne Wissen' vermittelt aktiv und zeitgemässe Bildung im Sinne der Nachhaltigkeit, sensibilisiert insbesondere für Biodiversität und für Gesundheit sowie für naturnahe Grünflächenpflege und Produktion. Dabei werden alle Altersgruppen angesprochen. GSZ setzt Schwerpunkte an den Bildungsorten Naturschulen, Stadtgärtnerei, Sukkulenten-Sammlung, Wildnispark Zürich sowie und auf den Bauernhöfen.
  • 40. Zehn strategische Schwerpunkte für eine nachhaltig Grünwirkung: Schlüsselfaktoren für eine hohe Grünwirkung Lebensqualität Natürliche Vielfalt Grünes Wissen Einflussnahme auf Drittflächen Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit
  • 41. Schlüsselfaktoren für eine hohe Grünwirkung Vielseitiger, ausreichender Erholungsraum Soziale Verantwortung Kommunikation und Mitwirkung Integrales Planen Wirkungsorientiertes Handeln
  • 42. Übrigens: Die gesamte Grünwirkung kostet die Stadtbewohner innen und Stadtbewohner 53 Rappen pro Tag.
  • 43. « Wo wir arbeiten, blüht Zürich » Grün Stadt Zürich
  • 45. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Hinweis der Redaktion

  1. Begrüssung.
  2. Der politische Auftrag des Vorstehers des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements an Grün Stadt Zürich (GSZ) lautet wie folgt: Die Grün- und Freiräume leisten einen massgeblichen Beitrag zur Lebensqualität in Zürich. Grün Stadt Zürich ist verantwortlich für die gewünschte Qualität der grünen Stadträume und stellt folgende Funktionen sicher: Erholung Freizeit Naturerlebnis Natur- und Landschaftsschutz Sicherung von Landreserven Aus diesen übergeordneten Zielen ergeben sich die strategischen und operativen Aufgaben von Grün Stadt Zürich und der verschiedenen Geschäftsbereiche. In diesem Rahmen optimiert GSZ seine Wirtschaftlichkeit und orientiert sich am Kundennutzen.
  3. Some information about our company: The Office of Parks and Open Spaces includes the following divisions: Promotion of Nature, Planning & Construction, Maintenance, Operations & Logistics, and the Back Office Unit. GSZ employs roughly 430 motivated staff in 35 different professions, 24 of which are “green professions” (gardeners, farmers, landscape architects etc.) We offer further training options for our employees and provide apprenticeships for 40 trainees in 9 different professions Grün Stadt Zürich provides field work projects for 80 – 100 persons from municipal welfare programs. We tend almost 1500 acres (= 600 ha) of parks, 3,000 acres (= 1,200 ha) of urban forest, 20 cemeteries and about 22’000 trees lining streets in a close-to-nature and environmentally-friendly way GSZ leases out almost 6,000 parcels of land as allotment gardens. We assess about 800 building applications per year.
  4. Integrales Planen – was ist damit gemeint? Friedhöfe, Wald und Wild, gärtnerische Kulturen, Landschaftsentwicklung, Sportanlagen, Artenförderung, Naturschulen, Alleen – alle Fachthemen haben eigene Planungsregeln. Die Zeiträume und Inhalte sind unterschiedlich, die Planungsvorgaben präsentieren sich heterogen. Warum dennoch integral planen? Es gibt gute Gründe: Die Prozessabläufe sind wirtschaftlicher, wenn sie integral ausgerichtet und in geschlossenen Kreisläufen vollzogen werden. Wenn die fachspezifischen Planungswerke widerspruchsfrei aufeinander abgestimmt sind, werden die Nachteile der bisherigen sektoriellen Betrachtungsweise überwunden. Integrales Planen und Handeln fördert das vernetzte Denken und richtet sich auf die Nutzerbedürfnisse aus. In der Prozesslandschaft Integrales Planen sind die wichtigsten Prozessabläufe dargestellt. Die dunklen Pfeile zeigen die Hauptrichtung an, die hellen bedeuten Rückkopplung. Übergeordnete Vorgaben und externe Einflüsse: GSZ richtet sich nach übergeordneten Vorgaben, beobachtet Veränderungen bei externen Einflüssen aufmerksam und gestaltet die Vorgaben, wo sinnvoll, aktiv mit. Ziele/Strategien: Die langfristigen Ziele, ergänzt mit den strategischen Schwerpunkten und den Handlungsfeldern, geben die wichtigsten Wege für die Zukunft vor. Sie dienen als Richtlinien für die kurzfristigeren Konzepte und werden über die Produkte umgesetzt. Konzepte: Konzepte umfassen spezifische Fach- und Sachgebiete über einen Zeitraum von 4 bis 6 Jahren. Darin werden Vorgaben für die Produktsteuerung dargelegt sowie die Verknüpfung innerhalb der Integralen Planung aufgezeigt. GSZ überprüft die eigenen Konzepte laufend und aktualisiert sie entsprechend den sich verändernden Anforderungen. Grundlagen / Datenbanken: Für qualifizierte Planung sind ebenso qualifizierte Grundlagen nötig. Die Datenbanken und GIS-Applikationen (Geografisches Informationszentrum) werden entsprechend GSZ-internen Vorgaben systematisch nachgeführt. Mitarbeitende der Stadtverwaltung greifen direkt auf die wichtigsten Daten zu. Produkte der Wirkungsorientierten Verwaltungsführung (WOV): Die GSZ-Produkte sind die Kernelemente der Jahresplanung und des Controlling. Sie dienen als Buchungseinheit, in welcher Auftrag und Ertrag festgehalten werden. Die Produktsteuerung erfolgt über Produkt-Leistungsvereinbarungen. Sie werden jährlich mit konkreten Ziel- und Messgrössen neu vereinbart. Die Produkte sind in fünf Produktgruppen zusammengefasst. Auf dieser Ebene wird das Globalbudget eingereicht und die Jahresrechnung erstellt. Wirkungsbilanz: Erfolg hat in GSZ verschiedene Dimensionen, er wird anhand der Kundenzufriedenheit und der erzielten Qualität unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit beurteilt. GSZ führt eine regelmässige Wirkungskontrolle für die wichtigsten Produkte und deren bedeutendsten Anspruchsgruppen durch. Damit werden die Zufriedenheit und die Wichtigkeit der erbrachten Leistungen festgestellt und Grundlagen zur Optimierung bei Über- oder Unterqualitäten erarbeitet. Erkenntnisse fliessen in die Produktsteuerung und in die Strategie ein. Benchmarking / EFQM / ISO: Benchmarks und Betriebsvergleiche sind wichtig für die Standortbestimmung und Impulsgeber für Veränderungen. Neben dem branchenbezogenen Erfahrungsaustausch sind auch die generell anwendbaren Instrumente wie EFQM und ISO 14‘001 im Einsatz. Ergebnisse fliessen in die Strategie ein.
  5. Wirkungsorientiertes Handeln – was steckt dahinter? Die Wirkungsorientierte Verwaltungsführung mit dem Globalbudget gewichtet die Leistungsziele stark. Die Frage, welche Bedürfnisse zu befriedigen sind, steht im Zentrum und löst die Gedankenwelt der Budgetpostenoptimierung ab. GSZ hat für die Organisationsentwicklung verbindliche nachvollziehbare Abläufe gesucht. Angebot und Nachfrage, also das Wechselspiel zwischen Leistung und Leistungsbeziehenden, liegt dem Hauptprozess zu Grunde: Angebot: Wer macht was für wen? Nachfrage: Wer will was von wem? Die Führungsinstrumente sind Teile dieses Kreislaufs und unterstützen diese Transmission. Wer erbringt die Leistungen? GSZ unterscheidet in der Aufbauorganisation sechs Geschäftsbereiche, einer davon sind die internen Dienste, welche Supportleistungen für die ganze Unternehmung erbringen. Die anderen fünf Geschäftsbereiche sind Leistungserbringende der WOV-Produkte. GSZ baut auf einer dezentralen Organisationsstruktur auf, ist damit nahe bei den KundInnen und entsprechend flexibel. Die rund 40 Fachbereiche bzw. Profit- und Servicecentren innerhalb der Geschäftsbereiche verfügen über klare Ziel- und Leistungsvorgaben und über vereinbarte Budgets, an denen sie gemessen werden. Was für Leistungen werden erbracht? Das Leistungsspektrum umfasst 27 Produkte und 5 Supportprodukte, für die jährliche Produkt-Leistungsvereinbarungen erstellt werden. Sie basieren auf den übergeordneten Zielen, den Strategien sowie den Vorgaben aus den Konzepten. Die Supportprodukte bieten die unternehmerische Infrastruktur und unterstützen so den Hauptprozess. Für wen werden Leistungen erbracht? Die Leistungsbeziehenden, also unsere KundInnen, sind vielfältig und die Bedürfnisse entsprechend heterogen. Nebst der Bevölkerung gibt es eine Vielzahl anderer Kundengruppen. Alle diese zur richtigen Zeit mit den gewünschten Leistungen in der geforderten Qualität auf wirtschaftliche Art zu befriedigen, das ist die anspruchsvolle Aufgabe von GSZ.
  6. Umfeld und Trends Hier wird gezeigt, in welchem Gesamtkontext die Kernthemen des Grünbuchs stehen und welche exogenen Einflüsse zu beachten sind. Die Trends weisen auf wichtige generelle Entwicklungen hin. Mehrwertabschöpfung und Rückzonung Diese zwei Forderungen werden in den nächsten Jahren die politische Diskussion zur Raumentwicklung prägen. Wie weit sie durchsetzbar sind, ist ungewiss. Die Empfehlung ( RPG, Art. 5) an die Kantone lautet: Im Sinne der Nachhaltigkeit konsequent Mehrwertabschöpfung und Planungsgewinne anstreben. Noch deutlicher sind die Forderungen der Umweltverbände, welche sich vermehrt diesem Thema zuwenden. Was sind Grünräume wert? Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) in Bern hat den Nutzen der Landschaft für den Schweizer Tourismus ermittelt und ihn bei einer konservativen Rechnung mit etwa 2,5 Milliarden Franken pro Jahr bewertet. Bundesgelder Eine Studie der «Stiftung Landschaftsschutz Schweiz» aus dem Jahr 2001 zeigt auf, dass die direkt oder indirekt raumwirksamen Beiträge des Bundes von insgesamt rund 90 Milliarden Franken zu rund 90% tendenziell landschaftsbelastend wirken. Weniger Dünger, weniger Pflanzenschutzmittel Ein Trend zur weiteren Bodenbelastung scheint in der Schweiz gebremst: Der Einsatz von Phosphor-Mineraldünger hat in der schweizerischen Landwirtschaft zwischen 1990 und 2000 um 75% abgenommen; heute ist der Verbrauch noch halb so gross wie 1950. Grün ist gesund Ein grosser Teil der Bevölkerung ist heute übergewichtig, Tendenz steigend. Zunehmender Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen ist speziell besorgniserregend. Die Stadt Zürich entwickelt eine Strategie zur Gesundheitsförderung für Bewohnende und auch für Mitarbeitende und erstellt regelmässig einen Gesundheitsbericht.
  7. Menü-Folie: Um Zusatzmodul auszuwählen, einfach in der Bildschirmpräsentation auf den entsprechenden Titel klicken.
  8. Zehn strategische Schwerpunkte von GSZ für eine nachhaltige Grünwirkung: In Anlehnung an die Vision 2025 und als Zusammenfassung der im Grünbuch festgelegten Ziele und Handlungsfelder wurden die nachstehenden strategischen Schwerpunkte definiert. Es sind Schlüsselfunktionen für eine weiterhin hohe Grünwirkung. Lebensqualität: GSZ stellt in der sich verdichtenden Stadt hochwertige Grün- und Freiräume zur Verfügung. Sie bieten der Wohn- und Arbeitsbevölkerung sowie den Besuchenden viele Möglichkeiten für Erholung, Bewegung, Begegnung sowie Naturerlebnis und erreichen damit eine hohe Wertschätzung. Natürliche Vielfalt: GSZ fördert die Artenvielfalt durch naturnahe Pflege und Produktion, durch Vernetzung von Lebensräumen und gezielte Unterschutzstellungen. In der Bevölkerung haben diese Massnahmen eine hohe Akzeptanz. Grünes Wissen: Über das Grüne Wissen fördert GSZ das Naturverständnis vom Kindergarten bis zur Lehre und Forschung in der Hochschule. Attraktive Naturbildung ist ein fester Bestandteil der Wissensstadt Zürich. Die Naturschulen, die Sukkulenten-Sammlung, die Stadtgärtnerei und der Zürich Naturpark sind beliebte und anerkannte grüne Bildungsorte. Einflussnahme auf Drittflächen: Mit Beratung, Partnerschaften und Projektunterstützung erhöht GSZ die Qualität der Grünräume anderer Dienstabteilungen, von Wohnbauträgern und Privaten. Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit: GSZ verhindert weitere Bodenbelastungen zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit über Beratung sowie umweltgerechte Pflege und Produktion.
  9. Vielseitiger, ausreichender Erholungsraum: GSZ stellt ein bedarfsgerechtes und attraktives Freiraumangebot zur Verfügung. In unterversorgten Gebieten werden bisher zweckgebundene Freiräume für weitere Freizeitnutzungen geöffnet oder neue Parkanlagen erstellt. Soziale Verantwortung: Grünräume tragen zur Integration der verschiedenen Bevölkerungsgruppen und sozialen Schichten bei. Als Arbeitgeberin schafft GSZ Integrationsarbeitsplätze für handwerklich begabte Menschen. Kommunikation und Mitwirkung: In der Bevölkerung wird das Verständnis für die verschiedenen Grünanliegen gefördert und Freude am vielfältigen Stadtgrün geweckt. Die Entwicklung der Grünräume findet unter Mitwirkung der Betroffenen statt. Integrales Planen: GSZ setzt sich durch interdisziplinäres Planen innerhalb der Stadt und auch über die Stadtgrenze hinaus für eine langfristige ganzheitliche Grünflächenentwicklung ein. Die integrale Planung stellt die Übergänge der verschiedenen Planungsebenen bis zur Umsetzung innerhalb GSZ sicher. Wirkungsorientiertes Handeln: GSZ erbringt bedarfsgerechte Grünleistungen wirtschaftlich und misst systematisch die Wirkung zur ständigen Verbesserung des Kundennutzens.